Nr. 113 Eriche»», täglich au bei Sonntag*. Dem Gießener Anzeiger werden tm Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die tiitfctner Kamllien- blätter viermal in der Woche deigelegt. bUtaiionflönid u. Ver» lag der t5 i ü h l'scheu llinver1.-Buch-u.8tem- druckere, (Pietsch Erden) RedakNon. Erpedttioa und Druckerei: Schul»raße 7. Abreise tüt Depeschen: «uzeiger «ictzea. ^fmlprrdianld)lu6 Hx 5L Freitag 15. Mai 1803 153. Jahrgang Zweites Blatt. Eichener Anzeiger " General-Anzeiger w Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen VezugSpre»», monatlich viertel» jährlich ML. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Post Pik. 2.— mert el- läbrL auSichl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für tue lagesnummer bis vormutag* 10 Uhr. Zeilenvrei*: total 128k aus wärt* 80 tilg. VeraniworNich tüt den poltL und aQfltm. Teil: P. Wiltko. tüt »Stadt und Vanö“ und .Gerichtsaal*: August Götz; für den Un- geigen teil: t>an« Veck. JHe heutige Plummer umfaßt 10 Jetten« f -»■ ----- -------— Körse, Kandelsstand und Wayteu. AuS Handelstreisen wird uns unterm 14. Mai geschrieben : In der Berliner Wahlbewegung ist gestern zum ersten Male auf die Vorlage hingewiesen worden, die den neuen Reichstag voraussichtlich bald nach seinem Zusammen- tritt beschäftigen wird: aus die Novelle zum Börsen- aesetz. Es gesck)ah dies in der Versammlung der Freisinnigen BolkSpartei für den ersten Berliner Wahlkreis, in der auch Eugen Richter das Wort ergriff. Die Börsennovelle ist bekanntlich ein Opser des Zolltarifs; sie wurde, obwohl bereits ausgearbeitet, auf die lange Bank geschoben, damit die Bahn für den Zolltarif frei bleiben konnte. Im Herbst dürfte die Novelle dann zuerst an die Reihe kommen, sie wird den Prüfstein bilden für die im neuen Reichstag vorherrschende Richtung. Noch haben es die Wähler in der Hand, diese Richtung zu bestimmen; das sei speziell den kaufmännischen Kreisen, die ja in ihrer Gesamtheit mit der Börse Zusammenhang haben, in Erinnerung gebracht. Auf agrarischer Seite heißt es: „Die Börse kann warten!" Als ob sie nicht seit Jahr und Tag wartete! Weiter wurde und wird prophezeit, baß die Dörsennovelle eine „gründliche Prüfung" seitens der Rechten zu gewärtigen habe. Dagegen wäre nichts einzuwenden, wußte man nickt, daß die Prüfung in diesem Falle hinauslausen soll auf eine Verschärfung der bestehenden börsengcsetzlichxn Bestimmungen, die die Novelle für die Regierung unannehmbar machen, also zum Scheitern bringen müßte. Was bis jetzt über den Regierungsstand- puntt in der Börsenrejormsrage bekannt geworden ist, läßt nur auf ein teilweises Entgegenkommen gegenüber den Wünschen der Bärsen-Jntere,senten schließen. DaS aber, besonders die Milderung der hinlänglich bekannten unhaltbaren börsenrechtlichen Bestimmungen, wird niemand ab- lehnen dürfen, der der Börse überhaupt noch eine Existenzberechtigung zugesteht. Das Borjengesetz hat im Verein mit Erhöhung der Börsensteuer nachteilig auf das Gewerbe besonders der selbständigen mittleren und kleineren Bankiers eingewirkt. Um dies zuzugeben, braucht man lein enragierter Börsenfreund zu sein. Es ist eine allgemein anerkannte Tatsache, daß das Großbanlentum nach dem Erlaß des Börsengejetzes zur Blüte gelangt ist. Die hierdurch beivirkte Vermehrung der abhängigen Existenzen müßte folgerichtig gerade die Agrarier, diese angeblichen Vertreter des selbständigen, des „alten" Mittelstandes, auf die Seite des Privatbanliers führen. Aber hier kommen städtische und Handels-Jnter- essen in Fragen, da versagt die agrarische Konsequenz. Rach dieser soll der Handelsstand seinen Topf überhaupt nicht am parlamentarischen Feuer warmen. Er ist geeignet, für Besteuerungszwecke in erster Linie herangezogen zu werden; auch erlaubt man ihm, sich zu betätigen, wenn es sich um kostspielige und in Bezug auf Rentaoilität unsichere Unternehmungen z. B in der Kolonialwirtschaft handelt. Aber eine seiner nationalölonounschen Bedeutung angemessene Mitwirkung bei der Gesetzgebung soll ihm Der |agt werden. Die Vorst schlagt man und den Handel meint man, und mit dem Handel würden, wenn die agrarische Richtung im neuen ineidjätag Oberwasser bekäme, die zahlreichen Handelsangestcllten, die in (Exportbetrieben, in Schiffahrt ujro. Bescl-aiiigten, getroffen iveroen. Der Kausmanns|iand hat eS, tote gesagt, bei den Wahlen in der Hand, mit Erfolg dagegen zu protestieren.___________________________ Politische Tagesschau. Politik und Geschäft. Die sozialdemokratische Preffe macht sich das Vergnügen, das Mitgliederverzeichnis der konservativen und freikonseroativen Reichstagsfraktion abzudrucken, unter genauer Bezeichnung des Standes und Titels der einzelnen Abgeordneten. Der Zweck ist klar. Da sich unter diesen Abgeordneten eine Anzahl Herren von Adel und hoher Stellung besindet, so soll die sozialdemokratische Masse angestachelt werden zum Kampf gegen die »Junker" und „Kommerzienräte". Dabei mißen diese Herren Preßdemagogen recht gut, daß unter denen, die sich bereit finden lasten, ein Mandat der staatserhaltenden Parteien auf sich zu nehmen, sich sehr viele befinben, die das nur unter bewußter Aufopferung in Erfüllung einer Art Ehrenpflicht tun. Man weiß doch genugsam, wie schwer es den bürgerlichen Parteien fällt, geeignete Reichstagskandibaten aufzutreiben. Eine ganz andere Schlußfolgerung ergibt sich, wenn man die Liste der sozialdemokratischen ReichstagSabgeordneten überblickt. Diese Liste ergibt ein merkwürdiges Resultat: Die Abgeordneten und Führer der Sozialdemokratie haben gerade durch diePartei ihre bürgerliche und soziale Position gebessert. Ja, sie sind zum erheblichen Teil Fabrikanten und Kapitalisten, — Herr Krumm ist bekanntlich Drogenhändler en gros — also „Ausbeuter" im sozialdemokratischen Sinne, geworden. Allein acht Zigarren-Fa brikanten zählt man, die durch die Partei gezüchtet worden sind und die — kann man wohl sagen — von der Partei unterhalten werden. Tenn es ist doch klar, daß diese Zigarren-FabriEanten ihre Unternehmer-Stellung nur darum errungen haben und dadurch behaupten, daß ihnen die Maste der „Genosten" als Konsumenten zur Verfügung steht. Dazu kommt bann die große Anzahl von über 30 gut besoldeten früheren Proletariern und jetzigen demagogischen Deutsches Deich. Berlin, 14. Mai. Gegenüber einer Meldung de4 Pariser „Figaro", toonam der Papst auf lebhaftes Drängen des deutschen Kaisers sich bereit erklärt habe, dem Bischof Ben zier von Metz im nächsten Konsistorium den Kardinalshut zu verleihen, versichert die „Nat.-Ztg." auf Grund zuverlässiger Mitteilungen, daß Kaiser Wilhelm keinen derartigen Wunsch ausgesprochen hat. — Tie Meldung, dag zwischen der deutschen und französischen Regierung ein Schriftwechsel wegen eineS neuen Handelsvertrages stattfindet, wird dem „Börs. Kur." von kompetenter Stelle als unrichtig bezeichnet. — Der Berliner czechische Turnverein veranstaltet während der Pfingstfeiertage hier ein czechi- sche s Turnfest, zu dem auch die polnischen LokaL- vereine geladen sind. — Der „Reichsanz." veröffentlicht das Gesetz betreffend Pbosphorzündwaren vom 10. Mai und die kaiserliche Verordnung vom 10. Mai 1903 zur Ausführung des Gesetzes zum Schutze der Warenbezeichnungen vom 12. Mai 1894. — In der heutigen Sitzung des Bundesrates wurde dem Aussck-ußberichte betreffend die Denkschrift über die Ausführung der Anleihe-Gesetze und dem Beschluß des Reichstages hierzu, sowie dem Ausschußantrage betreffend die Uebersichten über die Einnahmen und Ausgaben der Schutzgebiete für das Rechnungsjahr 1899 und den Beschlüssen des Reichstages hierzu Zustimmung erteilt. — lieber die Zeiten für die diesjährigen Flotten - manöver ist folgendes festgesetzt: Am 15. August tritt die Uebungsflotte unter dem Befehl des Admirals v. Köster in Wilhelmshaven zusammen. Vom 15. August bis 5. September ist Manöver in der Nordsee und Fahrt nach Kiel, vom 5. September bis 15. September Manöver in der Ostsee. Am 15. September erfolgt die Auslösung der Flotte in Kiel. Dresden, 14. Mai. Das Ministerium beraumte als Termin für die Reichstags st ichwahlen den 25. Juni an. — DaS Landesmedizinalkollegium wird bei der Regierung die energische Bekämpfung des Kurpfuschertums beantragen und zugleich Vorschläge hierfür unterbreiten. Greiz, 14. Mai. Die Vermählung der Prinzessin Emma Reuß ä. L., der ältesten Tochter des ver- Itorbenen Fürsten Heinrich XXII., mit dem Grafen K ü- nigl-Ehrenburg fand heute statt. Von Fürstlichkeiten nahmen der Fürstregent Heinrich XIV., Prinz Karl zu Isenburg, die Prinzessin von Schönaich-Karolath, Prinz und Prinzessin von Schönburg-Waldenburg und die Eltern des Grafen Künigl teil. Außerdem wohnte Fürst Heinrich XXIV. Reuß ä. L. in der Loge der Feier bet Koburg, 14. Mai. Der Regierungsverweser Erbprinz Ernst tu Hohenlohe-Langenburg ist mit Gemahlin und Kindern heute aus Davos wieder in Koburg eingetroffen, ebenso die geschiedene Großherzogin von Hessen, geborene Prinzessin von Koburg. Stuttgart, 14. Mai. Die Kammer der Abgeordneten nahm bei Beratung des Einkommensteuergesetzentwurfs die Kommissionsanträge zu Artikel 18 und 19 mit 27 gegen 6 Stimmen, letztere die der Sozialdemokraten, an. Danach beträgt der Maximalsteuersatz 5 Prozent bei einem Einkommen von 200 OuO Mk., während die Erste Kammer einen Maximalsteuersatz von 4i/2 Prozent bei einem Einkommen von 100 UGO Mk. festgesetzt hat. Der Finanzminister sprach namens der Regierung die Zu- Itimmung derselben zu bicien Anträgen und die Hoffnung aus, dav auf dieser Grundlage eine Einigung mit der Ersten Kammer erzielt werden möge. Heer und Flotte. Seit der Einführung der zweijährigen Dienstzeit hat die Kriminalität im Heere dauernd abgenommen. Tas ist darauf zurückzuführen, daß die meisten Unter der zweijährigen T i nstzeit sind die Bestrafungen in der Armee um mehr als em Drittel zurückgegangen; im Gardetorps qr ter Rücrgang der Bestrafungen noch größer, nur etwa die Hälfte Vergehen sino zu verzeichnen. „Schriftstellern", Redakteuren, Partei-Sekretären rc., die als sozialdemokratische Abgeordnete im Reichstage sitzen. ES besteht unstreitig die garnichtwegzuleugnende Tatsache, daß für die ganz große Mehrzahl der führenden „Genossen" einzig und allein die sozialdemokratische Partei eS ist, durch die sie eine bürgerliche und zum Teil sogar kapitalistische Stellung errungen haben und sich erhalten können. Nirgends sonst sind Politik und Geschäft so eng mit einander verbunden, als gerade in der Sozialdemokratie. Unter solchen Umständen kann es doch unmöglich ganz leicht fallen, an den Idealismus und die opfervolle Hingabe dieser „Obergenoflen" zu glauben. Zur Verabschiedung des Erbprinzen von Sachsen-Meinivgen als tommanbierenber General des 6. Korps schreiben die „Derl. Reuest. Nachr.": „Mögen seine Erlasse betreffs der Mißhandlungen unb Beschwerden die direkte Ursache gewesen sein und den letzten Anstoß gegeben haben, so ist notorisch, daß schon seit einer längeren Reihe von Jahren zwischen dem Kaiser, seinem Schwager, und seiner Schwester persönlich sehr wenig Beziehungen ftattgefunben haben. Das fiel besonders bei Gelegenheit der in Kiel beim Prinzen Heinrich gefeierten silbernen Hochzeit des Meininaenschen Erb- priiizenpaares auf, welcher der Kaiser nicht beiwohnte. Tie Medisance will sogar daraus pckante Schlüsse ziehen, daß bei jener Feier das Lustspiel „Tie zärtlichen .Verwandten" ausaeführt ward. Erbprinzessin Charlotte, die älteste Schwester des Kaisers, geboren am 24. Juli 1860 und seit 1878 mit dem Erbprinzen Bernhard von Sachsen-Meiningen vermahlt, ist von selbständigem Charakter, wie auch ihr Gemahl, und da sollen private, vom Kaiser gegebene Verhaltungsmaßregeln schon vor längerer Zeit nicht glatt Hingenom men worden sein." Auf der Wanderversauiwluug bayerischer Landwirte in Schweinfurt hielt Prinz Ludwig von Bayern eine zweite Rede, in der er sich über die allgemeine Landwirtschaft wie folgt aussprach: ,Jn dem großen internationalen Verkehr, in dem wir unS befinden, werden wir es trotz aller Zölle nie dahin bringen, daß die Preise im großen Weltverkehr lehr bedeutend voneinander differieren. Einzelnem tarnt man ja aohelsen durch Zölle und Tarife ujro. Aber in der Hauptsache kommt es nur daraus an, billiger zu produzieren, als man verkauft. Es sind übrigens ja auch die Industriellen und Gewerbetreibenden in der gleichen Lage. Es ist ja faktisch durch den Fortschritt in der Kultur ermöglicht worden, viel billiger zu produzieren als zu früheren Zeiten. Damals wurde nicht so scharf gerechnet, und eS ist viele Arbeit nicht direkt bezahlt, sondern auf dem Wege der Naturalleistung oder durch Fronden. Jetzt muß man alles bar bezahlen. Nehmen wir alle Mittel, das 'Wissen, jene Mittel, die die Regierung, dann die einzelnen Landtage und der Reichstag zur Verfügung stellen, nehmen wir sie dankbar an, und lassen wir vor allem selbst nicht die fpoffnung sollen. Streben wir vorwärts^ Diejenigen — und es sind ja Nachkommen von Familien da, die ihre Güter vertäust haben — glauben ein gutes Geschäft gemacht zu haben. Aber die wirklich gut gelebt, haben meistens nichts mehr. Und diejenigen, die ihre Güter behalten haben, sind vielfach angesehene, wenn auch nicht reiche Leute, die einen sehr schönen Besitz haben. Denken wir nicht nur an die Gegenwart, sondern auch an die Zukunft, nicht nur an uns, sondern auch an unsere Kinder. Und wenn wir so wirtschaften werden, wird kein Landwirt die Flinte ins Korn werfen müssen.- werden einzelne Ermordungen von Christen gemeldet. Infolge ernster Vorstellungen der hiesigen Botschafter ist vom dildiz und von der Pforte allen ValiS und Kommandanten in den Provinzen strenge Instruktion zugegangen, etwa drohende Aiassakres mit allen Mitteln Yintanzuhalten und besonders die Fremden zu schützen. Aus Saloniki werden offiziell weitereDynamitfunde gemeldet; man befürchtet neue Anschläge. — Der Wiener „N. Fr. Pr." wird aus Uesküb berichtet: Mehrere Dörfer südlich von Tjakova wurden von türkischer Artillerie beschossen, wobei neun Albanesen gefangen und einer getötet wurden. Die türkischen Truppen hatten 3 Tote. Tie gefangenen Albanesen sind Vtoiable aus Djakova, die von dort geflüchtet waren. Durch ihre Gefangennahme glaubt man, den Widerstand der Albanesen in Tstakova gebrochen zu haben. Der Großvezier opponiert noch immer gegen die seiner Ansicht nach von der Ottomanbank zu hoch bemessene llnisilationsanleihe von 32 Millionen Pfund. Tie bulgarisa-en Dörfer Kartschewo und Kruschewo bet Demirhissan sind im Kampfe mit Türken. Weiber und Kinder sind in die Wcllocr geflüchtet. Im Dschumajabezirk wurden alle Dorfältesten verhaftet. Tie Dttikan-Unruheu. AuS KvnstantinopSi wird telegraphiert: Aüs mehreren kleineren Orten in der Umgebung von Monasrir und Uesküb Zur Ueberfulluag im juristischen Beruf. Die Einführung des Bürgerlichen Gesetzbuchs und die damit verbundene Umgestaltung des Grundbuchwesens, die für Hessen und auch andere Staaten von einschneidendster Bedeutung ist, würde, so meinten manche, auf den Andrang zum juristischen Studium wie die Oeffnung einer Schleuse wirken. Tie Schaffung freien Raumes, die von der preußischen Regierung bekanntlich noch durch besondere Ver> günstigungen für den Rücktritt der über 60 Jahre alten richterlichen Beamten gefördert wurde, ist aber bekanntlich nicht in dem vermuteten Umfang eingetreten. Jedenfalls überwog der Zufluß bei weitem den Abgang, und so erschienen z. B. zum letzten Staatsexamen in Darmstadt nicht weniger als 2 2 A c c e s s i st e n. Wenn auch zu erwarten ist, daß nach einiger Zeit die Erkenntnis von der Ueberfüllung des juristischen Berufs weitere Kreise zur praktischen Nutzanwendung führen und auf die Flut die Ebbe folgen wird, so gilt es eben jetzt, den vorhandenen überschüssigen Kräften nach Möglichkeit Wege zu weisen, die vor völligem Brachliegen bewahren. Es ist ein günstiger Umstand, daß unser hoch entwickeltes wirtschaftliches Leben in steigendem '.Naße volkswirtschaftlich und auch juristisch geschulter Kräfte bedarf. Das gewaltige Bauwerk der staatlichen Versicherung benötigt manches rechtskundigen Werkmeisters und Arbeiters. Insbesondere ist aber hier noch auf ein weiteres Gebiet hinzuweisen, das für juristische Kräfte immer aufnahmefähiger wird; das p r i o a t e V e r s i ch e r u n g s w e s e n und hier in erster Linie die Haftpflichtversicherung. Dieser Versicherungszweig ist in ganz außerordentlichem Aufschwung begriffen und kann vermöge feiner Eigenart des juristischen Mitarbeiters gar nicht entbehren. Hierzu kommt, daß gerade die Tätigkeit m der Hafipflicht-Ver,icher- ung juristisch vielseirig ist und gute Gelegenheit auch zur Fortbildung rn der einmal erwählten Wissenschaft bietet. Freilich sind das alles angesichts der Größe des besprochenen Uebelstandes nur „tleine Mittel". Wirkliche Besserung wird, wie gesagt, erst eintreten, sobald der Zugang zum juristischen Studium wieder normale Verhült- nisse angenommen hat. die Gründe bar, weshalb die Regierung die Zollfreiheit für Holz aufrechterhalte, und betonte namentlich, day bei der gegenwärtigen Lage ein Einfuhrzoll auf Holz der östreichischen Forstwirtschaft nicht nützen könne, da das östreichische Zollgebiet kein geeigneter Markt für ausländisches Holz sei. — Abg. Ferjcmcic sprach heute in einer Versammlung, an der 300 slavische, ruthenische und kroatische Studenten und mehrere Abgeordnete teilnahmen, über die Errichtung einer slavischen Universität in Laibach. Hierauf beantragte ein serbischer Student eine Sympathiekundgebung für Serbien, Bulgarien und Ma- cedonien. Nach Schluß der Dersamlung zogen die Teilnehmer vor die Redaktion der „Neuen Fr. Pr.", schlugen unter Johlen, Pfeifen und Pfuirufen mehrere Fensterscheiben ein, und zogen dann zu der Universität, wo ein Exemplar des Blattes auf offener Straße verbrannt wurde. Budapest, 14. Mai. Nach Meldungen aus Fiume haben kroatische Bauern gestern bei Buccari die Semaphoren und Avisotafeln der Eisenbahn zer^ stört, Telegraphendrähte abgeschnitten und durch Stein- barrikadeu den Verkehr der Züge verhindert. Aus Fiume wurden Truppen nach Buccari beordert. Innsbruck, 14. Mai. Ein Erlaß des Unterrichtsministers sagt zu, daß die italienischen Lehrkanzeln der hiesigen juristischen Fakultät als Rechtsakademie an einen Ort außerhalb Tirols binnen längstens drei Semestern verlegt werden. Die fortwährende Vermehrung der italienischen Lehrkanzeln an der hiesigen Universität erregt bei den deutschen Studenten und der Bürgerschaft wegen der Gefahr der Utraquisier- ung unserer deutschen Universität die größte Besorgnis und Erregung. Algier, 14. Mai. Ein Telegramm aus Beniunif meldet: Eine 30 Mann starke Bande raubte am 13. d. M. in der Nähe von Duveyrier 47 Kamele, die zu einem am 13. früh nach Süden aufgebrochenen militärischen Transport gehörten. In Beniunif geht das Gerücht, daß sich bei Beschir südlich von Taghit eine zahlreiche Bande zusammen gezogen habe, die dem nächsten Militärtransport den Weg verlegen wolle. Tanger, 14. Mai. Aus Metuan eingegangene Nachrichten bestätigen einen Sieg der Regierungstruppen. Ein englischer Dampfer ging mit Verstärkungen und Munition nach dort ab. San Francisco, 14. Mai. Im Lause seiner gestrigen Rede führte Präsident Roosevelt aus, der sicherste Weg, den Frieden zu erhalten, sei, zu zeigen, daß die Vereinigten Staaten den Krieg nicht fürchten. Sie müßten daher sür den Bau weiterer und besserer Schlachtschiffe sorgen. New York, 14. Mai. Der „Brooklyn Eagle" erklärt, ein dem Prinzen Heinrich nahestehender Amerikaner habe die Nachricht erhalten, daß der Prinz zur Weltausstellung hierherkommen werde. — Aussehen verursacht die Entdeckung, daß der Kongreß mittels eines Zusatzes zum Ackerbau-Etat ein drastisches Gesetz gegen die Einsuhr verfälschter Nahrungs- und Genußmittel, sowie Drogen erlassen hat. Dieses Gesetz verbietet alle Zusätze, welche für den heimischen Konsum im Ursprungslande verboten sind, ferner falsche Angaben aus den Etiketten. Das Ackerbau- amt erklärt, mit Borax behandelte deutsche Wurst, sowie viel salyzilhaUiges Bier, ferner Weine müssen sofort nach dem Jnkrasttreten dieses Gesetzes, am 1. Juli, ausgeschlossen werden. Alle Vorbereitungen für die Durchführung des Gesetzes sind getroffen. Wahl-Bewegung. Friedberg, 14. Mai. Sicherem Vernehmen nach werden die National-Sozialen im Vereine mit den Linksliberalen für den Wahlkreis Friedberg-Büdingen eine Kandidatur aufstellen. Der Name des Kandidaten wird m kürzester Zeit bekannt gegeben werden. (N. F. Z.) WormS, 14. Mai. Bei der gestern hier stattgehabten Versammlung der Vertrauensmänner des Zentrums wurde Pfarrer Blum von Oberabtsleinach im Odenwald als Reichstagskandidat des Wahlkreises Worms»Heppenheim- Wimpfen aufgestellt. Blum hat die Annahme der Kandidatur zugesagt. München, 14. Mai. Der klerikale „Bayerische Kurier* erklärt heute, wenn die Liberalen irgendwo in die Stichwahl kämen, würde das Zentrum nicht sür sie stimmen. Vom Abg. Dr. Heim war in liberalen Zeitungen behauptet worden, er habe jüngst in einer Zentrumsversammlung gesagt, wer nicht Zentrum wähle, solle 25 hinten hmaufbekommen. Nun teilt die Zentrumspreste die einschlägige Stelle von Heims Rede, wie folgt, mit: Zum Landgrafen von Hessen kam eines Tages aus einer Bauerngemeinde eine TepiUatton. Sie beklagte sich über ihren Bürgermeister. Der Landgras fragte sie: Wer hat den Bürgermeister gewählt? Sie antworteten: Wir. Ter Landgraf ging weg. Nach einiger Zeit erschienen Profotzen, und es wurden jedem der Deputation 25 beruntergehauen. Aus ihre Vorstellung über diese Behandlung ließ ihnen der Landgraf sagen, sie hätten 25 verdient, weil sie so dumm gewesen feien unb den Mann zum Bürgermeister gewählt hätten. M. H.! Wenn wir in einer Zeit, wo ein liberaler Redner wie Professor Böhtlingk sagt: „Dian muß anfangen, wie in Frankreich, die Katholiken aus Deutschland hinauszujagen*, als Katholiken nicht durch den Stimmzettel protestieren, von unserem Wahlrecht keinen Gebrauch machen, so verdienen wir auch 25, denn dann haben wir keine Achtung vor uns selbst. Uebrigens ist es dementiert worden, daß sich Böhtlingk ,fo, wie angeführt, geäußert habe. zwischen England und dem Congostaat zu unterzeichnen, wonach England das Lado gebiet wieder besetze und der König der Belgier jeden Anspruch auf Ge- bietscrwerbung an den Nilufern endgiltig aufgebe, wofür er als Entschädigung einen Teil von Bahr-cl-Ghazal erhalte. Paris, 14. Mai. Tie Deputierten der Stadt Paris nahmen in einer heute nachmittag abgehaltenen Zusammenkunft gegenüber dem Steigen der Brotpreise Stellung und beschlossen, am Samstag eine Abordnung zum Ackerbauminister zu entsenden, um ihn zu fragen, ob die Lage nicht em zeitweises gänzliches oder teilweises Aufheben des auf ausländischem Getreide liegenden Eingangs zoll es erfordere. — Kriegsminister Andre h.tt beschlossen, bei der Reorganisation der Kriegsschule auch Vorlesungen über Psychologie abhallen zu lassen. — Nach einer Meldung der „Pattie" wäre der Zug, in welchem Präsident Loubet von Montelimar nach Paris fuhr, ohne die Aufmerksamkeit des Streckenchefs, der bei Montercau einen Holzklotz und einen schweren Stein von den Schienen entfernte, entgleist. Brest, 14. Mai. Der deutsche Kreuzer „Ariadne" zcaf heute morgen, zugleich mit dem französischen Nordgeschwader auf der hiesigen Rhede ein. Tas deutsck-e Geschwader kreuzt auf hoher See. „Ariadne" tauschte mit dem franzosisck)en Geschwader den üblidjen Salut aus und nahm die Post an Bord. Der deutsche Kom andant besuchte den französischen Ma- rinepräfekten. Admiral Courtille erwiderte den Besuch des Komandanten der „Ariadne", die nachmittags wieder in See ging. Da» französisclsc Nordgcschwadec und das deutsche Gefd)wader begegneten einander auf der Höhe von Quessant. Wien, 14. Mai. Der Zollausschuß verhandelte über die Tarisklasfe „Holz". Gegenüber dem von verschiedenen Stebnern geäußerten Wunsche auf Erhebung von Eurfuhrzöllen auf Holz legte SeltwnSa es Deck' eingehend Ausland. London, 14. Mai. (Unterhaus.) Bei der Beratung des Marinebudgets weist Robertson (liberal) aus die Absicht der Admiralität hin, für Schiffsbauten so viel zu verausgaben, als Frankreich, Rußland und Deutschland zusammen. Er drängt die Regierung unter Hinweis auf die Haager Konvention und Rußlands Abrüstungsvorschläge, eine Verminderung der Ausgaben für Marinezwecke herbeizuführen. Dille (liberal) führt aus, das Prinzip der gleichen maritimen Stärke wie zwei andere Mächte zusammen, werde nur bezüglich der Schlachtschiffe, nicht der Kreuzer, befolgt, welcher England besonders benötige. Er trete jedem Versuch entgegen, bindende Abmachungen mit anderen Mächten vermittelst ^Vertrages zu einer Herabsetzung der Rüstungen zu treffen. Eine solche Abmachung dürfte eher Kriege verursachen, als verhindern, aber angesichts des friedlichen und freundschaftlichen Charakters der französischen Regierung könnten England und Frankreich über eine Verminderung der Rüstungen beraten. Eventuell schlösse sich Rußland an. Tie drei Mächte würden auch, falls Deutschland nicht beiträte, in der Frage der Verminderung der Rüstungen etwas erreichen können. Parlamentssekretär der Admiralität, Forster, führt aus, in den maritimenVorbereit- ungen bi er Großmächte sei eine erhöhte Tätigkeit eingetreten. Ties sei bei jener Macht besonders bemerkbar, von welcher Robertson erwähnte, daß sie Vorschläge betreffs Herabsetzung der Rüstungen madjte. Die Argumente für eine Flottenvermehrung, die sich auf die Flottenausgaben von Rußland und Frantreich stützten, seien keine sichere Rid)tschnur. Ter Redner fährt fort: Sie wollen wissen, welches die Streitkräfte sind, die wahrscheinlicherweise gegen uns in irgend einer Kombination ins Feld geführt werden können, deren Zustandekommen füglich für möglich gehalten werden kann. Die Admiralität fordert keine Ausgabe, welche über die Bedürfnisse Englands hinausgeht, sondern erfüllt ledigliä) ihre Pflicht, sich für jeden Fall zu rüsten, welcher vernünftigerweise erwartet werden kann. Er wolle keine Ansicht über die Lage äußern, wie sie burd) die Vereinigten Staaten beeinflußt sei. Das sei die erste Frage, die in Zukunft geprüft werden müsse. Ob die europäischen Mächte und die Vereinigten Staaten weiterhin zu einem Uebereinkomrnen betreffend ein Einhalten in den Rüstungen kommen, sei nicht die Frage, die jetzt zm. behandeln sei. Pflicht der Admiralität sei es, der Nation Sicherheit zu geben gegen den Angriff, und wichtiger noch, gegen eine Niederlage durch irgend eine Bereinigung von Machten. — Eine Brüsseler Trahtung des „Daily Telegraph" meldet, der Minister des Kongostaates Eetvelde begebe sich demnächst wieder nach London, um das neue Abkommen Leben mitgeteilt: „Ehe Liebig in die Apotheke nach Heppen- heim eintrat, kam er hier in die Großh. Hofküche und hätte jedenfalls auch darin vorzügliches geleistet, wenn dieser Wirkungskreis nicht durch einen Vorfall rasch zum Abschluß gekommen wäre. Eines Tages nach einer großen Tafel kam nämlich Seine Exz. der Herr Hofmarschall selbst in die Küche, um das Essen zu loben und um sich gleichzeitig nach dem Besinden eines delikaten Fisches zu erkundigen, der noch un- berührt von der Tafel abgehoben worden war. Keiner der Köche wallte darüber etwas wissen. Da öffnete Liebig einen Schrank und brachte den Vermißten zum Erstaunen aller Köche zum Vorschein. Liebig wurde daraufhin von Sr. Exz. für feine bewiesene Aufmerksamkeit sehr gelabt, erhielt aber nach dessen Weggang van dem Hofkoch eine so schallende Ohrfeige, daß er sich zu Hause weigerte, seine Kochstudien fortzusetzen. Daraufhin kam er als Lehrling nach Heppenheim." )( L o l l a r, 14. Mai. Unsere Handwerker-Sonn- tags-Zeichcnschule wird Sonntag, den 17. Mai, durch den Bezirksausschuf; besichtigt. Tie Scyule erfreut sich eines fortwährend steigenden Besuches. Tas hiesige Eisenwerk hat in dankenswerter Weise einen namhaften jährlichen Betrag zur Verfügung gestellt. Auch die Gemeinde Lollar und die Sparkassen der Umgebung unterstützen die Schule. K. B. S) a c m ft a b t, 15. Mai. (Origlnaldrahtbe- richt des „Gieß. Anz.*) S. K. H. der Großherzog hat sich gestern abend nach Schluß des Theaters nach dem Jagdschloß Mönchsbruch begeben, um heute im dortigen Jagdrevier zu jagen und dann nach Schloß Wolfsgarten zu fahren, wo heute zum Luncheon auch Prinzessin Elisabeth mit zwei Hofdamen eintrifft. Am Abend kehrt der Großherzog mit der Prinzesim und den Hofdamen wieder hierher zurück. — Offenbach, 14. Mai. Gestern abend hat sich ein auf dem Linsenberg wohnender städtischer Arbeiter erhängt. Er wurde, als er den ersten Versuch unternahm, sich zu erhängen, von feinem 13 Jahre alten Sohn überrascht und abgeschnitten. Bald darauf wurde der Lebensmüde jedoch wieder erhängt aufgefunden. Der Tod war aber diesmal cingelreten. lieber die Grunde zu dem verzweifelten Scheute ist nichts bekannt. fc. Heppenheim a. d, B, 14. Mai. DaS als ver- Aus Hlaöl uni) £anö. Gießen, am 15. Mai 1903. ** Vortrag von Lektor Goetfchy. Wir machen die Leser daraus aufmerksam, daß heute in den „Familienblättern" iMer ausführliche 1. Vortrag von Lektor Goetfchy „Paris, rechtes Ufer", wiebergegeben ist. Tie fesselnoen und hochinteressanten Ausführungen mögen ein Beweis dafür feilt, daß es in der Tat ein Genuß ist, den Redner zu hören. Heute abend findet in der Aula der Universität der 2. Vortrag statt, der interessante Rezitationen bringen wird. " AuS Anlaß der Liebig-Feier wird den „N. Hess. Vbl." aus unserem Leserkreise noch folgende interessante, aber, wie uns scheint, höchst zweifelhafte Episode aus Liebigs mißt gemeldete Kind auS Kirschhausen hatte sich verlaufen und wurde bei Klein-Rohrheim gefunden. r. Mainz, 14. Mai. Auf der Linie Bodenheim—. Alzey entgleiste gestern abend zwischen den Stationen Mommenheim und Harxheim ein Güterzug. Tie Loko- motive fiel die Böschung herab, während die Wagen auf dem Bahngeleise blieben. DaS Zugpersonal konnte bei dem langsamen Fahren abspringen und erlitt keinerlei 93er- etzungen. — Die Folgen des nunmehr bereits über drei Wochen anhaltenden Maurer st reiks sangen an sich sehr empsindlich geltend zu machen. Der Verband der Bauunternehmer hat bei seiner letzten Zusammenkunft ausdrücklich beschlossen, keinerlei Konzessionen zu machen und die Arbeit ruhen zu lassen, dis sich die Gesellen zu der Annahme der vorgeschlagenen Bedingungen bequemen. Die Maurer scheinen hierzu auf der anderen Seite noch wenig geneigt zu fein, denn in ihrer letzten Verfarnmlung war man noch einstimmig ür die Fortsetzung des Streiks. Während anfänglich infolge dieses MaurerausstandeS nur zahlreiche Zimmerleute beschäftigungslos geworden sind, werden nunmehr auch viele Tüncher wegen Arbeitsmangel entlasten. Alle begonnenen Neubauten liegen schon wochenlang danieder, einen wenig erfreulichen Anblick darbietend. Nur die Maurerarbeiten an der neuen Eisenbahnbrücke ruhen nicht, was seinen Grund dann hat, daß die Firma Holzmann in Frankfurt, welche den Brücken» bau ausführt, nicht in dem hiesigen Verband der Bauunternehmer ist und daher eigene Vereinbarungen mit feinen Arbeitern treffen kann, waS die dem Verbände angehörenden Bauunternehmer nur gegen Leistung einer hohen Konventionalstrafe tun können. — Der Raubmörder Detr vis kommt schon in der in den ersten Tagen des Juni beginnenden nächsten Session des hiesigen Schwurgerichts zur Verhand» I ung. Die Voruntersuchung ist vollständig abgeschlosten und Detrois ist die ihn des mit Vorsatz und Ueberlegung aus- gesührten Mordes und des Raubes bezichtigende Anklageschrift bereits zugestellt worden. Die Anklage wird durch den Oberstaatsanwalt Schmitt oertreten. Dem Angeschuldigten ist Rechtsanwalt Dr. Sichel als Ofsizialverteidiger bestellt worden. Worms, 14. Mai. Dem soeben erschienenen Voranschlag der Stadt WormS über Einnahmen und Ausgaben pro 1903/04 ist zu entnehmen, daß sich die Einstellung einer um 103 711.04 Mk. gesteigerten Umlage-Einnahme als notwendig herausgestellt hat, so daß die Umlage von 91 Prozent auf 95,2 Prozent erhöht werden muß. Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Die Frankfurter Stadtbiblio- thek erwarb für 3500 Mk. die Merzbacher'sche hebräische Bibliothek aus München. Frankfurt, das bereits früher große derartige Bücherschätze erworben hatte, steht bannt in allererster Reihe für hebräische Studien. Vermischtes. * Berlin, 14. Mai. In der heutigen Vormittags- Ziehung der preußischen Klassenlotterie fiel der Hauptgewinn von 500,000 Mark auf die Nummer 9 4 21. • Kiel, 14. Mai. Die kriegsgerichtliche Verhandlung gegen den Fähnrich Hüssener findet ani 26. Mai statt. • Lern berg, 14. Mai. In dem Städtchen R oz ni a- toro wurden hundert Häuser durch eine Feuersbrunst ein geäschert. 500 Personen sind dadurch obdachlos geworden und befinden sich in größtem Elend. 'Straßburg, 14. Mai. Hier sind eine Reihe von Po ckenerkrankung vorgekommen, doch handelt es sich meistens um leichtere Fälle. Eine Wirtschaft mußte ge- schlosten werden. • Familiendramen. In Solingen erschlug im Streit die Frau des Fabrikarbeiters Karl Förster ihren Mann mit einer Kohlenschippe. Die Frau wurde verhaftet. — Wie aus Dortmund gemeldet wird, erschoß der Wirt Wille bei Zeche „Minister Achenbach' feine Frau und entleibte sich dann selbst. • Amsterdam. 14. Mai. Ein dreifacher Mord wurde in der Ortschaft Tcr-Hollen (Provinz Seeland) begangen. Räuber drangen in die Wohnung eines Arbeiters während dessen Abwesenheit ein unb töteten seine Frau un b beren Mutter mit Messerstichen, worauf sie baS HauS auSplünberten. Inzwischen kehrte ber Ardener zurück unb würbe burch Reoolverschöste tätlich verletzt. Die Kmber hatten sich in einen Speicher geflüchtet unb bort verbamka- biert, woburch sie bem Tobe entgingen. Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft Berliner Börse vom 14. Mai 1903. (Mitgeteilt von der Baut für Handel und Industrie, Gießen.) Das Dementi der nmerifoiüfdjen Stahlhändler, sowie cm besserer Bericht des Jron Age verhalf heute unseren Montanwerten zu einer leichten Erholung, die in Aiibetracht der großen Geschäits- losigkeit natürlich keinerlei lebhaften Verkehr Hervorrufen konnte. Ueberhaupt war der Gesamtmarkt trotz der ungünstigen Haltung der Londoner Börse von bemerkenswerter Festigkeit, ivozu wohl in erster Linie bie Erwartung besserer Geldoerhältnisse beitrug. Türkenwerte feft in der Hoffnung aus eine baldige Untertreibung der ttmfitatwnsbedingungen seitens des Sultans. Ausgezeichnetk Raufe sind in Lübeck-Büchencr zu beobachten, deren Herkunst mU Verwaltungskreisen in Verbindung gebracht wird. Packelfahrt bc- festigt auf die Abmachungen mit der Sloman-Linie. Lombarden auf Gewumrealisationen abgeschwächt. Pnoat-Tiskont 3 Prozent. AiisangS- u. Schlußkurse. CefL Kredit .... —211.90 Deutsche Bank . . . 211.00 211.12 Tarmslädter Bank . . 189.75 139.75 Bochumer Guß . . . 181.50 181.26 Harpener Bergbau . . 183.50 184.25 Schluß-Tendenz: ziemlich fest. Berlin, 14. Mau Wie eine hiesige Korrespondenz berichtet, war die gestern beendete Gnqufite über daS K okSsnndikat recht lebhaft. Tic Großindustriellen und die Vertreter der Klein- etsenindustrie kritisierten sehr scharf daS Vorgehen^ des Syndikats. — Zu deii nn Jun» stattfindenden Verhandlungen über das Paplcr- kartell ist eine Reihe von ZeiMngsoerlegern cmgelabeiu Märkte. § Butzbach, 14. Mai. Ter von schönem Detter bcgünftigtfc heutige -Schwei nemarkt war mit etwa 115 Wagen^befahreii. Wegen der letzter Tage m der Nähe behördlich festgestellten Schwetne- feitche wtirdeii zur Verhütung voii deren Weiterwerbreitung ine meisten auswärtigen Häiidler alsbald durch ben erschienenen Kreis» veleruiärarzt zum Verlassen bei Marktes veranlaßt. Infolgedessen brachten ine anderen Verkäufer bet der herrschenden Nachfrage chre- zur Tendenz; schwacher. 3*/«% 8°/o 3V,°/o ö°/o 3‘/s°/o 87.« . 102.75 . 92.20 . 102.50 . 92.25 . 101.30 . 100.00 . 103.65 100.90 . 102.25 . 103.70 . 51.10 . 32.00 . 32 80 . 131.60 . 44.95 8u/o Mexikaner . . 4Vt’Vo Chinesen . . Electric. ticLuckert . Nordd. Lloyd . . Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandit. Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oesterr. btaatabahn . Lombarden . . . Gottbarabahn . . . Lauratlütte . , . , Bochum . . , . . Harpener . . . . Reichsanleihe do. Konsols . do. . . Hessen . Oberhessen Neueste Meldungen. Qriginaldrahtmeldungeu des Gießener Anzeigers. Frankfurta. Dt., 15. Mai. Die für morgen drohende Schreiner-Aussperrung in sämtlichen hiesigen Werkstätten ist nach Aufhebung der über 10 Wochen dauernden Sperre in der Werkstätte der Firma I. Kothe Söhne, welche gestern abend eine von über 500 Personen besuchte Versammlung beschloß, nunmehr abgewandt. Die Schreiner haben kürzere Arbeitszeit und höhere Löhne durch die Sperre errungen. Berlin, 15. Mai. Im Residenztheater wurde gestern Abend ein neuer Pariser Schwank „L u st i g e Ehemänner" von Mars und Barr^ zum ersten Male gegeben. Er hatte einen sehr starken, oft überaus lauten S^citer- keits-Erfolg. — Tas Komitee des Berliner Richard Wagner-Denkmals veröffentlicht eine Erklärung, in der es heißt: „Wir werden an unserem Programm, das sowohl dem Kaiser wie auch dem Kultusministerium Vortag, sest- halten und uns nicht von Seiten derer beeinflussen lassen, die zu vergessen scheinen, daß nicht die ihnen mehr oder minder zusagende Gestaltung der Feier sondern die Tatsache, die Hauptsache ist, daß dem großen Meister der Töne, Richard Wagner, endlich ein würdiges Denkmal entstanden ist." ___________________________ . 27.10 . 93.15 . 97.50 . 103 50 . 211.20 . 189.30 . 183.90 . 149.50 . 157.00 . 147.00 . 15.75 . 191.00 . 220.10 . 180.00 . 183.80 4% Oesterr. Goldrente . . 4'i6% Oesterr. bilberrente 4% Ungar. Goldrente . . 4u/„ Italien. Rente . . . 4\,% Portugiesen . . , »0/ Portugiesen. . . . 1% C. Türken ... Türkenlose..... 4% Griech. Monopol.-AnL 41 äussere Argontiner Telephonischer Kursbericht« t raukiuri u. Jl., 15. Mai 1803. Gottesdienst in der tzynagoge, Südanlage. Israelitische Religionsgemeinde. * Samstag, den 16. Di a i 1903. Vorabend 7.45 Uy r. Morgens 8.30 Uhr. Nachmittags 4 Uhr. Schrifterklaruug. Sabbathausgang 9 Uhr. Vormittag- 9*/i Uhr: Pfarrer Scheunemann. Vortnulags 11 Uhr: Rmberftrcbe für die MarkuSgemeinde. Pfarrer Scheunemann. Die Neukonfirmierten aus der MarkuSgemeinde werden nach dem Hauptyottesdiemt zur Befprechung über den Spaziergang in die Sakristei eingeladen. Tie Vereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der MatthäuSgemeinde versammelt sich erst nach Pfingsten. 3a der Johaunedkirche. Vormittags 8Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Zugleich Ehrtstenlehre für dte Neukonftrmierten auS der Johannesgemeinde. Vormittags 9«/t Uhr: Pfarrer Euler. Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdicnst für die Lukasgememdc. Pfarrer Euler. Abends 8 Uhr im Konfirmandensaal: Versammlung und biblische Besprechung. ~ «... Nächstfolgenden Sonntag den 24. Mai wird eine Kollekte für die evangelischen Glaubensgenossen im Auslande erhoben werden. Himmelfahrt tag, Donnerstag, den 21. Mai. In der Ltadtkirchc. Vormittags 91/, Uhr: Pfarrer Schlosser. 3n der Iohauucskirche. Vormittags 91/, Uhr: Pfarrer Euler In der Friedhofskapclle. Nachmittags 2 Uhr: Pfarrer Sche unemann. Katholische Gemeinde. S a ni s t a g, den 16. Dlai 1903. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. BeichL Son n tag, den 17. Mai. 5. Sonntag nach Ostern. Vormütags von 6Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht. , um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heil. Kommunion. Krieskasten der Redaktion. (Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.) H. in 9t. Sie finden int lokalen Teil der heutigen Nummer die Antwort auf Ihre Anfrage. Kirchliche Kachrichten. Evangelische Gemeinde. Rogale, Sonntag, den 17. Mai. Gottesdienst. In der Stadtkirchc. Vormittaas 8 Uhr: Pfarrer Schlos ser. Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten der MatthauS- gemeinde. __ Landwirtschaft. Chicago, 18. Mai. Nach einer Depesche aus Ames (Iowa) find die aus einer Rundreise durch die Vereinigten Staaten begriffenen deutschen Landwirte dort emge- troffen. Einige dechelben sprachen sich dahm aus. daß die Reise ihnen wahre Wunder enthüllt habe über die Art und Weise, wie man in Amerika die Landwirtschaft betreibe. Diese Methoden sollten in Deutschland emgeiuhri werden. ____ Dresden, 15. Mai. Die HandelSfrau Pauder, Me als „wissenschaftliche Wahrsagerin" über 27 000 Mark erschwindelte, wurde zu 8 Jahren Z u ch t l) a u s und 1500 Mark Geldstrafe sowie zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf 10 Zahre verurteilt. Straubing, 15. Mai. Heute morgen wurde im Hofe deS hiesigen Landgerichtsaesänguisses bie Hinrichtung des Lattlermeisters Max Bradl aus Viechtacht und seine- Sohnes Max wegen der Ermordung des Geschäftsreisenden David Becrmann vollzogen. Metz, 15. Mai. Zu der gestrigen Einweihuna des neuen Christus-Portals der Kathedrale wird noch berichtet, daß der Kaiser, als Bischof Benzler seine Ansprache beendet hatte, nochmals das Wort zu einer kurzen Erwiderung ergriff/ in der er etwa sagte, cs gereiche dem Dom, der Diözese und dem ganzen Bistum oroic dem gesamten Lothringischen Lande zur Ehre, daß in Gegenwart des Gesandten Seiner Heiligkeit des Papstes dieses neue Portal übergeben werden tonne. Er hoffe, daß diese Ehre verstanden und beachtet werde. London, 15. Mai. „Daily Chronicle" meldet Athen: In dem Keller eines dort ansässigen bulgarisä) drei für das laufende Semester. Morgen werden die Vorlesungen wieder ausgenommen. v „ Eine Fakultät fürJournalistik an der Unt- versität in Zürich. Neuerdings hat der Rektor der Universität Zürich m einer akademischen Festrede darauf hmgewiejen, daß dort die Errichtung einer Fakultät für Journalistik unmittelbar bevorstehe. Schon in diesem Semester lieft Professor L. P. Betz em em- stündiges Kolleg über die „Geschichte des deutschen Journalismus". Für d,e zu errichtende Fakultät ist em Redakteur der demokratischen „Zürcher Post" in Aussicht genommen, Dr. Wettstein, der sich für bie praktischen Fächer der Journalistik zu habilitieren gedenkt. Praktische Kurse für Journalisten hat derselbe schon in anderen schweizer Städten gehalten. ___ Arbeiterbewegung. Pirmasens, 14. Mai. Die organisierten Arbeiter beschlossen heule morgen in einer von 2800 abstimmendcn Arbeitern besuchten Versammlung den Bedingungen des Fadrikante n-Ve re ins zuzu stimmen. Infolgedessen wird am nächsten Montag die Arbeit in sämtlichen Fabriken wieder ausgenommen. , Geestemünde, 14. Mai. Tecklenborgs Schiffswerft stellte nach Ablauf der Kündigungsfrist heute abend den Betrieb vollständig ein, da eine Einigung zwischen der Werftleitunsi und den Arbeitern nicht erzielt worden ist. Coursbericht der Bank für Handel und Industrie, Depositeukaste Gietzen. & Eourfe vom 7./b. 1 14J5. 5 Eourse vom 7j5.114. 5. 1 Cours 7./5. | e vom 14./5. i c Ä 1 Eourse vom 7./5. | 14./5. c Ä Eourse vom 7./5. | 14./5. II Eourse vom 7./5. | 14./3. 3% 3 3X 3 4 3* 4 3* 4 3 3M SH 5 4*/i 5 4 4 3 47. 4 4X 3 5 4 4 3X 4 4 1 1 Staatspapiere. Deutsche. D. RerchS.-Anl do. ... . Preuß. ConsolS do..... Badische . . . do..... Bayer. St.-Obi. do..... Hess. St.-Odl. . do..... do..... Württemberg. . Bremen v. 1899 Hauidg. v. 1899 Ausländische. Bulgar. Tabak Bosnier . . . Griech. E.B. von 1890 . . . Griech. Monop. Italiener Rente do..... Oester.SUberrte Oester. Goldrte. Portug. Staat adgest. . . do. adgest. . Rum. am. Rte. Rumän. v. 1890 Gold-Russen v. 1880 . do..... Russen v. 1902 Serben v. 1395 Türken Lit. B. do. „ C. do. „ D. 102.90 92.15 102.55 92.30 105.— 101.40 104.60 101.45 105.80 101.10 90.70 101.50 100.80 90.75 101.95 41.— 44.90 104.- 101'10 103.60 51.55 32.40 99.25 86.50 100.90 101*20 . 76.80 61.— 32.- 30.— 102.80 92.20 102.55 92.25 105.25 101.60 104.55 101.25 105.60 101.30 90.70 101.50 IGu.bU 90.80 101.95 40.90 44.b0 103.65 101*25 103.70 51.30 32.30 98.90 86.85 100.90 101.10 76.70 61.- 32.80 30.50 4 4 4 3X 5 4X 4 p 5 VA 5 3 3 3A 4 3A 3 >4 3% 4 3% 3% 4 3A 3i, 4 37, 3% 3X 41 , 4 4 4 6 47, _ Spanier. . Ung. Goldrente do. Staatsrente deSgl. . . . Argent. v. 1887 do. Gold v.1888 do. äuß. v. 1897 Chile Gotd-Anl. Chinesen. . . do..... do. . . . . Mexicaner Silb. Serie 1—4 . Mexicaner o. 99 do. Silber . Provinz- und Ztädte-Anleihe. Starkenburger. Gießener. . . 60..... Frankfurter. . Darmstädter Babenhausen Mamzer. . . Ossenvacher. . Wormser . . do..... Heidelberger Mannheimer . Bad Nauheimer Lahr . . . . Wiesbaden . . Bukarest. . . Lissaboner . . Moskau . . . Wiener 1902 . Buenos-Aires . do..... 88.50 102.4U 100.40 92.90 86*20 79.30 105.50 101.- 93.40 41.90 102.30 27.40 100.40 103.- 100.25 100.30 100.- 99.85 99.95 100.40 99.80 103.05 10010 100.25 94.70 81.90 95.20 102.10 43.25 82.50 88.50 102.25 100.45 92.35 85*90 78.75 105.20 100.95 93.15 42.40 102.20 27.25 100.40 103.— 100.25 100.25 101*50 99.80 100*- 99.80 103.- 100*10 99.60 81*80 95.80 102.10 43.25 8250 1 3V, 6'/, Stonderhrl. Anl. SolmS-Lraunf. do..... Asenb.-Birstein. Vank-Attien. Reichsbank . . Berliner HdlSg. Darmstädter Bk. Deutsche Bk. . TiSconto-Ges. . Dresdner Bk. . National-Bk. . Lchasshsr. Bkv.. D. Cssckten- und Wechselbank . T.Gcnoss.'Bank Mitleid. Kredit Pfalz. Bank . Preuß. Hypoth.» Aktien-Bank. Lerl.Hypoth.-B. Oest. Cred.-Akt. Industrie -Aktien Farbw. Höchst. do. GncSheim Brauerei liempss „ Binding „ Henninger „ Rettenmeyer „ Stern. . „ Kieler Schloß Elekst.Lahmcyer „ Schuckcrt „ Siemens u. Halske Adler k-eyer . | Bad. Anilin . 100.70 98*80 152.50 157.90 140.95 211.45 190.25 150L0 121.30 126.60 105.95 100.50 115.50 108.50 113.50 212*20 355.— 224.— 137.20 253.— 171.30 122.70 240.— 143.— 91 — 99.70 130.80 191.20 | 438.50 100.70 98.80 98.95 151.70 157.10 140.10 211.50 189.60 149.80 120.20 126 60 105.95 100.50 115.70 108.40 112.30 211*50 357.— 222.- 137.20 252.— 171.20 122.70 240.— 142.25 89.50 ’ 98.20 130.— 192.- 439.— sy, 4 378 4 3V, 31/, 4 4 37, 31/» 37. Nordd. Lloyd . Dortmunder . Hamd.-Amertk. Padetsahrt . Böckum Bergw. Concordia „ Elchweiler N Getsnkirch.Brgw Harpener „ Hidernia „ Laura „ Hörder , Ille Phönix Hocsch Stahl . Schalter Gruben BudcruS. . . Teutsch-Luxemb Pfandbriefe. Hess.Hypoth.-Bk. Frants.Hypotbk. Serie 14 do. Serie 19 Frkf.Hyp.-Cred.- Bernn 1905. Do. 1906. do. tilgbare Frst.Landwtfch. Hamburger Hy- pothekcn-Bank Ser. 141-250 do. iurkündoar bis 1910 do. Serie 46 dis 190. do. Serie301 bis 310. , Preuß. Pfand- । brief-Dank . 103.50 102.50 107.40 184.70 313.- 232.80 183.20 184.30 183.30 220.55 119.— 192.- 135.— 159.50 417.- 115.— 95.35 101.40 98.40 101.40 97.90 97.20 99.50 100.75 103.25 96.80 98.— 1100.75 103.80 102.60 107.55 181.60 313.— 232.- 181.70 183.60 182.- 221.- 117.25 190.25 132.10 156.— 412.— 114.50 91.25 101.45 98.40 101.40 97.20 97.20 99.20 100.60 103.25 96.60 98 — 100.75 4 4 4 37, 4 4 37, 4 37, 4 1 4 4 5 5 4 3 3 4 2* irr >1C 4 SV» 4 4 Meining. Ser. 8 do. abg. . Preuß. Boden- Credit ... Rhein.Hypoth.- Bank 1907er do. Preuß. Central- Boden . . . Westdeutsche. . do..... Preuß. Hypoth.- Akt.-Bk. abg.. Lisenb.-Priorit. Südd.Eisenbahn Dux-Bodenbach von 1891. ; Etisab. steuerst. Franz Joseph . rtaschau-Oderbg. Oesterr. Rord- westbahn B. . do. Südbahn (2omb.) do..... do..... Raab-Oedenbg. Eds. . . . Rudolsbahn. . Jtal. staatl. gar. E.B. . . . Livorneser . . Sard. See. stfr. gar. . . . Golthardbahn . AurSk Üicw.stst. gar. . . - Russ. Südost 97 stst..... 103.20 97.90 102.25 102.65 98.50 103.70 102.90 98.10 100.55 98.20 10!.- 102.45 101.20 100.80 110.60 107.20 33 100.90 71.15 71.70 103.— 101.80 103.20 97.70 102.25 102.60 98. uO 103.75 102.90 98.10 100.50 97.60 101.- 102.40 101.15 1'jO.bO 110.10 107.- 67.70 78.50 102.40 70.75 71.60 102.80 101.90 101.- 100.45 4 4 1 5 4 4 371 3Vt 371 3 4 4 3 Warschau Wien stfr..... co. XI. 1911er Wladikawk 95 steuerst. . . Anatolier . . Salon.-Monast. Lose m Prozenten. Lad. Thlr. 100 Bayer. Thtr.100 Gothaer Präm.- Pfdbr. L . . do. IL. . Cöln-Mindener Llladrider . . Meingr. Präm.- Pfdvr. Thlr. 100... . £ fiten, v. 1860 do. v. 1854 Oldenb. Thlr.4o Türk. FrS. 4(XJ Unverjindliche pr. Stuck u. Mk. Ansbacher fi. 7 Augsburg, fl. 7. Br|chm.Lhlr.20 Finntdr.Lhlr.10 Mailänd.FrS.45 do. FrS.10 Oesterr. fl. 100 von 1884. . Pappenh. fi. 7 Meininger fl. 7 Ungar. Staats st. 100 . . Lmenann 2.30 100*60 103*15 65.— 146L5 123L0 113.— 139.70 135.95 155.25 130*50 61.— 138 50 50*— 426.- 349.80 34.-1 10350 64.75 145.90 160.20 123.30 139*40 50.— 135.65 155.30 130*25 132.30 59.50 36.20 138.20 87.50 48^0 19^0 426.- 39.- 31L0 350.- 34.- t&V K $ :<* E 'S"!- Ar," ILtttk oienri( ' fijodje beu jtotauonibw Im bei v'l ttudtrtilW11 *515 WttNr 7, W)