Montan 1« März, »03 153. Jahrgang Erstes Blatt Nr. 63 am »turtle tih tepdcben: en>figrr «Ufte«. 5*rni|»fd)tjntd>hi&^ir 51 streit wäre nach Herrn Dasbach die Regelung sehr leicht, wenn der Staat in Trier sowohl ein katholisches, als auch ein evangelische« Lehrerinnenseminar errichtete. Außerdem erkundigte er sich lebhaft nach der Verwendung deS DiSpo- sitionssondS für die höheren Mädchenschulen und nach der ftonfcjfion der Lehrkräfte. Herr Im,er ging auf den Gym- nasialunterricht der Mädchen ein und suchte die Konsequenzen zu erläutern, die daraus entständen, wenn man mit der Errichtung von Mädchengymnasien fortführe. Wenn die Mädchen erst da« Abiturientenexamen in derselben Weise wie die jungen Männer ablegen dürften, könnte man ihnen auch kein Studienfach verschließen und müßte ihnen dann auch dieselben politischen Rechte und A em ter wie den Männern ernräumen. Der Beruf ol« einfache Lehrerin würde den Damen nicht mehr genügen und sic würden den Männern eine ganz erhebliche Konkurrenz auch m der Verwaltung usw. bereiten. Er empfinde angesichts dieser Frage geradezu Beängstigung. (Lebh. Bravo rechts). — Minister Dr. Studt betont ausdrücklich, daß die Regierung nicht beabsichtige, allgemeine Mädchengymnasien oder Realgymnasien zu errichten. Der Vorwurf, die radikale Frauenbewegung zu fördern, lasic sich gerechterweise gegen die UnterrichtSverwaltung nicht erheben, denn sie gehe nur sehr vorsichtig weiter. — Abg. Dr. Dittrich (Ztr.) verbreitet sich über die Frauenbewegung und meint, die Unter- richtsverwaltung sei den Forderungen der Frauen sehr weit entgegen gekommen. Erste ärztliche Autoritäten hätten sich gegen das Fraucnstudium ausgesprochen. Es sei Pflicht der Abgeordneten, vor einem Zuviel auf diesem Gebiete zu warnen. — Minister Dr. Studt führt auS, die Unter- richtsverwaltung beschäftige sich andauernd mit der Frage der Ueberbürdung der Schüler und Schülerinnen an den höheren Lehranstalten. Die Bedenken deS Vorredners wegen Gefährdung der Gesundheit der Schülerinnen seien übertrieben. Kolonialpost. Brüssel, 14. März. Die „Tribüne Congolaise* berichtet, die Ursache der englischen Angriffe gegen den unabhängigen Kongostaat sei darin zu suchen, daß der Kongoslaat sich geweigert habe, einer Gruppe englischer Finanzleute eine Konzession in einem, große Grubenschätze bergenden Gebiete zu erteilen. 3>ie Kiücch.njchllltn im pieutzischea Jartam-vt. Beim Titel Mädchenschulen nahm am Samstag das preußische Abgeordnetenhaus Gelegenheit, sich gründlich über die Ausbildung der Mädchen ausernanderzusetzen. Nach Herrn v. Knapp genügten die jetzigen Mädchen- schulen nicht den Anforderungen, insbesondere müßten andere Vorkehrungen getroffen werden, um die Mädchen zum Studium oorzubereiten. Für den Tr.rxr Lchul- Wltiwt 3t£i[ Un9 mit dem A Er 2emenlL Borb . Wtau (7 Sä'Ä "land sei ferner ^"8 Wilhelm ^Herzogtums Prinzregent rungsmüde und Wie soll man von Anbetungen in allen :c Zeit bevor. Der aber in Kopenhagen ert. Er halle jetzt ,müer Anerkennung oglich. Tie Er- nr ein Borw and Mba^‘ erfebigt uelenhauje on Graf Sanitz Dotations-G^ gründung durch den ister Dr. Stubt, die en Vorschriften über hack) resormbedürftig g der ländlichen Gerden und möalichst n an diese Verbände ie sich als ungangbar ausgearbeilet worden, i)t abgeschlossen seien, ir augenblickliche Zeil- tion nicht geeignet sei, i Finanzlage, te wurde ein Antrag degung eines Gesetze ung bei SoliS-1 geregelt und unter schösse den bestehen- die Kommission ver- Beratung des Kultus eMwesen fortgesetzt, um nochmalige gründ' ■et Schubesckwet- Schwartzhoff ent- rung des Lehrer ins. _________ ches. ... etkommisslondes >s Etats für Kiaut- nnerierung für E ngnisoberaufsehtt mW «0 $!. toOOO St & «PS Kommandeur. ” Siwto-W" ySs? I® erst® W llll'f.Ä Ägk ntiS°Ede« Snwnri itsip i"'t - -totra» >ng w bvt 1 werden. — Der Krankenkassenkon greß erklärte den Entwurf der Novelle zum Krankenkaisengesetz für unannehmbar, wenn nicht die auf die Beschränkung der Selbstverwaltung gerichteten Bestimmungen gestrichen werden. — Die „L o r r e s p. d e s B u n o e S d e r L a n d w i r t e" beschwert sich über die Reichsregierung, weil die- selbe in letzter Zeit wiederholt ReichStagskanüidaten, die namentlich wegen chrer bis dahin stets bekundeten agrarischen Gesinnung aufgestellt worden sind oder ausgestellt werden sollten, einen Druck ausgeübt habe, vom Bunde der Landwirte abzurücken und einen pronoiiziert agrarischen Standpunkt abzuleugnen. Ter Duno der Landwirte erklärt deshalb, daß er Kandidaten, welche nicht die bestimmte Erklärung abgeben, völlig auf dem wirtscyaftspollttschen Soden des Bundes der Landwirte zu stehen, keinerlei positive Wahl- tetten besprungen werden! H amburg, 13. Mär.'» An dem gestern abend stattgehabten L i e b e s m a h l deS O st a s i a t i s ch e n B e r e i n s nahm PrinzHeinrich mit etwa 200 Personen teil. Bürgermeister Tr. Lurchard hielt die Festrede, in der er einen Rückblick auf die Entwicklung des deutschen Ein- lusses warf und betonte, daß die vom Reiche mit China vereinbarten Verkehrserleichterungen und die sich anbahuen- den freundlicheren Beziehungen Chinas zu Japan möglicherweise ganz neue Voraussetzungen für den Verkehr mit und nach Persien schaffen würden. Straßburg, 15. März. Ter Landesausschuß für Elsaß-Lothringen hat einstimmig eine Resolution angenommen, welche die Gleichstellung der Reichstande mit den deutschen Bundes st aaten anstrebt und durch Vermittlung des Reichskanzlers dem BundeSrat und dem Reichstage unterbreitet werden soll. Kirche und Schule. — Der Provinzi-ollandtag für Hessen-Nassau hat nach einem Referate des Abg. Ruey-Kasscl die Preußische Regierung gebeten, em Gesetz 311 erlassen, durch welches den Gemeinden der Provinz gestattet wird, mittelst Ottöslatut zu bestimmen, daß die aus der Volksschule entlassenen männlichen Personen auf dem Lande bis zum 18. Lebensjahre zum Besuche der Fortbildungsschule verpflich- t e t sind. — In der konstituierenden Vorbesprechung für den eoangelifch-sozialenKongreß, der in derPsingstwoche in Darmstadt abgehalten wird, berichtete Professor Har- nack-Berlin: Auf dem Kongreß werden Professor Hermann- Marburg über .Bergpredigt und soziale Verhältnisse der Gegcnwatt*, Geheimrat Kahl-Berlin zur Revision des Strafgesetzbuchs, Professor Wagner-Berlin über Staats- und Gemeindesteuern sprechen. Wahlbewegung. Darmstadt, 16. März. Heute fand hier eine Der- sammlung des LandesauSschusseS der nationalliberalen Partei im Großherzogtum Hessen statt, in der eine Aussprache über daS Vorgehen bei den Reichstagswahlen erfolgte. Es wurde u. a. der Beschluß gefaßt, daß die Parteigenossen in allen Wahlkreisen darauf hinzuwirken haben, daß im Verein mit den übrigen bürgerlichen Parteien die Sozialdemokratie energisch bekämpft werde. Deutsches Keich. 93 er Tin, 15. März. Ter Aufenthalt des Kaisers in Rom wird nur vier Tage dauern. Nach einer Truppenrevue wird eine Galaoper und später ein Besuch des Forums ohne die Besichtigung der Ausgrabungen statlsinden. Nach >er Grundsteinlegung zum Goelhedenkmal soll ein Garteu- est auf dem Monte Pineio abgehalten werden, worauf iroßer Empfang auf dem Kapitol und Beleuchtung des Zorums, sowie des Kolosseums stattfindet, außerdem plant »er Bürgermeister Roms ein Bankett. Der Besuch Neapels und die Flottenschau scheinen auszufallen, auch ist es un- auBet Sonntags. Dem Gietzenn Anzng« werben im ’flkdjlcl mit den, hessischen tandwirt btt •kfcfeer Kamillen, blflttet viermal m der tvoche de,gelegt. Rolülionflörud il Verlag der Brühl 'lchen Univers.'Such- u.Srem- trudetri etschEr den) Stebatuon, ExpebUto« und Drucker«. Ausland. Paris, 14. März. T,e ^bgg. Thierrv und Bonnesvoy haben einen Gesetzentwurf eingebracht, durch welchen die Lebensversicherung von Kindern unter sieben Fahren verboten wird. Diese Versicherungen haben zu skandalösen Machenschaften Antaß gegeben, welchen zahlreiche Kinder zum Opfer fielen. — Ter Gewinn aus dem Tabakmonopol im vergangenen Fahre beträgt 332 Millionen, und dejenige auS dem Zündholzmonopol 24 Millionen Francs. __ Wie die Blätter melden, ist die Regierung entschlossen, in dem Konflikt mit dem Vatikan keinerlei Zugeständnisse zu machen. Tie Regierung werde vielmehr ruhig abwarten, bis der Vatikan einsehe, welche Unannehmna-teilen ihm aus diesem Konflikt ent- slehem NZger legte dem Präsidenten Loubet, bei dessen heutigen Besuch der LandwirtschaftSausstelluna eine graphische Darstellung vor, und führte auf Grund derselben aus, daß Deutsch land bei einer A l ko - holerzeugung von 4 Millionen Hektoliter für inDuiirieu: LZwe^e 1161 OuO Hektoliter verwendet, eni) oLunt-eui) be. einu: Erzeuguleg von 2 2:56 000 Heiiolitcr nur 2s 1 'jOO Hektoliter für uwuirrielle Zwecke oer- roenoci. ^ndererscils verbleibe der Alkohvlverbrauch für Unterstützung werde zuteil werden lassen, selbst wenn sie sich von vomberein der konservativen Partei anschließen tu wollen erklären. Eine Unterstützung selbst von Kandidaten, die sich zwar konservativ nennen, es aber nicht im Sinne des Bundes der Landwirte sind, sondern in Wahrheit willenlose Werkzeuge der jedesmaligen Regierung, werde für die Zukunft settenS des Bundes der Landwirte unter keinen Umständen erfolgen. — Dem in Stuttgart erscheinenden „Beobachter" schreibt man aus Münsingen, wo vor kurzem bei der Landtag s w a h l in der Stichwahl der demokratische Kan d i d a t gegenüber dem Zentrumskandidaten gewählt worden ist: In Oberstetten besteht ein Farrenstall, und der dortige Gemeindesarren ist bisher auch von der Nachbargemeinde Bernloch freundnachbarlich benützt worden. Tie Gemeinde Oberstetten ist katholisch, Bernloch ist protestantisch und die Heimat des neuen Abg. Reihling. Am vierten Tag nach dessen Erwählung, Dienstag, den 10. März, ließ die Gemeinde Oberstetten in Demloch mit der Ortsschelle amtlich bekannt machen, daß von heute ab keine Kühe von Bernloch mehr von dem Farren von Ober- gewiß, ob die Kaiserin mitgeht. — Der Kaiser besichtigte gestern im Kunstgewerbe- Museum ein neues zum Gebrauch bei feierlichen Grund» teinlegungen bestimmtes Festzeug, besuchte sodann den Reichskanzler und horte später im Schloß den Bor- trag des Chefs des Marinekabinetts. — Dem „Lok.-Anz." zufolge nahm der Kaiser auf dem Diner beim Reichskanzler den Mitgliedern der Lrientgesellschaft gegenüber Gelegenheit, fein Interesse für ihre Arbeiten und Bestrebungen aufs neue zu bekunden. Dabei wurde in der Hauptsache die Frage der Ausgrabungen behandelt. Das Thema „Babel und Bibel" streifte der Kaiser bei der Begrüßung des Professors Delitzsch Dieser wird im April seinen Vortrag halten. — Die „Köln. Ztg." detnentiert die Meldung, daß gelegentlich des 85. Geburtstages des Königs von Dänemark bei Anwesenheit des deutschen Kaisers die Verlobung des deutschen Kronprinzen mit der Prinzessin Alexandra, der zwetten Tochter des Herzogs von Cumberland, bekaimt gegeben roeruen sollte, und daß nur durch eine plötzliche Sinnesänderung des Herzogs der Plan gescheitert sei. Das offiziöse Blatt bezeichnet alle der- arttgen Ausstreuungen als ' **" 2. April den Gegenbesuch in Dänemark machen und am Geburtstage des Königs Christian nicht mehr in Kopenhagen anwesend sein. Desgleichen werde der Kronprinz nicht m Kopenhagen erscheinen, da er erst im Mai von seiner Orientreise zurückkehrt. — Die Vorlage wegen besserer Sicherung der geheimen Abstimmung wird, der N at.-Ztg." zufolge, dem Reichstage sehr bald zugehen. x- Die „öetm." halt die Mitteilung eines hiesigen Blattes, daß Bayern gegen die Aufhebung des 8 2 des Zesuitengesey es ftimmen werde, für er- f uni) en. Es könne vielmehr nach chrer Information kein Zweifel daran fein, daß in erster Linie Bayern den preußischen (Stimmen im Bundesrat beitreten werde, wie überhaupt im Bundesrat eine Mehrheit für die Aushebung vorhanden sei. Eine weitere Hinausschiebung der Entscheidung im Bundesrat müsse zu einem schweren politischen Fehler yolitifdje Tagesschau. Der Frankfurter Kongreß. Man schreibt uns von geschätzter Seite: Zu Beginn der vergangenen Woche hat in Frankfurt am Main eine Versammlung getagt, die sich mit einem der wichtigsten Probleme des Bolkswohls und zugleich den furchtbarsten Uebeln beschäftigte, die als schleichendes Gift im geheimen fortsresscnd die Kräfte des Volkes dezimieren. Tie dustersten Nachtseiten des Lebens mußten da beleuchtet werden, und bezeichnend ist es, daß dieser Kongreß, der sich mit dieser Sache beschäftigte, der erste in seiner Art war. Aber erfreulich wiederum und verheißungsvoll sieht uns dieser Kongreß an, weil hochstehende Männer und Frauen, Sroße Gelehrte, höhere Verwaltungsbeamte, Sozialpolitiker, Menschenfreunde und fvohbereite Helferinnen mit sittlichem Ernst und m o ra l i s ch e m Mut an die Frage herangettcten sind. Denn tatsächlick muß auch die edle Schamhaftigkeit, die mit der un)au6eren Prüderie nichts gemein hat, weichen vor den furchtbaren Erscheinungen, die oft unsägliches llnb.il anrichten; wir müssen erkennen, daß bie GeschlechtSkcanchciten tn chrer unheimlichen Verbreitung und ihren teuflischen Folgen nicht nur einzelne Menschen in der besten Kraft des Lebens zerstören, sondern unmefc bares Famckienglück vernichten, zahlreiche schuldlose Frauen zu Dulderinnen unsäglicker Leiden machen und ganzen Generationen im Keime den Untergang sichern. An vier Verhandlungstagen Hal jene geistig hochstehende Versammlung über die Geschlechtskrankheiten und ihre Be- lämpfung beraten. Man hat erlann/, daß die bisher geübte polizeiliche Kontrolle nicht auSreicht, daß andere Mittel der ethischen, sozialen und gesetzlichen Tätigkeit eingreifen müssen, daß sich die Krankenkasfen nicht mehr gegen venerische Verseuchungen verschließen und den Hmfsbedürf- tigen von allen ihre Unterstützung versagen dürfen. Man hat das Uebel bis in seine Ursachen zurückverfolgt, und dabei konnte es nicht ausbleiben, daß auch seine Vermittlerin, die Prostitution, beleuchtet wurde. Ernste, soziale Probleme traten zutage, vor allem wieder das soziale Grundübel: die Wohnungsnot. Das Zusammenleben ganzer Familien in unzureichenden Räumen, im ^ettt-ryit dem Scktlnfst«->ls»^siu, Rur stückige Atmsspyckre in den Behausungen der Armut erzeugt vielen-Kindern unseres Volkes schon in früher Jugend Neigungen, die sie ganz von selbst in die Arme der Prostitution treiben. Bei weitem nichl in allen Fällen sind Leichtsinn und Schlechtigkeit die Antriebe. Man verlangte deshalb nach genaueren, bis ins einzelne gehenden Erhebungen über die Zustände im Wohnungswesen, eine Wohnungstzefetzgebung, die an die Räume bestimmte gefundheilliche und moralische Mindestforderungen stelll, und man verlangte nach einer verbesserten Aussicht über die Prostitution, als über ein Uebel, das so all ist, fast wie das Menschengeschlecht selbst. Als Professor Neiffer die Säuberung der Straßen und die Kasernierung der Prostitution besnders in größeren Städten forderte, erhoben freilich zwei Frauen dagegen Einspruch im Namen der Frauenwürde, aber der alte Praktiker Polizeidirektor Schäfer ans Mannheim wies ihnen nach, daß eine vernünftig reglementierte Kasernierung der anständigen Frauenwelt Die Bewegungsfreiheit auf der Straße sichere, und zivei Mediziner sprachen sich ebenfalls aus Gründen der «Sittlichkeit wie der Hygiene ganz entschieden für die Kasernierung aus. Selbstverständlich kann der Kongreß nicht mit einem Blitzschlag eine Besserung des Uebels schaffen, aber angebahnt hat er sie. Er hat den Schleier der Heimlichkeit von dem Verderben gerissen, er hat die Wege ins Dunkel hinein und wieder hinaus ans Licht zur praktischen Bekämpfung gewiesen, und dafür verdient er den Dank unseres Volkes. Zur Ehescheidung am Üouigl. Sächsischen Hofe. * HJJT M A • monailidtTbtn. ptert* M ▼ A »Stauch Mt bu.ch SiehenerÄMger« General-Anzeiger v v *7 toi txn pohl B öligem. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen ZMZ 0U6«tiet üeC|if«ns »‘«‘TW d-r l,nh . «toll»' « etrtet Lioti M iDtge1* - . it,hic frtter W Die Frage, welcher Name Der nunmehr geschiedenen Kronprinzessin von Sachsen nach ihrem Ausscheiden aus dem Wettinschen Hause gebührt, und welchen sie zu fügten berechtigt ist, war wiederholt Gegenstand lebhaftesten Mem- ungsaustausches in der Presse und in weitesten Kreisen des Volkes. Da diese twn juristischen Feinheiten durchsetzte Frage jedoch nicht ohne weiteres zu entscheiden ist und die meinen Aeußerungen sich bisher nicht über Vermutungen und Allgemeinheiten erhoben, ist es beionders dankenswert, daß nunmehr eine streng objektive juristische Untersuchung dieser Frage auf Grund der Wissenschaft und der ein» schlagenden Gesetze borgenommen worden ist. In der „Ttsch. Iuristen-Ztg." kommt Der Privatdozent an der Universität Kiel, Dr. O p e t, zu dem Ergebnisse, daß der ehemaligen Kronprin;e'sin jetzt lediglich die Bezeichnung Luise Antoinette Maria von SachsenEettin zustehe, oder, falls die Kronprinzessin ihren vorehelichen Namen wieder aimchme, Luise Antoinette Maria von Lothringen^absburg-Tascana. Kurz gefaßt roirb sie sich also von jefet an ,^Luise von Sachten' nennen können unb die Worte „von Sachsen" werden die Stelle eines bürgerlichen Namens dabei oer- tteten. Zusätze, die dem wahren Sachverhalt entsprechen, also etwa „vormalige Kronprinzessin" oder „geborene Erzherzogin", kann sie jederzeit beifügen. zubauen. bereits m Hefsisch-Thür. Staatslotterie. Bet der heute 2000 Mk. auf Nr. 3814 4002 (Stegen) einem geraden Wege, welche ja, wie ihm Röder wurde »er* n zu, er habe erst die arntj^QC' niten östlich von der Medizinischen Stiinit für bie schon vorhandenen Kliniken eine Swrung entstehen könne, glaubt Der dritte Artikel: ,£)ie Entfaltung der Wesens heit des Schöpfers zur Kraft und Herrlichkeit' ist natürlich ebenso wahnwitzig; das schönste aber ift der Reklame-Schlußamkel .Die Erfüllung'. Hier heißt es: Tie Wlssenschaiieu haben sich, unter göttlicher Befruchtung bei -Träger des WettgeijicS', zu ungeahmer Hohe entwickelt, vor allem Aus tztaöl uni) £aui). Gießen, 16. Marz 1903. BLüheuder Blödfiau. Dor uns liegt ein grellgrünes vterseitigeS Oktavblatt, hemuSg. von der Redaktion der seltsamen Monatsschrift .Tie Erfüllung'. DaS Blatt bringt vier Arttkel, von denen einer immer blödsinniger ist als der andere. Der erste betitelt sich „Die Befruchtung der Welten* und schwätzt das dümmste Zeug über eine neu erfundene .Wissenschaft', die .Astrologie*, die .Gottes Wesenheit und den Ursprung aller Dinge und allen Lebens' zu lehren vorgiebt. Sehr schön sind daraus folgende Satze: ' ,T,e Seele eines jeglichen Geschöpfes und einer jeglichen Pflanze erzeugt nach erlangter Reite in ununterbrochener Folge einen Lceleujproß ober auch Leben-entgueller. Tie dllraloqie bezeichnet d,e Seelen,prosse bepflanzen mit.Wurzel-Lebensentqueller^, die Seelen,protze der Ge,chöp,e mu .Gehiru-Ueben-eutqueUer . In Dem folgenden Artikel .Die Schaffung der Sonne' „entquellen* dem anonymen Derfasier folgende Geistesblitze: _ . Prallt die magnetische Strömung emeS lSeinrn---am emen anderen ntagnehfchcn Strom im All, griffen beibe .lUftrome ununterbrochen, Fülle aut Fülle jeuriger ^oheir. toben Ichor vn di« s.rvmenden Wasieii itten, die nttlicheS Geuini laben; und die ttungen toben spenden die quellen der —anno einem jegtkchcn Gellrm; und die feurigen Lol)en bauen gigantisch und bauen unanlbörlich: Unermeßliche Welten! Und so em Riesen- Heer der rnagnettfchen Strömungen der oteme m emem Buntte Am Samstag vormittag um 9 Uhr nahm her Pro- dinzialausschuß in Gegenwart der Parteien und deren Vertreter sowie der Sachverständigen noch einmal einen Augenschein vor. Man besichtigte das Gelände zwischen Wilhelm- und Klinikstraße auf dem seitens der Universi- tLtS-Daubehörde die Bauten der Chirurgischen und der ophthalmologischen Klinik projektiert sind, und ebenso das Terrain, welches in der gedachten Derlängerung der JUiniffrtaßc, östlich der neuen Kliniken liegt, auf welchem seitens d«S RschtSanwaltö Grünewald als viel geeigneteres rauland für Kliniken hingewiesen wurde. Bei dieser Be- ^chtigung waren auch anwesend Medizinalrat Köhler-Offen- bach, Professor Rehn-Frankfurt a. M. und Krankenhaus- Verwalter Muhiot-tzrankfurt a. M. Um 11 Uhr begann ‘ Fortsetzung der mündlichen Verhandlung im Kreis- ^.tögebäuoe auf dem Drandplatz, wo sich außer den schon genannten neuen Sachverständigen, die Professoren Pfannensticl und Geheimrat Riegel als Sachverständige eingefunden hatten. Vom Vorsitzenden Provinzialdirektor Dr. Dreidert wurde kundgcgeben, daß die Vertreter der yxproprianten weitere Anträge auf Ladung von Sachver- ftündigen gestellt haben, welche zur CntschädigungSsrage gehört werden sollen. Unter diesen Sachverständigen sind Benannt: Oberbürgermeister Mecum, sämtliche Mitglieder der Bau^Deputotttm, die Arclntekten Stein uhb Meyer usw. Detter ist zu den Akten überreicht eine Plan^Skizze des Geländes zwischen Wilhelm- und Krttiikftraße, in der zwei neue Strafen — eine Verlängerung der Hofmannstraße und eme Querstraße zu derselben — eingezeichnet sind, wie sie früher beabfidjtgt gewesen sein sollen. Dcnwber, daß diese« Projekt bestand, wird Geometer Wießner als Zeuge benannt. Der Vorsitzende knüpft hieran die Mitteilung, daß der ProvinHialauSschuß ficb vor Schluß der Verhandlung schlüssig machen wird, ob die Zeugen und Sachverständigen gehörl werden sollen. Getränke in Deutschland stationär, wahrend er in Frankreich beträchtlich zugenommen habe. — Zn einer offiziösen Zeitungsnote wird betreffs des /ungst zwischen Frankreich und Venezuela unterzeichneten Protokolls zur Regelung der französischen Forderungen erklärt, daß Frankreich durch das Protokoll alle den anderen Mächten infolge der jüngsten ^iochrh^dende beauftragte einen Mann her Woche mit der Begleitung Röders nach der Wohnung des Sergeanten. Kaurn hatte der Posten die WohnungÄür hinter Röder ge- chlossen, da fielen kurz hinter einander mehrere Schüsse. Der Soldat öffnete die Tür und wollte eben in das Zimmer treten, da wurde auch auf ihn ein Schuh abgefeuert, her ihn jedoch nur leicht an der Hand verletzte. Auch die Frauen sind beide nicht lebensgefährlich verletzt, haftet und gestand dem Wachthabendei seine Frau und dann sich selbst umbringen wollen. Außer einem neuen Revolver fand man fünf abgeschossene Pa- ban er (Gießen), 21080 22079 32457 34201 25104 39549 latrtfche 42692 44971 56777 58559 59657 68932 75979 83455 V Ul* V MM-11 QVfrJLVV e/****wz wwy •••*••• —"" TI7TiU*t n * H O O aat rh m " r Klinik so nahe an die anderen Kliniken erbaut hat, man 8o783 99577. Ohne Gewahr. “ ----- — ---gLhcnkönnen. ’* Heber einen Mordversuch, der gestern nach- l Als man die mittag in der neuen Kaserne verübt wurde, wird uns' sich auch gesagt, folgendes mitgeteilt: Der hiesige Taglähner Röder lebte Rechtsanwalt Grünewald erklärt, daß das von ihm vertretene Projekt betreffend die geeignetere und bessere Plazierung der SUinü^Xeubautcn dahin zu verstehen sei, daß die Chirurgische Klinik neben der medizinischen Klinik, also oben auf bet Höbe, und die neue Augenüinik im Anschluß daran, nach dem entgegengesetzt liegenden, südlichen Abhang des Seltersberges gestellt werden soll. Damit sei dem Einwand deS Herrn Professor DvssiuS wegen bet Zugluft begegnet. Hieraus wird zur Vernehmung des Geheimrats Pro- rejfor Riegel ge(cf)ntten, weicher bemerkt, er fei weder (stirurg nodr Ophrhalmoiogc und könne nur sein Urteil abgeben vom allgemein medizinischen Standpunkte. Zur Zett, als man bw medizinische Klinik, deren Lcikor er fei, an der icbigcn Stelle erbauen wollte, da fabe er polier Usbcrzeugung erklärt, es fei ocr gewählte Matz der beste und geeignetste, den man finden konnte, unb wenn et heute bie Frage noch einmal zu beantworten hätte damtt noch, etwas weiter nach draußen gehen können. Zweifellos würde dies besser gewesen sein. ^Als man die mitta neuen Kliniken bauen wollte, da habe man sich auch gchagt, folget „ ---- . • „ -. daß es auf der Höhe mehr Zugluft gebe, als im Tal; aber schon sett einiger Zett mit feiner Ehefrau in Unfnebtn, »ort oben sei, wie gesagt, die Luft auch reiner, und diese wobei es mehrmals vorkam, daß er sie auch mitzhandelte. »rauche der Kranke. Hierzu komme, daß man sich gegen Sie trennte sich deshalb von ihm und ging zu ihrer in den 3ua schützen könne. Man habe damals auf dem der Kaserne verheirateten Tochter. Gestern begab sich nun Seltersberg die Kliniken gestellt in der Absicht, später auch der Ehemann mit einem geladenen Revolver, den die anderen Institute diesen anzugliedern, d. h. nach er erst kurz vorher gekauft hatte in bu Aufenic uni draußen zu verlegen, nach draußen, wo das Baugelände feuerte mehrere Schuss e aus seine Ehefrau ab, wobu auch billm zu haben war, wo freies-Gelände genügend er sie verletzte. Auch der Soldat, der ihm zur Begleitung vorhanden war doti der Wache mügegeben wurde, erhielt einen Schutz in Der Vertreter der Unwersitütr-Baubehörde Dauinspel. die Hand. Sünrüiche Verletzungen sind nicht lebenSgc. tor Becker, richtet an Gcheunrat Riegel die Frage, ob nicht sährlich. Der Täter wurde d i r h a, tc t. - Äerterhm tret, dadurch eine Verschlechterung, ja ein Mißstand, für die den uns noch folgende naher- Angaüen gemacht: Vor acht Chirurgische Klinik entstehen würde, wenn diese nicht aus Tagen kam Stober zum ffliagi(ltatao||e|fot Curichmann. Er einem geraden Wege, sondern auf einem Wege, der im machte einen vollstäichrg heruntergekommenen etiNdruck und Rechteck um das G^äude herumgeht (Zickzackweg bezeichnet erklärte, er fei früher ftädttf chet Atbettet gewesen. Sctt^ »er Herr Dauinspektor denselben) zu erreichen sei und ob dem aber seine Tochber verheiratet fei, wäre dieser unb nicht eine Störung oder gar eine Belästigung für die jetzt auch seiner Ehefrau seine Tätigkeit bei betetet mchS an der Klinikstratze liegenden tznstttute dadurch entstehen wehr.recht gewesen. Er habe dte,ewe deshalb mifgeseb^ würde, daß die Klinikfrraße ine Der kehr sstraße auch für und feiibem fei Unfriede in der Farnttie eingekchrt. Er >ie Chirurgische und Augenklinik später fein wird. Der teilte mit, daß seine ^rer an das daß ja später noch, andere Verbindungen nach den Älu Armenamt. — Ueber die Dorkonirnnisfe in der Kaserne wird niten aus der Stadt herausgeschaffen werden, z. B. eine uns noch folgende Darstellung zugescuidt. Roder, em .Aann Quersttaße von der Wilhelmiiraße nach der Klinikstraße, von 58 Jahren, erschien in der Wachstube und verlangte, welche ja, wie ihm bekannt sei, früher schon geplant zu seiner Lochtet geführt zu werden, die mtt einem öer- aewesen sei. Daß durch die Erbauung der beiden Kli- geanten verheiratet fei und in der Ka,eme wohne. Ter ° ____1 '».arzktlkujenbe öeouftraate einen Mann her Woche mit der er nicht. ä t . Professor Psannensttel hält die Lage der gynakologi- chen Klinik für nicht auf dem rechten Platz, er ist der Ansicht, dieselbe liege zu sehr auf der Höhe. Er sei zwar erst ein Jahr lang in dem Gebäude tätig, aber er müsse agen, es hätten sich während /dieser Zeit schon erhebliche Uedelstände ergeben. Die Hufuhr und der Zugang der Patienten nach der Höhe fei zu schwierig. Häufig komme es vor, daß dieselben keuchend im Institut anlangen, well »er Weg die Frankfurterstraße hinauf, bergan gehe. In »cm vergangenen Winter wäre es öfter oorgekommen, daß die Räume seines Jnstttuts nicht zu erwärmen gewesen seien, doch könne dies, wie Professor Psannensttel zugiebt, zum Teil an den veralteten Hei-einrichtungen »er Frauenklinik liegen. Man habe sich gegen die Kälte durch Aufstellung von Petroleumöfen in den Krankenzim- mein vergeblich zu schützen gesucht. Diese Verhältnisse haben zu argen Widerwärtigketten geführt und den Patienten Schaden gebracht. Man habe mit Rheumatismus und Halskranthetten zu kämpfen gehabt. Auch die Schwestern hätten sehr zu leiden gehabt unter der Külte. Professor Psannensttel spricht sich dagegen aus, bie beiden Kliniken östlich der Medizinischen Klinik zu errichten, er hält den von der Baubehörde gewählten Platz besser geeignet Als Nachteil des Grünewaldschen Proiekts komme aber noch hinzu, daß, je mehr Sttaßen in die Klinik- ftraftc münden würden, Je mehr der Verkehr darin wachsen würde, desto mehr die Kranken belästigenden Staub wurde es daselbst geben. Die andern beiden vorliegenden Projekte zur Errichtung der Kliniken, oben an der Frank- urterstrahe hinter der Psychiatrischen Klinik, oder mehr eitab von der Stelle, welcye die Baubehörde dafür vor- aesepen hat, hält der Sachverständige für nicht diskutabel. ü ' Schluß folgt tlj und epoche befruchtet sind. Und abermals stehlen wir vor de.r aus dem Erscheinung ein es neuen Gott es-Sohn es aus der icn Qmprf Erde! Der neue Gottes-Sohn, .der Tröuer", ist vom veitand Jesus Chrisws verkündet, und um die Zeit der heutigen Ereignisse sein Erscheinen prophezeit, gemäß Matth. Kap. 24.---Und was dir noch nicht klar ist, erschließt dir alles gleich im Anbeginn »Die EriüUung". Und der Gewinn an der Schritt: »Die Erfüllung" wird emgeza^lt in ,Dre heilige T r ö st e r st i f t u n n', verwaltet von der -schristleitung der Erfüllung. Aus Lneser Stislung werden die M 111 e t («cl/ genommen, um jedermann und jeglichem Botte die Wunder des neuentsandten GotteS-Sohnes in Schauhäusern auf- gesehen. _ Sern, 15. März. Bei der heutigen Volksabstimmung über den neuen Zolltarif, welcher die Grundlage für die künftigen HandelsvertraaSverhanölungen bilden soll, wurden 329000 Stimmen für, 223 000 gegen den Taris abgegeben. Wien, 15. März. Aus Gmunden wird gemeldet: Die Familie des Herzogs von Cumberland wird Mittwoch aus Kopenhagen hierher Lurückkehren. Bon verläßlicher Sette wird versichert, der Herzog halte unabänderlich am Standpunkt seines DaterS, des Königs Georg von Hannover, fest, daß ohne Rückgabe Hannovers feine Aussöhnung mit Preußen möglich fei. Alle Gerüchte über Heiratsprojekte und eine Regentschaft in Sraunschweig werden hier als unwahr bezeichnet. Bukarest, 14. März. Das Amtsblatt veröffentlicht ein Gesetz betreffend Aufhebung der Gemeinde- Oktrois und die Bildung eines Kommunalfonds zur Schadloshaltung der Gemeinden für den Ausfall des Okttois. Das Gesetz tritt am 1. Ajwil in Kraft. Konstantinopel, 15. März. Wie auf der Pforte tzersichert wird, wurden bereits 1080 wegen politischer Verbrechen verurtellte und verbannte Personen, darunter mehrere Türken begnadigt. Petersburg, 15. Marz. Gleichzeitig mtt der Publikation des Manifestes des Aaren wurde der Adlatus im Ministerium des Innern und Chef der Gendarmerie General v. Webe mit der Mission beauftragt, den in Sibirien lebenden verbannten Studenten und politischen Verbrechern die Rückkehr nach dem europäi- fchcn Rußland zu ermöglichen. General v. Webe hat sich zu diesem Zwecke nach Tomsk begeben. Aden, 15. März. Die gegen den Mu11ah operierenden Truppen verdrängten am 10. März den Feind aus dem Besitz des Brunnens von ßafafante und brachten ihm einen Verlust von 15 Toten und 16 Verwundeten bei. Der Mullah hat sich nach Ogaden begehen, um seinen Mu- nitionSvorrat zu ergänzen. Newyork, 15. März. Die erste Rate der Entschädigung Venezuelas an Deutschland ift im venezolanischen Schatzamt in bar flüssig gemacht worden. Iie Enteignung des Kelandes für die neuen Kliniken. P. Gießen, 14. März. tronenhülsen bei Röder. Auf der Wache erklärte Röder noch, es fei nicht feine Absicht gewesen, den Poften, der ihn begleitet hatte, zu treffen. •* Ermordung eines Gießeners. Aus Fulda meldet man unS, daß der dort wohnende Heizer Rinn, ein geborener Gießener, ermordet worden sei. Die näheren Thatsachen sind noch nicht bekannt, doch wird erzählt, daß in feiner Wohnung emgebrochen, er sich den Dieben entgegengestellt, daß er aber von diesen nieder^ geschossen fei. " Schlägerei. In der Nacht vom Samstag au) Sonntag kam e§ zwischen jungen Kaufleuten in der Schulstraße zu einer Schlägerei, wobei eS blutige Köpfe abfetzte. Die Thäter wurden zur Anzeige gebracht. — Märzfeier. Man schreibt uns: Zu der gestern auf Textors Terasse veranstalteten Märzfeier hatte sich em zahlreiches Publikum vereinigt. Dr. Michels auö Marburg sprach über die politische Bedeutung des März. Er gedachte hierbei des Todestages von Marx, sowie der Jahre 1795 und 1848. Die Gesangvereine .Eintracht" von Gießen, sowie diejenigen von Heuchelheim und Krofdorf erfreuten durch Liederoorträge, während die Bauer'sche Kapelle die Pausen in angenehmer Weise auSsilllle. - Gewerbegericht. Die am Sonntag im hiesigen Bürgermeistereigebäude erfolgte Wahl von je 12 Beisitzern aus den Kreisen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer bewies, daß das segensreiche Wirten derselben aUfntigc verdiente Anerkennung findet. Die Betelligung an der Wahl war außerordentlich rege. Die Dtlmmenzahl hat sich gegen 1900 um mehr al» verdreifacht. Tie auf die vom evangelischen Arbeiterverein und katholischen Gefellenverein gememschaftlich aufgestellte Liste ergab für die Arbeitgeber 95, für die Arbeitnehmer 69 Stimmen. Diejenige vom Gewerkschaftskattell 13 bezw. 763. ES wurden sonach füt 1903/6 gewählt: AIS Arbeitgeber - Beisitzer: Beil, LomS, Schreinermeister; Berg, Karl, Schuhmachermeister; Bierau, Daltasar, ®lafenneifter; EmmelmS, Louis, Zigarrenfabrikant; Faber, E. A., Spenglermeister; Hennings, Fr., Bäckermeister; Krumm, Eduard, Kaufmann; Leib, Heinrich, Schneidermeister; Dlüller, Ludwig, Bäckermeister; Pirr, Ludwig, Metzgermeister; Schmidt, Clio, Uhrmacher: Winn, Heinrich, Bauunternehmer. Als Arbeitnehmer-Beisitzer: 23aum, Heinrich, Glaser; Bock, August, Drechsler; Diehl, Johannes, Schneider; Tech, Karl, Ziqarren- macher; Toll, Ernst, Schmied; Hensel, Adolf, Schriftsetzer; öoltberg, Gustav, Brauer; Kruger, Gustav, Metalldreher; Laucht, Wilhelm, Maurer; Männche, Heinrich, Schreiner; Schäfer, Iol^annes, Lackierer; Jakobi, Gabriel, Brauer. •• Den Kometen, von dem dieser Tage in unserem haben würbe, so könnte er diese mir wieder voll und aufemander prallen, im magnettschen Zwange, fo blchei, unaufhörlich ganz bejahen. Ihn geniere nicht der Weg Dom Bahnhof entäünbtt, den.keilenden Bekern D,e-rsrrahlmd- ^nn^ . ober von der Stadt zur Medizinischen Klinik, ihn geniere nicht die Luft, die da oben aus dem Berg wehe, denn btefe ei für feine Patienten die beste und reinste Luft, die man sich denken könne, mehr unten, näher der Stabt zu, hatte er die Luft für nicht fo rein und so gut, wie gerade auf der Höhe. Geheimrat Riegel vertrat auch unumwunden v« ^Döigemt-» , $u —- ----- den Standpunkt, dan Krankenhäuser am zweckmäßigsten in den Böllern, die als Träger der neu hcrandrechenden RuUur- außerhalb der Stadt zu stehen kommen müssen, und *-•-*»-* «•« ft Döt childcrt, wie vor 18 Jahren etwa, als man. C" . Seltersberg die Institute errichten roollte, für diesen Zweck außerdem noch zwei Bauplätze in Frage kamen. Es waren »ies ihrer Lage nach ein Bauplatz vor dem Walltor an »er Marburgerstraße, von dem man aber absah, weil er allzu entfernt vorn Bahnhof und von der Stadt sich befand und zweitens unterhalb der neuen Kaserne. Hier genierte, daß die Kranken, welche in die Klinik woltten, unmittelbar am Kirchhof hatten vorbei geführt werden müssen und dies wollte man vermeiden. Als man die Kliniken an der Kliniksttaße nach ihrer Fertigstellung in Betrieb nahm, da war die Entfernung derselben von der Stadt noch Wetter, denn durch die Bebauung der Frankfurtersttaße und links derselben ist die Stadt den lliniken bedenllich näher gerückt. Er bedauere die euer» lisch vorrückende Bautätigkeit ttn Interesse der Kliniken, ...... Denn diese seien dadurch immer mehr eingeengt worden fortgesetzten Ziehung der 6. Klosse wurden solgende Gewinne und der Wunsch sei gewiß berechtigt, daß oamals 25 000 gezogen: 10 000 Mk. auf 9tr. 86538, 5000 Mk. auf Mark für Geländeerwerb mehr aufgewendet worden wäre, gic< 50310 51313 74336 79664 94558, 3000 Mk. auf >amit zwischen der Frankfurtersttaße und den Kliniken 1706 35675 45708 56773 68725 71138 72394 72622 ein freier unbebauter Raum zu erhalten möglich ge- 840g0 85681 ~ wesen sei. , iqtrr Der Sachverständige äußert noch die Ansicht, daß es für einen Fehler halte, daß man bie^ Psychiatrif Rom, lo. März. Die Verschiebung des Gegeu- o e s u ch e s K a i s e r R i k o l a u S ll. in Rom, wo derselbe diesem Frühjahr erwartet worden war, auf den Herbst) hat sehr verstimmt. Die Abendblätter bestätigen übereinstimmend, daß Kaiser Wilhelm am 2. Mai nach Rom kommt, und am 6. Mai wieder abreist. Das Programm ist noch nicht genau festgesetzt, doch sind die Grundsteinlegung für das «Äethedenkrnal, Parade, Besuch des Forums und bet kapitolinischen Museen vor- Ereignisse zugestandenen Vorteile erhalte zu jenen Vorteilen, welche Frankreich bereits durch den Vertrag vom Februar 1902 für seine Staatsangehörigen erlangt habe. Madrid, 15. März. Rachsüchten aus Lissabon zufolge brachen infolge Weigerung die Gemeindesteuern zu zahlen, in Eoimbra Unruhen aus. Die Schenken wurden geschlossen, der Handelsverkehr stockt. Zwischen Polizei und Unruhestiftern fanden .Zusammenstöße statt, wobei drei Person en getötet und mehrere verletzt wurden. Trup- öen stellten bie Crbnuna wieder her. Rom, lo. März. Die Derschi »ich^A eä; eVn»it! Ruüut' “Sobnjc001 der et", au, de' ÄLpr ?LM ‘"MMin'i'i * 16‘ Milz 1%3 >« Wnbe 6mnn( f?' iM ft. 6°8' 3000 ft. J 7U38 72394 7262» 342°1 26104 39649 68932 76979 83465 .«Mageltem w wurde, wird uns Mhner Mu lebte V\m in ilnsneden, if auch mißhandelte' “? ging zu ihrer m :|tern begab sich nun n Revolver, den in die Kaserne und ne Ehefrau ab, wobei ihm zur Beyleitung leit einen Schuß in sind nicht lebensgei t — Weiterhin vere n gemacht: Lor acht ssor Lurfchmanu. Er Menen Eindruck und beiter gewesen. (Seit* sei, wäre dieser und bei der Stadt nich- >e deshalb aus gegeben, Milie eingetehcl. Er assen habe und daß er i wies Wer tut da.- ife in der Kaserne wird udt: Mer, ein Mann chfMbe und verlangte, i, die mit einem Ser- Kaserne wohne. Der in der Koche mit der ung des Sergeanten, gtiii hinter Wer ge- nber mehrere SäM. le eben in das Zimmer Schuß obgejeuert, bei riefele- Auch die Zrauen letzt. Röder wurde ver- :Ln zu, er habe erst bringen wollen. Außer fünf abgeschossene > lche erklärte Roder noch, xn Posten, der ihn de. Gießeners. Aus r dort wohnende Heizer ^mordet worden sei. ud)t bekannt, doch mrd ^gebrochen, er stch de" der von diesen nieder- '-ust-uttn m Z blutige Köpfe odi r b*3„ ber 8^*' sich c,n • e u jmw8 M-ch-l 0 , i**Jäjo»» butd> m Sn* :lben »“ » S« d;*. * «**5**^; / Saltas- A„ Spe"S ^ber,Mord' " 's.5 ^5 Ludwig- ineil^ . jiuO» otto, ^Ünieh^Aug"^' Am Sonntag kurz vor Mitternacht wurde ^MMO^MWDNBMW X (Lr uns ein kräitiger Junge geboren. Giessen, 16. März 1903. 2275 Redactenr Witiko und Frau Mia geb. Herzberg-Schall. Versende garantiert unser- fLNchtlU, sehr wofer6r6öina- tiche»u.cuigen«hmsch>n«ckei»den 1900 er Rotwein per Liter zu 58 Pta. und per Flasche ei.ldiCtr^ 4 GlaS zu 60 Mo. Bauer lechweve. " Gebinde u. Kisten jeder Grove. Preisliste und Probe frei. CaH Tn Oonmen, ^oSteo, a. 2Mhfci 652 WeülbergSbesiY u. Weinhandlg. empiiet)U’ici)imÄafd)cn t FLll n«o Puycn. [01189 S-teiiiftraec v8, Mansarde. 1ÜO 0/ Portugiesen. . . . 1% C. Türken . . . Tärkenlose . . , • • 4°/0 tineoh. Monopo'.-Anl. 4‘ , % äuMHere Arg«ntmer Blatte die Rede war, wollen drei Herren bis gestern abend 8 Uhr 20 Minuten hier gesehen haben. Er nahm, wie sie unß berichten, seinen Lauf in der Richtung von Sübrucitcn nach Nordosten und schien, wie von einem Flor umgeben, sehr hell. Nach ungefähr einer halben Minute erstrahlte daS Firmament wieder in seiner erhabenen Ruhe. Diese Natur- erschemung dürfte auch wohl nichts anderes, als ein Meteorfall gewesen fern. R. B. Darmstadt, 16. März. (Eigener Draht- bericht.) In große Aufregung wurde gestern abend daS Auditorium im Hoftheater versetzt. Während deS ersten Aktes der Aufführung deS.ZigeunerbaronS' wurden Plötzlich aus dem Parterre Feuer rufe laut In furcht- barer Panik drängte em großer Teil, namentlich im Parkett und in den oberen Rangen den AuSgängen zu. Sofort wurde die Aufführung unterbrochen und der eiserne Vorhang herabgelassen. Bald aber erschienen Branddirektor Vogel und bann Generaldirektor Werner vor dem Vorhänge und erklärten, daß absolut keine Gefahr vorliege und die Darstellimg ihren Fortgang nehmen könne. Diese Erklärungen wurden mit lebhaftem Beifall aufgenommen und die Vorstellung ging alsdann flott von statten. Die Der- anlaffung deS aufregenden VorkommniffeL war ein immer stärker werdender Brandgeruch; es war ein Gummiring der elektrischen Leitung in Brand geraten. Der Be- sonnenhell deS größeren Teiles des Publikums ist eS zu verdanken, daß ernstere Unfälle nicht vorgekommen sind. Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Der von der Stadtverordnetenversammlung gefaßte Beschluß, den Straßenhausierhandel in Bmgen zu verbieten, hat nicht die Zustimmung deS Ministeriums ge- funben, ba ein solcher Beschluß den Bestimmungen der Gewerbeordnung zuwiderlaufe. — Die Arbeiten an der neuen Eisenbahn Kassel-Naumburg schreiten so rüstig vorwärts, daß die Teilstrecke Kaffel-WühelmShöhe-ElgerShausen noch bteien Sommet eröffnet werden wird. 3*/t% Oberhessen . 456 Oesterr. Goldrente 103.55 50.90 32 LO 32 90 182.40 44.90 Krirskajicn -ec PcöalMün. (Anonyme Anfragen bleibe« unberücksichtigt.) Frau Dr. E. in Idstein. Geisha ist Pig-, joioa trocken, sowie sämtliche Lelfarbeu, Lade, Pinsel rc. Gust Walter, Umkreise von 900 Meter töten. Madrid, 16. Mürz. Die letzten Nachrichten au^ Pvr- tugal stellen die Vorgänge in Coimbra recht ernst hin. Die Ruhestörer drangen in das O>ericktts^ebaude, zerstörten das idliöbUiar, warfen Llerne auf die too(taten, die lezwungen waren, Feuer zu mben. In den bcnad)barten 'ammen, bie wurde die Leiche des seit mehreren Wochen vermißten Dienst« mädchens Marie Etzel aus Gnckelheim aus der ÄinKig gelandet. Berlin, 16. Marz. Die Militär-Schneider haben beschlossen, heute in den Generalstreik einzutreten, da die geforderten Lohnerhöhungen von den meisten der Arbeitsgeber abaelchnt wurden. Münster L Sv 16. Nrärz. Der^«9jäl)riye Deih- 6ifd)of Cramer ist infolge eines S0, llurhessischer Ack. 16^0—00.00, 2a Plata Alk. 17LO—18.50, Kansas Mk. 17.50—18.50, Roggeti lhiefiger) Tlarf 14^0—14.75, Gerste (Wetterauer) Alk. 16.25—16.75, Franken, felber Alk. OO,OO—OO,OO, Hafer Ack. 14.75—16.00, Mars Mk. 14.26—14.50, Weuenmehl 0 Alk. 25^0—26.00, 2. Qualität Alk. 23.50 brs Mk. 24.00, 3. Qualität Alk. 21.50—22.00, Roagenmehl 0 0, L Qualität Alk. 2L75—22.00, Wetteiiklete Mk. 9.00 bis* Alk. 9L>, Roagenkleie All. 9.75 —10.00, Maiskeinie Alk. 10.00 dis 2ck. lOJiö, Franken, Pfälzer, Ried Ack.O0.OO —00.00. Alles per 100 fta. ab hier. tc. »rantfurt a. TL, 16. März. (Telegr. Orig.-Bericht deS Gieß. Anz."). Amtliche Notierungen der heutigen Biehmarkt- preise. Zum Verkaufe standen: 485 Ochsen, 121 aus Oestreich 45 Bullen, 0 aus Oestreich, 818 Kühe, Fersen, Stiere unb Rinder, 0 aus Oestreich, 293 Kälber, 202 Schafe und Hammel, 1342 Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegen-, 00 Schaslämmer. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht. Ochsen 1. Qualität 69—70 i'lf., 2. Qual. 64—66 AiL, 3. CuaL 60—62Ack.; Bullen 1. Qual. 61 bis 63 2JIL, 2. Qual. 58—60 2)IL; Llühe L Qual. 61—62 Akt., 2. Qual. 50-58 Dck., 3. Qual. 46-47 Alk, 4. Qual. 40—42 All., 5. Qual. 00—00 Nck. Kälber: L Qualität81—83P^g.,llebendgewichk 48—50 Pf., 2. Quoll 78-79 Psg., Lebeiidgelvichl 46—48 Pig., schlacht- qewichk 66—68 Pfg., Schafe: 1. Quall Schlachtgewicht «0—74 Psg., 2. Qual. 66—68 Psg., 3. Quall 00—00 Pfg.; Schweute 1. Qual. 58—00 Pfg., Lebendgew. 46 Psg., 2. Quall 55- 56 Pfg., Vebenbgeroidjl 45—00 Pfg., 3. Qual. 48—49 Pfg., Lebendgewicht 00—00 Pig. — Geschäft: bei Hornvieh gut, bei Kleinvieh gut Markt: kein Hebet- fiand. für Konfirmanden in großer Auswahl empfiehlt 2288 !. Wilhelm Klee. 4' 6% Oesterr. tiilberrento 101.00 4% Ungar. Goldrente » . 102.20 K Vraunschwe gcr • • (SemAse-, t Mr vor Od ft- • : Konserven? • 'N hochfeinen Qualitäten bei , • billigsten Preisen 1 H empfiehlt 2278 e !Ph. Herrmann,# G Teleph. 257. Seltersweg 33. e iHMMIHeMMHeH aoooooooooa I Herren, welche einen (087811 eleganten Anzug und ^alelot wi'inscheii unb nebenbei Wert au* em gut fitzendes, bequemes Aeinkleid legen, wenden sich an das nni Diß-Skllhiist von Carl Lenz SLne.dermeiäer Franrfnrterstraßc 89. QOOOOOOOOC c Störungen feien, znrück^uziehen. Rom, 16. März. Mestrcre Gebäude deS PalatinS sind schwer beschädigll ES handelt sich besonders um die Domus Severiane und daS Hippodrom. Die Presse fordert die «Regierung zum schleunigen Eingreifen auf und oerechnet die H oft en auf 200 000 Francs. 22ien, 16. März. Die P f ar r tas s e der evmigelischen Pfarrkirche in der Dorotheenstraße wurde von unbekannten Tatern erbrochen und eine größere Darfumme ent wendet. , San Thomas, 16. März. Der Geologe Hawy berichtet, daß die vulkanische Tätigkeit des> Sou friere, die m den letzten acht Monaten beobachtet wurde, eine ungeheure geologische Beränderung herbetge- führt hat. Der Gelehrte schätzt die ausgeworfenen Aschen- massen auf 25 Millionen Tonnen. Newyork, 16. März. Lin Telegramm au* Panama berichtet, daß die kolumlnsche Regierung einer englischen Gesellschaft eine Konzession erteilt habe zum Bau einer Eisenbahn durch d as gold reichste Gebiet Kolumbien s. _ Vermischlrs. • Die Prinzessin Alexandra von Isenburg- Birstein, die sich im vorigen Jahre daS Rittergut Falken- berg bei Hornburg gekauft hatte, ist, wie der „Frank. fiur.‘ berichtet, unbekannt wohin verschwunden. Die Schulden sind der Prinzessin über den Kopf gewachsen. In Frankfurt, wo sie sich vor einiger Zeit aufgehalten hat, hat kürzlich ein Schuhmachermeister wegen eines Paares unbezahlter Stiefel ein DersÖumniSurteil gegen die Fürstentochter eiwirft. * Graz, 14. MLrz. Zm Mürztale fallen so riesige Schneemassen, daß bet Dertehr völlig ge- fdurchsuchungen protestiert worden war, beabsichtigten die Teilnehmer an der Versammlung, sich zum russischen Konsulat zu begeben. Ms die Polizei fie hieran zu hindern suchte. Warfen die Studenten mit Steinen auf dieselbe. Erst nachdem eine größere Wach- abteilung herangezogen und die zum Konsulat führenden Straßen abgesperrt waren, wurden die Studenten auseinander getrieben. Vier Studenten wurden wegen Widersetzlichkeit und Verursachung eines Auflaufs verhaftet. * Warschau, 15. Mörz. Fm Gymnasium zu Sando- mierz, welches hauptsächlich von Polen besucht wird, fanden Schüler-Exzesse statt. Die Schüler der vierten Klasse widersetzten sich larmenb der Erteilung des Unterrichts durch einen russischen Priester, drängten denselben aus dem Klassenzimmer unb Watten die neuen russischen Religionsbücher aus dem Fenster. Bisher war der Unterricht in polnischer Sprache erteilt worden. 15 Schüler ivurden verhaftet und das Gymnasmm ge- schlosjen. Johs. Schäfer von Steinberg. — lieber die Klage des Schneiders Adam B. hier gegen Schneidermeister Anton B. hier, haben wir bereits berichtet. Fm heutigen Termin wurde der angeordnete Beweis erhoben. Die Parteien chlossen darnach Vergleich ab. Der Beklagte zahlt dem Kläger 15 Mark. — Ter fiellner Lorenz R. hier klagt gegen den Restaurateur W. hier auf Zahlung einer Entschädigung wegen gründ- und kündigungsloser Entlassung. Die Parteien einigten sich nach kurzer Verhandlung. — Fuhrknecht E. hier verlangt von dem Steinbruck;bescher Kurl V. hier 19 Mark Entschädigung, weil ihn Beilagter zur Arbeit angenommen aber dann nicht beschäftigt habe. Da bei der Abrede niemand zugegen gewesen und Bellagier eme definitive Abmachung beitreüet, wurde dem Beklagten, da Kläger beweispflichtig war, ein Eid auferlegt. Der Öeflagte leistete diesen Eid dahin, daß er dem Kläger gesagt, dieser solle am Sonntag vormittag kommen, und ua solle die Sache definitw abgemacht werden. Es mußte darnach kostenjattige Abweisung der Klage erfolgen. lezwungen waren, Feuer zu g« Dörfern rief die Sturmglocte oi _ , dann auf Eoimbra marfchterten, wo eine starke Erregung gegen die "Polizei besteh:. Die Handelsgefellschaft und zahlreiche Privatleute schickten eine Adresse an den Lönig mit der Ditte, die Steuermaßnahmen, Welche Ursachen der bei Herrn Carl Seibel, Frankfurterstraße, bei öetrn w iib. lioimaeii, Lderstratzc, im Brotladen am Lindcnvlntz iorote an div. unqcn. Stellen. Aus dem früher Tr. Ploch'schen Garten an der Rordanta^c lst Bekanntmachung In daS Handelsregister wurde heute eingetragen bezüglich der Firma ,Jul. Buch zu Gießen: Geschäft ist mit Firma mit Wirkung vom 1. Äpril 1903 auf die Julius Buch Ehefrau Adelheid geb. Willstädt übertragen. [3,,° Gießen, am 12. März 1908. Großherzogliches Amtsgericht. Mittwoch bett 18. März d. I., nachmtttagS 2 lltzr^ merben im B »ekerfchen Saale versteigert: 1 Botrrinaschine (für Schlaffer), 1 groeiteihge Labenihcke, ein fiodeiiregttl, 1 Schrank mit MaStüre, 1 Nächnafchine, ein Regiitaior, 2 SophaÄ, 1 Kleiber- schrank, 1 Fahne mit Stange, 1 Halerkasten, 1 Schmierdock, 14 Pferdedilder, 3 Detbrud- bilber u. a. 2291 Geißler, GerichtSvallzieber. Ucurlte ^tlrivuiißtiu Qriginaldrahtmclduttgen des Gießener AuzetgerS. Hanau, 16. ÄtK Zn das hiesige Untersuchungs- gefängnis wurde der in Dresden wegen Sittlichkeits- verbrechens zu zwei Jahren Gefängnis verurteilte Kaplan Knipp eingeliefert, welcher verdächtig erscheint, auch m hiesiger Gegend derartige Vergehen begangen zu haben. — In einer von der Zentrumspartei naaj Gelnhausen einberufenen Versammlung wurde der Reichs tag s ab g. Müller-Fulda als Kandidat für den Wahlkreis Hanau^Gelnhausen-Orb prollamierll Derselbe kann nur als Zählkcmdidat angesehen werden. — Am Samstag abend . 92 BO . 95.25 . 97.60 . 217.80 . 195.70 . 142.60 . 150.40 . 161.20 . 148.20 . 14.60 . 188 bO . 224.00 . 193.00 . 179.00 Gerichtssaat 0 Gießen, 12. März. Gcwerbeaericht. Den Vorsitz führt Oberbürgermerster Mecum. Als Beisitzer sind anwesend Spenglermeifter E A. Faber hier und Lockrerer Bux, zum Derfetzen gecignei, absugebeit» 8tähereS bet Stadtpärtner ‘baller. Tfisitenkarten betert raseb and biliigst BrübJecbe 0nrvDep.irtement hat an sämtliche Truppen, welche bei Meutereien verwendet werden sollen, sogen. Streifpatronen verteilen lassen, welche nur in einem s&ier öernfifennUelnl 2 per Pfund von 40 Pfg. an, • • sowie 2279 • 8 (ämtli^e grigmartu ; • in hochfeinen Qualitäten zu H • billigen Preisen empfiehlt • :Ph. Herrmann,$ Jj Teleph. 257. Seltersweg 33. J ii inplilihiiiiU'ii Statt besonderer Anzeige. Am Samstag dem 14. März, abends 10vohn. m. Bad, Loggia u. all. Zub., 3 Tr. Ecke Stephan- u. Keplerstr. an ruhige Leute per L April ob. später zu oerm. Näh. 2 Tr. daselbst. 1791s Mausardcu-WohnnpG zu vermieten Marktplatz 1/. lj-ZimerwoMz knieten. 107 - SU^wigftraße 26. 1474s Eine Wohnung zu oermicten______Steinftraße 76. " 01204| Gut möbliertes Zimmer zu oerm. Schillerstr. 29 p. 01201] Schlafstellen frei. _______________Neustadt 16. 2266s Möbliertes Zimmer zu vermieten.________Schotlstr. 7. 22591 Schön möbl. Zimmer per 1.Aprilzuperm. 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