M* jiigt, r ju lolött oder jum L Lai l_MMl 01194 q, b, to, äserlehrlmg gejuchi?^ thermel, Äahnhoislr. 38. 9^evdx» g ?ner -feäjS? bardeiter W*“* und Um ^u!’9^MaüberL~r;— ■ to.8?, *5 »fe;* -- a=5r~*’ut reuz. ••wfoe Sofort flt|ad)t; tt rt 0 welcher die WÖM VLrtnerrt a will, fiiibet Llellung in t Geschält. 2140 Becker, Griinbergerslr. 11. Sanffrau gesucht. 2271 eteinfiroBt 19, II. ugSlrager ob. •Iräßtr« «tu soiorl gejucht. U12U0 . Pierfter, ^aUihorjir. 21. euttühc» Ticunmadchk« ilnjanfl April ober Citetn |L tftau v. Sühn, Teliersiveq 36. tüchtige» rituftmadchen oder Lanfmabchen -t. |2060| Ludwig,lr. 27, pi. MS,lSW»«A« einen Haushalt gef. [01146 i E, gros, Kirchslrake 13. 991 Mädchen fuchi A. teile. Löwengasie 18, £_ ¥S**‘Ö^ dir Sinn». PellsUlN wi£. Ltiro. K ■ cht.Mbchen,l')ahre,,u. =teüe als Liadcheu allem m rem Hause, (mirut L La-, unt, Nr, 01170 an die HM 'ücbtige Köchin? »-%s5*ane' 1 ®,e'e . wrrffllM [, K. **i »äW SW-?z j** ,*•; SVjSHS ung:—7. ft Monrag 16. März 1903 153. Jahrgang Zweites Blatt. Nr. 63 JHe heutige Kummer umfaßt 12 Seite». 3. 5. fcbtefl« tüi Terxlchen, enteign •irfcf». ^rrn1prrd)an1d)lu6 4h 51 Tagesordnung: Prüfung der Rechnung pro 1902. Verteilung des UcberschnsieS auS 1902 zur Unter, slüyung gemeinnütziger Anstalten. Feilsetzung deS Voranschlags für 1908. ErgänzungSwahl des Vorstandes. Wahl emeS Kontrolleurs. Gießen, den 14. Diärz 1903. Der Vorstand der Mathildenstistung für die Provinz Oberhessen. Dr. Breidert, Großh. Provinzialdirektor. Kclrannlmachung. Betr.: Die Mathildtnsliftung für bie Provinz Ober- hegen. Die diesjährige Hauptversammlrmg der Mathüdenstiftung für die Provinz Oberhessen findet TicuStag den 24. März 1003, vormittags 11' ? Uhr, im Regierungsgebäude zu Gießen statt, wozu die verehrlichen Müglieder der Stiftung ergebenst eingeladen werden. 1. 2. so daß sich die Gcsarntsrequcnz auf 1948 steigert. — Die Kammer lchnte weiter eine Reihe von neu geforderten Dienstgebäuden ah; verschiedene Redner sprachen >abei den Wunsch aus, daß zuerst die Erhöhung )er bisherigen Tienslwohnungsentschädigungen gesetzlich vollzogen werden möge. Die Regierung verhält s.ch diesen Wünschen gegenüber vorerst ablehnend. Bewilligt wurden ferner u. a. für daS neue Schloß zu Gießen 2 5 000 Mart und für die Anlegung von Grundbüchern zufolge der neuen Reichs - Grundbuchordnuug 25ü UUO Rck. Bei der Debatte über die Errichtung von Amts» gerichlcn in Dieburg und Lampertheim, für die übrigens em Mehrheitsbeschluß erreicht wurde, brachte der Abg. Bähr den Wunsch vor, es möge auch m Freiensteinau ein Amtsgericht errichtet werden und dieser „sonderbare Schwärmers in dessen Kops sich anders als sonst in Menschenköpfen die Welt malt, erlaubte sich dann eine Tonart gegenüber dem Iuslizmlnlster, die dieser natürlich mil Entschiedenheit zurüct- ivieS. Der Ordnungsruf des Präsidenten (am etwas verspätet. Herr Bähr gehört zu jenen „SoniüagSkindern«, von denen Schiller sagt: „Ach, waS haben die Herren doch für ein kurzes Gedärm.« Die zweite Rate von einer Million Mark für den Umbau deS Bahnh ofes Darmstadt wurde auf Antrag deS Abg. Dr. Gut fleisch bis zur Vorlegung der Pläne einstimmig abgelehnt. Schließlich gab eS noch eine recht interessante Baustildebatte, die natürlich mit einem vollen Siege der modernen Baulunst unter dem Banner unseres berühmten hessischen Architekten, des Geheimrats Prof. Hofmann endete. In einem Scharmützel hatte kurz vorher bereits der Abg. Hirschel mit schönem Heimatsgefühl die neue Baukunst wacker verteidigt. DaS fällt den Leuten nur zu oft nicht ein, daß ein Durchschnittsbaumeister für dieselben Mittel einen simplen Kasten hmsetzen würde, wo unsere moderne, sagen wir nur ruhig ^Hofmann'sche Bauart« trotz größter Einfachheit und Sparsamkeit doch einen Hauch von Kunst giebt, fei e8 in graziös geschwungenen Linien, in der reicheren Ausbildung der Tür, einem schmucken Erker, sei eS in der ganzen Verteilung der Masten, in der Silhouette, der Behandlung deS Daches, den verschiedenartigen Putzflächen, der Anordnung der Fensterflecke oder bergt, mehr. Von auswärtigen Dingen steht diesmal daS Manifest deS Zaren im Mittelpunkt deS Interesses. Kaiser Nikolaus hat mit diesem Erlaß wiederum ein Zeichen seiner humanen volksfreundlichen Gesinnung gegeben; nur wird man die Zweifel nicht los, ob fein Wille wohl ausreicht, die kulturfördernden Reformen, die von ihm beabsichtigt sind, bald zur Tat werden zu lasten. Denn so sehr auch Rußlands auswärtige Politik in ihrer Geschlossenheit und Beharrlichkeit imponiert und sich durch weltumfassenden Blick auSzeichnet, so rückständig sind noch immer die inneren Verhältnisse und viele Faktoren giebt es, mit deren Widerstand der unserem hestischen Herrscherhause so nahe stehende wohlmeinende Kaiser zu rechnen hat, wenn er sein Volk zur Selbstverwaltung und zur Selbständigkeit emporheben will. Amtlicher Bekanntmachung zufolge begannen bereits unter dem Vorsitz de- MinisterS deS Innern, v. Plehwe, die Arbeiten der Kommistion Politische Wochenschau. Der beu.|a)c Reichskanzler hat gegenwärtig mit mancherlei Schwierigkeiten zu kämpfen. 3in Bundesrat bereitet man dem Gesetz über die Sicherung des Wahlgeheimnisses em)tc Hindernisse, und auch betreffs der Jesuitengesetzfrage erscheint es fraglich, ob Gras Bülow die Zusage zu erfüllen vermag. Zu gleicher Zeit sollen höfische Einflüsse an der Arbeit sein, um seine Position zu interminicren. Das Entgegenkommen gegen die Wünsche des parlamentarisch so mächtigen Zentrums beginnt in protestantischen Kreisen Besorgnisse wach- lurujen, und die Versetzungen einzelner höherer Beamten, von denen es heißt, daß sie gar zu sehr agrarfreundlich seien, hat hier und da Anstoß erregt. Zugleich sollen sich einzelne Ressortminister durch die hin und wieder bemerkbar gewordene Tatkraft des Kanzlers beengt fühlen. Vorläufig genießt er das Vertrauen des Kaisers; wie es künftighin werden wird, läßt sich nicht voraussehen. Ein sctnoämlicher Kanzler indes wird mit dem Parteigeist nicht fertig, und ein starker Kanzler ist auch nicht überall bcguent. Trierer Schulaffäre hat Graf Bülow mit Klugheit und Besonnenheit operiert und einen relativen Erfolg errungen. Bischof Komm mußte bekanntlich auf höhere Weisung fein Publikandurn zurück nehmen. Kar» hinal Kopp vermittelte beim Vatikan, und das Zentrum, dem die Voreiliglcit des Trierer Difcl)-o^ sehr ungelegen lam wird mit der versöhnlicheren Wendung der «ache affwiB zu.rieoen sein. Daß die preußische Regierung chren Erfolg nicht durch besondere Zugeständnisse erkausi hat, darf man den offiziösen Versicherungen um so eher glauben, als sie durch die amtlichen Erklärungen des Kultusministers bcfiätigt wurden. Wenn die llnterrichtsVerwaltung darauf hinwirken will, daß der deutsche und der Ge- Einrichtungen ersetzt. Ein kleiner Elektromotor besamt den Antrieb der verschiedenen Wasch-, Spül- und Wring- maschinen, sodaß die Wäscherinnen tatsächlich die Wäsche nur ein- und auszu füllen haben. Eine vorzügliche Trocken- einrichtung besorgt das Trocknen der Wäsche innerhalb einer halben Stunde. Plätt-, Roll- und Sttipfstuben schließen sich diesen Räumen natürlich an, außerdem noch solche zum Aufbewahren der Wäsche. In dem Leinen CeLmumugebäube sollen Schweine ujw Hühner gehalten werden, deren Bedienung geeigneten Bewohnern übertragen werden soll. Die frischeren Kräfte der Kolonie werden überhaupt zu allen möglichen vor kommenden Außen- und Jnnenarbeiten herangezogen, je nachchren Fähigkeiten. Die Beschäftigung ist ihnen zuträglich, sie haben Zeitvertreib, fühlen sich nützlich und die Bettieps- kosten können mit der Zeit auf diese Werse wesentlich ver.Hiermit wollen wir die WirtschaftsgeRrude verlassen, um uns endlich den Häusern zuzuwenden, für die von der Mitte aus in so ausgiebiger Weise gesorgt wird. Tie Abteilungen |ür die männlichen Pfleglinge bestehen aus einem großen Hause für 120 Personen und einem kleinen, das 24 mehr oder memger ganz Hilflose beraen tann. Genau dieselben Gebäude auf der anderen taeue der Wirtscüattsbäuser beherbergen das weckuiche Geschlecht- Tas Lius in bem die schwer Lewenden Ausenchalt nehmen Zollen ist nebst größerem Vorplatz von den übrigen Höfen öurch Gitter getrennr, sodaß die anderen Bewohner mit diesen Unglücklichen nicht in Berührung kommen. Das Haus ist einstöckig, in der Mitte ein Eßraurn, rechts und links je üvei große, luftige ^ammmer für 8 und 4 Personen. Auch eine Zelle für Tobsüchtige ist vorgesehen. Zwei Wärter sind ständig bei but Kranken, und ihr Schlasiaurn ist so angebracht, daß fie die beiden ^chlasziminer ihrer Abteilung leicht überblicken können. Das große dreistöckige Gebäude, in dem die Mehrzahl der Siechen Aufnahme finden wird, hat im Kellergesckwö neben einigen Lämmern zu wirtschast- lichen Zwecken, vor^chglich eingerichtete Bade- und Douche- aelegenhecken. Ter erste Stock ist für etwas besser situierte Leute f^rgetid}tet, t.e cs sich gefallen können, ein Zimmer für sich oder zu zw.icn zu bewohnen. Zn der Stätte liegen cm Wohn- utw Eßsaal, der uic B.wohner dieser Etage auch zu geselligen Zusammenkünften verein"» kann. pie Zttopinjial-SiechermuftaU an der ^icherftrahe L. Gießen, 15. März 1903. Diel Luft und Licht ist als Hauptleitmotiv bei der Anlage unseres neuen Siechenhauses maßgebend gewesen und bis in die kleinsten DetallS der großen Anlage zu versvuren. Sckon allein die Lage auf dem freien sonnigen Ostabhang, dem Schifsenberger Walde gegenüber, von Grün überall umgeben, ist eine so selten glückliche, daß die Siechenanstatt wohl auf reden Besucher den Eindruck eines wahren Frre- denehasciis für unsere armen Gebrechlichen macht. Ter ganze Gebäudekoniplex mit seinen an Heime Iriden formen wirkt durch die freuiidlichcn Farben des Anstrich und Daches schon überaus einlabcnb, und dieser Eindruck wird bei einem Rundgang durch die Raume der einzelnen Gebäude weiter feftgchalten; denn überall sehen wir, daß bei der ganzen Ausführung das Interesse gewaltet hat, den armen Siechen einen gesunden, aber vor allem auch schönen Aufenthalt zu errichten. Einstweilen wird überall noch rüstig die letzte x?anb angelegt, damit die Anstalt am 1. April ihrer Bestimmung übergeben werden kann. Die nähere Umgebung der Häuser wartet auf die Bearbeitung durch die späteren Anstatts- hewohner, die aus dem Acker nach und nach einen großen Nutzgarten erstehen lassen sollen. Das Gelände zwischen den Häusern rmrd jetzt sa-on hergerichtet und angelegt, damit auch h.er das fürs Auge ang^cyme Grün bald den kahlen Boden verdeckt. , x . Betreten wir nun die Anstatt von dem Haiipietngange an bet Lichct^aLe, jo sehen wir zunächst, baß bie Sttted- unaen für Könnet unb gtauen ui bet Mille butch bie Verwaltung-- unb Lll'.jchajt-g-böube getrennt werbew Das BerwottungrhauS, das mit jerner Ichanen uh Dvhn- und Schl-rfzimmet für bcf|ergejteltte Penfionare bc- au bei feonmagO. Dein tBiebener tln^etqet «verden tm Wechsel mit dein firsfilchen tan6®lrt bu Aie(jener Kamillen- WälUi viermal in der Woche beigelegL lUiationebrud u. Verlag bet Brühl lchen llnivers.-Buch- u, Siem- drucke rei (tiietld) Ütben) Rebaftton, «tiptouuve unb Drucke re« r finden. Tie verschiedenen Räume sind durchweg mit feinem, modernem Geschmack ausgeftattet und mit sämtlichen Bequemlichkeiten der Neuzeit versehen, sodaß hier auch anspruchsvolleren Wünschen in jeder Weise Rechnung getragen wird. Es unterliegt keinem Zweifel, daß nach diesen Wohnungen mit chren freundlichen, luftigen Zimmern bald rege Nachfrage sein wird; kommt diese Einrichtung doch manchen heimgesuchten Familien sehr gelegen. Der dritte Stock des Hauses wird vom Derwaller bewohnt. Das Küchenhaus ist praktisch eingerichtet und mit den neuesten technischen Hilssmitteln versehen. Außer dem Herde befinden sich in der sehr geräumigen Küche vier große verzinnte Kessel, in denen vermittelst gespannter Tämpfc die verschiedenen Speisen gar g.vocht werden. Tic Kartoffeln werden in einem besonderen hermetisch schließenden, eisernen Schrank in verzinnten Hürden gar gedämpft. Als Eigentümlichkeit dieser äußerst praktischen Küche mö-^te ich den Damen noch erzählen, daß auch der große Küchenherd mit Dampf geheizt wird und nur eine Kohlenfeuerung für Dackgelegenheit hat — wahrlich eine ideale Anlage: An die Küche schließen sich dann noch Spülkammer, Speise- unb Geschirr sch alter, Eßraum für die Dienstboten und Zimmer für die Küchenh-iushälterin an. Im oberen Stock- Werk wird das ganze Küchenpersonal in netten, behaglichen Wohn- und Schlasz-mmern unttrgebrachr. &n B^deraum fehlt hier natürlich ebensowenig, wie in sämtlichen anderen Abteilungen der großen Anlage, wie denn überall auf bie hygienischen Einrichtungen der Anstatt .ja ein besonderes Auaenmerk gerichtet ist. Auch ein DeSinfettionsschrank ist voryanden. Das Küchenhaus ist mit dem Maschinenhause durch eine lleberdachung verbunden. Ter gewaltige, tief gelegene SVeficIraum, in dem drei Kessel verschiedener Gröge auf- gestellt find, nimmt einen großen Teil des Gebäudes ein. &n hier zweigen Schächte, in denen die Röhren laufen, und die Manncshöhe haben, nach allen Setten ab, um sämtliche Räume der Anstatt mit Heizung und warmem Wasser zu versorgen. 2er Rauch wird durch eine praktische Vorrichtung unterirdisch abgeleitet, sodaß die Bewohner darunter absolut nicht zu lewen haben. Diese Einrichtung sollte bei allen neuen Kranttnh^usaulagen u,w. getroffen werden. In der Waschküche, die über dem I Kcssettaum liegt, wird die hattdearbett durch maichinelle chichtSunterricht im Seminar und in den oberen Klassen >er paritätischen Töchterschule nicht ausschließlich von bro- testantischen Lehrpersonen erteilt wird, und wenn aus dem von ihnen verwendeten Lesebuch einige Luther'schen Äraft- ausdrücke beseitigt werden sollen, so wird man dies nach Lage der Verhältnisse als gerechtfertigt anerkennen. Ter Vorwurf einer schwächlichen Nachgiebig kett gegen klerikale Ansprüche läßt sich damit nicht begründen. Unter den verschiedenen Rufen nach neuen Steuern wurde im Reichstage auch wieder die Forderung einer Wehrsteuer laut. Der Reichsschatzsekretär gab unzweideutig zu erkennen, daß die Regierung diesem Plane abgeneigt sei, nachdem ein von chr dahin gehender Vorschlag vom Jahre 1881 im Reichstag einstimmig und gründlich abgelehnt worden ist. Darauf empfahl der konservative Abg. Graf Roon die Einführung einer erhöhten Bier st euer, womit er auch Zustimmung bei den Frei- konservativen und deren Führer v. Kardorff fand. Die Regierung wird sich nun zwar hüten, vor den Wahlen mit dem Projekte einer Diersteuer hcrvorzutreten; aber aufgesck>oben ist nicht aufgehoben, unb die Wähler mögen ich diese neue Belastung eines der gebräuchlichsten Kon- umartitels in ihr Noltzbüchlcin schreiben; sie könnten onst etncs schönen Tages unangenehm überrascht werden. Die zweite hessische Kammer führte am 13. b. M. nacy fünf wöchentlicher Verhandlung die am 12. Febr. begonnene Budgetberatung, nachdem sie noch das Finanz- gcsetz für die Periode 1003—1904 erledigt hatte, zu Ende; man wird an das in den Sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts zuerst in Wien ausgesprochene Wort von der „affenartigen Geschwindigkeit" erinnert, mit der damals die Preußen in Darmstadt eingerüctt sein sollen. Tatsächlich ist in der letzten Woche in unserem Abgeordnetenhause der Etat rascher als gewöhnlich verhandett worden. Tie Universitäts-Neubauten für unsere medizinische Fakultät find erfreulicherweise sämtlich bewilligt worden, ebenso der Restbetrag für die im Rohbau bereits stolz und stattlich dastehende Universitäts- Bibliothek. Abgelehnt wurden leider die als erste Rate geforderten IbuOu Mark für das akademische Forst- Institut und die forstliche Versuchsanstalt in Gießen. Damit wird man sich also wohl bis zum nächsten Jahre gedulden müssen, wenn nicht etwa die erste Kammer sich noch bereitwilliger als die zweite gegenüber der Landes- Universität zeigt. Es ist ja wohl anzunehmen, daß der Vertreter der Universität in unserem Herrenhause auch diese Forderung warm zu befürworten wissen wird. Auch die Darmstädter setzen ihre Hoffnung auf die erste Kammer. Die zweite Stammet hat die erste Baurate _ von 558 700 Mark für die Erweiterungsbauten der Tarmstädter technischen Hochschule abgelebt, obgleich die Regierung mit allem Nachdruck die Regierungsvorlage verteidigte und sie mit Rücksicht auf die gesteigerte Frequenz der Hochschule lebhaft unb eindrucksvoll begründete. Der Gesamtkostenaufwand für die Erweiterungsoauten soll die Summe von 2 214 293 Mark erreichen, wozu Darmstadt einen Zuschuß von 350 OOU Mark zu leisten gewillt ist. Die Anzahl der Studierenden in Darmstadt erreichte in diesem Winter- semester die Höhe von 1859 Studierenden und Hospitanten, und in ihrer Frequenz wird die Darmstädter Hochschule nur von Berlin unt) München überflügelt Außeroem nehmen noch 89 Teilnehmer an einzelnen Vorlesungen teil, Ä Q ■umathATb'VkPiert* Siebener Anzeiger« v General-Anzeiger ° . Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MW für die Reform der TouvernementSverrvaltung. Außer drei Gehilfen des Ministers und einigen DeparternentSchefS nehmen fünf Gouverneure an den Beratungen teil. Aus Stadt uud Saud. Gießen, den 16. März 1903. ** Die zahlreichen Obstbaumvflanzungen an den Kreis st raßen brachten nach sachkundiger Zusammenstellung im vorigen Herbst einen Ernteertrag von fast 10000 M l ein. Wenn man bedenkt, daß die Obstbaumanlagen unseres Kreises noch juna und die ältesten kaum 20 Jahre alt sind, so muß man diesen Ertrag sehr hoch finden. Derselbe wird sich mit dem zunehmenden Älter der Baume noch wesentlich steigern. Die ersten Bäume wurden 1883 und 1886 gepflanzt. Um alle Straßen allmählich mit Nutzbäumen zu bepflanzen, werden alljährlich 600 bis 800 Obstbäume an neue Strecken gesetzt. Dabei Hal man die Erfahrung gemacht, daß die Obstbäume auf dem Loden alter Pappeln u. dergl. vorzüglich gedeihen. Tie Obstsorten werden nach der Lage und der Beschaffenheit des Bodens auSgetoählt Vorigen Herbst wurden ca. 250 Stück hauptsächlich Goldparmänen bei Langsdorf und Lich gesetzt, im Finlhjähr werden ca. 400 Bäume gepflanzt an den Straßen bei Rödgen, Trohe, Allen-Vuseck und Danb- rinaen, darunter roter Eisecapsel, grüner Fürstenapfel und Doynenapsel. s. Reiskirchen, 15.März. Der lan dWirtschaft- /iche Konsum verein erzielte in 1902 einen Reingewinn von 1132 ML, das Gesamtversnögen betragt 5903 Mark, die Zahl der Mitglieder stieg von 64 auf 82. ß Butzbach, 16. März. Geh. Oberbergrat Professor LheliuS von Darmstadt hielt am letzten SamStag Abend im Gasthaus „zum goldenen Löwen" hier vor zahlreicher Zuhörerschaft einen interessanten Vortrag über die Entstehung der Wetterau und des Lahntales. Dabei streifte Redner, der kürzlich das Quellengebiet unserer Wasserleitung besichtigte, auch die Bodenbeschaffenheit dieses Territoriums in Bezug aus Wasierergiebigkeit und gab verschiedene Winke über Verbesserung und Erweiterung deS Butzbacher Wasserwerkes. Gestern abend veranstaltete der hiesige Gesangverein „OrpheuS" im „HessischenHof" eine schön verlaufene VereinSfeier. Die abwechselungsreichen Darbietungen gesang- licher und musikalischer Art rc. ernteten reichen Beifall und boten den Teilnehmern einen erhebenden Kunstgenuß. §§ Friedberg, 15. März. Der Vorschuß- und Kreditverein hielt gestern abenb 8 Uhr im Hotel „Drei Schwerter" seine Generalversammlung mit der Tagesordnung Geschäftsbericht für 1902 ab. Danach beträgt der Kassenbestand Ende 1902: 15342045 Mk., der Reingewinn 59 136 Mk., bewilligt wurden für gemeinnützige Zwecke usw. 3000 ML, davon an DolkSbildungsverein 200 ML, Ber- schönerungSverein 380 ML, taufm. Fortbildungsschule und Gewerbeschule je 100 ML, Dolkssuppenküche 300 ML und Geschichtö- und Allertumsoerein 100 ML Es gelanaen 7 Prozent Dividende zur Verteilung, die Zahl der Mitglieder stieg von 1156 auf 1168. hk. Friedberg, 15. März. In der letzten Sitzung der Handelskammer beantragte u. a. Müller (Bad-Nau- heün) daS Großh. Ministerium der Finanzen zu bitten, der Badekasse Anweisung dahin zu erteilen, alle in deutschen Ge- bieiSteÜen zur Ausgabe genehmigten Banknoten anzunehmen. Die Kammer beschließt im Sinne deö Antragstellers, und erweitert ihren Beschluß dahin, daß die Verpflichtung zur An- nähme sich auch auf ausländische Noten und auSläudischeS Gold beziehen soll. Der Verein der Detaillisten von Friedberg hat der Kammer ein Gesuch unterbreitet, bei der Großh. Regierung zu beantragen, daß die alte Klasseneinteilung des Gewerbesteuergesetzes aufgehoben und nur die Höhe des gewerblichen Ginkommens zur Grundlage der Gewerbesteuer gemacht werde. Die Kammer ernannte wie auch schon ftüher die Reformbedürftigkeit unseres veralteten Gewerbesteuergesetzes an und wird jede gesetzgeberische Gelegen- heü benutzen, um auf diese Mängel hinzuweisen, sie ist jedoch nicht der Meinung, daß lediglich die Höhe deS Einkommens für die Steuerbemessung maßgebend sein kann, sondern auch die Art und Weise des Betriebs. Derselbe Verein bittet ferner, dafür einzutreten, daß die bei den Handelskammer wähl en zugelassenen Wahlvoll, machten wieder abgeschafft werden. Die Kammer beschließt, in dem Sinne diese? Antrags tätig zu werden, da auch ihrer Meinung nach die Ausübung der Wahl durch Vollmachten nicht der Würde der Sache und des Standes entspricht. — Sprengel (Bad-Nauheim) beantragt die Regierung zu ersuchen, die im Herbst in Wien statt findende Internationale Kurorte- Ausstellung zu beschicken und genügende Mittel zur Verfügung zu stellen, daß daselbst die gesundheitlichen Wirkungen der Heilquellen von Bad-Nauheim und ihre Indikationen ausführlich und wirkungsvoll zur Darstellung gebracht werden. st. Hungen, 14. März. Zu dem Um- und Erweiterungsbau des Bahnhofs hat der Landtag die zum Geländeerwerb erforderliche Summe von 67 200 ML bewilligt. Der Umbau ist durch die neuen Bahnstrecken Friedberg-Hungen und Hungen-Laubach erforderlich geworden. Auch die Weiterführung der letzten Streck: bis Mücke, welche wahrscheinlich am 1. August eröffnet wird, wird wiederum eine bedeutende Verkebrsteigerung mit sich bringen, wird doch dadurch die schon lang gewünschte Verbindung zwischen den beiden Oberhessischen Bahnen Wirklichkeit. -s. Ulfa, 14. Mcärz. Der hiesige Gesangverein „Germania" begeht in diesem Jahre sein 25jähriges Stiftungsfest. Da auch noch zwei andere Vereine der nächsten Umgebung in diesem Sommer aus derselben Veranlassung Sängerseste in größerem Stile zu feiern gedenken und außerdem der hiesige Gesangverein vor erst wenigen Jahren das Fest der Fahnenweihe begangen hat, so soll für diesmal von einer größeren Feier Abstand genommen werden. il Schotten, 15. März. Mit dem in die Lande erziehenden herrlichen Frühlingswetter hat auch unser ,^ehrerheim Bogelsb erg" seine gastlichen Pforten wieder geöffnet, die während der rauhen Winterszeit verschlossen gewesen waren. Wer Zeit und Muße besitzt, und ein Bedürfnis nach Erholung von den anstrengenden winterlichen Vergnügungen des Stadllebens verspürt, der verschreibe sich beizeiten einen nervenstärkenden Aufenthalt in unserem Luftkurorte ,Lehrerheim". (:) Gedern, 14. März. Einem hiesigen Bürger wurden vor einiger Zeit über 100 DU., einem anderen eine etwas geringere Summe gestohlen. Als Dieb ist nun eine Frau entdeckt worden, die in der Nachbarschaft wohnte und gesehen hatte, wohin die betreffenden Bürgersleute beim Verlassen ihrer Wohnung den Hausschlüssel legten, mit Hilfe dessen sie bann die Tat bequem ausführen tonnte. Als heute ihre Verhaftung stattsinden sollte, war sie, nichts gutes ahnend, geflüchtet; allein der Gendarmerie gelang es, sie auf ihrem Spaziergang emzuholen und zurückzubringen. Q Kaibach bei Düdelsheim, 14. Marz. In dem hiesigen Basattsteinbruch verunglückte heute vormittag cm 27jähriger Mann aus dem nahen Orleshausen. Em Aufseher beschäftigte an einer abgeraumten Säule zwei Arbeiter, die, während zirka 30 Arbeiter ihr Frühstück einnahmen, die Basaltmasse zum Einsturz bringen sollten. Urplötzlich geriet die Saute ins Wanken und ein mächtiger Block warf den jungen Mann zu Boden, rollte aber zum Glück weiter. Der Verunglückte trug außer bedenklichen Quetschungen mehrere Arm- und Beinbrüche davon. (*) Braunfels, 14. März. Seit vorgestern abend ist die Tochter des hiesigen Steuereinnehmers Buchholz, welche in Ems in der Familie eines Arztes in guter Stellung sich befand, spurlos verschwunden. Don einem Gange zu dem Bäcker ist das erst 18 jährige, sehr brave Mädchen nicht wieder zurückgekehrt. Alle Nachforschungen waren bis jetzt vergeblich. Frankfurt, 15. März. Die Stadtverordneten haben mit der Etatsberatung begonnen. Der Bericht des Finanzausschusses zeigt, daß die Reihe der mageren Jahre nun auf die fetten zu folgen sich anschickt, denn es scheint, als ob wir im kommenden Etatsjahr kaum die faktische Balanzierung de§ Haushalts erreichen würden. Es besteht daher die Absicht, alsbald einen gemischten Ausschuß aus Mitgliedern des Magistrats und der Stadtverordnetenversammlung zu konstituieren, der sich mit der Frage einer Steuerreform, d. i. der Schaffung neuer ©teuerquellen, befassen soll. Die Etatsberatung ist bis zu diesem Punkte nicht gediehen, denn sie wurde abgebrochen, als Stadtv. Tr. Quarck die Beschlußfähigkeit anzwcifelte. Er hatte so ziemlich bei jedem Punkte und jeder Position seine Wünsche vorgetragen und die 23erfammlung mit etner Reche von Anträgen erneut, die alle abgelehnt wurden. IL a. wollte er die Errichtung einer städtischen Druckerei in die Wege geleitet sehen, ein Vorschlag, der glatt abgelehnt wurde, nachdem der Oberbürgermeister erklärt hatte, daß man keine neuen städtischen Betriebe schaffen solle. Nächstes Jahr komme bann vielleicht eine städtische Bäckerei an die Reihe. Die Herausgabe eines städtischen Adreßbuches, die angeregt wurde, wäre nicht so ohne. Aiich dieser Antrag wurde abgelehnt. Ter Vertreter unseres Vorortes Seckbach hat in der Sitzung eine nicht sehr schmeichelhafte Bemerkung über seine Wähler gemacht. In Seckbach, sagte er, ist eS ja üblich, daß die Leute einander bestehlen. Freilich suchte er hernach seine unvorsichtige Bemerkung dahin einzuschränken, daß er die „ehrbaren Seckbächer* nicht gemeint habe. ES handelte sich um die von Seckbach verlangte beffere Feldpolizei. Tas Gewerbe- und Verkehrsamt hatte auf ein An- suchen erwidert, man möchte ihm erst sagen, wo und was gestohlen werde, und wo die Diebe seien (!) Auch verlangt das Amt den Grund zu wiffen, warum sich die Felddiebstähle vermehrt hätten! Vermischtes. Berlin, 13. '.Närz. Zu der Affäre der Gräfin Kwilecki sind zwei neue Verhaftungen von der Gerichtsbehörde in Wroblewo, der Heimat der verhafteten Gräfin vorgenommen worden. — Die Hebamme Ossowska und die Kammerfrau der Gräfin, Frau Ehiwalkowsta, wurden unter dem Verdacht festgenommen, in dem im März 1901 in Posen ftattgehabten Zivil-Prozeß wegen An erkennung der Legalität der in Frage stehenden Sohnes der Gräfin eines wtssentlichcn Meineides sich schuldig gemacht zu haben. Die verhafteten Frauen sind gestern hier eingeliesert worden. Gegen zwei andere Zeugen aus dem Posener Prozeß sind ebenfalls Verdachts-Momente wegen ujrer damaligen Aussagen aufgetaucht. "Sternberg und Möhring. Man schreibt uns: Auf Grund des § 11 des Preßgesetzcs ersuche ich Sic die den Bankier Döring und mich betreffende Notiz wie folgt zu berichtigen: 1. ES ist unrichtig, daß Sternberg jemals an mich das Verlangen gestellt hätte, Akten, die seine Sache berühren, zu beseitigen. Mithin kann auch Rechtsanwalt Dr. 2)1 öbring einem solchen niemals gestellten Verlangen nicht widersprochen haben. 2. Es ist unrichtig, daß Dr. Mühring sein Derteidigungshonorqr ober irgend welche Tantiemen vorenthatten sind. 3. Es ist unrichtig, daß 5)r. Möhrings Hand- und Geschäftsatten verschwunden sind, vielmehr sind lediglich Akten, welche im Sternberg'schen Bureau geführt und von Dr. Möhring als seine Handalten m Anspruch genommen wurden, demselben nicht ausgehändigt worden, weil sie nach meiner Auffassung Sternberg'sche Akten sind. Auf eine diesbezügliche Beschwerde Dr. Möhrmgs sind diese Akten von mir der Kriminalpolizei übergeben worden. 4. Die infolge unbegründeter Denunziation Möhrmgs, die in keinem Zusammenhänge mit der Aktenangelegenheit steht, für kurze Zeit angeordnet gewesene Beschränkung Sternbergs in seiner Korrespondenz und dem mündlichen Verkehr mit mir ist in vollem dem Reglement entsprechendem Umfange wieder aufgehoben worden, nachdem femerlei Unregelmäßigkeit festgestellt werden konnte. Infolge dieser Handlimgsweise ist 'Rechtsanwalt Dr. Möhring feiner Vertrauensstellung enthoben und seit 2)htte Februar fernerer Gehaltszahlung gesperrt. Hochachtungsoll! Alfred Wentzke. * König Eduard u n o b i e Presse. Eine interessante Episode wird von einem englischen Wochenblatt erzählt. Dor einiger Zeit ereignete es sich, daß bei einer Gelegenheit, als der König eine kleine Rede hielt, nur ein einziger Repräsentant der Londoner Presse zugegen war, der die Rede stenographisch aufnahm. Nachdem er sein Manuskript übertragen hatte, begab er sich z»i dem Privat- sekretar des KvnM und bat diesen, die Rede durchzulesen und etwaige Irrtümer zu korrigieren. Zu bciberieitigem Bedauern mußte aber Lord Knöllhs die entmutigende Artt- rnort geben, daß er selbst die Rede nicht mit angehört habe. Er nahm jedoch das Manuskript an sich und bat den Reporter, in zwei Stunden wieder vor^iisprechen. Dieser tat wie ihm geheißen, und war höchst erfreut, sein Manuskript Prinzregenten-Theater zu München. Für die vom 8. August bis 14. September stattfindenden Richard Waanerfeslspiele, welche drei komplette Ring-Eyklen und je drei Aufführungen von „Die Meistersinger von Nürnberg", ,,Tannhäuser", „Tristan und Isolde" und „Lohengrin" umfassen, ist nunmehr die Besetzung besannt gegeben worden. G5 werden außer den Mitgliedern deS L Hof- und Nationaltheaters in München eine große Zahl hervorragender auswärtiger Äünftler Mitwirken. Die Überleitung der Aufführungen liegt in den Händen bc3 f. Intendanten Ernst von Possart; die musikalische Leitung haben Generalmusik-Direktor Hermann Zumpe, sowie die ^oskapellmeister Franz Fälcher und Hugo Röhr. Die 39. Tonkünstlerversammlung des Allg. ^«ttchen Musckvereins wird vom 12.—16. Juni in Basel Sjibttt An der Spitze deS gesamten OrganisationS- ee» sttztzt RogierungSrat Dr. David. Der geschäftS- fahrende AnsHchust de? Allaemainen Deutschen MufikveremS Die beiden oberen Stockwerke sind gleichmäßig ein» gerichtet, auf jeder Seite des in der Mitte liegenden großen Eßsaales sind die freundlichen Schlassäle, die je 24 Personen fassen. Während sich in der ersten Etage der Lber- wärter mit noch einem anderen Wärter aufhält, ist in den einzelnen oberen Schlafsälen je ein Wärter untergebracht. Zu erwähnen ist noch, daß ein Aufzug durch das ganze Haus geht und daß überall vom Keller bis zum Dachftock AektrischeS Ächt, Zentralheizung, VentilatwnSschächte und Löschvorrichtungen angebracht sind. Alle Räume sind in Hellen, wohltuenden Farben gestrichen, die Umrahmungen der Türen, Fenster, die Türdrücker usw. in zweckdienlichen, einfachen, nrobemen Formen gehalten, die in ihrer soliden Ausführung zu dem Einheitlichen des Ganzen wesentlich beitragen. Alles in allem ist es ein ungeteilter Genuß, buien zukünftigen Aufenthaltsort unserer Siechen äu durchwandern, und wir glauben, daß sicher jeder diese Sütftalt mit der Befriedigung verlassen wird, daß der Erbauer hier seine Aufgabe nach jeder Rickttlng hin so glänzend gelöst ftat. daß Die ganze Provinz mit Recht auf sein Werk stolz fein kann. besteht aus den Herren Richard Strauß, Otto Leßmann, Gustav Wassow. Eine klopstock-Ausstelluna will die Hamburger Stadtbibliothek zum 100. Todestage Klopstocks am 14. März veranstalten. Die Ausstellung wiro Lildnsise des Dichters und seiner Angehörigen aufweisen, außerdem Autographen, die ersten Ausgaben seiner Werke, bon denen viele in Hamburg gedruckt wurden, und zahlreiche Schriften über Klopstock. Lin unbekannter Brief Fritz Reuters, dessen Werke wir jetzt in einer billigen IO - Mark - Ausgabe besitzen, wird in der Londoner deutschen Zeitung „Hermann" veröffentlicht. Das Schreiben, das an „Madame PeterS, Wohlgeboren zu Thalberg" gerichtet ist, wurde von deren Tochter der Einsenderin zum Geschenk gentadyt. Es ist flüchtig in Knittelversen geschrieben unb lautet: „Geehrteste und geliebtefte Freundin! ES wird Ihnen hoffentlich paßllch sein, wenn ich, Ihr geliebter Freuno> / der's stets mit Ihnen so wohl gemeint, / und meine Frau, geborene Kuntze, / sich Ihnen nahen mit dem Wunsch^, / Sie morgen um drei Uhr hier bei uns zu sehen, / um mit einem Gänsebraten Ihnen unter die Augen zu gehen. / Ist Peters von seinem Kuhhandel zurück, / so würde dies sehr vermehren unser Glüch / Auch bitten wir zu uns rer Freud' und Lust, / nicht zu oergefjen Helene und Minna RuP. / Herrn Hichebrand und Herrn Sinnieren, / thun wir freundschaftlichst inoiticren / und hoffen, daß sie aeceptiren. / Doch vor Allem, merken Sie das wohl! / ist eingelaben Minna ÖnL / Meine Frau geht umher in Aengsten und Röchen, / Marieken muß jetzt schon das Feuer anboten, / -voran die GanS soll gebraten werden- / und ich bin der glücklichste Mensch au, Erdem / und schmecke die Gans im voraus schon. / Es ist 'ne vollständige Revolution! / Lis uns die freundliche Gans vereint / verbleibe in tiefster Devotton Ihr geliebter F. Reuter, Ihr tneuerfter Freund! Teltow, den 19. Oktober 1864." Arno Jboift verösftnll.chte jüngst in Hardens „3u> funft" feittv jüngsten povttschon Schöpfungen uruet Dem Titel „lieber auf einer alten Lautc", Lyrik in Stil, Charakter und AuSbrucksweise deS siebz'.hnten Jahrhunderts. Sie ist ossensichttich entstanden aus ei.idringlchem Studium der deutschen Dichtung des siebzehnten Iahthun derls. Es sind Verse, wie sie Simon-Dach und Hof manns waldau gesungen haben konnten, wie sie im (befolge der Peg« nitzschäfer entstanden sind und in den Volksliedern deS Jahr Hunderts des dreißtZiährigLN SLitgcs erlangen. Unter dem Protektorate HemttaS Xlv. Furps Reuß j. — hat sich eine Vereinigung gebildet zum Zweck' dec^ErrLcht- ung eines Denkmals für den Dichter Juttas Juen sind gestern hier beJc Zeugen aus dem achts-Mmentc wegen - Man schreibt uns: setzcs ersuche ich Sie ch betreffende Notiz richtig, daß Sternberg hätte, Akten, die feine kann auch Rechlsan. ils gestellten Verlangen : ist unrichtig, daß a oder irgend welche s ist unrichtig, daß len verschwunden sind, )t im Liernberg'jchen als seine handallen ,elden nicht ausgehändigt mg Lternberg'sche Akten >erde Dr. MhringS sind ilizei übergeben worden, jiation Möhrmgs, die m aangetegenheit stehl, für Kränkung Sternbergs m ilidjen Verkehr mit mir entern Umfange mietet Unregelmäßigkeit fest« ser Handlungsweise üt Lertrauensltellung ent« ;tet lLehaltsMung y* rtzle. > fresse. Anc inter. alischen Wochenblatt eres M daß bei eine: l-1n°Si°d° MM wer Presse Ltm Bchdkin tt (ein Sm ju dem.M^ . die Seöc duechpsks"' em Zu beibetieitijem \ die entmutiget nicht mit hat in d,° kS > Über |tlne|*S ""-ch luchtes J® b-here Matte Ollt eu, h"1 "«“”b ---- A totlangt $ bie Telddiebsühi, ten je dcS iicb»^ "ä y.i siebjehmt »wßEbs sie HU ; ■tihr -n« igc5 »16 ; jU«1 StttlNU des Dichi wo t L erci^^edfotö21 wurde lln^^^bern kST'"'7 ■»r &nC h a ' (ffgii. gelbe Systems I es mit Ä&5 ;!W ffMS MM ♦ Ein Gatte zum Whist spielen gesucht. Eine 70 Jahre alte Dame in Washington, leidenschaftliche Whist- spielenn, erließ vor kurzem in bärtigen Zeitungen eine Anzeige, durch die sie auf „diesem nicht mehr ungewöhnlichen Wege" einen Lebensgefährten suchte mit der ausdrücklichen Bestimmung, daß der letztere ein ausgezeichneter Whist- spieler sein müsse. Auf diese Anzeige hin stellte sich der alten Dame wirklich ein Heiratskandidat vor, mit dem sie, nachdem sie ihn auf seine Fähigkeiten im Whist geprüft und sie als genügend befunden hatte, die Ehe unter folgenden Bedingungen einainy: „Ter Mann hat die einzige Verpflichtung seiner Gattin gegenüber, mit ihr an jedem Abend, jahraus jahrein, Whrst zu spielen, wofür sie ihm die Zinsen eines 100000 Dollars betragenden Vermögens und nach ihrem Tode das ganze Kapital zur Verfügung stellt." Eine amerikanische Zeitung bemerkt dazu: „Ten Mann möchten wir nach fünf Zähren Wiedersehen. Nebst den 100000 Dollars wird sich bis dahin wohl voraussichtlich auch eine gelinde Gehirnerweichung eingestellt haben." Landwirtschaft. ,Hofgüll in der Wetterau, 100 Jahre der Entwicklung eines irttensioen Betriebes", nennt sich eine soeben bei Paul Porcy in Berlin erschienene, auf Grund von Originalaufzeichnungen bearbeitete Schrift von Dr. Rich. An- finger. Wir beabsichtigen das Buch in den nächsten Tagen ausführlich zu besprechen. Das deutsche landwirtschaftliche Gc - nossenschaftswese n. Am Schlüsse des Jahres 1902 bestanden im Deutschen Reiche 16 48b landtvirtschafAiche Genossenschaften, gegenüber 16 013 am 31. Dezember 1901. ES branden sich hierunter: 11322 Spar- und DarlehnSkassen, 1499 Bezugs- und Absatzgenossenschaften, 2239 Molkerei- aenossenschaften, 1428 sonstige Genossenschaften. Mehr als die Hälfte dieses G^samtbestandes waren dem Allgemeinen Verband der Deutschen landwirtschaftlichen Genossenschaften in Darmstadt angeschlossen, da demselben am 31. Dezember 9127 Genossenschaften zugehörten und zwar 5865 Spa» uni) Darlehnslasscn, 1650 Bezugs^ und Absatzgenossenschaften (einschließlich 500 nicht eingetragener Bezugsoereine), 1147 Molkereigenossenschaften, 415 sonstige Getrostenschaften. Von der wirtschaftlichen und sozialen Tätigkeit der landwirtschaftlichen Genossenschaften gewähren nachstehende Ziffern eine Vorstellung. Innerhalb des Allgemeinen Verbandes der Deutschen landwirtschaftlichen Genossenschaften liehen int Jahre 1901 in laufender Rechnung bezw. als feste Darlehen 5302 Spar- und Darlehnskaisen 215 Millionen Mark aus, bezogen 1253 Bezugsgenossenschaften für 33 Millionen landwirtschaftliche Bedarfsartikel, verarbeiteten 964 Molkereigenossenschaften 1175 Millionen Liter Milch. Die Ausbreitung des ländlichen Genossenschaftswesens geht noch unausgesetzt vorwärts, da im Januar 1903: 120, im Februar 1903: 114 landwirtschaftliche Genossenschaften neu errichtet wurden. handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Berliner Börse vom 14. März 1903. (MNgeieilt von der Bank für Handel und Industrie, Greven.) Die Anzeigen mehren sich, daß der Aufschwung in der Industrie nicht eine bloße Früh- jahrsbewegung, sondern der Anfang enter neuen Konjunkur ist, und die Börse folgt in ihrer lang znrnckgehattenen Unternehmung!- lüft gern der ihr hierdurch gebotenen Anregung. TaS Terouvert wird iDcitcr zu Deckungen gezwungen und daS Ausland, dessen Spekulation von den fremden Böllen etwa# ernüchtert ist, beteiligt sich an der hiesigen Häufle in Montanen. Laura, Bochumer, Hl- bemta, Gelsenkirchen, Harpener werden in großen Posten au# dem "Markte genommen und, in den letzten Tagen ganz besonder# sa- Donnert, folgen die Werte der deutich-luxeiubuogischen Gesellschaft. Die Börse schließt zu 2-3 p(St. höheren Cnrsen tn den "Märkten der oben genannten Werte. Uaflainarkt in den Induitnepapieren ebenfalls haussierend. Alle übrigen Gebiete liegen still und ohne Leden, doch die Tendenz bleibt überall eme gute. Von Renten Derben neimenHwert höher. — - । 1 Eingesandt. Für Form und Inhalt anci unter Dreier Rubrik stehenden Artikel übernimmt frie Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) In dem Bericht de# .Gieß. Anz.* über die letzte geheime Stadtoerordnelensitzung wird zum Schluß eine weitere oteuererhöbung in Allsstchl gestellt. GS wäre dies ein schlechtes Rellamemütel für den neuen Berke hrSoerein. Jeder Renmer muß fetzt schon 10 Prozent seine- Stnkomme»- bergeben und e# giebt im deutschen Reiche noch genug größere Städte giebt, wo man nur die Halste und noch weniger Steuern zahlt. — Tie Herren Stadtverordneten, sollteir c# sich wohl überlegen, einer Tteuererhölning zilzustunmen oder wenigitcn» weiten, bis da# neue Kvinnninalsteuergesttz herauskommt, welche# boflent- l,ch eine gerechtere Bertetlimg bringt. — Es ist auch nicht verständlich, warum hier o viel »n geheimen Sitzungen verbandelt wird. sIn Steuersachen ist dies doch gar nicht angebracht. Ta# Ptlblikum sollte wißen, ob neue und höhere Steuern m 9U»ssick)< genommen sind. Im Namen Vieler. 8. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Montag den 16. März: Abend? 8 Uhr: Bibelslunde im Konfirmandensaal der Johanneskirche. Text: Psalm IS. Pfarrei Euler. Mittwoch ben 18. 3)1 arg, abends 6 Uhr: 4. PasstonS-Andacht in der JohanueSkirche. Pfarrer Euler. Ein Medizinal-Magenbitler-Lckör, bis heute unerreicht und einzig dastehend, wird zur Zett von der Firma Dr. D). Unecht u. Lo. tu Frautfurt a. M. unter dem Namen „SLntis" Magenbitter hergestellt unb auf den Warft gebracht. Für Gesunde> und Ironie, aus solchen Krautern und Pflanzen durch Tigeration und Destillation bereitet, die erfahrungsgemäß die Eigenschaft besitzen, die Magensäfte zu u erbeff em und den Appetit zu heben, wie auch die Verdauung zu befördern. Aber auch bei ernsten Störungen der Verdauungsoräatte ist die Wirkung des „SäntiS" eine ganz außerordentliche. Rach dem Urteil ärztlicher Autoritäten, welche ..LäntiS" an stch, in der Familie und in der Praxis anwendeten, sollen Verdauungsschwäche, Verdauungsstörungen, Darmträgheit und deren Folgeerscheinungen durch den Gebrauch des Medizmal- Magenditters ,,Säntis" behoben werden. Tr. W. Knechts Magenbitter „Lautis" ist überall erhältlich und kostet die große Flasche Mk. 2,50, die kleine Flasche Mk. 1.00. Ceibniz Cakes mit Ätortefturen von des König? eigener Hand zurückzu- erhalten. * Tin neuer „3ad thc Ripp er". Furcht und Schrecken verbreitet in der schottischen Hafenstadt Greenock die Kunde von zwei mörderischen Anfällen auf weibliche Personen, die von dem Messer des Verbrechers in genau derselben Weise gekennzeichnet wurden, wie es vor etwa 12 Jahren an den Lpfern des im Londoner Vorort White« chapel sein unheimliches Wesen treibenden Mörders, den man „Jack, der Aufschlitzer" nannte, zu beobachten war. Die diesem neuen Unhold in die Hände gefallenen Mädchen gehören der gleichen Klasse an, zu der jene auf so grausige Weise umgebrachten Londonerinnen zählten. Ter zweite „Jack thc Ripper" scheint aber noch etwaS ungeübt zu sein; denn seine ersten beiden Opfer sind mit dem Leben davon- gekommen, doch liegen sie in sehr bedenklichem Zustande tm Hospital darnieder. Jede der beiden Frauenspersonen sagte dasselbe aus. Sie wurden deS Nachts an einer der lebhaftesten Straßen von einem gut gekleideten Manne zwischen 20 und 30 Jahren angesprochen und zum Mitgehen aufaefotbert Er führte sie zu einem menschenleeren, in völligem Dunkel gehaltenen Platz im südlichen Teil der Stadt und fiel hort mit dem Mester über sie her. Die Angaben der Verwundeten lassen mir Bestimmtheit darauf sthließen, daß beide Prordversuche von demselben Indi- viduum,und zwar innerhalb einer Stunde, begangen worden sind. Bisher tonnte von dem Täter noch keine Spur entbetft werden. • (Bin Maler ohne Arme. Bristol (England) ist die Vaterstadt eines armlosen Malers, der eS zu hoher fertig (eit in feiner Kunst gebracht hat. Mr. Hiles (das ist der Name des Artisten) «igte nach der Münchener „2llla. Ztg." schon in feiner frühen Kindheit Neigung für Mal- tunfl, aber fein Schicksal schien besiegelt, als der achtjährige Knabe bei einem StraßenbahnwagenAusammenstoß in Bristol beide Arme verlor. Hiles versuchte zunächst seine Kunst mit den Füßen aus-uüben, als ihm dies aber nicht wünsches- gemäß gelang, begann er den Pmsel zwischen die Zähne zu nehmen und auf diese Weise zu malen. Eine ununterbrochene, sechsjährige Hebung brachte ihn dahin, mit dem Munde das zu vollführen, was ferne Kollegen mit der Hand taten. Auf der technischen Hochschule in Bristol zeichnete sich Der junge Mann später im Modellieren mehrfach aus, und durch die Unterstützung ernes Gönners, des Malers Matthew Hole, brachte e5 Hiles als 16jähriger Bursche in der Landtschaftsmolerei zu einer hohen Stufe. Ein von ihm verfertigtes Gemälde wurde auf der Akademie der Schönen Künste m Bristol zur Ausstellung zugelassen und fand alsbald einen Käufer. Ein Stipendium von 100 Guineen veranlaßte den jungen Künstler, nach London zu gehen. Er studierte dort an Der kgl. Akademie der Künste und erwarb sich eine silberne und zwei bronzene Medaillen. Seine Studien beendete der armlose Maler in Paris. Königin Viktoria war eine eifrige Verehrerin der künstlerischen Fähigkeiten hileS', und wie sie, so haben auch Königin Alerandra, Mr. Walter dräne und andere Sammler und Kunstrichter Arbeiten deS Artisten erworben. Seine Aquarelle werden aus allen Ausstellungen zugelassen, und der Künstler verschmäht es, auf fein körperliches Gebrechen Hinweisen zu lassen, da auch ohnehin seine Arbeiten ausnahmslos Käufer finden. Verdingung. Das Setze» uuotHcmigcn der Lesen m den städuschen Gebäuden im Rechnungsjahr 1903/04 soll 2229 Donnerstag, den 19. d. M., vorm. 11 Uhr öffentlich vergeben werden. Bedmgungen liegen auf unserem Bureau, Zimmer Nr. 3, zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der bei und erhältlich, sind bis zum genannten Termin bei uns einzureichen. — ZuschlagSfrlsr 14 Tage. Gießen, 13. März 1903. Stadt. Hochbauamt. I. B.: Gerbet. !it i'OljDdwningcn oom 12. und 13. d. Alts, fuiö genehmigt. DteAbsuhrscheme tonnen von Frettag, den 20. d. Mts. an bet Fretherrlicher 'Jieniet zu Kondors m Entpsang genommen werben. An biejein Lage findet auch die Uebergabc des Holzes statt. Kondors, 14. März 19U3. Frhrl. Dberförftcrei Rabenau. ___Nicolaus.2256 Mobiliar- Versteigerung. Dienstag, den 17. Marz, nachm. 21,, Uhr werden im Hause Lteinitraßc 30, 3., nachverzeichnete Gegennände gegen Baarzahlung versteigert; 1 großer zweitüriger Kleid erschrant, mehrere • Tische unb Stähle, 1 Nachttisch, 1 Kuchenschrank nut Glasaufsay, 1 vett, versch. vettzeng, Porzellan u. Glas, sowie Haus- und Küchengeräte. 2223 DicuStag, ben 17. v. Mts, nachmittags 2 Uhr, versteigere ich Xenitabt 5ö dahier gegen Barzahlung: -242 1. 1 'DltUe Zigarren, lange unb kurze Tabakspfeifen sonne eme Anzahl Lpazterflöcke, 2. eine öoUuäiibige üabenetn- richnuig, biueqe Atobel, 2 Tezimalivaaen, 1 Gasherd, 1 EisschraiU x. ic Die Versteigerung zu 1 be- stimmt. vor«, Gerichtsvollzieher. Ifi = « s 70 88 934 § s L LesilsH-Würingri'ch« Staatskotterie ,Ritt-Id<»tlche itaatslotkrit) Jttlnma VL »lasse (9. Tag) 14. Jtt5r| 1903. LlleNummern, neben welchen nl ht» bemerkt ift, find mit 200 Mark gejoflen. (Ohne Gewähr.) 25024 111 81 82 213 321 38 82 497 621 42 [ 400 1 78 80 84 717 53 903 [400 ) 26009 100 34 69 | 1000) 245 338 [400145 446 59 514 78 642 58 61 81 731 806 20 76 2 7046 61 100 42 91 306 30 411 42 4o [4001 d4o 46 [400] 81 602 34 [400, 88 727 56 ( 4001 71 84 818 55 914 35 53 28033 65 112 229 (400 ) 332 79 410 59 (400) 99 M2 43 78 676 80 736 66 960 29011 226 31 63 88 323 69 489 517 [ 40 01 96 614 726 52 952 30034 51 66 89 212 474 538 45 69 [1000 632 86 1000) 766 [20001 869 3 1031 96 115 18 ( 400 ) 42 67 274 840 93 425 ( 40 0) 76 TO 546 [400] 64 85 616 (1000| 68 742 |2000) 85 87 8>M 58 59 3 2121 74 222 328 38 418 73 518 11O00 bi 88 96 612 779 80 805 [400] 33 [1000 84 33010 122 63 303 ( 400 18 45 73 400 6 t 506 12 27 49 i 4-001 68 600 90 95 708 42 82 ) 25 913 400) 42 80 34028 44 185 90 234 [400) 50 94 371 452 68 74 554 74 665 983 4 3 5001 (400) 7 46 64 70 77 111 18 57 208 13 25 73 424 524 28 63 814 30 72 910 89 36013 44 75 108 27 [10001 TO 94 2iX) [4001 320 85 440 67 99 582 92 610 (1000 ) 831 63 904 89 (4001 37016 130 4001 96 233 36 91 355 429 700 84 *40 82 85 (400) 977 [400>85 [1000) 380*4 260 99 350 401 87 510 87 97 657 77 764 874 939 3»)15 45 135 42 210 347 riOOO] 61 [1000) 93 [400] 478 540 91 616(2 0 00 ) 86 753 70 8 4 9» 862 40045 35 [ 2000 72 159 93 [4001 95 272 84 367 589 (1000 ) 731 59 853 77 902 21 27 41153 54 |4<)O] 225 57 69 328 45 41.1 89 529 I 4001 48 55 58 617 78 763 [4oO) 86 93 [ 400 . 946 60 4 2029 127 66 229 81 588 661 753 4 00 ) 801 42 5ö 97 953 [4001 98 [1000) 43012 127 400) 43 [400) 71 (40J] 200 9 11 (100 0 ) 41 99 323 72 82 422 37 607 58 88 786 805 12 [40!) 38 978 44140 80 225 40 ( 43 0 97 514 39 (1000 ) 39 83 86 602 52 (400) 63 10001 789 813 -1-00) 15 40 70 88 (100 )j 910 45113 237 400) 43 100'» 344 599 609 706 33 55 (400) 818 954 74 40iBU 142 3K) 400] 45 70 346 49 (400) 534 49 (40Uj 53 & 636 43 76 [4001 130 55 79 257 302 11 91 401 27 71 573 [400] 92 662 751 68 (1000) 78 807 932 42 56 60 67 (1000 ) 78 [1000] 1061 82 186 282 302 33 447 54 (400] 86 533 [4001 60 1400) 603 [1000] 38 43 848 2026 72 156 66 78 SSO [400] 527 92 627 78 TOi 829 908 38 53 61 65 3178 283 322 86 85 93 424 [20001 86 527 56 74 14001 87 815 18 62 4058 236 309 50 77 (20 00] 401 51 74 510 31 46 Ö3 [400] 610(1000] »b 42 712 51 (1000) 910 49 55 85 5118 253 359 417 41 81 510 660 733 (400 ) 44 61 891 94(4001 939 43 6008 83 |400] 105 70 345 [400] 50 489 530 660 87 94 TOoMOOÖ] 13 Z 82 63 839 7104 58 86(4001 98 [ 4001 217 1400 ) 66 82 8714001 368 72 (400) * 73 76 532 644 (1000) 72 87 88 (feoOOJ 714 51 57 827 950 ( 400 ) 8078 n 115 37 99 (2000] 268 (4001 69 (2000) 70 91 4431400] 78 600 84 39 77 723 838 (400] 51 904 ( 400 ) 9Ö92 1400] 117 226 44 309 38 50 51 57 85 13000] 97 405 20 88 5U9 39 80 97 (400) 643 70 [400] 782 802 8 78 40016oS H2°50 91 363 411 31*67 515 69 634 840 [1000] 73 11019 22 182 241 (400 1 48 65 ( 400 ) 354 59 65 97 406 557 (400 ) 66 641 49 742 M 865 934 36 41 12024 (2Ö00J 46 236 86 jlOOO) 333 80 90 ( 40 0 ) 434 93 502 (400 | 673 744 69 ( 400 ) 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Dienstag, den 17. d. MtS. werden aus dem Franzen- wald, Abt. Hexenbusch, Tiefenthal und Fuchsbau versteigert: 4 Kiefernstämme von 25—29 Etm. Durchm., 5—7 Mtr. Länge = 1,38 Fstm.; 67 Fichtenstämme von 13—30 Ctm. Durchm^ 8—14 Mtr. Länge — 17 Fstm.; 148 Fichten- Derb stangen von 8—12 Ctm. Durchm, 8—13 Mtr. Länge --- 11,96 Fstm. Eiche: 3600 Wellen, 52 Rmtr. Stöcke. Nadel: 416 Rmtr. Knüppel, hiervon 60 Rmtr. in Schichten von 3—4 Mtr. Länge; 4370 Wellen, 82 Rmtr. Stöcke. Zusammenkunft morgens 9 Uhr in Abt. Hexenbusch am Lisenbahnübergang. Das im Distr. Fuchsbau zerstreut sitzende Holz wird nicht vorgezeigt, und kommt mittags gegen 12 Uhr zum Ausgebot. Nähere Auskunft erteilt Großh. Forslwart Menges zu Großen-Linden. Gießen, den 9. März 1903. Großherzogllche Oberförsterei Schiffenberg. _____________________Heyer._________________2258 Bekanntmachung. Die Vertilgung der Ratten durch Wift in den städtischen Kanälen und Wasserläusen soll auch in diesem Jahre und zwar in den nächsten 8 Tagen vorgenonnnen werden. Um eine durchgreifende Wirkung zu erzielen, ist es erforderlich, daß alle Besitzer der un Stadtgebiet liegenden Hansgrundstücke für gleichzeitige Vertilgung der Ratten in ihren Kanälen, Lmltasten, Höfen usw. sorgen. Dre Besitzer von Haustieren, Geflügel usw. werden hiervon unter der Aufforderung in Kenntnis gesetzt, die vorgenannten Tiere von den gefährdeten eteilen fern zu hatten, da seitens der Stadt etwaige Schadenersatzansprüche abgetehnt werden. Gießen, den 14. März 1903. 2238 Grotzyerzogliche Bürgermeisterei Gießen. M e c u nu_________________________ BitannrrnuMunk Samotag, den 21. März 190.3, nachmittags 2>, Uhr, sollen beim Turmhaus am Brand 1. die städtischen Marktlauben und die unter dem Turm- Han» befindlichen Keller, 2. die WlrtschaftShalleu aus dem Biehmarttplatz für die Zeit vom 1. April 1903 bis dahin 1904 öffentlich meistbietend versteigert werden. Die Verpachtungsbedingungen werden im Verpachtungstermin bekamu gegeben, können aber auch schon vorher aus unserein Dekretariaie eingesehen werden. Gießen, am 14. Aiärz 1903. 2232 Der Oberbürgermeister. ________________________Mecu m.________________________ Gelände-Verpachtung. Donnerstag, den 19. März 1903, nachmittags 3 Uhr beginnen!), wird nachstehendes Gelände unter den noch bekannt zu gebcnben Bedingungen öffentlich verpachtet: 1. Acker auf dem Hamm 1188 qm, früher dem Hermann Stauß gehörig, 2. Grabgarten am untersten Rieaelpsad in der Nähe der unteren Stephanstraße und Hinteren Bleichstraße, 361 qm, früher dem Karl Schleenbecter von Krofdorf gehörig, 3. Grabgarten ain Langenstein, hinter der Universüäts- öibliothek, 709 und 833 qm, früher dem Maurermeister Pfaff gehörig, 4. Acker an der alten Marburgerstraße beim neuen Friedhof 840 qm. Die Zusammenkunft ist am NeustLdtertor. Gießen, am 14. MciM 1903. 2233 Der Oberbürgermeister. __________________________Akecu m.___________________________ Lttlnögeils-Muz pro 31. Dezember 1902. Aktiva: -K Kaffenbestand ....... ....2 506 43 Guthaben in laufender Rechnung bei Genossen . 38 224 45 Darlehen auf Schuldscheine ...... 2 772 — Hypotheken 14 750 — Kaufschillinge 1 392 55 Rückständige Zinsen ........ 385 35 Mobilien nach Abschreibung von 10 Prozent ♦ 30' — Summe der Aktiva 60 060 78 Passiva: GeschäftSguihaben der Genossen ..... 2 439 — Anlehen einschließlich Spareinlagen . . . . . 45 543 92 Schuld in laufender Rechnung an Genossen . . 11 596 19 Nachlässe für noch nicht fälliges Gütertäufgeld . 148 25 Ausstehende Sparkarten ....... 2 30 Reservefonds 82 — Betriebsrücklage . 79 86 Reingewinn .......... 169 26 Summe der Passiva 60 060 78 Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1901 . 67 Während 1902 gingen zu 1 „ ab ..... . — Daher Stand der Mitglieder Ende 1902 . . 68 Grüningen, den 14. März 1908. und Tarl hngtasse Eingetr. Genoffensch. mit unbeschr. Haftpflicht. Marsteller. Btngel. 2276 Holz-Versteigerung. Donnerstag den 19. Marz d. IS. werden versteigert aus Distrikt Ampel, Stämme: Eiche 5 Stück vo>i 22—31 Ctm. m. Dm., 3—13 Mtr. liangc nut 2,21 Fstm., Fichte 26 Stück von 11—14 Ctm. m. Dm., 9—15 Mtr. Länge mit 3,38 Fstm.; Derbstangeu: Fichte 381 Stuck mit 25,43 Fstm.; Rctsstaugeu: Fichte 17 Stück mit 0,31 Fstm.; Scheiter Rm.: Buche 84, Eiche 26 i. Klasse (worunter 2 Rm. Rundscheit), 10 II. Klaffe, Nadel 4 (Rundscheit); Knüppel Rm.: Bilche 187, Eiche 51 L Klasse, 4 II. Klasse, Nadel 15 1. Klasse, 2 II. Klasse; Reiser Rm.: Buche 190, Eiche 146, Nadel 8; Stöcke Rm.: Bliche 89, Eiche 45 I. Klaffe, 4 IL Klaffe, Nadel 16. Die Zusammenkunft ist vormittags 10 Uhr auf der Chauffee RüddinaShausen-Teckenbach am Waldemgang. Nähere 'Auskunft erteilt Forslwart Wißner, Londorf. Loudors, den 14. Marz 1903. Freiherrllche Oberförsterei Rabenau. Nicolaus. 2255 IN |eötr beliebigen Schriftart un» Karton- z muTTOi Ifll l»rte, stwlt mit öirteln aller ftUdenftftde« V 4 J444M4 tnri» Vereinigungen, liefert jn mützigen pttifec yrühl'sche Universitäts-Druckerei, Schulstratze 1 Vermietung von eisernen Schrankfächern •og Safes in unserem feuer- nnb einbruchssicheren Gewölbe für Effekten-Selbstverwaltung. Wir vermieten in einem aus Grund der neuesten Erfahrungen hergestellten, nach Ansicht bewährter Techniker feuer- und einbruchssicheren Gewölbe in schmiedeeiserne Schränke eingebaute, verschließbare Fächer ib-fee . Tie Vermietung der Schrankfächer erfolgt je nach Vereinbarung auf ein Jahr oder auch auf einen kürzeren Zeitabschnitt. Die Miete stellt sich wie folgt: Größe Nr. Höhe Breite Tiefe Mietpreis für 1 Jahr 1 18 cm 23 cm 50 cm Mk. 15.— 2 24 cm 23 cm 50 cm Mk. 30.- 3 39 cm 46 cm 50 cm Mk. 50.— Die Eiiirichtung der Schrankfächer ist derart, daß nur unter gleichzeitiger Mitwirkung des Mieters unb des beauftragten Beamten das Jach geöffnet werden kann. Jeder Mieter erhält von der Bank zivei Schlllsscl zu (einem Schrankfache. Weitere Exemplare des gleichen Schlüssels existieren nicht. Den Mietern von Schrantsächem steht zur Vornahme der mit den niedergelegten Wertgegenständen erforderlichen Arbeiten (Trennung der Coupons rc.) ein separates, verschließbares Zimmer zur Verfügung. Tie Anzahl der vermietbaren Schrankfächer beträgt 112. Wir empfehlen unsere neueste Einrichtung un Allgemeinen, besonders aber solchen Kapitalisten, welche einen Kassenschrant nicht besitzen. Gießen, im März 1903. 2294 Bank für Handel und Zndnstie. Aepoflteniiasse Hießen. Orpheum. Henle, Montag, den 16. März, abends 8. Uhr: Gala - Vorstellung mit vollständig neuem Programm. U. A. ist engagiert: Mieter H. Dahlen, stärkster Mann Amerikas. Die Direktion: Hans Prottengeier. Zur Berichtiauna! hme Wlrkllch sule KaPeiie --°-----— zu engagieren? war mir nicht möglich, aus diesem Grunde finden die Vari6t4-Vorstellungen weiter statt. ।• I> i>. 0. fordere St. neue neue Ringjchiff-Schneider-Näh- 2 neue 4 10% 1324 ist jetzt die beste Zeit. r-r 5 3 2 120 75 55 15 i 2 1 1 1 3 120 115 155 65 45 48 gebrauchtes Fahrrad (sehr schön) gebrauchtes Fahrrad . . Waschmaschine (das beste System) hocharm. Familten-Nähmaschmen hocharm. Familien-Nähmaschinen gebrauchte Nähmaschinen . ma| d) men . . • Ringschiff-Nähmaschine (zum Sticken und ©topfen) Carl Graf Kirchenplah 11. Gießen. Ladenting. Schloggane. Für Fahrrad-Reparaturen Diverse andere Maschinen mit . 1 St. neues Fahrrad (4mal gefahren, Wert TH. 230) Wegen der beginnenden Kahrrad-Saison gebe ich (Raummangel halber) billigst ab: Schuhmacher-Nähmaschine AH. 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