Zweites Blatt. 153. Jahrgang Die ycutige Kummer umfaßt 10 Seiten Kcöer die Kröffaung des preußischen Landtages n uchl M $eitn »tu. Ivirb uns aus Berlin, 13. Januar, geschrieben: Ter preußische Landtag braucht sich nicht besonders anzustrengen in der lebten Zession dieser Legislaturperiode. taan# außer Sonntag». Dem Gießener Anzeiger werden iin Wechsel mit dem hessischen Landwirt bte Gtetzcner Kamillen- blätter otermal in der Woche beigeltgt tRoianrniibnid u. Verlag bei Viühl 'schen l1nivecs.-Buch-u.Tletn- biudvcci (Pietsch kx vben) Pitbuftton, Orpebttio» und Druckerei: Echnlfirabe 7. Übicfl« tüt Depeschenr Anzeiger Gießen. ftmilprrd)»«M_«ÜM---- ;i8.3«ttnr Tour I. , „Uta-6®* 8,05. Gemeinden in protestantischen Gegenden gedacht, meint der ,Meichsbot^. Die „Germania" ist über den Inhalt der Thronrede nicht erfreut. Sie findet, baß in der letzten Tagung einer arbeitsreichen Legislaturperiode Schmalhans Küchenmeister ist: Pellkartoffeln mit Hering und polnisches Czrazh. — Tie „Bert. Neue st. Na dir." meinen, daß die ungünstigen Finanzen der Thronrede den Stempel aufdrücken. Der ganze angekündigte Stoff werde sich bequem bis Mitte oder Ende Mai erledigen lassen. — Die „Nation alztg." findet den Inhalt der Thronrede unbedeutend; bezeichnesiid sei es, daß die Kanalvorlage überhaupt nicht erwähnt sei. Mit Befriedigung müsse es erfüllen, daß die wiederholt erörterten weiteren Maßregeln zum Schutze des Deutschtums in den Ostmarken erfolgen sollten. — Much die „Voss. Z t g." ist der Ansicht, dag sich das ganze Programm des Landtags in zwei Monaten erledigen lasse. Trocken und nüchtern in der Form, kahl und dürr dem Inhalte nack), so kennzeichne die Thronrede die gegenwärtige Politik des größten deutschen Einzelstaates. — Tas „Be r l. T a g e - blatt" findet den Inhalt der Thronrede durchaus nicht überraschend, wohl aber befremdend, daß der sonstigen inneren Verwaltung und ihrer etwaigen Weiterentwicklung mit keinem einzigen Worte Erwähnung geschehen sei. Mit der Kanalvorlage solle vermutlich erst die neue Volksvertretung betraut werden. — Die „Volksztg." glaubt sich durch den Inhalt der Thronrede zu der Bemerkung veranlaßt: In der Tat, nach jeder Richtung hin sind es trübe Aussichten, unter denen der preußische Landtag es versucht, zum Segen des Vaterlandes die letzte Session der diesmaligen Legislaturperiode hinter sich zu legen. — Wegen des Fehlens der Kanalvorlage in der Thronrede sagt die „B e r l. Z t g.": „Versunken und vergessen, das ist Miquels Fluch." TaS Programm, das die Thronrede zur heutigen Eröffnung »es Landtags ausstellt, ist am meisten bemerkenswert durch ras, was es nicht enthält: Es fehlt jegliche Erwähnung »er Kanalprojekte. Tiefe sind, wie wir vor Wochen Mittwoch 14. Januar 1803 «py vrzagSprel-i monatlich75Pi. viertel« Y . _ , , jährlich SRI 2.20; durch jik '■> Abhole- u. Zweigstellen Jr moimtlirf) 65 Pi.; durch ' KM Sri HR dtePosl Alk 2 — vteriel- jährl. ausschl. Bestellg. T". I? j b; I Annahme von Anzeigen ' KvL * w iur bte ^ageennrnine« Ä bis pormttlage 10 Uhr« Zeilenpret«: lokal 12P^ ^****4^ Uir9n>ütl4 20 Psg. triumphiert, herrscht großer Gedankenreichtum. Den Prinzen um» geben vier teilnehmende Freunde, zwei Philosophen, ein Dichter und ein Offizier, deren Gespräche ost recht mitztg, aber doch zu weit ausgesponnen sind. Tie Dialogform kleidet Morhardts Gedanken über den Konflikt zwischen Fürslenpflicht und Liebe sehr gut. — Eine Zeichnung der Kaiserin. Das Kaiserpaar stattete am 12. d. Mts. dem Atelier des Bildhauers Harro Magnusien einen Besuch ab, und sah sich die Entwürfe zum Roon-Denkmal, zu einem Kaiser Wilhelm-Denkmal für Bonn imb zu einer Statuette des flötenblasenden Kronprinzen Friedrich, des späteren großen Königs, an. Dabei konnte der Künstler dem Monarchen eine von der Kaiserin geferkigtePorlräkzeichnung vorsühren, welche die hohe Frau als junäe Prinzessin ihrem Zeichenlehrer Christian Karl Magnusien, dem Baler des Bildhauers, gewidmet halte, und die eine ihrer Schwestern darstellt. Tas Bild ist in Bleistist mit leichter Aquarelltönung ausgesührt und trägt die Unterschrift der Autorin. , — Tie Bestrebungen, die Freude an der bildenden Kunst und ihren Werken zu heben und das eigene Urteil weiter auszubilden, beherrschen die Gegenwart in einem ganz ungewöhnlichen Maße. Zahllos sind die Unternehmungen, welche die Schätze der Vergangenheit dem deulsd)en Hause zuzuführen suchen. Bisher war aber noch keines vorhanden, welches den Plan: jeden Tag einen anderen künstlerischen Eindruck, eine andere künstlerische Erinnerung und einen anderen künstlerischen Nachweis zu bringen, verwirklicht hätte. Spemaiins Kun st- Kalen der sollte in den Jahres- bedarf der deutschen Familie euigefuhrt werden. Für den Preis von einem halben Pfennig täglich bringt er eine vortreffliche Re- produktivn eines et werter mit e läuterndem Text und zahlreichen Taten und Nachweisen. So will er an seinem Teile dem Heien Sehnen der Ration nach einem Verständnis jür die Kunst Genüge tun- Literaturnachwetse geboten werden. In der Regel wird man sich jedoch mit den Auskünften des Lexikons selbst begnügen können, die um so belehrender und eingehender sind, als ein musterhafter Jllustrattonsapparat die zum Verständnis notwendige Anschaulichkeit vermittelt. Ritt einer Reichhaltigkeit ohnegleichen ist das Werk auch in dieser Beziehung ausgeslattet, sind es doch mehr als 11 000 Abbildungen, Karten und Pläne, welche teils im Text, teils aus über 1400 Jlluslralionstaseln erscheinen, worunter etwa 190 künstlerisch vollendete Farbendrucktafeln und 300 Kartellbeilagen besonders hervorzuheben sind. Außerdem sind auf etwa 130 Textbeilagen noch besondere Erläuterungen zu den Abbildungen, Naniens- register zu den Karten und Plänen, statistische Uebersichten re. gegeben. Ter soeben erschienene erste Band zeigt an Seinem Teil bereits alle die hier erwähnten Vorzüge, und wir können nur bebaiiern, durch Raummangel gehindert 511 sein, im einzeln darauf emzugehen. Tie günstige Zett des bandwerjen Erscheinens zum Aiikauf dieses nationalen Hausjchatzes wird gewiß reichlich benutzt iverden. Ein symbolistisches Werk über den Tod deS Kronprinzen Rudolf. Ter in Paris lebende Genfer Dichter Mathias Morhardt Hal sick) in feinem neuesten Werk der Prosa anbeqiiemt. „A. Ja Gioire u’amjer- ist ein philosophisches Drama in drei Akten, das sich an ein historisches Ereignis, den geheimnisvollen Tod des Kronprinzen Rudolf in Meyerling, aulehnt. Ter Dichter hat der Wirklichkeit bloS die Tatsache des doppelten Selbstmordes und die Würde des Helden entlehnt, ist sonst aber sehr frei verfahren. Tie Todesart selbst hat er kühner Weise dem assyrischen Altertum ent- lehnt, denn jein Prinz Robert und seine Gräfin de Romana sterben wie Sardanapal in den Flammen eines Holzstoßes, den sie selbst nuigeidjidjiei haben. Tie zialoyje des Liebespaares sind äußern poetisch, und in dem einzigen Dialog zwilchen dem Prinzen nnc lemem Vater, dem Kaiser, wo das Recht über die Staawcaüon einrcißen zu lassen. Die kräftig behagliche Rede des würd' tembergischen Mbg. Schrcmpf (ronf.) war mehr nach dem Geschmack des Hauses, lieber diesem Hin und Her verrann Stunde auf Stunde; es sahen sich noch veranlaßt, das Wort zu ergreifen, die Wog. Deiuhardt (nl.), Molkenbuhr, v. Elm (Soz.), Lucke, Dr. Roesicke (Bd. d- L.). Die Resolution fand schließlich einstimmig Annahme, kostete aber eine volle Sitzung. Feindliche Brüder. Wie wir bereits in unserem heutigen Parlamentsblatte meldeten, hat am Dienstag in Berlin in Sechen des Bundes der Landwirte die Reichspartei unter dem Vorsitz des Mbg. v. Kardorft eine Sitzung abgchalten. Es ist begreiflich, daß Herr v. Kardorsf, der mit Eklat seinen Austritt ans dem „Bund der Landwirte" erklärt hat, ohne daß jedoch dies Beispiel seitens seiner politischen Freunde Nachahmung gefunden hat, besonders bar» nach verlangt, zu erfahren, was diese zu tun gedenken, oder ob sie den ihrem Führer vom Bunde zugefügten wuchtigen Schlag als „Privatsache" aufzufassen wünschen. Vorläufig hat Herr v. Kardorfi nur die Genugtuung, daß einer der größten schlesischen Grundbesitzer, der Herzog von Ratibor, Mitglied des preußischen Herrenhauses, sich genötigt sieht, aus dem „Bund der Landwirte" auözu- scheiden, weil der Bund „Männern, wie Herrn v. ftar- dorfs, den Krieg erkläre." Der Verlauf der Breslauer Bundesversammlung zeigt, daß von einem Friedensschluß zwischen Bündlern und Konservativen keineswegs die Rede sein kann. Auf dem parlamentarischen Boden spielt sich nun das Weitere ab. Feuilleton. McyerS Große» Konversations-Lexikon. Ein Nachschlagewerk des allgemeinen Wissens. Sechste, gänzlich neubearbeitete und vermehrte Auflage. Mehr als 148 000 Artikel und Verweisungen auf über 18 24u Seiten Text mit mehr als 11000 Abbildungen, Stnrieu und Plänen im Text und auf über 14OO Jllustrationstmelu (darunter etwa ISO Farbendrucktafeln und 300 selbständige Karten- betlagen) foiuie 130 Textbeilagen. 20 Bände in Halbleder gebunden 6U (Verlag des Bibliographischen Instituts in Leipzig und Wien.) Das Erscheinen der neuen Auflage eines Riesen- werkes, wie es Meyers Großes KonversationS-Lexrkon ist, muß unS m doppelter Beziehung zur Bewunderung hinreißen, indem wir glelcherweife über den hohen Stand der Lexikographie und über die AuNlahmsiahlgkelt des deutschen Volkes staunen. Ter Schlüssel dazli bietet sich m "Wrer reich bewegten Zeit, in den unaufhalt- jaiuen Joiijchrltten der Wißenschafl und der Technik und in der dadurd; bevuorgerideiieit Spezialisierung aller Gebiete. Sie per- hindert oder erschwert doch den Ueberblick, schafft also das Bedürfnis nack; einem Nachschlagewerk, wie es uns m mustergültiger Weife im „Großen Meyer" geboten ist. Schon an den angegebenen Zahlen laßt sich die Bedenlnng dieses einzigen Unternehmens ermessen, welches das gesamte Wissen unserer Zeit in mehr als 148 000 Artikeln und Verweisungen ziljammensaßt, also in einer Ziffer, von der sick) nad) menschlichem Ermessen erwarten läßt, daß sie vollständig ist. Tiefe Art der Schätzung ist ja äußerlicher Natur, sie hält aber auch sland, wenn wir uns mit dem Inhalte des Wer^s jelbst bejahen. Keine Frage, die nicht ihre Antwort fände, und meleaeAnlwort I Klar, ruhig, fachlich und unparteilich, ober dock) angeue m und anregend, wobei für 10lebe, die Heer in einem Sondergebieie einbnußcn »vollen, ülS mit den Zielen einer Gnzyilvpäcue vereinbar »st, iovgiäUigc Nur ein paar Minuten, und die heutige erste Sitzung de» pceußifchon Abgeordnetenhauses war erledigt. Morgen, MUtivvch, findet die Neuwahl be» Präsidiums flatl, zn-eiseUos mit dein Ergebnis, daß Herr v. Kr 0 cher, dieser schlagfertige und witzige Leiter der Verhandlungen, aufs neue als erster Präsident bestätigt wird. Mit viel Jnlercfse sahen fidj die Abgeordneten in dem bilderge-, fchmüalen Sitzungssaal um. Lb die Akustik gewonnen hat durch die inyuijd)en vorgenommei^en Aenderungen, darüber läßt sich heule beider Kürze der Sitzung lein Urteil ermöglichen. Beim Etat wivd man entscheiden können, wenn die lauten uiü) die leisen Redner auj treten. Uebrigens ist bemerkenswert, daß auch aus koliservativer Seite der Vorsatz besteht, im Hinblick aus die Ftuauzlage in Preußen soviel als möglich zu sparen. Die „Kreuzzttz.", die beiläufig ihre Freude darüber ausspricht, daß die Staatsregieruna einen Hinweis auf die Kunalvorlage „nicht sür erforderlich gehalten", erklärt, das Abgeordnetenhaus habe Grund genug zur Zurückhaltung in Bezug auf Geldsorderungen. Im Herren hause wurde heute das bisherige Prä- idium Fürst zu Wied als Präsident, Freiherr von Manen f s e l und Oberbürgermeister Becker - Köln als Vice- iräsidenten, witt>ergewählt. Auch die ftüheren Schrist- ührer wurden wiodergewählt. Preßstimlnen über die Thronrede. Der „Reia)übote" bejd)ä[tigt jiai hauptsächlich mit Zern angekündigten Gesetz über die Bildung tirchlicher Hilfssvnds für tatholisdie Pfarrgemeinden. Tas Blatt kann fid) nod) keine rechte Vorstellung davon machen, wie diese Hilfssotids gei>ad)t seien und weld)em Zwecke sie dienen sollen. Vielleicht sei an die Gründung neuer katholischer foUen, entsprechend den vom Grafen Bülow vor Jahr und Tag im Abgeordneterihause dargelegten Programm für den Sdjutz des Tenlschtums in den Lstmarken angewendet werden. Taß dort außer den mittleren uiid unteren Beamten auch den Lehrern an den öffentlichen Volksschulen Zulagen in Aussicht stehen, war bereits bekanwt und wird durch die Throiiiede bestätigt. Tie geplanten Ausgaben zur Erweiterung des Staatseiseiibahnnetzes, zur Förderung der Kleiiibahitunlernehmungen dürsten fid) in dem üblichen Rahmen halten. Tie Thronrede wurde schweigend entgegengenommen. Gras Bülow verlas die Kundgebung. In der Prefte wird heute abend der gcfchäftsmäßige, kühle Ton der Thronrede kritisiert. Aber ist das Fehlen des Schwunges w verwundern in so mißlichen Zeiten? Ein Tcsizit von 371/g Millionen und die Perspektive eines kaum minder bedeutenden Fehlbetrags im neuen Etatsjahr regen wahrlich nicht zu gehobener Sprache und (Stimmung an. Preußen muß wie das Reid) den Kredit zur Hälfte nehmen zur Herstellung des Gleichgewid)ts. „§n beträchtlicher Höhe", so deutet die Thronrede an. Politische Togesschau. Die Tabaksteuer als Reichstagsouverture. Die Parlamenlsmajchine ist in Berlin ohne besonderes Geräusch wieder in Gang gekommen. Mit der Reichsetatsdebatte wird man sick) wohl nod) einige Tage gedulden müssen, da den Reidjötag zunächst Resolutionen und Petitionen zum Zolltarif besc^astigen, ein Thema, bei dem die vor den Ferien gewaltsam geschlossenen Schleusen der Beredsamkeit sich wieder öffnen können. Einigermaßen „gruiidiich" ließ fid) in der Tat bereits die Erörterung der ersten, von der lü. Kommission de» anUagien Resolution an. Sie wünscht eine Untersuchung, inwieweit die Ausjahrungsoorschristen des 1879er Tabak st euergesetz es im Interesse der kleinen Tabak- bauern vereinfacht werden tonnen. Abg. Ehrhardt (Soz.), seines Zeichens Tapezierernieister und Stadtrat in Ludwigshafen, schilderte auf» eingeyendste die Lage der Tadarpsioaizer Süd Westdeutschlands. An Material war sein Vortrag reichhaltiger, als der vorangegangene des Abg. Frhrn. v. Hehl, der natürlich gleichfalls die Resolution zur Annahme empfahl. Den Standpunkt des Tabak- h and eis vertrat in | einer ruhigen, shmpaihischen Art Abg. Frese (Freis. Vergg.), der Erwählte Bremens. Ein Geheimrat vom Reichsjihatzamt präzisierte die Stellung der Regierwng dahin, daß den kleineren Tabakbauern möglichstes Entgegenkommen erzeigt werden soll. Es besteht also Aussicht, daß über vexatoriswe Maßregeln gegen bie Tabakdauern in Zukunft nicht mepr geklagt zu werden braucht. Wird dies erreicht, dann ist ter Zweck der Resolution erreicht, wie Abg. Beckh-Koburg (fr. Bp.) bemerkte. Einen Widerhall der Zolltarifdebatten rief der cholerisch veranlagte Abg. Geyer (Soz.), Zigarrenfabrikant zu Leipzig, wack), indem er gegen die „Tabakagrarier" polemisierte und speziell dem Abg. Frhrn. v. Heyl „Profitwut über den Zolltarif, hinaus" zum Vorwurf machte. Dieser verwahrte sick) wiederholt in scharfen Worten, dock) weitere Kreise zog der Zwischenfall nicht; der Reichstag scheint nicht geneigt, sich von neuem in die Zollkampsstimmung hin- mü.ÄereuisiokaU (lll un. ' Alon». ; bitten um e*l 38 chon auöführten, auf längere Zeit vertagt, möglicherweise ogar ganz abgetan, um sie späterhin durch eine große iisenbaljnvorlage zu ersetzen, die den Agrariern sym-, palhifcher ist, weil der kostspielige Bahntransport die Konkurrenz des ausländischen Getreides besser fernhält. „Wo ein Kanal Platz bat, hat aud) eine Eisenbahn Platz", entgegnete Gras B a l l e st r e m auf die Bedenken wegen Raum- niangels. Vorläufig freilich reizen solche Vtteseiiunterneh- mungen überhaupt nicht zur Jnangrifsnahme. Aud) die preußischen Finanzen weisen einen gewaltigen Fehlbetrag auf, 3 7 i/8 Millionen. Große Summen Xz vIV4* Vrraniworlllch: ▲ . für den pollt. u. afigem» Amis- md Anzeigeblatt für den Kreis Eietzen ZMZ ________ _____ zeiqenleil: Hane Beck. Anzüge u, Domino» preieiven zu verleihen 417 (geössilel täglich bis abends lü Uhr) * W. Eanibacb ftaujkiberfl 9, am Äaiuvplah, P.9r|an oder lleiuer Aäer jiir läugere Zeu zu ya-hlci» gesucht. 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Außerdem erteilt Auskunft Herr Oberbaural Schmitt, Darmstadt, Mühlstraße 60. , Die Angebote sind versiegelt und mit der Aufschrift: „Angebot auf die Lieferung von glafiertem Stein-eng' bis zum ü. Februar d. I. portofrei bei unterzeichneter Behörde einzureichen, woselbst die Eröffnung der emgelaufenen Angebote in Gegenwart etwa erschienener Bewerber am genannten Termin, vormittags 10 Uhr, erfolgt. Die Angebote können auf bie einzelnen Lose, sowie aus dre Die doppelte Schulscheune zu Lützellinden, an der gutes Holz ist, wird nochmals, und zwar Mittwoch d. 21. d. M. nachmittags 1 Uhr zu Lützellinden auf dem Gemeindehaus auSgebotcn. [501 Ausgeschlossen sind die Aborte und die sogenannte rauhe Mauern. Gr.-Rechtenbach, den 10. Januar 1903. Das Bürgermeister-Amt. ff Lifte Hohversteigerung am Mittwoch d. 21. d. M. vormittags 9 Uhr im Gemeindehaus dahier. Es kommen zum Verkauf: Eichen: 23 rm Scheit und Knüppel, 9 rm Stöcke, 140 rm Reiser. Buchen: 768,5 rm Scheit und Knüppel, 202 rm Stöcke, 2004 rm Reiser. Nadelholz: 7 rm Knüppel, 109 rm Reiser. Das Holz liegt in den Distr. Seiles 7c u. d, Schinnheckcn 22c, Erlen- schlag 18a u. d, Dickehau 21c, Kopf 24d, Bruchhecken 23 b, Platte und Krokelberg des Gemeinde - Waldes Krofdorf- Gesamlliejerung erfolgen. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Giegen, den 12. Januar 1903. Städtisches Ticsbauamt. Braubach. 8.50 95.75 44.10 20.— 30.— 36.— 40.— 100 — 11.— Ritter, Grobherzoglicher Geometer 1. Klasse. Loos 1 Mk., 11 Loobe 10 Mk., Porto und Litte 25 Pfg , Nachnahme theuror, empfie 1t J. Stürmer, Strassburg LE. General-A^ent, Langeotr. iOZ. Hier; R. Buohacker. W. Semmler. Ph. Weller. *8 ueorg Schäfer, Liohlenhandlung. Gemischtes Obst -ws empfiehlt J. M. Schulhof, P ^Macktstr. 4. Teteph. 119. Bedingungen und Angebotsormulare können gegen portofreie Einsendung von Alk. L50 durch das Städtische Tiefbauamt, Abt. Sielbau, Großh. Bürgermeisterei, Zimmer Nr. 4, Seidel L Waumann, Mondlos & Co, Junker L Ruh, Frisier & Rossmann etc Billigste Preise. Weitgehendste Garantie. Reparaturen sachgemäss Kegen Influenza ist ein vorzügliches Heil- und VorbeugungS Mittel das cntbitterte Chinin, genannt Suchinin. Saar-KasflammüoOleu Auttzracit-^lerbriLetts F»ltma ^oks (füt DainpfheEwigen), Prim PolilM-Lcmilt eniplf Ulen 807 ßaeheiihrlmcr 4 Sehanmberget vaumaterialten n Marburgerstratze 23. 6870 Meter gerade Röhren von 20—50 cm Durchmesser, 1770 Stück Abzweige zu vorstehenden Röhren, 420 Stück Bogeuröhren von 15—22,5 cm Durchmesser, 228 Stück Doppelmuffeuröhreu von 15—50 cm Durchmesser. Los 11. 4226 Stück Sohlstücke, Profil 0,50 0,75—1,56/1,95, 482 Stück Seiten- und Schetteleiuläfse von 10, 15 und 22,6 om Durchmesser au vorstehenden Profilen, 2160 Stück Verschlutzteller für Durchmesser von 10,15 u. 22,5 cm. Sielbau Gießen. 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F. von vormittags 0 Uhr au bei Gastwirt Becker zu Beltershain aus den Distrikten Grauer Berg, Börninger Berg, Bel- tershainer Wald, Kaulhain, Hain, Laubachskopf, Ochsen- stall, Sohlwald, Hoherod, Wir" berger Waldlache, Junge und Lange Buchen, Alter Haag und Steinkante der Forstwartei Nemhardshain Scheiter rm: 171 Buche, 2 Birke, 44 Eiche, 316 Kiefer, 2 Aspe re.; Knüppel iw: 228 Buche, 157 Eiche, 284Kiefer, 36 Fichte, 65 Aspe re.; Reisig im: 586 Buche, 418 Eiche, 60 Kiefer, 121 Fichte, 112 Aspe 2C.; Stöcke im; 16 Buche, 13 Eiche, 17 Kiefer, 2 Fichte. 2. Dienstag den 20. d. Mts. aus den Distrikten Bornberg, Steinberg, Heegbusch und ©eil» dach der Forslwarter Atzenhain Stämme: 400 Fichten mit 110 im; Scheiter rm: 6 Buche, 2 Eiche, 90 Kieser, 4 Fichte; Knüppel rm: 24 Buche, 14 Eiche, 157 Kiefer, 24 Fichte; Reisig rm: 18 Buche, 54 Kieser, 18 Fichte, 28 Werde re.; Stöcke rm: 14 Riefer. Zusammenkunft vormittag» 9 Uhr rm Distrikt Börnberg bei Lumda bet Stamm Nr. 1. Nur daS Stammholz wird bei der Versteigerung Srößtenteils vorgezeigt, das Brennholz wird unvorgezeigt nach Beendigung der Slamm- holzversleigerung von ungefähr 1 Uhr nachmittags an verkauf;. Nach Schluß der Holzversteigerung wird der am 1. April d. I. leihsällig werdende Steinbruch im Domanialwalddistrikt Steinberg bet Lunrda an Ort und Stelle auf weitere 10 Jahre öffentlich verpachtet. Grimberg, den lO.Januar 1903. Großh. Oberförsterei Grimberg. Schober. 500 ähmaschinen Bekanntmachung. In der ersten Hälfte des Monats Januar (bis ein- /chließlich den 17.) ist unsere Kasse jeden Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Samstag geöffnet. Gießen, den 30. Dezember 1902. 184 Der Direktor der Spar- und Leihkasse Gießen: Wiener. Das Bureau der von mir übernommenen Privatpraxis des Herrn Er. Kreisgeomcters Lrndenstruth befindet sich Kraukfu'rterstraße 31. Gleichzeitig empsehle ich mich zur Ausführung aller geodätischer uud technischer Vermessungen (Gewihenhaste und prompte Ausführung. 14'/, jährige praktische Tätigkeit). Dampsmoidmi Lihmzesßraße 4 Jac. Persyn empfiehlt täglich frisch: semste Süßrahm-Butter * per ’i Kilogramm 1.20 Mark, hochfeine Landbutter 1,10 Mt. 9 Auch bei den Milchfahrern zu bekommen. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Garteustratze 2 (Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14. Der Arbeitsnachweis hat die Ausgabe, zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern (Arbeitern jeglicher Art, Dienstboten nud Lehrlingen) unentgeltlich Arbeit zu vermitteln. An den Wecktagen von 8 bis 1 Uhr und von 8 bis 6 Uhr geöffnet. ES können eingestellt werden: 1 Friseur, 1 Fuhrknecht, 1 Fahrbursche nach auswärts, 1 Bureaugehilse, 10 Dienstmädchen per sofort (Gießen). 2 Dienstmädchen per sofort nach auswärts, 1 Dienstmädchen für Haus und Rinber für 1. April (Gießen), 1 Köchin per 1. April (Gießen), 1 Dienstmädchen per 1. Februar oder später (Gießen), 1 Laufmädchen für den ganzen Tag, 1 desgl. für 1 bis l1/, Stunden am Vormittag, 1 Lauffrau. Lehrlinge: 1 Bäcker, 1 Schreiner, 2 Friseure, 1 Schlaffer, l Sattler nach auswärts. ~ Eü suchen Arbeit: 4 Bäcker, 1 Glaser, 3 Schlaffer, 1 Schmied, 1 Wagner, 2 Schneider, 10 Schreiner, 5 Hausburschen, 4 Fuhrleiite, 8 Laglöhner, 1 Dien|lknecht, 1 Arbeiter, 2 Schreibgehilfen, 2 Dienstmädchen, 2 Lauffrauen, 1 Waschfrau, 1 Flickerin. Lehrlinge: 2 Kaufleute, 1 Schreiber. Konserven eingemachte 499 PrücBte in bester Qualität zu sehr billigen Preisen. Karl Eichmann, LVerstrabe 1, Nordanlage. • Braunrohlcn Nächster Tage Ziehung sicher 17. Januar, der I. Wohlthätigkeits- Gead-Lotterie d. Strassburfl-Neud.Arbelterhelms 2490 Geisel.!. 41000 Konto-Korrent-, Scheck- und Depositen-Verkehr, Geldeinlagen werden je nach Kündigung mit 3 bis 4 •/• ). a. verzinst. Diskontierung von W echaeln, Eröffnung von Krediten unter kulantesten Bedingungen. 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