Freitag 15. Mnit803 153. Jahrgang (krfteö Blatt. sprechen. Metz, 14. Mai. Burg berührten Ortschaften, nanrentlich der Gemeinde Bergheim, wahrgenommen. . _ Metz, 15. Mai. Ter Kaiser verlieh dem Fürstbischof Tr. Kopp das Großkreuz des Roten Adlev- ordens und dem Erzbischof Fi sch er-Köln den Roten A d l e r o r d e n 2. Klasse mit dem Stern. in diesen Tagen beschleichen wollten. War ich doch, wenn auch viele tausend Meilen von Hause entfernt, zum Weih- nachtstage in „Deutschland". Auch der Abend wurde recht angenehm verbracht. Wir waren zum Generalkonsul Tr. Knappe zum Essen ein* beladen, das, heiter und witzig, wie der Generalkonsul immer ist, in angeregtester Laune verlies. Vorher ging die Einbescherung, auch wir hatten dem Meinen Töchterchen eine Kleinigkeit zum Geschenk gemacht. Natürlich hatte uns das Christkind nicht vergessen. Um 11 Vs Uhr verabschiedeten wir uns und gingen schlafen nach vielem Dank an unsere liebenswürdigen Gastgeber. Als ich am anucten Morgen aufwachte — schlecht hatte ich natürlich geschlafen, denn die Gedanken an zu Hause waren doch mächtiger als mein Wille — da schien die Sonne so freundlich vom blauen Himmel und ein warmer Duft lag über dem sonst so „dreckigen" Wangvu, die Meinen Sampans schaukelten sich in den gelben Wellen, und srnuchck und glänzend lagen die weißen Kriegsschiffe in der Morgensonne. Auch mir wurde leichter ums Herz, und in dem warmen Baoe waren auch die Letzten trüben Gedanken ertrunken. Ich setze mich an den lecker bereiteten Frühstückstisch: einige Liter Tee, drei Eier und ein großes Weißbrot mit Jam, d. i. Gelee, welch em freudiger Schrecken, da prangte auf meinem Tisch ein riesiger echter deutscher, köstlich duftender Weihnachtsstollen, welchen die Frau Generalkonsul mir schon in aller Frühe herübergesandt hatte. Und da ich bekanntlich gegen guten Kuchen eine unüberwindliche Antipathie habe, tannfr Tu Dir ^a vorstellen, wie ich ein» gehauen habe. Nachher ging ich in die deutsche Kirche: am Nachmittag fuhr ich aus, uno so ging auch der 1. Weih- nachtsfeiertag zu meiner vollen Zufriedenheit zu Ende. Der zweite verlief ähnlich und am dritten war Die Grundsteinlegung für das neue Postgebäude, das in überaus reizeuoer Weise verlief und von dem aus ich zusammen mit dem Postrat Puche, dem obersten Leiter der deutschen Post m China, Dem Ministerialdirektor Witlko in Berlin eine Karte schickte. Etwas sonst noch Erwähnenswertes aus dem önent* Lichen Leben Shanghais ist der Selbstmord des Chefs Ter Kaiser traf um 4 Uhr 50 Min. hier ein und wurde von der Kaiserin, welche kurz vorher von Potsdam angelangt war, begrüßt. Zur Begrüßung auf dem Bahnhof waren ferner anwesend in Stellvertretung des erkrank* t e n kommandierenden Generals des 16. Armeekorps Grafen Häseler der Gouverneur der Festung Metz v. Stötzer und der Bezirkspräsident von Lothringen, Graf Zeppelin- Aschhausen. Während die Kaiserin, eskortiert von einer Schwadron des 13. Tragonerregiments, nach dem Dom fuhr, begab sich der Kaiser, welcher die Uniform des Kö- nigs-Jnfanterio-Regiments Nr. 145 trug, begleitet vom Gou* verneur von Metz, zu Pferde dorthin. Tie Truppen bildeten vom Bahnhof bis zum Tomplatz Spalier. Auf dem Festplatze stand eine Lhrenkompagnie des Regiments Nr. 145. Sodann fand mit großem Pomp die Einweihung des Christusportals an der Kathedrale stabt- Bor dem nut Vorhängen verhängten Portal war auf dem Tomplatz ein Zelt ausgeschlagen, vor dem sich gegen 5 Uhr die Würdenträger des Landes, die aus Straßburg herüber- gekommen waren, und die hiesigen Generäle und Spitzen der Behörden versammelten. Nachdem der Kaiser vom Pferde gestiegen war, begrüßte er zuerst den päpstlichen Delegaten Kardinal Dr. Kopp, sodann den von ihm eingeladenen Erzbischof von Köln, Tr. Fischer. Alsdann hielt der Bischof Bcnzler von Metz eine Ansprache. gm hier mehrere T undschaft geboten. rd, das besonders in den jüngeren Kreisen Shanghais noch lange in bleibender Erinnerung fein wird, ein andermal zu Weihnachten. Wie er voll großen Interesses hier die deutsche Schule besuchte, so hat er allem Anschein nach die Kinder überhaupt ins Herz geschlossen. Er lud zum Weihnachtsnachmittag sämtliche Kinder der deutschen Kolonie auf die ,Hansa" ein. Natürlich war der Jubel ungemein groß. Zwar hatten die Kinder schon alle ein Kriegsschiff von weitem gesehen, aber daß sie über den „Wangpu" hin nach der ,L>an,a" selbst fahren durften, daß sie die Kanonen und all die anderen schönen Dinge mit eigenen Augen aus der Nähe besehen und event. auch befühlen konnten, war an und für sich schon eine große Weihnachtsgabe für die Kleinen. So fuhr denn am Weih nachts nachmittag die Gegenwart und Zukunft der deutschen Kolonie in Shanghai in echter, rechter Weihnachtsstimmung nach der ,Hansa". Dort war auf dem Te^r durch, Segel unD allerhand sonstige knifsliche Dinge, deren sinnreicher Mechanismus wohl einem geübten Seemannsauge verständlich, allein mir zu meiner Schande gänzlich schleierhast war, eine mächtige Halle mit hohen, im Lichter glanz und Weihnachtsschmuck strahlenden Weihnachtsbäumen geschaffen worden. Nach dem Erscheinen des Admircus in Begleitung des Generalkonsuls und dessen Gemahlin sprach der Marine- psarrer — vorher ging ein Lied — in kurzen, aber ergreifenden Worten. Darin war nichts von hohlem Kanzelpathos. Ernst und schlicdt kam's heraus, aber durchwoben von echtem Glauben, treuer Vaterlandsliebe und frohem, festlichen Weihnachtsjubel. Wie er sprach von der Heimat, den Lieben daheim, und von alledem, was in diesen Atomen ten die Seele jedes einzelnen bewegte, da sah ich so manches rauhe Seemannsgesicht zucken, so manche Hand bewegte sich verstohlen, um eine vorwitzige Träne zu entfernen, und auch die im Lebenstampfe hier im Osten gehärteten Shanghaier senkten in tiefer Bewegung das Gesicht zum Boden. Doch dann kam unser schönes „O du feiige, o du fröhliche gnadenbringende Wechnacytszett" uno wie mit einem Zauberschlage leuchtete dec Wiocr,chein echter Lechnachtssreude in ih^er ganzen köstlichen, deutschen, t>u\v umwobenen Poesie in aller Augen. Nun mußten auch die Kinder ihr Weihnachtstteo singen t und zaghaft, a.lmäichich immer srä.ler ansa-wellend, ILangen Tie Rede d es Kaisers bei der llcbergabe des Portals lautete: Es gereicht mir zur besonderen Freude, Ihnen, hoch- würdiger Herr Bischof, das nunmehr vollendete Portal des Metzer Domes übergeben zu können. Ein Meisterwerk der Architektur und der Bildhauerkunst hat seine bildliche Darstellung die freudige und bewundernde Anerkennung Sr. Heiligkeit des Papstes gefunden. Tie Anwesenheit seines Stellvertreters ist eine besondere Ehre für das Bistum und das ganze lothringische Land, zu der ich Ihnen meinen herzlichen Glückwunsch aussprcche. Mögen durch die Pforte fromme Christen und treue Untertanen zum Dienst ihres Herrn ihren Eintritt nehmen. Das walte Gott!" Hierauf erwiderte Bischof Benzler mit einer Ansprache. Ter Bischof hob zuerst hervor, wie oft der Kaiser sich die Kirche durch Sttftungen zu Dank verpflichtet habe. Ter heutige Tag werde auch immer denkwürdig fein in der Geschichte der Stadt und der Diözese Metz. Stets werde man dankbar der schwelt berichten, wie ein edler deutscher Kaiser durch geniale Künstlerhand dem alten Dau der Metzer Kathedrale eine neue, aber ganz im ursprünglichen Geiste gehaltene Zierde hinzugefügt und am heutigen Tage das herrliche Portal feierlich dem Bischof der Diözese Metz übergeben habe. Der neue Portalbau zeuge von dem hohen christlichen Sinne des kaiserlichen Mäcens. Der Kaiser erstrebe den Ruhm, fein Volk im Frieden zu beglücken. Des Kaisers Wirken f eien Werke des Friedens und Segens. Die herrlichen Torbogen, die sich heute zum ersten Male in der ganzen Pracht dem Auge zeigen, verkündigten den TriumphdesFriedensfürsten. Ter Bischof knüpfte hieran die Wort/ü der Schrift: Ich bin die Pforte, wer durch mich eingeht, wird gerettet werden. Ter Bischof schloß seine Ansprache mit Segenswünschen für das gesamte kaiserliche Haus. Nach der Enthüllung hielt der Bischof eine längere Rede und eine dem Schlußstein einzuverleibende Urkunde wurde unterzeichnet. Fürstbischof Dr. Kopp segnete das Tor ein und in feierlichem Zuge begab sich danach der Kaiser und sein Gefolge in die Kathedrale. Hier wprden drei Gesangsstücke vorgetragen. Ju feierlichem Zuge wie beim Eintritt verließ das Kaiserpaar die Kathedrale und begab sich in das Dezirkspräsidium. Um 63/* Uhr wurde der Kardinal-Legat Kopp vom Kaiser in besonderer Audienz empfangen. Heute abend war ein großes Diner beim Bezirkspräsi- denten Gras Zeppelin. Kürzel, 14. Allü. Ter Kais er und die Kais er in find heute abend von Metz hier cingetroffen. Nach kurzer Begrüßung begab sich das Käiserpaar zu Wagen nach Ur- Dille. Straßburg i. E., 14. Mai. Statthalter Fürst zu Hohenlohe-Langenburg richtete an Staatssekretär v. Köller folgenden Erlaß: Se. Majestät der Kaiser haben geruht, mir seine hohe Befriedigung über denEmpfang auszusprechen, den der Kaiser in Straßburg sowie auf der Fahrt nach der Hohkönigsburg in überaus herzlicher Weise bei allen Kreisen der Bevölkerung gefunden hat. Mit besonderer Freude hat der Kaiser die schöne Ausschmückung, | wie der Landeshauptstadt, so aller auf der Fahrt nach seiner Winlertage in Shanghai.*) Original-Artikel des „Gießener Anzeigers". Die Witterung ist hier bis Ende Dezember so außerordentlich günstig gewesen, daß ich z. B. am 2. Weih- nachtsftiertage ohne Mantel am „Bund" entlang spaziert bin. Augenblicklich ist klarer Frost, verbunden mit einem starken Nordwind, der das Mark aus den Knock)en pustet. Tie beliebte, im Sommer durch die z. T. ttopische Hitze bedingte Bewegungsfaulheit der „Fremden" ist einer überras ck-enden Behendigkeit gewichen. Mit ungeahnter Ge- schwindigkeit eilt man durch die übrigens zum großen Teil wundervoll gepflegten Straßen, und zähneklappernd versuchen Die Riksha-loolis vergeblich durch chr lautes Tfcho, Tscho einen Fahrgast für ihre jetzt allzu luftigen Gefährte zu gewinnen. Auch ich lustwandele jekt lieber per pedes apofMwrum im Gejchwindschritt, stets begleitet non meinem treuen „Schüttel"; eine neue Acauisttion. Es ist ein wunderschöner deutscher Jagdhund, und gerade jetzt, wo ich im Cffice sitze und meinen Brief schreibe, sitzt Der kluge Kerl vor mir und schaut mir mit feinen braunen Gucken so verständig ins Gesicht, als wollte er sagen: Bestelle nur ja auch einen Gruß von mir. Was ich hiermit bestens getan habe. Er ist wirklich ein famoser Kerl. Seine Hauptpasfion ift mir in meinem Schlafzimmer beim Kleiderwechseln die Stiefel zu bringen. Bedauerlicherweise kennt er sich noch nicht recht aus, unb so bringt er mir meistens, wenn ich ausstehe, die „weißen Stiefel", ober abenbs, wenn ich zu Bett gehe, die Tanzschuhe. Wenn ich wm Ball gehe, kommt er sicher mit meinen Babepantoffeln an, jeboch hat er ia entschieden guten Willen, unb nach einer Verhandlung von mehreren Allnuten, in welcher Zett ich mir bequem brei Paar Stiefeln holen unb anziehen könnte, bringt er bie rechten. Aber maski, b. u Pitchin-Englisch unb heißt: es macht nichts. t_ .. t. . „ , . Mil ber „Hansa", die längere Zett hier in -hanghai qeleqen hat ist die deutsche Kolonie in einen außerordentlich regen ge ellschaftlia-en Verkehr gekommen. Ter Ad- miral, Graf Baubissin, ein trotz seiner hohen Stellung im Verkehr ungemein liebenswürbiger Herr, hat den -Leut» ♦) Wir entnehmen die vorstehende Schilderung dem Pnocu- briefe eines jungen Deutschen. D. Red. d. Gieß. Anz. Der Kaiser io den Aeichstanden. Bitsch, 14. Mai. Ter Kaiser ist heute vormittag hier ein getroffen und wurde auf dem festlich geschmückten Bahnhof von den Spitzen der Behörden empfangen. Staatsrat Jaunez entbot dem Kaiser in einer Ansprache im Namen der versammelten Mitglieder des Bezirksrates Willkommen und Tank für den Besuch und schloß daran bie Versicherung unverbrüchlicher Treue gegen den Kaiser. Ter Kaiser bankte und sprach seine Freude über den glänzenden Empfang aus. Vom Bahn- Hos fuhr der Kaiser mit dem Statthalter Fürsten Hohenlohe nach dem Marktplatze, wo mehrere hundert junge Mädchen in Landestracht Ausstellung genommen hatten. Nachdem der Bürgermeister hier den Kaiser begrüßt und dieser den Ebren- trunl entgegengenommen hatte, wurde die Fahrt nach der Kaserne des Magdeburgischen Jägerbataillons Nr. 4 fortgesetzt. In der Kaserne fand in Gegenwart des Kaisers die Nagelung und Weihe der neuen Fahne des Bataillons statt. Ter Kaiser hielt bei der Feier, bie in ber zur Kirche umgewandelten, rcichgeschmückten Turrchalle vollzogen wurde, eine Ansprache, in der er der ruhmreichen Vergangenheit ber Bitscher Jäger geb achte und mit dem Hinweis auf die glorreiche Parole „Treu bis in den Tod!" schloß. Der Kommandeur des Batalllons antwortete mit einer Erneuerung des Treuegclöbnisses. An dem festlick)en Alte nahmen u. a. Statthalter Fürst zu Hohenlohe und der kommandierende General des 13. Armeekorps, sowie zahlreiche höhere Offiziere teil. Nach der Fahnenweihe fuhr der Kaiser nach dem Exerzierplätze bei Hasselscheidt, wo eine militärische llcbung stattfand, unb reifte am Nachmittag mit Gefolge weiter. Bei der Abfahrt ließ der Kaiser, der über den Empfang und die Begrüßung in Bitsch sichtlich erfreut mar, durch den Kreisdirektor der Bevölkerung seinen besonderen Tank aus- Der gefährlichste Aegner. Eduard v. Hartmann schließt im „Dag" feine Studien über die Frage, von welcher Partei dem deutschen Volke bie aktuellste Gefahr droht, folgendermaßen: „Wenn es dem Bunde der Landwirte gelänge, so viel gemäßigte Agrarier durch extreme zu ersetzen, daß diese nicht nur die Annahme praktisch erreichbarer Handelsverträge verhinderten, sondern aua? die Regierung zur Kündigung: der alten Verträge unb der Meistbegünstigungsverträge mit ben Vereinigten Staaten unb Argentinien zwangen, so hätte er sein Ziel erreicht, bie hohen Maximalzölle bes neuen Generaltarifs für landwirtschaftliche Produkte zu erlangen. Was aber wäre bie Folge eines solchet^Zollkrieges nach allen Seiten zugleich? Alle Staaten würdenWch gegen die Einfuhr deutscher Jndustrieprodukte hermettsch abfperren; ber gesamte Teil des deutschen Volkes, ber vom Ausfuhrhandel unb von der für das Ausland arbeitenden, gewerblichen Pro- buMion lebt, würde mit einem Schlage seine Beschäftigung verlieren. Man rechnet, daß mindestens ein Sechstel ber Industrieproduktion für das Ausland bestimmt ist, unb daß etwa zwei Trtttel des deutschen Volkes von Handel uiü) Gewerbe leben. Durch einen allgemeinen Zollkrieg würde also ein Neuntel des deutschen Volkes, d. h. 6ye Millionen Einwohner, ihrer Subsistenzgrundlage beraubt werden. Tabei würden oie Preise der Nahrungsmittel um den Betrag ber Zollerhöhung steigen, also Arbeitslosigkeit mit ©not* teuerung zusammentreffen. Tie von Deutschland nicht selbst erzeugten Nahrungsmittel und Rohprodukte für bie heimische Industrie müßten nach wie vor vom Auslände her bezogen werben; da aber von diesem keine deutschen Waren mehr als Gegenleistung angenommen würden, so müßten sie mit Gold und Silber bezahlt werden. Ein Jahr solchen Zollkrieges würde genügen, um alles Edelmetall unb Bargelb aus Teutschlanb abfließen zu lassen unb unsere fernere Kaufsähigkeit auf dem Weltmärkte äu vernichten. Tann wäre auch die Möglichkeit weiterer Einfuhr von Rohprodukten abgeschnitten. Unser Volk müßte sich mit ben auf seinem ©oben wachsenden Nahrungsmitteln begnügen, und bie ganze Industrie, die ausländische Rohprodukte für den heimischen Markt Verarbeitet, wäre zum Stillstand verurteilt. Alles in ihr angelegte Kapital wäre ertraglos, ihre Arbeitgeber wie ihre Arbeiter subsistenzlos gemacht. Tie Hälfte des deutschen Volkes wäre dann der Mittel beraubt, sich Nahrung zu laufen; die Landwirtschaft fände nur noch für die Hälfte ihrer Produkte Abnehmer, und ein ungeheurer Preissturz der landwirtschaftlichen Produkte trotz der höchsten Schutzzölle wäre Die Folge. Aber dahin wird die Regierung es nicht kommen lassen, so sagt man sich zum Tröste: sie wird sich nicht von den Agrariern zur Kündigung der HandelSverttäge drängen! taffen. Gewiß nicht, wenn die Wahlen zeigen, baß öas Volt ben Lockrufen der Agrarier zu toiberjtc ben weiß unb der Reichstag in ziemlich unveränderter Gestalt wiederkehrt. monaihd) <6'IM-, viertel» jährlich Mk. 2.20; durch Adhole- il Zweigstellen monatlich 6o Pi.; durch diePoslMk.2.—vienel- jäbrL auslchl. Bcslcllg. Annahme von Anzeige« ür die Tagesnummer ?tl vormittag« 10 Uhr. ^etlenpvetl: lokal ILPll. auflrvürtfl 20 Pig. Verantwortlich ’ih den poltL und augem. Teil: V- Witiko. tüt ,Eladl und Uanb" und .Gerichtsfaal*. August GSh, für den Anzeigenteil: Han« Beck. Erscheint täglich ——- A ® auber Sonntags. . Siebener Anzeiger b ruderet (tiiedd) Erden) ” General-Anzeiger w ReDafnim. trpefnw« u v -L5Z- Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Stehen ^r-ntprechonllblich Nr 6L ____ djen hier mehrere Male in reizender Weise deutsche Gast* । die feinen Kind er stimmen wieder von dem Decke unserer ' ' ' . Einmal war ein kleines Tänzchen an I stolzen „Hansa". Ich kann wohl sagen, dieser Weihnachtsnachmittag hat mir über viele trübe Stimmungen hinweggeholfen, die mich Verdacht verhaftet. e[d)canftem Umfange berückfichliat Personalien. S. K. H. oc Cousine des deutschen Kaisers. Mainz, 13. Mai. Dem VerschönerungSoerein ist zu seinem bOjähr. Bestehen folgendes schmeichelhafte Glückwunschschreiben von der Bürgermeisterei zugegangen: Die berühmte Piazza d'Erbc, daS herrlich« er Gro ß Herzog haben lalle Forum mit dem Marktbrunnen auS der Zeit Berengars Das Zudenmaffacre von Kischinew. Die russische Regierungspresse bringt jetzt über daS Judenmassacrc von Kischinew detaillierte Schilderungen, die man für erdichtet halten möchte, wenn sie nicht amtlich beglaubigt wären. Die christlich-orthodoxe Bevölkerung hat in einer Weise gehaust, wie es die Kannibalen, die niemals vom Christentum gehört, nicht schlimmer tun können. Schamloser Hellen: Besonders schwer haben, so schreibt das Blatt, diejenigen von vatikanischer Selle zur Resignation veranlaßt, co. ein Verweser für diese Erzdiözese bestellt werden. In Vermischtes. • Paris, 14. Mai. In Nancy wurde der Kaffee- Händler Baliguet, ein ehemaliger Postbeamter, unter dem für Leu lschland anbei größten deutschen Firma hier am Platze, Arn hold, Karberg L Co. Er war ein Pessimist vom Scheitel bis rchner des evangelischen Zentralkircyenionds unr Hauptredner der allgemeinen geistlichen Wittvenkasse Rent«- amlmann Adam Fuchs zu Darmstadt den Charakter als Regierungsrat erteilt. — In den Ruhestand wurde versetzt der Amtsgerichtsdiener in Darmstadt Karl -sch aaf. Der die Abfahrt. — von r/»7 uhr ab wird ein Fest für die Mannschalten unseres Regiments i« Steins Garren statt- sinden. ihkc uns ferner authentisch mitgcteilt wird, können infolge zahlreicher Anmeldungen Unter ^ierc und Mann- . fd)a|t8n, Die uidv im 2 Bataillon gedient haben, nur rn geworden und selbst Spionenbienftc geleistet zu haben, deicvränktem llmfanae berücksichtrat werden. * Die I w v ’ * Aber wenn der Bund der Landwirte große Wahlerfolge erzielte, wenn es ihm gelänge, die gemäßigten Agrarier der konservativen und MLttelparteien durch extreme zu ersetzen und die Zahl der Agrarier überhaupt im Reichstage noch erheblich zu vermehren, dann läge die Sache anders. Tie Regierung hat ihre bessere Ueberzeugung zwar nocü niemals den Forderungen einer anderen Partei, wohl aber schon in so manchen Punkten dem Drängen der Agrarier geopfert und von den Agrariern verlanate Maßregeln durchgeführt, die sie selbst zuerst als verfehlt und schädlich bekämpft hatte. Ein unbedingtes Vertrauen auf die Festigkeit und 'Einsicht der Regierung wäre deshalb sehr übel angebracht; vielmehr ist die agrarische Gefahr mit Sicherheit nur an der Wahlurne abzuwehren. Ter Sieg der extremen Agrarier würde mit der Vernichtung unserer wirtschaftlichen Existenzbedingungen zugleich unser Ltaatsleben terrütten und die ganze Grundlage unserer Kultur so er- chüttern, daß das verarmte und dezimierte Volk, wenn der ozialdemokratische Bürgerkrieg glücklich überwunden wäre, den Mächten einer finsteren Reaktion anheimfallen würde, unter denen der Ultramontanismus wahrscheinlich den Löwenanteil für sich gewinnen würde. Wenn es vor allem die evangelische Orthodoxie ist, die es verhindert, die allein wirksamen Maßregeln gegen den Ultramontanismus zu unternehmen, so ist zu beachten, daß die evangelische Orthodoxie ihre festeste Stütze in dem Großgrundbesitze findet, der die agrarische Gefahr heraufbeschworen hat, der die Polonisierung der östlichen Landesteile verschuldet, und der allein der Sozialdemokratie die Hoffnung offen hält, ihren Besitzstand durch Eroberung des besitzlosen ländlichen Arbeiterstaudes erheblich zu vergrößern. So ist der östliche Großgrundbesitz der Punkt in unserm Staatsleben, in welchem die agrarische, ultramontane, pol- rrische und soziald ein akratische Gefahr sich kreuzen, die Quelle, aus der sie alle ihre Kraft schöpfen, das eigentliche Hindernis für die Unschädlichmachung aller." Volitische Tagesschau. Der Besuch des amerikanischen Geschwaders in Kiel ist hwar amtlich noch nicht angesagt, ist aber, wie uns heute das Depeschenbureau Herold meldet, zur Kieler Woche Ende Juni bestimmt zu erwarten. Die Tatsache der Anwesenheit des amerikanischen Geschwaders dürfte schon vorher die Wassersportsleute und sonstige Schaulustige in Kiel zusammen strömen lassen. An einem imponierenden Willkommen wird es nicht fehlen. Es wäre aber zu wünschen, daß die Begrüßung nicht auf das Niveau der „Begeisterung gerät. Dazu liegt am und verruchter ist der Name unseres Heilandes selbst in den dem Rechner des evangelischen Zentralkirchenfonds urtb schlimmstes Tagen der mittelalterlichen Inquisition nicht ge- -------- ®tttDenIttffe 3lent* schändet worden. Die »Nowosli* berichtet folgende Einzel- ullerwenigsten den Amerikanern gegenüber Veranlassung vor. Weder die Vorgeschichte des Geschwaberbesuches ist geeignet, herzlichere Empfindungen auszulösen, noch die kühle Art, die die Union im amtlichen Verkehr mit Deutsch-1 entwürdigenden Gebräuche nicht auszurottcn zu sein. So land allgemein an den Tag legt. An dieser Kühle wird wird dem »Daily Chronicle" aus Dublin berichtet, daß dort das Erscheinen der „Sterne und Streifen" in der Ostsee ^im 21. Ulanenregiment gegenwärtig eine Untersuchung ebensowenig etwas ändern, tote der Besuch des Prinzen! folgender Vorkommniffe schwebe: Unter einigen „Kolo- Heinrich von Preußen in den Vereungten Staaten .7 .u r.«. rs '' ,.„s ... 1 u«unut uuu uuLiiu*iuä=> um xu. e» vermochte. Darum fei die Ausnahme der (Säfte in Stiel "’“~en ' b't l Feinde zu Mitgliedern des Osfiz.eckorps ernanntI r,niM-Tnh^n'nffirnfif^«na6n(^ntft fiuä%io hie Wilhelm in Kopenhagen eine fo überaus herzliche «ufrL ocbcn ro"en, den alteren Kameraden aber nicht gefielen, I ®$n’eftec bcS re9'ercn-bcn ®c0^er»°9S * * * Subro'9' b,e nähme bereites. Aber die nervostn Franzosen können den , q j ähnlicher Weise behandelt worden sein. Schließlich StsckMt Bereut U» die unfrlundUchen Herren auch an dem Reitlehrer des dieser Sache interpelliert worden; der König dürfte sich Regiments ihren Groll auszulassen versucht, weil dieser al o höflichst gefeiert sehen, und die dänische Geschäftswelt Offizier aus der Front heroorgegangen ist. Der Reitlehrer wird gerührt Kenntnis nehmen können von den freund-1 wußte sich aber ganz energisch seiner Haut zu wehren und schaftlichen Gefühlen der Franzosen für Dänemark. Es ist machte außerdem über die Mißhandlungen seines Kameraden dies eine Eifersüchtelei au| Deutschland, die ans Lächerliche den Kolonien an das Kriegsministerium Meldung, streift. König Christian kann den wirtschaftlichen Einfluß I — ———— Frankreichs in seinem Lande nicht sichern, wenn die Leist- ttirche und Schule. ungssähigkeit der Franzosen hinter der der Deutschen Aus Salzburg wird den ,Dresd. N. N." geschrieben, zurückstehü Wahrscheinlich verspüren die Franzosen in dieser u Qug Mitteilungen der nicht klerikalen Presse bekannt ge- Beklemmungen. worben sei. solle der Olmützer Erzbischof Dr. Kohn „Heute sind es 50 Jahre^ daß der Mainzer Verfchöner* ungsverem von opferwilligen Männern ms Leben gerufen worden ist. Unter den Vereinen am hiesigen Plag hat sich der Ver- schönerungsverein eine so hervorragende Stellung errungen, daß die städtische Verwaltung den heutigen Tag nicht unbeachtet lassen darf. Was seine Gründer m den damals ausgestellten Statuten versprochen haben: der Anlegung und Verschönerung von Spaziergängen, der Verschönerung öffentlicher Plätze, Baudenkmäler und Gebäude usw. ihre Sorgfall zuzuwenden, hat der Verein getreulich jederzeit gehalten. Eine Reihe segensreicher Schöpfungen, der Verschönerung der Stadt oder ihrer Bequemlichkeit gewidmet, haben wir dem Vereine zu danken. Geleitet von einsichtsvollen, zielbe- wußlen Männern, ist er der städtischen Verwaltung allezeit cm Salzburger kirchlichen Kreisen wolle man nun wissen, daß treuer und bewährter Ratgeber gewesen. Wie er einerseits eine nach endgültiger Entscheidung über den Rücktritt Dr. Kohns Reihe gemeinnütziger Werke aus eigener Kraft und mit eigenen cn t>, ^Voruande-' wagen ein Jude saß, so schrie sie, sich zu den christlichen Passagieren wurde von den Ge,masten des Stellvertreters rxsVorftanoes wendend: .Schmeißt uns den Juden raus!* Ter Jude wurde des Staatsschuldbuchbureaus enthoben und es wurden ^dte hmausgeworicn und buchstäblich dem Mob ausgelleiert, der ihn m Geschäfte des Vorstandes dieses Bureaus dem Tt« schrecklicher Weise mißhandelte. Es sind uns viele authentlsche rektor der Staatsschuldenkasse Karl Krebs und diejenigen Fälle bekannt, wo aus diese Wehe aus den Waggons hinaus- Stellvertreters des Vorstandes dem Kassier genannter oeworiene Juden von der Menge auf der Stelle .getötet wurden. $affe Reaierunasrat Fran; Hiemenz übertragen. Es sind Fälle von aeradezu bestialischer Verstümmelung Waldgirmes 13. Mat. Tte Aufforderung bet von welchen seitgestellr worden. Wir wollen hier ferner eimges ...a gipri, ApfI von dein uns von einer fehr kompetenten Person, Tr. N. A. Toro „L. Ztg. für Rheinpreußen an die ^.andwlrte. s ch fchewski (Arzt am Landschastshospital) Mttgeteillen aniühreu: Eure Feldfrüchte gegen Hagelschlag! wird auch m 1. Ter Jüdin Sura Fonarfchi sind zwei Nägel m die Nafenlöcher öen üom Wetzlar umschloffenen Gemeinden Waldgirmes, Nauvh-.m und Hennannstein .hre Wirkung mchI fehlen Swietschnoj- und Gostinojstraße ausgesirnden wurde, sind die Hat doch das vorjährige Hagelwetter, welches un Tilltal und Gelenke an Händen und püßen auseinander- über die vorgenannten Gemeinden ferne Verheerungen angerissen worden. 3. Dem Juden Charifon wurden die Lippen richtete, recht deutlich gezeigt, wie durch ein solches Unwetter J!« klE Landmann s° s-hv g-ichäd.gt werden kanm Ohr abgeschnitten, auch erhielt er zwölf Wunden am Kops, er wurde Tie Meinung, es gebe hagelsichere Gegenden, hat sich auch wahnsinnig und befinbet sich im Hospital. 5. Auf der Ecke der hier als irrig erwiesen und viele nicht versicherte Landwltte Spiefchnoj- und Gostinojstraße ergriff die Menge eine schwangere kaben empfindlichen Schaden erlitten. Es wäre daher eine ÄÄÄh. gräbcre Be.e.ttgung gerade aus dem zweiten Stock kleine Kinder auf die Straße herunter. Kreisen erwünscht, denn bei größerer Beteiligung werden be* Außerdem sind viele Fälle von Vergewaltigungen kleiner Aiädchen kanntlich die Prämiensätze kleiner. bekannt, die in den Händen ihrer Peiniger starben. Es wurde auch jy Darmstadt, 15. Mai. Der 80jährige (Se* SS* 1 * * * ÄÄÄÄ?« «'*» b-r G-s°ngl-hr-nn Frau Pf-rr-rKnlsp- l sich auf 47. Im jüdischen Hofpital befinden sich mehr als 100 Ver- geb. Fischer, deren Leben und Wirken mit Darmstadt als rounbete, darunter etwa 30, die fürs ganze Leben unbrauchbare Konzertstadt eng verflochten ist, trug der Jubilarin seitens Krüppel bleiben werden. ihrer Schüler, Freunde und Verehrer reiche Ovationen ein. Die .PeterSburgskija Wjedomosti" teilen ferner mit, daß ^lle vierzig Jahre hat sich Frau Pfarrer Kmspel in am zweiten Tage der Unruhen einem jüdischen Tischler beide unserer Residenz der gesanglichen Ausbildung der Jugend Hände mit seiner eigenen Säge abgesägt worden sind. §mer gen)ii)met und erst vor drei Jahren den Unterricht mit Rück- Frau ist der Bauch aufgeschlitzt, die Eingeweide heraus- Quf ^e§ Alter eingestellt. Ihre Wirksamkeit als gerissen und es sind dann in den Leib Bettfedern und Daunen Ron5ertjängcnn, in welcher Leipzig, Paris, London als Haupt- gestopft worden. Alles, was die Zeitungen bis jetzt ge- Nationen zählen, fällt noch m die Epoche Mendels- bracht, blldet bloß einen kleinen Tell der begangenenL, Schurna nn, mit welchen Meistern sie auch vielfach ®miel. in persönliche Berührung gekommen ist. Mendelssohn erbat | ----- etrnif» ' ihre Mitwirkung in 6 Gewandhauskonzerten. An ihrem . r veer Uno Morre. (Satten, Pfarrer Georg Knispel (auf dem kleinen Friedhof in Mißhandlungen englischer Offiziere durchs ^ßen [lt ^in Grab), deffen Buch überden Kameraden ftnb m ben letzten Mana en mebrsach zur > ^ler Sepbelmann von hohem ästh-ttfch-m Ver. Kenn ms gelangt unb haben ,° auch kurzttch nn engl.fch\ fie bcj künstlenschen Weiterb.lbung Oberh-U - zu -m-r Debatt- g-suhtt b°. ber Lo b Robe s fi besten Bunbesgenossen. b°n sie l-ib-r schon ,m 38. ttcbenS. ferne entsch,ebenste Mißbilligung über bie mebt alä fonbe,. I • den Kreis ihrer Darmstädter I baren Vorfälle ausdruckte. Aber allzule.cht scheinen d,-l°s^r g-hätt S. Kgl. Hoheit der Großh-rzog Ernst Ludwig, die Kaiserin Alexandra von Rußland, Prinzessin Ludwig von Battenberg und Großfürstin Elisabeth Sergius. Zu dem Ehrengeschenk, welches die Freunde und Schüler vormittags am 15. Mai überreichen, | „Eureka 3224 Gaskoks Verkaufsstelle: 1J0 ffllf. Hintergebäude, da ich ein offenes Ladengeschäft nicht führe. Hochachtungsvoll 8967 Hei Entnahme von mindestens 200 Zentnern Gießen, den 14. Mai 1903. Mr. Samstag früh: Frische Wurst und Solberfleisch. Fr. Kühnhold, Bier-Depot, Ludwigstraße 55. 3966 D^- Mau verlange ausdrücklich nur das echte „Äüstritzer Schwarzbier". RKS • 1 moleum 1,26 Mk. 1,25 SDlt. Die Marke VORWERK" führt jedes bessere Geschäft! 1,15 1,15 Stückkok» . . . . Diugtote Nr. 1 . . NuBtot» Str. 2 . . und der antiken Marmorsäule in Verona, sollte laut Beschluß der Stadtväter niedergerisien werden. Dagegen opponierte VeronaS bekanntester Maler Tall Oca Bianca mit solchem Nachdruck, daß die Behörden dem sich erhebenden Entrüstungssturm aller, auch der deutschen Künstler VeronaS gegenüber nachgeben mußten, und die ehrwürdige Piazza der Nachwelt erhalten bleibt. Engros-Lager: ^Au^tab I. Kahn, Lederhdlg., Bahnhoistr. 63. 11358 ko/?w ER*-5 .^e/ssbV^ Gerichtssaal. Wiesbaden, 11. Mai. In bem Prozeß der Ehampa^ner- firma M o e t u. Ehando n gegen die Lhamvagnerfirma Söhn, lein u. Co. zu S ch i e r st e » n wegen Forderung von e i ir c r Million Mark Entschädigung wurde dieser Tage der frühere Botschafter in Washington, v. Holleben, als Zeuge vernom- Die »okspreise stellen sich hiernach wie folgt: Für den Zenmer ab Llück-«okS .............. Nuß-Noto, ausschließlich trocken gelagert, in zwei verschiedene,i Korngrößen für Slubenheizung rmd für weite und enge Ofenschächte passend zerkleinert: Gropr Nr. 1, etwas größer als durchschnittliche Korngröße des Anthracit, g a n tz- bar ste Sorte......... Größe Nr. 2, kleiner als durchschnittliche Korngröße des Anchracst...... Zu Wagenladungen von mindestens 36 Zentnern: Stückkokö.......1,05 DU. Nußtoks Nr. 1.....1,20 , NuBtotö Nr. 2.....1,20 , Anm.: Tie in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von allswartS nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Köstritzer D Schwarzöier Dieses altberühmte Bier, welches infolge seines großen Malz- und Würze- Sxtraktes und geringen Alkoholes besonders jUndcrn, Blutarmen, Wöchnerinnen, nährenden Müttern und Rekonvaleszenten jeder Art von hohen medizinischen Autoritäten empfohlen wird, ist zu haben in (xiemsen bei ist und bleibt die Krone aller Waschmittel! IJeberall erhältlich, Alleiniger Fabrikant. Joh n Vormbaum, Düsseldort-Reisholi. Ueberal^rl>a^ti.cn,^rkanf siimt|iche GrON.iMten ein»< hl. Branchen. FUSSBODEN-OELLACKFÄRBE FRAUENI2B garantirt blei- u.giftfrei. Bester Fussbodenanstrich haltbar, hochglänzend, elegant, über Nacht trocknend. Zu haben bei Auguat Noll, Bahnhoistr. 51 und in anderen besseren Drogen- geschätten. 3702 Karl Hartmann, Metzger null Wirt, (früher im Rheinischen Hof). Für Koksabnehmer, welche zwei und mehr Doppelwaggons beziehen, ermäßigt sich der Preis um weitere 5 Pfg. für den Zentner. Für Anfuhr au dao Hauo werden 5 Pfennig für den Zentner berechnet. NB. Soiern daS Verbringen der Koks — bis zu 6 Zentnern — auf die betr. Lagerplätze (Keller, Stall :c.) mit keinem außergewöhnlichen Zeitaufwand verbunden ist, geschieht dies ohne besondere Vergütung. Im Gaswerk findet nur ein Verkauf von über 5 Zentner KokS statt: dagegen ist bei folgenden hiesigen Firmen der AcimrkMs der tekoks von 1 bis 5 Zentner eingerichtet, nämlich bei den Herren: r E Bachcnhcimer * Lchaumbcrger, Marburgerstraße 22, Andreas Euler, Sleinstraße 11, Ioh. Fischer, Aliceslraße 19, H Hof, Bahnhofstraße 34, Gcbr. Kahl, oranksurierstraße 151, UD. Kliutel, Bahnhofstraße 10, Emil Loy, Kirchenplatz 9, Emil Plftor Nachfolger, Marktstraße 10, Georg Lchafcr, Licherstraße 2, August Struck, Bismarckstraße 6, Georg Unverzagt, Kaplarrsgaffe 5. Diese Firmen berechnen obenstehende Preise unserer Gaskoks samt Anfuhr wie das Gaswerk und verabfolgen dieselben auch In Mengen unter 5 Zentnern. Tie Preise unserer GaskokS für die Abuchmer außerhalb der Gemarkung Gießen ermäßigen sich um den Betrag der vktroirückvcrgütuug von 4 Pfg. für den Zenmer. Gießen, den 31. Tezernber 1902. 63 Städtisches Gas- uud Wasserwerk Gtcßen. Otto Bergen.___ tzothiltt §kbkllSlirlIiiheruutzSbauk a. G. Dersicherrurgsbestand am 1. Februar 1903: 827 Millionen Mark. Versicherungssummen, ausgezahlt seit 1829: 402 „ „ Die höchsten Versicherungsalter t einfach aus Lebenszeit, gemischtes Twidendenfyslem) sind tatsächlich bereits prämienirei unb erhalten sogar eine jährliche Rente. D-4 Vertreter: Heinrich Hochreuther m Gießen. Emil WillcmS in Grünberg. Rentmeister Bohn m Louis Dörmer in Lick. In der Stadwerordneten-Versammlung vorn 22. d. M. wurde I beschlossen, die am 10. April d. I. festgesetzten Preise bis auf weiteres beizubehallen, mit der einzigen Ausnahme, daß der Preis für Nußkoks, Große 91 r. 2 um 5 Pfennig für den Zentner herabgesetzt wird, sodaß die Nnßkoks Nr. 1 und 2 jetzt gleichen Preis haben. ynüjfrlitäts-yadjridjlfH. — Die Amtstracht der Professoren. Bei dem Heidelberger Universitäts-Jubiläum im nächsten A u 0 u ft werden sich die ordentlichen Proiefforen der Bupono- Ceroie zum ersten male in der neuen, ihnen vorn Großherzog von Baden verliehenen Amlslrachl zeigen. Berens jeljt erfährt man die Einzelheiten über die AusstaNimg der Tracht und die zu Grund gelegte.Kleiderordnung'. Tanaä) besteht die moderne akademische Uniform ans dem uralten Talar und Barett. Tie Grundsarbc der Robe ist bei allen Fakultäten cm ernstes Schwarz. Rur Kragen, Aermelausschläge und Barett weiseii die Fakullätsfarben als ddluren lum opucificum auf. Tie Farben sind für die theologische tzakultät das kirchliche Violett, für die juristische das kriminelle Rot, für die medizinische das Grim der Hoffnung, die philosophische zieht daS keusche Blau vor, während die nalurwiffenschastlich- mathemalljche Fakultät recht bezeichnend daS diabolische Gelb für den schwarzcii Untergrund gewählt Hatz Monatliiht NtblrW der ?odesfallt in kietzeu. Monat April 1903. Kinder Enorme Auswahl. Billigste Preise. Ernst Bloedner Telephon 367. 3221 Seltersweg. I T\ An den Vnhßrhofen Z\ eine Restauration mit Metzgerei eröffne Ich werde mich bemühen, die mich beehrenden Gäste und Kunden mit nur guten Speisen und Getr°nk-n zu b-dstn-n, - Der Verruf von Fleisch, und Wurstworen erfolgt auch über d.e Straße: d.e Metzger« b-stnd-t s.ch un D. B. Dr. Kaum’» G. M. Reflex-Creme in schwarz und in allen Farben. 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Die verlautet, hat der Zeuge die Behauptungen der beklagten Firma Söhnlein m Schierstem bestätigt, daß zu der Taufe der kaiserlichen Bacht .Meteor' ihre Marke ,R h e i n g o 1 d', nicht aber der französische Sekt der Klägerin bestimmt gewesen wäre, daß Präsident Roosevelt seine Ziistunmung dazu gegeben, der Werstftrma TownSend zu Shooters'ISland dies nutgeteilt worden wäre, ferner daß der Zeuge auf eme Anfrage der Firma SÖbnlem geantwortet habe, cs fei ihr .Rheingold' verwendet worden. ~ , Berlin, 14. Mai. Tas Lberverwalrungsgencht verhandelte heille in der Angelegenheit der Ungiltigkeitserklärung der 3. Abteilung der Berliner Handelskammer- Wahlen durch den Bezirksaiisschuß und kam zu dein Ergebnis, daß tue Handelskammer an sich aut gesetzlicher Grundlage beruhe, daß aber die Dahlen der 3. 9lbieüung an wesentlichen Alängeln leiden. Der Gerichtshof müffe die Angelegenheit an den Bezirksausschuß zurüciwc.sen. _ , .. Riel, 14. Mai. Die gegen den Oberleutnant e i ß vom Kriegsgericht des Marmebildungswesens verhängte Slrase von einem Monat Festungshaft wegen fahrlässiger Brandstiftung an Bord des o l l ke' wurde vom cberkrlegsgericht der Ostfeestallon heute auf die Berufung des Gerichisherrn in eine Gefängnisstrafe von gleicher Tauer umgcroanbclt. Tas Berufungsgericht nahm mchl Ungehorsam gegen einen Tienslbeiehl an, sondern ein Vergehen fahrlässiger Brandstiftung gemäß dem Reichsslraigesetzbuch. Kandel und Ucrlielir. UolKswirlschafl. Lissabon, 14. Mai. Ter Gesetzentwurs betreffend Emission von 200oOO portugiesischer Staatsanleihe im Renn- belrage von je Lst. 20 wird nächste Woche in den Korkes beraten. Tie lahrllche Belastung des Staatsschatzes soll (wie bereits ge- rnelbct) über 5*/* pLt. nicht hinausgehen. Zlhiime werden schnell und gut 1111 reparikrtii.iiciibtzogeii Italer StMiiH Gießen. Seltcrsweq 9. Sta^lpanzer- KeldschränKe, feuer- und sturzsicher, thermit- und diebessicher. J. <’. jfeizoid. 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