es SteS Säsäs < Naurtmt eoentL o " ' ober Beiköchin. U8LurLEchrd.il p zum Vügelu wird an- 1 genommen. [01223 1 «ruolb, (iberftroB? 6, Ätiiwii« raie unb Eejchäste werben angeierligt [01231 TeUeröweg 12, 1L bet Mwe eine» höheren eamien mTarmM chchen : MLdcheu, die sich ün halt rc. vervollkommnen n, liebevolle Pflege u. quie on. Näheres Taimsiadi, enolah 4,1, und Siegen, cholsiraßt 51,>. [2332 -»acht! **ti2*». uni iU,,8 soson. ^ -"W iSÄ-enttttc 2:51i DrrrZ- Mciie Iran l i,f wünfchl j. -tut. mal. . tt Tome ^vermög.) |2l»? >/ mit Herrn (ro. a. ohne '< Verm.-m.glli.Lham/ler ur4„Olm,,,#fdinJ? chitMüill itenoidltBttytbiil* Lavtd Merit Miet, M lerftt, 27, KrautfuN a.«. iUOÜ Mark Pf», aus LHMchet £ , E unter 2216 a. 6. 6[- lion b. Bl. Zbi WW von intltriiilii aller Art ,mpe.bll ><“ S-eSü'i A^"Äst>illt^ t Gültig ' ^r. Mittwoch IS. März I »V8 153. Jahrgang Zweites Blatt Nr. 65 Hbtefle für Develchen, «nzetger Gtetze«. ^milprrd)an1d>ln6^h 61 eubei Sonntag», idem Gießener Anzeiger werden tm Wechsel mit dem hessischen Cantalrt d,e Gießener Zomlllen. dlätter viermal in der Woche beigclegt d e. 0«r» de, V l ü h Ischen nxd^Cudh u_6ie heutige Kummer umsaßt 12 Seiten. Volitische Tagesschau. Gm Erlaß lei Ponißl von Sachse». Das „Dr. Journ." veröffentlicht folgenden Erlaß des KSnig» Qteorg von Sachsen: „Än mein Soll! Im Begriff, jur Erholung nach langer ernster Krankheit in den Süden zu reisen, drängt es midx noch einmal allen, die gelegentlich des schweren Unglücks, das über mich und meine Familie herein geb rochen ist, mir herzliche Beweise der Teilnahme gegeben haben, von ganzem Herzen zu danken. Mit diesem Ausdruck deS Dankes verbinde ich den Ausdruck der zuversichtlichen Hoffnung, daß die Unruhe und Aufregung, welche infolge der betrübenden Vorgänge des vergangenen Winters sich weiter Kreise der Bevölkerung bemächtigt hat, endlich der Ruhe und dem früheren Vertrauen Plan machen wird. Glaubet nicht denen, die Euch vorstellen, baß hinter all dem Unglück, das uns betroffen hat, nur geheimnisvoller Lug und Trug verborgen ist, sondern glaubet dem Wort Eures Königs, den ihr nie^ als unwahr erkannt, daß dem unendlich Schmerzlichen, das über uns hereingebrochen ist, lediglich ungebändigte Le idenschaft der schon lange im Stillen gefallenen Frau zu Grunde liegt. In der Ueberzeugung, daß mein Bolk mir vertraut und sich in meiner tiefen Bekümmernis immer mehr um mich schart, trete ich, von zuversichtlicher Hoffnung erfüllt, meine Reise an. Georg." Gegen die Jesuiten. Der Gesamtvorstaud des Evangelischen Bundes hat bekanntlich eine Eingabe an den Bundesrat gerichtet, in welcher er die allerdcingendste Bitte ausspricht, der Bundesrat wolle die Aufhebung des § 2 des Jesuiten- gesetzeS ablehncn. Die Eingabe geht davon aus, daß nicht so sehr die Aenderung der rechtlichen Stellung des Jesuitenordens in Betracht kommt, wie vielmehr die gesamte kirchenpolitisch e Lage. Tie konfessionellen Verhältnisse innerhalb des Reiches seien gegenwärtig aufs äußerste gespannt. Es wird bann hingewiesen auf die „Machterweiterung des ultramontanen Einflusses in allen Teilen Deutschlands", auf die rastlose Bereinsbildung in klerikalem Interesse, auf die erstrebte Durchdringung des Verkehrs, der Rechtspflege, der Bildung, des Handels und Wandels mit katholisch-konfessionellen Grundsätzen, auf die Gründung einer katholisch-theologischen Fakultät in Straßburg, au| die seit Jahrzehnten beobachtete Identifikation katholischer und polnischer Interessen. Von der Rückkehr der Jesuiten habe man nur eine weitere Verschärfung der interkonfessionellen Verhältnisse zu erwarten, eine weitere Vertiefung der schon jetzt vorhandenen Zerklüftung unseres Volkes. Ferner verweist die Eingabe auf die Zustande im Königleich Bayern". Wie einer unserer Berliner Korrespondenten erfahrt, ist zwar noch kein formeller Beschluß der bayerischen Regierung gegen die Aufhebung detz § 2 des Jesuitengesetzes gefaßt, aber eine solche Stellungnahme gilt in gut unterrichteten Kreisen für wahrscheinlich. Uebrigens dringt auch m i t Bayern, wenn die anderen Bundesregierungen widerstreben, der preußische Antrag nicht durch int Bundesrat. In der am 16. b. M. in Potsdam abgchaltencn Hauptversammlung d.S Brandenburgische nPro- vinzial-Hauotvereins des Eoangclijcheii Bundes, die von zahlreichen Delegierten der Provinz Brandenburg beschickt war, wurde folgende Resolution einstimmig angenommen: „Wir erheben gegen die wenn auch beschränkte Wiederzulassung der Jesuiten im Deutschen Reiche einmütigen und rückhaltlosen Widers pruch. Zwar sprechen auch wir als evangeli|che Christen mit des Deut leben Reiches erstem Kanzler: „Wir Deutsche fürchten Goll und sonst nichts auf der Welt", auch nidji die Jesuiten. Der evangelische Glaube lebt aus der Kraft des göttlichen ISortes unb kann nicht untergehen, aber mit schwerer Sorge erfüllt uns die Bed rohung des religiösen Friede ns in unserem Baterlande, die nach der Geschichte und dem Zeugnis hervorragender latholiicher Gelehrter nnc Döllinger, Schelt und Ehrhardt aus der Rückkehr derJefUiten erwachsen würde. Im 9lanten des bedrohten religiösen Friedens erheben wir unsere warnende Stimme und richten noch in letzter Stunde an die Regierung das dringende Ersuchen, die Jesuiten fern zu halten, damit nicht der Kamp der Konfessionen zur Gefährdung des gesamten Friedens führe." Die Resolution wurde mit 400 Unterschriften bedeckt und an sämtliche Regierungen gesandt. Gegenüber anders lautenden Meldungen erfahren die Dr 91 91." aus absolut zuverlässiger Cuelle, daß die sächsische Regierung nach wie vor im BundeSrat gegen die Aushebung des § 2 des Jesuitengesetzes stimmen werde. Kolouialpost. __ Tabakbau in Deutsch-Südwestafrika. Die .Deuisch-lüdweilafr. Ztg." gtebt einige Auskünfte über den bisher m Deulsch-Südweslafrika betriebenen Anbau von -rabak. Sie schreibt- Es ist bekannt, daß Südwestafrika ebenso wie auch das übrige Südafrika für den Tabakbau durchaus günstige Bedingungen dielet. Bisher wird -vabak lediglich un Rahmen der Gartenkullur gebaut, und es Und benpid^Dcqc bei Grootfonteln und Ltahancha recht erfreuliche Eifolge er» iiclt worden. Aber auch der ,übliche Teu des Landes durste für die Kultur wohl geeignet jein; von lachocntand.g^ oe:ie wird hier namentlich anf die Gebiete deS ^.'ch- und Cianic- flusses hmgewiesen. Während m früheren ^:.cn c ö-atmci höchstens zum eigenen Gebrauch Tabak bauten, hat man in den letzten Jahreu den Anfang gemacht, in dem hier gebauten Tabak einen Handelsartikel für baS Schutzgebiet zu choffen. Okahandja-Tadak ist in Windhoek und Ökatzandja bereits in ziemlichen Mengen verkauft worden und hat stet- willige Abnehmer gefunden. Auch im Sübbezirk hat der Verkauf dort gezogenen Tabaks sich gelohnt; ein Farmer dort erlöste nach einem Bericht im verflossenen Jahre auß einer Tabakernte etwa 6000 Mk. Von der guten Qualität deS im Lande gezogenen Tabaks legten die bei Gelegenheit der landwirtschaftlichen Ausstellung im Juni v. Js. ausgestellten Proben Zeugnis ab. Die prämiierten Tabake wurden als für afrikanischen Tabak sehr gut und dem Trans» vaaltabak guter Qualität als gleichstehend erachtet. Die vier von der Tamaraland-Farmgesellschaft ausgestellten Sorten: Habana, Kuba, Puerto Rico und Maryland erhielten als Sammlung damals den 1. Preis. Iic Enteignung des Kilanbes jür Oie neuen Altniken. Schluß. w. Gießen, 18. März. Der Vorsitzende erteilt alsdann dem Rechtsanwalt Grünewald bas Wort. Dieser verweist barauf, baß keiner der medizinischen Sachverständigen bestritten habe, daß der von ihm, dem Redner, vorgeschlagene Platz zur Erbauung einer Chirurgischen und einer Augenklinik zweckmäßig sei. Professor Rehn habe sogar erklärt, dieser Platz sei der geeignetste. Auch die hiesigen Sachverständigen Geheimrat Riegel und Professor Poppert teilen diese Ansicht durchaus. Ter Einwand der größeren Entfernung des Geländes östlich der Klinik, im Gegensatz zu dem vom Staate in Aussicht genommenen Platz falle nach dem Gutachten der Sam- verständigen als ganz ohne Bedeutung. Mit Recht habe Medizinalrat Köhler-Lfsenbach darauf hingewllsen, daß es nicht mehr zeitgemäß sei. Kranke auf dem Handkarren mittels Menschenktaft zu transportieren. Es entsafte also die Notwendigkeit, die Institute gerade auf dem unteren Gelände zu errichten, und die Enteignung desselben sei nach dem Gesetz nicht zulässig. Ja, es wäre auch nach der Ansicht der Sachverständigen ein schwer wieder gut zu machender Fehler, wolle man seitens des Staates, weil man sich durch die Pläne usw. einmal für ein Projekt feftgelegt habe, dabei beharren, denn der obere von ihm oorgeschlagene Platz sei für die Institute geeigneter, nach Profelsor Rehn der idealste Platz, den man sich denken könne. Dort oben sei die beste Luft, freie Lage und infolgedessen Ausdehnungsfähigkeit, was alles weiter unten fehle. Ter Einwand, es können auch dort oben auf der Höhe die Institute mit der wachsenden Bebauung von Privatgebäuden einmal umringt werden, fei nicht stichhaltig; denn daß der Bergwertswald, die Lindener Mart einmal bebaut werde, daran sei nicht zu denken, es sei denn, daß Frankfurt und Gießen einmal vereinigt würden unb daran glaube wohl niemanb. Die Uiipärteilichkeit der Sach- üerftänbigen, Prof. Rehn, Med.-Rat kühler und Muhlvt in der vorliegenden Sache werde selbst der Regierungsoertreter anerkennen müssen. Allerdings hatten die Sachverständigen zum Teil Vorbehalte wegen der 'Möglichkeit der zweckmäßigen Orientierung der Gwäude und der Zufuhrwege gemacht. Er sehe in denselben jedoch leinen Grund zur Verwerfung des Projekts. Sollte aber der Prooinzialausschuß eine Widerlegung nach die.er Richtung für nicht gegeben erachten, so fei es unbedingt nötig, auch Darüber Sachverständige zu hören. Aus bufen Gesichtspunkten müsse das Projekt der Chirurgischen Klinik an der vom Staate gedachten Stelle jedenfalls fallen. Beide geplante Kliniken stehen aber in keinem Zusammenhang. Die Ophchalmologijche Klinik könne auch einen anderen Platz erhalten, als der im Staatsprojett vorgesehene, denn beute Kliniken seien völlig unabl-angig^oon einander unb eine Trennung betreiben wohl mvgftch. Deshalb könne auch die Augenklinik auf bem für bas Regierungsprojekt vorgesehene Gelände errichtet unb bie Gljirurgif^e K'ftnik allem nach oben verlegt weroen. Er sei übrigens überzeugt, baß der Staub, der Die Kranken belästige, wenn die Augenllinit gleichfalls nach oben gelegt »verde, dort nicht zu befürchten fei. Dies wurde noch weniger der Fall sein, wenn die Augenklinik unter Umsteftung der Gebäude auf den südlichen Abhang des Seltersberges hinter bie Chirurgische Klinik zu itehen komme. Wenn man ailerbings ganz allein auf bie Ansicht des Proftsiors V^sstus hin bie Augenklinik erbauen wolle, bann dürfe man bas neue Institut nur an ber Stelle deS Megierungsprojetts errichten, bann fei jede andere, weit bester geeignete, Stelle nickst der richtige Platz da,ur. Eine vorurteusfrcie Prüfung der Sackstage werde ergeben, daß ber Sachoerstänb.ge Prof. Bossius in'ber vorliegenden Frage nicht als ganz unbefangen betrachtet werden könne» Es wurde sich Die 9iot» wendigkeit ergeben, noch einen anderen Lphthalmologen als Sachverständigen zu hören, ber objektiv und weniger von einem persönlichen Wunsche beseelt, sein Urteil abgeue, als bies bei Prosestor Vvssius ber Fall sti. Fe.ucr müsse auch ein Meteorologe gehört werden, der über die Winde unb besonders den Zug auf der Höi-e Au-ftunft geben könne. Jener südliche ^bljang des Seckersvergs, den er zur Erbauung der '^ugentkinU ui Boft'chrng g^bi.acht hohe, iei em ivarmes, von>iuvinde.. geschütztes Gelände. Das beweise schon Die Tatjckchd, daß in j,ener Gegend sich, weil sie warm unb vor Wind gft'a-ützt iei, mit Vorliebe das Wild aufhalle. Jeder ^in,tast.ge wurde ihm rea/i geben, wenn er behaupte, daß eine wettstchttge Baubehörde A-an» tentkiu u iueü hinaus aus ber Staut anlege uno Nicht in ‘einer luge wo das wachsende Häusermeer die Institute bald umspanne unb in ihrer weiteren Ausdehnung unb Entwickelung tjinbere. — Er fasse seine Ausführungen bahin ufammen, baß nach dem Gutachten ber Vachverltänbiaen )ie Chirurgisckst Klinik am zweckmäßigsten oben auf der Höhe erbaut werde, daß es aber nicht erwiesen fei, daß die Qphthalmologische Klinik auf bem Platze erbaut werben müsse, wo sie geplant sei. Ucbrigenfl stehe auch der Errichtung ber Kliniken unter Trennung ber beiden Anstalten nichts im Wege. Seiner Ansicht nach, fei nur noch bie Frage zu erörtern, ob sich eine bautechnisch sachgemäße Lösung des Projekts finben lasse, und er beantrage, hierüber weitere Sachverständige zu hören, falls der Provinzial- ausschuß sich nicht jetzt schon hierüber schlüssig machen könne.' Rechtsanwalt Kal? bemerkt, bie Frage, um bie es sich eigentlich brehe, sei bie, ob ber Platz, ber von ber Bau- behörbe zur Errichtung ber Kliniken vorgcselstn, ber richtigste, beste unb ,achgemäßeste für biefen Zweck fei, ober ob alle biese Bebingungen nicht besser unb ebenfoaul an anberer Stelle vorhanben seien. Er halte bas Projekt Grünewald als dasjenige, welches allein dem Staatsprojekt vorzuziehen sei, uno empfiehlt wegen der erhobenen technischen Bedenken des Vertreters der Baubehörde bie Vernehmung unparteiischer Sachverftänbiger. Rechtsanwalt Röm Held äußert sich im gleicken Sinne. Er habe gleich von Anfang an bas Grünen-albsche Projekt für das geeignetste gehalten. Wenn er außerdem oben an ber Franlfurter,trage hinter ber Psychiatrischen Klinik vorgeschlagen habe, bie neuen Institute zu erbauen, jo habe er dies getan, weil man anfänglich Wert auf die 2tähe ber Franksurterstrahe gelegt habe. Justizrat Hirschhorn hält es nicht für bie Sache ber Exproprianten, Projekte zur Erbauung ber in Frage kommenden beiden Institute vorzulegen. Wenn man dies aber dennoch getan habe, ja, wenn man schon weiter gegangen sei und Sachverständige darüber benannt babe, so habe man mehr getan als man nötig gehabt habe. Zweifellos sei ber dkachwets geführt, baß bas Projekt Grünewald, wie es allgemein genannt werde, allen Wünschen entspreche. lieber die technische Möglichkeit ober Unmöglichkeit Der Ausführung dieses Projekts könne nur ein tecynstcher Sachverständiger ein Gutachten abgeben. Den Herrn Bauinspektor Beaer könne er aber als Sachverständigen nicht anerkennen, dieser |ei ber Vertreter bes StaatSprojekts, ja er sei ber eigentliche Vater besfelben, unb es fei naturgemäß, baß er basselbe verteidigt habe, wie ber Vater lein Kind. Der Herr Bauinspektor möge doch Sachverstänbige Vorschlägen, bie ihm genehm sind, unb man werbe prüfen, ob man seinen Vorschlägen zustimmen könne. Justizrat Hirschhorn erörtert bann bie rechtliche Seite ber ganzen Frage. Man habe auf bem SelterS- berg 14 480 Quadratmeter aufgespartes Gelände, bie für Kliniksbauten vorzüglich geeignet seien. Es wiberstreite Dem Gesetz, wenn man bieses Gelänbe für anbere Zwecke aufspare, unb anderes Gelände enteigne. Dabei iverde üohitänDig ignoriert, dag man, wenn man die Kliniken in bie Stadt hineinbaue, das schönste Baugelände in der Stadt zerstöre, unb die Entwickelung des ganzen Stabt- teilcö bamit hemme. Die Verhandlung habe leinen einzigen Gesichtspunkt ergeben, welcher die Maßnahme rechtfertigen würde, bie Kliniken zwischen Wilhelmstratze unb Klinik- straße zu erbauen. Der Staat möge erst das für Kliniken aufgesparte Gelände bebauen, er solle Die Eigentümer an der Wilhelmstraße in Frieden lassen, unb nickst bie Enteignung von beren Gelänbe begehren. Die Privatwobnung für den Direktor ber Augenklinik, rooAU man Gelände der Baiserstiftung enteignen wolle, sei nicht nur unnötig, sondern ein Luxusbau. Keine Augenklinik in ganz Deutschland, kein derartiges Institut in Oesterreich unb in der Schweiz habe nach bet eigenen Bekunbung bes Professors Vossius eine Direktorwohnung, unb hier wolle man eine sck-asten und die Notwendigkeit dieses Baues begründen mit Gründen, bie keine Grunbe finb. Justizrat Hirschhorn kommt bann auf feinen schon vor ber Lokalkommiftion erhobenen Einwanb zurück, baß bie Fonbs ber Balser- Itiftung unantastbar feien unb nur mit Zustimmung ber Stäube angegriffen werben konnten. Die Verfassung schütze Die Balfttstifiung vor bem Schritt, ber hier geplant sei. Ter Redner unterzieht bie Darlegungen der Lokal- toinmiifiun, welche feine Ansicht in b^fem Punkte wtberlegen foften einer Kritik, unb erklärt, baß man zwar sage, bie Bülsetstiftung bekomme ja Gud für ihr Gelänbe. hiergegen protestiere et; benn Die Balsersnstung wolle Den iyLamniou nicht, sie brauche bas Geld nicht, wohl aber brauche sie bas Gelände um sich auszudchneu, um einer größeren Zahl von armen Augenkranten Unterfunft unb Teilung zu gewähren. Auch Die Ansicht ber Lokalkom- miniou, oaß Du geplante staatftche ^chwesteranftalk bie grogere sei, gegenüber Der Heineren x^^critifiuiig unb dqb diese schon, loeil beide 'änjtaaen btm gLi^en Zwecke Dienen, na^stehen muffe, auch die,e B^grunoung könne et nicht gutheißen. Heraus nimmt ber Vertreter bes Staats, Justizrat Jöckel-Friedberg, das Wort. ES sei, so führt dieser aus, mit den Sachverständigen gar nichts dewllsen. Die Herren leien von Frankfurt hctübcrgekommen, hätten sich dort oben auf den Stlter»bct0 hmg^,teilt uno ertlärcn nun, ohne überhaupt recht oriehi^rt zu sein, hier müßren die Kliuikcu ^in uno nicht dort. So dürfe man aber doch nicht ^^anbtln, wenn man beweisen wolle. Es liege vor das Gutachten der Tolaliommtsfioii, wohl begründet m allen Einzelheiten, und Die» bilDc Die Grundlage des ganzen Verfahrens. Tllfes Gutachten besage nut den bis ins einzelne gchenbeu Grunzen, daß das 5taa.5proj.fi ba^ allein richt.ge feu Tie vertretet der >egt : haben a^a) davon gciprochen, baß oas stäbtifa-e 3iu.Lu.fe nu^ bcrauf.chtigt, ja g<.fu^oigt fei, roenn das StüütSprvjeft t^nter ber Wfthelm,rraße auSge- fngrt Werve. Dem müsse er aber entgegenhalten, was in der Stadtverordnet en -Versammlung beschlossen worden ist. Justizrat Jockel verliest aus dem Gießener Anzeiger jenen Beschluß der Stadrverorvneten-Versammlung, wonach die Stadt dem Staate für die zu errichtenden Veterinärmedizinische, chirurgische und Augenklinik einen Zuschuß von 200 000 ML gewährt, sowie ihm für die letztgenannten beiden Institute bas Gelände, soweit es im Besitz der Stadt ist, zum Preise von 5 Mk. pro Quadratmeter, welcher als dem Wert entsprechend angesehen werde, zur Verfügung stellt. Hierdurch sei dargetan, daß auch die städt. Vertretung mit dem Staatsprojekte inver- standen sei. Bauinspekwr Becker verwahrt sich dagegen, daß er das vorliegende Projekt um deswillen vertrete, weil er der Vater desselben sei. Die Pläne zu oen Bauten, sowie die Auswahl des Platzes sei das Ergebnis l.-.tgjLhrtger Studien seinerseits und vielfacher Konferenzen nut Dem Ministerium, sowie auch mit den Professoren Vosslus und Poppert. Er habe viele Reisen gemacht, um in Deutschlano bestehende gleiche Institute, wie sie für Gießen geplant seien, anzu- sehen, und so sei er zu Der lleberzeugung gekommen, daß die vorliegenden Bauplane die besten seien, und darum allein verteidige er auch die Sache. Das Gelände südöstlich der medizinischen Klinik sei zur Errlchtung weiterer medizinischer Institute vorgesehen, eventuell der Anatomie, Pht-sio- logie, Zoologie rc., Institute, die für feine Kranken bestimmt feien. Verbaue man jetzt den Platz, so entstehe die Frage, wo sollen später diese Institute hin ? Ferner sei für spätere Zeiten eine Klinik für Ohren- und Hautkranke geplant und für diese brauche man ebenfalls Gelänoe, das bequem zu erreichen fein müßte. Darum habe man schon jetzt Gelände freihändig zwischen Klinik und Wilhelmftraße, oberhalb von dem Bauplatz der projektierten chirurgischen und Augenklinik erworben. Es sei selbstverständlich und von den Sachverständigen selbst auch ausgesprochen worden, daß sie sich nur so prima vista über obige Gesichtspunkte, freie Lwge, Wind, Rauch u. dgl. äußern könnten, also Dinge, die seitens der beim Staatsprvjekc Mitwirkenden bereits vor fahren in Erwägung gezogen seien, während es seiner Ansicht nach den Sachverständigen ganz unmöglich sei, einen genaueren Einblick in die allerwichtigsten Punkte, die zur Wahl des Platzes geführt hätten, zu gewinnen. Diese Punkte lägen aber in der Ausarbeitung der Baupläne selbst begründet, in der richtigen Orientierung und Anordnung der Räume. Ob dann die Mitarbeit der Spezialsachoerständigen, Prof. Dr. Vossius und Poppert belanglos sei oder ob man sich denn nicht sagen müsse, daß der Staat seine guten Gründe dafür habe, daß er dieses Projekt wählt. Man solle doch nicht glauben, daß der Staat dieses Projekt gewählt hätte, wenn er tatsächlich ein ebenso gutes oder Mich nur annehmbares Projekt auf dem so viel billigeren Platze ausführen könne. Herrn Justizrat Hirschhorn erwidere er hinsichtlich der Beschneidung des Geländes der Balser^Stiftung, daß bei Durchführung der Straße durch Boströms Garten in öffentlicher Bebauung, die nach jenseitiger Behauptung ja geplant gewesen sei, das Gelände üt derselben Weise zerschnitten worden wäre. Bei dem überreichlich bemessenen Gelände der Balser-Stiftung bleibe für diese, die bis jetzt mit einem kleinen einstöckigen Bau ausgekommen sei, immer noch, überreichliches Gelände übrig. Justizrat Hirschhorn tritt den Ausführungen seines Kollegen Jockel entgegen, als ob das Gutachten Der Lokal- Lommission bestimmens sein könne für das Urteil des Pvo- vinzialausschusses. Wäre dem so, jo brauchten wir fein Enteignungsgesetz, sondern dann wäre es besser, es hieße „Gelände, was der Staat oder die Gemeinde brauchen, wird weggenommen." Rechtsanwalt Grünewald übt scharfe Kritik an der Art, wie Justizrat Jöckel die Sachverständigen-^utachten be- urteüt habe. Er könne versichern, daß er den von ihm benannten Herren das in der Sache vorliegende Druckmaterial zugesandt habe und daß Medizinalrat Köhler, Professor Rehn und Verwalter Muhlot wohl informiert der Lokalbesichtigung beigewohnt haben. Justizrat Jöckel beziehe sich auf die schriftliche Darlegung der Lokalwmmission, ohne den mündlichen Verhandlungen vor derselben beigewohnt zu haben, er sei also in der Sache selber auch nicht besser informiert als die Herren z. B. aus Frankfurt. Er müsse sich wundern, daß sein Herr Kollege in seiner Rede Stellung nehme zu dem durch das Staatsvrojekt etwa gefährdeten städtischen Interesse; weder er noch einer der anderen Vertreter der Interessenten haben davon mit einer Silbe gesprochen. Rechtanswalt Grünewald bemerkt bann, er habe ein Eingehen auf biefe Sache mit Absicht unterlassen, unb zwar weil im Provinzialausschuß als Mitglieber desselben drei Stadtverordnete (Dr. Schäfer, Dr. Gutfleisch unb Kommerzienrat Heyligenstaedt) sitzen, welche, wie ja ganz außer Zweifel stehe, bei ihrem Spruch das allgemeine städtische Interesse berücksichtigen würden. Justizcat Jöckel habe von den Beschlüssen der Stabtoerorbneten berichtet. Woher wisse denn der Herr, was damals in geheimer Sitzung wegen der Kliniken gesprochen unb verhandelt worden sei? Er, Grünewald, aber sei als Stadtverordneter dabei gewesen und er wolle, nachdem der Kollege Jöckel aus derselben berichtet, sagen, Wie damals die Sache sich zugetragen. Der seinerzeitige Oberbürgermeister Gnauth habe erklärt, er sei auch der Meinung, daß das Gelände oben für die Kliniken geeigneter und besser gelegen sei; aber er habe damals hinzugefügt, die Herren Professoren wollen da oben nicht hin, unb da sei schwer etwas zu machen. Heute sei htan aber durch die Sachverständigen belehrt, unb man wisse, daß das obere Gelände sich besser für die Kliniken eigne, als das in Aussicht genommene. Im übrigen liege es auch im Interesse unserer Hochschule, Wenn man bei dem Geländeerwerb spare; denn ter billigere Preis des Geländes auf der Höhe gegen den des mehr unten nach der Stadt zu liegenden sei nicht außer Betracht zu lassen. Spare man bei dem Geländeerwerb, bann würden die Kammern eher geneigt fein, weitere Mittel zu bewilligen zum Ausbau unserer Universitäts-Institute. Gegen 6»/, Uhr verkündigt Provinzialdirektor Dr. Breidert, die benannten Zeugen zum 28. März zur weiteren Verhandlung zu laden, aber unter der ausdrücklichen Bedingung, daß die Zeugen nur über Tatsächliches vernommen werden sollen. ^US tzladl und Kund. Gießen, 18. März 1903. ** Benefiz Bünau. Herr Gentner aus Frankfurt a. M. wird zum Benefiz des Frl. Käte Bünau einen Liederabend veranstalten. Er ist, wie wir bereits mitteilten, für drei Jahre an das Frankfurter Opernhaus verpflichtet, für lyrische Tenorpartien. Da er auch hier beim Denen- deS Herrn von Stahl ganz außerordentlich gefallen hat, roh* er jedenfalls auch der Benefiziantin Frl. Bünau ein volles Haus am nächsten Freitag sichern. Zur Aufführung gelangt die Dorftragödie ,Elfe vorn Erlenhoft von Shaack. •• D ie Generalversammlung beS Lehrer- Turnvereins findet in Mainz am 21. b. MtS. statt. Die Behörden, alle Lehrer und Freunde der Jugenderziehung sind zu dieser Versammlung eingeladen. Die Versammlung beginnt um 10 Uhr morgens mit Vorführung von Turn- klaffen der Volksschule, deS Realgymnasiums und der Ober- Realschule. Sodann erfolgt Turnen deS Lehrer-Turnvereins. Daran anschließend wird Turninspektor Schmuck auS Darmstadt, der erste Vorsitzende beS Lehrer-TurnveremS einen Vortrag halten über die Bedeutung der Lehrer- Turnvereine. Um 3 Uhr vereinigt die Teilnehmer ein gemeinsames Mittagessen in der Turnhalle deS Mainzer Turnvereins (1817). Daselbst findet auch als Schluß der Versammlung eine Abendunterhaltung statt. ** Verband süd- und westdeutscher Detaillist enoereine. Am letzten Sonntag tagten in Frankfurt a. M. Vertreter der süd- und westdeutschen Detaillistenoereine, die die Gründung eines Verbandes mit dem Sitz in Frankfurt a. M. beschlossen. Mitglied können sowohl Detaillistenvereine als avch einzelne Detaillisten, die an Orten, an denen kein Verbandsverein besteht, wohnen, werden. In den Vorstand wurden die Herren Wilhelm Klappert, Theodor Oestrich, Leop. Hirschhorn, Otto I. Wolff, sämtlich in Frankfurt a. M., gewählt. Dem Vorstand steht ein Ausschuß zur Seite, der sich auS je einem' Vertreter sämtlicher VerbcmdSoereine zu- ämmensetzt. Ter Verband gibt ein eigenes VerdandSorgan heraus, das monatlich erscheint und allen Mitgliedern zugeht. Der nächste VerbandStag findet Ende August in Darmstadt statt. Der hiesige Verein der Detaillisten, der durch die Herren Röhr und Herbert vertreten war, ist dem Verband beigetreten. ** Die Fleischpreise sinken immer mehr. Insbesondere sind, wie man auS ländlichen Streifen schreibt, die Schweinefleischpreise west heruntergegangen. Im August und September o. I. erhielt der Landwirt vom Metzger für das Pfund Schweinefleisch bis zu 70 Pfg. Der Preis fiel bann langsam, bis er im neuen Jahre von Woche zu Woche immer rascher sank. Heute erhält der Landtpirt vom Metzger nur noch 52—53 Pfg. für baS Pfund Schweinefleisch. Der Preis für das Pfund ist also um rund 18 Pfennig niedriger geworden. Hierbei ist nur von bester Qua- l ität die Rede. Geringe Qualitäten sind für den Landwirt noch west erheblicher gesunken. Die Fleischlieferanten des (SarbecorpS in Berlin stellen den Truppenteilen solgenbe Preise: für Ochsenfleisch per Pfund 48—571/, Pfg., Schweinefleisch 59—65 Pfg., Kalbflleisch 59*/,—65 Pfg, etten Speck 64—75 Pfg., Schmalz 55—80 Pfg., rohen ober gekochten Schinken 140—150 Pfg. — Im Detailoerkauf wird sich der Preis natürlich höher stellen, ob nicht immer noch zu hoch? Gründe rg, 16. März. Lehrer Schmidt, Verwalter der hiesigen 4. Schulklaffe, der im Herbst 1902 nach einjährig-freiwilligem Dienst beim Jnf.-Regt. Nr. 115 in Darmstadt das OffizierS-Examen bestand und als Unteroffizier abging, ist am 15. d. MtS. zu einer achttvöchigen Reserveübung zum 99. Jnf.-Regt. in Zabern (Elsaß) einberufen. Der Unterricht in feiner Klaffe wird für diese Zeit von seinen drei Kollegen von der Volksschule versehen. — Letzten Samstag hielt der Lehrer-Turnverein für den Bezirk Grünberg und Umgegend unter Vorsitz von Lehrer Kunkel-Gießen (fiüher Grünberg) hier in der Turnhalle Turnstunde ab. Da Herr Kunkel erklärte, durch seine Ver- etzung sei eS ihm nicht mehr möglich, roeiter den hiesigen Verein zu leiten, so wurde Lehrer W olf-BerSrod zum ersten Vorsitzenden gewählt und auch zum Delegierten für die am 21. d. MtS.' in Mainz stattfindende 1. Hauptversammlung deS Hessischen Lehrer-Turnvereins. — Tr. Werner, seither praktischer Arzt hier, ist heute nach Marburg verzogen, wo er als Kreisarzt angestellt ist. Sein Nachfolger Dr. Becker auS Halle a. d. Saale hatte ihm in der letzten Zeit assistiert. Frankfurt, 17. März. Während der Ankunft des Kaisers zum Sängerwettstreit erfährt der Betrieb der Straßenbahn am Hauptbahnhof eine Aenderung. Der Kaiser verläßt den Bahnhof auf der Südostseite. Dadurch ist ein Trambahnbetrieb infolge der starken Ansammlungen von Menschen auf den Geleisen, der Gneisenau- und Scharnhorst- straße zum Bahnhofplatz nicht möglich. Deshalb wird eine Geleisschleife auf der Gegenseite eingerichtet und zwar durch eine provisorische Verbindungsstrecke in der Niddaslraße zwischen Hohenzollern- und KarlSstraße. ts. Frankfurt a. M., 17. März. Die französische Gesellschaft, mit welcher Coquelin ain6 im S chau - jpielhause am 23. d. Mts. in ,Cyrano de Sergerac8 von Rostant und Dienstag, den 29. März, in „L'Abbs Constantin8 von Pierre Decourcelle und H. Cremieux und in „Lee Pr^cieueee ridiculee“ von Molißre auftritt, besteht auS folgenden Pariser renommierten schauspielerischen Kräften: Mlle. Esquilar, Bouchetal, Pelyne, Phllda, Brauger, Borges, Mrs. Volny, Rozenberg, Duquesnc, Chabert, Caray, Valbat, Maurel, Naulot :c. Die Preise sind in derselben Weise erhöht, wie dies bei dem letzten Gastspiele CoquelinS im alten Schauspielhause der "Fall gewesen ist. Frankfurt, 17. Marz. Durch Selb st mord endete der Restaurateur Schwab, der Eigentümer des historischen Gebäudes .Würzburger Eck8 war und in guten Vermögens- Verhältnissen lebte. Er hatte lange Jahre größere Restaurants inne und war ein tüchtiger Geschäftsmann, der sich allgemeiner Wertschätzung erfreute. Man vermutet, daß er im Irrsinn Hand an sich legte. — Der Baßbuffo Steffens von der hiesigen Oper verunglückte durch einen Sturz auf der Treppe und zog sich schwere Verletzungen zu. Frankfurt, 17. März. Der etwa 50 Jahre alte katholische Pfarrer S chneider auS Schwanheim wurde gestern abend um 10 Uhr am Fuße der Treppe der Frankfurter Wasch, und Badeanstalt an der Unter-Mambrücke be- wuötloS aufgefunden. Man schaffte chn m3 Krankenhau«, wo er bald darauf verstarb. Der Pfarrer wollte mit dem letzten Zuge nach Schwanheim fahren, stürzte jedoch in der Dunkelheit den hohen Damm hinab und trug einen Sch adel bruch davon. Kunst und Wissenschaft. — Herr Start (Beniner, der hier kürzlich bei Gelegenheit des Benenzes des Herrn v. Stahl gastierende und z. Z. in Frank, stirt bei Stockhausen seine ©efangeftubien zum Abschlüsse bringt, ist nach einem Probesingen auf der Bühne des bärtigen Opernhauses sofort unter sehr günstigen Bedingungen auf drei Jahre verpflichtet worden. Der junge Künstler besitzt glänzende Stimm- mutel und Diel Temperament. In Frankfurt wird Gentner lyrische und jugendliche Heidenpartien fingen. Er wird voraussichtlich einer glänzenden Karriere entgegen gehen. — Ter Kaiser al» Preisrichter. Tie Stadt Potsdam will dem Andenken Kais er Friedrichs ein Monument widmen, das auf einem Hügel am Brandenburger Tor daselbst errichtet werden soll. Es wurde ein Wettbewerb zwischen den Berliner Bildhauern, Prof. Max Baumbach und Eugen Börmel, ausgeschrieben. Tie Entwürse der Künstler wurden ms Schloß gebracht, und der Kaiser waltete persönlich als Preisrichter. Er wablte eine Arbeit von Börmel, und zivar entschied er sich für den Entwurf ohne Mantel, indem er zugleich noch einige Aenderungen befahl. — — William Büller spielte am Samstag im leipziger Schauspielhau se zum tausendsten male den Tqeaterdirektor Emanuel Striese in Franz und Paul von Schönthans unvenvüst- lichem Schwank ,T e r Raub der 5 a t> i n c r i n n c n*. Es bedeutet ohne Zweifel eine Anhänglichkeit, daß der überall gern gesehene Schaiispieler sich gerade Leipzig zu diesem, sagen wir einmal, Jubiläum auserkoren hat. Die Anerkennung blieb ihm denn auch nicht versagt. Tie Stimmung in dem dichtgefullten Hause war eine höchst animierte, und das Stück selbst wie auch Bullers Leistung mit ihren vielen erprobten Extempores wurden nut der größten Beisallssreudigkeit ausgenommen. Es gab Blumen und Hervorrufe in Menge. Tie Ausführung bedeutete einen Ehrenabend für Büller und für das Publikum einige Stunden ungetrübter Freude. ^rbdirrbcwcßiuuj. Preßburg, 17. März. Hier bereitet sich em Arbeiter streik vor. Derselbe wird säst sänuliche Branchen sowie auch die Arbester der städtischen Gas- unb Wasserwerke umfassen. Krikskasten der Redaktion. «Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.) G. in D. Prof. Dr. Collin wirkt als Realgymnasialoberlehrer in Gießen. Geboren 1864 zu Mainz, habilitierte er sich an der Gießener Unioerfitat am 27. April 1893 für neuere deutsche Literatur. — Dr. Strack, ein Tarmftädter, (geb. 1860), Professor am Gießener Realgymnasium, wirkt als akademischer Lehrer seit 1894. tfOtman (Schnupfenäther) klinisch erprobt und ärztlicherseits mehrfach als geradezu ideales Schnupfcnmittcl bezeichnet! Bei leichtem Schnupfen Forman- Watte (Dose 30 Pf.) Bei starkem Schnupfen Forman - Pastillen (50 Pf.) zum Inhalieren mittels Ricchgläschcns. Wirkung frappant: Bei beginnendem Schnupfen fast unfehlbar. In allen Apotheken. Man frage seinen Arzt. 1323 Man sollt' es H nicht für möglich halten, daß die Dinger so prompt wirken 1 Ta hab' ich nun den hart- nädigften Bronchialkatarrh gehabt, mit dem der Mensch ge- t plagt sein kann; und kaum habe ich eine Schachtel Lodener Z Mineralpastillen — natürlich der echten von Fay — aufge- X braucht, da ist auch der Katarrh schon verschwunden und ich r/ athme so rein, als ob es Athembeschwerden, Husten, Heiserkeit A und dergleichen Tinge überhaupt nicht gäbe. Und die ganze W. __ Geschichte hat mich dabei nur 85 Pfg. ge- kostet. Zu haben in allen Apotheken, V Drogerien u. Mineralwasjerhcmdlungen. Man verlange nur giobus-putzextract Darmstädter Möbelfabrik (160Zimm.-Einricht.)^Preisl. grat. 291 Oa! JamaIaCCa Sammfe. Velvets, JL oeiaensiOiie^ Elten & Keussen, Krei'M die Dieses ist Oats Packung. einzige Alles Quaker andere. somit ausgewogene Waare ist Nachahmung. 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