■ l4®7 'WU mit bellen uin= J. lucht per bald oder S ,°^?!'chh°lter oder MNLDfieuenT; VhnletKR3Ht. Ilb bler ru aörejfietem ^WrTbe^T. "langer ajlann jucht Äfl ,p°ar Pierden -aursche, kann m ieder mil.Nben umgeben. 9en in der lh^ed, jiM r Nauu, welcher lLnde I. die ^iegenerBergjchnle : hat, jucht, gestutzt aus INllle uni) praktische (ir= i im Erzbergbau, baue 'Üung. Osserten unter andießchped. d. Bl. n ’ fleübt 'm rgSssAm11*1 MsS" io. Ic von ÄbnV cfi- T7-Ecupla^ ‘^SSiiS "Stfrage 2 M6‘ ' Elli M» Itt ÄWM ktrbeiler,|ucht|oj.Ltelle. I-1. d. (y^p, d. Äl. |ü/bü iffliuc lumiäume iui ! Wirtschaft unter sehr cu Bedingungen per l ISVlj gesucht. Lffert. : unter Wr. Hüt) an icbUion ds. VMS. Sie».b. ilL U® «ilMeelbM“«'“!" chttk»kk8t. 33 »■ Jtucfp. I—. x Priv. MlUag id Abendlich Mittwoch 18. Februar 1 «03 153. Jahrgang Erstes Blatt. t; rlAetet täglich Ä O menatfii^5l.,»tert* . auBft eonniago. ▼ fr ■ ▼ (ähthdj Mk 2.20. du.dj ^ern Siebener Anzeige, A A AA @ A ▲ A .▲ AA Wbbule- u. HrvctgficUen erden tm Wechsel mit fl# A iwL ifwk vSpH« W® pH Arok Wff <13k fffeTw monatlich 6o Pi.. durch "' hesfischen Landwirt ß fflfixBl M Äl» W 41 Wk 8» M ffi ö rJ M W H ■ fl H £ H M W ■ T die Post Alk L.-viertel- ««ebener Familien. M K| ■ Bz EM» 81v" W £3 /H Hl ■ ■ M Hz H ’äbvl auöid3L Destelig. ‘ticr viermal in bex U M BR H Hf griffe Kjf W W Sgf Sg jC IS @ 19 M H ■ ffl MT B »nnohme von »nzetge, Woche beigelegL WF M M ® «S Ik . H H «k^ ■ B M H R. tüt d,e rageonum.ner ^ationebrud u. Ber- wk Jr M ■ R D V WF de» B r 2 h l'schen B M M W MM Meilenpiei«. lotal 1S1N« tes$Ä M General-Anzeiaer v ss.ä »Uh.on, ^'M**^** «, t>tn polu «. allgtm. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MW 5fl'rrd)anid'ln6Ar 51 _ ________ Zeichen an Volkes und aus Berlin, mit marck, Friedrich dem Großen, Blücher und anderen nur Deutjchc yationaLdcnKmäler in Wort und Aild*) (6. Vortrag des Kausnüinnischen und Ortsgewerbevereins.) Gießen, 16. Febr. Bauten, die uns an große nationale Ereignisse erinnern, haben wir auszusuchen, sondern wir dürfen auch jene hervorragenden Manner nicht vergessen, die deutsches Wesen, oeulsche Kunst und Wissenschaft im Reiche gepflegt, gefördert, für alle Zeiten unsterblich gemacht, und damit der Ration unermeßliche Dienste geleistet haben. Hier denke man an Luther, Friedrich Ludwig Jahn, an Gutenberg, an Goethe und Schiller, an Mozart und Beethoooen u. a. m. Denkmäler dieser Männer sind ebenfalls Nationaldenkmäler herrlichster Art, umsomehr als sie zweifellos die ganze deutsche Kulturgeschichte der letzten Jahrzehnte verkörpern. Ein Studium aller dieser Denkmäler schärft unseren Sinn für Form und Kunstgeschmack, es läßt uns die eigenartigen Reize der bildenden Kunst erkennen, die sich bei den Denkmälern in ihren verschiedenen Arten zeigt. Aus diesen Arten und aus der Auffassung, von welcher der Kiinstler bei seinem Werke ausgegangen ist, ergibt sich ein sehr interessanter Schluß auf die künstlerische Eigenart der verschiedenen Jahrzehnte. Die Ansicht, auch a.le Denkmäler, die hervorragenden und verdienstvollen Gc-ibesyelden gesetzt worden sind, neben solchen, die als vaterländische gelten, mit in den Begriff „Nationaldenkmäler" zu ziehen, vertrat in seinem gestrigen widmet sind. . Es würde aber eine große Ein,eitigkeit bedeuten. Krkanntmachnng. >r Bezirksausschuß zu Kassel hat durch Beschluß vom 10. MtS. die Schließung der eingeschriebenen Hilfskasse Hessische Hilsskrankenkasse für ganz Deutschlands stassel (seitheriger Vertreter in Gießen: Friedrich Gröl Grabenstraße 7), angeordnet. Die Abwickelung der Gesche Kasse „Glückauf" erfolgt durch den Polizeisekret Biehl und den Kaufmann Heinrich Zimnier in Kas'l. )te Geschäftsstelle der Kasse „Glückauf" befindet sich in Kassc Orleansstraße'Nr. 27. Geschäftsstunden sind bis auf rocitcg wöchentlich vormittags von 9—12 Uhr. ür die Zeit nach dem Tage der Schließung der Kasse — 1. Februar 1903 — können nach § 31, Absatz 2, des H'll^ssengeseyes Unterstützungsansprüche nicht mehr geltend 9eint)t werden. 'lad) Absatz 1 des § 31 besteht die Verpflichtung der Mit jrder zur Zahlung von Beiträgen noch insoivcit, tuie das Kas'ustatut für den Fall ihres Austritts aus der Kasse vor» fleh' Diese Beiträge werden von den Mitgliedern erforder- lichifalls gerichtlich beigetneben werden. Stach § 5, Absatz 2 des Hilfskassengesctzes haftet den Ksengläubtgern für die Vecbtndltchketten der Kasse nur das ^mögen der Kasse. Gießen, 17. Februar 1903. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. B r e i d e r t. Zeiten gewesen; doch soll man, wenn von Nationaldenkmälern gesprochen wird, nicut nur die vaterländischen und die Denkmäler Kaiser Wilhelms I. .darunter verstehen, sondern auch diejenigen, die den hervorragenden Geckteshelden und verdienstvollen Dtünnern des deucick>en Volkes gesetzt sind. Es gilt als etwas selbstverständüches, daß sich der Sinn für Ehrungen hervorragender Männer immer erst dann entwickeln kann, wenn Ruhe und Frieden tm Lande herrscht, sodaß die zurückschweifende Erinnerung an vergangene Großtaten das Bewußtsein und den Wunsch lebendig werden lassen, der Stachwelt die welrgischichtltchen Ereignisse, die ich in jedem Denkmal verkörpern, eindrucksvoll zur An chauung zu bringen. Nur von einem solchen Gc- .ichtspuntt betrachtet, war es möglich, daß sich in unserem Deutschen Reiche in einer dreißigMyrigen Friedensperiode nach den Kriegsjahren 18.0—ld/t uno nach der Wiederaufrichtung des Deutschen Reiches eine Anzahl von Denkmalsplänen verivirHieben, in denen deutsche Geistesgröße und nationales Heldenrum versinnbildlicht wurden. Die Erinnerung an den ersten deutschen Kaiser und an die Wiederausrichtung des Deutschen Reiches hat ja auch eine ganze Reihe Denkmäler geschaffen, die man im allgemeinen unter dem Spezialnamen „diationaldentmäler zusammen|a^ie. Es sind darunter herrliche, gewaltige Bauwerke, die zu den künstlerischen Großraten aller Zeiten gehören. Man erinnere sich an das Nationaldentmal an der Porta Westfalica, am deutschen Eck bei Koblenz, auf dem Kgffhäuser u. a. m. Auf der anderen Seite wieder finden wir eine ganze Reihe hervorragender und künstlerisch bedcubender Bauten, die dem Andenken großer Natronalheloen wie Ka^er Friedrich Bis- Jnrrf KriPhtiä dem Großen, Blücher und anderen ge- „Nationaldenkmälcr" zu ziehen, vertrat m Vortrag der Redner, Herr Gustav M ö ck e l vollem Recht. Eine Betrachtung der Nationaldenkmäler eines Volkes von diesem Gesichtspunkt aus, muß sich deshalb nicht nur zu einer interessanten, sondern auch in kulturgeschichtlichem Sinne sehr lehrreichen gestalten, besonders wenn uns, wie dies gestern abend der Fall war, an sie zum Betrieb nicht mehr erforderlich sind, veräußert werden können. Es wird die grundsätzliche Zustimmung der Stände zu dieser Sachbehandlung nachgesucht. Der Aba. Stöpler beantragt, die Kammer wolle beschließen, daß die der Gemeinde Frischborn zugemuteten besonderen Aufwendungen zum Bau der Haltestelle Frischborn zurückerstattet werden. Eine Vorstellung von Einwohnern von Neustadt t O. wünscht die Erbauung einer BahnvonHöchsti.O. nach Aschaffenburg. Parlamentarisches aus Pefseu. , Weitere Nachträge und Berichtigungen zu bei H a u p t v o r a n s ch l a g für 10 03/04 sind der zween Kammer von der Regierung vorgelegt worden. Sie laut«, - er alljährlich zu Belohnungen für die Gemeindeforst- wart ^d die Forstwarte in Privatwaldungen 2. Klasse nach Masche der Art. 4, 5 und 6 der Verordnung vom 1. Lk- tobet 1848 zu verwendende Anteil aus Forst strafen in Genrnde- unb Privalwaldungen 2. Klasse soll, nachdem die Bezü> der genannten Forstwarte durch das (besetz vom 17. Jnnar 1901 eine wesentliche Erhöhung erfahren haben, n i ch Ün e h r unter die betreffenden F v r st w a r t e verteilt, sondrn der Genossenschaftskasse für staatlich beslät'tc Forstwarte zugewiesen werden, und zwar rück- wirken vom 1. April 1902 an. — Zu der Gehaltsiorderung für 4 ändige Hillsarbeiter im Ministerium ist nachfolgende Anmerutg einzustellen: Die Regierung ist ermächtigt, einem sündig en (technischen) Hilfsarbeiter vorn 1. Apn 1903 an eine Gehaltszulage von 200 Mk. jährlich und vorn 1. Dezember 1903 an eine weitere von 500 Mk.jährlich zu verleihen. — Dasueu zu bildende Kapitel 120 a, Braunkohlenberg w k Ludwigshosf n u n g, erhielt folgende Anmerkung. Es wird die Ermächtigung beansprucht, aus den Ersparnis!,, von den für Erweiterung und Neueinrichtung der Grub Ludwigshoffnung unter Kapitel 120 des Haupt- voranschlizs für 1902/03 verwilligten 930.000 Mk. zum Bergbau rsorderliches Gelände bis zu dem Betrage von 40000 Ml. anzukaufen. Die betreffenden Grundstücke werden — we alle im Interesse des Grubenbetriebs ange- schafsten Grundstücke — auch nachdem die Grube Ludwigs- hofsnung von dem Familien-Eigentum des Großh. Hauses in Land^seigentum übergegangen ist, — gemäß Artikel 3b b<3 § 25 des Landtagsablchiedes von 1841 als zum Braunkohlinbergwerk gehörig betrachtet, sodaß sie, sobald England durch das Zusammengehen mit einer anderen Macht in ernste Schwierigk.iten geraten könnte. Er wolle dabei bemerkcn, dag er altes, was eine Besserung der gegenseitigen Gesinnungen zwischen Eng- tandundDeutschland h.rbeouhren konnte, mit Freude und Genugtuung begrüßen wurde, (.yvrt, hort!) Ter Redner erwähnt dann die macedo nischen Unruhen und druckt die Hofinung aus, die Regierung werde die Lcächte mit aller Kraft unterstützen, die es s.ßch. angelegen sein lassen, aus eine Besserung der Lage in jenen Gegenden hinzuwirken. Der Herzog von Devon shire erwidert, Lord Spencer scheine der Ansicht zu fein, daß alle Verhandlungen di der Venezuela- Angelegenheit adgeichlosjen leien. Das sei nicht der Fall. Es gebe noa) Fragen, Die einem Schiedsgericht zu unterbreiten seien. Es iei unmöglich, zu sag.n, ob nicht selbst unter dem Beistände oes Schieosger.chtshoses sich leicht prägen erheben konnten uvischen England uni) anderen Mächten, die hervorragend an den Vert-andlungen beteiligt waren. Es sei nicht zu leugnen, bag die jüngsten Vorgänge Gefahren in i t s i ch f ü h r r e n. Es ist leicht, zu sagen, die venezolanische Angilegenheit sei die Aufregung und Gesahreii Nicht wert, die sie mit sich, brachte, und eS hätten keine schritte zur Erzwingung der Ansprüche getan werden sollen. Diese Ansicht fei aber äußerst kurziichtig und Würde faij zuletzt als sehr unbesriedigend erwiesen haben, nicht nur für uns, joiibern auch sur die Vereinigten Staaten. Ich freue mich, oaß Lord Spencer nicht die törichte und übertriebene Frage bezüglich der sog. Allianz mit Deutschland bei- beijau. Es ist immer erklärt worden, daß nichts bestanden hat, was emer Allianz gleichkommt. Es hat nur cui gemeinsames Vorgehen zu einem bestimm- i e n und genauen Ziel zwischen Deutschland, England und Italien gegeben. Der Redner wendet sich sodann zu der Atage der ivestlichen Provinzen bet Türkei und sagt, die Vorschläge, welche Lesterreich-Ungarn und Rußland den Unterzeichnern des Berliner Vertrages gemacht haben, sind bisher nur diesen Mächten vertraulich mitgeteilt worden, der Türkei aber noch nicht, lieber die Vorgänge im Sorna l i l a n d e erklärt der Herzog oon Devonshire, daß nichts Derartiges, wie die Besitznahme irgend einer wüsten Einöde ooer einer Besitznahme übechaupl geplant sei. Daraus wird die Adresse angenommen und das Haus vertagt sich.__ y»lili|dj£ LlMSschau. Makedonien. Die „Neue Freie Prcs,e meidet: Die östreichisch^ russische Reformnote ist am 17. d. M. den Kaoi- netten in Berlin, London, Paris und Rom überreicht worden und soll am Donnerstag der Pforte übermittelt werden. Sollten seitens der iDlädjte Einwendungen erhoben werden, erfolgt die Ueberreichnng an die Pforte erst am Samstag. Die Reformvorschlüge Oesterreichs und Rußlands sind finanzieller unb administrativer Natur, zum üverwiegenden Teile solche, welche die Pforte bereits selbst wiederholt machte, aber nie aussührte. Neu ist die Forderung, daß die Zehnteneingänge nicht mehr nach Konstantinopel geschickt, sondern im Lande für dessen Verwaltung verwendet werden. Ferner soll ein Gouverneur ernannt iverben, der zwar kein Christ sein muß, aber so ausgedehnte Vollmachten erhalten soll, daß er nicht in ledem einzelnen Falle sich um Instruktion an die Pforte zu wenden braucht. Nach allem Vorhergegangenen ist anzunehmen, daß die ■ deutsche Reichsregierung mit dem Tenor dieser Vorschläge , sich einverstanden erklären wird. auf bieic Art bie Natlouatbcnkmalcr suchen. Nicht nur Die Denkmäler ber H-lbcu, bie bureg glückliche Kriege ba- nationale Wohl Deutfchlanbö sörberlen, nicht nur bie J An der -roßartigsten und zugleich bedeutungsvolllten Stelle des Tutschen Reichs, dem Niederwald, erhebt sich mächtig und stcz das erste aller Nationaldenkmäler. Unten in der Tiefe raischt der herrliche Rheinstrom unb von den Bergen unb Feß.u schauen altersgraue Mauern und Türme herüber. Vor bett Beschauer steht das große Erinnerungszeichen an das e.Tmütige siegreiche Erheben des deutschen Volkes und an dieWiederaufrichtung des Deutschen Reiches. Aus nuicaiigcm, 15Meter hohem Unterbau erhebt sich bas Staudb^o der Ger^nia mit Lorbeergeschmücktem Schwert und weithin sichtbllLr Krone des Reiches. Tausende und abertausende von Biuck>ern grüßen jährlich von der Höhe herab den .Rheinstro^ und die Burgen; ein echter froher Fr ei Heils hauch weht birdj ihre Gemüter, wenn sie vor diesem Wahrzeichen unserer htionalen Selbständigkeit stehen und sich ruhmvoller Zeitenund großer Männer erinnern. Am 16. September 1877 be\ ber Grundsteinlegung dieses Denkmals und 7 Jahre sPaVx am 28. September 1883, weihte der greise Kaiser Wilhel^ dasselbe mit den Worten: „Den Gefallenen zum Gedacht^ den Lebenden zur Anerkennung, den künftigen Gesckstechtev^ zur Nacheiferung" ein. So steht cs dort am Rhein, ein tolzes vaterländisches Denkmal, ein bauerndes Zeichen unsres nationalen Ansehens und unserer Stärke, ein Erinne^ngszeichen an große nationale der Hand einer ganzen Reihe ausgezeichneter Lichtbilder das Verständnis dazu erleichtert wird. Herr Möckel hat sich auf diese Weise ein Thema geschaffen, mit dem er bie Aufmerksamkeit seiner Zuhöre, von Anfang bis ^um Schluß seines Vorträge? s ' .rbicmeit Beifall erwarb. ®9- Chr. Stephany. Selben. Tie Denkmäler eines V^es sind immer ber bleibende Ausdruck des Danks, unb lutünftigen Geschlechtern ein Erinnerungszeichen an erfobene Siege, an ruhmreiche *) Als Ersatz für den Vortag Cronau: Die Vereinigten Staaten von Nordamerika, deolursprünglich für diesen Tag auf dem Programm vorgesehÄ war. PreutzlfchcS Abgeo»dnrnnhauS. 23. Sitzung vom 17. Februar. Tagesordnung: 2. Lesung des Etats der Handels-und Gewerbeverwaltung. Ter Titel „zur Errichtung eines Dienstwohngebäudes für den Handelsminister 1. Rate 50 000 Mark" wird an die Budgetkommission zurückverwüscn. — Es liegt ein Antrag Oeser (fr. 23g.) vor, auf Zulassung des zollfreien Veredelungsoerkehrs in solchen Fällen, in denen durch verschiedene Bemessung der Preise für inländische Rohstoffe und Halbfabrikate, je nachdem es sich um den Absatz im Inland oocr im Ausland handelt, preußischen Unternehmern die Ausfuhr ihrer Erzeugnisse unmöglich gemacht wird. — Abg. Oeser (fr. Vg.- begründet den Antrag mit der Preispolitik der Kartelle, die bie Preise im Jniande hoch halte und sie im Auslande verschleudere. — Minister Möller bemerkt, der Antrag stoße offene Türen ein und erschöpfe die Frage doch nicht. Es werde schon jetzt in jedem einzelnen Falle geprüft, ob der zoll- jrcie Veredelungsverkehr Auzulassen sei. Diese Prüfung Dauere manchmal mehrere Monate. — Abg. Herold (Ztr., ist gegen den Antrag Leser und wundert sich über verschiedene Reden des Handelsministers. Wie könne der Minister den Handels st and heraussordern, nach einer stärkeren Vertretung im Parlament zu streben, und damit eine neue A g i t a t i o n s g r u p p e chaffen. Das dürfe ein Minister nicht. — Minister Möller bemerkt, er habe nur seine persönlichen Ansichten ausgesprochen, als er den Kaufleuten den Rat erteilte, felbsl für genügende Vertretung chrer Interessen zu sorgen und nicht alles von der Regierunz zu erwarten. Er sei niujt Gegner einer Kartetigesetzgebung, sondern er fürchte nur, daß durch Gesetze etwaigen Mißständen nicht beizn- t’ommen märe. In Köln habe er betont, daß es eine soziale Pflicht sei, möglichst viele Leitern zu bauen, auf denen die unteren Schichten in bie Höhe kommen könnten. — Abg. v. tz e y d e b r a n b (kons.) hält es für besser, wenn etwas weniger unb weniger schön unb volienbet ge- rebet werbe. Die Minister seien für das ganze Volk und nicht Vertreter ber Interessen eines Ressorts. — Minister Möller erwidert, die Minister redeten nicht ans Vergnügen, sondern weil sie herausgefordert würden. — Abg. Dr. Sattler (nl.) meint, es wurde auch besser sein, wenn die Parlamentarier nicht so viel redeten. Die Ma h- n ung des Abg. v. Heydebrand hätte eigentlich an den Ministerpräsidenten gerichtet werden müssen, der für bie Einheitlichkeit ber Regierung verantwortlich sei. — Abg. Oeser zieht seinen Antrag zurück.________________ Hnglifches Parlament. London, 17. Febr. (Oberhaus.) Das Haus beginnt bie Adrcßdebatie. Lord Spencer führt aus: Tie V e n e z u e l a - A n g e l e g e n h e i t rief große Besorgnis hervor, weil in Englano jedermann eifrig bedacht war, daß die guten Beziehungen zu den Unionsstaaten nicht gestört werden, und weil man das Gefühl gehabt hat, daß l c Wetc § eo © 8. 95 Still am 16.—17. Februar + 2.4° C. 16.-17. — 6,7“ C. M GJTEN DAS BESTE. somit ausgewogene Waare ist Quaker andere. Dieses ist die einz'ge Oats Packung. Alles 3,2 3,5 2,6 17. 17. 18. 2r° 925 7” Februar 1903 764,1 | +2,2 763,5 -2,4 Tie in Konstantinopel beglaubigten Militär-Attachees von Deutschland, England und Italien sind in Saloniki Mielsbureau des Vereins ergaben, daß mehrere Wohnungssuchende, namentlich Damen, auf eine Besichtigung der K.'schen Wohnung Verzicht leisteten, sobald sie die ominöse /5h:. 13* vernommen, so hat der Vereinsvorstand dem Gesuche entsprochen. Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Am 17. d. M. feierte der Gutsbesitzer Klein auf Ludwigshöhe bei Lang-Göns seine Silberhochzeit. — In Wald-Algesheim brannte, nach einer Meldung aus Bingerbrück, am 16. d. Mts. vormittags eine Scheune und ein Schuppen des Herrn A. Genzler vollständig nieder. Für die Nachbarschaft, in der sich viele gefüllte Scheunen besinden, war die größte Gefahr vorhanden. Das Feuer wurde indesien bald gelöscht. — Tie sehr schadhafte Kirche in Pf affen-Schwabenheim soll einer Reno- vierung unterzogen werden. Die Kosten der vollständigen Herstellung werden sich auf 80 000 Alk. belaufen. — In Wiesbaden i|t Frau Ernestine Wittmg, die Mutter des Geh. Rats Witting in Berlin, früheren Oberbürgermeisters in Posen, und des bekannten Schriftstellers Maximilian Harden, gestorben. der der dem Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. 2 Sonne chein 1 «Heller.snmel Gaffel, 17. Febr. Der Vorstand des hiesigen HauS besitzeroereins veröffentlicht in seinem Organ einen gar sonder, baren Fall. Danach hat ihn ein Mnglied, der Schlosser- meister K., gebeten, sein Gesuch um Abänderung Nummer 13 seines Hauses in Nr. 121 bei Behörde zu befürworten-. Da Mchsvagen auf Quaker Oats wird infolge ihres hohen \ Nährwertes und Leichtoerdautichteit überall ß ärztlich empfohlen. g Quaker Oats) Vermischtes. * Berlin, 17. Febr. Als heute nachmittag der Buchhalter Arndt und seine Geliebte Sander auf ein Telegramm der Magdeburger Polizei wegen Unterschlagung von 1? 000 Mk. in einem Hotel in der Mittelstraße festgenommen werden sollten, erschoß Arndt seine Geliebte und sich. * Hirschberg (Schlesien), 17. Febr. Die Frau des Steinsetzers Neugebauer und der Schlosser Lorenz, welche am 17. November 1901 den Ehemann Neugebauer ermordet und den Leichnam zerslüekelt hatten, wurden heute früh durch Scharfrichter Schwietz hin gerichtet. * Breslau, 17. Febr. In einem Hause der Katharinenstraße wurde die Tochter eines Modewarenhändlers von ihrem Bräutigam, einem Photographen, aus Eifersucht mit Messerstichen schwer verletzt, worauf sich der Täter mit Cyankali vergiftete. * Paris, 17. Febr. Das Gerücht, daß der Sohn des Kriegsministers wegen eines Liebesverhältnisses einen Selbstmord-Versuch unternommen habe, wird dementiert. — Im Departement Seine et Loire ist von einem Grundbesitzer em Goldlager entdeckt worden. Derselbe hat bereits bei der Regierung dte Konzession zur Ausbeutung des Terrains von 21 Quadratkilometer nachgesucht. * Valeneiennes, 17. Febr'. Auf der Strecke Valen- eiennes-Lille entgleiste zwischen Starnand und Rosult ein Eisenbahnzug. Eine Person wurde getötet, dreizehn verletzt, darunter neun leicht. "Florenz, 17. Febr. Spät abends brach in der Villa Medici ein Feuer aus, welches auch einen Teil des Werkes Vallombrosa vernichtete. Erst nach großen Anstrengungen der Feuerwehr und einem Militär-Aufgebot konnte der Brand lokalisiert werden. * Budapest, 17.Febr. Die reiche Witwe Strach- nisu wurde ermordet aufgefunden. Die noch nicht bekannten Mörder haben über 100000 Leis geraubt. * Budapest, 17. Fxbr. Bei der hiesigen Filiale der Elektrizitätsftrma Dokert u. Homolka wurden Unregelmäßigkeiten in Höhe von über 160000 Kronen entdeckt. Der Direktor Gustav Motz, dessen Sohn sowie der Ingenieur Graser sind an dem Manco Schuld. AM pluöl und giuib. Gießen, den 18. Februar 1903. ** Militärdienst nachrichten. Wolff, Studierender der Kaiser-Wilhelms-Akademie für das militär-ärztliche Bildungswesen, als Unterarzt beim Jnf.-Negt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116 angestellt. ** Gießener Lesehallen-Verein. Die nächste ordentliche Mitgliederversammlung des Vereins findet am Donnerstag, den 19. Februar, abends 81/, Uhr in Cafe Ebel statt. (Vergl. Inserat). ** Der Gabelsberger Stenographen-Verein Gießen feierte am vergangenen Donnerstag den Geburtstag seines Meisters Gabelsberger durch eine Unterhaltung und einen Ball in Steins Saalbau. Der Abend war ein äußerst vergnügter und die Darbietungen des Vereins fanden, wie auch bei ähnlichen Festen in den früheren Jahren, großen Beifall. Erwähnen wollen wir nur die Gesangsstücke der Damen Zufall und Barny, sowie den Einakter „Die Natur- Heilmethode" und das Genrebild (ein Akt) „Kurmärker und Piearde". Am Sonntag fand ein gemeinsamer Ausflug nach Dutenhofen statt, welchem sich nach der Rückkehr ein Familienabend im Cafo Ebel anschloß, der bei großer Beteiligung einen sehr hübschen Verlauf nahm. *• Das Bezirksfest der Kriegervereine des Bezirks Gießen findet am 19. und 20. Juli d. Js. in Wieseck statt. Mit dem Fest verbunden ist die Feier des 30- sährigen Bestehens des Kriegervereins Wieseck. Das „Wolzogen Conzert* in Gießen findet, wie wir bereits mitgeteilt haben, am Montag, 23. Febr. in Stein's Saal statt. Es wird uns Lieder und Chansons, Jnstrumental- vorträge und Recitationen bringen. Eine auserlesene Künstlerschaar wird uns mit dec neuen Kunstgattung bekannt machen. Allen voran Ernst von Wolzogen. Der Verfasser des dritten Geschlechts wird in einleitenden Worten über Zweck und Ziel dieser „Wolzogen-Conzerte" unterrichten und dann eine Reihe ügener Dichtungen zum Vortrag bringen. Ihm zur Seite steht als Hauptstütze des Repertoirs seine Gattin Elsa Laura, die sich schon vor Jahresfrist noch unter ihrem Mädchennamen Seemann die ersten Lorbeern auf dem damaligen Ueberbrettl geholt hat. Als zweiten „Star" des Ensembles gilt Frl. Anny Groß. Sie trägt mit Charme und Drollerie steirische und bayerische Dialektdichtungen vor; auch ihr gilt ein Hauptanteil an dem großen Erfolg, den die „Wolzogen- Conzertc" bis jetzt überall hatten. In Lizzi Sondermann besitzt das Ensemble eine bedeutende dramatische Sängerin, welche als Meisterin im Vortrag bezeichnet werden darf, in Emil bei Lay einen stimmbegabten Bariton. Der berühmte Geigenvirtuose Gregor von Akimoff erregt überall Sensation. Kapellmeister Erich Band trägt auf dem Klavier Solo-Piecen vor und übernimmt die Begleitung der GesangSnurnrnern. - Zu den Reichstagswahlen. Aus Worms wird gemeldet, daß sich der Reichstagsabg. Frhr. v. Heyl bereit erklärt habe, ein Mandat für die bevorstehende Reichs- tagSwahl wieder anzunehmen. h. Vadenrod, 17. Febr. Gestern abend um 7^9 Uhr entstand auf bis jetzt unaufgeklärte Weise in der Scheune des Schuhmachers Well Feuer. Es ergriff im Augenblick deffcn Wohnhaus unb bic Nachbarscheuer nut Stallung bes Gemeinberechners Kreuber. Mit Hilfe ber burch Telefon an- gerufenen Feuerwehren von Stornborf unb Wallenrob gelang eä, bas verheerenbe Element zu beschränken. Das Vieh ist gerettet worden mit Ausnahme einiger Hühner. Hungen,^ 17. Febr. In der letzten Bürgermeisterver- sammlung im Juli v. Js. wurde beschlossen, daß die Bürgermeiste rversa mm lungen des Kreises Gießen auch aus den Landstädtchen stattfinden sollen. Demzufolge findet am Montag, den 23. Februar, von vormittags 9 7z Uhr an eine Versammlung ^er Bürgermeister des Kreises Gießen zu Hungen im Saale der Traube statt. Sämtliche Bürgermeister, in deren Verhinderung die Beigeordneten, sollen erscheinen, derKreiS zählt 80 Gemeinden.' Die auf die Tagesordnung gesetzten Beratungsgegenslände sind folgende: 1. Stempelgesetz, 2. Armcnunterstützungen, 3. Landeskreditkasse unö Landeshypothekenbank, 4. Einmündungen der Feldwege auf die Kreisstraßen, 5. Tierkrankheiten, 6. Anträge und Mitteilungen, 7. Denkmalschutz. Das Mittageffeu wird in der Traube eingenommen. Forman (Schnupfenäther) klinisch erprobt und ärztch^U'eUs mehrfach als geradezu dealcS Schnupfenmittel bezeichnt leichtem Schnupfen Form'-Watte (Dose 30 Pf.). Bei starkem chnupfen Forrnan - Pasttllen (50 £•) zum Inhalieren mittels Rieck^chens. Wirkung frappant: beginnendem Schnupfen fast unfehlbar. In allen Apotheken. VN frage seinen Arzt. 1513 Höchste Temperatur Niedrigste „ emgetroffen. In Altserbien sollen neuerdings albancsische Unruhen oorgekommen sein. Eine angeblich 3000 Mann starke Bande soll sich in der Nähe von Ipek befinden. Ten Grund der Aufregung bildet die Einstellung christlicher Gendarmen. In der Sobranje zu Sofia erklärte zur Auflösung der macedonischen Komitees der Ministerpräsident, er habe die Maßregel ergriffen, um die wichtigsten Interessen des Staates zu erhalten. Bulgarien müsse die Haltung ein» nehmen, durch die es das Recht erhalte, von den Mächten eine Besserung der den Frieden bedrohenden Lage im Nachbarreiche zu fordern. Das Bestreben Bulgariens müsse darauf gerichtet sein, daß die Mächte die Lösung der macedonischen Frage selbst in die Hand nehmen. Wir haben, so führte der Minister aus, in Macedonien keine Erober- u n a s a b s i ch t und werden glücklich sein, wenn in diesem Lande die Ordnung wiederhergestellt wird unb wenn bic Menschenrechte unfern dortigen Landsleuten verbürgt werden. In dem Augenblicke, da die Mächte an der Einführung von Reformen arbeiten, verpflichtet uns der elementarste politische Takt, Ruhe zu bewahren. Wir müssen durch unsere loyale Haltung die Macedonier in der Richtung beeinflussen, baß sie nicht von dem Gedanken sich hinreißen lassen, Bulgarien könnte an ihren Bewegungen teilnehmen. Mögen alle diejenigen, welche auf die Macedonier Einfluß ausüben können, diese davon überzeugen, daß sie unter den gegenwärtigen Umstünden ruhig bleiben müssen, um durch ruhiges Der halten den Brächten sowohl als auch der Türkei die Möglichkeit zu bieten, die geplanten Reformen zu verwirklichen. Tie obersten Interessen des bulgarischen Volkes erheischen, daß Friede auf der ganzen Linie herrsche. 59 SW 92 8. Gerichtssaal. (Nachdruck verboten.) Leipzig, 16. Februar. R. S. Doppelbesteuerung. Ein Urteil von prinzipieller Bedeutung fällte heule der erste Strafienat aui die Revision desBau- und Wasserleitungunternehmers Heinrich Koch von Pirmasens gegen das Urteil des Landgerichts Gießen vom 9. September vorigen Jahres, durch welches er wegen Zuwiderhandlung gegen das hessische Gewerbesteuergesetz vom 8. Juli 1884, §§ 1, 3 und 28 in idealer Konkurrenz mit den §§ 24 und 49 al. 2 des hessischen Ver- mögenssteuergesetzes vom 12. August 1899 zu einer Geldstrafe von Alk. 602.64 verurteilt wurde. Koch erhielt im Jahre 1901 nach einer Konkurrenz unter mehreren Bewerbern den Zuschlag zur Ausführung des Baues einer Wasserleitung in Vilbel für eine Akkordfumme von 100 000 Mk., die spater infolge Hinzukommens noch einiger Arbeiten aus 125 000 Alk. erhöht wurde. Zu dein Zweck mietete er m Vilbel für seinen Assistenten Petermann von Landau eine Wohnung sowie noch einen Lagerraum zur Aufbewahrung der zum Bau der Wasserleitung erforderlichen Mate- rialien, und da sein Assistent nun einmal am Platze war, übernahm derselbe auch gleichzeitig auf seine Weisung hm die innere Installation in den Häusern. Ter Angeklagte Koch beschäftigte zum Bau der Wasserleitung 3 Gehilfen, darunter Petermaim, und 100 Arbeiter, sowie zur Installation 5 Dionteure und 12 Arbeiter. Tas Großh. Steuerkommissariat Friedberg brachte ihn nun zur Anzeige, daß er in der Provinz Oberhessen als Unternehmer öffentlicher Arbeiten und Mechaniker tätig gewesen sei und zwar durch Ueber-- nahme des Baues der Gemeindewasserleitung zu Vilbel und Ausführung von JnstaUationen daselbst, ohne vorher jein Gewerbe angemeldet zu haben. Ter Angeklagte hielt dem entgegen, daß er auf die Empfehlung des Steuerkommissariats Friedberg, sein Gewerbe zwecks Versteneruiig anzumelden, sich an die Steuerbehörde eines Hennatsortes Pirmasens mit der Bitte um 2lusfunft gewendet habe, wie er sich zu verhalten habe. Man habe ihm da geantwortet, nachdem er fein Gewerbe an feinem Wohnorte verteuere, sei er in Hessen nicht steuerpflichtig. Ter erste Richter siihrte aus, daß nach dem hessischen Gewerbesteuergesetz auch ein Ausländer wie ein Inländer behandelt werde, sobald er im Jnlande Gewerbeanlagen besitze, außerdem erfordere das Gesetz, daß der Unternehmer sich em Patent auSstellen lasse, vas der Angeklagte unterlassen habe. Ter Angeklagte berief ich auf eine Verordnung vom 18. Mai 1872, wonach auswärtige Handwerker _ oder Fabrikanten in Hessen nicht zur Steuer heranziiziehen sind, wenn sie in Hessen keine Gewerbean-- lagen crridjteten. Ter erste Richter erachtete jedoch diese Beziehung hier nicht für zutreffend, da der Angeklagte in Vilbel tatsächlich eine Gewerbeanlage errichtet habe und der Gewerbebetrieb ein stehender sei, da derselbe die Bedingungen des Hausierens oder des Betriebs nn Umherziehen nicht erfülle. Ter Angeklagte focht das Urteil mit dem öiechtsniittel der Revision an und rügte zur Recht- leittgung berielbcn Verletzung materieller Rechtsnormen. Jnsbe- agen die Voraussetzungen für die Anwendbarkeit des •1c^cnt Geietzes nicht vor, auch kollidiere das Urteil mit dem "c,cl]d9e]cl3 "ber die Doppelbesteuerung. Rechtsanwalt Dr. Jung von Gießen führte hierzu noch aus, der Angeklagte sei doch bereits m Pirmasens, dem eigentlichen Sitz feiner gewerblichen Tätigkeit, jjr_ eftcucrnng herangezogen, so daß allerdings eine doppelte Besteuerung eintreten werde, sobald das Urteil aufrecht erhalten bleibe. tonne doch auch nicht gut als gewerbliche Niederlassung angefcl)cn werden, wenn der Angeklagte einen Raum miete, um oie ..later«allen, die ein paar Tage lagern mußten, unterzubringen. ~lc-' » epraienkiert ebenso wenig eine Gewerbeanlage, als das Mieten emev Acmmmg für feinen Beamten Patermann, zumal er gar nicht beabsichtigte, für dauernd dort etwa eine Filiale zu errichten. T? Anlagen waren aber nur bestimmt für einen einzigen bestimmte Zweck, die Aussühriing der Vilbeler Wasserleitung; ist diese ferch so werden auch die Anlagen wieder verschwinden. Ter Reichs anwalt bezeichnete die erhobenen Beschwerden für unbegründet insbesondere besage eine Entscheidung des Reichsgerichts vom 1t Dezember 1884 (abgedruckt im XVIII Bande der Entscheidungei daß die Besteuerung'von Gewerbetreibenden — die ihren Wohnsi in einen andern Bundesstaate haben — für ihren Betrieb in Heff dem Reichsgesetz über die Doppelbesteuerung durchaus nicht wid° spreche, da er doch in Hessen nur in soweit besteuert werde, alsr im Gebiete Dieses Bundesstaates tätig sei, werde bannt pe Steuerpflicht für seine Beschäftigung in Pirmasens durchaus fist beeinträchtigt. Ter erste Strafsenat erkannte in Uebereinstimnstg mit den Ausführungen au§ dem Anträge des Reichsanwaltsmf kostenpflichtige Verwerfung der Revision des Angeklagten. Kandel und Ikrln’ljr. Dalliswirtschst. Berlin, 17. Febr. In der heutigen sehr stark besuchten^er- fammlung der Deutschen Cem entwerte rviirde eine om- mission eingesetzt, welche eine passende Form für ben Zusansten- schluß ber Werke finben soll. Hessische Landes-Hypothekenbank Darmstadt. Wi der „Frks. Ztg." mitgeteilt wirb, ist die Bank zur Anlegung von Aj idel- geld nach § 1808 des Bürgerlichen Gesetzbuches bis auf rv.eres für geeignet erklärt worden. Reichsbankdividende. Es verlautete an ber Berliner »örfe, daß die Tivibende ber Reichsbank für bas verflossene Ja' Proz. (i. V. 61/. Proz.) betragen würbe. Deutsche Genossenschastsbauk von Eoergcl, Parisi u. Co. Ter Abschluß siir bie Zeit vom 1. Juli bis 31. Dezemb 1902 weist eine Gefamteiimahme von 1335 824 Mk. aus, dieselben gegenüber Unkosten und Zinsen 643 303 AU. und Abschrei"lgen 7050 Mk. Es bleibt demnach ein Ueberschuß von 685 471 -k- bei einem auf 30 Millionen Mark herabgesetzten Akttenkapita! Das Aufgeld für die zurückgekauften 6 Alill. "Mark Aktien ist mit ’OOOO Mk. in den Abschluß eingestellt. Nach dem Abschluß für d Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 1902 — das Geschäftsjahr 1 bekanntlich aus die Zeit vom 1. Juli bis 30. Juni verlegt moen ~ erbrachte die Berliner Niederlassung aus dem laufenden eschast einen Gewinn von 485 271 Mk. unb bie Frankfurter Niederung einen solchen von 314 329 Mk.) biese Erträge wurden mde^urch die Verluste des Berliner Geschäftes aufgezehrt und weiterhin »lßten noch ziir Deckung derselben den Rücklagen 2 670 000 Mk. entncunc|t werden. An der Berliner Börse gelangte gestern zum erftjnale bte 5 p r o 3 c n t i g e amortifterbäre rumänische R"te von 1903 zur Notiz. Ter Kurs stellte sich auf 98.40. Der Aussichlsrat des Obcrschlesischcn Kredit-Bereiu hat beschlossen, ber auf ben 21. März er. einzuberufenden ordentlhen Generalversammlung eine Dividende von &'/8 Prozent v3u= chlagen. Die Aktionäre der Gesellschaft Siemens L HalSke wer-n zu einer auf den 9. März er. stattfindenden autzerordemli^n Generalversammlung eingeladen, welche den Zweck hat, über mehrsach erwähnten Vertrag mit der Elektrizitäts-Gesellschaft do-1« Schuckert & C o. Beschluß zu fassen. Darmstädter Möbelfabrik (160 Zirnm.-Einricht.), Prei;- grat. 291 Leibniz Kindermehl ca^-^ - Holz - Versteigerungen. Aürstl Solms. Hverförsterei «Hohensolms. Freitag den 20. Februar 1903, vormittags ' "--•?->">> ' Aie -eu S!r- 4' •■'•■tf auve' w q| rfP Mei o>«rwa * Doch« be,fl LL- flö.ffle tür Lek ^nIprschaM>"v JUJ Alte Man schre TaS Urteil den tzauMNge fängnis, sunj einer solchen 4 unter Anwent äurpsujä)er g' Falle, wo es delle, trifft oi nicht, & hat verstanden, un ung darüber l sein dürste, je gevrdnetenhause Abgeordneten 2 geben, daß die freiem Fuße ni einen Mann tw: - bemessen wa des diesbezüglic Urteil hecht: t erst in der Verl worden; jedensa tannt gewesen, a kann bie Frage der SlaatSMwL Kaution im Lli Äeurnglirin dch der tzdge der t beginnt an de Stehender nicht wurde, daß ih vorbereiteten F nicht versäumt höheren L-lyech ^arde/rMerö „i daß er traft bei Wtyufy sortge ansbrüülich lonch Handlungen au^ Äege, vor eineiv lichleil zu toaw ganz Vertin zu r des Gerichtshos; 'liardentötler bi denlütter diesen sttzen? Tas das man nicht n jentgen Massregel Sebvten sind, ü Uche Müieilnnge öraßarat nicht de ”‘W »er R M «iif dem «wrnerfjani md)t ®U bem ©iftreimt "M bet bai l^eilt wurde' !!|° ^cht sehr flUem den '^>l"-Veitrebunal “Wenbenben ?J Senn bann eintni 7-i «’Ne bei ^! g‘" .“WojeT “«»bitterer L, eiS l»aenöe«T.11 kit bet &M* ntzet ^d teilt n?-^Qq N daß QH9e N ke der Ätn>be, Gf .CstzMge &s eiiiQcL?Utlnt SÄ 4 wjenb’V^'tttaj feSvis Sr.ien tz-Zr: 1 vaui tmrrcnz die Spitze bietend Giessener Radfahrer-Verein MZ. chrneckend. 1219 Emil Fischbach selbst übernommen habe. 1412 979 empfehlen rc. Bei Husten beweisen zahlreiche lit-SNulffl Liste gratis und franko. 0718 Dasselbe güt. auch während dieser Zeit für Anfertigung nach Mass. 1108 Der heutigen Zluflage unseres Blattes liegt ein Prospekt der Firma Lehmann & Aßmy, Lprem- ' berg, Lausitz, bet 1629 MarKtstrasse. 'ieseen Ecke Wettergasse. SeiserKeil Katarrh Ccppitpc • Movclssossc Vorhänge • Unoleum mache ich aufmerksam. 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