Nr. 112 Erscheint täglich außer ©onniag». Dem Gießener Anieiqer werden im Wechsel mit dem Kesftschen Landwirt die Lietzener Familien- blätter viermal in der Woche beiqelegi. IRoianonebrud u. Verlag bei Brüh l'schen llniDcd.*ibud)-u.6tetne drudere,(Piel>ch Erden) Viebafiion, fcrpcDUloe und Druckerei: Schul strafe 7. Adresse tüt Tevelchen: Anzeiger Liebe». tVfniiprfd)anl(6lu6 J/r 5L Donnerstag 14. Mai 1803 153. Jahrgang Zweites Blatt. vezugSprets, monaluch7bPl^ viertel» tfibrlid) Mk. 8.20; durch M'dole- u. Zweigstellen inonoihrti 6o Ps.; durch diePosi Dlt. 2.—otcncl- fährt ausscht Beltellg. Annahme von Lnzeige« hit bie lageenrrmmer bi» vormittag» 10 Uhr. ZeUenprei»; total 12ütw auerodrti 20 tilg. Verantwortlich tüt den poltL und öligem. Teil: U tttilto. tüt ,Liadl und t'anb* und .GerickK^aat^-. Auaust Götz, füt den *ln- »eiaenletl: Han« «eck. GietzenerAMger General-Anzeiger 57 Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Z)ie heutige Dummer umfaßt & Seiten. Ausland. Aus Berlin, 13. Mai, wird uns geschrieben: Nach ibe garantiert werden. Rom, 13. Mai. Der Papst empfing heute die dritte Gruppe des deutschen Pilgerzuges, der die Pilger aus Westfalen und Schlesien umfaßt, mit dem Vizepräsidenten des preußischen Landtages, Porsch, und dem Bischof politische Tagesschau. München und Berlin. von Mainz. — Ter Papst empfing Frau Hyacintha Weckbechen aus Dresden, die ihm die in ihrem Besitz befindlichen Originalkartons Overbecks, welche die sieben Sakramente darstelleu, netten Weingesetzes. Sofia, 13. Mai. Fürst Ferdinand von Bulgarien ist von seiner Auslandsreise zurückgekehrt. Ceuta, 13. Mai. Ein aus Tetuan eingetroffener Kurier meldet, daß derKampfvorTetuan unterbrochen führung einer Idee nicht Anklang findet, aus diesem "^l^ammt ^^"''^^li^n^En'tschN^u"ng"'d'e"sIwurde, um dieTotcnzu bestatten, deren Zahl300 b^rägt. jenem Grunde nicht opportun erscheint, als eine ftrantung l »n g^riüt dankbar gewürdigt wird. Auf den Mauern der Stadt sind viele Kopfe getöteter Fetnoe t auffassen. Wohin sollte es auch führen? Sicherlich roarc bu mal ^,fer ^ft als besondere Anerkennung der Reichs- zu sehen. . Folge das Unterbleiben eines Meinungsaustausches, der sich deutschen Besitzstandes gelten darf. | Tan g er, 13. Mai^ Tie ^^usip^",des^ Sul^tans erst als zweckmäßig erwiesen hat, und vor allem dazu bei- — Der s trägt, die Beziehungen der Regierungen zu pflegen. Tie Ust von der preußische Regierung ist wie jede andere, und vielleicht mehr'' noch, auch in die Lage gekommen, daß ihre Anregungen nicht auf fruchtbaren Boden fielen. Würde ein Besuch dcS Frhr. v. Podewils in Berlin nicht erfolgen, so hätte sehr wahr- scheinilch gerade das den Anlaß gegeben, eine Spannung zwischen München und Berlin als Tatsache hinzustellen und sich auf die Unterlassung als Beweis zu berufen. Eine neue politische Gruppe im Reichstag. Unser Berliner parlamentarischer Mitarbeiter schreibt: Dor einem Jahrzehnt machte ein idealer Schwärmer, der Oberstleutnant a. D. o. Egidy, viel von sich reden. Sein reiner Charakter, sein edles streben, feine faszinierenden Reden, hatten ihm eine grove Anhangersa-ar geschaffen, die über ganz Deutschland verstreut war. Er wollte nicht nur das Privat-, sondern auch da-> öffentliche und das politische Leben ethweren. Zu diesem Zwecke mußte er Politik treiben, mußte versuchen,, rn den deut- sckskn Reichstao zu kommen. Trotz der regsten Anstreng- zum Geschenk machte. Wien, 13. Mai. Ter Zollausschuß erledigte die Tarifklassen Obst, Pflanzen und Gemüse und nahm die Zollsätze unverändert unter Zurückstellung einer Position für Erhöhung des Zolles auf stellung des Hopfenzolles mir und ihre Höhe auf drei Fünftel Prozent der im Anfang eines jeden Rechnungsjahres bestehenden verzinslichen Staatsschuld festgesetzt. Außerdem wird bestimmt, daß von dem llebcrschuß des Staatshaushaltes zwei Fünftel zur Schuldentilgung verwendet werden sollen. an. Mehrere Redner traten für Erhöhung des Zolles aus Kraut und Obst sowie Gleichstellung des Hopfenzolles mir dem deutschen Zolle ein. Ter Regierungsvertrieter, Sek- tionschef Beck, befürwortete die Annahme des erhöhten Zollsatzes für Hopfen. Abg. Baernreither sowie der Referent Marchet sprachen sich gegen die Aufhebung der Zollfreiheit für Zuckerrübensamen sowie gegen die Erhöhung des Zolles für Leinsaat aus. Ter Ausschuß nahm ferner unverändert die Tarisklassen Getreide und Edelmetalle an, sowie eine Resolution vorwiegend Tiroler Abgeordneter bezüglich Förderung des Weinbaues und Schaffung eines ratio- ungen, trotz wachsender Anhängerschaft waren Egidy's Bemühungen vergeblich Und lebte er heute noch, die neue ReickMagswahl würde ihm ebensowenig einen Sitz in der Volksvertretung bringen, wie die früheren Wahlen, weil Kopenhagen, 13. Mai. Tie Session des Reichstag- wurde heute geschlossen, nachdem daS Landsthing bie Regierungsvorlage betretend Ablösung der alten Zehntenabgaben von den Bauernhöfen enb- giltig angenommen hatte. London, 13. Mai. Spalier. , Stra ßburg, 13. Mai. Ter Kaiser traf von dem Aus- flug auf die Hohkönigsburg zurückkehrend, abends hier ein und begab sich nach dem Kaiierpalaft. Morgen früh um 8 Uhr findet die Abreise nach Bitsch statt. — Ter Aufenthalt der kaiserlichen Familie in Schloß Urville wird diesmal vermullich nur von kurzer Tauer sein. Die Rückkehr nach Potsdam soll am 19. d. M. erfolgen. Potsdam, 13. Mai. Die Kaiserin ist heute abend nach Urville abgereist. Metz, 13. Mai. Der preußische Minister Frhr. von Hammerstein ist hier eingetrosfen. Metz, 13. Mai. Der Beziiksprasident von Lothringen, Graf Zeppelin- Aschhausen überreichte gestern demBijchof Benzler den diesem vom Kaiser verlieh.nen Stern zum Kroiienordcn 2. Klasse. Generalmajor Karst erhielt den 'tronenorben 2. Klasse. Der Kaiser in den Aeichslanden. ----------------- , - - „ Tinpr das der Kaiser das vielumsrrittcne allgemeine, gleiche und geheime Wahl- Str a ßb u r g , 13. Mat. An dem Mn er, oas oer siaijer » in ennen Kreise herlanat. ein gestern abend bei dem Statthalter einnahm, nahmen außer | dem Gefolge und der Begleitung des Statthalters teil: Staatssekretär v. Köller, der kommandierende General Ritter Hentschel von Gilgcnheimb, der Kommandchit von Straßburg, v. Moßner und Bürgermeister Back. Heute vormittag kurz nach 10 Uhr besuchte der Kaiser die Festungswerke bei Hausbergen. Nach der Rückkehr fand ein Frühstück bei dem kommaiidirrenden General statt. Um V/i Uhr reiste bet Kaiser in Begleitung des Statthalters und seines Gefolges zum Besuche der Hohkönigsburg ab. Schlettstadt, 13. Mal. Ter Kaiser traf hier bei prächtigem Wetter eilt Im Vorraum des Bahnhofes begrüßte der Bürgermeister mit dem Stadtrat den Monarchen. Junge Mädchen in elsässischer Volkstracht überreichten Blumenspenden. Unter Jubelrusen der Menge begab sich der Kaiser mir dem Statthalter und dem Gefolge zur Hoh- fruhere Prooinzia.-Steuer-Tirekior Löhning befinden sich auf dem Marsche nach Tazza. Sie haben in freisinnigen Volkspartei im 4. Ber- der Nähe von Fez die au f st a n d t s ch e n Ae r g b e w o h ner ltner Wahlkreise als Kandidat aufgestettt worden, und hat geschlagen, welche große Verluste erltttcn. Ter in die Kandidatur angenommen. Tanger angekommene englische Konsul rn Tetuan^erttärt — An den zuständigen behördlichen Stellen wird die Lage dort für äußerst ernst Ern französischer mampfet aeaenmartia an der Aufuellung des Gesetzentwurfs mußte darauf verzichten, in den Hafen einzulaufen. Zwei über den Servistarif und die Klasseneinteilung der englische Tampser ^ind wieder nach Tetuan abgegangen. Orte gearbeitet Tie Arbeiten werden so gefördert, baß ! N e w y o r k, 13. Mau ^ie^Burengenerale Vilfoen und dem Reichstage in ber nächsten Tagung eine entsprechende snyman haben rn Mexi ko 3^ »^Hektar Land gekauft, Vorlage wird unterbreitet werden können. wo sich die Buren f aMi lien, die den Treueid nicht — Auf Anordnung oer obersten Militärbehörde ist nun- leisten wollen, n i e d e r l as s e n werden. mehr bestimmt worden, daß bie für bie Zeit der Reichs- . S a n F r a n c i s e o 12 Mar. Präs ident Roo s e v eit taaswahlen anresetzt gewesenen Landwehr- und ist hier eingetroffen und von der Einwohnerschaft herzlich Re s e r ve-Uebun en auf einen anderen Zeitpunkt ver- bewillkommnet worden. Kontteaomiral Bickford, der Kvm- leatwurden manbeur des brrtifchen Pacifrc-Geschwaders, Stutlaart, 13. Mai. Tw Kammer ber Adgeorb» begrüßte ben Präsidenten im Auftrage König Eouards und neten nahm einstimmig unter geringer Abänderung wies aus dre yerzlichen Dezrehungen ^roßbrüxm- ben 6ki\bcn..r.:r ^et.. Tilgung ber Staatsschuld nien unb aineiifj h.n. Am Abcno iano em ankert statt, und Ui.i.oaur.ung ber 4proz. Staatsanleihe vom ^>ahre auf dem Roc oelt mc :;iebt: i}uLr, in ber er aus führte, der 1691/92 in eine neue 3^r proz. Schuld an. Turch oas nächste Kongreß solle oie Bant^ und Wahrungsjragen er» Gesen wird an Stelle der bestehenden oerttagsmaßigen ledigen. Schuldentilgung die gesetzliche Schuldentllgung eingeführt\ ------- künigsburg. . , Rappoltsweiler, 13. Mai. Die Ankunft des Kaisers auf der Hohkönigsburg erfolgte um 33/* Uhr. Unter Führung dcS Archittklen Ebhardt bcsichtigle der Kaiser bie sehr vorgeschrittemn Renovierungsarbeiten und legte ben Schlußstein zum Tu mbau. Nach anderchalbslünbigem Auseulhalle auf der Burg fuhr ber Kaiser nach Thannen- kirche. An ber Grenze des Bezirks Obei>Elsab, beim Forst, haus Schaenzel, begrüßte ber Bezirkspräjident von Ober- Elsaß, Prinz Alexcuider lon Hohenlohe und der Kreisdirektor von c Kaiser. Bon Thannenkirchen fuhr ber iiliade«i‘(-n mehr fiu i^ ÄÄÄ ÄnSXMaZä 5°r-Ma..dschur°i^ag°,-U°ns ber .Ser- rannen K einigten Staaten und Japan vollkommen beruhigt sei. ' — Lissabon, 13. Mai. Tie Regierung ersuchte die Kam- 33«>irh mer um Autorisation zur Unterhandlung wegen Emission yCUIJUJCS einer Goldanleihe in der Höhe von 4 Mill. Pfund. Berlin, 13. Mai. Aus Rom wird telegraphiert: Der Tie Zinslast soll nicht über 5»/* P^z- betragen und durch ätsche Kaiser bat den Papst, beim nächsten Konsisto- eine auszugebende innere 3prozentige Anleihe soll dieGold- riunt einen zweiten deutschen Bischof zum Kardinal zulanlei^e garantiert werden.^ t ernennen und wünschte, daß der Metzer Bischof B e n z l e r 1 ' “ * diese Würde erhalte. Der Papst wird aber, vermutlich mit Rücksicht auf Frankreich den Kölner Erzbischof Fischer zum Kardinal ernennen. ... — Aus St. George wird gemeldet: Anläßlich eines einer'Meldung wirb ber neue bayrische Ministerpräsident Jagbausflugs brohte dem Kaiser hier ein Unfall. Durchs ftrhr n VodewilS alsbald nach der Rückkehr des Kaisers das Hock-rufen und Tücherschwenten der aufgesiellten Schul» und deö Reichskanzlers, also noch im Laufe dieses Mo- linder scheuten bie Pferbe bes leserlichen Wagens, ^er na.8, feinen Besuch m Serien abftatten Es war ka^ich °N S^»«° »icht Erließ, die Ankündigung deS Besuchs die Bemerkung geknüpft morden, nQCß xechls drängenden Pferde wurden von einem er solle der Beseitigung von Verstimmungen zwischen Beamten aufgehalten und zum Stehen gebrachit. Berlin und München dienen. Hier ist von solchen an un- num g -Papstes, recht eine Majorität in einem engen Kreise verlangt, ein zahlreiches Gefolge aus allen BildungS- und sozialeii Schichten erfordert; unb dazu waren Egidy s Ideen zu ätherisch, zu wenig real. Gleichzeitig mit ihm, aber getrennt von ihm, trat damals ber Psarrer a. D. Friedrich Naumann ui die Öffentlichkeit. Er drängte sofort stark ins politische der national-soziale Verein gegründet, der als „London, 13. Mai. In hiesigen militärischen^Kreisen Grundlage der gleichnamigen polnischen Partei zu betrack), berührt die bei ber Vernichtuin g ber Klumbe" schkn ten ist. ^An ihrer Spitze steht ein Mann, demgegenüber Kolonne erwiesene geringe Wirkungskiaft des britischen man nickst weiß, soll man dem politischen, ästhetischen oder Armeegewehrs äußerst unangenehm. Wie aus ^lfiisti.be- religions-philojophischcn Schriftsteller ben Vorzug geben, peschiert wird, zeigen viele ber Leute bes M u l l a h kleine, Alö Redner weiß Naumann die Alassen mit sich forizureißen von den brittschen il'ugcln in bie G he der geschosse ne Löcher unb für seine Bestrebungen zu begeistern. Doch im Jahre unb sagen, der Mullah heile ihre Wunden. ^ie Meldung 1898 fielen alle nationalsozialen Kandidaten durch. fügt hinzu: „Kugeln mit festem ''liantel nützen bei den Soma- Es lind fünf Jahre ins Land gegangen, unb die lis nichts!" National-Sozialen stehen heute wieder rührig auf dem ^aris, 13. Mar {H^n^tonrht 'Blan Gelernt haben sie auf alle Fälle. Während sie einen Artikel des früheren rwbinettschefs .B r i s s o n, worin irüher ihre Kräfte auf eine große Zahl von Kreisen vcr- dieser erklärt, baß der frühere Kriegsminister Cavaignac zettelten, beschranken sie sicü bieämal auf einige wenige sich nicht damit begnügte, seinen Kollegen eine Fälschung Kandidaturen unb bearbeiten bie in Frage kommenden gegen den Kapitän ^reyfus vorzuzeigen, sondern daß Wahlkreise mit einer Energie, Ausdauer und einem po- er auch versuchte, bie übrigen Kabinettsrnitglieber zu be- lilijdjen Geschick, daß wohl anzunehmen, daß der nächste wegen, Labon, P^quart und Tracieux sowie biejeniaen Reichstag 'Naumann unb einige seiner Freunde zu Mit- Journalisten, welche für die und Wahrheit aliebem haben wird. eintraten, vor den Staatsgerichtshof zu ziehen. Brisson Wieviel? Wir sind keine Propheten, und besonders giebt den Wortlaut eines von (Sabaignac hierzu vorberei- ift in der Politik das Prophezeien eine undankbare Sache, teten Gesetzentwurfes bekannt. * . (Ittoa drei oder vier Kanbcüaten, mehr wird die national- — Ten russischen Vertrettingen un AuSlande mng eint joviale Partei kaum durckstrringen. Die Phys.ognomie des Note des Grafen Lanisdorss zu, in welcher nach emem deutschen Reichstags wird also durch die neue politische Rückblick auf die seit 1900 von russischer Seite m der Aaud- tinihöe nicüt aeanbert werdeii. s churei ausgefuhrten kulturellen Arbeiten die Beding- Die National-Sozialen haben es verstanden, aus dem ungen rekapituliert werden, unter denen gleichzeitig mit Rüstzeug der bestehenoen Parteien bie wirksamsten Waffen der Herstellung der Bahnlinie auch bie äur Sicherheit ber auszuwahlen unb für sich nutzbar zu machen. Don der Sttecke erforderlichen Befestigungen von Liao-Joung am Partei ber Tradition, den Konservativen, haben sie die Dalu-Flusse errichtet wurden. Alle diese Arbeiten haben Kaiseridee, von der Partei der Konstitution, den Liberalen, Soiiderverträge mit China zur Grundlage. Tie handeltreiben- liaben sie den Kampf um die Verfassung, von ben Sozial- den Mächte beider Erdteile wurden unter den denkbar I - I Wohingungen davon 9ttitzen ziehen. ™™ Hierzu bürg gemeldet, daß. man dort über die ist, von dem sie eine Heute feierte im Gcrichtssaal. uni) fechS Einzelpersonen als 'JJiügliebec der Zcntralgenossen- nachgiebt. Ihren Bräutigam hat die Prinzessin näher kennen gelernt anläßlich der englischen Krönungsfeierlichkeiten. Es eine Haftsumme von 80 000 Mk. entspricht. Der Reserve- fonds betrug Ende 1902 Mk. 21000, die Betriebsrücklage 41 000 Mk. Der Gesamtwarenbezug, bestehend in der Hauptsache aus Hilfsdünger, Kraftfuttermittel, Sämereien, Kohlen, Torfstreu, Schwefel, Kupfervitriol rc., betrug 378 624 Zentner im Werte von 1 199 896.65 Mk. Ter Aufsichtsrat beantragt bei der Generalversammlung neben einer entsprechenden Dotirung des Reservefonds und der verschiedenen Rücklagen und einer Verzinsung der Geschäftsguthaben mit 5 Prozent eine Warendiv.dende von 3 Prozent. Der Verlauf und die Ergebnisse der geschäftlichen Tätigkeit im Berichtsjahre werden als befriedigend bezeichnet. •* Darmstadt, 13. Mai. Wie schon gemeldet (vgl.I „AuslandE in Nr. 209) hat sich Prinzessin Alice von Battenberg, eine Nichte des Großherzogs, mit dem Prinzen Andreas von Griechenland in London, wo der Prinz bei ihren Eltern zu Besuch weilt, verlobt. Prinz Andreas, der vierte Sohn des Königs, ist griechischer Leutnant der Kavallerie. Er will demnächst in die deutsche Armee eintreten und zwar beim hiesigen Garde-Tragoner- Regiinent. lieber die junge Braut aus dem Großh. Hause teilt uns unser ^.-Korrespondent folgendes mit: Vor zwei Jahren wurde die Prinzessin in der Jugenheimer Kapelle konfirmiert. Der Großherzog und die nächsten Verwandten, vor allem die Erbach-Schünbergschen Herrschaften, wohnten der feierlichen Handlung bei. Vornehme Gäste und einfache Landbewohner kamen schon damals in ihrem Urteil überein, daß die junge Durchlaucht von ganz besonderer Schönheit sei. Die Darmstädter haben sie eigentlich nur vorübergehend kennen me genaue PersonarvesHreivung oejipT. Der Frachtkutscher Bath , stellte sich der Polizei und gaB an, dan er die Kiste mit der Höllenmaschine nut einem Gehilfen nach der „Umbria" gefahren habe. Er hat das Gepäckstück aus einer Pension in der 34. Lkratze abgeholt. Bon dem gefährlichen Inhalt hatte er keine Ahnung. Bisher ist die Polizei noch zu keiner Perhastung in der mysteriösen Angelegenheit gekommen. Rosteau ist seit Samstag verschwunden. Man fand in dem Zuruck- gelassenen Koffer Rousseau^ Teile eines Uhrwerks und bie Handschrift des Flüchtigen, gleich derjenigen, die der Warn- Aus Stadt und Land. Gießen, am 14. Mai 1903. ** Audienz. Ober bürgermeister Mecum wurde gestern in Darmstadt von Sr. St H. dem Gr o ß- herzog in Audienz empfangen. ** Personalien. Ernannt wurde am 9. Mai Joh. Haack in Darmstadt zum Kanzleiaehilfen am Landgericht der Provinz Starkenburg. — Verliehen wurde der Wärterin im Alicestift in Darmstadt Margarete Keller das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für treue Dienste"". ** Lazarett-Revision. Exz. Prof. Dr. v. Leut- ho ld, Generalstabsarzt der Armee, ist gestern abend aus Berlin zur Revision des hiesigen Lazaretts eingetroffen und im Hotel „Großherzog von Hessen* abgestiegen. Heute ftüh so war ihm die Uhr gestohlen. (,^L. B.") H. Aus dem Vogelsberg, 13. Mai. Ein überaus reges Geschäft mit Kartoffeln findet zurzeit statt. Die Nachfrage nach Saatkartoffeln in der Wetterau ist ist seitens unserer Vogelsberger Landleute so stark, daß der Preis für die Kartoffeln eine erstaunliche Höhe erreicht hat. Kaufte man anfangs den Doppelzentner für 5,50 Mk., so kostet er iefot 3 Mk. mehr, also 8,50 Mk. W. F. Wimpfen, 13. Mai. Zur Feier der h ändert jährigen Zugehörigkeit der ehemaligen Reichsstadt Wimpfen zu Hessen, ist die Ausführung eines Festspiels geplant, das die reiche Vergangenheit Wimpsens in drainatischen Bildern zur Darstellung bringt. Das Festspiel ist verfaßt von Dr. K. Kemmer und Dr. R.. « . , . „ .. r- . Weill)recht und behandelt drei wichtige Llbschnitte aus in Frankfurt a. M. gestorben. 3,QS m aur der Geschichte Wimpfens: Die Glanzzeit, da der Hohen- gefundene Kind des Bie brich er Verwalters Schmidt ist staufe Friedrich II. in der neu erbauten Kaiserpfalz Hof I tatsächlich einem Sittlichkeitsoerbrcchen zum Opfer gefallen hielt, deren herrliche Reste noch jetzt das Auge ent- und liegt schwer krank darnieder. — Die Emser Stadt- zücken; die Zeit des Bauernkriegs, der in dieser Gegend Verwaltung protestiert beim preußischen Ministerium gegen die te.,aÄ S“®‘S w* * der Ausführung ist Ende August und Anfang September man ^rei ncll9e Dlammutz h Z in Aussicht genommen, also die Reisezeit, die ohnedies!--" ---- jedes ^ahr viele herrlick, gelegene, altertümliche Städt-I chen mit seinen architektonischen Schätzen und semer über-! y aus anmutigen Umgegend lockt. Die Aufführung des Fest-! ' , " ’ spiels wird dieses Jahr ein weiterer Anziehungspunkt sein, halbe Million Mark zur Errichtung eines zweiten Ge-I kommen, obichon thm vom Kellermeister gesagt worden sei, daß v. Darmstadt, 14. Mai. Die 13. ordentliche General- bäudes für Zwecke der Armenpflege. der Wein stichig und^nicht verkäuflich sei. ^e.enweul habe er nur öerfanunlung b« Sentralgenofien^aft öcr h-N-jch-n lanb- . 'Kiel, 13. äRat. (Segen knii tr of<: n OTielfer - «V sÄ wirtschaftlich en Konsumvereine sindet am 18. d. SR. 11 d)m.t b t vom ,,-Ltein'" wurde -lliklage wegen des dallick)cu cc piohl eine gerichtliche Entscheidung erfolgen. * Deutsche Städteausstellung zu Dresden j 1 903. In letzter Zeit sind wiederholt Versuche mit draht- loser Telegraphie oorgenommen worden; man hat sogar erst unlängst auf der Strecke Berlin—Zoffen^ zwischen einem fahrenden Eifenbahnzuge und einer festen Station auf drahtlose Welse telegraphiert. Der Gesellschaft für drahtlose Telegraphie, System Professor Braun und Siemens u. Halske, Berlin, war es gelungen, diese Versuche mit glän- zenden Erfolgen zum Abschluß zu bringen. Es wird von großem Interesse sein zu hören, daß die Besucher der dics- sährlgen Deutschen Städteausstellung zu Dresden Gelegenheit haben werden, dieses jüngste Gebiet der Elektrotechnik kennen zu lernen. Dem aufmerksamen Beobachter wirb es nicht entgehen, baß auf bem Ausstellungsgelände, ein etwa 35 m hoher, elegant konstruierter Turm errichtet worben ist. An der Spitze dieses Turmes wirb ein Kupferdraht, der die elektrischen Wellen in ben Raum ausstrahlt, befestigt; bas andere Ende dieses Drahtes führt in ben in einiger Entfernung vom Turme stehenden Pavillon. Die genannte Gesellschaft für drahtlose Telegraphie hat diese Einrichtungen Herstellen lassen unb wirb in dem erbauten Pavillon ihre Apparate unb Instrumente, mit benen sie bisher so große Erfolge erreicht hat, in Betrieb oorführen. Es wirb auch Geleaenheih..^ ^F^»n werben, von dieser Station auf ber Ausstellunat ^ten I Station, welche sich inmitten ber Stndet, ■ e urc.i Hilfe der drahtlosen Telegraphie Nachrichten auszutauschen. An bem Bau dieser Stationen wirb bereits fleißig gearbeitet unb es ist zu erwarten, baß ber Betrieb in kurzer Zeit eröffnet I wirb. • Der Fürsten-, Grafen- unb Freiherrentitel ist nach emer Übersicht in ber »Voss. Zig." in Preußen tm Jahre 1902 nicht verliehen worben. 9lur einem französischen Baron (be Schmib?) ist bie Genehmigung ber Weiler- sührung des Titels als Baron in beutscher Form, als Freiherr erteilt worben. Den Abel haben erhalten 14 (1901 46, 1900 43) Personen. Außerdem ist ein italienischer, ein ungarischer unb em früher geführter beutscher Abel anerkannt unb bestätigt worben. Die Zahl ber preußischen Orden unb Ehrenzeichen, bie verliehen worben finb, betrug 12008 gegen 14 001 im Jahre 1901. t „ng'nt Seil““' oul^ .tat unb S* W Äalt biet« M*? ^L Abiet b««md lüe anregenden und x nn8 dieser «Rümmer- Ää •»»St L.LöivenslaM' LSSZ^ ^S§"J «nu StzD r n ä ®&Ä5 ■*Ä»i ^s einen neuen "e Handtücher.» ;-Sä 55.3* soll L '-I- Mme nJ ,i“ ^uSde» (versuche mit draht. ' ma.n hat sogar m't ^-wischen einem fah. Nation auf drahtlose - drahtlose Tele- uad Siemens u. ie Versuche mit glän. igen. Es wird von >>e Besucher der dies. - Dresden Gelegenheit : Elektrotechnik kennen er wird es nicht ent. ein etwa 35 m hoher, vorden ist. An der ht, der die elektrischen )t; das andere Ende rtsernung vom Turme llschast sür drahtlose eilen lassen und wird ;ate und Instrumente, erreicht hat, in Betrieb t...„-^)wvn werden, , eir^ eiten ^Bertdurchj 'n auszuiauschen. An » fleißig gearbeitet und in kurzer Zeit eröffnet ib Freiherrentitel Ztg/ in Preußen . Mr einem f'ranjö» chmigung der Weiter, scher $otm, als ijw erhalten 14 1190146, in italienischer, em un. eutscher Adel anerkannt preußischen Orden und ib, betrug 12008 gegen W* h,r 2. etrfl’* )ann * J* ’»U- rozeb- Ä in die^' den als vfl7.,.,£anii'ia£lt iw» «»»»* ilamp,(»Heren aus «Ars nlU Stermci)vunl1,@ären iU ich^,-chivec E. großnen, 1, 6Lie Ä teuer|ien,]»tbr als in»S!i"?Ä”“''saft’"- KstzZ Ws<-^ keine Rede sein kann. ■ Nichtei nbringun der tfm Falle ® e f a n fl n 1 Samstag Vormittag 8 Uhr. Wochenaolte abenbS 8.55 Uhr. E Wetter 8 2 8 1 ; 64 NW. 9“ geleitet. Telephonischer Kursbericht. 4% Ungar. Goldrente Reichenhall Ter Prä» Stern vom Oranje-Freistaat rsi hier eingetroffen. sident ist vollständig gelahmt, befindet sich aber etwas 744,6 746,6 749,9 N. 8. Mai 1903. € s & 87 85 7,1 8,u 6,7 2 1 1 13,1» C. 6,6° C. 13,0 8,2 7,9 37,% 8% 37,% 8% 37,% Bi 1922 367 Einwohner gezählt. — Wie eine Korrespondenz zu berichten weiß, werden auf Wunsch des Kaisers bei fast sämtlichen Regimentern der Berliner und Potsdamer Garnison von den Offizieren nunmehr durchweg farbige Glacs- Handschuhe anstatt der bisherigen weißen getragen. Wenn dieselben sich bewahren, sollen sie in allen preußischen Armeewetter am Rhein bedeutende Verheerungen angerichtet. Turch Hagelschlosien sind strichweise die Feldfrüchte völlig vernichtet. In der Nähe von Lm; wurden einige mit Abwickeln von Telegraphendrähten beschäftigte Soldaten vom Blitz getroffen. Em Soldat ist schwerverletzt, einOffizier vorn Pferde geschleudert worden. Außerdem wurden drei Arbeiter sowie cm Schiffer durch Blitzschläge gelähmt. Hottrrbirust da israelitischen Keligionsgesrllschast. Sabbathseier am 16. M a i 19 0 3. Schiffsnachrichtcn. Red Star Linie. Ter Postdampfer .Zeeland" der Red Star Linie in Antwerpen ist laut Telegramm am 11. Mai wohlbehalten in New- Pork angekommen. besser. Gr macht den Eindruck eines körperlich völlig ge- . 16.40 , 190.08 . 221.00 . 181.05 . löW 1903. . 27.25 . 93.15 . 98.02 . 103 75 . 211.05 189.03 . 140.01 . 149.06 . 157.01 . 147.00 14. Mai. Ter ehemalige Präsident . 103.65 Oesterr. Staate bahn . . . 51.03 ' Lombarden .... . 32.03 I Gotthardbahn .... . 32.08 ! Laurahütte..... . 132.02 Bochum . . « . . • 44.08 I Harpener t Tendenz; ruhig. tio 4‘ % Oeaterr. bilberrente 101.00 Dresdener Bank . « 4% Ungar. Goldrente . . 102.25 Beniner Handeleges. Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. 18. 13. 14. 40 Italien. Rente . . . 4<;j % Portugiesen . . . 46/ Portugiesen. . . . 1% C. Türken . . . Türkenloae 4% briech. Monopol.-Am. 4%% äussere Ärgentiner Reichsanleibe do. Konsols do . . Hessen Oberhessen werden soll. , . Melbourne, 14. Mai. Tas Parlament m Victoria trat zu einer außerordentlichen Session zusammen, um die Regierungsvorlage betr. den Eifenbahnerstreit zu beraten. Der Premierminister erklärte, daß sich das Land vor emcm feit langem vorbereiteten Aufruhr besinde, der gegen die Behörden ins Werk gesetzt sei. Der Kampf werde bis zum Aeußersten durchgeführt werden müssen und die Regierung werde sicherlich siegreich aus ihm hervorgehen. Der Gesetzentwurf sieht sehr strenge Maßregeln vor. Es können Strafen von mehreren Fahren Gefängnis oder Geldstrafen „nd lentere 832,5 kg. Ter erst drei Jahre alte Stier ist ein flammmcr ^urfebe von tadellolem Wuchs, langem Rumpf und ur7e7 deinen Tolly U ist eine Tlatronc von 10 Jahren und Mutter vieler Rmber, die sämtlich Zierden deS Rindviehs find. ^hre Nachkominenfchaft, die von ihrer Mutter die guten Eigen- kbalten geerbt haben, brachten ihrem glüdheben ®eri9er Rieinig- t?i? von neooo Tlt ein. Tabeiwird Tolly n jedes Jahr von neuem Mutter und ist eifrig bemüht, durch ihren Nachwuchs das L £ be'iahlte Anlagekapital von 28 000 Mk. reichlich zu verzinsen, öni aber unb öolü) U gehören zur peresord Rasse, sind wety tmd braun gezeichnet, ken,gesund und von altem Adel, so dag von einer "Mesalliance, trotzdem Erusader U 7 Jahre lunger ift alS Tolly , Kunst und Wisscnschasl. BerliTi, 13. Mai. In der heutigen Sitzung der medi- »inifchenGefellschaft berichleten die Berliner AerzteDa- nelius nnb Sommerseld über ein neues von ihnen bereitetes Mittel gegen Tuberkulose, Sanas in genannt. TaS Dliklel ist ein Pulver, bestehend auS einer ^lischun^ von Eukalyptusöl, Enkalyptusblättern unb schwefliger eaure. Leine Anwend- uim zu Heilzwecken geschieht in der Fornr, daß die bet der Der- dampimig des Pulvers enmehenden Tampse von den Lranken em- gwt.net werden. Rach den Angaben Dr. Darnelius und Tr Lom- merielbS soll das 'Dhttd einen günstigen Einfluß aus d»e katarrh- ahichcn Erscheinnnghn bei Tuberkulose auSnbe.,, '^besondere Abnahme des Hustens, des Auswuns und eine Belicruug des Allge-, meinbesiudens zur Folge Haben, ohne jedoch eine fpezisi^e Einwirkung aus den tubcrlulöfen Prozeß leibst ausjuuben. -ie An- naben stützen sich aus Versuche an »ranken, die seit dem September des Vorjahrs angestellt wurden. In der an,chlieyenden Aiskusston wurde von maßgebender Seite betont, bau Beobachtungszeit m kurz sei, um em Urteil über den Wert des Mittels zu gestatten und daß die mitgeteilten Erfolge mindestens nicht grotzer seien, als mit den bisher gebräuchlichen Jnhalattonsmitteln bei Aubcrtuloie erhielten. Jedenfalls hat sich die Hotznung auf ein Spezifikum gegen Tuberkulose nicht erfüllt. Höchste Temperatur am 12.—13. Mai Niedrigste , , 12.—18. , Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. — Tie «eschäftSergebuifle der «othaer Lebens- versichernngebaut, der ällesien unb größten Ansicht ifyxt Ärt m Teulschland^sinb auch tm Jahre 1902 wieder ^^ gunstige ge- roden. Neue Versicherungen - einfach auf den Todesfall ober mn Abkürzung auf em bestimmtes Lebenswahr — würben tm Betrage von 43 934 800 Mk. abgeschlossen und Uisgesamt bestaiiden Ende voriacn Jahres 117 918 Versicherungen über 824 514 680 l'lf. Die tatsächliche LterbesallariSgabe von 14 919 240 Alk. dlteb um mehr alS BWiUtonen Alk. hinter dem erwartungSinavigenBetrage zurück. Zur Bildung eines besonders reichlichen JahreSuberfchusies Hai neben dem beträchtliche.. Gewmn auS unterrechnnngsmaßiger ^terd- 1 iichkeu unb neben dem uberrechnungsmav.gen Zinsertrag besonders der Umstand be.getragen,^ daß bic VerwaltungSkosten ans den. nuftcrorbeiulicf) niedrigen Latz von nur 4,88 l{roA. der Zahre. einnahme gehalten werden konnten. Tie Fonds der Bank erreichten die vohe von 278 426 030 Alk. Im ganzen hat die Bank wahrend ihrer nun 74jährigen Wirksamkeit mehr als 400 Millionen Mark an fällig gewordenen Versicherungssummen ausgezahtt und gegen 200 Attllionen Wart als Dividende an thre Versicherten zurück- gewagt. jg. Maj, Tie neue Vereinigung der Zigarrenhändler beabsichtigt nunmehr auch gegen die Ramschgeschaste in der Zigarrenbranche vorzugehem nachdem der stampf gegen den amerikanischen Zigaretten-4.rust bisher mit Erfolg durchgeführt ist. T.eiemgen Zigaretlen-Fabri en, welche bisher an jene Ramschgefchäfte lieferten, sollen veranlaßt werden, die Lieferung einzustellen, gleichzettig soll der Versuch gemacht werd^i, den Verkauf der gefälschten Zigaretten-Marken au wh'bierew So wurde kürzlich bet entern Zigarettenhandler tm Zentrum der ^tadt, der Zigarettenarten niedriger als zum Marktpreise verkauft, ein Posttn gefälschter »yriazi-Z.garetten beschlagnahmt. Gegen den Verjertiger und Verbreiter dieser Zigarette ist dte Ltrasanzeige ! wegen Betruges erstattet worden. Freitagabend 7.40 Uhr. Rachnnttag 4 Uhr. Sabbathausgang 8.55 Uhr. Fraukturi a. aiM 14. Mai . 102.09 3j/q Mexikaner . 92.02 1 4 Vs /, Chinesen . . . 102.06 ' Electric, öctuckert . 92.25 Mordd. Lloyd . . . 10103 Kreditaktien . 100.00 । DisKonto-Kommandit. . 103.07 ' Darmstädter Bank nrmeinbeu oememtcn, wurde von der Serteibigung aus die weiteren I EE^-Ä Ä Ä SSSSSSS letzten LÄhverstäud.gen sinb ber Ansicht, daß aus der Ber- hanblung nichts Belastenbes gegen den Angeklagten henrov- aeaangen fei. Tie Verwenbung von Rofaxen Joll bet eb em 5><2inÖb.e Turchgärung herbe.suhren: eS lei biete« em altes > Verfahren, da« früher allgemein zur Anwendung gekowroen sei. S t a a t s a n w a 11 Schneider kam nach ewgehenber Begrrl una in der Ansicht, daß die geplanten Angriffe des Angeklagten gegen den rhe>nheliifchen Weinhandel. voMtanbig m'Wuck fe.ew Le meisten Entlasiungszeugen hatten d'« Fragen, ob in Rheuihesse ^ die Fälschungen allgemein üblich gewesen, verneint. Es werde , auch Vlilch gevantscht, ohne daß man sagen könne, im AUgememe werde die Müch verfal'cht. Genau so verhalte ei fidj mit; bern ouein Bei den bisherigen Weinprozessen habe es sich um Gegenden s aebanbelt wo geringer, kleiner Wein wachse, daS fei ftrahnilbentb | fn eÄt geiMtn rowben, beim 'Jlngeflaflten lalle dageaen er- W,®.«nb ‘Äroid)t, hab' er ber, 8l.eM.emet guten « nutz, braucht und «ein Publikum erheblich geschah gt habe. Es sei an der Reit endlich einmal gegen derartige Geldfälscher aid tjrci in erkennen eine auch noch so hohe Geldstriüe treffe den Angeklagten nicht, er müsse fühlen, daß er in ^'verer Weife gegen hns Gesetz verstoßen habe. Er beantrage auf Grund des alten WemgesetzeS, deu Augeklagten zu 1500 Via rk Strafe und 1 öTonat ® esängnis, unb auf Grund des neuen Wemg^etzes , mit 8000 Mark Geldstrafe z uv e^r ur t et 1 e n. Nachdem , beide Verteidiger in längerer Rede die ^retzprcchung des Angeklagten, evcntl. eine kleine Geldstrafe für euien Fall beantragt hatten, zog sich der Gerichtshof zurück. Nach e roa ein[ Beraiimg erging folgendes Erkenntnis: Ter Angeklagte ist f ch u I big, durch übermäßigen Zusatz wässeriger Zuckerlösmig und wegen ungesetzlicher Verwendung von Rosinen nnd »war n cht z» Gadr unas-, sondern zu Vermehrungszwecken gegen das Wemae etz oer. stoßen zu haben unb wird deshalb zu loOO ^ark «träfe llni Falle der N i d) t e 1 n b r 1 n ß u n g zu 300 Tagen Gefängn.S verurteilt. Die Beschlagnahme der Werne wird “uW°Qben^futl 0 gji 13. Mai. (Hrieg8gcrid)l der 21 Division). Unter wiederholten groben Mißhandlungen von feiten seines storporals, des Unteroffiziers Llosav von der 2. Batterie 27. ArL-Regts. (Wiesbaden) hatte der Kanonier «chipperges zu leiben. In 4 Fällen würbe Schipperges mit Faustschla^en uiib Fußtritten reguliert; auf die Erde geworfen u. s. w-, onß er sich gezwungen sah, um Hilfe zu rufen. Auch sonst .versutzte der Unter- ol^ier feinem Untergebenen nach Nloglichkett daS Leben, z. B. durch fortgesetztes Schemelstrecken in der Rmebeuge und war derlei Pijackereien mehr sind. Einmal spuckte^ der Vorgesetzte dem Soldaten ins Gesicht und belegte ihn nut <-ch'nrpbvorten Ter Unteroffizier büßt seine Roheit mit 8 Monaten Gefängnis^.Von der beantragten Degradation wurde Abstand 0eno>nmen, da nach An sicht des Gerichts die Kapitulation des Unteroffiziers doch gelöst wird. Tagegen wurde er sofort wegen Gefährdung der Tisziplm in Hast genommen. — Aus Schabernack hat der Piusketier Simon Lauckemann von ber 7. Kompagnie 88. Jns.-Regts. Uam») semem storporalschaftsführer die Stiesel mU Wasser angesullt, daS Bett desselben, daS über einem anderen stand, aus den Fugen gehoben, da,nit der Unteroffizier herauspurzeln sollte, wenn er sich hinem- leate, unb die Patronentasche seines Vorgesetzten auf eine nicht roieberjugebenbc Weife verunreinigt. Das Äett hatten zwei andere Soldaten wieder ui die Reihe gebracht. Dagegen fand der Unteroffizier daS Wasser erst m den Stiefeln, als er sie am anderen Morgen anziehen wollte. Auch was mit der Patronentasche vor- geganqen war, bemerkte er erst, als er sie Anlegen wollte. DaS Bericht erkannte gegen den AluSketier auf 8 Monate Gefängnis wegen Beleidigung eines Vorgesetzten. D i e Strafkammer in Dortmund verurteilte den Rechtsanwalt Clemens Wulff aus Berlm wegen Bele i d i g u n g des Assistenten L-ckroder, der bte Gespräche, bve Rechtsanwalt Wulff mit seinem Bruder, dem Bankier Wulff, im Geiängnis hatte, übenvachte, zu 600 Alk. Geldstrafe. Der Staatsanwalt hatte wegen Bestechung 3 Alonate Gefangiiis beantragt. Landwirlschast. K e in e N 0 t st a n d s t a r i s e f ü r d i e L a n d wi rt s ch a s t mehr. Auf eine von dem landwirtschaftlichen Verein in Königsberg 1. Pr. an die dortige Landwirtschaftskammer^ gerichtete Em- gäbe wegen Einführung eines Notstanbstarlfs für caatgetretbe, die bem Eifenbahnmmister durch den Minister für ^.anbwirtfchaft zu-1 gegangen ist, hat kürzlich der preußische Eisenbahnmmisier der ^andwirtschastskammer in Königsberg L Pr. bte 'Mitteilung zu- fommen laßen, daß die Gewährung von sogenannten 'Jlotllmtbs- tarifen für einzelne von Mißernten hetmgesuchte Landesteile nach Den Erfahrungen der letzten Jahre zu vielen Unzutraglichkeiten bei ihrer Anwendung, aber auch zu vielen Berufungen ^etuhn hat, da 4 nicht möglich- fei, das Geltungsgebiet derartiger -tarne und ihre Anwendiingsbedingungen so festziisetzen, daß sie allen aus gleicher Ur adie Notleidenden, aber auch nur diesen, zu gute kommen. In neberemfttmmung mit den beteiligten Resiortministern wurde daher künstia von der Gewährung von Notstandstari'en wegen ungünstiger Ernten in einzelnen Landestellen überhaupt Ab stand genommen und es können solche nur noch dann emgerichter werden, wenn cs sich um ganz außergewöhnliche Ungluckssalle, wie Ueberschwemniungen :c. handelt, bei denen die ^eslstellung der einzelnen davon Betroffenen keine Schwierigkeiten bietet, oder wenn allgemeine Landeskalamitäten m Frage kommen, wie sie im Attikel 46 der Reichsoerfasjung vorgesehen sind. Das wertvollste Rinderpaar b e r _53 c 11 sind ein Sner .Crusades und eine Kuh „Dolly tl'. £tc rourben unlängst von dem Farmer L. Hawkins u. ^.ari Park, Indiana, ir Auffrischung seines Rrnderbeuanoes erworben, und -war der jöiae für Ä0lä und bu für 28 000 Mk. Ersterer wiegt 103o brochencn Mannes. . ««■ London, 14. Mai. Balfour empfing heute eme^W- ordnuna welche Protest cinlcatc acgen Die ao ?d>aH una bTr Getreid e zölle. Tie Mordnung bestand aus agrarischen Telegierten unb Abgeordneten, welche ick mit stolonialinteressen beschäftigen. London 14 Mai. Tic Butter besprechen die heute stattsindendc Bersammutng der liberalen ^reitiigung. ^nc Gruppe liberaler ^rtcimänner hat der Parteikasse 20000 Pfund Sterling überwiesen. . , . * o. London. 14. Mai. Tie Pasiagicre des bcut|d)cn Tampiers „Kaiser Wilhelm der Große", so wird dem „Tailn Telegraph- aui Newyork gemeldet, erledtcn mn Sonntagmittag einen a u s r e g e n d e n Z w i s ch e n f a l . Während das Schiff in dichtem liebel dahinbainpste, horte der stapitän bic Tampspscife eines anbcicn ^choseS cr- tönen, waraus er in Zwischenräumen antworten ließ. Alle Passagiere kamen au? Deck, um..zu sehen waö vorgni^ Tann antwortete bas fremde «will W ’®SltccxJ Wilhelm der Grobe' setzte seinen Weg fort. Plötzlich fühl- ten bic Passagiere, wie dar Schiss unter dem Truck der mit aller Kraft rückwärts arbeitenden Maschinen erzitterte, und fallen uns dem Nebel einen großen Frachtdampier auf- tauchen, der au- „Kaiser Wilhelm den Großen lossuhri Tie Passagiere klammerten sich an feste Gegen tande an, um bei dem zu erwartenden Zusammenstosi einen Halt zu haben. Der Zusammenstoß erfolgte jedoch nicht. Im letzten : Augenblick gelang cs, „Kaiser Wilhelm den Großen zum ■ Stehen zu bringen, sodaß er weniger als 30 6'uß von dem andern Schisse, das ebensalls zum --tehen gebracht worden war, entfernt ruhig lag. Es handelte sich um den ^racht> dampfer „Planet Benus", von Philadelphia nach der Stundung des Adon unterwegs. Tie Passagiere des dentschen Tanipfers äußerten sich höchsten Lobes voll über ^dre Lssi- ziere^ ihreS Schiffes. Eine Verzögerung von o -Sekunden hatte ein großes Unglück im Ge^lge gehabt. . Paris 14. Mai. Aus Sidi bet AbbeS wirb gemelkt. Tie Aufregung über die lüngsten Angriffe marotkanis-cher Banden auf sranzösische Karawanen hat )ich noch lwmer nicht gelegt. Tie Posten an der Grenze wurden bedeutend verslärlt. Trotzdem ist die Sicherheit noch nacht vollständig. Tie Ocegierung wird jedoch ernste Matznahmen ergreijen und hat wiederum 300 Mann von der Fremden- Leaion nach dem äußersten Süden abgesandt. . " Rom, 14. Mai. Da sich dem Besuch Loubets m Rom anhaltend große S ch w ie rigkeiten cnt9c9^* stellen, so heißt es jetzt, daß die Zusammenkunst des I Königs mit Loubet anläßlich des Besuches König Viktor Korps zur Einführung gelangen. Berlin, 14. Mai. Wie der „Morgenpost" gemeldet wird, soll zwischen der deutschen und englischen Regierung cm Schrittwechsel wegm eines n e n i n $ a n d " hnröerhängt werden. Dee Arbeiter- delsvertraaes ftattrmben. Gegenwärtig besaßt sich dts zu iou +juno v - •„ die Aorrespondcnz hauptsächlich mit der Stellung Teutsch- Partei hat eine scharfe Opposition gegen den Entwurf em lands zum kanadischen und zum südafrikanischen Handel. — Ter Bundesrat wird wahrscheinlich bis Anfang Juli Sitzungen abhalten, zur Diäten- und Jesuitenfrage aber erst später Stellung nehmen. Für die Aus- ! Hebung des Jesuitengesetzes werde außer auf die Stimmen Preußens und Bayerns im Bundesrat nur noch auf die einzige Stimme eines kleinen Bundesstaates gerechnet. Köln, 14. Mai. In den letzten Tagen haben Un» hinzufügten. Kirchliche Kachrichlen. 37,% 4% Oeuterr. Goldrente . Arbeiterbewegung. Dresden, 13. Mai. Sämtliche organisierten M a u re r, nimmprer und Bauarbeiter sind von ihren 'Jirbeitgebern . jiumys «•“*• ?nt l a f f e n worden. Etwa 1500 werden von dieser Maßregel Emanuels in England s^"smben werde „ betroffen Ter Entschluß über die Entlaffnng der Arbeiter wurde Wien, 13. Mai. Das „Wiener Fremdendl. veröffent- am Montag in einer Genera^ licht eine Unterredung mit dem Dttnisterpräsibenten von slimmtesle Versicherung geben, es werde seitens Bulgariens nichts geschehen, eine solche Wendung zu provozieren. Teplitz-Schönau, 14. Mai. Ein Schulknabe wurde hier beim Kohlenklauben durch eine einstürzende Lehmwand lebendig begraben. Budapest, 14. Mai. Ter Statthalter von ÄrotUien erklärte, daß die Unruhen daselbst mit den politischen Vor- G„.uu.Su„^u..„ ------ gangen in Ungarn in Ausammenhang standen, ui »if. Wochengottesdienst: Morgens 6.30 Uhr, nachmittags 6.30 Uhr, ^gler sollen mit gewissen Wiener Kreisen Fühlung genorn- '« men haben. — Ter für den 10. Mai geplant gewesene all- -----------------------------------------gemeine Aufstand sei durch die Behörden vereitelt worden. Tie Ruhe werde unbedingt wieder hergestellt werden. Unterdessen laufen unausgesetzt Meldungen über Aus- schreitungen des kroatischen Pöbels ein. Bei Fiume wurde ein Person en^ug angegriffen. Tie Beamten der Staatsbahn in Vukovar wurden derart bedroht, daß sie mit Revolvern versehen worden sind. — Während des großen Torauseftes kam es zu einer kleinen Demonstration. Auf die auf bem Schiffe postierte Militärkapelle, die die österreichische Nationalhymne spielte, brachen Niedrere hundert Studenten in Abzugrufe aus, die jedoch durch die Eljenrufe ber vieltausendköpfigen Menge übertönt würben. Tie Polizei wies die Temonstranten zur Ruhe. Dann sang eine Liedertafel den Ungarn-Hymnus. Ter Kaiser, unter dessen Protektorat das zu Wohltätigkeitszwecken veranstaltete Fest stand, sah vom Balkon der herrlich beleuchteten Burg aus dem prächtigen Feuerwerk Zst. Sonnenschein Sofia, 14. Mai. Die schnelle Rückkehr des Hell. Himmel Fürsten Ferdinand wurde durch die ernste inner- Sonnenschein politische Situation in Bulgarien veranlaßt. Die Bevolker- ung, aufgeregt durch die mazedonischen Komitees und die Presse, fordert einmütig die Kriegserklärung an die Türkei. Zu diesem Zwecke sind bereits große Meetings angesetzt. Auch wird beabsichtigt, Massen-Depu- 24-1 rlhu 11 ftm Itatwnen an den Fürsten Ferdinand abzusenden. jltUtjie Jxlnullllßril. 1^. Rewyork, 13. Mai. Em deutsches Syndikat hat Lriginaldrahtmeldungen des Gießener -lnzeigers. 4qqo Acres Land m Nordcarolina angetauft, um darauf eine Berlin, 14. Mai. Die Bevölkerung von SerIinLBaumn)oinpinncrei mit 210 000 Spindeln und eine hat in den ersten drei Monaten dieses Jahres a b gen o mm en, I^ostdeckenfabrik zu errichten, welche die größte der Welt well zahlreiche Familien nach den Vororten verzogen sind.' Ende Oktober wurden 1 928 966 und Ende März nur noch 8960 geb. Schrimpf. Gießen, den 14. Mai 1903. am 13. Mai, mittags um 12'/, Uhr, im zarten Alter von einem Jahre nach kurzem Kranksein zu sich in die Ewigkeit abzurusen. Die tieftrauern den Hinterbliebenen: Friedrich Wenzel und Frau, Todes-Anzeige. Hiermit die schmerzliche Mitteilung, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unser liebes, unvergeßliches Töchterchen und Schwesterchen Vergebung Von Bauarbeiten. Die Maurer-, Zimmerer-, Dachdecker-, Spengler-, Schreiner-, Schlosser-, Glaser- und Wcißbinderarbciten für den Neubau des Wilhelm Löber jr., hier, sind zu vergeben. Offerten sind in geschloffenem Couvert bis zum 21. Mai bei Herrn Architekt Seuling einzureichen, bei welchem auch die diesbezüglichen Unterlagen einzusehen sind. 3963 Wilhelm Löber junior. Die ordentliche Generalversammlung des Spar- nnii MschliMcins, MicngkscWst zu Grotzen-Lindcn findet Dienstag den 9. Juni, nachmittags 3l/2 Uhr, im Gemeindehause dahier statt. Tages-Ordnung: 1. Vorlage der Rechnung pro 1902. 2. Verwendung des Reingewinns. 3. Ergänzungswahl des Aussichtsrates. Großen-Linden, den 13. Mai 1903. 3967 Der Vorstand. 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