6' anstatt’ 1 der bestehenden Gesetzgebung nachdrücklich entgegenzutreten. Besonders bedeutungsvoll ist die Bestimmung, daß Begehungen derjenigen Gemässer vorzunehmen sind, die bereits in erheblichem Maße verunreinigt sind oder bei denen eine solche Verunreinigung zn 'besorgen ist, und daß den Medizinalbeamten stets Gelegenheit gegeben werden solle, sich an den Begehungen zu beteiligen. Ein heilsamer Einfluß hat sich schon jetzt durch die Ortsbesichtigungen bemerklich gemacht. Eine nicht unerhebliche Zahl von durchlässigen oder unvorschriftsmäßigen Abort- und Düngergruben ist beseitigt, mehrfach ist die Kanalisation der Hausund Regenwässer durchgeführt. Zwar waren auch bis dahin durchs einschlägige Polizeiverordnungen die Verhältnisse in den Städten in der Weise geregelt, daß die Ableitung der Schmutzwasser in ungereinigtem Zustande in öffentliche Flußläufe verboten war. Infolge mangelnder Aufsicht wurde jedoch vieles Verbotene entweder stillschweigend gestattet oder dasselbe kam überhaupt nicht zur Kenntnis der Behörden. Die Tätigkeit der Kreisärzte gelegentlich der Ortsbesichtigungen und beim Auftreten ansteckender Krankheiten hat gerade nach dieser Richtung hin außerordentlich befruchtend gewirkt. klärt die finanziellen Ergebnisse der letzten vier Jahre für im allgemeinen befriedigend. Zu dem veranschlagten Ueber- schuß könne in diesem Jahße noch ein Zuschlag vorausgesetzt werden. Da die Regenbericyte befriedigend lauteten, könnten die Befürchtung über Nahrungsmangel oder mangelhafte Ernten in Indien für dieses Jahr fallen gelassen werden. Tas gegenwärtige Jahr sei seit 20 Jahren das erste, in dem eine wesentliche Herabsetzung der Steuern vorgenommen worden sei. Trotz einer ausnahmsweisen Folge schlechter Ernte und Dürre und der Schwierigkceiten des Silberkurses sei die Regierung imstande gewesen, die infolge der Hungersnot uno der administrativen und militärischen Bedürfnisse gesteigerten Ausgaben zu decken. Im weiteren Verlaufe seiner Rede erklärt Hamilton, die Finanzen Indiens hätten auch durch den bemerkenswerten Erfolg der vor vier Jahren eingeführten Münzpolitik gewonnen, die auch die sanguinischsten Hoffnungen in jeder Hinsicht übertroffen hätten. Tie Schwankung im Wechselkurse der Rupien habe in vier Jahren nur i/2 v. H. betragen. Ein wirtlich schwacher Punkt sei der Mangel einer finanziellen Reserve; er hoffe, durch die Salzsteuer eine zuverlässige finanzielle Reserve zu schaffen. Tie Herabsetzung dieser Steuer steigere den Salzverbrauch, und schon in dem dreimonatlichen Ausweis seien Andeutungen von einer bedeutenden Zunahme enthalten. Falls der Verbrauch in den nächsten zwei, drei Jahren so steigen werde, daß er den durch die Herabsetzung herbeigeführten Aussall der Einnahmen ausgleiche, werde eine weitere Herabsetzung der Steuer möglich werden. So könne man aus einen allmählich gesteigerten Verbrauch aufbauen, und wenn finanzielle Schwierigkeiten eintreten sollten, könne auf diesen gesteigerten Verbrauch eine höhere Steuer gelegt werden. In Bezug auf beabsichtigte Garnison in Südafrika fei der Vorschlag des Kriegsministers gänzlich mißverstanden worden. Tie Agitation gegen diesen Vorschlag gehe' von dem Glauben aus, die Reichsregierung verlange von der indischen Regierung Zahlungen, die aus den Reichseinkünften bestritten werden müßten. Dies sei ein Irrtum. Tas Vorschrecken Rußlands in Mittelasien sei eine zugegebene Tatsache; Rußland habe seine Macht und Stärke andauernd befestigt. Er glaube mit Beaconsfield, daß Asien groß genug sei, um die Bestrebungen zweier Nationen zu befriedigen; er betrachte daher das Vorschräcken Rußlands nicht mit Eifersucht; aber es sei eine unzweifelhafte Tatsache, die kein verantwortlicher Minister ignorieren könne, daß Rußland seine Mobilisierungskraft gesteigert habe. Jede Militärperson sei gezwungen zuzugeben, daß in gewissen Fällen große Verstärkungen nach Indien gesandt werden müßten. Tie Frage sei in diesem Jahre erschöpfend erörtert worden. Die Militär- wie die Admiralitätsbehörden seien einstimmig der Ansicht, daß es Fälle geben könne, die sie verhindern müßten, einen sicheren Truppentransport von England nach Indien zu garantieren. Aber die Admiralität habe mit Sicherheit vorausgesagt, daß sie den Transport von Südafrika nach Indien garantieren könne. Den Vorschlag betreffend die Garnison in Südaftika betrachte er als vernünftig und ökonomisch uiid bedauere, daß die indische Regierung nicht seine Ansicht teile. Er erwarte darüber Nachricht von der indischen Regierung; wenn aber der Vizekönig Lord Curzon und Lord Kitchener beide den Plan beanstanden, so werde er dem Kriegsamt nicht gesteigerte Ausgaben ausdrängen können, die es zu übernehmen bereit war, um Indien diese Reserve zur Verfügung zu stellen. stricke) 5466 resentlich billiget empfiehlt billigst senthai Liebigstr. 1$. ^itr* acht)® x Md fertigt 5246 Iraner, Neustadt 28. lerkarten Te Gegend. Bei nonatm5779 in. tL unbeK Feh' trbetlu.R\\Wil. hrv.hvttLeMU x AnojtattüUgs. L Nichlpasi. zahle IreiZt gratis. - erg, Leipzig 36. :'9‘ und auj. “ 1 Mk. Nolitilche Tagesschau. Agitatiousschulen. Einem längst gefühlten Nedürfnis will das Zentrum abhelfen. Die Agitation für die ultramontanen Bestrebungen soll schulmäßig in die Hand genommen werden. Die „Köln. Volksztg." schreibt: „Eine Agitationsschule der Zentrumspartei tritt im September in Frankfurt a. M. als äußerst zeilgeinäße und dringend notwendige Einrichtung ins Leben. Die Vorbereiter dazu sind die Redakteure Schönwiese und Heil, die un Wahlkreis Höchst—Homburg bei der verflossenen Wahlkampagne Unglaubliches an Abhalten oon Versammlungen, Reden und Agitation geleistet haben, sowie Buchdrrlcker Heil und Kaufmann Geis. Mit Recht weisen die Veranstalrer m einem Rundschreiben daraus hin, daß der Mangel genügend geschulter, rednerisch befähigter Kräfte aus dem Arbeiter- und Bauernstände bei der Zentrumspartei bei den verflossenen Wahlen sehr unliebsam sich gellend gemacht habe. Die Agitationsarbeit habe im Gegensatz zur Sozialdemokratie auf den Schultern von Wenigen geruht. - Der Kursus findet jeden ersten Sonntag im Monat, nachm. von 1—5 Uhr statt und weist etwa folgende Einteilung auf: 1—2 Uhr Dispositionen von Vorträgen, 2—3 Uhr Referat uud Diskussion, 3-3'/, Uhr Organisation und Agitation, 31/.,—5 Uhr praktische Veranstaltung einer V o l k s v e r sa m m l u n g unter den Teilnehmern des Kursus. Eröffnung durch den Einberufer. Bureaiiwahl. Viertelstündiger Vortrag eines auf der vorhergegangenen Versammliing beanstrag- ten He rrli nebst Diskussion. Der Unterricht wird von politisch erfahrenen Herreii unentgeltlich erteilt. Bekanntlich haben die Windt- horstbunde eine ähnliche Einrichtung eingeführt. Nach dem vor- liegenden Plane soll diese Einrichtung auf möglichst alle Ortschaften der Wahlkreise ausgedehnt, verallgenieinert, popiilarisiert und mehr nstematisch geordnet werden. Wenn das Zentrum seine bei den Wahlen errungene Stellung behaupten will, so ist ein Vorgehen gerade in dieser Richtung hierfür das allernotwendigste". In anderen Parteien sind Bestrebungen zur Agitation auch schon hervorgetreten. Bis zu regelrechten Agitationschulen hatte mans aber seither noch nicht gebracht. Das Budget für Indien erläuterte im englischen Unterhause der Staatssekretär für Indien, Lord Hamilton, und gab zugleich interessante Aufschlüsse über militärische Erfordernisse Indiens. Er er- lle* ““ elXi 'ou° schlichen Pariser Unt ergründ bahn-Katastrophe hat auch vorübergehend unsere Hoch- und Untergrundbahn zu leiden. Zumal der weibliche Teil der Bevölkerung ist vielfach von einem Grauen gepackt und will sich diesem schnellsten und besten unserer Beförderungsmittel nicht mehr anvertrauen. Die Direktionserklärungen, daß ähnliches in Berlin nicht vorkommen könne, werden diese Furchtwelle kaum zu glätten vermögen. In Wirklichkeit stehen diese Erklärungen auch nicht aus allzu sicheren Füßen, nicht etwa, weil irgend welche Vorsichtsmaßregeln außer acht gelassen wären, sondern die Erfahrungen auf diesem Gebiete noch ziemlich gering sind. Wie nervös übrigens unsere Damen durch das Unglück an der Seine geworden sind, konnte ich gestern in dem elektrischen Straßenbahnwagen, der mich heimwärts trug, beobachten. Mitten in der Fahrt gab es einen der ziemlich häufig vorkommenden, ungefährlichen Kurzschlüsse. Es knallt ein bischen; das Licht erlischt und der Wagen bleibt natürlich stehen, wie ein plötzlich störrisch gewordener Esel. Sonffk ging die Sache mit ein bischen Gekreisch und viel Gelächter ab. Anders gestern. In wilder Hast jagte alles, was zur holden Weiblichkeit zählte, nach dem Ausgang, ohne sich vom Kondukteur beruhigen zu lassen. Angstrufe, Hilfeschreie und Weinen ertönte; die wütende Stimnie einer Tante von „außerhalb" wetterte sogar: „In so'n Tings kriegste mich im ganzen Leben nich Widder rin!" Bis endlich die Birnen wieder aufstrahl- ten und die Flüchtlinge zurücklockten, die Schirme, Umhänge, Bücher und Pakete samt und sonders im Stich gelassen hatten. ... In vier Wochen freilich wird man sich vollständig beruhigt haben. Die Zeit ist ein riesiger Schleif teilt, der alle Eindrücke, auch die schlimmsten, wieder wcg- nimmt. A. R. 2>ie Reinhaltung der Kerväffer uud die Beseitigung der Mullstoffe. ^ie*un9 sind die Kulturbestrebungen LUf k^m Gebiete der Äasterversorgung und der Entwässer- uni) Dörfer in der letzten Zeit mit großer Aufmerksamkeit verfolgt und tatkräftig unterstützt worden. Bekanntlich ist am 1. April dix Kgl. Versuchs- und Prüfungsanstalt für Wafterversorgmlg und Abwässerbeseitigung in Berlin ms Leben getreten. Tie Anstalt hat es (ich anZelegen sem lassen, das Wissen auf dem komplizierten Gebiete der Wafferverforgung und Abwässerbeseitigung planmäßig auszugestalten Sie hat zugleich den StLcks- behorden, Kommunen Industriellen und Privaten die Möa- lMett geboten obiektive, sachkundige und dem jeweiligen Stande der Wistenschaft und Technik entsprechend gutacht- üche Auskunft zu erlangen. Für die Führung der Geschäfte ist eme Mmisterialkomm csswn in Tätigkeit getreten, bei der außer dem Ministerium der Medizinalangelegenheiten auch das Ministerium des Innern, der öffentlichen Arbeiten für Landwirtschaft, für Handel uild Gewerbe und der Finanzen vertreten sind. Leiter der Anstalt ist der Geh. Obermedizinalrat Dr. Schimidtmann, Anstaltsvorsteher der außerordentliche Professor an der Universität Dr. Carl Günther Welche erfteulick)e Entwickelung der Geschäftsbetrieb im ersten Jahre des Bestehens genommen hat, geht schon daraus hervor, daß das Auftragstagebuch nicht weniger als 121 gebührenpflichtige Aufträge aufzuweisen hatte, von denen 10 auf die Ministerien entfallen. Mit der Erledigung dieser gebührenpflichtigen Inanspruchnahme werden jedoch die Gesamtleistungen der Anstalt nicht gedeckt. Daneben liegen die Untersuchungen und Arbeiten, welche im allgemeinen Interesse auf behördliche Anweisung und aus eigenem Antriebe geleistet sind. Die erfteuliche Unterstützung, welche der Anstalt bei den Kommunen, Industrie- und Privatkreisen geworden ist, hat eine feste Gestaltung und sichere Grundlage gewonnen durch die Schaffung des Vereins für Wasserversorgung und Abwässerbeseitigung. Durch diesen Verein wurden bisher 55 der größeren und größten Städte Preußens und 11 der vornehmsten technischen Verbände zu- «animen geschlossen zu dem einen Zweck/die wichtigen Ausgaben der Landeszentrale für Wasserversorgung und Ab- wasserbeseitigung durch ihre Mitarbeit werktätig zu finden und zu unterstützen. Der Verein hat für die genannten Zwecke für das Jahr 38 000 Mk. und zwar zunächst auf die Dauer von 5 Jahren sichergestellt. Die Erwartung scheint berechtigt, daß durch diese gemeinsame Arbeit die Zwecke der neuen Anstalt mehr denn je gesichert sind, und daß es auf diesem Wege gelingen wird, die schwierigen Aufgaben auf dem Gebiete der Wasserversorgung und Beseitigung der festen und flüssigen Abfallstosfe plan- und zielbewußt ihrer Lösung entgegenzuführen und die Mißstände, die bisher hervorgetreten sind, ohne unnütze Härten für die Kommunen und beteiligten Industrien allmählich zu beseitigen und in Zukunft zu verhindern. Von besonderer Bedeutung ist die Ministerialverfügung öom 20. Februar 1901 betreffs der Fürsorge für die Reinhaltung der Gewässer geworden. Gegen die ftüher beabsichtigte landesgesetzliche Regelung der Maßnahmen zur Reinhaltung der Gewässer ergaben sich namercklich aus der Verschiedenartigkeit der ärztlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse innerhalb der Monarchie und selbst innerhalb einzelner Provinzen so erhebliche Bedenken, daß von einem gesetzlichen Vorgehen vorläufig Abstand genommen werden soll. Es ist daher erforderlich, den Uebelstänben aus Grund toren für die Alkoholenthaltung werden als tausend schöne Reden. Daß sich unter der Legion unserer Aerzte auch eine ganze Reihe für bedingungslose Abstinenz entschieden haben und in Wort und Schrift eifrig dafür eintreten, kann man sich wohl denken. Manchem freilich sieht man es an der Nase an, daß er erst auf ziemlich feuchten Umwegen zu dieser Erkenntnis gekommen ist. Uebrigens sollten die größten Eiferer, die sich bald hier, bald hort mit Referaten und Vorträgen an das Publikum wenden und dadurch verschiedentlich in den Lokalberichten der Zeitungen Erwähnung finden, ernstlich mit sich zu Rate gehen, ob sie aus diese Weise nicht etwa die ärztliche Berufsehre schädigen. Ihr Name, der an der eigenen Haustür nur ein .einziges Mal zu lesen sein darf, taucht bei diesen Betätigungen im Vereinswesen ganz entschieden viel öfter auf, als es nach den Anschauungen des „ärztlichen Ehrengerichtes" erlaubt sein kann! . . . Wer lacht da? . . . Es ist tatsächlich in diesen Juliwochen vorgekommen, daß das „Ehrengericht" das Anbringen von zwei Schil dern am Hause, sofern es nicht zwei Fronten besitzt, als für einen Arzt unzulässige Reklame gekennzeichnet hat und nun gar Rundfragen erläßt, wer von den patientensüchtigen Jüngern Aeskulaps sich etwa noch die Ungeheuerlichkeit gestattet. Wenn man sich auf der einen Seite vorstellt, wie trostlos groß die Zahl der Aerzte in Berlin ist, die hart um ihre Existenz zu 'kämpfen haben und mitunter jammervoller zu leben gezwungen sind als der Durchschnittsarbeiter, auf der anderen Seite sich, zumal im Geschäftsviertel, ein hauptstädtisches Mietshaus aus die sinnverwirrende Fülle von Firmenschildern, Wohnungsplakaten re. ansieht, aus der man beim besten Willen ost erst nach langem vergeblichen Suchen die Namen herausfindet, nach denen man Ausschau gehalten hat, so kann inan über soviel Kleinlichkeit nur den Kops schütteln. Ter gutsituierte Modearzt, der in Berlin W. am Tiergarten eine Villa bewohnt, deren ganze Vorderfront schließlich als eine stilvolle Umrahmung seines schönen, durch keine 'Nachbarschast beeinträchtigten Messingschildes gelten kann, kommt damit dojch wahrlich besser fort, als beri- «-»»iver, aniWtu.eW-- .cher Auswahl b-, Beiaig fenhauMg terew£l „tum.§ Milche billige, alkoholfreie Erfrischungen draußen im lein armseliger Dr. Müller oder Schulze in Berlin O., dar Grünewald und anderwärts: das würden tüchtigere Agita-Isich in einem Tohuwabohu von Firmentafeln zweimal er- toren füpdie Alkoholenthaltung werden als tausend schöne j laubt, daraus aufmerksam zu machen, daß er in dieser Kaserne, zwei oder drei Treppen hoch für seine Mitmenschen zu finden ist! Standesehre ist eine schöne Sache. Aber durch Berzopfungen dieser Art wird sie zu einer Last, die auf Abwege führt. Unter der schnell verbreiteten Nachricht von der enh Erscheint täglich Blatt. ISS. Jahrgang Samstag 15. August 1903 außer Sonntags. BezngspretSi Dem Gießener Anzeiger monallrch75 Pi., viertel- IUMIPu|>||Or 98MUjrAtnAr««s -Voche beigelegt V B ■ MßW ■ H Hf ■ ■ B B B B B B lät)rL au5fd)L Destellg. Rotationsdruck u. Ver- WK ir EL W W TOl, W K B Jll W B M W. W M W M W Annahme von Anzeigen lag der Brühl'schen W W W B W B Br H BL MM HL ür die TageSnununer druckereXPietichErben) OM ..eUenpreto; total General-Anzeiger v äss?» ZM Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Metzen MÄ _________________________________________ jctqentefl: Hans Beck. Plaudereien aus der Kailerstadt. (Nachdruck verboten.) Berliner Wünsche an die Abstinenzler. — Aerzte und Wohnungs- schilder. — Das Unglück in der Pariser Untergrundbahn und seine Berliner Wirkungen. In der verflossenen Woche haben die Konsequenten inter den Rauschgegnern, die Abstinenzler, in Berlin ihren „Tag" gehabt und sind wieder einmal mit voller Rüstung gegen den Land- und Leute-Verderber Alkohol ivuchtig ins Feld gezogen. Allen Respekt vor ihren Grundsätzen und Bestrebungen, denen ich mit diplomatischem Vor- lehalt einiger kleiner Sonderrechte gen: zustimme; aber >vas nützen alle schönen Worte, wenn nicht praktische Mittel ;,ur Erreichung der noch so fernen Ziele mobil gemacht Derben? Nun geschieht ja zweiflelos auf dem Wege der Aufklärung durch Wort und Schrift recht viel, aber viel mehr könnte geschehen, wenn man dafür sorgte, daß es dem Volke auch nach der pekuniären Seite hier erleichtert loürde, die gewünschte Enthaltsamkeit zu üben. Tas klingt chcadox, ist indessen durchaus richtig, wenn man in und um Berlin einmal nach den Milch- und Mineralwasser- preijen in den Restaurants fragt. Speziell der Berliner >st bei Spaziergängen ins Freie darauf angewiesen, ern- iUkehren. Quellwasser findet er nicht in den märkischen Wäldern. Und wenn er in einem Restaurant einzig und cklein frisches Wasser fordern würde, könnte er eine schöne btArzslut von Spott erleben. Für eilte „kleine Selters" aber verlangt man ihm 25 Pfg., für einen Sauerbrunnen n 40 Pfg. ab. Mit Milch fährt er noch schlechter. Die Jirte hier — aber auch anderswo — bildert sich ein, an Elch 200 bis 300 Prozent verdienen zu müssen. Ein Glas >Elch, in den meisten Fällen Vi Liter, kostet 20 Pfg. Tie ormittags-Erfrischung auf der Wanderung macht ihm nach Kbfftinenzler Grutidsätzen also mindestens doppelte Kosten nc in Bier. Und für eine Familie von 5, 6 Köpfen r chnet es, wenn der Vater stakt der Selters und fünf Llü5 Milch für 1.25 Mk. sich mit sechs Schnitt Bier für 60 Pfg. loskausen kann. Und ist erst mit dem Bier der ba jang gemacht, dann bleibt man bekanntlich dabei! Billige ffläser die sieh durch einfachste Handhabung im Gebrauch auszeichnen und sehr billig sind. tolerHaiif Nur einige Nur einige Tage! Tage! 5982 stellen wir Zum Conservieren von Früchten und Gemüsen jeder Art empfehle ich meine Pfundgläser für Honig. -ggr » MA Seltersweg Geleegläser sehr preiswert. 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