Mittwoch 15. April 1903 153 Jahrgang Zweites Blatt. Ubrefle für Tepeichen: Anzeiger Sieben. Prmlprrd)anld)lu6 51. Nr. 87 • r|*eiet tieft* außer Sonntag*. Trm Siebener Anzeiger werden im fBechlel mit dem hesßlche» tandwttt btt Oiebener Vanillen* blätter otermal in bec Woche de,gelegt. Rotationsdruck u. Verlag bet Brühl 'Ichen Univerl.'Bnch- u.6iein* bruderet (Ptetlch lirbtn) RedakNon. Chvebttte« und i)rutferei: vezn gdpret»: monatlich 7b otert* lährlich TU. 2JO. bmd) 'Jlbbole- il Zweigstellen monatlich 6ö M.; durch die Post TU. 2.— viertel- jährl. ausschl. Bestellst. Annahme von Anzeigen •ür die lageenuininer Jie vormittag» 10 Uhr. ZeUenvretd: total 12 Bl» ausivan« 2u Big. Verantwortlich *ür den poltt und allstem. Teil: P. Wtttko. tüt „ctabt und Uanö* und Jäend)t»|aal*: Auaust Dötz. tot den *li> zetgentell: $>an« Beck. SietzeimAnzeiger ** General-Anzeiger v Amtz- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen $ve heutige Kummer umfaßt 12 Seiten. NaLLan-Kiomeutbilder. Tie Situation ist nach wie vor als ernst zu betrachten. E- fterft eine außerordentliche Zähigkeit in den Führern der Bewegung, verblüffend ist es, wie sie bald hier, bald dort auflaiid)cn und der, allerdings ziemlich schwächlichen, Ver- suche, sie unschädlich zu machen, spotten. Fürst Ferdinand, der nach einem Petersburger Telegramm im Laufe des Mat eine Deputation nach Petersburg entsenden wollte, um den Dank bis bulgarischen Bolles zu überbttngen anläßlich des 25. Jahrestages seiner Befreiung, „wegen der augenblicklichen Lage au| dem Balkan" den Zeitpunkt der Ankunst der zu diesem Zwecke geplanten Deputation jedoch, zweifellos auf einen Wink Rußlands hinaus- fchob, hat, wie wir bereits gestern meldeten, nun doch wenigste ns feinen persönlichen Adjutanten zum Zaren ge- schickt, um diesem hoch und teuer zu versichern, die macedoni- Ichen Komitees hätten absolut keinen Zusammenhang mit Bulgarien. 9hm will cs die Ironie des Zufalls, daß zur selben Zeit in Sofia der Präsident des macedonischen Zentralkomitees einen Vortrag ankündigte über das Thema: „WaS sollen wir angesichts der Haltung der russischen Diplomatie in Tiacedonien tun?" Danew, der bulgarische Ministerpräsident, hatte guten Grund zu der Annahme, daß die Frage in diesem Augenblick nicht opportun sei, und ersuchte den Herrn Präsidenten Michailowsky, aus den Üortrag zu verzichten. 9hm kommt eine zweite Ironie des Zu|alls: Der fürstliche Adjutant Rittmeifter Gantschcw befindet sich in der russischen Hauptstadt, um darzulegen, oaß fein Souverän strikt den Weisungen der russischen Diplomatie folge und folgen werde; Danew aber bewegt in Sofia den Präsidenten des macedonischen Zentralkomitees durch folgende gütliche Vorstellung -um Verzicht auf den sogenannten Vortrag, richtiger einen Appell an die Waffen: „Gr, Tancw, habe die Frage bezüglich der Haltung der russischen Vertreter in Macedonien geregelt und verbürge sich dafür, daß die russische Diplomatie ihre Haltung gegenüber den Bulgaren ändern werde." Also in diesem Falle erteilt die bulgarische Regierung der russischen Weisung, wie die letztere chre Haltung zu ändern hat! Tas sind zwei charakterislis he Diomentaufnahmen. Bulgarien tritt in Petersburg voll Demut und Gehorsam auf, einzig bestrebt, die Ungnade des Zaren zfck bannen — in Sofia dagegen hütet man sich, es mit den macedonischen Häuptlingen zu verderben. Man macht ihnen beruhigende Zusicherungen. Weiter läßt sich diese gemütliche SÜurts- hm|t kaum treiben, es sei denn, daß noch Herrn Michai- lowsky zu Ehren und zur Belohnung seines edelmütigen Verzichts demnächst eine kleine Festivität stattfindet. P a p r i k o w, bjer frühere bulgarische Kriegsminister, Freund der Macedonier und unerschüttcrt in der Gunst Ferdinands, wäre der geeignete Vorsitzende bei solcher Ge- ' legenheit. Weiter bestätigt der Bericht des italienischen Militärattaches in Konstantinopel, daß zahlreiche ehemalige bulgarische Offiziere in Macedonien als Bandenführer auf- treten, sicherlich ein Beweis dafür, daß man im bulgarischen Heer die macedonische Agitation lange mit duldendem Auge angesehen hat. Zum Gluck läßt sich Rußland durch die Ermordung des Konnsuls Schtscherbina nicht in eine allzu heftige Zornstimmung gegen die Pforte drängen. Die russische Botschaft hatte zu dem Requiem für den Ermordeten zwar keine Einladungen an türkische Streife geschickt. Die türkischen Vertreter erschienen jedoch ohne Einladung. Am 13. d. M. stattete der tittk'sche Kriegsminister Riza Pascha dem russischen Botschafter Sinowjew einen Beileidsbesuch ab. Tie Nachricht, daß der russische Botschafter für die Ermordung Schtscherbinas bereits Genugtuung und eine Entschädigung verlangte, ist dem Wiener Korr.-Bureau zu- folge unrichtig. Türkischerseits wird nur zugegeben, daß der Mörder Schtscherbinas gehängt werden müsse. Die „N. Fr. Pr." meldet dagegen aus Belgrad: Es verlautet, Rußland verlangte als Entschädigung für die Familie des Ermordeten 120 000 Franks», Entsendung von 20 000 Mann anatolischer Truppen nach Altserbien zur ständigen Niederhaltung der Albanesen und, wie wir schon auf Grund anderer Mädungen gestern mit teilen konnten, Errichtung einer Sühnekapelle auf dem Tatorte. Entspricht diese Meldung den Tatsachen, dann wird die Pforte nicht zögern, alle diese russischen Wunsche nach Möglichkeit schleunigst zu erfüllen. Denn der Konsulmord verlangt unzweifelhaft seine Sühne, und die rufji- schen Forderungen rundweg verweigern, wäre das ungeeignen te Mittel, dcn Ausbruch des Balkan-Brandes zu verhindern. Die russische Regierung hat sich überdies in den bekannten Kundgebungen wiederholt auf das fererlich|te gegen einen Krieg verwahrt. Ein hoher russischer Wurrdeu- träger erklärte es im Pariser „Figaro" geradezu jur eine Verleumdung, daß Rußland die Orientsrage auszurollen lieabsichtige, um die Erbschaft des kranken Mannes an* zutretcn. Wie bei alledem die russischen Zeitungen, denen bekanntlich in der auswärtigen Politik Spielraum getanen wird, eindringliche Mahnungen an die Regierung. rrchtcn können, sich nicht in einen Krieg treiben zu lassen, ist scluver verständlich. Glaubt man denn in Rustlano, ie l i nicht an die Aufrichtigkeit der russischen Baitanpolitik, bte doch frei von jeder Nebenabsicht sein |oll. , Schließlich verdienen noch folgende ^ensatiwnsnach- ttchten, denen man indessen keinen besonderen Wert^bt.i- zumesfen hat, Erwähnung. Nach einer Meldung ausSaloniki wurde dort am 9. d. M. em Kos «er nut Doppel Otxn ionii^öiert, der eine große Menge 2. i)iiamtt enthielt. Tem Eigentümer des Koffers gelang es, zu entkommen. Und in Konstantinopel laufen Gerüchte um, die von einer Hccr und Flotte. Inaktive Kontreadmirale und Kapitäns z. S. werden wahrscheinlich demnächst zur Dienstleistung ein» berufen werden; eine faifedidjc Ordre bestimmt nämlid^ bau vorübergehend zur Dienstleistung einberufene inaktive Kontreadmirate an Ucbungsgeld 20 Mk. täglich und ein Ein- kleidungsgcld von 300 Mk., Kapitäns z. S. 17 Mk. UebungS- geld und 200 Mk. Einkleidungsgeld erhalten. Aus Hiadl miü £unü. Gießen, am 15. April 1908. AuS dem Theaterbureau. Die für morgen an» gekündigte Aufführung des .Zigeunerbaron" von Johann Strauß wird allgemein hochwillkommen sein. Die Musik ist, wie bekannt, eine geradezu elastische und die Gestalten der Operette höchst volkslümiich. Der Zigeunerbaron ist in den Händen des Herrn Sommer. Den .ausgezeichneten" Schweinezüchter Zsupan spielt Herr Bruck, die Zigeunerin Suffi wird von Frl. Stöger und die Arsena von Frl. Barth gesungen. Grünberg, 14. April. Bei der bevorstehenden Reise unseres engeren Landsmannes, des Tr. Theodor Koch vom Kgl. Museum für Völkerkunde zu Berlin, nach dem Innern Südamerikas erfolgt am 20. April die Abfahrt^vvn Hamburg mit Dampfer „Patagonia" der Hamburg-Süd- amerikanlschen Dampjschisfahrtsgesetlschaft über Para nach Manaos am Amazonen ström. Von da mit brasilianischer Linie den Jucua, einem südlick-cn 9tebenflutz, auswärts. Untersuchung der noch von europä.scher Kultur unberührten wilden Jndianerstämme der Ouellgebiete des Purus, Jacua und Ucayali, suDl.cher 9iebenflü)le des Amazonenstromes. Tauer der Reise ist ca. P/z Jahre. Eingeborene Begleiter werden erst an Ort und Stelle engagiert. Sonst geht der Forscher allein. Zweck der Reise ist: Erforschung der Sitten und Gebräuche, reiigwsen und rechtlichen Verhältnisse und der Spiaa^n der Jndianerstämme. Tr. Theodor Koch wurde als Tireltonal-^siistent am Kgl. Museum für Völkerkunde in Berlin angestellt. (Gr. AZ -s- Ortenberg, 14. 2(priL Bei den Erdarbeiten der Merkenfritz-Ortenberger Ouellwasserleitung wurde gestern in ber Nähe des Fürnl. Stolb. Schloßbaucs ein interessanter Fund gemacht. Am nördlichen Ende des Schlosses, nicht weit vom Schloßturm, gruben die Arbeiter em schönes Steinbeil heraus. ES ist ca. 2 Pfund schwer, hat eine quadratförmige stumpfe Seite und eine scharfe zugeschliffcne Schneide. Ter Stein ist grau glänzend und noch ivohlerhal- tcn. Ein Vorarbeiter hat die Waffe in Verwahrung. fc. Bingen, 14. April. Auf die Ergreifung des SponSheim er Mörders Detroit wurde eine Be- lohnuna von 500 Mk. ausgesetzt. Deutsches Deich. Berlin, 14. April. Der Kaiser hatte heute im Auswärtigen Amt eine Besprechung mit dem Staatssekretär Frhrn. v. Richthofen und hörte später im königlichen Schloß die Vorträge des Chefs des Militär lab inetts und Chefs des Admiralstabes. — Der „ReidMnz." veröffentlicht die Verleihung des Schwarzen Adlerordens an die Prinzen Karl und Harald von Dänemark, ferner die Verleihung des Roten Adlerordens 3. SL mit der Schleife an den Rektor der Universität in Bonn, Geheimrat Zitelmann. — Der Zentrumsaba. v. Savygny wurde, wie der „Germ." aus Rom gemeldet wird, vom Papst in Privataudienz empfangen, um im Auftrage des Fraktionsvorstandes der Zentrumspartei die telegraphischen Glücklvünsche zum Jubiläum mündlich zu wiederholen. — Die Beisetzung des Abg. Justizrat Munckel fand heute mittag unter Beteiligung zahlreicher Parlamentarier statt. — Wie ein parlamentarischer Berichterstatter meldet, wird dem Reichstage nodi ein Nachtragsetat zu- gehen, in welchem die abgelehnte Forderung für den Neubau des Reichsmarineamtes in verhinderter Form und unter Ermäßigung des Voranschlages wieder ausgenommen werden soll. — Die „Nat.-Ztg." meldet: Auf Anordnung des Reichskanzlers tritt in bieten Tagen ein Organisationskomiiee zu Vorbereitungen für den im September tagenden Kongreß für Statistik zusammen. — Die Kommission zur Prüfung des deutschen Zolltarifs hat die wünschenswerten Aender- ungen und Er Mäßigungen im Interesse der russis chen Ausfuhr formuliert. Namentlich die veterinärpolizeilichen MaßnahmenDeutschlands haben Wider sprach gefunden. Thorn, 14. April. Tas im hiesigen Kreise gelegene Gut Birg lau wurde vorn Fiskus für 800000 Mark angekauft. Es soll als königl. Domäne verwaltet werden. — Tie „Nat.-Ztg." meldet: Wegen der'Er r i ch t u n g des Betriebes von Bleihütten werde demnächst dem Bundesrat eine in dem Reichsamt des Innern fertig zu stellende Bekanntmachung zugehen. — Zur Maifeier bringt die FranHurter „Volks- stimme" einen Aufruf, in dem es heißt: „Arbeiter, Brüder! Mit dem Lenz der Natur rückt aucy der Lenz der Arbeit heran, das große Frühlingsfest der Arbeit. Ter erste Mai ist die feierliche Kundgebung der Arbeiter aller Länder..." usw. Wie das „große Frühlingsfest der Arbeit" feierlich gefeiert werden soll, kann man z. B. aus dem „Voltsblatt für Anhalt" entnehmen, worin es heißt: „Die Maifeier joll in diesem Jahre wieder wie früher begannen werden. iZrühmorgens findet ein Ausflug statt, nachmittags ist Familienunterhaltung im Burgkeller und abends findet eine ösfenhiche Dollsversammlung mit nachfolgendem Kommers flott" Dresden, 14. April. Wie das „Tr. I." meldet, begab sich der Kronprinz, welcher, wie gemeldet, von 9hapel nach Rom abgereist ist, nack Gardone, um vor der am Ton- nerstag erfolgenden Rückkehr nach Dresden dem König einen Besucb abzustatten. — Wie die „Dr. :rnchr." angeblich ganz zuverlässig erfahren, werden bis jetzt für Aufhebung des § 2 des Jesuiten gesetzes Preußen 1b, Bayern 6, Baden 3 Stimmen abgeben. Hamburg hat s.ch noch nicht geäußert, dock) wird es wahrsä-ernttch gegen _tc Aufhebung stimmen. Ungewiß ist, ob Mecklenburg und Anhalt dagegen sind. Es rebien si-mit schon ;etzt nur zwei Stimmen zur stimmen» gleichyci:; die Ablehnung ist also keinesfalls gesichert bevorstehenden Bartholomäusnacht für die in Kon- umtinopd wohnenden Bulgaren wissen wollen. Die öffcnt- ick-en Gebäude werden infolgedessen, wie eS heißt, noch tötler ald sonst bewacht Politische Tagesschau. Marokko. Nach einem Telegramm des „93erL Tagebl." aus Melilla wurden die Flüchtlinge aus dem von Bu Hamara erstürmten Frajanafort bei ihrer Ankunft in Melilla entwaffnet Ter Verlust der Sultantruppen wird auf 150 Mann ge* chätzt. Tas Fort ist vollständig ausgebrannt Zwisd)en den Leuten Bu Hamaras kam eS zu Streitigkeiten über die Teilung der Beute. Depeschen des W T. B. aus Melilla melden ferner, daß 17 aufrührerische Kabylenstämme von Tazza aufgebrochen sind, um Fez anzugreifen. Ter Auf st and nimmt z u. Die Sage ist sehr ernst. Während der Plünderung der Festung Frajaua brachen unter den Mauren blutige Streitakeiten aus, bei denen es zehn Tote und zahlreiche Verwundete gab. Ter „Franks. Zta." wird au3 Madrid telegraphiert: Tie siegreichen Rebellen berfidjerten dem General- kapitan von Melilla ihre herzlichen Beziehungen zu Spanien, trotzdem wird aber ein Konflikt befürchtet, weil die Rebellen den Sultansbeamten die Zollzahlung verweigern dürften. Silvela erklärte eine Verstärkung der 4000 Mann starken Besatzung von Melilla für unnätig, da die ßoijalität ber Rebellen sicher erscheine. Aus London wird der „Köln. Ztg." telegraphiert: Eine aus Tanger unter dem 13. d. M. eingegangene Meldung besagt, falls es sich bestätigt, daß der Sultan seine Politik geändert und seine europäische Umgebung entlassen hat, Dürfte et sich auf dem Thron behaupten. Ausland. Paris, 14. April. Der „Figaro" giebt einen Artikel des „£c petit DauphinoiS" wieder, in dem der Journalist; Vernot erklärt, er habe den Lohn des 9)rinister-Prä- identen, den Generalsekretär im Ministerium des Innern, Edgar Eombcs, als diejenige Person bezeichnet, die für eine Million Francs den Karthäusern Die Konzession verschaffen könne. Der Ehesredak- teur des „£e petit DauphnioiS" verlangt in einem Artikel, vor Gericht gestellt zu werden, um seine Angaben zu beweisen. Auf Verlangen Edgar Combes wurde eine gericht- Liuje Untersuchung über diese Verdächtigung eröffnet. — Kriegsminister Andro hat die Untersuchung in der D r e y s u s - A n g e le g e n h e i t eröffnet. Der Minister soll eine umfassende Säuberung in ber Armee beabsichtigen. Bo ro e aux, 14. April. Der Kongreß ber gemäßigte« Sozialisten, ber seit brei Tagen über einen Antrag auf Ausschluß des früheren Ministers Miller and aus ber Partei verhandelte, hat enischieden, daß Millerand wegen ।einer vom Parteiprogramm abweichenden Abstimmungen in ber Diputiertenkanimer weder aus ber Partei auSAiu schließen, noch baß chm ein offizieller Tadel auszusprechen sei. Budapest, 14. April. Ter Parteitag ber ungark sehen S o z i a lb emo kr a ten nahm eine Resolution an, worin bie völlige wirtschaftliche Lostrennung von Oesterreich, ferner bie Entwickelung ber ungarischen Jni dustrie mittels Erziehungszöllen, Abschluß von lang-, srijtigen Hanbelsverträgen auf Grund ber Meistbegünstigung fowie überhaupt jeoe Erleichterung und Sicherung beÄ internationalen Handelsverkehrs und schärfste Bei kämpsung ber Agrarzölle verlangt wird. 9R ar feilte, 14. April. Kurz vor 9Jiiüag reifte Prä/« sident Loubet an Bord der „Scanne d'Arc" nach Algier ab. Algier, 14. April. Nachdem gestern das russische Geschwader hier eingetroffen ist, sind heute auch das it alienif d) e und das englische Geschwader in Den hiesigen Hafen eingelaufcn. Newyork, 14. April. 9t ach einer aus Boston ft am* menben Melbung sollte ber amerikanische Ausschuß für Misfionswesen im Auslanbe betn Staatsdepartement mit* geteilt haben, essei eine Anzahl von Zöglingen ber Missions^ schule auf ber Karolincniusel Ruk im Dezember vorigen Jahres von Mannschaften eines beut scheu Kriegsschiffes verhaftet worben. Der Ausschuß sollte das Staatsdepartement ersucht haben, Schrttte ba- gegen zu ergreifen. Wie jetzt bekannt wirb, ist bem Staats^ Departement bisher keinerlei berartiges Ersucken zugegangen. (Die 9 lach richt ist also osseiibar eine böswillige Deutschfeindliche Ersilidung. D. Red.) Mainz, 15. April. Das neue Reichs-Fleisch- b'esch augesetz wurde in einer Versammlung der hiesigen Metzgerinnung, die sehr stark besucht war, von Vetertnär- arrt Knell eingehend behandelt. An diesen Vortrag schloß siich nachdem zuvor Schlachtbofdirektor Schüler noch die wichtigsten Punkte der in Aussicht stehenden hessischen Ausführungsbestimmungen zum Gesetze erläutert hatte, eine rege Diskussion an. Auch wurde bte Frage der Errichtung einer Schlachtviehversicherung ventiliert, aber beschlossen, von der Gründung einer solcher durch die Innung zunächst noch Abstand zu nehmen. Vor Schluß dieser Jnnungsversammlung betonte Obermeister Falk, daß der Deutsche Fleischerverband seit Jahren bei der Reichsregierung um eine allgemeine und gleichmäßige Fleischbeschau im ganzen Reiche petitioniert habe, daß dieses Gesetz nun bestehe und es Pflicht jedes einzelnen sei, es zu respektieren, wenn es auch grope Erschwerungen des Betriebes und neue Kosten für die Meister mit sich bringe. Mit Worten des Dankes für den Redner schloß der Obermeister die Versammlung. ko. Mombach, 14. April. In einer hiesigen Wirtschaft kam eS in der vergangenen Nacht zwischen Zivilisten und Husaren zu Streitigkeiten, die später auf der Straße in Tätlichkeiten ausarteten. Dabei wurde der Husar Jurkat von der 5. Eskadron des 13. Husarenregiments durch Messerstiche in den Kopf tätlich verletzt. Als mutmaßliche Täter wurden noch in der Nacht die hiesigen Einwohner Georg Ballmert und Joseph Bopp ermittelt, auS den Betten geholt und in Untersuchungshaft nach Mainz abgeführt. Marburg, 14. April. Die „Hess. Landeszeitung" schreibt: Am ersten Osterfeiertag fand zum siebenten mal das alljährliche Oster-Eiersuchen statt. Unter Führung der Schwestern beteiligten sich ca. 300 evangelische und katholische Kinder ärmerer Eltern daran. Sie nahmen auf dem Markt, zum Zuge geordnet, um 11 Uhr Aufstellung und zogen zum Stadtpark, wo sich auch ein zahlreiches Publikum eingefunden chatte, um dem Vergnügen der Kinder beizuwohnen. Hier waren Zuckerhasen, Zucker- und Chokolade-Eier sowie wirkliche Eier im ganzen Park herum unter den Gebüschen und im Gras oder in den Zweigen versteckt. Jauchzend zerstreuten sich die Kinder im Park, um die versteckten Eier zu sinden. Manche hatten ein besonderes Geschick darin, denn während sie 6—9 Stück zusammenbrachten, liefen andere von Busch zu Busch und fanden nichts. Sie waren eben zu spät gekommen. So lieferte das Eiersuchen ein kleines Abbild vom Kampf um die Güter dieser Erde: wer da nicht voran fein kann, bleibt hinten und bekommt dann eben — auch nichts. Es herrschte indessen bei dem Eiersuchen ein gerechtes Prinzip, denn die gefundenen Eier mußten abgeliefert werden und es erfolgte ihre Verteilung, sodaß Jedes sein Teil erhielt. Eine Anzahl von Polizeibeamten war übrigens an Ort und Stelle, um die Eier vor unberufenen Händen zu schützen. Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In Mainz wurde am ersten Osterfeiertag im Mcmsardenzimmer eines Dienstmädchens in der Packusstraße 5 eingebrochen und der Dieb auf der Flucht von einem Schutzmann verhaftet. Man vermutet, in ihm einen gefährlichen Einbrecher erwischt zu haben. — In Wiesbaden hat die Unsitte des Tragens von Ringen, Busennadeln und Uhrgehängen bei den Schülern auch der untersten Klasien in letzter Zeit so zugenommen, daß sich der Direktor des Realgymnasiums veranlaßt sah, die Eltern im Interesse der Erziehung, abgesehen von den Gefahren beim Turnen und Spielen, zu bitten, auf derlei Tand bei ihren Söhnen zu verzichten. Wahl-Bewegung. -k- Mainz, 14. April. Bei der bevorstehenden Reichstagswahl wird, wie wir erfahren, seitens der demokratischen Partei in dem Wahlkreis Mainz- Oppenheim wahrscheinlich kein eigener Kondidat aufgestellt werden und die Partei schon im ersten Wahlgang f ü r den sozialistischen Kandidaten Dr. David stimmen. Es entspricht dieses Verhallen dem Vorgehen der demokratischen Partei bei den jüngst verflossenen Landtagswahlen, bei welchen man demokratischerseits bekanntlich auch darauf verzichtet hat, eigene Kandidaten in Aiainz aufzustellen und sofort für Dr. David und Haas eingetreten ist. — In einer am zwellen Ostertag in Oppenheim stattgehabten Wertrauensmännerversammlung des Bundes der Landwirte wurde der Landtagsabgeordnete Wolf-Stadecken einstimmig als Kandidat das Kundes der Landwirte für den Wahlkreis Mainz-Oppenheim aufgestellt. Vermischtes. Köln, 14. April Auf dem Hauptpostamt wurde ein Postbeamter verhaftet, der feit längerer Zeit nicht deklarierte Briefe, die Wertsendungen enthielten, unters chlug. * Eine Spion agemär kommt aus San Remo. Tie Polizei, heißt es, verhaftete dort einen früheren deutschen Genie-Offizier Namens Wessel, welcher von den deutschen Behörden schon lange wegen Spionage und Unterschlagung gesucht wird. Wessel soll Pläne von deutschen Festungen au fremde Nationen verkauft haben. Bei seiner Verhaftung rief er aus: -Lassen Sie mich, es handelt sich um politische Angelegenheiten." Als er in den Wagen gebracht wurde, mit dem er ins Gefängnis transportiert werden sollte, stieß er den Ruf aus: „Nieder mit Deutschland." — Eine weitere Meldung besagt: Tie Frau des Verhafteten erklärte einem Korrespondenten, chr Mann werde verfolgt, weil er zusammen mit dem in Leipzig inhaftierten Leutnant Wolf „gewichtige Enthüll- ungen" int Dreyfusprozeß machen könne, „die Deutschland kompromittierten". — Die Italic» nisch-offiziöse „Agenzia Stefani" teilt aber mit: Die Meldung betreffend die Verhaftung eines preußischen Offiziers in San Remo entbehrtjederBegründung. • Feuersbrunst. Nach einem Telegramm der „Cöln. Ztg." aus Madrid dauert in Cadix ein ungeheurer Brand, der alle benachbarten Orte in dichten Rauch einhüllt, an. Der Verlust beläuft sich auf über eine Million. Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft. Lagerhaus-Gesellschaft, Worms. Für 1902 ergab sich ein Reingewinn von 23 423 Mt. (i. V. 24 265 Mt.), nachdem die Stadl Worms vertragsgemäß die zur Verteilung einer 3,5 proz. Dividende fehlenden 9945 Alk. (i. V. 0) gezahlt hat. Das Aktienkapital beträgt 650000 Mk. Der amerikanische Tabaktrust iu Deutschland. Tie Berliner Handelskammer hat nach Anhörung des Fachausschusses für Tabak und Cigarren dem preuß. Handelsminister ein Gutachten erstattet, das sich mit den Operationen des amerikanischen Tabak- trustes beschäftigt. Wir geben aus dem Gutachten folgendes wieder: Der amerikanische Tabaktrnst hat, um seinen gesteigerten Bedarf an Cigarettentabaken zu decken, in einer geschickten und planvollen Weise die Produktion von Eigaretten-Rohlabaken sich zum großen Teil zu sichern gewußt und zwar durch Ankäufe an den Märkten der Produltionsländer wie an den Hauptstapelplätzen. Tie Lager sind z. Z. geräumt, die Preise für billige Sorten sind um 25 bis30 Prozent gestiegen. Jedoch kann man nicht annehmcn, daß die amerikanischen Ankäufe zum Zwecke der Spekulation oder der Beherrschung des Weltmarktes geschehen sind; sie erscheinen bei dem bedeutenden Bedarf des Trusts als reine Teckungskäufe. Für die deutsche Produktion wurden zumeist Mengen billigeren Materials erstanden, für die amerikanische wurden bessere Sorten bevorzugt. Wenn also auch kaum geplant ift, den deutschen Roh - tabakmarkt in eine Abhängigkeit zu bringen, so empfindet doch die einheimische Judustrie den Mangel und die Verteuerung des Rohmaterials sehr stark. Der Rohtabakmarkt für Cigarren hat weniger den Einfluß des Trusts zu spüren. Allerdings liegt die Verwertung von Haoanatabaken ganz in seinen Händen. Auf den deutschen Ciga- reltenfadrikatenmarkt trat der Trust zu Beginn des Jahres 1901, indem er die Firma Georg A. Jasmatzi in Dresden kaufte. Es ist ihm gelungen, in den zwei Jahren seines Betriebes den Absatz um reichlich 50 pCt. zu steigern. Um seinen Fabrikaten einen guten Absatz zu verschaffen, vertreibt der Trust diese mit hohen Rabatt- sätzen; doch liegt in dieser Geschästsgebahrung — abgesehen von dem Umstande, daß die Rabattsätze schon bei geringen Mengen gewährt werden — nichts geradezu Ungewöhnliches. Dagegen erscheint es nicht unbedenklich, daß der Trust bei einer Bestellung von 1000 Stück 1200 zu liefern pflegt. Ferner hat er ein Prä- miensystem heransgebildet, das in den Kreisen der deutschen Geschäftswelt mißbilligt wird. Auch verkauft der Trust billige Sorten, das heißt Fabrikate, die zu 1 Pfg. im Detail vertrieben werden, unter Herstellungspreis, wodurch er seine Firma einsühren und zu gleicher Zeit den Kauf besserer Sorten erzwingen will, die er zu annähernd normalen Preisen abgiebt. Die Qualität der von der Firma Jasmatzi hergestellten Waren ist übrigens durchgängig gut. Nach dem Ausgesührteii glauben wir, die Frage, ob der Trust beabsichtige, die Cigarettenproduktion in Deutschland in gewisser Beziehung von sich abhängig zu machen, bejahen zu sollen, dagegen liegt bisher kein Grund vor, der einen Erfolg dieses Versuches m nächster Zeit wahrscheinlich macht. Jedenfalls ist heute die große kapitalkrä'tige und technisch fortgeschrittene Cigarettenproduktion Deutschlands stark genug, um den Kamps mit dem Trust aufzunehmen. gkui'ltr yirUuiujrii. Originaldrahtmeldungcn des Gießener Anzeigers. Berlin, 15. April. Der Zentral-Ausschuß der vereinigten Innungs-Verbände Deutschlands veröffentlicht einen Aufruf an die Handwerker in Stadt und Land mit der Mahnung, zu den bevorstehenden Re ichs- tagSwahlen rechtzeitig Stellung zu nehmen. Als Forderung des Handwerkerstandes bezeichnet der Aufruf unter anderem: .Schutz seiner ehrlichen Arbeit gegen die lieber- macht eines ungezügelten KapftalismtiS und Schutz gegen den von gewiffenlosen Hetzern aufgestachelten blinden Gleichheits- Fanatismus, die in dem Handwerkerstand instinktiv ihren gefährlichsten Gegner sehen. Schutz endlich gegen die sozialpolitischen Experimente der Herren vom grünen Tisch. Tie Handwerker werden ausgefordert, die Wahlkandidaten um klare Stellungnahme gegenüber diesen Forderungen anzugehen. Berlin, 15. April. Wie der ,Lok.-Anz." berichtet, ist im Ministerium des Innern eine Tenkschrift des Berliner Magistrats eingegangen, in welcher dargelegt wird, wie das Gerückt entstehen konnte, daß die Regierung ur- sprünglich den 17. Mai als Termin für die Reichstagswahlen in Aussicht genommen habe. Paris, 15. April. „Libre Parole" berichtet, daß für den frei gewordenen Posten des Generalgouverneurs von Algier Barthou oder Millerand in Aussicht genommen sei. Madrid, 15. April. Unweit von Malaga ereignete sich ein schweres Unglück. Auf einem Wagen führten sechs Personen einen Glasballon mit Schwefelsäure mit, der unterwegs platzte. Alle sechs Personen erlitten so schwere Brandwunden, daß sie starben. Rom, 15. April. Tie streikenden Schriftsetzer be» schlossen mit 1400 gegen 300 Stimmen die Fortsetzung des Streiks. Jedoch erwartet man die baldiye Beendig- ung desselben, da alle Hilfsmittel erschöpft sind. Budapest, 15. April. Nachdem der Kongreß der ungarischen Sozialdemokraten das neue Partei-Programm, welches sich an das Erfurter Programm der deutschen Sozialdemokratie anlehnt, acceptiert und eine Resolution angenommen hatte, in der erklärt wird, daß die klaffenbewußte Arbeiterschaft Ungarns den Kampf gegen die Reaktion, die Wirtschaftspolitik des Klerus und gegen die kulturfeindlichen Bestrebungen auf der ganzen Lime unermüdlich fortfuhren werde, wurde der Kongreß mit einer schwungvollen Rede des Parteiführers Bokabyi geschlossen. Budapest, 15. April. In Oedenburg ist eine Nonne des Klosters entflohen. Sie wurde von chr nacheilenden Schwestern gewaltsam ins Kloster zurückgebracht. Eine andere Nonne im Kloster der grauen Schwestern wollte sich erhängen, wurde aber hieran noch rechtzeitig verhindert. Belgrad, 15. April. In Mitrowitza hat das Leichenbegängnis des ermordeten russischen Konsuls Schl er - b i n a stattgefunden. Um 6 Uhr früh begab sich der Leichenzug von dem nin'ifdjcn Konsulat nach dem Bahnhof in Mitrowitza. Priester, Konsuln und Deputationen von Serben aus Ueskueb und Mitrowitza sowie ein Militärdetachement von 30 Mann begleiteten den Leichnam nach Ueskueb, von wo er nach Saloniki befördert wird. Saloniki, 15. April. Tie Leiche des russischen Konsuls Schterbina wird auf dem russischen StationSscyiff Donatz nach Sebastopol überführt. — Der Attentäter Ibra- h i m wurde in einer neuerlichen Verhandlung vor dem Kriegsgericht zum Tode verurteilt. New York, 15. April. Ein Telegramm au# San Salvator berichtet, daß Präsident Arias, welcher vor General Siera zum Präsidenten der Republik Honduras proklamiert worden war, sich dem General Bonnia ergeben hat, dessen Streitkräfte gestern die Stadt Tagukigalpa an- gegriffen haben. 8l/a°/o Reiohsanieihe . . 102.80 8->/o do. ... 92.40 3>/,°/v Konsole .... 102.70 3 O/o do......92.45 3l/i% Hessen .... 101.25 8'/, 5» Oberhessen . . . 101.20 4% Oestorr. Goldrente . . 103.90 4* 8% Oesterr. Silberrente 101.20 4% Ungar. Goldrente . . 102.65 4°/u Italien. Rente , . . 103-20 4%% Portugiesen ... —.— 8°/u. Portugiesen.....31.75 1% C. Türken .... —— Türkenlose......131.00 4% Griech. Monopol.-Anl. 44.90 4*/,% äussere Argentiner —.— 8J/0 Mexikaner . . . 26.26 4,/i'7q Chinesen .... 93.05 Electric, öctuckert ... 97.50 Nordd. Lloyd . . . . 98 25 Kreditaktien.....213.20 Diskonto-Kommandit. . . 190.10 Darmstädter Bank . . . 141.20 Dresdener Bank .... 148.90 Beniner Handelsges. . . 158.20 Oesterr. Staatebahn . . . 148.40 Lombarden . . . . 14.25 Gott har dbahn ..... 190.70 Laurahütte......221.40 Bochum ... . . . . 188.7.» Harpener......185.25 Tendenz: still. GerichlssM. Berlin, 14. April. Ter wegen Wuchers zu zweijährigem Gefängnis verurteilte Kaufmann Pariser verzichtete aus die Re- Vision und erklärte sich bereit, die Strafe an zu treten. Telephonischer Kursbericht« Krkanntmachung. Die Waklthorstraße, zwischen Brand- und Braugaffe, 'wird wegen Vornahme von Kanalisationsarbciten für den Fuhrwerks- und Fahrrad-Verkehr bis auf weiteres gesperrt. Gießen, den 14. April 1903. Großyerzogiiches Pottzeiamt Gießen. I. V.: Roth. Donnerstag, dm 16. April 1903, nachmittags 3 Uhr, wird auf hiesigem OrlSgerichr die Parzelle Flur 32 Nr. 4-/„ — 2475 pm Ader auf den Sandkauter Weg am Heegstrauch auf Ansteheu der Herren Karl Bieler und Adolf Bieler öffentlich meistbietend freiwillig versteigert werden. Bei annehmbarem Gebot wird Zuschlag sofort erteilt. Nähere Bedingungen werden im Termin bekannt getnacht. Gießen, den 11. April 1903. ®r. OrtSgericht Gießen. ___________Gro».________3102 Versteigerung. Donnerstag den 10. u. Freitag den 17. d. M., nachmittags 2 Uhr versteigere ich im Pfandlokale TeltcrSivcg 11 gegen Barzahlung : ' 2920 1 Wagen, 1 Fahrrad, 1 Kasien- schrank, Mähmaschinen,2Schreib- tische, verschiedene Kleiderschränke, Kommoden, VertikowS, SophaS, 1 Regulateur, 1 Klavier, 1 Billard, ISlehspiegel, iLederkofier, ILaden- rheke, 1 Korb mit Kordel u. v. m. Gießen, den 4. April 1903. Sier, stellv. Pfandmeister. Ausschreiben. Für die Provinzial-Siechen- anstatt werden nochWärterinnen gesucht. Anfangsgehalt bei freier Station 300 Bit. jährlich. Anmeldungen auf dem Vcr- waltungsbureau erbeten. [8108 Verwaltung der Provinzial- Sicchenanstalt Oberhcffen. Versteigerung. Donnerstag vcn 16. April, nachmittags 3 Uhr sollen dahier Neuenweg 28 (im Löwen) 1. Hans- und Küchengeräte aller Art ^darunter 1 Büffet, ein Billard, ciu Derükow, mehrere Sophas u. Schränke, sowie ein Klavier), 2. Ein Warcnschrank und zwei M,ll. Zigarren, 3. Eine groneie Partie Schnh- warcn u. v. A. gegen bar versteigert werden. Gießen, den 14. April 1903. 3163] Seipel, Gerichtsvollzieher. € 6 Emilie Textor geb. Malkomesius Anton. Geissner Verlobte. Giessen Würzburg 15. April 1903. 01745 Donnerstag den 1<>. April d. I. nachmittags 2 llbc werden iu dem Laden Seltcrö- wcg 10 versteigert: 1 Theke, 3 Regale, 1 Erker, cinrlchtuug n. 175 Schweife. Versteigerung ganz bestimmt. 3143 weißler, 0>erictusvoll;icher Ltbt»lit Llihrihtchtt, Karpfen, Baafifche, sowie alle Sorten Seefische stets zu haben. Goldfische in jeder Größe. Prompter Versand nach auswärts. M. öimon, ÄMcz 1. § Heinrich Wauach tStemarttstravc 14 empfiehlt sich zum 3160 ää- MÜ Verkant von Immobilien. 3169 Prima neue Maltakarloffcln Matjes-Heringe soeben frisch emgetroffen bei H. E. Jnghardt M Ang. 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April, nachmittags 4 Uhr, von der Friedhofskapelle in Marburg aus statt N Hugo Ernst Wey3 nach längerem Leiden im Alter von 19 Jahren in sein himmlisches Reich heimzuholen. 8171 "Wieseck, den 15. April 1903. Die Beerdigung findet Freitag den 17. ds. Mts., nachmittags 3 Uhr, statt. I Llhlller oöcr Spulerinnen A finden gute Pension. Nah. m I der Erped. d. Bl. 01720 16./4. 1903, , abdS. 9 Uhr: 16./4. der Exped. d. Bl. 01761 Zahlreichem Besuch sieht entgegen WM I Gute uni billige Pension KMekeu-Gelbbisljgpkl der Taxe und hoher, unter püiu:. End- 10'/, Uhr. Anfang 8 Uhr. I B • 4a Hermann Weyl, Lehrer. Marie Elisabeth© WeyL Dr. Ferd, Weyl9 Gerichts-Assessor. Anni Hepdlng. Adolf Weyl, Arzt Marie Weyi Die Direktion: Hans Prottenreler. Programm-Arstang 8 Uhr 50 Minuten. Herren (auch ohne'üerm.i oder gut. Eharakt. erd. Näher, a. Bild durch , Ulucketern“. Berlin S. 42 12970 findet junges Mädchen, welches die Alicefchule besuchen soll, m der Nähe derselben. Cfiert. unt. Nr. 01781 an die Exped. d. Bl. Dis trauernden Hinterbliebenen: Frau Jnstizrat Lina Krug, geb. Blnmhof Robert Krug, Gerichtsassessor, Marburg Victor Krug, Rechtsanwalt, Frankfurt a. M. Hedwig Krug, Marburg Frau Dr- Ida Schmidt, geb. Krug, Glessen. Dereins-Mend im Taf§ Ebel. 8172 Die Beerdigung findet Freitag den 17. April, nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehanse, Land- mannetraese 18, aus statt 3168 3 e Todes-Anzeige, Statt jeder besonderen Mitteilung. Es hat dem Herrn über Leben und Tod gefallen, heute vormittag 1 Uhr unseren teueren, unvergesslichen Sohn, Bruder und Schwager ^Valerien Saint Cazo‘‘ Größte Attraktion der Gegenwart nebst dem großartigen Älpril-Eröfinungsprogramm. Vorzugökarien haben Giltigkeit. Statt jeder besonderen Anzeige. Gestern, 2. Feiertag, den 13. April 1903, früh gegen 3 Uhr, entschlief sanft und schmerzlos nach längerem Leiden unser lieber Gatte, Vater und Bruder Pöld giebt Selbstgeber reellen IlClU Leuten, «leusch, |tdii. yiilntlmi^aitnrrllr. 83 o. Nuckp. l*“’ Gießener Stadttyeatcr Tonnerötag den 16. April 1903 3. 8ks««t-8ißs,ikl M Bliiigtr Vtnttttn-Snstmbles Der Zigeunerbaron, Operette in 3 Akten von Johavu Strauß. 91t' s 'S Klont! Doch« b Unutrs.'A brudttt'^1 «edakku'n. und W e»°lß Äbrtflt » «a)tigtr Feni'S^a" O teejS16 ne^e Den ;iUcHt >Eer 6, V a r getaner be bbecttT $ nS* 8jte »iiiiiS *** ,6Qt als än°le- - V1 d-I nie stbii , “«i tu eZMl Bedingmigen, verglebl [3125 Jur. ChriMmauii, Stahau (Lahn). heute morgen um P/2 Uhr nach langem, schweren, mit grosser Geduld getragenem Leiden im Alter von 42 Jahren sanft in dem Herrn entschlafen ist. Um stilles Beileid bittet im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Lina £chieich, geb. Jüngst. Giessen, Herborn, Alsfeld, Frankfurt a. M., Hamburg, Zürich, den 15. April 1903. Neu! , A Neu: Täglich abends 8 ühr: erraffen n „Naturm Beraräte' geolagen 1 öffentliche Erfolge de Eintilduns der Siule < inwieweit Wrschowetz täuschten i Fällen ten aunger, b Liese eine daneben ni Berkennun, Nachweis j irdischen L dieser Nach Ausgaben ( Aberglaube, zurüchewiej berufenen Ä bit Scrtiiln, aus der Aer logischen For Liefe kri an Teutlichk öffentlichen S Herzogtums Wünschelrute Da ich sedo Aberglaube! ähnliche Qu sein, aus d hinzuweisen Wenn Priv Vorbildung, verständlich, meinden mii Veraz beruft worden sind gehorru Höch medium- ui scheuiungen. 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