Nr. 166 Erscheint tSgttch außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Siebener Familien» blätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck tu Der» Univers.-Buch-u.Stetn- vruckerei (Pietsch Lrbens Schnlstratze r. Adresse für Depeschenr «nzetger Gieße«. Kernsprechanschluß Nr. 5L Erstes Blatt. 153. Jahrgang Samstag 18.^111903 GiehenerAnzeiger ** General-Anzeiger v Amts- und Anzeigeblatt ftr den Ureis Giehen BeAngSpreiSr monatlich 75 Ps^ viertel» jährlich WIL 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen »nonatlich 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.—viertel- sährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für die TageSnummer bis vormittag» 10 Uhr. ZetlenpreiSr lokal 12 Pf^ auSwLrtt 20 Pfg. Barantwortlich Mr den poltt. and altgem. Teil: P. Witiko: für .Stadt und LandE und .GerichtSfaal^r August Götz; für den An» zeigentett: Han» Beck. r — 27 — in Reinsaat oder Grünfutterüb'erfruchl; 3., 4., 5. Kleegras; 6. Hafer; 7. Kartoffeln: 8. Roggen gedüngt. Bei dieser Fruchtfolge, die sich natürlich nur in blonderen Fällen durchführen läßt, spart man sehr an Mist, >enn es werden nach einer Htallmistdünaung sechs bis 1 ieben Ernten gemacht, allerdings unter Beihilfe von Kunstdünger. Die künstliche Säuerung des Rahms. (Wochenblatt d. landw. Vereins in Bayern.) Den feinsten Geruch und Geschmack, leider aber auch die geringste Haltbarkeit, besitzt die aus süßem Zentti- fuaenrahm sorgfältig gewonnene Tafelbutter.' Wer solche picht immer ganz frisch bekommen kann, zieht Butter aus schwach gesäuertem Rahm vor, in welcher absichtlich gezüchtete Milchsäurepilze die Weiterentwickelung von Stall-, Schmutze, Fäulnis-, Boden-, Futtern und Krankheitspilzen hemmen und selbst einen erfrischenden Geschmack erzeugen, der durch gleichzeitig zugesehie „Aromapilze"' noch verbessert wird. Wie oas Saatgut gereinigt und in beliebige Samenmischungen zum Verkaufe zusammengestellt werden kann, erreichen unsere wissenschaftlichen Anstalten genau das gleiche mit den winzig kleinen Gährungs- und Säureerregern für die Gächrungsgewerbe, zu denen auch, das Mvlkereiwefen gehört. Solche „Reinkulturen" oder „Säurewecker/' rönnen beispielsweise bezogen werden von der kgl. Molkereischule Weihenstephan, Post Freising, und von der Lehrsennerei Boos bei Memmingen, mit Verpackung unfrankiert die Flasche w 1,10 Mk. vom Milchwirt- schaftlichen Institut in Kiel- Professor Dr. Weigwann, die Flasche zu 5 Mk. oder binnen 6 Monaten bezogene fünf Flaschen ä 2 Mk. und 60 Pfg für jede Veppaming, beziehungsweise jährlich 40 Mk. bei 14 tägigem Bezug oder jährlich 80 Mk. bei wöchentlichem Bezug von einer Flasche. Diese flüssigen Säurewecker stellt man nach der Ankunft kühl und öffnet die Flaschen erst am nächsten oder einem der folgenoen 3 bis 4 Tage, wenn die zur Weiter- Pflanzung bestimmte Magermilch erhitzt und wieder genügend erkaltet ist. Am ersten Tage kann man noch nicht den Rahm säuern, sondern erst die für den folgenden Tag zur Rahmsäuerung und zur Weiterpflanzung des Säureweckers benötigte Magermilchmenge. Diese wird so oroß gewählt, daß am nächsten Tage für je 100 Liter Rahm 6 Liter Säurewecker und darüber hinaus noch 3 biA 5 Liter zur Verfügung stehen. Die vorhergehende Erhitzung der Magermilch hat den Zweck, die Süurepilze, das Saatgut, auf einem unkraut- freien (flüssigen Nähr-) Boden feinten zu lassen. In den gedruckten Anweisungen wird meistens genau angegeben, wie hoch und wie lange erhitzt werden soll, daß kein „Kvch- geschmack" der Milch zu gewärtigen ist, der sich in Wirklichkeit aber kaum aus die Butter übertragen wurde. Man Nehme einfach Magermilch, die vom Re generativ erhitze r abfließt oder die man eine halbe Stunde lang auf 80 bis 90 Grad gehalten hat (in Käsereien ohüe Dampf hangt man lediglich eine Kanne mit Magermilch eine halbe Stunde lang in Wasser, welche im Käsekessel kocht). Die Abkühlung erfolgt ohne Umgießen im gleichen Gefäße im Sommer bis auf etwa 22 Grad, im Winter auf etwa 25 Grad. Dann setzt man in einem sorgfältig gereinigten Steingut- oder Emailletopf den ganzen gewonnenen Jn- balt der frisch bezogenen und eben erst geöffneten Flasche (oder auch nur die sauren Molken Hinter Zurücklassung des festen Gerinnsels), an den folgenden Tagen etwa 1 Liter des selbstgewonnenen Säureweckers hinzu, rührt mit einem Holzstab gut um und erhält den bebemten Ansatz in einem Raume mit guter Lust auf einer Wärme von 18 bis 20 20 Grad Celsius, bis er nach 16 bis 18 Stunden dicklich („sämig^ geworden ist und in kaltes Wasser gestellt werden muß. (Unter Umstanden kann es gut sein, den Topf zur Säuerung erst in warmes Wasser oder in eine mit Holzwolle ausgefüllte Kiste zu stellen.) Zur Säuerung deö Rahms mißt man in die einzelnen Gefäße auf je 100 Liter Rahm 3 bis 8 Liter Säurewecker, rührt bisweilen um und erhält den Rahm (je nach der Jahreszeit) hei 16 bis 18 Grad, so daß er bis in 12 bis 18 Stunden den richtigen Geschmack und Geruch zeigt und auf Butterungswärme abgekühlt werden kann. Die Oberfläche des geronnenen Säureweckers wird vorerst nicht umgerührt, sondern abgelöffelt und unter die Buttermilch gegossen; dann nimmt man zuerst die für die Fortpflanzung des Säureweckers, dann die für die Rahmsäuerung nötige Menge hinweg, und der Rest gelangt lMtweder als „gekochte Sauermilch" direkt zum menschlichen Genüsse oder unter die Buttermilch. Tie Säuerung des Rahms bietet in Molkereien mit Dampfbetrieb keine Schwierigkeiten; in anderen müssen heizbare Räume mit guter Lust geschaffen werden, und in Käsereien, welche in der Regel Nur in der Beizkammer die nötige Wärme bieten können, muß die schlechte Luft durch Wasserverschlüsse von den Kannen abgehnlten werden, wie solche in den Käserei-Einrichtungsgeschäften in München und im Allgäu nach meinen Angaben überall erhältlich sind. Wo der Säurewecker sorgfältig behandelt und weiter gepflanzt wird, btzhält er Wochen, ja selbst Monate lang die gewünschte Wirkung, Schneidigkeit und Reinheit. Weisen Geruch und Geschmack aus eine Abnahme derselben hin, so muß ein neuer Säurewecker von einer benachbarten Molkerei oder von einer der oben genannten Anstalten bezogen werden. Von Rostock, Hamburg und Dänemark aus gelangen aber auch „Säureentwickler in Pulverform" oder Bakterien- Drockenkulturen zum Preise von 3 Mark in den Handel; diese haben den Vorzug, daß man sie ein Jahr lang vorrätig halten kann. Nach der jeder Flasche beigegebenen Gebrauchsanweisung können die auf Milchzucker eingetrock- neten Säurepilze erhitzte und wieder auf 30 Grad abgekühlte Magermilch bei Zimmerwärme binnen 24—30 Stunden in brauchbare Säurewecker verwandeln; wo die Pilze aber auf diese Weise zunächst die erste und auä* dieser dann die zweite „Muttersüure", welche aber noch erdigen Geschmack besitzen und sorgfältig vom Bodensätze abgehoben werden müssen. Erst aus dieser zweiten Muttersäure kann ein für die Rahmsäuerung und Weiterpflanzung geeigneter Säurewecker gewonnen werden, der dem in flüssiger Form bezogenen entspricht. Sogenannte „direkte Säurewecker", welche dem Rahm direkt, ohne vorherigen Ansatz mit Magermilch, zugesetzt werden, sind 'entweder chemische Säuren ohne lebendige! Pilze, oder aber sehr konzentrierte Pilzkulturen. Erstere haben sich in der Praxis nicht bewährt, letztere sind noch nicht genügend erprobt, und der etwaige Vorteil direkter Säuerung wird durch den Nachteil wieder ausgewogen, daß man diese Pilze jeden Tag frisch beziehen muß. Ohne „Reinkulturen" kann man mit freiwillig an einem geruchfreien Orte geronnener aber zuvor nicht erhitzter Magermilch säuern/ wenn dieselbe aus einem sehr reicfy* lichen, gesunden Stalle mit geeigneter Fütterung stammt. Solche Milch muß durch die Zentrifuge gehen, ehe diese durch andere Milch verunreinigt worden ist. Mit -Buttermilch kann der Rahm direkt gesäuert werden, so lange dieselbe gut ist, was aber nie lange dauern wird. Noch unsicherer ist die sogenannte „Selbstsäuerung", bei welcher man den Rahm emftlch sich selbst überläßt, wie bei Gewinnung der Bauernbutter. Wo viele Rüben, Kohlraben, Schlempe und dergleichen gefüttert werden oder wo die Milch von unreinlichen Lieferanten mit verarbeitet werden muß, ist es notwendig, daß der Rahm vor der Säuerung erhitzt oder abgekühlt wird, falls nicht die Vollmilch vor dem Zentrifugieren schon! erhitzt wurde. Im Interesse eines gleichmäßigen Betriebes und der Abtötung von Krankheitspilzen empfehlen sich für größere Molkereien deshalb Erhitzungsanlagen. Alle diese Einrichtungen sind nm* notwendig mit Rücksicht auf die zeitweise sehr mangelhafte Beschaffenheit der Milch. Je besser diese geliefert und verarbeitet wird, desto feiner unb besser wird auch die daraus gewonnene Witter werden. / Dr. Herz. Die Fruchtsaftbereitung. .Reiche Ernten mt Beeren und Obst zu erzielen, ist der Wunsch und das Bestreben jeden Gartenfreundes und sucht er das durch zweckentsprechende Zucht und Pflege seiner Beerensträucher und Obstbäume zu erreichen. Damit ist aber noch nicht alles getan; die Zeit des Genusses der frischen Früchte ist zu kurz und der Ueberfluß verdirbt zu leicht, wenn nicht durch Verkauf für raschen Verbrauchs oder durch eine geeignete Konservierung für die längere- Verwendbarkeit und Haltbarkeit derselben gesorgt wird. Deshalb ist das Kapitel der Obstverwertung besonders wichtig, für jeden, der Obstbaum und -Strauch sein eigen ^f-Nürnberg verfaßte Stück spielt in kriege und gliedert sich in drei Bilder. liegen in den Händen von Berufs- d aue übrigen Mitwirkenden, etwa on 681 Vereinen gepflegt, in deren iben und 13 402 Mädchen Dumunter- rs Vermögen des Verbandes beläuft Mk., die Gesamteinnahmen betrugen taus^gaben 37 153 Mk. stadt und Land. uli e-aiixgujj wu o ouu c uw |u|* 9 Milliarden! Tas Aktivvermögen der Sparkassen (ohne Reservefonds) belief sich bis zum genannten Zeitraum ebenfalls auf nahe 9 Milliarden, genau auf 8919 837 000 Mk., der Reservefonds auf 537144 000 Mk. Unter Aktivvermögen der Sparkassen ist sowohl das eigene Vermögen derselben (insbesondere Grundstücke und Inventar), als auch das werbende Vermögen, d. h. die Anlagen (ausgeliehene Kapitalien), welche den Gegenwert der Einlagen bilden, und der Zinserttag der Anlagen bis 31. Dezember 1900, ferner der Betrag der Wertpapiere und der Barbestand zu verstehen. Für die preußischen Kassen kommt noch der Spar- mrd Re- jervefonds im Betrage von 8122399 Mk. hinzu. Also dem Guthaben der Einleger von 8838583 000 Mk. steht als und' mir diese allein die verdiente Sttase treffen wird, darf als zweifelhaft gelten. Vorbeugend für die Zukunft wirken diese Strafexpeditionen erfahrungsgemäß nicht. Es werden noch Jahrzehnte dahin gehen, bis durch den Einfluß der Verwalttlng und Missionen Gesittung und Kultur feste Wurzel gefaßt haben. 10. Deutsches Turnfest. L Nürnberg, 16. Juli. Die Hauptprobe des Festspiels sand vor einem mehr als 5000köpfigen Pubkitmn statt, das der wirkungsvollen Darstellung begeisterten Beifall zollle. Das von dem Archiv- Greß en, den 18. Juli 1903. e- und tun st gewerbliche Aus- pcuuuB u»u am Brand, welche morgen, Sonntag, von 11 bis 3 Uhr ununterbrochen geöffnet ist, bleibt von Montag an geschlossen. Die Eröffnung der Gemälde- Ausstellung findet wieder Ende September statt. Da die gegenwärttge Ausstelluirg bei den Mitgliedern und Kunstfreunden einen so großen Anklang gefunden hat, plant der Vorstand, alljährlich eine kunstgewerbliche Ausstellung zu veranstalten. Bemerkenswert ist noch, daß die seitherige Ausstellung in der Zeit vom 18. v. M. bis gegenwärtig von nahezu 2000 Personen besticht war. ** Nach dem Tode Justus von Liebig s, dessen 100jährigen Geburtstag wir neulich injüürbiger Weise gefeiert haben, stritten bekanntlich drei Städte um die Ehre, dem großen Manne ein Denkmal zu setzen: München, Kandwirtschafl. 28 die Frage in Betracht, ob 3. Zmebetkuchcn Ktltgsselll Dieustaas, Donnerstags und ff , dass alle Fabrikanten heute dieses System nachzuahmen ist, bestrebt sind. 4688 fahrung hergestellt, ist als das denkbar beste Kopf wasser erprobt und anerkannt. Flasche Mk. 1,50 nur in der Adler-Drogerie, Selters weg 39. Mer Schomber Walltorstratze 51. Zahltage: Täglich vormittags. Gießen, den 17. Juli 1903. Stadtkasse Gießen: D Pachtgelder von Triebvierteln Grundstücken. Schulgelder für die höhere un schule und das Realgymnasü 1. Vierteljahr 1903/04. tendeS Gelb oder glühendes Rot t Grund aus Lobelien bestens unterstü, Petunien, Pelargonien, Knollenbegor Pentstemon und Margueriten haben Verwendung gefunden, niedriger PH in einfarbigen Varietäten, teils in r mischt, erweist sich als außerordentl gewisses aktuelles Interesse bietert di Böschung vor dem Gesellschaftshause, Lyra mit in modernen Linien gehal^ 'der Witte in ruhigen:, breiten Rai' von zwei Adlern flankiert Die § « Petersburg, 18. Juli. Im Dorfe PokrowSkoi im Gouvernement Samara zerstörte gestern ein Großfeuer 500 Häuser und alle Kornspeicher. Fünf Menschen stnd in den Flammen umgekommen. * Wirbelsturm. Wie der „Voss. Ztg." aus Pans gemeldet wird, bringt die ostasiatische Post Nachrichten über einen furchtbaren Wirbelsturm, der am IO. Juni Hanoi verwüstet hat. Zahlreiche Dächer wurden abgetragen, mehrere Häuser, darunter festgebaute Regierungs-Paläste, wurden arg beschädigt, Bäume ausgerissen, ganze Telegraphen-Linien zerstört und mehrere Dutzend Flußschiffe versenkt, Eisenbahnzüge aus den Geleisen geworfen und gegen 300 Eingeborene getötet und verwundet. In Namdiuh soll ein Taifun noch schlimmer gewütet haben als in Hanoi. Der Schaden ist enorm. Diese Firmen berechnen obenstehendc jamt Anfuhr wie das Gaswerk und v in Mengen unter 5 Zentnern. Die Preise unserer Gaskoks für die Abnehmer außerhalb -er Gemarkung Gießen ermäßigen sich um den Betrag der Oktroirückvergntuug von 4 Pfg. sür den Zentner. 63 Stadtisches Gas- und Wasserwerk Gießen. Markt FPätx Eccariws M“kt Gasbadeöfen neuesten Systems mit Sicherheitsfeuerung. Bekanntmac Bis Ende dieses Monats sind bei Vermischtes. • Essen, 16. Juli. Bei der Ausschachtung eines Brunnens in Velbert gingen plötzlich vier Sprengschüsse los. Ein Brunnenarbeiter wurde auf der Stelle getötet. • Christiania, 16. Juli. Während des Besuches des Königs in Digcrmulen (Nordland) brach die Landungsbrücke zusammen. Etwa 100 Menschen stürzten ins Waffer. Viele wurden verletzt, teils schwer. • Dover, 16. Juli. Der Dauerschwimmer Hollbain rorb am 26. August einen zweiten Versuch größte Auswahl, billigste Preise. la. Lpeise- u.LMkkrlchln 100 Psund Mk. 6.—. (5493 J. Hankel, Schloßgasse 6. L 2. ireibrmg zu bezahlen: Gemeindesteuer, 2. Ziel 190: Redaktion: August Götz. — Rotationsdruck und Verlag der BrÜhl'schcn UniversitätS-Buch- und Steindruckcrei. R. Lange, Gießen. Dienstags, Donnerstags Samstags von morgens 9 Uhr an zu haben bei 5179 auSgedacht, die Zeichnung in all ihren Dellen mit goSßjtrr Sorgfalt auSgcfuhrt. Das Blumenparterre des Palmen- aartens ist in seiner diesjährigen Bepflmtz,ung em Hervorraaendes Stück gärtnerischer Dekorationskunst. — Neben diesen Blumenanlagcn ist noch der Flor der Topfchornelken besonders hervorzuheben, die auf den Rasenflächen hinter' den Gewächshäusern angepslanzt sind. speicherung des Honigs verwenden. Reis u n g s z u sah zuHandkäse. Vielfach wird als Reisungszusah für Hand- oder Harzkäse kohlensaures Na^ tron verwandt, welches man dem Lluarg m Pulverform zuktretet. Die Mengenverhältnisse dieses Zusatzes richten sich ganz nach der Beschaffenheit des zu verarbeitenden Rohproduktes. Nach' der „Disch. Milchw. Ztg." läßt sichi dieser Zusatz am besten ausführen, wenn der Quara mög- lichst trocken ist, was man am besten dadurch erreicht, daß. man denselben nach dem ersten Pressen schwach salzt, mit dein Salz 12 Stunden stehen läßt und dann nochmals preßt Zu große Mengen kohlensaures Natron darf man nicht zusetzen, da sonst die Quargmasse schon während des Knetens ganz grau und glasig wird. Man probiere sich also die Größe des Zusatzes vorher mit kleinen Massen aus, indem man mit Vi Prozent anfängt und von dieser Zahl in den Versuchen nach unten und nach oben geht. Geruch auf die Milch übertragen. Es scheint, daß die Diere durch den scharfen Geruch der Steckrüben eine besondere Ausdünstung annehmen, die sich der Milch leicht mitteilt. Durch das Pasteurisieren unter Luftzutritt verliert diej Milch den Rübengeschmack. Kleine praktische Ratschläge. Wie wird bei Verwendung der Wagen auf dem-Acker an Zug kr a ft g espar t? Diese Frage macht I. Jung in der Deutschen landw. Presse zum Gegenstand einer eingehenden Besprechung. Än lgroßes Rad sinkt weniger tief in beit Äcker ein als ein kleines, weil sich die Üast auf eine größere Fläche verteilt, der Druck auf die Flächeneinheit also geringer ist. Auch über ein festes Hindernis kann eh: großes Rad leichter gezogen werden! als ein kleines. Bei oer 7 Gasko Gegenwärtige P Für d-n Z Stück-Koks Nutz-Kokö, ausschließlich trocken gelager. verschiedenen Korngrößen für Stirb und für weite und enge Ofens passend zerkleinert: Größe 9tr. 1, etwas größer als du liche Korngröße des Anthracit. barsteSorte . . . . . Größe 9tr. 2, kleiner als durchs Korngröße des Anthracit . . Zu Wagenladungen von mindestens 36 . Stücktoks ..... Nußkoks 9tr. 1 . . . . Nußkoks Sir. 2 . . . . Bei Entnahme von mindestens 200 Zen Stückkots Nußkoks Nr. 1 ... . Slußkoks Nr. 2 ... . Für Koksabnehmer, welche zwei und beziehen, ermäßigt sich der Preis um weite Für Aufuhr au das Haus werdc Zentner berechnet. NB. Sofern das Verbringen der Ko auf die betr. Lagerplätze (Kell außergewöhnlichen Zeitausrvcn dies ohne besondere Vergütun Fm Gaswerk findet nur ein Verkcn Koks statt; dagegen ist bei folgenden hiesst KleiVerkms her von 1 bis 5 Zen eingerichtet, nämlich bei den Herren: Bacheuheimer & Schaumberg Andreas Euler, Steinstraße 1, Joh. Fischer, Alieestraße 19, H. Hof, Bahnhofstraße 34, Gebr. Kahl, Frankfurterstraße Ed. Älintel, Bahnhofflraße 10, Emil Lotz, Kirchenplatz 9, Emil Pistor Nachfolger, Mari Georg Schäfer, Lrcherstraße 2, August Struck, Bismarckstraße Georg Unverzagt, Kaplansgass farbig, 1 Mk. In Gießen echt zu haben bei Emil Fischbach PH. Herrmann Wilhelm Haas Earl Schwaab Georg Wallenfels Ehr. Wallenfels. [4095 Täglich von morgens 9 Uhr ab frische Keidelöeeren. 5492) I. Hankel, Schloßgasse 6. Bekanntmat Nachdem die Stadtverordneten-Versa, dorn 9. d. Mts die Festsetzung der Fluc In den Neuen Bauen" beschloßen hat, r des Art. 5 der allgemeinen Bauordnung öffentlichen Kenntnis, daß der Entwurf d> zum 10. des kommenden Monats auf de: zur Einsicht offen liegt. Einwendungen ge gleicher Frist bei Vermeidung des Aussc > meisterei anzubringen. Gießen, den 13. Juli 1903. Der Oberbürgermeis J.B.: , Eurschmann, Beiger Bespannung kommt hauptsächlich! v__o_ ... .) die Zugstränge horizontal oder! schräg nach oben gerichtet sind und ist als Angriffspunkt der Zugkraft immer die Achse zu denken, da die Verbindung des BefestigungsMnktes mit der Achse immer eine feste ist. Der Aufwand an Zugkraft vermindert sich, je mehr die, Zugstränge parallel zur Jahrbase gehen. Die Verteilung der Last aus dem Wagen soll derart sein, daß Stöße möglichst vermiedet: werden oder daß die unvermeidlichen Stöße nicht unnötig verstärkt werden. Die Ladelänge wie die Entfernung der Hinterachse von der Vorderachse ist von Einfluß aus die Zugkraft. Für gewisse Lasten ist ein möglichst langer Wagen unvermeidlich. Aber je länger der Langpaum, die Lettern tlstv., umso weniger fest wird die ganze Verbindung und infolgedessen schwankt die Last und erhöht sich dadurch die Zugkraft. Je größer die Entfernung der beiden Achsen von einander, umsomehr Raum braucht der Wageri zum Wenden und umso länger laufen bei Wendungen die. Hinterräder nicht in der Spur der Vorderräder, sonderrt schneiden ein besonderes Gleise, wodurch mehr Zugkraft erforderlich wird, denn dann sind doppelt so viel Hrnder- nisse zu überwinden. Innerhalb gewisser Grenzen ist daher! umso weniger Zugkraft erforderlich, je näher die- beiden^ Achsen zuscunmenliegen. Die Pflege der Bienen in derHaupttrach^t. Der Bienenzüchter muß seine Völker in Honig- und Schwarmstöcke einteilen. Diejenigen Völker, von denen er Honig ernten will — was wohl be: jedem praktischen Imker der Fall ist — dürfen nickt schwärmen und dadurch die. Ernte am Honig verringern oder gar gänzlich vereiteln; es ist im Gegenteil daraus zu achten, daß dieselben möglichst volkreich sino und ihr Volk zusammenyalten, um mit Beginn der Haupttracht eine ungeheure Zahl Arbeiter immer aussenden zu können. 5)aben wir, um das Volk für die, Haupttracht möglichst stark zu gestalten, im Frühjahr einerseits die spekulative Fütterung angewandt, 'so dürfen wir es jetzt anderersellD nicht an Vorkehrungen fehlen lassen, um den Volksreichtum des Stockes während der Schwarmzeit möglichst zusammenzuhalten. In gleicher Absicht muß auch der Ansatz der Brut besckränkt werden, um nutzt durch das Brutgeschäft eine große Anzahl von Arbeitsbienen im Stocke zurückzuhalten uno so deren Arbeitskraft bei der Honigernte verlustig zu gehen: man nimmt dieserhalb recht starken Völkern von Zeit zu Zeit einige Brutwaben weg und gibt sie Schwarmvölkern oder beschränkt durch Einschüben eines Absperrgitters den Brutraum auf 3—4 Doppelrähmchen. Die Königin kann dann nicht mehr nach Belieben Brut ansetzen, das Futter für letztere wird gespart und die Bienen können den ganzen Raum zur Aufnennt oder die Früchte des Waldes saminelt, besonders auch für die tätige Hausfrau. . c Der Hauptsache nach kann mau zwer Verfahren der Obstsaftherstellung anwendeu, nämlich die mit oder ohne Gärung geschehende. Letztere ist entschieden die vortesil- hastere und entspricht besonders jenen, welche alkoholfreie Fruchtsäfte alleü anderen vorziehen und sie zur Getränke- bereituug benützen. Da^ erstere Verfahren ist dagegen das eit altershcr bekannte und am meisten gebräuchliche. Drotz- )cm sollte die Hausfrau eigentlich unvergorene Frucht- äftc den anderen vorziehen, weil sie aromatischer, be- ömmlicher und billiger sind, dabei dieselbe Haltbarkeit besitzen als die vergorerwn. Der Ollaube, daß alle Säfte mit möglichst viel Zucker eingemacht werden müssen, wenn sie haltbar sein sollen, ist ein großer Irrtum. Der Zucker kauu ganz entbehrt werden, weil er nichts zur Konservierung beiträgt, sondern den Fruchtgeschmack nock beeinträchtigt. Der Grund der .Haltbarkeit ist wo anders zu suchen. An jeder Beere und Mucht hasten unzählige kleine pilzartige Lebewesen, welche durch Waschen nicht entfernt werden können und Deshalb beim Abpressen des Saftes teilweise in denselben gelangen. Hier vermehren sie sich infolge Vorhandenseins von günstigen Nährstoffen ungeheuer rasch und verzehren den vorhandenen Fruchtzucker, den sie in Alkohol und Kohlensäure mnwandeln. Dieser Vorgang wird die Gärung genannt. Es'liegt nun nichts näher, als die Gärung überharrpt zu verhindern. Das geschieht entweder durch den Zusatz gärungswidriaer Chemrkalien, wie Salizylsäure und dergl., oder durch Die Anwendung ge- • wisser Wärmegrade. Während die Chemikalien wiederum einen gesundheitlichen Nachteil ausüben können, also nicht in Betracht kouunen, gebührt dem Erhitzen oder Sterilisieren des Saftes allein der Vorzug. In klarer, knapper Weise finden wir wirklich brauchbare Vorschläge in einem Artikel aus Nr. 38 der Zeitschrift „Der Lehrmeister im Garten und Kleintierhof" in Leipzig, dem wir das Vorstehende entnommen habest. Dje betr. N::mmer wird jeder sich dafür interessierenden Hausfrau aus Verlangen gern gratis zugeschickt. Einfluß der Rübenfütterung auf die Milch- und Butterqualität. Gelegentlich der Butterausstelltlng des Bezirks-Meierei- Verbandes für West-Holstein entspann sich ein interessanter Gedankenaustausch. Meiereinstruktor Claussen glaubte, da 21,8 pCt. der ausgestellten Bütterproben zumeist wegen ihres Geschmackes als abfallend angesprochen werben mußten, schlechtes Streu und schlechtes Euterreinigen sei die Schuld daran. Meiereiinstruktor Lassen beha.uptete, an der bitteren Butter seien die Steckrüben schuld, besonders wenn sie erfroren gefüttert werden, sowie auch der Kuhkohl. In der daran schließenden Debatte wurde nun die Frage der Rübenfüfterung eingehend besprochen. Claussen teilte mit, daß in einzelnen Feilen Now-Schleswigs 60—90Pfd. Rüben pro Tag und Kopf gefüttert werden. Bis zum 1. Dezember sind es meist Runkelrüben, dann Stearüben. Es wird aber trotzdem sehr seine Butter erzielt, wenn man die Milch auf 90—95 Grad Celsius pasteurisiert und dann abkühlt. Es müssen nur gute Reinkulturen, die ausgezeichnete Säure liefern, benutzt werden. Die Abeudmilch mufc zu Hause gut gekühlt und verrostete Kannen müssen ausgemerzt werden. Die Butter wird mit gutem Wasser durchgespült, daun wird sie aufgerollt, 2—2i/2 Stunden im Wasser liegen gelassen. Dies gibt eine feste Ware. Besonderes Gewicht ist da aber auf die gute Einlieferung der Milch zu legen. Ferner dürfen bei der Rübensütterung keine Blätter und keine faulen Rüben gefüttert werden. In Dänemark füttert man ebenso wie in Nordschleswig sehr viel Rüben und hat doch gute Ware. Allerdings haben dort die meisten Meiereien Eismaschinen. Die Molkereiinstruktoren Tamm und Pieper sind ähnlicher Ansicht. Verschiedene Landwirte aber betonen, daß man über 25 Pfund Rüben pro Tag und Köpf nicht geben soll. Prof. Dr. Weig- mann führt aus, daß der Rübengeschmack auch dort entstehen kann, wo gar keine Rüben gefüttert werden. Durch Zugabe entsprechender Kraftfütterung könne dieser Rübengeschmack unterdrückt werden. Vor allem müsse die Milch .stgch dem Melken sofort aus dem Stall heraus und gut gelüstet und gekühlt werden. Der Stall muß häufig geweißt werden. Der Rübengeschmack wird besonders durch deu ftmrrb, umsomehr, aß M eilt großer Teil der dabei tu betnidtt tonammben Beamten im Sommerurlaub boftudct. Mit Der Untersuchung mit» Verfolgung der Angelegenheit ist, wie wir hörens DLtuisterialrat Braun beauftragt, der dieseLbe namens der Regierung vor dem Verwaltungs- gerrchtshof vertreten dürfte, vor welchem sie, wie wir ebenfalls nock) mitteilen wollen, etwa im Spätherbst zur Veichandlmlg kommen wird. Fr ankfurt n. M., 16. Juli. (Aus dem Palmeu- garten.) Einen besonderen Anziehungspunkt bilden stets die SBünnenanlagen vor dem Gesellschaftsharrse, deren abwechslungsreiche Gestaltung von allen bewundert wird, dre Interesse an »Blumen und Pflanzen haben. Von hervorragender Wirkung ist in dem großen Parterre das in der ME liegende Baud von Begonia semperflorens Magnifico, deren orangesck-arlachfarbenen Blüten mit dem dunkel- roten Lapb in eigenartiger Weise kontrastieren. Wir besitzen in dieser Begonie eine der wertvollsten Züchtungen der letzten Jahre, ,ebenso wie in den federbuschartigen Lahnenkammen, Celosia plumofa maanifica, deren leuck- ©tto Smaaf, Gießen Fabrik ebemueber u. cogmetifcber praeparate <453