Erstes Blatt. 153. Jahrgang Freitag 13. Februar 1903 [eienbe hu)..1 er diesen gestellt, ihm für fein Banerlaubnis zu hin einen Eckladen Im Preußische» Abgeo« dnerenhause. Berlin, 12. Febr. Dem Abgeordnetenhause ist heute der Gesetzentwurf, betreffend Bewilligung weiterer Staatsmittel in Höhe von 12 Millionen zur Verbesserung der Wohnungsverhältnisse non Arb eitern in staatlichen Betriebenzngegangen.Zur Debattesland die nationalliberale Interpellation betreffend Aufhebung der Gerichtsferien. Justizminister Schönstedt erklärte, einer radikalen Beseitigung derGerichtsferlen stehe er heute noch ablehnend gegenüber. Die Gerichtsferien beständen in allen Kulturländern, auch in Oesterreich, wo sie sogar erst auf Betreiben der Volksvertretung eingeführt worden seien. Er wolle aber die Gerichte anregen, mehr Prozesse als bisher für Feriensachen zu erklären. Ferner wolle er die Zahl der Ferien- kanimern vermehren. Er erkenne an, daß der Kreis der Feriensachen der Erweiterung bedürftig sei und er werde versuchen, diesem Bedürfnis abzuhelfen. Es folgte alsdann die zweite Beratung des Justizetats. Die Einnahmen werden debattelos erledigt. Beim Ausgabetitel Mimslergehalt vertagt sich das Haus auf morgen. Parlamentär istyeS. Dem „Hann. Courier" wird aus Dortmund geschrieben. „Der Vertreter unseres Wahlkreises im Reichstage, der nationallib. Abg. Bergwerksdircktor Hilbck, der um eine Wiederaufstellung angegangen wurde, gab die Erklärung ab, daß er zu kandidieren wohl bereit sei, wenn ihm gestattet werde, nicht der nationalliberalen Partei anzuzugehören, sondern als wildliberal keiner Partei angehörig. Hilbck steht ziemlich weit links und hat auch nicht für den Antrag Kardorff gestimnit. An seiner Wiederaufstellung ist wohl kaum zu zweifeln, da Hilbck sich als tüchtiger Anwalt der rheinisch-westfälischen Industrie und auch sonst als tüchtiger Fachmann auf dem Gebiete des praktischen Lebens bewährt hat." Haus e u na bt 3 0, Ecke Sandgasse, erteilen, damit er nach dec Sandgaffe auSbrechen könne. Die Pläne hierzu Sitzung der Staolverordneten. Gießen, 12. Februar 1903. Anwesend: O.-B. Mecum, Beig. Georgi, Beig. Heyligenstaedt, Ass. Curschmann und 22 Stadtverordnete. Es erfolgt zunächst die Einführung des unbesoldeten Beig. Heyligenstaedt durch O.-B. Mecum in der üblichen Weise. Vom Oberst v. Dewitz ist ein Schreiben eingegangen, in dem er auf das freundschaftliche Verhältnis hinweist, das zwischen ihm und der Stadt allezeit bestanden habe, und daß er mit Bedauern von Gießen Abschied nehme, das ihm lieb und teuer geworden sei. — O.-B. Mecum teilt mit, daß er dem Obersten v. Dewitz in entsprechender Weise geantwortet und gedankt habe. Weiterhin teilt O.-B. Mecum mit, daß der Armenverwaltung Gießens von einem Ungenannten ein grö ßerer Betrag zur Verfügung gestellt worden sei. Das Elektrizitätswerk hat für den Monat Januar einen sehr günstigen Abschluß erzielt. Hinsichtlich der Kilowattstunden sind 23 Prozent, hinsichtlich der Einnahmen 11 Proz. über die Schätzung erreicht worden. Dies sei, so führt O.-B. Meciim aus, ein Beweis dafür, wie sehr man mit dec Verbilligung der elektrischen Energie das Richtige getroffen.habe. Die Gesuche des Kaufmanns Berdux wegen Anbringung einer Lampe an seinem Hause in der Bahnhofstraße, und des Schlossermeisters Leyerzapf, Asterweg, wegen Anbringung eines Firmenschildes wurden, den Anträgen der Baudepulatlon entsprechend, genehniigl. Ter Zigarrenhändler Philipp Mootz hat den Antrag Eichener Anzeige, General-Anzeiger w '*** Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Eichen ve^agspret», monatlich 7c> PI., piertel* (äbdid) Ml. 2.20; durch Abhole. u. Zweigstelle« monatlich to PI., durch diePost Mk.2.— oiertd» |äl)d auslchl Bestell-, Annahme von Anzetge» füi die iagcenumniex bi« vormittag« 10 Uhr. ßciltnpret«. total au«wärt« 80 Plg Ct ianirv»(lh4)> füi den polU m. allgentz. Teil P Willto tüi .Stabt und L'anb* unk (ßenditelaar Gut! Plato *üi den Ar> geiaenteil £>u n e B eck ^u sorgen, daß die regelmäßigen Ausgaben auch durch die regelmäßigen Einnahmen gedeckt werden. Der Vor- anschlag sei vorsichtig und wahlerwogen ausgestellt, er spreche auch für sein klares Finanzeposs den Dank des Ausschusses aus. Der solide Voranschlag biete eine sichere Grundlage für die Zukunft, wir hätten aber zu viel Lasten auf den Staatsschultern ruhen und müßten dafür sorgen, daß diese Lasten erleichtert würden. (Beifall.) Abg. Molthan bespricht in längeren Ausführungen die allgemeinen Jinanzverhältnisse und kommt dabei besonders auf die Broschüre des Pros. Dr. Biermer in Gießen über die Finanzen unseres Großherzogtums. Dieselbe sei sehr beachtenswert, enthalte aber doch eine Reihe von Ausführungen, denen er nicht beistimmen könne; Biermer habe auch in dieser Schrift viel Neues nicht gesagt. Ter binanzminister habe mit Recht darauf hingewiesen, daß der Schwerpunkt der ganzen Diskussion weniger in der Beurteilung des jetzigen Voranschlages, als in der Frage liege, wie sich der nächstjährige Etat gestalten werde, bei welchem man nicht mehr mit den Vermögensrestern aus früheren Jahren zu rechnen habe. Er fürchte trotz der entgegengesetzten Meinung des Finanzminisiers, daß die Steuererträgnisse in den nächsten Jahren zurückgehen würden, während die Ausgaben wahrscheinlich nicht geringer würden. Der Referent betonte schon, daß nur etwa 15000 Mark vom ordentlichen Etat gestrichen werden könnten, dagegen habe man im außeroroentlcchen Etat 870 000 Mark abgesetzt. Er freue sich, daß der Finanzminister eine weitere Steuererhöhung in den nächsten Jahren für ausgeschlossen halte. Käme doch eine solche, so würde sich bald eine Flucht der Rentner bemerkbar machen, wie man sie jetzt schon in Mainz verspürt. Der Vorwurf in der erwähnten Broschüre, daß früher etwas flott gewirtschaftet worden wäre, erscheine gewissermaßen berechtigt, aber damals hatten wir auch gute Finanzen, fette Jahre. Es mag früher manches versäumt worden fein, z. B. bei Neubauten, der Landesuniversität, wofür jetzt so eiwrme Summen ausgegeben werden müssen. Es werde auch viel darüber gesprochen, daß unser Beamtenapparat zu groß sei im Verhältnis zu anderen Staaten, und immer wieder neue Anforderungen für dieselben erhoben würden. Von einem sogenannten Nebenbahnsport, von dem Pvof. Biermer spreche, sei ihm nichts bekannt geworden, jedenfalls sei auf diesem Gebiete in letzter Zeit nur das uttlec- notwendigste geschehen. Wenn der Herr oanu den preußischen Standpunkt rühmt, daß nur Nebenbahnen gebaut werden so!l..n, waren erwartet worden für das laufende Jahr 10 500 000 Mark, tatsächlich hat aber schon die Hauptveranlagung 11513 000 Mark ergeben, und nachträglich sind bis zum 9. Februar 412 320 Mark hinzugekommen, im ganzen also 11926 000 Mark oder schon jetzt ein Mehr von 425 740 Mark. Im Voranschlag für 1903/04 haben wir in Berück- iichttgung der damaligen Verhälttiisse nur angenommen, daß Das Jahr ebenso wie das Vorjahr abschließen würde, also mit 11513 000 Mark, und dazu wieder Nachträge von 3 Prozent für Einkommensteuer, etwa 523 000 Mark, und 1 Prozent für Vermögenssteuer, etwa 30000 Mark, wodurch sich der vorgeichlagene Gesamtbetrag auf 11 796 OOu erhöhen würde. Es läßt sich also schon jetzt mit Bestimmtheit sagen, daß die Gesamtsumme nicht zu hoch veranschlagt, sondern eher zu niedrig gegriffen war. Bezüglich der Matrikularbeiträge an das Reich und dessen Ueberwei- sungen an die Einzelstaaten habe auch der Reichstag schon der Meinung Ausdruck gegeben, daß unter keinen Umständen noch höhere Anforderungen an die Bundesstaaten gestellt werden dürften, vielmehr weitere Mehrausgaben des Reiches durch eine Zuschlagsanleihe gedeckt werden müßten. Einzelne Bundesstaaten )eien jetzt schon veranlaßt, zum Ausgleich ihres Staatshaushalts Anleihen auszuneh- men. Weun Hessen bisher zu dieser Notwendigkett nicht zu greifen brauchte, so war dies nur möglich durch eine weitgehende Heranziehung der Vermögensreste aus den früheren Jahren. Er könne sagen, daß neben anderen auch von hessischer Seite im Bundesrat in dem Sinne nicht ohne Erfolg gewirkt worden sei, daß eine weitere Erhöhung der Ma- trikularbeittäge nicht eintrete. (Bravo!) Er müsse aber die von der Regierung an das Haus gerichtete Mahnung wiederholen, alte kostspieligen Aenderungen int Etat für eine spätere, bessere Zett zu vertagen. Wenn auch eine kleine Besserung oer allgemeinen Verhältnisse hier und da schon sestzustellen sei, so werde doch eine gründliche Verbesserung der finanziellen Lage erst nach dem Inkrafttreten neuer Handelsverträge erwartet werden dürfen. Die Schwierigkeiten könnten sich vielleicht verringern, aber sie würden vorläufig nicht verschwinden, und der letzte Rest der Reserven dürfe nur dann mit verwendet werden, wenn wirklich sichere Grundlagen für eine Besserung gegeben seien; eine gründliche Prüfung aller Ausgaben sei deshalb bringend geboten. Man möge immerhin retrospektive Betrachtungen anstellen, aber alle besonderen Wünsche müsse man vorerst im stillen Kämmerlein einschließen. Lassen Sie uns — so schloß der Minister — in die Etatsberatung eintreten mit dem Vorsatz: In schlechter Zeit nicht kleinlich, auch nicht kleinmütig, keinesfalls aber übermütig in kommender besserer Zeit zu sein! (Beifall.) Abg. Möllinger, der auf der Journalistentribüne nur sehr schwer zu verstehen ist, betont als Vorsitzender des Finanzausschusses, er habe durchaus nicht die Ansicht, daß unsere allgemeinen finanziellen Verhältnisse sich verschlechterten. Schon die Gewißheit, daß infolge der vreußisch-hessischen Eisenbahngemeuischäft eine Verzinsung Der ganzen Eisenbahnschuld gewährleistet sei, gebe uns eine sichere finanzielle Grundlage. Es werde auch im nächsten Jahr ein Defizit wieder wahrscheinlich sein, aber er hoffe, daß sich auch die allgemein.n Verhältnisse b - ffern würden. Im übrigen müsse es Ausgabe für die Zukunft sein, dafür Grundsatz für durchaus verfehlt. Wie stände es wohl jetzt in mehreren Teilen des Odenwaldes und besonders tn Oberhessen, wenn wir in Hessen diesen Grundsatz befolgt hätten? Es fei das ein vollständig verkehrter national- ökonomischer Standpunkt. Zum Schluß polemisiert der Redner noch gegen die in der Broschüre vorgeschlagene Reichserbschaftssteuer, und besonders gegen die Einführung einer Weiufteuer, die nichts anderes, als eine schwere Belastung der Produzenten und eine wirtschaftliche Ungerechtigkeit darstellen würde. Staatsminister Rothe legt noch kurz Verwahrung gegen den Vorwurf des Vorredners ein, baß die Negierung einen Posten von 3900 Mark mehr für Unterrichtsgelder an der technischen Hochschule eingestellt habe, wohl nur willkürlich, um eine Mehrforderung zu verdeckem Das sei fein willkürlicher, sondern ein auf tatsächlichen, guten Unterlagen festgestellter Betrag. Auf die Frage, ob Hessen zu viele Beamte habe, weroe er später zucückkommen; er wolle heute nur darauf Hinweisen, daß von den hessischen Beamten eine ganze Reihe von Ausgaben und Arbeiten ausgeführt würden, die anberwärts von den Provinzen, Städten oder anderen Korporationen erledigt würden. Auf Anttag des Abg. Ulrich wird hieraus der vorgerückten Zett wegen die Debatte abgebrochen und auf morgen früh 9 Uhr vertagt. Nr. 37 täglich aufeet Sonntag«. Dem Siebener Anzeiger werden Im Wechsel mit dem keWcheu Landwirt die Siegener Kamillen« Mütter viermal tn der Woche beigelegt. RotationSbrud u. Verlag der Brüh l'ichen Untvers.-Buch- u.6teti> b ruderet (Pietsch Erben- ßrebakNon, ttrpeöinee und Druckereir « chulstratze 7. Ubrefle tüt Deoeschenr Anzeiger Vietze». KernIprechanIchlußRr 51. Keuscher Landtag. R. B. Darm sta dt, 12. Febr. Die zweite Kammer der hessischen LandstLnde ist heute zu ihren definitiven Beratungen zusammengetreten. Präsi- Bent Haas eröffnete die satst vollzählig besetzte Kammer um 10.45 Uhr. Am Ministertisch: Staatsminister Excellenz Rothe, Finanzminister Excellenz Gnauth, Justizminister Tr. Ditt'mar, Geh. Rat Wilbrandt, Geh. Staatsrat v. Krug und die Ministerialräte Dr. Becker, Braun und Ewald. Tas Haus trat sofort in die Tagesordnung ein. Zur Geschäftsordnung beantragt Abg. Cramer als Vorsitzender des dritten Ausschusses, die Punkte bett, die Wahl der Abg Stöpler-Lauteiwach, Weidner-Laubach, David und Haas-Mainz und Hauck-Dieburg heute von der Tagesordnung abzusetzen, da nocb weitere Untersuchungen und Erörterungen darüber notwendig sind. Das Haus genehmigt daraus ohne Debatte die Mandate der Abgg. Reinhart- Worms, Reh- Alsfeld, Möllinger - Pfeddersheim, Pennrich-B.ngen, Schönberger -Reinheim-Gcoß-Uiw stadt, Dr. Gutfleisch-Gießen, Br a u n-Oppenheim-Osthofen, L a n g - Michelstabt, E u l e r - Lorsch-Gernsheim, Joutz-Butzbach und Schmalbach-Crainfeld. Tas Haus beschließt darauf ebenfalls ohne Debatte, den Antrag Köhler, bete. Sammelausgabe der sämtlichen zurzeit im Großher^ogtum Hessen giftigen Gesetze, Verordnungen 2C., den Antrag Erk auf Verlegung der Haltestelle Ranstadt (Gießen-Gelehausen), den Antrag Seelinger auf Errichtung einer Halte- und Güterverladestelle an oer Eisenbahnlinie Lampertheim-Worms, den Antrag Leun über die Gebühren für die Fortführung der bisherigen Grundbücher, und mehrere andere Anträge resp. Gesuche den Ausschüssen zu überweisen, einige andere dagegen gleich im Plenum zur Beratung $u bringen. Zu einer Vorstellung des Allgemeinen deutschen Vereins für Schulgefundhettspfiege bemerkt Abg. Langenbach, es handle sich hier um eine sehr wichtige Angelegenheit, die eingehende Beratung verdiene. In Betreff der Vorstellung des Herrn Oberbürgermeister Mecum-Gießen über die Sontagsruhe im Handelsgewerbe wünscht Abg. Dr. David (Soz.) die Beratung im Plenum ohne vorherige Verweisung an den Ausschuß. Das Haus beschließt, diesem Wunsche zu entsprechen. Das Haus tritt darauf in die Beratung des Haupt- ooranschlags der Staatseinnahmen und Ausgaben für das Etatsjahr 1903/04 ein, die auf Vorschlag des Präsidenten mit einer allgemeinen Debatte über den Staatshaushaltsooranschlag eröffnet wird. Finanzminister Gnauth führt aus: Schon bei der Vorlage des Etats im Herbst v. I. habe ich meine näheren Bemerkungen dazu gemacht und ich darf mich heute wohl darauf beschränken, nur kurz noch die wichtigeren Posten hier hervorzuheben, bei welchen seitens der Regierung der Hauptooranschlag berichttgt oder durch Nachtrag ergänzt worden ist. Die Notwendigkeit der einen oder anderen Lerichttgung kann nicht wundern, wenn man bedenkt, daß oon der Aufstellung des Etatsentwurfs bis zur Beratung hier mindestens vier Monate verstrichen sind, Monate eines unruhigen und unregelmäßigen Erwerbslebens. Von den größten und am schwierigeren zu veranschlagenden Posten des Budgets hat eigentlich nur die Einnahme aus der preu- ßi sch-hessischen Ei s e n b a h n ge m e in s ch a f t eine Berichtigung erfahren müssen, indem statt der von uns angesetzten Betriebsüberschüsse von 11 Millionen im preußischen Etat nur 10100 000 Mark für diesen Posten eingesetzt worden sind. Es kann nur eine sehr vorsichtige Einnahmen- unb eine reichliche Ausgabenbewilligung dieses Resouttctt ergeben. Damit wird die von uns vorgesehene Staats- jchuldentilgung mtt 623 400 Mark nicht aufrecht erhalten werden können; ziffernmäßig aber wird sich durch diese nachträgliche Berichtigung der Abschluß unseres Budgets nur um 276 600 Mark ungünstiger gestalten. Im abgelaufenen Rechnungsjahr hat der Anteil Hessens am Be- triebsüberschuß rund 10 490 000 Mark betragen, während in den ersten neun Monaten des laufenden Rechnungsjahres die gesamten Einnahmen der Gemeinschaft gegen 1901 schon um 22 659 000 Mark gestiegen sind, wovon auf Hessen, mit 2,1 Prozent berechnet, 475 000 Mark entfallen, sodaß man, abgesehen von der Vergrößerung der Ausgaben, einen lieber» schuß von 10 965 000 Rtark Hütte erwarten dürfen. Daneben lwben aber die Ausgaben ein Mehr von 44 Millionen erfordert, davon 30 Millionen für Unterhaltung, Erneuerung und Ergänzung der baulichen Anlagen resp. Bettiebsmittel, sodaß man bei sehr vorsichtiger Schätzung in Preußen nur auf 10100 000 Mark für Hebens Anteil gekommen i|t. Ich persönlich wäre geneigt, eine günstigere Entwicklung des nächsten Abschlusses zu erwarten, wir haben aber geglaubt, den preußischen Voranschlag hier nachträglich einstellen zu sollen Wir hätten uns dazu freilich Nicht so leicht ent* [blichen können, wenn damit eine Steuererhöhung not* IVenöig geworden wäre. Bei den Einnahmen aus den Forsten und Domänen war eine Vorsicht umsomehr □eboten, als sich im vorigen Jahr der Erlös aus den SoUoertäufen sehr oerminoert hatte. Statt der veranschlagten 10,70 Mark Durchschnittspreis für den Festmeter rvuröen nur 8,72 Mark erzielt. Im neuen Etat ist dafür ein Satz von 9,50 Mark zu Grunde gelegt worden, allerdings nur unter der Voraussetzung einer Besserung der Verhält- nisse die aber auch unter allen Umständen erwartet werden varf resp schon cuigetreten ist. Die Richtigkeit unserer Ver- Diilagung der direkten Steuern mtt einem Mehr von 279 000 Mark ist von verschiedenen Setten, auch in einer Anmerkung vom Finanzausschuß, angezweijelt worden; ich glaube aber, unser Voranschlag wird Recht behalten. Es Ü 189; J Ä« ÄftÄ - in Stießen S -Ätz w.i: 111 * »■ 'Ni'idM WLL t-bfcu lal|b 9e9en bie “ ejen kv akademisch iben wich. F- Aw** p sinnt Strafkammer. 2tr; IcDung öttiUiiivviLn. .. der Angeklagte i» dec '"L c am 2J. fjchll.mi-er u..j.. besser schlvA veilch! L i e. noch uicheflraft ist, gcbl e Äesangn ig. - .ü- heim sich oer 25 Jahre l. atuurar püHi in Lokiar u 'S. ist beiiits k., fcheMyreu nuigcnomiiun.. K heule des Lies>i:ch/ Qijt Ec habe in £.L c zioar roieörüm eint t einen rausch b.arjaiommc Lesuches bei eincni ö.ßm- TQju/eiiul)t im sich Wu ()i $uri;cfließ.' M •taatiaiitoslti b. lauLie aus vier Äivvc aiU • z wMW, W111'-' 26. Januar b. 111 • 2:ini.is:ns'Schreiner an:: § Cinsteigens und tiM'y iigen zu haben. Tein W ^oeiaiuchse mitcygj..y alender in die Hände, ui - rrzichnng «!-» ; asüsns L. Lutnvch LollM.'^ ■äS:“»1 t****»s -iuslasinngen des L nie von K 19 : >d)u«9 inbeiien aul i5r ti , (1,26 $ie «i« iveoet n ■ ^icnechj J A'1’- .11 &........ teilhaft dagegen sei s. E. ein Wohnungsnachweis für Gießen. Man werde einwenden, dag buraj die Errichtung eines Woh- nungsnachweises die Zeitungen geschädigt würden, das ließe sich aber nicht ändern. Die vermietbaren Wohnungen sollen wie der Oberbürgermeister weiterhin im einzelnen erläutert, in Tabellen eingetragen und diese den Fremden, die nach Gießen kommen, vorgelegt werden. Die sozialpolitische Kommission habe dem Projekte zugestimmt, desgl. die Finanz- deputation. — Auf eine Anfrage aus der Versammlung erklärt Oberbürgermeister Mecum, daß die Verniietcr eine Einschreibegeüühr von 20 Psg. bis 1 bezahlen sollten. — Stadtv. Petri befürchtet, daß die Arbeit nicht von einem Beamten bewältigt werden könnte. — Stv. Heichelheim ist der Ansicht, daß eine Notwendigkeit für die Einrichtung des Wohnungsnachweises nicht vorliege. Wenn aber der Oberbürgermeister meine, daß damit dem „kleinen Mann" gedient werde, dann sei er der Ansicht, daß auch nur kleine Wohnungen nachgewiesen werden sollten. Für große Wohnungen sei eine Nachweisung nicht nötig. Würden diese ebenfalls registriert, dann würde der Beamte wegen der notwendigen Mehrleistungen batd ein höheres Gehalt verlangen. Tie großen Bauherren brauchten nicht unter- Oberbgm. Mecum teilt mit, daß ein Schreiben von der Gemeindeverwaltung Lollar eingegangen sei, in dem eine Einbeziehung des Bezirks Lollar in den Nach dem Antrag der Daudeputation nrirb die Vergebung her Sohlsteinlieferung an die Firma G. Hoffmann zu Frankfurt a. M. zum Preise von 3,80 Mk. pro Stück genehmigt. — Mit der Regelung der Sicherheitsleistung der Firma JägerLRumpfin Hanau nach den Anträgen des Tiefbauamts erklärt sich die Versammlung einverstanden. Tie TeilungdesZeichensaalesinderStadt- k n a b e n s ch u l e sei, wie Oberbgm. Mecum ausführt, schon früher beschlossen worden. Das Stadtbauamt fordere jetzt für die zu errichtende Scheidewand rc. 800 Mk. Er halte dies aber für zu hoch. Die Baudeputation sei seinen Gründen beigetreten unb beantrage nur 500 Mk. Die Versammlung beschließt demgemäß. Für neue Subsellien, die durch die Teilung des Zeichensaales notwendig werden, bewilligt die Versammlung 660 Mark. Ein Antrag wegen Uebernahme der Pensionen der Oktroibeamten von 1910 ab auf das Reich wird genehmigt. Die Festsetzung des durchschnittlichen Tagelohnes in Gießen für die Zwecke des Jnvalidengesetzes erfolgt in der Weise, daß die bisherigen Sätze beibehalten werden. _ i. Zn Darmstadt sei allerdings keine rechte Wirkung zu erzielen gewesen, man hätte dort nur dürftige Resultate verzeichnen können. Bor- L3u der Ehescheidung des sächsischen Kronpnuzen- paures meldet der „Lok.-Anz." noch aus Dresden: Das Urteil des Sondergerichtshofes wird vom Kronprinzen in vollem Umfange und mit allen seinen Konsequenzen anerkannt, wenngleich sein Inhalt im Gegensatz zudem am sächsischen Hofe hochgehaltenen kathol.schen Traditionen steht. Es gilt als feststehende Tatsache, daß das Oberhaupt der katholischen Kirche dem Urteil zustimmen wird. Giron, der Donnerstag vormittag in Lausanne ein» I traf, begab sich nachmittags in Begleitung von Leopold Wölfling nach Genf. Er wurde aber von L a ch e n a l n i ch t empfangen, vielmehr ließ dieser ihm sagen, er möge unverzüglich nach Brüssel zurück- kehren. Giron soll diesem Wunsche am Abend nachgekommen sein, ohne auch nur den Versuch gemacht zu haben, die Prinzessin zu sehen, wenigstens sagt man so. Gut unterrichtete Kreise glauben auch nicht recht an die Rückkehr Girons nach Brüssel, denn man muß in Betracht ziehen, daß er wegen eines zweistündigen Aufenthaltes doch nicht eine solche Reise machte. Lachenal machtz häufig Besuche bei der Kronprinzessin, deren Gesundheitszustand zufriedenstellend ist. Sie hat noch nicht alle Hoffnung verloren, sich nach Salzburg begeben und ihre Kinder sehen zu dürfen, trofc stützt zu werden! — Stadtv. H a u b a ch meint, die Kopcn müßten durch die Sache selbst aufgebracht werden; er sei deshalb dafür, daß auch für die Aufnahme von kleinenWohnungen ein Beitrag erhoben werd.", wie es im Anträge der sozialpolitischen Kommission vor gesehen sei. — Stadtv. Krumm meint, die Vermieter von kleinen Wohnungen könnten sehr gut die geringfügigen Kosten bezahlen. — Beig. Georgi ist der Ansicht, für Die ganz billigen Wohnungen, etwa bis zur Höhe eines Miett Preises von 300 Mk., sollte eine Gebühr nicht erhoben werden. — Stadtv. Han au macht darauf aufmerksam, daß gerade die Häuser mit kleinen Wohnungen in Den Händen der großen Bauherren rc. feien. — Bei der Abstimmung erklärt fsich die Versammlung im Prinzip mit der Errichtung des Wohnungsnachweises einverstanden. Oberbgm. Mecum verliest darauf die Satzungen für den Wohnungsnachweis in Gießen, mit denen sich die Versammlung nach kurzer Beratung einverstanden erklärt. Stv. Löb er macht darauf aufmerksam, daß die Ver» habe ordnungsgemäß offengelegen; ein Einspruch sei nicht erhoben worden. Er habe der Witwe Lampus für ihre ganze Hofraite 50 000 Mk. angeboten, nachdem sie erklärt hatte, daß sie einen Teil ihres Grundstücks, nämlich das zur Straße notwendige Gelände, allein nicht verkaufe, sondern auf Abnahme des ganzen Grundstücks bestehe. Er habe der Frau Lampus zur Entschließung über Annahme oder Ablehnung des Gebotes Frist bis zum 10. Februar gelassen; falls bis dahin eine zustimmende Antwott nicht eingetroffen sei, würde die Enteignung erfolgen. Die Frist sei nun verstrichen, und er halte es für angemessen, daß man dies Verkehrshindernis an der belebtesten Straße der Stadt endlich los werde. — Die Versammlung genehmigte darauf die Enteignung des notwendigen Geländes. Stv. Krumm möchte bei dieser Gelegenheit einmal wieder auf die Kracheburg an der Neuen-Bäue Hinweisen, deren verwahrloster Zustand ein arger Skandal sei. Es habe seinerzeit geheißen, die Stadt wolle die Sache m die Hand nehmen und eventuell auf ihre Kosten das Gebäude weißbindern laffen. Die Facade des Hauses verunziere den ganzen Stadtteil, und er sehe nicht ein, warum man diesen Zustand inmitten der Stadt länger dulden solle. — Stv. Jann weist darauf hin, daß in der Kracheburg sehr viele Leute woynen, für die die Stadt die Miete bezahlen müßte. Für den Armenpfleger, der dienstlich jenes Haus öfter betreten müsse, sei ein Gang in demselben tatsächlich lebensgefährlich; denn dunkle, schmale und baufällige Treppen führten zu den Wohnungen. Die Stadt solle das Haus sperren, sie solle erklären, sie zahle demjenigen, der darin wohne, keine Unterstützung mehr. — Beig. Georgi ist zu dem Redner getreten und spricht leise auf ihn ein, worauf derselbe nicht weiter redet. — Oberbgm. Mecum erklätt, die Besitzer der Kracheburg (Gebr. Weber- Offenbach a. M.) hätten bereits wegen des mangelnden Verputzes der Facade einen Polizeibefehl erhalten, dagegen aber Beschwerde beim Kreisamt erhoben, welches in der Angelegenheit noch nicht entschieden hätte. Inzwischen habe man vergeblich an der Front des Hauses gebessert, indem man die gröbsten Stellen mit Lehm verschmiett habe; er werde im übrigen versuchen zu tun, was sich in der Sache tun läßt. Bei der Regulierung der Licherstraße und des Schiffenbergerweges habe, wie Oberbgm. Mecum ausfühtt, der Reitweg wegen der Kanalisation Schwierigkeiten bereitet. Es wird vorgeschlagen, den Reitweg hier zu kassieren und zum Trottoir hinzuzunehmen, und das Terrain, das durch Verfüllung des Chausseegrabens frei wird, zum Reitweg zu verwenden. — Stv. Schaffstädt hält den Reitweg an dieser Strecke für nicht notwendig. — Stv. Dr. Ga ffky weist darauf hin, daß Gießen nur sehr wenige Reitwege habe, und daß eine vollständige Kassierung des Reitweges von den Ofsizieren als eine Unfreundlichkeit empfunden werden könnte. — Stv. Schaffstädt erläutert seine Bemerkung dahin, daß er nur das kurze Stück gemeint habe, wo die Häuser stehen. — Oberbgm. Mecum teilt dann mit, daß auch am Schiffenberger Weg Veränderungen notwendig seien. Es wird vorgeschlagen, auf der linken Seite die Böschung mit einer Futtermauer zu unterfangen und diese durch ein, 60 cm breites Banket zu schützen, auf der rechten Seite solle dagegen, um die Straßenbreite wieder herauszubekommen, der Bürgersteig von 2,50 auf 2,25 m Breite ge- windett werden. Die Balldeputation habe dem Projekt zugestimmt und beantrage nun zum Ausbau des Schiffenbergerweges zwischen Licherstraße und Bergstraße die Summe von 19000 Mk. zu bewilligen. — Stv. Hau b ach ist im Zweifel, ob der Ausbau des ganzen Weges jetzt zweckmäßig sei, oder ob man sich zunächst nicht auf die notwendigsten Arbeiten beschränken solle. — Oberbgm. Mecum hält den Ausbau des ganzen Weges für geboten. — Die Versammlung genehmigt die gemachten Vorschläge und die beantragte Summe. Der Uebernahme der Haftpficht für städtische V e rmesfungs-Beamte, die das Bahngelände bei Aus- abung ihres Dienstes zu betreten haben, wird genehmigt. Zur Genehmigung, bezw. zur Einstellung der Summen in den Etat sind der Versammlung mehrere 9t e di * n u n g e n Ku gegangen. Ein Marburger Unternehmer hatte der Stadt Pflastersteine geliefert, von denen 2800 Stück Aöße zurückgewiesen werden mußten. ™ bLC1‘e Steine statt zu 124 Mark ju <5 Mark pco -^aujenb an, um sie nicht zurücknehmen en' ?-ad ^wfbauamt hat einem dahingehenden Anträge öu gestimmt desgl. die Baudeputation. Die Versammlung beschließt den Ankauf. liegen auf dem Tisch des Hauses aus. O.-B. Mecum bemerkt hierzu, daß die Baudeputation vorschlage, das Gesuch des Mootz abzulehnen und zwar aus folgenden Gründen: Im Jahre 1890, also vor 13 Jahren, habe die Versammlung für die Sandgaffe einen Fluchtlinienplan angenommen, nach dem der Teil des Mootz'schen Hauses, in dem der projektierte Laden vorgesehen ist, der Straßenregulierung event. zum Opfer fallen müßte. Die Baudeputation habe nun beschlossen, an dieser, einmal festgesetzten Fluchtlinie für die Sandgaffe festzuhalten. — Stv. Löber ist der Meinung, daß dem Nachsuchenden die Bauerlaubnis nichi zu erteilen sei. Dagegen solle man dafür Sorge tragen, daß die dort geplante Straße möglichst bald eröffnet werde. — O.-B. Mecum weist darauf hin, daß das vorliegende Baugesuch der Stadtverwaltung keine Veranlassung geben könne, die projektierte Straßenregulierung an der Sandgasse nun auch sofort vorzunehmen; nach Lage der Verhältnisse genüge ein Beschluß der Versammlung, daß es bei dem im Jahre 1890 genehmigten Fluchtlinienplan sein Bewenden behalte. Damit sei selbstverständlich die Genehmigung zu einer baulichen Verbesserung des Gebäudes an jener Ecke versagt, weil die Ecke von der Stadt erworben werden müffe. — Der Antrag der Baudeputation wwd alsdann von der Versammlung angenommen. Weiterhin liegt ein Antrag der Baudeputation vor: die Versammlung wolle ihre Zustimmung zur Enteignung der Witwe Lampus'schen Hofraite am Seltersweg geben. O.-B. Mecum erwähnt kurz die Vorgeschichte dieses Eintrags. Der von der Versammlung genehmigte Fluchtlinien- plan des Selterswegs, und zwar für die Häuser 73 und 75, Die Feuerwehr hatte seinerzeit eine Aiizahl von Kara- vinerhaken und Helmen für den Betrag Don 258,90 Mark angeschafft, ohne die erforderliche Genehmigung nachge- sucht Lu haben. Die Baudeputation wollte zunächst eine nachträgliche Genehmigung nicht empfehlen, hat sich aber dann von der Notwendigkeit der Beschaffung und oon der! möchte mit Rücksicht d arauf, daß eine Neuorganisation sehr Angemessenheit des Preises überzeugt und beantragt nun viele Mühe und Arbeit mache, Vorschlägen, daß die Ange- die Bewilligung der Summe. Der Anttag wird genehmigt, legenheit vielleicht bei einer späteren Veranlassung noch Vom Hochbauamt sind seinerzeit beim Photographen einmal durchberaten werde. •- Beig. Heyligenstädt er- Uljl Photographieen vom Friedhof und vom A. Meyer'schen klärt, daß die Angelegenheit in der sozialpolitischen Kvm- Hause bestellt worden. Die Photographieen, die für die Mission sehr eingehend beraten worden sei. Schwerwiegende städtischen Sammlungen bestimmt sein sollten, sind von und ausschlaggebende Gründe hätten zur Ablehnung des Uhl dann geliefert worden. Der dafür von ihm in Rech- Gesuches geführt. Dazu gehöre vor allem die große nung gestellte Betrag beziffert sich auf 107 Mark. Ober-!Mehrbelastung des Oberbürgermeisters, die eine An- 6gm. Mecum bemerkt, daß aus den Akten nicht erficht- nähme des Lollarer Gesuches im Gefolge hätte. Er bedauere lich sei, daß das Hochbauamt bezw. der Baurat Schmandt sehr, daß der Stv. Krumm nicht an den Beratungen ber bte Bewilligung zum Herstellenlassen der Photographien sozialpolitischen Kommission teilgenommen habe und sich erhalten habe. Seiner Meinung nach hätten die Photogra- überhaupt in dieser Kommission, die hoch mit Rücksicht auf p^een sehr gut mit dem städtischen Apparat hergestellt die Partei, die er vertrete, für ihn ganz besonders wichtig werden können. Die Baudeputation habe sich nicht in der sein müßte, selten blicken ließe. — Stadtv. Orbig befür- Lage gesehen, die Etattsierung der 107 Mark zu empfehlen, wertet eine prinzipielle Zustimmung zu dem Gesuch Lollars; sie überlasse die Entscheidung der Versammlung. — Beig. man könne ja die Angelegenheit gewissermaßen an die t fcft' baB die Photographieen am 13. Sept. Kommission zurückverweisen. — Oberbgm. M ecum macht bestellt leten, und daß der Baurat Schmandt am 15. Sep- daraus aufmerksam, baß dem Wunsche des Stv. Orbig von tember aus der städtischen Verwaltung ausgeschieden sei. feiten der Kommijfion vollständig Rechnung getragen sei; — Stadtv. Heichelheim fragt an, ob die Photogra- es heiße ja ausdrücklich- daß man der Angelegenheit „zur- phieen vom Bauamt angenommen worden seien. — Ober- zeit nicht nähertreten" könne. — Stv. Krumm möchte ^PM. Mecum bejaht dies. — Dann sei die Stadt auch, dem Beig. Heyligenstädt persönlich erwidern, daß er nicht wie Stadtv. Heichelheim fortsährt, schuldig, den Be- reich genug sei, um sein Geschäft vernachlässigen zu können, ttag zu bezahlen, und er stelle einen dahingehenden An-1 was der Fall wäre, wenn er allen Komnufftousfitzungcn bei- trag. oberbgm. Mecum weist darauf hin, daß in wohnen würde. Geschäftliche Gründe wären wohl bei allen analogen Fallen jedesmal vorher eine besondere Bewilli- seinen Herren Kollegen für den Besuch oder den Mchtbesuch 9U^Ö nachgesucht sei. — Stv. Haubach will die Be- der Kommissionen ausschlaggebend. Er habe seinerzeit ge- zahlung der Photographieen vom Friedhof, deren Not- beten, ihn lischt in die Kommissionen zu wählen. Im übrigen wendigieit er bestreite, nicht genehmigen, wohl aber die stelle er fest, daß er nicht zu denjenigen gehöre, die am der Photographieen vom Meyer'schen yause. In diesem ineisten fehlten. — Die dann folgende Abstimmung über e ^n.en Antrag. Stv. Schaffstädt ist das Gesuck) Lollars ergab dessen Ablehnung. der Meinung, daß die Stabt bezahlen müsse. Man könne Einrichtung eines städtischen Wohnungs-- von den Gewerbetreibenden nicht verlangen, daß sie sich nach weis es im Anschluß an den Arbeitsnachweis. Ter m V ™ m Auftrage des Bauamts erst erkundigen, ob bie Oberbürgermeister verliest eine Reihe von statistischen An- Bestellung auch gelte. Aergerlich sei ja die Sache. — gaben über die Beteiligung der Bevölkerung an den Woh- Lberbgm. Ucecunt erklärt, daß es ihm am sympathisch-! nungsnachweisen in anderen Städten ' ~ sten sei, wenn die Rechnung von der Stabt bezahlt werde. ~ ' — Stv. Petri meint, daß sich die Stadt im J-alle der Zahlungsverweigerung in einer mißlichen Lage befinden würde. Und schließlich werde sie doch bezahlen müssen. (Da in ber Versammlung lebhafte Unruhe herrscht, sind die weiteren Ausführungen des Redners unverständlich.) — Stv. Loeb er ersucht die Versammlung, in Erwägung zu ziehen, daß eine Verweigerung der Zahlung für das Stadtbauamt ein Armutszeugnis bedeute. Er sei für die Bewilligung. — Stv. Heichelheim hält die Bewilligung im Interesse aller Kollegen für erforderlich, und zwar nicht aus Bequemlichkeits-, sondern aus taktischen Gründen. — Danach wird der Anttag Heichelheim auf Bewilligung der erforderlichen 107 Mark angenommen. Gin Angebot, den Basalt-Grob- und Feinschlag auf zehn Jahre zu liefern, wird abgelehnt. — Tie Ueberttagung der Lieferung des Straßenunterhaltungsmaterials für 1903/04 nach den Vorschlägen des Tiefbauamts wird genehmigt. sammlung schon vor längerer Zeit beschlossen habe, den .v , ' -Faselhaltern aufzugeben, Ochsen Simmenthaler 9iasse zu 1 e ^^de. beschaffen. Es sei auch ein entsprechendes Ausschreiben cr- -cÄ,. Ölr -^L/^bputation haben sich lassen worden. Wenn nun Offerten eingegangen seien, so sln Kommissionen hielten aber müßten dieselben geprüft werden, da ber Vertrag mit dem sur sehr ungünstig. Der jetzigen Fa elhalter am 1. April ablaufe. - Oberbgm. baT Näheren auf die An- Mecum erklärt, daß bereits dem Herrn Simon die Zusage ist?nPriie6enf Statuten sur das gegeben worden ssei, da er der Mindestfordemde war. — h- genehmigt worden; und weiter- Stadtv. Löber bemerkt darauf, daß bis heute weder dem Höris -KF ""d jetzigen Faselhalter noch sonst jemand etwas davon bekannt nach Jahresfrist abermals Wahlen jur das Gericht vor- geworden wäre. s^ia(politische Kommission sei Stadtv. Hanau fragt an, warum eine Eingabe von hmiinpBnrinpn folcfje zweimalige Wahl Mit der 15 Kunst- und Handclsgärtnem, die vom 16. Juni v. I. dazugehor.gcn Ng>tatwn usw. vermieden werden mllssc. - daticrc, noch nicht beantwortet worden jei. - Oberbgm W die Vorteile de- Geweroegerichts für M e cum teilt darauf mit, daß die bett. Eingabe vor kurzem darüber ge- in der Kommission beraten worden sei und demnächst bei u^1>^,eJ!rA1io?xrbeTrt?Ca9£X-n g^ehen, wenn Versammlung zugehen werde. Es sei aber zu erwarten, daß nlC x^?^6enden ®enieinben, vielleicht einer Meile im bie Versammlung eine ablehnende Antwort erteilen werde. Umkreise, in den Bezirk Gießen einoezogen wurden. Er Es folgt geheime Sitzung. stimme gegen die Anträge der Kommlifioneii. Es komme auch hinsichtlich der ministeriellen Genehmigung der ev. neu zu entwerfenden Statuten nicht auf einige Monate längeren Wartens an, nachdem bisher die Sache schon so oft verschoben gewesen sei. Von Wahlaufregung könne wohl nicht gesprochen werden. Im übrigen halte er die Auffassung der Kommissionen für zu einseitig. — Beig. Georgi verkennt nicht, daß die Wünsche des Stv. Krumm eine gewisse Berechtigung hätten. Allein es sei jetzt nicht der Zeitpuntt für eine Realisierung derselben. Wenn auch die Gemeinden die auf sie entfallenden Kosten bezahlen würden, so entfalle doch ein zu großer Teil der Geschäfte auf den jetzigen Vorsitzerlden, den Oberbürgermeister. Anders läge die Sache ja, wenn das Gewerbegericht einen eigenen ständigen Vorsitzenden hätte und ihn bezahlen bunte, dann würde er einer Einverleibung der in Frage ommenden Ortschaften gern zustimmen, unter den jetzigen! Verhältnissen aber müsse er dahingehende Anträge ab- lehnen. — Stv. Haubach spricht sich für Ablehnung des Gesuchs Lollars aus. — Stv. Löber hält es für zweckmäßig, festzustellen, wie groß die Anzahl der Arbeiter in Lollar sei, damit geprüft werden könne, wieweit der Oberbürgermeister dura) die, mit der Einbeziehung Lollars ber- bunbenen Arbeiten mehrbelastet werde; würde sich aus dieser Prüfung eine Ueberbäufnng des Oberbürgermeisters mit Geschäften ergeben, sooaß ihm für andere dringende Arbeiten die Zeit fehlen müßte, so würde er den Antrag Lollars nickt unterstützen können. — Stv. Hei^ "''beim Fousard-S8i.de mit AU. 1,1U Zn zusammen 20,625 fm. 1330 Dr Heß. samt 71 3 3 1 12 18 Mr. 'Dit. 19,79 0,50 0,67 0,20 0,98 1,87 1,25 1,25 fm, tm, Im, tm, fm, tm, Fichtenstämme Kiefernstämme Weymouthskiefernstämme Weißtannenstamm Birkenstämme Fichtcn-Derbstangen 36 Zentnern: . . 1,05 AU. . . 1,20 , . . 1,20 , Zentnern: Wagenladungen von uunbestenü Stückkots .... Nußtols 9h*. 1 . . NußkotS Sir. 2 . . von 95 Psg. bis 5.85 p. Niet, f. Blouseu u. Roden. Franko u. hcuou verzollt inS HauS gchciert. Reiche 'Dluftermi5- wcchl umgehend. 6mil Lotz, Kirchenplatz 9, tzmlt Pistor Nachfolger, Marktstraße 10, Georg Schäfer, Licherslraße 2, August Struck, Bismarckstraße 6, Georg Unverzagt, Kaplansgasse 5. Diese Finnen berechnen obensleheuve Preise unserer Ga-koks Anfuhr wie das Gaswerk und verabfolgen dieselben auch m"S)!enqen unter 5 Zentnern. . Tie Preise unserer Gaskoks für die Abnehmer aueerhalv der Gemarkung fetefcen ermäßige« sich um den Betrag btt Die Gebote sind getrennt nach Holzart und Sortiment pro Festmeter und Raummeter, sowie pro Hundert Wellen schriftlich oder mündlich bei dem Forstgartenaufseher Heinrich D ärmer abzugeben. Sie müssen spätestens bis zum 28. Februar 1903 abgegeben werden. Später eingereichte Gebote bleiben unberücksichtigt. Bei genügender Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis zum 1. Oktober 1903 gewährt. Gießen, den 11. Februar 1903. Großherzogliche Direktion des akademischen Forstinstituts. der Station Gießen. Bei Entnahme voa mindestens 200 StückkokS .... Rutzlols T.x. 1 . . mit 24,01 fm. „Red Star Linie" Antwerpen. Ter Postdampser „Fiulaud" der „Red Star Linie" in Antwerpen ist laut Telegramm am 10. Februar wohlbehalten in Neiv-Pork angekommen. 90 Stämme und 18 Derbstangen b. Krennyölzer. Aus dem Gcschlistslcdcn. AuSz^.^uung. „Außer der bereits verneycuen goldenen Medaille der Ausstellung Tüßeldorf wurde der Firma I. G. Hauben Lohn Earl, Aachen mv ihre Gas-Babe- und Heizb'en nachträglich noch die silberne Slaalsmebaille zuerlannl. Auf der Turiner Runib ausstellung erhielt icrner eine Zimmereinrichtung von Prof. Pantok, deren Haüpisiuck ein von der yirmti Houben hergesiellter Gasofen ist, die höchste AuSzeichuirng, das Ehrendiplom." Submissions-Hoizvcrkaus. Im akademischen Forstgarten bei Gießen liegen folgende Nutz- und Brennhölzer zum Verkauf: a. Dutzyölzer. Hautleiden bei Kindern. Hierüber äußert sich Herr Med.-Rat Pro?. Dr. S., dirig. Arzt i. Klllderkrantcnhaus i. T.: Ich habe bei mehreren chromjchell Ausschlägen u. Wundsein bei Limdern nut Ihrer Lbermeyers Herba- Leise gute Resultate erzielt. Z. h. pr. Llck. 75 Psg. u. 'JJL 1.25 i. all. Apotheken u. Trogericn. Fabr. Z. Gioth, Hanau. 1262 Zentner berechnet. .MJ. Soiern das Verbringen der Koks — bis zu 6 Zentnern — tun die bete. Lagerplätze (Heilet, Stall rc.) mit keinem auvergeivognlichen Zeitauiwaud verbuiiden ist, gejchleht dies ohne besondere Berglitung. _ Im Gaswerk findet nur em Vertäu' von über 3 Zentner HofS statt, dagegen ist bei wlgenden hiesigen Firmen der Kl.iuv.rliüuf brr Älll>!roks von 1 bis 5 Zentner eingerichtet, nämlich bei den Herren. Bachcuheimcr & Schaumbergcr, Marburgerstraße 22, Audreas Uuicr, Siemllraue 11, Ioh. Fischer, Alicesirave 19, H. Hof, Bahnhossiraße 34, Gebr. Kahl, Frantmrterstraße 16L tz-d. «liutel, Bahnhoistrave 10, Holzversteigerung. Am Montag dem 16. d. Mts., vormittags von 9 Uhr ab, kommt bei Gastwirt Brück in Wißmar folgendes Holz aus dem Gemeindewald Wißmar zum Verkauf: Distrikt Neitzenfteinerwald 8: Eichen: 23 Rm. Scheit, darunter wertvolles Küferholz, 17 Rm. Knüppel, 12 Rm. Stücke, 75 Rm. Reiser. Buchen; 147 Rm. Schell, 94 Rm. Knüppel, 83,5 Rm. Stöcke, 430 Rm. Reiser. Hasenhölle 43: Eichen: 2 Rm. Knüppel, Buchen: 199 Rm. Schell und Knüppel, 532 Rm. Reiser 1. Qualität. Wolssgraben 36: Elchen: 1 Stamm — 0,67 Fstm., 2 Rm. Knüppel, Buchen: 94 Rm. Scheit und Knüppel, 512 Rm. Reiser, Aspen: 6 Rm. Knüppel, 10 Rm. Reiser, Fichten: 9 Stämme und Stangen = 1,02 Fstm 40 Rm. Reiser (Bohnenstangen). Winterberg 18: Eichen: 1 Stamm = 0,21 Fstm., 5 Rm. Nutzholz, 2 Mtr. lang, 7 Rm. Knüppel, Buchen; 49 Rm. Knüppel, 854 Rm. Reiser, Aspen: 1 Rm. Knüppel, Fichten und Lärchen: 37 Stämme und Stangen = 8,85 Fstm., 6 Rm. Nutzholz, 2 Mir. lang, 2 Rm. Knüppel, 85 Rm. Reiser. Krofdorf, den lu. Fi binar 1903. 1352 Ter Bürgermeister: Lichtenthaeler. Gaskoks. In der Stadtverordneten-Versammlung vom 22. d. M. wurde beschlossen, die am 10. April d. I. festgesetzten Preise bis aus weiteres beizubehalten, mit der einzigen Ausnahme, daß der Preis für Nußlols, Größe Nr. 2 um 5 P'ennig sür den Zentner herabgesetzt wird, sodaß die Nußkoks 9lr. 1 und 2 jetzt gleichen Preis haben. Die ^okSpröife stellen sich hiernach wie folgt: Für den Zentner ab Verkaufsstelle: der ablehnenden Antwort des Hofes. Die Verhandlungen dauern fort. w , o Lachenal war auch am Donnerstag mittag nach La Metairie gefahren. Er erhielt von der Prinzessin den dringendsten Auftrag, alles zu unternehmen, um ihr ein zeitweiliges Wiedersehen mit ihren Hinbern zu sichern Daß dies selbst bei dem Kinde, das sie unter dem Herzen trage, nicht möglich sein solle treibe sie in den W a h n s i n n. Tie Aerzte befurchten durch eine etwaige Ablehnung der Bitte der Prinzessin für diese schwere gesundheitliche Folgen. . Bei Besprechung der Zukunft der Prinzessin weisen Genfer Blätter darauf hin, daß ein gesetzliches Hindernis gegen die Heirat zwischen des Ehebruchs schuldig gesprochenen Personen in der Schweiz nicht bestehe Die „Eazettc de Lausanne" veröffentlicht auf Grund der ihr zugegangenen Jnformattonen über den Reise- arunb Gir ons folgendes: Die Direktion der Anstatt oa Metairie habe der Prinzessin geraten, gewisse Gegenden iU meiden, da Neugierige und ein in Nyon eingetroffener sächsischer Geheimpolizist sie behelligen könnten. Tas habe ;u dem auch in Brüsseler Blättern aufgetauchten Gerüchte Anlaß gegeben, Die Prinzessin sei strenger Absperrung unterworfen und darüber habe Giron den Kopf verloren und die Reise unternommen, sei aber sofort zurückgekehrt, als er erfahren, daß das Gerücht unwahr sei. In Genf wittert man hinter den einzelnen Ereignissen der letzten Tage Jntriguen. Tie sächsische Königm-Witwe, die vor einigen Tagen an Katarrh erkrankte, leidet gegenwärtig an einer leichten Zellgewebe-Entzündung und ist daher genötigt, einige Tage das Zimmer zu hüten. Fieber ist nicht vorhanden. Tas Befinden des P r i n z e n F r i e d r i ch C h r i st i a n war bis heute abend unverändert. Der Prinz schlief wieder mehrere Stunden. Aus dem Tagebuch Luisens von Toscana. Eine Tarne oes oureiu/iiitien Hocyaoels, uie in früheren Zähren dem toseanischen Hofstaate angehörte, gab dem Vertreter eines französischen Blattes eine Reihe interessanter Aufklärungen. „Prinzessin Luise", sagte sie, „ist Don ihrer frühesten Fugend an eine überaus schwärmerische uni) poetische 'Natur gewesen, lieber ein schönes Gedicht, über ein zu Herzen gehende- Tonstück konnte sie Tränen vergießen. Sie dichteie und komponierte, um dem lieber» jchwall ihrer Gefühle Luft zu machen, und wurde von brennender Sehnsucht nach Liebe und Verständnis verzehrt. Weder die trübe Stimmung des mediatisierten toseanischen Hofes noch die trotzige Grandezza be»- sächsischen Zeremoniells vermochten das glühende Verlangen ihres Herzens zu befriedigen. 'Nur wer in das Tagebuch dieser unglücklichen Fürstentochter, dem sie seit Fahren die geheimsten Mysterien chrer lechzenden Seele anoertraute, Einblick gehabt, vermag die Suttsel ihrer Ehe und ihrer Fehltritte zu verstehen. Glauben Sie mir, kein Gerichtshof, dem man Dieses Tagebuch vorlegen würde, könnte die Prinzessin verurteilen, selbst ivenn er au» den strengsten und nnerbiüt- llichsten Hiiiern der öffentlichen Moral bestünde. Er würde jagen: Sie hat geirrt, aber fein irdischer Richter vermag jie zu verurteilen. Prinzessin Luise ist gewiß eine der gebildetsten und geistvollsten Prilizessinnen Europas, und nicht mit Unrecht war sie dazu ausersehen, die künftige Königin des hochzivilisierten Sachsens zu fein. Ich have in chrem Tagebuch zu blättern Gelegenheit gehabt und war so tief ergriffen, daß mir manche Stelle im Gedächtnis Haften geblieben ist. An einem Tage schreibt sie: „Meine 152 Fstm. Nutzholz im Wiuueröder Walde, fertig aufgearbeitet, sollen auf dem Submifsionswege vergeben werden, nämlich: Werk- und Schnittholz, Stämme und Stammabschnitte von 29—55 Eim. Turchm.: 4 Eichen — 5,46 Fstm., 3 Buchen — 3,28 Fstm., 1 Kirschbaum — 0,41 Fstm., 7 Kiefern — 4,49 Fstm., 4 Lärchen == 4,82 Fstm.; Bauholz rc. von 19—29 Ctm. Turchm.: 34 Eichen — 8,53 Fstm., 109 Kiefern ---- 48,39 Fstm., 9 Lärchen = 4,68 Fstm., 5 Fichten — 2,58 Fstm., 2 Weymouthskiefern — 1,47 Fstm.; Wagner-- und Grubenholz bis 18 Etm. Turchm.: 93 Eichen = 10,07 Fstm., 184 Kiefern — 31,01 Fstm., 66 Lärchen = 12,03 Fstm., 88 Fichten = 14,64 Fstm. Die Gebote sind nach Sortimenten und Holzarten getrennt schriftlich und verschlossen an den Unterzeichneten em- zureichen, der auch bereit ist, das Holz im Walde vorzuzeigen. Die Eröffnung der Gebote erfolgt in Gegenwart der erschienenen Bieter Samstag den 28. K 6niar, nachmittags 1 FtSr, im Gasthaus zuni Hirsch in Reiskirchen. Innerhalb 8 Tagen erhalten die Submittenten Nachricht, ob der Zuschlag erteilt ist oder nicht. Winnerod, den 12. Februar 1903. 1354 Samcö, Förster. (ute Mama sagt mir: Kind, Du mußt glücklich sein! Wir ab en eine Krone verloren, und Du hast eine schönere Krone gewonnen. Da fiel ich der Mama weinend um den Hals und erwiderte: Nein, glücklich bin ich nicht. Ich habe Liebe gesucht und nur den Zwang der Ettkette gefunden. Mein Herz ist leer und vereinsamt geblieben." An einer anderen Stelle heißt es ungefähr: „Sieht so der heilige Bund der Ehe aus? Ist sie wirklich nichts als der Ehekontrakt, der dem Manne das Recht auf Leben und Tod gibt und ihn von dem Augenblick an, wo er den Vertrag in der Tasche hat, aller Herzenspflichten entbindet? Tic Enttäuschung ist eine furchtbare." Und an einer anderen Tagebuchstelle schreibt die Prinzessin: „Keinen größeren Schmerz gibt es auf Erden, als von denen mißverstanden zu werden, welchen man si ch ganz enthüllt hat, als sich ungeliebt zu fühlen, wo allein man auf wahre Liebe zu hoffen noch ein Recht hat." ycrmildjlrb. • Die Liebe und der Eisenbahnfahrplan. Nr. 25 der in Reutlingen erscheinenden ^Schwarzivälder Kreiszeitung" enthält den vorletzten Abschnitt eines Romans „Der Gemeindearzt" von M. Elsborn. Es handelt sich darin um die entscheidende Wendung in den Beziehungen des Helden Dr. Jellinek zu der Heldin Gisela v. Heiden- bruck. Der Held setzt sich nieder und schreibt den wichtigen Brief, von dem so viel abhängt, und nun heißt es weiter: „Stille, ganz stille war es im Zimmer. Eugen fühlte sein Herz klopfen — es sprach wie ein Prophet von schweren kommenden Dingen, von Stürmen und Not, von großer Drangsal und Betrübnis, die sich über sein und ihr Leben ergießen würden, und dabei wuchs ihm die Kraft bis ins Unendliche — kämpfen um sie bis zum letzten Abend- zuge!" — Wenn weiter nichts ist! Um bloß bis zum letzten Abendzuge zu kämpfen, fügt die „T. R." hinzu, braucht man nicht erst der Held eines Romans zu sein mit einer Kraft, die bis ins Unendliche wuchs. Ja, wenn es noch hieße: „Kämpfen um sie bis zur Herabsetzung der Personen- larife auf den Staatsbahnen!" — das würde den Lesern schon eine Vorstellung von dem Ewigkeitsgefühl dieser leidenschaftlichen Liebe geben. * Tie Opfer der Katastrophe ans dem Wisla ko-Flusse in Galizien sind noch zahlreicher, als man bisher angenommen hatte. Wie aus Krakau telegraphiert wiro, ertranken insgesamt etwa hundertPersonen. Ergreifende Szenen spielten sich auf der von Eisschollen zertrümmerten Fähre ab. Viele Frauen, die sich aus treibende Holzstücke hatten retten können, sprangen in ihrer Todesangst ins Wasser und versanken in den Fluten. tirirfhallen brr Jlrbuktinn. (Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.) K. I. Hessen verlor zwar durch den Vunäoiller Frieden im Fahre 1801 und durch den „Reichsdepulakionshaupljchlnß" im Fahre 1803 mehrere Uänbertcilc in der Große von zusammen 2209 qkm, erhielt aber zur Entschädigung daiür eine Reihe von .Gebieten in der Gejamtgröße von 6000 qkm. Ter damalige Landgraf Lndwig X., der dem Rhembnnde bcigetreten ivar, führte dann seit 1806 den Titel Groß Herzog und nannte sich Ludwig l. Ter Wiener Kongreß brachte schließlich z,var eine Verschiebung deS hessischen Gebietes dahin, daß Hessen an Gebiet verlor, aber an Einwohnerzahl gewann; im Groszen und Ganzen aber bestätigte er die bestehenden Verhältnisse. Seiden - F- brik Hen• b Zürich. Stach dem Urteil medizinischer Autoritäten ist täglicher Genuß von Meßmer's Thee sogar Kindern zu empsehlen; er wirkt aufheuernd und eririschend aus Geist und Körper und wird selbst von schwachen Magen gut vertragen. Al e ß m e r 's Thee « 60, 80 Pfennig, Alk. 1.— und Alk. 1.25 in den bekannten Niederlagen. 1,— Mk. 1,15 , Nu«kots Nr. 2.....1,15 „ Für Koksabnehmer, welche zwei uud mehr ToppelwaggouS beziehen, ermäßigt sich der Preis um weitere 5 Psg. für den Zentner. Für Ausuhr au das Haus werden 5 Pfennig für den Lktroirückvergntung s-on 4 Pfg. nie den Zentner. Gießen, den 31. Tezember 1902. 63 Städtisches «aS- und Wafferwerk Gieße«. Cito Bergen. 1 e Iin jeder beliebigen Schriftart und Karton- ili äl 6 h forte, sowie mit Zirkeln aller studentischen V »vi» Vereinigungen, liefert jn mäßigen preisen vrühl'sche Universitäts-Vruckerei, Schulftrahe 1 Sb;» Ä? MO Vb«iAB:n °" dik >Ä «Kni £"> «ich- ®wnbe bei- ?b°Ä. Er l)* Wenigen ÄL’"--«: ier «eLföon ^lisliichen ^n, ohnungsnaäMis für tetn 1 Ssichadigt würden, das liel rmietbaren Wohnungen füllen lecyin lm einzelnen erläutm diese den Fremden, die naä den. Die soziLlpolitische ige|timmt, desgl. die Finanz- irage aus der Lersammlune cum, daß die Vermieter eint I- bis 1 M bezahlen sollten, daß die Arbeit nicht von einem nnte. — Stv. hejchelheiin uendigkeit für die Linrichtuns ch t vorliege. Wenn aber der B damit dem „kleinen Mann" ir Ansicht, daß auch nur Dein: rden sollten. Für große fc. ig nicht nötig. Würden te ourde der Leamte ?:r ball« ein höheres QtiJi d« teilen brauchten nchl Mu Dtü. $ au bad) meint, w che jelbjt aujgebcatyl werden g aud) für iric ^ufnaljn ein Vertrag erhobenMü lyMsichen wxK\\\\oxi: xto raM, W taietr- . sehr gut die gerinM eorgi tst der Ansicht, für:, iwa bis zur Höhe eine» L e eine Gebühr nicht ety.^ u macht daraus aufmech- inen Wohnungen in den HM- eien - Lei der Abstmrn^ mg im Pmzch mü der k weises einverstanden, lies! daraus die MW JSTÄ"« it 5 ^immenthaler W f K-che»d°z £fi«lcn "»>ö,i irden, da bei _?£t* Apnl ablause^ ... o dem war. - der^ Vder her iuh MN bek-n^ st jemand elwa- (Hjiqlibe vor an, warum D.' nem, die _ 0berbfli Angabe porW aß die he^: J t>emnachsi L zu erwarten, ^ lU> ah,«" Otlli auS ■i wm sgejequcuy1*« ll-" Ke abe-K ließ Arilsl^^M ich na/y Beud^glh! . Sinder Nch unb BrMhglz-Lerßeigmllg. Aurstl ^»olms Abe.föisterei Koy^nso.ms. Montag den 16. Februar, morgens ^.lO Uhr, Zusammen- lunft am Alieberg, aus der Wetzlarer Kreisstraße. Nutzholz, Tistrikt Grundwald, Fichten: Stämme 39 St mit 8,83 Fstm., Terbstangen 3 St. mit 045 Fstm. Brennholz, Distrikt Altebcrg: Kiefern: 8 Rm. Knüppel, 660 Wellen. Distrikt Gruudwatd: 40 Rm. Bucheu-Schell und -Knüppel, 2400 ^aubholz-Welleu, 6 Rm. Nadelholz-Scheit und Knüppel, 480 Wellen. Distrikt Anucwald: 80 Rm. Buchen-Scheit unb Knüppel, 6300 Bnchen-Wellen. 1346 Sonntagsverein für Mädchen. Die Vereinigung der Mädchen sindet statt an jedem Sonntag zwischen 2 und 7 Uhr nachmittags im Saale der Kleinkinderschule; die Rlädchen können zu jeder Zeit kommen und gehen; von 4 Uhr bis 5 Uhr findet gemeinsame Unterhaltung statt mit Gesang, Ansprache, Votträgen. Gute unterhaltende Bücher und Spiele sind in großer Zahl vorhanden. Für den Vorstand: 39 Dr. iXaumann, Pfarrer. (Gmfhtsnrnl. Salzburg, 12. Febr. Der Operettentenor Alfred William wurde wegen öffentlicher Beschimpfung des Theater- re s e r e n l e n der .Linzer Tagespost', Hans Demel-Seebach, zu fünf Tagen A r r e st verurteilt. Zandrl uni) Uerliehr. Uolliüwirtschast. Darmstadt, 12. Febr. Auf heute hatte die Fänanz- Verwaltung Hessens eine engere Submission ausgeschrieben, um eine 3prozent. neue hessische Staatsanleihe im Betrage von 2 Millionen Mark zu begeben. Wie ich erfahre, wurden vier Gebote eingereicht; Einzelheiten sind darüber noch nicht bekannt. Stück-Koks .............. Nuß-Kots, ausschließlich trocken gelagert, m zwei verschiedenen Korngröveu iür Stubeuheizung und für weite und enge Ofenschächte passend zerkleinert: Große Nr. 1, etwas großer als durchschnittliche Korngröße des Amyraell, g ang- bar st e S o r t e ......... Größe Nr. 2, kleiner als durchschnittliche Korngröße des ^luthracit...... Februar 1903 2 nrometer aui 0" reduziert Temperatur der Luft Absolute Feuchtigkeit ■“ .2.« c 5. 5 = Windrichtung Windstärke Wetter 12. 2“ 750,2 4-6,6 6,0 83 8W 4 Bed. Himmel 12. 9" 751,2 + 5,8 5,3 78 W. 4 Beiv. Himmel 13. 72i 755,1 + 1,9 3,5 66 N. 4 w w Höchst e Tein; jeratur am 1 1.-12 Febr uar + 8,2U C. Niedrigste ■ , 11.-12 u 4- 5,5“ C. 3,05 rm Nadel-Scheitholz, 1 rm Eichen-Scheitholz, 4,3 rm Nadel-Knüppelholz, 2,6 rm Laubholz-Knüppelholz, 430 rm Nadel-Wellen, 10,1 rm Nadel-Stockholz, MA- Zlnüöertrefföar! Unerreichbar! 103 Mk. a ä . L n 3. Brahms. ä 1359 Firma A. Springmann L. van Beethoven. A. Dvorak. Schuhlager. AahnyofKraße 58. IZahnhofstraße 58. Hausverwalter Herrn Mork. 12 5 Heß. 1349 WM-, K-amcr- co