- - __________________— SLv. 294 Zweites Blatt Erschein tägfid} Ausnahme des Sonntags. Di^ „Giehenr. § Großherzogliche KreisaM Gießen an die Schulvorstände des Kreises. Es ist bereits früher seitens der Großh. Direktion der Blindenanstalt darauf hingewiesen worden, daß fortwährend "M^arobe Anzahl blinder Kinder irn GrotzHerzogtum sich fljjjp sie nicht in die Blindenanstalt ausgenommen sind. Ihrem Berichte bis Ende dieses Monats entgegen, wievfl. blinde Kinder in schulpflichtigem Alter sich in Ihren Gemeinden befinden, unter Angabe von Namen und Alter der Kinder und Grad der Blindheit. Nachdem der Kreistag zufolge Beschlusses vom 4. Juli l. Js. die für arme Blinde und Taubstumme erwachsenden Pflegekosten auf die Kreiskasie übernommen hat, wird für die Zukunft zu erwarten sein, daß von der Fürsorge der Blindenanstalt möglichst Gebrauch gemacht wird. ■6;. I. V.: Dr. Wagnea* Bekanntmachung. BeLr.: Maßregeln gegen die Reblaus; hier den Verkehr mit Blindceben. Die Gesuche um Gestattung von Ausnahmen von dem 'bestehen dky, Verbot des Verkehrs mit Blindreben sind nach den inzwischen gemachten Erfahrungen zum Teil sehr spät eingerelckr morden. Die Folge hiervon war, daß die Ent- scheidungÄ^über die Gesuche namentlich dann zu spät zur Kenntnis der Beteiligten kamen, wenn wegen llnoollständig- keit der Begründung oder aus anderen Ursachen Rückfragen oder Erhebungen über Tatsachen erforderlich wurden. Schäden für die Beteiligten sind hieraus namentlich dann entstanden, wenn die vorbereiteten Reben vor der Versendung bereits im Trieb n aren oder in diesem Zustand der Desinfektion unterworfen werden mußten. Z-... Verhütung dieser Nachteile hat das Großherzoglrche Ministerium des Innern bestimnit, daß von nun an nur solche Gesuche um Gestattung von Ausnahmen von bestehenden Rebverkehrsverboten berücksichtigt werden, welche vor dem 1. Februar bei der zuständigen Großherzoglichen Bürgermeisterei angebracht werden. Gießen, den 14. Dezember 1903. Großherz ".glid xireidcunr Gießen- I. 93.: Dr. Heinrichs. KekarmHnachrmg. Die unter dem Schweinebestand des Wilhelm Am end, Bahnhofstraße Nr. 62 dahier, ausgebrochen gewesene Rotlauf- jeuche ist erloschen. Die angeordnete Gehöftsperre ist aufgehoben. Gießen, den 14. Dezember 1903. Grvßherzoglicpes Bottzeramr Gießen. 1^., Hechler. Bekanntmachung. Die am 14. November l. Js. angeordnete Sperre der Marktstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 14. Dezember 1903. Großherzogliches Pvlizeramt Gießen. Hechler. Kslitische Tagesschau. Auf dem Wege zum französischen Kaiserreich. Der jetzige französische Prätendent Prinz Victor Bona- parte hat seine rührigen Agenten. Die Herren de Dion und Lasies tun so viel sie können, um die imperialistische Stimmung in Frankreich aufs neue anzufachen. Schon 'M imal haben die Bonaparte sich Frankreichs bemäch- rl;qt, und beide Male verdankten sie den Erfolg dem Urn- iflande, daß sie ihren Ehrgeiz demokratisch und volkstümlich zu färben verstanden. Nichts, so schreibt jetzt der Pariser „TempS", bürgt uns dafür, daß sie nicht auch ein drittes Mal mit den gleichen Mitteln Erfolg hätten. Es ist unerhört, daß sie nach dem ersten Abenteuer bei den Fran- enug Verblendung, Leichtgläubigkeit und Vergessen *■ bgesehen von den Komplizitäten, die man anfangs Ernte) fanden, um einen zweiten Triumph zu srchern Nachdem so das Unwahrscheinliche sich verwirklichte,. ist nichts mehr unmöglich. Was die Hoffnungen der treu de Dion und Lasies begünstigt, das ist, daß es jetzt den Anschein hat, als wäre die Lage der ähnlich, die einst den Napoleons förderlich- war, als sie den Thron einnahmen oder wiederkehrten. Damit ein solches Unternehmen möglich wird, muß dem Volke vor der Zukunft Sangen, und muß der Erhaltungstrieb es über alle Bedeuten hinwegtragen. Andererseits muß bei den Machthabern eine gewisse Angst über die Folgen chrer Launen srch mit Genußsucht, mit dem Rausche der Regierungsgewalt uni) der Verachtung der Prinzipien paaren. Rill einem Worte, es bedarf dazu der Atmosphäre des Direktoriums, und uns will bedünken, daß wir darin atmen. Die Herren de Dion und Lasies haben ohne Zweifel erkannt, daß die Politik des Blocks ihrem Prätendenten in die Hände arbeitet, und da sie der Kammer angehören, haben sie vielleicht aus den Bänken des Berges schon einige Barras oder Fouchs entdeckt."______________ Par.ttmenltLrisches. Berlin, 14. Dez. Heute vormittag um 10 Uhr empfing bet Kaiser das Reichstags Präsidium, eine Stunde "'Väter den Präsidenten des Evangelischen Oberkirchenrats, Voigts. Bei demEmpfange des Reichstagspräsidiums betonte der Kaiser, der die Uniform der Garde du Corps trug, die Notwendigkeit, daß Deutschland an der überseeischen Politik teilnehme. Er sprach über die Bedeutung Kiautschous und über die Baurn wo l l ku l- tur in mfferen Kolonien und bezeichnete als eine Lebensbedingung für die afrikanischen Kolonien den Ausbau der Eisenbahnen. Dor Kaiser besprach weiter die Bedeutung des Spiritus für Betriebszwecke. Tie Audienz dauerte über eine halbe Stunde. Der Kaiser sprach mit Lebhaftigkeit und mit einerStimme, der eine Veränderung nicht an-zumerken war. Später empfing die Kaiserin das Präsidium ebenfalls. Keer und Aiotte. Berlin, 14. Dez. Zur Verhütung von Soldaten-Mißhandlungen ist gestern, wie die „Welt am Montag!" erfährt, seitens des Kommandeurs des Garde- Korps an alle Regimenter desselben ein Befehl' ergangen, in welchem die Hauptleute angewiesen werden, in öfteren Zeiträumen genaue körperliche Untersuchungen der Äliannschaften vornehmen zu lassen, ohne daß die Leute vorher hiervon Kenntnis erhallen haben. Hierbei wird insbesondere auf Spuren von Schlägen und Stößen geachtet werden. Krovinzial-Ausschutz. Schluß. In Sachen der Klage des Ortsarmenverbandes Frankfurt a. Ni. gegen denOrtsarmen- verband Friedberg wegen Verpflegung der Margarethe Mäser von Gelnhaar wurde heute auf Ersuchen des Bundesamtes für Heimatwesen, bei welcher Behörde gegen die bereits unterm 27. Mai d. I. von dem Provinzialaus- schuß getroffenen Entscheidung Rekurs verfolgt wurde, eine nochmalige Vernehmung der in der erwähnten Sitzung bereits vernommenen Zeugen vorgenommen. Dieser Änge- legenheit liegt folgender Sachverhalt zu Grunde: Ter Ortsarmenverband Frankfurt a. M. hatte wider den Ortsarmenverband Friedberg Klage mit dem Anträge erhoben, den Beklagten zur Zahlung von 22.95 Mk. zu verurteilen. Zur Begründung der Klage wurde geltend gemacht, daß Margarethe Mäser von Friedberg im Frankfurter städtischen Spitale vom 30. November bis zum 16. Dezember 1901 nrit einem täglichen Kostenaufwande von 1.35 Mt. und mit einem Gesamtaufwande von 22.95 Mk. verpflegt worden sei. Diese Unterstützung habe Kläger vorläufig gemäß § 28 des Reichsgesetzes über den Unterstütz- ungswohnsitz eintreten lassen, dann aber Ersatz der Pflege- kosten von dem definitiv zur Unterstützung gemäß § 30 des angeführten Gesetzes verpflichteten Ortsarmenverbande Friedberg verlangt. Dieser Ortsarmenverband sei deshalb zur Gewährung der Armenhilfe endgiltig verpflichtet, weil die Unterstützte in Friedberg geboren und sich dort auch noch nckch vollendetem achtzehnten Lebensjahre aufgehalten, dort also ihren Unterstützungswohnsitz erworben und zurzeit ihrer in Frankfurt hervorgetretenen Hilfsbedürftigkeit nicht verloren gehabt habe. Die Klägerin habe Erstattung der erwachsenen Armenkosten von der Bellagten gefordert, jedoch vergeblich; deshalb sei Klage geboten gewesen. Aus die Einrede des Beklagten, daß Margarerhe Mäser durch zweijährige ununterbrochene Wwesenheit von Friedberg nach vollendetem 18. Lebensjahre ihren dortigen Unterstützungswohnsitz zurzeit ihrer Hilfsbeoürftigkeit in Frankfurt bereits verloren gehabt hätte, replizierte Kläger, die allerdings schon seit 1897 laufende Ab Wesenheitsfrist habe nicht zu einem Verluste des Unterstützungswohnfitzes der Mäser gefiihrt, denn die Mäser sei von Februar bis April 1899 und darauf im Sommer 1901 nach Friedberg zurückgekehrt. Hierdurch sei diese Abwesenheitsfrist gemäß § 25 des mehrfach genannten Gesetzes mllerbrochen worden; außerdem sei diese Frist durch die Verbüßung einer durch Urteil der Großh. Strafkamnrer in Darmstadt vom Februar 1900 erkannten einjährigen Gefängnisstrafe zum Ruhen gekommen. Infolgedessen hätte die Unterstützte ihren Unterstützungswohnsitz in Friedberg auch noch zurzeit ihrer in Frankftrrt hervorgetretenen Hilfsbedürftigkeit be- sessen. Demgegenüber führte der Beklagte aus, daß die Mäser im November 1901, d .h. zurzeit ihrer in Frankfurt hervorgetretenen Hilfsbedürftigkeit, nicht mehr in Friedberg einen Unterstützungswohnsitz gehabt habe. Denn sie habe sich am 15. April 1897 nach vollendetem achtzehnten Lebensjahre von Friedberg entfernt und sei dorthin erft im Sommer 1901, also nach mehr wie zweijährigem und zwar ununterbrochenem Aufenthalte, zurückgekehrt. Bereits am 15. April 1899 hätte sie demnach den Friedberger Untecstütz- ungswohnsitz verloren gehabt. Auch später habe sie dort einen Unterstützungswohnsitz nicht wieder erworben. Da die Mäser also zurzeit ihrer Frankfurter Pflegebedürftigkeit in Friedberg nccht unterstützurlgswohnsitzberechtigt gewesen sei, so habe der Beklagte dem Ansprrrche auf Erstattung der Verpflegungskosten nicht Folge geleistet und recht- fertige ficty sein Antrag, die Klage kostenfällig abzuweisen. In der Verhandlung vor dem Provinzialausschnß vom 27. Mai 1903 wurden die Eltern der unterstützten Mäser als Zeugen vernommen. Sie wußten in tatsächlicher Beziehung aber keine anderen Angaben zu machen, als daß ihre Tochter seit ein und einem halben Jahre eine Freiheitsstrafe in Rockenberg verbüße, vorher im Spital gewesen und noch früher, vor nunmehr zwei Jahren, sie selbst in Friedberg besucht habe. Der Kläger war in der Verhandlung vor dem Provinzialausschuß nicht vertreten, den Beklagten vertrat Rechtsanwalt Justizrat Hirschhorn in Gießen, welcher die Abweisung der Klage beantragte, weil die Mäser zurzeit ihrer Erkrankung in Frankfurt a. M. bereits den Untersrütznngs- wohnsitz in Friedberg durch mehr als zweijährige Abwesenheit von da nach vollendetem 18. Lebensjahre verloren hätte. Eine Unterbrechung dieser Abwesenheit, wie der Kläger behaupte, habe nicht stattgefunden. Während der zweijährigen Frist sei die Mäser nicht nach Friedberg zurückgekehrt, event. sei eine etwaige Rückkehr derselben dorthin nur vorübergehend und nicht in der Absccht emes dauernden Aufent- halls erfolgt. Der Provürzialausschuß erkannte hiernach zu Recht: 1. Die Klage des Ortsarmenverbandcs Frankfurt a. M. gegen den Ortsarmenverband Friedberg wird ab gewiesen. 2. Kläger ist schuldig, die Kosten des Verfahrens zu tragen, sowie eine Berhanvlungsgebühr von 10 Mk. an die Provinzialkasse zu entrichten. Der Provinzialausschuß tonnte die Ansicht nicht gewinnen, daß eine Unterbrechung der zwei Jahre, während welcher die Mäser nach tootL» endetem 18. Lebensjahre Friedberg verlassen hatte, nicht stattgefunden hat, uuo es war nicht erforderlich, sestzustellen, ob die Rückkehr der Mäser nach Friedberg, da diese nach bereits eingetretenem Verlust des Untcrstützungswohnsitzes erfolgte, zu dauerndem oder nur zu vorübergehendem Ausenth-alt stattfand. Daß dieser letzte Aufenthalt nicht lange genug dauerte, um den Unterstützungswohnsitz in Friedberg von neuem zu erwerben, war außer Zweiset Es mußte'a lso, nne geschehen, erkannt werden. Gegen diese Entscheidung verfolgte nun der Ortsarmen-- verband Frankfurt a. M. Rekurs an das Bundesamt für: Heimatwestn, welches die envähnte Zeugenvermehmung veranlaßte, es waren aber trotz eingehender Verha'ndlung mit dem Ehemann Mäser und der Margarethe Mäser, welche einen sehr beschränkten und ihre Aussagen einen unzuverlässigen Eindruck gemacht haben, von ihnen keine bestimmten Aussagen zu erhallen. Ter weitere Punkt der Tagesordnung betrifft die Unterhaltung der Durchlässe in der Ortsdurchfahrt Nieder-Gemünden. Tas Gvoßh. Kreisamt Büdingen erließ untern: 15. April d. I. an die Großp Bürgermeisterei Nieder-Gemünden eine Verfügung, daß in der Ortsdurch^ fahrt Nieder-Gemünden der unter ihr herziehende Ent- wäfierungskanal an einer Stelle eingestürzt fei. Nach Einsichtnahme des Kreisbauinspektors sei festgestellt worden, daß die Unterhaltung fraglichen Kanals nach Art. 19 des Künststraßengesetzes vom 12. August 1896 der Gemeinde obliege. Tie Gemeinde erhält den Auftrag, die aldb-aföi^e Mederherstellung des fraglichen Kanals im Einvernehmen mit dem Kreisstraßenmeister zu bewirken. Hierauf berichtete die Bürgermeisterei Nieder-Gemünden, daß die Gemeinde die Herstellung des eingestürzten Kanals verweigere, da nach Art. 19 des Kunststraßengesetzes vom 12. Januar 1896 die Wasserabteilungen der offenen Straßengräben nebst zugehörigen Durchlässen ausgeschlossen seien, auch die Kreisstraßenverwaltung den fraglichen Kanal schon einmal hat reparieren lassen und somll die Unterhaltungspflicht anerkannt habe. Sodann wurde die Sache dem Kreisausschuß vorgelegt, welcher dahin entschied, daß die Gemeinde Nieder-Gemünden zur Herstellung des Kanals verpflichtet sei. Ter Kreisausschuß des Kreises Alsfeld geht hierbei von der Erwägung aus, daß die in Art. 19 des genannten Gesetzes enthaltenen Voraussetzungen für die Uebernahme der Unterhaltung des Kanals nicht vorlägen. Ten: Kreis liege hiernach nur die Unterhaltungspsllcht der offenen Straßengräben mit zugehörigen Durchflüssen und der Uebmbrückungen sonstiger aus der offenen Gemarkung kommender Wasserläufe ob. Fraglicher Kanal bilde aber weder die Ueberbrückung eines offenen Straßew grabens noch die eines aus der offenen Gemarkung kommenden Wasserlaufs; es sei vielmehr lediglich eine im Interesse des Anwohner ausgeführte Kanal!jationsanlage, an Stelle einer oberirdischen Ableitung der Abfall- und Meteorwafser. Daß, wie von Großh. Mlrgermeisterei Nieder-Gemünden behauptet worden sei, fragt. Kanal schon einmal vom Kreis repariert worden sei, fei der Kreisstraßenverwaltung nicht bekannt und würde auch an sich keine Anerkennung der Uuterhaltungspslicht des Kreises bedeuten. Gegen diese Entscheidung verfolgte der Vertreter der Gemeinde Nieder-Gemünden, Rechrsantvalt Reh zu Alsfeld, Rekurs an den Provinzial-Ausschuß mit dem Anträge, unter Aushebung der Entscheidung des Kreis- ausschusses des Kreises Alsfeld vom 26. August 1903 den Kreis Alsfeld schuldig zu erkennen, den eingechirzten Kanal auf seine Ävsken herzustellen. Er begründet seinen Rekurs etwa folgendermaßen: Ter fragliche Kanal bilde allerdings die Ueberbrückung eines offenen Straßengrabens. Er führe nicht nur das Wpsser aus dem Gemeindelvasser- reservoir und den anliegenden Hosraiten, sondern auch das Wasser aus der weiter oben gelegenen Feldgemarkung und das von der Kreisstraße bei Regen ablaufende Wasser. Seine Herstellung fei seinerzeit auf Veranlassung des Kreises erfolgt, und sie wäre auch notwendig gewesen, wenn die Straße nicht durch den Ort gelegt wäre. Die in Absatz 1 Satz 1 des Art. 19 des Kunjfftraßengesetzes enthaltenen Ausnahmebestiinmungen fänden Anwendung. Ferner komme Abs. 2 des genannten Art. in Betracht, da von der KreisstraßenverWartung vor 2 oder 3 Jahren dieselbe Anlage auf Kosten des Kreises wieder hergestellt worden sei. Der Provinzialausschuß erkennt nach geheimer Beratung zu Recht, daß die Beschwerde als unbegründet zu verwerfen und die Gemeinoe Nieder-Gemünden in die Kosten des Verfahrens zu verurteilen sei. Infolge der biucknahme des Rekurses fiel die Altgelegenheit wegen des Gesuches des Georg Deubel II. zu Ruddingshain um Erlaubnis zum Betrieb einer Gastwirt sck)ast aus. Dem Gesuch des W. R. Schneider zu Ober-Mörlen um Erlaubnis zur Errichtung eines Ringofens in der Gemarkung Rieder-Mörlen wird unter Abänderung des Urteils des Kreisausfchusses zu Friedberg vom 10. Februar 1902 stattgegeben und zwar nach Maßgabe der eingereichten Pläne und unter Beobachtung der von Großh. Gewerbeinspektion Gießen vorgeschlagenen und den zwischen der Großh. Badedirektion Bad-Nauheim und p. Schneider vereinbarten Bedingungen. Tie Großh. Bad edire ktion B ad-Na uheim hatte gegen die Enffcheidung des Kreisausschusses Friedberg vom 10. Februar 1902, durch welche dem „W. R. Schneider zu Ober-Mörlen die Konzession zur Errichtung eines Ringofens in der Gemarkung Rieder- Mörlen erteilt.wurde, Rekurs an den Prov:nzia:-Ans- jchuß verfolgt mit der Begründung, daß in der Errichtung eines Ringofens in der "Rahe von Bad-Nauheim eine Gefahr für die Interessen des Bades zu erblicken fei und zwar eine Gefahr durch die Rauch- und Rußbelästigunq fc. Der Vorstand des Detaill isten - Vereins bittet uns um Veröffentlichung der nachstehenden Zuschrift: Um allen Auseluanderseyuugen vorzubeugeu, erklären wir hiermit, das; das RadallvertzatNils des Eiseirbayu-Konsuinverelns den, im wirtschaftlichen Kumpf der Nationen unseren Platz w behaupten. — Dann sprach Professor Brockmann- Offenbach über Herstellung, Eigenschaften und Verwendung der neuen breitsianschigen Träger. fc. Frankfurt a. M., 13. Dez. Aus zahlreichen Orten der Provinzen Starkenburg, Oberhessen und Rhem- Hessen waren 250 Abgeordnete und Mitglieder der hessischen Feuerwehren zur Abgeordnetenversammlung des Verbandes Hessischer Feuerwehren hier erschienen. Die Regierung war durch Geh. Regierungsrat Wolf-Darm- stadt vertreten. Rach unbedeutenden Angelegenheiten wurden I die neuen Wehren Eich, Wersau, Reinheim, Groß-Zimmern, Altheim und Richen in den Landesverband ausgenommen. Dann erstattete Fi sch er-Darmstadt Bericht über die Aachen- Münchener Feuerwehr-Unterstützungskasse. Im abgelaufenen Jahre 1902 betrugen die Einnahmen 1353 Mk. 46 Pfg., die Ausgaben 1335 Mk. 15 Pfg., das Vermögen 3854 Mk. 25 Pfg. Die Aachen-Münchener Feuerversicherungs-Gesellschaft hat der Kasse für das laufende Geschäftsjahr wiederum «sine Remuneration von 200 Wik., sowie 1500 Mk. für Beschaffung von Löschgeräten für Wehren in Hessen überwiesen. Zwei Anträge der Feuei^vehr Friedberg wurden an- g e n o i n n i en._____________ ALS plaM uiiü £nnik Gießen, 15. Dezember 1903. d. Mainz, 12. Dez. In der Dezemberversammlung ocs Mittelrheinischen Fabrikanten Vereins und der Süddeutschen G-ruppe des Vereins deutscher Eisen- uui> Stahlinduftrüller wurde zunäckst! eine Resolution angenommen, die sich entschieden gegen die etwaige Einführung von Binneuschiffahrtsabgaben ausspricht. Danach hielt Dr. Liefrnann-Gießen einen Vortrag, über Deutschlands industrielle Zukunft. Er zeigte zunächst, wie die Entwickelung der Industrie die Hauptursache für den ' - ' ' l Reiches so außerordentlich unserer Industrie zu verzichten, und, um vom Ausland nröglichjst unabhängig zu werden, unsere Landwirtschaft tunitlicn auszridehnen. Denn ein Verzicht aus dre Wecker- entwickelung itnserer Industrie heißt,Verzicht orif werteren kulturellen Fortschritt, Aufgabe uriserer Weltmaa)tstelluug und Herabsinkcn zu einem Staate zweiten oder dritten Ranges, der schließlich ein- leichte B-nte in der Cmtwick- Lung fortschreitender Natiorien werden wurde. Wohl aber muß unsere Landwirtschaft gesund urrd lebensfähig erhalten werden, bis wieder für fte bessere Zeiten kommen, was jedensalls geschehen wird, wenn einmal die Nach- i frage nach Nahrungsmitteln auf dem Weltmarkt dringend I und der Preis dafür höher wird. Auch heute ist nach deS Dadepublikurns und birafi die drohende Verseuchung des Drinkwassers, falls Sck-neider den Lehm bis aus die Kies- schicht, ans welcher Nauheim sein Gebrauchswasser entnehme, (rbbauc. Ta inzwischen diese Bedenken der Bade- direktion durch eine Einigung mit Schnur beseitigt wm- den sind und die Badedirektron erklärt hat, daß )ie ihre Einwendungen gegen die Anlage unter dem Vorbehalt »urücknehme, daß die in der genannten Einigung getroffenen Vereinbarungen als Bedingungen in die zu erteilende Riiigosenkonze.swn ausgenommen wurden, Schn er- der in der Vereinbarung miet) alle kosten des Vlr^ahrens »u übernehmen sich verpflichtet hat, so konnte der Pro- vinzial-Ausschuß wie geschehen, erkennen. Hierauf wurde die Sitzung geschlossen. . VerttAijchteK. * Berlin, 14. Dez. Laut ,,^ägl. Rundschau" sprach sich die von der Militärbehörde eingesetzte Medizin al- tommission dahin aus, daß der auf seinen Gei st es- zusraud unKrsucl>e Prinz Arenberg geistig normal sei. Der Gefangene wurde daher wieoec ins Stras- gejängnis Tegel gebracht. . * K ö l n, 14. Dez. der Nacht zum Sonntag wurde rn der Pfarrkirche St. Kunibert ein Einbruch verübt. Den Dieben siel der Inhalt von vier Opftrtzöcken sowie eine Anzahl Meßgeräte rc. in die Hände. ' * Vacha, 14. Dez. Wie die „Rhönztg." meldet, wurde hier kurz nach 5 Uhr eine ziemlich starke Erderschütterung wahrgenonwien. Dieselbe Wahrnehmung wurde in PhiUpPstal gi,macht. Das Zenirum des Erdbebens scheint in dein zwischen Vacha und Heringen liegenden Bergrücken zu liegen. . * Weißenfels, 14. Dez. Der Bankier Fritz Prange hier stellte sich nach Depotunterschlag- u n g e ii in Höhe von 1/0 000 Mk. der Staatsanwaltschaft in Naumburg. Durch den Zusammenbruch des Bankhauses ! werden viele kleine Landwirte geschädigt. * Metz, 14. Dez. Im Zollschuppen des Bahnhofs wütete heule morgen zwischen 3 und 9 Uhr ein Groß- seuer, durch das eine sehr bedeiltende Oelladung, mehrere Waggons amerikanischen Schweinespecks und andere Güter vernichtet wurden. Außer den Feuerwehren von Rietz und dem Vorort Sablon waren auch drei militärische Feuerwehren bei der Rettung der gefährdeten Güter und der Löschung des Brandes tätig. Diese war besonders schwierig, weil der nächste Hydrant 1 Kilometer entfernt ist. Die Mannschaften der Feuerwehr des 4. bayerischen Infanterieregiments, die zuerst auf der Brandstätte waren, holten mit Lebensgefahr die Petroleumsässer aus dem brennenden Schuppen. Menschen ivurden nicht verletzt. Der Sachschaden beträgt etwa eine im letzten Jahrzehnt zweifellos besser gegangen ist als der Landwirtschaft. Inwieweit sie eine höhere Belastung vertragen kann, ohne in ihrer Konkurrenzfähigkeit im Auslände erheblich geschäbig! zu werden, das könne mit Bestimmtheit nur durch das Experiment entschieden werden. Tie Erwerbung von Aaerbauk^lonien, in die toir unseren Bevötwrungsaberschuß senden können und die unsere Ge- treidezusuhr sichern, sei nicht wahrscheinlich. Wir haben heute ein größeres Interesse daran, für die Erhaltung per noch selb, nndigen Staaten einzutreten und dafür sorgen, daß sie iriujt von den Weltmächten annektier! werden. Für uns ist das wichtigste Mittel, um wirtschaftlichen Einfluß auf frembe Staaten zu gewinnen, kapitalistische Anlagen. Das wird heute ina) lauge nicht genügend beobachtet. Zunächst muß dre Theorie die allgemeinen Bedingungen dieser Anlagen fesistelwu, Aufgabe einer planvollen äußeren Politik ist es dann, die in Betracht kommenden Länder auszuwählen und ein wirtschaftliches Vorgeyen, unue ausdrücklichem Verzicht . uf EbaDerwerb- uuaeii in die Wege zu leiteir. Die Zukunft unseres Export beurteilte der Redner günstig. Trotz wachsender Scywierigi'eiten sei zu hoffen, daß die mannigfachen rvissen- Million. * Paris, 14. Dez. In Challey wurde eine 61)ahrige Rentnerin ermordet aujgesunden. Ter Kops war vom Rumpfe getrennt, von den Tätern fehlt jede Spur. * Rennes, 14. Dez. Frau Humbert ist im Gefängnis erkrankt und mußte nach dem Hospital gebracht werden. Sie leibet physisch und moralisch und beteuert fortwährend das Vorhandensein der Millionen. * Madrid, 14. Dez. lieber das Eisenbahnunglück in der Nähe von Baana wird gemeldet, daß die Zahl der Getöteten nach der Angabe eines Reisenden nicht so hoch sei, wie anfänglich angegeben wurde. Es sollen nur vier Tote und sechs Verwundete zu beklagen sein. Ro m, 14. Dez In den Ka.sen desVatikans werden täglich neue Fehlbeträ ge entoectt. Ein intimer Freund Leos XIII. ist vom Papste zur Rückerstattung von 10 Millionen Lire, welche er entnommen hatte, aup gefordert worden. Auch andere Prälaten sollen sich bedeutende Beträge an geeignet haben. Paps! Pius ist entschlossen, dieser Aiißwirtschaf! unter allen llmständen ein Ende zu bereiten. * Triest, 14. Dez. In der einer französischen Gesellschaft gehörigen Naphtagrube Monte China explodierte ein Naphta-Behälter. Ter Direktor und ein Arbeiter wurden sofort getötet. 3 Arbeiter sind schwer und eine größere Anzahl leichter verletzt. * Innsbruck, 14. Dez. Der hiesige Handelsagent. Karl Maaß, der gestern auf die Gemsjagd ins Gebirge oberhalb Hall ging mib seitdem vermißt wurde, ist heute von einer ausgesandten Rettungsexpedition in der Gegend der Kais er sä ule am Fuße einer hohen Felswand, über die ihn der Schnee hinabwarf, tot aufge s u n d e n worden. * Oedenburg, 14. Dez. Das Komitat Oedeuburg rst fast v o l l i g üb e rs ch w e m m t. Die Raab und die Nepcze haben bereits einen Schaden von einer Million verursacht. Auf den Eisenbahnlinien ereigneten sich verschiedene Dummer angehürt, zur Ehre!" ** Hessische Vereinigung für Volkskunde. Der gestrige, zweite Mitgliederabend war außerorde-iitlick) aut, bis auf den letzten Platz im großen Saale des Eafe Ebel, besucht. Prof. Tr. Groos sprach über die An- sänae der Kuns! und die Theorie Darwins. Bei der Untersuchung solcher genetischer Fragen im aligemeiuen ergeben sich zwei Auffassungsweisen, die der .Vortragende einfach und verständlich so charatteris.erte: Dre ^ntsli.hang ffFÄÄÄ wtXSM-L.’ M'“.»-«"«" V «u suchte im ersten, größeren ^eit seines Vortrages kritijch die Theorie Darwins, oder vielmehr der Darwinianer, die die Kunst in ihren Anfängen als Bcwerbungsmittel um d^s weibliche Geschlecht bezeichnen. Aus mancherlei Betrachtungen geh! hervor, daß Beziehungen des Sexuallebens zu tünftlerischen Betä.igungen zweisellos vorhanden sind, daß sie aber nicht ausschließlich den Antrieb zur Kunst bilden und daß verschiedenerlei tänsllerijche Gebräuche bei primitiven Völkern aus anderen Ursachen entspringen oder überhaupt als menschliche Veranlagung von jeher sich erweisen Tie Kosmetil, deren Begründunb wohl am meisten der Darwinschen Erklärung sich nähert, ferner der Sackzen- icümud, der Waffen dec ^oh.eangen, die Tanze wurden vom Redner eingehend mit Bezug auf die Bewerbungs- tbeorie besprochen. Nach diesen negativen Erörterungen ver.uckite Prof. Dr. Groos positiver, psychologisch, Oie Entstehung der Kunst zu erklären. Er nannte die Freude am Hriaaicicin, oie neben der Hervorbringung prakr^cher und aeistigcr Arbeit auch jenes Spiel mit oen geistigen Kräften ’XAeuat das wir einmal als Antrieb d.s tätigen Kunst- tetl erkennen, dann auch als rezipierende Leistung m der JEde an betta fffÄWftJ«SW finben. Von den drei Erscheinungsformen der Kun,r, oeui|iijin __Lt mibran qifnu Schönaestaltung, Nachahmung und Selbstdarstellung nähern wir uns mit der Selbstdarstellung am meisten der Darwinschen Theorie, denn sie enthalt allerdmgs am offensiclstlichsten jene Künste der Bewerbung. So umrbe denn dauiit der Kreis der Betrachtung gesastossen. Eine kurze Diskussion ließ u. a. hervortreten, daß bei der Voraussetzung der VUchtigkeit der Bewerbuiigstheone auch erklärt sein würde, daß das weiblichie Geschlecht minder künstlerischk-schöpserisch veranlagt sei, als das mannlick)e. —| Nach diesem er-sten Vortrag brachte Landgenchtsrat Dornsei ff noch sehr beUifiigenbe und auch^ belehrende Mitteilungen über Fremdwörter in der ob er hessischen Mundart, die er seit Jahren, meist in feiner juristischen Tätigkeit, zu sammeln Gelegenheit^ hatte.^ „Sie haben aber einen k r im i n a l i s che n Sauverstaud", meinte ein Bauer zu einem Städter, der ihm eine wunderbar erscheinende Kenntnis voispü'gelte, die er ganz iiatur- lich gewonnen hotte. „Mein Herr hat keine Prokura, mir Ohrfeigen zu geben", meinte eine Dienstmagd. Diese sprachlichen Mitteilungen wurden viel belacht und durch kundige Anwesende ergänzt. Ter dritte Mitgliederabend wird voraussichtlich am 11. Januar 1904 stattfinden. Se König!. Hoh. der Großherzog hatten, /»ach der ,Darmst. Ztg.", die Gnade, nachstehenden Allerhöchsten Erlaß dem Zentral-Komite des Alice-Frauen- v er eins zugehen zu laffen: Das Zeniral-Komitee des Alice-Frauenvereins iür Kranken- pflege im Großherzogtum Hesien hat bei der 20. Wiederkehr des Tages der Einweihung des Alice-Hospiials und der Uebernahme der Vereins-PräsidentschaU durch Ihre Grobherzogliche Hoheit Frau Drimessm Ludwig von Battenberg Prinzessin Vikloria vou Hessen ------------------ . . . । und bei Rhein, kleine melgel.ebte Schwester, eine Adresse an sich «“ÄÄ enU gerichtet, in der das Gelöbnis treuester Pfllchteriullung und I uevftaiiöen erklärt, von dem Rabanverhätinis zurückzutreten nnb Förderung der Bereinsausgaben im Suine der Slisterin, Ateuiei- beu ^orsiaiid des Deialllisten-Bereuis beauinagt, hiervon den Bor- in Gott ruhenden unvergeßlichen Frau Atulter erneuert wird. Dem ^and des Eisenbahli-Konjunivereins zu benachrlchtlgeli, was unter 6-ntrvl.Koluilee saae lick) hlerür herzlichsten Dank. Zugleich möchte dem 10. d. MtS. gescheheii ist/' leuu l Ä westai des Hinscheidens Alemer innig Die Redaktion sieht sich nun nachdem beide Teile h er gesiebten Frau Miutter, Wiederhofen, rote Ich den Schutz und die zu Worte getommen sind oeranlo&t, zu erk oren datz sie Wrderuna der von tzochderselben im Dienste allgememer Menschen- weitere >zuschr,sten m dieser Ange egenheit, dle bie DCt^ent. lbe iTXXtaen®ette al. ein Mw überkommenes teureo! sichtest nicht wester interessiert, m den Jnseralentetl oer- Npi-inäckitnis betrachte und daß Ich im beso»ideren dem Alice- iveisen muß. ^auenveren. sür Krankenpflege auch iernerhin Ateine angelegen,. sd. Darmstadt, 13 Dez. W,e w.r °-rnehmen Ucke Fürsorge zuwenden werde. Dem Alice-Hospstat aber, dieser wurde an Stelle des zuruckgetcetenen Ortsgench svorstehrrs dem Gedächtnis Meiner Frau Mutter gewidmeten Schöpiung, des Ortsgerichtes II, Herrn Weimar, Hauptmann er IckeistOJch am heungen Tage den in seinem Besitz befinüüchen standwehr Wa t d ccke r, Jnstltutsvorsteher hier, zum Nor- K und Boden zu sreiem Eigentum. l-eher dieses Ortsger.chtes ernannt. - Zur Ze.t sinden m Darmstadt, den 14. Dezember 1903. den hiesigen städtischen Schulen y'tematyche Uedüngen zu ERNST LUDWIG. rascher Entleerung der L>chulklaffen statt, damit in einem ** Bersonalren. S. K. H. der Großherzog Brandfalle jede Panik verhindert oder gemildert werden Laben den .^Ufsgerichtsschreiber bei dem Amtsgericht Darm- kann. — Zur Förderung des Tierschutzes werden zur üaöt I Wilhelm Steller zum Gerichtsschreiber bei dem Zeit sehr instruktive Kalender und L)christchen, welche teils Amtsgericht Reinheim und den Hilfsgerichts,chrecher bei üünl hessischen, teils vom Berliner Tierschutzverein entworfen bem Antts-gericht Gießen Karl Walbrach zum Ge- |n den Schulen gegen ganz geringe Gebühr verteilt.— rictztsschreiber bei dem Amtsgericht Büdingen ernannt. ~ der Osterwoche 1904 findet dahier in unseren Mauern! - Auszeichnung. DemGarnisonverwaliungs-Inipektor^^utsche Oberlehrertag statt, zu welchem der Mueller in Gießen ist durch allerhöchste Kabinetsordre D0,n Ljefuch oon 400—500 Oberlehrern von ganz Deutschland er- 27. Oktober der Kronenorden 4. Klasse verliehen worden. raavtet roicb> - Sein 25jähr iges Dienstjub iläu m feiert am W. O f j en bach a. M., 15. Tez. Mitte März sindet in 16. d. Rlts. der Packmeisler Gg. Herzberger aus Harbach tm ben geräumigen Lotalitäten des Stadtgartens eine große Betriebe der Firma Heyligenstaedt u. Eo. Er hat es infolge Hessische L a n d e s - Ge s l ü g e l-A u s st e l lu n g statt, seiner Tüchtigkeit vom einfachen Arbeiter zum Beamten der i^ozu die Mitwirkung der Provinzialverbände und eurer wt:«2''iÄ«’n. verstcherungsgesetzes vom 15. Ium 1883 (Reichs-Gesetzblatt .^^11 eingemten. "Nach dem vorliegenden Arbeitsplan Selle 233), eine Bekanntmachung, die Prusungsordnung für I diese Ausstellung sowohl in züchterischer Hinsicht, wre Aerzte betreffend, ferner eine Bekanntmachung, die Abande- ^Le Art ihrer Prämiierung gute Erfolge ver- runa der Ausführungsanweijung zu den Titeln VI ff. der frechen. Näheres erfährt man durch die Ausstelluugsleit- Gewerbeordnung betreffend. ung des Klubs der Geflügel- unö Vogeifreunde, Offenbach *» Ueber den Piston-Virtuosen Kümmel, un- um Main, Bismarckstra-ße 86. ^en engeren Landsmann, schreibt bie ,Allg. Deutsche Musik. | b. 9Ji ain z, 12.,Dez. In bei D°r-Mberveis°mmlung des Zeitung" (Berlin): »Die Großh. Hofkapelle zu Darmstadt darf fich rühmen, neben einer Anzahl hervorragender Instrumentalisten einen der besten, wenn nicht den besten Vertreter seines Instrumentes in der Person des Cornet ü Piston- Virtuosen Louis Kümmel unter ihren Atilgliedern zu zahlen. Früher alljommerlich m Interlaken als Solist tätig, zieht es Herr Kümmel feit drei Sommern vor, zu reifen und feiert, ----------—v - wie aus den Kritiken aller Orten hervorgeht, wahre Triumphe, seit Gründung des deutschen Rerch.es Lernen Sommer ist Herr Kümmel innerhalb 10 Wochen in gestiegenen Volksreichtum gewesen rst. Ohne sie Ware es N aü Z SÄ? £en“nbS unb^ber Schwe.z in 651 uns cht möglich, eine MolttU &u toebew Wex ea Konzerten soltstisch ausgetreten und hat außer beim Publttmn aus^bie Einfuhr van Lebensmitteln namentlich auch bei den Mutikern begeisierte Uu,nahme ge- bringt auch manche Gefahren mit sich, funben. Uns vortiegenbe Lritsten heben bie Meisterschaft A^onbere bie ÄU'hänzigleit van fremden Staaten, hervor, mit bet bet Künstlet fein Instrument behanbelt; sie «Dennoch ist es verkehrt, wie einige Nationalökonvmen rühmen bie tadellose Sicherheit, unübertreffliche Technik, grüßte ^llen, dieser Gefahren wegen auf bie S&eittrcnttotaelung Weichheit in ber Kantilene und loben bie Darbietungen eigener' - ~ ‘ r ' — s,,1,s’n"h Kompositionen. Ntögen Herrn Kümmel noch recht lange weitere Erfolge blühen, ihm unb seinem Kunstinstitut, bem »Konstantinopel, 13. Tez. I» Kerbelah, Wil-ijet Baabab, wohin bie Perser ihre Wallfahrten unterilehwen, brach bie Cholera aus. Am 11 - Dez. smb zwölf Personen erkrankt, zehn gestorben. Maßregeln zur Feruhalt- ung ber Pilgersinb angeorbnet Ackütterluwegung. D aris 14 Lez. In Jeumont sind mehrere tausend Metallarbeiter in den Ausstand getreten, nachdem die Direktoren der' Fabrik eine Lohn-Herabsetzung erzwingen wollten. Die Ausstän- diaen verlangen einen Schiedsspruch und haben stch deshalb bereits an die Tepartenients-Verwaltiing gewandt. Einfach und natürlich fei die Teint- und Schönheitspflege! j Einfach und natürlich die kosmetische Unterstützung derselben! Nur ein einziges Naturerzeugnis gibt es, welches allen hygieni- I sehen und kosmetischen Anforderungen gerecht wird. Es ist kein chemiiches Kunstprodukt, sondern ein natürliches Erhaltuiigs' unb Konservierungsmittel, welches nie schaden kann, da es dre Hcuck konserviert und gesund macht, die Schönheit bewahrt und chre Fehler beseitigt: Das M yrr holinl Tausende von Zeugnissen von Professoren, Aerzten und Laren liegerr hierüber vor und sind in emer Broschüre „Die Myrrholiri- Kosmetik", welche in der Expeditrorr der Zeitung für Kedermann aufiiegt, zusammengestellt. Myrrholin-Äeife, Glycerin, Puder und Niundwasser ist in 2tpotheken, Trogerreil urrd Parfünrerregeschaftev erhältlrch unb achte man auf das Wort „Rlyrrholru". Praktische WcihnachtseßMe MM" Wan achte Seim Einkauf genau auf den Yamen „MfiGGI“. bestens empfohlen: | altbewährte Würze rb-ns- KlAGGi’s Suppen, Schutzmarke Krenzster« und r^AGGFs Bouillon-Kapseln. 8988 fegende schwarze 'S/Lede H BIS ...iW r, ■ ■/.- •- :L ■ ■- -"TTT^- ' ■ -■ •.'.'/// 1 M Zu Carl Ludwig Leih Vergolderei und Bildereinrahmungs-Geschäft. Moderne Rahmen. 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Wir bitten, uns Gaben an Kleidungsstücken, Stoffen, Garn und dergleichen, beson- ders aber auch Geldgabeu, die uns die gleichmäßigste Bescherung für unsere Klemen ermöglichen, zuwenden zu wollen. Eine Liste zur Erhebuiig vo>i Beiträgen wird nicht herumgegeben. Vielmehr bitten wir, die uns zugedachten Gaben recht bald an eine der nachbenannten Vorstandsdauien gelangen zu lassen: Frau Nechtsanwalt Grünewald, Liebigstraße 21; Frau Johanna Haas, Ostanlage 31; Frau Kommerzienrat Heyligenstaedt, Liebig-- strafe 49; Frau RechnungSrat Kalbfleisch, ^udwigstraße 7- Frau Professor Leist, Ostaiilage 36; Frau Pfarrer Raumann, Südanlage 8; Frau Luise Otteus, Bismarckstraste 11; Frau Lina Schmall, Ostanlage 36; Fräulein Luise Wortman», Tainmstraße 32. Auch die Schwestern unserer Austalt sind bereit, Gaben anzunehmen; man wolle freundlichst beackuen, dast es die Kleinkmder- schulschivestern sind Diezstraße 15. Gießeri. den 7. November 1903. Ter Vorstand der Llemkinderbewahranstalt. Dr. Naumann. 8356 M. 7.50 ff 8.75 ff 8.50 ff 3.— ff 3.— ff 5.50 ff 3.50 ff 2.75 1L e der wäre sa große Partie billigst Brieftaschen Zigarrenetuis Portemonnaies 1 Schreibmappen und Motograpyiealbums. Heinrich Moll 7 Mausburg 7. 7 Mausburg 7. aMgMBaaMflnMMMMilliWWIllllllll null lmMIIIiII>lM!!LL?«i« .v isch-Decken PräcisionsTaschenuhren A.Lanqe&Söh ne.tiiashiitte'.Sa. Zu beziehen durch alle feineren Uhrengeschäfte. 28 Präm.' 7 erren in weiss, mit glatten und gestickten und Mk. mit festen Manschetten. Herren-Cylinder-Hüte und Chapeaux clagues mit farbigen Bördchen. 9279 Mk. Herren-Hosenträger, Krawatten, Kragenschoner, Taschentücher, Reisedecken, Reise-Plaids Inh.: Robert Fernsprecher 356. Marktplatz 9-10 7 «AW >* 9027 Kreuzplatz. gerahmter end «gerahmter BÜrfals vornehmste Weihaaehts-Gesehenhe. 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