Hrungen. M gkjctzt, spott> * %!:: - 8orftanb.1M tt W'-k!« 9t. Ul’ s Programm. Eintritt 50 Pig. WI; ffociiß. 128? I irten. ebruar, r: mmagsSUHransangend. age & Benvalieis Der , i (iflQ# 1 tzjrutt i e. 1W/„ । ne 6tHe"M,Vagln. en 8?n n ^gubelu, <Ä ««* age«' Lm-eve Zenluer ML Sva öW lee« SBeüDleuin ! «iS 1 M I , ilO 6» . ^leieriiuikv ^^’Titder Haie, tiro» e . 'neV"* r»ltenl° Äen 2 groß- Alas°uii°; i|d)tant mit 1 gtl)l)? 1 Partie 'ojgarren, itemgut, 3 ^,»aage, Bohnen, L, i Parlte S EE^Aiel"!. 4«JSA*** •n, s,m Ae- Sei genug»* yll ’ ’ Sab9to@Ü'„ SHS-H iqdu <.3^.— \ «in Mrtai^,, :(yt :re tißcrt. iiou fl0 Nr. 88 Zweites Blatt. 158. Jahrgang Samstag 14. Februar 1903 • rl^etel tä«Nch aufen 6onmag*. Den» <8iefcener Artiger »erben im Wechsel mH bem Kesstschev Landwirt bie Lietzener LamUiea« Hättet viermal in bet Woche beigelegt Rotutionlbrud u. öet* lag bet C t ö b l'sche« Ünn-ers.-Buch- a-Sleu»» bmdertt (Utetldj Ürben) Rebafnan, »rpebuwi und Drudereii Echnlftratze 7. Kbtefie Hh Depeschen, Anzeiger Sieben. gtrniprfd)anld)lu6 Wt 6L GietzenerAnzeiger ’J' General-Anzeiger w Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen OfuaHtflli monatlidpö *Uk ourteU idbrhd) T« 8.20, durch vlbbole* u. Arveigslellen monatlid) 60 ’UI.. durch dlePott Mk 8.— oieneU läbrl auslchi veileU-, Annahme oon Sn,eigen tüt di, iaye.nummet bi« permitiag« iO Uhr. ^eilrnptei« lokal HtN* •ufttvdil« TU th(^ Stiani r». eilt d). tÜi den poltL a. adgern teil V ÖJiltf• tüt ,eiabi und Uanb* und /toend)i«|aar feact Plato füt den Arn letuenietl von« t stelle _ p. Oppeln-Br onikowSN, £t v-om 2. Lst- Qfiat Jns>Negt., aus der Ostasiat. Besaßungsbrigabe ausgeschieben und im Inf.-Regt. Gras Bose (1. Thüring.) Nr. 31 angestellt. London, 12. Febr. Die aus Anlaß der Auffindung der Leiche eines Soldaten des ersten Bataillons der schottischen Garde in der Themse eingeleitete Untersuchung führte zu dem Ergebnis, daß seit Weihnachten nicht weniger als fünf Mann des genannten Bataillons verschwunden sind. Die Soldaten des 300 Mann zählenden Ba-i taillons benagen sich über schlechte Behandlung und schlechte Nahrung. Auslanö. Kopenhagen, 13. Febr. Dem augenblicklichen Besuche der Prinzessin Augusta unb ihres Stiefsohnes, des Prinzen Chlodwig von Hessen-PhilippSthal- Barchfeld, beim Könige von Dänemark wiro vielfach eine weitergehende Bedeutung beigemessen. Man meint, baß ber Bcsucy bes Prinzen Chlodtmg in einem Heiratsplane zwischen bicsern unb einer Tochter bes bänischen Kronprinzenpaares seinen (Stunb habe. Die Prinzessin Augusta ist eine Nichte König Christians, die Tochter seines ältesten Bruders, des Herzogs Friedrich zu Schleswig-Hol- stein-Sonberburg-Glücksburg; sie war bie vierte Gemahlin des Prinzen Wilhelm von Hefsen-PhilippSthal-Barchfeld, aus dessen zn-eiter Ehe mit der Prinzessin Juliane von Bentheim-Steinfurth der jetzt 26jährige Prinz Chlodwig stammt. Prinz Chlodwig ist Oberleutnant im Lcibgarberegiment zu Potsdam. Der Besuch dieser Gäste soll sich über acht Tage erstrecken. Brüssel, 13. Februar. Zum Beginn der heuttgen Kammersitzung, die letzte dauerte von 1 Uhr mittags bis heute morgen fünf Uhr, hielt der liberale Abg. Baudoin eine Rede, die sich auf Ziffern stützte. Hierauf erklärte der Ministerpräsident, die Ziffern des Abg. Baudouin seien wenigstens loyal, während die gestrigen Redner der Linken illoyale Ziffern vorgebradit hätten. Hierauf bricht auf der Linken em Sturm aus. Abg. Hymans ruft: Das ist eine Frechheit! Der Abg. Professor Hektor Denis ruft: Sie sind ein Lügner, Herr Minister! T-ie ganze Linke einsckließlich der Liberalen klatscht Beifall. Hierauf fordert der Ministerpräsident ben Abg. Denis auf, seine Bezeichnung zurückzunehmen. Dieser hält sie aber aufrecht. Der Präsident ruft Denis zur Ordnung. Janson ruft: Das Benehmen des Ministers ist jesuitisch! Paris, 13. Febr. (K ammer.) Binder (fonL) intet» pelliert die Regierung übet die Rolle, die der Minister und andere politische Persönlichkeiten in der Humbert- Cattani-Affäre spielen. Er wirft dem Ministerpräsidenten vor, daß er eine Ch a mä l e o n p o li ti k treibe. Et redet von Statistenrotten und netten parlamentarischen Pflanzen bei der Regierung. Ein Abgeordneter der Mehryeit wendet sich gegen Binder, den er einen Tar tusfe nennt. Binder beschuldigt die Mehrheit, zu einem Führet einen verdächtigen Menschen gewählt zu haben. Auf Antrag beschließt das Haus, dem Redner das Wort zu entziehen. Do Binder sich weigert, die Rednertribüne zu verlassen, bedeckt sich der Präsident und die Sitzung wird aufgehoben. Nach zehn Minuten erfolgt die Wiederaufnahme der Sitzung. Binder ist noch auf der Tribüne und wird vom Präsidenten Lockroy unter Androhung der Ausweisung auf gefordert, dem Willen der Kammer zu gehorchen. Binder will Einspruch erheben. Ter Präsident läßt ihn nicht sprechen, worauf Linder die Tribüne verläßt. Justizminister Balls erllart hierauf: Es ift das dritte Mal, daß ich über die Humbert- affäre interpelliert werde. Ich möchte wissen, ob in diesem Lande der Betrüger unb ber Dieb bas Recht hat, die ehrlichen Leute anzuttagen. (Beifall links.) Man warf mir vor, daß ich die Humberts nicht verhaftete, und wirft mir jetzt vor, daß ich es tat. Es handelt [ich jetzt darum, fest- zustellen, ob die Kämmer sich zur Verfügung der größten Schwindler des Jahrhunderts stellen wird. Prag, 13. Febr. Die „Narobny Listt" veröffentlichit einen ihr aus Prizrend zugegangenen Originatbericht über bie 3 u ftänbe in Macebonien, ber haarst raubenbe Details enthält. Die vielen von den türkischen Behörden aus ben Gefängnissen entlassenen arnau- tischeu Verbrecher verüben die schrecklichsten Greuel- ta ten. Nicht minder schrecklich haust das türkische Militär. Dasselbe erhält weder Sold noch Proviant und sucht sich durch lieberfäUe der Reisenden, die es beraubt, schadlos zu halten. Petersburg, 13. Febr. Nach einem Telegramm der Russischen Telegraphenagentur aus Port Arthur ist die auswärts verbreitete Meldung vom Tode der Kaiserin- Witwe von China an amtlicher Stelle in Peking unter dem 7. Februar für unrichtig erllärt worben. An biefem Tage empfing bie Kaiserin-Witwe das diplomatische Korps. Tanger, 13. Febr. Unter großem Zeremoniell wurde soeben in der Haupimoschee ein Brief beS Sultans, worin ber Sieg vom 26. Januar gepriesen wirb, verlesen. Laut bes Schreibens ist B u H a m a r a auf der Fluckst beim Durchreiten eines Flusses ertrunken. Araber oelachten beim Verlassen ber Moschee biese Nachricht, benn man erwartet für bie nädjfte Zeit einen neuen Kampf im Riatagebiet. Muley Arass Truppcnwerbung bei ben Rifskabyleri verläuft ungünstig. — Eine Melbung ber Agence Havas behauptet, baß es dem Prätendenten gelungen sei, in Fez einzudringen, wo er einige Stunden verweilte. Am folgeuben Tage habe eine Schlacht stattgefunden, in ber bie Truppen des Sultans geschlagen wurden und unter Zurücklassung mehrerer G.fchütze zum Rückzüge nach Fez gelungen se.cn. Der Prä.enocnt b: finde sich jetzt oicr Meilen von Die Kab./len in ber Umgegend von Melilla hatten ein Schreiben pes Prätendenten erhalten, in wcicl-em sie auf^e,ordert werden, Muley Arafa festzunehmen. Aas Stadt und Land. Gießen, den 14. Februar 1903. - Personalien. Durch Entschließung Großherzog, ttchen Ministeriums des Innern wurde der seitherige General- sekretär des Rheinischen Vereins zur Förderung des Arbeiterwohnungswesens in Düsseldorf, G. Gretzschel zu Darmstadt, mit Wirkuug vom L L MtS. an mit der Wahrnehmung der Dienstoerrichtungen eines LandeSwohnungsinspektors beauftragt. — Am 10. Februar d. I. wurde der Notar mit dem Amtssitz in Pfeddersheim Ferdinand Wil len büch er auf sein Nachsuchen in den Ruhestand versetzt. •* Oberhessischer Geschichtsverein. Prof. Dr. Höhlbaum hat, wie uns mitgeteilt wird, den Vorsitz im Oberhessischen GeschichtSverein niedergelegt und bittet auf diesem Wege, für den Verein bestimmte Sendungen nicht mehr an seine Adresse zu richten. -Kaufmännischer Verein. Am Montag, den 16. dS. MtS. sindet im Lass Leib der Vortrag des Herrn Gustav Möckel aus Berlin statt. Herr Möckel wird über „deutsche National-Denkmäler in Wort und Bild- sprechen. Der Eintritt ist für jedermann vollständig frei, worauf wir besonders aufmerksam machen möchten. — In den Gießener Familienblättern-, unserer Unterhaltungsbeilage, beginnen wir heute mit dem Abdruck des englischen Kriminalromans »Ein Einbrecher auh Passion- von dem bekannten Autor E. W. Hornung. Die autorisirte Uebersetzung stammt von F. Mangold. Wir empfehlen unseren Lesern das Sammeln der einzelnen Familienblätter, da die von uns erworbenen Romane zu den hervorragendsten litterarischen Werken der Gegenwart gehören. Verloren gegangene Familienblätter ersetzen wir, soweit der Vorrat reicht, gern. — Hessisch-Thüringische Staatslotterie. (Eig. Drahtb.) In der heutigen Ziehung siel die Prämie von 60 000 Mk. auf Nr. 50378, die zuletzt mit 20 000 Mk. gezogen wurde (nach Oldenburg). Ferner sielen 40 000 Mk. auf Nr. 50848, 10 000 Mk. '"auf Nr. 33842, 5000 Mk. auf Nr. 63193, 3000 Mk. auf Nr. 85109 41364, 2000 Mk. auf Nr. 89711 20033 94568 71388, 1000 Mk. auf Nr. 49126 23999 47638 48930 36100 66633 22594 61172 21729 91241. (Ohne Gewähr.) — Probealarmierung. Gestern, Freitag nachmittag, wurde der hier stationierte Hülfszug zur Probe alarmiert. Um 4 Uhr 46 Minuten traf von Butzbach eine Depesche hier ein, worin wegen Zusammenstoßens zweier Personen-Züge der Hülfszug mit 10 Mann zu Aufgleisungsarbeiten und 10 Mann zum Sanitätsdienst nebst Bahnarzt nach dieser Station gerufen wurde. Um 5 Uhr, also schon nach 14 Minuten, stand der Zug, bestehend aus Arztwagen, Mannschafts- und Gerätewageu, einem Personen- und einem Reservewagen zum Transport Verletzter, fahrbereit. Die befohlene Hülfsmann- schaft war ebenfalls zur Stelle. Der Hülfszug konnte schon 5 Uhr 13 Minuten, also Nach 27 Minuten, abfahren. In Butzbach wurde der Zug vdn zwei Mitgliedern der Königl. Eisenbahn-Direktion Frankfurt a. M. erwartet, welche unter Leitung des Bahnarztes, Herrn Dr. Schliephake, und des technischen Aufsichtspersonals Hebungen in den Hülfeleistungen vornehmen ließen, wie solche im Ernstfälle verlangt werden müssen. Ueber das rasche Eintreffen des Zuges und der Hülfsmannschaft, über die sichere und gewandte Ausführung der geprobten Hülfeleistungen sprachen die Herren Direktionsmitglieder ihre größte Zufriedenhrtt aus. Sehr dankend anerkannt wurde, daß die hiesige Garnison-Lazarett-'Verwal- tung, welcher die Depesche bezüglich der Probe-Alarmierung zugestellt worden, in sehr kurzer Zeit nach Entscheidung von Aerzten und Lazarettgehülfen, an den Bahnhof ihre Bereitwilligkeit zur Hülfe zu erkennen gab. — Bund deutscher Bodenreformer. Eine kleine, aber ausgewählte Schar von Männern war es, die sich Mittwochabend im Eafs Ebel zusammenfand, um einer Einladung des Bundes deutscher Bodenreformer zur ersten Vereinssitzung Folge zu geben. Nach einleitenden Worten des Einberufers Dr. Vogt erhielt das Wort Generalagent Schmidt, um über Bodenreform und Stadtgemeinde zu reden. Er führte des Längeren aus, daß es nach der Meinung der Bodenreformer aus den spezisischen Eigenschaften des Grund und Bodens — der Unvermehrbarkeit insbesondere — nicht angehe, diesen durch Spekulation übermäßig zu verteuern, und unes in klaren Worten den Zusammenhang zwischen Boden- wett, Spekulation und Wohnungsfrage nach. Er forderte ruf Grund der aus dem hohen Bodenpreis sich ergebenden traurigen Erscheinung zur Erwerbung von Bauland und zur Einziehung des Wettzuwachses durch die Stadtgemeinde auf. Seine Ausführungen, die jeder, der cs ernst meint mit den sozialen Bestrebungen unserer Zeit, bis zu einem gewiffen Grade ohne weiteres unterschreiben kann, fanden wohl- ricrbienten Beifall. Lebhaft gestaltete sich die anschließende ^diskussion. Oberbürgermeister Mecum berichtete von 'rem Stadterweiterungsfonds, und von Wünschen, die die neue Sauordnung hoffentlich erfüllt. Weiter hörte man durch ihn und durch Dr. I. A. Meyer, der die Gießener Boden- und Wohnungsoerhältnisse zum Gegenstände seiner besonderen Studien gemacht hat, von Gießener Bodenpreisen, von auch hier im Gange befindlichen Monopolbestrebungen aus den letzten Jahren. Ein Appell an die Anwesenden, den Bestrebungen unseres Stadtoberhauptes, soweit sie mit der Grund- und Bodenfrage, der Stadt- und Wohnungshygiene insbesondere Zusammenhängen, mehr Interesse wie bisher ent* gegenzubringen und auch zu sorgen für Richtigstellung falscher Uttcile über die Bemühungen, den sozialen Aufgaben der Stadt gerecht zu werden, fand warmen Anklang. Nach dem Verlauf der ersten Sitzung, die nut der Wahl eines Aus- schuffcS, beitchend aus Vertretern der verschiedensten Parteien, schloß, möchten wir dem Verein ein günstiges Prognostikon stellen. ** Der Landes-Lehrerverein hat seinem Obmann, Oberlehrer Backes auL Darmstadt, auS Anlaß seiner mehr als 20,ährlgen segensreichen und verdienstvollen Leitung des Vereins eine besondere Ehrung zu teil werden lassen. Der Dott'chlag, Photographien des Obmannes Herstellen zu lassen, fand bekanntlich unter den Lehrern Hessens Zustimniung, sodaß der Plan zur Ausführung kommen konnte. Die Bilder gelangen dieser Tage zum Preise von 4 Mk. zur Verteilung. Im Anschluß an diese Ehrung soll später eine „Backes- Stiftung- inS Leben gerufen werden und zu gemeinnützigen und wohltättgen Zwecken im Jntereffe des Lehrerslandes Verwendung finden. - Berichtigung. In unserer heuttgen Unterhaltungsbeilage muß es in der Ueberschttst des ersten Kapitels heißen: »die Iden des März.- Mainz, 13. Febr. Ein Automobil, einem Herren auS Mainz gehöttg und von diesem auch selbst geleitet, überrannte gestern Nachmittag auf der Wiesbadener Chaussee in der Nähe der Biebttcher Blockhauswache das Pferd eines Artillerieoffiziers. Durch den starken Anprall des Auto's wurde das Tier so schwer verletzt, daß dasselbe wohl dienstuntauglich werden wird. Der Unfall, der für den Autobesitzer etwas kostspielig werden dürfte, wurde durch allzurasches Fahren veranlaßt. Das Pferd soll einen Wett von 5000 Mk. haben. — Heute Früh 4 Uhr wurde ein Rangirer in Bischofsheim von einer Lokomotive erfaßt und gegen einen Waggen geschleudert. Er trug lebensgefährliche Verletzungen am Kopfe davon und hat mehrere Rippen gebrochen. Er wurde mit einem hierherfahrenden Güterzug in das St. Rochusspital verbracht. Der Mann stammt aus Klein-Winterheim und ist verheiratet. Frankfurt, 13. Febr. Äe im Hause Bethrnann- straße 19 bei einem verwittweten Beamten bedienstete Haushälterin Anna Orden aus Kreuznach versuchte sich gestern Abend gegen 7 Uhr mit Pikrinsäure zu vergiften. Sie hatte sich die Säure in einer Apotheke zu verschaffen gewußt. Als sie Schmerzen verspürte, lief sie zu ihrem Herrn und beichtete. Die herbeigerufene Rettungsgesellschaft traf die nöthigen Gegenmaßnahmen und brachte dann die Lebensmüde ins städtische Krankenhaus. Das Motiv zu dem Selbstmordversuch soll unglückliche Liebe sein. Kleine Mitteilungen aus Hesse nund den Nachbarstaaten. In den Kirchen zu Grüningen und Holzheim wird, wie man uns schreibt, nächsten Sonntag nachmittag bezw. abend der Organist und Orgelvitttuose Aus der Wiesche, ein Blindgeborener, gemeinsam mit der Kirchenkonzertsängerin Anna Wente aus Hannover geistliche Musik- aufführungen veranstalten. Gerichtssaal. fh. Gießen, 13. Febr. Die S tr a f k a m m er verhandelte heute als Berusungsmstanz gegen den Viehhändler Julius D. von Watzenborn wegen Diebstahls. Angeklagter, der bereits vorbestraft ist, war vom Schöffengericht zu 10 Dagen Gefängnis verurteilt und focht das Urteil an, weil er freigesprochen sein wollte. Der Tatbestand, welcher der Anklage zu Grunde liegt, ist kurz der folgende. D. hatte auf dem letzten Gießener Pferdemarkt, dem Pferde- nretzger Köster do» Remscheid einen Gaul für den Preis von 60 Mk. verhandelt und das Geld dafür erhalten. Der Käufer band das Tier an und besorgte noch weitere Geschäfte auf dem Markt. Diesen Umstand benutzte D. und verhandelte das Pferd noch einmal und zwar für den Preis von 80 Mk. D. entschuldigt sein Tun damit, daß dies ein Handelsgebrauch sei. Köster bekam nun statt des Pferdes, den bezahlten Kaufpreis zurück. Wie der Angeklagte behauptet, habe er dem K. den Mehrerlös von 20 Mk. auch angeboten, was dieser aber bestreitet. — Die vor der Strafkammer vernommenen sachverständigen Zeugen ettlären, ihnen sei von dem Handelsgebrauch, wie ihn der Angeklagte als bestehend vorschütze, nichts bekannt. Der Gerichtshof hob das ergangene Schöffenurkeil, was das ettannte Straf,naß anlangte, auf und verurteilte den Angeklagten wegen,Diebstahls anstatt zu 10 Tagen zu3WochenGe- sängnis. — Ein grober Aertrauensbruch, begangen an seinem Brodherrn, hat den 22 jährigen, wegen Diebstahls bereits ein mal mit 3 Wochen Gefängnis vorbestraften, Metzgerburfchen Ludwig H., aus Matt-Redwitz in Bayern, wegen schweren Diebstahls auf die Anklagebank gebracht. Ter Angeklagte ist geständig, dem Metzger- meister H. Muller in Scholten, bei welchem er feit dem Juli v. I. in Arbeit war, Wurst, mehrere Flaschen seiner Liköre und verschiedene Geldbeträge, deren Höhe er nicht genau angeben kann, entwendet zu haben. Um das baare Geld aus der Ladenkasse, ans einem Buffet und aus einem Pult an sich zu bringen, hat er sich falscher Schlüssel bedient. Der Angeklagte hat das Verbrechen ohne Not verübt; denn er erhielt außer freier Wohnung und Kost pro Woche 8 Mk. Lohn, er hat die fortgesetzten Diebstähle begangen, um in Schotten den noblen Mann zu spielen. Durch die großen Ausgaben des Gesellen wurde der erste Verdacht bei dem Meister erregt und dieser schaffte sich dann durch abgezählte Geldbeträge in feiner Kasse die Gewißheit, daß er im Hause einen Dieb beherberge. Meister Müller erklärte als Zeuge vor der Kammer, der Angeklagte muffe ihm hunderte von Mark genommen haben, er könne nicht sagen wie viel, weil die Kontrolle zu schwer sei. Der Gerichtshof billigte dem Angeklcigten wegen feines jugendlichen Alters und weil er von vornherein der Tat geständig gewesen sei, mildernde Umstände ru, ohne die auf Zuchthaus hätte anerkannt werden müssen. Der Angeklagte hat aber einen groben Vertrauensmißbrauch begangen, bei seinem auskömmlichen Lohn lag ferner keine Notlage vor, schließlich sei zu berücksichtigen, daß die gestohlenen Geldsummen im ganzen sehr erheblich waren. Tas Urtell lautere auf 8 Monate Gefängnis. Der Staatsanwalt hatte 1 Jahr Gefängnis beantragt. Kunst und Wissenschaft. — Der Maler Professor Wilhelm Trübner in Frankfurt a. M. hat einen Ruf an die Karlsruher Kunstakademie erhalten. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. München, 13. Febr. Wie die „Münch. Allg. Ztg." erfährt, beabsichtigt der'Magistrat der Stadt München, die 4proz. Stadt- a n l e i h e^von 1890 im Restbeträge von Matt 7 7 5 0 0 0 0, sowie die 4proz. Stadtanleche von 1894 im Restbeträge von Mk. 14,850,000 m eine 3'/,p roz. Anleihe zu koiivertiren. — 4proz. Mainzer Stadtanlcihc von 1891. Die Stadt Mainz beabsichiigt, ihre 4prozentige Anleihe von 1891 im ursprünglichen Betr age von 5 Millionen Matt, deren verstärkte Tilgung und völlige Heimzahlung feit 1900 zulässig ist, in eine 3* rprozenkige Anleihe zu konvertieren, zu welchem Zwecke sie eine beschränkte Submission veranstaltet. Tie Sächsische Bieh-Bersichcruugö-Bauk in Dresden, hat ausweislich ihres Rechnnngsabjchluffes auch tm Jahre 1902 Anerkennenswertes geleistet. Bei einer Prämien-Einnahme von Mk. Mk. 913 071.80 wurden für Schäden infl. Erlös M. 724 428.50 vergütet und die schuldenfreien Reserven betrugen Ende 1902 netto 323 462.24. Im ganzen wurden seit Bestehen der Bank bis Ende 190- über 10 ° . Millionen Mark netto für Schäden ausge- Äaf)lt, eine Leistung auf dem Gebiete der Viehversicherung, für die 1 ober Kommentar überflüssig erscheint. Ihre Ettolge verdankt die Sächsische nicht in letzter Linie der Einrichtung der „festen Prämie". , Märkte. (dienen, 14. oebr. Mark tbe richt. Auf dem heutigen Wochenmarkt ^'tter pr.Pfd. 0,85—1,00 Mk., Hühnereier 1 St. 7—8 Pfg., - 00—00 P!dv..Gänseeier . 54-60 Pfg., Ochsenfleisch pr. Pfund «>1 <6 L-'g., Kuh- und Rindfleisch pr. Pftmd 60—66Pig„ Schweine- Tlcucn vr. -L'und 66—76 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfmid .0 Tsig-, Kalosieisch pr. Pjd. 66—72 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund 52—72 Pfg., Kartoffeln pr. 100 Kgr. 6,50—7,00 DU., Wei^raut per Stuck 00—00 Pfg., Zwiebeln pr. Zentner 6,00—7,00 TH., Milch per Liter 18 Pfg. Aepfel per Psd. 0—00 Pfg., in Körben 00—00 Pb» Trauben 00—00 Pfg. Neueste Meldungen. Originaldrahtmeldttngen des Gießener Anzeigers. K B. Darmstadt, 14. Febr. Die Wahl der Sonder- ansschüsse für die Regierungsvorlage, bett. Abänderung des Wahlrechts, nnd für den Antrag Haas und Gell offen, betr. Reoisioa der landstäudifchen Geschäftsordnung, konnte in der gestrige» Sitzung nicht vollzogen werden, well unter den Parteien leine Verständigung zu stände kam. Die Wahl wird am Dienstag auf die Tagesordnung gesetzt werden. Ferner kommt am Dienstag der Antrag Häusel, betr. die Hohe der Mietseutschäd igoug für ticnft- Wohnungen der Staatsbeamten, zur Verhandlung. R. B. Darmstadt, 14. Febr. Ter Kre.sbauütspekwr in Alsfeld Albert Plitt wurde zum Kreisbauinspektor in Erbach ernannt. Berlin, 14. Febr. Der Kaiser bringt der für den 7. März geplanten Huldigungsfeier der deutschen A u t o m o b i l i st e n , die er auf der Schloß-Terrasse stehend abnehmen wird, großes Interesse entgegen. Der Herzog von Ratibor wird dem Kaiser ein Album mit Phowgraphieen sämtlicher Teilnehmer an der Feier überreichen. Bis jetzt sind über 200 Wagen aus allen Teilen Deutschlands angemeldet. Der Protektor der Automobil-Ausstellung wird dem Erüffnungsdiner im Kaiserhvf beiwohnen. Die vom Kaiser für das germanische Museum der Her- vard-Universität in Boston gestifteten Kunstschätze sind nach dem Bestimmungsort angegangen. Die feierliche Eröffnung des Museums soll erst nach ihrem Eintreffen erfolgen. — Im Neuen Theater tourtfi gestern der vier- aktige Schwank „Der reine Mann" von^ Felix Do ermann mit äußerem Heiterkeitserfolg aufgeführt, der aber nicht von Dauer sein dürfte. Geestemünde, 14. Febr. Auch der Fischdampfe^. „Uranus" ist von ferner letzten Ausreise incht mehr zurück- gekehrt und, gilt als verloren. Die Zahl der in diesem Jahre verloren gegangenen Geeftemünder Fischdampfer steigt damit auf 5 Schisse mit insgesamt 5 2 Mann Besatzung. Paris, 14. F-ebr. Der Mörder des Wormser Arztes Tr. Oden stein mürbe von Tobsucht befallen und einem Irrenarzt zur Beobachtung überwiesen. Itzehoe, 14. Febr. Adjutant Leutnant Raecke vom 9.Felbartillerisregiment wurde gestern infolge Scheuwerdens seines Pferdes gegen einen Baum geschleudert und an Kopf und Armen schwer verletzt. Genf, 14. Febr. Lachenal empfing eine Deputation Genfer Bürger, welche ihm ihre Anerkennung für die Umsicht und den seinen Takt, mit dem er die Angelegenheit der Prinzessin Luise geführt habe, ausdrückten. — Bon bestinformierter Seite wird versichert, daß die demnächst hier eintreffende Großherzogin von Toscana die Prinzessin Luise nach Oesterreich mitnehmen werde, wo sie ständigen Aufenthalt nehmen und ihre Niederkunft abwarten wird. — Leopold Wölfling wurde in Nyon von Dr. Martin empfangen und machte sodann seiner Schwester einen anderthalbstündigen Besuch. Die Begrüßung der beiden Geschwister war äußerst herzlich. Genf, 14. Febr. Die Prinzessin Luise soll sich bellagt haben, daß Le Metairie in unmittelbarer Nähe Irrsinnige beherbergt. Ihr Aufenthalt in dem Etablissement werde nicht von langer Dauer sein. Die Prinzessin hat sich durch ihr einfaches und freies Auftreten rasch die Sympathien t-er Bevölkerung 9!yons erworben, wo sie oft Einkäufe macht. Die Direktion von Le Metairie ließ erklären, die Prinzessin habe G i r o n n i ch t e m p f a n g e n. Es wird in Abrede gestellt, daß die Prinzessin von irgend einer Art Hysterie befallen ist. Graafreinet, 14. Febr. Chamberlain er* klärte als Antwort auf eine Ansprache, er erwarte von der holländischen Bevölkerung den Beweis der Loyalität, indem sie die ?Boreingenommeicheit gegen diejenigen Holländer fallen ließen, welche sich bereits früher den Engländern an» geschlossen haben. Telephonischer Kursbericht. 3*/i% Reicheanleihe . . 103.— 3% do. ... 93.10 3Vt°/i Konsole .... 103.— 3% do......93.05 3 %% Hessen .... 101.25 8 % Oberhessen . . . 100.50 4% Oesterr. Goldrente . . 103.35 4‘/.% Oesterr. bilberrento 101.35 4% Unzar. Goldrente . . 102.10 4«/. Italien. Rente . . . 108.90 4*/2% Portugiesen . . . 51.60 Portugiesen.....32.55 1% C. Türken . ... 3040 Türkenloso......134.00 4°/o Orieoh. Monopol.-Anl. 45.90 4ll,% äussere Argeniiner 8u/o Mexikaner . . . 26.00 47r% Chinesen .... 92.95 Electric, tiol ackert . . . 101.00 Nordd. Lloyd . . . . 98.50 Kreditaktien . ... 218.70 Diskonto-Kommandit. . 197.90 Darmstädter Bank . . . 142.00 Dresdener Bank .... 151.00 Beräner Handolsges. . . 162.00 Oesterr. Staatsbahn . . , 149.40 Lombarden .....15.70 üotthardbahn .... 181.80 Laurabütte......219.90 Bochum . .... . 185.10 Harpener ..... . 173.50 Tendenz: still. Gin moderner Großbetrieb. Wer in Berlin nachmittags um 4 Uhr durch Oie Lindncrstraße fährt, sieht m bev Nähe des Kammergerichts einen dichten Menschenstrom auf die Straße fluten. Alltäglich hört man dann in der Straßenbahn die Frage: „Was ist das?" die Antwort: „Die Versicherungsgesellschaft Victoria" hat regelmäßig ein Staunen zur Folge. So gewaltig hatte der Frager sich deu Betrieb der Gesellschaft nicht vorgesiellt. Verlassen doch 1000 Bureau-Beamte das Direktions-Gebäude. Reine deutsche Versicherungs-Gesellschaft hat auch nur aimähernd einen jo großen Betrieb. „ Die Gesellschaft nimmt täglich ruud */t Millionen Matt ein und reguliert 100 Schadens- oder Todesfälle. Ihr Vermögen in einer Goldmasse vorgestellt, wiegt mehr als ein feldmarschmäßig ausaexustetes Infanterie-Regiment. Ihre Volksversicherung ist in Berlin mit seinen Vororten so verbreitet, daß jeder zehnte Mensch der Bevölkerung Groß-Berlins bei der Victoria versichert ist. 1895 bezog die Vietoria das neue Gejellschaftsgebäude, das für mindestens 10 Jahre ausreichend jein sollte, 1897 war em großer Anbau nötig, und jetzt wird auf 3 anstoßenden Grundstücken wieder ein großer Erweiterungsbau aiisgefühtt. Großbetrieb ist auch die Parole rm VersichermigSwefen!575 Dr HoniTuel’rt 5410 nur in Flaschen mit eingeprägiem Namen ist 11U.L j{aematogen echt. Warnang vor Fälschung WaHai* m Pillen noch in Pulvcvform noch mit Kakao W (jtlül gemischt, sondern Dolz, Hoflieferant, Darmftadt. werden Seidenstoffe, die künstlich hoch beschwert sind. Solide, gute Qualitäten für Ball, Gesellschaft, Brautkleider liefert das bekannte Seiden- vcrsandthaus David- 967 -s,nb- au"b 8t’ 9 i“ ktaiide kam ««•ikauag (tjl4t krhaiidlullg. ‘»soauuiipett,, für teil "rdeut chen ^i-stch„d C‘*l Ä ®e“WiiubS an. S*1*“« Hirb 7«- Tie #otn euin der her. ^^unstschützo en. Die feierliche ihrem Eintreffen gestern der vier. >on Felix Doer. sgesührt, der aber der Fischdampfer W mehr zurück- der in diesem Ftschdampfer steigt iun Besatzung, s Wormser Arztes fallen und einem ■ er erwarte von der -er Loyalität, indem lejenigen Holländer den Engländern an» ^bericht 26.00 “Be ' 92.95 aeeeD. . ' ' ' 101.« W«w. • ■*„ )yd • • . 218.70 eQ • AÜ ' 197.« xommaniit. . * ; er Bank • ' ' $$ Bank . . • landelsge«. • itaatibahn - • ' ^ 70 in • • * ' ' 181.80 iahn . ■ ' ' , 219.90 !S. - ' ' ' 185.10 ,.<■*' . 173.50 =eSiT^iHs in2,611 L. mähe des :-AOs iUc. Mmak'Z t"1 L ii«td w Llautllc'^ j-e«- ? “ bcf«l,l,le oa»i6‘ DOCl) mSSS Arbeitsnachweis der Stadt Gießen «arteustraß« 2 lBürgermetstereigebäude) 8immer »r. 14. Der ArbeitSnachwei« dal die Sidqobe, -wachen Slrbritgebern und Arbeitnehmern (flrbdtere jeglicher tlrt, Dteustbole» nab Lehrlinge«) unentgeltlich Arbeit -u vermitteln. An den Werktage« von 8 bi« 1 Uhr und von S bi« 6 Uhr geöffnet. SS können eingestellt werden: 1 Sattler nach auswärts, 1 Schneider, 1 Schreiner, 1 Schreiber zum Abschreiber, einer wiffenschaltl. Arbeit, 3 Hausburschen, 1 Ku echt, 8 landio. Arbeiter, 11 Dienstmädchen für sofort, 2 Dienstmädchen für 1. oder 15. März, 2 Dienstmädchen für 1. oder 15.April, 3 Hausmädchen, 1 Köchin, 2 landwirtschaftl. Mägde. Lehrlinge: 2 Bäcker, 1 Buchbinder, 1 Friseur, 1 Kaufmann, 1 Schneider, 1 Schuhmacher, 2 Wagner, 5 Schlaffer. SS suchen Arbeit: 1 Buchbinder, 1 Metalldrcher, 1 Glafer, 1 Lackierer, 1 Sattler und Tapezier, 3 Schlosser, 10 Hausburjchen, 3 Knechte, 8 Kutscher, 4 landwirtschaftl. Arbeiter, 3 Daglöhner, 4 Dienstmädchen, 1 Kmder- fräulein, 4 Laufsrauen, 1 Laufinädchen. Lehrlinge: 1 Gärtner, 1 Weißbinder, 2 Kaufleute, 9 Schreiber. Holz-Versteigerung in den Walbungkn der Hem indc Wi »eck. Freitag, den 20. Februar 1903, vormittags 10 Uhr beginnend, sollen in den Waldungen der Gemeinde Wieseck in den Distrikten Blockswald und Dornoch versteigert werden: 23 Eichenstämme mit 5,16 fm 40 Nadelstämme „ 11,59 „ 1 Eichenstange „ 0,7 „ 665 Mdelstangen „ 22,50 „ 65 rm Buchen-Scheitholz 18 „ Elchen- „ 18 „ Nadel- 58 „ Buchen-Knüppelholz 49 „ Elchen- „ 30 „ Nadel- 2450 Buchen-Reisig 4310 Elchen- „ 500 9ladel> „ teilweise Durchforstung 15 rm Buchen-Stockholz 8 „ Nadel- Die Zusammenkunft ist am Dörrloch, an der Straße kothacr FcumkrsiWiijirbiinf ans ElWseilizkkit. Im Jahre 1821 errichtet. Nach dem Rechnungsabschluß der Bank für das Jahr 1902 beträgt der zur Verteilung kommende Ueberschuß 75 Prozent der eingezahlten Brämieiu Dre Mitglieder empfangen ihren Ueberschuß-Anteil beim nächsten Ablauf der Versicherung ^beziehungsweise des VersicherungS- jahres) durch Anrechnuna aus die neue Prämie, in den im § 11 der Satzung bezeichneten AuLnahmesällen aber bar durch die unterzeichnete Ätzentur. Gießen, im Februar 1908. 1881 Heinrich Hochrenther, MOahe 92. Ardeitzpsrräe-^srllt zu ^tankfurt a. Am Mittwoch den 4. März d. IS. findet auf dem Platze deS Landwirtschaftl. Vereins, Osteudstraße 30 ein Markt für Arbeitspferde tatt Derselbe beginnt morgend 6 Uhr und endet abends 6 Uhr. Nähere Auskunft erteilt das Sekretariat des Landwirtschaftlichen Vereins, Ostendstraße 30, daselbst sind auch Amneldesormulare zu haben. 1878 Der Vorstand deS Frankfurter L mdwirtschnfilichen Vereins. Jagd Verpachtung. Die Jagd der Gemeinde Großen-Linden wird Samstag, den 21. d. MtS. nach- mittags 3'/, Uhr auf dein hiesigen Rathause in 2 Bezirken auf 6 Jahre verpachtet. Jagdbezirk Nr. 1 enthält 145 ha Wald, teilweise Um- gatterung ist jedoch vorhanden. Jagdbezirk Nr. 2 umfaßt 637 ha Feld; hierzu gehören die Unterabteilungen A) Luh-, Mlttel-, Höll-, Groß- und Mein-Wald- Feld, B) Mahr-,Straßen-, Brücken- Stadt. Schlachthaus. Freibank. Heute und Montag: 1320 ® uimtlrildi ä6 yfq. Ticuotug beu 17. Febr.: Metzelsuppe. Vormitt.: Wellfleisch mit Kraut. 0707 LouiS Löb. nach Lollar. Wieseck, am 13. Februar 1903. Großh. Bürgermeisterei Wieseck. S o m m e r l a d. 1433 Holzversteigerung. Dienstag, deu 17. d. Mts. kommt im Rödgener Gememdewald folgendes Holz zur Versteigerung: 6 Elchen-Stämme = 1,17 fm 20 Nadel- , — 4,71 , 97 Nadel-Derbstg. = 3,87 , 1400 Nadel-Reisstg. zu Bohnenstg. — 6,88 , 15 rm Buchen-Schett, 40 r w Knüppel 2900 , ReiSholzwellenl 950 Eichen- , , j I. und II. Durchs. 580 Nadel- , , ( 6,5 rm Buchen-Stockholz. Zusammenkunft morgens 10 Uhr im Seewald am Weg nach Annerod. Rödgen, den 14. Februar 1903. Großh. Bürgermeisterei Rödgen. Stein. 1413 Holz-Versteigerung. Mittwoch, den 18. Februar l. IS., vormittags S'/z Uhr, werden in den Waldungen der Gemeinde Ackendorf a. Lumda, Distrikt Kinnwald, Steinwald und Langebruch versteigert: 29 Nadel-Stämme mit 6,80 fm 680 „ Derbstangen „ 33,69 „ 58 „ Reisslängen „ —,70 „ 21 rm Buchen-, 18 rm Eichen- und 260 rm Nadel-Knüppel, 200 Wellen Buchen-, 300 Wellen Eichen- und 4575 Wellen Nadel-Reisholz, 2 rm Buchen-, 6 rm Eichen-, 51 rm Nadel-Stockholz. Zusammenkunft: Kreisstraße Allertshausen—Beuern an der Grenze zwischen Allertshausen—Elimbach. Allen darf a. d. Lumda, am 13. Februar 1903. Großh. Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lumda. Rein. 1395 GeseüeMüsllllg M Bezirks Lollar. Die diesjährigen gesetzlichen Gesellenprüfungen finden im Monat April statt. Hierzu gehören die Orte Treis a. d. L., Mainzlar, Daubringen, Staufenberg, Ruttershausen und Lollar. An derselben können alle junge Handwerker teilnehmen, deren Lehrzeit spätestens am Schlüsse der Prüfungen beendet ist. Anmeldungen hierzu sind unter Benutzung des vorgeschriebenen Formulars (bei uns erhältlich) bis zum 15. März an den Unterzeichneten zu richten. Die Prüfungsgebühr beträgt 3 Mark und ist mit der Anmeldung einzusenden. Wir machen insbesondere daraus aufmerksam, daß die Ablegung der Gesellenprüfung u. A. als Vorbedingung für die Anleitung von Lehrlingen und die Führung des Metster- titels erforderlich ist, ihre Versäumnis daher später empfindliche Nachteile im Gefolge hat. Für den Prüfungsausschuß des OrtSgewerbev. Lollar. Rohrbach, Vorsitzender. 1414 Feld und Halbenklee. Auf dem Feld B wurden im Herbst 1902 allein zur Strecke gebracht: 3 Fasanen, 56 Hühner und 85 Hasen. Großen-Linden, den 14. Februar 1903. Großherzogl. Bürgermeisterei Großen-Linden. Leun. 1408 chemisch rein, empfiehlt billigst ilcii- z«Her Fr. Leo Nachfl. Holjvcrstcigcrung der Gräfl. Oberförfterei Arnsburg. Donnerstag, den 19. Februar nach Zusammenkunft 10 Uhr vormittags im Pflanzgarten werden im Feldheimer Wald versteigert: 1397 Scheiter rm: 182 Buche, 18 Eiche Prügel , 209 , 94 , Stöcke , 57 , 103 , Reiser , 285 „ 177 , Werkscheit rm: 13 Eiche. Das Holz aus dem Hinterwal dwirdnichtvorgezeigt^ Holjverstcigerung Mittwoch, den 18. d. M. soll im Grüninger und Dorf- giller Markwald folgendes Holz versteigert werden: 46 im Eichen - Bauholz von 13 bis 28 cm Durchmesser, 34 fm Kiefern - Bauholz bis 14 m Länge, 52 rm Kiefern-Nutzscheiter und Knüppel, 3 m lang. Die Zusammenkunft ist morgens 10 Uhr am Fußpfad von Grüningen nach Garbenteich. Grüningen, d. 13. Febr. 1903. Großh. Bürgermeisterei. _________Gilbert. 1404 LMmWstl. lückibank 3L Dezember 1902. In das Hypotheken- 11392] reqiflcremqtragenc Hypotheken ^5016215,67 Umlaufende Pfandbriefe „ 4656700,—- Frankfurt a. M., 13. Fedr. 1903.1 V. Herber Seltersweg 58. [1424 Prima Beton kies Lahnsand und Gartenkies gesiebt und gewaschen empfehlen 1389 Gebs*. Stahl Dampsbaggerei. Lagerplatz: a. d. Margaretheuhütte. Kontor: Franksurterstraße 151. _______Telephon 308.______ Frische Meier Stück 7 Pfg. empfiehlt 1425 Fr. Leo Wachfl. C. Herber Seltersweg 58. Bratbückliuge eingetroffen. 1421 A. Koch Nachfolger, Kaufhaus zur Sonne, Schrüstraße. Amm-Mm । jeder Art. Preisliste franko. Ad. Arras, Mannheim 2. Bodbtrg-Oeli, Giessen. Sonntag den 22. Februar, nachmittags von 5 Uhr ab findet in dem neu renovierten und festlich geschmückten Saale der „Stadt Marburg" 1385 Kappensitznng mit Ball statt Reichhaltiges Programm. Gäste sind willkommen. * Eintritt frei!Der Dorftaud. Wegen Raummangel große Partie gebrauchte «ÜJF Nähmaschinen spottbillig. Einige gebrauchte Schueider- nähmaschinen schon ä 10 Mk. Neue Nähmaschinen wie bekannt, gut und billtq, und M. gt. 6Nf. Seltershöhe. Sonntag den 15. d. M., nachmittags 4 Uhr: Kappknsitzung wozu freundlichst emladet Conrad Ruth. Saison 1903 eröffnet! Saison 1903 eröffnet! x t w Frcilauf, auswechselbare ttcbersctzung, Doppelglocken- lager, ohne Uurbclkcile. Erstauultch billige Preise, größte Auswahl. Wie immer, unvergleichliche Dürtopp's-Rädcr, aber auch sonstige, nur gute, billige Niarlen. Zubehörteile. Lcrnapparat. Reparaturen. Joh. Fi*. 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Mendelssohn. 3. „Tröstet, tröstet Zion“, Arie ans d. Messias f. Tenor G. F. Händel. 4. -Der am Kreuz ist meine Liebe1*, t Kuabeuchor a capella .... Melud. M. 42 Psalms (1552). 5. a. Andante in G-dnr \ violoncell - - - 0. GeUermnn. b. Adagio / - - lartim. 6. Passionsgesang „Dunkel geworden* für Chor a ettpelia................ G. Herzog. 7. Choralvorspiele für Orgel: a. Schmücke dich, o liebe Seele \ Brahms b U Welt, ich muss dich lassen f..... 8. „Wenn mich mein Sünden kränken“, für Knaben- cbor a capella . ......Mel. im Erf Enchiridion. 1524 9, a. Largo nel Stylo antico \ VioloMell . b. Abendlied J 10. a. „Vaterunser“ \ fdr Tenor . . . b. „Vergiss mein nicht f ... 11. „Christus, unsere Gerechtigkeit“, Chor a capella Eintritt frei. Für die inaktiven Mitglieder sind Plätze auf den Emporbühnen und im vorderen Teil des Schiffes reserviert. Der Eingang am Turm ist nur ftir Mitwirkende und fttr mit Karten versehene Mitglieder geöffnet. — Kindern kann der Zutritt nur in Begleitung von erwachsenen Angehörigen gestattet werden. — Texte ä 20 Pfg. sind an deu Kirchtüren zu haben. Zur Deckung der Kosten werden freiwillige Gaben in die Büchsen erbeten. 1420 Hugo Becker. R. Schumann. Nicolai. J. 8. Bach. Meich. Frank. - •2- Danksagung. ES wurden unS während der Krankheit und bei dem Tode unserer lieben Frau und Mutter so viele Beweise herzlicher Teilnahme entgegenge- bracht, daß wir unS gedrungen fühlen, hiermit unseren innigsten Dank auszusprechen. Robert Stuhl und Kinder. Dießm, den 14. Februar 1903. 1435 A- I M| Mj Eine Empfehlung 1 kann zu einemVersuch veranlassen, zu dauerndem Gebrauch aber nur eine wirklich gute Qualität Ein Versuch mit 8unUM Seife führt durch ihre unübertroffenen Eigenschaften und die besonderen Vorzüge ihrer Verwendung zu dauerndem Gebrauch, vereinfacht die Arbeit, macht Kochen und Brühen, wenn nach Geibrauchsanweisung benutzt wird, sowie den ^schädlichen Sodazusatz überflüssig und ver- längert die Haltbarkeit der Wäsche. 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