Dienstag 13* Oktober 1903 153, Jahrgang Erstes Blatt von der Volttische Tagesschau. Petroleum-Wettbewerb. Man schreibt uns: So erfreulich die vorn preußischen Handelsminister Möller dieser Tage ausgesprochene Erwartung ist, das deutsche Petroleum werde mit dem amerikanischen erfolgreich in Wettbewerb treten — daß dies in naher Zeit der Fall sein wird, dafür bestehl wohl kaum eine Aussicht. Doch auch unter den gegenwärtigen Verhältnissen ist Deutschland nicht genötigt, den Männern des amerikanischen Petroleumsyndikats die Taschen zu füllen. Bei der Erörterung der Resolution zum Zolltarif wurde diese Frage im Reichstag ausführliche besprochen, und Abg. Graf Kanitz wies darauf hin, daß die Regierung durch Berücksichtigung der r u s s i s ch e n Petroleumeinftchr in die Lage käme, die Uebermacht des amerikanischen Monopols zu brechen. Bei den Handelsvertragsverhandlungen mit Rußland bietet sich eine Gelegenheit hierzu, die zudem noch in der Richtung zollpo litis eher Kompensierung nutzbar gemacht werden kann, sodaß die spätere Konkurrenz des deutschen mit dem russischen Petroleum in etwas ausgeglichen werden wird. Kirche und Schule. Geheimrat Professor Dr. Ladenburg in Breslau erläßt gegenüber der von der Kasseler Stadtsynode gefaßten Resolution folgende Erklärung: „Die Resolution der Kasseler Stadtsynode nötigt mich zu folgender Gegenerklärung: Meine Rede war rein wissenschaftlich und ich habe in keiner Weise die Grenzen überschritten, welche durch logische Deduktionen und wissenschaftliche Ergebnisse jestgelegt sind. Eine Verletzung religiöser Empfindungen habe ich streng zu vermeiden gesucht und in dieser Hinsicht von meiner Rede eine darauf bezügliche Erklärung an den Vorstand und die Geschäftsführung der Gesellschaft deutscher Naturforscher und Aerzte abgegeben.. Nur ungenaue oder tendenziös gefärbte Auszüge einiger Tagesblätter konnten zu solchen Folgerungen Anlaß geben. Jedenfalls hätte die Stadtsynode mit ihrer Resolution warten müssen, bis eine authentische Wiedergabe meiner Rede vorlag." — Im „Schulboten für Hessen", Organ des hessischen Lehrervereins, lesen wir: „Bei manchen Kreis- schulkommissionen unseres Landes hat sich die Sitte ausgebildet, nicht nur auf Groß Herzogs Geburtstag und Sedan tag eine Schulfeier anzuordnen, sondern auch aus Kaisers Geburtstag und aus GroßherGießener Theateroerein. Die versunkene Glocke und Agnes Sorma. gebung von Arbeiten, di Beschaffung von Geräten pp. 15. Gesuch des L. Beil um Abtretung von Gelände am Schif- fenbergerweg. 16. Gesuch des L. Seuling um Abtretung von Gelände an der Roonstraße. 17. Ausfüllung der Gerbergruben in der früher Franz Plank'sche Hojraite in der Bahnhofstraße. 18. Gesuch der städtischen Friedhofsarbeiter um Lohnerhöhung. 19. Die Lastwagen der Stadt. 20. Bauveränderungen im Bürgermeistereigebüude. 21. Vermächtnis der Jean Dietz-Witwe für die Unterhaltung von Gräbern. ** Verhastung. Ein Agent von hier wurde gestern wegen Unterschlagungen in Höhe von 4000 Mk. verhaftet. Wie wir hören, soll I. auch Urkundenfälschung begangen haben. ** Der Kriegerverei n hält seine nächste Monats» Versammlung, verbunden mit einem Vortrag des Bezirksvorsitzenden über eigene Kriegserlebnisse von 1870/71, morgen, Mittwoch, abends halb 9 Uhr, im Vereinslokal (Feidel) ab. hL Laubach, 12. Okt. Gestern nachmittag fand unter zahlreicher Beteiligung das Abschießen des Schützen- Vereins statt. Es wurde durch die zum Schutze gegen die hinter den Schießständen Herlausende Eisenbahn hergecichteten Blenden zum ersten mal geschossen. Den ersten Preis auf dem Zentrumstand errang Kaufmann August Em melius; auf dem Kärtenstand ging Maurermeister Friedrich Seitz als der Erste hervor. Die Ehrenscheibe und den ersten Ehrenpreis gewann Kaufmann Rudolf Ritter, die beiden anderen Ehrenpreise wurden von Metzger Hch. Högy und Satller Wilhelm Jost errungen. R. B. Darmstadt, 11. Okt. Die heutige Aufführung der Zöllnerschen Oper „Die versunkene Glocke", der auch sämtliche noch hier anwesenden Fürstlichkeiten bev wohnten, erzielte einen vollen künstlerischen Erfolg. Die Partie des Glockengießer Heinrich fand durch Herrn Weber eine ganz vorzügliche Interpretation und das „Rautendelein" des Frl. Roedig.er entzückte geradezu durch chre anmutige und gesanglich hervorragende Darbietung. Frl. Ho sacker als „Magda", Frau Tolli als „alte Wittichen" und Herr Riechmann üs „Nickelmaun" waren ebenfalls vortrefflich am Platze. — Bei dem heute nachmittag stattgehabten internationalen Radrennen siegte im Fliegerrennen, 2000 und 3000 Meter, der bekannte Weltnreister Willy Arend. Zweiter wurde Kud ela-Petersburg, dritter Seidl-Wien. Auch das Erösfnungsrennen, sowie das Haupt- und das Motorsahren boten interessante Momente dar. Darmstadt, 11. Okt. Wie Msaß-Lothringen, Preu-» ßen, Bayern, Baden und die Schweiz Maßnahmen zur 240 Erscheint täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden tm Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Siegener Familien, blätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Vertag der Brühl'schen Univers.-Buch- u. Stetn- druckeret (Pietsch Erden) Redaktion. Expedition and Druckerei: Schulstratze 1. Adresse für Depeschen: «luzetger Gießen. Fernsprechanschlnß Nr. 51. Wohllaut. Gerhart Hauptmann vermag kern Pathos hervorKU- bringen, keinen Ausdruck vornehmer, sreghafter Starke; er bleibt innerhalb der Armeleutewelt, ferne Gestalten tonnen sich von diesem Druck, der auf ihnen ruht, nicyt losmachen. Der Glockengießer Heinrich selbst ist nicht allzu sehr von Begeisterung für seine Ideale getragen, er ist em Mann der Arbeit, der im Schaffen lebt. Tief innerlich rst ferne Liebe zu dem elbischen Mädchen, allein es hastet auch an rhr jenes schwächliche Zufriedensein im Besrtze und dre haltlose Klage in der Trennung, die beide zur Grundstrnrmung wesentlich beitragen. Nur einmal blickt der Glockmgreßer freudig und gehoben nach seinem Ziel, und da heben sich seine Worte zu hoher, lyrischer Schönheit: „Und nun erklingt mein Wünderglockenspiel In süßen, brünstig süßen Lockelauten, Daß jede Brust erscyluchzt vor weher Lust: Es singt ein Lied, verloren und vergessen. Ein Heimatlied, ein Kinderliebeslied, Aus Märchenbrunnen aufgeschöpft. Gekannt von jedem, dennoch unerhört. Nun aber bedenke man Figuren wie die der Magda und der Wittichen. Magdas Ergüsse sind blaß, gekuns^lt, chre ganze Erscheinung nicht lebenswahr. Und der Wrttrchen Gestalt mit ihrer derben Sprechweise hat herzlich wenig von poetischem Zauber und Märchenglanz, ja, man muß bemerken, daß sie nicht selten Handlung und Stimmung mann als Magda, des Glockengießers Weib, hchte in An«- betracht der wenig dankbaren Rolle einen ziemlich schweren Stand. Da Herr Sandorff gerade im zweiten Akt sehr gut spielle, berührte es etwas befremdlich, daß die Darstellerin so gar wenig aus der Rolle hervorzuholen wußte. Die Aufgabe war ftellich schwer. Wir kommen zu Nickelmanu und dem Wald-schrat. Gerade in diesen beiden Rollen hat Hauptmann viel dichterische Schönheiten niedergelegt, denen aber Herr Teleky als gröhlender Brunnenvewohner wenig Rechnung trug. Wie schön üsti doch die Stelle, wo der Wassergeist dem schlafenden Heinrich zuraunt: Es ruht eine Glocke im tiefen See Unter Geröll und Steinen. Sie will in die Höh', Wo die Lichter des Himmels scheinen. Die Fische schwimmen aus und ein . . . Doch mein jüngstes, grünhaariges Töchterlein Umkreist sie nur furchtsam im Bogen weit —- Und manchmal weint es vor Weh und Leid, Weil die alte Glocke so seltsam lallt. Als fülle Mut ihren Mund. Verse von so hohem, lyrischem Wohllaut müssen mit reinerer, ernsterer Stimme gesprochen werden, als Herr Teleky den Wassermann reden ließ. Herr Tamke als! Wald schrat war ein besserer Darsteller. Der Pfarrer des Herrn Linz en steckte etwas zu sehr in der komischien Auffassung seiner Rolle; er sprach auch mit zu starker und kühner Stimme, da der Pfarrer im Grunde doch ein furchtsamer Geist sein soll. Etwas mehr Alter und Laune! hatte man auch der Wittichen der Fr. Tischer zuzurufen. Das Zusammenspiel aller Mitwirkenden war im ganzen würdig, und der Gesamteindruck der Aufführung vorzüglich. Der Theaterverein kann mit Freude aus die wohlgelungene Veranstaltung blicken, die eigentlich zum ersten Male ein gutes Bild von der Leistungsfähigkeit unseres Stadttheaters bot. A- G. empfindlich zerreißt. Die übrigen Gestallen des Stückes mußten notwendig so wie sie sind, in den Rahmen der Handlung eingefugt werden; Rautendelein und die Berg- und Waldgeister, der Pfarrer, der Schulmeister und der Barbier; sie helfen dem Märchen zum Leben und vermehren den Wert und die Schönheit des Stückes, das in der Hauptsache nur durch die wirkliche, lautere Poesie, die der Inhalt reichllch birgt, besteht. Die Darstellung verhalf dem Stück gestern zu einem vollen Erfolg. Agnes Svrma stand natürlich im Vordergrund des Interesses. Sie war ein Rautendelein, wie man es sich besser kaum denken konnte. Es war ein seltener Genuß, zu sehen, wie sie dies elbische Wesen, halb Kind, halb Jungfrau, so lebendig und ungemein natürlich darstellte. Da war Leben in der Rede und im silbernen Lachen, die aus dem Munde der berühmten Darstellerin so sicher hervorguollen. Aber erst die Bewegungen das Fassen nach dem Gewände, das sie trug, womll sie Sorg- losigkell, llebermnt oder Verwunderung ausdrückte! Sie wirkte, obwohl der Raum auf der Bühne zu eng erschernm wollte, mit vollendeter Anmut. „Du Sumserin von Gold, wo kommst Du tyxT Das kam, begleitet von dem Hasten der Hände, außerordenllich wirksam und packend von ihren Lippen. Wie sie um den Brunnen hüpfte im Zwiegespräch mit dem Wassermann, wie bewundernswert war sie da, wenn man bedenkt, wie schwierig sich unter den gegebenen Verhältnissen, auf dem lleinen Raum der Bühne, eine volle Wirkung erreichen ließ. „Ein ganzes, kleines, blankes, heißes Tröpfchen. Da, schau man an!": Diese reizende Szene konnte man sich nicht besser denken. Agnes Sorma hat die Rolle des Rautendelein ost gespielt, und es lag die Befürchtung nahe, sie werde die übrigen Mrt- wirkenden unseres Stadttheaters allesamt zu sehr ur den Schatten stellen. Das war aber glücklicherwesie nicht der Fall. Unsere einfache Bühire hat sich gestern des Mitsprels der großen Mnstlerin vollauf würdig erwiesen. _ Die Deko- rallonen nicht zuletzt waren mit äußerster Geschicklichkeit so angebracht, wie es die Verhältnisse wünschenswert erscheinen lleßeu; sie verdienen uneingeschränktes Lob. Und nun die übrigen Darsteller neben Iran Sorma Auf das Angenehmste überrascht hat uns Herr Sandor ff als Glockengießer Heinrich Er war der Rolle, auch neben erner so glänzeriden Partnerin,»vollkommen gewachen. Besonders rn den ersten Allen legte er ern höchst erfreuliches Zeugnis seines Könnens ab. Er hat fern Spiel durchdacht, wie es sich gehörte, und gab die innerliche Ratur des 5^ein- rich, eine durchaus schwere Aufgabe, mit vorsichtiger Ziuuck- haltung, im Änne des Dichters, ^n den späteren Allen ließ er fteilich mitunter einen lleruen Rest etwas lauter, unzarter Sprechweise unterlaufen, zum Berfpiel rn der Weise, wie er zu Rautendelein sagt: „Komm, steh nutzt so' Ich weiß, ich tat Dir weh." In der Schlußszene, die übrigens auch udh Frau Sorma entzückend zart gegeben wurde war Herr Sandorff wieder mehr auf der Höhe. Daß die Bühne so llein war, hat am meisten gerade ihn ui seiner Darstellung etwas beeinträchtigt. Fr. KellerAas Programm des Kießeuer Konzert-Wereins. Am Sonntag, dem 1. November, beginnt der Konzert- Verein seine diesjährige Tätigkeit mit einem Orchefter- Korrzert, in welchem, neben Wagner's Vorspiel a. d. Meistersingern und Gluck's Ouvertüre zu Iphigenie in Aulis, die F-rnoll Symphonie von Rich Sllauß, als Novität für Gießen, zur Ausführung gelangen soll. Es dürfte in musi- kalijchen Kreisen wohl "allgemein bekannt sein, daß Rich Strauß, der berühmte Berliner Hofkapellmeister, nicht nur einer der hervorragendsten Dirigenten, sondern auch gleichzeitig der erfolgreichste der lebenden Komponisten ist. Der starke Erfolg, den Rich. Sllauß vor wenig Jahren als Liederkomponrst hier hatte, dürste noch in aller Er-^ innerung sein, aber nicht nur das Gebiet der Vokalmujik darf Sllauß als seine Domäne betrachten, seine symphonischen Werke haben fast noco größeres Aufsehen gemacht, Aus Stadl und Sand. Gießen, den 13. Oktober 1903. ** Personalien. S. K. H. der Großher zog haben dem Vorstand des Zenllalbureaus der Königl. Eisen- bahndirektion Frankfurt a. M., Rechnungsrat Karl Heinrich O'Br i en aus Anlaß seiner Versetzung in den 3tuhe- stand das Ritterlleuz 2. Kl. des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. — In den Ruhestand wurde versetzt der Weichensteller in der Hess. Preuß. Eisenbahn- gemeürschaft Karl M a s s o t h zu Bürstadt mit Wirkung vorn 1. November 1903. ** Tages-Ordnun g für die Sitzung der Dtadtverordneten-Versammlung Donnerstag, den 15. Oktober 1903, nachmittags 4i/2 Uhr. 1. Rechnungsabschluß des Elekllizitätswerks für 1901/03. 2. Baugesuch der Baugenossenschaft des evangelischen Arbeitervereins für den Wetzlarerweg. 3. Baugesuch- des Georg Schäfer für „An den Bahnhöfen". 4. Baugesuch des PH. Schwan für eine Scheuer an der Rodheimerstraße. 5. Baugesuch des Wilhelm Hause für die Atäusburg (Ladenveränderung). 6. Baugesuch des Julius Ruckstuhl und Alfted Fröhlich für die Walltorsllaße. 7. Gesuch des Wert Rüb- samen nm Genehmigung zum Lagern von Kies aus einer städtischen Wiese. 8. Reparatur eines Kessels in dem Kasernengebäude. 9. Gesuch der Firma Stein und Meyer wegen Herstellung einer Zufahrt zu den Häusern Ostanlage 20 und 22. 10. Gesuch des Georg Bichler um Erlaubnis zur Anlage von Ueberbrückungen un Neustädter Feld. 11. Umpflasterung der Marktstraße. 12. Beschaffung eines Regenmantels für den Straßenmeister. 13. Straßenbesprengung: a) Umgestaltung der Gießfässer, b) Fahren der Gießfässer. 14. Kanalisation: a) Lieferung von Sllaßenkappen. b) Verlegung des Stadllinggrabens zwischen Marburgerstraße und Landgrafenstraße, c) Verzogs Namenstag. Von einer ministeriellen Verfügung bezüglich der lchten beiden Tage ist uns nichts bekannt Es wird sogar schon Wochen vorher den Schulvorständen angekündigt, den Lehrern mitzuteilen, daß die Vorbereitungen für die Feier zu lleffen seien und daß das Programm der Feier in die Schulchronik einzullagen sei. In unserer Haupt- und Residenzstadt dagegen sind Ludwigs- tag und der 27. Januar einfache schulfteie Tage in Volksund höheren Schulen. Wll meinen auch man'kann ein guter Patriot sein, und eine zweimalige Schulfeier M Ehren des Großherzogs in einem Jahr zu viel finden. Oder hat unsere ländliche Jugend vielleicht die Pflege des Patriotismus nötiger als die Jugend in der Stadt?" Ein Mürchrnidrama, ein deutsches Märchendrama eines Glockengießers Glück und Verderben im Reich Berggeister und Elfen, in 5 Akten von Ger hart Hauptmann, unter Mitrvllkung eines fremden, berühmten Künstlergastes, der Agnes Sorma, — im guten, allen Gießener Stadttheatersaal. Da ging vor den dichtgedrängten Besuchern dieses Theatersaales der schlichte, so treu und eifrig sich Mühende Voryang — es war ihm nicht ganz leicht geworden — in die Höhe und zeigte uns auf dem engen Raum der Bühne deimoch unbeeintrüchttgt die felsenbelleidete Szenerie der Bergbewphner, das lleine Häuschen, den alten Ziehbrunnen, dessen Tiefe gröhlend der alte, grasbedeckte Wassermann entsteigt und- Platz, genug für das rotlockige Rautendelein, dessen Füßchen immerzu in Bewegung sind. ' Ten Geist des Märchens, stiller, weicher Poesie, deren Gestalten nur dem llaumhasten Auge der Phantasie fülle zu halten scheinen, auf die Bretter zu bannen, ist schwer. Hauptmann hat sichtlich mit dieser Schwierigkeit gerungen. Er hat sie größtenteils überwunden. Der Zauber der Märchendichtung weht uns vernehmbar entgegen, und wenn auch der einhettliche, forsche dramatische Zug fehll und das Ganze nicht zu monumentaler Wirkung kommt, so vernehmen wir doch die Sprache eines echten Dichters und ini einzelnen viel innerlrche Kunst und dichterischen •d’-X -rT M mo”" nders durch M amtwirkW^' 'eugcn n regen ,en für*®''11.' m btiirW 7' et* »7 7“ tffuM sur sonders ' a(t ein Speise- M'chainkeit auf Wen oeran- eihaul'es in Bad . Preis gekrönte e Entwürfe für ^nusperhaus' ; einen M'l- ,r die W LG rG LK ? 8< 0 9füt nW v)(llN o jfllon» mwer, ,h 5*5* uflinin^ .jnes ;0(lol5i«nWf 6er wa» '"'In n-ü-d--' dl»'*1 R,n>ei97 ne"'" * i0'9enb« i, ZDr lei,o«EPlN QUeth < *Qhiit Seiten ei>, x die Lind" dem 9enb „,^ "Ailg Lbr -sb de, mit h? nicht b-L^ io^eäf’flar'^c" «r°L Ä «•> 1 a,ii*toto7 '«tonbÄ Ung d>e fcv -$* ipik.e.. v-imäcbs “Wronung t>n an «7t ar» arr K Pt) 67 art an an an L) an c co O CD an p XD CD C c an c X) c Ö o p s 9 r: s '-5 ’r« c s lp" G G an ■g j=T g p c 5 £p- G CD P K -P 69 (A) im Z CD^ G . LED. S s.r §)(S) & . G 3T a p; S?' c9 G p Q *£ G CD KZ G G M G c- B Q P G «n -- p »-Ä § - ycz *pr "aS p)£_ — C gopS = CD p G Cu r_> O c 04 £.(£)& -O tP2. P CD -7- =g’.'P 9- >b p E C-~ |i2®§ g 2 p p: >b g ZZ^ S *o ^G P IS w C E £.• HKrD 75 p p §^ = P 'M O £i M G-— ’ ' M JO r-t G CS «—» C, M G> p O . Q G O *—• QJ m cd GS Sä5M 69 c o «n -P ff- § —; o *~ c «o t:. Ö sp G ' iG-vO G 2 G EP. :p M *0 G (A) Lp. ^5 M 9 -G .9 >G >g- an O W G G >b G 69.-7- • rs s G p G O ' ^5^ P jP W Q Q G eö O Sr Q Ä an .03 ’oo .CD CD CD p G an M an G an M G JD an jP CD 6- G CD ^s CD. an . r-> G G $ i2> . G ^jP 'S "äs .an "— ti Sp K G uP "Gtd cd? w G G p G p «2 pG •m S _N 4P O _CU ''ZK ■P G GS «Pt P Zs P u— H p N- p CD M JO p CD P JP G - P G CD P P I S sS JP G 4? o Z'K isva. P’X M cd 'L >b G E- Z tS.-Z o C=G p an tSQ.-p «« 8^- ^so g, 5 GZ jp G G.2 ^«G- Z-.Z § an^g e G § •_. 9 s-> £££ P P G *d M_ O £ K-O p -D G p JD *^j- äö P)^ GS - G üD - ^>Z “5 öE-h CD^ip- C p p G ^XD eXD M ts GS G r§ G - 2 G »-> G CD G ^ O e- ff Z CQ p - P CD p G ci G G eG p 0 B sO Li *P~ I -.sO CD. O > G> P p--2' G c p S-L o ad 'M M ff G- ZZ CD r; Li m "P CD'" :P CD ° CD PD xr W PJ*-*" p « 0 8^^ JG" p *V XD J-» G>S> Q . G M P P p an M W xi T> • p " sö « ' M CD Z Li jO SS p-*G^" Gx>x> B. GffG cd £ rpr. .5 G.o 5 §s ZS . P P G •— p ^2an <«>_M --- KZJO KZbt O P u P r-» ci *G }-» ci Aufforderung. Die im Grundbuch der Gemarkung Winnerod dem Zimmer, Georg Karl, und Frau, geb. Meyer, zu Mannheim beschränkt zugeschriebenen Grundstücke Fl. I Nr. 145 a, 593, 595, 633, 635 sind veräußert und sollen die Beschränkungen gelöscht werden. Ansprüche an diese Grundstücke sind so gewiß binnen 4 Wochen, voni Erscheinen dieser Aufforderung in den Blättern an, dahier gehörig begründet an- zumeldcn, als sonst die Beschränkungen gelöscht werden. Antragsteller ist Dr. Georg Konrad Zimmer in Baden- Baden als Bevollmächtigter der Georg Karl Zimmer Erben. Gießen, den 10. Oktober 1903. 7699 Großherzogliches Amtsgericht. BekannrmnchMlg. Bezüglich der in unserem Gesellschaftsregister eingetragenen Aktiengesellschaft Hessisch-Rheinischer Bergbauverein zu Berlin mit Zweigniederlassung zu Trais-Horloff wurde heute folgender Eintrag vollzogen: Dem Kaufmannn Georg Hartwig von Wiesbaden ist Prokura erteilt worden. Hungen, den 12. Oktober 1903. 7697 GroßherzogUches Amtsgericht. BeLauurmachuug. Die Rechnung über Einnahine und Ausgabe der israelitischen ReLigiousgemeinde Gießen für 1902/03 liegt acht Tage lang auf dem Büreau des Unterzeichneten zur Einsicht der Beteiligten offen. Gießen, den 12. Oktober 1903. 7691 Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde Gießen. S. H e i ch c l h e i in. Madöacher Warenlager Uetzstemstr. 45. E. Seutimeg MchSeuiiir. 45. Sämtliche TriLotagen und Kinder-Kostümes, gestrickte Herren- und Knaben-Westen, Hemden- und NockstaneLle, Bieber-Betttücher in großer Auswahl zu denkbar billigsten Preisen. 7635 Las Stricken von Herren-Westen, Gamaschen, Strümpfen und Kniewärmern wird schnell und billigst besorgt. ! her Pastillen! 7689 Hochachtungsvoll Federweißer und frische Sendung 7683 Wen Lmhenmß. Schotts Weinstube. Hierdurch gestatte ich mir ganz ergebenst anzuzeigen, daß ich mit dem heutigen Tage Krenzplatz 6, Ecke Neuenweg ein Mass-Geschäft zur Anfertigung feinerer Herren-Garderobe eröffnet habe. Meine langjährige Lhätigkeit als Zuschneider nur bei den ersten Firmen der Branche, sowie mein großes Lager in ljMmcs Rcchit« itiWcr, smzWir null «M« We sehen mich in den Stand, den verwöhntesten Anforderungen in jeder Weise entsprechen zu können, wobei ich noch bemerke, daß meine Preise fest, aber äußerst billig kalkuliert sind. Indem ich mein neues Unternehmen bestens empfehle, zeichne Cha*. neischmaaisij'^nniitriücWr, j Gießen, Oktober 1903. akademisch geprüfter Zuschneider. Emser Kränchen-Kesselbrunnen-Pastillen sowie Emser Pastillen mit Plombe (letztere bisher von der Gesellschaft der König-Wilhelm-Felsenquellen in Ems vertrieben), beide unter Staatskontrolle in den eigenen Betrieben des Staates mit rein natürlichem Emser Quellsalz hergestellt. 7693 Natürliches Emser Quellsalz in Flaschen zu haben in allen Apotheken. Köiiigl. Bade-hrwiliing Ems. Zwiebelkuchen jeden Montag, Mittwoch und Freitag von 9 Uhr ab. (5339 Frieds1. VsM Hosbäcker. Maschillkiiitkilkeil von Strümpfen u. 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Vertrags-Bedingungen liegen auf dem Ge- schäftszimmer des Bataillons zur Einsicht auf. 7698 Desgl. sollen die in der Küche gewonnenen Abfälle für die vorgenannte Zeit verdungen werden. Offerten sind verschlossen mit entsprechender Aufschrift versehen der Küchen - Verwaltung zum 19. Oktober l. Js., vormittags 10 Uhr, einzureichen, woselbst Vie Oeffnung der emgegangenen Offerten vorgenommen wird. Ill/Kaiser Wilhelm. -H BrühlTdie Unioerlifctts* Buch' u. Sfeindruckerei Sdiulftr. 7 . 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