Samstag 13.JunilS03 153. Jahrgang Viertes Blatt. Gchalstraße 7. Ubrefle tüt Depelchenr Anzeiger Gichcu. grnilprrd)an1d)tu6 Nr. 6L Wahlversammlung für die Wahl Heyligenstaedt. Großen, 12. Juni. Nr. 136 »rfchetnt täglich außer Sonntag-. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem ktsfischea Landwirt die Gtetzever Familien- blätter viermal in der Woche beifleleflt NolalionSdruck tu Verlag der vrühl'jchen Unweü.-Buch- n. Stein- brudern (Pi«ßchErb«y Daß aber Herr Heyligenstaedt in der Tat die Schmerzen des Handwerks und des Kleingewerbes auch wirklich kennt, dafür bürge nicht nur feine ganze seitherige Tätigkeit, dafür spreche auch der Umstand, daß er als Vor - sitzender des Gewerbevereins jahrelang Gelegen heit hatte, diese Wünsche kennen zu lernen und für ihre Ausführung zu wirken. Redner schloß seine sachlichen, von den Anwesenden aufmerlsam verfolgten Ausführungen unter dem Beifall der Zuhörer mit der Mahnung an alle besonnenen, e in em vernünftigen Fortschritt huldigend en Wähler, am Tage der Wahl demjenigen Kandidaten ihre Stimme zu geben, der vermöge seiner ganzen Persönlichkeit ihnen die größte (Garantie dafür gebe, daß er des Vertrauens der Wähler sich würdig erweisen werde, als welcher nur Herr Kommerzienr al und Beigeordneter Heyligenstaedt in Betracht kommen könne. — Von feiten der sozialdemokratischen Parteileitung in ließen war als Wegenrebner Herr Beckmann erschienen, der sich zur Entgegnung hierauf das Wort erbat und, als es ihm erieüt war, auch den ausgiebigsten Gebrauch davon machte Von seinen Ausführungen, die sich im allgemeinen in Bahnen bewegren, die vermöge ihrer Pbrafenhaftigkeit und durch Lchüruna des Klassenh afses ja ihren Eindruck auf unselbständige und insbesondere jugendliche Wähler nie verfehlen, wie der Beifall der zahlreich erschienenen Sozialdemokraten bet verschiedenen firaftfteUen bewies, seien nur zwei seiner Behauptungen niedriger gehängt, einmal, Dan das deutsche Volk das Vertrauen zum deutschen Richter, zur deutschen Rechtsprechung völlig verloren habe, oa die deutsa- n Gerichte sich die es Vertrauens durch ihre Rechttprechung verlustig gemacht Hütten, und daß weiter es mu den Verleumdungen des deutschen Expeditionskorps in China durch die sozialdemokratische Presse Redner kam nun auf die Kandidatur Heyligcn» t a c b t zu sprechen. Er erwähnte zunächst, was ja in Stabil und Lano hlnlängltäi bekannt ist, daß der Kandidat der vereinigten bürgerlichen Parteien Gießens es durcb eisernen Fleiß, hervorragende Intelligenz und ttenge geschäftliche Reellttät verstanden habe, sich aus klein,ten Anfängen zu einem bedeutenden Industriellen emporzuarbeuen, der vielen Hunderten von Arbeitern Brot gibt und mit allen Kräften und unter großen Opfern -emüht ist, ihnen dieses Brot auch in den Zeiten wivr- chafllichen Anoie Blüte der Städte geknickt werde, wer hätte den größten Nachteil? Doch in erster Linie die Arbeiter, weiter aber auch die Landwirtschaft, da diese dann ihren Hauptabsatz- , markt, blühende, im Aufschwung begriffene, kaufkräftige , Städte verlieren müßten. Uebrigens habe der rationell wirt- • schäftende Landwirt noch in anderer Hinsicht ein Interesse an langfristigen Handelsverträgen, da er dann eben» i falls vor ihm unliebsamen Ueberraschungen in der Zoll» , Politik für eine Reihe von Jahren sichergestellt sei. An- । gesichts dieser Erwägungen sei es geradezu i unbegreiflich, wenn die sozialdemokratische , und die Reformpartei erklärten, sie würden sich dem Zustandekommen von Handels^ vertrügen auf Grund des neuen Zolltarifgesetzes aufs äußerste widersetzen. Was wäre die erste Folge dieser ablehnenden Haltung? Dann liefen eben die dermaligen Handelsverträge einfach weiter und die Landwirtschaft habe nur die seitherigen niedrigeren Korn- und Viehzölle. Und in der Industrie würde jener Zustand der Unsicherheit eintreten, der für die Masse der Arbeiter geradezu verhängnisvoll werde. Da fei es denn im Interesse aller erwerbenden Stände unbedingt geboten, daß man sich auf eine M it te l- linie vereinige, daß man kleinere Wünsche beiseite setze und nur das Interesse des Ganzen im Auge behalte. Aus diesem Grunde seien die übertriebenen Forderungen bezahlter und von der Unzufriedenheit des Bauernstandes lebender Agitatoren des Bundes der Landwirte bei Lichte betrachtet geradezu bauernfeindlich. — Die Ausführungen über das Zustandekommen des neuen Zolltarifs riben dem Redner noch Gelegenheit, sich über das Ser- alten der sozialdemokratischen Reichs tags- mitglieber in den Kommissionen und im Plenum des Reichstags zu äußern. Die Sozialdemokraten hatten die Absicht, mit allen Mitteln zu Verbindern, daß rechtzeitig ein brauchbarer Zolltarif zu ,'tande komme, gleichgiltig, ob die jetzt laufenden Haiidelsverlräge zu Ende gehen oder nicht und unbekümmert darum, ob unsere Regierung dem Auslande gegenüber beim Abschluß neuer Verträge in einem neuen Tarif eine schneidige Waffe und besseres Rüstzeug als der jetzige Tarif besitze oder nicht. Die Sozialdemokratie brauchte für die dteuwahlen eine Parole und stellte daher auch in dieser Frage das Interesse der Partei über dasjenige des Vattricuwes. Phrasen w i e B r o t w u ch e r rc. verfehlen bekannttick) ihre Wirkung auf die Masse« niemals. Noch fei in aller Erinnerung jenes jedem Anstande hohn- Jn Großen-Bufeck fand am Mittwochabend eine i vvn allen Parteien zahlreich besuchte Wählerversammlung I für die Kandidatur heyligenstaedt statt. Der zur ' Verfügung stehende sehr geräumige Saal bot nicht allen Er- 1 schienenen Sitzgelegenheit, sodaß ein Tell derselben mit Stehen vorlieb nehmen mußte. Nachdem Herr Bürgermeister Schwalb den Vorsitz der Berscunmlung übernommen hatte, begründete Herr Dr. Metzler aus Gießen in einstündigcr freier Rede den Standpunkt der vereinigten bürgerlichen Parteien im Wahlkreis Gießen. Nachdem Redner einen turzen historischen Rückblick auf bie Entwickelung der Parteien in Deutschland gegeben und betont hatte, daß man, ob man nun wolle oder nicht, mit der Tatsache rechnen müffe, daß die rein politischen Momente, die zurzeit der Gründung des Reichs und bis in die achtziger Jahre des vorigen Jahrhunderts maß- gebend gewesen seien, allmählich in den Hintergrund getreten feien und daß es neuerdings Fragen mehr wirtschaftlicher Natur seien, die seit einigen Jahren die Wähler unD Parlamente bewegten, wandte er sich zunächst gegen die Sozialdemokratie. ES seien hauptsächlich Gründe zweierlei Art, die mit Naturnotwendigkeit bewirken mußten, daß diejenigen Wähler, die selbständig zu denken vermochten, einem sozialdemokratischen Kandidaten nun und nimmer ihre Stimme geben könnten. Zunächst seien die grundlegcndenLehren der Sozialdemokratie von den eigenen Parteigängern sehr stark erschüttert worden. Die rrüher als heilige und unumstößliche Dogmen von den Führern und Massen betrachteten Sätze von der B e r e l e n d- ungstheorie und von der Vernichtung der kleinen selbständigen Existenzen durch die Großkapitalisten ließen sich angesichts der nicht ans der Welt zu schaffenden und namentlich auch von dem sozialdemokratischen Reichstagsabgeordneten Bernstein nachgewiesenen Tatsachen nicht länger aufrecht erhallen, dag gerade die Lebenshaltung der Arbeiter in den letzten Jahren die offensichtlichsten Fortschritte gemacht habe und daß wetter nach allen vorhandenen Statistiken und den Ergeb- Nissen der Einkommenfteuerveranlagung in Preußen, Sachsen rc. die Zahl der selbständigen Unternehmer nicht nur nicht abgenommen, sondern rvesentlich zugenommen habe. Seien somtt bie seither als felsenfeststehend betrachteten Grundlagen der sozialdemokratischen Lehre von sozialdemokratischen Partei- großen selbst erschüttert worden, so fei es nameM- kich wetter das bei jeder Gelegenhett zu tage tretende vaterlandslose Verhalten der sozialdemokratischen ReichstagSfrattion, das alle patriotisch gesinnten Wähler geradezu abftoßen müsse. Einen hervorragenden -tetlber ReichStagslängkett bilbe bekanntlich bei monä-en fo-ulldem. Abgeorbneten ber Sport, unsere schmutzige Wasche vor bein Auslanb zu waschen, alle ^ckMache-i unb Schäden, die sich an unserem Volkskörper zeigen, zu übertreiben unb alle großen Einrichtungen bes Reiches, wie Heer unb Karine unter dem dohngelächter unb zur Schabenfreube des Anslanbes nach Möglichkeit in ben Schmutz zu jieben. Reimer erinnerte an ben famosen Xudertriet, art ?ic abscheulichen, bie in China lampfenben deutschen So^ baten oetieumbenben sog. Hunnenbrtefe unb anberes mehr Auch über bie Enbziele bes loztaldemokrattschen elukunft^ftaates verbreitet sich ber SR ebner. 68 seien bte lebten Absichten, von benen sreilich in Wahlversammlungen, WalUiluablöttem unb bei anderen Gelegenheiten, bet benen eä gelte, ben Wöhlern SanbinbieAugenzu st reuen, nichts zu erfahren sei, nicht mtbers zu erreichen als biwch einen reinen Zuch thausstaat, tme namentlich au» ben Ausführungen des sozialbemokratischml Reichstogsabgeorb. neten Koutsky, ber wieberholt ben Schleier ither bte letzten W-ichten ber Sozialbemvkratie gelüstet habe. Mit aller Deutlichkeit hervorgehe. Jebe persönliche btethett falle weg, Me tu ema tenben Staatüjabrifcn mürben retne Zellenge. tihmniüi- unb bte ^lahl der Gensdarmeti, Aufstchtsbeam- ÄüÄX'farc tc. müßte ins Unglaubliche ver. Ehrt werden. Wie es in dem gerühmten loztalbemokrati, schen Kukunftsstaate aber mit bem ^mUienlcben, auf bas 'Frabe^imr Tentsche so großen Wert legten, stehe, gehe daraus l"roor, baß ben Jdm.lien die Kinder genommen mtb m aroßen Staatsanstalten erzogen werden |«Bm. Die ®Itern bekämen ihre Sänbrr nur wie jetzt ine ftabetten tn ben Serien aus kurze Zeit zu Gesichn, Da« auch bas anb-r- Enbziel der Sojialbcntotratie, daß eine republrka niitbe Staatssorm, kein Aortfchrm.. fonbern ein Rückschritt sei, auch abgesehen von der ^Lstache, das das bTut *e Doll m Freud unb Leid zu seinen ang-stammten Fürsts halte und sich durch kernerlei Beriprechuitgen und "ockuugen davoi, abbr>ngen laife, beweise em Blick m bie bestehenden Sepablilen, wo Korruptwn, Kliquen- und »Ätternwiitjchast. Ltreberimn -c. an ber Sagesorbnun S Erwäge man dies alles, so sei es ausgeichlossen^ da lie ieibftänbiä b-nl-nben Wühler in -ladt unb Land di „' ch' nicht foweit verhetzt seien, baB ,,° m der Vermehr- ber Unzufriedenheit unb -churung des Klassenhajj-S ihf ^-iiptziel sähen, einem sozialbemo- tratiiäien Kandidaten ihre Stimme geoen. _ Redner kam svdann auf bie Sanbibatur Koh.er ,-^chcn Auch hier rourbc betont, daß man es keinem femSanbe Übel nehmen könne, wenn er leme mate- Tielle La«e verbessern wolle. Tas ,er ganz ,elbstver- Üänblicki ~unb als Zeichen gefunben Fortfchrltts mit »reu« d. n iü bearüßen Wenn indessen bie Landwirte neuerdings Hd m l®rmuisungeu zusummengetan hatten und ihren l-n-beranaen n ben gesetzaeb enden Mr^rschasten Geltuiig zu derschassen suchten, so dürsten sie dabei doch nicht ver ja weiter nirfjt trief auf sich habe, da ja doch nur Gesindel sich als Frei willige gemeldet und an der Expedition teil genommen hätten. Es war den nun solgenoen Rednern, Herrn Amtsrichter Wiener und Tr. Metzler ein leichtes, dem RtLner eine ganze Reihe von Unrichtigkeiten nachzuweisen und insbesondere seine beleidigenden Senter Lungen über das deutsche Expeditionskorps in China gebührend an den Pranger zu stellen. Nachdem noch Herr Dr. Metzler erwähnt hatte, daß eine so tiefe Kluft zwischen den bür* a erlich en Parteien undder Sozialdemo kratie schon in d en g run d l e g e n d e n Fr a g en vorhanden sei, daß es keinen Zweck habe, wie der anwesende Vertreter der Sozialdemokratie anscheinend wolle, die ganze Nacht zu debattieren, da einer den andern doch nicht überzeugen werde, wies er in seinem Schlußwort darauf hin, daß trotz aller Parteiunterschiede, einerlei ob man nun ntefer links, in der Mitte ober mehr rechts marschiere, die Liebe zum deutschen Vaterla nd alle umschlinge, daß ein mächtiges einiges deutsches Vaterland das Ziel aller Parteien sein müsse, forderte er die Anwesenden auf, auf unser geliebtes deutsches Vaterland ein kräftiges Hoch auszubringen, in welches die Anwesenden mit Ausnahme einiger verbissener Sozialdemokraten begeistert einstimmten. Aus dem nun anschließenden, wenn auch kurzen Zusammensein der erschienenen Gießener Herren mit einem Teil der Großen-Busecker Wähler konnte man, wie an anderen Orten des Wahlbezirks, die Wahrnehmung machen, daß eine gewisse Köhlermüd igkeit vorhanden ist. Die Landwirte sind denn doch zu stolz, sich von einem Manne im Reichstag vertreten zu lassen, der es nicht der Muhe, wert hält, sich ihrer Znteressen im Reichstag auch nur irgendwie anzunehmen. Man hörte wie auch anderwärts die Meinung, daß Kohler weit besser im Interesse der Landwirte daran getan hätte, wenn er darauf verzichtet hätte, sich nochmals als Kandidat aufstellen zu lassen. Seine Tätigkeit als Landtagsabgeordneter, als Bürgermeister und seine übrigen Berufsgeschäfte machen es ihm nach der Ansich t vie ler Wähler absolut unmöglich, auch noch den Pflichten eines Reichstagsabgeordneten trotz vielleicht besten Willens gerecht zu werden. Auch aus dieser Versammlung wie aus Besprechungen mit den Vertrauensmännern an anderen Orten fonnüe man die lleberzeugung gewinnen, daß ein großer Teil der Wähler auf dem Lande, die vordem für Köhler waren, für Heyligenstaedt stimmen werden, und daß es aller ^2ahr- fcheinlichkeit nach zu einer Stichwahl zwischen dem sozial- oemokraten Krumm und dem Kandidaten der vereinigten bürgerlichen Parteien kommen werde, in welcher selbstverständlich die Landorte 9)1 ann für Mann ihren geschworenen Todfeinden durch Abgabe ihrer Stimmen für den Kandidaten Heyligenstaedt abgegeben werden, von dem sie überzeugt sein können, daß er wie das Interesse aller Erwerbsstände auch das ihrige nach besten Kräften wahrnehmen werde. aber nur in Flaschen, wo Plakate aushängen. Verdingung. Für die Feldbereiuiguug Gießen, rechts der Lahn sollen die zur Regulierung der Kropbach erforderlichen ArbeUen und Lieferungen im Wege schriftlichen älngebotes öffentlich vergeben werden und zwar: 1. Grabenarbeiten veranschlagt zu 5367 Mk. 2. Fuhrleistungen „ „ 153 , 3. Herstellung eines eisernen Steges „ u 275 , Voranschläge, Bedingungen und Pläne liegen bei der unter» Zeichneten Behörde zur Eüisicht auf. Angebote haben in Prozenten deö Voranschlages zu erfolgen. Die Offenen sind verschlossen, postfrei mit entsprechender Aufschrift verfehen bis Samstag, den 20. d. Mts. vorm. 11% Uhr bei der unterzeichneten Behörde einzureichen, ivoselbst auch deren Eröffnung um die angegebene Zeit in Gegenwart der etioa erschienenen Bieter ftottfinDet. Zuschlagsstist 14 Tage. 4710 Gießen, am 11. Juni 1903. Achh. KtituriiWltinn Cießen. ____________________W iß mann._____________________ Heugras-Verfteigerung. Das Heugras von den Domanialwiesen der Oberförstereien Wieseck und Gießen wird versteigert: 1. In der Gemarkung Alten-Buseck Donnerstag den 18. Juni, vormittags 9 Uhr, in der Wirtschaft des Herrn Wilhelm Rabenau zu Alten-Buseck. 2. In der Gemarkung Wieseck Freitag den 10. Juni, vormittags 9 Uhr, in der früheren Dorfeld'schen Wirt- schäft zu Wieseck. 3. In der Gemarkung Gießen an demselben Tage, nachmittags 3 Uhr, in der Leib'scheu Wirtschaft im Philo- fophenwald bei Gießen. Gleichzeitig findet hierbei die Vergebung der Steinlieferung und der zur Herstellung einer Schleuse auf den Weidwiesen erforderlichen Arbeiten statt. Gießen, den 10. Juni 1903. Großh. Oberförsterei Wieseck. Großh. Oberförsterei Gießen. Weigand. I. 93.: 4703 ________________________Schwinn, Gr. Forstassistent. Mrscheuversteigerung. Die diesjährige Äirscheuernte von nachverzeichneten Straßenpflanzungen im Kreise Friedberg soll wie folgt versteigert werden: 1. Donnerstag den 18. Juni l. I., vorm. 8 Uhr, an der Ackerbauschule bei Friedberg von der Straße Friedberg—Homburg und um lV/a Uhr am südlichen Eisenbahnviadukt bei Niedcr-Wöllstadt von der Straße zwischen Nieder- Wöllstadt und Okarben. 2. Freitag den 19. Juni l. I., vorm. 11% Uhr, am Chausseehaus bei Ilbenstadt von der Straße Ilbenstadt— Assenheim. 3. Samstag den 20. Juni l. I., nachm. 2 Uhr, am südlichen Ausgang von Fauerbach von der Straße Fauerbach-Ossenheim. 4. Montag den 22. Juni l. I., vorm. 9 Uhr, am Stein 6,6 bei Södel von der Straße Södel—Melbach. 5. Dienstag den 23. Juni L I., vorm. 8 Uhr, am Kilometerstein 29,6 in der Nähe von Bad-Nauheim. 6. Mittwoch den 24. Juni l. I., vorm. 8'/2 Uhr, am ChausseehauS bei Dortelweil von der Straßenpflanzung daselbst und um 11 Uhr am Abzweig der Straße Vilbel— Offenbach von dieser Pflanzung. 7. Donnerstag den 25. Juni L I., vorm. 8 Uhr, nächst der Brücke am Stein 13,8 von der Straße Butzbach—Lich. 4697 Friedberg, den 11. Juni 1903. Der Großh. Kreisbauinspektor. I. A.: C e l l a r i u L, Regierungs-Baumeister. Keugras-Iersteigerungen der Fürstlich Solmsischeu Nentet Lich. DaS Heugras von den fürstlichen Wiesen re. wird versteigett: Montag den 22. Juni, vormittags präzis 8 Uhr, von den Wiesen in der Gemarkung Lich, oberhalb der Stadt, zusammen 100 Morgen. Zusammenkunft an der Saubrücke. An demselben Tage, nachmittags präzis 1 Uhr, von den Wiesen unterhalb der Stadt Lich, zusammen 10 Morgen. Zusammenkunft im Schloßgarten an der Eisenbahnbrücke. Dienstag den 23. Juni, vormittags präzis 8 Uhr, von den fürstlichen Wiesen m den Gemarkungen Mühlsachsen, Ober- und Niederbessingen, im Ganzen 125 Morgen. Zusammenkunft in Mühlsachsen. Mittwoch den 24. Juni, vormittags präzis 9 Uhr, non der fürstlichen Mönch- und Strauchwaldwiese, Gemarkung Burkhardsfelden, zusammen 70 Morgen. Zusammenkunft in der Mönchwiese. Lich, den .12. Ium 1903. Fürstlich Solmsische Rentei. Kreiling. 4705 Kölnische Feiier-VttficherllllgS-keseWft Golotin. Gegründet 1939. Garantiemittel Mark 21078 254.-. Die Gesellschaft übernimmt außer Feuerversicherungen unter liberalen Bedingungen und zu billigen Prämien auch Versicherungen gegen Einbruch Diebstahl. Rouponpolicen für Haushaltungen im über: Werte von: Mk. 5000.— Mk. 10000.— kosten jährlich Prämie: Dik. 5.- _ 10000.— , 20000.— , 10.— 15000.— , 30000.— , 15.— Zu weiterer AilSkunst und zum Abschluß von Versicherungen halte ich mich bestens empfohlen. 4708 Joh. Fischer, Agentur der Colonia, Alicestr.19. Versteigerungen oon Scn- und ErumelMS auf Wlichen Wiesen: 1. Mittwoch den 17. Juni d. I. von morgens 8 Uhr an in der Gemarkung Laubach auf den Schellenberger- und Ziegelhütterteichwiesen (32 Morgen); 2. an demselben Tage im Tiergarten, mit Beginn um 9 Uhr vormittags in der Hirtenbach, aut 62 Morgen, einschließlich Schultheißengärtchen und Kleegrasfläche am Üampertstor; 3. an demselben Tage von nachmittags 2 Uhr an auf der Friedrichshütte von 12'/, Morgen Wiesen (Hölzchen, Silbach, Ännes, Steimel, Wendergrund), sowie von Waldwegen des Reviers Ruppertsburg; 4. au demselben Tage nachmittags 4 Uhr im Gemeindehaus zu Wetterfeld oon 20 Morgen Wiesen in den Gemarkungen Wetterfeld und Lauter; 5. Donnerstag den 18. Juni d. I. von vonnütags 10 Uhr an auf der Schretnersmühle bei Fretcnseen: 1. von 116 Morgen Wlefen im Wetteranergrund (Hartmannshausen bis Sorgenlos, einschließlich ttleegrasfläche am Ziegenberg); 2. von 160 Morgen im Wolfsgarteu, Krenzseenergrund (2 Wiesen von Jost-Freienseen neu zugegangen), Ebern» seener und Lippergmud; 6. an demselben Tage, nach Zusammenkunft um 3 Uhr nachmittags beim Flensungcrhof, auf 60 Morgen (Rieth-, Bügen-, Pferds-, Mannwiefemit dem der letzteren angrenzenden Grasstücke), sowie auf Waldwegen; 7. Freitag den 19. Juni d. I., mit Beginn um 9 Uhr vormittags in der „Aepfelsbach", auf ca. 190 Morgen Wiesen daselbst, am Altenkeller, in den verschiedenen Heegbrücken, der Herrenwiese, aus, Wiesen um den Ruthardshäuser Teich, einschließlich beider Hexenwiesen; 8. an demselben Tage, nachmittags von l*/3 Uhr an auf dem Jägerhaus, von 174 Morgen Wiesen in Ruthardshausen, Mulsau (neu zugegangen Thumann-Wiese am Judenrain), Langhecke, Hahlgarten, Hauxtheilen (angegangen Dickel-Wiese), Buchholz, Aue re. Die zur Versteigerung kommenden Wiesen sind durch nummerierte Holzpflöcke oder Steine kenntlich gemacht. Außerdem sind Wiefenwärter Silß dahier, solvie auch das Gräfl. Forstpersonal angewiesen, auf rechtzeilig vor dem Termine an sie gestelltes Verlangen Steigltebhabern die Wiesen vorzuzeigen. Zu dos. 5. 1. wird noch bemerkt, daß am 18. Ium morgens 8 Uhr auf der Schottener Kretsstraße am Altekeller (Pemzeberg) ein Führer zum Vorzeigen von Wiesen im Wetterauergrunde bereit stehen wird. Laubach, am 3. Juni 1903. 4712 ________________Gräfliche Forstverwaltung.________________ Waren-Vcrstcigcrung Dienstag den 16. und Mittwoch den 17. Juni, jedesmal vormittags 9 und nachmittags 2l/a Uhr beginnend, versteigere ich in dem Hause Nordanlage 7, im Hinterhaus, nachverzeichnete Warenbestände: Porzellanwaren: Kaffeeservice, Taffen, Töpfe rc., Waschtrüge, Waschgarnituren, große Quantität Emaillewarcn, Haus- und Kücheugerät- schafteu, Bilder, Spiegel, Biergläser, Bierservice, Kuchenreüer und diverse Glaswaren, defferc Herren-, Damen- und Knaben-Stiefel, broic sonstige Restbestände eines früheren Warenhauses. 4716 Schneider. Vergebung von Kauorbeiten. Die für den Rohbau eines neue» Schulhaufcs in der Gemeinde Watzenborn Steinberg erforderlichen Arbeiten uni) Lieferungen sollen im Wege schriftlichen Angebots vergeben werden und sind Angebote bis Freitag den 19. Juni I. IS., nachmittags 2 Uhr, auf Großyerzogl. Bürgermeisterei Watzenborn-Steinberg, woselbst Plane, Voranschlag unö Bedingungen zur Einsicht offen liegen, portofrei einzureichen. Tie Arbeiten und Lieferungen sind wie folgt veranschlagt: zu^i. Erd- und 'Maurer-Arbeiten 11723,28 Steinmetzarbeiten 3442,49 Zimmerarbeiten 2901,24 Tachdeckerarbesten 1545,41 Spenglerarbeiten 387,00 Blitzabletterantage 280,00 Sch losserar beiten 425,00 Schremerarbeilen 310,00 Weißbmderarbeiten 45,60 Eifenlieferung 2640,20 Gießen, am 8. Juni 1903. Der Großh. Lreisbaiünspektor. T l e h m, 4639 _______Großh. Baurat._______ ßkMas Pttsteigttllllg der Gräfl.Oberförßerei Arnsburg. Donnerstag d. 18. Juni, beginnend 9 Uhr vormittags im Kloster, sollen die Wiesen der Gemarkungen Arnsburg und Kolnhausen in Losen von 1 bezw. 2 Morgen nach näher bekannt zu gebenden Bedingungen aus 9 Jahre verpachtet werden. Einfang für Kolnhausen gegen 10 Uhr. [4676 Arthur Koppel IndustFiebalinen-fabriken Düsseldorf Graf Adolfstrasse 89. Fabriken in 4524 Bochum u. Camen i. W. liefert als bpezialität zu Kauf und Miete : Feldbahocleise, Kipplagen ktt. Weichen, Drehscheiben, Mechanische Transportanlagen Bremsberge etc. Auf der Düsseldorfer Ausstellung mit silberner Medaille nramilerte Patent-Bügel-Rollenlager mit 50 pCt. Zugkraft-Ersparnis Selbsttätige Patent-Malden-Feststellang Kataloge gratis und franko. Die deutschen Lebens - VerftcheruugS»Gesellschafter» im Jahre 1902. Rach dem Natwnal-Oekonom, der die erste Zusammenstellung bringt, betrug der gesamte Lebens- Dersicherungs - Bestand aller deutschen Gesellschaften 8684 Millionen, der Reinzuwachs 859 Millionen Mark. Von dem Reinzuwachs entfallen auf die Volks- versicherung 70.6 Millionen, das siiid 19^7 °/„ im Vorjahr 17,4e/0, ein deutliches Zeichen für die wachsende Bedeutung dieses jüngsten Zweiges der Lebens-Versicherung. ES batten an gesamtem Lebens- Versicherungs-Bestand Victoria 995,6 Millionen Mark (inzwischen ist die Milliarde überschritten), Gotha 824,5, Germania 656,6, Stuttgart 653,5, Leipzig 649, Karlsruhe 495,7. Zwischen 300 und 400 Millionen hatten eine Gesellschaft, zwischen 200 und 300 6 und nvischen 100 und 200 12 Gesellschaften. 31 Gesellschaften, die zusammen iwch nicht den Bestand der Victoria erreichten, blieben unter 100 Millionen. Ter Zuwachs betrug bei der Victoria 75 Millionen Mark, bei 3 Gesellschaften rund je 25 und bei vieren je zwischen 10 und 20 Millionen. Volks- und Sterbekaffen-Dersicherung beneiden einige 30 Gesellschaften. Hierin betrug der Reinzuwachs 70,6 Millonen Mark, davon fonrmen auf die Victoria allem 39,9 Millionen, weit mehr als die Hälfte. Wie schon in allen Jahren seit 1896, war also auch int Jahre 1902 der Zuwachs in der Dolksversicherung ria größer ab. der Zuwachs bei jeder and Gesellschaft überhaupt. Im gartzen gingen bei der Victoria 434,867 Verlichcrungsmiträge ein, das sind pro Arbeitstag 1450. Auch in der Versicherungs-Branche drängt alles zum Großbetrieb. 1470M ^PnmPortlnnS-^ (erneut Allerbe st e Marken per (Str. 1,45 Mk. [4502 BacheilhmttLWWbcrztt 22 Marburgerstraße 22. MsttllWrkL Parfümerien n. Leisen loikttc - Artikel. A. Welz, Settersweg 6. E L gesetzt geschützt anerkannt vorzügliche Marke, Srzti. empfohlen, hervorragend begutachtet,Analysen bei jeder Flasche. Die stets grösser werdende Machfrage ist der desto Be weis für die Beliebtheit unserer Spezial-Marke. Deutsche Kaiser- Kognak-Brennerei Rouette & Cie., Düsseldorf. Kaiser-Kognak*’tLirfl. «M. 3.— ’/f n . «■«» Alleinverkauf für Oieason tiebr. Herdax. (436 Waschbütten rund und oval Wachkörbe rund und oval Waschböcke Waschseile Waschklammern empfiehlt das Holz, Bürsten- und Zlorbwarengeschäst von 392 L. Kohlermann IV. Bleichstr. 12. Reparaturen werden besorgt. Verlangen Sie gratis «.franko meinen flllustr. 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Nachdem ein großer Teil der vernünftig denkenden Landwirte dem seitherigen I Abgeordneten Köhler den Rücken zugekehrt und dessen Verzicht aus die Kandidatur! ihm nahe gelegt hatten, glaubt Herr Sch lenke für die Weiterexistenz dessen Kandidatur und dessen Wiederwahl durch ein Inserat in Nr. 132 des „Gießener Anzeigers" eine kräftige Lanze brechen zu müssen. Wenn er dies durch Hervorhebung der Vorzüge des Herrn Köhler und der großen Erfolge dessen seitheriger Tätigkeit getan hätte, so würde man dies als ganz natürlich und berechtigt anerkennen müssen. Leider konnte er jedoch diesen Weg nicht benutzen, mußte vielmehr den Weg der wissentlich falschen Herabsetzung der Gegenpartei und ihres Kandidaten, sowie den der demagogischen Verhetzung der Landbevölkerung gegen die Industrie einschlagen! Nach längeren Ausführungen, in welchen Herr Sch lenke seine Entwicklung von einem Nationalliberalen zu einem Hochagrarier und Protektor des Antisemiten Köhler darstellt, schreibt er unter anderem: „Ist er (Heyligenstaedt) so selbstlos und kann er aus ferner Haut heraus, daß rcr unbefangen auch der Landwirtschaft geben wird, was ihr von rechtswegen „gehört? Das glaube ich nicht, weil ich seine Gesinnung durch gelegentliche „mündliche Aussprachen zu kennen glaube u. s. w." Allerdings gibt es Seelen, und hierzu scheint auch Herr Sch lenke zu gehören, die sich nicht zu dem Gedanken ausschwingen können, daß man mit Selbstlosigkeit und Opferwilligkeit dem öffentlichen Interesse zu dienen verpflichtet ist. Es ist bezeichnend für die edle und vorurteilslose Denkuugs- und Handlungsweise des Herrn Schlenke, einem Manne, der seit langen Jahren in selbstlosester und aufopferndster Weise dem öffentlichen Interesse gedient hat, diese Eigenschaften glaubt absprechen zu müssen. Gerade der persönliche Verkehr mit Herrn Heyligenstaedt während der verschiedenen Wahlkampagnen bis zum Jahre 1896 mußte Herrn Schlenke überzeugen, daß Herr Heyligenstaedt stets ein großes Interesse für das Blühen und Gedeihen der Landwirtschaft hatte und insbesondere stets für eirren ausreichenden Schutz der Landwirtschaft eingetreten ist. Wenn Herr Schlenke anderes behauptet, so begeht er eine wissentliche Unwahrheit! Zu seinen Ausfällen und Verdächtigungen benutzt er den Schlußsatz des Absatzes 4 des liberalen Parteiprogramms, der sich überhaupt nicht aus die Zölle bezieht, läßt aber Absatz 6 unerwähnt, in welchem Herr Heyligenstaedt für einen Zollschutz für die landwirtschaftlichen Produkte innerhalb der Grenzen des Zolltarifs einzutreteu sich verpflichtet. Es ist selbstverständlich, daß neben der Zollerhöhung für landwirtschaftliche Produkte, auch für die Industrie einige Brosamen abgefallen sind, und insbesondere für deutsche Arbeit und Intelligenz ein kleiner Schutz durch Klassifizierung der Erzeugnisse der Eisenindustrie gewährt wird, wonach je nach dem Grade der Veredlung oder nach dem Aufwande an Arbeitslöhnen ein höherer oder niederer Zoll beantragt ist! Die hoben Kohlen- und Eisenpreise der vcrfloffenen Jahre möchte auch Herr Schlenke den Jndustriezöllen in die Schuhe schieben, während gerade die Veredlungsindustrie am energischsten gegen diese hohen Preise angekämpft und am meisten darunter zu leiden hatte. Uebrigens sind und bleiben Kohlen und Erze zollfrei, während auf Eisen nur ein Zoll von 1 Mk. ruht, der auch im neuen Zolltarif vorgesehen ist. Um die agitatorische und aufhetzerische Tendenz seine« Pamphlets nicht abzuschwächen, hat natürlich Herr Schlenke weiter verschwiegen, daß diejenigen Artikel, welche die Landwirtschaft hauptsächlich gebraucht, herabgesetzt und in dem § i des Zolltarifgesetzes in Verbindung mit den Getreidezöllen festgelegt sind Damit ist das Machwerk des Herrn Schlenke als tendenziös nnd cder Objektivität ermangelnd gekennzeichnet und anscheinend nur darauf «erechnet, den Klaffenkampf zwischen Stadt und Land, zwischen Industrie uud Landwirtschaft zu entfachen, um unfern Wahlkreis zu einer seitherigen unwürdigen und traurigen Stellung, die derselbe seit 10 Jahren eingenommen hat, wieder zu verhelfen. Das darf nie und nimmer geschehen, und können wir dies nur vermeiden, wenn wir unsere Stimmen dem Kandidaten des vereinigten liberalen Bürgertums in Stadt und Land, dem Herrn Kommerzienrat heyligenstaedt geben, dessen Charakter und langjährige öffentliche Tätigkeit dafür Bürgschaft bietet, daß die Interessen aller Stände gleichmäßig vertreten werden. Euch aber, Ihr Wähler der ländlichen Bezirke, rufen wir die ernste und dringende Mahnung zu: Laßt Euch nicht betören durch die ftivolen Aufhetzereien und Versprechungen der antisemitischen und sozialdemokratischen Kandidaten, bedenkt, daß noch niemals ein für die Landwirtschaft so günstiges Zolltarifgesetz vorgelegt wurde, bedenkt, daß, wenn es unter Mithilfe eines der obigen Kandidaten abgelehnt würde, wohl niemals ein gleich günstiges zur Vorlage kommen wird. Es ist ein frevelhaftes Spiel, in der Politik dem Grundsätze zu huldigen: „Alles oder nichts". Es kann dies niemals der Grundsatz von ernsten und verständigen Männern sein, und nur derjenige handelt im Interesse der Allgemeinheit, welcher das Erreichbare zu erlangen sucht und in diesem Sinne wird nur allein der Kandidat der liberalen Parteien handeln. Darum Ihr Wähler in Stadt und Land, können wir Euch nur zur Wahl empfehlen den jterrti £. jkylipsiaedt in Gießen. 4718 Ms liberale MlgerlM in Stabt M M Kess. Jechtverein Waisenschuh. Verband Gießen. Sonntag den 14. Juni 1903, nachmittags von 3 Uhr ab: Großes Sommerfell auf der Schönen Aussicht. Aonzert, Kinderspiele mit Preisverteilung, Wurstschuappcn, Sackhüpfen, Wettlaufen usw. Aufsteigeu eines Luftballons. Tauzbelustiguug im Kreien auf neu gelegtem Tanzboden. 4596 Volksbelustigungen aller Art, wie Karussell, Schießbude u. s. w. €rro**e* Prei#schie**en. Preisverteilung Dlontag abend 9 Uhr aus der Schönen Aussicht. Bei eintretender Tunkelheit: Beleuchtung des ganzen Parkes und Lampioupolonaise. äW* Eintritt pro Person 20 Pfg. 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