Donnerstag 14. Mait 903 153. Jahrgang Erstes Blatt. flcbenen 2 Lieferung des populären Prachtwerkes „DieiJugend schrieb Wagner ein großes Schauerdrmna. Da bei- LierV der Erde" von Professor Dr. W. Marshall nahe alle Personen darin starben oder ermordet wurden, (Stuttgart Deutsche Verlagsanstalri. Ter unaemein an- mußte er am Schluß fortwährend ©nfter ^^t^t lasset, ikhenb geschriebene Tert dieser Lieferung behandelt die um überhaupt Personen zu haben. „Wie konnten Cte «nen Äffen und wird durch zahlreiche Illusttativnen belebt, die derartigen Unsmn schrerben?" fragte chn spater m 1000 Illustrationen dieses Walhall. „Verstehen Sie denn nicht: das GanZe^tst eine Kbtefle für TepdcheiU «uzetger Siebe». FrrniprkcdanichtußNr 61. d. M. besichtigte der östreichisch- m russischen Konsulats-Geranten Gefangene zusammen- e sich bereit, dem Vor- Nr. US Erscheint ,«glich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt bie Lietzener Familien, blätter dermal In der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brüh l'schen Univer1.-Vuch-u.Etem« bruderet('Uiet1cb um einige läge, ba ^rilarr- unfltm der Truppen abgewartet werden. Der wirkliche Grund der Verzögerung dürfte sein, daß die Verhandlungen mu den oppositionellen Chefs in Ipek und Umgebung nach nicht beendet sind. Tie Nachrichten über eine neue Mobttr- sierung von Jlawe-BataMonen bestätigten sich biSber nicht. Die französischen Kriegsschiffe Pothuan, Mouche, Cheville, welche nach Saloniki beordert sind, Jtnb in 9 h U) eingetroffen, wo sie den Befehl erhielten, vorläufig wettere Instruktionen abzuwarten. Angesicksts der m Saloniki herrschenden Ruhe werden sich die Kriegsschiffe nicht Wetter in die türkischen Gewässer begebem_______________________ Die „Dtsch. Tage^tfl" glaubt gut und wenn sie erhärt, daß ihre Freunde für ei , . - der Biersteuer nicht zu haben fein werden. Sollte an eine Reform der Drausteuer herangetreten werben, so würde diese Reform diesem Matte zufolge nicht daS Ziel haben dürfen, das Bier zu versteuern, sondern lediglich das, die Lasten der Biersteuer besser und gerechter zu verteilen. Wenn bei irgend welchen Betrieben der Großbetrieb besondere Vorteile hat und deswegen eine verhältnismäßig stärkere Belastung wohl vertragen kann, so ist das bei der Sterb rau erei Der Fall. Die kleinen uno mittleren Brauereien kämpfen einen ungemein schwer ren Konkurrenzkampf mit den großkapttalisttsc^n Riesenbetrieben, die alles aufzusaugen Mit großem Erfolge besttebt sind. Diese kleinen und mittleren Brauereien zu halten und zu entlasten, liegt nicht nur im Interesse dieser Betriebe selbst, sondern auch in dem der Landwirtschaft, des Mittelstandes und der Gesamtheit überhaupt. Das Ziel einer Brausteue'rreform würde also nur fein können: „Entlastung der mittleren und kleineren Brauereien^ halten. Wir hegen keine Hoffnung, daß die ZerstörungSarbett der Gewalttäter durch eine Ein spräche von selten ber euro- päischen Presse in ihrem Laufe gehemmtwerden könnte Wir haben jene öffentliche Meinung in ber zivilisierten Welt, welche sich voll Teilnahme auf unsere Seite gestellt hat, von ben letzten und gewalttätigsten Aeußerungen des Regimes in Kenntnis setzen wollen, das jetzt unser nationales Tasein vollständig zu vernichten sucht: wir haben uns an die Vertreter der Zivilisation in den Landern wenden wollen, wo man unS kennt, um im Namen dieser Zivilisa- tion dagegen zu protestieren, daß ein Gebiet abendländischer Kultur verheert wird, daß ein Staatswesen, das sich tu Jahrhunderte langem Schuhe von Gesetz und Recht entwickelt hat, im tiefsten Frieden einem förmlichen Kriegs- zustande preisgegeben wird, daß dessen Mitglieder ohne jegliches gerichtliche Verfahren ihrer Arbeit ihres Aus- kommens und ihres Vaterlandes beraubt werden. Ueber die brutale Art, wie bei ben Ausweisungen vor- aeaanacn wird, schreibt man dem „Berl. Tgbb" olgendes: 9 9 In aller Herrgottsfrühe ftertte sich ber Polizeimeister twn Hclsmgsors beim Grasen Manner beim dem ersten Opfer ber neuen Meta, em. Man b r a ch in aller Gemütlichkeit etwa verschlossen vorgefun bene Möbel auf, untersuchte deren Inhalt g^nbllch und fiel äußerst interessiert über private Briefschaften des Grafen ber. Tiefer bemerkte, es seien das zumeist Briefe feiner Frau, worauf ber P o l i z e i m e ist er beruhigenb meinte, nur c r f c 1 b cr roer b e b ie Brie fe lesen. Tas Resultat bes Fruhbesuchs war bes Grafen Aus Weisung. Der Ausweisungsbefehl mürbe schriftlich m/tgetettt. ^aS betreffenbe Aktenstück ist nicht uninteressant: es stellt sich bar als ein in schlechtem Schwedisch abgesaßtes h^ktogra- phierteS Schreiben, das dem Adressaten „verbietet, im Lande Kroffcn zu werden." Weiter teilt es mit, daß man ihm in Rußland eine Wohnung antoeifeir" werde, f0!6™?* nicht innerhalb einer Frist von sieben Tagen außer Landes verfügt haben fotlte. Tiefe Bedingungen sind in allen AuSweifunaSordreS dieselben. Beim Advokaten IonaS Castrsn, den man gleichzeitig besuchte, traten die Polizeiorgane wesentlich rücksichtsloser auf. Etwa 20 Polizisten überschwemmten das HauS, chlossen bie Haushälterin ein unb nahmen eine regelrechte Plünderung vor. Man zerschlug bie meisten Möbel und beschlagnahmte ben sogenannten „politischen Wanb- chmuc^. Beim Buchhändler H a g e l st a m brach man- ein, als dieser nicht anwesend war: bie Buchhandlung wurde völlig verheert, bie Pulte brach man auf, nahm GeschästSpapiere aller Art und Manuskripte in Verwahrung, brach bie Kasse auf und streute bereu Inhalt auf ben Fußboben, bemächtigte sich großer Posten zensurierter Literatur unb führte das meiste mit fort Einen Angestellten,-ber den Tirektor rufen wollte, hielt man mit Gewalt vom Telephon weg: gleichzeittg besuchte ein* Polizeioffizier bie Mutter Hagel- stamS auf dem Lande. Beim Baron v. Born gmgs ähnlich her; auch dessen'alte Mutter suchten 15 Polizisten in ihrer Landwohnung auf, und nur mit größter Muhe gelang es, die Russen von dem Krankenbett der alten Baronesse fernzuhalten. Auch die Willmansstrander^ Garnison wurde zu Polizeidiensten herangezogen. Eine Abteilung Dragoner suchte den Ausgewiesenen Wolff auf und überbrachte ben Ausweisungsbefehl. Nirgends war wohl die Ausweisung weniger motiviert als in bem Falle dieses Fabrikanten: er trat politisch durchaus nicht hervor und hat nichts anderes auf dem Gewissen, als ein Bruder des den Russen verhaßten ehemaligen Konsuls Wolff in Wiborg zu Serbische Blätter melden, um (Rakovitza seien viele tausende rebellische Alban ef en versammelt, die die uralte Drücke am Drimfluß in die Luft fprengten, um das Vordringen türkischer Truppen zu verhi.n^rm__ Seit dem 13. Mai kämpft eine starke bulgarische Baude bei Kratowo mit türkischem Militär. Ueber den Ausgang des Kampfes ist noch nichts bekannt. Nach einer Meldung aus Wien kämpft laut Privatmitteilungen aus Ueskueb bei Sitoroo eine starke Bande gegen ein türkisches Bataillon, welches dieselbe einge- schloslen hat. — Am 12. d. M. besichtigte der östreichisch- ungarische Konsul mit dem russischen Konsulats-Geranten bie Gesängnisse, in welchen 772 Gefangene zufammen- gebrängt sind. Hilmi Pascha erklärte sich 'bereit, bem Vorschläge ber Konsuln auf Abhilfe ber Uebelstände möglichst Rechnung zu tragen. . , Mullei Sulah, einer ber angesehensten Albanesenchess, würbe in Stimlje verhaftet. — Wie aus Serres gemelbet wirb, würbe dort die gesamte bulgarische Bevölkerung gemalt am aus der Stadt vertrieben. Trotz aller Dementierversuche von türkischer Seite ist durch übereinstimmende Konsularberichte authentisch fest- gestellt, daß an verschiedenen Stellen, besonders auch in Monastir, die fanatisierte muselmanische Bevölkerung unter den Christen ohne Auswahl der Nationalitäten sowie ohne Rücksicht daraus, ob schuldig ober unschuldig, ein Gemetzel angerichtet hat. Außer den bereits erfolgten ernsten Vorstellungen sind weitere Schritte ber Machte zu erwarten, falls ähnliche Vorkommnisse sich wiederholen sollten. Man befürchtet trotz des ziemlich radikalen Vorgehens bei ben bulgarischen Ausweisungen weitere Putsche wie bie sämtlichen mehr als 1000 Illustrationen dieses Werkes (darunter 25 Farbendrucktafeln) ohne Ausnahme auf photographischen Abbildungen nach dem Leben beruhen. Außerdem enthält diese 2. Lieferung einen prachtvollen Farbendruck mit der Darstellung eines zenttalamerikanischen Lcelot. Diese volkstümliche Tierkunde, die im unmittelbaren Anschluß an Dr. Kurt Lamperts ,Molker der Erde" unb als zweite Abteilung des großen Sammelwerkes „Tie Erde in Einzeldarstellungen" erscheint, wird in 50 Lieferungen zu je 60 Pfg. crusgegeben, um seine Anschaffung allen Freunden der Nattrw s'enschaft zu ermöglichen. Wagneriana. Tu Münchener „Juaend" schmückt ihr neuestes Heft mit einem Bildnis Richard Wagners von Lenbachs Meisterhand unb bringt im Text einige sehr boshafte Bemerkungen. Z. Aus einem Hiftorien- buch. Unb es ereignete sich fernerhin, daß in Berolinurn im Jahre des Herrn 1903 ein Denkmal enthüllt wurde, wie das zu jener Zett dort Sitte war. Unb es stand auf dem Sockel „Richard Wagner". Und ein großer internationaler Musik-Wettstreit sand statt an diesem Tage. Und es wurden gesungen und gespielt Lieder aus aller Herren Ländern. Und als sodann bie Hülle des Denkmals fiel, siehe da. entftanb großer Schrecken unb Staunen unter bet Bevölk rüng. denn ein Wunder war geschehen: die Statue hatte sick umgedrcht!--Aus einer R. Waguer- Biooraphie. . Wie war's denn gestern im „Tristan"?" fragte ein Münchener einen anderen. „O mei, is dös a saubumm's Stück: erst trinken's z samma aus oaner Maß, nadja busseln's an ganzen Akt lang, unb nacha sterben's langer als unseroans lebt! Saubumm!" — In feiner Walhall. „Verstehen Sie benn nicht: das Ganze isteine Satire auf die heutigen Komponisten. In deren Stücken erscheinen auch immer wieder die Geister der Toten. Finanzieller Berater in allen Grundstücks- und Hypotheken-Anaeleaenheiten des städtischen Grundbesitzes von I. Schneider. Verlaa vvn Hermann Schild, Berlin, SW. Preis 2.50 Mk. - In dieser für alle Interessenten aus dem Gebiete des Grundst^s-, Hypotheken- und Baumarktes so überaus wichtigen Broschüre unternimmt es der Verfasser, das schwierige Problem zu lösen, für dengesamtenstädtischenGrunb- besitz Deutschlands, ttotz seiner verschiedenen Grund- und Sobenmerte; einheitliche Grundsätze für ben Scl^ätzungswert des städtischen Grundbesitzes aufzustellen, wie dieser bei jedem normalen Verkauf oder Hypvtheken- kredit zu Grund gelegt werden muß. Des Ferneren beleuchtet das Buch die ersahrunasgemäß so häufige unsolide und oft schwer schädigende Geschäftspraxis zahlreicher Elemente auf diesem Gebiete, gegen die es hier nur bie Selbst hilft fließt, deren Prinzipien trefflich gezeigt werden. Auch alle anderen in Bettacht kommenden Punkte z. B.: Wie hoch ist ber Verkausswert eines Hauses? Wie hoch ist ein Wohngrundstück mit Hypotheken belastungs- fahig? Wo und wie beschafft man Hypotheken, bezw. leat man Kapitalien in Hypotheken an? usw. werden behandelt. Das Derk dürfte allen Interessenten, wie Hausbesitzern, Hypotheken-Gläubigern und Schuldnern, Grundstücks- und r^ypothekenmattern, Bauunternehmern usw. Dienste leisten. Aiutavds Aufschrei. Ein flammender Protest von Finländern gegen die russische Gewaltherrschaft ist der abendländischen Presse zu- gegangen. In drastischer, packender Weise toirb daS Schreckensregiment deS Gouverneurs Bobri* kow geschildert, der neuerdings mit diktatorisch er Gewalt ausgerüstet worben ist unb, von Spionen und De - nunzianten bedient, ausgiebiy von seinen Befugnineu Gebrauch macht. Insbesondere sind in den letzten Tagen des Avril zahlreiche Finlänber einfach ausgewiesen worden. In dem Aufruf heißt eS darüber: „Einige der besten Söhne unseres Lande? sind von einer der schwersten Strafen, die ein Mensch erleiden kann, der Verbannung, bettoffen worden, einer Strafe, die übrigens im finläitt)ischen Strafgesetz ausdrücklich verboten ist. St einer unserer ausgewiesenen Landsleute hat davon Kenntnis erhalten, was ihm zur L a st gelegt wird; hinsichtlich der meisten kann man aber schließen, daß leichtfertige Denunziationen und persönliche Rachsucht den unglaublichen Gewaltakt veranlaßten. Roh? Vertreter der sog. „Orbnungdgctoalt" haben ben Betroffenen bie hektographierten Ausweisungsdekrete eingehändigt, auf denen nicht einmal immer der Name des „Verurteilten etngettagen worden. Diese Handlanger des Generalgouver- neurS sind in Privatwohnungen und GeschüftSlokale ein- gebrungen, sie sind in Bücherniederlagen von Verlegern mit Gewalt eingebrochen, sie haben Warenund Privateigentum zerstört und gleich Dandalen ge- plündertundgehaust. Eine längst genährte Begierde, die Früchte der sinländischen Kulturarbeit mit Fußen treten zu können, scheint mm endlich ihre Befriedigung zu finden unb ttiumpyierenb ihren Siegeszug durch unser Land zu Politische Tagesschau. Pom deutschen Metern gegen den Mißbrauch geistiger Getränke. Der Vorsitzende deS deutschen Vereins g. d. M. g. Senatspräsident Dr. von Strauß unb Torney in Berlin ersucht uns um die Veröffentlichung der nachfolgenden m der letzten Sitzung des VerwaltungS-ÄuSschuffeS m Berlin einstimmig angenommenen Erklärung: Gern erkennen wir die vielfache Anregung und Belehrung, welche der internationale Kongreß gegen den ttlkohonSmuS zu Brenien geboten hat, an. Taaegcn bedauern wir, daß die Hoffnung, derselbe werde den aussichtsreichen Ausgangspunkt für em engeres Ztlsammenichließen aller verschiedenen Richtungen in dem Ramvfe gegen den AlkoboliSmus in Deutschland bilden, sich nicht erfüllt hat. Die Haltiing der Vertreter ber ertrem abstinenten Richtungen ließ das hierfür erforderliche ^erstandniS und die gerechte Anerkennung der Bestrebungen deS beutfdien SeremlI gegen ben M. a. G. durchaus vermlsien und es wurden vielfach ®runb- fäffe aufgestellt unb rücksichtslos verfochten, mit denen bie be« DeiUschen Vereins sich nicht vereinigen lasten. UnS haben bte 43er- banblungen deS Kongrestes in ber Ueberjeugung aus ber einen Seite von der nnbauemben NotwenbigkeU ber energischen Bekämpfung bc6 Mißbrauch- geistiger Getränke, ouf der anderen Seile aber auch von der Richtigkeit der in den Satzungen unseres Vereins in dieser Beziehung niebergelegten Drundsätze, nach denen nicht nur die Enthaltsamkeit, sondern auch die Mäßigkeit a« ein wirksames und vollberechtigtes Mittel gegen den AttoholiSmuS anzuerkennen ist, nur bestärken können, und wir sind entschloffen, nach wie vor auf dem Boden dieser Satzungen jenen Rampt mit voller Entschiedenheit weiter zn führen. Wir fordern alle, die m,t uns in dem Mißbrauch geistiger Getränke einen der bedenklichsten, am Marke deS deutschen Volke? zehrenden Schaden erblicken, aus, un5 in diesem Kämpft kräftigst zu unterstützen. Die Biersteoer. _______ /V —y* O monaUich7bPi^viertel. Q . sährlich Pit. L.L0; durch Glchener Anzeiger W Eeneral-Anzeiger v Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis rin ** Es ist eine erschütternde Tragödie, die nationale Selbständigkeit deS finischen Volkes unter Knutenhieben enden zu sehen, aber Hilfe giebt eS für bie gequälte finische Natton nicht mehr: der Panslavismus wird bald die letzten Reste nattonaler Eigenart verschlungen haben. Die Balkan-Unruhen. das Kreuzschis em L u. an AnsangS- 210*90 140.20 180.50 verhältnismäßig stärkere Belastung der Riesenbetriebe ohne Verteuerung des Produkts." Schlußturf e. 211.25 210.87 189.75 180.62 183.40 Bremen, Bremerhaven, Helgoland, Harnburg und Kiel vom 21. bis 27. Juni und außerdem noch eine Sonderfahrt nach Lübeck, Kiel, Korsör, Kopenhagen, Malrno, Trelle- borg und Saßnitz vom 25. bis 30. Juni. — Liaterial für ein Gicßener Liebigmuseum. Aus Anlaß des 100. Geburtstages Justus von Liebigs hatte in diesen Tagen die königl. bayerische Hof- und Staatsbibliothek in München eine Reihe intereßanter Stücke aus Liebigs handschriftlichem Nachlaß, der sich in ihrer Verwahrung befindet, in ihrem Ausstcllungssaale zur Schau gestellt. Die genannte Bibliothek verwahrt z. B. den voll- ständigen Briefwechsel Liebigs mit dem Dichter August Grafen v. Platen und den mit dem großen nordischen Chemiker BerzelmS, den Briefwechsel Liebigs mit seinem Freunde Wöhler, dem berühmten Göttinger Chemiker, ferner Briefe von Alexander v. Humboldt und Pcttenkofer, von den Königen Maxi- milian II. und Ludwig II. von Bayern, der Königin Mana und der Kaiserin Augusta, dem Prinzen Sllbert Edward (jetzt König Eduard VII.) von England und dem Kaiser Tom Pedro von Brasilien an Liebig. Emer feiner »Chemischen Briefe", sowie die autobiographischen Aufzeichnungen Liebigs sind ebenfalls dort im Manuskript vorhanden, endlich noch mehrere Ernennungsdekrete re. 2c. () Krofdorf, 12. Mai. Mit Beginn dieser Woche hat stch hier wieder, wie alljährlich im Frühjahr, em reger Verkehr auf unserer Dorfstraßc eingestellt. EL gilt, die ungeheuren Holz mass en, welche alljährlich im Königl. Forst, wie auch in dem großen Gememdcwald gefällt werben, ihrem Bestimmungsort zuzuführen. Aber nicht selten mit Schrecken muß diesmal mancher geringe Mann an seine Holzfahrt tm Domänenwald denken, es wurde nämlich bei den Versteigerungen bekannt gegeben, daß sämtliches Holz vor der Abfuhr an die Königl. Forstkasse zu bezahlen sei. Bisher konnte das Holz zu jeder Zett abgefahren werden, und es war biü zum 1. Oktober Zahlungsfrist gegeben. Tiefe Neuerung wird gar manchen Käufer vcranlaßr haben, seinen Bedarf an Brenn- Krieskasten Ser Reöaklion. (Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.) A. 3. Tas Chcmljche Laboratorium der Uniocnitäl Torpat ift von Professor Karl Schmidt, einem Schüler JusluS v. Liebigs, nach Gicßrncr t,.i'lcr erbaut. Aus Stadt uni) Land. Gießen, 14. Mai 1903. Arbeiterbewegung. Preßburg, 13. Mai. Sämtliche hiesigen Maurer, Zimmerleute und Steinmetzen sind wegen Lohndifferenzen in den Ausstand getreten. Barcelona, 13. Mai. Die hiesigen Bäcker traten m den Ausstand; sie fordern Sonntagsruhe. Tie Bevölkerung ist ohne frisches Brot. Die Militärbehörden machten den Zwilbehörden das Anerbieten, bic Militärbäcker arbeiten zu laßen, falls der AuL- 'iano andaucre. Oest. Kredit. Deutsche Bank Darmstädter Bank Bochumer Guß . wurden. * Ein Soldatenende. Der Gardedragoner Her. mann Schulze von der ersten Schwadron des 1. Regiments, der Sohn eines vermögenden Kaufmanns in Mecklenburg, Diente im ersten Jahre und fühlte sich ganz wohl bei der Truppe. Rur eins schien ihn zu bedrücken: er klagte seinen Kameraden wiederholt, daß er zu früh geheiratet habe, ohne sich näher darüber auszulasjen, weshalb er das bereue. Am 13. d. M. vermißte man ihn tn der Kaserne. Am Nachmittag fand man ihn in einer Baumschule zu Tempclhof als Leiche wieder. Tort l)atte er sich den Rock ansgezogcn, die Halsbinde gelockert und sich dann mit einem Draht an einer Gärtnerbude erhängt. Tic Leiche wurde nach dem Garnisonlazarett in Tempelhaf gebracht. einem und demselben Bestimmungsort sich nicht unver- 'ländlich machen. Sämtliche Versuche sind gegluckt. ♦ Triest, 13. Mai. Ter hier mit einet Reic-ladung eingetroffene englische Tampfer „Furho" wurde we^en eines an Bord vorgekommenen pestverdächtigen 4.odesalles unter Quarantäne gestellt. * Bozen, 13. Mai. Im Primoer Tale wurden große innober- und Qu e ck j i l b e r l a g e r entdeckt. ♦ Lemberg, 13. Mai. Einer BU.tcermeldung zufolge and in dem Pulvermagazin in Wiszenka eine Exil 0 s io n statt, bei welcher drei Personen getötet Holz in dem Gemeindewald zu erstehen, welcher von dieser Bestimmung nicht berührt wird. w. Wetzlar, 12. Mai. Der Besuch der landwirtschaftlichen Winterschule hob sich im abgelaufenen Qjmter in erfreulicher Weise auf 23 Schüler, gegen 10 im Vorjahr. Der Kreis stellt Schulraum nebst Einrichtung und Direktorwohnung und wendet jährlich 2500 Mk. für die Schule auf. Um den Söhnen wenig bemittelter Landwitte den Besuch der landwirtschaftlichen Winterschule zu ermöglichen, hat der Kreisausschuß beschloßen, im Falle der Bedürftigkeit und Würdigkeit fleißigen Schülern eine Unterstützung zu gewähren. Die Verleihung von Stipendien in auch für die nächsten Jahre geplant, jedoch wird gewünscht, daß die betreffenden Schüler während zweier Winterhalbjahre die Schule besuchen. Es findet dementsprechend eine Teilung der Stipendien statt. Friedberg, 12. Mai. Gestern abend hat sich die Ortsgruppe Friedberg des deutschen Flottenvereins refinitiv konstituiert. Tie Zahl der Mitglieder, welche früher kaum 25 betrug, ist aus ca. 150 gestiegen, hauptsächlich infolge der im Winter stattgefundenen kinematographischen Vorführungen ans dem Marine-Leben. Büdingen, 12. Mai. Zu Gunsten eines Neubaues des bekanntlich mit Mitteln dürftig ausgestatteten Spitals werden auf Anregung des Erbprinzen m der geräumigen Turnhalle des Gymnasiums vier theatralisch-musikallsch^e Auf- ührungen stattsinden und zwar Mittwoch den 20., Freitag den 22., Sonntag den 24. und Mittwoch den 27. Mai. Es i't sehr erfreulich und dankenswett, daß sich aus allen Kreisen der Bevölkerung Damen und Herren bereit gefunden haben, i )re Zeit und Kräfte dem guten Zwecke zur Verfügung zu ellen. — Der Plan, das neue Schulhaus auf den sog. :)ammländern an die projektierte Verbindungsstraße, Lohsteg- Brunostraße mit der Front nach Süden zu stellen, i|t nunmehr definitiv festgelegt. Es sind 4—500 Quadratmeter Gelände nötig; das Haus muß 10 Lehrsäle enthalten und soll das Erdgeschoß aus Basalt, das übrige aus rotem Sand- tein erbaut werden. Die Einrichtung ist noch nicht beschloßen, es wird vielseitig Preisausschreiben gewünscht. (B. A. A. jinsjug ans m HiuyknbWril irr staot (bitBtn. Evangelische Gemeinde. Getraute. Matthäus gemeinde. Ten 2. Mau Johann Heinrich Eduard Ludwig Schönhulh, Kaufmann zu Hart em und Anna Marie Eitler, Tochter des Schneidmüllers Philipp Eiller IV. zu Gießen. Getaufte. LukaSgemeinde. Ten 3. Mai. Dem Eifcn- dreher Friedrich Römer ein Sohn, Wilhelm Ludwig Hans, j^eb. den 27. Mär;. Johannesgemelnde. Den 3. Mai. -tem Taglohner Karl Pfeffer ein Sohn, Karl Adolf Tlarim Ferdinand, geb. den 30. März. — Dem Bäckermeister Karl AI01S Horn em Lohn, Karl, geb. den 6. April. Ten 6. Mai. Em unehelicher Sohn, Karl, geb. den 10. März. M i l i t ä r g e m e i n d e. Dem Sergeant Heinrich Shirm eine Tochter, Marie Elfe, geboren den 12. April. Ten 3. Mai. Dem Sergeant Luh cm «coljn, Willy Karl Kun Georg, geb. den 1. April. — Dem Oberleutnant August Schroder em Sohn, Gen Karl Heinrich, geb. den 21. März. Beerdigte. M a r k u S g c m c 1 n d e. Den <. Mai. Heinrich Zahn. Lalernenwärler, ein Wittwer, 59 Jahre alt, starb den 4. Mau Johannesgemelnde. Ten 7. Mai. Georg Zmtel, Taglohner 41 Jahre alt, starb den 5. Mau A u 2 dein Pro- vinzial-SrechenhauZ. Ten 8. Mau Margarete Weiß, geb. Story, Wuwe Des» Ferdi naud De«ß, 88. Jahre ab, starb den 6. Mar. lichen Beträge aus den laufenden, etatsmäßig ür bieLandwirtschaftzu bewilligenden M it- teln bestritten werden, ohne diese zu erhöhen. Tie Vorlage dieser Summen aus der Staatskasse kann sosott erfolgen. — Werter beschäftigte sich der Ausschuß noch mit rem Antrag Ulrich u. Gen., wegen Beseitigung der Hochwassergefahr für die Gemeinden Bürgel und Rumpenheim die nötigen Vorkehrungen zu treffen. Ter Ausschuß empfahl, in dieser Angelegenbeit einen ablehnenden Stmrdpunkt einzunehmen, da Die gegen das möglicherweise einmal eintretende Hochwasser des Main erforderlichen Schutzmaßregeln außerordentlich hohe Kosten verursachen und nicht im Verhältnis stehen würden zu dem geringen Schaden, der ebent durch das Hochwasser anger- richtet werden könnte. Wiesbaden, 13. Mai. Heute mittaa sand hier in Gegenwart des Reichsbankpräsidenten Tr. Koch, sowie der Spitzen der Behörden die Einweihung des neuen Reichsbankgebäudes statt. Tr. Koch sprach über die Entwickelung der hiesigen Reichsbankstelle. Tie Handelskammer überreichte dein Reichsbankpräsidenten eine künstlerisch ausgeführte Adresse. An die Feier schloß sich ein Festessen im Kurhause an. von 49 Jahren gestorben. Handel und Verkehr. ^DllisiuirlfdjafL Berliner Börse vom 13. Mai 1903. (Mitgeteilt von der Bant für Handel und Industrie, Gießen.) Die Börse reagierte auf die aus Amerika gemeldeten Eisen- Preisabschläge mit 1—2 Prozent Rückgängen auf dem Montan- markle, ohne daß der übrige Verkehr davon beeinflußt wurde. Derselbe war allerdings äußerst schleppend und konzentrierte sich nahezu ganz auf zwei Gebiete: auf Türkenwerte, die in Erivarlung der heutigen e ’cftionieritng des Unifikations-Projektes statt gekauft wurden, u iö auf Lombarden, in welchen andauernde Mein- ungskäuse slaltsiiiden, in Hinblick auf die so lang ersehnte Sanirung. In Lübeck-Büchener und Hamburger Packetiahrt waren stille, aber ausgezeichnete Käufe zu konstatteren. Alles übrige vollkommen geschästslos. Prwat-Diskont 3 Prozent. mann in Coblenz 83 095 Mk. ** Deuts Her Fl 01 te n v erein. Gestern abend sand in der kleinen Aula der Universität die Hauptversammlung des Kreisausschusses für die Provinz Oberhessen statt. Der Vorsitzende Geh. Rat Pros. Oncken eröffnete sie um 8 Uhr und erteilte dem Schriftführer Herrn I. Schad das Wort zum Rechnungs- und Jabres- bericht. Danach schließt die Rechnung mit 1047,91 Mk. ab. Die Gesamteinnahmen im hiesigen Bezirk betrugen 948 Mark. Die Mitgliederzahl ist um 36 gestiegen; sie beträgt jetzt 821 (die Gesamtmttgliederzahl in Hessen betrügt 6300). Dre Rechnung war von den Herren Helm und Block geprüft worden und wurde von der Versammlung für richtig befunden. Dem Schriftführer Herrn Schad wurde im Namen des Vereins für seine gute Geschäftsführung von Geheimrat Oncken Dank ausgesprochen. Geheimrat Oncken teilte mit, daß gemäß Vorschlags der Zentrale in Berlin in allen Ortsvereinen der gesäMsführende Ausschuß aus drei Mitgliedern bestehen solle. Aus Antrag von Dr. Heuser wurde Kreisamtmann Dr. Kranzbühler an Stelle des verstorbenen Geheimrats v. Bechtold neu in den Vorstand gewählt. Dr. Heuser machte dabei die Mitteilung, daß Dr. Kranzbühler sich früher' in Darmstadt um den Flottenverein sehr verdient gemacht habe. Der geschäftssührende Ausschuß besteht also nunmehr aus den Herren: Geh. Rat Pros. Oncken, Dr. Heuser und Schriftführer Schad. Aus den Mitteilungen von Geheimrat Oncken ging hervor, daß im verflossenen Winter zweimal der Versuch gemacht worden ist, Vorträge mit kmematographischen Vorführungen ic. zu veranstalten. Mit Rücksicht aus die damals herrschenden Kälte und andere Umstände mußten diese Vorträge damals verschoben werden. Inzwischen habe man aber, u. a besonders in Mainz, mit derartigen Veranstaltungen schlechte Erfahrungen gemacht, und jo standen vorerst solche Vorträge nicht in Aussicht. Dr. Heuser erwähnte die guten Erfolge der Darmstadter Ortsgruppe, die durch ihre Veranstaltungen einen Zuwachs von 300 Mitgliedern gewonnen habe. In den kommenden Reichstaasverhand- lungen würde wieder Die Flottensrage eine Rolle spielen, und da müsse auch die hiesige Ortsgruppe an ihrem Teil xu guten Ergebnissen mitwirken. Von feiten des Landesausschusses in Darmstadt sind an sämtliche Ortsvereine Einladungen ergangen zu der am 24. Diai d. I. nachm. 3 Uhr in Mainz stattfindenden Landesgeneralversammlung. Der Vorstand der hiesigen Ortsgruppe wird durch die Herren Dr. Heuser und Schad vertreten sein. Vor Schluß Der Versammlung verwies der Vorsitzende noch auf das Programm über die Sonderfahrten des Flottenvereins, das von der Präsidialgeschäftsstelle in Berlin, Torothenstraße 42, bezogen werden kann. Es wer- den unternommen: 1. Eine Pfingstfahrt nach Hamburg und Kiel am 30. und 31. Mai, 2. eine Sonderfahrt nach R. B. Darmstadt, 13. Mai. Ter Petiti0nsaus- chuß der zwecken Kammer beschäftigte sich heute wiederum mit dem Antrag Schönberger und Genossen in betreff der Entschädigung für Verluste aus der Maul- und Klauenseuche. Der Anttag geht bekannllich dahin, sie Regierung möge den in der vorigen Session nicht zur Erledigung gelangten Gesetzentwurf wieder vorlegen, mit der Maßgabe, daß 1) in dem Entwurf die Entschädigungs- eistung durch den Staat an Maul- und Klauenseuche zu Grunde gegangenen Rindviehes in einer jährlichen festen Summe Aufnahme findet, und 2) daß wegen der Gewinnung weiterer Erfahrungen dem Gesetz zunächst nur ein provisorischer Charakter beigelegt und seine Geltungsdauer auf etwa 10 Jahre beschränkt wird. In der heutigen Sitzung des Ausschusses, welcher Oberregierungsrat v. Hölzinger beiwohnte, kam unter Abänderung des Antrags Schönberger eine Verständigung dahin zu stände: Tie Regierung erklärt sich mit der Uebern ahm e der etzigen und früheren Schäden aus Verlusten an Maul- und Klauenseuche einverstanden, wenn die Kammer darein willigt, daß die hierfür ersorder- ♦* Das Regierungsblatt enthält eine die Mini- fterialabteilung für Bauwesen betreffende Verordnung, die am 1. Juni 1903 in Kraft treten und eine größere Einheitlichkeit in der Einrichtung der vieren Bauverwaltung sowie eine Vereinfachung des Geschäftsganges ein* führen soll. ** Tie Bereinigung mehrerer Pakete zu einer Postpaketadresse ist für die Zeit vom 24. bis 31. Mai im inneren deutschen Verkehre nicht gestattet. Auch für den Auslandsoerkehr empfiehlt es sich im Interesse des Publikums, während dieser Zeit zu jedem Pakete besondere Begleitpapiere auszufertigen. ** Der Neubau der katholischen Kirche ist bereits bis zu den Tür- und Fensterwölbungen, gediehen. Tie Rohbauarbeiten sollen bis Herbst vollendet sein. Mit Beginn des Frühjahrs 1904 werden die Gewölbe heraestellt und alsdann sofott der innere Ausbau in Angriff genommen; im Sommer 1904 soll alsdann die Einweihung des Gotteshauses stattfinden. Vorläufig wird nur das Chor, 1 ~ ~ "'ff, die Kapelle, die Sakristei ausgebaut, woran ____ .... Teil des Längs- und der Seitenschiffe schließt. Ter größte Teck dies Längsscksiffs und die beiden Türme sollen erst später erbaut werden. *♦ Tis Submission zur Verlegung und Regulierung der Lumda bei Taubringen hatte folgendes Resultat: 1. Wich. Schepp und Genofsen in Saasen 31618 Mk. 2. Georg Becker und H. Weimer in Gießen 35 898 Mark, 3. Hugo Winter in Biskirchen 39 658 Mk., 4. Hodn in Kunzenheim 48 437 Mk., 5. Zepp in Fuhlort bei Kassel 48 731 ML, 6. Alb. Rübsamen in Gießen 63 292 Mk., 7. Becke s- — Tie deutsche Effekten- uud Wechsclbauk in Frankfurt a. M. beteiligt sich bei der Erttchtung einer neuen Kuxenfirma in Düsseldorf. Märkte. Limburg a. d. 8., 13. Mai. Fruchtmarkt. Durch' schnittspreiie pr. Malter. Roter Weizen 14L3 Mk., Weißer Weizen 00.00 Alk., Korn 11.07 Mk., Gerste 9.20 Mk., Hafer 7.03 Ä, (rrbjen 0.00 Ml., Kartoffeln 0.00 Mk. Kunst und Wissenschaft — De r^entraloorslaiiddesSchiller verbände- deutscher Frauen erläßt einen Aufruf angesichts deffen, daß uns nur zwei Jahre trennen vom h u n d e r t st e n Todestage Friedrich Schillers. Alan will den 9. Mai 1905 zum denkwürdigen Weihetag gestalten. Es gilt, der LchiUer--Stlsiung, die zur Feier von des Dichters 100. Geburtstag begründet wurde, neue Mittel zuzuiühren, damit auch ferner den deutschen Schriftstellern und SchriststeUerinnen, ihren Angehörigen und Hinterbliebenen in den Tagen der Not Hilfe zu teil werden kann. Alle Frauen werden zum genleinsamen Liebeswerke auigesordert und zur Gründung von Ortsgrnppcii. Frau Henriette Goldschmidt ist Ehrenoorsiyende des Verbandes. Zu den Borsitzenden der Ortsgruppen gehören Frau Geheinirat Küster m Marburg und Fran Lilli Wolfskehl in Darmstadt. — E i n Verfahren zur Wiedererweckung der Herztätigkeit. Lebhaftes Jntereffe erregt in Newyott die Ankündigung des Arztes Tr. Kemp vor der Newyorker Akademie der Wissenschaften, daß es ihm gelungen fei, toteHunde wieder z u beleben, und daß die Nlethode eventuell auf Al e n s ch e n anweiidbar sei. Er ntache einen Einschnitt zwischen den Rippen und presse dann nut dem Finger das Herz rhytmisch, während er zugleich eine Salzlösung injiziere und nut einem eigens erfundenen Apparat künstliche Atmung. Hervorrufe. Ter Lcbenofunke müße allerdings noch nicht aanz erloschen fein, aber bei den Hunden, an denen er nut feinem Assiltenten experimentierte, hätte bereits jeg- liches Pulsieren des Herzens aufgehört. Bon 23durch Chloroform absolut getöteten Hunden seien elf wieder lebendig geworden. Bor einem Jahre habe er versucht, einen Menschen wieder lebendig zu machen, aber ohne Erfolg. Doch hoffe er mit der neuen Erfahrung auch m dieser Hinsicht auf ein Gelingen. Stuttgart, 13. Mai. Profeffor N i ck e t m a n n, der Erbauer des hiesigen Landesgewerbemuseums, ist heute Nacht m Neckargemünd, wo er sich in einer Heilanstalt befand, im Alter Vermischtes. * K ö l u a. Rh-, 13. Mai. Aus Niehl wird gemeldet, daß heute vormittag ein Arbeiter auf seine Braut vier Revolverschüsfe abgab, von denen zwei trafen. Tas Mädchen wurde schwer verletzt. ♦ Cref eld, 13. Mai. Auf dem Güterbahnhofe in Oppun stürzte heute morgen ein Rangierer von einem in der Fahrt befindlichen Güterzuge. Er wurde überfahren und getötet. * Tangermünde, 13. Mai. Ter Tierarzt Js- traut aus Jerichow vergewaltigte vor einigen Tagen in einer Kiesgrube ein neunjähriges Mädchen. Als Passanten herankamen, ergriff er die Flucht. ♦ Sprottau, 13. Mai. Heute wurde die Ehefrau des ermordeten, im Brunnen aus gefundenen Stellendes itzers Göldner in Sprottischdorf wegen Dringenden Verdachtes der Täterschaft verhaftet und ins Untersuchungsgefängnis Glogau transportiert. * Mannheim, 13. Mai. Ter wegen SittlichkeitSver- brechen an geklagte altkathollsche Stadtpfarrer Bauer ist durch den Bluwerlust, den er bei seinem Selb stmor d- versuch erlitt, so geschwächt, daß heute nicht gegen ihn verhandelt werden konnte. Tie Hauptverhandlung ist nunmehr auf den 3. Juni verschoben. * Brüssel, 13. Mai. In Eharleroi äscherte diese Nacht eine Feuersbrunst 6 Wohnhäuser ein, wobei ein Mann, Der ein Kind retten wollte, lebensgefährliche Brandwunden Daoontrug. * Paris, 13. Mai. Die die Blatter melden, steht ein großer Skandal bevor. ES handett sich dabei um den Direktor eines hiesigen Hospitals, welcher sich Gewalttätigkecken gegen feine Assistenzärzte zu schulden kommen lieh. Die Untersuchung ist eingelecket. . * Cannes, 13. Mai. Zwei Personen sind infolge Genusses von Prlzen vergiftet worden, eine dritte ist schwer ciTranTt * Rom, 13. Mai. Gestern sanden mit Erfolg Versuche im Hasen von Spezur mit drahtloser Telegrapdie stau. ES handette fick) darum, festzüscellen, ob drahttose Telegramme von einem und Dcnqelben Aufgabeort nach Harpener Bergbau . . 183.90 Schluß-Tendenz: schwach. — Die Petroleumpreise tu Hamburg wurden im Anschluß _.. die am Alonlag in Newyort erfolgte Preissteigerung um 15 Pfg. höher. An der Slewyorker Börse blieb der Petroleumpreis bisher unverändert. iS **■ Bis °ntn SitJtet •^«gonet t- ZLch AÄ ? O^helralet |Cn' weshalb er r«Z X, Tte Leiche lafk lll 3 ■ .o CD 3 o E 'S -v s ZD := o >b «so o *C o Z> 2 o S- 42 s Z — CQ - Ol •O C-J CJ M M *D o O 5 9 2 42 ZD L Z n c. c CD 2 "S C o — 42 3 — •2 C •Ä c -c ® = c Ä 2 »b rr o SA C CD C = i d o . 1=2 c 5» c c •O 72 C S c ^7 — 42 o ■— — «7 = o 2 £ S . . _ p 5 E ** 5 M :C <2 42 42 • ZD O .E c .43-3 C <2 C CSD -2 4T - — 42 £ O -2 JQ ttD - CO 3 oa »§* dG ccr. 43 § C 5 c c?.5 C CD »30 C »- G ZD 42 »ei ? « E £ o - Ö CD - 5 E-S 8^.S sZ-Z- 2 5 E B a . c O CD ‘S’S S> S C 2 g ■* v> CiS • 3 cd p -° = -E S CD P ‘X = « <12- -c C» dO ** 3? 5 = o X c 3 C ’E § ■ r p . - c w £ • C CZD <•-= -- - 2 ; «• — 72 5c§ «z 2 dO 3 w E s « "S 45* — C3_ ZD O 3 £X ;C w Pb H CS G° S c „ CD = 3 42 Q S L H <2 V» Z 31» 3 Je-Este >2 CD *• *3'‘C Z» CD ° ° = Z* L « — 2D — 3 3 3 5 I 14 Hi • 43 .3 r ® 3 \ Zö i ß i 1 s Ä -3 3 w H 3 C O p K w O W 2 CD L 3 -O 3 »2 - 07 c ° 5 — _ ZD 3 >b-3 " 43 C = = 2 2 ? = S®2 ►g*t» ti) 43* 43 O M S ti) E L 5? s s -r io CD - 3 r- s '2 — c « S S JO « CJ s <3 r— Ä <-» e © 5 S c *§• N c ö o 3 4Z ._• Z.S c B 3 «- CD C c C 3 & -- T Z e — i >s c S-tr C5 c 42 2 c CD^ A SS ö *ö c CD 42 3 4LD a 2 -f 5 frJ .5‘q' -E o 3- Zs-.. 55 c* <-» v »b- c — SD S o CD « P -2 - cq = r "c p cc 2 n ••“ C ° CD c P 3 <* O ^s*E c «. «s- S - a-S* ZD O *-— o 3 5 V A -Z c?8s 2 3 - CD_ rs - 42 P '2 C rO'S'£ ö E <2 —• Ct c « N gi A L 3 <3 5 <5 - X CD X 3 M 2/ 20 C2 c< ZD •“* §. 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