Nr. 166 Erscheint täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem VeMschen Landwirt die Gietzener Familien» blätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck tu Verlag der BrühUichen Untverj^Buch- «.Stein- druckereiMÄch Lrbens Echnlstratze 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gieße«. Kernsprechanschluß Nr. 5L Erstes Blatt. 153. Jahrgang Samstag 18.Jirlilvv3 GietzenerAnzeiger M General-Anzeiger w Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen BezngSpretSr monatlich 75 Ps^vtertel- jährlich Mk. 2.20; durch Aohole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Mk. 2.—viertel- sährl. auSschl. Bestellg. Annabme von Anzeigen für die TageSnummer bis vormittag» 10 Uhr. 8eHenptttB: total 129SU auSwärM 20 Pfg. Brrantwortlich für den polit and allgem. Teil: P. Witiko- für „Stadt und &mb* und .GerichtSfaalE; August Götz; für den Anzeigenteil: Han- Deck. *3 MonaK-Beilage zum Zur Getreideernte. Die Getreideernte liefert einer großen Anzahl von Landwirten den Hauptertrag der ganzen Wirtschaft und trägt deren Ausführung sehr Vreles zur Erhöhung der Güte und des Wertes der Frucht bei, denn bei überreifer Frucht hat man nicht nur bedeutende Verluste, sondern auch geringere Ware, während die Güte derselben durch langes Liegen bei Regenwetter, durch feuchtes Einbringen und mangelhafte Aufbewahrung ebenfalls bedeutend leidet. Die'Reife des Getreides vollzieht sich allmählich und man beobachtet hier verschiedene Grade, nämlich: 1. Milch? reife, 2. Gelbreife, 3. Vollreife und 4. Dodreife. Die Halmfrüchte sollen in der Gelbreife geschnitten werden; es läßt 'ich dieselbe daran erkennen, daß das Innere der Körner f chon eine festere wächsartige Beschaffenheit angenommen ')dt und nicht mehr Milchig ist. Es genügt nicht, den Eintritt der Gelbreife bloß nach dem Aussehen der Halme bestimmen jzu wollen, sondern dieselbe mvß durch Untersuchung der Körner festgestellt werden. Hierzu nehme man aus der Mifte mehrerer schöner Aehren, die auf verschiedenen Stellen des Feldes gewachsen sind, je ein vollkommen ausgebildetes Korn und schneide dasselbe mit einem scharfen Messer quer durch. Zeigt sich alsdann unter der Schale besonders an der Lösungsstelle der Körner nicht mehr ein grünlicher Streifen, so ist das ein sicheres Zeichen, daß die Gelbreife eingetreten ist. In der Vollreife läßt sich das Korn wohl noch biegen, aber nicht mehr brechen; es ist hart und der Halm gelb. Die Dodreife zeigt weiße, spröde Halme; der Samen ist vollständig erhärtet uno fällt bei Wind und anderer Bewegung besonders bei Roggen, Weizen usw. zum Teil aus. Die günstige Zeit der Ernte liegt zwischen Gelbund Vollreife. Man erhalt da einen Samen, der hart wie Glasperlen wird, rauschend durch die Finger gleitet und prächtiges und reichliches Mehl liefert. Auch das Stroh ist aus dieser Periode am wertvollsten. Wartet man, wie aus Unkenntnis so oft geschieht, bis zur Vollreife oder gar tzur Todreife, so erhält man einen „Kern ohne Griff", lahm und weich, auch ist bis dorthin aller Unkrautsamen zum Nachteil oes Ackers reif ausgefallen. So beobachtet nun der Landwirt das Voranschreiten der Reife seines Getreides sorgfältig und sucht dasselbe im richtigen Zeitpunkt zu ernten, was allerdings nicht immer leicht ist, wie bei ungleich reifender Frucht, bei doppelwüchsiger Gerste oder bei teilweise verhaaelteir Frucht oder bei sogenanntem Mischling, wo zwei Getreidearten! untereinander gesäet sind. Hier tut man jedoch am besten, nur dem Hauptertrage Beachtung zu schenken und nicht die Reife sämtlicher Körner abzuwarten. Ist das Wetter günstrg und hat man größere Flächen abzuernten, so ist es geraten, möglichst frühzeitig mit der Ernte zu beginnen, namentlich ivenn es an Arbeitskräften fehlt, denn „das Korn reift unter der Sichel", sagt das Sprichwort, und man wird dann wenigstens die Hauptmasse im richtigen Zustande ernten. Die Arbeit des Mähens stndi Breitens setzen wir als bekannt voraus. Wenn das $ek treidekorn hart und das Stroh rein von Unkraut.oder. Klee ist, kann es bei yutdm Wetter alsbald aufgebunden und eingefahren werden. In Mittel- und Norddeutschland! hat man die Gewohnheit, das prikvautfreie Getreide, namentlich Roggen und Gerste, sofort in kleine Garben Ku bindert und in sogenannte Puppen Ku stellen. Eine Puppe wird gebildet, indem man eine Garbe senkrecht stellt, 5—8 andere im Kreise daran anlehnt und die Spitze mit einem Seil aus Stroh usw. fest zusammen- bindet, um sie gegen Umwevfen durch Wind zu schützen. Mill man einen Schutz auch gegen Regen und infolge dessen gegen Auswachsen des GetveWs in den Aehrdtt geben, so bindet man um die 'Spitze herum eine Garbe, (Haube), mit den Aehren nach unten. Diese Deckgarbe mutz stärker gemacht und recht fest, möglichst nahe am Sturzende, gebunden werden. Das' in solche Puppen gesetzte Getreidq hält sich bei sorgfältiger Ausführung der Arbeit auch bei anhaltend nasser Witterung sehr gut, reift vollkommen nach^ bleibt auch nach dem Einoringen in die Scheune gut, läßt sich leicht ausdreschen und gibt auch gutes Stroh. Bei dem Sommergetreide ist das Puppen aber nur dann zu empfehlen, wenn jenes die gehörige Länge hat; doch ist es auch bei der Gerste und dem Hafer mit Nutzen anzuwenden. Bei günstiger Witterung genügt das Zusammenlegen. Nach diesen allgemeinen Gesichtspunkten übet die Getreideernte sei über die Getreidearten im speziellen noch folgendes für die Ernte Bemerkenswerte nachgetragen: Gerste, welche stark mit Klee durchwachsen ist, muß nach eintägigem Liegen gewendet werden und kann am zweiten oder dritten Tage eingefahren werden. Wo es sich um Erzielung einer guten Braugerste handelt, empfiehlt sich ein Aufpuppen in der Weise, daß man die geschnittene! Gerste häufelt und die Häufchen unter den Aehren mit ein paar Halmen zusammenbindet, worauf man sie ausstellt. In 'diesen Häufchen trocknet die Gerste nicht nur gut aus und reifen die Aehren schön nach, sondern siei leidet durch einen Regen auch viel weniger, als wenn sie am Boden liegt. Auch darf die Gerste nur in vollkommen trockenem Zustande eingesahren werden, indem sie sich sonst im Stocke erhitzt und eine rote Farbe erhält, welche ihren Wert bedeutend verringert. Weizen fällt leicht aus und muß deshalb friihzeitig gemäht werden und auf dem Boden oder in Haufen nachreisen. Ist derselbe schon vollreif, so ist beim Mähen und Binden alle Vorsicht erforderlich und soll derselbe bei trockenem Wetter ins Band geschnitten und sofort eingefahren werden. Beim D i n k e l ist dieselbe Vorsicht erforderlich, da dessen Aehren im reifen Zustande leicht abbrechen und durch Regen mürbe werden. Der Früh Hafer ist dem Ausfallen ebenfalls, stärk f-Nürnberg verfaßte Stück spielt in riege und gliedert sich in drei Bilder. liegen in den Händen von Berufs^ > aue übrigen Mitwirkenden, etwa rger Turner und Turnerinnen sind, i Massenszenen ganz vorzüglich dem echt wurden. Das erste BÜd führt die rrnplatz in der Hasenheide in Berlin. c, Schüler und Studenten lagern auf im Schutze märkischer Kiefern oder t eben en Geräten und fechten mitein» 3er des Jahres 1812. Unter begeistere Turnvater Jahn mit Friesen, Dürre, oamaligen Freunden der vatterländi- Plane, um im Zwiegespräch mit den Mach und Not der Zeit zu erörtern npen Haß gegen den korsischen Bej- Sdürstenden Seelen zu gießen. Mit Turngenossen, vereint zusammenzu- üies Not und Gefahr, endet das erste .'pielt im Biwcrck des Lützowschen Freiem Gefecht bei Gadebusch, bezw. dem ters Theodor Körner. Ein reizendes m aus Wallensteins Lager entwickelt Stimmung, die durchs einen in den gehaltenen Disput zwischen Senhfen, Berlinern, Oesterreichern, Rhernlän- r den Wert ihrer verschiedenen Korps illmahlich auch in den dichtbesetzten Da erscheint Körner und bringt ans sein neuestes Gedicht, das Schwertgesang, zum Vortrag. Während die > leise verklingen, ertönt in der Ferne die Jäger eilen davon, dem Kampf Ls folgt das dritte und letzte Bild,' Leiche Körners nach der Schlacht bei esen, Jahn, Hellfritz und die Lützower ob des edlen Sängers, bis schließlich ächtnis an die dättsche Nation, ben mrende Reich, verkündet und damit ad auf das gemeinsame Ziel richtet, erscheint im Hintergründe der Bühner der Wald, und unter dem allgemeinen an Rhein" schließt das Festspiel. W, .rze und der edlen Sprache. Alle Drins chen Wendungen, die derartige Festen Gemüte sonst ungenießbar mad^en* i, und so ist zu hoffen, daß es allen bleibende Erinnerung an die freie gehörte den Frauen- und Mädchen- rnberger Turnvereine, sowie der Vereine, die um 5 Uhr nachmittags! : Frei- nnb Ordnungsübjungen ein- Knabengestalten, die hier vom 5. turnerische Ausbildung erhalten, rzüglich und auch bei den anschließen- Barren, Reck und Stangen) sah man gen. Dann traten die ins^samt 460 Frauen- und Mädchen-Abteilungen igen der Militärmusik, zunächst eben* dnungsübungen an. Mit einem all- Pserd, Barren, Reck, Rundlaus, der mgen schloß die interessante Uebung dieser Vorführungen trat der Nürn- n Radballspiel an, während gleich- r Turnverein Pyramiden an 16 Lu- vezen barstellte. Ein Liederabend der nosseu schäft beschloß den gestrigen sammlung des Gesamtaus- -n. Nach einer Begrüßung der Deto- Vorsitzende Dr. Götz den Jähves^ sgesamt sind der Deutschen Durner- nvereine Deutschlands und Deutsch- Auslandes mit 728044 Mitgliedern eilen sich auf 6104 Städte des Reichs 356 230 Mitglieder nehmen an den gen teil. Die Zahl der Zöglinge (von eträgt 109 873 und 'bie der Damen Teilungen turnen. Das Knaben- und >on 681 Vereinen gepflegt, in deren iben und 13 402 Mädchen Durnunter- is Vermögen des Verbandes beläuft Mk., die Gesamteinnahmen betrugen Esgoben 37 153 Mk. itaöt und Land. ltiMll.Lyu.UC li UVV •oUM-vyt-u) W4l O Vrtju WU ’JJtU, ***-]*> |U|L (J Milliarden! Tas Aktivvermögen der Sparkassen (ohne Reservefonds) belief sich bis zum genannten Zeitraum ebenfalls auf nahe 9 Milliarden, genau auf 8919 837 000 Mk., der Reservefonds auf 537144 000 Mk. Unter Aktivvermögen der Sparkassen ist sowohl das eigene Vermögen derselben (insbesondere Grundstücke und Inventar), als auch das werbende Vermögen, b. h. die Anlagen (ausgeliehene Kapitalien), welche ben Gegenwert ber (Anlagen bilden, und der Zinsertrag der Anlagen bis 31. Dezember 1900, ferner ber Betrag ber Wertpapiere und ber Barbestand zu verstehen. Für die preußischen Kassen kommt noch ber Spar- und Re- Zrvefonbs im Betrage von 8122 399 Mk. hinzu. Also bem Guthaben ber Einleger von 8838583 000 Mk. steht als un5 nur biefe allein die verdiente Strafe treffen wird, bars als zweifelhaft gelten. Vorbeugend für bie Zukunft wirken diese Strafexpeditionen erfahrungsgemäß nicht. Es werden noch Jahrzehnte dahin gehen, bis durch den Einfluß der Verwaltung und Atissionen Gesittung und Kultur feste Wurzel gefaßt haben. 10. Deutsches Turnfest. L 91 ürnberg, 16. Juli. Die Hauptprobe des Festspiels fand vor einem mehr als 5000köpfigen Publikmn statt, das der wirkungsvollen Darstellung begeisterten Beifall zollte. Das von bem Archtv- Gießen, den 18. Juli 1903. und kunstgewerbliche Aus- fx.^ l l ll ic y uu am Brand, welche morgen, Sonntag, von 11 bis 3 Uhr iinunterbrocfjen geöffnet ist, bleibt von Montag an geschlossen. Die Eröffnung der Gemälde- Ausstellung findet wieder Ende September statt. Da bie gegenwärtige Ausstellung bei den Mitgliedern und Kunst- jreunben einen so großen Anklang gefunben hat, plant der Vorstand, alljährlich eine kunstgewerbliche Ausstellung zu veranstaltet:. Bemerkenswert ist noch, daß die sertherige Ausstellung in der Zeit vom 18. v. M. bis gegenwärtig von nahezu 2000 Personen besucht war. ** Nach bem Tobe I u st u s von L i e b i g s, dessen 100jährigen Geburtstag nur neulich in würdiger Weise gefeiert haben, stritten bekanntlich drei Städte um die Ehre, dem großen Manne ein Denkmal zu setzen: München, Zwiedeikuchm Dienstags, Donnerstags und Samstags von morgens 9 Uhr an zu haben bei 5179 Ä Schomber Walltorstratze 51. Kartoffeln größte Auswahl, billigste Preise. !il. Lpeise- u.gölfltfartojieln 100 Pfund Mk. 6.—. (5493 J. Hankel, Schloßgasse 6. ■ Landwirtschaft 26 Schwedischklee, Summa 25,5 Pfund pro Morgen. ir leichten trockenen Boden r mb ni. 4 4 2 2 3 2 3 4 3 1 1 3 1 4,5 3 2 1 2,5 1 1 tendes Gelb oder glühendes Not d Grund aus Lobelien bestens unterstüi Petunien, Pelargonien, Knollen b eg m Pentstemon und Margueriten Ijabch VeQvendung gefunden, niedriger PH in einfarbigen Varietäten, teils in r mischt, erweist sich als außerordentl gewisses aktuelles Interesse bieten di -Löschung vordem Gesellschaftshause, Lyra mit in modernen Linien gehat 'der Mitte in ruhigen:, breiten Rat' von zwei Adlern flankiert. Die F Rotklee, Schwedischklee, Weißklee, Gelbktee, Wiesenfuchsschwan^ Timotee, Wiesenschwingel, Knaulgras, italienisches Raygras, Ruchgras, Kümmel, englisches Raygras. Betanntmae Bis Ende dieses Monats sind bei ireibung zu bezahlen: 1. Gemeindesteuer, 2. Ziel 190: 2. Pachtgelder von Triebvierteln Grundstücken. 3. Schulgelder für die höhere un schule und das Realgymnasü 1. Vierteljahr 1903/04. Zahltage: Täglich vormittags. Gießen, den 17. Juli 1903. Stadtkaste Gießen: D Mt der Untt-rfndiunfl und Verfolgung der Angelegenheit ist, wie wir hören, Aiinisterialrat Braun beauftragt, der dieselbe namewI der Iiegierung vor dein Berwaltungs» gerichtshof vertreten dürste, vor welchem jte, wie wir ebenfalls noch mitteilen wollen, etwa im Spätherbst zun Kerhandlmtg tonunen wird. Fr antfurt a. 1'lä, 16. FnN. (Aus dem Palmen- oarten.) Einen besonderen Anziehungspunkt bilden stets die Blmnencnrlagen vor dem Gesellschaftshause, deren abwechslungsreiche Gestaltung von allen bewundert wird, ine Interesse an «Blumen und Pflanzen haben. Von hervor- nmeitber Wirkung ist in dem großen Parterre das m der Ä liegende Band von Begonia senrperflorens magnr- fica, deren orangescharlachfarbenen Blüten mit dem dunkel- roten in eigenartiger Weise kontrastieren. Wir besitzen in dieser Begonie eine der tvertvollsten Züchtungen der letzten Jechre, ,ebenso wie in den federbuschartigen ^LahrLnkammLn, Celosia plumosa nraaniflea, deren leuch-- Weißklee, englisches Raygras, italienisches Raygras, Knaulgras, Timoteegras, Wiesenschwingel, Wiesenstichsschwanz-, Kümmel. Summa 25 Pfund. II. Für mittleren, feuchten Lehmboden: Bekanntmat Nachdem die Stadtverordneten-Verscu bom 9. d. Mts die Festsetzung der Fluc In den Neuen Bauen" beschloßen hat, b' des Art. 5 der allgemeinen Bauordnung öffentlichen Kenntnis, daß der Entwurf d. zum 10. des kommenden Monats auf der zur Einsicht offen liegt. Einwendungen ge gleicher Frist bei Vermeidung des Aussc - n«isterei anzubringeu. Gießen, den 13. Jul: 1903. Der Oberbürgermefl. I. V.: Eurschmann, Beiger Gaskoi Gegenwärtige P Für den Z Stück-AokS Nutz-Soks, ausschließlich trocken gelagert verschiedenen Korngrößen für Stub und für weite und enge Ofens passend zerkleinert: Größe 9tr. 1, etwas größer als du üche Korngröße des Anthracit, barsteSorte Große 9h*. 2, kleiner als durchs Korngröße des Anthracit . . 3n Wagenladungen von mindestens 36 . Stückkoks ..... NntzkokS Nr. 1 . . . . NntzkokS Nr. 2 . . . . Bei Entnahme von mindestens 200 Zen Stückkoks...... Nußkoks Nr. 1 ... . SrntzkokS Nr. 2 ... . Für Koksabnehmer, welche zwei und beziehen, ermäßigt sich der Preis um weite Für Aufuhr au das Haus werde Zentner berechnet. NB. Sofern das Verbringen der Ko auf die betr. Lagerplätze (Kell außergewöhnlichen Zeitaufwm dies ohne besondere Vergütun Jur Gaswerk findet nur ein Verkar Koks statt; dagegen ist bei folgenden hiefic Kltimrkms -er von 1 bis 5 Zerrt eingerichtet, nämlich bei den Herren: Bacheuheimer & Schaumberg' Andreas Euler, Steinstraße 11 Joh. Fischer, Alicestraße 19, H. Hof, Bahnhofstraße 34., Gebr. Kahl, Frankfurterslraße Ed. Kliukel, Bahnhofftraße 10, Emil Lotz, Kirchenplatz 9, Emil Pistor Nachfolger, Marl Georg Schäfer, Lrcherstraße 2, August Struck, Bismarckstraße Georg Unverzagt, Kaplansgass auSoedacht, die Zeichrmng in all ihren Dellen mit grSßjber * Petersburg, 16. Juli. Jin Dorfe P^ron^km^ün So^kall ausgc fuhrt. Das Blumcnparterre des Palnren- Gouvernement Samara zerstörte gestern em ^^ßseuer garten^ ist in seiner diesjährigen Bepflanzung ein hervor- 500 Häuser und alle Kornspeicher. Fünf Menschen smd ragendes Stück gärtnerischer Dekorationskunst. — Neben in ben Maminen umgekommen. diesen Blutnenaillagen ist noch der Flor der Topfchornelken . Wirbelsturm. Wie der „Voss. Ztg." aus PanS besonders hervorzuheben, die mtsden Rasenflachert hmter ^ldet wird, bringt die ostasiatische Post Nachrichten über den Gewächshäusern angepflanzt sind. _______________ einen furchtbaren Wirbelsturm, der am 10. Juni Hanot verwüstet hat. Zahlreiche Dächer wurden abgetragen, mehrere Häuser, darunter festgebaute Regierungs-Paläste, wurden arg alsdann säet man Klee- und Grassamen getrennt übers Kreuz aus, eggt schwach unter und walzt an, sobäld der Acker gut trocken ist. Die beste Arbeit machet hierbei die. Cambridgewalze. Säet man unter Grünfutterdeckfrucht, so eggt man dre Kleegrasmischung mit dem letzten Eggenstrich ein und walzt hinterher an. Als Deckftucht darf man aber pro Morgen höchstens 4 Pfund Senf oder 40 Pfund Wickhafer; säen. Diese sind später zeitig wegzufüttern. Bei Aussaat ohne Deckftucht kann man bei günstiger Witterung meist im ersten Sommer und Herbst schon zwei Schnitte ernten, während nach Ueberftucht die Entwickelung des Kleegrases! natürlich im ersten Sommer schwächer ist und man nur. einen Schnitt erhält. Was die Zusammensetzung der Kleegrasmischüngen an- langt, so richtet diese sich stets nach der Bodenbeschaffen-' heit, Klima,'Zeit der Ausdauer u. dergl. mehr. Als Bei^ spiele für drei- bis fünfjährige Futteranlagen seien fofe gende yier empfohlen: Vermischtes. _______________,.„ö___________ • Es s en, 16. Juli. Bei der Ausschachtung eines beschädigt, Bäume ausgerissen, ganze Telegraphen-Linien zer- Brunncns in Velbert gingen plötzlich vier Sprengschüsse los. stört und mehrere Dutzend Flußschiffe versenkt, Eisenbahnzüge Ein Brunnenarbeiter wurde auf der Stelle getötet. aus den Geleisen geworfen und gegen 300 Ern geborene • Christiania, 16. Juli. Während des Besuches des getötet und verwundet. In Namdiuh soll cm noch Königs in Digermulen (Nordland) brach die Landungs- schlimmer gewütet haben als in Hanoi. Der Schaden ist brücke zusammen. Etwa 100 Menschen stürzten ins enorm. Waffer. Viele wurden verletzt, teils schwer. • Dover, 16. Juli. Der Dauerschwimmer Hollbain wEd am 26. August einen zweiten Versuch I. Für schweren Don- und Lehmboden pro Morgen r 7 Pfund Rotklee, 2 ‘ „ Schwedischklee, ausgesetzt und richtet scharfer Mud hier oft großen Schaden an, weshalb man die Vollreife auf hem Halme nicht ab- warten darf. Das Nachreifen auf dem Boden schadet nicht, jedoch läßt man ihn häufig viel zu lange liegen, damit er sich rein ausdreschen lasse. Dadurch verliert aber sowohl das Korn an Ansehen, als namentlich auch das Stroh an Futterwert, weshalb man viel besser tut, ihn nach einigen Tagen einzusahren, da ja die im Futterstroh zurückbleiben- den Körner durchaus nicht verloren sind. Sommerroggen sollte womöglich an demselben Tage eingefahren oder in Haufen gesetzt werden, wo er gemäht wird, da schon ein starker Tau der Güte der Körner schadet. Anbau mehrjähriger Kleegrasmischungen. Während manche Landwirte die Viehzucht und Viehhaltung für unrentabel halten und zu viehlosem oder viehschwachem Bettiebe übergehen, halten viele andere gerade die Viehzucht bei vermehrtem Futterbau und Einschränkung des Getreidebaus fiir die rentabelste Wirtschaftsweise unter den gegenwärtigen Verhältnissen. Diese letztere Ansicht ist auch im Gebiete der Landwrrtschafts- kammer für den Regierungsbezirk Wiesbaden die herrschende, wo deshalb die zur Verfügung stehenden Staatsbeihilfen zu Anbauversuchen in den letzten Jahren fast ausschließlich zur Förderung des Futterbaues verwendet worden sind. In einer Abhandlung in dem Organ der genannten Kammer, von der wir im „Prakt. Landwirt" Magdeburg lesen, empfiehlt Landwirtschafts - Fnspettor K. Schneider, Hof Kleeberg, besonders die allgemeine Einfühnmg des Anbaues mehrjähriger Kleegrasmischungen und gibt auf Grund seiner Ä^fahruNgen hierfür beachtenswerte Ratschläge, die auch für viele von unseren Lesern Interesse haben. Am besten gerät Kleegras stets auf Feldern, welche im Jahre vorher gut gedüngte Hackstuch.t (Rüben, Kar- tvflÄn, Mais) getragen haben, da solche Aecker sich in der Regel in garem, gereinigtem und kräftigstem Zustande befinde,i. Auf die Bodenbearbeitung ist dann trotzdem noch die größte Sorgfalt zu verwenden, denn die Ausdauer inw der Ertrag der Kleegrasfelder hängt in erster Linie von der Bodenkultur und erst in zweiter Dinie von der Düngung gb. Im Herbste vor der Ansaat muß der Acker schon eine fräftige und sorgfältige Winterfrucht erhallen, damit die Ackerkrume gut ourchfriert und im Frühjahre leichter zu bearbeiten ist. Die Kleegrasmischungen in Winter- oder Sommergetreide eürzusäen, wie das meist geschieht, hält K. Schneider für wenig empfehlenswert, da das wohl unter günstigsten Verhältnissen einmal gerate, meistens aber einen unbe- ^iedigenden Stand zeitige. „Vielmehr rate ich entschieden" ir- so schreibt Landwirtschattsinspektor Schneider weÜer —, entweder Reinsaat ohne jede Ueb^erstucht zu wählen oder als Deckfrucht ein schnellwüchsiges Grünfutter, wie Mck- hafer oder gelben Senf, in ganz schwacher Aussaat zu Nehmen; diese räumen nach sechs bis acht Wochen schon den Acker, so daß die Futteransaat bald Licht And Luft bekommt. Bei diesen beiden Methoden hat man mit der Aussaat Zeit und kann bis Mai auch Juni seinen Saatacker tadellos nach Wunsch Herrichten. Man bearbeite ll)n im März- ,April zuerst nur oberflächlich mit Egge und Krümmer und lasse ihn oann bis nach der übrigen Feldbestellung ruhig liegeri, damit alle Unkrautsamen auflaufen können. Auf die gründlichste Berttlgung der Unkräuter, namentlich der Queaen, ist größte Sorgfalt zu verwenden und man warte stets mit der Aussaat bis dies gelungen ist, Noch im Juli tann man die Aussaat vornehmen. Wer einen nicht ganz queckenreinen Acker auf mehrere Jähre mit Frrtter- bäu ansäet, wird keine große Freude daran erleben. Während der Bearbeitung des Ackers ist demselben die nötige Vorratsdüngung einzuverleiben. Es empsiehlt sich je nach Bodenart pro Morgen 5 bis 10 Zentner gemahlenen oder Erfallenen Stückkcllk (Weißkalk) flach unter- Kupflügen, und 3 Zentner Kainit etnzueggen; letztere werben zweckmäßig im Winter schon ausgestreut, können aber auch im Frühjahre noch Verwendung finden. Die beste Zett zur Aussaat des Samens ist Ende Mai B Mitte Juni. Bei Retnsaat ohne Deckftucht richte man Saatacker> der nicht zu locker sein dürft und nöttgen- s vorher festgewalzt werden muß, feinkrünrelig her; Summa 32 Pfund pro Morgen. Die im Vorjahre mit solchen Kleegrasmischungen von der Landwirtschafts kamrner anaestellten Anbauversuche haben — soweit mir bekannt — überall sehr gute Erfolge gezeitigt. Viele Berichte lauten geradezu enthusiastisch Über die ungekannten Futtererträge, und die außerordentlich zahlreichen Nachbestellungen zu neuen Futterfelder-i anlagen sprechen am besten für den Wert der Sache. Gerade diese Versuche haben aber auch sehr deutlich bewiesen, wie sehr es auf Erfüllung der oben besprochenen Vorbeoingungen ankommt, und daß alle aufgewendete Sorgfalt und Kosten ihre reichlichen Früchte bringen. Nur nebenbei sei erwähnt, daß ich schon' feit 7 Jahren stets ein Viertel meines ganzen Aaerareals in 3- bis 4 jährigen Kleegrasanlagen liegen habe. Ich habe nie eine Fehl ernte in Futter gehabt durch Auswintern oder sonstige Witterung; die Erträge sind in guten Jahren 40 bis 50 Zentner Futterbäuheu pro M'orgeli. Gedüngt wird vom! dritten Jahre ap mit Kompost und Jauche oder Ammoniak- supervhosphat. Die Bodenkulttcr hat sich nach dem Klee- grasbau bedeutend gehoben. Als Fruchtfolge hat sich be^ währtl 1. Hackfrucht mit Stallmist: 2. KteegrasansM 6 Pfund Rotklee, , 3 ff Schwedischklee, 1,6 ff Weißklee, 4,5 ft englisches Raygras, 3 ft italienisches Raygras, 1,5 ft Timoteegras, 2 ff Kuaulgras, 0,6 0,5 ff ft Ruchgras, gemeines Rispengras, Wiesenschwingel, 2,0 ft 32. ft ^Kümmel. Diese Firmen berechnen obeisttehendc kirnt Anfuhr wie das Gaswerk und v rn Mengen unter 5 Zentnern. Die Preise unserer Gaskoks für die Abnehmer außerhalb der Gemarkung Gießen ermäßigen sich um den Betrag der Ottroirückvergütuug von 4 Pfg. sür den Zentner. 63 Städtisches Gas- uud Wasserwerk Gießern färbig, 1 Mk. In Gießen echt zu haben bei Emil Fischbach PH. Herrmann Wilhelm Haas Earl Schwaab Georg Wallenfels Ehr. Wallenfels. [4095 dass alle Fabrikanten heute dieses System nachzuahmen bestrebt sind. 4688 Täglich von morgens 9 Uhr ab frische Keidelbeeren. 5492) F. Hankel, Schloßgasse 6. 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