SSt H '••ja 8591 ■•'en manche, p6ise. WIW! Ix Lywfa&e 43, io. • tiniLnod) a, gut. büii chchleün.Aeichsir.LlI ^»eideriuL^ an. Tammslraße 45, L Gründlichen erteilt 8131 Stammler Mtuftragt 1, Jenen imb Samen jed. ü u. Aü, a. o. Bernu, MPaü.vuIM'rtts krm.^oro^xlbL^ro. £ottbert,^ttVmS14.^, N* nK iut guter 2. Stelle von rlecherauszulnhe«.Wj. 6738 an die Ty), d. Bl. hohe Zinjm zu chcht., * * n öte (ppeduion o. vl ^3-1°"^" Sok AW HO RW em L Äoglcr, K.-tz; gssti FfXn aebhebtn. Städtische ■ nikialoM Mä*O* l 8<*b- -^-ebrie-frr L*fe***lten' «t-gibcM H*** K „ » J E. rt>on. ßrov.vjv ♦ «^.«L lCb**Ä L5S. Jahrgang Zweites Blatt. BEKQSI Schalstratze 7. Ldresie für Depeschen! ««-etger Gieße». Aernlprechaafchluß Nr. 51. w General-Anzeiger w Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gietzen Dienstag 17. NovemLerLT03 Ve-agsprets. mouamch7bP^oietted W jährlich ML. 2.20; durch AA ^bhole- u. ßroeigfleQer monatltd) 65 M., durch drePost tDit. 2.— viertel- fährt auölcbl BeNellg. Annahme von Anzeigen (h Die Laaevnurnlner jt# pormttiagfl 10 Uhr. > eilen in ttfl lokal 12 'Ul, auflivdclS 8V P»g. U« c a n< a»« c11 • end)t6faale 21 oau st ® ö n . tüt Den zln- ^eiqentetl t>anfl Veck. Nr. 270 Srscheimt täglich außer Sonntags. Den» Gießener Anzeiger werden tm Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Siebener Kamillen- blätter viermal in der Woche beigelegt RvlattonSdrnck tu Verlag der vrühllchen Un toerst-Ouch- u. Stein- druckerrt (Pietjch Erden) Aas 4vjährige Htegierungsjubiläum Königs dAVristiav IX. von Dänemark. (Originalartikel des „Gieß. Anz.") Ter 85jährrge König Christian von Dänemark hat im Kreise hoher Verwandten die Feier zum Jubiläum seiner 40jähi7lgeu Regierung begangen. Trotz schwerer Tage, Tage äußerer und innerer Kämpfe, die Land und Krone bedrückten, hat sich der greise Jubilar mit seltener Zähigkeit seine rörperlichss und geistige Frische bis in sein hohes Alter bewahrt. Der Anfang seiner Regierung fällt in die Zeit des Konflikts über die schtleswig-holsremische Frage. Am 15. November 1863 starb König Friedrich VII. von Dänemark. Mit ihm erlosch, die Linie Gottorp, und es folgte ihm nach dem Londoner Protokoll von 1852 das Haupt der Linie Glücksburg als König Christian IX. in der Regierung. Wenige Tage nach der Thronbesteigung vollzog der neue König aus Drängen der dänischen Volkspartei durch Gutheißen eines neuen Berfassungsgesetzes die Einverleibung Schleswigs in den dänischen Staat. Zu gleicher Zett erhob Prinz Friedrich Christian August von Augustenburg, dessen Vater gegen eine Geldentschädigung schon 1852 aus den dänischen Thron verzichtet hatte, Ansprüche auf Schleswig-Holstein. Ter deutsche Bundestag in Frankfurt a. M. sah sich zunächst nicht veranlaßt, die Ansprüche des Augustenburger zu prüfen, wohl aber berechtigt, gegen die Usurpation Schleswigs seitens Dänemark Einspruch, zu erheben und beauftragte Hannover und Sachsen mit der Exekution gegen dasselbe. Am 23. Dezember rückten 12000 Hannoveraner und Sachsen in Holstein ein, das die Dänen räumten. Da die Bundesversammlung in Frankfurt auf Betreiben der mittleren und kleineren deutschen Staaten es ab lehnte, den Herzog Friedrich aus Holstein zu entfernen, übernahm Preußen und Oesterreich es allein, in Gemeinschaft die schleswig-holsteinische Angelegenheit zu regeln. Dänemark weigerte sich- der Aufforderung Preußens und Oesterreichs zu entsprechen und die Verfassung vom 18. November 1863 zurückzuziehen und Schleswig zu räumen. Eine Entscheidung mit den Waffen war unvermeidlich geworden; der deutsch- dchrische KÄeg begann. Am 1. Februar 1864 rückte das bst er r erchr sch-preußische Heer unter Anführung des Generalfeldmarschalls Wrangel über die Eid e r. Der alte Grenzwall, das D an e- werk, wurde bald von den Dänen aufgegeben. Als auch das andere Befestigungswerk, die Düppeler Schanzen, am 18. April durch Prinz Friedrich Karl erstürmt wurde, wurde in kurzer Zeit die dänische Provinz Jütland von den Preußen besetzt. Aus Englands Betreiben wurde eine Konferenz der Großmächte nach London einberusen und Dänemark eine mchrwochentlick)e Waffenruhe zugestanden. Die Londoner Konferenz verlies ergebnislos, und die Feindseligkeiten wurden fortgesetzt. Nach Eroberung der Insel Alsen durch Prinz Friedrich Karl und nach Einberufung eines neuen Kabinetts zeigte sich Dänemark geneigt, in dre Frie- densverhandlungen etnzutreten. Sie nahmen am 26. Juli in Men ihren Anfang und führten am 30. Oktober zum Abschluß. Dänemark trat Schleswig-Holstein an Oesterreich und Preußen ab. Ueber die Stellung des Augustenburgers, der, unterstützt von Oesterreich seine Souvenäuetät in den Elbherzogtümern nicht aufgebeu wollte, konnte eine Einigung zwischen den verbündeten Mächten nicht erzielt werden; ein Bruch zwischen Preußen und Oesterreich drohte. Er wurde zwar noch einmal durch den Gast einer Vertrag vom 14. August 1865 verhindert, indem beide Mächte übereinkamen, sich in die Verwaltung der Herzogtümer zu teilen: Preußen erhiell Schleswig, Oesterreich Holstein. Das Herzogtum Lau en bürg wurde an Preußen gegen eine Geldentschädigung von etwa 2 Millionen Taler abgetreten. Tie fortwährende Begünstigung des Augustenburgers seitens Oesterreichs und die vertragswidrige Einberufung der holsteinischen Stände nach Itzehoe veranlaßten Preußen, seine Truppen in Holstein einrücken zu lassen. Die östreicht- jche Besatzung nebst dem Augustenburger zogen über Hannover nach Süddeutschland ab. Auf Oesterreichs Antrag beim deutschen Lunde in Frankfurt wurde gegen Preußen die Bundesexekution beschlossen. Das Ausscheiden Preußens aus dem deutschen Bunde und die weiteren Verwicklungen führten zum Kriege 1866. 9cach Beendigung desselben trat Oesterreich im Prager Frieden vom 23. August 1866 seine Rechte auf die Elbherzogtümer an Preußen ab. In Dänemark führten nach dem Kriege 1864 erneute Verfassungskämpfe zu fortwährenden Auseinandersetzungen zwischen Krone und Volksvertretung. Tie . fortgesetzten Ludgetverweigerungen dauerten bis in die jüngste Zeit. Ter konservative König mußte schließlich einem Ministerium der Linken die Herrschaft überlassen. Tiefe Ver- jassungskämpfe haben das Verhältnis des Königs zu seinem Volke nicht im mindesten getrübt, wie dieses sich hauptsächlich 1892 gelegentlich der goldenen Hochzeit des Königs- paares zeigte. König Christian war mit einer Tochter des Landgrafen Friedrich von Hessen-Kassel verheiratet und ist seit fünf Jahren Witwer. Auf seinem Schlosse Fredensborg in Jütland sieht ,cher Schwiegervater von halb Europa" des öfteren den Besuch seiner Kinder, des Königs von Griechenland, der Königin von England, der Kaiserin-Witwe von Rußland, der Herzogin von Cumberland. Der zukünftige Thronfolger steht bereits im 60. Lebensjahre. Dem greisen Monarchen gereichte es zur besonderen Freude, als er an seinem 85. Geburtstage am 4. Aprll dieses Jahres den deutschen Kaiser in seiner Hauptstadt begrüßen durfte. Dadurch sind die schmerzlichen Erinner- ungen an das Jähr 1864, wenn auch nicht gaßz vernarbt, jo doch gemildert und freundschaftliche Beziehungen zwischen dem Hause Dänemark und dem deutschen Kaiserhause ungebahnt. Es mag dieser Umschwung der Gesinnungen dem greisen Jubilare besonders wohltuend gewesen jein Aus Kluöt und Land. Gießen, den 17. November 1903. ** Evang. Bund. Der Jamllienabend des Evang. Bundes, der am vergangenen Sonntag im Neuen Saalbau (Steins Garten) stattfand, war ganz außevordenllich stark besucht. Bis in die entferntesten Ecken waren alle Plätze besetzt, und immer wieder mußten noch, weitere Tische eingeschoben werden, um alle Gäste auszunehmen. — Nach einer kurzen Begrüßung durcv den Vorsitzenden des hiesigen Zweigvereins ergriff Herr Pfarrer Fritsch von Ruppertsburg das Wort zu seinem Vortrag. Der Redner erzählte von seinen Eindrücken, welche er kürzlich in Oesterreich von der Los von Rom-Bewegung gewonnen hat. Er ging aus von der Aufgabe, welcoe» der Evangelische Bund hat, evangelisches Bewußtsein zu wecken und die Angriffe auf unsere Kirche und unsere Reformatoren zurückzuweisen. Wir seien in der Defensive; selbst im bayerischen Landtag habe der katholische Oberlandesgerichtsrat Wagner vor nicht langer Zeit konstatiert, daß der Evangelstche Bund seither nicht der Angreifer gewesen sei. Nun schilderte der Vortragende die neu entstandenen Los von 9tom-Gemeinden in Thurn-Böhmen, Judenburg und Zeltweg in Steiermark, letztere ist das Patentind des hessischen Hllssvereins. Da- zlvischen lenkte er die Aufmerksamkeit auf die tschechisch- evangelische Kirche, die in langsamem, aber sicherem Vordringen sich befinde und die Huß-Begeiferung benutzen wolle nicht zu chauvinistischem Treiben, wie die katholischen Tschechen, sondern um ihrem Volke den evangelischen Glauben anzubieten. Das böhmisck)e Volk vergesse nicht, daß es einst protestantisch war. Den hart Ringenden zu Helsen, sei Aufgabe nicht des Evangelischen Bundes, aber der einzelnen Freunde des Volkes vor Huß. — Zuletzt schloß der Redner mit warmem Auftus, daß wir wachsen im evangelischen Bewußtsein und Glauben, er bat um Hilfe für Zeltweg und forderte auf zur Mitarbeit im Evangelischen Bund. — Lauter Beifall lohnte den fesselnden, in kräftiger, von Humor durchwürzter Sprache gehaltenen Vortrag. — Hierauf ergriff Herr Stadtverordneter und Kirchenvorstand Schmall das Wort. Er wies in trefflichen Morten darauf hin, daß es Pflicht eines jeden Eoan- gelischen sei, in den Novembertagen ganz besonders unseres Luther zu gedenken, es sei die Aufgabe des Bundes, an den Errungenschaften des großen Reformators sestzuhalten und das evangelische Bewußtsein zu wecken und zu stärken. Cr kam sodann aus die Vorkommnisse in Gießen anläßlich der Fried ho ssweihe zu sprechen und wies daraus hin, wie notwendig es sei, gegen Uebergrisse zusammenzustehen und sich zu wehren. Der Erfolg habe ja auch im vorliegenden Falle gezeigt, wie energisches und sestes Eintreten zum erwünschten Ziele führe. — Nicht wenig zur Verschönerung des Abends trugen die Liedervorträge des Fräulein Ida Stammler bei, die seine Schulung und tiefes Verständnis erkennen ließen; besonders das von ihr zuerst gesungene Lied Svirito santo von Löwe war von packender 'Wirkung. Sein Bestes gab unter Leitung des Herrn Musiklehrers Gernhardt der hiesige Maschinenbauer-Gesangverein, der sich für den Abend zur Versügung gestellt hatte. Seine sechs Lieder wurden vorzüglicy und zu Herzen gehend vorge- trageu und gaben Zeugnis sowohl von der Tüchtigkeit des Dirigenten als auch dem sehr guten Stimmenmaterial. Iw Verlaufe des Abends meldete sich eine größere Anzahl neuer Mitglieder. Es ist sicher zu erwarten, daß auch die in diesem Winter noch weiter stattfindenden Familien- abende am 24. Januar und 21. Februar die gleiche Be- telligung haben werden. f Grünberg, 16. Nov. Im hiesigen Gewerbeverein sand vor einigen Tagen unter dem Vorsitze des Gemeüiderats Kaiser eine Versammlung statt, in welcher das hessische Wohnungsfürsorgegesetz erörtert wurde. Landeswohmmgs- inspektor Gretzschel aus Darmstadt hatte den einleitenden Vortrag übernommen. Daran knüpfte sich eine sehr anregende Diskussion, in der von mehreren Seiten daraus verwiesen wurde, daß die Wohnungsverhältnisse in Grünberg recht verbesserungsbedürftig seien. Auf Anregung des Gemeinderats 'Moll wurde beschlossen, die Gründung einer gemeinnützigen Baugenossenschaft in die Wege Huer durch deu hohe» Kögelsberg. DriginaL-Sititel des „Gießener Anzeigers". HL Ter Waldkauz brachte mim also nicht aus der Fassung, int Verein mit meinem Kameraden durchquerten wir mit Mühe und in der Gefahr, uns die Augen zu verletzen, den Hochwald, erreichten eine Schneise und nun hätte ich gern den Vorschlag gemacht, iu das nächste Frchtendickicht zu kriechen, da zu schlafen und den Eng » ettoatte», wenn die $Mte jetzt nicht gar zu laug und zu kühl waren. Denn die Hoffnunq, iu dieser Siaart noch herauszukonrmen aus diesem verwünschten Wald, schien nur gering. Nur ein qlücklicher Zufall konnte uns wieder auf die Oberwaldsiraße bringen. Die Richtung hatten wir, wie nun auch wem Begleiter einsah, vollständig verloren. Da sehe ich Hurter einer schwarzen Wolkenbank, die am Horizont lagert, m unserer Wegrichtung den Vollmond ausgehen,.eure gewaltrge blutrote Scheibe. Wir wandern also rn östlicher Richtung in der Mchtung nach Ilbeshausen und das ersehnte lllruh- stein liegt weit hinter uns, nordwestlrch, Unser Weg fü^t ims den Kreuzungsstunkt zweier jich fast rechtwrnkstch durch- schneidenden breiten Waldschnefieri, noch ern fünfter Weg mündet hier ein. Der eine Weg etwa in östlicher Dichtung führend, ist mit ein paar Buchenstangen cchgesperrt. Es werden da zu beiden Seiten Gräben ansgehoben, der schlammige lose Boden bedeckt den Weg. Auf. der Kwne desselben sind Pfähle eingeschlagen, über die rch im Dunkeln fortgesetzt stolpere, währeiid ich den Weg untersuche., Hetzer den einen Pfahl komme icfy fast zu FE^un Aerger zrehe ich ihn heraus und werfe ihn zur Seite. Ich kehre zu meinem zgcgegenossLN znvück, der mich auf der Wegekreuzung er- wactL A) «ns ist es einerlei, welche« Weg wir nehmen; wohin er uns süy«t, wissen wir ja doch nidit Mr suchen uns dcn gamü>c«ft8« aus und wieder geht es vorwärts. Vlach zwei Ätsmeter sLwa kreuzt uniere Schneise eure teix »ttouun jubelnd d^Oberwaldstraße, aber wo wvt sie «tollen, weit östlich vonr Taufstein, wtr brauchen eine staute halbe Stunde, um wieder auf unsern Ausaanaspuntt zu Pormnen. Wer die Karte zur Hand nimmt, wird sehen, daß wir im Nachtdunkel vom H^^dstopf nivwiM»*1 i All^or^ den Geckelftei^. den Taukü in im weiten Bogen umgangen Haban, kurzum im Kreise herumgelaufen sind. Auf dem Hohenrodskvps winkt den Wegemüden em willkommenes Lager, er liegt in der Entfernung von 15 Minuten zu unserer Linken. Wir beratschlagen, was tun? Nach unserem Programm wollten wir um diese Zeit in dem iy2 Stunde entfernten Ulrichstein in den Betten liegen und jetzt stehen wir wieder zwischen Hvhenrodstopf und Taufstein. Kurz entschlossen wandern wir aufs Neue gen Mrichstein. Inzwischen ist der Mond heraufgestiegen und wirft sein bleiches Licht über den Laubwald, dessen Schatten sich in mannigfachen Formen auf unserer Straße zeigt. Zu unserer Rechnen tut sich eine weite, mit Fichtenbäumchen besetzte Waldblöße auf. Das hohe Waldgras zwisch^en diesen Bäumchen, diese überragend, ist abgestorben, es erscheint noch weißer im Vollmondlicht und gejpenftig heben sich schwarze Baumstümpfe und Erd- austvürfe daraus hervor. Da! dort! ragt da nicht ein Galgen? Baumelt da nufct ein menschlicher Körper im 9cacbtsturm vom Balkengerüst? Nein, aber ein sonderbares Ding ist es doch! Wir sehen näher zu, da steht seit Jahrzehnten eine massige Maschine, die einst hier der Torfgewinnung dienen sollte und die nun darauf wartet, an Ort und Stelle zerschlagen zu werden, damit ihre Trümmer in den Schmelzofen wandern und neue Formen annehmen können. — Zum zweiten Male kommen wir in dieser 9lacht an die Wegegabelung. Diesmal verzichten wir aus den kürzeren Weg und behÄten die feste Straße unter den Füßen. Sie führt uns bergab, zu unserer Seite rauscht ein Waldbach, links aus dem Tuntel des Buchwaldes leuchten Wassertümpel, in dem verirrte Sonnenstrahlen sich spiegeln. Da vor mir durch die dicht stehenden Stämme scheinen Lichter zu blinken, Lichter, die scheinbar aus den Fenstern zahlreicher DmMcher strahlen. Sind das die erregten oder die abgespannten Nerven, die mich so trrllchter»d f^hen lassen? Der Wald öffnet sich, draußen liegt silbernes Mondlicht ans der Lallen Heide. Dies Mondllcht habe ich durch die Baumstämme jllmmern ichen. Vor uns, draußen vor dem Waide liegt der WieseniZof, ftlll und sput'hajt, als üb alles Leben dort erstorben wäre. Und doch sehen wir näherkommend durch ein paar Fenster m die bell erleuchtete Stube hinein, in der die Bewohner sllll um den Disch sitzem Wir erreichen bald die lang ersehnte Staatsstraße, die hier mit hohen Fichtenbäumen statt mit Obstbäumen bepflanzt ist. Der Sturm braust durch das Geäst der hohen Fichten, und in dieses Brausen mischt sich ein feines ttingendes und singendes Getön, das der Wirid in den zahllosen Tannennadeln Hervorrufen mag. Bald leuchten uns auch die Lichter aus dem ausgedehnten Selgenhofe entgegen. Jetzt treffen wir seit den letzten fünf Stunden auf den ersten Menschen und wir freuen uns bei der Begrüßung, wieder die Stimme eines Dritten zu hören. Ich spreche die Befürchtung aus, unser Gasthof könnte geschlossen sein. Mein Begleiter beruhigt mich: ich kenne die Ulrichsteiner, das Gasthaus wird noch hell erleuchtet sein, wir finden auch noch Geselllchast, der wir besser von unseren Abenteuern nichts erzählen denn es sind arge Spottvögel darunter. Und richtig, es stimmt alles. Wir erhalten noch ein Nachtessen, die Stammtischgesellschaft nimmt uns liebenswürdig auf, wir versuchen mitzutun, Ober die Augen fallen uns zu. Wir schilafen in guten Betten bis in den Hellen Morgen hinein. Die Morgensonne weckt uns. Alle Müdigkeit war vorbei, und zur Fortsetzung unserer Wanderung machen wir uns rasch reisefertig. Mit einem Gang durch das Städtchen und auf den hohen Basaltkegel, der die Grundmauern des Ulrichsteiner Schlosses trägt, begann diese Wanderung. Das Städtchen ähnelt in vieler Beziehung all den Land- städtchen im hohen Vogelsberg. Tre Wände der Häuser sind meist mit Schindeln bekleidet, die Wind und Wetter abhalten. Die Däck)er sind schon säst durchweg mit modernen Falzziegeln gedeckt. In allen Hoftaiten, auch vor der fi.etnflen Hütte, sind Haufen von trockenem Buchenscheitholz aufgeschichtet — das 5^eizmaterial für den kommenden Muter. Neven sehr alten Raufern stehen viele, die in neuerer und neuester Zeit errichtet sind und fick durch ihr schmuckes Aeußere von den .altersgrauen abheben. Lines dieser letzteren, ein zweistöckiges, niedriges und langes Haus, neuen dem Amtsgericht, trügt die Inschrift: „Hier im allen GemeindewiriShauS übernachtete Blücher auf der Verfolgung Napoleons vom 2,/3. November 1813." ÄU leiten. Fast sömlliche rrnwefenden erklärten sofort ihren Beitritt. Ein Ausschuß von sechs Herren wurde zur Vor- bereitung der Genossenschaftsgründung gewählt, welch letztere an Hand des vom hessiscl-en Zentralverein für Errichtung billiger Wohnungen zur Verfügung geteilten Materials erfolgen soll. b. Leihgestern, 16. Nov. Hier ist unter den Kim- dern Diphtherie ausgebrochen, auch sind bereits einige gestorben. -s- Kinzenbach, 15. Nov. Es bürgert sich auf dem Lande immer mehr die schöne Sitte ein, daß man auch in den Kirchen Oefen aufstellt, um den Besuchern während der Wintermonate die Kirche zu einem angenehinen Aufenthaltsort zu machen. Nachdem in der vereinigten Kirchengemeinde Krofdorf - Gleiberg - Kinzenbach die erst genannte Gemeinde damit im vorigen Jahr den Anfang gemacht hat, ist nun auch die hiesige Gemeinde diesem Beispul gefolgt. So sanden wir am heutigen Sonntag hier zum ersten mal eine geheizte Kirche vor, und die ungeheure Wirkung des neuen Ofens kam sofort zur Geltung. Schmiedemeister E. Pfaff hier hat den prachtvollen Ofen von der Firma Henn au§ Kaiserslautern bezogen. = Dutenhofen, 15. Nov. Wie wir erfahren, hat auch die hiesige Gemeindevertretung das Grundgehalt ihrer beiden Schulstellen auf 1200 Mark festgesetzt. Damit ist die Gleichstellung mit den übrigen Schulstellen der Bürgermeisterei Krofdorf herbeigeführt, was um so mehr hervorzu- heben ist, da unsere beiden im Dienst ergrauten Lehrer schon mehr als 40 Jahre am hiesigen Orte das Amt der Schule mit großer Treue verwalten. Ja, soviel uns bekannt ist, bestehen hier die stärksten Schulklassen im ganzen Kreise Wetzlar, und man hat schon wiederholt von höheren Orts die Begründung einer dritten Schulstelle gewünscht. b. Roßdorf bei Darmstadt, 17. Nov. Dieser Taae entgleiste der Güterzug Groß-Zimmern-Darmstadt vor der Station Gundermhausen, glück llcy erweise ohne daß jemand verletzt wurde, .nur ein kleiner Materialschaden entstand. Der Verkehr war einige Stunden unterbrochen uni> mußte durch Umsteigen aufrecht erhalten werden. Die Wendzüge konnten wieder Verkehren. Der Prozeß wegen Kmvesun1er»chlebuog gegen die Krafin KwUecki. xv. Berlin, 16. Nov. Bei Beginn der heutigen Sitzung beantragte der Staatsanwalt die Ladung des Warschauer Kaufmanns Cordon. Die verstorbene Hebamme Czwell hat hauptsächlich das Geschäft des Abtreibens besorgt. Zeugin Anthowiak, die zweite Amme des Knaben, bekundet, der Nabel des Knaben sei bei der Lösung des Wickelbandes hervorgetreten und sehr rot gewesen. Zeuge Hechelski bekundet, der Sohn der Hebamme Cawel habe ihm gesagt, er würde nach Berlin kommen und das Geheimnis preis geben, wenn er dafür 10 000 Rubel erhalte. Hierauf folgt ein eingehendes Verhör der Frau von Kol to ws ka, der To ch ter des ange k lagtenGrafen- p aar es. Diese gibt an, sie sei am 27. Januar 1897 mittags rn Berlin eiugetrofsen. Sktm Betreten der Wohnung in der Kaiserin Augustastraße hätte die Knoska chr mitgeteilt, die Mutter sei von einem Knaben entbunden. Ihr Oheim Gras Kninski habe chr gesagt, sie solle sich den Vorgang merken, er könne möglicherweise zur Aussage kommen, da Gras Hektor die Echtheit oer Geburt des Knaben an* fechten könnte. Zeugen habe auch der Mutter zu geredet, sich von einem Arzte untersuchen zu lassen, was diese aber abgelehnt habe. Sie habe die Mutter mehrfach gesehen. Alle Zeichen einer Schwangerschaft seien vorhanden gewesen. Der Vorsitzende hält der Frau von Koltowska vor, es schwebe gegen sie die Untersuchung wegen Beihilfe zur Kindesunterschiebung. Aus Befragen des Staatsanwaltes antwortet die Zeugin, sie wisse nicht, weshalb die Mutter die Entbindung gerade in Berlin abgewartet habe. Die Entbindung auf dem Schlosse sei wegen der eigenen Kinder doch nicht schicklich gewesen. In dem folge irden Kreuzverhör sagt die Zeugrn aus, sie wisse nicht, weshalb die Hebamnre aus dem Auslande genommen wurde. Ihr sei nur erinnerlich, daß die Mutter befürchtete, eine deutsche Habamme könnte durch den Grasen Hektor an gestiftet sein, den Knaben zu ermorden. Die Hebamme Czew sei durchaus sauber. Die Zeugin erklärt, sie würde eine Kindesunterschiebung nie geduldet haben. Sie betrachte eine derartige Handlung als Schändung des Familiennamens und könnte ihrer Mutter eine derartige Tat nicht zutrauen. Hierauf stellt die Verteidigung die Frage, wo die Hedwig Anduszewska in Berlin o-ewobnt habe. Zeugin sagt aus, sie wohne privat. Hierauf f»lgt eine lebhafte Kontroverse über die Wohnungsfrage. Schließlich wird beschlossen, die Wohnungen der verschiedenen wichtigen Zeugen feststellen zu lassen. Gras Hektor bekundet, er wohne im Hotel Sachs, wo Hechelski und die Valentine Anoruszewska ebenfalls logieren. Hierauf folgt die Vernehmung der F-an v. Moszewska, welche bei der angeblichen Entbindung zugegen war. Trotz des Protestes der Verteidigung beantragt der Staatsanwau den Ausschluß der Oesfentlichkeit, was auch beschlossen wird. Die Verteidigung bemerkt, sie sehe durchaus keinen Grund zu dem Ausschluß der Oesfentlichkeit, nachdem bisher die heikelsten Dinge in voller Oesfentlichkeit behandelt wurden. Die Vernehmung der Moszewska nimmt iy2 Stunden in Anspruch. Die Oesfentlichkeit wurde dann wieder hergestellt. Es folgt die Vernehmung des Rechtsanwaltes Cicho- wicz aus Posen, der im Pojener Zivilprozeß der Anwalt der Agnaten war. Er bekunoet, im Zivilprozeß habe die Moszewska ausgefagt, sie habe gesehen, daß die Hebamme die Nabelschnur durchschnitten und daraus verbunden habe, woraus das Kind gebadet wurde. Die Moszewska erwidert, dies sei falsch, sie sei falsch verstanden worden, sie habe niemals etwas derartiges gesagt. Ter Vorsitzende stellt fest, daß die damalige Zeugenaussage durch einen Dolmetscher vermittelt wurde. Zeuge Cichowicz stellt der Czwel ein ungünstiges Zeugnis aus. Sie habe einen Lockeren Lebenswandel geführt und ein verrufenes Haus in Marschau gehalten. Tie Verteidigung stellt fest, daß das Protokoll des Zivilprozesses die angebliche Bekundung der Moszewska nicht enthalte. Rechtsanwalt Cichowicz erwidert, er habe die Aeußerung nicht protokollieren lassen, weil er sie für unwesentliw gehalten habe. Der Staatsanwalt konstatrert, die Zeugin Koszewska habe in der Voruntersuchung, und im Zivilprozeß anders ausgesagt als jetzt. Wie gerüchtweise verlautet, hat die Vernehmung der Moszewska nichts neues Mage gefördert. Dre nächste Zeugin ist Fräulein von Czrerska, eine Freundrn dec Gräfin. Diese ist im Jahre 1896 eine zeitlang aus dem Schlosse Wroblewo bei der Gräfin ge- lvesen und bekundet, daß letztere in den Monaten Sep- tember und Oktober tatsächlich schwanger war. Hierauf gibt der Gerichtsarzt Dr. Stürmer (em Gutachten über )ie am Donnerstag stattgehabte Untersuchung der beiden Knaben ab. Er geht zunächst auf die Gesichts- bildung der Gräjlich Kwileckischen Familie ein und kommt dann zu dem Schluß, daß eine Aehnlichkeit in der Form der Ohrbildurig zwischen dem jungen Grasen und der angeklagten Gräjin als vorhanden sestaestetlt werden muß, daß diese Aehnlichkeit aber keine Identität sei. Zwischen den beiden Knaben stellt der Sachverständige eine Reihe von Ähnlichkeiten fest, aber auch viele wesentliche Abweichungen, sodaß hierdurch ein definitives Ergebnis für die Untersuchung nicht gegeben werden kann. Weiter stellt der Sachverständige eine Ueberein- timmuug der Gesichtszüge zwischen den beiden Komtessen einerseits und dem jungen Grasen andererseits fest. Gerichtsarzt Professor Straßmann schließt sich dem Entachten Dr. Stürmers an. Er habe außer in der Abnormität der Genitalien eine Aehnlichkeit der beiden Knaben nicht seststellen können. Erne gewisse Aehnlichkeit des umstrittenen Knaben mit der angeklagten Gräfin sei allerdings vorhanden. Der Geschichts- und Porträrmaler Professor Vogel erklärt, daß er eine F a m i l i e n ä h n l i ch k e i t der beiden Knaben nicht habe seststellen können, dagegen sei betreffs der Ohrenbildung eine große Aehnlichkeit zwi- chen dem umstrittenen Knaben und der Komtesse Marie vorhanden. Polizeiinspektor Klatt, der an beiden Knaben Gliedermessungen vorgelwmmen hat, konnte eine Aehnlichkeit nicht herausfinden und auch eine solche mrt der ange* * klagten Gräfin nicht festgestellt werden. Hierauf wird die Sitzung aus morgen vertagt. Vermischtes. ♦ Berlin, 14. Nov. Ein Eisenbahnunfall hat ich heute vormittag am Bahnhof Mittenwalde zugetragen. Ter aus Rixdors um 10 Uhr abgehende Personenzug der Kleinbahn entalei'te bei der Einfahrt in Mittenwalde angeblich infolge falscher Weichenstellung. Die Lokomotive 'kürzte um, der er te Personenwagen fuhr aus die Maschine und auch der zwelle Wagen kam aus dem Geleise. Glücklicherweise kamen die Passagiere mit heiler Haut davon, dagegen ist der Materialschaden erheblich. * Leipzig, 14. Nov. Der Inhaber des Zeitungs-Verlages von Pfister u. Fabian in Leij^ig-Schileusig ist wegen Unterschlagung von Konfirmand en-Spar- geldern in Höhe von über 4000 Mk. verhaftet worden. * Falken au, 14. Nov. Der Bahnarbeiter Richard Erchler sand gestern beim Nachhausekommen sein jüngstes erst einige Wochen altes Kind mit geöffneten Pulsadern tot vor, während em älteres Kind schwere Verletzungen am Halse aufwies. Die Mutter wurde heute morgen as Leiche aus dem Mühlgraben gezogen. * Hannover, 14. Nov. Gestern verunglückte bei einer Parforce-Jagd der Leutnant von der Lippe vom 13. Husarenregiment. Er stürzte während der Jagd und das Pferd eines hinter ihm reitenden Jägers siel auf ihn, sodaß der Leutnant einen Rippenbruch und starke Quetschungen erlitt *Berden a d. Aller, 14. Nov. Der Mörder Klind* worth aus Rotenburg wurde heute morgen hinge* richte t ♦ Stettin, 14. Nov. Im Stadttelle Unter>Bredow brachte der Schneider Bobbermin feiner Hauswirtin, einer Witwe, heute auf offener Straße mit einem dolch- artigen Messer 5 Stiche in den Unt erleid bei. Die Frau st ar b kurz daraus. Der Täter stellte sich selbst der Polizeu * Brüssel, 16. Nov. Vor einigen Tagen sind zwei Mädchen im Aller von 11 und 13 Jähren in der Nähe von Tongres verschwunden. Man befürchtet, daß die Kinder von Zigeunern mitgenommen worden sind. * Paris, 15. Nov. Hier sind 13 Frauen verhaftet worden, welche Aussagen gemacht haben, wodurch es der Polizei gelingen wird, die Nlltglieder einer organisierten Bande zu verhaften^ welche sich vorwiegend mit Mädchenhandel besaßt * Paris, 14. Nov. Vor einigen Monaten wurde ein Diebstahl von mehreren Millionen Francs zum Nachtell mehrerer Finanz-Institute verübt Das Vorkommnis wurde zunächst geheim geh allen, um die Untersuchung nicht zu beeinträchtigen. Gestern wurde nun einer der angeblichen Diebe aus dem Boulevard verhaftet Mehrere andere Verhaftungen sollen noch bevorsteüen. * Par is, 16. Nov. Bei einem Degenduell mit dem Toulouser Advokaten Ebelot wurde der Juwelier Lautier durch einen Sticy in die Achselhöhle getötet * Aix les Bains, 14. Nov. Die des Mordes an der Madame Fougere beschuldigte Frau Giriard wurde gestern im Beisein des Untersuchungsrichters an Ort und Stelle vernommen. Beim Rücktransport der Giriard fanden Kundgebungen gegen sie statt Die Fenster des Koupees wurden eingeworfen und Todesdrohungen gegen die Giriard ausgestoßen. * Montreux, 16. Nov. Die amtliche Feststellung ergab, daß der verunglückte Rudolf Weill aus Kassel sich den Tod durch einen Revolverschuß in die rechte Schläfe gegeben hat, zweifellos, weil er sich verloren sah. Der Tod ist also nicht infolge Absturzes, sondern infolge des Schusses eingetreten, aber keineswegs augenblicklich. Der Revolver wurde bisher noch nicht gefunden, wohl aber Patronen in der Tasche Wells. * Lemberg, 15. Nov. Der Hörer des 2. Jahrganges des Polytechnikums Heinrich Sadowski hat Selbstmord begangen, weil ihn der Examinator Kempinski ungewöhnlich streng prüfte. Er verließ den Prüsungs- jaal, begab sich in den Korridor des 2. Stockwerks und stürzte sich in den Hosraum hinab, wo er sofort toi liegen blieb. — In Hallcz bei Lemberg sank ein bei den Tniesterregulierung verwendetes Baggerbvot mit acht Arbeitern, von denen nur zwei gerettet wurden. *Newyork, 14. Nov. Aussehen erregt die gestern erfolgte Ermordung des Mr. Andrew H. Green, einer der einflußreichsten Leute von Newyork. Green wurde in seiner Wohnung in der Park-Avenue durch einen Neger aus bisher unbekannten Gründen ermordet. * Das Radfahren als Heilmittel. Mit überraschendem Erfolge sit das Radfahren bei dem Prinzen Waldemar, dem ältesten Sohn des Prinzen Heinrich von Preußen, angewendet worden. Der Prinz, der bekanntlich an Lähmungserscheinungen (Kinderlähmung ) litt, die chn am Gebrauch der Glieder hinderte, wird alliahrlich in einem bekannten Sanatorrum bei Dresden längere Zeit behandelt. In diesem Jahre nun erhiell er zu seinem großen Vergnügen zunächst ein Dreirad, mit dem er stundenlang in den weitläufigen Parkanlagen der Anstalt spazieren fuhr. Das neue Mittel bewährte sich so ausgezeichnet, daß Prinz Heinrich nunmehr ein Zweirad für seinen ältesten Sprößling bestellt hat. Jedenfalls ein angenehmeres Heilmittel als die früher üblichen Streckbetten, Schwebe- und Hünge-Apparate und ähnliche Marterinstrumente. *EinereicheErbschaftist der Stadt Tilsit zuge- alTen, indem sie von dem verstorbenen Fräulein Cäcilie Bein aus Warrischken zur alleinigen Erbin der genannten Besitzung nebst Vorwerken eingesetzt ist. Der Wert des Nach,* lasses beträgt 200 000 Mk. Tie zu dem Nachlaß gehörige Begüterung soll auf ein Grundbuchblatt geschrieben uich auch fernerhin als ein Ganzes bewirtschaftet werden. Die Stadt Tilsit soll nicht berechtigt sein, die Begüterung oder Teile derjelben zu veräußern. Ferner hat Fräulein Bein eine Reihe von Legaten für ihre Verwandten, Bekannten, Kümmerer, Schirrarbeiter usw, für den Unterstützungsfonds der beiden Gymnasien, den Gartenverschönerungsverein, die Armen in Plaschken, Kroczewischken und Gumischken ausgesetzt. Der TiersckMtzverein zu Tilsit erhält jährlich 300 Mk. Sobald sich in Tilsit ein Homöopathiscyer Arzt niederläßt, soll er aus dem Nachlasse eine jährliche Beihclfe von 1000 Mark erhalten, vorausgesetzt, daß dieser Arzt fein medizini- ches Staatsexamen gemacht hat. Jährlich sollen ferner 1000 Mk. an das homöopathische Krankenhaus zu Leipzig zur Errichtung von Freistellen für hllssbedürftige Kranke der Stadt und des Landkreises Tilsit, und außerdem 300 Mark jährlich als Reiseunterstützung gezahlt werden. Tie Villa des Fräulein Bein im Badeorte Schwarzort soll mit dem in derselben befindlichen Mobiliar für hilfsbedürftige Lehrerinnen während der Sommermonate als Aufenthall unentgeltlich gewährt werden. * Tie Lütticher Weltausstellung im Jah-re 1905 schreibt einen Preis für Luftschiffer in Höhe von 100000 Frs. aus. Die Bewerber sollen in Lüttich aufsteigen, den Krrchturm von Spa umfahren und auf den Ausgangspunkt zurückkehren. Den Preis gewinnt, wer in der kürzesten Zeit den in der Luftlinie 14 Kilometer Weg zurücklegt. * Folgendes Mißverständnis erzählt das „Maiser Wochenbl." in Obermais bei Meran. Eilig läuft ein Bauer aus der Kirche ins nahe Wirtshaus, das zur Feier des „Neuen" einen grünen Buschen mit farbigen Bändern aufgesteckt hatte. „Zwei Liter Neuen" — denll der Bauer—, „ha, das ist nit a soe schlechte Buaß, und zwei Liter Neuen Hot er gfogt" Bald saß der Hiasl in der Ecke des alten Wirtshauses, den Doppelliter vor ficfy, als fein Weib polternd her ein trat und chn auf feinen sträflichen Wandel aufmerksam machen wollle. „A Ruah^ will i hobn", rief ihr Hiasl im frommen Büßerton zu, „streit die mit dem Pfarrer. Zwei Liter Neuen hat er mir zur Buaß aufgöbn!" Diese eigenartige Buße schieU der allen Rosl doch, nicht recht einzuleuchten, und sie fragte beim Pfarrer nach. Der fromme Herr aber konnte sich selbst des Lachens nicht enthalten, als er schließlich sagte: „Zw eiLitaneien hob i chrn aufgöbn!" Aas RavattmarLenrvejeu. In den Kreisen der Gießener Detaillisten ist man feit mehreren Wochen erregt über das Vorgehen eines Beamtenkonsumvereins. Während man in allen möglichen Körperschaften sich mit der Frage beschäftigt, wie dem Mittelstände, dem kleinen Geschäftsmann und Handwerker zu helfen sei gegenüber dem Ansturm des Großkapitals und der Großindustrie, mehren sich fortwährend, unter reichDministerieller Beihilfe und Förderung, die Rabattmarkenvereine und schädigen die kleine und mittlere Geschäftswelt, insbesondere das Detailgeschäft. Von dem Reichs- oder preußischen Regierungsbehörben unterstützte Vereine animieren ihre Mllglieder, nur bei diesen und jenen Geschäften einzukaufen, Geschäfte, welche sich verpflichten, entweder dem Verein vver den Mllglieoern direll Prozente ost in bedenklicher Höhe von den KleineinkäufM abzugebeu. Man weiß ja aus Erfahrung, wie die Geschäftsleute bewogen werden, sich als Lieferanten zu erklären, wie sie oft nicht ausweicheu können, wenn Herr oder Frau Soundso persönlich, sie darum ansprecheu oder anderer Druck auf sie aus geübt wird. Dazu kommt noch daß manche Geschäftsleute glauben, sich dadurch dauernd einen größeren Kunoenkreis zu erwerben, oder gar einen größeren Geschäfts- Verdienst zu erzielen. In törichter Weise übersehen diese aber dabei, daß derartige Vereine die ganze Geschäftswelt, also auch die ganze Konkurrenz in gleicher Weise mobil machen und dadurch für den einzelnen kaum etwas namhaftes übrig bleiben kann. Ist die Rabattbewilligung einmal eingeführt, ist das nächste, daß einer den andern noch zu überbieten sucht und wer dann die höchsten P zmte an Rabatt bewilligt, ist oben. Weiter überlegen derartige kurzsichtige Geschäftsleute nicht, daß sie sich einseitig verpflicht ten, Prozente zu geben, während die Vereine ihrerseits keinerlei Verpfllch,tungen übernehmen und auch, nicht übernehmen können, denn jeder kaust schließlich^ doch^ da, wo es ihm am besten paßt. Es ist also dem einzelnen keinerlei Garantie für einen größeren Umsatz gegeben, wohl aber entwickelt sich allmählich aus diesem Geschästsgebühren gewaltiger Nachtell. Derjenige Teil der Kundschaft, welcher keine Prozente erhall, wird, so führte jüngst das „Mainzer Joum."ganz richtig aus,mißttauisch,wenn er dahinter kommt, daß ein anderer Teil besondere Vorteile erhäll. Abgesehen davon, daß es Leute, welche dem Geschäftsmann seinen ehrlichen Verdienst gönnen, unangenehm berühren muß, daß sie für ihre wohlwollende Gesinnung auch noch teuerer behandelt werden, wie die Mllglieder irgend eines Vereins, der womöglich heute besteht und morgen vergeht, haben diese angestammten treuen Kunden volles Recht, auch Aiiß- trauen zu hegen gegen die Qualität der Waren sowie die reelle Behandlung un Maß ober Gewicht. Der „Eisenbahnverein für Mainz und Umgegend" schrieb an feine Mitglieder klipp und El ar: „Tie Mitglieder werden ersucht, die mit den Lieferanten getroffenen Vereinbarungen geheim zu hallen und bei den Einkäufen erst bei der Zahlung fcch durch Vorzeigung der Mitgliedskarte in unauffälliger Weise und ohne Erwähnung des Rabattes den Geschäften als Mitglieder de§ Eisenbahnvereins kennllich zu machen, damit die Muser vor Heb er 00r teilung bewahrt bleiben und damit anderen etwa anwesendLN Käufern die Rabattbewilligurrg nicht bekannt wird." Ob der Gießener Eifenbah-nverein, beffen Lieferantenliste uns vorgelegt worden ist, ein ähnliches Rundschreiben an feine M-llglleder erlassen hat, toqfen wir nicht, und wir möchten gern annehmen, er yabe eS nicht getan. Tenn darin läge eine ostentative Verdächtigung des gesamten Tetaillistenstandes. Der Mainzer Verein aber charakterisiert in diesem Schreiben obendrein aufs eklatanteste den durch das Rabattunwesen dort offenbar bereits Ä kaufen-, Kerews verer» Mje I »’S lich den sE n Menen Bvermeu $run lich llnn Mich«' & e n? c. s bezug erg> vertan währen; Vene Der einem D' das wär Kunden. W ge dem Pu fefthäü, Lage, h IperW hundert $xau’ Feier? veranfi innen toter Art wi Da bi riger 3 s T s. Hl t£iri. ^.$räu[ei*’bu9t, n NM bv N,7 Ät'ZA'Ä KZZ LZZSL L4ZL- er Ai-, :Ä 8?^ ■'3^4 fti «&Ä = ÄSftJ ®iä eWt das -retait. Wg fci ^tsh-uz, bas }u * wt forti er Neuen" - kL I^Wte Buaß, unb laß her fäiinta pellüer vor /ich, aß auf feinen inailichen l Ruch Mi HM", 1 Zu, Jtteü die mit t er mir zur Buch hie, der alten Nosl fragte beim Pfarrer ich W des Lachens ^ZweiLitaneien wtfen. Detaillisten ch baf Storgern eines 'end man in allen :a#e öeschafcht, wie ^ästsmann und über dem e, mehren \\fy \w> )ify und Fördermg, . hie keine und mitt* DetaWchäst. Von mngsbehörden unter* jeder, nur bei diesen schäfte, welche sich W )en W^teoern düekt in den ÄeineinkaM ing, wie die GeM" feianten zu erüaren, menn Herr obttN ^oderanM^ük nt noch N Ifll ppffi 5ei:e Mchen drei Ssrr KÄSS gw"ijg Ähti Stz§« E» inCl^ '»6«i* kpLizS .ÄrK- nrZLS "!’(Sn-i’S "(CnnM tu« ' S-, x«-K P-K a£*J> hervorgerufen cm unreell en Zustand im Tetailaeschtäft. Er sagt mit dürren Worten: Wenn man merkt, daß ihr Rabatt beansprucht, ist es nur zu wahrscheinlich, daß ihr übervorteilt werdet. Wie, so fragt das Mainzer Blati, kann ein Geschäftsmann von geschäfilichem Ehrgefühl sich derart verdächtigen lassen, — am Kopie desLieserantenverzeichnisses fettgedruckt die Warnung an die Vereinsmctglieder, erst bei der Bezahlung sich kenntlich zu machen, bamit sie vor lieber* Vorteilung bewahrt bleiben! Weswegen sollen treue, langjährige Kunden teuerer ein* kaufen, schlechter behandelt werden wie das Mitglied eines Vereins L. oder Y.? Auch das fühlt der Mainzer Eisenbahnverein und warnt deshalb die Mitglieder, „in unauffälliger Weise sich kenntlich zu machen, damit anderen anwesenden Kunden die Rabattbewilligung nicht bekannt werde". Also unterstützt der Mainzer Eisenbahnverein indirekt die Geschäftsleute, gegen langjäl)rige treue Kunden, bie zufällig feinem Verein angehöcen, ungerecht zu sein! Zst es auch schon eme bedenkliche Schädigung der Geschäftsleute und Steuerzahler, wenn Leute, die sichere Gehälter und Pensionen beziehen, in ihrer „freien Seit" als Muser en gros mit einer Reihe von Gebrauchsartikeln auftreten und diese dann ihren Mitgliedern verteilen, so trifjt hier die Geschäftsleute eine noch empfindlichere Schädigung. Es dreht sich um solche Artikel, die sich nicht für den Massenbezug eignen, für welckM aber der Geschäftsmann stets ein kostspieliges größeres Läger zur Auswahl, halten oder täglich den speziellen Wünschen der Käuser entsprechend an* fertigen muß; Artikel, an welchen ohnehin nur ein winziger Nutzen ent) giltig verbleibt, wenn alle die mit bem detaillier em unvermeidlichen Spesen und Schäden berücksichtigt werden. Der Grundsatz: Leben und leben lassen — sollte doch namentlich kleineren und mittleren Geschäftsleuten gegenüber die Richtschnur ab geb en. Es empfiehlt sich, für die Geschäftswelt, beim Detail- Verkauf keine Sonberbegünstigunyen zu gewähren; im reellen Detailgeschäft gibt es kerne verschiedene Behandlung der Kunden. Die Zugehörigkeit zu irgend einem Verein gibt kein Recht, im Detail billiger einzukaufen; das wäre eine Ungerechtigkeit gegen die übrigen treuen Kunden. Mißtrauen und Verwirrung wird in die Kund- schast getragen und das Ende ist nicht abzusehen. Wer an dem Prinzip des festen und für alle Kunden gleichen Preises fest hält, wahrt sich sein Renommee und kommt nicht in die Lage, hinsichtlich seines Geschäftsgebährens verdächtigt zu werden. ______________________________________________ Kunst und Wissenschaft. Nach dem nun feststehenden Programm für die Feier des hundertjährigen Bestehens desPhilanthropins in Franks urta.M. wird am 14. April 1904 eine akademische Feier ftattfinben, der am Nachmittage eine Festausführung, veranstaltet von jetzigen und früheren Schülern und Schülerinnen der Anstalt, folgen wird. Nachfeiern in Gestalt von turnerischen Darbietungen, sowie Veranstaltungen geselliger Art werden an den beiden folgenden Tagen geboten werden. Ta die Adressen mancher der ehemaligen Schüler trotz eifriger Bemühungen deK Mressen-Ausschjufses bisher Ml zu ermitteln waren, so werden di^enigen früheren Zöglinge des Philanthropins, denen aus diesem Grunde bisher eure direkte Mitteilung über das Jubiläum nicht zugerommen ist, gebeten, ihre genauen Adressen an Direktor Dr. Adler, Frankfurt a. 9JL, Rechneigrabenstr. 16, zu senden. Gerichtssaal. — Der „Pole" Martin Biedermann. Ueber die Bestechungs-Affäre, derentwegen Herr Martin Biedermann tu Posen verhaftet wurde, werden noch folgende Einzelhelten berichtet : Im Zentralgefängnis zu Wronke verbüßt der frühere Chefredakteur der „Praca", Dr. Kasimir v. Rakowski, eine 2 7, jährige Gefängnisstrafe. R. foll nun im Zentralgefängnis ruhig die „Praca'' weiter redigiert haben und speziell alle dre äußerst scharfen Artikel, die m der „Praca" häufig erschienen sind, geschrieben haben. Dr. v. R., dessen Gefängnisstrafe kurz vor Weihnachten beendet fein ollte, halte fast eine förmliche Redaktion im Gefängnis. Es stand ihm dort sogar eine Schreibmaschine zur Verfügung. Zwischen Biedermann und Dr. v. Rakowski fand em sehr ausgedehnter Verkehr statt, so daß man vermutete, daß die Beamten bestochen seien. Auch sonst soll B. Beamte m der Provinz bestochen haben. Biedermann kaufte in den letzten Jahren eine Reihe Rittergüter stets der Ansiedlungskommission direkt vor der Rase weg, und zwar zu sehr hohen Preisen. B., der nur mit einem mäßigen Kapital fein Güteroermittlungsgeschäft und feine Par- zellationsbank seinerzeit begonnen hatte, fetzte in den letzten Jahren regelmäßig für viele Millionen Mark Grundbesitz um. Die Angelegenheit Biedermann wird überhaupt noch fehr weite Kreise ziehen und sich wahrscheinlich zu einer Sensationsaffäre allerersten Ranges auswachsen. B. wurde am Samstag gegen eine Kaution von 50 000 M k. aus der H a f t e n t l a s s e n. Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. boren den 23. September. Den 8. November. Ein Sohn, Robert August, geboren den 11. Oktober. Denselben. Dem Straßenkehrer Nikolaus Rausch eine Tochter, Margarethe, geboren den 9. September. Denselben. Dem Spengler Wilhelm Mohr em Sohn, Richard Heinrich Karl Theodor, geboren den 7. Oktober. Denselben. Dem Fuhrmann Peter Schomber ern Sohm Peter Paul geboren den 13. August Den 11. November. Dem Wirt Edmund Wild ein Sohn, Eddy, geboren den 18. Oktober. "D Marku s- gemeinde. Den 8. November. Dem Taglohner Jost Ruspeler ein Sohn, Hans, geboren den 20. September. Denselben. Dem Glaser Heinrich Hermann Müller ein Sohn, Richard Hermann, geboren den 3. Oktober. — Lukasgemeinde. Den 8. Nov. Dem Architekten Johann Phllipp Schramm eine Tochter, Rosa Irmgard Anna, geboren den 8. Oktober. Denselben. Dem Taglöhner Heinrich Großhans eine Tochter, Anna Katharine, geboren den 3. Oktober. Denselben. Dem Schuhmachermeister Hemrtch Müller ein Sohn, Heinrich Karl Ferdinand, geboren den 21. September. Denselben. Dem Briefträger Georg Rockel eine Tochter, Anna Marie, geboren den 22. September. — Jo h annes- gemeinde. Den 1. November. Dem Taglöhner Heinrich Pfaff ein Sohn, Heinrich Wilhelm Johannes, geboren den 22. Augnst. Denselben. Dem Ausläufer Heinrich Pitz eine Tochter, Elisa Lina Wilhelmine, geboren den 20. September. Den 8. November« Dem Bildhauer Martin Schmoll ein Sohn, Hellmut Heinrich, geboren den 23. Juli. , Beerdigte. Matthäusgemeinde. Den 6. November. Jakob Wegerle, Weichensteller i. P.. em Witwer, 66 Jahre alt, starb den 3. November. Den 8. November. Elise Plock, geb. Roth, Witwe des Bergmeisterafsistenten Karl Plock, 73 Jahre alt, starb den 6. November. — M a r k u s g e in e i n b e. Den 8. November. Caspar Mandler, Gärtner, verheiratet, 68 Jahre alt, starb den G. November. Den 11. November. Jakob Jendt, Taglohner, verheiratet, 68 Jahre alt, starb den 9. November. Den 13. November. Katharine Häuser, Fabrikarbeiterin, ledig, 60 Jahre alt, starb bem 11. November. — Lukasgemeinde. Den 3. November. Emma Schultheis, Tochter bes verstorbenen Kaufmanns Louis Schultheis, 22 Jahre alt, starb ben 1. November. Evangelische Gemeinde. Getraute. Matthäusgemeinde. Den 31. Oktober. Friedrich Appel, Weißbinder und Lackierer zu Gießen, und Su'anne Schmidt, Tochter des Landwirts Peter Schmidt zu Ruddlngshausen. — 7. Slovember. Andreas Karl Justus Berg, Taglöhner zu Gießen, und Anna Feuser, Tochter des verstorbenen Taglöhners Konrad Feuser zu Gleiberg. — Markusgemein de. Den 2. November. Richard Albert Berg, Lohgerber zu Nieder-Wildungen,, und Elise Christiane Karoline Hermine Stiel, Tochter des Steinljauers Karl Stiel zu Nieder-Wildungen. Den 9. November. Philipp Appel, gen. Oest, Taglöhner zu Gießen, und Eleonore Weller zu Gießen. Den 12. November. Dr. Karl Georg Emil Brück, Apothenbesitzer zu Gau-Odernheim, und Elisabeth Louise Clementine Emma Emilie Karoline Caesar, Tochter des Apothekenbesitzers Dr. Julius Caesar zu Gießen. — Lukasgemeinde. Den 31. Oktober. Friedrich Karl Philipp Bachmann, Schlaffer zu Gießen, und Bertha Lehmann, Tochter des verstorbenen Schmieds Friedrich Wilhelm Lehmann zu Gießen. -Johannes gemeinbe. Den 2. Nov. Friedrich Heinrich Emil Krohn, Postasslstent zu Frankfurt a. M., und Wilhelmine Elise Michel, Tochter des verstorbenen Monteurs Johann Georg Michel dahier. — M i l i t ä r g e m e i n d e. Den 31. Oktober. Karl Gottfried Burger, Sergeant zu Gießen, und Elise Charlotte Albold, Tochter des Restaiirateurs August Friedrich Albold zu Gießen. 1 m . Getaufte. Matthäusgemeinde. Den 1. November. Dem Eisenbahnhilssschaffner Georg Faust eine Tochter, Anna Marie Elisabeth, geboren den 21. September. Denselben. Dem Bäckermeister Wichelm Christian Löber ein Sohu, Wilhelm Phllrpp, ge- GOLD Ausserordentlich bekömmlich Trocken und leicht ee © sr Q £ Oft c <5 SD CD CD CD 5 JD i ö «St <5 '8K S 5 "cs ’g cd -w CD _£O £ 2 E 0 5 rH N-r: Z « S o g Q l§) 02 SS SD er» c -r p 5 -- Q <5) oSt Q rr o tffX Z 3- c S S rP _C3<^ cS c »st SD vO c ‘TT eu CD r- 1 3 c SD *o -Q. ‘o ■JD Jä tu tfQ. o r-r 3 CD 5-5 c *s* SD ,dD "C±. «k> SD >p Z 2 C vO e s o K SD . CD, -e '■ X- (2> rr rr c 3 -r 5 CD 5 OD ZD C CD^E DD cd^M o .. »VD 19 X «Z § A j» S CD 'S e it> -S N 3 >c*T7 SD Q Sg? P _ ,Z'& \s 2 So“3' ^.'TT-SD £ 5 „IS) SD® s c‘8'x> rO*a7 2 § «si i> ■„ VD ö55 SD v <*D CD o SD ©8 2 r: cS p K ^^69 o iDDL .2 ü Z 3 c C o ^"2 - Z . • C U U -*-* «rr C CD P P "J5 cd R L SD SD SD o @ ä *J 67,5 S K "4 «Jt CD P-^7 o Z iSQ s P jO «rr SD Ca ü— S C Z.L «ft O ß • c CDm— *c S 2 , 2~*-. 0 o §D vQ C ^2 0-3 *** ac. 3 C -4-. v. X) CD 'E 'S c 5-i C-1 sXD "T- e S § a » eu ö ND. -5 CD “ S 2 " a CD C c- c *2 «J -2 « en S3 " — 05 J* 5 Q . W CD Q ‘o’ E ^^5 CD SD DD CD « DD SD SD Z cd p E 2 * v— cu " CD-— ^4D ,0 o i_ E S ö c c *»— CD C 5-> C >—Z — O q -h (Iß CD C S C « c .2 5 p 2 .'-p- <2 c ä "c ‘z; -w SD o OTj'rJ.C vQ . 4’’°^ "c ä C C CD-C - Sdw ” = 5-8ä5 »S L.S CQ - 1 Oft CD p -5 >CZ>P *: Z 2 Z -w P C 3 *s ■** s o *" c6 «ft • c 2 o cd p |g ö - S | ~ ä C p o o 2 L.S S "jQ ~ ‘ * c Bazar zum Westen der 8578 2) woselbst auch weitere Anmeldungen entgegengenommen werden. 8585 rortloner 8574 8220 7233 Prima 8553 era GlchmKrot Pelzwaren 8575 empfiehlt 8006 8327 Tapisserie! Tapisserie! 6910 empfiehlt 7703 zu jedem auuehmbareu Preise. 7713 Wege, Wege, in Würfeln zu io Pfg. Mr 2 Teller Suppe. Eisenwaren SailshaltMgsgeseilDiie Bau-, Model- und Sarg-Beschläge Gußgeschirre Porzellan- n.Aeiugntioam Balth. Häuser, Garbeuteich. Großherzogllche Bürgermeisterei Harbach. Münch. Grundstücke: Fl. I Nr. 445 Wege, Fl. II Nr. 512 Fl. HI Nr. 678 Wege, Gräben, Fl. IV Nr. 999 Gräben. Butzbach, den 14. November 1903. Großherzogliches Amtsgericht Butzbach. reine Pflanzenbutter als durchaus vollwertiger Ersatz der doppelt so teueren Kochbutter in Hunderttausenden von Haushaltungen, Pensionen, Anstalten, Konditoreien jahrelang erprobt und bewährt. DRINGENDE WARNUNG: Man fordere in allen Kolonial waren- und Butterhandlungen ausdrücklich PALMIN. ------ Nachahmungen sind meist schlecht und ranzig. ■ - - Unsere Poliklinik für Zahn-, Mund- und Kiefer-Krankheiten mit eigenem Instrumentarium und von der Privatpraxis vollständig getrennt steht unter Leitung eines Assistenten und ist wochentags von 1—3 Uhr für Unbemittelte unentgeltlich geöffnet. Unerreicht tu Güte und Wohlgeschmack sind BIAGGl's Schwalm, Zahnarzt Gießen, Bahnhofstraße 63, an der Wieseckbrücke. Wer- Vers. -Anstalt — gegründet 1819 — empfiehlt 6968 J» LÖbermann tn Gtaße«. Bekanntmachung. In dem Verfahren zur Anlegung des Grundbuchs und Berggrundbuchs für die Gemarkung Bergheim (Kreis Gießen) beginnt die Aumeldungsfrist am 1. Dezember 1903; die Frist endigt mit dem 1. März 1904. Die Vorschriften darüber, was seitens der Beteiligten während der Anmeldungsfrist zu geschehen hat, können auf den Amtsstuben der Gr. Ortsgerichtsvorsteher in Holzheim, Dorf-Güll und Grüningen, sowie aus dem Anschlag an den Ortstafeln daselbst ersehen werden. Die Gemeinde Bergheim (Feldgemarkung) hat Eigen- trrursaufprriche erhoben auf die niemandem zugeschriebenen Aliceschule Gietzen am 8., 9. und 10. Dezember. Saintüts-Kolonne. Erste Unterrichtsstunde Sonntag den 22. November, nachmittags 4 Uhr in der Turnhalle der AMmichllschule an der Westanlage In den verschiedensten Sorten stets frisch erhältlich bei Heinrich Arnold II., Marktstraße 28. Bürste«, Besen M- int HalMkN reichste Auswahl. 8380 L. Koulermann HL, Bleichstraße 12. Die Sachen sub. 2 können vorher besichtigt werden. 8547 Geißler, Gerichtsvollzieher. Bekanntmachung. Der Bo rausch lug der Gemeinde Harbach für das 'Jahr 1904/1905 liegt vom 19. 91ovember 1903 an acht Lage laug auf dem Bürgermeisterei-Büreau dahier zur Einsicht der Interessenten offen. Harbach, den 16. November 1903. ZmWimus eigener Bereitung bei 8460 Emil Fischbach. Bekanntmachung. Die städtische Lastwage am Neustädtertor ist wieder hergestellt und in Benützung genommen. Gießerr, den 16. November 1903. 8572 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Kcsselbach für das Jahr 1904/05 liegt vom 20. November 1903 an atyt Tage lang auf dem Bürgermeisterei-Bureau dahier zur Einsicht der Interestentert offen. Keffelbach, den 16. November 1903. 8573 Großherzogliche Bürgermeisterei Kesselbach. Stein. Anthrae.-Enorm-Briketts Braunkohlen Tmeii-Hslz in großen und Retinen Quantitäten zu billigsten Tagespreisen. 7890 Chiffre-^Anzeigen für Penml-Getuehe , SteUen-Geeuche , An- end Verkaufte , FLnanulrungen sowie Annoncen jeder Art besorgt am besten und billigsten die älteste innoncen-Kxpedltlon BaasensteinaVoglerA.G. Frankfurt a. M. Zeil 48,1 Fernsprecher 468 Vertreter für Giessen:7,11 Gustav Wohlmuth. Schellfische jeden Donnerstag und Freitag eintreffend. 8059 L. Kalkhof Nächst. Bekanntmachung. Ans den Zinsen der Friedrich Heyer von Rosenfeld Ichen »Stiftung sollen am Todestag des Stifters — 21. Dezember — 67 Mk. 20 Pfg. an solche evangelische würdige Stadtarme verteilt -werden, welche selbst in Gießen geboren sind, und deren Ellern -und Großellern ebenfalls hier zur Welt kamen und daselbst das ^Bürgerrecht inne haben oder hatten. Anmeldungen zum Bezug ldiefer Zinsen sind auf dem Armenamt, Neuenbäue 25, bis Uim.30. November d. I. zu erstatten. Gießen, den 9. November 1903. 8535 Grotzherzoguwe Bürgermeisterei Gießen. Eurschmann. Äirchenplatz offeriert in nur prima Qualllät: XiLss-n. melierte Kohlen Aathrazitkohlea Koks Briketts Bekanntmachung. Aus der Stifllmg des Gemeinderatsmitalieds Louis Labroiffe jist im Januar L I. Brennmaterial an arme Familien xu vergeben. Bewerbungen werden auf dem Bureau des Armenamts, Reuen Baue Nr. 25, bis zmn 28. d. Mts. entgegen genommen. Gießen, den 17. November 1903. ' 8579 Großherzoglime Bürgermeisterei Gießen. J.V.: Eurschmann. Mittwoch h. 18.Nov.lW werden versteigert: 1) Nachm. 2 Uhr im Bieker'schen Saale: Sofas, Kommoden, Kleider- und Glasschränke, in größter Auswahl von den einfachste« bis zu den feinsten empfiehlt zu bekannt billigen Preisen J. Kaan jx* Kreuzplah 10. Wollene, halbwollene und baumwollene TTnterzeuge sowie Strümpfe, Socken, Fa«st- und f-rner StmägKwe («arße HL mrd K..) anerkannt beste Qualität, enrpfiehlt in Kroßer Auswahl zu billigsten Preisen 7860 Robert Stuhl, Keukiadl 23. 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Wir machen darauf aufmerksam, daß jeder Quittung eine Beikarte (nicht übertragbar) beigefügt wird, daß aber weitere Beikarten gegen Ausstellung des mitfolgenden -Bezugsscheines und gegen Entrichtung von 50 Pfg. pro Stück -gefordert werden könne«. Beikarten können nur für die Hausstandsmitglieder der engeren Familie verlangt werden und sind .nicht übertragbar. Mißbräuchliche Benutzung dieser Karten zieht zunächst den sofortigen Ausschluß aus dem Verein nach sich und wird gegebenen Falles gerichtlich verfolgt. Die Bezugsscheine und Eintrittsbeikarten sind beim Vereins- diener oder auch beim Vereinsrechner, Herrn August Kuhr, Schottstraße 10, erhältlich. Gießen, den 6. November 1903. 8441 Der Vorstand. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Bettenhausen für das Jahr 1904/1905 liegt vom 20. November 1903 an acht Tage lang auf oem Bürgermeisterei-Bureau dahier zur Einsicht der Inter- effenten offen. Bettenhausen, den 18. November 1903. 8568 Großherzogliche Bürgermeisterei Bettenhausen. Roth. Hammelfleisch Keule ä Piund 60 Pig., empfiehlt Julius Rosenbaum, Metzger. Kartoffeln prima magnum bonum sowie gelbe fleischige (Paulsens Juli), einen großen Posten Salatkartofseln empfiehlt 8552 J. Weisel Telephon 235. Sonnenstraße 6. sowie hh-Brolch in nur primä Qualität empfiehlt K. Wilh. Gengnagel ________Neustadt 45. 8508 Echter, indischer' Rohrzucker bei >8459s Emu Fischbach. Besen- und Bürstenwaren B2* ■ff? I L . Berli des Laij Heilung- müßigen 5 fiteren m den S*£; Tex ^il Kr- . . Der beim ?lgen an Geslau im ^!agt n>, C.N $ Militär I^essentl 7^ dvn . «r , di-1 Oanb[Ung t punkt °s c d ZUgenvern