Sä Lc"L °7^L, L iilV^'Ä*1- Wti'J ^ben’’?UKe’,lbe0üru " l°in, d^Earif ein,a ieuc KvnM^" Amerika Ee ich (Jlne" bekomvit. fk sie nch s^'n £ Porten. schließ rundsah outtSfoße: c 6rage der « ; teilete Mw lS. t» Leiter. Ter fallet 1 der Vvrzkglichsktt JieiL ipiern, ioiiöex'n überhaupt. CI1 ^ers ftisch P.L |e AngM gehen. M der itüijer em eifriger ^uweriüs, das nicht g- m,er ist nach dem„Lpvrr |cht oft stundenlang jar ist dagegen t'ein passw« |ellen vor, dag man ihn i reM er überhaupt nicht »von Spanien ein Vorzugs 'Oer tag», aber nie em und es, sehr ost zu tvechsetn. erde anL allem, Mischern -ach- oder MbiuL ^hr c Änamel, aber seine Gestreifte sie M schon von t Aoß in den Äergen ihrer kommt der Migin Sienna nm Portugal wai ein ganz lityetgewity nahm derart j bcjonbeiö fiaite Pferbe : er auch aus seinen Steifen i Begräbnis der fauigin ite, die beim Bolle öligem, n von den seinen, edlen len stach dieses Muslum land ist ein mäßiger Reiter siichsjagdcr nicht. Er rill t die allerdings auch das ch denken kann. Sem Lieb' 4 Pony. Eine vorzügliche .erÄ’*“ WP°s-!!°rR°k§A M-ch S-N°usM M». ie HW sielten. ^feunbct W'ÄÄ« ng der Kuusls & sur Itafabemie « m <2hlfaui MMtwZsAinden bet und stch l gz handelt zesetztzuhabe- tannt, w* 8 7-ls b« ’«*8‘ Ä ®8enhlJ LsZ« igen- .. •**%• S*s,S'ä> trankt tp ,. Nr. 13 Erstes Blatt. 153. Jahrgang Freitag 16. Januar 1903 vrl --eint täglich aufoei SounlagS. Dein G «ebener Anzeiger werden im Wechsel mtt bem ffesftlchen Landwirt btt Seltener Kamillen- blätter Dirnnal in der Woche betgelcgt ftotattonflbrud u. Ver» lay der t) r ü h l'lchen stniveri.-Buct)- u.@ictn» drackerei (Pietsch Erde a> ßtedaktton, StpebUUNI and Trudritii Gchulstratz« f. Kdrefie tüt Depeschen, «nzeigrr «letzen. sttralprtchanIchluhAr 61. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Metzen 10 veragsprei», monatlid)75 PL viertel- lährlich Mk 2.20, durch Abhole- u. Zweigstelleq monatlich 65 Pj.; durch diePost Mk. 3.— viertel* jährt auüichi. Beslellg» Annahme von Snzeige» füx die tageOnummci vi» vormittag- 10 Übte ßeUenpret»: lokal 18 auSioärtS 80 Plg. verantwortlicht St den oolit. u. aflgenii eU; U Witiko: tüt «Stadt und Üanb* uni .ÄerlchlLsaalE 6 U t i Platoi lüt den Anzeigenteil: £>unI Beck. Kcllmmtmachung. Die Rotlaufseuche im Gehöft des Balthasar Weiß in All en darf a. d. Lda. ist erloschen. Die Sperrmaß- regeln sind aufgehoben. Gießen, den 14. Januar 1908. Großher-ogliches Kreisamt Gießen. Dr. B r e i d e r t. Amllichr Nachrichten über Viehseuchen. In einem Gehöft zu Holz Hausen b. Gl. ist ein Schwein an Rotlaufseuche verendet. Es ist der gemeinschaftliche Weidegang der Holzhäuser Schweinebestände verboten und das fragt. Gehöft gesperrt worden. In einem Gehöft zu Burg-Gemünden, Kreis Alsfeld, ist die Rotlaufseuche ausgebrochen. Es ist Gehöftsperre verhängt. Deutsches Reich. Berlin, 15. Jan. Zur gestrigen ALendtafel beim Kaiserpaar waren der Kronprinz und der Reichskanzler Graf Bülow geladen. Heute morgen begab sich der Kaiser nach Liebenberg tzum Besuch des Fürsten Eulenburg und kehrte am Nachmittag nach Berlin zurück. — Der Kaiser hat dem Präsidium des Serien* Kaufes die Meldung zugehcn las,en, daß er demselben die nachgesuchte Empfangsaudien^ am Samstag, den 17. d. M., gewähren wolle. Das Präsidium des ALgeordneten- bauses ist ebenfalls um Bewilligung einer Audienz bei dem Kaiser eingekommen, hat aber noch keinen Bescheid erhalten. — Zum Ehrenziegelmeister Mill die Deutsche Ziegelmeistervereiniaung den Kaiser ernennen, der auf seiner Herrschaft Kabinen im Elbinger Landkreise eine große Ziegelei besitzet und bei seinem letzten Aufenthalt in Kabinen sich nicht nur den Werdegang eines Ziegelsteines beschreiben lassen, sondern selbst Ton und Werkzeug in die Hand genommen und einen Ziegelstein hergestellt hat. Es ist allerdings die Frage, ob dieser merkwürdige Ehrentitel angenommen werden wird. — Der Kronprinz stattete gestern nachmittag dem Reichskanzler einen längeren Besuch ab. — Die ReichötagSkommission für Kinderschuh hielt heute ihre letzte Sitzung ab. Sie gab die Feststellung des Berichts, der nach wenig Aenderungen bezüglich der Fassung genehmigt wurde. — Es steht nunmehr fest, daß die erste Lesung des Reichshaus Haltsetats am 19. d. M. beginnen wird. — In der heutigen Sitzung des Bundesrats wurde Len Ausschußberichten über die Vorlagen vom 16. Dezember 1902, betreffend die Verlängerung der Frist zur Anrechnung des Einfuhrscheins, vom 27. Dez. 1902 betr. Aufstellung eines amtlichen Warenverzeichnisses zum neuen Zolltarif, sowie vom 11. Dez. 1902 wegen Aenderung der jAusfuhrungs* bestimmungen zu dem Gesetze betreffend die Vergütung des Kakaozolls bei der Einfuhr von Kakaowaren zugestimmt. Ebenso wurde dem Ausschußbericht über den Entwurf des Gesetzes wegen Feststellung des Landeshaushaltsetats von Elsaß-Lothringen für das Rechnungsjahr 1903 Zustimmung erteilt. — Die „Nordd. Allg. Ztg." erfährt, die Blättermeldung, daß die Reichspo st Verwaltung plane, eine Anzahl höherer Stellen mit Juristen zu besetzen, und daß sie sich mit der preußischen und sächsischen Regierung wegen Uebertritts von Assessoren in Verbindung gesetzt hätte, sei völlig aus der Luft gegriffen. Ausland. Wien, 15. Jan. Im Reichsrat kam es heute wieder zu argen Lärmszenen. Während einer langen Rede des Abg. F r e ß l begannen andere Abgeordnete, unter ihnen Schönerer, die Pulideckel zu bewegen und Gassenhauer zu pseisen. Großer Lärm! Schönerer wird immer gemütlicher und unterhält sich mit den Wienern, stellt sich zum Kanzlei- eingang und bläst Rauchwalken aus einer Zigarette in den Saal. Tie Kollegen sekundieren und Eisenkolb verteilt Bonbons. Inzwischen übernimmt Vizepräsident Kaiser den Ersitz. Er ermahnt Freßl dreimal, zur Dringlichkeit zu sprechen. Ta Freßt unbekümmert weiter spricht, entzieht er ihm das Wort. Es entsteht ein ohrenbetäubender Lärm. Freßl, der bis heute früh reden wollte, hatte von 8 Uhr bis 10.45 Uhr «gesprochen. Tie Tschechischradikalen beginnen die Pultdeckel zu bewegen und Bücher auf die Erde zu werfen und zu pfeifen. Zwei Pultdeckel werden total zerschlagen und mit den Ueberresten wird das zweite schon lange nicht mehr gehörte Konzert fortgesetzt. Mitten im Lärm läßt der Präsident abftimmen und verkündet, daß die Dringlichkeit abgelehnt sei. Er läßt sofort mehrere neue Anträge in die .Verhandlung ziehen und erteilt dem Abg. Choc zur Antragbegründung das Wort. Er ergeht sich in fürchterlichen Beschimpfungen gegen den Präsidenten. Tie Parteigeno,fen schimpfen mit. Ter Präsident entzieht Choc das Wort. Tie Larmszenen wiederholen sich. Um 1 Uhr nachts dauerte die Sitzung noch fort. N e w y o r k, 15. Jan. Tie K o h l e n n o t wächst, sodaß beispielsweise die Pennsylvania-Universität alle H ö r s ä l e schließen mußte. Manche Fabriken sind ebenfalls geschlossen. Die Kohlengesellschaften bäufen Kohlen in den Niederlagen unweit der großen Städte an, richten aber die Zufuhr so ein, daß der Preis konstant sehr hoch bleibt. Beispielsweise wurde in Milwaukee amtlich fest- gestellt. daß 10 000 Lons Kohlen in erreicht» wer Nähe sind. Obivvbl der Kongreß den Kohlcnzoll für immer abschafste und nicht wie das Repräsentantin Hans durchdringlich vorschlug auf ein Jahr, wird die Einfuhr schwerlich bedeutend werden, da der Zoll 27 Cents per Tonne betrug. Sitzung der Stadtverordneten. Gießen, 15. Januar 1903. Anwesend Oberbgm. Mecum, Berg. Georgi, Aff. Curschmann. Von den Sto. haben drei Herren ihr Ausbleiben entschuldigt. Vor dem Platze deS Sto. Petri prangt ein großer Blumenstrauß, ein freundliches Gedenkzeichen der Stadt, daß Stv. Petri heute 2 5 Jahre hindurch der Stadtverordneten- Bersammlung angehört. Oberbgm. Mecum richtet das Wort an Stv. Petri; er weist darauf hin, daß die Tätigkeit Pctri'ö in die Zeit deS größten Aufschwunges Gießens falle; die Bevölkerungszahl habe sich verdoppelt, die Gemeindesteuer — verdreifacht (Heiterkeit). Er statte dem Stv. Petri besten Dank für die großen Verdienste ab, die er sich im Laufe dieses Vierteljahrhunderis um bte Stadt erworben habe. — Stv. Petri dankt in herzlichen Worten. — Oberbgm. M ec um teilt mit, daß angeregt sei, das Jubiläum Petri's durch ein kleines Essen zu feiern, das nach acht Tagen stattfinden solle. Stv. Kirch habe die Vorbereitungen dazu übernommen. Die Versammlung ist damit einverstanden. Der Kriegerverein ladet in einem Schreiben die Mitglieder der Stadtverwaltung zur Feier von Kaisers Geburtstag auf den 24. Januar ein. Das Schreiben wird mit Dank zur Kenntnis genommen. Es folgt die Vorlesung eines Dankschreibens des Assistenten Frohm vom Gas- und Wasserwerk. Danach teilt Oberbgm. Mecum mit, daß sich der Dezemberkonsum für das Elektrizitätswerk günstiger gestellt habe, als anfangs angenommen. Der Ueberschuß wäre größer ausgefallen. Die von ihm in letzter Sitzung genannten Ziffern müßten also nach dieser Richtung hin geändert werden. Die Vorarbeiten zur Gründung eines Verkehrs- Vereins sind, wie Oberbgm. Mecum ausführt, soweit gediehen, daß demnächst eine konstituierende Versammlung einberufen werden kann. ES sei angebracht, daß sich schon vorher einige Herren zusammenfänden, bannt sich nachher der Verein leichter konstituieren könne. Der Mindestbeitrag betrage 2 Mark, im Uebrigen soll eine Art Selbsteinschätzung stattfinden. Auf der Tagesordnung steht zunächst die Auslosung von Schuldverschreibungen des 1896er An- lehens. Es werden gezogen: Lit. Q. Nr. 201 222 155 159 64 76 k 100 Mark. Lit. R. Nr. 242 228 50 319 91 209 51 a 200 Mark. Lit. ti. Nr. 410 663 664 83 682 658 542 495 455 606 256 595 627 u. 366 L 500 Mark. Lit. T. Nr. 119 537 345 288 338 409 558 162 750 385 450 327 524 126 34 k 1000 Mark. Lit U. Nr. 299 287 191 109 42 128 k 2000 Mark. — Von den Schuldverschreibungen deS 1897er Anlehens werden gezogen: Lir. V. Nr. 11 15 191 77 k 100 Mack. Lit. W. Nr. 64 22 142 k 200 Mk. Lit. X. 257 294 44 275 291 159 113 u. 34 ä 500 Mk. Lit. Y. Nr. 119 8 373 91 384 449 368 301 312 k 1000 Mk. Lit, Z. Nr. 87 51 128 k 2000 Mk. Es sind eine Reihe von Baugesuchen eingegangen. Die Baugesuche, Schmieder für Ecke Marktplatz und Schulstraße, und Pfaff für den Schiffenbergerweg, werden von der Baudeputution befürwortet und von der Versammlung genehmigt; das Baugesuch Pfaff für Ecke Hillebrand- und Crednerslraße wird wegen seines unschönen Erkers abgelehnt; desgleichen das Baugesuch der Deutsch-amerikanischen Petroleumgesellschaft, west der von dieser zu errichtende Petroleumtank nicht genügend von den Nachbargrundstücken entfernt sei. (Diese Ablehnung wird von unseren Detaillisten, die erst dieser Tage vom deutschen Reichstage durch einen die amerikanische Petroleumgesellschaft treffenden Beschluß erfreut wurden, mit Zustimmung begrüßt werden. D. Red.) Die Anbringung eines Schildes an dem Gitter von Schülers Garten wird genehmigt. Das Schild soll etwaige Interessenten auf die Spar- und Leihkassc Hinweisen. Für die Herstellung des Bürgersteiges an der Mar bürgerst raße wird ein Krebst gefordert. Die Baudeputation befürwortet die westliche Seite für die Anlage des Bürgersteiges. Nach einer lebhaften Debatte, an der sich die Sto. Hanau, Wallenfels, Loeber, Helfrich, Petri, Kirch und Gaffky beteiligen, wird beschloffen, den Bürgersteig an der östlichen Seite herzustellen. Sto. Gaffky wies darauf hin, daß Gießen bei Regenwetter überhaupt keinen Promenadenweg außerhalb der Stadt habe, und daß die Marburgerstraße der einzige wäre. Durch die Anlage des geforderten Bürgersteiges würde eine Verbesserung der Spaziergänge erzielt, was er mit Freuden begrüße. Für die Neuanordnung der Räume in der Leichenhalle auf dem alten Friedhof rc. werden im ganzen 4000 Mk. gefordert. Der Baudepulation sollen die Tetailarbeiten überlassen bleiben. Stv. Haubach fragt an, woher der Unterschied zwischen den s. Zt. geforderten 500 Mk. und den heute geforderten 4000 Mk. toinnie. — Oberbgm. Mecum erklärt die erhöhte Forderung mst der neuen Beleuchtung durch Ober* licht, die ein neues Dach erfordere. — Sto. Petri hält die Kosten für zu hoch. — Stv. Loeber hat nichts gegen die Höhe des geforderten Betrags, eine einigermaßen anständige Leichenhalle sei eine Notwendigkeit. — Der geforderte Betrag wird von der Versammlung genehmigt. Oberbgm. Mecum teilt dann mit, daß einige $Jet* befferungen sowie die Anlage einer Klingelleitung im Polizeiarrest hause notwendig geworden seien. Die Mauern in den Zellen seien nicht stark genug, mehrfach seien Gefangene ausgebrochen. — Die Versammlung bewilligt 700 Mk^ für die geforderten Verbefferungen. Die von der Militärverwaltung geforderte Anlagd einer Hürde und eines Grabens auf dem alten Rödgener Weg wird genehmigt. Rechnungsabschluß des städt. Gas- und Wasserwerks für 1901/0 2. Die GaS- und Waffer- werksdeputation empfiehlt die Festsetzung des Betriebsüberschusses des GaSwerkS auf 72 218.95 Mk., die Festsetzung des Betriebsüberschusses des Wasserwerkes auf 16 049.02 Mk., die Festsetzung der Amortisation der Schuld des Gaswerkes auf 23 933.02 Mk., die Festsetzung bet Amortisation der Schuld des Wasierwerkes auf 19 339.02 Mk. Punkt 12 wird von der Tagesordnung abgesetzt. Nach dem Antrag der landw. Kommission wird beschloffen, das Kieferngrubenholz geschält für 12,05 Mk. pro Festm. der Firma Gebt. Wallach in Alsfeld zu überlassen, dem Rostmeister Kirschmann von Hausen daS Entrinden für 60 Pfg. pro Kbm. zu übertragen, die Angebote für Kiefernbauholz nicht zu berücksichtigen und dieses Holz für die große Nutzholzversteigerung zu reservieren. Punkt 14 ist versehentlich auf die Tagesordnung gesetzt worden. Als durchschnittlicher Jahresarbeitsverdienst der in land- und forstwickschaftlichen Betrieben beschäftigten Arbeiter wird der Satz vom Jahre 1899 beibehalten. Die Löhne der städtischen Taglöhner betragen 27 Pfg. pro Stunde durchschnittlich. Die sozialpolitische Kommission hatte beantragt, die tüchttgeren Leute, speziell unter den Straßenkehrern, zü Vorarbeitern mit einer kleinen Lohn- oerbefferung zu ernennen. Die Baudeputatton hatte dagegen beantragt, diesen Antrag abzulehnen. ES beginnt eine rege Debatte. Vielfach wird die Bemerkung laut, daß Unzuträglichkeiten aus der Ernennung zu Vorarbeitern entstehen könnten, eine besondere Gratifikation oder Zulage für die tüchtigeren Arbeiter sei zweckentsprechender. — Stadtv. Krumm meint, daß ihm gerade an dem Titel, weniger an der damit verbundenen Lohnerhöhung liege; der Titel , Kommerzienrat * z. B. sei ja auch sehr schön und erfreue den Inhaber. (Heiterkeit.) — Stav. Löber bemerkt dazu, daß sich der Sto. Krumm auf einem sehr schlüpfrigen Wege befinde, wenn er sich dergestalt an seinen Prinzipien der allgemeinen Gleichheit versündige. (Anhaltende Heiteckett.) — Ein Antrag auf Schluß der Debatte setzte den weiteren Ausführungen ein Ziel. — Der Antrag der Baudeputatton, den Arbeitern event. eine Zulage zu gewähren, wird danach angenommen. Das Gesuch des Wittes Fritz T ei gl er um Er^ laubnis zur Benutzung städtischen Geländes und eines städtt- schen Brunnens wird abgelehnt. Es müffen eine Reihe von Lehrer st eilen besetz! werden, und zwar die Stellen von vier Lehrern und einer Lehrettn. Die Besetzung muß auf Grund der betreffenden gesetzlichen Vorschttsten erfolgen. Die Versammlung genehmigt die Vorlage. — Das Gesuch des Karl Döring zu Gießen um Erlaubnis zum Wittschaftsbetrieb im Hause Dammsttaße 39 wird genehmigt. Damtt ist die Tagesordnung erschöpft. — Stv. Lö der richtet an den Oberbgm. die Anfrage, wie die Angelegenheit mit dem neuen Schul bau stehe. In der damaligen Debatte vor ca. 6 Wochen sei der Wunsch geäußert worden, den Architekten Ger del mit der Anfertigung der Pläne zu betrauen. Er müsse nun konstatieren, daß dies nicht geschehen sei. Seiner Meinung nach sei es höchste Zeit, mit den Vorarbeiten zu beginnen. — Oberbgm. Mecum erklätt, daß er morgen dem Architekten G er b el die entsprechenden Aufträge geben werde. Er hätte es schon früher getan, aber es seien andere Arbetten zu erledigen gewesen. — Sto. Haubach wünscht, daß die öffentlichen Bauten nicht so teuer hergestellt werden; jeder Prioatarchüekt baue billiger. — Oberbgm. Mecum erwidert daraus, daß dies ganz selbstverständlich sei, Staat und Stadt bauten immer teurer als Privatfirmen, dafür bauten sie aber auch bedeutend solider. — Stadtv. Kirch teilt noch mit, daß, wenn die ihm gewordenen Mitteilungen und die durch die Tagespresse gegangenen Notizen richtig seien, unserer Stadt insofern ein Verlust drohe, als die hier befindlichen Eisenbahn-Bau-, Betriebs-, Vettehrs- und Ma- schinen-Jnspektionen aufgelöst und möglicher Weise die hierfür in Aussicht genommene Betriebsdirektion anderswohin verlegt werden könnten. Man möge an maßgebender Stelle frühzeitig vorstellig werden und die anwesenden Vertreter der Handelskainmer mögen auch der Sache ihre Aufmerksamkeit widmen. — Oberbgm. 2)1 e c u m nahm hiervon dankend Kenntnis und glaubt in allernächster Zeit Gelegenheit zu haben, sich über die Angelegenheit genauer zu informieren. Aus Stadt und Land. Gießen, den 16. Januar 1903. • * Parlamentarisches. Wir erhalten heute aus Darmstadt von unserem dortigenRedaktionS-Bureau folgende Drahtnachricht: »Die Großh. Regierung hat soeben den Gesetzentwurf, betr. Abänderung der la nd stä ndisch en Wahlordnung (direktes Wahlrecht) fertiggeftellt und dem Präsidium der Zweiten Kammer zugesandt. Der Entwurf wurde sofort gedruckt und den Kammermitglledern übermittelt. Der Finanz-Ausschuß der Zweiten Kammer hat seine Hauptarbeiten beendet und sich gestern abend bis zum nächsten Mittwoch vertagt. Der erste Teil des Etats betr. die Wirtschaftsrechnung ist bereits im Druck fertig, und der zweite Teil, betr. die Vermögens re chnung, soll am nächsten Mittwoch zur Schlußberatung kommen, worauf gemeinsame Sitzung mit dein Finanzausschuß der Ersten Kammer und die endgiltige Feststellung des Finanzberichts erfolgt. Die allgemeine Finanzlage wird sich besonders dadurch wesentlich günstiger gestalten, daß entgegen früheren Befürchtungen dem Reiche keine höheren Matrikularbeiträge gezahlt zu werden brauchen, als im Etatsentwurf vorgesehen sind. — Der Landtag wird alsdann schon Ende Januar, spätestens Anfang Februar zur Plenarberatung zusammentreten.» • * Auszeichnungen. DaS Ehrenzeichen für Mitglieder Freiwilliger Feuerwehren wurde von S. K. H. dem Großherzoge den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr zu Butzbach Louis Weickhardt und Karl Friedrich Schmidt verliehen. * * Personalien. Am 10. Januar d. IS. wurde der Gefangenaufseher am Gefängnis in Darmstadt Friedrich Albert seines Dienstes entlassen. — In den Ruhestand wurde versetzt der Zugführer in der Hessisch-Preußischen Eisenbahngemeinschaft JohvnneS Seid zu Bingen mit Wirkung voin 1. März 1903 an. * * Stadtverordnetenversammlung. In der gestrigen nicht öffentlichen Sitzung ist Kommerzienrat Heyligenstaedt einstimmig zum unbesoldeten Beigeordneten gewühlt worden. ♦ * T ie Eisbahn wird heute abend von 7—9 Uhr geöffnet sein. **Eiskonzert. Bei anhaltendem Frostwetter beabsichtigt der Vorstand deS Eisveretns am kommenden Sonntag nachmittag von 21/2—5 Uhr auf der Eisbahn die hiesige Militärkapelle konzertieren zu lassen. ** Aus dem Theaterbureau. Um vielfachen Wünschen unserer Kleinen zu entsprechen, wird am Sonntag, den 18. Januar, nachmittags 4 Uhr das bereits zu Anfang der Saison mit großem Beifall aufgcnommene Märchen „Sneewittchen und die Zwerge" von C. A. Goerner noch einmal zur Aufführung gelangen. Abends 8 Uhr wird zum ersten Male bei gewöhnlichen Preisen der reizende vieraktige Schwank „Der Hoch- zeitstag" von Wilhelm Wolters und Königs- brun-Schaup in Szene gehen. Derselbe wurde an den Hoftheatern Berlin und Dresden und an vielen ersten Stadttheatern mit großem Erfolge zur Aufführung gebracht. Hieran schließt sich eine Aufführung des überaus lustigen Einakters „Die Hasenpfote" von Hans B r e n n e r t. ** Tiplome des Bundes deutscher Gastwirte. Beim diesmaligen Winterfeste des Vereins der Gastwirte Gießen und Umgegend, welches vor etwa acht Tagen im Cafä Leib stattsand und überaus animiert verlaufen ist, erhielten aus Anlaß ihrer 25jährigen Tätig-! feit als Gastwirte folgende Herren je ein künstlerisch ausgeführtes Diplom des Bundes deutscher Gastwirte 1. Phil. Bauer II.-Gießen, 2. Mcartin Steinmeyer-Gießen, 3. Karl Dorfeld-Wieseck, 4. Karl Jochim-Einartshausen bei Schotten. Für länger als dreijährige Tätigfett und für Treue und Fleiß erhielten folgende Angestellte im Gastwirtsgcwerbe Diplome vom Bunde deutscher Gastwirte: 1. Anna Stoa (bei Wilh. Meyer, Grünbcrgerstraße), 2. Elisabeth Kvch (bei A. Rahnefeld, Schanzenstraße), 3. Marie Steih (bei PH. Schmidt, Ederstraße), 4. Joh. Knoop (bei H. Koch, Schwanen, Walltor), 5. Mattias Gaub chei G. Mund, Hotel Viktoria), 6. Ehr. Bepperling (bei H. Fürtsch, Kirchstraße), 7. Nikolaus Peters (bei Duchardt in Grünverg). ** Zu dein Selbstmorde des Otto Grenzdörfer, über den wir gestern eingehend berichteten, verlautet, daß G. vor einigen Tagen wegen Obdachlosigkeit mit seiner Zustimmung inS Polizeigefängnis in Frankfurt eingeliefert wurde. Tort hat er in der Nacht wiederholt geklingelt, seine sofortige Entlassung verlangt und den Aufseher tätlich angegriffen, der ihm, nach der Anaabe deS Polizeiberichts, in der Notwehr zwei Hiebe über die Hand versetzte. GrenMrfer, der von Mainz wegen Sittlich- keitsverbrechens steckbrieflich verfolgt wird, kam am andern Morgen ins Spital zum heiligen Geist und ist von dort in der Nacht zum 12. Januar unter schwierigen Umständen entsprungen. Er hat sich dann nach Gießen begeben, wo er auf dem Rangierbahnhof tit einem l-eren Bahnwagen ein Unterkommen suchte. Dabei wurde er von einem Beamten betroffen und sollte verhaftet werden. Nachdem er den Beamten mehrfach mit einem Revolver bedroht hatte, gelang es ihm, zu entwischen. Später beging G. daun den gemeldeten Selbstmord. ** Tie großh. Negierunghat eine Bereisung einer Reihe von Burgen, il cu der Ruinen Hirschhorn, Hinterburg und Schwalbennest am Neckar, der Starkenburg und des Auerbacher Schlosses an der Bergstraße unter Zuziehung von Sachverständigen dar großherzoglichen Staatsbauverivaltnng veranstaltet, wozu als Gutachter der Architekt Bodo Gohurdt auS Berlin geladen war. Es hauoelte sich darum, an Ort und Stelle festzustellen, was am besten zur Erhaltung der Ruinen zu geschehen habe, und allgemeine Grundlagen für die Behandlung ähnlicher Fragen im ganzen Großherzogtum Hessen zu schaffen. Wie der „Burgwart" hierzu bemerkt, hst eine einheitliche Rege-, lung der Frage zur Grhalttmg der Ruinen, deutscher Burgen noch in keinem deutschen Bundesstaate erfolgt, das Vorgehen der großherzoglich hessischen Regierung sei daher mit großer Freude zu begrüßen und werde hoffentlich auch an anderer Stelle zu gleichem Verfahren anregen. () Beuern, 14. Jan. In Beuern besteht seit 1. September 1901 eine Gemeindepflege, die durch eine Diakonissin des Elisabethenstifts in Darmstadt versehen wird, und seit 1. April 1902 eine KleinLnderfchulr, der gleich falls eine Diakonissin des genannten Hauses Vorsicht. 'Tie beide« Schwestern wohne» in der am Ende des Dorfes Helrgenen, der Kttche Beuern, gehörige» Lleinkinderschule. Die Zahl der Kinder, die die Kleinkinderschule besuchen, beläuft sich auf ungefähr 60. Fast alle Kinder des Ortes im Alter von 3—6 Jahren sind in ihr vereinigt. Der Segen beider Einrichtungen wird fast von der ganzen Gemeinde dankbar anerkannt. )( Lollar, 15. Jan. Gestern hielt hier der Obstbautechniker Wiesner aus Friedberg einen Vortrag über Obstbaum^ucht. Redner sprach sich in eingehender Weise über Die Nachteile aus, die den Obstbau treibenden Landwirten durch Anpflanzungen junger Obstbäume in älteren Baumschulen entstehen uno erntete für seinen ebenso lehrreichen wie interessanten Vortrag reichen Beifall. Im Anschluß an den Vortrag fanden noch diverse Bespreuungen statt, und es wurde die Veranstaltung einer Obstausstellung in Lollar für kommenden Herbst in An- regung gebracht. Vermischtes. • Köln, 15. Jan. Wie aus Ochtrup gemeldet wird, ist das dottige Marien-Hospiz mit Pensionat und Haushaltungsschule fast ganz niedergebrannt. Personen sind nicht zu Schaden gekommen. (Skridltsfafll. Bautzen, 15. Jan. Vor der ersten Strafkammer de? Landgerichts fand das gerichtliche Nachspiel zu einem verhängnisvollen Gast mahl statt, das am 19. November v. Js. in der Villa des Augenarztes Tr. Neumann abgehalten wurde und das durch die im Scherz erfolgte Tötung des Assistenzarztes Jahn ein plötzliches Ende sand. Am Abend des genannten Taqes hatte in der Villa des Dr. Neumann eure kleine Herrengesellschaft slallgefutlden. Nach dem Essen hatten die Herren an einem Tische Platz genommen, wobei Tr. Jahn sich neben Tr. Neumann setzte. Alan rauchte Zigarren, unb zum Abschneiden der Spitzen hatte Dr. Neumann ein dolchartiges Messer aus den Tisch gelegt, das er aber später, als die Stimmung elivas lebhaft wurde, in eine daz»l gehörige Lederfcheide schob, um dann das so geschützte Messer schließ' sich in feine Hosentasche zu stecken. Tie Unterhaltung brachte ver- chiedene kleine Neckereien mit sich, wobei Tr. Jahn sich über das ernste Wesen Dr. Neumanns mit den Worten lustig machte: „Tu hättest auch lieber Bilreaukrat, als Arzt werden sollen!" Darauf , og Tr. Neumann das Messer, von dem er annahm, daß es im Futteral stecke, aus der Tasche und st i e ß damit D r. I a h n cherzend in die Seile. Dieser lachte und blieb auch nod) einige Minuten in fröhlichster Stimmung, obivohl ihm das haarscharfe Messer über 2 0 Zentimeter tief in den Leib gedrungen und er auf den Tod verwundet war. Tr. Neumann bemerkte jedoch schon beim Zurückziehen des Messers zu seinem Schrecken, daß die Scheide desselben fehlte, da sie ihm in der Hosentasche stecken geblieben war und ersuchte Dr. Jahn, ihm ins Neben- zmiiner zu einer Untersuchung zu folgen. Tr.Jahn antwortete jedoch lachend, es fehle ihm ja nid)t das Geringste. Tann aber wurde er plötzlich blaß, erbrad) sich und verlor viel Blut, so daß die anwesenden Aerzte aus ihn aufmerksam wurdeii. Tie sofortige Unler- uchung ergab die ganze Trostlosigkeit des Zustandes Tr. Jahns. Er wurde m das städtische Krankenhaus überführt, wo er, da er eine vielleicht noch wirksame Operation ablehnte, nach wenigen Stunden verstarb. Kurz vor seinem Tode hatte er noch seinem verzweifelten Freunde die Hand gedrückt und dessen Schuldlosigkeit beteuert. Trotzdem mußte gegen Dr. Neumann Anklage wegen fahrlässiger Tötung erhoben werden. Die Verhandlung gestaltete ick), infolge des offenen Geständnisses des Angeklagten, fehr kurz. Tie bei dem Mahl anwesenden Aerzte bcfunbeten, daß Tr. Jahn, der übrigens erst im 27. Lebensjahre stand, vielleicht durch eine Operation zu retten gewesen wäre. Oberstaatsanwalt Martini trat iir Verurteilung des Angeklagten aus § 222 des Straf-Gesetzbuches ein, weil dieser sich nicht vorher davon vergewissert habe, daß das Messer in der Scheide stecke und da durd) die BeiveiSaufnahme nicht erlviejen sei, daß er den mildernden Umstand der Trunkenheit für sich in Anspruch nehmen könne. Temgeliiäß verurteilte das Gericht den Angeklagten zu acht Al o n a l e n G e s a n g n i s. Handel und Verkehr. iMhbunilfdjaft. Straßburg i. E., 15. Jan. Nack; vielen Unterhaiidlungen ist es gelungen, 40 Mühlenbesitzer zur Errichtung einer Tarnpf» mühle mit 2 Millionen Ä Kapital zu vereinigen. Diese Oberrheinische Genvssenschaftsmühle wird bet dem neuen Hasen geplant, wo auch das Stahlwerk errichtet werden soll, da dieser Platz die größten Frachtvorteile vor jedem Orte an der Saar und der Mosel voraus haben soll. Bon der ReichSbank. Am 28. Februar wird an Stelle der jetzigen Reichsbaiik-Nebenstelle in Kreuznach eine Reichsbankstelle daselbst errichtet. _ Die Darmstädter Bant, deren Kapital nach Aufnahme der Bank für Süddeutjchland und nach Herstellung der Verbindung mit der Breslauer Diskontobank 180 Mill. Mk. betragt, ist, wie wir einem größeren Artikel der „Köln.Ztg." entnehmen, fomman- bitarifd) beteiligt bei Robert Warschauer u. Ko., Berlin, Hermann Arnhold u. Ko., Halle a. S., Albert Kuntze u. Ko., Dresden, Rn- melm u. Ko., Dresden, Schmitz, Heidelberger u. Ko., Mamz, Wtngen- roth, Scheer u. Ko., Mannheim, Eduard Loeb u. Ko., Neustadt a. ö Haardt. Endlich unterhalt sie neben ihren Niederlassungen in Berlin und Darmstadt nod) Zweiastellen in Frankfurt am Mam, Hannover und Straßburg, sowie Depositenkasfen und Wechselstuben in Leipzig, Stettin, Güstrow i. M., Gießen und Offenbach a. M. Die Firma F. Sommer, Zigarrenfabrik m Freiburg t. R teilt mit, daß der Gründer und bisherige Sentorchef der fett 1871 bestehenden Firma das Geschäft von jetzt ab feinen Söhnen und Mitarbeitern, Siegfried und Isidor Sommer, mtt amtlichen Aktiven und Passiven unter derselben Firma überlaßt. Gleichzeitig wird dem jüngeren Bruder und Vertreter, Simon Sommer, Pro- e_t Frankfurter Börse ist der Eintrag gestellt worden 20 Millionen Mark 3>/,proz. Schuldverschreibungen der Landeskreditanstalt in Gotha zur Notierung zuzulassen. - ferner sind an der Frankfurter Börse 50 Millionm Mark 4proz. Zentral- Pfandbriefe 1903 der Preußischen Zentral-Boderckreditattiengesell- Sng8burß7°15C3an. Tie nächste Ziehung der Augsburger- 7-GuIden-Lyse vo»i 1864 finde^am^L^j^ebruar^r^ltaltz^^^^^ Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. 2. Sonntag nach Epiphanias, den 18. Januar Gottesdienst. In der Dtadtkirche. Vormittags 97, Uhr: Pfarrer Scheune mann. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für bte MarkuSgememde. Pfarrer Scheunemann. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Schlosser. Montag, den IS. Januar: Abends 8 Uhr im oberen Konsirmandensaal: Vereinigung der konftrmirten weiblichen Jugend der 'Matthäusgemelnde. Um dieselbe Zeit im unteren Konsirmandensaal: Vereinigung der fonfirmierten weiblichen Jugend der 9)larcu5gemeinbe. Donnerstag, den 22. I an u a r: _ Abends 8 Uhr im unteren Konsirmandensaal, Ktrchstrage », Bivalstuude. SRerc. L. Psarrer Scheunemann. Fu der Johanueskirche. Soliiitag den 18. Januar. Vormittags 9-, Uhr: Prof. 0. T r ew s. Vormittags 11 Uhr: Kindergvttesdlenst für die LukaSgememoe. Pfarrer Euler. Rachmttürgs S Uhr: Siehe Stadtkirehe. Abends 8 Uhr: Verfammlimg und Bibelbesprechung tot SeH- sinnandensaal der JohannaSkirche. Text 1. Karr-,, 3, •—!•- Montag den 19. Januar. Abends 8 Uhr: Bibel stunde im Konsirrnandensaale br Johanneskirche. Pfarrer Euler. Katholische Gemeinde. Samstag, den 17. Januar: Nachmittags um b Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beid)t. Sonntag, den 18. Januar. 2. Sonntag nach Epiphanie. Vormittags von 6'/, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht. „ um 7 Uhr: Tie erste heil. Nteße, . vor und in derselben Austeilung der heil. Kom- mtlnion. Vormittags um 8 Uhr: Tie zweite heil. Messe. MilitärgotteS» dienst mit Predigt. „ 9’/t Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittag? um 27. Uhr: Ehristeulehre, darauf fakramentalische Bnldersd)aitsaudacht. Nnivrisitüts-Nliuglitsteii. Kiel, 14. Jan. Der Kultusminister bestätigte die Wahl deS Professors der Theologie Baumgarten zum Rektor der Universität. Die streng orthodoxe Geistlichkeit Schleswig-Holsteins hatte desfen Enthebung vom Amte beantragt. Tetephonischer Kursbericht. 37,7» Iteicht-Hnleibe . . 102.95 3»/ do. . . . 91.60 31,7 Konsole .... 102.45 3% do.....91.55 ’l/2% Heesen .... 101.20 % Oberhess'-n . . . —.— 4 % O -eterr. Go drer te . 103.30 4'Oesterr. öilbfrrente 101.40 4% Un-rar. (ioldr nte . . 102.— 4U/ haben Rente , . . 103.50 4*.,% Portngie» n . . . —.— 7 i'ortiigiee« ti. .... 31.20 \% C. Türsen . ... 29 95 Tückeulose...... 128 20 4°/q Uriech. Monopo1 -Anl. 44.85 41 . % äu«»ero Ar.fpnfner — 8 70 Mexikaner <7» / Chinesen Kirctr .c. de' ackert . Nordd Lloyd . . Kreditaktien . . Diskonto-Kommandit. I 'armstädt' r Bank . Dreed-ner Bank . . Her iner Handelegee. Oi-eterr. BtaaUbahn . Lombarden , * . Gutthar .bahn . . . Laurailütte .... Bochum ..... ilarpener .... TendAnt: f» 25.10 . 91.95 . 78.— . 96.75 . 218 80 . 193.60 . 186.90 . 148.20 . 159 90 . 148.50 . 15.40 181.50 . 219.— . 182.50 . 176.60 lrnieste Mcivluuien. Originaldrasttmeldungen des Gießener Anzeigers. Älarburg, 16. Jan. Obermedtztnalrat Dr. Georg Schmort, Professor am Städtischen Krankenhause in Dresden, der einen Ruf nach Rtarburg als außerordentlicher Professor der pathologischen Anatomie erhalten und angenommen hatte, hat diese Berufung wieder rückgängig gemacht, um in Dresden zu bleiben. An seiner Stelle ist der außerordentliche Professor Dr. Ludwig Aschoff auö Göttingen zum Ordinarius in Marburg als Nachfolger des nach Göttingen berufenem Professors Ribbett ernannt worden unb wird zu Ostern sein neues Amt übernehmeti. Berlin, 16. Jan. Ueber die beabsichtigte Zwangsanleihe Castros wird dem „Lof.-Anz." aus W i l h e l inst ad gemeldet: Tie Regierung zitierte Kaufleute aus La Guayra und Caracas, um sie wegen ihrer Stellungnahme zur Kontribution von zwei Millionen Bolivares zu befragen. Man stellte ihnen schließlich die Wahl, zu bezahlen oder ins Gefängnis zu wandern. Unter den so bedrohten Fremden befand sich aud) der deutsche Konsul-Agent Balentiner. Außerdem werden andere Chikanen bei Nichtbezahlung in Aussicht gestellt. Diese unhaltbaren Zustände dürften sich nicht eher ändern, bis die Blockade ihre volle Wirkniig tut Letzteres erscheint aber ohne drastischere Maßnahmen den Venezolanern lächerlich. — Zu den Vorgängen in Marokko meldet der „Lok.-Anz." aus Tanger: Nach ruhig verlaufener Nacht wurde gestern der Kampf mtt den Kcv« bvlen heftig fortgefetzt. Um 2 Uhr wurde die Garnison, alarmiert und 600 reguläre Retter uni) Fußtruppen nebst 25 Kanonen auf Maultieren rückten in Eilmärschen gegen die Position der Kabylen im Osten der Stadt vor, gefolgt von der ganzen Waffenfähiaen Bevölkerung. Nach einem erschwerten Marsche durch Flligscrnd wurde um 4 Uhr von den Höhen herab das Feuer eröffnet. Tie Kabylen mußten vor der Uebermacht weichen und flohen ins Ge^ birge. Tie Truppen plünderten und brannten vier Törier nieder und trieften alles Vieh als Kontribution in die Stadt Um 6 Uhr war die Operation beendet und der größte Dell der Truppen kehrte heim. Ein anderer Teil blieb mtt mehreren Batterien draußen. Tie Kabylen wollten am folgenden Tage wiederkommen. Berlin, 16. Jan. Der frühere Lederhandler Heinrich Pari er, der in dem vor sieben Jahren stattgehabten aber nicht zu Ende geführten Prozeß Pariser und Genosjen sich als Hauptangeklagter wegen Wuchers zu verantworten hatte ist auf Grund eines neuen Haftbefehls dem Untersuchungsgefängnis in Moabit zugeführt worden. Die Verhaftung hängt mit den Delikten zusammen, die seinerzeit zur Erhebung der Anklage gegen Pariser acführt hatten. -- DaS Potsdamer Militärgericht verurteilte den Dr. med. Kurt Sprengel, der als Kartellträger des Schriftstellers Dr. Hans Wagner dem Professor HanS Meyer in Leipzig eine Forderung übermittelt hatte, zu drei Tagen Festungshaft. — Georgette Leblanc-Maeterlinck, die Gattin deS gefeierten Dichter-, hat gestern tm Lessing- thectter ihr Gastspiel al- Monna Bana begonnen. Der Beifall deS gut besuchten Hauses war anfangs nicht grade stürmisch, wurde nach dem zwetten und drttten Art sehr lebhaft und gestaltete sich dann zu einer Huldigung für den anwesenden Dichter. Nach der Vorstellung sand im Berliner Presse-Klub zu Ehren Maeterlincks und seiner Gattin ein EmpsangSabeno statt, der einen intimen Eharakter trug. Die Veranstaltung nahm einen sehr animierten Verlauf und gestaltete sich durch Reden von Ludwig Fulda und Maeterlinck zu eiiner interessanten Kundgebung. Wilhelmshaven, 16. Jan. Hier wurde em in aktiver Dienststellung verwendeter Korvettenkapitän z,T. verhaftet, weil sich in seinen Tienstsachen llnregel- mäßigfeiten herauSgestellt haben. Hamburg, 16. Jan. Im Etabttyectter wurde gestern zum erstenmale die dreiaktige Oper „Der zerbro ch eAe Krug" von Heinrich Lee, Musik von Jarne, aufgesuhrt. Trotzdem das W^rk künstlerisch nicht hoch steht, gewann die volkstümliche Art der Musik viel Freunde, die dem Lvm^ ponisten Erfolg bereiteten. . . Genf, 16. Jan. AuS einem offttiösen Kommunique geht hervor, daß in Angelegenheit der Kronprinzessin von Sachsen noch neue Anstreiigungen gemacht werden dürften, um eine mildere Form der Trennung als die Scheidung herbeizuführen. t . Genf, 16. Jan. Die Meldung der Agentur Sie anl, welche eine Depesche deS Blattes „Patrie" veröffentlich, nach welcher die Kronprinzessin v s n S a ch s e n den Besuch ziveier Abgesandter des G^oßherzogs von euLpiangm hatte, ift sslsch «ach dieser M-ldung wäre 6U 8u[amm«n$unft d« jkenhrmzess.a and d«" toHo» Slll*Ma. hro x. )?UaMXI«h.ml lenlalisch, • 91.95 . 78.— • 96.75 •91880 • 198.60 •186.90 • 148.20 •1Ö990 •148.50 - 15.40 18150 . 919.- .182.50 . 176.60 r:c. de, ackert ' Ll°yd . . ’ itaktien , ’ ' •nfo-Kommandit BtÄdt« r Bank . ' lrner Bank , ' ' ler Handelegee, n Staafabahn •irden •ar bahn . , * * in ölte . . , * * um ..." * * ener . . , ' Tendffnt! fa t. “HlniltlL’ f,örte«5jumie ,!”e M "'Htm der -einbe, ■'*•**. Siebener Anzeiger-, nnebijinaliot Lr. Äcorg 'Wm Krankenhause ,n bürg als außerordenllicher mir erhalten und ange« wieder rückgängig ge« An seiner Ltelle ist der lg Aschoss auS Mtingen 118 Aachsolger deS nach bbert ernannt worden und bcmehmen. i: beabsichtigte Zwangs- ousWilhrUn- , zitierte scheute aui La Degen ihrer Ltetlungnahm Diien Lolivares zu bcjragen. ie Wahl, zu bezahlen voer r ben fo bedrohten Zremden M>n]iil'2[gent Laienliner. icn bei Widjtb&fang in ren ßuftänbe büiften /ich e ihre volle ötilung tut Nschere Maßnahmen ben den Vorgängen tn 1 aus Tanger : Ach * der Kamps mit den Ihr wurde die Arncson n und öußtruppen nebst ;en in Erlmarschen gegen ften der Stadt vor, g^ Lt Bevölkerung. M Mand wurde um 4W &WjSE rssrS ^ie Aubylen wollten -xcre Lederhändler Hevl- A*?£ä5* iii’K tot» ÄSjP* uenirtii**6 1 1(i zchiist- r.r:S«r -ü-n < hMMSF ffunbg«bu"tBbt ei« " inten wurde n ~'e Sgknt^.-^iiO .^Iby^flirit Hgchsk^s ?'.phani, '^Sbet ‘U|,sbericht~~ Mexikaner Chinesen * ' ^.10 Wgescmdten sehr Jtflrmffdi gewesen ttnb btt letzteren wären heimlicherweise abgereift, indem sie verschiedene «Gepäckstücke mit sich führten. Alles das ist falsch. Der Korresvon- bent des Blattes „Patrie" verwechselte die Abgesandten mit dem Kammerdiener der Prinzessin, von dem in der gestrigen Depesche die Rede war. Drese Sendung geschah aus Bitte der Kronprinzessin beim Erzherzog Josef, als dieser zuletzt in Genf war. Andere Sendungen werden folgen. — Dr. Zehme, welcher vor dem Dresdener Tribunal die Verteidigung der Kronprinzessin führen wird, hatte am Donnerstag eine längere Unterredung mit Lachenal. Ebenso konferierte er am Vormittag ausführlich mit Giro» im Hotel Bergues. Gegen Abend kehrte Zehme in das Hotel Angleterre zurück, wo er eine Unterredung mit der Prinzessin hatte. Er verließ nachts Genf, um nach Leipzig zu fahren. Von dem Resultat der Konferenzen weiß man nicht-. Alles waS über diesen Gegenstand in den TageS- blättern gemeldet wird, beruht auf Kombination. Die weniger wichtigen Details werden durch die Korrespondenz Geregelt Die über die verschiedenen Unterredungen ge- führten Protokolle werden durch den deutschen Konsul in Genf, Bothe, welcher als königlicher Notar fungiert, verglichen. Wien, 16. Jan. (Abgeordnetenhaus. Schluß.) ES kommt zu erregten Auseinandersetzungen zwischen den Tschechen und den Alldeutschen vor dem Präsidententische. Frestl schreit, gegen den Vizepräsidenten gewandt: „Elender Schuft!" Newyork, 15. Jan. In Columbia, der Hauptstadt Südkarolinas, schoß der stellvertretende Gouverneur Tillmann den Journalisten Gonzales, Der ihn in Artikeln und öffentlichen Reden scharf angegriffen hatte, auf offener Straße in ben Unterleib und ber to un bete ihuschwer. Tillmann wurde verhaftet. fipfig.Si Onirln °-96 Wo-bi3 mt-«•- »• ™«tm Efli <4 R w 11 ß £* allen Farben. Franko u. bcIiou ■JI LI LI l UUiU v vei eoilt in§ £auS geliefert. Reiche Musterauswahl unmgehend. Sci- den-Fahrik Henneberr, Zurich. 34 Sl ' '□ ss Kälte verursacht allen, die an aufgesprungenem Gesicht oder aufgesprungenen rissigen Landen leiden, Schmerzen. Dre von Hunderten von ärztlichen Autoritäten empfohlene Obermepers Herba-Seife heilt in kurzer Zelt alle diese Leiden. Z. h. p. Slck. 75 Psg. u. Mk. 1.21 in all. Apotheken n. Drogerien, Fabr. I. Gtolh. Hanau. 35? W" Von Montag den 19. 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November 1902 genehmigte Ortsbaustatut zu diesem Plane als Nachtrag zu dem Ortsbaustatut der fctoDt Gießen vom 6. Juli 1888 zur öffentlichen Kenntnis: Einziger Paragraph. Auf ®runb des Artikels 20 des Gesetzes vom 80. April 1881, die allgemeine Bauordnung betreffend, wird bestimmt, daß an den Querstraßen a-a, B-B, U-U, D-D und E-E Gebäude, welche nach diesen Straßen ihren Aiisgang haben, auch unter den Voraussetzungen des § 7 des Orlsbauslaluls vom 6. Juli 1888 Dorerft nicht errichtet werden Dunen. Ausgenommen hiervon sind die Ecl- baupläye an der Marburgerstraße. Gießen, den 14. Januar 1903. rmeifterei Gießen. Mecum. Gießen, den 15. Januar 1903. 544 Der Oberbürgermeister: NI e c u m.___________________________ Bekanntmachung, betr.: Die Heichelhcim'sche sli!illl> mit all. Zudeh. per 1. Aprist auch I früh, zu verm. [491J Schulstr. 10. verwendet »tete Dr. (b -ckpulver _ , * , Ivanillln-Zuoker Oetker SIPudding-Pulver 4 10 Pf. 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