Montag l ö. JMNIvoS 153. Jahrgang Erstes Blatt. Vslitische Tagesschau. (/> strafe Die Toten. ganze r r -r «chalftraße 7. «brefl* für Depeschen: «u-etser Stehen. FrrniprechanIchlllßNr.bl. vor sich gehenden MieKSgericht. Die Sache erregt pein* lühstes Aussehen, da die Beteiligten zu den vornchmstenr Regimentern gehören. auf Kaiser Franz Josef Mit den unter dem Habs- man den sich hestig Wehrenden in den Harten des Hotels, wo man ihn in den Springbrunnen war f und untertauchte. Ten Halbbetäudten brachte man ,odann wieder in das Hotel, zogihn nackt aus und mißhandelte ihn in einer sticht wiederzugebende^i Weise. Schließlich schnitt man ihm die Hälfte seine« Schnurrbartes ab, schleppte ihn noch einmal zu Idem Brunnen, trotzdem es mittlerweile Tag geworden war und der unwürdige Vorgang von den Fenstern des | Hotels beobachtet werden konnte, setzte ihn bann zum -Schluß Ker Köutgsmord von Kelgrad. Zu den Vorgängen in Belgrad liegen l/eute noch folgende Meldungen vor: Die Stimmung in Belgrad. icriwn | )tungen | in 1200 ütntr- t. Husflcllungs- | iit dtr fahrt ' i im ßcgcnfaßju l t)t von meinen K lOt-flufnaDmen ß x-iS I Iftoffc | oleum J monast'ch7bP^vstrtrtz sähriich Mk. 1.20; durch »tddole- u. Zweigstellen inonadtd) 65 Bl.; durch bu Post Ml. 2.— viertel- lährl. auSschl. Besiellg. Annahme von listige* für die Lagesnummer bi# vormittag# 10 Uhr. HetUnprrt#: total 11VU au#axlrt# A) Plg. 'Derantroectltdb tftt den poltt and aUgrm. LeU: v. iüiltto: für , Stadl und tixmtr und ,Lerlcht»faal'. August GLy. für den An- zetqenteil: dan# Beck. GiehenekAnzelger ” General-Anzeiger w Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Larol die Jnhadcrfcdaft ferner nSctÄUlegcn, weil sich die Offiziere däs Regiments an der Ermordung deS Königspaar») bcleilegt hadrn. Dar ba üönigSwahl. To Prinz Peter Larageorgfewitsch dem Ministerium mitteilte, nicht ihn, sondern seinen Sohn zum Lönig zu wählen, trat das Ministerium sofort zu- sanunen und beschloß, an der Kandidatur des Prinzen Per« Larageorgiewitsch feslzuhalten und sich m ferne R^entschaft einzulassen. ES ist aber möglich, daß noch ui letzter Stunde dieMinister dem Vorschläge Peter Larageorgiewitsch zu- verlautet, stimmten in dem Piäniste^ate sechs MinisterfürPeter Lara geor gi ew»tsch als wg, !einer für die Republik. Der montenegrinische Prmz >Mirko hat keine Aussichten mehr, ba » durch Heirctt mit einer Kvusine Alexanders dieselben vernichtet hat. Man will in Serbien nichts mehr von der Familie Obrenowitsch Liu englischer Offipettskaudal. c>n der Wellington-Kaserne iniionbon begann dies« Tage ein Kriegsgericht über drei Ritt meister und fünf Leutnant6. Ter Anklage liegt folgender verhalt zu Grunde: Ern Mr. Stanford, der wahrend des Krieges eine Zeitlang als ^eomanrh-Freiwilliger tätig war, hielt tüi) gegeu Ende des Jahres 1901 als Korrespondent aDeur Kapstadtischer Zeitungen m Kapstadt aus. Er war mit verschiedenen der angctlagten Osjiziere betanm und erösfnete mit diesen zusammen eine Subskriptionsliste zur Veranstaltung eines Balles, der am 24. Dezember 1901 stattfinden olltc. Ter ztvmmandant von Kapstadt erNarfe I . . . v _r. __ ...... x.-.».-», tfrfniihpTi trwr'iw. hoü eine 'Diilitäc* AustanL. Sille, 14. Juni. Ein Polizeiagent ist bei den Kundgebungen gegen die Kongregationen von der Volksmenge getötet worden. Die Aufregung ist sehr groß. Rom, 14. Juni. Hier ist eine Ministerkrise aus- gebrochen. Der König bot heute abend Zanardelli die Neubildung des Kabinets an. Wenn er den Auftrag an- nimmt, so heißt es, wird er EioliNi, Galimberri und Bettolo ersetzen und so cm Ministerium für die Dauer des Sommers l schaffen, um im Herbste bei den Neuwahlen eine bester- Majorität zu erzielen. Wien, 14. Juni. Ter Attentäter ^akob Reich wurde in der Landesirrenan :s.. einer Untersuchung unterzogen uno r. o ,.._l m die gu.:, che Sandesanstalt zum bleibenden Aufenchalt gebracht werden. Die Untersuchung Das Zirkulär der Reg ierung wurde bisher von frembeu Macht beantwortet. Die Diplomaten betrachten die Regierung als provisorffch, der! österreichisch-ungarische Gesandte h^ne mat dem Minister Laliewitsch wegen der Abwicklung nachbar- eure tury Lter- ttba^z Minister bto Lenßem teilte mit., -r habe von Versicherung erhalten, es sei kein Grund abSteTlolange die SW im Lande kmotoSt Oeitemeicf) behalle sich lediglich eine Jntw- gewahr »^rageorgiewitsch nicht gewählt wurde, ^^ütebe Regierung hüllt sich noch immer in Schweigen. jL^di-v-mung T^tschl-nls ist and) teure Jniornnitton Mttatou Stotoiiicxiuia derrurnanischen htanSun^riuiiet Sie «tautet, Serudjutturt fionifl Die letzten Borte des Königs Alexander waren Ainw Marko wittch, warum hast Da a® getan ?" Der König hielt Zinzar Markowitsch sttr dastzaupt beI ^A^t^pli - ergab beim König Alexander angeb “ a ■ ‘■‘--I, sodaß nach emrgen ----, -------ftörung änBetzeten Äi der Inventur wurde ein kom Promir- tier'endex Briefwechsel z w i s ch en T r a g a unb .dem früheren Finanzminister Popo witsch entdeckt, der letztere wird wahrscheinlich verhaftet werden. Deutsches Keich. Berlin, 14 ^uni. In Gegiuwart des Kaisers und der Kaiserin fand heute nachmittag auf der Lberspree bef Grün au die Ruder-Reaatta des Berliner Regatta-Berylns statt. Tas Kaiserpaar hatte sich auf der Jacht „Alexanbria" von Berlin nach Grünau begeben. An ber Fahrt nahmen mich der Lultusminister Tr. Studt, Staatssekretär v. Tir- pitz und Labinettschef v. Lueanus und v. Senden-Bibvou teil. Tas Kaiserpaar wurde bei der Ankunft von vieltausendstimmigen Hochrufen begrüßt. Im Kaiservierer um I den Pokal „Kaiser Friedrich" blieb wie im Vorjahre der Berliner Ruderklub Sieger. Im akademischen Vierer um ben Wanderpreis des Kaisers siegte der Akademische Ruder- und Ballspiel-Verein zu Hannover. Ter Kaiser ließ sich die beiden siegreichen Mannschaften an Bord der „Alexandria" vorstellen und überreichte ihnen die Preise. Unter stürmischen Kundgebungen verließ das Kaiserpaar gegen 6 Uhr I den Regattaplatz und fuhr nach Potsdam zurück. — Wie die „Nat.-Ztg." erfährt, wird der Reichskanzler Graf Bülow den Kaiser aus seiner Reise nach Hamburg zur Enthüllung des Denkmals für Kaiser Wil- I helm I. begleiten. — Zu dem Anschlag au schreibt die „Nordd. Allg. Zta." I burger Szepter lebenden Völkern teilt Deutschland und btc ejittete Welt die aufrichtigste Freude über den glück- lichäi Ausgang des von einem Geiftesumnachteten unternommenen Anschlages M R w » nur bann erlauben »erbe, bafe eine Mitär- muiit zum Danze aus spiele, toenn lern Zivilist zu den Veranstaltern gelröre, und Mr. Stcuisord wuroe insolgedessen au gefordert, sich nicht als Veranstalter, sondern als Gast v«™,™ Ta er mehrere Damen eingeladen hatte, güig er auf diesen Vorschlag nicht ein, soiidern erschien zu dem Balle un Mount Nelson-Hotel,als einer der Veranstalter. ■ippeuiiui । vu». : wutt'. cr sremidlich ciugeladeu, m daS (Das stehl Zimmer eines der bctrcfseliden Llsiziere zu kommem MCt L ' angclangt, wurde er ergriffeii, uiid ein ScheinkriegSgeruht alitifucM MM WM' “ "‘."Sä il = 1- -<»" “* rmneiid)t5 der fvrtschreiteriden Garung in der Armee sich Gattin lo^usagen. „Daß eine Verschwörung —----------- . — i tmGange>sei",sagte^iatalie, ,^vußteichseitgeraumer I । Ss.&rffi.lTT.SS:» U,la errcflun« rmb wia de°S-?-ndEm bitten, bA die Mörder ihres Sohnes ihre Strafe ftnden. Da» Ausland. Nr. 137 Erscheint tL-ltch außer Sonniags. Den, (3 ikßener Anzeiger werden tm Wechsel mit dem hessische» Landwirt die fciefccitr Fa»ilie»' blähet viermal tu der Woche deigetegt. ötoiaxumUrtud lag der Brüh l'swe^ Uawe^vuch-u.vttt»' drucke«, Meksch irwerO zk'##v,fHoe. fcpeöttto® Die Nationalversammlung wird die König^vahl vornehmen, das Arbeitsprogramm für den neuen Koma aus- arbeiten und sich sodann bis zum Eintreffen b**a Vortagen. Der König wird ein neues Ministerium emsetzen und die Skupschtina auflösen. Das diplomatische Korps verhält sich vollkommen reserviert. Die Re^rung begnad ickte alle wegen politischer und Pretzdelikte Be- zu betrachten^ ! straften "und ordnete die Freilassung an. Seit den Bor- guig er auf b gängen am 11. Juni fand feine einzige Verhaftung und d--- -- „ hÄiMwÄSM-K* <»'« S-i ■— - Minister Peter Welimrowitsch, der hervorragendsten und ältesten Mitglieder der Skalen Partei er- nannt- Der neue Präsident wird m der Sitzung des Sena s und der Skupschtina b.en Vorsitz sühren, tn welcher die I Wahl des Königs erfolgt. Die Sniennung eines neuen Senatspräsidenten war noUveiidig, weil der frühere deut Demeter Marinkowitsch seinerzeit demissioniert hat. I Die neuesten Belgrader Blätter besprechen die Dl)ron. von 3000 Pfd. St. und schristliche Abbitte. Um Aufsehen mv iu u uupiwovp^sj-iJB vermeiden, erklärten sich die Offiziere schließlich damit kT, gunh'f Karaaeoraiewitschs. Im Kabinett habe einverstanden, daß sie ohne große VcrhMidlung von dem Mn meümnaSauMaufcb ftoügefuiibcn betreffs ber befini. Gericht in Kapstabt zur Zahlung eines LchmerKenSgetbe« tal’Siwi i^«nr dem künftigen Herrscher nicht von 1500 Pfb. Lt. verurteilt rourben. Gleichzeitig mutzten Ste. Ueber ben Mord des Königspaares gab bie Offiziere Abbitte lei ten. Die Angelegenheit tam id.oÄ ta « ItaV stn die Leifetitlichteit und dem augenblickliL der Minister reine uupiu g, n-venden Kiieasaerickt. Die Sache erregt peur- Tie letzten Tage sind in Belgrad nach offiziösen Meldungen ruhig verlausen. herrscht prmhiovlles Wetter. In den äußerst lebhaften Straßen promenieren zahlreiche Offiziere und Damen ui lichten Toiletten. Eure große Anzahl serbischer Studenten von auswärts ist eui- getrofsen. Unter einem TeU der UniversiLätS- lugend, welcher die Studien in Frankreich und der | Schweiz absolvierte, niacht sich eine r e pub li kani| ch e i Strömung bemerkbar, welche aber bei der Bevölkerung keinen Anklang findet. Es scheint sAer, daß bre Nationalversammlung sich für dieMonarch^ie ausivrechen wird. JnteressMit ist, daß die Mehrzahl der Bewohner Belgrads und selbst bedeutende Polittler Peter larageorgiewitsch noch nie sahen. Auch seine Photogra phien sind in ber Stadt noch nid# öu )el)W. -^otzdem ist er schon populär. Tie Blätter heben bie V«di^iste de-> I »auses Karageorgiewitsch hervor und sprechen die Hoffnung aus es werbe durch seine Berufung eine glückliche Aera Hir' bad vielgeprüfte Serbien aubrechen. lebhaftere Kavallerie- und Jusauierfe-Pattouillen nut ausacpslanztem Bajonnett zicl)en aus, was bisher nur nachts, geschah, lieber den zu erwartenden Verlauf dex heutigen! Sitzung der drational-Versammlunß sind die Anschauungen geteilt, während in amtlichen Meisen die »atz wenn überhaupt eine Debatte stattsinden sollte, bier selbe glatt ab läuft. Es gehen Gerüchte, daß heftigere ex» orterunaen zu erwarten seien und es nicht abzusche-i sei^ ob^fe ^nigswahl vollzogen wird. Das Amtsblatt ver> öffentlicht die Ernennung des Majors ^InumowttsMM bXnidarmeriekomMandantcn von Belgrad, xuuitri Rodo- wuschs zum Präsidenten des Lassationshofes, ferner die Penstonierung des bisherigeti Präsidenten des 1 U^öglichtdit ber Errichtung m Salgrab unb d-? Geudamne-itkommanbantoi van tz^ge unb^eiM n für bie Wahi Mara- Sdiabab Tanasije dticolitsch, welcher gelegentlich dev vor-seiner Jt p-----g _ ... «e«» «puo (s^orfie mbriqen PukscheS dekoriert wurde. Ter 9e Inhal Amwblattes besteht fast ausschließlich aus Glückwünschen an bie provisorische Regierung. . .„ms? usr.Ä,’s?*5>."'?i>... °Ur Nach^Privatm?lb?ngen hmgegen harscht in Serbien cht?/ |^,nm?t€ber Änng Dingte nidjt einverstanden zu sein, werden entweder verhastet oder polizeilich überwacht. Weiter soll das Ministerium I beschlossen haben, vor dem Zusammentritt der L>ruptschina & ’S-w. säfÄ'ss proL°°«n °°1L U stabSMberstteutnant MWlaw Ztwanow-tsch f^ Lrirf)offen ES verlautet, bie Ursache fei, daß m ben' PapiÄ des Königs ein Brief Ziwanowitschs ^t der An- liiubigung bti^nir^tott^ge^röcn roo n^ . Tu- Äulopsie ergab beim Stirn IVtatoL W Alteren über ein Attentut lich Abn orm.it äten i« »tr» ^ört ^^neteopoliten. In dortigen über ,erbliche Jahren wahrfcheinlich Geistes pnm b“3 - stierte unb sämtliche Details des Atltentats fest Der L>Lriä>enen lSerüchfen 900 000 Frcs. betragen,| fteI^feffor Ncnadowitsch, der Vetter und Der- auch Alexanders Nachfeß sn ^deutend. .^smann des Fürsten Pcter Larag^eor- «onigm RataÜe. tram^tfd) empfing den Vertreter des Wiener „Frem- Natalie richtete an «u ihrer m ' ber^nber die Unterreinnig folgendes beruhet: weilenden ehemaligen Ho^ameii die Anfrage, ob ^ .^itlcb sprach von dem Vetter nut wahrer Vev- ^oo Serbien zum Besuche des ^abes NenadowMch l^r „Sie sehen schon meine Koffer kommen konnte. Sae reklarte, ste habe ehrung und ^gm, fl lange uh Monaten ihren Sohn dringend Siefen, gepackt , fagtii er, i bi5 §wr Losung w.rtfrfnreitenbcn Gärung ui der Armee sich ^^r^nfelaerS, die nicht lange auf sich war- ^rt^aijdn wird. Ich kenne bie jetzige Stimmung m| 60 h1*11 «LnJTin d^ Bevölkerung hat er großen Anhang. [P}1 JA mit Wahrscheinlichkeit Vorhersagen, daß man Es laßt sich wu h , lüicb ghir solche Leute, die neue Krh? in das Land tragen wollen, erheben neue Kan-1 hm^emordet Zwiettach Die Serben können tcinen rour* I 9 ^^1*1 didaten auf den ,, <^an nannte ihn den ©oI-L.L JL 9'^' °t hotte nicht die ge- will i g e ‘„ „ banon9 Sie herrschende VerbMermig ^ingl" Traga.Regmie war ihm freilich bekannt. ®e-| über bav -trag üi,er ^ne Ereignisse sprechen, schichte vor. Eine neue Epoche hat begonnen grellen wir ihr n ch tie„ jd)1MrCn Au,gaben, vor und soll gewachsen sein. Er ist ein Mmm von denen er steht, o ein abgeklärter und erfaßen»' MMin Er wirb Serbien mit allen Straften nv« acacilroärtiacn OteaSung bestehe ans- Ter Mißhanbelte lag m e h re r e Tage kr an k nnb fordert« in Serbien die Aufgabe der I »y « „ Ruhe bi« jur auf Grund des ärztlichen bestes durch fernen «echlsber. ’Sna* bä ^e burch die Skupschtina Der Wahlakts tretet bon^seinw 'fteini^ern d ie Z^lmig eine WeLstrafe werde ruhig verlaufen. Die bereits in Belgrad eingettof- ftmen Deputierten sind fast auLschließlich für 7 Wochen der Ulitcrsuchungshaft wurden ihm an urteilt. ' gerechnet. ° Irans Oswalds Garten haben seither beim Publikum viel Erfolg gehabt. Am Samstag abend war das geräumige Zelt ehr gut besucht. Die Bilder erregten alle größtes Interesse und, soweit sie lustige Episoden vorführten, herzliche Heiterkeit. Es war ja so ergötzlich, wie über die geschäftige Putzfrau plötzlich von frevler Hand ein Eimer voll Wasser sich ergoß; )ie Prügelszene in der Küche, wobei die Küchenfee mit einem Lesen so handfest sich als Herrscherin m ihrem Reiche erwies. Bei der Darstellung des Lebens und Wirkens der Jungfrau von Orleans glaubte man sich ins Theater versetzt. Thea- ralisch angenehm und mit dem nötigen Gefühl ihrer Würde erschien die Jungfrau, präsentierten sich die Engel und Hei- igen. Der Leichenzug Krupps war nicht mmder fesselnd. Von besonderem Interesse waren die den Zuschauern wohl bekannten lokalen Bilder. Die Parade auf Oswalds Garten in Anwesenheit des Großherzogs war in der kinematogra- phischen Darstellung sehr wirkungsvoll. Die vielen übrigen Bilder können wir im Einzelnen nicht besprechen. Während der ganzen Vorstellung half eine liebliche stimmungsvolle Musik mit zum Erfolg. Das Unternehmen will noch einige Tage hier bleiben. •* Der Hessische Fechtv erein Waisenschutz, Verband Gießen, hielt gestern nachmittag auf der „Schönen Aussicht* ein großes Sommerfest ab, das sich eines großen Zuspruchs erfreute, so daß der große Garten dicht besetzt war. Den Glanzpunkt des Festes bildeten die Kinderspiele mit der ich anschließenden Preisverteilung. Die Mädchen führten Reigen, Bewegungs-, Volks- und Vallspiele auf, ivährend die Knaben sich im Sacklaufen und Wurstschnappen übten und einen Wettlauf veranstalteten. Reich beschenkt verließen die Kinder ihre Spielplätze. Auch für Unterhaltung der Er- ivachsenen wurde gesorgt durch Konzert, Tanzbelustigung und Preisschießen. Am Abend wurde der Garten prächtig beleuchtet und die Festteilnehmer führten, mit Lampions bewaffnet, eine Polonaise auf. -1. Großen-Buseck, 14. Juni. Heute morgen gegen 3 Uhr brach in der einige Minuten vom Dorfe gelegenen Weißmühle Feuer aus. Es ist allem Anscheine nach in dem Mahlraume entstanden und griff mit solcher Schnelligkeit um sich, daß die Bewohner nur mit knapper Not ihr Leben retten konnten. Das Wohnhaus mit der angrenzenden Mühle ist vollständig niedergebrannt; die angrenzenden Nebengebäude wurden gerettet I Der Schaden beträgt 25—30 000 Mk. und ist zum großen Teil durch Versicherung gedeckt! Bad Nauheim, 14. Juwi. Folgende Unterhaltungen sind in dieser Woche vorgesehen: Dienstag nachmittags Konzert der Kapelle des Magdeb. Jäger-Bat. Nr. 4 aus Bitsch. Abends Konzert der Kurkapelle oder Jägerkapelle. Eintritt 2 Mk. und 1 Mk. Bei gutem Wetter abends Konzert der Jägerkapelle aus der Teichinsel, von 8 Uhr ab Lampionsbeleuchtung der Teichhausterrasse, gegen 10 Uhr Feuerwerk aus dem Teich. Eintritt frei. Mittwoch nachmittags und abends Konzert der Kurkapelle. Abends Theatervorstellung: „Der Bettelstudent". — Donnners- t ags und abends aus der Terrasse Konzert der Knrkapelle. Abends im Saale Tanz. — Freitag nachmittags und abends Konzert der Kurkapelle. Abends Theatervorstellung: „Alt-Heidelberg". — Samstag nachmittags und abends Konzert der Kurkapelle. Abends Konzert der Strauß-Kapelle unter Leitung von Johann Strauß. Darmstadt, 13. Juni. Se. Kgl. H. der Groß- herzog hat dem hiesigen Hilfskomitee für Kischinew eine namhafte Summe überwiesen. (Frkf. Ztg.) ad. Darmstadt, 14. Juni. S. K. H. der Groß- h erzog hatte für heute nach Jagdschloß Wolfs gart en eine Anzahl hiesiger Familien zu einer Herr sch a ft st a fe l eingeladen. U. a. die Familien des englischen Gesandten Mst. Johnstone, Frhr. v. Biegeleben, Ministerialrat van der Hoop, Hofjägermeister Freiherr v. Leonhardi, Kanimerjunker Frhr. v. Starck, Kammerherr rc. Es waren ungefähr 12 Erwachsene und 20 Kinder zur Gesellschaft der Prinzessin Elisabeth anwesend. sä. D a r m st a d t, 15. Juni. (Original-Telegramm des „Gießener Anz.*). Unter ungeheurem Andrang des Publikums wurde heute gegen den 42 Jahre alten O berpo st assistenteu Ludwig Kehrer von hier, verheiratet, unbestraft, wegen Verbrechen im Amt und Urkundenfälschung verhandelt. Der Ülngeklagte gesteht zu, etwa ieii dem Jahre 1897 aus seiner Schalterkasse vielsach kleinere Beträge entnommen, für sich verwendet und diese Beträge in das Tagebuch und Gegenbuch der Staatsanwaltschaft und des Erbschaftssieueramtes x. als gestundet eingetragen zu , haben, so daß seine Kaffe stets stimmte. Er wurde unter Zubilligung mildernder Umstände zu 21/, Jahren Gefängnis und Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf 2 Jahre ver- Einbruchsdicbstähle. welche m der letzten Zeit hier vorgekommen sind, hat sich nach dem Vorbild einer Reihe anderer Städte hier auch eine sogenannte Wach- und unserer heutigen Nummer laut, die sich dahin ausspricht, das liberale Wahl! om itec möge nach der Wahl eine Sitte aller derer öffentlich bekannt geben, die ihrer Wahl- psticht morgen nicht nachkommen. Der Vorschlag ist originell und wir halten es nicht für unmöglich, daß das ÄahUomitee, dem ja das dazu nötige Material zur Per führung steht, ihn zur Ausführung bringt, so unbequem Md auch rur manchen zu werden droht. ♦♦ Bort rag von Lektor Goctschy. Am Der ganzen en Freitag beschloß Lektor Goetschy einen Cyklns Mainz, 14. Juni. Aus Anslaß der vielen • • Provinzial-Ausschlkß. In dem in vor. Nr. enthaltenen Bericht, bett, die Enteignung der Lampus'schen Hofraüe am Seltersweg, ist nachzutragen, daß die Augen- scheinSeinnahme nicht in 8 Tagen, sondern am 27. Juni, vormittags 8*/t Uhr statt findet. ** Personalien. Die Gerichtsaccessisten Karl Bräunig aus Offenbach und Alfred Fink ans Büdingen wurden zu Regieruiigsassessoren, die Gerichtsaccessisten Friedrich Dix aus Bensheim, Arthur Eulau aus Büdingen, Josef Fr ick er aus Darmstadt, Emil Hoffmann aus Darmstadt und Otts» Lemser aus Offenbach zu Gerichtsassessoren ernannt. * * Der Gericht sasscssor C. Kaufmann ist zur hessischen Rechtsonwaltsckiast zugelassen und heute als Rechtsanwalt am Landgericht 'der Provinz Oberhessen in Pflicht genommen worden. ♦ ♦ Eine Wählerstimme wird. im Reklamenteil von Vorträgen, der zu den interessantesten gezählt werden >arf. Ist uns der Vortragende aus dem vorigen Jahre chon als feinsinniger Rezitator bekannt, so verstand er es jetzt ebenso meisterhaft, seinen Vorträgen über Paris und Umgebung durch vorzüglich gelungene Lichtbilder natürliche Gestalt zu verleihen. Mit gespannter Aufmerksamkeit olgten die zahlreich Erschienenen dem trefflichen Führer >urch die riesige „Ville lumiere", ihre herrliche Umgebung, vorbei an St. Denis, St. Germain, um nach kurzer Rast im Parke von St. Cloud die Wanderung durch die Schlösser von Versailles und Fontainebleau zu beschließen. Reicher Beifall lohnte jedesmal die interessanten Vorführungen des Herrn Goetschy. — Wie wir hören, stehen uns für den nächsten Cyklus u. a. weitere Lichtb ild er-Pr oj ektionen über „Paris, wie es sich amüsiert" rc. in Aussicht, die höchst anziehend zu werden versprechen. Also: au revoir! ** Ter Geflügel- und V o g e l z u ch t v e r e i n Gießen und Umgegend hielt am Samstag abend die Feier seines 6. Stiftungsfestes in dem schön gcfüjmücften Saale von Bichlers Terrasse ab, wozu sich die Vereinsmitglieder und geladenen Gäste recht zahlreich eingefunden hatten. Tas F-est verlief in schönster Weise. Besonders trug der hiesige Gesangverein Heiterkeit zur Unterhaltung bei, -essen Gesang ebenso reichen Beifall sand, wie die vorgetragenen Couplets. Während der Panse fand eine Verlosung statt, an welcher sich die Mitglieder zahlreich beteiligten. Zum Schlüsse folgte ein Tänzchen, welches Jung und Alt bis zum Morgengrauen zusammenhielt. ** Tie Kinematographischen Vorstellungen ergab, daß Reich, der einen Wasserkopf hat, an fortschreitender Paralyse und seit dem Jahre 1902 an stetig zunehmender Geistesstörung und Wahnideen, namentlich Verfolgungswahn, leidet. Sofia, 14.Juni. Heute kam es zwischen Sozialisten und Mazedoniern neuerdings zu blutigen Zusammenstößen. Erstere beriefen zwei Versammlungen ein mit der Tagesordnung „Kischinew". Die erste Versammlung, in der der radikale Sozialist Kirkow sprechen sollte, wurde gleich anfangs unmöglich gemacht und fand nicht statt. Die zweite, von dem opportunistischen Abg. Sakasow einberufene Ver- Jammhmg sollte gegen Eintrittsgeld im Zirkus „Bulgarin" ' ftattfinben. Die Sozialisten besetzten frühzeitig das Versammlungslokal und stellten sich den eindringenden Nationalisten entgegen. Letztere blockierten das Zirkusgebäude und Ibombarbierten es mit Steinen. Die Sozialisten antworteten durch Revoloerfeuer. Vor dem Zirkus entspann .sich ein erbitterter Kampf. Die Polizei sprengte die Kämpfenden auseinander. Zwei Personen wurden schwer, sechs leicht verwundet. Vereinzelte Zusammenstöße zwischen Sozialisten und Mazedoniern wiederholten sich bis um fünf Uhr. Der Versuch der letzteren, die Vereinstafel vom Sozialisten- klub zu entfernen, wurde durch die Polzei verhindert. In *»en Straßen verkehren verstärkte Gendarmeripatrouillen. Konstantinopel, 14. Juni. Nachdem vor einigen Tagen eine Anzahl Militärschüler wegen unmenschlicher Behandlung gegen ihre Lehrer sich auflehnten, ist es gestern zu bedenklichen Exzessen unter der Garnison von Fildiz gekommen. Mannschaften eines Albanesenregimentes überfielen Gardezuaven mit blanker Waffe. Kameraden eilten von beiden Seiten herzu, sodaß eine regelrechte Schlachi entstand. Auf beiden Seiten wurde auch von dem Gewehr Gebrauch gemacht. Es gab mehrere Tote und viele Verwundete. Der Grund ist in der Eifersucht der aldanesischen Garden zu suchen, bei denen man Zeichen von Unzufriedenheit und politischer Teilnahme bemerkt hatte, und die deshalb durch Gardezuaven ersetzt wurden. Peking, 14. Juni. Der Präsident des auswärtigen Amtes, Prinz Tsching, lehnte formell die russischen Forderungen bezüglich der Mandschurei ab, die ihm der russische Gesandte Lesäre kürzlich in einer Unterredung unterbreitet hatte. Wie zuverlässig verlautet, sind die russischen Forderungen nicht geändert worden. Wahlbewegung. — Frankfurt, 14. Juni. Am Donnerstag fand hier eine von der Ortsgruppe des Handelsvertragsvereins einberufeue, von mehr als 400 Wählern aller Parteirichtungen Frankfurts und dessen weiterer Umgebung besuchte Versammlung statt, in weicher nach eingehenden Referaten der Herren Professor Lotz-München und Landtagsabgeordneter Funck-Franksurt a. M. und einer äußerst belebten Debatte ,in welcher die drei Reichstagskandidaten Justizrat Dr. Oswalt (nationatliberal), Lithograph Schmidt (Sozialdemokrat) und Rechtsanwalt Dr. Bruck (demokratisch-freisinnig) ihre Stellung zur Handelsvertragsfrage entwickelten, eine Resolution einstimmig angenommen wurde, in der ausgeführt wird, daß an der Handelspolitik des letzten Jahrzehnts, welche Deutschlands wirtschaftliches Gedeihen in einer bisher unerreichten Weise gefördert hat, unbedingt festgehalten werden muß, und daß es darum unbedingt notwendig ist, brauchbare Handelsverträge mit den wichtigsten Auslandsstaaten abzuschließen oder die bisherigen zu verlängern. Die Versammlung richtet die dringende Mahnung an alle Reichstagswähler, am 16. Juni, dem Tage der schwerstwiegenden Entscheidung feit langer Zeit, nur solche Abgeordnete zu wählen, von denen unbedingt erwartet werden kann, daß sie für eine Volks- freundlicheHandelspolitik mit Entschiedenheit ein- treten. Aus Stadt und Kaud. Gießen, den 15. Juni 1903. Reichstagswähler! Erfüllt Eure Pflicht am Wahltage, Dienstag dem 16. Juni! Die Wahrscheinlichkeit deS Sieges wächst, sobald alle liberalen Wähler in Stadt und Land ihre Stimmen abgeben. Bleibe also Niemand zu Häuft, der eine Stimme abzugeben hat! Das Wahlrecht legt jedem auch die Wahlpflicht auf! Der Kandidat der vereinigten bürgerlichen Parteien des Wahlkreises Gießen —Grünberg—Nidda ist Herr Kommerzienrat Louis Heyligenstaedt in Gießen. Die Herren Vertrauensmänner der politischen Parteien in den übrigen oberhesfischen Wahlkreisen werden gebeten, die W a h l r e s u l t a t e am Abend des morgenden Wahltages umgehend telegraphisch der Redaktion des „Gieß. Anz." bekaunt zu geben. Schließgesellschaft gebildet. Zweck der Gesellschaft ist, die Bewachung der Häuser und Wohnungen während her Abwesenheit der Inhaber zu betätigen. Die hier gegründete Gesellschaft ist ein Zweiggeschät der in Mannheim schon seit einiger Zeit bestehenden Wach- und »L-chließgesellschaft M. Bormann u. Cie. Frankfurt a. M., 14. Juni. Zu der auch von unS gebrachten Notiz von Frankfurter Schülerinnen, die sich verirrten, berichtet der „Kl. Pr." der Chefarzt des israelitischen Gemerndehospitals: Das 17 Jahre alte Mädchen ist keineswegs an den Folgen jenes Ausfluges gestorben, sondern einer plötzlichen Gehirnerkrankung erlegen, die nicht in Zusammenhang nut dem Ausflug zu bringen ist. Diese Anschauung wird von allen Aerzten und Spezialärzten, die bei der Behandlung der Kranken beteiligt waren, geteilt. Leh. Vom Feldberg, 14. Juni. Am 21. d. Mts. eiern die Turner des Mittelrheinkreises das 50. Feldberg- fest. Tie Fcldbergfeste haben ihren Ursprung in der Zeit der Erniedrigung Deutschlands genommen. Am 18. Oktober 1814 flammten vom Feldberg die Freudenfeuer auf als Wahrzeichen des Ermnerungstages von Leipzig. Tausende Vaierlandsfrcunde versammelten sich um bie lodernden Brände, um den begeisternden Worten Ernst Morttz Arndts und anderer zu laiischen. Die Feier des 50. Feldbergfestes wird sich würdevoll gestalten. Am 20. findet abends auf dein Feldberg Festversammlung statt. Die Musik des Homburger Bataillons ist hierzu gewonnen. Die Taunus- und Odenwald-Höhen und die Hohen des Rheingaues werden von den Turnvereinen festlich beleuchtet werden; interessant wird es werden, aus dem Munde berufener Festredner die Geschichte der Feldbergfeste zu vernehmen. Der Haupttag (21 ) bringt das Turnen von 800 Turnern, Wettspiele und großes Volks- eft. So wird das Jubelfest ein echt volkstümlich turnerisches werdeii, dem unsere ganze Bevölkerung warme Teilnahme entgegen bringen wird. Vermischtes. * Plauen, 13. Juni. Ein Großfeuer vernichtete das vierstückige Spinnereigebäude der Firma F. W. Tischrait völlig. Tas Gebäude stürzte zusammen. Der Schaden ist betiächtllch, doch erleidet der Betrieb keine Unterbrechung, weil die übrigen Fabrikgebäude erhallen lind. * Bern, 12. Ium. Auf dem Genfer See ist der Leutnant Schwartzkopff aus Lausanne beim Baden erirnnten. * Zürich, 14. Juni. Die zur Bergung der Leiche des am Balm Horn abgestürzten Studenten v. Steiger abgesandte Kolonne traf Samstag früh mit der Leiche in Kandersteig ein. Steiger hatte beim Absturz die Schädeldecke eingeschlagen. Er wurde Sonntag nachittag beerdigt. »Tunis, 14. Juni. Jrn ganzen Lande ist durch heftige Gewitter und Orkane großer Schaden verursacht ivorden. Durch Hagel wurde viel Vieh getötet und die Ernte in weiten Landstrecken völlig vernichtet. * Eine unbequeme Verwechslung. Ter viel genannte Betrüger Rosenberg sollte am 14. b. M. ins Pariser Gefängnis gebracht werden; beim Untersuchungsrichter stellte sich heraus, daß in Beirut eine andere Person, ein völlrg unbescholtener Priester, verhaftet worden war. Derselbe wurde sofort entlassen. * Kiel, 14. Juni. Bei dem Linienschiff „Kaiser Wilhelm II." wurde beim Kohleneinnehmen em Matrose durch herabfallende Kvhlenstücke tödlich verletzt. * Lindau, 14. Juni. Zwischen dem Großherzog von Toscaiia und der Prinzessin Luise hat hier eine Aussprache ftattgefunben. CH verlautet, Prinzessin Luise habe kürzlich eine vCborbnung sächsischer Frauen empfangen, die ihr mit ihren Huldigungen ein wertvolles Geschenk überbrachten. KanSwlttschast. Alsfeld, 13. Juni. Anfang dieses Monats sind die vom Landw. Provinzialverein unterhaltenen Jüngvieh- und F o h l e n w e i b e n in Oberhessen für die diesjährige Weideperiode in Betrieb genommen worden. Die Besetzung berielben stellt sich ivic folgt: Rinder. Fohlen. Jungvieh- und Fohlenweide Tiergarten 10 63 Jungoiehweide Wernings.....63 7 „ Zell........56 — „ Lauterbach ..... 66— 195 70 Sämtliche Weiden sind hiernach stark beschickt; da aber au) allen Futter reichlich vorhanden ist, so ist $u erwarten, daß das Resultat ein gleich günstiges wie voriges Jahr werden wird. Ein ebenso bedeutsamer Fortschritt in der rationellen Auszucht des Jungviehes ist durch die Errichtung von Gemeindejungvlehweiden im Vogelsberge in Verbindung mit den Hutweidenmeliorationen erzielt ivorden. Während in den Gemeinden Crainfeld und Hörgenau im vorigen Jahre die ersten derartigen Werden zur Eröffnung Famen, und mit ca. 150 Stück Jungvieh besetzt waren, sind in dresem Jahre solche Weideir auch m den Orten: Eichenrod, Steinfurt und Ober-Seemeu eröffnet und ebenfalls mit ca. 2000 Stück Jungvieh besetzt worden. Es rst zu hoffeir, daß mit der Ein- sührung eines rationellen Weidebetriebes und hiermit öerbunbeit durch eine bessere Fütterung unsere Viehzucht raschere Fortschritte machen ivird als ivic seither. Sport. D. Gießen, 14. Juni (Fußball.) Gestern sand auf dem Trieb bas schon seit geraumer Zeit zwischen dem Siegener Fußballklub und dem hiesigen Fußballklub 1900 verabredete Wettspiel seinen Austrag. Tas Ergebnis desselben war 1 :1 Goals. Bei Beginn des Spieles mußte Gießen gegen den Wind spielen, der jede Kombination im Spiel störte, und es gelang Siegen, 1 Goal zu treten; obwohl der Ball nur wenig an das Gießener Goal gelangte; jedoch bei dem Ivetten Teil des Spieles veränderte sich das Bild zu Gunsten Gießens. Gießen lag andauernd vor dem feindlichen Goal, und Siegen zog seine Spieler nir Verteidigung gänzlich ans Goal. Kurz vor Schluß des Spieles gelang es Gießen, noch einen Balt ins Siegener Goal hereinzubringen und hiermit bie im ersten Spiel erlittene Scharte auszuwetzen. Im allgemeinen zeigte sich Gießen in Der Kombination Siegen überlegen, und das Spiel hätte bei besserem Wetter wohl ein günstigeres Resultat für Gießen gebracht. Tas Retourspiel wird wahrscheinlich Anfang Juli, und zwar tu Siegen, stattfinden. Es ist dies das erste Mal, daß der Gießener Klub auswärts spielen wird, wie auch das heutige Wettspiel das erste mit einer fremden Mann- u. Gerichtssaal. (Durchschnitts- 3*/.% 7 fest. Morgen ist keine Börse Herr Tr. med. „Lbcrmeyers Herba Lene hak nur in vielen 22. Februar 1902 : Ein Wähler 4778 . 26.30 . 93.60 . 95.00 . 100.50 . 20840 . 185.40 . 136.25 . 147.00 . 153.70 . 145.40 . 17.60 189.00 . 219.50 . 176.90 . 181.80 . 101.70 . 103.00 . 50.40 . 34.00 . 33.95 . 135.00 45.05 Anfangs- . 207.40 . 208.60 . 136.— . 176.30 An das liberale WahlKomite. Von der Tatsache ausgehend, daß die Wahlbeteiligung S. tn U. schreibt am CefL Kredit. • Deutsche Bank Darmstädter Bank Bochumer Guß . Schaft war. Tas Ergebnis bot für den Training be3 Klubs rin ehrenvolles Zeichen. S^/o Mexikaner 4,/i)/o Chinesen . . Electric, öctackert . Nordd. Lloyd . . Kreditaktien Diskonto-Kommandit. Darmstädter Bank Dresdener Bank . , Beriner Handelsges. Oesterr. titaste bahn . Telephonischer Kursbericht, Franktort a. Ji„ 15. Juni 1903. 'Bfeuet vernichtett ma F. W. Tischraii ■ Der Staben iit 'eine Unterbrechung, ind. lenser Cer \\t bet janne beim Baben leister, auch verschwand das lästige Zucken sosorl bei der Rur". Zu h. in all. Apotheken, Drogerien und 'Bart 1262 5 «*B f'"‘biCuü6„" Schlußkurfi 207.40 209.25 136.— 176.90 181L7 Laiser v. Szell in Kenntnis setzte, daß er entschlossen sei, einige hervorragende ungarische Parlamentarier zu sich zu bescheiden, um deren Äiisichten und Borträge zu hören. LÄ nominierte hieraus dem Kaiser den Präsidenten des Maquatendauies, den Präsidenten des Abgeordnetenhauses Graum Apvonyi sowie die Grafen Julius Andraisu und Szapari. Tic Parlamentarier werden heute in Lien ein» frenen und vom Kaiser in 'Audienz empfangen werden. Valparaiso, 14. Juni. Zu der Nähe von Lalera ' Kunst unö Wissenschaft. Unser ^-Korrespondent melöci uns aus Neustadt a. d.H. D0XXX 14. ^uni: Heute um halb 11 Uhr iand m Gegenwart des Reaierunasvräsidenten v. Neuster (Speyer) die se,erliche Eröffnung Atzungen erlegen. a - 3 ... „ { x i . M » n .7r rt 1t n n n p r t i n o n ne ran. I - ■ r-z.... cm ^gung bet Leiche deL enten v. Steiger l mit der Leiche in lurz die Schädeldeck? stiag beerdigt. en Lande ist durch großer Schaden ver« viel 'Lieh getötet jllig vernichtet, hslung. Ter Diel- e am 14 d. M. ins rben; beim Unter* 6 in Beirut eine inbescholtener würbe \o\ort msW Faiser Mb neu em Matrose lich verletzt, dem Großherzog sin Luise hat hier verlautet, Mischer Frauen em- ngen em wertvolles Harpener Bergbau . . 18140 Echluß-Tenden-: fest ereignete fick) in dem Augenblick, al? ein Eisenbahnzug m der Dichtung nach Valparaiso vorüberfuhr^ ein Erdrutsch Infolgedessen mürben einige riesige §elöstucke auf die Eisenbahnschienen geschleudert und mehrere Reisende rötlich verhetzt. r L. Chicago, 15. Juni Der AuSstand der Hoteb» und Restaurationskellner Hal ungewöhnliche Zustände geschaffen. In den Hotels servieren und lochen jeV1 reiche Tarnen aus der besten Gesellschaft Die reichsten Geschäftsleute, die seither Gäste der vornehmen Restaurants i vor en, sind genötigt, sich ihren kunch selbst nntzubiingen. Tic «treckenden dringen in großer Zahl in die Hotels ein und bedrohen die ArbeitS« willigen. Tic Hotelvejchcr und Restaurateure sind ent- schlossen, nicht nachzng.'ben, und lassen ganze oisenbahnzüge voll Neger, die die Ausständigen ersetzen sollen, nach Chicago lommen. Ter serbische Münigomorb. den 10 w 56 ' ' 66 »ÄS eSgs» ’tatii9en jparen, ! *5^*'"' #11 AÄ"ibt,e Ztzir „Sen- b,‘ «ichl in DichAn" “‘“'M di, b„ geteilt. 21. b. Utz Feldbett m der ^ii ** * OktL t"’1“" N als 2'9; N*t lobetnbm UtaniJk !*» A-ndis ^bbergsesles wird abenbs aui dein öe§ Homburger aunu§e und Oben» werden von den ltieressanl wird es -dner die Gkschichi^ "ptlag (21) bringt und großes Volts. Anstich turnerisches warme Teilnah>ne Rinder. FoKn. t» SS ^5 Meßen S e^igte Llh^ '"L Zulu ere?? icb EL Kol, V'.fti c’ie auch - ’l'»icn J 0»"' lplel" ir^den handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Berliner Börse vom 13. Juni 1903. (Mitaeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.) Nachdem in Newyork die Erekulwnsverkause beendet erscheinen, imd von dort wieder freundlichere cnmnuuig gemeldet wird, ist für die hiesige Börse der einzige Faktor geschwunden, der' an einen momentanen weiteren größeren Rückgang glaiwen taffen knnnte Unserer Börie kamen die selten amerikanischen Kurse sehr aeleaen, da, wie schon öfters erwähnt, sich hier die Llnnmung auch schon qebeffert har; man eröffnete heute am allen Georeten m lejter ^cnbeiu Im weiteren Verlauf zogen die Kime am l amtlichen Märkten noch kräftig an. wozu der leichtere Gelduand die urwrimg- licheVeranlaffung gab; zunächst profitierten hiervon unsere Reichs- nnleihen, für welche das Ausland übrigens andauernd als Kamer auftritt Bon Renten sind Türken als teil, dagegen Spanier, m'olge des Rückgangs der Spanischen Bahnen, als nachgeyend zu erwähnen. Türkenlose neuerdings begehrt und 'leigend Am dem Kassaniarkt zeigte sich wiederum lebhafle Kauilusr, da die privaten Berichte über die' Eisen- und Kohlenindustrie anhaltend günstig bieiben. Privat-Diskont 3*,s Prozent. Belgrad, 15. Juni. (l'eßei japre, er wurm zu öuajii)auö oer Amtliche Slotierungen der beiUigen ^ruchtmarklpreise. urLcv~- . . . . , » , Weizen 21k. 17.00-00.00, Rurbessischer L'lk. 17.00—Oc'.OO, La Plata R. Gießen, 14. ^UNl. 4-as Lchwurgencht ver- 1^. I7ck3—18^0, Ransas Mk. 17.13—18.50, Roggen (hiesiger, bandelte am jreitag und samstag von vormittags 9 l^r q^art 16.00-00.00, Oierüe (Wetterauer) Mk. 00.00—00.00, iZrankcn- bis abends 8 Uhr gegen den wegen Brandstiftung an* leider Mk. c»0,00—00,00, Hafer Mk. 14.13—15.00, Mais Pik. 12.00—12.,25 geklagten 18 Jahre alten Johann Hausmann aus Weizenmehl o Bit. 25.75—26.25, 2. Qualität Mk. 23.75 Fleschenbach, Kreis Lauterbach- Ter selbe ist an- bis Mk. 24.25, 8. Cualuat 2)lf. 21.75—22.25, vtoggcnmehl o geklagt, im Marz d. I. da- Anwesen seines Baiers Urban Mk. 22.75—23.26, 1. Qualität DU. M.2o—^1..25^^ ^cizenkicic<11. 9..»u Wann ».tfWin M°nd J>4 haben. «°chst.-M- üveitagigen Verhandlungen wurde geifern abend kurz nach ab ' 3 ' 8 Uhr das Urteil gesprochen. Tie Geschworenen beiahten £ arflUfjnrt a. M., 18. Juni. (Telegr. Orig.-Berichl des die Schuldsrage sowie Annahme mildernder Umstände. ler r®ie6. Anz."). Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarki- Angeklagte wurde zu zwei Jahren Gefängnis vor- preise. Ium Verkaufe standen: 426 Lchsen, 146 aus Leu- urteilt. Ter Verteidiger hatte 6 Monate, der Staatsanwalt reich, 61 Bullen, 5 aus Ceftrcid), 756 Kühe, Fersen, Stiere und zwei Jahre beantragt. Ter Angeklagte, der während der Rinder, 0 aus Oestreich, 278 wälber, 116 «chafe und Hammel, Verhandlungen öfters weinte, brach bei Verkündigung t>eö 1242h£(?)n’1eSe/t» 0 Urteils in Schluchzen aus und beteurte fort-1^^0^65—67 «Dtf., 8. CuaL 61— 63TU.; Bullen 1.Qual. 62 bi-3 gesetzt ferne Unschuld. &4 Mk., 2. Qual. 59—61 Mk.; Kühe 1. Qual. 64—66 Alk., 2. Qual. R. 93l Dar m ftadt, 13. Juni. Das Sdjrourgeridjt 81_53 Mk., 3. Qual. 56—58 Alt, 4. Qual. 50—62 TtL, 5. Qual, trat heute unter Ausschluß der Leffenilichkeit in Vcrhand-100—00 Mk. Kälber: 1. Qualität82—85 Psg., Lebendgewicht 60—52 Pf., lang über einen Fall von vorsätzlicher Kindestöt-12. Qual. 46—49 Pfa., Lebendgewicht 45—48 Psg-, Schlacht- un g. Die Dienstmagd Marie Meyer aus Michelstadt war gewicht 63— 65 Pfg., edjak: 1. Qual. Schlachtgewicht 70—72^Psg., anaefcfiulbiat bei ihrer Herrschaft in der Aarlstrane hier 12. Qual. 66—68 Pfg., 8. Qual. 00—00 Pfg.; Schweine 1. L.ual. SÄT’&.Si unb I ju haben, uw es dann erstickte, ^a die Geschworenen sowohl bei Hornvlch gut, bei Kleinvieh gut, alles verlaust. Alarkt: die Frage der vorsätzlichen als auch der sal)rlässigen ^^erstand. Tötung oerncinlen (es handelte sich um eine sogen. Sturz- — , , । fiHLrs **• "■ "«*" regte, fand vor der hiesigen Strafkammer (Landge- ^as 2tadd)en Schauspielhaus. richtsrat Rüßler) eine strenge Sühne. Zur höheren Pflege Dienstag den 16. Juni, abends 7 Uhr : Zyklus mod. Dramen, des Humors war in Zwingenberg auch ein närrischer lieber unsere Kraft." Straßenaufzug arrangiert nrorben, und in diesem erschien “ ein Wagen, auf welchem in plastischer Darstellung die Familien Verhältnisse des Buchbrndermeisters Mahr in deutlicher Weise „illustriert" wurden. In weniger auf». »h*"“"'*"*— — —------ ■ --- 1 ——- ... - fälliger Art waren aud) noch zwei andere Einwohner des ^mäura 15. Ium. (Onginal-Telegr. des Gießener die Teputatton ihm cnigegcnreiien ^rd. . btti-5 in Witleibcnschaft gejoflc.i. D-r Seranftalter biefeS ~ . £ Ort- Malm en e>ch rannte gestern nach. ^^/T^^Trtb mä" e/ lei ansÄsta"ei bast bie SSfÄÄp« em mit fünf Personen besetzte. Automob.- an Ä Mlie wra ^ibiflnnfl tetgcVrodjcn9mürbe. Lei der einer starken Ptraßenkrlimtnttng gegen eine 2ele3rapl)enltan^. rourt)Cn Rußland unb Italien sei er verlvdndt, mit SanblS in btt ^ruMistanz würbe sestgestellt, bas, Tte Insassen stürzten heraus, oter derselben wurden e.cht Oesterreich und Tont,chland habe er nte etwa- zu wn gc- der Angeklagte den „Scherz" aus Rache inszeniert hatte, verletzt. Der Führer Oskar Hauck aus Berlin erlitt fo habt und was Franftetä) betreffe, so habe er sid) auf weil der Kläger die von ihm an einem Neubau des Letzteren schwere Verletzungen, daher innerhalb einer stunde starb, den fraiizvs>icheti ^10^61^11 t-ie ^aubtulann^.^au- ausgeführten Zimmerarbeiten in tränkender Weise kritisiert Tas Automobil war auf dem Wege von Berlin (etten unb oa» a MeiS habe Der GcOichtshof kam auf Grund der Zeugenaussagen ^anksurt. werde er tnben kba - höchstem Grad c liberal sein zu der Ueberzeugung, daß der Angeklagte aus Siache und Berlin, 16. Juni. Daö Armeeverordnungsblatt ver- und aus «e.lnen ein großem ®enf mt^cJ { in der Absicht gehandelt hatte, den jllager m den Augen Glicht eine KabinetSordre, nach der das Jeldartillcric- , . der entaeaen allen^^anberen^Mitteilung^ ^noch ^währ^en^der^^^^ 11^0 a^s z c^i t^ ousgesührb Regiment Nr. 63 fortan den Namen Zw eit eS N a ssau - in Genf weilt, erklärte einem Interviewer gegen» ^Atete der Gerichtshof als gle?chgiltig. Är ischeS Feld-Artillerte-Regiment Nr. 63 tirrantJ^ bic Ermordung des Königs Alexander müßte von aus den in Bettacht kommenden besonderen Umständen furt zu führen hat. 'einem Nad)folger unbedingt be ft rast werden, da er sich iiasim der Gerichtshof von der Verhängung einer Gefängnis- Berlin, 15. Jutu Ucber ben otanb ber Pofe-,onst zum ^T?ld)ulbigcn madje. icraie Abstand und verurteilte den Angeklagten zu 300 franlungen wird berichtet, daß un Befinden des m- Wien, 15. Iuiii. ^ic m Wien studierenden jerbi» G Geldstrafe resp. 60 Tagen Gefängtris, sprach dem fixierten Wärters Marggraf eine Aenderung ntcht emge- s ch^„ Studenten haben an den Präsidenten der «ftrp- stläaer aud) bie Publikationsbefugnis im „Darmst. Tägt. ttetcn ist. Die Serum-Behanblung wirb fortgefetzt. Cb t^xxxa in Belgrad folgende Tepe;chc gesandt: Die fvr- Ai?imaer^ und im Bergsträßer Boten" zu. Aussicht auf Erhaltung des Lebens des Marggraf vor- ^sche akademiiche Jugend m Wien aus allen Gegendeii des Mainz, 12 J^ü Tie LMHrige Dien st mag d Händen ist, läßt sich noch nicht sagen Die Untersuchu^ ^erbentums begrüßt mit Begeisterung das Zu- ontharina Wiener aus Winkel (Rheingau) hatte am 14. des Rachenschleims bei den übrigen Isolierten hat bivhetsammentreten der ^iuptichlna IN diesem ichid,alsvollen Mo- ^bru7r^aibSLn ber Senbrüde ihr 10 Tage altes ein Vorhandensein von Pestbazilftn mch.ergeben. Die mt ment Sie hat das vollste Vertrauen zf.. der Weisheit und außer^he^ches Kind^latEharftiaOin^den Rhein geschleu-\ifolierÄTan^cll|bcm Patriotismus der Volksvertreter. bert, wo es seinen xob fand. T-{* sro*»n<*r hntte sich heute vor dem Schwurgericht wegen Mordes zu verantworten. Tie Geschworenen verneinten diese Frage unb bejahten die auf Totschlag nut mildernden Umständen. Tas Gericht verurteilte d ie Angeklagte zu 4 Jahren Gefängnis. Lille, 14. Juni. Tas Schwurgericht verurteilte wegen Verletzung der Staatsgcsetze den Prior der Re- dempwristen zudre tTagenGefängniS und 100 Frcs. Geldbuße. Sechs andere Mönche rourbai zp einem Tage und 50 Frcs. verurteilt. Beim Verlassen des Gerichtsgedäudes wurden den Verurteilten große Qvationen bereitet. Aus Den Fenstern wurden Blumen geworfen und Rufe gegen bie Regierung wurden laut. Gendarmerie mußte die Kund- geber auSeinandertreiben. Tie Sieger hatte sich dem Kultusministerium regelmäßigen Bericht. ~ L. London, 15. Ium. Der Wiener Anwalt Dr. Theodor Zimmer wurde hier an Bord des von New- york kommenden Dampfers „Cymrie" unter der Beschuldigung, Veruntreuungen begangen zu haben, ver- .... haftet Dr. Zimmir hatte sich kürzlich unter dem Warnen 8% Patzan an Bord deS Dampfers „Qceanic" von Liverpool 3'/,°/° nach Newyork begeben, war aber dort bei feiner Ankunft ° ton der Polizei festgenommen und an Bord des „Stjmric" P/«™ nach Europa zurückgeschickt worden. Er wird morgen bem 4^» Oe6terr üoidrente . . 102.90 Polizeirichter vorgeführt werden. , 14* % Oesterr. öiiberrente 100LO Paris, 15. Juni. Santos Dumont machte einen Ungar, (ioldrente . . Versuch mit seinem lenkbaren Luftschiff. Er 6egab 40, nahen. Rente . . . sich mit seinem Ballon bis über den Rennplatz von Long- 4’,% Portugiesen . . . champ, woselbst er unter dem Beifall der Zuschauer mehrere MV Portugiesen.. . . . Manöver ausfü.-rt- und dmrn zum AufslicgSort iuruckkehrte NX 0 .... Paris, 1ö. Iunn U-bcr .^"dg-bungen m Nmrt-s ^nopo:.kcl wird berichtet: Zwei Sozraltsten, welche wahrend anti-L," äu88Cre Argentiner I klerikaler Kundgebungen verwundet wurden, sind chren Ver- y- Es handelt sich um den Leiter des ----- der ersten von ben pfälzifchen rau cn vere 1 nen veran- sozialistischen Blattes „Avantgarbe", LaulA, sowie ben staltelen Ausstellung von Frauenarbeiten swtt^-mer ätzenden ßer Frcibenkergruppe, Lejeun. Der Gendarmerie- Ansstellung, so reichhaltig und mu 10 öid vrakt sche n Der landnis ^^mann wurde durch einen Stoahieb am Kopse verletzt, -------------------------------------------- ou^äbU unb aSco±%X ,.e m in g P ist fein Zustand, nicht noch niemals, m Europa (Brnffel) vorherf " 0!?»PI ' 'Uarid U Juni. Im zehnten Bezirke wurde heute Fällen von chromfchcm Ek^cm (hautausjchlag sowie Haarailsfaa- dagewesen ist. Tie eine der Elevinnen, ittauMaior L a n lZwei. I Part5 ' ^„^^euutierten gewählten Nationalisten des Lwpfes und des Genchrs bei Umbern sehr gute Dienste ge- hfiirfpni fonntc das IN ihrer »veftanfprache, die in einem Hoch am I an Qtelie Den zu rr. O r "■»■1 -■f»-• —- l/>'»»,„«> ininrt hw Hur ’, hm d^ Vr mr^enten ausklang, bejonders hervorheben. In dreizehn Toumade der Natwualift Gtrou zum Gemeinderat gewählt. GruvvenAenNert sich dL Ausstellmigsmaterial. Junge Mädchen Rom, 14. Juni. Die „Znbuna" schreibt der Ma- m alten Pfäüertrachlen, Damenchöre und feftliches ^rgehpiel vor- rin em in ist er werde heute bet dem Gericht gegen den vollsländigten den festlichen Charakter des E^ff^ngsrages. -o ^istischen Abg, Ferri wegen der gegen ihn er- Jena, 13. Juni. T. Max ch.asl er, em bekannter ft ^hEn Beschuldigungen Klage etnreichcn. „Llvantt er- Aeschetiker und alter Achtundvierziger, m yemc im er oon befriedigt und meint, es sei dasselbe, ob durch L r grjablberecbtigten in ®iefcen ben MusityaQ bei ber morgigen 84 Jahren geiioi en. -------- [ Gerichtshof ober durch eine Diorine-llnteriuchungs- ^eichstagswahl geben wird, haben Sie bie Einrichtung ge- 0mU 1Ä ^folge^^teftes bertroffen, dos für leben der 8 Wahlbezirke ein Wahlbureau lichkeit "wird Erispi iw Dome zu 5t Domenico in durch Ihre Vettrauensmanner sich fon|tituiert, welche die Dalermo bearaben die Öülle des Staatsmannes im Attium l Namen der an der Urne Ettchienenen kontrolliett und gegen beä Pantheon beigesetzt werden. Ende der Wahlzeit alle diejenigen, welche von ihrem Wahl- Wien, 15. Juni. Als Beweis dafür, daß das Mtni-ftxcht Gebrauch zu machen im Rückstände sind, an ihre Wahl- sterium v. Szell schon in den allernächsten Tagen pst^chl erinnert feine Demission geben wird, wird die Tatsache an- Hiernach sind Sie auch nach ber Wahl in ber Sage, gesehen, daß v. Szcll bei der gestrigen einstundigen Audienz ft . ^zrund der Ihnen vorliegenden Lezirkslisten über alle beim Kaiser keinerlei Garantie sur bic kg ä b 1 e r, alle diejenigen, welche von ihrem Wahlrecht sm '=■ «s* pfh empfehlen, nicht bei halber Arbeit stehen zu oietoen, sondern daß Sie nach ber Wahl dafür sorgten, daß ein namentliches Verzeichnis über alle, weiche fichs nicht zur Pflicht gemacht habe«, ihr Wahlrecht auSznubeu, herausgegedeu werde. Gießen, den 15. Juni 1903. auch früher zu vermieten 3750 Lubwigsiraße 29. Kamille Seibel Keplerstraße 1, Bel-Etage. gethan? Sonborf, 15. Juni 1903. 4780 Antwort: Mendorf a. Lahn, den 15. Juni 1903. [4792 zu möbl. Ziminer z. v. Kreuzplatz 10. Wer liefert Preis an G. 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