Ä tie^W • ; >ur i>ie IWtf) ui^C s.pr unö doppel '5'L Zs ^wahren- »rderljch^ vchnlstratze 7. Ddresie für Depeschenr «n-etger Gießen.» ^ernsprechanschluß Nr. 81. Nr. 161 Erscheint täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem keMschen Landwirt die Gießener Familien, blätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der BrÜHUlchen Untvers^Buch-u.Stein- druckerri (Pietsch Erben) Erstes Blatt. 18». Jahrgang Montag 1». Juli 1903 O Ak «T* BezugSpreiSr Äifflnraw ▼ IW KW W monatlich75Ps^viertel» GietzenerAnjeiger w StneraMnjelg« " S5K Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen WZZ ——__________________________ zetgenteil: Pans Beck. .’^ufcnie P*4£ ». 'm t U|te. * te taä S8e. I «“taut “ «J die e\ gebraSt ■ ö^merh | -udetaillislk 1 ‘•u5 und m r Weiten für 1 1 Erkannt. I iHinen aber ? > öet Lüden- ■ nu Zigarren ! iganendetail- MMcher Fn- chmenüe Zahl ! Linie in Ant. alten in New- Hofgut Albach, den 13. Juli 1S0Ü. Betr.: Landwirtschaftliche Ausstellung zu Gießen. As die Henk« Krßtzrr von Nogelsbergkr Kieh im Kreist Gieße«. Hiermit bitte ich Sie, an der vom 10. bis 13. September d. Js. zu Gießen stattfindenden landwirtschaftlichen Provinzialausstellung mit Anmeldungen von rassereinen preiswürdigen Tieren fich recht zahlreich beteiligen zu wollen. Der Bezirkszuchtverein Gießen muß unbedingt auf dieser Ausstellung den Besuchern derselben zeigen, daß die Züchtung rr Vogelsberger Viehrassen in seiner hessischen Heimat noch !cht ganz verschwunden ist, sondern daß die Viehbesitzer be- '.^rebt find, diese anerkannt gute Zuchtrichtung immer mehr zu verbessern und wieder aus den Standpunkt zu bringen, welche dieselbe verdient. Keinesfalls darf der Zuchtverein Gießen auf dieser Ausstellung mit seiner Beschickung gegenüber den benachbarten preußischen Kreisen zurückstehen. Durch Beschluß des Vorstandes vom Zuchtverein Gießen wird dem Ausstellungs-Komitee aus seinen vorhandenen Mitteln eine namhafte Summe zur Verteilung an Preisen zur Verfügung gestellt, auch ist für diejenigen Viehbesitzer, welche auf ihre Tiere keine Preise erhalten, eine entsprechende Wegvergütung in Aussicht genommen. . Diejenigen Herren Viehbesitzer des Kreises Gießen, welche zur Ausstellung Tiere per Bahn nach Gießen schicken wollen, mache ich noch schließlich besonders auf die Bekanntmachung des Hessischen Landwirtschaftsrats vom 18. April d. Js. aufmerksam. ihanreu Die An sprü ch e der A? A angewachsen. Die Gymnasien und Realanstalten erfordern einen staatlichen Zuschuß von Mk. 900 000 gegen i/2 Million Mark vor zehn Jahren. Die Universität Gießen kostete vor zehn Jahren den Staat auch nur i/2 Million Mark, jetzt Mk. 800 00 0, und dabei sind die recht bedeutenden Aufwendungen des Staates für Neubauten usw. ganz unberücksichtigt gelassen. Dem Kapitel „Verkehr" entnehmen k xr nach der „Frks. Ztg.", daß der hessische Staatseisenbahnbesitz im Jahre 1900/01 aus einer Betriebslange von 1157.92 Kllo- jehen wird, so stand der eben angegebenen eigentlicher Staatsschuld von 261 Millionen Mark als werbendes Staatsvermögen gegenüber 1) das Anlagekapital der Eisen- Bahnen in der Höhe von 261 Millionen Mark (s. oben), 2p der Vermögenswert der Forst- mtb Kameraldomanen ernschl. des Familieneigentums des Großh. Hauses in der hohe von 117 Millionen Mark. Hierzu ist zu bemerken, i>aß das Familieneigentum des Großh. Hauses eingerechnet werben muß, weil oessen Ertrag in die Staatskasse slleßt Der Vermö'genswert der Forst- und üameraldomänen ist. meter bestand. Das dafür aufgcwandte Gesamtanlagekapital betrug im Durchschnitt des Rechnungsjahres 19O0/O1 rund 261 Millionen Mark, die Eisenbahnschulden betrugen im Durchschnitt des gleichen Rechnungsjahres 248 Millionen Mark, d:e Reineinnahme aus Eisenbahnen (Anteil am Ueberschuß der Gemeinschastsverwaltung abzüglich öffentlichen Abgabe) betrug Mk. 11090 850, sooaß sich das Gesamtanlagekapital zu 4.24 Prozent, das Schuld kapital 4.47 Prozent verzinste. Für die Eisenbahnschulden zahlte der Staat im Durchschnitt des Rechnungsjahres 1900/01 Mk. 7 811448 Zinsen. Mithin überstieg die Reineinnahme aus Eisenbahnen den Zinsenaufwand um Mk. 3 279 402. Da der Zinsenauswand in $ro$enten des Schuld kapital s 3.15 betrug, so überstieg die Aktrvverzinsung des Schuldkapitals dessen Passivverzinsung um 1.32 Prozent. Das Handbuch gibt auch eine Uebersicht über die ^Staatsschuld und das Staatsvermögen. Die kti i eigentliche (nicht besonders gedeckte) Staatsschuld betrug im Rechnungsjahr 1900/01: 266 Millionen Mart,(alle folgen- I den Angaben in runde?! Beträgen), wovor: aus die Eisen- I dahnschulden 248 Mill. Mark und auf sonstige (allgemeine) 1 Staatsschulden 18 Millionen Mark kamen. Wenn hier von I den nicht werbenden, im wesentlichen aus Dienstgebäuden i| bestehenden Jmmobiliar-, sowie Mobiliarvermögen abge- Jndem ich hiermit nochmals die Herren Viehbesitzer zu einer recht regen Beteiligung an der Ausstellung zu Gießen »inlade, bin ich zu jeder gewünschten Auskunft gern bereit. Der Direktor deZ landw. Bezirksvereins Gießen für Vogelsberger Vieh. I. V.: Aug. Klein. Statistisches aus Kesten. Nach dem von der Großh. Zentralstelle für die Landesstatistik herausgegebenen Statistischen Handbuch für du s Groß Herzogtum Hessen betrug die Bevölkerung des Großherzogtums am 1. Dezember 1900: 1119 893 Personen, das fce Deutet seit den letzten zehn Jahren eine Zunahme von rund 127 000 Personen, und zwar ein Ansammeln der Bevölkerung in den Städten, während das platte Land vielfach mit der Bevölkerungsziffer stehen bleibt. hatten Einwohner im Jahre an die finanziellen Leistungen des Staates sind in ungewöhnlicher Weise gestiegen. Beispielsweise sind die vom Staate zu den Kosten der Volksschulen zu leistenden Zuschüsse in den letzten zehn Fahren von 1 Million Mark auf 2y2 Millionen Mark 1890 1900 Mainz . . . . 72059 84 251 Darmstadt .. 56 399 72381 Ofienbach . .. 35 085 50468 Worms \ . .. 29119 40 705 Gießen . . . . 20571 25 491 wie das Handbuch besagt, dem Vorgang anderer Staaten folgend, aus dem Durchschnitt des Reinertrags der Jahre 1898/99 bis 1900/01 durch Kapitalisierung mit 2 Prozent ermittelt. Der Gesamtwert des werbenden Staats- Vermögens betrug also 378 Millionen Mark. Zieht man davon den Betrag der eigentlichen Staatsschuld ab, so bleiben rund 112 Millionen Mark übrig, um welchen Betrag das werbende Staatsvermögen die eigentliche Staatsschuld übersteigt. Wenn nun zuletzt noch der Reinertrag des werbenden Staatsvermögens mit dem Aufwand für die Verzinsung der eigentlichen Staatsschuld verglichen wird, so ergibt sich als Reinertrag der Eisenbahnen für 1900/01 Mk. 11090 850, als Reinertrag aus dem sonstigen werbenden Staatsvermögen für 1900/01 Mk. 2186 634, zusammen also Mk. 13 27 7 493 Reinertrag aus dem werbenden Staatsvermögen, dem ein Zinsenauswand für die eigentliche Staatsschuld von 8457181 Mark gegenübersteht, so daß der Reinertrag des werbenden Staatsvermögens oen Aufwand für die Verzinsung der eigentlichen Staatsschuld um Mk. 4 8 20 312 übersteigt. Der steröeilöe Mpst. Rom, 12. Juli. Der Papst empfing gestern seine Nichte,dieMar- quise Canali. Es ist dies das erste Mal, daß der heilige Vater in seinen Privatgemächern eine Frau empfangen hat. Der Besuch war übrigens nur kurz. Die Frau Marquise fiel sofort beim Anblick des Papstes auf die 5hne, war sehr erschüttert und weinte bitterlich. Der Papst sprach nicht zu ihr, sondern begnügte sich, seine rechte Hand aus ihren Kopf zu legen. Lapponr erklärte gestern abend im Vatikan den versammelten Kardinälen, daß wider Erwarten im Befinden des Papstes wirkliche, wenn auch nur leichte Besserung eingetreten fei. Zwei warme Bäder führten vermehrte Nierentätigkeit herbei. In der Lunge und im Brustfell hat sich keine Flüssigkeit wieder angesammelt. Der Papst schlief die Nacht von Samstag auf Sonntag einige Stunden. Das Allgemeinbefinden besserte sich ausfallend. Das heute vormittag 9 Uhr ausgegebene Bulletin lautet: Der Papst verbrachte eine ruhige Nacht. Der Schlaf von einigen Stunden trug sichtlich zur Besjerung des Allgemeinbefindens des Papstes bei. Der Puls ist weniger klein und etwas kräftiger. Er beträgt 82, die Atmung 30, die Temperatur 36,4. Die Harnabsonderung ist gering, gez. Mazzoni. Lapponi. Der Papst verließ das Bett nicht. Die Aerzte fanden ihn bei ziemlich guten Kräften und gehobener Stimmung. Mazzoni sagte beim Verlassen des Vatikans, bei diesen: Stande der Krankheit könne man zufiieden sein. Eine unmittelbare Gefahr bestehe nicht. Morgens wurde ein Fenster im Zimmer des Papstes etwas geöffnet. „Atessaggero" meldet: Während der Nacht herrschte in: Vatikan verhältnismäßig Ruhe. Der Befehlshaber der Nobel- und der Schweizergarde purste sich zur glühe begeben. Ein anderes römisches Blatt meldet indessen: im Gegensatz zu dem amtlichen Krankheitsbericht habe sich das Befinden des Papstes verschlimmert. In einer Sonderausgabe der „Tribuna" wird gemeldet, Mazzoni sei eine Stunde beim Papst gewesen und habe fest- gestellt, daß der Zustand s:ch nicht verschlimmert habe. Der Papst zeigte größere Lebhaftigkeit in seinen Bewegungen. Er begrüßte Mazzoni mit der Hand und sagte, er befinde sich ziemlich gut. Mazzoni machte dem Kranken eine Einspritzung unter die Haut mit künstlichem Serum. 'Er stellte fest, daß die Krankheit einen vollkommen normalen Verlauf nehme. Der Papst wollte das Bett verlassen, Mazzoni aber riet, noch einige Stunden zu warten. Aus die Frage des Berichterstatters, ob noch Hofsnung bestehe, antwortete Mazzoni: „W a r u m nicht?" Heute früh ist der Domkapitular Graf Caracciolo aus Neapel im Vattkan eingetroffen, mit der wund er tätigen Bischofsmütze des Neapeler Schutzheiligen Januarius. Er wurde von Kardinal Rampolla empfangen und d:e Bischofsmütze im Zimmer des Papstes auf einen: improvisierten Altar aufgestellt. Äe heilige Mitra gilt als überaus wundertättg und soll dem Papst z u m Kusse g e r e i ch t werden; sie wird als letztes R e t t u n g s m i 11 e l betrachtet. Pros. R o s s o n i erklärte mehreren Journalisten, die Kräfte des Papstes seien erschöpft, er, Rossini, sei zu spät gerufen worden und hätte nur noch den schlechten Zustand des Patienten feststellen und dessen wetteres Fortschreiten verhindern können. Pros. Rossoni leidet an einem leichten Fi e b e r an fa ll. Nach der „Jtalie" leidet Rampolla infolge übermäßiger Arbeit während der letzten Zeit an Schlaflosigkeit und fiebrigen Zuständen. Lapponi verordnete ihm Siuhe, aber Rampolla setzt die angestrengten Arbeiten fort. „Gior- nale d'Jtalia" zufolge verlautet, ocr Architekt des Vatikans habe für den Zusammentritt des Konklaves schon einen Plan aufgestellt. Mehrere im Vatikan lvohnende Familien haben d:e Aufforderung erhalten, die Wohnungen zu verlassen, die für die Zwecke des Konklaves dienen sollen. Nach dem „Messaggero" ordnete der Papst an, die Depeschen der Souveräne zu beantworten und mit Papst Leo XIII. zu unterzeichnen. W:e ans vatikanischen Kreisen mitgeteilt wird, soll angesichts des Konklaves eine Art Allianz zwischen Rampolla und dem Kardmal Gotti zu ftaube gekommen sein. Dieselben hatten sich dahin verpändigt, daß für den Fall, daß der (Sine oder Andere beim erßen Wahlgange nicht gennihlt wird, beide für den Kardinal Agliard: eintreten. Die Kardiuäle £' r e g l i a und ll n g 1) e r ini sind erkrankt. Der in vatikanischen Dingen gnl unterrichtete „Corr, della Sera" bestrettet, daß Gotli deutschfeindlich sei, wie bisher meist angenommen wurde, uni) zwar verweist der „Barrere" auf den Umstand, daß der Kaiser bei dem Frühstück in der preußischen Gesandtschaft sich auffallend lange und freundlich mit Gotti unterhielt, dem als Präfekten der Propaganda das Missionswesen untersteht. Ebenso erinnert der „(Sortiere" daran, daß Gotti zu allen preußischen Gesandten angenehme Beziehung pflog. Der „(Sortiere" folgert daraus, daß Dejutschland^ der Wahl Gottts sympathisch gegenüberstehen könnte. Dasselbe Blatt hebt die seltsame Tatsache hervor, daß in diesem Konklave etwa ein Dutzend Konkurrenten mit denselben Chaneen auftreten. Was die französischen Kardinäle betteffe, so seien diese wegen der französischen Kirchenpolitik keineswegs Rampolla oder seinen Kandidaten allzu günstig gesinnt. W:e mitgeteilt wird, hat zwischen Rampollaund dem Arzt Mazzoni eine Auseinander se tzung stattgesunden. Rampolla soll d:e Aerzte ersucht haben, sich über die Krankheit des Papstes in den Bulletins günstiger zu äußern. Lapponi soll sich hierzu berett erklärt Haven, lvährend Mazzoni Widerspruch erhob und erklärte, fo etwas fei mit seiner Würde unvereinbar und er wolle in diesem Falle lieber den Vattkan verlassen. Infolgedessen soll Rampolla von seinem Wunsche Abstand genommen haben, woraus der Zwischenfall erledigt war. Gestern traf im Vattkan ein Telegramm des Zar en ein und zwar ohne Vermittelung der russischen Botschaft. D:ese Kundgebung des Zaren hat allgemeine Befriedigung hervorgerufen. Deutsches Reich. Berlin, 12. Juli. Aus Trier kommt die bestimmte Zusage, daß KaiserWilhelm gelegentlich seines Aufenthaltes auf Schloß Ur ville im y/tai 1904 die Städte St. Johann und Saarbrücken besuchen wird, um der feierlichen Enthüllung des Kaiser Wilhelm-Denkmals auf der alten Brücke beizuwohnen. Bei dieser Gelegenhett wird der Kaiser auch die Schlachtfelder von 1870/71 besuchen. — Die „Nordd. Allg. Ztg." dementiert offiziös die Mitteilung über ein angebliches Gespräch des Kaisers mit dem Amerikaner Vand er bilt, worin der Monarch sich über d:e Frage einer Reichst-agsauflösung, über das Anwachsen der so zia lde m o tr atischen Stimmen und sonstige innerdeutsche Verhältnisse geäußert haben soll. — Ein Hamburger Blatt hat kürzlich gemeldet, der Kaiser habe dem amerikanischen Admiral Cotton zu- gesagt, er werde die Prinzen Heinrich und Adalbert in Erwiderung des amerikanischen Flottenbesuchs in Kiel mit einem Geschwader nach Nordamerika entsenden. Diese Meldung ist. wie die „Nctt.-Ztg." von unterrichteter Seite hört, unrichtig. — Der Kaiser hat auf das Telegramm der konstö tuierenden Versammlung des Vereins zur Gründung eines „Museums von Meisterwerken der Naturwissenschaft und Technik" in München nachstehende telegru- ph:sche Antwort an den Verein zu Händen des Staatsmi- n:sters v. Feilitzsch erteilt: „D:e Mitteilung über den in Gegenwart Sr. Kgl. Hoheit des Prinzen Ludwig gefaßten Beschluß der Begründung eines Vereins zur Errichtung eines deutschQi Museums von Meisterwerken der Naturwissenschaft und Technik begrüße ich mit Befriedigung. Ich verfpreche mir von dem neuen Museum eine wesentliche Förderung der deutschen Naturwissenschaft und Technik, die ja schon jetzt in her ganzen Welt eine jo hoch angesehene Stellung einnehmen. Gern werde ich dem von so bewährten Männern ausgegangenen vaterländischen Unternehmen mein besonderesJnteresse zuwenden und weitere Mittellungen über die Entwickelung des Vereins entgegennehmen." — Der „Staatsanzeiger" veröffentlicht das Reglement über die Ausführung der^Urwahlen zum Abgeordnetenhause, das an Stelle des Reglements vom 18. September 1893 tritt. Das neue vom 14. März 1903 datierte Reglement sllllwt zuerst' bei der nächsten Neuwahl des Abgeordnetenhauses Anwendung. — Die „Staatsbürgerztg." führt aus, daß nach^ dem amtlichen Material ein antisemitischer Sttmmeurück- gang von 284 250 auf 246 948 stattgefunden hat. Dabei sind als antisemitische Stimmen auch die Stimmen für Christlich- Soziale eingerechnet und (Stimmen für den national* sozialen Kötfchke in Sangerhausen und den Bündler v. O e r tz e n in Lennep-Mettmann. K o l b e r g , 12. Juli. Im Winter 1890 hatte derBürger- meister von Kolberg, Kümmert, anläßlich der Reichstagswahlen den Saal des stüdttschen Kurhauses den Sozialdemokraten zu einer Wahlversammlung überlassen, nachdem auch fast alle anderen Parteien den Saal benutzt hatten. Kümmert wurde daraufhin auf dem Disziplinär- Wege zu einer Ordnungsstrafe verurteilt Kurz dar- anf wurde ihm auch das Recht aberkannt, die Uniform zu t r a g c n (Kümmert war Offizier der Landwehr). Vor wenigen Tagen nun wurde das Nettelbeck-Gneisenau- Denknial hier eingeweiht. Bei dieser Gelegenheit überreichte der Oberpräsident v. Maltzahn-Gultz dem Bürgermeister den Roter: Adlerorden vierter Klasse und sprachdenMmsch aus, daß er noch recht lange an der Spitze der Stadt stehen möge. Köln, 12. Juli. Heute wurde das von dein Blldlstruer. Schre:ber geschasseue D e n f m a l des Gründers der katholischen Gesellenvereine, K o l p i n g, vor der Minoniten- kirche, in der Kolping begraben liegt, feierlich enthüllt Vierhundert Gesellenvereine aus Deutschland, Oesterreich- Ungarn, Schweiz, Frankreich, Belgien, Holland, i£nglaub und Amerika waren teils vollzähllg erschienen, lells ent sandten sie Vertreter. Die Zahl der Teilnehmer betrug ca. 15 000. D:e Straßen sind geschmückt. Der Feier wohnten Ein Militärkonzert der Kapelle der 9. Württ. es gelang chm aber nicht. Lesern folgendes: . . Vor einigen Tagen wurde der neue Gießener ^rredhof am Rodtberg eröffnet. Ter Stadtrat beschloß, dem ersten Erwachsenen, der dorr bestattet werden würde, das Gelette zu geben, was aur . - 1 ' .L /Ti Ä1 e ♦ f e f ml i A A höt* M Ai fest des Kaufmännischen x r . u» , — ,.,'senberg, wenigstens während der tautaib Nachmittagsstunden im Freien abgehalten, wurde sehr ver- liche tauseno hnHp-n firfi iniiTreidie Terlnebmer brn- weißen Falken verliehen. •• Auszeichnung. Tas Komturkreuz zweiter Masse des Groß. Hess. Verdienstordens Philipps deS Großmütigen Aus Stadt und Land. Gießen, 13. Juli 1903. — OrdensauSZeichnung. Ministerialrat Braun in Darmstadt wurde von Sr. Kgl. Hoheit dem Großherzog von Sachjen-Weimar das Komturkreuz des Ordens vom bcm Lieferanten zur Verfügung gestellt sei; dies« wissen auch, das; scharfe Kontrolle geübt wird, und hüten sich, minder gute Ware anzuliesern. Es smd bisher ca. 450 000 Kilogramm Zement und ca. 400 000 ügr. Trust angelrefert, welche in der Hauptsache verarbeitet worden smd. Jin nun ach sind bisher für die Kanalisation über dem ^ugerplast iur 150000 Mk. Baumaterial und Eisenzeug geliefert, wozu noch für etwa 25 000 Mk. Gailsche Klinker kommen die allerdings vom Tonwerk direkt zur Baustelle gefahren Jas ZLaumaterialien-sLager für unsere Kanalisationsöauten. Mau schreibt und: Em gewaltiger Vorrat von Baumaterialien ift für die Herstellung der Kanalisation auf dem dafür bestimmten Laaeräatz an der Margaretenhütte aufgespeichert. Täglich wird von dort durch Fuhrwerke abgefahren, was auf den einzelnen Baustellen benötigt wird, aber auch fast täglich treffen aus dem Lagerplatz für die ausgegangenen wieder Baumaterialien ein. Es lohnt wirllich schon einmal die Mühe, auf das Lager an der Aiargaretenhütte einen Blick j -u werfen, um einen Begriff zu bekommen, was alles nötig ist, um das lang ersehnte, nun im Bau begriffene Derk einer kunstgerechten Entwässerung unserer Stadt entsteben zu lassen. — Mit Genehmigung des Leiters des städtischen Tiefbauamtes, des Baumeisters Braubach, unb unter Führ- img des Lagerverwalters Dachsen machten wir kürzlich einen Rundgang über den weiten Lagerplatz für die Kanalisation; auch die anstoßende ehemalige große Maschinenhalle der Hütte dient als Lager. r Im Freien sind sein säuberlich ausgestapelt große^Pofteu Zementrohre und Steinzeugrohre in verschiedenen Dimensionen, sowie eine sehr große Anzahl von Sinkkästen, aus Steinzeug hergestellt. Große Quantitäten Sohlsteine harren ihrer Verwendung für die gemauerten Siele. Tie aus Zement fabrizierten Rohre fmden ausschließlich nur Verwendung für Kanäle, die zur Aufnahme von Regenwasser oder reinem Wasser bestimmt sind. Zur Fortführung von Schmutzwäsjern, die u. a. auch mit Fäkalien usw. durchsetzt nnd, eignen sich Zementrohre nicht. Für diesen Zweck dienen Leitungen von Steinzeugrohren, welche vermöge ihres ge- jalterten Scherbens und der Glasur, mit welcher fie_ in* und auswendig bezogen sind, Säuren und fettigen Substanzen, welche in Mk uge im Schmutzwasser sich befinden, Zahl von Pfahlbaufunden aus Bodmann am Bodensee, darunter Steinwaffen und Geräte, Gefäße und Ueberreste von Tierknochen usw., verschiedene große Zinnkannen, Teller aus Zinn, Porzellan uud Steingut, mehrere Bilder und alte Bücher, schön geschnitzte Tabakpfeifen Lichtputz- scheren, Messer, Osengußplatten mit Sinnspruchen, Mbit- cher Darstellung und Jahreszahl, eiserne Beschlage und Winde zum Armbrustspaunen, Ofenkachel aus Don mit Bemalung, 6 Mariengroschen. •* LandwirtschaftlicheAusstellung m Gießen. Die Vorbereitungen sind in vollem Gange, die Anmeldungen sehr zahlreich. Es ist sehr anzucrkenncn, daß die zum Preisrichteramt aufgeforderten Herren aus der Provinz und dem I ganzen Lande, auch aus anderen deutschen Bundesstaaten, sich bereitwilligst zur Verfügung stellen. Am 16. ds. Mts. findet eine Sitzung des Wirtschaft- und VergnügungsauS- schusseS statt, der eine Sitzung des Finanzausschusses vorangegangen ist. Der Bau- und Platzausschuß wird eine weitere Sitzung demnächst ankündigen und die Arbeiten dann voraus- Ausland. London, 12. Juli. Tew „Manchester Guardian" zu- folge soll Sir Ernest Cassel Chamberlain für dessen Zollvereins Campagne viele tausend Pfund angeboten haben. . „ o ... t Paris, 12. Juli. Der Prinz von Wales ist vom Präsidenten Loubet ein geladen worden, Paris einen Besucb abzustatten. Der Prinz soll die Einladung angeSaloniki, 12 Juli. Im 0 ebirgsHebiete Hadjide fand ein heftiger M ain p f zwischen aufrührerischen Banden und türkischen Soldaten statt wobei der Chef der inneren macedonischen Organisation, Kapitän Alexis, getötet wurde. Da Alexis ein ebenso einflußreicher Führer wie Delbschew war, bedeutet sein Tod einen beträchtlichen ^Lcha den für die aufständische Bewegung. Petersburg, 12. Juli. Ein Rundschreiben deS W Nisters für Bolksaufklärung an die Kuratoren der Lehrbezirke richtet die Aufmertsamkeit derselben aus die Lücken in der Disziplin an den Mittelschulen und teilweise auch an den Stadtschi. en. Er weist hierbei auf die Fälle offener Auflehnung gegen die Schulobrigkeit und regierungsfeindliche Propaganda seitens der ^schaler höherer Klassen hin. a , < 3 Washington, 12. Juli. Für das Telegramm, das der König von England am 9. Juli an Präsident Roosevelt richtete, hat dieser dem König telegraphisch herüich gedankt, und zugleich seinen warmen Dan k für die den amerikanischen Seeoffizieren vom König und dem eng- lrschen Volke erwiesenen Freundlichkeiten Ausdruck gegeben. Widerstand leisten. Unser Begleiter teilte uns übrigens mit, daß von oen UUU<;1U o__, . .... Zement- und Stemzeugwaren für ea. 80 000 Mk. nbgeliefert I ^en Oberbürgermeister wegen des Verbots totimmung zu machen, seien, von welchen auch der größte Teil bereits verwendet L - ' L worden fei Eine recht finnreiche, einfache, aber doch sehr . zuverlässige Einrichtung ist auf dem Lagerplatz vorhanden, um die angelieferten Rohre aus ihre Güte und Haltbarkeit zu probieren. Damit nur tadelfreies Material zur Ver-1 wendung kommt, werden die angelieferten Zement- und Steinzeugrohre sofort nach Eingang der Ware regelmäßig auf ihre Widerstandsfähigkeit durch Tmckproben von außen und innen einer Kontrolle unterzogen, wobei eine genaue Messung nach Atmosphärendruck vorgenommen wird. In der großen Halle, also unter Dach und Fach, lagern die Vorräte von Zement in Tonnen und Säcken, welche, nebenbei bemerkt, von dem Zementwerk Lollar geliefert wird. Weiterhin ist in der Halle aufgespeichert eine große Menge von Traß, welcher in Traß-Kalk oder Zement-Traß l mörtel verarbeitet wird. Traß besteht aus gemahlenem I Tuffstein, welcher bei Andernach am Rhein gewonnen wird. Ein großes Lager von ijerncn Linkkastenauffatzen, eisernen Schiebern in verschiedenen Größen, Einsteigeisen, sowie anderem Eisenzeug lagert ebenfalls, gegen Witterungseinflüsse I geschützt, in der Halle. Alle diese Baumaterialien kommen waggonweise mit der Eisenbahn hier an und werden zur I Entladung auf dem die Margaretenhütte mit den Gleisen des Güterbahnhofs verbindenüen Entladegleise direkt vor den Lagerplatz gestellt, wo die Entleerung der Waggons mittels eines extra hierzu beschafften eisernen Kraynens geschieht. Auf dem Lagerplatz selbst liegen weit verzweigt Feldbahngleise, sodaß die Verteilung der eingehenden recht schweren Materialien zum Zwecke der Lagerung praktisch und leicht erfolgen kann. Hätte die Stadt Gießen nicht als Eigentümerin der Margaretenhütte über einen so günstig nnt allem Nötigen, besonders mit Bahnanschluß versehenen Platz verfügen können, sie hätte zweisellos für schweres Geld einen Lagerplatz, der so günstig liegt wie der jetzt benutzte Platz, nicht erhalten können. In der Maschinenhalle besindet sich noch ein abgesonderter Raum, welcher als Laboratorium dient. Sinnreich konstruierte Apparate! der verschiedensten Art sind darin vorhanden, und zwar u a Apparate, mittels deren der angelieserte Zement vor seiner Verarbeitung auf Bmdefähigleit, Zugfestigkeit, bie Zell und den Grad seiner Erhärtung untersucht wird. dh diesem Zweck wird der Zement m Formen gebracht, iiann nach 7 bezw. 28 Tagen einer gründlichen Prüfung unterzogen. Erst wenn man sich aus diese Wei,e nach ieoer Richtung hin überzeugt hat, daß der gelieferte Zement allen Anforderungen entspricht, kommt er zur Baustelle zur Verarbeitung. Es wurde uns vvm Lagerverwalter versickert daß bei alten den Prüfungen mit der peinlichsten Genauiakell nno Gewissenhaftigkeit verfahren wird, well man sich der schweren Verantwortung wohl bewußt sei, die man tragt, wenn es einmal Vorkommen wurde, bay, minder (Jutes Material unterlaufen würde; es sei aber nur in einzelnen Fällen vorgekommen, daß geliefertes Materuu die bei Gelegenheit der Beerdigung eines hiesigen auswärts verstorbenen Burgers voraenommen werden sollte und wozu von der Kirchenqemeinde durch Inserat eingeladen wurde. Weit der ^rredhoi aber Siadleigentum ist und keiner Kirchengememde gehört, unter- jagte der Bürgermeister mit Recht die Eniwechuilg. Darob natürlich großer Zorn bei der evangelischen Geistlichkeit und den frommen. Bei der Beerdigung suchte der Pfarrer 9laumami gegen V r < •• . . . .'.. ... 211 tTinCDPIT. u. a. Kardinal Fisckrr Drihlüsckvs Müller, Regierungsptäsi- dent Balun und Oberbürgermeifter Becker bet. D r e s den. 11. Juli. Die Regierung nun) bereits dem Aadiftcii Landtag einen Gesetzentwurf über Abänderung deS Wahlrechts vorlegen Reihe nach an:" ö spätiacolingische Tongejätze nebst emem alten Salzsiedetops von der Gemeinde Annerod. — Flachsschwinge, Flachsreff und Flachshechel von Kreis amt mann Tr. Kranzbühler. — 2 Kanonen, gejchweiftev Maßkannchen aus Zinn von Gastwirt PH. Schneider. — 2 alte Pulver- Hörner, 4 tzolzjoche für Kuhbespamlung aus dem Anfänge des 19. Jahrhunderts, ein altes Petschaft von Gastwirt — Meteorsteine, gesunden aus der Totenhohe bei ! Frankenberg i. H. von Aug. Kretzschmar. — Steinmeitzel (neolithische Zeit) von Ratsdiener Ochs. — Versilberter Abendmahlkelch, Abendmahlkanne aus Zinn, gekauft von der Gemeinde Obbornhofen. — Zwei Garngabeln aus Eichenholz in Form einer Forelle, kunstvoll gefchnitzt, von Profesior Tr. Buchold. - Alte irdene Psanntuchenichu,se, von Frau A. Stall. — Tabakspjeise, geschnitzt, von C. Ott. L- Grubenlampe mit Messinglnöpsen, Porträts und Er- mnerungsb-ilder an I. v. Liebig, Leuchterverzierung aus I Perlen, angefertigt von G. Wohlmuth. Mittel alter lich es I Speer eisen, von Graulich Bersrod. Teekanne, Rufsels- heimer Fabrikat, gct. - Irdene, glasierte Schüssel mit ! Jahreszahl 18C)0 und Spruch, zivei sehr schon geschnitzte I Garnhaspeln, von W. Roth. — Ein -Totentanz aus deni Jahre 1848. Erfunden und gezeichnet von Atsred Rethel I mit erklärendem Text von R. Reittich. Geschenk von H. I R. Dujs. —Schule aus der La Tem Zell (enuu 100 vor bis 1100 ii. Chr.) gesunden in Olloßen Linden, von.Herrn Fischer I dortselbst. — Von einem ungenannten Gönner: Eine große In dem geräumigen Bureauraum, welcher dem Lagerverwalter zur Verfügung steht, befindet sich die überaus praktische und leicht übersichtliche Korllrolle darüber, welche Quantitäten Material von seder Sorte bisher von den > Lieferanten angeliefert sind, aus welcher Baustelle und mt welchem Fuhrmann die einzelnen Posten da Hut geschasst wurden; auch die Quittung dafür, daß die Ablieferung aus der betreffenden Baustelle wirklich erfolgt ist, sehlt nicht. Diese Kontrolle korrespondiert mit den aus dem Tiefbau- amt eingerichteten Tagesberichten, worin alles, was auf dem Lagerplatz und auf den einzelnen Bauftellen betreffs der Materialien gcfchicht, und der Arbeiten ausgezeichnet wird. Dadurch ift es überaus leicht, einen ettoa vor- kommenden Fctz.ee oder einer Ungenauigfett m der Kon- trolle auf die Spur zu lontmem — Wir schieden recht be- sriedigt von dem Lagerplatz, haben wir doch Meles dort, f gesehen, was unfer Interesse mrd K WMen Militärkonzert der Kapelle der 9. Württ. ä .dB»-..».., gehört zur Ordnung, und diese ist vor allen Dingen gut. I Gemäß einem Beschluß der letzten vorjährigen Versammlung, . ~ — jährlich einmal zusammenzukommen, feierten gestern die 50er Zwei Tarfleuungen. von 1852 ein Wald fest am.Ludwigsbrunnen. Unter Voran- Der „Offenb. Ztg.", dem dortigen Amtsblatt, wird aus einer Musikkapelle zog man vom Ludwigsplatz nach dem Gießen geschrieben: . E m . herrlichen Waldplätzchen .Ludwigsbrunnen". In einer Die kirchliche Weihe des neuen ^nedhofes amJRobtberg, wtc f Ansoracke begrüßte Stadtrat Huhn die Teilnehmer ! aepünu ÄÄäS' und gedachte fern, die Leid getroffen im oerfloffenen Jahre, untersaqt worden. Die Beerdigung des Ortsgerichtsmannes Haubach Alsdann war alles vergnügt trotz Donnergrollen und drohender I voUzog sich daher in der üblichen Form durch Trauerrede m der Zwitter, ^ie kleinen „50erfl wurden durch Spiele, Bretzeln ' KopeUc u»d Euhegnung der L-'ch- °m Vier prot^tlcrtc I Apfelsinen erfreut Als die Dunkelheit „Halt" gebot, bagegm6" bati’^m^bieS oon "bcm lacholische» Oberbürgermeister zog man bei Lampionsschem fröhlich und guter Dinge m die I unieiiaat worben fei. (Herr Oberbürgermeister Mecum ist Alt- Stadt, um noch einen „letzten" ^runk zu tun. katholik.) Ter Fehler, den die Stabt, bezw. bie Baubehorbe ba- ** Das Sommer fest des Kaufmännischen durch beging, daß sie auf der Friedhofskapelle em Kreuz errichtet, auf dem Schistenberg, wenigstens während der und ber, nebenbei bemerkt, bet Stabt wegen der ^nfolgebessen not- Nachmittagsstunden im Freien abgehalten, wurde sehr ver- ivcndigen Erbaumig einer Leichenhalle für die Juden etliche tausend -Vrüß^eitia hatten sich zahlreiche Teilnehmer hm- | “ia i t J , v ...» <1111 i'iti hni(llphlPt I Qllf b egeben und ^ich bei den munteren Weisen eines Teils SÄÄ. rtÄ-l « “f £",«««“ Ä«™ Äuäwefc nletoBelalk “ ein bcwnbercs Gebiet des Totenackers bestimmt ist. Der Ober- zuckten Blitze aus den dvohend über bvxn ^cgistenberg bbraermeifter erklärte es für unstatthaft, einem ber Stabtgemembe sagenden W-vlken, und die Teilnehmer, besonders einige qeborenben, konfefsionslofen Friedhof eine besondere eoangelifc^e I änaftlicfte Damen, flüchteten unter den Schutz der Hullen. Weihe au geben; er würbe bie Weihe nur bulbcn, wenn er biß|$ürt ^rde dann die lange Tafel zum Abendesten gedeckt, mittags 12 Uhr eine vorbehaltlose Bescheinigung des katholischen Pfarrers und ber beiben Rabbiner besitze, wonach biese gegen bie beabsichtigte Weihe nichts einzuwenbcn haben. Da diese Be- jcheiniguiig nicht beigebracht, vielmehr seitens bes katholischen I Pfarrers dagegen Eiiispruch erhoben wurb^ elllarte der Oberbürgermeister, baß er zur Wahrung und Erhaltung bes bisher alückticherweise ungetrübten konsefsionellen Friebens geiwtigt sei, eine kirchliche Weihe bes Friebhofs zu untersagen unb biesewe aus jedes einzelne Grab zu beschränken. . L Das sozialdemokratische .Offenb. Abendbl.- erzählt fernen sichtlich ausschreiben. •* Roman in den Familienblättern. Wir beginnen heute in den Familienblättern mit dem Abdruck eines hochinteressanten Romans ,Schloß Osterno" von S. Merriman, dessen spannende Lektüre wir unseren Lesern Tort wurde dann die lange Tafel zum Abendessen gedeckt. Aber angesichts der grellen Blitze, weshalb einzelne Damen keinen Bissen berührten, wurde die Stimmung anfänglich etwas gedrückt. Als man sich aber etwas an das gewllter- lichc Wetter gewöhnt hatte, vertrugen sich die Anwesenden nod) bis in den späten Abend hinein recht gemütlich. Auch die Tanzlustigen kamen um ihr Vergnügen nicht. Gegen i/210 Uhr ging es dann, unter Vorantritt der Musll, in munterer Festtour wieder zurück nach der Stadt. •• Der Bauersche Gesangverein feierte am eomu tag im Hardtwäldchen fein Sommerfest. Unter der Leitung n des Kapellmeisters Polster gelangten viele herrliche Lieder ch zu schönem Vortrag. Das von heftigen Regengüssen gesthetz«» V°n"d7r"^üfchcn Weisüichkeü wutbe aber no^ begleitete Gewitter trieb etwa um 6 Uhr die F°stt--lnehm-- eine kirchliche Einweihung bes Friebhofs in Aussicht genommen, der Textorschen Terasse, wo bei Gesang und Plcmtanz xr. woarh.AHnn pmPÄ hieftoen auswärts Der-1 Mähliche Fest sein spätes Ende nahm. V. Mitteldeutsches Fleisch er gehilfen-Bun- desfest. Aus Anlaß des 15jährigen Bestehens des Schlachtervereins „Brüderschaft" zu Gießen sand gestern hier das V. Dundessest Mitteldeutscher Flestchergejellen- Vereinigungen statt. Zahlreich hatten sich die Gehilfen- Vereine von auswärts eingesunden. Nachmittags gegen 3 Uhr durchzog ein stattlicher Festzug die Haiiptjtraßen der Stadt und erregte, wohin er kam, wegen des geschmackvollen abwechselnngsreichcn Arrangements und der darm mitaeführten, teilweise kostbaren Fahnen und Banner, verdientes Auffehen. Von auswärtigen Vereinen nahmen u. dankte den fremden Vereinen, welche so zahlreich - Ernennung. Der Direktor des Stadttheaters §u um Bundesfest gekommen seien. — Stadtverordneter fiöniqSbcrq i. Pr., Adolf Varcna, wurde von S. K. H. Pirr, der Obermeister der Gießener vleilchemnnung, Gießen unb Basel ift vom 16. Juli ab zugelaffe» worden, zu pflegen suche. Gesprächsgebühr 2,50 Mk. SiJ^ie ^nnuna habe ihn beauftragt, der Brüderschaft, zum ** Museum. Wir berichteten kürzlich >chon über die ßa(. ?jc ^hre Bestrebungen anerkenne, heute eine Vermehrung der Schätze des Museums be» fammelftanbartc zu überreichen. Er erledige den Auftrag Gefchichtsvereins. Mr sind heute m der Lage, MrttMung ben't zgunsch, daß die guten Beziehungen zwischen zu machen über die Geschenke, welche im lePtcn Vrerteliahr uutl Gesellen im Gewerbe immer so bestehen oem Museum zugegangen )md^imd Tu^en Jte^ur.^er mijc£)tcn schätz seine Rede mit einem Hoch auf den Mitteldeutschen Bund unb ben Verein Brubcrschaft in Gießern Fräulein Arnold Überreichte unter poetischen Worten der Brüderschaft eine prächtige Fahnenfchleife in den Landeösarben, welche von den Ehrendamen gewwmet sei. Ter Verein Hanau widmete einen goldenen Fahneit- naael, weitere Geschenke in Form von Fahnenschleifen Überrcichtcn an die Brüderschaft die Kollegenvercme Frank- surt a M, Darmstadt, Osfenbach, Klub Wiesbaden, Verein Wiesbaden, Mainz und Marburg. Dann begann bie Geselligkeit, Konzert unb Tanz. Seihet störte das gegen 8 Uhr aufzichcndc Wetter das schöne Fest, da die meiften der fremden Kollegen infolge dessen früher wieder zur Heimat zogen, als sie ursprünglich sich vorgeiwmmen hatten. ♦* Ausflug. Gestern machte der katholische Gesellen verein einen Ausflug nach Kloster Arnsburg, der bei gemütlicher Unterhaltung schön verlief. Mehrere Vorträge wurden mit Beifall ausgenommen. Abends ’/i9 u6r ging man in frohem Zuge nach bcm Bahnhof Sich. Die Gemälde- und kunstgewerbliche Au stellung im Turmhaus am Brand ist auch in dieser Woche Montag, Dienstag und Mittwoch außer der übüchcn Zeit von 11—1 auch nachmittags von 3—5 Uhr geöffnet. An Gemälden sind neu ausgestellt einige Temperagemälde von M. Loose-Berlin, „In der Sommerfrische" von R. LippS- München, .Flora" von E. Pieph o-Dtünchen und zwei PortraitS von Helene On cken-Gießen. Die Ausstellung wird am Sonntag dem 19. d. M. geschloffen. ** Waldbrand. Gestern nachmittag kurz nach 3 Nhr entstand wohl infolge einer Unvorsichtigkeit eines Vorübergehenden an der Chaussee nach dem Schiffenberg rechts am Waldeingang ein kleiner Waldbrand. Niederes Holz hatte sich entzündet und brannte stellenweise. Das Feuer wurde jedoch bald von einigen Paffanten gelöscht. Der Schaden ist nicht erheblich. S. Langsdorf, 13. Juli. Das vor einigen Tagen (o aufsehenerregend angekündigte ^Gaisfest" zu .Langsdorf hatte wirklich einen glänzenden Verlauf. Der Ort war auss vorteilhafteste mit Laubgewinden, rotweißen, schwarzweißroten, einer gelbweißen und einer schwarzweißen Fahne festlich geschmückt, und schon in erster Mittagsstunde konnte man Festteilnehmer ans umliegenden Ort- scbajten durch die Straßen ziehen sehen. Gegen 3 Uhr nahm der Festzug an der Licher Pforte Aufstellung und bewegte sich unter Jubel und Musikspiel nach dem am anderen Ende des Dorfes gelegenen Schnepfen Hain. Der Zug wurde von zwei mit Blumen geschmückten Radfahrern und zwei stolzen Vorreitern angeführt. Diesen folgten die ganze weibliche Jugend, hübsm der Größe nach ausgestellt, dann em Musit'chor, der sxrr Direktor Köhler in Begleitung des Landwirtschastslehrers Schwarz aus Als- seld und einiger anderer Lehrer, der Kriegervereiin, der Gesangverein, dann der Gemeindebock mit einem Gefolge von cq. 50—60 Gaisen und Gaisböcken. Alle Tiere hatte man mit Blumen, roten und blauen Bändern aufs vorteilhafteste herausgeputzt. Im Schnepfenhain angekommen, hielt der „Gaijen-Direktor" Köhler die Festrede, in der er vor allen Dingen alle auswärtigen Teilnehmer des Festes begrüßte, und in der er hervorhob, daß das Fest einen sozialpolitischen Charakter trage. Er lich seine Rede in Lin dreimaliges Hoch auf das Vaterland ausklingen. Land- wirtschaftslehrer Schwarz referierte sodann in einem kurzen Vortrag über die Ziegenzucht: und chre Bedeutung für den kleinen und großen Bauer. Nunmehr nahmen Tanz und allerhand sonstige Vergnügungen, während man aus einer Wiese nebenan die Gaisen und Böcke froh heruni- springen ließ, ihren Anfang. Das so vortrefflich ausgedachte Gaisenfest nahm somit einen guten und schönen Verlauf. Man kann den Langsdorfern zu ihrer eigenartigen Idee nur gratulieren! § Butzbach, 12. Juli. Heute nachmittag gingen mehrere Unwetter über unserer Gegend nieder, die von wolkenbruchartigem Regen und Hagelschlägen begleitet waren. Man sand Hagelkörner, so dick wie Taubeneier. Der strichweise entstandene Flurschaden läßt sich momentan nicht schätzen. In Fauerbach v. d. H. verursachte der Blitz ein Schadenfeuer, das zwei Gebäude ergriff und von der rasch herbeigeeilten Löschhülfe auf seinen Herd beschränkt wurde. /\ Friedberg, 12. Juli. Die Erweiterung des Wasserwerks ist seitens der Stadt ins Auge gefaßt, um auch das vor zwei Jahren eingemeindete Fauerbach an- schlreßen zu können. Die Herstellung dieses Anschlusses wird die Summe von ca. 9000 Mark erfordern. — Die Gemeindesteuern werden um 10 pCt. erhöht. — Die Kirschenernte ist gegenwärtig im Gange. Sie fällt gering aus; man erzielt nicht eine halbe Ernte. Großen Verlust erleiden dadurch in erster Linie die durch ihren Kirschenreichtum berühmten Orte Ober-Rosbach und Ockstadt. Die Kirschenpreise sind daher sehr hoch. t. Laubach, 12. Juli. Am Samstag kam Se. Kgl. Hoheit der Großherzog mit Extrazug abends halb 7 Uhr hier an. Am Bahnhof wurde er begrüßt von dem hiesigen Grafen. Alsbald defllierten die Kriegervereine des Bezirkes an dem Großherzog vorbei. Am Abend brachte die Stadt dem hohen Gaste des Grafenhauses einen prächf- tigen Fackelzug dar, an dem sich die Vereine, die zwei ersten Klassen der Stadtschule und des Gymnasiums und der hiesige und auswärtige Kriegervereine beteiligten. Bürgermeister Jochem gab der Freude Ausdruck, Se. Kgl. Hoheit in Laubach begrüßen zu dürfen und brachte das Hoch auf den Landesherrn aus. Zwei Vereine trugen Lieder vor. Das Ganze bot in dem schönen Schloßparke eine herrliches Bild. Am Sonntagvormittag wohnte der Großherzog dem Gottesdienste bei, in welchem Pfarrer Volp. predigte. Um 3 Uhr nachmittags erfolgte der Einzug des Großherzogs im benachbarten Wetterfeld, wo oie Vorführung des Lutherfestspieles erfolgte. Lehrer Jakob hatte seinen ländlichen Gesangverein so geschult, daß er es wagen konnte, dies Festspiel aufzuführen. Man muß sagen, daß die Ausführung ihm und dec Beharrlichkeit seiner Wetterfelder vortrefflich gelungen ist. Besonders war Luther, die Hauptperson, sehr gut getroffen. Beim Verlassen des Festsaales überreichte der Landes fürst dem Lehrer das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen. Dann erfolgte die Rückfahrt nach Laubach, wo um 7 Uhr Diner stattfand, wozu Vertreter der staatlichen, kirchlichen und städtischen Organe Einladungen erhalten hatten. Um 9 Uhr fuhr der Laudesfürst unter jubelnden Ovationen der Bevölkerung ab. -n. Büdingen, 13. Juli. Bei einem gestern abend über unsere Stadt ziehenden Gewitter zündete ein Blitzstrahl gegen >/410 Uhr in den Stallnngsgebäuden des Fürstlichen Pachtgutes Salinenhof bei Büdingen. Im Augenblick stand der ganze Dachstuhl der Stallungen in Flammen, denen auch die Habseligkeiten der über den Ställen wohnenden Knechte und Mägde zum Opfer sielen. Dem beherzten Eingreifen einiger hiesiger Bürger gelang es, das Vieh bis auf wenige Stück Ferkel aus den Flammen zu retten, mittels in Eimern beigetragenen Wassers den Brand, soweit er schon die an die Stallungen anstoßenden Scheunen ergriffen hatte, zu löschen, und nach Eintreffen der Schloßspritze auch das Feuer nach dieser Richtung auf seinen Herd zu beschränken. Die nach und nach eintreffende städtische Feuerwehr setzte dem Weitergreifen des Feuers in der Richtung des Wohnhauses ein Ziel, sodaß es nach etwa fünfstündiger angestrengter Arbeit der Feuerwehr, Bürger und Gymnasiasten, welch letztere sich rührig am Wassertragen beteiligten, auf seinen Herd beschränkt war. Menschenleben sind keine zu beklagen. Die Trümmer der Stallungen brannten heute morgen noch. -h- Vom oberen Vogelsberge, 12. Juli. Gestern nachmittag zogen mehrmals starke Gewitter m der Richtung von Nordwest nach Südost über unser Gebirg. Die elektrischen Entladungen waren ungemein stark; mehrmals schlug der Blitz in Bäuine, strichweise hagelte es auch, ohne jedoch nennenswerten Schaden anzurichten. Hanau, 11. Juli. Auf der Bahnstrecke in dec Nähe von WllhelmSbad ließ sich dec 27 Jahre alte Kaufmann Her mann Stapf überfahren und blieb sofort tot. Er hinterließ einen Brief an ein Fräulein Hofmann. Stapf stammt aus Pforzheim und war in letzter Zeit auf den Höchster Farbwerken beschäftigt. a. Amöneburg, 12. Juli. Auf Anregung des Regierungspräsidenten hat der Landesausschuß zu den Kosten der Erhaltung der Mauerreste des ehemaligen Schlosses hier 250 Mk. bewilligt. Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In Mainz feierte der Geh. Kommerzienrat W. R ö m h e l d seinen 80. Geburtstag. Aus diesem Anlaß wurden ihm von den verschiedensten Seiten, auch durch die städtische Verwaltung Glückwünsche ausge- prochen. Geh. Kommerzienrat Römheld hat sich um den Mainzer Gewerbeverein verdient gemacht, deffen erster Vorsitzender er lange Jahre war und dessen Ehrenvorsitzender er heute noch ist. — Nach Mitteilung des Frankfurter statistischen Amtes ist die Volkszahl für den Stadtkreis Frankfurt a. M. unter Berücksichtigung der seit der letzten Volkszählung polizeilich gemeldeten Zu- und Abwanderungen, sowie des ent» prechenden Ueberschusses der Geburten über die Sterbefälle am 1. Juli er. mit rund 30 8 000 anzunehmen. — Die Generalversammlung des Kunstvereins für das Großherzogtum, die am 11. d. M. in Darmstadt stattfinden sollte, ist bis zum September vertagt worden.____________________ Gerichtssaal. Gießen, 13. Juli. Standgericht. Am Samstag verhandelte das Standgericht in der alten Kaserne stuei Fälle militärischer Vergehen. Der Gerichtshof bestand aus Major Hofmann als Vorsitzenden, Hauptmann Brandenburg und Oberleutnant Giese als Beisitzer. Im ersten ^all, welcher von Leutnant Wolff als Ankläger vertreten wurde, drehte es sich um Gehorsam sver- w e i g e r u g und Achtungsverletzung, begangen gelegentlich einer Kontrollversammlung in Lich. Der Wehrmann Großhaus daselbst Halle sich schon vor dem Antreten der Mannschaft zur Kontrolle einen Rausch angeschafft. Während nun die Mann- chaft auf der Straße angetreten war, erschien Großhaus unter der Tür einer nahe gelegenen Wirtschaft und fang ganz vergnügt gewöhnliche Tingeltangelmelodien, sodaß ein Teil der versammelten Mannschaft belustigt wurde. Der dienslluende Gendarm, der den bezechten Menschen vor Torheiten bewahren wollte, ging zu ihm hin, nahm ihn beiseite, machte ihn darauf aufmerksam, daß er schon bestraft werde, well er die Kontrolle versäume, verbot das Singen und veranlaßte den Kellner eines Lokals, auf Großhaus zu achten. Kamn war der Beamte wieder auf die Straße zurück getreten, so erschien der Sänger abermals vor dem Wirtshause und störte die Kontrolle. Erneut schritt der Gendarm ein, aber erst beim dritten Male brachte er den Mann aum Schweigen. Kläger und Gerichtshof waren übereinstimmend der Ansicht, daß eine Strafe von fünf Tagen Mlltelarrest für die Tat des Angeklagten als genügende Sühne zu erachten sei. Demgemäß wurde erkannt. — In der weiteren zur Verhandlung kommenden Sache vertrat Oberleutnant Stephan die Anklage. Der Unteroffizier H. Zuchland vom Kaiser Wilhelm-Regt. war beschuldigt, die nötige Achtung gegen einen Vorgesetzten verletzt zu haben. Der Angeklagte war als Küchen- Unteroffizier in der Küche des 2. Bataillons tätig. Der Tatbestand der Anklage war nach dem teilweisen Zugeständnis des Unteroffiziers Zuchland und nach der Beweisaufnahme der folgende: Am 1. Juu abends gegen 7 Uhr erschien Hauptmann B. in der Unteroffiziersküche des 2. Bataillons und direkt hinter ihm trat Zuchland, der Zucker aus dem Lager geholt hatte, ein. Man begab sich in die Mannschaftsküche, wo der Hauptmann die Kochkessel ableuchten ließ, dabei einen Tadel wegen des unsauberen Randes eines Keffels aussprechend. Zuchland widersprach wiederholt, ohne gefragt zu fein. Der Hauptmann rügte auch die unvor- schristsmäßige Haltung des Unteroffiziers, was der Angeklagte damit entschuldigt, er sei von ftüh 4 Uhr in der Küche ununterbrochen tätig gewesen und habe Kopfschme^en gehabt. Das Standgericht kam nach langer Beratung zum Schuldigspruch und erkannte auf 8 Tage Allttelarrest. -i- Gießen, 13. Juli. Wegen Beleidigung durch ein Zeitungs-Inserat wurde am Donnerstag der Besitzer und Redakteur des ,Bad-Nauh. Anz.", Peter Muth, von der Berufungsinstanz der hiesigen Strafkammer zu 400 Alk. Geldstrafe und in die Kosten des Verfahrens verurteilt. Tas Schöffengericht in Bad-Nauheim hatte s. Zt. nur auf 20 Mk. Geldstrafe und die Kosten des Verfahrens erkannt. Von einer Freibeitsstrafe wurde abgesehen, obgleich das Gericht bezweifelte, daß der Verurteilte durch die erheb- liche Geldstrafe überhaupt getroffen werde. Sport. E. T. Gieß en, 13. Juli. Bei drückender Hitze fanden gestern auf dem Trieb oie vom Gießener Fußballklub ausgeschriebenen Sportswettkämpfe statt. Die Ergebnisse waren befriedigend. I. 200 w-Vorgabelaufens: 1. E. P u t t l i tz (10 m Borg.) in 26 Sek., 2. L. Vogt (10 m Borg.), 3. H. Huber (0). — II. 100 w-Vorgabelaufen. Offen: 1. L. Schmalz (0) in 13 Sek., 2. W. S ch w a n (5 m Borg.), 3. K. Ens er (0). IIL 1500 m- Vorgabelauferr. Offen: 1. W. Schwan (0) in 4 Min. 53^/z Sek., 2. E. Puttlitz (0). — Von den 6 Läufern, die genannt hatten, liefen mir drei durchs Ziel, einer davon wurde disqualifiziert. IV. 100 m-Mallaufen, Klubmeisterschaft: nach vorangehendem falschen Start wurde 1. H. H u b e r in 14 Sek., 2. F. H a n n e s, 3. L. H o f. V. Fußballweitstoßen: 1. H. H u b e r mit einem durchschn. Stoß von 39,65 rn, bester Stoß 45,10 rn. 2. E. Puttlitz, Durchschn. 35,72jm, bester Stoß 43,20 m, 3. L. Hof, Durchschnitt 33,07 m, bester Stoß 37,60 m. VI. Dreisprung ohne Brett: 1. E. Seyfferth mit 9,50 m, 2. H. Huber mit 9,45 m, 3. E. Putlitz mit 9 m. VII. Weitspringen ohne Brett: Nur ein Konkurrent. A. Bötz 4,68 m. Handel ulldMrkchr. Volkswirtschaft. Märkte. Grimberg, 11. Juli. Fruchtmarkt. (Durchschnittspreis pro 100 Kilo.) Weizen 16.50 bis —Mk., Korn 14.50, bis 00.00 Mk., Gerste 00.00 bis 00.00 Hafer 14.30 bis 00.00 All., Erbsen-18.00—00 Mk., Linsen 00.00 Mk., Lein 00.00 Mk., Wicken 00.00 Mark, Samen 00.00—00 Mk., Kartoffeln 8.00 bis 9.00 All. 1c. Frankfurt a. M., 13. Juli. (Orig.-Telegr. des „Gießen. Anz.") Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktprelse. Weizen All. 16.75—17.00, Kurhessischer Alk. 16.75—17.00, La Plata All. 16.50—17.55, Kansas Alk. 16.50—17.50, Roggen (hiesiger) Marl' 16.50—17.50, Gerste (Wellerauer) All. 00.00—00.00, Franken- Felder All. 00,00—00,00, Hafer All. 14.25—15.00, Mais Mk. 12.25—12.50, Weizenmehl 0 All. 25.75—26.25, 2. Qualität All. 23.75 bis All. 24.25, 3. Qualität Mk. 21.75—22.25, Roggenmehl 0 All. 22.75—23.25, 1. Qualität All. 20.25—21.25, Weizenklele All. 9.00 vis Mk. 9.25, Roggenkleie Mk. 9.75—10.25, Maiskeime All. 10.25 bis All. 10.50, Franken, Pfälzer, Ried Alk.00.00—000.0. Alles per 100 Kg. ab hier. r 2 . tc. Frankfurt a. M., 13. Juli. (Telegr. Orig.-Bericht des Gieß. Anz."). Amtliche Dlotieningen der heutigen Viehmarktpreise/ Äuin Verkaufe standen: 403 Ochsen, 165 aus Oestreich, 57 Bullen, 2 aus Oestreich, 759 Kühe, Fersen, Stiere mid Rinder, 00 aus Oestreich, 179 Kälber, 105 Schafe und Hammel, 1117 Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegen-, o Schaflämmer. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1.Qualität69—71 All., 2. Qual. 65—67 All., 3. Qual. 59—63Mk.; Bulleii 1. Qual. 61 bis 63 All. 2. Qual. 58—60 All.; Kühe 1. Qual. 63—65 All., 2. Qual. 62 All., 3. Qual. 51—53 All, 4. Qual. 48—50 All., 5. Quaü 00—00 All. Kälber: 1. Qualität80—81 Pfg., Lebendgewicht 48—49 Pf., 2. Qual. 55—60 Pfg., Lebendgewicht 70—62 Pfg., Schlachtgewicht 66—68 Pfg., Schafe: 1. Qual. Schlachtgewicht 00—00 Pfg., 3 Qual. 00- 00 Pfg., 3. Qual. 00—00 Pfg.; Schweine 1. Qual. 56 - -57 Pfg., Lebendgew. 43 Pfg., 2.Qual. 00- 55 Pfg., Lebendgewicht 42-00 Pfg., <». Qual. 48 - 50 Pfg., Lebendgewicht 00—00 Pfg. — Geschäft: bei Hornvieh gut, bei Kleinvieh.gedrückt. Keili Ueberstand. Sriefkasten der Redaktion. (Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.) K. M. Darüber wird man wohl noch in Darmstadt zu ent» cheiden haben. Neueste Meldungen. Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers. Hirsch berg, 13. Juli. Der 3 0. Ab geordneten - tag des deutschen Krieg erbundes, zu o-em Pertreter aus allen Teilen Deultschlands eingetroffen sind, wurde durch den Vorsitzenden, General der Infanterie von Spitz durch eine Rede eröffnet, iw der er besonders die Notwendigkeit der Bekämpfung der Sozialdemokratie darlegte und sie mir einem Hochruf auf den Kaiser, die verbündeten Fürsten und die freien Städte schloß. An den Kaiser wurdk ein Telegramm abgesandt. Als Ort des nächsten Abgeord- netcntages wurde Krel gewählt. Stuttgart, 13. Juli. Der Generalleutnant z. D. Marchtaler, der die Feldzüge von 1866 und 1870 mitgemacht hat, Onkel des württembergischen Militärbevollmächtigten in Berlin, ist im Alter von 82 Jahren gestorben. London, 13. Juli. „Daily Telegraph" veröffentliche den Inhalt einer Privatunterredung, dre Deleasse nach der Rückkehr aus London mit einem Freunde hatte. Er sagte, der dem Präsidenten Loubet in London bereitete EmpfanZ war großartig und lieferte den Beweis für die Aufrichtig^ und Loyalität der englischen Regierung. Der tiefe Eindruck, den er selbst von dem Besuche m London empfing, sei, daß die Reise der Friedenssache und damit der Mensch- lichkeit diente. PortArthur, 13. Juli. Die Zahl der hier zusammen», gezogenen russischen Soldaten beläuft sich auf 30000. Weitere 16 000 Mann werden erwartet. Die Konferenz zwischen den Behörden unter dem Vorsitz des Kriegsministers dauert fort. Sie werden morgen ihren Abschluß finden. New-Dork, 13. Juli. Eine schreckliche Lynch» Justiz fand in Devon im Westen Virginias statt. Ein Neger, der beschuldigt war, ein junges Mädchen vergewaltigt zu haben, wurde eingefangen und lebendig verbrannt. Während der Scheiterhaufen brannte, wurde ihm die Zunge ausgerissen, die Augen ausgestochen, sowie Hände und Füße abgehauen. Die Krankheit -es Papstes. Rom, 12. Juli. 9,50 Uhr abends. Auf dem Peters-- platz und in der Umgebung des Vatikans sammelten sich heute größere Menschenmengen an. Die Wachen im Vatikan, die verstärkt worden waren als sich das Befinden des Papstes verschlimmerte, sind seit heute wieder auf den gewöhnlichen Stand gebracht worden. Die Aerzte fanden den Papst heute inbessererStimmung. Er bedauerte, daß Mazzoni ihm heute nicht erlaubte, das Bett zu verlassen und daß er seit acht Tagen ans Zimmer gefesselt sei. Auch die Kardinäle, die der Papst empfing, fanden, waß das Gesicht des Kranken nicht den Ausdruck eines Sterbenden habe. Das Auge sei, so erzählten sie, lebhaft, die Stimme klar, das Gedächtnis vortrefflich. — Der „d'Jtalie" zufolge hat das gesamte Personal " des Quirinals den Befehl erhalten, Rom nicht zu verlassen. Demselben Blatte zufolge hat der König beschlossen, im Falle des Ablebens des Papstes nach Rom zurückzukehren, andernfalls werden der König und die Königin-Mutter am 29. Juli, dem Todestage des Königs Humbert, in Rom ein treffen. Rom, 13. Juli. Die neue Besserun g im Befinde! des Papstes wird nach der „Voce della Verita" auf die nach dem Vatikan gebrachte Mitra d es h eiligen Januarius zu rückgeführt. Wie das Blatt erfährt küßte der Papst die wundertätige Mitra. Dann wurde die Stirn des Kranken mit der Mitra in Berührung gebracht. Schließlich wurde die Reliquie auf einem Tisch neben dem Bett des Papstes aufgestellt. — Im Laufe des gestrigen diachmittags verlangte der Papst häufig Nahrung.' Am Sonntag abend gegen 6 Uhr versammelte sich die katholische deutsche Kolonie in Rom, um im Petersdome für den Papst Bittgebete zu verrichten. Der Bittgang nach St. Peter fand unter großem Gepränge statt. Telephonischer Kursbericht« Irnnktun ä. SU. 13. Juli 1903. SY^/o Reicheanleihe . . 102.20 3'Vu do. ... 91.35 3V,o/o Konsole .... 102.30 3% do......91.35 8xii°/o Heesen .... 101.10 372% Oberheesen . . . 100.00 4% Oesterr. Goldrente . . 103.00 4xI6% Oesterr. Silberrento 100.95 4% Ungar. Goldrente . . 101.75 4°/o Italien. Rente . . . 103.35 4V, % Portugiesen . . . 49.35 3% Portugiesen 31.25 1% C. Türken . ... 34 00 Türkenlose 130.20 4% Grieoh. Monopol.-Anl. 43.80 4V2% äussere Argentiner —.— 3% Mexikaner .... 26.85 tVgO/o Chinesen .... 92.20 Electric. Schuckert . . . 92.00 Nordd. Lloyd . . . . 98.20 Kreditaktien 208.00 Diskonto-Kommandit. . . 186.20 Darmstädter Bank . . . 136.20 Dresdener Bank .... 146.90 Berliner Handelsges. . . 153.30 Oesterr. Staatsbahn . . . 142.90 Lombarden 18.00 Gotthardbahn .... 191.50 Laurahütte 213.75 Bochum ...... 172.80 Harpener 177.70 Tendenz: ziemlich fest. Bekanntmachung. Die Stelle des städtischen Vollziehungsbeamten (Psandmeisters> ist infolge Ruhestandsversetzung des bisherigen Inhabers anderweit zu besetzen. Allt der Stelle ist em penswnsfähiger Gehalt von 180 All., steigend um jährlich 40 Mk. bis zum Höchstgehalt von 2200 Mk,. sowie Hinterbliebeneu-Fürsorge verbunden. Bewerber, welche die Prüfung nu Finanzfach II. Kategorie bestanden und als Vollziehungsbeamtc schon praktisch tätig gewesen sind, erhalten den Vorzug. Ateldungen sind schriftlich unter Beifügung von Leberrslauf, Zeugnisabschriften und Gesundheitsschein bis zum 10. August hierher einzureichen. Gießen, ben 11. Juli 1903. 5494 Der Oberbürgermeister. I. V.: Cu r s ch m (tun, Beigeordneter. Bekanntmachung. Im Interesse einer möglichst frühzeitigen Juattgriffnahme der Arbeiten zum weiteren Ausbau der Fernsprechanlagen ist es erforderlich, daß die Anmeldungen neuer Fernsprech-Anschluffe spätesteuo bio 5um 1. August an die Kaiserlichen Telegraphen- atlstaltetr eingereicht werden. . Verspätet angemetdete und infolgedeffen außerhalb des Bauplans herzustellende Einschlüsse können in dem nächsten Bauabschnitt nur dann ausgesührt werden, wenn bie Antragsteller zu den entstehenden Mehrkosten einen Zuschuß von la All. leisten, lleberfteigcit jedoch diese Mehrkosten 50 All., so wnd der lvtrkitche Betrag derselben eingezogen. Darmstadt, den 8. Juli 1903. Kaiserliche Ober-Poftdirektton. Kobelt. Todes-Anzeige. SamStaa nachunttag um 4 Uhr entschlief sanft nach ld)tvevem Reiben meine treue Gattin, unsere liebe, gute Lochier, odjivefter, Schwiegertochter, Schwägerin und Tante Fran Marie Hcrzbcrgtr geb. Mohr im nocb nicht vollendeten 23. Lebensfahre, was wir 93er- wandten und Bekannten tiesdetrübt mit teilen. Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen, den 13. Juli 1903. Ö477 Die Beerdigung findet Dienstag ben 14. d. Mts., nachm. 2 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. 5468 Gießen, den 13. Juli 1903. Danksagung. Für die überraschend zahlreichen Beweise der Siebe und Teilnahme bei dem Verluste unseres teueren Entschlafenen Herrn Adolf Deutscher sagen Allen, Men, insbesondere auch den verehrten Feuerwehren unb dem Zither-Club unseren von Herzen tommenben Dank. Jur Namen der tieftrouemben Hinterbliebenen: Klise Deutscher, geb. Köhler. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schweren Verluste, besonders den Herren Kollegen des Verstorbenen, sagen wir innigen Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Stork. Schotten, den 12. Juli 1903. 03346 Versteigerungs-Anzeige. Montag den 20. Juli L I., vormittags 9 Uhr ansangend, fmbet die letzte Versteigerung des zur Konkurs- mafle Bönsel gehörigen Warenlagers statt. Es kommen zum Ausgebot: 1 Faß Rübäl, 1 Faß mit Honig, ea. IVa Zentner verschiedene Sorten Farben, eine Quantität Tabak, mehrere Züber, Fässer und Eimer, eine Partie Holzkoffer, ferner: Schlösser, Beschläge, Schrauben und Schraubenmuttern, mehrer Maurerhämmer, Pferde- und Schafschuren, Hobel- und Stemmeisen, mehrere Pack Schlüffe!, Ratten- und Mauösallen, 1 Revolver, 1 Terzerol; mehrere Lesen und Ofenteile, 10 Wafferschiffe, eine Partte Ehamottesteine, 1 Häckselmaschine, 1 Pfuhlpumpe, 1 gußeiserne Säule, 2 Träger, Achsen für Karren, sowie eine größere Quantität Papierdüten, 1 Dezimalwage, 2 Schreibpulte, Ladeneinrichtung usw. Auf Wunsch werden die Steigpreise gegen Stellung eines zahlungsfähigen Bürgen kreditiert. Grünberg, den 10. Juli 1903. 5479 Der Konkursverwalter. Auf unseren Antrag sind Nom. Mk. 1100 000.— 41/, °/oige, mit 102% rückzahlbare und hypothekarisch sichergestellte Teilschuldverschreibungen der &0tthitwrfaf)mt. DaS Konkursverfahren über daö Vermögen des Hutmacherö C. L. Gail in Gießen wird nach erfolgter Abhaltung deö Schlußtermins und vollzogener Verteilung der Masse hiermit aufgehoben. 5481 Gießen, den 10. Juli 1903. Großherzogliches Amtsgericht. Solzversteigerung Freitag den 17. l. MtS. werden aus dem Markwald der Gemeinde Lützellinden Distr. Eichelstück versteigert: Eichen: 5 Derbstangen, 9 cm Durchm., 4 m Länge — 0,13 fm (Deichsel pp.), 455 Neis- stangen mit 5,88 fm (Obstund Waschstützen), 1 rm Eichenknüppel, 2,5 m l., 11060Eichen- W eilen. Zusammenkunft vormittags 8 Uhr auf der Frankfurter Straße im Distt. Eichelstück. Groß-Rechtenbach, (5476 den 11. Juli 1903. Das Bürgermeister-Amt. Versteigerung. DteuStag den 14. d. Mts., nachmittags 2 Uhr, versteigere ich Neustadt ob dahier gegen Barzahlung: 1 Fahrrad, 2 Bände Arzneimittellehre, Billroth L Winu- wathers chirurg. Pathologie, 1 Sofa, 1 Kommode, 1 Kleider- fchrauk, 1 Bett u. f. w. 5484> vorn, Gerichtsvollzieher. DWliliMkii Stabt. Schlachthaus. Freibank« Morgen: 5497 Gchseoveisch 56 Kfg. Täglich von morgenS 9 Uhr ab frische Keidelveeren. 5492) I. Hankel, Schloßgasie 6. Caf6 Ebel. Heute abend 4910 DV Stammen««. Kt Schweineiendchen. Sauce bordelaise. Früh-Kmlchl la. Wetterauer gelbe Perle von Erfurt, 4 Zentner 41/, Mk^ versendet gegen Nachnahme ab Echzell A. Simon II., Kartoffel - Bersaudt - Geschäft, Echzell i.d. Wetterau. (5482 Kartoffeln größte Auswahl, billigste Preise, la. Lpeise- n. Salatfartoneln 100 Pfund Mk. 6.—. (5493 J. Sankel, Schloßgaffe 6. FlWeidruckttei für Haus- und Schiffsbedarf. FahueufabrU Franz Reinecke, Hannover.5475 6i)tnwtrfe Loüar, Miengesküschast zu Lollar, Lü. A Nr. 1—800 ä Mk. 1000.—, und Lit. B Nr. 801—1400 ä Mk. 500.— zum Handel und zur Notiz an der Börse zu Cöln zugelaffen. Der Prospekt ift in dieser Zeitung am 19. Juni 1903, erstes Blatt Nr. 141, veröffentlicht. 5478 (UIn, den 11. Juli 1903. Sat. Oppenheim jr. & Co & 6496 & Gießen, im Juli 1903. Römheld, Rechtsanwalt unb Notar Meine Anwaltspraxis erleidet durch meine Beurlaubung als Notar feine Unterbrechung, wird vielmehr auf meinem Bureau durch einen ministeriell bestellten Vertreter weitergeführt. Lehrmädchen I mit guter Schulbildung gegen nwnatliche Vergütung sucht ■ 54* A. Goldschmidt, chießeu. | ?.it verkaufen Zohannis- n. Stttdjelbccren zu verkaufen (03266) Neustadt 49. Eiserne Treppe mit Holztritten preiswert zu verfaulen (5491 ___________SelterSweg 22. ^o^nnbcteren^QunvnerzMt In vermieten 03336) Wohn ung zu ver- mieten. Näheres Wollstraße 11. 03345) Wohnung von drei Zimmern an kinderlose Leute zu vermieten_____Neuen Baue 9. 5489) Stieme Wohnung zu ver- mieten Alarburgerstratze 29. Pin I Affic SU oerm. (03347 tilU UÜglO Rutergqsfe 28. gßrouc Wohnung, erster Stock nebst allem Zubehör, schöner Garten und Bleichplatz, per 1. Oktober eventl. spater preiswert zu vermieten. 5115 Di. Dppenheimer Sohn. Zum neuen Saalbau früher Steins Garten. Heute, Montag den 13. Juli 1903, abends 8 Uhr: Einmaliges Konzert der Kapelle des 9. Württ. Inf.-Regts. Nr. 127 aus Ulm Direktion: Stabshoboist L. Kruse. 5490 Eintritt 50 Pfennig. » Treschen* & Schrödel. Sotimii, foniiotf 1902 Unser diesjähriges Sommerfeft 3: Straßenrennen findet statt am Sonntag dem 28. Juli. Alles Nähere ist ans den Plakate« nud Programme« zu ersehe«. Men Radfahrern, die an den Rennen teilnehmen wollen, wird das Programm auf Wunsch gratis und franko zugesandt. Die ausgesetzten Preise haben einen Wert von ca. Mk. 150.—. 5386 4854] Ostartlage 40, neben der Freimaurer-Loge, ist die Parterre-Wohnung per 1. Oktober evtl, per 1. September zu verm. U. Keller, Ostanlage 39, 1L 4962] Schönes Logis, 2 Zimmer, Küche ic. preiswert zu vermieten. M. Levi, Seltersweg 35. 5206] Schöne 3-Zimm.-Wohn. und 2-Zimm.-Wohn. mit Hab. an ruh. Leute zu verrn. Asterweg 44. 3-Zmmct-Uohiluilg i.Tu8. zu verm. [5213] Bahnhofstr.51,111. 2975] Schöne 3-Ztmmerwohn- «ng per sofort zu vermiete«. ______________Schottstraße 7. 3884] Mansarden-Logis, drei Zimmer und Küche, Wasserleitung und Zubehör per sofort zu verm. L. Keidel, Sonnenstraße. 4228] Stephanstr. 11 schöne Fünf- zimmerwohng. m. Bad u. Zub. z. v. 4847] Evelllraße 3 Parterre- Wohnung, 5 Zimmer mit Zubehör, sofort zu Dcrmieten. Näheres bet A. Kröll Söhne, SelterSweg 12._________________ 5166] Im Eckhaus Step Han- Goethestraße Parterre-Stock, 5—6 schöne Zimmer mit Bad z. 1. Oft zuverm. Karl Hahn, Löberstr. 17. 5302) Schöne 4-Znnmerwohn- ung im 2. Stock mit Zubehör zu verm. Nah. Wilhelmstr. 3, HI. 5851) Schöne Mansarden- Wohnung mit adgeschloflenent Vorplatz und Wafserleitung per L Aug. an ruh. Familie zu verm. Christ, «einer, Bahnhosstr. 63. Bahnhofstraße 63 freundl. Wohnung im Hinterhaus, erster Stock, 3 Zimmer, Küche, abgeschlossener Vorplatz, neu her- gerichtet, per L August zu verm. 5852)_________Christ, «eiber. 5353) Im Vleubau Stei«- stratze 75 schöne 3-Zimmerwohn- ung nebst schönem Bodenraum und allem Zubehör per sofort oder später zu vermieten. ______________Näheres daselbst. 5356) In meinem Hause Liebig- straße 68 find der 1. u. 2. Stock, bestehend aus 5 Zimmern, Badert nd Mädchenzimmer, Koch» und Brenngas, Gartenanteil u. allem der Neuzeit entsprechend. Zubehör zu vermieten. Näheres 2. Stock. Die Mansarde meines Hauses, eu,e Wohnung von 4 geraden Zimmern u. Küche, per 1. Oktober zu vermieten. 5413)_________Carl Nowack. bine t ZinMt-MlMNg mit Kammer für ruh. Leute zum 1. August zu vermieten. 03292 9täh. LöberS Hof S, III. Durch Versetzen des Herrn Hensler ist das 1. Obergeschoß, eine elegante 4-Zimmerwobnung mit Bad, Balkon und sonstigen, der Neuzeit entsprechenden Einrichtungen in Wilhelmstraße 6 per 1. Oktober zu vermieten. Näheres daselbst.________(5452 5451) In unserem Neubau Ecke Brandplatz und Landgrafen- straße sind elegante 2-, 3-, 4- ober o-Zimmerwohnungen per Oktober zu verm. Birkenstock öe Schneider. 4543] Herrschaftl. 6-Ztmmer° Wohnung zu vermieten Keplerstraße 1, Bel-Etage. 08295) Eine sehr schöne Lree- zimmerw. in. Zub. u. sep. Eina, proi5w. zu verm. Steinstraße 2o. 4764] Eine 6-Zimmerwohnung in Wilbelmstratze 10 mit allen entsprechenden Einrichtungen zu vermieten. Desgleichen eine schöne Dreizimmerwohnung im Seitenbau an ruhige Leute. Btrkenstock & Schneider. Ein größeres Logis per sofort zu vermieten. SelterSweg 50. Südanlage 23 elegante 5—6-Znnmerwohnung mit Zubehör, Bleichpl., Gas und eleftr. Licht, ist per 1. Oktober anderweitig zu uermieten._(5224 5225) Schöne 3-Zimmerwohn- ung, mtttelsterStock, Tiefenweg 19, per 1. August an ruhige Leute zu verm. Edgar Borrmann. Seltcroweg 61 kleine Wohnung an ruhige Fa- mdte sofort zu vermieten 15158 5136] Eine 3-Zimmer- und eine 2-Zinuner-Wohnung mit ab- geschloßenem Korridor und allem Zubehör zu vermieten _________Marburgerstraße 27. 5137] Eine elegante 5-Zimmer- wohnung mit allen Bequemlichkeiten per 1. Oktober zu vermieten _________Marburgerstraße 25. 5043] 4—6-Zimmerwohnung, per 1. Oktober eventl. früher zu vermieten Bahnhofstraße 22. 4960] Ludwigstr. 57 schöne 5-Zimmerwohnung zu vermieten. Näheres im Hinterhause daselbst. 5091] In meinem Hause ist die Mansardenwohnung mit allein Zubehör an ruhige Leute per sofort oder später preisw. zu verm. ______I. Pfeffer, Marktplatz 6. 4765] Eme schöne 7-Rimmer- Wohnung mit Bad, Balkon und allen der Neuzeit entsprechenden Einrichtungen zu vermieten __________^rantiurterslraße 29. Mhlllliig Mäusburg 12. 03338) Einfach mobl. Zimmer zu Perm. Aster weg 9, Hof links. 08343) Kl. rnöbl. Zimmer an reinl. Arb. z. v. Mäusburg 12,111. 03310) Schön möbl. Zimmer zu vermieten Bahnhofstr. 23, I. 03319) Anständ. Arbeiter kann Schlafstelle erh. Maigasse 11, II. 03333) 2 Arbeiter können Kost u«d LogiS erhall. Mäusburg 3. Mövl. Zimmer ev. mit Kost zu vermieten. Neustadt 14.__ 03287 3576] Möbl. Zimmer mit Kab. zu vermieten Neuenweg 10. 03128] Ein frdl. möbl. Zimmer zu verm. Alieestraße 19, Nebenh. Ein Laden den Zimmern, eventuell auch mit Logis in bester Geschäftslage zu vermieten. (5461 ________Näheres Kreuzplatz 3. Ein großer, kühler u. trockener ££ Keller per sofort zu vermieten. [4459 Zu erfragen in der Exp. d. Bl. Offene Nellen Die Bezirksdirektion einer ersten deutschen Krankenkasse sucht noch ciniste flbrfrs’ti’r t,oi)c tüchtige XJWIUIU Bezüge anzustellen. Off. unter 5474 beliebe man m d. Exp. d. Bl. niederzulegen. Former gesucht! Großes rhein. Hüttenwerk sucht tüchtige, solide Former für Po- terie-, Ofen- und Maschtnenguß bei gutem Lohn in dauernde Arbeit. Eintritt sofort. (5256 Offerten unter Chiffre J. M 791 an Haafensteiu & Bögler, A.G., Köln._______________ 2-3 tüchtige Tüncher gesucht. Näheres Frank,unerstraße 62, II. 5480) Joh. Äg. Pfaff. Tüchtiger Lchlasser 5483 gesucht. Wigaudt, Löberitraße 5. Wize Mm« erhallen Arbeit bei 5442 Earl Groth in Marburg. Zigarre«- tinö Wiltelmacher für Seilchelheim n. Wißmar gesllcht. § Rian L Claas. Hnchtlge Arbeiter finden gegen hohen Lohn dauernde Deschästlgung. 5456 ______Carl HaaS junior. 2-3 Hmdlmger per sofort gesucht. 5486 H. Launfpach, Alieestraße 22. Kätscher ^b^Wallthorstr. 41^^ Junger Hausburfche gesucht. _________Ludwigstr. 20. 03321 M jung. Näöchea gesllcht. 5487)_______Goethestraße 46, I. Tüchtiges MäScheil sucht (03344) Neuen Baue 9. Tüchtiges jflädchen für Hausarbeit, das auch kochen kann, gesucht. (5495 ___________MäuSburg 7. Jüngeres Mädchen für leichte Hausarbeit gesucht 03289) Frankfurterstr. 62, 2. Etg. Tüchtiges, austäud. Mädchen, welches gut bürgerlich kochen kann und Hausarbeit übernimmt, sofort gesucht. (5024 Frau Oberleutnant Schröder, Ali cestraße 12. WffDHMW Zililge, tüchtige Lertüilseriil sucht baldigst Stelllmg in Gießen ober nächster Umgebung, gleich welcher Branche. Gefl. Angebote unter 03270 an die Exp. d. Bl. Ue eich reden es 03340)_______Kirchenplatz 18. 03339) Eine Frau geht Bügel« und Nähe«. Lindengasse 18, pt. 03337) Eine Frau geht Wasche« und Putze«. Steinstraße 78. Mertore« ein Portemonnaie mit 'xj Inhalt am Samstag aus dem Wege von der Hammstr. (Restaur. Wiechard) bis in d. Nahe d. Bootshauses der Nudergesellschaft, dem Bahndamm entlang. Abzugeben gcg. gute Bel. Marburgerstr. 27,111 Lill junger Jag-Hunil zugelaufen (03848) SelterSweg 44. Im Stricken u. Nnstricken von Strümpfen empsehle ich mich angeleflentlidift StriLgarnefbkflkVnalitStniI habe ich stet- vorrätig. RF Preise billigst. *188 Ernestine Höptoei Grünbergerstrutze 17. GSGOOOOOO»