Dienstag 14. April 1903 153. Jahrgang Zweites Blatt zHe heutige Kummer umfaßt 8 feiten. Dom Ballan. Wahlbcwegung. en» Aus 54 Lu Ober, halbjähriger land und der Türkei befielenben Beziehungen, daß die Türkei fast die gesamte, an der thessalischen Grenze befindliche Division zurückgezogen bat, uni die Truppe» in INare» öonien und Albanien zu verstärken. Wie aus Konsurntiriopcl telegraphiert wird, spielte sich dort auf der großen Perastratze ein Panik erregender Vor- fall ab. Bier Albanesen feuerten von einemWaaen aus mit Revolvern nach allen Richtungen, ohne mdes jemand zu treffen. Eine Militärpatrouille umringte die Albanesen und brachte sie nach Galatha ins Serail Dr Max König, der Zentrums-ReichStagskandidat des Wahlkreises Mainz-Oppenheim, wurde 1854 au Cber- Morlen in Lderhessen geboren. Nach einem halbjährigen Studium der Theologie im Priesterseminar widmete er sich dem Postsache. Er begann diese Laufbahn in Friedberg. Nack bestandener höherer Verwcurungsprüfung führte ihn sein Berus nach Berlin. Auch dort widmete er sich nebenbei noch dem lurisiischen Studium und bestand mit Auszeichnung die juristische Doktorprüfung. 1899 erfolgte seine Ernennung zum GÄ-b- Postrat und oortragenden Rat und im tepteu Zyii-ter wurde ihm das Prädikat eines Geh. Lber- po,rrats verliehen. vezuglpret»; monathcb75iW.,Diertel» tfihrhcb Mk. 2.20; durch 'abbole* u. Zweigstellen monothd) 60 'Ul.; durch diePost Aik.L.—vienel» läbrL au6ld)L BesteUg. Annahme von Anzeigen üx die laqeenummet 'te oonniUüflt 10 llhr. eilen pirie lokal 12'91* au6iDärtt 20 ibg. Heranlroorthd) Hhr den poliL und aQfletn. Teil U Witiko: tüt , Stadt und Uaiitr und Gerichtslaal' August Götz; tüx der, w zetaenteU Pan« Beck. 3 Disziplinargericht wurden 14 Studenten für rmner, jedoch ahne Verlust bei Rechts zum Antritt m andere Hochschulen, relegiert, gegen 7 wurdechre Relegatton bis zum 7. August 19ü4, gegen 14 bis zum August 1903 uusgesprock-en, 11 wurden, zum Teil mit, frum ^eü ohne Stellung eines Verweises zur Abteilung der treten Zuhörer verwiesen, 14 erhielten eine Rüge. Am 8. April wurden die Kanzlei und andere Raume der Universität wieder geöffnet. Wie jetzt sestgestellt wird war die unter Leitung desHllfsvereins für beourftige studierende stehewde Speiseanstait der Ort, wo sich unruhige KVPfe zur Br> s^echunL über Obstruktion und andere Ruhestörungen an Ter hochoffiziöse Konstanunopolllanische ,Lkdam" meldet, daß die d e u t s ch e R e g i e r u n g, von dem Wunsche beseelt, der Türkei einen neuen Beweis ihrer aufrich- tigenund herzlichen Bezie Hungen zu geben, den Mause rsabri ken Befehl erteilte, wenn notwendig, die Bestellungen der ottomanifchen Regierung vor k jenigen für Deutschland auszusühren. dem Umstande, daß die türkische Presse nur in den seltensten Fällen politische VlacbnciAcn veröffentlichen darf, erscheint die Meldung des ,^ti>anr' nicht bedeutungslos und jeben- salls daraus angelegt, irrige Vorstellungen über die Beziehungen Deutschlands zu der Psorte gerade in der jetzigen kritischen Zeit zu zerstreuen. Nach einer Meldung der „Frkf. 3tg." aus L-osta setzt die bulgarische Regierung ihre emsige Tätigkeit behuss Grenzsicherung fort. Oberst Christoph wurde zum Grenz- wacht-Fnspektor, speziell für die türkische Grenze, ernannt. Der Kriegsminister ist heute nach Küstendil abgereist. Weitere All) b Am ach un g en jollen bevorstehen, da Bulgarien an der 700 Kilometer langen türkischen Grenze alles in allem nur über 1200 Ricrnn und 300 Gendarmen gegen» über 10000 Mann der türkischen Armee verfügt. Ehdem Pascha, der Generalissimus im letzten griechisch-türkischen Feldzuge, wurde zum Ob er kom- m a n d i e r e n d e n der Truppen in der europä.fchen Türker ernannt Seit dem Tode Terwisch Pafchas vor zehn Zähren blieb der Posten unbesetzt Choem verbleibt in uonstanti- Wilhelln." Ter Namenszug besteht aus den Buchstaben ER, verschlungen, darunter befindet sich die römische Ziffer IX., über dem Ganzen eine Krone. — Nach einem Telegramm aus München sind dort Nachrichten eingegangen, wonach der Kaiser auf der Hinfahrt nach Italien in München eine Zusammenkunft mit dem Prinzregenten haben wird. — Ter „Reichsanz." meldet die Ernennung des bisherigen Ministerialdirektors Schulz zum Unterstaatssekretär der Dauabteilungen des Ministeriums der öffentlichen Arbeiten und des Oberbaudirektors Hinckeldeyu zum Ministerialdirektor in demselben Ministerium. — Ter Kommandeur der 6. Division, Generalleutnant o. Siebert, der frühere Gouverneur von TeutschOst» afrika, ist zur Disposition gestellt worden. — Die Trau er fei er für den verstorbenen Chef« Redakteur Köbner erfolgte auf dem Zwölf Apostel- Kirchhof. Unter dem Trauergefvlae bemerkte man den Ministerialdirektor Dr. Althoff, Geh. Leaattonsrat Dr. Ha-i mann, den früheren Finanzminister Hoorecht, Professor Dr. Lassar ic. Nach TrauergesLngen und der Gedächtnisrede widmete noch der Staatsminifter a. D. Hobrecht dem Verewigten einen ehrenvollen Nachruf. — Ein neues Defizit im Reichs ha us halt kommt zu Tage in der erst jetzt dem Reichstage vorgeleaten liebersicht über den Haushalt des vstafrikanlschen Schutzgebietes für 1900. Trotz des Reichszuschusses von 6 ,00 000 Mark ergiebt sich ein noch ungedecktes Defizit von 1 lätibaö Mark. Der Hauptposten bei diesem Defizit ist veranlaßt worden dadurch, daß nun auch die Schluß rate für bte Gijen* Lahn Tnnga-Korogwe um 456 397 M5 hat überschritte» werden müssen. m , Stuttgart, 13. April. Der Parteitag d er Sozialdemokraten Württembergs fand Ostersonntag statt. Aba Tauscher referierte über Landespolitik, Wasner Über Reichstagswahlen. Als Hauptgegner sollen Bauernbund und Zentrum behandelt werden. Gegen das Zentrum wurde eine Agitation durch besondere Flugblätter te* schlossen. Heute sprach Bebel vor 4500 Zuhörern über Zll- aris Handelsverträge, neue Heeresvorlagen, Steuerprojekte. Nr. S« d)riet täglich außer Sonnlag«. Dem G,ebener Anieiger werden tm Wechsel mit W- ftestzlche» Canbölrt Mi -letzener jamllien» tillMer uiermal In der Woche betflclegt. 2tzolanon«druck u. Verlag der Brüh l'lchen llnwerl.'Buch- iuSlein» bruderd (PiellchErdent Revaktton, Lroedino» und Druaereu Lchalftrabe 7. Ubrefle für Develchenr «u-etger •leben. 5fm1prtd)anld)lu6 'Hx. 51. Kculschcs £lrirt). Berlin, 13. April. Am Ofternwrgen mobiltte daS Kaiserpaar mit den in Berlin weilenden Kindern dem Festgottesdienste bei. Nach der Rückkehr ins Schloß fand eine Familien^Zrühstückstäfel statt, wobei als Osterzeichen eine große Silberschüssel mit gefärbten Eiern serviert wurde. Am Nachmittag machte die Kaiserliche Fwerhöriakell des Gelehrten sehr laut gesprochen. „Aber eine sehr einseitige, Majestät!" antwortete dieser. Beide lachten. Alle, die der kleinen Szene beiwohnten, hallen den Eindruck, daß sich der „gute Professor" prompt und geschickt aus der Affäre gezogen habe. Russische Unruhen. Der russische „Negierungsbote" meldet über die ätzten Petersburger Studentenunruhen: Schon gegen Ende Februar bemerkte man eine Erregung der Zuhörerinnen des weiblichen medizinischen In ft11u ts wegen der geplanten Abänderung des Prüfungsmodus. Die Erregung steigerte sich fortgesetzt und führte am 23. Marz zu einer unerlaubten Versammlung im Institut, an welcher etwa 600 Zuhörerinnen teilnahmen. Am folgenden Tage wurde das Znstitut dis auf weiteres geschlossen. T^s Disziplinargericht beschloß, 317 der Hörerinnen einen Verweis zu erteilen und 28 schärfer zu bestrafen, jedoch nicht zu relegieren. Als letztere, mit Ausnahme einer, der Aufforderung, beim Direktor zu erscheinen, nicht folgten, verfügte der Minister für Bvlksaufllarung, daß sie teils auszuschließen, teils zeitweise vom Institut zu entfernen feien. Am 9. April wurden die Vorlesungen wieder aufgenommen. _ Am 31. Mcärz betraten gegen uOO Studenten zusammen das llniversitatsgebäude und nahmen vor der Aula Aufstellung. Tie Mahnungen des Rektors sowie des Kurators des Lehrbezirks wurden mit äußerst groben und unanftän- biaen Protestrufen beantwortet Zn einer Versammlung verhandelten die Studenten darauf über die Vorgänge im weiblichen medizinischen Institut sowie über dem akademischen Leben durchaus fernliegende Fragen. Um weiteren Unordnungen vorzubeugen, wurde die Universität zeitweilig GietzeimAiizeiger ” General-Anzeiger v Amtr- und Anzeigeblalt für den Kreis Gießen Nach einer Petersburger Meldung des Lernberaer „Czas" hat in einer außerordentlichen Versammlung der Scmsttvos in Sudza im Gouvernement KurSk eine Demon- tration gegen die Regierung ftattgesunden. Die Versammlung lehnte es ab, an Stelle des auf Veranlassung des Ministers Plehwe seines Amtes entsetzten Semstwo-Präsi- benten Fürsten Dolgorucki eine Neuwahl vorzunehmen, und keine der VorstandSmllglieder wollte eine Kandidatur an» nehmen, damll die unverdiente Maßregelung des Fürsten Dolgorucki zur Kenntnis des Zaren gelange. Zn Rostow am Don brachen in dem Gefängnis Unruhen aus. Eine Slbteilung Gefangener steckte die Holz- pritschen in Brand. Die Insassen anderer Abteilungen chlugen die Türen ein und wollten die vergitterten Fenftcr aufbreeben. Erst nach Hinzuziehung von Kosaken konnte die Ruye wieder hergestellt werden. Lonbet auf der Reise nach Algler. Präsident Lonbet ist am 12. d. M. nach Marseille abgereift, von wo er feine Reise nach Algier antritt. In einem Gefolge befanden sich der Senatsprusident Falliöres, »er Minister des Aeußern Delcasss und der Marineminister Uelletan. Zn Marsellle traf man gestern vormittag ein. Zn der Präfektur empfing Präsident Loubet die Vertreter der Behörden. Der Bischof von Marseille hiell eine Begrüßungsrede, in der er erklärte, daß die Geiftlichkell in Jl ar feilte eine politisch tadellose Haltung einnehme und ich ihrer Pflichten umsomehr ergeben zeiae, als sie die Re- igion als ein für die Größe und Wohlfahrt der Nation notwendiges Element ansehe. Präsident Loubet erwiderte, die Aufgabe der Kirche sei, für den Frieden, die Brüderlich- tett und die Versöhnung einzulleten. Wenn sie diese Aufgabe in einer solchen Weise erfülle, wie in der Diözese 'Marsellle, so habe sie ein Anrecht auf die Achtung und Unterstützung aller guten Bürger. Nach dem Empfang sand in der Handelskammer ein Bankett statt. Loubet hielt eine Ansprache, in der er auf die günsttge wirtschaftlick-e Lage Marsellies hinwieS. Er hob hervor, daß die Handelslammer sich die Vermeidung ober Beilegung von Zwistigkeiten angelegen sein lasse, und fordert sie auf, in den Friedensbestrebungen zu verharren. Nach dem Festmahle wohnte Präsident Loubet den Uebungen der Turnvereine in dem Park Bar eich bei. Hier hiell Loubet eine Ansprache, in der er die Vereine aufforberte, in ihrer Tätigkeit, sich zu Verteidigern des Vaterlandes heranzubilden. Nicht nachzulassen, namentlich am Vorabend des Tages, wo die Herabsetzung der militärischen Dienstzell es noch mehr erforderlich mache, diese Armee zu stärken, welcher seine Syntpathie und (eine Hoffnungen angehörten, dlach Beendigung der Uebungen wohnte der Präsident der Preisverteilung bei. Später fand in der Präfektur em Diner in kleinem Kreise IllUt. ________ Gießen, den 11. April 1903. Betreffend: Ausländische Militär-LustballonS. Das Grohherzogliche Kreisamt Gießen an Wrofcfr. Polizetamt Gießen, die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden und die Gendarmerie- stattoueu des Kreises. Wir beauftragen Eie, Militär-LustballonS, welche in Ihrem Bezirke etwa künftig ausgefunden werden, unverzüglich an unfl abzuliefern. I. D.: Dr. Wagner. Krlrannlmachung. ES wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß die nach $ 6 deS Reichsgesetzes vom 21. Juni 1887 Über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden ermittelten Durchschnittsmarktpreise, einschließlich eines Auf- schlage« von Fünf vom Hundert, pro Monat März 1903 für den LieferungSverband Gießen pro 100 Kg. betragen: Hafer M. 17.00, Heu Mk. 6.80, Stroh Mk. 4.70. Gießen, den 11. April 1908. Großherzogliches Kreisamt Gießen- Dr. B r e i b e r t nopeL Wie verlautet, wird die russische Regicruna als Sühne für den Tod Schtscherbinas die Erlaubnis zur Errichtung einer monumentalen russ ischen Kirche und eines Klosters in Tscheschrne, _ Smyrna gegenüber, verlangen. 2o.«.;-lu|"t e^h.llr Rußland vorn ökumenischen Parriarchate iin g-ueree, letzterem gehöriges Terrain gefcheull. Es ist ein Zeichen der intimen, zwischen Griechen- ber Universllät versammelten. Mit Zustimmung des Verwesers des Ministeriums für volksausklärung wurde nunmehr diese Speiseanstalt geschlossen. Im Asyl für Obdackstosc in Petersburg kam es zu stürmischen Auftritten. Nachts hatten sich ungefähr 3uO Personen eingesunden, die sich aus den verschiedensten Gc- sellschaftsschichten retrutierten. Tas Gerücht, unter denselben befänden sich zwei Detektivs, rief große Erregung und Erbitterung hervor. Cs erhob sich ein furchtbarer Tw nullt. Sämtliche Ntöbel wurden demoliert. Alles lärmte und tobte und es kam au einer großen Schlägerei. In der Mhe stationiertes Mllitär war nicht imstande, die Muhe herzustellen. Schließlich wurde die Straße gesperrt und die Feuerwehr trat in Aktton, da durch herabgesallene Lampen Zeuersgesahr vorlag. Der Feuerwehr gelang es durch kalte Douchen die Exzedenten zu überwältigen und zur Polizei abzuführen. 2192 -ich Heyne, W Leuhard, Rlintf* 8ismarOrase_tz. reis« mer.Hao^6*' »dner 1745 gs-Hckänk. rnüschlaadS. titfbrauttt W. e® Pf.« ft1*« llo firl kommen. TO rossen Billige Preise. kSohn le letielüi ti Itiger Äuffül Ausland. London, 13. April. Wie aus Kapstadt berichtet wird, Cohen die englischen Behörden eine ganze Reihe Kisten beschlagnahmt, welche Bücher über den ©üb» afr i ka krieg enthalten. Brüssel, 13. April. Gestern wurde hier der 18. nationale Sozialistenkongreß unter Teilnahme von 592 Delegierten eröffnet. Unter den Erschienenen befinden sich Vertreter des polnischen Proletariats, der russischen und mehrere der französischen Sozialisten, ebenso der sozialistische Abg. in Luxemburg, Dr. Welser. An die sozialistischen Kongresse in Bordeaux und Budapest wurden Sympathietelegramme gesandt. Die Hauptpunkte, über die der Kongretz zu beraten hat, sind die Organisation der Sozialisten und die Forderung des allgemeinen und gleichen Stimmrechts. Nachdem die Hauptführer der Partei das Wort genommen, gelangte die Tagesordnung des Abg. Fournemont mit großer Mehrheit zur Annahme, wonach die Partei beschließt, den Generalausstand vorzubereiten, falls die Verkündigung desselben zur Erlang, ung des allgemeinenundgleichenStimmrechts -notwendig sein sollte. Als Termin für die Einbringung des Revisronsantrages in der Kammer wurde das Jahr 1904 bestimmt. Daris, 13. April. Der Marineminister hat die ^Schließung der für die Marinetruppen bestimmten Kachel len angeordnet. Ausgenommen sind die Kapellen in chen Gefängnisanstalten und Hospitälern. — Wie aus Lille berichtet wird, hat der Kriegsminister Beschlossen, einen Teil des Festungsgürtels nieder- fl e g e n zu lassen. — Der Dominikaner Gaffre erregte in der Teinits- Kirche stürmische Begeisterung durch eine Predigt, in der •er unter der Maske von Herodes, Pilatus und Judas -Charakterbilder von Loubet, Waldeck-Rousseau und Combos Michnete. — Infolge einer Beschimpfung, die der sozialistische Dbg. Walter in der Kammer gegen die Offiziere fror» -gebracht hat, haben zahlreiche Offiziere beschlossen, ,Walter zum Duell zu fordern. In verschiedenen Garnison- stadten wurde durchs Los bestimmt, wer von den Offizieren das Duell auszutragen hat. Bordeaux, 13. April. Gestern abend hielt Jaurös «fror mehr als 4000 Zuhörern eine Rede zur Begrüßung der Mitglieder des S o zi ali st en kon gre sse s. Jaurös kam dabei auch auf die D r e y f u s - Angelegenheit zu sprechen und erllärte, es handle sich um die Verteidigung der Menschlichkeit. Der Kampf gegen die Kongreganisten müsse bis ans Ende durchgeführt werden. Zum Präsidenten des Kongresses wurde Opperiani gewählt. Auf Antrag Jaurös wurde die Absendung eines Sympathietelegramms an die deut sche Sozialdemokratie beschlossen. In diesem Telegramm wurde die Hoffnung auf einen Sieg derselben bei den nächsten Reichstagswahlen ausgesprochen. — Die Frage der DusstoßungMillerands aus der Partei, über welche der Kongreß zu beraten hat, wurde eifrigst diskutiert. Angeblich wird fron 20 Delegierten die Ausstoßung Millerands verlangt. Madrid, 13. April. Aus Melilla (Maroceo) meldet ber Geralde": Die Verteidiger des Frajanakastells versuchten vergeblich einen Ausfall, mußten aber viele Tote und SBerrounbete zurücklassen. Um drei Uhr nachts sprengten die aufständischen Belagerer den Hauptturm und nahmen das Kastell, ein furchtbares Blutbad anrichtend. Die Verteidiger hatten fünfzig Tote intb zahlreiche Verwundete, darunter einen Pascba. Die Ueberlebenden fanden nach wilder Flucht Aufnahme in Melilla, wo die Verwundeten .in den Hospitälern untergebracht wurden. Die Nachricht .verursacht hier große Besorgnis, weil Bu Hamaras Herrschaftün Nordosten Mavokvos jetzt unbestrit ten erscheint. Neapel, 11. April. Der Minister des Deußern Pri- netti begab sich heute nachmittag an Bord des „Marcan- tvnio Colonna" nach Sorrento, um den Besuch des Reichskanzlers Grafen Bülow zu erwidern. Budapest, 13. April. Seit gestern tagt hier der Landeskongreß der sozialdemokratischen Partei, der fron 165 Gemeinden mit 188 Delegierten und '52 Organisationen mit 92 Delegierten beschickt ist. Zu den Beratungen sind besonders zahlreich rumänische, serbische und slovakische Bauern erschienen. Zu Ehren der Delegierten fand gestern ein Fackelzug statt. Agram, 11. April. Mehrere hundert kroatische Gauern griffen heute das Dahnstations-<^ebäude in Ca- bresitz an, rissen die aus Anlaß des ungarischen National- festes dort angebrachten ungarischen Fahnen be rab und verbrannten sie. Gendarmen vertrieben die De- gnonstranten, wobei einige derselben verwundet wurden. Athen, 13. April. Der deutsche Kronprinz und Prinz Eitel Friedrich kamen am 11. d. M. im Piräus an. Am Bahnhofe fron Athen wurden die Gäste front Könige, den Prinzen Nikolaus und Andeas, dem Minister des Aeußern und dem deutschen Gesandten in Athen empfangen. Der Kronprinz und Prinz Eitel Friedrich nahmen an der Ostermesse in der königlichen Kapelle teil. Gestern abend fand im Schlosse (skilcwiner statt. Der König überreichte dem ^onprinzen und dem Prinzen das Großkreuz des Erlöserordens. Bei dem Diner brachte der König in deutscher Sprache einen Trinkspruch auf die Prinzen aus, indem er seiner großen Freude über den Besuch Ausdruck verlieh, die er von ganzem Herzen willkommen heiße. Petersburg, 13. April. Der Adjutant des Fürsten von Bulgarien, Rittmeister Gantschew, ist hier eingetroffen. Der „Nowosti" zufolge überbringt Gantschew ein eigenhändiges Schreiben des Fürste n «an den .Kaiser, welches unter Bezugnahme auf die Schipkafcier die Ergebenheit und Dankbarkeit des bulgarischen Volles zum Ausdruck bringt. Newyork, 13. April. Der amerikanische Admiral Coghlan meldet aus Honduras, daß er den Schutz der dortigen Amerikaner dem deutschen Kanonen- boot „Panther" übertragen habe. — Nach einem weiteren Telegramm will der Da men krieg in Washington gar Tein Ende nehmen. Nachdem der Staatssekretär einer Freundin der russischen Botschafterin, Gräfin Cassini, welche bei ihr zum Besuche weilt, bat? Vorrecht verweigerte, als Angehörige der russischer, L ition bem diplomatischen Korps anzugehören, ist die russische Botschaft allarmiert, weil die Schwägerin des deutschen Gesandten Speck v. Sternberg, ob '-I ■' i' ~ ~ Aus und Land. Gießen, 14. April 1908. *' Personalien. Sc. Kgl. H. der Großherzog haben den Generalmajor z. D. und Flügeladjutanten a la suite o. Herff auf seinen Antrag von der Stelle als Ordens- kanzler enthoben und ihm in Anerkennung seiner langjährigen und treuen Dienste die Krone zum Großkreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen; ferner den Obersten z. D. Frhrn Röder v. Diersburg zum Ordenskanzler ernannt — Der Oberst z. D. Freiherr Röder o. Diersburg, sesther Flüqeladjutant, wurde als solcher unter die Großh. hessischen Ofsiziere ä la suite ausgenommen. — Wieder enthoben wurde am 2. April auf sein Nachsuchen Pfarrer Georg Groth zu Wingershausen von der ihm übertragenen evangelischen Pfarrstelle zu Romrod, Dekanat Alsfeld. ~ Personalien. Se. Kgl. H. der Großherzog haben am 28. März dem Beigeordneten der Stadt Darmstadt, Baumeister Ludwig Riedlinger, die Krone zum Ritterkreuz 1. Klasse deS Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. — Der durch die Stadtverordneten-Ver- sammlung von Darmstadt erfolgten Wahl deS Oberingenieurs Ferdinand Ekert zu Berlin zum besoldeten Beigeordneten von Darmstadt wurde die Bestätigung erteilt. — Der Oberlehrer in Alzey, Weißgerber, wurde zum Oberlehrer an der höheren Bürgerschule zu Alzey und zum Leiter derselben mit dem AmtStitel „Sieftor' und der Oberlehrer an der Realschule zu Gernsheim, Hof, zum Oberlehrer an dem Realgymnasium zu Darmstadt ernannt. — Der Sekretär und Oberbuchhalter bei der Staatsschuldenkasie, Rechnungsrat Sieger, wurde zum Sekretär bei der Landeskreditkasie unter Belastung des Charakters als RechnungSrat ernannt — Dem Sekretär bei der Ober-Rechnungskammer, Gutmann, wurde der Charakter als Regierungsrat verliehen. — Ernannt wurde der Kanzleigehilfe Rohrmann zu Darmstadt zum Kanzlisten bei der Ober-RechnungSkammer. — Erteilt wurde dem Hauptkastenkassierer in der Hessisch-Preußischen Eisenbahngemeinschaft, Harth zu Mainz, auS Anlaß seiner Versetzung in den Ruhestand der Chvrakter als „Rechnungsrat*. — In den Ruhestand wurde versetzt der Stationsvorsteher 2. Klaste in der Hessisch - Preußischen Eisenbahngememschaft, Hacker zu Armsheim. •* Die O stertage wären schöner gewesen, wenn nicht eine so froftige Temperatur geherrscht hätte. Im Freien konnte man sich nicht wohl ergehen. Die Osterhasen auf dem Felde froren auch und sprangen unlustig unter dem Schneegestöber, das ab und zu während der Feiertage sich eingestellt hatte, umher. Die Sonne lugte zwar ab und zu wieder hervor, aber ihre Strahlen erwärmten nicht. Dennoch war der Eisenbahnverkehr überall überaus stark. Die Züge waren oft überfüllt und erlitten dadurch meist erhebliche Verspätung. So hatte gestern abend der Schnellzug von Frankfurt, der in Gießen fahrplanmäßig 12 Uhr 30 Minuten eintreffen sollte, beinahe eine Stunde Verspätung. — Von überall her wird schlechtes Wetter gemeldet Vom höheren Vogelsberg schreibt man uns: „Grüne Weihnachten, weiße Dflem', diese Bauernregel hat sich diesmal vollkommen bewährt Am Ostersonntag war die Witterung noch schön und trocken mit etwas kaltem Wind, und Montag morgen lag auf der ganzen Erdfläche eine gleichmäßige Schneedecke in Höhe eines halben Fußes. Dazu schneit eS noch fortwährend weiter. Selbst die Vogel ziehen wieder an die Scheunen heran, vor die Fenster, auf die Miststätten usw., um Nahrung zu suchen. DaS Fahren auf den Landstraßen ist jetzt ein schwierig Ding, sowohl zu Wagen wie mit Schlitten. — Auch unser F r iedberger Korrespondent klagt über Regen, Sturm und Schneegestöber, die sich auf einmal nach der Nacht, da die Mondsinsternis war, eingestellt hatten. — Aus Darmstadt hören wir soeben telephonisch, daß dort heute, Dienstag früh 8 Uhr, fröhliches Schneegestöber herrsche. — In Fra nkf urt wurde bei einem Wirbelsturm am Zelt- zirkuS Maximilian, der seit SamStag Abend Vorstellungen giebt, ein Teil der Bedachung abgerissen. Ein Holzpflock stürzte in den Orchesterraum und traf zwei Musiker am Kopf, die von der Rettungswache in bewußlosem Zustand nach dem städtischen Krankenhaus verbracht wurden. — In Halle a. d. S. herrscht feit Montag morgen starker Schneefall. — Auch in Würzburg war nach kleinen Schneewehen am Sonntag abends bei 0 Grad starkes Schneetreiben. — In Marseille stürzte infolge des herrschenden Stnrmes auf dem Turnplätze ein Gerüst zusammen, wodurch neun Turner mehr oder weniger schwere Verletzungen erlitten. — Aus Budapest kommt die Meldung, daß der infolge anhaltenden RegenS angeschwollene Ternowafluß einen großen Teil der Stadt Csakathurn im Komitat Zala überschwemmte. Die Flußdämme wurden von Militär verstärkt. An der steyerischen Grenze wurde ein Eisenbahndamm fortgeschwemmt. Der Bahnverkehr ist unterbrochen. *• In unserem Stadttheater eröffnete am lustigen zweiten Ostertage ein ostdeutsches Operettenensemble einen Zyklus von Vorstellungen und zwar, wie wir gleich im Voraus sagen wollen, mit schönstem Erfolge. Der gestrige gut besuchte Abend brachte uns Millöckers an köstlichen Melodien- schätzen reichen und darum unverwüstlichen „Bettelstudent*. Außerordentlich, ja man könnte geradezu sagen: vorbildlich flott war das Zusammenspiel, das prächtige Einzelleistungen bot und stürmischen Beifall fand. Die beiden Studenten- partien gaben den Herren Sommer und Nolte hinreichende Gelegenheit, musikalische? und schauspielerisches Können zu zeigen. Beide besitzen schöne Stimmmittel und bemerfcnSrocrtc vortreffliche Schulung. Die Damen Stöger und Barth waren Komtessen von sehr vorteilhafter Erscheinung und pikanter Koketterie und trugen der Polinnen Reize mit Anmut zur Schall. Sie entzückten in gleicher Weise durch ihr sehr lebendiges Spiel, ihr heiteres und liebenswürdiges Temperament, wie dlirch ihre klangvollen unb reinen, höchst umfangreiche Stimmen. Da? Duett „Ich fetz den Fall* fand brausenden Beifall. Der Darsteller des Oberst Ollendorf, Herr Bruck, bot ebenfalls eine auch gesanglich recht annehmbare Gesamtleistung. Man sah's im Ganzen den Herrschaften auf der Bühne an, von denen wir noch bie Damen Schatz und Kaldern und Herrn Ganzert zu erwähnen haben: sie waren mit Leib und Seele, mit Kopf und Kehle bei der Sache. Man war im Ganzen höchst befriedigt unb die Stimmung deS Publikums war geradezu sestllch animiert. Herr Kaoellme.ster Schatz dirigierte mit Energie, Schwung unb Lebhaftigkeit und verstand e5, die wünschenswerte Einigkeit zwischen den Sängern und der Kapelle herzustellen. Di? Kostüme sind durchweg geschmackvoll unb elegant Man hat also eine köstliche Operettenauslese als pikante Nachspeise nach dem langen winterlichen Lustmahle zu erwarten. - Besihwechsel. Herr C. Helder, Restaurateur im Restaurant „Hohenzollern* an der Bahnhofstraße hier, en warb den „Römischen Kaiser" in Wetzlar mit sämtlichem Inventar rc. für 60000 Mk. Die Uebernahme erfolgt morgen bereits. **LandwirtschaftlicheAusstellung. Die unS von unterrichteter Seite mitgeteilt wirb, tagte am vergangenen Samstag unter dem Vorsitz bes Herrn Bürgermeister Stahl ber Bau- unb Plat^ausschuß für bie vom 10. bis 15. September d. I. ftattfinbenbe landwirtschaftliche Ausstellung, um sich über bie Platzfrage schlüssig zu machen. Ta man erfahrungsgemäß einen Raum von 8—10 Morgen vorsehen muß, kamen nur zwei Plätze in Betracht, unb zwar bie Marktanlagen an ber Rodheimerstraße, unter Zuziehung der angrenzenben Haubackscken Diese, ober ber jogenannte Trieb an ber Grünbergerstraße. Man war sich bewußt, baß ber erstgenannte Platz durch seine günstige Lage direkt an ber Stadt und bie nahe liegende Ausladestelle für das mit der Eisenbahn ankommende Vieh, für die Ausstellung sowohl, als für bie Stadt — einerseits — unbedingt den Vorzug verdiente; andererseits mußte aber zugegeben werden, daß durch bie unmittelbare Nähe der Schlachthäuser, sowie durch die bis kurz vor der Ausstellung auf diesem Terrain stattsindenden Diehrnärkte eine gewisse Gefahr der Verschleppung bezw. Ansteckung von Seuchen für das sehr wertvolle Ausstellungsvieh im Gefolge haben könnte, für die man die Verantwortung nicht übernehmen wollte. Außerdem besteht ber in Frage kommende Platz zum größten Teil aus tief gelegenen Mesen, bie bei cintrctenbcm Regen Wetter als Stallungen sowohl als auch als Aus- stellungsplatz nicht geeignet sein bürsten. So hat man sich nach reiflicher (^Wägung unb nachdem beide Plätze eingehend geprüft und in Augenschein genommen waren, irt Berücksichtigung der schönen freien Lage und der Ausdehn- unasfähigkeit, sowie des bereits vorhandenen planierten Bodens sich einstimmig für den Trieb entschieden unb beschlossen, dem geschäftsführenden Ausschuß denselben als den geeignetsten Matz zu empfehlen. ** Der Postpaketverkehr war, wie uns berichtet wird, diesmal wahrend der Osterwoche außergewöhnlich stark, namentlich in größeren Städten, wie Mainz, Cöln rc. Auch hier fuhr in den letzten Tagen der Woche morgens ein Paketbestellwagen mehr wie gewöhnlich Die Versendung von Dfterfarten bürgert sick immer mehr ein. Am Samstag vor Feiertag hatten gegen abend einzelne Geschäfte ihren Vorrat an Oster karten zum Teil ausverlauft. •• Rechtschreibung in der Schule. Die Ministerial- abteilung für Schulangelegenheiten hat am 27. März laufenden Jahres folgende Verfügung an sämtliche unterstellten Behörden gerichtet: Nach eingelaufenen Mitteilungen hat man an manchen Schulen die Absicht, bereits vor dem in unserem Amtsblatte vom 30. Dezember v. I. bezeichneten Zeitpunkte alle in der alten Rechtschreibung gedruckten deutschen Lesebücher außer Gebrauch zu setzen, bezw. nicht zum Gebrauch zuzulaffen. Eine solche Maßregel, welche der Absicht des angezogenen Amtsblattes direkt zuwiderlaufen und sowohl den Eltern der Schüler wie dem Buchhandel zum Teil recht erhebliche Geldopfer auferlegen würde, können wir nicht gut heißen. Wir empfehlen Ihnen vielmehr, für genaue Be- folgung der Bestimmungen vom 30. Dezember strengstens Sorge zu tragen. § Großen-Buseck, 13. April. Die älteste Einwohnerin unseres Dorfes, Frau Karoline Hunsinger, wurde gestern beerdigt. Sie hatte das seltene Alter von fast 95 Jahren erreicht. (!) Friedberg, 12. April. Die schon mehrere Jahrr geplante Verlegung deS Güterbahnhofs nach Fauerbach zu ist nun endlich ihrer Verwirklichung näher gerückt. Die Bahnbehörde hat dieser Tage größere Geländekomplexe erworben. Wie man hört, wurden bereits über 200 000 Mk. verausgabt und den Besitzern, da eS sich teilweise um Baugelände und sehr gutes Ackergelände handelt, bis zu 4 Mk X qm geboten. Z. Laub ach, 13. April. Die BahnstreckeLaubach- Mücke geht ihrer baldigen Vollendung entgegen. Gegenwärtig ist man mit den letzten Arbeiten am Oberbau unb mit dem Legen der Geleise beschäftigt. Auch die erforderlichen Stattonsgebäude sind soweit fertig gestellt. Außer den Stationen Freienscen und Stockhausen-Lardenbach wird in dem Wald zwischen hier und Freienseen eine Holzverladestelle errichtet, die möglicherweise auch dem Personenverkehr mit dem-Dorfe Gonterskirchen dienen soll. Eins hat sich schon jetzt gezeigt, die Hvlzpreise in den ausgedehnten Buchenwäldern Zwischen Laubach, Freienseen unb Weickartshain finb in diesem Winter um fast ein Drittel in die Höhe gegangen. Die größten Geländeschwierigkeiten der Strecke liegen zwischen hier und Freienseen. Eine hohe Eisenbahnbrücke führt über die Straße nach Schotten. Dor Freienseen war ein tiefer Einschnitt mit anschließendem Tunnel durch einen Basaltrücken, Stafft genannt, erforderlich, an den sich beim Eintritt ins Seenbachtal ein hoher Damm anschließt. Don hier aus bietet das Terrain keine erheblichen Schwierigkeiten; die Bahn folgt dem Seenbach an den Orten Lardenbach, Weickartshain, Stockhausen unp Flensungen vorbei bis Station Mücke an der Lberhcfsischen Bahn. Die neue Strecke hat eine Länge von ungefähr nur drei Stunden. Dio Eröffnung soll am 1. August erfolgen. Es besteht die Absicht, später den Verkehr der drei Teilstrecken Friedberg-Hungen, Hungen Laubach unb Lmbach- Mücke alS burck)gehend einzurichton. R.B. Darrn st adt, 14. April. (Privattelegramm des .Gieß. Anz.^) Ein beklagenSwettcr Unglücksfall ereignete sich gestern abend 6 Uhr auf der Nebenbahn Darmstadt- Arheilgen. Als der Zug 52 in die Nähe von Arheilgen kam, wurde der 3'-/,jährige Knabe der Witwe Korb von Arheilgen überfahren und getötet. Der Knabe spielte mit anderen Kindern ohne Aufsicht auf einem Sandhaufen in der Nähe deS BahngeleiseS. Als der Zug sich näherte- rutschte er auf das Geleise herunter und wurde von den beiden letzten Wagen erfaßt und zerstückelt. Vom Zugpersonal wurde von dem Vorfall nichts bemerkt. sä. Darmstadt, 14. April. (Privattelegramm deS .Gieß. Anz.^) Tie Leiche deS in der Nacht vom 5. zum 6. April durch den Eisengießer Braun auS Münster in einem Streite in die Gersprenz gestoßenen Pflasterers Müller aus EppettShausen wurde am SamStaq mittag nach längerem Suchen in der Gersprenz gelandet. Tie Leichensektion wurde in Anwesenheit der gerichtlichen Behörden und des Täters Braun m Münster am Sonntag oorgenommen. R. B. Darmstadt. 12. Apru. Der Heute abend ta Gerichtssaal. von Präferoefalz zum war Syndikus dieser Banken. Landwirtschast. 3*/t% Beiohsanleihe do. 3°/o 3*/ie/o Konsols lieber unreinen Teint do. Hessen . 102.95 . 92.40 . 103.95 . 92.45 . 101 45 . 101.20 . 103.90 3°/ö 3‘/t°/o 3-Vo Mexikaner . . 4,/tVo Chinesen . . Electric. ScLackert , Nordd. Lloyd . . Kreditaktien , . . Diskonto-Kommandit. Darmstädter Bank . Dresdener Bank . , Beniner Haodelsges. Oesterr. Btaatebahn . Lombarden • • • Gotthard bahn . , . LaurauQtte . . . . Bochum . . , » . 103.25 50.30 31.50 32 — 131.00 44.90 (uug im Aller, d. h. jugendsrisches Aussehen auch noch in den reiieren Jahren zu Haden, erreich! man dadurch, daß man die Hau! pflegt, sie zar: und geschmeidig erhalt, namentlich aber, daß man die Anwendung schlechter, fodafcharfer Seifen ver- meidet. Wer das Anliy immer hübsch,die Haut zart und irisch erhalten will, verwende Nir ietne Toilette ferne andere eife als Toerrng's Enleu-Seife. Preis per Stück 40 Psg. 2301 3'/,-6 Oberbessen . 4% Oesterr. Goldrente mit ihrem Manne rang, die Nase glatt abgeschnttten wurde. Der Mann hat im letzten Jahre bereits zweimal Selbstmord- Mainz, 1-». **+-*•*. eines sehr geringen Zusatzes . 26.00 . 92.10 . 98.20 . 98 00 . 212.50 . 190.10 . 14120 . 149.00 . 158.30 . 148.00 . 14.25 . 190.70 . 223.00 . 189.00 versuche durch Erhängen gemacht. Hanau, 13. April. Hier ist tn den Räumen der Kgl- Zeichen - Akademie eine Drucksachen - Ausstellung ^Ausstellung von Erzeugnissen der vervielfältigenden Künste) eröffnet, die, vom In- und Auslande reich beschickt, ein umfassendes Bild “ fijjjj*1' ufc* esse. Die anfangs in kleinerem Liaßstade gedachte Aus-l sdellung ist durch die reiche Beschickung zu einem Unter» Seb men großen ^tils geworden, dessen fruck-tbrmgende An- reaunaen iveit hinausgreifen werden über Hamrus Weichbild. Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Nach Mitteilung des statistischen Amts ist dieDolkszahl für den Stadtkreis Frankfurt am Main,^ unter Berücksichtigung der seit der letzten Volkszählung polizeilich gemeldeten Zu» und Abwanderungen, sowie des ent- sprechenden Ueberschusies der Geburten über die Sterbefälle am 1. April mit rund 3 06 000 anzunehmen. — In Frankfurt verschluckte eine Frau ihr falsches Gebiß. Es mußte im Heiliggeisthospital auf operativem Wege aus dem Magen entfernt werden. — Der ledige, 20 Jahre alte ^.ünchcr Geoeg Löb von Eberbach, der eine zweimonatliche Gefängnisstrafe zu verbüßen hatte, hat sich in seiner Zelle erhängt. — In Ludwigshafen fiel aus dem Fenster des zweiten Stockes das 2jähnze Söhnchen des Bierbrauer Josef Wegmann, Wörthstraße 25. Tas Kind starb gegen 11 Uhr an den Folzen des Sturzes. Um nicht herauszufallen, war der Meine an die Stuhllehne festgebunden. Sein 3»/, Jahre altes Schwesterchen löste jedoch die Befestigung und führte so un» schuldigerweise den Tod des kleinen Brüderchens herbei. Telephonischer Kursbericht. Frankfurt u. n.. 14. April 19l8. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Der Spaziergang der ton firmierten Mädchen bet Matthäusgemeinde wird auf Freitag, den 17. April ver- id)obcn. Zujammenlrinst um 12 lll>r. 4°lü Italien. Rente . , . 41/* % Portugiesen , , < d0/ Portog>osen. « , . < 1% C. Türken . . . Türkenlose . .... 4% Gnech. Monopol -Anl. 4llt% äussere Argentiner Serie 23. .. Märkte. fc. Frankfurt a. M., 14. April. (Telegr. Orig.-Bericht des .Gieß. Anz.-j. Anuliche Notierungen der heutigen Liehmarkt- preije. Zum Verkäme standen: 391 Ochsen, 131 aus Leit- reich, 35 Bullen, 2 aus Ocüreich, 453 Kühe, Fersen, Stiere und Ninder, 0 aus Leslretch, 130 Kälber, 113 Scha'e und Hammel, 1021 Schweine, 0 Siegen, 12 Ziegen-, 5 Schaflämmer. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht Ochsen 1. Qualität 70—72 Mk., 2. Qual. 64—62 Alk., 3. Qual. 64—66 Mk.; Bullen 1. Qual. 52 bis 64 . Stck. 75 Psg. und Mk. 1.95 i. all. Apotheke» u. Lrozute«. gabt. I. >4.roch, Hanau. ^8 Harpener ..... 186.20 '1 endenz: ziemlich fest. Amerika. London, 14. April. Die .Mornmg Post^ meldet c , aus Tanger vom 13. April: Der Sultan entließ alle m Fez — Dr. Heinrich B e l l e r m a n n, Profeßor der Muükwisien- oon ihm angestellten Europäer, ausgenonmien Kaid Niac. ycrmifditrs. • Lemberg, 13. April. Der zu 24 Stunden Arrest verurteilte Holzarbeiter flornaS zu PrzcmySl wurde rm Polizeigefängnis derart mißhandelt, daß er an den erlittenen Verletzungen starb. Eine strenge Untersuchung ist eingelenet. * Leopold Wölfling. Tie »Neue Fr. Pr.' meldet aus Genf unterm 19. April: Leopold Wölüing, der schon ziemlich deprimiert war, ist nun wieder guter Laune und voller Zuversicht, da die Verhandlungen mit seinem Vater und dem Wiener Hofe zu einem entgütigen Ergebnisse geführt haben. Tie " letzten Abmachungen zwischen den Anwälten des ehemaligen Erzherzogs und dem Vertreter der Großh. toskanischen Familie, Tr. Bachrach, enthalten folgende Punkte: Leopold Wölfling wiederholt in rechtsverbindlicher Form seine Nenunziaiion auf alle 'Jiechre und Ehrenoorzüge eines Erzherzogs von Leiterreich bezw. Grosser Erfolg - 2 goldene Medaillen in einem Monat, die goldene Medaille in Gent am 21. März und die goldene Medaille in Düsseldorf am 29. März 1903 erhielt Dr. W. Knecht’s med. Magenbitter „Säntis“. In beiden Ausstellungen wurde anerkannt, dass „Säntis“ unter den z Zt auf dem Markt befindlichen Bitterhkören die erste Stelle* einnimmt. Die Wirkung Dr. W. Knecht’s Magenbitter Säntis“ bei Magen- und I>arm beseh werden ist durch unzählige Atteste der hervorragendsten ärztlichen Autoritäten bestätigt. 2086 Preis: Grosse Flasche ä Mk. 2.50. Probeflasche Mk. L—, Hackfleisch vom Schöffengericht , urteilt. — Ter 27jährige Metzgerge^... . 'Dior Weis 53 Ml. Kuudengelder unlerichlagen und das Geld m der Gesellschaft von Schlfiern und Kellnerinnen verjubelt. Tas Gericht erlannle auf 50 Mk. Geldstrafe, die mit einer dreiwöchigen Unierfuchungshaft für kompensiert erklärt wurde. Berlin, 13. April. Ter verstorbene Rcichstcwsabg. 3u|h8- rat Munckel follle m dem Prozeß gegen die Direktoren der Pommerschen und Mecklenburg-Strelitzer Hypothekenbank, deffen Verhandlung in den nächsten Tagen beginnen follle, den Angeklagten als Verteidiger zur Selle stehen. Es ist nicht ausgefchlossen, daß Munckels Tod Anlaß bietet, die Verha,idlung zu vertagen. Munckel üt der Gr o sch. Seitenloge bis zum Schluffe bei, ivüijrenb die Fürstlich montenegrinischen und Gräflich Erbacli-^chon^ bergsckien Herrschaften in der großen Mittelloge Platz genommen hatten. Tie Oper war natürlich mit großem Pomp ausgestattet worden, und die drei Liebesromane Hoffmanns, die Jules Barbier mit aller Finesse für die Bühne „ver- arbeitet" hat, verfehlten ihre Wirkung nicht. Der lebhafte Beifall und mehrmalige Hervorruf gatt aber wohl nur der trefflichen Darstellung (Herr Wolf als Hoffmann, Frl. Sa pust, Olympia, Frau Kaschowska, Guicctta, ad. Dennory, Antonia und Frau Tolli, Niklaus) und der glanzvollen Ausstattung. Eine tiefere Wirkung hinterlaßt wber Offenbachs Musik noch der dramatische Inhalt des scheinlich nrrbe der König den Kaiser begleiten. Aer Besury Neapels sei definitiv ausgegeben. — Der Kaiser empfing den deutschen Kommissar für die Weltausstellung in
    gemacht und für alle Fälle gerüstet. . Hoftheater neu phantastischen Oper Erzaylungen"! Ncucste Wclviinlien. Originaldrahtmeldungeu des Giebcner «nzeiger». Essen (Nuhr), 14. April. Hier erstach der «eex osfizierS-Aspirant Hüßner den Fußartilleriste^ Hartmann wegen Verweigerung des GrußeS. Hußncq wollte deshalb den ihm gleichalterigen und bekannten Hart-^ mann zur Wache sistieren, waS letzterer nut Nücksicht auf bie, Bekanntschast verweigerte. Hartmann erhielt drei -Ltlche mitt dem Seitengewehr, von denen einer die Lunge durchbohrt« und seinen sofortigen Tod herbeiführte. Berlin, 14. April. In Berlin unt^Umgebung gingctr gestern und in der letzten Nacht mehrfach « ch n e e g e sl ö b e r nieder. - Zur Nom reife des Kaisers wird ae- meldet, daß die bereits fallengelassene Idee deS BcsucheS von Monte Cassino wieder ausaenommen sei. vochstwah^. ' Kaiser begleiten. Der Befuch 4\tH Oesterr. Biiberrente 101.10 4% Ungar. Goldrente. . . 102.70 einstudiert zur Aufführung gelangten Prinzen von ToSkana und unterfertigt einen Verzicht auf von Jaauart Offenbach „Hofsmanns die künftigen Erbrechte nach semen Ellern. Gr ver- »t 8 „ H v .. wohnten Se. König!. Hoheit der Groß - zichtet auf jede Apanage auS der Hof- und Staatsdotation Herzog mit dem Prinzen und der Prinzessin Heinrich unb aU| ;cbc Quote aus den Erträgnissen deS Familienfonds. " ■' ---------------—k Tie Ablegung der Offizierscharge, die Entlastung auS dem Heeresoerbande, sowie der Verlust der Orden bleiben aufrecht. Er behält seinen Namen Leopold Wölfling und erwirbt die Schweizer, eventl. eine andere ftemde Staatsbürgerschaft. Auch erklärt er, nach Oesterreich- Ungarn nie wieder zurückzukehren. Dagegen erhält er eine sofortige Auszahlung von 200000 FrcS. sowie eine lebenslängliche Apanage auS den Privat- Mitteln deS HauseS Toskana. Tas gesamte Jahreseinkommen Wölflings nach Abzahlung feiner Verpflichtungen wird, wie das Blatt erfährt, rund 30000 FrcS. betragen. Wölfling . bereitet feine Abreise auS der Schweiz vor, was man daraus Sarmitabt, 13. Sprit. Sie Burschenschaft Ich'-cht, b-ch Frl. Ad-nwm- b.e noch de, ihm in Montreux Germania" hat, veranlaßt durch die HuU>igungsdraht- weilt, ihre Schwester nach Genf berufen hat, um, wie eß ung der Ofen-Pester Studenten an den Reich^lMi^lQr Grasen . Ab'ch'.ed von deneloen zu nebmen. Bülow folgende Zuschrift gcridjtct: ------ - -----.... -, , ~ . „Mr hätten uns in Angelegenheit des ungarischen lllllüfr liniS llatiiriulUlL Cw X“ &»" und d°n ,u° sranzäsischen Miltlirmijsioll gingenAt»l S*» ' fiiinß „ni -willcnschast. " P°r". ". April. Bel dem Fohrrob.Stroßcn. Rciä)Stagsverhandlungen der jüngsten Tage bewegt. Mit C* I rennen Paris—Roubaix wurde der Teilnehmer BaroiS m dem Hc. se glauben wir, dag mannigfach sich aller- A t hen, 12. April. Bei den von dem Münchener Professor IDOn einem Automobil überfahren und ledenS- Deutschtums barbbte; wir glauben t>or allem, baß ber l(A nn .cn 1UIC |1C der englische Forscher Evans bei den Fundci» aus Longwy zufolge würbe ein Ehepaar unter bem Ver Schein einer Preisgabe jener 21/s btd 3 Millionen xcut* I öcin von ausgegrabenen Königspalast inKnoffoS aus Kreta ““ ” wv"* scheu Ungarns vermieben werden könne. Wir stimmen ^eckt hat,_________ ___________________________________ mit dem Abg. Schrempf darin überein, tx& durch solche- ---------- von uns gewünschtes Verhalten — das ja niemals sich irgendwie gegen den Bestand des ungarischen Staaies richtet — keine Gefährdung des Dreibundes eintreten tonne. Sind doch bie Magi-aren weit mehr beim wir auf denselben angewiesen, da sie andernfalls schließlich der slawischen H«t)flut überantwortet wären. , Treu unb ehrlich stehen wir beutsche Hochschüler zu Kaiser und Reich; aber nicht minber treu stehen wir auch zu unseren! Volksgenossen, soweit als die deutsche Zunge erklingt." •• AuS Rheinhessen, 14. April. Tie Mainzer Blätter, bie eine den Lebensgang eines höheren Offiziers betreffende Notiz dieser Tage veröffentlichen, welche wir leider in unsere letzte Nummer in gutem Glauben übernommen hatten, dürften, wie man uns von hochgeschätzter Seite rnit- teiU, einer bedauerlichen Mystifikation zum Opfer gefallen sein. Der erwähnte Offizier hat sich unmittelbar nach be- enbeter Schützest dem Militärfach gewidmet und ist nach ordnungsmäßig bestandenem Examen Offizier geworden. Io. Obersaulheim, 23. April. Ein hiesiger Landwirt, dem seine Frau wegen seiner Betrunkenhest eine Gardinenpredigt hielt, suchte ihr mit einer Sichel den Hals abzu- schneiden. Die Frau wehrte sich verzweifelt und der Strest endete damit, daß ihr, während sie am Boden liegend — Nach den Ermittelungen des heffifchen Landwirstchafts- rateS bctvug der Schaden, der im Jahre 1902 in Rhein- helfen durch die 9)1 auf cp läge verurfacht worden ist, weil über eine Million Mark. In einzelnen Gemeinden belief sich der Schaden auf 50 000—100 000 Mark. — Ter 1. Badische Ziegenzuchtverein Zuzenhausen hat sich zur Aufgabe gemacht, nur bie Saanenzlege in reiner Raffe zu züchten. Zu diesem Zwecke wurde bereits zweimal eine größere Zahl solcher Tiere direkt aus der Schweiz bezogen, das erste mal im Jahre 1895, das zweite mal 1899 und zwar im Ganzen 72 Stück. Außerdem werden jedes Jahr Zuchtböcke aus bester Raffe von dorr emgesührt- infolge dessen ist der Zuchtoerem in der Lage, für absolute Reinheit der Rasse jede Garantie übernehmen zu können. Die seit Bestehen des Zuchtoereins von diesem nach allen Gegenden Teuischlands verkauften Ziegen haben bie v „ ... _v._ Zahl von 500 bereits erheblich überschritten; im letzten Jahr allein umla^rnber©^^^ ber Leistungsfähigkeit ber graphischen I kamen über 60 Stück zum Versand. Der Vorstand des Zuchtoereins WMfommlungmil C«. wWWr von Elektromotoren Ui Bewegung gesetzt, orientieren über qu- Ungarn gemeldet wird, haben ine Saaten, insbesondere bie mannigfachen mechanischen Verfahren, Onginal-^ityo- Weizen, im Allgemeinen s ch 1 e ch t ü b e r w i n t e r t. Ebenso araphiesteine mit Abbrücken, stereotypierte Platten für Rota- trt burd) bcn [eyen WeUerumschlag die Obsternte beinahe gänzlich rion unb anberc Fachartikel sind zu einer lehrreichen Gruppt oei-niciuei. vereinigt. Tas städtische historische Museum zu Frankfurt — ' 1 a fflL hat eine wertvolle Sumustung hiftorisLer Vorsatz- unh UflkfbL ÖHlkSIUlltldiafL vaviere aus bem 17. bis 19. Jechrhunbert etngesandt. Auch yUHVtl UllV Sie Sonderaussbellung des Deutschen Buchgewerbeoer ems Bremen, 13. April. Die Generalver samm- Leipzig, bie bereits auf ber internationalen Ausstellung tun g des „Norbd eut scheu Lloyd" aenehmigte den in Turin wegen ihrer Scl)önheit Auflehen in Künstlerkreisen vom Präsidenten Gao Plate vorgelegten Geschäftsbericht unb erregt hat, ist eingetroffen. Eine große Gruppe historisä)er die Bilanz, unb erteilte Entlastung. Die Versammlung ge- Drucke unb Kunstblätter ist ebenfalls von großem Inter- nehmigte ferner den Antrag, aus ben Ueberschüssen bes ver- "" ror**s flossenen Jahres je 100000 Mk. als Grunbstock zur Bildung von Pensioussonds für bie Werkstüttenarbeiter bes „Norddeutschen Lloyd" unb für die auf den Lloydschisfen in den Weserhäfen beschäftigten Ladungs- und Kohlenarbeiter zu verwenden. Auf eine Anfrage teilte ber Generalbirektor Tr. Wiegand mit, baß dieses Quartal einen Mehr ertrag^ in ben Betriebsüberschüssen von reichlich 2 Mill. M k.! gegen ben gleichen Zeitabschnitt des Vorjahres ergeben habe. Das zweite Quartal verspreche ebenfalls recht gute Ergebnisse. Auf eine Anfrage nach den aus Neubauten sich ergebenden Schuldverbinblichkeiten des Lloyd erklärte Generaldirektor Dr. Wiegand, daß sich die Gesamtsumme der aus abgeschlossenen Banktontrakten sich ergebenden Verbindlichkeiten auf annähernd 23 bis 24 Millionen Mark belaufe. Diese Kontrakte erstreckten sich jedoch zum Teil auf Schiffe, welche erst in den Jahren 1903—1905 zur Abliefer- lung gelangen. Tie Zahlungen verteilten sich ziemlich gleichmäßig auf bie Jahre 1903 bis 1905, sodaß in jedem Jahre etwas mehr als die Hälfte der aus Abschreibungen und Reservestellungen verfügbaren Msttel dazu zu verwenden sei. Mst ber Frage ber Dividende habe dies nichts zu tun. — In ben Aufsichtsrat wurden Direktor Tr. Jordan, K. G. Kulenkampss und Generalkonsul Dr. Schwabach wieder- gewählr. Ausgelost wurden von ber Anleihe von 1883 die Serien 8 und 30, von 1885 die Serie 1 unb von 1894 die Wiefeck, bat 1L April 1908. 8182 Todes-Anzeige. Hiermit die schmerzlich« Nachricht, daß eS Sott dem Allmächtigen gefallen hat, unser innigstgeliebtsS Söhnchen Ernst heute morgen 81/, Uhr nach kurzem, schwerem Krarrkfein M die Ewtgkeü abzurusen. Die tteftrauerudeu Elterut Ludwig Weller und Frau, geb. Valentin. Heul- und PicklHulk 1692 lPrivatschule mit Pensionat) in Marktbreit a/Main. Die Vietfezengniffe berechtigen zum einjährig-fretwtll. Dienst. Aufnahme-Alter 10—16 Jahre. Prospekte durch J. Damm, Hektor. Technische Anim- unö AsbeKsabrikate Dichtungen für alle Zwecke, Schläuche jeder Art, sämtliche Bedarfsartikel für maschinelle Betriebe. 1463 Gebrüder Georg Pelepho« 249. vtSmarckstratze S. Für 8r«rn»hmdeßtzkr Große Auswahl Platten der schönsten und neuesten Ausnahmen soeben eingetroff. Carl Ramstock Uhrmacher und Optiker SelterSweg 2. [01683 Versende 80 Lt. Weißwein z. 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