** dos etioas ®i nchm u» ", WW und *6“"« als iS6”* und klrchev- ^en gestellt. ■h- Es an die Llanes. üd. UHl Johannes Hof- e'i-wchenen be- f u. Trohungen mmer L nehme zurück und ver* lver iliisbrude enen ui wollen 13. M 1903. I hohuavu V, d)t (Selöll , Lechjel, Mbe. ochel, der jdjreib: E HU : üoher ereflun! omrg., futfy Le- ‘anen v. 25 -ü X. '^avtt v'd. ‘ I Md «itpirtlx—• Erstes Blatt. 153. Jahrgang Mittwoch 15.3uItl908 GiehenerAnzeiger tu/ General-Anzeiger w Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen vezugspretsr monatlich 75 viertel» jährlich Mk. 2.20; durch Aohole- u, Zweigstellen monatlich 6o Pf.; durch diePost Mk. 2.—viertel" jährt ausjcht Bestellg. Annahme von Anzeigen für die Lagesnummer bis vormMagS 10 Uhr. ßetlenprtt«: totcu 12 Pt, auSwLcrs 20 Pfg, Beranlworliich iÜr den poltt. and crllgem. Teil: P. W,rrko. Mr „Stadt und UandE und /Lerichtsfaal*: August Götz; Mr den An- -eigentetl: Han- Beck. Nr. 163 Or1d)ctnt tSgLlch autzer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Kekstschen Landwirt die Siegener Familien» blätter viermal in der Woche deigelegt. Rotationsdruck u. Der- lag der Brüh ljd?en Univerf^Buch- u.Stein- bruderet (Pietsch Erben) Sredaklwn. Srpedittoa und Druckerei; Schulstraße 7. Adresse für Depeschenr Anzeiger Gieße«. ^crniprechanschlußNr 5L Bekanntmachung. Die am 16. Mai L Js. angeordnete Sperre der nörd- /ichen Wegerampe am Westende der in Verlängerung der Klinikstraße gelegenen Brücke wird hiermit ausgehoben. Gießen, den 14. Juli 1903. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Hechler. A . _________■! -------hU.«""11 .... KredttaLtiengefelllchaft oder eingetragene Genossenschaft. Gin juristischer Mitarbeiter schreibt uns: Wer kann ruhiger schlafen? Jemand, der sein Geld Sei einer Kreditaktiengesellschaft angelegt hat, oder ist man z. B. bei einer eingetragenen Genossenschaft sicherer? Jeden- falls hastet jedes Mitglied einer eingetragenen Genossen- schäft für jeden Fehlbetrag der Geschäftsführung mit seinem ganzen Vermögen, oder wenigstens bis zu bestimmter Höhe. Der Gläubiger greift sich nach Belieben das kapitalkräftigste Mitglied heraus. Der Aktionär kann höchstens die Ein- lage verlieren. Die häufigsten Verlustgefahren, daß nämlich Vorstand oder Rechner durch unvorsichtige Geschäftsführung Schaden verursachen, sind für alle Kreditgesellschaften gleich. Es gibt Schwindel, auf dre beinahe jeder hineinfällt. Angenommen, es glückt einem, der gewissenlos genug dazu ist, vor Gericht den Verlust einer Schuldurkunde, z. B eines Mufbrieses, glaubhaft zu machen, so erhält er ohne viel Umstände eine neue ausgestellt, wie das ja vorkommt. Erklärt er jetzt auf der alten Urkunde Abtretung der darin Verbrieften Forderung an die Kasse in L., aus der neuen solche an die Kasse in I., so kann er der; Cessionspreis hier 'wie dort einkassieren und verschwinden, um den Schwindel :wo anders zu erneuern. Die eine Kasse aber ist, da der Schuldner nur einmal zu zahlen braucht, um ihr Geld. Hätte sich der Vertreter der Kasse vor Auszahlung An- »erkenntnis vorlegen lassen, daß der Schuldner die Kasse als neue Gläubigerin anerkenne, so würde der Schwindel unmöglich gewesen sein. Deshalb ist die beste Garantie .gegen Verluste eine umsichtige Geschäftsleitung, die vor Verlusten schützt durch Kreditierung nur gegen Realsicherheit »der mindestens zahlungsfähige Verbürgung. Bei einem -solchen Kassenvorstand wird man auch sicher sein können, daß, wenn es einmal zu einer Zahlungsweigerung oder Prozeß gegen einen Schuldner kommt, daß dann die gefährlichsten Fehler mancher Kreditkasseleitung vermieden werden, ihie auch bei Gefahr im Verzug mit gerichtlichem Vorgehen gegen den Schuldner und Versteigerung zu lange zögern. Der sterbende Fapst. Rom, 14. Juli. Lapponi erklärte auf Beftagen, der Zustand des Papstes sei anhaltend ernst, doch bestehe keine unmittelbare Gefahr. Bei der gegenwärtigen Lage könne der Papst noch 2 oder 3 Tage leben, weil die Kräfte des Herzens in ziemlich befriedigender Höhe erhalten feiern. Gegenwärtig macht sich beim Papste Gehirnschwäche mit teilweisem Verlust der Geistesklarheit geltend. Lapponi ist um IO1/2 Uhr im Vatikan eingetroffen. Die „Tribuna" meldet: Kardinal Oreglia ordnete an, daß, sobald Gefahr eintrete, er, Serafino Vanutelli, Gotti und Macchi sofort in den Vatikan geholt werden. Gleich nach dem Tode des Papstes werden Gotti und Macchi das im Schlafzimmer des Papstes befindliche Testament öffnen mrd alsbald die Siegel anlegen. Oreglia ergriff auch Maß- regelu zur Fertigstellung der Gemächer der Kardinale, die während der neuntägigen Leichenfeier im Vatikan bleiben müßten. Das Blatt meldet ferner, der Papst habe sich gestern bange mit den Aerzten unterhalten und Erinnerungen aus der Kindheit erzählt. Mazzoni äußerte, daß der Tod des Papstes bald etntreten könne. Daß der Papst an Krebs leide, sei völlig ausgeschlossen. Der Papst habe die Kardinale Rampolla und Vives empfangen. Später hätten sich der Kardinal Respighi und die Botschafter Spa- uiens und Portugals in den Vatikan begeben. Am spaten Nachmittag machten sich Anzeichen von Blutmangel im Gehirn und Schwäche bemerkbar. Der Papst empfing am Nachmittag die Kardinale Ca- vagnis, Tripepi, Cavicchioni und Gennari. Sie verweilten nur kurze Zeit beim Papst, der für ihre Ergebenheit und ihre Gebete dankte, wobei er bemerkte, er sei auf den Tod vorbereitet, der Wille Gottes möge geschehen. Die Starb U näle äußerten später ihre Verwunderung, daß sie den Papst im Lehnstuhl angetroffen hätten. Mazzoni fand bei seiner heutigen Abendvisite einen Fortschritt im Kräfteverfall, den Geist aber klar. Beide Aerzte stellten eine Zunahme des pleuritischen Exsudats fest, wenn auch eine langsame. Sie befürchten, es könnte jeden Augenblick eine Zunahme eintreten. In diesem Falle find sie entschlossen, trotzdem die Stunden des Papstes gezählt sind, einen dritten Bruststich zu machen, um bie Leiden des Kranken zu mildern und zu verhindern, daß der Papst infolge Stillstandes des Blutumlaufs sterbe. Fast auf den Tag vor zehn Jahren sandte Papst Leo X11L dem Historiker und Dichter Cäsar Cantä, der chm zu seinem Geburtstage einen Glückwunsch gesendet, die Abschrift eines Gedichtes, das er versaßt hatte, und entschuldigte sich, daß er so verspätet ihm danke, „aber," so heißt es in dem Schreiben, „der Papst ist auch nicht immer Herr der Gedanken, er muß sie mit Millionen Christen teilen." Das in- tacrcjiante Gedicht ist jetzt von Bedeutung, denn Papst Leo bespricht darin sein — Sterben. In deutscher Uebersetzung bautet das Gedicht; Der Tod. Die Sonne sinkt im Westen tief zu Tal, Aus dich, 0 Leo, fällt chr letzter Strahl. In den verdorrten Adern langsam dorrt DaS Leben ein und schwindet langsam fort Der Tod entsendet seinen Pfeil und bald Ruht in dem Leichentuch der Körper kalt Doch aus dem Kerker sich die Seele schwingt Und raschen FlugS empor zum Himmel dringt Dort ist oes langen Weges Ziel zu seh'n, Dann mag Dein heil'ger Wille, Herr, gescheh'n. Und wenn ich Deiner Gnade würdig bin, Nimm in der Sel'gen Reich die Seele hin. Volilische Tagesschau. Die Zahl der Rechtsanwälte hat nach der „Deutschen Justizstatistik" in letzter Zeit wieder stärker zu genommen als zu Ende des vorigen und zu Anfang dieses Jahrzehnts. Am 1. Januar 1903 waren im Deutschen Reiche 7262 Rechtsanwälte vorhanden gegen 6831 am 1. Januar 1901, 6629 am 1. Januar 1899, 6193 am 1. Januar 1897, 5340 am 1. Januar 1891, 4556 am 1. Januar 1885 und 4112 am 1. Januar 1880. Hiernach hat die Zunahme in den letzten beiden Jahren 431 betragen, wahrend sie sich in den voraufgegangenen beiden Jahren nur aus 202 belaufen hatte. An der geringen allgemeinen Steigerung der Jahre von 1899 bis 1901 war besonders der Umstand schuld gewesen, daß die Zahl der Rechtsanwälte in Bayern in diesen zwei Jahren zurückgegangen war. Jetzt hat dort eine Zunahme um 60 stattgefunden, aber auch die meisten anderen Staaten und Oberlandesgerichtsbezirke weisen eine wesentliche Steigerung in der Zahl der Anwälte auf. Die absolut größte Zunahme hatte der Kammergerichtsbezirk mit 64. An der Zunahme der Anwälte in den beiden letzten Jahren sind die größeren Städte besonders stark beteiligt. Aus die Städte mit mehr als 70 000 Einwohnern kam eine Zunahme um 273 Anwälte oder 8,1 v. H., auf die mit weniger als 70 000 Einwohner eine solche um 162 oder 4,7 v. H. Von den Städten mit mehr als 100 000 Einwohnern hatten seit 1901 nur 3 eine Abnahme (um je 1 Anwalt) während die Zunahme am bedeutendsten war in Dresden und Hamburg mu je 18, München mit 34 und Berlin mit 58. Seit 1880 hat sich die Zahl der Rechtsanwälte in der Stadt Berlin von 141 auf 862 erhöht; in Charlottenburg ist sie von 3 auf 26 gestiegen und in Halle, Posen und Mannheim hat sie sich mehr als verdreifacht. In Darmstadt ist die Zahl der Anwälte eigentümlicherweise von 55 auf 36 zu - rückgegangen. Ein Vergleich derZahl der Richter mit der der Anwälte ergiebt, daß im ganzen Reiche auf 100 Richter 86 Anwälte entfielen gegen 84 i. I. 1901, 81 L I. 1897, 74 i. I. 1891, 67 i. I. 1885 und 59 i. I. 1880. Heer und Flotte. Bei der hessischen (25.) Division wurden im Ersatzjahre 1902/03 3897 hessische Staatsangehörige als Rekruten eingestellt, von denen einer Schulbildung in fremder Sprache erhalten hatte, ohne Schulbildung war keiner der Eingestellten. * In Kachln der Kießener Theater- und Saalvausrage geht uns vom Vorstande des Theatervereins folgende Zuschrift zu: In der Generalversammlung des Theatervereins am 7. Juli wurde die Frage eines Theaterneubaues eingehend besprochen, und das Resultat der Besprechung in folgenden Beschlüssen zusammengesaßt: 1) Ein Neubau ist dringend notwendig; mit den Vorarbeiten ist sofort zu beginnen. 2) Es empfiehlt sich nicht, einen Bau derartig herzustellen, daß im gleichen Raume Theater gespielt und neben Konzerten auch alle möglichen anderen Vergnügungen abgehalten werden. Vielmehr ist es erwünscht und praktischer, wenn ein besonderes Theater und außerdem ein großer Saal gebaut wird. Beide können aber in enger Verbindung miteinander stehen und namentlich alle Nebenräume (Garderobe, Restauration rc.) gemeinsam haben. 3) Es ist sogleich ein Wettbewerb zur Erlangung geeigneter Pläne auszuschreiben. Der Saalbauverein soll ersucht werden, auch seinerseits die Mittel hierzu zur Verfügung zu stellen, da die des Theatervereins nicht ausreichen. 4) Um über alle vorgenannten Punkte Einvernehmen zwischen Theater- und Saalbauverein zu erzielen, wird eine gemeinsame Versammlung der Mitglieder beider Vereine in Aussicht genommen, zu der auch der Konzertverein eingeladen werden soll. Diese gemeinsame Mitgliederversammlung der drei Vereine soll nun am Dienstag, den 21. Juli, um 8 i/2 Uhr, im Gesellschaftsverein stattfinden. In ihr soll also endgiltiger Beschluß gefaßt werden über den Eintritt in die Vorarbeiten, über den Bauplan und ein Preisausschreiben zur Erlangung genereller Pläne. Erst später, wenn geeignete Pläne vorliegen, wird es an der Zeit fein, die zur Ausführung nötigen Geldmittel zu beschaffen. Sollten schon jetzt, auch ohne daß ein bestimmter Plan vorliegt, Geldmittel in sichere Aussicht gestellt werden, so wird dies natürlich die Erreichung des schließlichen Ziels nur fördern. Es ist zu hoffen, daß die Versammlung am nächsten Dienstag sehr zahlreich von den Mitgliedern der drei Vereine besucht wird. 9liemanb wird sich ja der Ansicht verschließen können, daß ein Neubau für Theater- und Konzertzwecke wünschenswert ist. Die absolute Notwendigkeit aber zu bauen und zwar möglichst bald zu bauen, können wir nicht besser als mit der Mitteilung beweisen, daß eben jetzt seitens des Polizeiamts ein Befehl ergangen ist, Aenderungen sehr umfangreicher und kostspieliger Art im Leib'schen Saale vorzunehmen, und daß der Besitzer des Saales nicht geneigt ist, diesem Befehl Folge zu geben, sondern lieber auf die Theateraufführungen verzichten will. Mangels eines anderen geeigneten Lokals würden dann aber Theatervorstellungen in Gießen überhaupt nicht stattfinden können, und das werden nicht nur die regelmäßigen Theaterbesucher, sondern alle, die am Aufblühen unserer Stadt und unserer Universität ein Interesse haben, mit allen Mitteln zu vermeiden suchen muffen. Aus Sludl und ^und. Gießen, 15. Juli 1903. ♦* Der zweiten Kammer der Stände ist, wiv wir schon mitteilten, der Entwurf eines Gesetzes, die Umwandlung und Ablösung der Streuberechtigungen in fremden Waldungen betr., zugegangen. Wie in der Begründung des Entwurfs hervorgehoben wird, bestehen in Hessen nur noch wenige Waldstreuservituten. Wo sie aber bestehen, sind sie der Waldwirtschaft in so hohem Maße schädlich, daß ihre Ablösung herbeigesührt werden soll, in gleicher Weise, wie dies bezüglich der Waldweide nach dem Ablösungsgesetz von 1899 zulässig ist. Der Schaden der Waldstreujervltuten besteht in der Aussaugung des Bodens, dem durch fortgesetzte Streuentnahme jede Kraft genommen wird. Auf die Streuabgaben, wie sie in Domanial- und Gemeindewaldungen vielfach üblich sind, bezieht sich die Vorlage selbstverständlich nicht. Denn diese Abgaben sind keine Berechtigungen; sie finden vielmehr aus Grund einer am 1. Oktober 1848 erlassenen landes-- herrlichen Verordnung da statt, wo ein Bedürfnis zu der Streuabgabe hervortritt. An diesen Verhältnissen wird durch den Entwurf nichts geändert. Er bezieht sich ausschließlich auf Streuservituten in fremden Waldungen. Die hessische Regierung folgt hierbei nur dem Vorgang zahlreicher anderer Staaten, wie Sachsen, Würst- temberg und Baden, wo bereits seit Jahrzehnten die Streue berechtigungen ablösbar sind. Der Entwurf unterscheidet sich jedoch in einem Vunkte wesentlich zu Gunsten der Landwirte von der erwäynten Gesetzgebung anderer Staaten, er sieht nämlich vor, daß regelmäßig die Ablösungssumme als Fonds zur Beschaffung anderer Streumittel für den Bedarfsfall verzinslich angelegt wird, sofern nicht ois Ortsvorstände und die Mehrheit der Bezugsberechtigten einer anderen Verwendungsart zustimmen. **DerVorstanddeshiesigenZweigvereins des evangelischen Bundes (a;reibt uns: „Die wegen der Einweihung des neuen Friedhofs von feiten der Evangelischen in hiesiger Stadt bestehenden Differenzen Habern zur Folge gehabt, daß dem Vorstände des hiesigen Zweigvereins des Evangelischen Bundes nahe gelegt wurde durch Einberufung einer Protestversammlung eine öffentliche Stellungnahme zu den Streitigkeiten zu veranlassen. Nachdem nach zuverlässigen MiUeilungen seitens der evangelischen Kirchengemeindevertretung der Beschwerdeweg beschritten werden soll, glaubt der Vorstand von weiterem avsehen zu müssen, um nicht die Situation noch zu verschärfen. Er gibt indessen seiner Auffassung dahin Ausdruck, daß es bei Ingebrauchnahme des allgemeinen städtischen Friedhofs der evangelischen Zlirchengemeinde unbenommen sein muß, selbst zu bestimmen, in welcher Weise ihre, ftemde Interessen nicht berührende Eröffnungsseier gestattet werden soll und daß es als ein Ucbergriff städtischer Organe mit Entschiedenheit zurückgewiesen werden muß, wenn sich solche in, zu obigem Zwecke vorgenommene, gottesdiensb-' liche Handlungen einmischen oder sie gar unter Drohung der Gewaltanwendung verbieten." ^Landwirtschaftliche Ausstellung Gießen. Wie uns mitgeteilt wird, laufen die Anmeldungen zur Beschickung unserer im September stattslndenoen Aus,tellung außerordentlich stark ein. An Geräten sind zurzeit schon über 150 Nummern angemeldet. Die RindviehaussteUung wird der 1895er der Zahl nach zum mindesten gleichkommen, dagegen sind Pferde bis jetzt nur mit ca. 40 9hunmern angemeldet. Ebenso läßt die Schweineausstellung, die zwar der 1895er gleich kommt, aber entsprechend dem heutigen Stande dieses Viehzuchizweiges noch zu wünschen übrig. Der Anmetdetermin für diese zwei Abteilungen ist daher noch nicht gefchlossen, sondern bis aus den 25. d. Mts. verschoben worden. Dagegen wird die Ziegenausstellung sehr stark beschickt werden. Bei den übrigen Abteilungen laßt sich die Beschickung noch nickft übersehen, da die Anmeldetermine noch nicht abgelaufen sind. Jedenfalls wird die Ausstellung nach den bis jetzt vorliegenden Atuneldungen ein schönes Bild unserer landwirtschaftlichen Prodtlktion aus allen Gebieten geben. ** Gerichtsferien. Gestern herrschte in unserem Justizpalast an der Ostanlage bereits Ferienstimmung. Die Strafkammer, welche in der vergangenen Woche nicht weniger als vier Sitzungstage abgehalten hatte, „feierte", ebenso das Schöffengericht. Nur die Zivilgerichtsbarkeit war noch in voller Tätigkeit. Die Ferienstrafkammer wird Vermischter Kunst und Wistenschüjt. so geringe Berufs- Eine Eesamteinl in Danzig eingetroffen sein. , • Eine Fürstenkrone ans Honigwaben. vsin eigenartiges Geschenk zu seiner diamantenen Hochzeit hat das Großherzogspaar von Mecklen bürg - Strelrtz von dem als Grobimker bekannten Lehrer Kruse aus Schönbeck bei Friedland erhalten. Dies merkwürdige Geschenk bestand nämlich auL Kunstwaben, die voll Honig getragen waren und die Form einer Fürstenkrone aufiuiefen. Die Krone zeigte die Zahl ,60*, ebenfalls aus Kunstwaben und mit Honig und Wechselfälschungen. * ♦ Görlitz, 14. Juli. Die Kaufmannsfrau Wei gelt wurde wegen bedeutender Unterschlagung en in der mechanischen Weberei von Wagner u. Lo. ui Olbersdorf bei Zittau verhaftet. Die Unterschlagungen belaufen sich aus zirka 25 000 Mk. I e Stuttgart, 14. Juli. Gestern früh hat tn Neckartenzlingen im Oberamt Nürtingen bei einer Feuers- brunst, welche zwei Häuser einäscherte, der 17jährige >L>ohn i eines der Hausbewohner, als er im Begriff war, seine zehnjährige Schwester zu retten, mit dieser gemeinsam den Tod in den Flammen gesunden. Zwei andere Geschwister ♦ Berlin, 14. Juli. Aus dem Teltower Magdalenen- stift sind 20 zur Zwangserziehung untergebrachte Mädchen a u s g e b r o ch e n. 10 wurden durch die Polizei zurrickgebracht, die übrigen sind nach Berlin entkommen. * Görlitz, 14. Juli. Aussehen erregt hier die Ber- haftung der bei der Firma Otto Müller u. Co. angestellten Warenbeschauer Hartig und Woitascik wegen Unterschlagungen drei Rippen. Ein Adji.tant erlitt schwere Quetschwunden tm Unterleib, und ein Leutnant, der bei einem Rennen stufte, hat sich eine schwere Gehirnerschütterung zugezogen. » Achtung! Vanderbilt kommt! Der Kaiser hat nach dem „Berl. Tagebl." den Oberpräsidenten Delbrück in Danzig durch Telegramm benachrichtigt, daß der amerikanische Milliardär Vanderbild an Bord seiner Pacht ,Northstar" in Danzig eintrifst, um das Ordensschloß in Marienburg zu besichtigen, aus dessen Schönheiten der >Kaiser ihn aufmerksam gemacht hat. Generalmajor v Mackensen. Kommandeur der Leib-Husaren-Brigade, ist angewiesen ivorden, den Eisenbahnkönig zu einem Mahle der den Leib-Husaren einzuladen. Inzwischen dürfte vanderbilt werden. . - ,rc I. - Unfallmelbungen zur Herbeirufung von HulseI. m Unglücksfällen (bei Feuers- und Wassersgesahr, in Krank- > heitsjällen, bei nächtlichen Diebstählen u. dergl.) können,^ wie uns amtlich geschrieben wird, nicht allein in Form von -teh> arammen, sondern auch durch Unfallmeld cgcs p rache übermittelt werden. Unfallmeldegesprächc sind zwischen offent- lichen Sprechstellen, zwischen Fernsprechanjchlussen sowie zwischen Fernsprechanschlüssen und öffentlichen Sprechllelleu zuläffig, jedoch nur insoweit, als die Betriebs- und örtlichen Verhältnisse die Herstellung der erforderlichen Sprechverbind- ungen ermöglichen. Die Abwickelung der Gespräche unter Benutzung der Apparate der öffentlichen Sprcchstellen kami aus naheliegenden Gründen während der Nacht nur solchen Personen gestattet werden, die dem Verwalter der öffentlichen Sprechstelle bekannt sind; sie ist ausgeschlossen, wenn der Apparat im Schlafzimmer untergebracht oder die Verwaltung der öffentlichen Sprechstelle weiblichen Personen übertragen ist. Haben die Empfänger der Unjallmeldungen fernen Fernsprechanschluß, so können sie, sofern es die örtlichen Verhättniffe gestatten, an den 'Apparat einer öffentlichen Sprechstelle herangerufen werden. Die Gebühr rur em m der Nacht abzuhaltendes Unsallmeldegespräch bis zur Dauer von drei Minuten beträgt a) im Ortsverkehr 20 Pfg-, b) im übrigen Verkehr daS doppelte der für ein am ^Tage ju führendes Gespräch von gleicher Dauer festgesetzten <-atze, mindestens jedoch 50 Pfg. Für Unsallmeldegejpräche in den Dtenstpausen der Vermittelungsstellen während deS Tages werden außer den gewöhnlichen Gesprächsgebühren besondere Zuschläge nicht erhoben. Für das Herbeirufen von Personen I Gn den Apparat, soweit es sich nach den örtlichen Verhalt- nlffen überhaupt ermöglichen läßt, beträgt die Gebühr 25 Pfg. Die Gesprächsgebühren und die Gebühren für das Herbci- rufen werden auch dann erhoben, wenn das Gespräch aus -irgend einem Grunde nicht zu Stande kommt. o Wies eck, 14. Juli. Unser Krregerverein feiert am. nächsten Sonntag sein 3 0 j ä h r i g e s S t i f t u n g s s c st und 25jahriges Fahneujubiläum. Verbunden damit! ist das Bezirks fest des Hassia-Bezirts Gießen. Dor mittags 10 Uhr ist Gedächtnisfeier am Kriegerdenkmal, nach- mittaas Festzug imb Ueberreichung von El)rengaben au den Jubelverein unb verdienstvolle Mitglieder. Als ^stplatz 'iit die Wiese am Philosophemoalb erwählt. . tz Butzbach, 15. Juli. Von der Arbeitsstätte in Untersuchungshaft gebracht wurde ein Maurer aus Gambach. Er soll gegen eui feiner Lbhut aus dem Nach- Lauseweg anvertrautes schulpflichtiges Mädchen sexuell sich vergangen haben. Der Ulmin ist Ö9 Jahre alt und Witwer. q Friedberg, 14. Juli. Die Enthullungs- ieier des Kriegerdenkmals verbunden mir einer| Zusammenkunftderin der ehemaligen Garnison F-rieb- berg gedienten Jäger des vormaligen Garbe^ager- Bataillons sinder nächsten Sonntag statt, ^er Appell ber Jäger ist vormittags halb 11 Uhr in Steinh äusers Bier- narten, wo der ehemalige hessische Jägeroffizier O b e r st a D. Becker aus Darmstadt einen Vortrag hält über den Kampf des 1. Hess. Jäger-Bataillons am 18. August 18/0 bei Gravelotre. Die Enthüllung uno Weihe des Denkmals geschieht um 2Vi Uhr. Nach diesem Festakt ist aus der in städtische» Seewiese, dem früheren Exerzierplatz des ^agar- ' Bataillons, ein großes Volkssest. Am Denkmal werden rur^eit die legten Arbeiten ausgeführt, die Figuren unb Reliefs angebracht. Hergestellt ist es von Architekt Hartig- Aachen und Bildhauer Hammerschmidt-Dustcldors. Zu den. Feste haben über 40 Vereine ihr Erscheinen zugesagt. + ulsa, 13. Juli Heute morgen ging hier ein starkes Gewitter nieder, das einen wolkenbruchartigen Regen im Gefolge halte, der mit Hagelkörnern untermischt war. Letztere haben dem nahezu reifen Getreide glücklicherweise keinen Schaden gebracht, doch i)t durch den plötzlich eintretenben starken Regenguß besonders an abi$yj,il9cn Stellen die fruchtbare, lockere Ackerkrume vollständig en 14. Juli. Im Wettbewerb um den Bau des Dresdener R a t ha u s e s hat das Preisgericht beute Entscheidung actroffen. Es wurde kein erster Breis zuerkannt. Dagegen erhie ten nneite Preise zu je 1000 Mark: Architekt Krott)- Darmstadt, derselbe, der den ersten Preis beim Wettbewerb um den Rathausbau in Kassel erhielt, Regierungsbaumeister Ostendors-Berlin, der schon beim ersten Dresdener Wettbewerb einen Preis erhielt, die Architekten I a e n i ck e unb W t l m s e n '^ertm, Aräutekt M edel -Freidurq i.B. Zum Ankau empfohlen wurden die Entwürfe von Kuhn-Heidelberg, Bossow und Viehweger-Dresden. — Tie „Mediz. Reform" hat eine bemerkenswerte statistische llntersuchung über die E i n k o m m en d er A e rzt e u n der Rechtsanwälte aufgestellt. Darin heißt es. „Von den Aerzte Berlins hatten im Jahre 1902-durch Praxis und Vermögen em Gesamteinkommen üou unter 6000 Mk. 30,9 v. H. ^on den Be Imer Rechtsanwälten hatten nur 10 v. H. eme gerinae Bern einnahme ohne Hinzurechnung des Vermögens. Eine Gesamtem- nadmL von 3000-5000 Rck., die immer noch em ungenügendes Einkominen darstellt, hatten von ben Berliner Aerzten 17,3 v. H., während von den Rechtsanwälten nur 12 v. p. eine Berussem' nalnne in gleicher Höhe hallen. Ucber cm Gesamteinkommen von 5000—10 000 Ml', verfügen in Berlin nur 27,8 v. H. ber 4crit, nmhrcnb von den Rechlsanwalten 50 v. H. eme gleich hohe Em na°mie^ lediglich aus ihrem Beruse hatteii. Bei Einkommen von 10 000—15 000 Alk. ist das Verhältnis der Aerzte zu den Rechts anwälten 7,5 : 12 v. H. - Ist hiernach das lLin ommen der Rechtsanwälte allem aus ihrem Bernie m allen Stufen schon bedeutend höher, als das gesamte Ein kommc ber Aerzte, so wird dieses Verhältnis zu m^nnslen der letzteren gefüllt. , . „ ♦ Als Beweis für die g e su n d en Ne r v en einer Frau wurde dieser Tage erzählt, daß diese ihr Söhnchen, das unter die Räder einer Lokonwtive geraten aber unversehrt davongekommen war, mit einer eracht Prügel bedacht hatte. Ich kann aus meinen Erinnerungen rwei Gegenstücke zu diesem Geschichtchen zum besten geben. Als nchicd Mädchen war iefi beim Spielen ui einen Teich gefallen, in dessen Mhe zu kommen mir streng verboten mar. Mitscheklatschenaß und unter jämmerlichem Geschrei wurde ich meinen Eltern ins Haus gebracht, wo mich, statt des mit absoluter Sicherheit von mir erwarteten trost- । Heben Zuspruches ebenfalls eine Tracht Prügel empfing. Zu jener Zeit wurden nämlich sogar die Heinen Mdchen wegen Ungehorsams gehauen, heutzutage passiert das dem größten Dengel nicht mehr. Ob's meinem Vater Vergnügen bereitet hat, mir das nasse Röckli auszuklopfen, weiß uh liicht; mir erschien das auf jeden Fall höchst überflüssig, ja mehr noch: in Anbetracht des traaischen Motwev: Wie leicht hätte ich ertrinken können! als der „Gipfel der Herz- Loiiafeit". Ein Borivurs, den ich meinen Eltern enipürt ins Gesicht schleuderte, nachdem die Exekution vorüber unb mein Tränenstrom versiegt war. Gott weiß, wo ich! vier- .ähriger Mmr^ den Ausdruck ausgejchnappt hatte. Etliche Jahre später erst sollte mir der Unterschied zwischen pädagogischer Getvissenhastigkeit und tatsächlicher Herzlosigkett klar werden. Wir, d. h. meine Eltern und ich, beteiligten uns an einer Morgendampsersayrt über den „^ammschen See der, in der Nähe meiner Vaterstadt gelegen, einen entzückenden Rundblick über diese und die sie umgebenden Städtchen und Dbrfer, Wiesen und Waldungen gewahrt. Doch es ist ein sehr tückisches Gewässer, seiner Untiefen und mehr noch seiner üppig wuchernden Schlingpflanzen wegen, die ein Entrinnen aus der Flut, hatte einmal ein Unglück stattgejunden, in den meisten Fällen unmöglich machte Aus jener Fahrt nun fiel ein kleines, etwa sechsjähriges Mädchen über Bord. Im Augenblick seines Sturzes kreischte eine Frauenstimme gellend auf: „Ach Gott, Mme. Dein neuer Hut!" Und tatsächlich, um den Hut war s denn ' auch geschehen, das Kind aber wurde gerettet, —er Steuermann hatte es mit der ihm handlich zur oexte stehenden langen Hakenstauge packen und damit emporzieh^i können, noch ehe es in der Tiefe versunken war. Doch war es beim Hochziehen wohl mit dem Köpfchen an die Seitenwand des SckjifjeS geschlagen, denn, aus Teck niedergelegt, war das Kind ohne Bewußtsein. Unter den Bemühungen eines zufällig anwesenden Arztes schlug es bald die Augen wieder auf, es konnte sich erheben, gehen und wurde nun der seitwärts harrenden Mutter zugefuhrt. Und diese empfing ihr Kind mit den keifend hervorgestoßenen Porten. ,,Na ja, siehste, uu haste doch'n neuen Hut gehabt; im denn das Kleid — nu sieh mal bloß das Kleid an. Das freilich sah böse aus, der Schisjshaken hatte großes Loch hineingerissen und mit erstreckten 'Augen bhate öic Kleine darauf nieder, bann scheu bucEenb, benn bie Mutter erhob schon die Hanb zum schlage. Aber hefttg wurde ihr Arm beiseite gerissen. Dem Vater war es endlich gelungen, die Menge der neugierig Lauschenden ^unb ^chauenben zu burchbrechcn, in maßloiem Grimm bic tfcmx schüttelnd, daß ihr Zetern und Keifen verstummte, schrie er ihr ein „Herzloses Weib!" zu. Dann nahni er bas zitternb baneben stehenbe Kind auf ben Arm, hüllte es ! m seinen Ueberzieher unb setzte sich nut ihm an den Schornstein. So faßen beibc bis zur Beendigung ber Sa^t. die kleine erschöpft bas bleiche Okfidjt an bes Vaters Schulter I bergenb, von seinem Arm schützrnb umfangen, wahrenb er düsteren Blickes regungslos vor sich hinstarrte. D^i.Hut der Kleinen aber schaukelte weiter und immer weiter, von Welle zu Welle getragen, bis der Nix d^s Sees ihn sich endlich herunterholte und aus sein triefendes Haupt siulpte. Das Kindchen jedoch, dem einst er gehört, lag wenige rochen !,pater auf der Totenbahre, im schlichten Blondhaar ein Kränzlein von weißen Rosenknospen, ^ener Sturz über ' Bvrd war ihm doch ziim Verderben geworden.__ _ wurden mit Mühe gerettet. V * Ueberschwemmungen. Wie die „Rem. Ztg. berichtet, ist die Kirche in Arno l d s dorf im südlichsten Zipfel des schlesischen Kreises Neisse unweit Zuckmantel g i samt dem Turme ganz eingestürzt und auch der mit emer festen Mauer umfriedete Kirchhof ist zerstört. Die ^^on J ollen zumtell fortgeschwemmt sein, sowie zumteil vm. Dorfe 1 umherllegen. - Im galizischen Weichselgebiet wurden insgesamt gegen 300 Ortschaften mit etwa emer Million Einwohner überschwemmt. Tor Scheiden betragt viele Millionen Kronen. Besonders schlecht steht es in der Stadt Sosnowiee, die teilweise überflutet ist. Die Bewohuer flüchten ins Gebirge. Die Salzgrubenvrte Wiellezka und Äochnia befinden sich zwei m?eberschwemmEgesahr. Die letzten Nachrichten lauten günstiger. Die Stadt Ostro- wietz an der Weichsel ist nahezu zerstört. Bei Sandonur stehen 1000 Quadratkilometer unter Wasser. In CRuff I Polen ist aus den meisten Eisenbahnstrecken der Der kehr eingestellt. — Heber Unwetter in Spanien S Nach 14tügiger entsetzlicher Hitze stellten siw im Norden und im Zentrum von Spamen furchtbare I Gewitter ein. In Madrid wurden nach dreistunoigem Platzregen die meisten Straßen überschwenimb Der Mazanares I ist ous feinen Ufern getreten. In Tvledo verwüstete em Hagelwetter den größten Teil der Ernte völlig. , I 1 * on s chweren llngluckssallen wuroen drei Offiziere des 2.Brandenburgifchen Feldartillerie-Regiments hir 18 rvahrend der Schießübungen ui Jüterbogk be» | troffen. Em Oberleutnant stürzte mit dem Pferde und brach weaaeschwemmt worden. . y. Gillingen, 13. Juli. Der hrefige Gesang herein beging gestern fein 25jähriges 2-tifmngsfest, wozu 23 auswärtige Vereine zum Teil aus recht beträchtlicher Entfernung erschienen waren. Nackjdem der übliche offizielle Teil des Festes vorüber war unb eben ber Gesangverein ton Stomsels sein Festlieb vorlrug, ereignete sich ein recht' traurtgcT UnglütUtaH. Durch ein unvorsuhllg weg. aerooirer.cd brennendes Slleichholz oder auch wohl emen “;qarrenreft waren die bujtigen etber eines Mab- eßens das dem gemischten Chor von Wolservheim ange- borte, in Brand geraten, uno da es che Unvor>ichllglell beaina aus der Halle ins Freie zu lausen, jo schlugen die klammen augenblicklich meterhoch über ihm empor, obwohl man 7hm soport die Weiber vom Leibe mg trug es d°ch Achtet man derartig gefährliche grandrounden daüon daß es sosorr stck) iM Norde iÜ das ürantenhaus nach Hungen gebracht werden muple. Auch durch das etwa um 6 Uhr herembrechenoe ^wll er bas yoe; stunden anhielt, wurde der Berlauf des Festes bm-Sha. Der Blitz schlug in ben Turm unserer! »llcke ohne jedoch zu zünden Trotzdem aber richtete ct i derselben große Verheerungen an. ß. Udenhausen, 13. Jul.. Weitem wurde hier oatz »rel-jch.eßen des hiesigen Äxicgetvereuis m der üblichen Tüti-ikeit beginnen und Weise mit Festzug durch baß Dorf, Fcsirebe auf dem Fest-1 i ' men. „laß, Volksbelustigung re. abgehalten, unb verlief alles auf j ■ -big- beste. Segen 71/, Uhr mußte das Fest bc8 herankommenbcn ' ' UnroettcrS wegen im Freien abgebrochen werden. Um 8 /, uyr begann der Ball in Hamels Saal, ber btc Ji.genb und auch manche Alten dis zum frühen Alorgen beisammen hielt. a. Marburg, 14. Juli. Auf dem hiesigen ®ütei-1 bahnhofe beging heute morgen ein Angestellter des Bahn- s spediteurs Schneider die Unvorsichtigkeit, nut einem bTen- nenben Streichholz in ein leeres, vorher nut Spiritus ge- fültt gewesenes Faß zu leuchten. Die m demjelben be- \tnblichcu Gase explobierten unb rissen bas ^us einander, wobei der Bebauernswerte nicht unerhebliche Verletzungen an dem einen Bein bavontrug, bic sofortige üretliche Hilfe nötig machten. . " V Marburg, 13. Juli. Mit bem Bahnbau einer nonnalspurigen Kleinbahn durch den^EbSbor f er Grund ist dieser Tage begonnen worden, eue fuhrt von Bahnhof 3üb" Über Kappel, Donhausen, Bortshaufen, Ebsdorf, Leidenhofen, Heskem, Mölln nach Dreihausen. Der spatere Wufdiluß an die Bahn Lollar-Grünberg ist fo^ Qiit iure bc> I ! schlossen, ebenso die Verbindung nach ber strecke Krrch-I bain-Nieder-Geinünden. Auf der nun begonnenen Strecke Marburg-Süd-Dreihausen bieten sich mit Ausnahme bei Dortshusen, wo ein Höhcnzug der Lahnberge, zu burch- schneiben ist, keine nennenswerten Gelanbeschwierrgtetten. I Die neue Strecke ist Eigentum bes Kreises Marburg. ^ Franksurt a. M., 14. Juli. Em Bilb schönster Farbenwirkung bieten bic Blnmenaiilagen im P al m e^n- garten hier, welcher jetzt in reichster sommerlicher Toi- rotte prangt. Nicht nur bie Farben-Zusammenstellung, son° bern auch bic Gesamtgruppierung unb Führung der Zeich- nunq verleihen dem Ganzen den außerordenllich harmoni- jchen Anstrich, der ein Gesühl der Befriedigung über das wohlaelungene Werk hervorbrmgt. -Apart in Zeichnung und in pünktlichster Ausführung präsenlleren sich die großen I Tevpichbcetc, welche bcfvnderes Jntere, stunden. Außer dem Blumenparterre sind es noch die Gewächshäuser,^ deren vielseitiger Inhalt an Blüten- und Blattpflanzen immer neues zeigt und bann finden wir hinter die,en Hausern einen herrlichen Flor von Nelken, der jich eben zu entwickeln beginnt und demnächst einen Hauptanz.ehungspunm des Gartens bilden wird. Diez, l4. Juli. In diesen Tagen werden es f u n fzi g Jahre, daß der im Zuchthaus auf unserer alten Berg- roftc iuliafticrtc frühere Barbiergehilse Michael Keller aus Frankfurt a. M. oci- Ermordung und Beraubung des Schlosfermcisters Weichand von dort angeklagt und jpater wegen dieses Verbrechens zu lebenslänglicher Zuchthaus- strafe verurteilt wurde. In dem Niordprozesse wurde Keller einerzeit überführt, seinem Lpser währeiw des Rasierens die Kehle durchschnitten zu haben; die halbfertig- gestellte Rasierarbell wurde zum Verräter jur den seine - Unschuld beteuernden Angeklagten, der den gegen ihn vor-I : liegenden Verdacht übrigens noch burch seine p-lucht nach ' I Mannheim befiärttc. Ein Mitgefangener Kellers Hal spater I im peinlichen Verhöx erklärt, der Verurteilte habe ihm mllgeleilt, die geraubten Wertsachen seien von ihm am Mainufer oerftcat worden; man janb sie bann an der bezeichneten Stelle auch auf. Trotzbem b e haupret Keller, der nun ein ganzes Menschenalter hinter ben Mauern bes Zuchthauses verbracht har, auch heute noch, er (et un- f d) u l b i , unb bic ihm wiederholt angetragene Begnadig, una soll er abgelehnt haben — es sei beim, man djabige ibn für bic nach (einer Meinung unschuldig un Zuchthauie^ verbrachte Zell. Diesem Verlangen konnte naturlid) nicht stattgegeben werden: der Sträfling blieb im Zuchthause und ist dort ein Greis geworden, der die adjtzig pber- (dritten und wahrscheinlich seinen Lebensaöeiib hinter Kerkermauern auch bejdjließcn wirb. Pshchologflch nid)t rcd)t ertlärlid) ist bas von Keller bie langen ^aljre hindurch bis ins hohe Alter fortgesetzte Beteuern jemer llw- ichuld; vielleicht i|t ber Glaube daran in ihm nach und nad) zu krankhafter fixer Idee geworden. am Freitag dieser Woche mit ihrer c. v ebenfv wird das Schöffengericht während bet Ferien tat Bon Zivilsachen finden bekanntlich nur diejenigen O-Tleitg« UNO, welche eilig find und als „Ferienfachen" vehandcu werden - Die „9kordd. Allgem. Ztg." fehl echt: Wahrend der Gerichtsjerieri wird die Spruchtatigkeit des Reichs-, v er s i ch e v u n g s a m tes, wie tn den früheren Jahren, eine Einschränkung erfahren. Vom lo. Juli biv lö- September werden zur Erledigung besonders eichedürftiger Sachen sowohl in Uniall>, wie in Jnvalidenversicherungs- streitigkeiten wöchentlich mehrere Sitzungen stattfinden. Aus die Fristen zur Einlegung der Rechtsmittel des Rekurses und der Revision (einen Monat vom agc der Zustellung aeredmet) hat die Forderung keinen Einfluß. »• Oberbürgermcister Mccum wird wahrend seines auf 14 Dige berechneten Urlaubs die Ätäbte-Ausstel--! lang in Dresden besichtigen und ist zu diesem Zwecke bereits in der sächsischen Residenz cingetroffcn. — Der von bem Kaiser am 1. September beabsichtigte Aufenthalt ml Dresden wird im Hinblick auf die bevorstehenden Manöver emen militärischen Charakter tragen. Der Kaiser wird jedoch sodann nach kurzem Aufenthalt im Königlichen Schlosse die Deutsche StäbteauLstellung besichtigen unb daselbst von dem AuSjchuffe der Deutschen Stadteausstellung und den zum evftcn Deutschen Stadtetage versammelten S t a d t v er- tretern aus dem ganzen Deutschen Reid)e begrüßt noch sehr viel weiter verschoben, wenn wir ergänzend hinzufügen, daß bei den zum Vergleich gesetzten Einnahmen der Anwälte deren Einnahmen aus w i r t s ch a s t l i ch e n Betrieben, aus dem Privat- vermögen und aus Notariatsgeschäften gar nicht mit eingerechnet sind. Was dies aber bedeutet, wird inan leicht ermessen können, wenn man in Rechnung zieht, daß über ein Fünftel der Berliner Rechtsanwälte, genau 22 v. H., Notare sind. Der Kaiser in der großen Berliner Kunst- Ausstellung. Die „Zukunft" erzählt von einem Besuch, den Kaiser Wilhelm der großen Berliner Kunst-Ausstellung abgestattet hat. Der Maler Professor Arthur Kampf, der Leiter der Ausstellung, führte den Kaiser herum. Kaiser Wilhelm spendete dein Bilde „Der Einzug Kaiser Wilhelms in Jerusalem" von Professor Knackfuß, das von der Berliner Kunstkritik sehr ungünstig beurteilt worden war, die wärmste Anerkenntmg. Bel den: weiteren Rundgang durch die Ausstellung machte der Kaiser vor einem in moderner Art gemalten Bilde Halt, das zwei kleine Mädchen darstellt, die einen Tanz 511111 Klange einer Mandoline ausführen, die ein alter Komödiant spielt. Bei der Berliner Kunstkritik hat dieses Bild große Anerkennung gefunden; einige Kritiker hatten es als das wertvollste der ganzen Ausstellung bezeichnet. Kaiser Wilhelm sagte: „Ach, diese jammervollen kleinen Mädchen 1 Wer hat denn die verbrochen ?" Professor Kampf antwortete : „Das Bild ist von mir." — Der Kaiser fragte dann nur noch, ob der alte Mann auf dem Bilde der Vater der beiden Mädchen sei, und eilte in den nächsten Saal. Die Landeskultur-Kommission hatte beantragt, dieses Bild von Kampf für die Nationalgallerie zu erwerben. Der Kaiser hat den Antrag ohne Angabe von Gründen abgelehnt. Universttüts UaHrichtrn. Wie aus Heidelberg berichtet wird, hat Bürger- meister Professor Dr. Walz den an ihn ergangenen Ruf an die Handelshochschule in Köln abgelehnt. — Weiter wird aus Heidelberg geschrieben: Professor Binswanger in Jena wird als Nachfolger Kräpelins genannt. — Aus Würzburg wird vom 12. ds. geschrieben: Das kunstgeschichtliche Museum der Universität, eme Stiftung des Bildhauers 'Martin v. Wagner, beging gestern seine Stiftundsfeier. Der Konservator des Museums, Prof. Dr. Wolters hielt die Festrede über den vatikanischen Apoll. In den Räumen des Museuins war eme Ausstellung von Werken Albrecht Dürers veranstaltet, die einen überraschenden Reichtum an Originalen, besorcders an Kupferstichen aufwies. Auch ein Billet Goethes war zu sehen. — Dem zweijährigen Kursus für Handelswissenschaften in Aachen, der an die Technische Hochschule angelehnt ist, legte die Regierung den lltamen einer Handelshochschule bei. — Prof. Kröpelin in Heidelberg hat den Ruf auf den Lehrstuhl für Psychiatrie an der Münchener Universität angenommen. Der „Alte Herr" Morgan. Der bekannte Großhändler Morgan in 9trw-PvrL, der vor etwa 20 Jahren die Universität Göttingen besuchte, bat einen amerikanischen Schriftsteller mit der Herausgabe emer Geschichte der Göttinger amerikanischen Kolonie beauftragt. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Gießen, 13. Juli. Am 27. Juli wird in Detmold eine von der Reichsbanksteüe in Bielefeld abhängige, und am 1. August in Emmerich (Rhein) eine von der llteichsbankstelle in Duisburg abhängige Reichsbanknebenstelle mit Kassenemrichtung und beschränktem Giroverkehr eröffnet werden. Leipzig, 14. Juni. Die Konkursverwaltung der Leipziger Bank hat in Gemeinschaft mit dem bestellten Gläubigerausschuß beschloffen, den noch vorhandenen Rest der Konkursmaffe der Leipziger Bank an ein hiesiges Bankgeschäft unter Bürgschaft einer Berliner Bank zu veräußern. Als Preis soll eine Summe ausgeworfen werden, die die Konkursverwaltung in Stand setzt, den Gläubigern der Leipziger Bank noch 16'/, pCt. zu den bereits gezahlten 50 pCt. zu gewähren. Der Beschluß rourde vorbehaltlich der Genehmigilng der einzuberufenden Glänbigerversammlung gefaßt. Würde diese Versammlung die Veräußerung genehmigen, so könnte voraussichtlich der Koickurs noch im «September d. I. beendigt werden. Landwirtschaft. B u d a p e ft, 14. Juli. Nach dem Saaten st andsbericht des Ackerbaummisteriums wird der Ertrag des Weizens auf 39,60 Millionen Meterzentner geschätzt gegen 39,27 Millionen, der Ertrag des Roggens auf 12,12 Millionen Meterzentner, gegen 11,90 Millionen Meterzentner, der der Gerste auf 12,15 Millionen Meterzentner, gegen 12,35 Meterzentner, und der des Hafers auf 11,12 Millionen Meterzeiitner, gegen 11,12 Millionen Meterzentner am 20. Juni ds. Js. Auszug uns den Kirchcudiichttü -er Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getraute. Johannesgemeinde. Den 4. Juli. Karl Christian Philipp Winter, Schlosser zu Nidda, und Lina Elisabeth Brücket, Tochter des verstorbenen Drechslermeisters Christian Brückel. Getaufte. Matthäusgemeinde. Den 5. Juli. Dem Lithographen Justus Christ eine Tochter, Ernestine Wilhelmine Marie, geboren den 17. Juni. Denselben. Dem Glaserineister Otto Brühl em Sohn, Karlo Heinrich Ernst Ludwig, geboren den 13. Juni. — Lukasgemeinde. Den 5. Juni. 'Dem Fuhrmann Heinrich Häußer eine Tochter, Christina Katharina Frieda, geboren den 12. Mai. Denselben. Dem Bahnarbeiter Karl Heinrich Rethwisch ein Sohn, Heinrich Karl, geboren den 20. Juni. — Johannesgemeinde. Den 5. Juli. Dem Gärtner Julius Paul ein Sohn, Julius Ludwig Theodor Heinrich, geboren den 16. Juni. Denselben. Dem Schneider Christian Vaubel eine Tochter, Minna Margarethe, geboren den 11. Mai. Beerdigte. M a t th ä u s a e m e i n d e. Den 6. Juli. Dr. Karl Kenipff, Fabrikant. 41 Jahre alt, starb den 3. Juli. Den 7. Juli. Elisabeths Weiß, geb. Franz, Ehefrau des Schreinermeisters Christoph Weiß, 61 Jahre alt, starb den 5. Juli. — Markusgemeinde. Den 6. Juli. Louise Becker, Arbeiterin, ledig, 63 Jahre alt, starb den 4. Juli. — Lukasgemeinde. Christian Haubach I., Ortsgerichtsmann und Oekonom, 76 Jahre alt, starb den 7. Juli zu Trarbach. Schiffsnachrichten. Norddeutsch er Lloyd. In Gießen vertreten durch Carl Loos, Kirchenplatz. Bremen, 9. Juli. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Doppelschrauben-Postdampfer „Kassel", Kapitän H. Jaeobs, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist heute 6 Uhr morgens wohlbehalten in Baltimore angekommen. Red Star Linie. Der Postdampfer „Finland" der Red Star Linie in Antwerpen ist laut Telegramm am 13. Juli wohlbehalten in New- Pork angekommen. Wöchentliche Nederßcht der Todesfälle in der SIM Gieße«. 26. Woche. Vom 21. bis 27. Juni 1903. (Einwohnerzahl: angenommen zu 26 900 linkt. 1600 Mann Militär) Sterbtichkeitsziffer: 28,98, nach Abzug von 8 Ortsfremden: 13,53 c/co. Kinder Anm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit mit von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. ES starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom 1. Lebensjahr: 2.-15. Jahr. Tuberkulose der Lungeir 3 3 — — Nierelltuberkulose 1 (1) 1(1) — — Schlagfluß 1 1 — — Lungenentzündung 1 1 — — Anämie 1 (1) 1 (1) —— — Empyem 1 (1) — 1(1) Lebensschwäche 2 — 2 Krebs 3(3) 3(3) — — Verunglückung 2(2) 2(2) — — Summa: 15 (8) 12 (7) 2 1 (1) Mieskasten der Redaktion. (Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.) I. Sch., Darmstadt. Wenden Sie sich an den Vogelsberger Höhenklub in Schollen, der seine Gratisbroschüre „Sommerwohnungen im Vogelsberg" Jhneii zustellen und gern erschöpfende Auskunft erteilen wird. Hunderte von blühenden Kindern sterben in jedem Sommer an Brechdurchfällen. Einen Schutz gegen diese Krankheit bildet eine rationelle Ernährung des Säuglings, wie sie am besten durch Kufeke's Kindermehl mit Milch erreicht wird. Kufeke's Kindermehl macht die Milch im Magen des Kindes leichter verdaulich und bildet, weil es die Gährungen im Darm vermindert, einen wenig günstigen Nährboden für Krankheitskeime. Ueberhaupt macht das Kufeke-Kindermeht burd) seinen Gehalt an Nährstoffen den gesamten Organismus iind damit auch den Klagen und Darm des Kindes widerstandsfähiger gegen die Krankhettskeime. Die meisten Brechdurchfälle betreffen Kinder mit ungenügender oder nicht rationeller Ernährung. 5528 Gsoth’s gemahlene Kernseife Mit Saimiak und Terpentin bestes Mittel zum Kochen der Wäsche und zum Auswaschen. Ver- einfacht die Arbeit und verlängert die Haltbarkeit der Wäsche im Gegensatz zu billigen scharfen Waschpulvern. Per Packet nur 15 Pfg. Alleiniger Fabrikairt: I. Gioth, Hanau a. M. 3735 Ein Plaid und eine Schachtel M sollte man immer mit auf die Reise nehmen — nämlich eine Sachtei Fays echte Sodeuer Miueralpastilleu. Ge- M rabe auf Reisen ist man nie vor Erkältungen sicher und da ist's gut, wenn man gleich etwas zur Hand hat, den Erkält- ungserscheinungen zu begegnen. Und dazu sind sind die M Pastillen vortrefflich geeignet. Sie lassen sich bequem in der W Tasche mitführen und sind überdies in allen ^Apotheken, 2 Drogerien, Mineralwasserhandl. für 85 Pfg. per Schachtel zu Ä haben. 5046 Bekanntmachung. Die Stelle des städtischen Vollziehungsbeamten (Psandmeisters) ist infolge Ruhestandsversetzung des bisherigen Inhabers anderweit zu besetzen. 'Mit der Stelle ist em pensionsfählger Gehalt von 1480 DU., fteigenb um jährlich 40 AU. bis zum Höchstgehalt von 2200 Mk^ sowie Hinterbliebenen-Fürsorge verbunden. Bewerber, welche die Prüfung im Finanzfach IL Kategorie bestanden und als Vollziehungsbeamle schon praktisch tätig gewesen sind, erhalten den Vorzug. Meldungen inb schriftlich unter Beifügung von Lebenslauf, Zeugnisabschriften md Gesundheitsschein bis zum 10. August hierher einzureichen. Gießen, den 11. Juli 1903. 5494 Der Oberbürgermeister. I. V.: Curschmann, Beigeordneter. Bervingnng der Ausführung der Erd-, Fels-, Rodunys-, Böschungs- pp. Arbeiten, sowie der Ausführung von Durchlässen, Brückenbauten und Futtermauern auf der Nebenbahn Herborn-Westerburg und zwar des Loses I, umfassend rund 95000 cbm Erd- und Felsarbeiten, Bekleidung von 50000 qm Böschungsstächen mit Mutterboden, 3000 cbm Maurer- und Steinhauerarbeiten und 8600 qm Wege- befestigungsarbeiten, sowie des So[e§ II, umfassend 166000 cbm Erd- und Felsarbeiten und 1700 cbm Maurer- und Steinhauerarbeiten, Bekleidung von 80000 qm Böschungsflächen mit Mutterboden, 23 700 qm Wegebefestiaungsarbeiten und Herstellung zweier Tunnels von 110 bezw. 97 m Länge. Beide Lose sollen eventl. an einen Unternehmer zusammen vergeben werden; es wird jedoch das Recht auf getrennte Vergebung ausdrücklich vorbehalten. Die Bedingungen können auf der unterzeichneten Bauabteilung eingesehen, auch das Verdingheft gegen porto- und bestellgeldfreie Einsendung von 1,50 Mk. (nicht in Briefmarken) ebendaher bezogen werden. Die mit entsprechender Aufschrift zu versehenden Angebote müssen bis zum 30. Juli 1903, vorniittags 11% Uhr, an die unterzeichnete Bauabteilung eingesandt sein, um welche Zeit die Eröffnung der Angebote erfolgen wird. 5420 Herborn (Hessen-Nassau), den 9. Juli 1903. Königliche Eifenbahn-Bauabteilung. tonahme-j reise für die Monate Juli und August. Ppima von den besten Zechen, 1.15 Mk. Per Centner. Bei Abnahme von 30 Centner an frei Keller. Änthracit-Kohlen % 1.45 Bei Abnahme von 30 Centner frei Keller. Hungener Briketts „Grube Friedrich* frei Haus »5 Pf«. Per Centner. Für Bäcker "8® 110 3Rt ab Werk. Ferner empfehlen unsere großen Läger in ailbergrauen Falzziegeln, Brettern und sämtlichen Banartileln zu sehr billigen Preisen. 5319 BaMcitneHSctatager 22 MarlmracrstraLc 22. Vergebung von Bauarbeiten. Zur Erbauung eines medieo-mechauischeu Instituts in Gießen mit VerbindungLgang nach der medizinischen Klinik werden die nachstehend bezeichneten Rohbauarbeiten und Lieferungen unter Hinweis auf den Ministerialerlaß vom 16. Juni 1893 hiermit öffentlich ausgeschrieben. Los I. Erd- und Maurerarbeiten, darunter ca. 300 cbm Bruchsteinmauerwerk w 450 , Backsteinmauerwerk , 100 qm Verblendung mit Lungsteinen einschl. Liefern derselben , 480 qm Verblendung in roten Verblendziegeln II. Wahl Los H. Sandfteinlieferung. ca. 20 cbm grüngrauer Sandstein Los III. Lungsteinlieferung. 9,87 cbm Gurtgesims und Fensterumrahmungen :c. Los IV. Trägerlieferung. ca. 15200 kg Los V. Grobschlosserarbeit, darunter ca. 500 kg Klammern, Anker, Schrauben etc. Angebotsunterlagen können auf unserem Zweigbureau Frankfurterstraße Nr 83 eingesehen, Angebotssormulare, Trägerlisten und Fa^adenzeichnungen 1:100 (zu L. II und III) gegen Selbstkostenpreis dorther bezogen werden. Offerten mit bezeichnender Aufschrift, sind auf genanntem Zweigbureau bis Mittwoch, den 22. Juli 1903, vormittags 11 Uhr, dem Eröffnungstermin, einzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 3. Juli 1903. Großh. Baubehörde für die Universitäts-Nertbauten [5251] Becker. Dies ist auch Unübertroffen In Reinigungskraft, Sparsam im Gebrauch, Ausgiebig in der Verwendung. MMWWWWWWWWWWM Grund für ihre allgemeine Beliebtheit. W i K T» auszeichnungen, 4827 Tür- ianruckapparate mit Stempelfarbe „Stabil4* zu Waren- und Preis- Gothm ktbkvsvttslchkruWdM v. G. Versicherungsbestand am 1. Februar 1903 : 827 Millionen Mark. Versicherungssummen, ausgezahlt seit 1829 : 402 „ „ Die höchsten Versicherungsalter (einfach auf Lebenszett, ge* mischtes Tividendensystem) sind tatsächlich bereits prämienfrei und erhalten sogar eine jährliche Rente. 524 Vertreter: Heinrich Hochrenthcr in Gießen. Emil Willems in Grünberg Rentmeister Bohn in Laubach. Louis Dörmer in Lich. 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Unvergleichlich ist die Dessert - Chocolade Wirb unaen Vw biei«; r