Zweites Blatt 153. Jahrgang Samstag 17.JannarlS03 General-Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Eietzen a t Nr. 14 • rfftetnt täglich auUei Sonntag-. Dem Giehener Anzeiger werden tm Wechsel mit dem Kesflschen Landwitt btt Lietzener Familien* blätter viermal tn der Woche beigelegt -iolattonsdruck u. Verlag der Brüh l'schen Untoers.-Buch- u. Stein- brudetet (Prell ch Erben) Hebafnon, Erpedtttoa und Druderet: Schnlftratze 7. Cbrefie tür Develchenr Anzeiger Gießen. FrrnIprrchanIcliliißAr 51 verngspreis, Monatlich 7öPl^ viertel» jährlich ÜJd. 2-20, durch Abhole- u- HioetgfteQen monatlich 6o Pf.- durch diePost DU.2.— viertel* jährl. auSschl. Beslellg. Annahme von Anzeigen für die Tagesnuminer bi# vormittag« 10 Uhr. ßetlenprell; total 18 aolivdrtl 80 Pfg. Verantrvoelltchr für den poltl. u. allgem» teil. P Witiko: für .Stadt und l'anb" und .Gerichtesaal'; 6 u rt V lato; füi den An- zetaenteil. £>anfl Beck. JHt ycutige ^iummcr umfaßt 1« Seiten. Polilische Tagesschau. Der neue üstreichisch.uugurUq- «uigleiq entbütt nach dem Muster des deutschen einen Minimal- -oll für Getreide. Wie Ministerpräsident o. Szell am Freitag int ungarischen A-baeordnetenhause erklärte, ist im neuen östreich-ungartschen Zolltarif der Zoll für Weizen von 31/2 auf ?i/2 Kronen erhöht. Neben diesem Tarifzotl wurde ein Minimalzoll von 6,30 Kronen festgesetzt. Für Roggen ist statt 3,75 jetzt ein Satz von 7 und ein Minimalzoll von 5,80 Kronen eingesetzt, für Gerste statt 1,75 jetzt ein solcher von 4 und ein Minimalzoll von 2,80 Kronen. Für Hafer ist gegen den früheren Zollsatz von 1,70 jetzt ein solcher von 6 und ein Minunalzotl von 4,80 Kronen vorgesehen. Mais wird bisher mit 1,10 Kronen verzollt. Im neuen Taris ist ein Zoll von 4 und ein Minimalzoll von 2,80 Kronen in Ansatz gebracht. Tie Viehzölle sind folgendermaßen festgesetzt: Zoll für Ochsen 60 Kronen statt bisher 35, für Stiere 30 statt 9, für Kühe 30 statt 7, für Kälber 18 statt 9 und für Schweine ist der Zoll auf 12 und respektive 100 Kronen erhöht, je nachdem sie unter oder über 120 Kilogramm wiegen. Zum Vergleich führen wir an, daß nach dem neuen deutschen Zolltarifgesetz der M i n i m a l z 0 l l für R 0 g - gelt 5 Wit, für Weizen 5,50 Mk., für Malzgerste 4 Mk., für Hafer 5 Mk. beträgt. Nach dem ö str e i ch i s ch-n n g a r i- schen Zolltarif sollen in Mark umgerechnet die Minimalzölle festgesetzt werden für Roggen auf 4,84 ML, Weizen 5,37 Alk., Gerste 2,38 Mk., Hafer 4,09 ML Für Mais ist im deutschen Tarifgesetz kein Minimalzolt vorgesehen, und im Tarif der Zoll des Regierungsentwurfs von 4 auf 5 Mark erhöht worden. Der vstreichische Zolltarif sieht einen Minimalzoll für Mais in Höhe von 2,38 Mk. vor. Deutsches Deich. B e r ti n, 16. Jan. Tas K a i s e r p a a r empfing heute morgen den Prinzen und die Prinzessin Ma^ von Vaden unmittelbar nach ihrer Ankunft. Später hatte der Kaiser eine Besprechung im Auswärtigen Amt mit dem Staats- kekretär Freiherrn v. Richthosen. Zur Frühstückstafel waren die badischen Herrschaften geladen. Ter Kaiser hat heute mittag int königl. Schlösse den neueniamtten französischen Botschafter Bih ourd in Audienz empfangen und aus »essen Händen ein Schreiben des Präsidenten der französi- chen Republik entgegengenommen, durch das der Bot- chafter beglaubigt wird. Ter Audienz wohnte der StaatS- ekretär Frhr. v. Richthofen bei. — Generalkonsul Speck von Sternburg wird am Dienstag an Bord der „Auguste Viktoria" die Reise nach Newyork antreten und voraussichtlich vom Kaiser in Audienz empfangen werden. Baron v. Sternburg geht als „bevollmächtigter Gesandter in Spezialmisston" nach Washington, und dieser Ernennung wird fehl wahrscheinlich nach Erledigung gewisser Formalitäten diejenige zum Botschafter in einiger Zeit folgen. Hamburg, 16. Jan. Gegenüber der gestern vom Abgeordneten Grafen Kanitz im Reichstage gemachten Bemerkung, daß die Hamburg-Amerika- Li n i e für den Verkehr mit den Vereinigten Staaten Tampfer größeren Kalibers erbauen lasse, trotzdem viele Schisse untätig im Hafen lägen, wird den „Hamb. Nachr." von der Hamburg-Amerika-Linie auf Anfrage mitgeteilt, daß für die Gesellschaft nicht ein einziges Schiff für den Nordamerika ui sch en Verkehr int Bau ist. München, 16. ^aiu Gegenüber der gestern gebrachten Nachricht, ein Hotelbesitzer in Berchtesgaden sei Lur Rede gestellt worden, weil er bei der letzten Anwesenheit deS P r i n z r e g e n t e n daselbst neben einer einzigen bayerischen Flagge zivei deutsche Flaggen gehißt hatte, bemerkt die „Atlg. Ztg." im heutigen Abendblatt: Wir erkundigten uns in Berchtesgaden und München darüber und erhielten an maßgebender Stelle die Information, daß von dergleichen Vorgängen gar nichts bekannt sei. Ausland. Rom, 16. Jan. Tte M 0 n a r ch e n b e s u ch e für das Frühjahr sind nun nach offiziösen Mitteilungen, wenn nicht definitv festgesetzt, so doch mit mehr als großer Wahrscheinlichkeit bestimmt. Danach würde Kaiser Wilhelm am 11. Mai in Rom anfonimen und sich int ganzen bis gegen 20. Mai in Italien aushalten; er wird wahrscheinlich die Reise zur See machen und in Civitavecchia landen. Auch der Zar kommt zur See und trifft am 26. April in Rom ein, während er Anfang Mai Italien wieder verläßt Es kann dadurch die ganze Organisation für die öffentliche Sicherheit so geschaffen werben, daß sie während beider Kaiserbesuche in Kraft bleibt. Wien, 17. Jan. Im Abgeordnetenhause werden die radikal-tschechischen Tringlichkeitsanträge weiterberaten. Während der radikal-tschechischen Reden kam es zu wiederholten Zwischenfällen. Während Kubr den Dringlichkeitsantrag über die Arbeitslosigkeit begründete, protestierte der Alldeutsche Malik auf das Heftigste. Er rief Kubr zu: „Das ist unerhört, Arbeitslose so zu mißbrauchen, Sie ausgefressener Kerl, Hader lump, Bestie in Mensch en gestalt'" Der Alldeutsche Doetz ruft den Tschechisch-Radikalen zu: „Bagage!" Kus DluM 11116 gfliiö. Gießen, den 17. Januar 1903. ** Auszeichnungen. Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde von S. K. H. dem Großherzog den Mitgliedern der freiwilligen Feuerwehr zu Mainz, Johann Sickinger, Lorenz Franz Luf, Alexander Menz und Franz Beck daselbst verliehen. ** Personalien. Verliehen wurde am 16. Dezember v. I. dem seither widerruflich angestellten SlationSassistenten Albert Schubert die unkündbare Anstellung in der Hessisch- Preußischen Eisenbahngememschaft. ♦* "Ti a 9 Gr 0 ßh. Regierungsblatt Nr. 3, and* gegeben am 15. Januar b. I., enthält: Verordnung, betreffend die Ergänzung der Verordnung, die gerichtlichen Hinterlegungen 6etreffeni>, vom 19. August 1899. ** Aus das Gastspiel des Herrn Krause vom Kgl. Hoftheater zu Stuttgart, das am nächsten Mittwoch tm hiesigen Theaterverein stattfindet, sei nochmals im Interesse unseres Lesepublikums hingewiesen. Zur Ausführung gelangen zwei Erzeugnisse der jüngstdeutschen dramatischen Litteratur, „S)ie Lokalbahn, von Ludw. Thoma jvgl. unser heutiges Theater-Feuilleton) und „Herbst" von Walter Schmtdt- Häßler. ** Die Anlagemusik findet morgen in der Süd- anlage um 11.30 Uhr statt. Gespielt werden 1. Ouvertüre „Stradella", Flotow. 2. „Maritana^Walzer", Dollinger. 3. ,Loreley-Paraphrase", Netwadba. 4. „Finale a Aida", Verdi. ** Tie Landkrankenpflege des ev. Deka-« nates Gießen konnte mit Beginn des Jahres auf die ersten zehn Jahre ihres Bestehens zurückblicken. Aus diesem Grunde versammelten sich am. 14. d. M. im Anschluß an eine PfarrkonserenA Geistliche, Pfarrfrauen und die drei genannter Pflege angehörenden Schwestern zu einer kleinen Gedenkfeier im Cass Ebel. Herr Tekan Stra ck eröffnete die Feier und wies darauf hin, mit welchen Schwierigkeiten dies Werk barmherziger Liebe im Anfang zu kämpfen hatte, wie es sich aber besonders infolge des umsichtigen, zielbewußten Vorgehens 'einzelner für die Bevölkerung des Tekanats immer segensvoller entwickelt habe. Den beiden Dchwestertt, die seit Beginn der Landkrankenpflege tätig waren, Elisabeth Schäfer in Großen-Linden und Philip- pine Bück in Annerod wurden unter besonderer Anerkennung ihrer treuen Tienstleistuna prächtige Bilderbibeln überreicht. Mit einem Gebet des Leiters der Pflege wurde die Feier geschlossen. Tie Beteiligten blieben bei einem gemütlichen Kaffee noch längere Zeit vereint. Hungen, 16. Jan. Ta am 18. Januar die Jagd auf Hasen geschlossen wird, so halten viele Jagdpächter noch Treibjagden, um womöglich reichliche Beute zu madjen. Bei der gestern im Hungener Jagdbezirk abgehaltenen Treibjagd wurden ca. 70 Hasen geschossen. Im allgemeinen waren die Jagdresultate im letzten Jahre auf Hasen nicht besottders gut Offenbach, 16. Jan. In der gestern stattgehabten Sitzung der neugewählten Handelskammer wurden Geh. Kommerzienrat Weintraub und Kommerzienrat Gießener Ktadtthcaler. Die Schlierseer. In unser Stadttheater sind dieser Tage wieder einmal die Schlierseer eingezogen mit ihren Juchzern, ihren Schnadahüpfeln, ihrem Zitherspiel und Schuhplattlertanz. Obwohl, oder vielmehr gerade weil man bet diesen Bauern and Bäuerinnen, die hier ,a Komödi" spielen, nicht von Kunst sprechen kann, üben sie eine so starke Wirkung auf die Zuschauer aus. Keine Künstler, sind sie doch vom besten schauspielerischen Geiste beseelt. Mit ihren groben Volksstücke n bringen sie ein lustiges und buntes, und in zahlreichen Aeußerlichkeiten auch echtes bajuvarisches Alpenleben zur Darstellung; ein Hauch frischer kecker Gebirgsluft weht uns da an. Jeder gibt sich im großen und ganzen, wenn auch stark aufpoliert, aufgeputzt und aufgeschminkt, doch so ziemlich wie er ist, er spricht ungefähr, wie er im Leben sprechen würde, denn er ist ja auch das, oder nicht viel etwas anderes, was die ihm auf den Leib geschriebene Rolle ihm zu fein gebietet. Die Stücke, die diese Bauern spielen, haben ja auch viel von der Welt, in der die Schlierseer leben, darum ftnden sie den richtigen Ton für jede Szene. Am bellen gelingt ihnen das Heitere. Ta kommt die natürliche Munterkeit ihres Volkstums, ihr schlagfertiger Witz, ihre Laune, ihr Frohsinn am frischesten zum Vorschein. Aber auch die ernsten Stellen mißraten nicht. Nur huschen sie darüber schneller hinweg, man fühlt, daß ihnen dabei nicht vohl ist. Daran aber trägt in erster Lime der innere Unwert, die Hohlheit ihrer Stücke die Schuld. Das em- pftnden diese Leute sehr wohl. Die leb- und blutlose Sen- ‘imentalität ist ihnen offensichtlich selber zuwider und darum verweilen sie mit weit größerer Behaglichkeit bei Scherz und Lust, bei Schnadahüpfeln und Zitherschlagen. Das Schauspielerische an dieser Raturkunst beruht in dem vorzüglich ausgebildeten und ausgeglichenen Zusammenspiel aller Darsteller, daher die freundliche Wirkung des Ganzen. Für eine malerische Stellung und Bewegung der Bilder haben die Einpauker dieser Naturschauspieler einen sehr feinen Sinn. Besonders die Tanz- oder Raufszenen machen «'nem leicht zufriedenen Publikum viel Spaß. Dazu kommen die liebenswürdigen Leistungen der Schuhplattel- tänzer, Jodler und Sänger, sowie zwei Zitherspieler, um die Pausen in der Handlung der Bauernstücke angenehm auszufüllen. Aber wie gesagt, an ihren Stücken hapert's gar sehr, zumal an ihren Novitäten. „Das Glöckerl vom Birken st ein", das sie am ersten Tage hier aufführten, ist eine ganz wilde Sache. Das Ding mutet an wie ein dramatisierter Kolportageroman, der die Kapitel „Das Findelkind*, „Der hartherzige Gemeinde-Vorsteher", „Der böse Jager", „Das falsche Würfelspiel", „Tie gestohlene Brieftasche", „Schuldlos verdächtigt" und „Endlich vereint" hat. Es fehlt fast ganz der derbe Bauernhumor und die naive Fröhlichkeit, die sonst diesen Schöpfungen der Gebirgs-Dramatik ihren Reiz geben. Durch den unseligen Freiherrn von Stritzow, der alle Vorgänge mit schnodderigen Berliner Redensarten begleitet, wird die Geschichte vollends ungenießbar. Bezeichnend für den ganzen Stil des Stuckes ist der folgende schöne „hochdeutsche" Satz, den ein vornehmer Fremder zu sagen hat: „Erst ein unglücklicher Sturz mit bem Pferde, der ihn auf das Siechbett warf, öffnete ihm den Mund l" Im Verlaufe des ersten Abends wurde u. A. ein „Ratur"-Couplet gesungen; der Mann, der das verfaßt hat, ist nicht würdig dieser Erden und muß hingerichtel werden! .... Den „Herrgottschniher von 9(mmergau" haben wir auch beim letzten Schlierseer Gastspiel vor zwei Jahren zu sehen befommen. Dieses „Watschen"-Stück gibt wohl Gelegenheit, hier und da Temperament und wahres Gefühl zu zeigen, ellenlanger undramatischer Rührbrei aber macht es stellenweise unleidlich. Wie die Milch von mancher Kuh zusammenfließen muß, damit ein schmackhafter Käse daraus wird, so ist aus den bewährtesten Motiven von einem halben Schock Volksslücken im „Herrgottschnitzer" em in sich ziemlich abgerundetes Ding zusainmengestellt. Unter allen schablonenhaften Figuren des Stückes ist der Loisl, der „dalketa Gais- bua", die einzige, die ihre künstlerische Berechtigung hat: es ist der alte, nie zu vertreibende Hanswurst der ursprünglichen Posse in seiner alpinen Abart. Seme gute Darstellung sicherte den Erfolg des zweiten Abends. Im gleichfalls allbekannten, gestern zum VorkehrauS gebotenen „Jägerblut" gibt der große Komiker Laver Ter 0- f al noch immer den Dorfbader. Nur Dreher selber, der findige Entdecker der Schlierseer Bauernkunst, gibt den Dorf- Aeskulap vielleicht noch um ein Weniges drastischer und scheinbar noch echter dem Leben nachgeschaffen. Aber Tere^ fal hat eS seinem einstigen Herrn und Meister mit verblüffendem Scharfblick abgeguckt. Wem bei diesem Medizinmann nicht das heilige Lachen über das Zwerchfell hin fährt, der ist unheilbar. Seit 10 oder 12 Jahren ziehen die Schlierseer, abwechselnd mit den ihnen heimatlich benachbarten Tegernseern, im ganzen Land umher und ernten Beifall. Seitdem also find sie ihren heimatlichen Bergen und chren kunsllosen Beschäftigungen in der Heimat entfremdet. Immer kann ba3 doch nicht so weiter gehen. Das Publikum wird schließlich einmal auch die Schlierseer satt haben, an denen gar viele freilich immer noch Gefallen finden. WaS aber bann? Soll dieser Terofal wieder Schlachtergesell und diese anderen wieder Bauern, Tischler, Zimmerer re. werden? Ach nein, diese Leute haben sich recht erkleckliche Sümmchen durch ihr „Spülln" zurückgelegt, Terofal soll z. B. an der Riviera ober am Genfer See, jebenfalls an irgend einem gar schönen Orte eine Villa sich erworben haben, in der er während seiner Theaterferien herrlich und in Freuden lebt. Man sieht also, die bayerische Bauernkunst hat sich als ein recht stark milchendes weibliches Rindvieh erwiesen, da§ seine Eigner mit köstlichster Tafelbutter reichlich versorgt. Die von unS vor zwei Jahren ausgesprochenen Befürchtungen aber, baß ben Schlierseern und den diesen nacheifernden Tegernseern es auch die schon seit Jahren in ihrem Orte munter mimenden Kochel- seer, und diesen wieder die Walchenseer und Ehiemseer, die Ukleiseer und die Spirdingseer und endlich wohl gar unsere pechrabenschwarzen Landsleute vom Tsabsee in Kamerun ober vom Viktoria Nyansa-See in Deutschostafrika nachtun und uns ihre Natur und Kultur in „Originalvolksstücken" über kurz oder lang vorführen würden, hat sich glücklicherweise bisher immer noch als verfrüht erwiesen. -tt- Aus dem Theaterbureau wird unS heute mitge- teilt: „Nachdem die Schlierseer an drei Abenden so außerordentliche Erfolge errungen, haben sie sich auf Wunsch zu einem nochmaligen Gastspiel hier in Gießen entschlossen und für diesen vierten Abend das litterarisch Wertvollste ihres gesamten Repertoires vorgesehen. Dieses unwiderruflich letzte Gastspiel der Schlierseer bringt am Montag, den 19. bs. Mts., außer „Blauer Teufel" und „Er hat etwas vergessen", die berühmte Novität, „Die Medaille" von Dr. Ludwig Thoma. Vorbestellungen auf Billets zu der Montags-Vorstellung werden bereits Samstag und Sonntag von Herrn Ernst Ehallier entgegengenommen." Wir fügen hinzu, daß der Münchener Rechtsanwalt Tr. Thoma zugleich Ehefredakteur und satirischer HauSpoet deS „Sim- plizissimus" ist. Stroh zum ersten und -wetten PorsiHenLen einstimmig wiedergewählt. M a r b u r g, 16. Jan. Man schreibt der „Oberh. Ztg.": In Sachen der sogenannten Marburger SLudenten- unruhen von der Nacht des 15. T-ezember wird uns mitgeteilt, daß am 18. Dezember der Ausschuß der Studentenschaft eine Beschwerde gegen die hiesige Polizei an den Senat der Universität richtete. Am 20. Tezemder sind so- dunn auf Anregung des Rektors den Schutzleuten von maßgebender SLÄe neue Anweisungen erteilt worden, die dem akademischen Herkommen Rechnung tragen und insbesondere jede Fesselung der Studenten untersagen. Es darf angenommen werden, daß durch dies dankenswerte Entgegenkommen der Anlaß zu weiteren Reibungen für immer beseitigt ist. — Aus Niederklein wird gemeldet: Trotz eingehender gerichtlicher Untersuchung ist es nicht gelungen, die Ursache des jüngsten Großfeuers zu ergründen. Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In LanggönS brachte, wie man uns meldet, eine Frau Drillinge zur Welt. Eine andere Frau starb an den Folgen der Geburt von Zwillingen. — Aus Paris läßt sich der „Offenbacher Anzeiger"' vom 20. Dezember melden: „Fräulein d'Maza, deren Gebäck beschlagnahmt wurde, wird der Mitschuld an dem Diebstahl der Humberts beschuldigt". War vielleicht das Gestohlene in dem Gebäck des Fräulein d'Maza eingebacken gewesen? Daß sich die Humberts seinerzett selbst fortgestohlen haben, kann man fauni als „Diebstahl der Humberts" bezeichnen, meint der „Ulk". Vermischtes. * Wied er ein Zweikampf mit tödlichem Ausgange! Das Duell, von dem wir in unserer heutigen Morgenausgabe kurze Mttteilung brachten, fand der „Derl. Ztg." zufolge zwischen zwei Offizieren der Potsdamer Garnison statt, dem Hauptmann von L e i b z i g e r vom 1. Garde-Regiment zu Fuß und einem jüngeren Offizier des Gardejägcrbatarllons. Nach dem genannten Blatte wurde der Jägeroffizier durch einen Schuß in den Kopf getötet. Hauptmann v. Leibziger nahm den getöteten Gegner in seinen Wagen und fuhr mit ihm zu dem Mttitärlazarett in der Scharnhoststraße. Dem Duell wohnten im ganzen zwölf Offiziere bei. — Ter Leichenfund in der Jungfernheide ist nunmehr aufgeklärt. Es handelt sich um die 22 jährige M art ha Kersten, die mit dem 35 Jahre alten Kaufmann Hugo Nöcher ein Liebesverhältnis unterhalten hatte. Letzterer erschien vor einigen Tagen in einem hiesigen Krankenhaus mit zwei Schußwunden am Kopfe. Seinen Erzählungen von einer Liebestragödie schenkte man keinen Glauben, weil man ihn für irrsinnig hielt. Bei seiner ersten Vernehmung behauptete er, daß das Mädchen zuerst auf ihn geschossen habe. * Posthumes Expe rtenurteil über die Affäre d e r s ä chsi s ch e n Kro n v r in ze s s i n. Inder in- und ausländischen Presse wird darauf hingewiesen, in welch verblüssendem Maße eine Stelle aus dem berühmten Werke des verstorbenen Psychiaters Prof. v. Krafft- Ebing , - „Psychopathin sexualis" auf den Fall der Kronprinzessin voll Sachsen zuzutreffen scheine. Die Stelle lautet wörtlich, wie folgt: „Als eine eigene Art von Hyperacsthesia sexualis lassen sich Fälle der weiblichen Individuen o.> zeichnen, in denen ein stürmisches Verlangen zum Verkehr mit bestimmten Männern sich einstellt und gebieterisch Befriedigung verlangt, Unglückliche Liebe zu einem anderen Manne mag bei. . . Ehesrauen von Temperament ja ost genug vorkommen, aber sie wird beim unbelasteten Weib zu Gunsten ethischer Hemmungsvorstetlungen in der Regel beherrscht werden. Anders ist es in vathologischen Fällen, das heißt auf degenerativer psychischer Grundlage. Tas krankhafte Bedürfilis ist ein derart mächtiges, daß alle Rücksichten auf Scham, Sitte, weibliche Ehre ihm gegenüber zurücktreten und schamlos, selbst dem Ehemalin gegenüber, jenes bekannt wird, während ein normales, moralisch voll- sinniges Weib das Geheimnis zu verbergen weiß. Die pathologische Liebe von Ehefrauen zu anderen Männern ist eine noch sehr der wissenschaftlichen Klärung bedürsttge Erscheinung im Gebiete der Psychopalhia sexualis. In allen von mir beobachteten Fällen, handelte es sich um schwer belastete, entartete Persönlichkeiten, Ter krankhafte Zustand erscheint anfallsweise, immer scharf geschieden von der relativ gesunden Lebenszeit. Nie fehlt im gefunden Zu' md tiefe Neue über das iBorgefatlene, das jedoch mehr über weniger als ein unvermeidliches ^Verhängnis und Unglück empfunden wird. Für die Tauer des krankhaften Zustandes besteht völlige Gleichgiltigkeit gegen Mann und Kinder, selbst bis zur Ab. eigung gegen den ersteren, dabei völlige Eiu- sichtslosigkeck für die Bedeutung und Folgen des skandalösen, weibliche und familiäre Ehre und Würde preis- gebenden Benehmens. Gegenüber der nicht psychopathischen gewöhnlichen Messaline erscheint hier bemerkenswert, daß die Entgleisung nur eine Episode im Leben einer sonst honetten Frau, das illegittnn Verhältnis ein streng monogamisches ist. . . In der Mehrzahl der Fälle steht das grob-sinnliche Moment überhaupt nicht im Vordergrund, und ist das treibende Moment zum cchelischen Treubruch ein fetischartiger Zauber, den seelische Eigenschaften des andern bewirken. Bisweilen kommt es in solchen Fällen zu absoluter Hörigkeit (Masochismus), das heißt zu einer höchst auffallenden Abhängigkeit eines Individuums von einem_ andern des entgegengesetzten Geschlechts bis zum Verlust jedes selbständigen Willens, einer Abhängigkeit, die den beherrschten Teil zu Handlungen und Deutungen zwingt, die schwere Opfer am eigenen Interesse bedeuten und ost genug gegen Sitte und Gesetz verstoßen." — Nach einer Meldung aus Genf bestätigte übrigens der Advokat Lachenal einem Korrespondenten der „Tri so. N. N.", daß über die gepflogenen stonferenzen strengstes Stillschweigen bewahrt werde., Ein Exemplar des Protokolls befindet sich wayr- scheinlich schon jetzt in den Händen des Kronprinzen. Auf oie Frage, ob die Kronprinzessin auf der Scheidung bestehe, erwiderte Lachcnal, daß die Scheidung vielleicht am 28. d. M. vor dem besonderen Gericht in Dresden beantr a g t werden würde. Aus die wettere Frage, ob die Kronprinzessin unter gegebenen Verhältnissen von Giron lassen würde, gab Lachenal eine ausweichende Antwort. — Entgegen anderer Meldung kann die schweizerische Te- peschenagentur versichern, daß bisher eine enb giftige Abm achun g zwischen den Vertretern deS Kronprinzen und der Kronprrntzessin von Sachsen nicht vereinbart worden ist. Die weiteren Verhandlungen werden auf schriftlichem Wege geführt. Kunst und Wissenschaft —- £)ie soeben erschienene Nr. 20 der bekannten Frankfurter Halbmonatsschrift „Tas freie Wort' enthält zwei überaus interessante Aussätze, „Frauenrecht und Fürstenehe", von Ludwig Fuld, und „Zum Verständnis von Monna Vanna" von Heinrich Meyer- Benfey. Paris, 16. Jan. Dr. C h a r c o t, ein Sohn des bekannten Professors bereitet gegenwärtig eine Expedition nach d e m Nordpol, besonders nach dem St Jojefsgebiete vor. Die Abreise soll im Mai auf einem Zweimaster von 400 Tonnen Gehalt, welcher z. Z. im Bau begriffen ist, erfolgen. Tas ist die erste seit 1833 nach dieser Gegend unternommene französische Expedition. Gisenlialin-Zcitung. Butzbach, 16. Jan. Auf Veranlassung des preußischen Eisen- bahnminislers ftnden gegenwärtig Ermittelungen über allenfalls in Aussicht stehenden Güter- und Personenverkehr statt, wegen Er- bauimg einer Eisenbahn von Albshausen durch das Solmsbachtal nach Butzbach und zwar in allen Orten, welche von der Eisenbahnlinie Albshausen-SolmSbachtal-Butzbach ein Kilometer entfernt sind. Die Ermittelungen sollen so beschleunigt iverdeu, daß das betreffende Material bereits bis 25. d. Nits, in den Händen der Behörden ist. Kandel und Uerliestr. Volliüwiilfchast. Berlin, 16. Jan. Ter Kurs der heute zum ersten Male gehandelten 4proz. Helsingforser Stadtan leihe stellte sich aus 99 Prozent. — Bayerische Bankaktien. Die abgestempelten Aktien im Betrage von 9 Millionen Mark sind zum Handel an der Berliner Börse zugelassen und werden demnächst in den Verkehr gebracht werden. — Wurzener Dank. Der AufsichtSrat setzte die Dividende wie i. V. auf 9 Proz. test. — Dortmunder Viktoria-Brauerei A.-Ä. In der gestrigen Generalversammlung waren 1720 Stimmen mit 860 000 Alk. Aktienkapital vertreten. Die sofort zahlbare Dividende wurde auf 8 Proz. (i. V. 12 Proz.) festgesetzt. — Dio Hamburg-Amerikanische Paketfahrt A.-G. wird für das nbgelnufene Geschäftsjahr voraussichtlich eine Dividende von 4 /, Proz. verteilen — Brauuschivcigcr 20-Thaler-Lose. Tie nächste Ziehung findet am 2. Februar natt. Kohlen. Es notieren: Ruhr-Fettnuß Körnung I und II Mk. 195—200; Nußjchniiedelohlen Mk. 165—175; Tonische Anlhracil Nußkohlen Dif. 320—325; Englische Anthracit-Nußkohlen 400 bis 410; Nuhrflanimnuß Körnung I und II Mk. 180—190; Ruhr- flammnußkohlen 111 Mk. 165—175; Fettjchrot Alk. 135—140; Ruhr Bruchkoks Alk. 225—235; Aussiebgries Alt. 115—120 Alles pro 10 Tonnen ob Mannheim. Ter erneute Witterungsumschlag gab bereits Anlaß zu stärkeren Ve.rsügungen, sodaß die Situation gegen die Vorwoche wesentlich fester ist. Märkte. Gießen, 17.Jan. Marktbericht. Aus dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butterpr.Pfd. 0,75—0,90 Alk., Hühnereier 1 St. 8—10 Pfg., 2 Stck. 00—00 Pfg., Gällseeier 00—00 Psg., Enteneier O—OPsg., Käse pr.Stck. 5—8 Pf., Kasematte 2 Stck. 5—6 Pfg., Erbsen pr.Liter 21 Pfg., Linsen pr. Liter 32 Pfg., Tauben pr.Paar 0,70—1,00Mk., Hühner pr. St. 1,00—1,40 Mk., Hahnen pr. Stück 0,80—2,50 Mk., Enten pr. Stück 2,00—2,50 Alk., Gänse pr. Psd. 55—64 Psg., Ochsensleisch pr. Pfund 16—76 Psg., Kuh- und Rindsleisch pr. Pfund 60—64 Psg., Schweinefleisch pr. Psund 70—80 Psg., Lchweineiieisch, gesalzen, pr. Pfund 84 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 68—72 Psg., Hammelfleisch pr. Pfund 50—70 Psg., Kartoffeln pr. 100 Kgr. 6,00—0,00 Mk., Weißkraut per Stück 00—00 Psg., Zwiebeln pr. Zentner 4,50—5,50 Alk., 'Utilcl) per Liter 18 Psg. Aepsel per Psd. 0—00 Psg., in Körben 00—00 Psg. Trauben ou—00 Pfg. Tie Marktzeit dauert von morgens 8 Uhr bis nachmittags 2 Uhr. Gegenstände des Wochenmart tvettehrs dürfen vorZBegmn der Marktzeit überhaupt nicht und während der ersten drei Stunden der Marltzeit nur auf den dafür bestimmten und angewiesenen Verkaussplätzen, also auch nicht im Umherziehen, seilgeboien werden. §>ubmi|ßth 5-jiaatiöer. 23. Januar. Butzbach, Kirchenvorstand, Ausführung der erforderlichen Bauarbeiien zur Wiederherstellung der St. Markus- kirche in Butzbach. Bedingungen liegen bei Herrn Bauführer Schatte hier zur Einsicht auf. 24. Januar. Alsfeld. Großh. Hochbanamt, Ausführung der Arbeiten und Lieferungen zur Erbauung einer Forstwartwohmmg in Herchenhain. Bedingungen gegen Erstattung der Selbstkosten. ^nrlkalkn öcr Acüüliiuui. (Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.) L. Kr. Sie haben ganz recht, der Jugend eine solche wohlwollende Warnung angedeihen zu laßen. Um aber nicht unnötiges Aussehen mit Ihrem „Eingesandt" zu erregen, haben wir Ihre freundliche Zuschrift direkt an seine Adresse gelangen lassen. Familien Wchrichtni. Verlobte. Clothikde Marcus in Gießen und Levi Katzenstein in Hamburg. r e» klart 17. Januar 3. 37a°/0 Reichnanlelhe . . 102.85 3% do. ... 91.55 3Vt% Konsuls .... 102.65 ö% do .... 91.60 B‘/2% Hessen .... 101.15 3 % Oberhessen . . . 100 50 4X Oesterr. Go^drente . 103.25 41 8% Oesterr. Hiberrente 101.50 4-6 Vn^ar. Goldrente . . 101.85 4Italien. Rente . . . 103.55 4' ,56 Portugiesi n . . . 50.30 °/ rortogiesi n. .... 31.30 1 % C. Türken .... — .— Türkenlose ..... —.— 4% Griech. Monopol - Anl. 44.90 41 , % äussere Argentiner — fi-7o Mexikaner . , 24.95 41/g /, Chinesen . . . 91.90 Eh ctric. bot uckert . . . 77.50 Nordd Lloyd . . . . 97.30 Kreditaktien . ... 218.— Üiskonto-Kommondit. . 193.— Darmstadt r Bank . . . 136.70 Ureaa- cer Bank .... 147.99 ßer iner Bande.sgee. . . 159 70 Oesterr Staatsbahn . . , 148.50 Lombarden .... 16.50 tiuttnar bahn . . . . 182.40 Laura.>ütte 215.75 Bochum 181.50 Harpener 176.40 l enden?: schwächer Neueste Mewmuleu. Lriginaldrahtmelduttgcn des Gießener Anzeigers. Berlin, 17. Jan. Die „Kreuzztg." veröffentlicht eine Erklärung der konservativen Parteileitung, m welcher die Ueberzcugung ausgesprochen wird, daß wenn auch die Stellungnahme der Partei zu dem Zolltarif nicht einheitlich gewesen sei, doch die Vertreter beider Richtungen das Wohl der Landwirtschaft im Auge hatten. Die Mitglieder der Partei im Lande sollten daher in ihrem Vertrauen zu der Parteileitung nicht wankend werden und die im Bunde organisierte Landwirtschaft sich ebenfalls nicht beirren lasten und Angriffe vermeiden. Die Patteileitung erwartet demgemäß Ablehnung der Handelsverträge durch die Pattei, falls sie nicht das notwendige Maß des Schutzes der Landwirt- schast bieten. — Frhr. v. Wangenheim ttchtete an den Vorsitzenden der konservativen Reichstagsfraktion, Frhr. v. Norma n ein Schreiben, in welchem er erklärt, daß eS ihm ferngelegen habe, den guten Glauben der für den Zolltattf stimmenden Patteimitglieder zu bestreiten und hofft, daß weiter ein gutes Einvernehmen zwischen dem Bunde der Landwirte und der konservativen Parteileitung bestehe. Berlin, 17. Januar. Der bishettge Kommandeur der Kameruner Schutztruppe, Oberst Pavel (früher in Gießen) wird nach einer militärischen Meldung von seinem Urlaub aus nicht mehr nach Afrika zurückkehren, sondern wieder in das Reichsheer eintreten. Könitz, 17. Januar. Sämtliche Israeliten der Stadt stellten gegen Ahlwardt wegen Beleidigung in einet- im Oktober v. Js. zu Berlin gehaltenen Rede Straf- antra g. Dresden, 17. Jan. An Stelle GironS wurde zum Untererzieher der Söhne des Kronprinzen der Leutnant im Gardereiter-Regt. Frhr. v. Humbrecht-Alt ernannt. Frankenthal, 17. Januar. Der 34 Jahre Kutscher Jean Fischer aus Neustadt a. d. Hardt, der das Eisenbahnunglück vom 15. Mai v. IS. bei Speyer verschuldete, wobei o HochzeitSgäste, Insassen eines Jagdwagens, tot blieben, wurde von der hiesigen Strafkammer zu einem Monat Gefängnis verurteilt. Rom, 17. Jan. Am Sorno-Fluste unweit von Pompeji wurden Spuren einer anderen vom Vesuv verschütteten Stadt entdeckt, die mehrere Jahrhundette vor Pompeji unterging. Ausgrabungen sind angeordnet. Petersburg, 16. Jan. Beim Gala-Diner im Winter-Palais zu Ehren des deutschen Kronprinzen brachte der Za r in französischer Sprache folgenden Trink- spruch aus: Erfreut, Sie unter uns zu sehen und Ihnen für Ihren liebenswürdigen Besuch dankend, trinke ich auf das Wohl Ihrer erhabenen Eltern, Ihrer Majestäten des Kaisers und der Kaiserin und Euerer kaiserl. und königl. Hoheit. ^b'olksverstchcrung. Es bestanden an Dolksversicherungen ultimo 1901 in England 20 Millionen Po Uzen mit 3900 Millionen 'Dlart Versicherungssumme, in Amerika 12 Millionen Polizcn über 6560 Millionen Mark, dagegen in Deutschland erst 4 'Millionen Polizen über 750 Millionen Mark. In England kommt auf jede zweite Person, m Deutschland auf jede vierzehnte Person eine VolkS-Pokize. Tie Aufnahme ohne Umersnchung und die wöchentliche Beitragszahlung sind für die Entwickelung der Volksvcrsicherung am folgenreichsten. Ter „Friedrich Wilhelm" begann damit im Jahre 1882. Ultimo 1891 waren in Deutschland so 137 Millionen Mark versichert. 1892 führte die „Viktoria" die Volksversicherung ein und zwar zum ersten male unter diesem Namen, den sie neu prägte. Schon im Jahre 1895 hatte sie den „Friedrich Wilhelm" überholt und von demselben Jahr ab erzielte sie in jedem Jahr einen größeren Neinzuwachs m der Volksversicherung allein als jede andere Gesellschaft unseres Kontinents in der Lebensversicherung überhaupt. Im Jahre 1901 hatte sie schon in der Volksversicherung eine größere Prämien- Emiiahme, als jede andere deutsche Gesellschaft im direkten Geschäft, welche Versicherungszweige sie auch betreiben möge, eine Lat ache, die am allerbesten die Bedeutung illustriert, welche die Volksversicherung auch in Deutschland schon erlangt hat. Nur die sechs größten deutschen Lebensversichenmgs-Geselljchasten, die „Viktoria" selbst eingeschloffen, haben in der Lebensversicherung noch emen größeren Bestand als die „Viktoria" in der Volksversicherung. Jede Neiterung hat Widerstände zu überromben, aber was wirklich gut ist, bringt immer burch. Die Volksversicherung hat die Probe bestanden, der Erfolg beweist bies. o75 LE" Verlobte dL verlangen von der Darmstädter Möbel-Fabrik, Darmstadt, Offerte nebst Katalog unb Preisliste. Bedeutenbiies und großes Einrichtungshaus Mittel- und Süddeutschlands für alle Stande. 160 'stinnier-Einrichtungen wohmmgsicrtig, emschlievlich Küche, Lcheuswürdigkett 1. Ranges. Spezialität: Brautausstattungen tn jedem Genre und Preis. Konkurrenzlos m Auswahl, Form, Gediegenheit und Preis. __________________________^4 I Warnung vor Fälschung 1 in püien noch, in Pulvuvform noou mit Kakao ■ WC (KM. gemischt, sondern , mir ,n Flaschen mit eingrprägtem Namen ist Dr I lälll yaeniaiotren echt. 5410 D Blkannrmuaiuttg. Bei der in der gestrigen Sitzung der Stadtverordneten-Versamm- [ung vorgenommenen planmäßigen Verlosung der am 15. Mai 1903 zur Rückzahlung kommenden Schuldverschreibungen der Anlehen der Stadt Gießen vom Jahre 1896 unb 1897 sind folgende Stücke gezogen worden: a. vom 1896er Auleheu. Lit Q. Nr. 64, 76, 155, 159, 201, 222 a 100 Mk. K 50, 51, 91, 209, 228, 242, 319 ä 200 Mk. " 8. 83, 256, 366, 410, 455, 495, 542, 595, 606, 627, 658, " 663, 664, 682 ü 500 'Mk. T 34, 119, 126, 162, 288, 327, 338, 345, 385, 409, 450, " 524, 537, 558, 750 ä 1000 Mk. U. , 42, 109, 128, 191, 287, 299 a 2000 Mk. b. vom 1897er Anlehcn. , V. „ 11, 15, 77, 191 k 100 'Mk. * W. „ 22, 64, 142 A 200 Alk. X. „ 34, 44, 113, 159, 257, 275, 291, 294 ä 500 Mk. Y. „ 8, 91, 119, 301, 312, 368, 373, 384, 449 ä. 1000 Mk. Z. „ 51, 87, 128 ä 2000 Mk. E§ wird dies nut dem Anfügen zur Kenntnis der Besitzer dieser Schuldverschreibungen gebracht, daß die Einlösung derselben bei der Stadttasse Gießen, „ „ Mitteldeutschen Kreditbank m Frankfurt a. M. unb „ „ Deutschen Genossenschaftsbank tn Frankfurt a. Di. erfolgen kann, sowie baß die Verzstisung mit dem 15. Mat 1903 aushört. Gießen, am 16. Januar 1903. Großyerzogitcve Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Grösstes Magazin für feine - Gebrauchs- und 31% Luxus waren C V« A.WL. Seltersweg und Plockstrasse. Hoflieferant Komplette Spebeservice Kaffee- u.Tbeeueschirre Grosse Auswahl [tu*1 in Weisse Porzellangeschirre für d. tägl. Gebrauch in bester Qualität billigst. Waschgarnituren. Komplette einfache u. ffeine | Garnituren l 11 /llv Q Einzelne J 4 HhD1 Wein-, llier- xJr u.Wassergläser Kompot- nnd Dessert- Service in Pressglas, Cristall geschl. u. Fayence, moderne Decors Küchengarnituren. Nickeiwaren. Ofenschirme und -Vorsetzer Kohlenkasten g * Pelltepplcbe FinsBücke u. Wärmflaschen. Ste^ ,yor$e*,#f .Mcb#8' 1001 i iw 'in unb Mar zum ersten male prägte, &d)on im Zahn 1896 MrrM unb von bemjelben einen größeren WeinjuiMfy ehe anbete töejellldjait unjere$ überhaupt. Mg eine . ÖeieQIchaH im birdttn Le- । auch beneiden tW, eine iuiuna Lchnnl, weiche die b ichon erlangt Hal. Mr die n der Lebensversicherung noch ori«- m L«d.n,-b--wK, ^ollLversicherung hat die Prob, •>’ «W'L*-! d,rL'°dw-"-d»-> M M t -lvlehe«. “»»Jtf ■«*62,16$ „ »»W«- *W * „„d«.®'£ ss>* * «ÄftthBafrrit, Darmstadt, ’ «-m-ndjm und g* emjchtieütlch Küche. lllflS- öraulausftatmngen „rfOT. °°°" ■“ A I .. nf Bommel^ I em Namen ----"TuijI 'LKir “9e durch ,S. ,8 WÄH Anheim rirfti btt Mt V 'kta, £Mnt unb fjolltari1 •'‘«tuns b-kh, bet&l"b- LUrr- L,Zvr We|* )tc?e ®iron§ wurde »um SÄJ5‘ m“äs. «Ä?**** XV ä ltw i(t 1 ^skamiiler zu einem ''Flusse unweit von Pom- vom Vesuv verschüt, mehrere Jahrhunderte vor 11 sind angeordnet, «eint Gala.Diner im ^lschen Kronprinzen Spruche folgenden Trint- s zu sehen und Ihnen für ikend, trinke ich auf das rcr Majestäten des Kaisers :rl. und königl. Hoheit. hmliig. nnfien ultimo 1901 in England men ’l'lart PersicherungSjuinme, -der 6560 Äonen 'Hart, baren Polizm übetlbO 'Millionen >e zweite Pechn, in Teuhchlanb ^s-Polrze. Tie Wnchme ohne e Beitragszadlunz sind litt die am iolgenreid)iien. Ter ^rieb- jähre 1882. Ultimo 1891 waren ilarf versichert. 1892 führte die Auf vielseitigen Wunsch unserer geehrten Kundschaft haben wir uns sämtliche w Nurzwaren und Besatzartikel -w neu zugclegt. Durch bcbciltcilbc 93ct(|tÖ^CtUllß unjetet Sofnlitätctl können wir darin eine große Auswahl in bfftbclvährtcn Fabrikaten zu allcrbilligsten Tagespreisen bieten. W* Wir bitten um Beachtung unserer 4 Schaufenster. "WE 699 Mwkwiraiie Ä. Fangmann. Inh.: Lina Fangmann Wwe. und Ot o Fangmann. ^rkiuuUiiiudjiuig. In der Zeit vom 10. bis 17. Januar 1903 wurden in hiesiger Stadt gefunden: 1 goldener Manschettenknopf, 1 silberner Ring, 1 silbernes Kettenarmband und 1 Damengürtel; verloren: 1 goldene Brosche und ein kleiner goldener Bleistifthalter. Entlaufen ist: 1 schwarzer Spitzhund. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 17. Jannar 1903. Großherzogin, c - po Uz er amt Gießen. _____________________Hechler._________»___________ Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Lich für das Jahr 1903/4 liegt vom 19. Januar d. Js. an acht Tage lang auf dem Bürgermeisterei-Bureau zur Einsicht der Interessenten offen. 607 Lich, den 17. Januar 1903. Großh. Bürgermeisterei Lich. Heller. Vergebung non Arbeite» Ullb Liesernngen für die PrmnMl-LichmsM zu (Sießen. Für die Provinzial - Siechenaustalt in Gießen sollen die Machverzeichneten Gegenstände im Wege schriftlichen Angebots vergeben werden: 1. Schreinerarbeiten, umfassend: 60 Tische, 26 Bänke, 27 Schränke, 2 Aufsatzpulte, 610 Stühle, 14 Hocker, 2 Küchenstühle, 19 Spiegel, 6 Bettstellen, 86 Kleiderbehälter, 11 Gestelle, 1 Bügel- nebst Aermelbrett, 2 Ablauibretter, 1 Diesserputzkasten, 10 Austragbretter, 1 Hackklotz, 18 Lattenroste, 1 Treppchen und 2 Pritschen. 2. Schlosserarbeiteu, «ms affend: 35,00 lsdm. Handtuchhakem 3. Emaillewaren, Kücheneinrichtungen, Speisegeschirre n. dergl. amsassend: 26 Spucknäpfe, 250 Nachttöpfe, 15 Waschgestelle verschiedener Art, Schüsseln, Seihen, Löffel, Kaffeekannen, Servier- bretler, Kehrichtschaufeln rc., 12 Wasfereimer, 6 Gießkannen, 21 Ttzd. Teller, 21 Dtzd. Trinkbecher, Wassergefäße, Trichter, Durchschläger, Bräter, Kochlöffel, Fleischmesser. Spalter, Knochensäge, Bratpfannen, Wellhölzer, Gemüsehobel, Handbeile, Ascheeimer rc., 1 Brodschneid-, 1 Bohnenschneid-, 1 Fleischhack- und eine Reibemaschine, 1 Gewürz- u. 1 Kaffeemühle, 1 Flajchen- aestell, 12 Putzeimer, 23 Dtzd. Messer, 23 Ttzd. Gabeln, 23 Dtzd. Lössel, 4 Dtzd. Steingutteller, 2 Tafelwaagen, 40 Speisetragkannen, 1 Kaselte, 2 Petroleumkocher, Kehr- und Handbesen rc., 21 Körbe, 40 Wichsgeschirre, 40 Kleiderbürsten und 5 Dutzend Schrubber. Offerten sind versiegelt und mit der Aufschrift „Angebot auf Lieferungen für die Provinzial-Siechenanstalt" versehen, soweit nötig unter Betschluß von Mustern, bis zum 31. Januar l. Js., vormittags 10 Uhr, lm Regierungsgebäude zu Gießen, Zimmer Nr. 20, einzureichen, um welche Zelt die Eröffnung der Offerten erfolgt, der die Submittenten anivohnen können. Die Voranschläge und Zeichnungen der zu liefernden Gegenstände, sowie die Lieferungsbedingungen liegen in obengenanntem Zimmer, in den üblichen Büreaustunden zur Einsicht der Interessenten offen. Gießen, am 16. Januar 1903. Der Provtnzial-AuSfchntz der Provinz Oberhessen. JDr. Breidert. 601 AM Marie Riehm Theodor Gerhard 8 88 Steinbach 0237 9 l Verlobte. Staufenherg Januar 1903. Turnverein. Mittwoch, den 21. Januar, abends 8-/2 Uhr Generalversammlung in der Turnhalle. Tagesordnung: 1) Bericht, 2) Entlastung des Rechners, 3) Ersatzwahl des Vorstandes, 4) Verschiedenes. Der Vorstand- Submission. Für unsere Klinik soll die Lieferung von Weißzeug und Kleidungsstücken auf dem Wege der öffentlichen Submission vergeben werden. Die Bedingungen liegen nachmittags von 3—5 Uhr auf dem Verwaltungsbüreau offen. Angebote, versiegelt und mit der Aufschrift: »Angebot auf Weißzeuglieferung* versehen, sind mit den Mustern biß zum 31. d. Mts., vormittags 11 Uhr, an welchem Zeitpunkte die Eröffnung der Angebote stattsinden wird, auf dem Verwaltungsbureau abzugeben. Die Zuschlagsfrist beträgt 14 Tage. Gießen, 17. Januar 1903. Gr. Direktion der chirurgischen Universitäts-Klinik. Poppert. 617 Hostverstcigerung Dienstag, d. 20. d. M. werden aus den Abt.: Tempel 13b und Dörnergrund 46a versteigert: 593 Fichtenstämme von 13 bis 34 ciu Durchmesser, 11 bis 20 m Länge mit 217,95 km, 1222 Fichten-Derbstangen von 7 bis 12 cm Durchmesser mit 97,73 km, 180 Fichten-Reis- stangen mit 2,43 tm. Nadel: 10 rm Scheiter, 11 rrn Knüppel, 3640 Wellen, 126,8 rm Stöcke. Weichholz: 720 Wellen. Zusammenkunft morgens 9 Uhr auf der Kreisstraße Gießen-Hausen am Watzen- bornerweg bei den Eisteichen. Nähere Auskunft erteilt Großh. Forstwart-Aspirant Stauth zu Hausen. Gießen, den 3. Jan. 1903. Gr. Oberförsterei Schiffenberg. Heyer. 574 Holjversteigerung Mittwoch, den 21. Januar d. Js. sollen im Steinbacher Gcmeindewald Distr. Helgenwald versteigert werden: 4 Eichenstämme von 0,80 fm Inhalt, 106 Kiefern, u. Fichtenstämme bis 12 m Länge, 13 bis 36 cm Durchmesser, 38 fm Inhalt, 144 Terbholzstangen, 10,36 tm Inhalt, 2 Buchen-Knüppel 300 „ Reisholzwellen 126 Kiefern- und Fichten- Knüppel und 18 m von 3f/a m Länge, 1700 Kiefern-Wellen, 32 , Stöcke. Der Anfang mit dem Bau- und Nutzholz beginnt morgens 10 Uhr. hinter dem Helgenwald zunächst der Lehmkaute und der Anfang mit dem Brandholz nachmittags 1 Uhr. Steinbach, am 18. Jan. 1903. Gr. Bürgermeisterei Steinbach. Krämer. 575 Stöbt. Schlachthaus. Freibank. Heute und Montag: 464 KuhSnsch 5Z iifg. Huljvcrstcigerung Donnerstag, den 22. Januar 1903, von vormittags 9*/B Uhr an, soll im Annc- röder Gemeindewald in Abt. 12 nachverzeichnetes Holz versteigert werden: A. Bau- und Werkholz. 21 Eichenstämme, 31 bis 53 cm Durchmesser, 4 bis 11 in Länge, 22,04 fin haltend, dabei 14 fm Schnittholz, 1 Fichtenstamm, 0,25 fm haltend. B. Brennholz. 10 rm Eichenscheitholz, 130 , Buchenknüppel, 12 , Eichen „ 6350 Buchenwellen / größtenteils 1400 Eichenwellen s Durchforstg 250 Nadelwellen, 39 rm Buchenstöcke, 14 „ Eichenstöcke. Die Zusammenkunft ist am Oppenröder Weg am Altenberg. Annerod, am 16. Jan. 1903. Gr. Bürgermeisterei Annerod. Horn. 614 Hostversteigerung m ßräflidjtr ©brrfärßrni Laubach: Montag, 26. Januar d. I. bei Freienseen 1. im Kreuzseenerberg: 650 rm Buchen-Lcheiter, 180 rm -Prügel, 70 rm -Stöcke, 230 rm -Reiser; 2. aus Jmsenhau: 30rm Kirsch- bäum», Aspen- rc. Prügel, 9 rm Buchen»Reiserprügcl, 540 rm Buchen - Stamm - reifer (Schichten); Kohlreiser und Lesholz flächenweise; 4 Kirschbaum- und Bickenstämme — 1,06 cbm. Zusammenkunft norm. 91, Uhr bei der Löbsacksmühle (Freienseen). Das Holz unter 9ir.2 kommt gegen 2 Uhr nachm. auf der Schreinersmühle zum Ausgebot. 594 Laubach, 14. Januar 1903. ______Gräfliche Oberförsterei. Rutzholzverkaus in den Waldungen bei Nordeck am Donnerstag, d. 22. Januar vormittags 10 Uhr in der Stelzenbach'scheu Wirtschaft zu Nordeck. Eichen: 51 Stämme mit 35,69 fm. Buchen: 6 Stämme mit 4,86 fm. Nadelholz: 148 Stämme mit 90,81 fm. Derbstangen: Buchen und Fichten: 54 Stück. 598 radikal und sicher wirkend, bei Adolf Bieler, Progerie Marktstraflse 5. 381 Magenleidenden teile ich aus Dankbarkeit gern und uueutgeltltch mit, was mir von jahrelangen, qualvollen Magen- und Berdauungö- beschwerdeu geholfen hat. 66 A. Hocck, Lehrerin, Lachsenhanfeu b. Frankfurt a.M. WT Gelegenhcitskauf. Große Betten m. kl. unbeb. Fehlern, Ober-, Unterbett u. Kissen zus. 117» 'UL Prachtv. Hotelbetten 17*/, Ak. Rote AusstattuugS» betten 22'/, Al. Slichtpasf. zahle Betr. retour. Preist, gratis. [69 A. Kirsch berg, Leipzig 36. Technikum in Aschaffenburg für Maschin nb m. Klektrot chnik. Hocb-Tiefbaa. Prosp. koateuloa Neuanfnabmen bei Sem-ßter1 • pinn: i5. April u. b. Not. M1 to-temsi „Deutsche: Haus“ Lcmhurg a. d. Lahn. Inh.: Anton Zimmermann. 1 Minute von der Bahn. 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Marachner. 3. Drei Volkslieder (Chöre) : a. Die zwei Königakinder (deutsch) \ Tnn e. T n . b. Am Aarensee Cscbwedisch) / Tons&U T* L Heüa- c. Barcarole (iulienisch) Toneats t. J. Brahms-0. Hirsch. 4. Solostuoke für Klavier: [Herr JuL Hahn] a. Kumauze Rod Schumann, d. Valeo Frtiddric Chopin, c. Pulacca brillante ....... C. M. v. Weber. 6. Zwei Männer-Chöre: a. Wo ist üultf .....Gust. Schreck. d. 0. versenk dein Leid ..... C. Muuzuiger, A Lieder liir Sopran: a. Gretchen am Spinnrad .....Fr. Schubert, b. Wiegenlied..........Leop. Geller. o. 8torcbeubotechaft ....... Hugo Wolf. d. Gretel............Hans Pficzner. 7. „Deutscher Heerbann“, Cantate L Männer-Chor, Sulostjuimeu n. Klavier........Felix Woyrech. Der Flügel Ist aus dem Pianofortelager des Herrn WHb. Rudolph in Gleesen. Eintrittskarten zu Mk. 1.60 (Sperrsitz Mk. 2.50) sind in der Musikalienhandlung von Ernst Challier (Rudolphs Nacbf) und abends au der Kasse, für Studierende auch bei Herrn Haus- rerwalter Stork zu ermässigtem Preise zu haben. 603 Oit w. Em, e. I Sonntag, den 18. Januar 1903 nachmittags von 2‘/8—6 Uhr (ionjtttauf brtEsbchn 586 Eintrittsgeld: Mitglieder 10 Psg., Süchimitglieder 30 Pfg. X. Eio^KmkMi-Kks.'IIslhch Sonntag den 18. Januar, in den Bier Jahreszeiten, bei Busch: Ach mrriilhe Berlefuug des uärrifcheu Protokolls, sowie Auftreten des gesamten närrischen Ministeriums iÄ* Allerneueste Couplets und Duette, Hierzu werden alle Freunde der 9larretei emgeladen. 0233 Eiutrttt frei. Das närrische Ministerium. Liebi^shöhc IS.^Jauuar 1903: Tanzvergnügen. Anfang 4 Uhr. 0242 Eintritt frei. Steins Garten. Sonntag den 18. Januar 1903: - Komrt ausirefahrt von der 608 Kapelle des Inf.-Regts. Kaiser Wilhelm (2. Gr. Hess.) Nr. 116 unter persönlicher Leitung des Grossh. Musikdirektors Herrn C. Krausse. Anf-ng 8 Uhr._______________Eintritt 40 Pfg. Serssert -Wer ein Viertes Konzert Mehrere Hundert Meter prima 1 Buchen- u. Tauueubreunholz sind preiswert jeder Bahnstation franko, sowohl im einzelnen Mtr. als auch ganze Waggonladungen z. verk. Näh. b. Georg Hermann, Kl.Linden, Nest. vorm.Rnm. 0144 WDWWO 38 .tieiaalile hohe Preise für Hasenfelle, Marder, Jltise, Füchse und Kauinfelle. Tie Kürschnerei von A. KretxNchmar 22 Marktplatz 22. 10 Wen 5 ML i Vorz. Unterricht in der franz^ eugl. u. italienischen Sprache mit erfolgreichen Resultaten. Konversation und Korrespondenz für Fachbenutzung. Grabenstr. 9, 2. Hundert Mark von einer Tante in sicherer Stellung auf drei Mo- nate zu leihen gesucht. Off. unt sJlr. 0223 an die Erped. d. Blils. 11*1^ giebt Selbstgeber reellen uvlU Leuten. Äleusch, Kkili», Witliklwshxeurrlr. 33 n. Riickp. 580 HYPotheken-KaPit 4 ä 38/4 Prozent zu vergeben. (596 I>. A berie i»enlor, Frankfurt a. SDL, Kl. 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Schubert. . F. Schubert. . R. Sehnmann. . R. Schumann. . E. Grieg. . E. Grieg. Mk 2.50 (Sperrsitz Franz Klenker, Theater-Friseur, Seltersweg 16. . J. S. Bach. . Jos. Haydn. e L. van Beethoven, Gespieltes Pianino zu kaufen gesucht. Offerten mit Preisangabe unt Nr. 559 an die Exped. ds. BlttS. a) Wuet du dein Herz mir schenken , b, PaetoreUe: Bind auf dein Haar , . c) Adelaide, op. 46 * 2. Solowtiieke für Klavier: a, Zwui KlaTierbtücke ..... b) Rcmanze, op. 2d, Nr. 2 in F'S-dur o) Rhapsodie, op. 79, Nr. 1 in H-moU 6. Lieder: a; Du bist die Roh, op 59, Nr. 3 . . b) Aut dem Wasser zu singen, op. 72 Ci Erlkönig, op. 1....... 4. Soloatüeke iür Klavier: aj jNucturne, op 15, Nr. Z in Fis-dur b; Scherzo in Fis-dur ..... 5. Lieder: t») Der Nussbaum, op 26, Nr. 3 . . b) Waldgesprävh, op. t>9, Nr. 3 . . . 0; Im Kahne, op. tiu, Nr. 3 . , . . d) Zickel tanz, op. 47, Nr. 6 . ... M- ii. LlejvLuzclHiiiiiizcil werden billigst angefertigt, Bauleitungen u. 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EOISTDDTL0 5)em®,e^n5ßerf)felrlJ die ®‘eö Lai >"öe lag e«“18'4 «näflflCr(S" Der soeben dem M i 9ü)tü d. 3-in ■ in?-tzt-r Zeit» bilde unserer 1899 hat der A tigkcken Mche^ > ein Verfahren, 4 langt, einsttnnmS> gewerblichen 5cki ansprüchen unger« gencht eine fchlm erwählter VertteM einem unpartenM kosten ftattfinhet. auf den lwWM wiesen, welches, m nötigt ist, kaufm und dessen Urteilt so volkstümlich M lungsgehilfen, die suchen in der Regel Weg überhaupt nii (wirklicher oder Der Zunahme friedferti eines stillen Grolle War man dahe müsse, so gingen bi Unterstellung unte lmgten vor eilet das tatkräftige En vchnbers angelew der politischen N statischen Gehilfe grundsätzlich die in Anspruch neh und die Hirsch-Ti band reisender K schlossen. Aus be; in Mainz im > zu diesem ©egenfit gerr'ch/s Solingen, ■ fo folli'tänbig bie anwesenden Gewerb richt nicht einmal geaengesetzten Weg, belassen, ihm aber hauptsächlich die ff sammlungen des schieden auf die Q teren Msplitterun stehen könnten. 9i Wei Petitionen it Handlungskommis frahe deutscher hc ichlede jedoch von t>es nicht Müglie die den Mitglich laben. beim Zus 5 °0 der Kg. B' Kommissionsberatu ,7>chl°b, num 9Mte zu Dtriann LMut tote uirgru! aus a„[a6 Ä d°hw Bajsc S°nchtk"keiu°G^ Testament Ä Vorsts 3o|ej59'itbf H°Z la.1 I",l!«nenS ®crt duz , Mhthug u äum 5 ;'n Seite s "des ulz ’0le Ni ett[i«9en r '2® fi " »ir 6a S «fe tzKr