I ohne Nachnahme •« I p ohne Vorausbezahlung ohne Kaufzwang #» n Interessenten franko patentierten iiw LpUUZ ;lühlicht, — Veibrauch in x ein Liier Petroleum. -de Petroleumlamp", Iro-Brenner mH c Zylinder Mk. b.Dv, C., Stralauerstrasse 5i l AÄM ßi l. I. seine MW Ter Vorstand. UUUJUI WH* C' ejudjt Steinstrave^, Pai'L I Stiche p. 15.Ä ein y, iM 11* vausarb. Lohn I^E arINowack,SeÜevsn*I «■iss- jpOnbe»L W*"3 rieniv ----------"7 -—-^Zer verhe»' paar Werden Ä W1»' . x«. Rauto«"n.98tMi?"“bie LtoStth-f/L •W Erich,ink läghd) mtt Ausnahme des 65ormtag4. Ti .ffikfir Samllienblärter“ werden dem 91.1 irrn rnna wöchentlich betgelegt. Ter F- : erscheint monatlich einmal. Montag, 16. Februar 1903 Eichener Anzeiger 153. Fahrg. BerantwortOch Hh ben all«erneue" !#•: B Witiko; füi den AnseigenieN H. Beck. Rotationsdruck und Vertag der Brühl Ache» Unioecfnätobtudeiet (Ptettch trhe« General-Anzeiger, Amt;- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Pnrlamcntarischc AcriiniiSliiintcu *> n h r ii cf ot ne ilicictnbaruiig nicht g c jt n t : i. Deutscher Reichstag. 259. Sitzung vom 14. Februar. Im Hause sind einzelne Abgeordnete. Am Bundesrathstisch: Graf Posadotvsky u. A. Die zweite Berathung des Etats des Reichsamts des Innern wird fortgesetzt beim Titel „Gehalt des Staatssekretärs". Abg. Pcus (Soz.): Das leere Haus zeigt deutlich, daß unhaltbare Zustände im Reichstag in Folge der Diätenlosigkcit herrschen. Die »Freis. Zeitung" schrieb gestern einen Leitartikel übet diese unhaltbaren Zustände, aber auch von der Freisinnigen Volksparrei sind nur drei Abgeordnete anwesend. Es lohnt sich wohl nickt auf die gestrige Rede des Abg. Ahlwardt einzugehen. Bemerkenswcrth war nur die Aufmerksamkeit, die die Rechte dieser Rede schenkte. Der Staatssekretär stellte es gestern so dar, als ob die rothen Fahnen in Versammlungslokalen nicht erlaubt seien. Die rothe Farbe ist aber doch erlaubt, und wir sind Demokraten, wir lassin uns das Recht nicht nehmen, Demokraten zu sein und können Achtung vor unserer Fahne verlangen. Bei der ganzen sozialen Frage darf man nicht vergessen, daß cs blos die Arbeiter sind, die den Besitzenden die Genüsse verschafft haben, Opfer bringen blos die Arbeiter. Kummer und Sorgen kennen nur die Arbeiter, die Sorgen der Besitzenden sind fast immer selbst verschuldet. (Ein Abgeordneter schlägt vor Erstaunen über diese Weisheit die Hände zusammen.) Bei den Sozialdemokraten giebt es nicht viele Besitzende, bei den meisten von uns ist Schmalhans Küchenmeister. Herr Stöcker sagte, die Besitzenden von uns müßten ihren Reichthuyr mit den Armen theilen. Herr Stöcker ist doch selbst ein reicher Mann, und die Bibel gebietet ja das Theilen, hat er denn schon von seinem Ueberfluß mit den .'icrmsten getheilt? In der Bibel ist schon von den Pharisäern die Rede, die auch Hofprediger waren. (Heiterkeit.) Wenn einmal Kapital sein muß, so ist es uns lieber, wenn es sich in den Händen unserer Partei befindet, als in den Händen der Mitglieder des Klubs der Harmlosen. Redner wendet sich dann gegen das Ccntrum und sucht ausführlich nachzuweisen, daß das Centrum im Gegensatz zu seinen jetzt vorliegenden Anträgen eine wenig arbeiterfreundliche Politik getrieben habe. Nun wirft man uns vor, wir säeten nur Haß. Aber der Haß ist doch eine ganz berechtigte Empfindung, wenn er sich gegen das Schlechte richtet. Partei und Gewerkschaften gehören zusammen, wenngleich die letzteren neutral sind und bleiben sollen. Die einzige Partei, die sich der beruflichen Interessen der einzelnen Arbeiterkategorien annimmt, ist die sozialdemokratische. WaS haben denn die übrigen Parteien für den Arbeiter gethan? Das sieht man am krassesten, wenn man die ländlichen Arbeitervcr- hältnisse ins Auye faßt. Auf dem Lande, wo die Sozialdemokratie noch nicht den Einfluß auf die Gemächer hat, der ihr gebührt, fehlt den Arbeitern selbst das Grundrecht: die Koalitionsfreiheit. Redner verbreitet sich des Ausführlichern über das fehlende Koalitionsrecht der ländlichen Arbeiter und kommt auch auf das anhaltinische Gesetz, betr. den Kontraktbruch, zu sprechen. Man sorge endlich dafür, daß die ländlichen Arbeiter den städtischen gleichgestellt werden! Abg. Sittart (Ctr.): Das Centrum ist und will nicht sein die Vertretung einer einzelnen Klasse; es vereinigt in sich die verschiedensten wirtschaftlichen Interessen. Es hat aber sie's energische Arbeitcrpolitik getrieben. Unser neuer Antrag, betr. den Maximal- arbeilstag, ist nichts als ein weiterer Schritt auf diesem Wege. Redner vertheidigt die Politik des Centrums, in Sonderheit die Ausführungen seines Parteifreundes Trimborn, gegen die . griffe der sozialdemokratischen Abgeordneten. Es sei ganz und gar unrichtig, daß das Centrum in der Berichterstattung und Ausdehnung der Gcwerbeaufsicht zu bremsen versucht hätte. Herr Peus hat gesagt, es sei ganz berechtigt, tödtlichen Haß hervorzurufcn! Wir werden bei den Wahlen das schon hervorheben, das mit dem tödt- licken Haß. (Abg. Peus: . . . gegen alles Schlechte!) Ja, wenn Sic das Ccntrum ausnchmcn, so finb wir also nicht das Schlechte! (Abg. Hoch: O doch! Heiterkeit.) Was hat man uns nicht Alles i wgeworfen? Taschendiebe! Zolljcsuiten! Das war wohl das Schrecklichste der Schrecken! (Abg. Pfannkuch: Das ist der Mensch in seinem Wahn! Heiterkeit.) Wenn man die Sozialdemokraten so hört, so könnte man glauben, vor ihnen hätte die Welt noch nicht bestanden, wäre jedenfalls noch nichts für die Arbeiter geschehen. Aber schon vor 40 Jahren hat Bischof Ketteler die Forderungen aufgestellt, die Sie heute vertreten. (Abg. Schmidt- Frankfurt (Soz.) ruft: Waren ja durch Lapalle schon früher ausgestellt!) Und wenn auch! Jedenfalls hat Bischof Kettcler vor 40 Jahren das schon gethan I Die Sozialrcsorm ist das beste Mittel, die fortschreitende Prolctarisirung zu verhiitdern! Gehen wir langsam weiter, aber planmäßig und ziclbewußt! Tic Sozialdemokraten meinen, daß das Wissen mehr werth ist, als der Glaube, sie wollen den Glauben zerstören. Sie selbst aber verlangen, daß man Ihnen Alles glauben soll. Wissen Sie denn, daß die Kornzölle den Brod- prcis steigern? Nein, aber Sie glauben es. Wissen Sie denn, wie es im Zukunflsstaac aussieht? Nein, aber Sie verlangen, daß wir Ihnen glauben, daß cs dort besser sei. Wissen Sie denn, daß cs leinen Gott giebt? Nein, aber Sie glauben cs. Sic sagen, in Ihren Reihen giebt es Angehörige aller Konfessionen. Aber das cihristenthum ist doch unoereinbar mit dem Sozialismus (Widerspruch bei den Soz.) Das haben Sie doch selbst gesagt! Mit den .Katholiken, die bei Ihnen sind, können Sic keinen Staat machen. (Zuruf bei den Soz.: Warum nehmen Sie denn Kirchensteuer von uns? Vicepräsident Graf Stolberg ersucht energisch, die Zwiegespräche zu unterlassen.) Redner nimmt sodann die Kruppschen Pensionskassen in Schutz und verbreitet sich über die beste Entrichtung von Privatbeamtenkasscn. Abg. Franken (nat.-lib ): Man hat die vorliegenden Anträge eine Wahlrcklante, einen Wettlauf genannt. Ich mache diesen Wettlauf nicht mit, und habe auch den Muth, dies offen vor meinen Wählern zu erklären. Das Beispiel Englands kann uns nicht ccmulhigcn, dort habe» zwar die Gewerkschaften gefüllte Kassen, aber gehen Sie einmal in die Vorsiädte Londons, da tönnen Sic sehen, was für ein Elend unter den Arbeitern herrscht. Ter Abg. Augst hat es vortrefflich charakterisirt, wie wenig der Befähigungsnachweis den Handwerkern helfen kann. Meine Freunde werden in keiner Wcisc die Hand dazu bieten, daß der Handwerkerstand durch gesetzgeberische Maßnahmen in seiner Freiheit beschränkt wird. Der Handwerkerstand hat seine Handwerkskammern, ich wünsche dem Arbeiterstand die Schaffung eines Reichsarbeitsamtes, an das sich Arbcilskammcrn anschließcn könnten. Wenn dies geschieht, werden wir wirklich neutrale Gewerkschaften bekommen. Gegenüber den Angriffen auf die Firma .Krupp will ich nur eine kleine wahre Geschichte erzählen. Ein Fremder besuchte Essen, ein altes Mütterlein zeigte ihm das Denkmal Krupps. Tann sagte sic: „Sehen Sic, das ist nur das kleine Denkmal Krupps, aber das große Denkmal, das liegt dort, das siitd die Arbeiterwohnungen, das sind die Wohl- sahrtscinrichtungen." Und mit feuchten Augen setzte sie hinzu: „Ich bin eine alte Frau und wohne in einem der Häuser von Krupp, es geht mir sehr gut, jeden Abend bete ich einen Rosenkranz für ihn." Sic (zu den Sozialdemokraten) lachen wohl darüber. Sie halten nichts von Religion. Ich aber habe als evangelischer Mann viel mehr Achtung vor denen, die unter Jbnen sitzen und offen erklären, daß sie mosaischen Glaubens sind, als vor denen, die ihre christliche Religion wie eine abgenutztes Schnupftuch bei Seite werfen. Abg. Dr. Gröger (freis, 23p., schwer verständlich) relapitulirt kurz, was Alles in der Debatte bisher vorgebracht tst, Monarchie ober Republik, christlicher Glaube ober Atheismus, Arbeiterfürsorge und Kcllneroerorbnung, Wohnungsfragen u. s. w. und geht schließlich ausführlich auf die Angriffe ein, die der „Vorwärts" anläßlich seiner letzten Rede gegen ihn gerichtet hatte. Er habe keineswegs den Gewerkschaften Beschränkungen auferlegen wollen, der „Vorwärts" habe nur mit Entstellungen und Verdrehungen operirt. Die Herren Wurm und Hoch wollen den Mittelstand vernichten. Offenbar wegen der „Verclendungstheorie". Aber Ihr Fraktionsgenosse Bernstein hat doch diese „Verelendungstheorie" längst vernichtet. Die Herren Wurm und Hoch wollen sich von Herrn Bernstein nicht belehren lassen. Ganz unrichtig ist es, daß in Kreuznach Genossensci)aften ausgeschlossen sind, weil ihnen Sozialdemokraten angchörten Wenn Jemand dies außerhalb des Hauses sagen wollte, würde ich sagen, das ist eine grobe Unwahrheit. Es waren wirth- schaftspolitische Gründe, deretwegcn der Ausschluß erfolgte. (Aby. Bebel ruft: Geben Sie doch die wirklichen Gründe an!) Dre wirklichen Gründe lagen in der wirthschastlick.n Tendenz dieser Vereine. Darüber kann ich mich doch hier im Reichstag nickt ausführlich äußern. (Zuruf bei den Sozialdemokraten: W eiche Tendenz? Das sind doch nur Redensarten!) Redner acht auf diese Zurufe nicht ein, kommt vielmehr auf die GajiwsichSvcr- orbnung zu sprechen und wiederholt seine frühere Bchaup.un^, daß diese den örtlichen Verhältnissen nicht cmgcpaßl fei: Cs ist seh, bedauerlich, daß hier so viel Zeit damit ocrtrbbelr wird, um iibci alle möglichen Ting, zu reden, die mit dem Etat gar nich.S zu thun haben, und daß die Vorlagen, die wirklick den Arbeitern helfen, nicht erledigt werden sollen. Ich glaube, es wäre dock besser, wenn weniger geredet und mehr posinvc Arbeit geleistet würbe Damit würben wn den Arbeitern wirklich einen Dienst thun. Abg. Pauli-Potsdam (b. k. F.) tritt für eine wirksame Förderung der Sozialpolitik ein. Besonders müßten die Arbeitgeber für gute und billige Arbeiterwohnungen sorgen. Die Sozialdemokraten griffen zwar stets das Großkapital an, sie betrieben aber eine Politik, die cs schließlich nur den Großgrundbesitzern und Großkapiialistcn möglich mache, zu existircn. Sehr bedauerlich sei es, daß der Staatssekretär sich so entschieden gegen den allgemeinen Bcfcihigungsnach- weis ausgesprochen habe. Die Handwerker draußen würden sagen: Wie können wir zu einer Regierung Vertrauen haben, wenn solche Worte fallen! An dem Rcichstagsbau könne man sehen, was daS Handwerk leisten könne, wenn cs jedoch so weiter gehe und dem Handwerker nicht geholfen werbe, würden solche Prachtbauten unmöglich sein. Abg. Dr. Barth (freis. Vgß., schwer verständlich) kommt aus die Rede des Staatssekretärs über die englische Landwirthschaft zurück. Als die englischen Lwrnzöllc aufgehoben wurden, gab es noch gar keinen Bauernstand in England. Denn gerade die Korn- zöllc haben die englische Landwirthschaft ruiniri Das i't eine Thatsache, die eigentlich Jeder wissen mühte. (Zuruf rechts: Nee!) Nun, die Herren von der Rechten haben ja oft genug den Be- fähigtmgsnackweis der Unbelehrbarkeit erbracht. (Hciicrceit.) Abg. Molkenbuhr (Soz.): Die Wohlthatcn, die man den Arbeitern erweist, sind oft nichts Anderes, als ein Theil des WhncS, den man den Arbeitern vorenthalten hat. Herr Paasche, der neueste Krupp-Zeuge, hat eine Lohnliste der Kruppschen Arbeiter ausgestellt. Schade, daß er nicht auch eine Liste der Profite der Firma Krupp daneben gestellt hat! (Sehr gut! Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Der Rechtsanspruch, den dic Struppigen Arbeiter auf eine Pension haben, ist nur sehr dürftig, die Pension kann entzogen werden, wenn der Arbeiter anderswo nur 1 Mark täglich verdient. Die Angriffe des Herrn Stützet auf unsere Partei treffen uns nicht. Wenn er uns vorwirft, wir hätten gegen einige sozialpolitische Gesetze gestimmt, so scheint er vergessen zu haben, daß bei der Abstimmung über das Altersund Jnvaliditätsversicherungsgesetz im Jahre 1889 ein gewisser Abgeordneter Stützet mit Nein gestimmt hat! (Hürt! hört! hört! sehr gut! und Heiterkeit auf der äußersten Linken.) Dem Centrum ist cs mit der sozialpolitischen Gesetzgebung gar nicht Ernst. Wenn cs genau wüßte, daß seine Anträge abgetehnt werden, so würde eS noch viel mehr solcher Anträge einreichen. (Sehr gut! und Heiterkeit.) Aus -er Tcimboruschen Wittwen- und Waiscnversorgung kommen gerade 23 Mark pro Jahr für jede Wittwe. Ist das nicht ettoa**7Ine Verhöhnung? Wie gewöhnlich, sind auch diesmal bei diesem Etat die Bundesrathsverordnungen angegriffen worden, fc daß wir in die Lage versetzt tznd, freiwillige Regierungskommissarr zu spielen. Herr Oertel, der neben der Einführung der Prügelstrafe sich vor Allem die Aufhebung der Bäckereiverordnung zum Ziel gesetzt hat, hat jetzt einen treuen Kampfgenossen, der mit ihm Schulter an Schulter kämpft, m Herrn Dr. Crüger gefunden, der ebenso gegen dic Gastwirthsverordnung loszieht. Daß so etwas möglich ist, beweist nur, daß es Leute giebt von so reaktionärer Gesinnung, daß ihnen noch die Maßnahmen unserer Regierung als sozialrcvolutionärc Thaten erscheinen. Redner vertheidigt in eingehende» Ausführungen die beiden erwähnten Verordnungen. Dic Wciterbcrathung wird sodann auf D i c n st a o 1 Uhr vertagt. (Außerdem Wahlprüfungen.I Schluß 6N Uhr. k h n h I Aer Kroßherzog in Indien. Nach den letzten Nachrichten von dem Aufenthalt S. K. Hoheit des Großherzogs in Indien aus Bikaner (Rai Putano) wurde, wie die „Darrnst. Ztg." schreibt, am 23. Januar von Gwalior eine Jagd unternommen. S. K'. Hoheit der Großherzog fuhren mit der Jagdgesellschaft, im Extrazug in der Richtung nach Jansi, etwa eine halh-, stündige Fahrt; daselbst waren die Pferde zum Ritt nach dem Sammelplatz bereit, wo die Elefanten zur Tigerjagd bestiegen wurden. Nach drei erfolglosen Treiben wurde am Abend der Ritt nach der Bahnstation angetreten und von dort die Heimfahrt nach Gwalior. Am Vormittag des 24. Januar besichtigten S. K. Hoheit das Hospital und das Kolleg und wohnten später einem Gartenfest bei. Am Abend fand ein Ball im Palais des Maharajahs statt. Die Abreise von Gwalior erfolgte im Laufe des Nachmittags am 25. nach Ieypore, wo S. K. Hoheit am 26. früh ankam. Der englische Resident war zum Empfang aus dem Bahnhof und geleitete S. K. Hoheit nach der Residenz, wo Wohnung für den Großherzog und das Gefolge bereit war. Am Vormittag stattete der Maharajah von Ieypore S. K. Hoheit einen Besuch ab, welchen S. K. Hoheit bald d arauf im Palast erwiderten. Alsdann wurden die Gärten des Palastes, sowie die Sternwarte und am Nachmittag das Mus um und die öffentlichen Gärten besichtigt. S. K. Hoheit begaben sich am 27. Januar früh zu Wagen und dann zu Elefant nach Amber und besichtigten die dortigen Tempel und Paläste. Nach Jeypore zurück- gekehrt, wohnten ,51'. Hoheit einer Antilopenjagd mit Jagoleoparden bei, besuchten noch die Kunstschule und reisten am Abend nach Bikaner. Am 28. mtttags kamen S. K Hoheit mit Gefolge im Ertrazug dort an, wo auf dem Bahnhof Empfang o ur. Hoheit den Maharaja h stattfand. S. K. Hoheit nnh am dTachmcktag den Gymkana- spielen bei und erschtto. int Abend bei einem Festessen im Palast. Pucrlame« ,rr« cheS aus Hess u Eine Vorstellung tnr b.. den Gre, h H ldbereinigungs geometern beschäftig. . .. . .. •: zw dc.Jtiüfie, b :rcfj.ud deren VeuvenouuK und Anstellung bei Feldbereinigungen ist der zweiten Kammer vom Abg. Köhler-Langsdorf als Antrag überreicht worden, der dahin geht, bei den demnächstigen Budgetberutungeu unter Kapitel 74, Tit. 2, Pos. III, Feldbereinigungsgeometer, ebensoviel Geometer 2. Klasse als Feldbereinigungsgehilfen einzustellen, wie dies bei Kapitel 30, Kreisgeometer, vorgesehen ist. Die Magdeburger Hagelversicherungsgesellschaft legte der Kammer eine an das Großh. Staatsministerium gegen den Abschluß eines sogenannten Begünstigungsvertrages mit der Norddeutschen Hagel-Bersicherungs-Gesellschaft gerichtete Eingabe zur Kenntnisnahme und mit der Bitte vor, dem Abschluß eines derartigen Vertrages die Zustimmung versagen zu wollen. Der dritte Ausschuß hat die Wahl der Abgeordneten Karl D am m-Friedberg und Rechtsanwalt Dr. Ignatz Frenay-Nciederolm-Jngelheim für giltig zu erklären beantragt. Gegen die Wahl des Ersteren hatte eine Anzahl Wähler in Friedberg Protest erhoben, welcher im wesentlichen damit zu begründen gesucht wurde, daß auf Weisung des Vorsitzenden der Wahlk.mnttssion, des früheren Bürgermeisters Sandmann, die Rathaustür um 5 Uhr geschlossen worden und während des g a nzen Aktes der Stimmen zählung verschlossen gcblttben sei. Nur einem gewissen Repp )ei die Anwesenheit auf sein Ersuchen gestattet worden. Der Ausschuß hat dagegen für festgestellt erachtet, daß ein unbedingter Ausschluß der Öffentlichkeit bei der Ermittelung des Wahlergebnisses wed er beabsichtigt war, noch ial fächln.) stattgefunden hat. Allein selbst wenn ein oollständigcr Ausschluß der Oefsent- lichkeit stattgesunden hätte^ könnte dies keineswegs als Kassierungsgrund für o., Wahl gelttno gemacht werden, indem im nagensatze zu oem Reichstagswahlrecht, welches ausdrücklich bestimmt: „Tie Wahlhandlung sowie die Ermittelung des Wahlergebnisses sitw öffenttich", weder unser hessisches Wahlges.H, noch ien h-ffifche Verfassung oder Die Wahlanleitung eme derartige .-o.su)r.ß enthalten. Der Zoj'.turU und die ^anüwutf^a t im SuDtii FtUijchinNöv. Was . - JaiLu - a./oen Deurfchlanos, bei. u»is m -üe^en, in m ^uPiueuibn-y und Elsaß-Lothringen bedeutet, wird beleuchtet in einer Arbeit des badischen Regierungsassessors Dr. Hecht. An der Hand statistischen Materials wird bewiesen, daß nur ein sehr kleiner Teil (0.6 Proz.) aller Familien des badischen Landes ein erhebliches Interesse an der Erhöhung der Getreidezölle hat, weitaus der größte Teil (70.7 Proz.) dagegen dadurch geschädigt wird. Nach der letzten landwirtschaftlichen Betriebsstatistik entfielen in Baden 44.54 Proz. aller Betriebe auf die mittleren Betriebsgrößenklassen von 2 bis 20 Hektar und die Fläche dieser Betriebe machen 71.15 Proz. der landwirtschaftlichen Nutzfläche aus. In Württemberg entfielen auf die betreffenden Größenklassen sogar 46.27 Proz. aller Betriebe auf die mittleren Betriebsklassen, die Fläche dieser Betriebe machte allerdings nur 68.37 Proz. der ganzen Nutzfläche aus. Tie größeren Betriebe von 20 bis 100 Hektar waren in Württemberg noch, etwas stärker als in Baden, die Großbetriebe (mit über 100 Hektar) dagegen wieder etwas schwächer vertreten. Gegenüber 3.06 Proz. der gesamten landwirtschaftlich benutzten Fläche in Baden und 2.14 Proz. in Württemberg entfiel dagegen in Ostpreußen 39.47, in Westpreußen 43.66, in Pommern 55.13, in Posen 52.19, in Mecklenburg-Schwerin 59.65 und in Mecklenburg-Strelitz sogar 60.68 Proz. der landwirtschaflllichen Fläche auf die Großbetriebe, die an Zahl freilich nirgends mehr als etwa iy8 Lroz. aller Betriebe aus machen. Ter bäuerliche Mittelstand ist im Norden und Osten an Zahl weit geringer vertreten als im Süden. Fast unvermittelt stehen im Norden Zwergbetrieb und Großbetrieb einander gegenüber. Bedenkt man noch, daß im Süden der Getreidebau hinter dem Anbau von Wein, Obst, Handelsgewächsen und Gemüse zurücktritt, so. ist es klar, daß die Interessen der süddeutschen Landwirtschaft andere sind, als die der Landwirtschaft im ilcorden und Osten. Auf Grund eingehender Unterjuchung gelangt der Verfas'er zu dem Ergebnis, „daß trotz oei tariert Ausdehnung oes Getreidebaus das Interesse der Mehrzahl der badischen Landwirte am Verkauf von Brotfrucht verhältnismäßig klein ist und jedenfalls hinter d-m Interesse am Verlauf von Wein, Taoak, Obst, Vieh u:/j. lyeiCiinic.; zurückbleibt." - i i- i . ji... o - . - hl sehr wüte Kreise tuiiuiv in.|Uju । iilü^vU Schutzzolls. Mit Rücksicht darauf, daß Baden Glied eines großen Ganzen ist, will er auch einen mäßiges Roggen- und Weizenzoll, obgleich in Baden dafür direkt kein oder nur ein minimales und ausnahmsweises Interesse besteht, nicht ablehnen, sofern der badischen Landwirtschaft eine Kompensation in Gestalt solcher Zölle zu teil wird, die wiederum dem Süden mehr als dem Norden und Osten des Deutschen Reichs zu gut kämen. Doch warnt er auch hier vor einer Ueberspannung der Forderungen. Man dürfe nicht außer acht lassen, daß die Zölle sich leicht zu einem zweischneidigen Schwert gestalten können. Ein sehr hoher Tabak- zo l l z. B. würde dadurch, daß alsbald neue Tabakkulturen entständen, dem Landwirt erhöhte Konkurrenz bringen, andererseits würde er die T a b a k i n d u st r i e auss schwerste schädigen, und da gerade die Familienangehörigen vieler Landwirte in der 'Tabakindustrie lohnende Beschäftigung finden, so würde die Landwirtschaft, lvas sie auf der einen Seite gewönne, auf der anderen vielleicht in noch höherem Maße verlieren. Vollends aber würde eine Zollpolitik, die zu ungünstigen Handelsverträgen und zu Zollkriegen führte, die gewerbliche und kommerzielle Blüte der Städte schädigen und die Lebenshaltung der städt. Arbeitermassen beschneiden. Damit würde aber auch der Landwirtschaft ein Schaden erwachsen, der größer wäre als der Vorteil. Auedyofs- und ZLegräbnis-Krünung- Gießen, 16. Febr. UnS wird geschrieben: Der von Herrn Beigeordneten Kommerzienrat Georgi gegebenen Anregung folgend, bringen wir nachstehend einige Angaben ihßer die* für die Altgemeinheit besonders wichtigen Bestimmungen der Begräbnisordnung. Die gegenwärtig bestehenden Beerdigungssckten und das dadurch bedingte Verbleiben der Leiche im Sterbehause bis zum Zeitpunkt der Beerdigung mußten je länger desto mehr die größten Bedenken erwecken. Sie bergen die schwersten Gefahr für die Gesundheit in sich; diese Gefahr wird mit zunehmender Dichtigkeit der Bevölkerung immer mehr steigen, und der bisherige Brauch kann, zumal in der heißen Jahreszeit, zu unabsehbarem Unheil führen. Wieviel Schaden bisher dadurch schon entstanden sein mag, läßt sich natürlich im einzelnen nicht feststellen; unabweisbare Pflicht der Stadtverwaltung blieb es, auch die Möglichkeit solcher Vorkommnisse, soweit es in Menschenhand liegt, zu beseitigen. Da sich gleichzeitig die Erkenntnis aufdrängte, daß bei der großen Entfernung des neuen Friedhofs von den meisten Teilen der Stadt die bisherige Art der Beerdigung sich auf die Tauer nicht werde aufrecht erhalten lassen, entschloß man sich, allgemein die Beerdigungen von der Leichenhalle aus stattfinden zu lassen und zu bestimmen, daß sämtliche Leichen innerhalb 24 Stunden nach ein getretenem Tode dorthin zu überführen seien. Wenn diese Bestimmung anfangs vielfach auch als Härte empfunden werden mag, so sind wir doch überzeugt, daß die Einwohnerschaft in der Erkenntnis, daß es sich um eine notwendige gesundheitliche Maßregel zum Schutze der ganzen Bevölkerung handelt, sich ebenso rasch, wie es in anbereit Städten, z. B. Freiburg, Karlsruhe, Mainz, geschehen ist, an die neue Einrichtung gewöhnen und sie nach kurzer Zeit als Wohltat empfinden wird. Dieselben zwingenden Gründe sprachen dafür, daß Gleiche für die auch in Zukunft noch auf dem alten Friedhof in Erbbegräbnissen usw. stattsindenden Beerdigungen anzuordnen. Da die Durchführung dieses Grundsatzes ein sicheres und pünktliches Ineinandergreifen aller bei einer Beerdigung beteiligten Faktoren erfordert, erschien es nötig, eine einheitliche Leitung des Beerdigungswesens zu schaffen und dasselbe zum Teil in städtische Verwaltung zu übernehmen. Andererseits bot sich hierdurch ein einfaches Mittel, den Angehörigen eines Verstorbenen die häufig peinlich empfundenen vielfachen Geschäfte, die sich an einen Todesfall knüpfen, zu erleichtern bezw. abzunehmen, indem dem neu zu schaffenden Amt die Verpflichtung auferlegt wurde, soweit es von den Angehörigen gewünscht wird, die Vermittelung auch solcher durch den Todesfall veranlaßten Geschäfte zu übernehmen, m die einzugreisen ein öffentliches Interesse nicht besteht. Diesen Erwägungen verdankt das städtische Begräbnisamt seine Entstehung. Ihm ist übertragen die Verwaltung des Leichenfubrweseus, das vollständig von der Stadt übernommen werden wird, und die Aufsicht über die Leichenwärter und Leichenfrauen, von denen noch später zu reden ist. Im übrigen ist seine Aufgabe nach dem oben Tar- gelegten eine doppelte. Die Tätigkeit, die das Begräbnisamt in allen Todesfällen von Amtswegen zu entfalten hat, umfaßt im wesentlichen folgendes: Es bestimmt die Zeit der Ueberführung der Leiche nach dem Friedhof und sorgt zu diesem Zweck für rechtzeitige Verbringung des Sarges in das Sterbehaus, für Bereitstellung des Leichenwagens und für die nötige Benachrichtigung des Friedhofsaufsehers ; cv erwirkt den polizeilichen Beerdigungserlaubnisschein, übermittelt denselben dem Friedhofsaufseher und erteilt diesem alle für die Aufbahrung und Beerdigung erforderlichen Weisungen, insbesondere auch über Art, Lage und Herrichtung des Grabes; endlich setzt es die Zeit der Beerdigung fest, und zwar mit Rücksicht auf die Wünsche der Angehörigen und des bei der Beerdigung mitwirkenden Geistlichen. Auf Wunsch der Angehörigen übernimmt das Beginibnisamt ferner die Bestellung eines Leichenwärcers oder einer Leichenfrau sowie des Sarges, wobei, soweit nicht die Wünsche der Beteiligten eine Aus- nähme gebieten, durch geeignete Anordnungen die gleichmäßige Berücksichtigung sämtlick-er hies.gen in Frage kommenden Gewerbetreibenden gesichert iß; weiter die Benachrichtigung des ouslänoigen Geistlichen. Es wird endlich auch Vorsorge getrosfen Werben, daß die vorläufigen Verband- lungen wegen Ueberlassung eines Erbbegiabn,s,i§ usw. durch ™m'^9rdbni5amt geführt werden können, auch kann es von Wagen sowie die etwaige Ausschmückung der Kapelle vermitteln, um allen diesen Anforderungen gerecht w-rdcn zu wnncn. muß d-r D-grwnisamt so bald wie möglich von einem Todesfall Kenntnis erhalten, es m 001)«: eine entsprechende Meldepflicht in erster Linie den erwachsenen Hausgenossen des Verstorbenen sowie den ^ichemvutter,i uno Leichenfrauen auferlegt worden, zur ^^nfachullg oes E.jch.tfcsgangs sowie zur Vermeidung von Lelaiugu.tgin des >-wlmnns wird das BegräbniSamt ™Lb_em i^tra”b^ar^-hberart m C1* Verbindung gebracht werden, daß er Ehrenlegion sind. _ Aus Stadt und Kaud. ** P e; f o n a I i c n. In den .ilhepano versetzt wurden am 7. Februar der evangelische Pfarrer Karl Uhrig zu Altenstadt, Dekanat Rodheim, zurzeit in Darmstadt, mit Wirkung vom 16. Februar L I., und der evangelische Pfarrer Christian Broß zu Pohl-Göns, mit Wirkung vom 1.März l. I., auf ihr Nachsuchen unter Anerkennung ihrer lang jährigen treuen Dienste. — Seines Dienstes entlassen wurde mit Wirkung vom 11. Februar d. I. der Werlsührer des Elektrizitätswerkes V :r Babeanstalt zu Bad Nauheim Georg Jahn. 1 ** Auszeichnung. Durch Entschließung vom 13. Januar d. I. ist dem Forstwart der Gemeindeforstwartei Himbach, Wilhelm Wachter zu Himbach das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für treue Dienste" vor liehen worden. Kleine M i 11 c i [ u n g c n aus Hessen und den Nachbarstaaten. Der Provinziallandtag der Rheinprovinz har zur Erhaltung und Restaurierung des Wetz larer Tomes den Betrag von 20000 Mark in Aussicht gestellt. — In H e ring? n wurde der Handelsmann Schäfer von dem Stellmacher Koch erschlagen. Ter Mörder ist verhaftet. t Vermischtes. * Berlin, 14. Febr. Lieber fünf Generationen in einer Familie schreibt dem „L.-A." ein Leser: „Mu wurde am 10. d. M. ein kräftiger Junge geboren. Das soll ja nun häufiger vorkommen, von Interesse ist es aber für die Allgemeinheit vielleicht, daß dieser kleine Erdenbürger eine gesunde Mutter, eine gesunde Großmutter, eine gesunde Urgroßmutter und eine gesunde Urnrahne hat. Letztere — eine noch recht rüstige alte Dame — steht im 98. Lebensjahre, alle vier Mütter wohnen in Berlin — ein Zeichen dafür, daß es in unserer Großstadt noch „gesunde Familien" gibt. Gust. Lorenz, Kaufmrnn." * Berlin, 15. Febr. Me die „Bevl. Morgenpost" meldet, ist der hiesige Rechtsanwalt Max Liebling unter dem Verdacht versuchter Erpressung verhaftet und dem Untersuchungsgefängnis in Moabit eingeliefert worden. Seine Verhaftung steht im Zusammenhang mit den Betrügereien, welche bei der früheren Auslosung der vier- vrozentigen rumänischen Rente stattfinden, in deren Folge in Bukarest der Dizedirektor des öffentlichen Schulbienstes und der Bureauchef dieses Amtes bereits verhaftet wurden. * Nür nb erg, 15. Febr. Ter Sekretär des sozial demokratischen Vereins, Leist, gegen welchen eine Untersuchung wegen Sittlichkeitsvergehens eben niedergeschlagen war, stürzte s ich vom dritten Stock der fränkischen Verlagsanstalt herab und wurde lebensgefährlich verletzt. * Nurn berg, 16. Febr. Den größten Posten in bet Summe für den Festbau für das 10. Deutsche Turnsest tn Nürnberg beansprucht die Festhalle, deren Kosten sich nach den einzelnen Anschlägen zwischen 70177 und 170280 All. bewegen. Man hat beschkoffen, wie bei dem mittelrheinischen Kreisturnfest in WormS im vorigen Jahre einen wasserdichten Zeltbau aufzuführen. Nach dem von dem Ausschuß der Deutschen Tiirnerschaft ausgestellten Programm soll die Fest- Halle 6000 Quadratmeter Grundfläche enthalten. * Paris, 14. Febr. Infolge privater Auseinander» setzungen fand ein Duell zwischen Max Regis und dem Publizisten und früheren Kriegsminisler Laberoesque statt. Max Regis wurde am Arm verletzt. Gleich darauf fand ein Pisiolenduell zwischen Max Regis und dem Journalisten Landau statt. Niemand wurde verletzt. * P aris, 14. Febr. Infolge einer Beschwerde der Ver. teibiger der Familie Humbert über verschiedene, während der Untersuchung angeblich vorgekomuiene Unregelmäßigkeiten sand gestern im Jusuzpalast zwischen dem Generat- prokurator unb dem Untersuchungsrichter eine Konferenz statt. Es wurde beschlossen, die Beschwerde zu prüfen und für den Fall sie berechtigt ist, die Unterst,chung von Neuem zu beginnen. • Paris, 15. Febr. Die Polizei verhaftete gestern abend den Bankier Forst wegen zahlreicher Unterschlagungen.— In der vergangenen Nach: wurde bet Spinal em Attentat auf einen Eisenbahnzug verübt. Unbekannte Täler hatten die Schienen losgeschraubt, wodurch der Expreßzug von Nancy nach Epinal entgleiste. Glücklicherweise befanden sich nur wenige Passagiere im Zug. Vom Zugpersonal wurde ein Maschinist getötet und ein Hetzer schwer verletzt. * Wien, 15. Febr. Ter feit mehreren Tagen hier wütende Sturm artete in der letzten Nacht tn einen förmlichen Orkan aus, welcher in der Stabt sowie in der Umgegend an Gebäuden und Kulturen argen Schaden anrichtete und mehrere UnglücfsfäUc zur Folge hatte. * Tie Verhaftung der Baronin Vronislavc» Sobiernitzki, welchr in der Tauenzienstraße zu Berlin ein Pensionat besaß, erregte int November v. I. Aufsehen. Mit ihr wurde auch ihre Wiitschafterin, die unverehelichte Bron - 'teilt in Haft genommen. Beide sollten sich der Kuppelei und des Diebsiahls schuldig gemacht, und besonders eine Künstlerin, welche vortübergehend in dem Pensionat wohnte, arg bestohlen haben. Ter Verdacht gegen die Baronin ist insoweit entkräftet wo.den, daß sie jetzt ohne Kaution auf freien Fuß gesetzt wurde. Tie Wirtschafterin verbleibt dagegen in Haft