lagen nnb zur Zahlung be8 üblichen Honorars stub mir selbst- Ire heutige Kummer umfaßt 12 Seiten. Wer liefert die Bonus Versprechungen in sich schließen, ift eure Vint- anbal tunq des weiteren Umsichgreifens dre,er auf den Leichtsinn und die Unbedachtsamkeit der Raucher baiieren- ben Spekulation der Amerikaner wünschenswert. Dieselben Erfahrungen, die die Bewohner der Ber- taugten Staaten am eigenen Leibe machen h’- selben Erfahrungen werden heute schon in Dr. Wallau als einen warmen Freund der Land- wirtschaft und als einen charakterfesten Mann, dessen Per- sönlichkeit volle Garantie dafür biete, dgß er seinen Wählern gegenüber nicht nur schön rede, sondern allezeit auch so handeln und wirken werde, wie eS das Wohl seines Bezirkes erheische. Herr Milmerstädt von Schotten suchte nun der Versammlung die wichtigsten Punkte des Waüau'schen Programms klarzulegen; mit einem Hoch auf Kaiser und Reich schloß er seine Ausführungen. In überzeugender Weise widerlegte Lehrer Dern die von der gegnerischen Seite stets wieder in Reden und Flugblättern gebrachten Gründe gegen WallauS Wahl, und der lebhafte Beifall, der den Worten deS Sprechers folgte, bewies, daß seine AuSführiingen den gewünschten Erfolg gehabt haben. DaS von Bürgermeister Viehl^aus- im Militärhospital sind bet der hiesigen Garnison im Ganzen 85 Typhusfälle vorgekommen, während sich 41 Kranke in der BeobachtnngSslalion befinden. In der Stadt ivaren 95 Fälle zu verzeichnen, wovon gegenwärtig noch 50 Kranke biefen Käufer, immer mehr und mehr Bonus-Werte zu erwerben. Er wird zum Knecht seines Ernstein- sturzdenkmal (neue Kirche) zu errichten. • Marburg (Steiermark) 14. Juni. Der Haupt- manh Kanz vom 47. Jnf.-Regt., welcher mit ferner Kompagnie gegen aufrührerische Bauern operiert hatte, wurde, während er Feuer kommandierte, von rückwärts von seinen eigenen Leuten erschossen. Man glaubt, daß es sich um einen Racheakt eines Soldaten handelt, da der Hauptmann Kanz em äußerst strenger Offizier war. ♦ Na rdenkötter. Nach emer Meldung deS ,Lok.» Der 1.8 jährige'Sohn der Witwe, Josef Bellu, machte der Mutter vergebens die heftigsten Vorwürfe, und statt sie von dem Liebhaber zu trennen, war er selbst gezwungen, das Haus zu verlassen. Am Freitag morgen suchte nun Bellu den Geliebten seiner Mutter auf dem Felde auf, um ibn zu bewegen, von dem schändlichen Verhältnis abzu- steyen. Statt aller Antwort versetzte Vikul dem jungen Bellu mehrere Peitschenhieb- ins Gesicht. Darob geriet bei Geschlagene in solche Wut, daß er mit dem Geliebten seiner Mutter auf der Stelle abzurechnen beschloß. Er ! ergriff eine Sense und bohrte sie dem Vikui in den Unter- Leib. Tätlich getroffen stürzte Vikul zusammem Aber noch war des jungen Bellu Rache nicht gestillt. Er hob nod^ mals die Sense und riß dem Sterbenden mit einem chneUen Schnitt den aopi oom Rumpfe Sann ging er vom Schauplätze des Mordes zur Gendarmerie. in einer Wahlversammlung der sozialdemokratische Stadtverordnete Krumm-Gießen sich genötigt sah, die ®c- nossen zurRuhe zu ermahnen, und daß die Genossen in Burgsolms eine antisemitische Wahlversammlung und eine der christlichen Arbeiterpartei durch allerlei Unsinn verhinderten. Marggraf sind aber bei keiner der isolierten Personen Pest bazillen gefunden worden. Die bei Marggraf gefundenen Bazillen waren stark lebensfähig. Eine Ratte und mehrere Meerschweinchen, die damit geimpft wurden, sind nach kurzer Zeit verendet. — Gestern abend wurde hier der Gerichts - aktuar Franke, der wegen Amtsvergehens verfolgt wurde und vor einiger Zeit auf dem Transport nach Düsseldorf entsprungen war, neuerdings wieder festgenommen. • Berlin, 13. Juni. Wie die ,Rat.-Ztg.' hört, tst der Mitinhaber des Bankhauses S. Bleichräder, HanS von Bleichrüder neuerdings schwer erkrankt. Die letzten Nachrichten von seinem Krankenbett lauten bedenklich. • Berlin, 14. Juni. Infolge verdächtiger Aeußerungen, die er über die Ermordung der Lina Hofmann machte, ist in Sangermünde cm zugereister HandwcrkSbursche, der Klempnergeselle Karl Liebelt auS Gravenheinigen verhaftet worden. • Rouen, 13. Juni. Nach Angabe des Oberstabsarztes kauf es. Will er das einmal Verauslagten nicht verlustig gehen, so muß er immer weiter kaufen. Tie gan-en Bonus-Werte der Iasmatzi-Gcsellchsaft in Dresden sind eine Spekulation auf die Eitelkeit der Käufer. Kain brauchbarer praktischer Artikel ist darunter, cs sind Luxusgegeilstände, die gänzlich außerhalb des Bedarfs jener Bevölkerungskreise liegen, welche die von dieser! Gesellschaft erzeugten Irin- bis Dreipsennig-Zigaretten konsumieren. Tas Bonus-System des Trusts baut sich auf der Krankheit des Jahrhunderts auf, „für mehr gelten zu wollen als man ist", und hält dem Läufer die Möglichkeit vor Augen, sich in den Besitz von Gegenständen zu setzen, die sonst nur die begüterten Klassen für ihr eigen nennen. Tie reichhaltige Liste der Bonus-Werte schließt Doppelflinten, goldene Uhren, Lawn Tennis-Schläger in sich, nicht zum geringsten ein Konversationslexikon, welches mit 10 500 Bonus-Werten bemessen ist. Ter Arme, der auf Grund dieser Ankündigung die Bonus-Zigarette zu rauchen beginnt, unterläßt es zu berechnen, daß der Erwerb von 19500 Koupons einem Kapital von 5850 Mark gleich kommt, welche er innerhalb dreier Jahre auf Einpfennig- ti. "Wer, ~~—----------- ™W$6i '°* gesuchr. "r -E^lmsäaße^ Ste L. Lohn 2VdiS25Äl -käuserin urz- und Modewaren- , 4682 ^Salomon 4 gn Vvv * Sicher' DU Wt, ’S 2. W^trV-81' 1L, erfahren in liüche lushalt, jucht Stellung mi penn. Osjert imi. an die Exped. i>. 8!. | Zuschueideir er» ttn,stnbeu dauernde »ehme Stellung bei 'lair. Solche, die kü tm Nähe» bc- eubebo^uflt stnö vH Schirmsabril. Wahl-Bewegung. — liniere Freunde und Mitarbeiter in der Provinz bitten mit nm ihre freundliche Unterstützung durch möglichst schnelle brt W-bl-r°-hmsi-. 8»«^ »°r baren «fr Anz^ ift die Ueberführung des in London verhafteten Kur- pfuscherS Nardenkötter nach Deutschland nunmehr erfolgt, nachdem bereite am 30. April d. I. der Richter deS Londoner Bewslrcet-Polizeigerichts die Auslieferung verfügt halte. Nardenkötter ist heute auf einem englischen Dampfer .aus London in Hamburg emgetroffen. • Die deutschen Studenten tn Prag. Dieser Tage kam eß m einem GaslhauSgarten in Smichow wieder zu einem Zusammenstoß zwischen deutschen Studenten und dem czechischen Publikum. In dem Lokal wurde von czechi- ! schen Schauspielern ein Fest zum besten des Pensionsfonds veranstaltet. Es handelte sich um lerne geschloffene Gesell» schäft, sondern der Garten war gegen Entree jebermatm zugänglich. Ein Trupp von sechs deutschen Studenten, jedoch ohne studentische Abzeichen, suchte das Lokal auf und unter» hielt sich bei den Tischen deutsch. AlS die Musik ein Lied auS einer deutschen Operette spielte, sangen die Studenten den Text deutsch mit. Dagegen remonstrierten die Ezechen, wo- uj«. rauf sich em deutscher Student Hinrechen liefe, wieder Polizei. 14. Juni. Dieser Tage sprach in einer Wähler-l rapport meldet, „Lausbuben !* zu rufen. Ein czechischer Ver- Gelingt es ihm innerhalb des Zeitlimits nicht die für das Konversationslexikon notwendige Anzahl von Bonu^-Werten zu erreichen, so bleibt ihm — um die bereits gehabten ift uchmE«|^-chi-'H-ch^uf unjet deutsche-Va« mit der Mahn-, der Trust gibt. Der Tragwerte feines Unterfangens ist sich ung, zu deflen Wohl nur tüchtige Vertreter m den Reichstag der Raucher der billigen Bonus-Zigarette wicht bewußt, zu senden, fand begeisterten Anklang. Ein Appell an dre Er ist sich kaum darüber ttar, daß er seine Gesundhett schwer Wähler, am 16. Juni auß ihrer seüherigen lässigen Zurück- schädigt und lediglich der Erhöhung des Umsatzes einer uQ[tung der Reichstagswahl herauszutteten und ihr Wahl- amerikanischen, die nationale Industrie auf das alß eine Wahlpflicht zu betrachten, die sie auSüben gefährlichste sch/digcnden Fabrik drent. Abcr ^..^^^ hat hoffentlich die gewünschte Wirkung. Mit einem gnade darauf beruht die .^des^.^mu^Lhstem^ dm bte deutsche Landwirtschaft, die sich zur Wahrung Vertreter des amerikanischen ^abaktrustS. Dieser hat hi "Xnfercfien in unserem Bezirk einen besseren Ver- die unreife Ingen osich dem Zig arettenrauchenlkann, schloß der Vorsitzende, Lehrer Dern, bte ruhig und in einem Umfange ergab, daß die kanadische Re-1 würdig verlaufene Versammlung. aieruna veranlaßt wurde, ein besonderes Gesetz, ein Ziga-I Bingen, 14.Suhl Dieserir—# —,—---—। —yT— . r• retten r and) oer bot für Kna ben, zu erlassen. Dre Versammlung der Freisinnigen Volkspattei m Bingen der pcherungsbeamter gab nun die Parole aus. -Haut sie! , männliche Jugenb, di- sich gar zu gern m den von1 ° - • - — - - ------- 1 -•* =- -= -- «' Tasclunincssern, Luftpistolen rc. fetzen will, fällt begierig über die billige Einpsennigzigarette her, um. zum sch w e r e n w Wtiwi «tiraute ? bei 250 SÄ« (470]f Sİ Ltubenlen w.eber b-houpten, die Bonu^Versprechungen in^sich schießen, ift eure »int- mit dem ollbeutschen Konb.boten Llaß °uS Mmnz w.e schon sie hocken dos L.eb »ur hatbloul g-tungen und le.en b-sh-tb •' ■ - -----c " aefaat, in wittlich bewundernswetter ruhiger Weise. angcgripen worben, well sie beutscy gesprochen haben. 9 9grn e R r a t 1L. Juni. Zu ben vier ReichStagskandidaten * 6in dauern brama- '21^ ^cmesPar raub ge* ^ps^b^i-s m letzter Stunde ein Mfter gekommen, meldet In der Gemeinde Bazos verschob kürzlich em ier der 2tser-1 -T u k r. &n.,hlknt her ckristlicken wohlhabender Landmann, namens Bellu. Wenige Tage nach mußten, die-!Richard Breidebach, der sich Kandidat der 'ch^stlichen Zobe schon nahm seine T-.twe, eine hübsche Frau Deutschland Arbeiterpartei* nennt. Auf eine Anfrage hat benetbc L oen 28 sahrigen Bauernburschen Vikul, mit :Xa^o^en‘B^rÄd wirkt als ein schädlicher erklärt, daß er sich »em Zentrum als ^xtant an-L^ fl£ feü längerer Zeit em intimes Verhältnis umer- iHuT er fordert den Leichtsinn heraus, - er schließen wollte. Somit ist eS ettlarlich, weShall» das Zen» La[ten hatte, in iyr Haus und lebte ungeniert imt chm. iaü da;u' 2er Bonus verlockt tüe Käufer dieser frum, das sicher in die Sttchwahl kommt, keinen eigenen l-^. toier Bellu. machte der Äaaretten Quantitäte n zu konsumieren, an Kandidaten aufgestellt hat. Wiemel die Sozialdemokraten welche sie nie gedacht, welche ihre Gesundheit unter- fc^eS von den Radauszenen ihrer Führer beim ar ab en muß, welche sie ftn^iell stärker m ooatarif gelernt haben, zeigte hier sich deutlich darrn^ datz nimmt, als sie vorausgesetzt. Der Bonus untergrabt P Wahlveyammlung der sozialdemokratische Stadt- d en aesunden Handel, indem er ernen neuen Zwnchen- " ~ liändler schafft sich selbst. Ter Bonus - ine m demselben e^tljalteEi Versprechungen - ist der Verttiufer, - der Detail st der Handlanger, der bloße Ver,chleitzer dessen tSSinL A-unftion wegfälll. Der Kunde kommt eben um bm Sonu^u »dangm unb fragt noch ber BEsware, ftTtt nach Cuaütät, bie er jocht bertangen rvutbc. Zweites Blatt. 158. Jahrgang Montag 15. Ium ISO» jwrW äx /(s. XK. wf Ci T^e:- jOÜV ▼ ÄMk ro ▼ säkrlick) Mk. LS0; durch GietzenerAnMgerW M General-Anzeiger ° ** sSÄ Amts- und Anzetgeblatt für den Kreis Gießen MW sr 8 8 antiagl man ii Grunds emei vorz 3 5 Pn im ange C6 8 5 8 len 5 S c - CD c er rr D- 5 er cd' s cd 6 D 3 or °oni 24 'Mierbi ö p- DT o <1 c Cf CO O CS Hey! größ> er 3 3 CD C 05 einmüti. Zeigt, dc s- CT rt D C* S lro ■qm ft CD 8 3 D = er s rt CT' 5 G 3 er s Ö6 er D 3 s er 3. 3 Or s> 3 CD Qm - er o *! 3 o er e D CD er rt 3 rt er rt er cd' rt 8 E D CD 3 E p 3 Z O 3 D 8 er D CT» 63 8 p ä A ST. Or s<« 8 § 'S* 3 n-chträgl sachlich, quter ® or D 5 L, O- 2. er ZX o" » « 3 P •

P D er er ö ■5* t2> CD • rt 8 o* ö 8. 2. e' ' ä S' 3 '^'r* 8 3 c er P-E 2 CD -e 3 o ® fi er T O O 3 ° G» §2 «. 3 ro 3 Pä s? 2 o — 3 a~ 3 ra 3 2t P 3 3 CD e <=* K: et CD CD rt 5" 33 3 3 " O r- rl A38< 3 CD 3 5=*® CD ZP =• 2- c CD O S’-S? ß rt" S 3 ffK ö-E. rt 3 er. rt?S'9'K°f SgHSi" "•*« 3^ "p ZA 3: " ^3 «t er KZ CD — D 3 <Ä 2. rt O ZA rt' 3 3 s L4' G''O' 3 'S* rt rt rt Q 2 « s- 53 3 c** rt D -• 3 —. 3 2 M A."^ or ** <0 g»2,^?-^3P rt 'S* 2 rt ecTa y" ** erS'p rt rt rt j- «v <Ä> 3 p,3 ry rt rt "rt1 rt s —j» « «xo' rt->~r O ra Lp 3 S §?«§•! rt rt 2 3 rt or 3 rt -rt ssf 3 K--- p- C' 3 2 o 3S a* 3. ? G) p •3' * Sf. rt -e 3- 3 SS Or rt er P Or^«1 Sei"- E- Z 3 3 P- 3 M ■O' 3 —rt rt* »Ort p e cd 2- 0 ” § = s «1 ■“ 3 lil 3 C P CD ZI, O d" P CP p 3 3 er 0 L 3 - ^ä.a»5 s 3 p 2 2 Z- «> -2 zx = CD rt er ST 3 ® P >— ei' 3 or rt » —> ri C> —• Noch eine Antwort. Meine durchaus sachlich gehaltenen Ausführungen in Nr. 135 haben mir nachträglich eine Menge Liebenswürdigkeiten eingetragen, auf die ich wiederum sachlich, ohne wieder zu schimpfen — das verbietet mir meine Erziehung und mein guter Geschmack — antworte. Mir wird der Vorwurf wiederholt gemacht, ich sei der nationalliberalen Fahne untreu geworden. Die nationalliberale Partei war zu meiner Zeit agrarisch, im Gegensatz zur freisinnigen Partei. Als ich, gedrängt von meinen damaligen Parteigenossen, Neichstagskandidat wurde, wußten jene, daß ich in den Zollfragen ganz nnd gar ans feiten der Lairdtvirtschaft stand und man hat mich in diesen Anschauungen gewähren lassen, ja unterstützt. Als die Führer der nationalliberalen Partei vor fünf Jahren anfingen, antiagrarisch zu werden, vergeblich einen eignen Kandidaten suchten, da schwenkte man im letzten Augenblick, trotz meines Einspruches zu den Freisinnigen ab und stellte mit diesen einen gemeinsamen Kandidaten auf. — Ich wollte meinen Grundsätzen nicht untren werden nnd schied aus der Partei aus pH UL ttltrf) einer anderen Partei anznfchliegen. Unter solchen Umständen wagt man, mir Gesinnungswechsel Werfen ! In den Köpfen meiner Gegner tobt das Wahlfieber. Ich hatte in Nr. 135 geschrieben: Die nachfolgenden Wahlkämpfe übergehe ich. Daraus suchen mir die politischen Freunde von damals einen Strick zu drehen. Wenn ich erzählt hätte, was ja der Wahlkreis noch gut in der Erinnerung hatte, daß ich durchgefallen sei, so hätte ich doch auch erzählen müssen, daß, als Herr Justizrat Gutfleisch, der Gewähtte, ablehnte, Heyligenstaedt anfgeftellt wurde nnd mit noch größerem Erfolg durchfiel als ich, obwohl seine Gegner zwei im Wahlkreise unbekannte Größen waren. gar nicht Reichstagskandidat. 3* bäte gm- mt wartet, daß meine Anschauungen so ins Gewicht fallen, man ihnen so viel Druckerschwärze opfern und so viele liberale Wähler jeder Farbe gegen mich unter die Waffen rufen würden. Diese Angriffe gegen meine Person waren ungerecht, ungeschickt und unklug, sie verschaffen dem Bürgermeister Köhler eine ganze Anzahl Stimmen mehr. Zum Schluß eine ganz kleine Geschichte, an sich von geringer Bedeutung, aber geeignet, meine Abneigung, von einem Industriellen einen ländlichen Wahlkreis vertreten zu sehen, erklärend. Jrn vergangenen Herbst flog das Wort von der Fleischnot durch das Land. Unsere Stadtväter, darnnter Herr Heyligenstaedt, beschloffen einmütig, anf das Oeffnen der Grenzen für die Einfuhr von Tchtveinen zu dpingen. Die Landwitte protestterten im Monat November und behaupteten, schon in wenigen Wochen würde der Preis für Schweinefleisch sinken. Der Preis ist vom Januar ab bis heute unter den normalen Preis gesunken. Heute exportieren wir tausende von fetten Schweinen nach Oesterreich. — Im Reichstage werden noch viel größere Böcke geschossen zu ungunsten der Landwirte. Das zu verhindern, fuHeil Lnndlvtvte immer Leute ihres Blutes in den Reichstag schicken. Und deshalb wählen Landwirte verständigerweise in unserem Fall den Bürgermeister Köhler An Leuten, die Handel und Industrie Vertreten, fehlt es im Reichstage durchaus nicht, das sehen wir au den Folgen. 4778 Warum beschäftigt man fich überhaupt fo angelegentlich mit meiner Person? Ich bin ja Schlenke. Evangelischer Arbeiter-Verein. Der evangelische Arbeiter-Verein dahier hat keine politische Färbung, sondern vereint in sich Angehörige der verschiedensten Parteien. Wenn wir trotzdem unsere Mitglieder auffordern, unserem Mitgründer und langjährigen Vorstandsmitglied, dem Vorsitzenden des Auffichtsrates unserer Baugenoffenschaft Herrn Nommerzienrat heyligenstaedt einmütig ihre Stimme zu geben, so thun wir dies um seiner von uns hochgeachteten Persönlichkeit willen, und weil er durch die That gezeigt hat und noch zeigt, daß er in Wahrheit ein Freund und Wohlthäter der Arbeiter ist. 4780 Da llorftmiii des Emgel. Arbeitn-Demiis !u Gieße». Wirlich neue J4l. MatjeS- Heringe,!», echten Astrach.Ltör- Eaviar, Geflügel, Kluß- und Seefische bei C. G. Klelnhenn. 8W la. echten Rhein-Salm, 1,70/1,80 im gz. Fisch. (02852 lL.Kejsel-ll.Ha»sbMWe mü 35/40 vCl. Stücken Qualität Hagenbeck liefert zu Mk. 925 vro Tonne ab Zeche 4769 Ernst Klein, Cöln, Kohlen- u. Brckettgroßhandlg. MR Vertreter gesucht. Konkursverfahren. Tas Konkursverfahren über das Vermögen des Emil Wagner in Gießen, alleinigen Inhabers der Firma Wagner & Haase in Gießen, wird, nachdem der in dem Vcrgle.chs- termme vom 24. 2tpril 1903 angenommene Zwangsvergleich durch rechtskräftigen Beschluß vom 24. April 1903 bestätigt ist, hierdurch aufgehoben. [4772 Gießen, den 12. Juni 1903. Großherävgllch..S Amtsgericht. "BerÄingnug. aur besseren Geüaltung des H^nchel-W-g-- bei enemroit) am KreuzungLvunkie der Bahnlinie Hartenrod-Herborn mit dem Wege Eiseniroch-Bicken find die notwendigen Erdarbeuen unoie Wegebefesligungsarbeiten au. Zufuhren. . Bedingungen und Zeichnungen können auf der Eisenbahn-Dau* Abteilung in Herborn eingesehen, aucii das Berdinghesl gegen post- freie Einsendung von 0,5 Mk. von hier bezogen werden. 4774 Eröffnung der Angedole am 20. Juni, ll1,, Uhr vormittags, zu welcher Zeit die mit eut- sprechender Aufschrift versehenen Angebote eingesandt fein muffen. Herborii, 13. Zuni 1903. StimiflL Eiseilbahn-Bau-Abteilung. Heugras- Versteigerung. Tas diesjährige Hcugras von 15 Morgen Freiherrlich von Nordeck zur Rabenau'schen Wiesen und Gatten in der Gemarkung Alten-Luseck soll Donnerstag den 18. Juni, von vormittags 11 Uhr an, in der Wirtschaft des Herrn Wilhelm Rabenau zu Al:cn- Buseck verftcigett werden. Großen-Buscck, 14. Ium 1903. Althaus. 4771 Bersteigerrrng. Mittwoch den 17. Juni I. I., nachmittags 2 Uhr, werden im Bittcr'schen^ Saale versteigen: 1 Sopha, 1 Schreib- tisch, 1 Bücherregal, 1 Aitszteh- nsch, 1 Aquarium, 2 Faß Wein, 2 Metallfärge, 3 Hobelbänke mit Wettzeug, 14 Türen, 2 geschnittene Eichenstamme, 1 Partie Tannen- dielen, 22 Türfüllungen, 1 große Partie Schuhwaren Herren und Tamenstiefel), einige Faß Weißwein, 1 große Partie Flaschenweine u. v. a. 4785 Geißler» Gerichtsvollzieher. Stäöt. Schlachthaus. Freibank. Henle und morgen: 4795 vchlußriltz 50 JJfg. Öffahrnfs ©djfrnfl. 30 Üfg. Kaibfikisih 45 pfg. Während der Markt;eu :;ibci der des Fleisches in der Großviehfchlachthalle statt. VUdiimMm! 3m Stritten n.Anstrickenvon Strümpfen empfehle ich mich angelegenilichst SLrickgarnesbkKkVuLlltÄell! habe :di stets vorrätig. fly Preise billigst. Ernestine Hopfner Grüttbrrgerffrahr 17. KunKelneues Tourenrad mit allem Zubehör von Alk. QR Reparaturen, Ersatzteile. an. Zleue hocharmige Aäymaschine zmn Treten, mit allen Derbeflerungen und Apparaten schon von Mk. EE Ersatzteile, Radeln, Lele re. an> Carl Graf, chietzen, eir?Ä&-u Erste n. größte Mechaniker--pezial-Neparatnr-Wettstätte in Oberheffen. Soolöad und Luftkurort Bad Lalzhaafen Hessen) Gvotzh. Hess. Kurhaus Dependancrö Herrliche, absolut ruhige und geichützte i.'age inmitten der schön'ien 1 c.rfaiilagcn und in uninittelbarer Nähe des Gradtcrhauses unb der Quellen. Loolbäder nn Haufe. 4569 Anettannt vorzügliche oreiswerte Derp'legung. Pennon M. 3,50. Profpekte und Auskunft durch den Inhaber F. Eunike, Wähler! In letzter Stunde erscheint ein Flugblatt der Köhlerpartei, welches auf der einen Seite die tioii Herrn Schlenk« unterzeichnete Auslassung bringt „Warum wir Herrn Heyllgenstaedt nicht wählen wollen64. Aus der anderen Seite artet dieses Flugblatt aus in düs bekannte von diesen Ehrenmännern fortgesetzt geübte öde Geschimpfe. Herr Heyligenstaedt wird darin bezeichnet als der Vertreter „der Millionäre, der Fabrikanten, der Grossstädter, der Börsenwucherer, der Advokaten, der Juden, der üppigen Juristen, der überreich bezahlten Beamten etc. etc.66 Am Schlüsse werden die Städter „städtische befrackte Schwindler” genannt. Es ist dies ein würdiges Seitenstück zu dem bereits gekennzeichneten Schreiben pes Abgeordneten Köhler, in welchem von „übergeschnappten Professoren, verhetzten Dummköpfen, geistig beschränkten Handwerkern, gewissenlosen Egoisten, Strebern etc. et«.66 die Rede ist. Wähler! Gebt diesem Hetzer aus sein jedes Anstandes entbehrendes Verhalten die einzig richtige Antwort! Bleibe keiner zu Hause! Wählet Alle qerrn heyligenstaedt und sichert dadurch unserem Wahlkreise wieder eine intelligente und würdige Vertretung! 4791 Das liberale Wahlkomitee. Bekanntmachung. Bei der in der Sitzung der Stadtverordneten-Versammlung vom 11. ds. Mts. vorgenommencn planmäßigen Verlosung der om 1. Oktober ds. Is. zur Rückzahlung fommenben Schuldverschreibungen der Anlehon der Stadt Gießen aus den Jahren 1890 und 1892 sind folgende Stücke gezogen worden: a. vom 1890cv Nnlcheu: Lit. A. Nr. 5^8§, 9L,und 11p ä 2000 Mk. „ B. „ «,.189, 2yl^ 2U, 248. und 250 ä. 1000 Mk. , C. w m, Kj» 222. 3M 385, 395, 4Ü0, 445 und 450 ä 500 Mk. . D. . •" , E. , 54'unb 64 5 200 Vik. b. vom 1892er Anlehcu: Lit. F. Nr. 58^59 unb 67> 2000 Mk. „ 6. , 93x4 1000 Mk. „ H. N 2%- 46.unb 90 A 500 Mk. . J. „ 46. über 300 Ätk. . K. „ 9übcr 200 Mk. ES wirV bie8 mit dem Bemerken zur Kenntnis der Besitzer der vorbemerkten Schuldverschreibungen gebracht, daß die Einlösung derselben und zwar: a. von dem 1890er Auleheu: bei der Stadtkasse Gießen, bei der Deutschen Genossenschaftsbank von Sörgel und Parrisius und Cie. Lonnnandite Frankfurt a. M. b. von dem 1892er Auleheu: bei der Stadtkasse Gießen, bei dem Bankhause A. Heichelheim in Gießen, ■ * ■ Evhraim Mener unb Sohn in Hannover, * ■ e Mener und Plaut in Kassel, Gebrüder Neustadt in Frankfurt a. M. enolgen kann, sowie das; die Verzinsung mit dem 1. Oktober 1903 aufhort. Gleichzeitig wird bemerkt, daß die im vorigen Jahr allsgeloste cchuldvcrschrclbung des 1890er Anlehens Lit. 0. Nr. 43 über 500 Mk. bi§ jettt zur Rückzahlung nicht präsentiert worden ist. Gießen, den 13. Juni 1903. 4793 Der Oberbürgermeister: _____________________M ecu in. ____________________ Hvfraiteoersteigerung. 3ni Konkurs des Kaufmanns Christian Scheer von Angersbach 'Station der Bahnlinie Gießen—Fulda) kommt Donnerstag, den 18, Juni nachmittags 5 Uhr bic Hosraite mit daransloßenden Nebengebäuden und Lagerräumen sowie ein Grabgarten und Accker und Wiesen im ersten Gcmeindewirtvhaus zu Angersbach nochmals öffentlich meistbietend zur Versteigerung. Das Wohnhaus eignet sich infolge seiner vorzüglichen i>age an der Staatsstraße Lauterbach—Fulda und durch seine bedeutenden Nebcnräumc zu jedem Geschäftsbetrieb. Seither mürbe ein Kolonialwarengeschäft, verbunden mit Mühlenfabrikaten, Landesprodukten, Samen- und Eisenhand- lung und eine gutgehende Wirtschaft darin betrieben. Sämtliche Gebäude sind in sehr gutem Zustande erhalten. Reflektanten belieben sich wegen Einsichtnahme der Gebäude und der näheren Bedingungen an den Unterzeichneten zu wenden. Lauterbach, den 13. Juni 1903. 4777 Wahl, Konkursverwalter. im Mmmml! Ihre Argumentation in Nr. 133 ist in der Tat überraschend. Wenn Sie für Ihren Freund nichts Empfehlenderes mehr ins Feld zu führen haben, als daß wir ihm dankbar sein müssen, uns durch seine Opserwilligkeit während der langen Jahre seiner Pflichtversäumnis vor einem Sozialdemokraten bewahrt zu haben, so scheint dem alten Kämpen die Munition auSgegangen zu fein. Darum haben Sie das Richtige getroffen, wenn Sie Ihre wunderbare Auslassung als Schlußbetrachtuug gelten lasten wollen. Wundern muß man sich auch über den zweiten Teil dieser Betrachtung. Ist es Ihnen nicht bekannt, daß der weitaus größere Teil der Industriellen, namentlich der an der Exportindustrie beteiligte, eine ablehnende Haltung eingenommen hat schon zu den erhöhten Positionen des Zolltarifentwurfs, da auf dieser Basis 4794 nie und nimmer günstige und langfristige Handelsverträge zu erlangen sind? Unsere Hochschutzzöllner — das müßten Sie zu unterscheiden wissen — befinden sich im Lager der Großindustriellen, der Besitzer von Spinnereien, Hochöse« rc., die u. a. im bekannten Zentralverband ihre Vertretung finden. Diese waren seit der Jnaugurrerung der Schutzpolitik bei allen einschlägigen Zolloerhandlungen in Verfolgung von Sonder- interessen bereit, mit den Großgrundbesitzern zu paktieren, um sich unter gegenseitiger Unterstützung beiderseitige Zollvorteile auf Kosten der Allgemeinheit zu sichern und nach gebotener Möglichkeit zu mehren. Immerhin waren diese Großindustriellen so klug unb weise, unter allen Umstanden für die Erreichung langfristiger Handelsverträge einzutreten, die Sie bekämpfen. Ihr Vorwurf der Nimmersatte» Begehrlichkeit trifft darum in erster Linie allem Ihre treue» Bundesgenossen. Si tacuisses! Em Kundiger. Visitenkarten Niederlagen durch Plakate ersiohtllct\. iAääfeik«;; liefert rasch und billiget Brühl sehe rackeret Bekanntmachung. Das unterzeichnete Komitee wird sich am Abend des Wahltages, DieuStag den 16. dS. MS., abends, m der Restauration Fcidel dahier zur Kenntnisnahme des Wahlergebnisses versammeln. Die Wähler werden zum Erscheinen fteundlichst eingeladen. 4775 W liberale Mllowittt. Wohnungs-Einrichtungen. Dekorationen Betten Möbel . -0 c* Uebemahme kompletter va§ Wahlbureau S de» Liberalen Wahlausschusses befindet sich im Aquarium E Wallthorstratze 5. Meim's KillkWiMW verlängert seinen Aufenthalt voraussichtlich bis Mittwoch. 8^* Jeden Abend neues Programm. “$ö4 Die Direktion: Wieizau.