153. Jahrgang Zweites Blatt. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger v ** Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen tlbrrfle lür tepdcben: Anzeiger «leben. gtmiprrd>anld)lu6tfr 5L Nr. 114 Erschetn« täglich außer Sonntag». Dem «lebener Anzeiger werden irn Wechsel mit dem LMschea taabwirt die Gießener Familien Hitler viermal «n der Woche betgelegL Rotationsdruck u. Ber- lag bei t5 x ü b liehen Uinverl.-Auch-u.6lein- b rudern (thctid)tt|aale. August Gütz. tüi den 71 iv» teiqentett: Pan« Beck. Pie heutige Kummer umfatzt 16 Seiten. Bekanntmachung, betreffend: Abänderung der DarlehenSbcdingungen der Heff. ischen LandeShypothelenbank. Die Hessische Land eS-Hy^ot hekenbank in Darm- ftadt. KarlSsttaße 97, hat die Darlehensbedingungen gültig für ihre Zusagen von heute an bi6 auf weiteres wie folgt festgesetzt: Bei Hypothekar-Darlehen an Private beträgt die einmalige Vergütung für die mit der Geldbeschaffung für die Bank verbundenen Auslagen 1 i/t pEt. Diese Vergütung wird bet Auszahlung des Darlehens etnbehalten. Doch kann sie auch m der Form eines Zusatzdarlehens zur Verrechnung komme»:, losem die BcleihungSgrcnze der Bank damit nicht überschritten wird. Diese einmalige Vergütung kann auch dadurch geleistet werden, daß sofort bei der Auszahlung nur 1 pCt. vom Kapital in Abzug tummt und das restliche */> pCt. im Laufe des ersten Jahres an Stelle des Kapital-TilgungS- beilragS entrichtet wird. Bet 1/1 prozentigen TtlzungS-Dar- lehen würde die Tilgung sonach erst mit dem zweiten Jahr beginnen. Bei Kommunal-Darlehen und solchen Darlehen die mit der Bürgschaft einer Gemeinde gewährt werden, beträgt die einmalige Kosten-Entschädigung 1 x/4 pCt. Hypo- thekbestcllung ist nicht erforderlich. Der Zinsfuß für Hypothek-Darlehen auf städtischen wie auch auf ländlichen Grundbesitz und fürKommunal-Dar- lehen beträgt 8 8/4 pCt. Bei Kommunal-Darlehen von mindestens 600000 Mk., ebenso bei Darlehen an rein gemeinnützige Bauvereine 8,70 pCt. Die Steigerung dcS Zinsfußes wird für die ganze Dauer deS DarlehenSoerhältniffeS ausgeschloffen. Wollte man die einmalige Vergütung von 1 V, pCt. bezw. 1 l/4 pCt., statt solche von dem Darlehensbetrage bei der Auszahlung in Abzug zu bringen, auf die ganze Dar- lehenSdaucr durch Ziischlag zum laufenden Zinsfuß verteilen, so würde an Stelle des (wegfallenden) einmaligen Kapital- abzugeS (unter Annahme einer Jahrestilgung von 1/1 pCt.) der durchschnittliche Zinsfuß deS Darlehens sich nur wenig erhöhen, und zwar: bciKommunalTarlehea unter 600 OOOMk. umO,O22auf3,772pCt. von 600000 , ab, 0,022 , 3,772 „ bei Hypothekar Darlehen an Private , 0,026 , 3,776 , bei Darlehen an gemeinnützige Ban« vereine (ohne Gemeinde- Garantie) ....... , 0,026 , 3,726 , wenn man bei der Verteilung deS Kapitalabzugs die Zinses- zinsen berücksichtigen wollte, so würde die durchschnittliche Verzinsung betragen: bei Kommnnal-Darlehen unter 600 000 Mk. 3,808 pCt. , , von 600 000 , ab 3,762 , bei Hypothekar-Darlehen.......3,814 , bei Darlehen an gemeinnützige Bauvereine ohne Gemeinde-Garantie. .... 3,763 , Die Abhebung deS Darlehens wird für einen gewiffen Zeitraum auch in Raten zugestanden nut Berechnung der Zinsen von den Auszahlungßtagen an. Auszahlungen können auch auf dem Postwege erfolgen, sofern die Schuldurkunden vorher der Bank übermittelt werden, was gleichfalls durch die Post geschehen kann. Die Auszahlung des Darlehens erfolgt in barem Geld ohne Provisionsabzug. Werden bestehende Hypotheken auf die Bank übertragen unter Umwandlung in Tilgungsdarlehen (mit jährlicher Abzahlung durch einen Zuschlag zum Zinsfuß), so ermäßigt sich der Stempel auf die Hälfte. Der Tilgungsbeitrag wird alljährlich vom Kapital abgeschrieben. Die Zinsen berechnet die Bank immer nur aus dem jeweiligen Kapitalrest. Was hiernach an Zinsen erspart wird, kommt gleichfalls zu Gunsten des Schuldners vom Kapital in Abzug. Wenn das Darlehen etwa vor Ablauf der Tilgungs- dauer abgetragen werden soll, so ist selbstverständlich nur der jeweilige Kapitalwert zurückzuzahlen. Die Darlehen sind seitens der Bank unkündbar. Gießen, 16. Mai 1903. Großherzr iiuje-.' Kreisamt Gießen. ___________Tr. Breid ert._____ " Bekanntmachung. In der Zeit vom 9. Wlai bis 16. Mai 1903 wurden in hiesiger Stadt gefunden: 1 Perlentasche mit Inhalt, 1 Manschette mit Knopf, 1 Lotterielos, 1 blaue Brille mit Futteral und 1 Pferdedecke; verloren: 1 Orden (weißes Kreuz), 1 Kettenarmband mit Anhängsel (Herzchen), 1 kleines dunkelrotes Portemonnaie mit einem Zehnmarkstück und 1 schwarzseidener Damengürtel. Entlaufen ist 1 gelber Pinscherhund mit der Steuermarke 275. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei un5 geltend zu machen. Gießen, den 16. Mai 1903. G ro ßyerzog:icy c vuii^eiaint Gießen. Hehler. Bekanntmachung. Degen Vornahme von Pflasterungsarbeiten wird die nördliche Wcgerampe am Westende der in Verlängerung der Klinikstraße delegenen Brücke vom 18. L MtS. ab bi5 auf weiteres für den Fuhrwerksverkehr gesperrt. Gießen, den 16. Mai 1903. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Hechler. Bekanntmachung. B etr.: Die Ausführung des ReichSgesetzeS über die Ab- änderung der Gewerbeordnung vom 30. Juni 1900. Wir bringen hiermit zur Kenntnis der Jntereffenten, daß am 20., sowie vorn 27. bis 30. Mai l. IS. die Vorschriften über die Mindestruhezeit und Mittagspause der Gehilfen, Lehr- linge und Arbeiter (§ 139 c rubrizirten Gesetzes) keine An- wendung zu sinden haben, und die Läden, sowie die offenen Verkaufsstellen an diesen Tagen bis 10 Uhr abends offen- gehalten werden können. Gießen, den 16. Mai 1903. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. _____________________Hechler. Trusts. Ter preußische Finanzminister Frhr. v. Rheinbaben ist zurzeit auf einer Amerikareise begriffen. Er wird, wie uns „Herolds meldet, von seinem Vetter, dem amerikanischen Generalkonsul v. Versen in Zehlendorf sowie dem Kommerzienrat Moritz Boker zu Remscheid begleitet. Es gilt in Berlin heute für guten Ton, daß man sich in dem neuen Wunderlande auf der anderen Seite des „großen TeicheS" ein wenig umgesehen hat, und es ist sicher, daß man „drüben" etwas lernen tarnt. Gantz be- Iandere Beachtung verdient in dem wirtschaftlichen Leben Amerikas die Entwicklung der Trusts. Unter den älteren Trusts sind die wichtigsten der Zucker- und der Petroleum-Trust. In den letzten fünf Jahren ist die Errichtung derartiger Vereinigungen jo rasch vorgeschritten, daß der blasierte Europäer nur noch aufschaute, wenn es sich um Milliardengründungen handelte. Unter diesen haben am meisten von sich reden gemacht: der Stahltrust, der S chi f s a h r t s t r u st , der Northern Securities (Bahneu) -Trust, der Fleischtrust, der Ta b a k t r u st und der K u p f e r t r u st, alles Vereinigungen, die der Durchschnittseuropäer mit unbewaffnetem Auge gar nicht überbliarn kann. Amerika aber besitzt eine Fülle geschäftlicher Genies, die diese Mammuthgebllde moderner Volkswirtschaft mit Virtuosität dirigieren. Das letzte Dort über die Trusts ist noch lange nicht gesprock)en; vor allem werden sie noch zu beweisen haben, dax sie auch den Stürmen kritischer Zeiten gewachsen sind. Als Inhaber, wenn auch nicht Rechtlicher, so doch tatsächlicher Monopole haben die Trusts die Schattenseiten aller Monopole, verstärkt noch durch ihre, an sich schon eminente Kapitalmacht. Indem sie in ihrer Hand fast die gesamte bezügliche Industrie des Landes vereinigen, können sie die Preise vorschreiben, wie es ihnen beliebt Wirklich haben sre zeitweise die Preise für Fertigfabrikate so niedrig angesetzt, daß sw die Konkurrenten, die das Halbzeug zu hohen Preisen von ihnen beziehen mußten, einfach erdrückten. Die Politik des Tabaktrusts wird z. B von unserer heimischen Zigarren-Jndustriemit gespanntester Aufmerksamkeit verfolgt, denn ihre Rentabilität könnte schließlich teilweise von den Preisen abhängen, die der Tabaktrust zu diktieren Lust hat. Der Petroleumtrust ist bekanntlich direkt in Deutschland und auch bei uns in Hessen eingedrungen. Das führt uns nad) zu einer anderen Gefahr, die in dem Trustwesen liegt, der Angrifssgesahr. Die Trusts sind die Träger des wirtschaftlichen Imperialismus Amerikas. Die Amerikaner träumen von einer wirtschaftlichen Eroberung der Welt. Tie Bäume werden ja nun nirgends in den Himmel wachsen. Aber Tatsache ist, daß der Morgan- sche Schiffahrtstrust den Engländern die besten Teile ihrer Handelsflotte weggekauft hat, und daß unsere beiden größten Tampfergesellscl-asten es für zweckmäßig hielten, mit ihm eine gewisse Interessengemeinschaft einzugehen. Tatsache ist ferner, daß der amerikanische Tabaktrust seine Fanaarme nach England gestreckt und auch in Deutschland bereits versucht hat, die beftorganqierten Tabakgeschäfte zu erwerben. Wir haben sonach allen Grund, die Ohren zu spitzen. Teshalb dürfte es auch für uns von Interesse fein, zu verfolgen, was in Amerika selbst mit den Trusts geschieht. In dieser Beziehung ist wohl zu beachten, daß seit dem Amtsantritt des Präsidenten Roosevelt em ziemlich scharfer Wind gegen die Trusts weht. Der Präsident hat selbst in zahlreia)en Reden die Trustfrage behandelt. Die volkswirtschaftliche Literatur hat ganze Berge von Schriften über das Problem an den EUiarlt gebracht. Vor allem hat sich die Rechtsprechung energischer als je geäußert. Sie hat in der letzten Zeit einen der mächtigsten Trusts, die Northern Securities Eo., die eine Zusammenfassung gewaltiger Eisenbahnsysteme darstellt, für ungesetzlich erklärt. Dieses Urteil hat den Trustmagnaten einen gewaltigen Schreck eingejagt Aber das dauerte nur einige Augenblicke. Denn alsbald machten sich die Herren daran, den alten Wein in neue Schläuche zu gießen. Lyne Zweifel wird es ihrer Verschlagenheit gelingen, ihren Pmnen eine Form zu geben, an der auch die Urteile der Gerichte ab prallen. Und daß unter der Löwenhaut, die Roosevl.it in feinem Auftreten gegen die Trusts angelegt hat, fein reißend Tier steckt, wissen die Herren von den TrustS ganz (tnau. — 6 i n Tabak-Trust soll nun auch in der Hauptstadt Mexiko zustande kommen. ES sind ihm, wie bestimmt verlaute!, nicht nur die drei bedeutendsten Tabakftrmen der Stadt Mexiko, sondern auch zwei andere m Pueblo und Orizaba bei** getreten. T»e neue Unternehmung liegt in amerikanischen Händen, jedoch soll ein Teil des Kapitals englisch sein. Mü großer Genugtuung betont die Presse MerikoS, daß die Errichtung von ausländischen Jndusttie-Geicst'cha'ten in Mexiko noch vor 20 Jahren eine Seltenheit war und daß jetzt säst jeder Monat eine neue Unter- nehniung dringe trotz der unsicheren Geldverhäimisse. Tie Balkan-Unruhen. Aus Konstantinopel wird telegraphiert: 2 lange Eisen* bahnzüge trafen aus Saloniki, in der Räbe von San Stefano, ca. 23 Kilometer von Konstantinopel ein, wo die Eisenbahn den Strand des 'Marmarameeres berührt. Hier tagen mehrere Fahrzeuge bereit, und beide Züge bebar** fierten in diese eine große Anzahl türkischer, verwundeter Soldaten und Offiziere, welche direkt nach Beschicktasch und von dort nach Hildiz in die zur Zeit des griechischen Krieges errichteten Barackenhospitäler geschafft wurden. — Der „N. Fr. Pr." wird brieflich aus Saloniki gemeldet: Hier sind die Vorbereitungen zu einem neuen Dynamit-Attentat entdeckt, das nur durch einen Zufall vereitelt wurde. Bei einer genauen Durchsuchung des unterirdischen Ganges zur „Söanque de Salonich" wurde ein Seitengang gefunden, worin sich ein großes Gefäß mit Dynamitpatronen befand, die mehr als 1000 Gramm Dynamit enthielten. Tie Patronen waren mit Zündschnüren versehen, die bereits angebrannt, aber erloschen waren. Tie Explosion dieser Tynamitpatronen sollte unmittelbar nach der ersten Explosion unter der „Banque de Salonich" erfolgen. Sie hätte eine furchtbare Zerstörung bewirkt und sicher alle Menschen getötet, die sich angefammeüt hatten; mittels brennenden Petroleums waren Die Zündschnüre bereits entzündet, sie erloschen aber, als durch die erste Explosion der unterirdische Leitengang verschüttet und die Luft abgesperrt wurde. Das italiemiche Geschwader ist von Saloniki abgedampft. Wie das „93erL Tgbl." wissen will, werden sich die französische und russische Flotte nicht nach Saloniki begeben. Die frantzösisä-e Flotte bleibt schon mit Rücksicht auf Rußland im Hafen von Syra. In Ostmacedonien wurden alle besseren Elemente verhaftet. Der Rest ist in die Wälder geflohen. Die großen Dörfer Banslo und Belltza sind blokiert. Die Türken suchen angeblich versteckte Geschütze.- Der Viehauftrieb auf die Gebirgsweiden ist verboten. In Serres sind nur drei unverhaftete Bulgaren geblieben. Die Verhafteten werden unter großen Leiden zu Fuß nach Saloniki und Dscbumaja getrieben. Tie Grenze gegen Bulgarien ist vollstäntüg abgesperrt. Weitere Nachrichten meiden, Bischof Hilarion von Rewrokop werde unter Hausarrest gehalten und feine Geist- lidjen seien abgeführt. Alle diese Meldungen steigern die Erregung zusehends. Auch die Jugend der Hochschulen beginnt sich zu rühren. Deutsches Reich. B er lin, 15. '.utal lieber den Aufenthalt des Kaisers in Bitsch werden noch folgende Einzelheiten telegraphiert: Auf die Ansprache des Präsidenten des Lochringer Bezirksrates erwiderte der Monarch u. a., daß er die loyalen Gesinnungen der Lochringer kenne, daß er deshalb besonders gern nach Lochringen komme und ein warmes Herz für die Lothringer habe. Der Kaiser wendete sich dann an die anwesenden geistlichen Herren mit den Worten, es sei jetzt an ihnen, bic kommende Generation in den Eigenschaften zu erziehen, die das lothringische Land auszeichneten und Zucht und Ordnung zu erhalten in bürgerlicher wie in kirchlicher Beziehung. Ter Kaiser zeichnete dann den Reichstags-Abg. Baron de Schmid bursch eine Ansprache aus und wendete sich hierauf an den Vorstand der Kriegervereine des Saar- und Wasgau-Bezirks, indem er feine Freude darüber aussprach, daß die Kriegervereine in so großer Zabl erschienen seien und daß die alten französischen und deutschen Soldaten in den Vereinen so gute Kameradschaft hielten. Man solle die alten französischen Krieger immer aufnehmen, wenn sie sich meldeten, denn sie seien gute Leute. Zu einer Dame bemerkte Der Kaiser, es jei fein Wunsch, daß die hübsche Lothringer Haube wieder zu Ehren komme. Er würde sich freuen, wenn fein Besuch Veranlassung gebe, daß dies geschehe. — Aus Metz wird berichtet, daß der Kaiser sich mit dem päpstlichen Legaten, Kardinal K opp, in der Privat-Audienz, bei der er ihm persönlich das Großkreuz des Roten Adlerordens überreichte, über seinen Besuch beim Papste unterhielt, der ihn ausnehmend befriedigt habe. Auch bei der Xafel im Bezirks-Präsidium wurde Kardinal Kopp sehr bevorzugt. Nach dem Tiner beim Bezirkspräsidentcn verteilte der Kaiser an Die Anwesenden Medaillen, die er anläßlich der Einweihung des Christusporktls an der Kathedrale Unfertigen ließ. Tie Medaillen sind aus Bronze und haben einen Durchmesser von beinahe 7 Ctm. Sie zeigen auf der einen Seite das Profilbill) des Kaisers mit Dem Adlerhelm der Garde du Corps und der Inschrift: Guilelmus II. Imperator Ilex. Auf der anderen Seite befindet sich das sehr gut und scharf ausgeführte Dlld der Kathedrale mit dem neuen Portal und der Inschrift: Ecclesia cathedraliß metenbis in niemoiiam dedicaiionis portae principalis anno MDCCCCI11. Gestern abend waren die öffentlichen und die Privatgebäude teilweise prächtig illuminiert. Einen prachtvollen Eindruck gewährte die neue protestantische Kirche, an deren Entwurf der .Kaiser einen wesentlichen Anteil hat und deren edle Konturen in dem malerischen Lichte wirkungsvoll berDjrna.cn. An Der heutigen Früh- siuckstafel im Schlosse Urville nahmen als Gäste des Kaisers teil der Statujalier Fürst zu Hohenlohe-Lanaenburg, der Erzbischof von Köln, Bischof Benzler von Metz, Minister Frhr. v. Hammerstein, bet B^irkspräsibent Graf Zeppelin, I der Gouverneur von Metz, Exzellenz Stötzer, Generalleutnant | v. Hochwächter, Generalleutnant Wagner, Graf Holnstein aus Bayern, Hauptmann v. Treslow, Kommandant der Wacht- kornpagnie. Nach dem Frühstück fuhr der Kaiser um 3 Uhr mit militärischem Gefolge nach St. Barbe und Colligny und die Kaiserin um 3 Uhr 30 Min. nach Kürzel zum Besuch des neuen evangelischen Tiakonissenpensionats. — Die „Köln. Volksztg." meldet aus Rom: Von zuverlässiger Seite wird die Nachricht dementiert, daß Berlin zum Sitz eines apostolischen Vikariats ausersehen sei. Es bestätigt sich iwer, 5aß Erzbischof Tr. Fischer in Köln beim nächsten Konsistorium zum Kardinal entoniu werden wird. Auch die „Nat.-Ztg." teilt mit, daß Erzbischof Dr. Fischer im nächsten Monat zum Kardinal ernannt werden toidx — Tas „Militärwochenblatt"' meldet: Der Generalleutnant und Direktor des allgemeinen Kriegsdepartements, v. Einem, genannt v. Rothmaler, ist mit der Vertret- nng des Kriegsministers während dessen Beurlaubung beauftragt, der Generalleutnant und Direktor des Zentraldepartements im Kriegs Ministerium, v. Villaume, in Genehmigung seines Abschiedsgesuches zur Disposition gestellt worden. — In der Elberfelder Tagung des Rheinischen Vereins gut Förderung des Arbeiterwohnungswesens gab Ministerialrat Braun-Darmstadt nach der „Köln. Ztg." in einem sehr lichtvollen Vortrage ein Bild der Ziele und Erfolge des hessischen WohnungsaufiichtSgesetzcs von 1893 und dies hessischen Wohnungsgesetzes von 1902. Oberregierunasrat Königs-Düsseldorf knüpfte an diesen Vortrag die Bemerkung: Zn einem Staate roie Hessen, wo die Verhältnisse homogener liegen als in Preußen, kann der Staat im Wohnungswesen energischer eingreifen und auch spezialisieren. Zn Preußen werden wir die Aufgabe haben, den gesetzlichen Rahmen zu geben für das Vorgehen, wie es den einzelnen Provinzen, Kreisen und Städten zu überlassen ist. Es hat sich als Hauptschaden ergeben, daß die gesetzlichen Unterlagen für ein energisches Vorgehen, fehlen. Es ist sehr oft vorgelommen, daß die Gerichte einer Baupolizeiverordnung die Giltigkeit absprachen. Dessau, 15. Mai. Der hiesige Gemernderat beschloß in.seiner heutigen Sitzung, zwecks richtiger Aufstellung der Wählerlisten und um das Einsehen derselben zu ersparen, an sämtliche eingetragenen Wähler der Stadt Dessau Postkarten mit der Benachrichtigung über die Eintragung zu versenden. Zeder Wahlberechtigte, der bis zum jö. Mai nicht von seiner Eintragung in dieser Weise in Kenntnis gesetzt ist, hat diese Llntragung event. 'dfort zu veranlassen. Ausland. London, 15. Mau Premierminister Balfour empfing heute eine Abordnung von einflußreichen Persön- lick)leiten, welche wichtige politische und kommerzielle Interessen vertreten und die Aufrechterhaltung des Getreidezolles, sowie eine Ermäßigu ng des Theezolles verlangten. Balfour hielt eine Ansprache, in der er die geltend geviachten Argumente bestritt und ihren Wünschen in keiner Weise entgegenkam. Wien, 15. Mai. Im Abgeordnetenhause wurde heute die Debatte über die Beantwortung der an den Unterrichtsminister gerichteten Interpellation über die Demonstrationen an den Wiener Hochschulen eröffnet. Ter Alldeutsche Berger wendet sich auf das schärfste gegen die katholischen Studenten, welche die Marionetten seien; die Drahtzieher seien Lueger und der schwarze Prinz Liechteiisiein, der Zlvnig der Denuiizianlen. (Großer Lärm.) Ter Alldeutsche Malik zieht unter stürmischer Heiterkeit des Hauses aus der Schublade einen Weih wedel, hält ihn den Klerikalen entgegen und ruft: Tas sollen die llerikalen Studenten tragen, aber nicht Degen und Schläger und Rapier. Sofia, 15. Mai. Ministerpräsident Danew gab heute nachmittag, unerwartet für die Außenwelt, die Demission des Gesamtkabinetts. Direkten Anlaß bot die schlechte Behandlung des Unterrichtsministers Radew durch den Fürsten bei der heutigen Gratulationseour anläßlich des Namenstages des Thronfolgers. Ten Abendblättern zufolge hätte der Fürst Danew vorgeworfen, wie er ihm einen solchen Dlenschen wie Radew ins Haus bringen könne. Petersburg, 15. Mai. Ter in Rußland äußerst populäre uni> auch beim Zaren sehr beliebte Priester Johann von Kronstadt veröffentlicht in der Petersburger „Nowosti" einen äußerst scharfen Artikel über das Jud en- Masaere in Ki schinew, worin es u. a. heißt: Tas Herz des Zaren, der für das allgemeine Wohl des Volkes besorgt ist, ist von den schrecklichen Greueln und Grausamkeiten in Kischinew mit großer Trauer erfüllt. — Russische Brüder! Warum habt Ihr Euch in Mörder verwandelt, warum habt Ihr eine solche Abschlachtung verübt? Ihr habt dadurch Eure Zugehörigkeit zum Christentum verloren. Ter Geist der Dlvrder und Plünderer ist der Geist des Teufels. Tas unschuldig vergossene Blut pieser Unglücklichen schreit gen Himmel. Universität Gieße«. Drittes Verzeichnis der neu eingeschriebenen Studierenden. •. Theologische Fakultät. F. Hille, Grünberg, Grünbergerilr. 48. b. Juristische Fakultät. W. Geißler Gießen, Vahnhofstr. 48. H. Klein, Gießen, Lstanlage 37. D. v. NathusiuS, Ludom, Grünbergerstr. 16. H. Schollinayer, Seligenstadt, Bruchstr. 19. Dr. P. Wagner, Darmstadt, Marburgerslr. 22. c. Medizinische Fakultät. H. Becker, Med., Styrum, Grünbergerstr. 43. I. Franzen, Tierhlk., Laurensberg, Ludwigsplatz 6. K. Frese, Tierhlk., Eorbach, Neustadt 12. ®. Hauber, Tierhlk„ Lindau, Kirchstr. 13. H. Hillenbrand, Tierhlk., Ketsch, Franksurterstr. 81. R. Horn, Med., Langen, Franksurterstr. 58. L' Krieg, Med., Stockheim, Franksurterstr. 25. M. Krug, Med., Stalliipönen, Westanlage 27. P. Lenkers, Tierhlk., Nottuln, Bahnhosstr. 29. C. Rieth, Med., Mainz, Crednerslr. 34. F. Schweigert, Tierhlk., Inowrazlaw, Landgrasenstr. 5. J?rün°en) unentgeltlich Arbeit zu vermitteln. An den Werktagen von 8 bis 1 llhr und von 3 bis 6 Uhr geöffnet. Es können eingestellt werden: Dtcustmadchcu für sofort und später gegen hohen Lohn, 1 Haue-madchen, 2 Kindermädchen, 1 Köchin, 1 Kuweit- madchen, 5 Lauf- bczw. Putzfrauen, 2 Flickerinnen, 1 Bäcker, 2 «lcmhauer (auswärts), 1 Sattler (auswärts), 1 Wagner, 1 Küfer 4 schreiner, 2 Glaser (darunter 1 Bllderrahmenmacher), 2 Metall- . (cmswartüj, 1 Metallschmelzer (auSwärtS), 1 Tachdccker, 2 Lveitzbmder und Lackierer, 3 Schneider (1 hier, 2 auswärts) 7 lanrwirtschaftliche Pferdeknechte, 1 landwirtschaftliche Arbeiter (auüwarts), 1 HauSburjche. , n v . Ä , Lehrlinge: 1 Landwirt, 5 «chloffer, 1 Maler und Lackierer, 3 Schmiede (1 hier, 2 auswärts), 1 Wagner, 1 Spengler, 1 Schreiner (auswärts), 1 «chnetder, 2 Bäcker, 1 Schreiber. 4 « ,,, „ suchen Arbeit: 4 Bauichloßer, 1 Maschinenschlosser, 1 Heizer, 1 Spengler, 1 Tapezierer, 7 «chremer, 1 Wagner, 1 Büderrahmenrnacher, 1 Zimmermann, 1 Backer, 1 Dachdecker, 1 Anstreicher, 1 Kellner, 1 Bureaudtener, 1 Steuer, 1 Ausläufer, 1 Kraickenwärter, 1 Erdarbeiter, 9 HattSburschen, 5 landwirtschaftliche Knechte, 3 Fuhr- knechte, 2 Kutscher, 8 Taglöhner, 2 Tienstnuidchen, 1 Zimmermädchen, 1 Kutderinädchett, 9 Lauf- bczw. Putzfrauen, 1 Waschfrau, 2 Wetßzeugnahertnuen, 1 Flickeria. Lehrlinge: 1 Schlosser. 1 Schreiber. *015 Aadtischer Wohnungskalhmis 8ittzt«. Garteustratze 2, zimmer Rr. 14. (Geschäftsstunden von 8—1 und von 3—6 Uhr.) Angebot: 21 Wohnungen von 1—7 Zimmern, 2 möblierte Zimmer. Nachfrage: 9 Wohnungen von 1—5 Zunmern. Die Vermieter haben eine Einschreibgebühr zu entrichten und zwar für eine Wohnung mit einem jährlichen Mietwert bis 300 Alk. einschließlich 0,20 Alk., von mehr als 300 Mk. bis 500 Alk. eui- schließlich 0,50 Mk., und von mehr als 5U0 2ck. 1,00 Alk.; außerdem ist für jede Wohnungsanmeldung 1,00 'Ulf. zu hinterlegen. Zur die Wohnungsfuchenden erfolgt die Vermittelung un- enlgettlich. ^gl6 B c kän ntmachung, die Reichstagswahl betreffend. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß die Lifte der bei der bevorstehenden ReichstagSwahl ^tinmiberechtigten von Dienstag, 19. rVai, bis Dienstag, 26. Mai 1903 ^'"fchlteßlich -auch am Himmelfahrttag und Sonntag ÜOrmutQfl6 von 9 bi5 12 Uhr und nachmittags von 2 bis o Ubr auf dem Bürgermeisterei-Bureau — Zimmer Nr. 14 — zu jedermanns Einsicht offenliegt und daß Einsprachen gegen die Nichtigkeit unb, Vollständ'gkett der t'ifte mnerhalb 8 Tagen nach ” C^UY1.i)cr L renlegung bei Vermeidung des Ausschlußes daselbst oorzubrmgen ,.nd. Gießen, den 16. Mai 1903. 3990 Ter Oberbürgermeister. Mecum. Bekanntmachung. Ich bringe hiermit rur allgemeinen Kenntnis, daß die Ge» meindefteuerzettel in den nächsten Tagen den Steuerpstichligen durch die Schutzmannschast zugeuellt werden. Tiejenigen Einwohner, welche bi» zum 1. Juni keinen Gemeiuvesiencrzeliel erhalten haben, ihren Verhättniffen nach aber annehmen muffen, daß sie steuerpssichtig sind, werden hierinil aufgefordert, bieroon alsbald bei Meldung nachteiliger Folgen auf der Bürgermeisterei — Znnmer Nr. 15 — Aiizeige zu erstatten. Gießen, 15. Mai 1903. 4005 Ter Oberbürgermeister. Mecum. Bekanntmachung. Die Liften über die während der Zeit für 1903/04 für die Pflichtscnerwehr hcranzuziehenden Persoiien liegen vom Erscheinen dieser Belanntinachuiig ab wahrend 8 Tagen auf der Bürger- metftevei — Zimmer Nr. 15 — zu Jedermanns Einsicht offen. Es wird dies iiiiter dem Anfügen zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß während dieser Offenlcgungsfrist Eimvendungen gegen die Richtigkeit nnd Vollständlgkeu der Listen, foivie Befreiungsansprüche auf Grund der Orts'euerlofchordnung vom 12. Juli 1892, auch Wünsche hinsichtlich der Einteilung m eine bestimmte Abteilung der Pfuchtfeuerivehr mündlich oder jchnftlich bei mir vorgebracht werden können. Großoii, den 15. Mai 1903. 4D17. Der Oderbürgermerftt« Mecum. tnf B.S »I w°>d-n blt C '"Mafien Qn S£ !«'“ übet 6„T W-» kwL L ■feottbalmiffen t=»K ;,,’m d-^n« nicht Mm i« 1900er unb §?'^nlal>aken ®“ Nl nach $" 2 Nd^Nunn btr skhr iibtt äuitxf. Apple Einlage m -ichaitslos. loje feine arktlage erhöhten sich Vlg. Per 100 Kg. aus ni. uer Auzcigers. ner-Denlmal- lommen. Tirektor nitee für die Ent, reitet, das an den ständliis gefunden Sraf Hochderg, der d von diesem Pro- unterbreitet wird, ien Meisterstnaern freiem Himmel vor >t, fall die Meister- langen unter Mit- ger und der Lber- ten-Lemaltung er- hlah vor dem Tenk- :rs freigeben. Von g der Enthüllungs- wurde an den Ma- :m Lühow-Plap mit etwa 200U Litz>- oper wirken soll, zu würd edas Theater fallen. Ter Antrag 'orben. d. (finemä in bei nents ist der Ches jmwlmyrt von rsuchen mit dem Z gegen starkenDind or schadhaft. Mich- Tos Resultat lvar "olftoi hat 15000 schinew gespendet, bester des o^nanz- trag nach Llschmew bericht . 93.01 . 97.03 , 103 05 , 210.05 . 189.01 , 139.09 . 149.05 . 156.06 , 147.00 . 15.06 . 190.07 219.05 ' 179.05 '183.06 an bahn te. aner lesen ■ « tobuckert . iyd . • en . ■ ; Kommandit. ter Bank • r Bank . • Handels?08' staatabahn • UNg. 8( n »■ 1 ->u»i uachiell'O^ tuen-, ^Mze'gc zu 400» ter. die !-SKS «iS. S“‘L fe? ch bcl 4^17. Geschäfts-liebernähme. dA Wir beehren nna hiermit, die ergebene Mitteilung zu machen, da« wir unserem langjährigen Zuschneider und Geschäftsführer, Herrn Heinrich Möller, unser Herren-Garderobe- und Mass-Geschäft Unffieh abgetreten haben, und bitten wir, da, un, anit ™len Jahren entgegengebmehte Vertrauen und Wohlwollen, wofür freundlichst danken, auch auf unseren Nachfolge XU über tragen und zeichnen mit Hochachtung C. F. Schwarz Söhne. fieKhlft ia t^Bte7^^m:^rten:r^:™CZ’H™r^1t^™J0:e^:,"Lan^”^r^1^:,eE™:^;^d grVdHch. F^encsc -n..- - <>«» Staad, jedem wünsch. und mein «le^tiges, «UsUudig 3ÜS, neu assortiertes Bager in Herren- und Knaben -Garderobe. Indem ich höflichst bitte, mein ünterehmen gütigst unterstützen zu wollen, zeichne mit Hochachtung Marktstrasse - Wettergasse. C. F. Schwarz Söhne, Inh.: H. Möller. N. Reiss Erstklassig Fabrikate Damen .Herren 4010 und Giessen Hauptgeschäft Streng feste Preise. Louis Spier, Frankfurt a. 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Lorjllgiilhcs 3ancrfraat Leiz- nnk gijiggnrfcn $m6d6tttcninäOuo3nfcr Angeklagten, wegen Beleidigung, hat das Großherzogl. Schöffen- gericht zu Gießen am 17. April 1903 für Recht erkannt: Der Angeklagte Heinrich Kreiling VII. von Wieseck ist schuldig der ihm zur Last gelegten Beleidigung im Sinne der §§ 185, 200 R. St. G. B. und wird deshalb in eine Geldstrafe von 20 Mark — zwanzig Mark — eventuell zu 4 Tagen — vier Tagen Personen unb vorheriger J4n= Wicken Mais empfiehlt Versteigerung. DienStag den 19. d. Mts., nachmittags 2 Uhr, werben Neustadt 55 dahier gegen Barzahlung versteigert: 1) co. 10 Ctr. Briketts, 2 alte Betten, ea. 3 Ctr. Tuten, 1 Glaskasten mit Chocolade, diverses Zuckergeback und sonstige Süßigkeiten; 2) 1 Bücherschrank, 1 füberne Taschenuhr, mehrere Wagen und Pierde u. diverse 'Diobei. Versteigerung zu 1 sicher. 4020J Vorn, Gerichtsvollzieher. Konkursverfahren. lieber baL Vermögen deS Ingenieurs Paul Ludolf Mulert in Äteßen wird heute am 15. Mai 1903, vormittags 11 Uhr, das Konkursverfahren eröffnet. Der Privatier Curt von Münchow in Gießen wird zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind dis zum 3. Juni 1903 bei dem Gerichte anzumelden. ES wird zur Bcschlußfaffung über die Beibehaltung des ernannten oder die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung emes Gläubigerausschusies und eintretenden Falls über die in § 132 der KonkurSordnung bezeichneten Gegenstände sowie zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf Freitag den 12. Ium 1903, vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer Nr. 18, Termin anberaumt. Allen Personen, welche eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben ober zur Konkursmasse etwas schul- big sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 3. Juni 1903 Anzeige zu machen. 4025 Gießen, den 15. Mai 1903. Großherzogliches Amtsgericht zu Gießen. Vergebung von Pftafterarbeitcn. Montag den 18. L Mts., mittags 1 Uhr, sollen auf Großh. Bürgermeisterei Rödgen Pflastcrarbeiten, veranschlagt zu 375,20 Mk., öffentlich m Akkord vergeben werden. Gießen, den 14. Mai 1903. Senßfelder, 3953 Kreisstraßenmeister. Dünsberg-Verein. An jedem ersten Sonntag im Monat, Himrnelsahrttag unb Pfingüen ist bei günmger Witterung für Lpeiscn und Getränke auf dem Tünsberg — Für andere Tage wende man sich an Herrn Ludwig Stadt. Schlachthaus. Freibank. Heute unb Montag: 3890 HkMjkllks Vchstlist. 35 Pfg. Hammelfleisch 50 M St. B. 1903. ZudtrPrinMMt des Friedrich Frey in Wieseck, Privatklägers, gegen den Heinrich Kreiling VH. in Wieseck, „Heureka“ bester u. billigster Pflanzen- düngcr für Gemüse, Blumen re., Erfolg überraidjenö! Abgabe jedes beliebigen Quantums, empfiehlt Edgar Borrmann Giscuhauv lung, Neustadt 11. 14029 DrWgrßkcht 4 eckiges Maschinen-, ans verzinktem Traht, wird in jeder Höhe und Länge sofort angefertigt. L. Haubach, 2426 Löberstraßc 2. Weise zufrieden zu stellen. „ P1 „ , , . Na und Lagerkeller befinden sich im Frankfurter Hof, wohm Bestellungen erbeten werden. Hochachtend Jolis. Carle Zugleich wird dem Privatkläger die Befugnis zugesprochen, den entscheidenden Teil deS Urteils innerhalb acht Tagen nach Rechtskraft auf Kosten des Angeklagten im .Gießener Anzeiger* bekannt zu machen. Die Richtigkeit der Abschrift der Urteilsformel wird beglaubigt und die Vollstreckbarkeit deS Urteils bescheinigt. Gießen, den 14. Mai 1903. (L. S.) (gez.) Dahmer, Gerichtsschreiber des Großh. Amtsgerichts. Für die Abschrift: der Vertreter des Privatklägers Katz, 4000 Rechtsanwalt. von ben besten Zechen, NMohlkv, Anthracit, puma rheillischk Kriilktt» nab Koks JU den billigsten Preisen. Prim iannen - Srtnnljol] pro Gentner geschnitten Mk. 1.20 , „ gehackt , 1.30 icbe§ Quantum frei ans Haus liefert 1163 Andr. Enler. Lchklikrlilchet 90 (Stm. groß geschnitten, W1 - .uct lo Psg., bei Abnahme , 3tüd 14 big., mit leinener p. Stück 25^Pfg., bei Abnahme von 6 Stück 23 Pfg. C. Röhr 8t Co. Trockenes, turz geschnittenes Arennsiolz (Tannen-Abfallholz) liefert für 1,15 Mk. pro Ztr. frei ans Haus. 9925 B. Nuhn, Lollar. SRF* Zur Stadt Marburg. Einem verehrl. Publikum, meinen werten Freunben unb Bekannten zur Kenntnis, baß ich neben meinem neuhergerichteten Saal... Gartenwirtschaft errichtet habe. — Besonders eignen sich die Räumlichkeiten zur Abhalttmg von Festlichkeiten für Bereme, Klubs unb Gesellschaften. Geschäfts-Anzeig©. 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