Fir Heutig« Kummer umfaßt 8 Setten. zessin unb Girvn den Namen Monsieur und Madame'Ruy^ Bla» beigelegt. en er- d dem v.-zUttSpret-r monatlich 7b Pi, viertel« inbvlid) Mk. 2.20; durch Adhole- u. Zweigstellen monatlich Cd Ps.; durch diePosl Mk.2.—viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für die TageSnummer bis vormittags 10 Uhr. Zeilenpreis: lokal 12P»^ auswärts 20 Psg. Verantwortlich für den polit. u. allgem. Teil I.B.: Fr. Hannemann; lür,Stadt u. ßanbe und »GenchtSsaal^: Lurt Plato; für den Anzeigenteil: HanS Beck. Nr. 10 Vrschetvt täglich ander Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden tm Wechlel mit dem desstlchen tanbroirt di« Siebener Kamilien» Blätter viermal in der Woche be,gelegt. Notationsdruck u. Verlag der B r ü h l'fche« Untoerf.-Buch- u.Dtein- druckeret lPietich fferben) Redaktion, Lrveditio« und Druckerei: Schnlstratze 7. Adresse für Depeschen: U«ze1ger Stehen. FrnIprtchanlchlußNr 51. Ium jäch/r/cheu tzl-r-ruma Wie das ,/Jceue SBiener Sägeblatt" aus fährt, werde der Kronprinz von Sa Kaiser Franz Josef einen Besuch abstatten, bei welcher Ge- legenheit die Ehetrennung beschlossen werden dürfte. Auf beiden Seiten fei zurzeit eine versöhnlichere Stimmung zu konstatieren. So sei insbesondere von feiten der Kr^onprin-. zesjcn der direkte Wunsch ausgesprochen worden, die An* getegenheit üt ein ruhigeres Fahrwasser zu geleiten. Von Seiten des toskanischen Hofes wurden Schritte unternommen, damit der sächsische Kriminalbeamte Schlvartz, der mit einem direkten Verhaftungsbeschi in Gens weilt, ab- berusell werde. Wenn, wie wahrscheinlich sei, ein stiller und ruhiger Ausgleich zwischen dem Kronprinzenpaare zu stände Linie, so sei dies den Bemühungen einer fürstlichen Lame bei Kaiser Franz Josef zu bunten, und werde der Termin der Ehetrennung nicht zur bestimmten Zeit statt- finden, sondern verschoben werden. Tie Kronprinzessin werde dann auf die Besitzung eines bekannten Feudalen, lvelche dieselbe zur Verfügung stellte, in Böhmen nahe der sächsischen Grenze Wohnung nehmen. Tie Meldung, daß die Kronprinzessin aus Slot haoe ihre Schmuck-fachen verkaufen müssen, sei unbegründet. Ebenso habe die Kronprinzessin , von Giron lein Geld zu ihrem Unterhalt angenommen. Tie zwischen dem Dresdener Justizrat Körner und dem Anwalt der Kronprinzessin zu Genf geführten Verhandlungen sollen am Samstag zu der beib-erjeitö bindenden Einigung geführt haben, daß die Kronprinzessin sich bezüglich des zu erwartenden Kindes allen Tresdener Wünschen und Anordnungen fügt, während der Kronprinz statt der Eheirrung der Ehescheidung zustimmt und als ScheidungSgrund nicht Ehebruch, sondern nur Verlassen des gemeinsamen Haushaltes geltend machen wird. Von einer Genfer Persönlichkeit, die angeblich in den Gang der Verhandlungen zwischen Maitre Lechenal, dem Anwalt der Kronprinze.sin von Sachsen, und dem Vertreter des Kronprinzen, Justizrat Tr. Körner, Einblick hat, erfährt das „W. N. T.": „Es kann heute mit einer Bestimmtheit gesagt werden, daß Kronprinzessin Louise dem Verlangen, sie möge sich von Giron trennen und zunächst nach Oesterreich zurückkehren, um dort ihrer Entbindung entgegenzusehen, nicht mehr jenen Widerstand entgegensetzt, wie dies anläßlich dec Anwesenheit ihres Bruders, des Erzherzogs Josef Ferdinand, in Genf der Fall war. Tie Kronprinzessin besitzt bindende Zusagen bezüglich ihrer Zukunft und weiß, daß im Falle ihrer Trennung von Giron ihre persönliche Bewegungsfreiheit gesichert erscheint. Seitens i>e5 sächsischen Hofes geschieht alles, um die Kronprinzessin zu veranlassen, die Verbindung mit Giron aufzugeben, und es scheint, daß ihr Anwalt Lachenal die Bestrebungen seines hier weilenden sächsischen Kollegen unterstützt. So viel steht fest, daß ihr ursprünglicher Entschluß nicht mehr unerschütterlich erscheint, und daß sich in ihren Anschauungen ein bedeutsamer Wandel zu vollziehen beginnt." Weiter teilt das Blatt mit, daß im Salzburger Schlosse Oie Mädchenzimmer der Prinzessin, welche sie vor ihrer Vermüllung bewohnt hatte,neu hergerichtet werden. Ter toskanische Hof lasse durchblicken, daß man von einem Arrangement der ganzen Angelegenheit nicht mehr weit entfernt fei. — Von Giron weiß das Blatt mitzuteilen, er habe, ehe er an den sächsischen Hof kam, die Gattin eines Pariser Bankiers, die viel älttr war als er, nach Südfianktetch entfuhrt. Giron soll sich dann als den Verführten hingesteNt unv von dem Gatten ein ansehnliches Schweigegeld erhalten haben. In Genf hat man der Prin- Ausland. , Haag, 12. Jan. Amtlich wird aus Batavia gemeldet, daß die Unterwerfung des Prätendenten für das Sultanat von Atschin bedingungslos erfolgte. Derselbe trifft übermorgen in Kotaradscha ein. Paris, 12. Jan. Es wird amtlich bestätigt, daß Präsident Loubet sich in Begleitung eines Geschwaders auf fünf Tage über B2ne nach Tunis begeben wird. Wien, 12. Jan. Wie in parlamentarischen Kreisen verlautet, seien Körber und Colo man Szell übereingekommen, die Ausaleichsvorlage bereits am 15. ds. dem Parlament vorzulegen. — Dem Komitee für das Wintervergnügen der Industriellen, welches heute vom Kaiser F r a n z I o s e s in Audienz empfangen wurde, um demselben die Einladung zu überbringen, antwortete der Kaiser, er habe sonst immer mit großem Vergnügen dem Ball beigemvhnl und dies durch seinen alljährlichen Besuch bewic.en. Leidsr könne er aber in diesem Jahre nickt kommen, da sein Gesundheitszustand es ihm nicht gestatten würde, auszugeyen. Er habe den Erzherzog Franz Ferdinand mit feiner Vertretung beauftragt. Petersburg, 12. Jan. In einer Einsprache, die Minister v. Plehwe anläßlich der Feier des hundertjährig! Komische Tagesschau. Sine Trennung de8 gräflich Louyay'schen Ehepaares. Noch füllt das eine Ehe-Drama, das in erster Linie daS öslreichische Kaiserhaus betrifft, noch täglich die Spalten der Blätter und schon wieder wird von einem neuen Ehe- ikandat aus Wien berichtet. Nach der „Wien. Allg. Ztg." soll Gras Elemer Lonyay den Entschluß gefaßt haben, seine Stellung als Gemahl der früheren Kronprinzessinwitwe Stefanie auszugeben, um sich von den repräsentativen Anforderungen dieser Charge zu erholen. Gras Lonyay, verschon längere Zeit leidend war, hatte sich an die Riviera begeben, woselbst er Heilung von einem Wechselfieder zu finden hoffte. Die Gräfin begleitete ihren Gemahl. In Briefen an seine Freunde äußerte sich Graf Lonyay sehr niedergedrückt über die Stellung, die er als Gemahl der Kronprinzessin einnahm. Zu diesen sozialen Mißhelligkeiten gesellten sich auch finanzielle Schwierigkeiten. Stefanie verstand nicht hauszuhalten, trotzdem ihr der Kaiser als Aussteuer bei ihrer zweiten Heirat Awei Millionen Kronen schenkte und sie vom belgischen Hofe 50 000 Frcs. Apanage fortbezog. Aus Budapest, 12. Jan., wird berichtet: Die Nachricht von einer bevorstehenden Ehetrennung des gräflichen Paares Lonyay hat hier wohl sehr überrascht, wird jedoch geglaubt, da es kein Geheimnis bildete, daß das gräfliche Paar mit finanziellen Schwierigkeiten kämpfte. Die frühere Kronprinzessin konnte nie ganz die Vorrechte der srüyeren Stellung vergessen nnd Graf Lonyay hatte hierunter wiederholt empfindlich zu leiden, so daß er in intimen Kreisen sich über Zurücksetzung beklagte. Zwischen bftn Ehepaar ist es in der letzten Zeit zu Zwistigkeiten gekommen. In den letzten Wochen war das Paar nur ganz kurze Zeit beisammen. Der Graf weilt derzeit an der Riviera. Im Anschluß an die Meldung der Wiener „Zeit", daß Graf Lonyay's gegenwärtiger Aufenthalt unbekannt sei, wird dem „Dörseu-Kurier" aus Wien telegraphiert, caß sich in erster Linie die Gräfin Lonyay mit der Absicht der Trennung ihrer Ehe trägt und zwar infolge unlösbarer Differenzen zwischen den beiden Ehegatten. Der Bruch soll ein enhgiltiger sein. Tie Situation in Marokko. Zu den Wirren in Marokko wird aus Madrid berichtet: Der Sultan entschloß sich endlich, eine Division >em heranrückenden Bu Hamara entgegen zu werfen. Wichtige Ereignisse werden also täglich erwartet. Prinz Mutz amed, der Bruder des Sultans, ist nicht eingekerkert, wird aber als Gefangener behandelt, was die Unzufriedenheit der Bevölkerung vermehrt. Dazu macht sich bereits der Hunger fühlbar. Um den dringendsten Bedürfnissen abzuhelfen, sandten die Behörden von Tanger 160 000 Duros nach Fez. — Eine Depesche des ,^Lok.-Anz." aus Tanger besagt: Die letzte zuverlässige Poft aus Fez bestätigt die verzweifelte Lage des Sultans. Alle Konsuln und die sonstigen Europäer sollen Fez verlassen haben. Der deutsche Postbeamte übergab die Geschäfte einem, Araber. ES ist unbestimmt, ob der Sultan seinen Rückzug nach Tanger oder Rabat versuchen wird. Ter Sultan beabsichtigt, im äußersten Notfall sich nach der Westküste durchzufchlagen. Der spanische Konsul in Rabat meldet gleichfalls beunruhig enbe Gärungen. Die Europäer gehen von dort nach Cara Bianca. Nach authentischer Information steht der Prätendent wieder vor Fez. Es ist also ein Zusammenstoß jeden Augenblick zu erwarten, wofern er nicyt durch die ein getretenen Kreuzungen verzögert wird. — Nach einer Meldung aus Loudon fanden in Fez bereits die greulichsten Ausschreitungen gegen die Juden statt, von denen an 20 massakriert wurden. Nach einer Meldung aus Tanger zirkuliert dort bas Gerücht, die Truppen des Sultans hätten eine neue Niederlage erlitten. Der Sullan beabsichtigt, Fez zu verlassen und seine Residenz nach Rabat zu verlegen. AuS Melilla wird gemeldet, daß unter den Truppen des Sultans völlige Disziplinlosigkeit herrsche. Die Soldaten verkauften Waffen und Munition an den Prätendenten, welcher ihnen dafür hohe Preise zahle. Alle Kabylenstämme aus dem Tazzabezirk und der Unigegend von Fez hätten sich dem Prätendenten angeschlossen. Entgegen den in den letzten Tagen verbreiteten Nachrichten von einem Familienräte im Hause des Erzherzogs Ferdinand, Gvoßherzogs von Toskana, in dem die Ver- mögensansprücke der beiden ältesten Kinder des Großherzogs geregelt und über die Erbaussolgung an Leo Wölfling beraten worden sein soll, kann die Wiener „9ä Fr. Pr." aus sicherer Quelle jetzt folgendes Mitteilen: Tas gesamte Vermögen des Großherzogs von Toskana wird mit rund vier Millionen Kronen annähernd richtig geschätzt ein. In dieser Summe ist der italienische Besitz mit in- >cariffen, der iwch nicht verkauft ist, der aber mit Mck- icht Darauf, daß die Güter zum großen Teil aus Sumpf- landfchaft uud Waldungen bestehen, hohe Verwaltungskosten erfordern und heute noch feinen Ertrag abwerfen. Tie verheirateten Prinzessinnen der großherzoglichen Familie haben bei ihrer Vermählung die ihnen gebührende Mitgift und Aussteuer voll erhalten und können vom Elternhause nichts mehr beanspruchen. Es entbehrt daher jeder Begründung, wenn man aimimmt, daß die Zukunft der Kronprinzessin Luise von Sachsen durch ihr Vermögensrecht- liches Verhältnis zum toskanischen Hofe gesichert ist oder daß die Prinzessin von dieser Seite überhaupt etwas zu erwarten hätte. Leo Wölfling dürfte als Erzherzog Leopold Ferdinand durch die wiederholte Regelung seiner .Verlegenheiten sein Cib- oder Pflichtteil von väterlicher Seite schon verbraucht haben, und es ist wohl nicht anzunchmcn, daß unter den gegebenen Verhältnissen nicht ausdrücklich die Einrechnung der Vorempfünge in den Pflichtteil dieses Sohnes verfügt würde. Leo Wölfling hat dann also auf irgend einen Geldzi^sluß aus väterlichem Hause keinen Anspruch mehr, und hat auch, wie die Tinge jetzt stehen, nichts zu erwarten. Ob sich sein Vater später dazu entschließen wird, ihm int Gnadenwege eine Summe zum Unterhalt zu gewähren, kann vorläufig noch nicht mii Bestimmtheit gesagt werden. Z>ie ßröff.mng drs preußischen Landtages. (Orig^Tel. des „Gieß. Anz.") Berlin, 18. Jan. Ministerpräsident Graf Bülow eröffnete heute mittag 12 Uhr den Landtag der preußischen Monarchie mit einer Thronrede, in der auf die wenig befriedigende Gestaltung der Finanzlage hingewiesen wird. Der Fehlbetrag für 1901/02 bezifferte sich auf 3?y2 Millionen Mark und auch für das laufende Etatsjahr sei ein wesentlich günstigerer Abschluß zu erwarten. Im EtatSentwurf für 1903/04 werde zur Herstellung des Gleichgewichtes der Staatskredit in beträchtlicher Höhe in Anspruch zu nehmen fein. Die zeitweilige F-incmzlage konnte jedoch nicht dahin führen, die im politischen und wirtschaftlichen Interesse bringend gebotenen Ausgaben zurückzustellcn. Die Staats- regierung erbitte erhebliche Mittel für die auf den Schutz des Deulschtums in den Ostmarl'en und die auf deren wirtschaftliche Stärkung gerichtete Politik. In diesen Landesteilen soll bie den mittleren und unteren Beamten, sowie den Volksschullehrern in Aussicht gestellte Zulage gewährt werden. Die Staatsregierung erachte es als ihre Pflicht, auch jetzt mit der Betriebssicherungs-Ausgestaltung der Eisenbaynanlagen und der regelmäßigen Ergänzung des Fuyrparkes nicht zurückzuhalten und hierdurch die Arbeitsgelegenheit im Lande zu vermehren. Die Thronrede kündigt eine Vorlage über den Erwerb mehrerer Privateisenbahuen, Erweiterung der Staatseisenbahnen und Forderung von Kleinbahnen, ferner eine Vorlage über einen weiteren Kredit zur Verbesserung der Wohnyngsverhältnisse der staatlichen Arbeiter und geringer besoldeten Beamten, einen Gesetzentwurf zur Ausführung des Reicksseuchengesetzes, einen Gesetzentwurf über die Befähigung für den höheren Verwaltungsdienst, sowie über die Bildung kirchlicher Hilfsfonds für katholische P farr gemein den. Zweites Blatt. 183. Jahrgang DienStag 13. Jammr lSvg Eichener Anzeiger General-Anzeiger Amts- Md Anzeigeblatt für den Ureis Gießen Deutsches Keich. Berlin, 12. Jan. Ter Kaiser stattete heute Dor* mittag dem Reich skanzler Grafen Bülow einen Besuch ab und hörte später im königlichen Schlosse den Vortrag des stellverttetenden Chefs des Zivilkabinetts. — Nach neueren Dispositionen erwartet man bas Eintreffen des deutschen Kronprinzen in Petersburg bereits am 16. d. M. Tem „Lol.-,Anz." zufolge wird der Aufenthalt ungefähr eine Woche dauern, und es fei wahr-i scheinlich, daß der Kronprinz einen, wenn auch nur kurzen Abstecher nach Moskau unternimmt. Im Gefolge des Kt'on- prinzen werden sich außer den bereits genannten Persönlichkeiten noch befinden Oberst v. Schenk, Kommandeur des Kaiser Alexander Gard?--''tt'cnadier-Negiments, und Oberstleutnant Bartsch v. Sigsseld, Kommandeur des 2. Garde* Tragoner-Megiments Kaiserin Alexandra von Rußland. — Eine wichtige Veränderung in der preußischen Bau* Verwaltung, die bereits früher angestrebt wurde, soll, ioie man der „Boss. Ztg." schreibt, gegenwärtig vom Arbeits* Ministerium wieder angestrebt werben. Es bandelt sich dabei um Schaffung einer Stelle für einen zweiten Unter staats-, sekretär, der wie der bisherige an der Spitze der Eisens bahnverwaltung an die Spitze der allgemeinen Bauver-, Wallung (breten würde. — Tem preußischen Abgeordnetenhause soll sofort nach der Eröffnung des Landtages ein Gesetzentwurf betreffend die Landestrauer zugehen. Tiefe Vorlage ist augenscheinlich aus einer in der vorigen Tagung des Abgeordnetenhauses vom Abg. Tr. Wiemer und den übrigen Mitgliedern Der freisinnigen Volkspartei durch Anbringung eines Jnitiattvantrages gegebenen Anregung hervorgegangen. Tie Verhängung der Landestrauer anläßlich des Heimganges der Kaiserin Friedrich hatte in manchen Kreisen wegen der Nachwirkung auf die Geschäftswelt zu Beschwerden Anlatz gegeben. Tie Vorlage dürfte auf eine Milderung der bisherigen Stimmung hinwirkcn. Stettin, 12. Jan. Eine heute veröffentlichte Er* llärung von 15 Arbeitern der Maschinenbau>Aktien- gesellschaft ,F3ulkan" stellt fest, daß die in einer Versammlung von Arbeitern des „Vulkans" in Bredow am 6. Januar über das Zuftandekommen der kürzlich an den Kaiser abgesandten Adresse ausgestellten Behauptungen unwahr seien. Tie 4147 Unterschriften der Adresse seien nur durch die 15 Unterzeichner der Erklärung und durch Mtt- arbeiter gesammelt worden. Es habe fein Beamter oder Meister des ,Milkans" dabei mirgewirkt. Sämtliche 4147 Unterzeichner der Adresse gaben ihre Uitterschrist freiwillig. Sie seien dazu von Beamten oder Meistern des ^Vulkans" weder gezwungen noch durch Trohungen beeinflußt ivorden. Bon 6516 Arbeitern der Fabrik hätten sich demnach 2369 von vornherein ausgeschlosfen, und die in der Versammlung am 6. Januar erschienenen 1000 bis 1200 Arbeiter könnten der größeren Mehrzahl nach nur zu den Reihen der letzteren gehört haben. Breslau, 12. Jan. In der heute tagenden schlesischen Provinzialoersammlung des Bundes der Landwirte verlas der Borsitzenbe, Landtagsabgeordneter Hirt, einen Antrag, nach dem die Versammlung dem engeren Bundesvorstände für das energische Eintreten int Kampf um den Zolltarif Tank und Vertrauen ausspricht. Zu diesem Anträge bemerkte der Herzog von Ratibor, daß er, wenn der Antrag angenommen werde, aus dem Bunde ausscheiden müsse. Ter Antrag wurde einstimmig angenommen. Dresden, 12. Jan. Tie Besserung im Befinden des Königs hält an. Ter König fühlt sich etwas kräftiger. Prinz Johann Georg reift heute abend 10 Uhr nach Wien, wo er bis zum 15. Januar als Gast des Kaisers verbleibt. L'-'l’UUUJ___UL|!_»»iü_ jmgu . . UJIL"!-----.! . . .1 ab-usassen. Soba-ld bie; Voruntersuchung elngeleitet. * SA o r r i tt 19 Qrtw Cx rat z. D. DelmeS hat sich gestern abend hier ertränkt; er war leidend. gen D-st-hmS d-S Ministeriums d-S Innern hielt, erklärte nach Abzug der Ra-kvergütung-n Mark 87 000, betrugen I der Polizei gekommen sind, harren noch, ihrer AuMrung, g I Yen t-.ix.Li~n.-~ «Wg^en für belaufen sie sich in Wiesbaden bei einem Ertrag von Mark aber cs erscheint gar Nicht zweifelhaft, daß auch hier Niege- Verwaltung 685000 nur auf Mark 61000. In Prozenten ausgedrückt, mann der Täter war. Tage fertig und von L... , , ist, wird eine allgemeine Versammlung einberufen werden, wahrscheinlich zum 24. d. Mts. gut besucht. Darmstadt, 12. Jan. Ein Bureaugehilfe, der heute Nacht in betrunkenem Zustande nach Hause kam, hat sich in selbstmörderischer Absicht einen Reool verschliß in die linke Brust beigebracht. Derselbe wurde mittelst Droschke in das städtische Krankenhaus verbracht. — Gegen den flüchtigen früheren GarnisonverwaltungS-Direktor, Rechnungsrat Wild, der früher in Darmstadt lebte und der eine Neihe von Geschäftsleuten geschädigt hat, ist, wie daS „Darmst. Tgbl'" meldet, das Disziplinarverfahren eingeleitet und der Termin zur mündlichen Verhandlung auf den 7. Februar vor der Kaiserlichen DiSziplinarkammer in Darmstadt anberaumt worden. Zu diesem Termin sind die geschädigten Geschäftsleute als Zeugen geladen. Mainz, 12. Jan. Trotz Neuregelung des Oktroi- >ienstes vor wenigen Jahren ist derselbe immer noch, wie ein Vergleich mit den Oktroierhebungskosten unserer Nachbar- stadt Wiesbaden dartut, ein recht kostspieliger. Während nämlich die Oktroierhcbungskosten im letzten Rechnungsjahr hier in Mainz bei einem Gesamtbetrag von Mark 645 000, Vermischtes. * Köln, 12. Jan. Wie die „Köln. Dolksztg." meldet, kam auf dem Postamt in Mülheim a. Rh. ein Geldbeutel mit 5000 Mark in Fünfmarkstücken abhanden. Tie Ober- postdirektion setzte eine Belohnung von 300 Mk. für die Gerichtssaat. 8. Gieße», IS. Ja». Gw - r d e g er i ch t. Dm Borsth verschleppen versucht worden waren. , . auf einige derselben Attentate auSgeführt worden. Daß die Polizei jetzt eifrig bemüht ist, diese Fälle auszuklaren, ist selbstverständlich und eS ist dies auch zum ~eil schon gelungen. Ucberall aber weisen die Spuren auf Niegemann als den Atteniäter hin. So sind ihm bis jetzt o Falle zur Last zu legen, in denen er versucht hat, Mädchen von 10, 12 und 16 Jahren zu verschleppen, bezw. m denen er sie angefaßt hat. Weitere 5 Fälle, die bi« letzt zur Kenntnis Ergreifung des Thüters aus. * Münfter i. W., 12. Jan. Auf Veranlassung der hiesigen Staatsanwaltschaft wurden sämtliche Geschäfts* bücher der Schlachtviehverwertungsgenossen^ schäft Nordwalde beschlagnahmt. Gegen den Vorsitzenden Wolderling wurde dem „Münsterschen AnH." zufolge die Aus Stadt ulid Sand. Gießen, 13. Januar 1902. 1 • Provinzial-AuSschuß. Mittwoch den 14. Jan. ' l. Js., vormittags 8^/, Uhr, findet im Sitzungssaal des 1 Regierungsgebäudes dahier eine öffentliche Sitzung des Pro- 1 vinzialausschusseS mit folgender Tagesordnung statt: 1. Re- ' kurs des H. Jacobi zu Ober-Gleen gegen einen Polizeibefehl, 1 2. Wirtschaftskonzessionsgesuch des Johannes Opper V. zu Ettingshausen, 3. Gesuch des Johannes Schomber zu Wieseck : um Erlaubnis zum Branntweinkleinhandel, 4. Gesuch des 1 K. Rühl zu Gießen um Erlaubnis zum Betrieb einer Gastwirtschaft in Lollar. *• Oberhessisch er Geschichtsverein. Von berufener Stelle wird uns geschrieben, daß der Veröffentlichung von Nachrichten über die Ausgrabungen des Oberhessischen Geschichtsvereins rc. in dem „Mainzer Journal" vom 8. d., und der „Darmstädter Zeitung", der „Alsfelder Oberhess. Zeitung" vom 10. d. u. a. a. O. der Verein selbst fern steht und er deshalb jede Verantwortung für die dort gemachten Angaben bezüglich der Vereinsthätig- keü ablehnt; über sie wird zu geeigneter Zeit ein authentischer Bericht, der sich als solcher kenntlich machen wird, im „G. A." mitgeteilt werden. ** Der Temperatursturz der letzten Tage hält noch >n. Heute morgen zeigte das Thermometer, wie aus unserer meteorologischen Tabelle ersichtlich, ein Minus von 3,80 0. An Stelle des trüben, bedeckten Himmels ist Sonnenschein getreten. ** Postverke hr mit den Besatzungen S. M. Schiffe in den westindischen Gewässern. Für die Dauer der Blockade gegen Venezuela werden folgende Post- sendungen an und von Personen der Besatzungen S. M. Schiffe in den westindischen Gewäffern, sofern sie zwischen dem Marine-Postbureau in Berlin und den Marine-Schiffs- posten jener Schiffe zum Austausche kommen, als Gegenstände der Feldpost portofrei befördert: Gewöhnliche Briefe und Drucksachen bis zum Gewichte von 50 Gramm einschließlich, sowie Postkarten. Ferner werden portofrei befördert alle Postanweisungen von Personen der Schiffsbesatzungen. Für Postanweisungen bis zum Betrage von 100 Mark einschließlich an die Schiffsbesatzungen kommt eine Gebühr von zehn Pfg. zur Erhebung. Die Briefe und Drucksachen müffen in der Aufschrift mit dem Vermerke „Feldpostbrief" versehen sein. Bei Postkarten und Postanweisungen ist die Bezeichnung „Postkarte" und „Postanweisung" in „Feld-Postkarte" und „Feld-Postanweisung" abzuändern. Im übrigen bleiben im Postverkehre mit den Besatzungen der bezeichneten Schiffe, sowohl bezüglich der zur Beförderung zugelassenen Sendungen als auch hinsichtlich der Taxen und sonstigen Versendungsbedingungen, die bisherigen Vorschriften in Kraft. Pakete nach und von den Schiffen werden durch die Post nicht befördert. B. Klein-Linden, 12. Jan. Vom 1. April ab wird unsere Gemeinde zu denjenigen Orten unseres Kreises zählen, in denen kein Schulgeld mehr erhoben wird. Bei einer Schülerzahl von nahezu 300 betrug das Schulgeld jährlich rund 825 Mk. er, er habe sich als bie beiben wichtigsten Au bie Zukunft Dezentralisation in ber gesamten ? des Reiches unb Besserung ber Lage bes bäuerlichen StanbeS gestellt; beibeS unter Heranziehung von Sachverständigen, die nicht dem Beamtenftanbe anbedeutet das für Mainz ein Mehr an Erhebungskoslen vonI Wetzlar, 12. Jan. Der 25jährigen Amtstätig, genau 45 Prozent. Die prozentuale Quote der Erhebungs- kett des Rektors Lu er ss en ist bereits un gestrigen Blatt kosten vom Ertrag beläuft sich in Wiesbaden auf 9 Prozent, an dieser Stelle gedacht worden. Allein wir können nicht in Mainz auf 181/, Prozent. Diese prozentuale Erhebungs- umhin neben seiner Verdienste um unsere Stadtschule noch resp. Unkostenquote ist also in Mainz um 50 Prozent größer einer andern Seite seines Wirkens dankbar zu gedenken, als in Wiesbaden. — Die Kriminalpolizei verhaftete welche den Gefeierten auch über den Kreis Wetzlar hmauS gestern einen Burschen, der vor einiger Zeit einen Uhren- rühmend bekannt gemacht hat. Seine fieißige Feder hat so laden erbrochen und für 3 000 Mark Uhren entwendet hatte, manchesmal dazu beigetragen, den Ruf der landschaftlichen Em Teil der gestohlenen Uhren war vergraben gewesen. — Schönheit und geschichtlichen Bedeutung sicherer Heimat in Der Stadtverordnetenversammlung liegt ein Plan zur Er- die weitesten Kreise hinauszutragen, ^ein „Führer durchs Werbung emes Terrains im Werte von 252 000 Mk. vor. Lahnthal" (Verlag E. Roth Gießen) und andere Werke, uub Das Terrain soll zur Erbauung einer Umformstation für die weiterhin seine, für den vor zwei Jahren hierselbst erbauten zukünftige elektrische Straßenbahn dienen. Bismarckturm geschaffene Inschrift: Groß-Umstadt, 11. Jan. Die Spar- und „Schier em halbes Jahrtausend steh ich aui raaender Höh firebittaffe für den Amtsg-richtsb-zirk Groß-Umstadt hielt bem Gje: dieser Tage ihre Generalversammlung ab. Bei dieser Sieghait dauert das Werk, sank auch der Meister ms Grab." Gelegenheit wurden, wie in früheren Jahren, alle Dienst- kennzeichnen den Jubilar auch als Schriftsteller und Dichter. boten, die bei guter Führung fünf Jahre bei derselben Herr- "" ' schäft ununterbrochen in Diensten standen — 43 an der Zahl — mit Prämien von je 20 Mk. bedacht. Als praktische und segensreiche Einrichtung muß die mit der Kasse verbundene, vor vier Jahren errichtete Pfennigsparkasse bezeichnet werden, bei welcher von weniger bemittelten Leuten in dieser kurzen Zeit nicht weniger als 40 000 Mk. eingelegt wurden. Wiesbaden, 11. Jan. Der Regierungs- und Baugehörten. Bern, 12. Jcm. Der neue Botschafter Frankreichs, Ramdre, Bihourds Nachfolger, hat heute dem Bundespräsidenten sein Beglaubigungsschreiben überreicht. — Die Reserendumsnnterschriften gegen den Zolltarif haben nach der Mitteilung des leitenden Ausschusses die Zahl 100 000 überschritten. Madrid, 12. Jcm. Die gestrige Versammlung der frühem liberalen Minister, die von der Presse allgemein abfällig- besprochen wird, bestätigte Sagastas Auftrag an Montero Rios, ein neues Programm für bie Partei * :ses Programm innerhalb einiger den frühem Ministern genehmigt -v- Burkhards, 11. Jan. Im Gemeindewirtshause hielt heute der Reichstagsabgeordnete Bindewald einen mehrstündigen Vortrag über seine Tätigkeit in dem nun zu Ende gehenden Reichstage und berührte u. a. den Zolltarif, den Befähigungsnachweis im Handwerke, die beabsichtigte Erhöhung der Branntweinsteuer u. a. Die Wiederwahl des Redners gilt in den Dörfern Burkhards, Kaulstos und Sichenhausen für sicher. Aehnliche Versammlungen fanden in Eichelsachsen und Eschenrod statt. w. Nidda, 12. Jan. Gestern fanden im Saale des Gasthauses „zur Krone" zwei Christ feiern statt: Nachmittags veranstalteten die Mitglieder der katholischen Gemeinde eine solche Feier mit Christbaum, Verlosung und Aufführungen. Abends fand ein gleiches seitens des „Gemischten Chores" statt. Nach einem Prolog, gedichtet von einem Mitgliede des Vereins und gesprochen von einem anderen, folgte eine Verlosung, darauf GesangSvorträgc und theatralische Aufführungen. Die Veranstaltungen waren beide Hanau, 12. Jan. Gestern tagte hier die Vereinigung der Rhein-Maingau-Kreisvereine im Verbände ________....... deutscher Handlungsgehilfen zu Leipzig, die bierp~* SerHn°12. §an. (Tel.) Ein großes Schaden^ ihre Jahres-Hauptversammlung abhielt. Vormittags 11 Uhrl feuer entstand gegen Mitternacht im Keller des HauseS wurde eine öffentliche Versammlung abgehalten, die den Zweck Rosenthalerftraße 44 auf noch unaufgeklärte Skife. £er Ä» ÄÄ Ä-S-ÄÄ.äÄSSS eitete ber Geschäftsführer ber Gefchaftsstelle Frankfurt a. M., Schiedsgerichts * der Mrbeiteroeifidjcrung, yachenberg, die Versammlung. Der st°llvcrtretenbe ^I^g^en geflohen unb in Scheo.. Direktor des Verbandes deutscher Handlungsgehilfen, Felix verhaftet worden war, im dortigen Polizeiaelvahrsam Marquart aus Leipzig, sprach über das Thema „Die keinem Leben durch Erhängen ein Ende gemacht. — Tie Ausbildung des Kaufmanns". Nachmittags 3 Uhr Verhandlungen gegen ben Matrosen Kohler wegen des and eine geschlossene Versammlung statt, zu der nur Ver- Mordes auf dem Schiff Loreley" im Hasen von Pyräus »andsmitglieder Zutritt hatten. Vorerst, nach Eröffnung der findet am 23. April vor dem M.arinekriegsgericht der L. Versammlunq. wurde der Bericht über die seit der Wander- Marineinspektion in Wilhelmshafen statt. - Tas Lessing? »erfammtung in Wi-sbabcu vorn 10. August 1902 abge- Prag ist b^XÄ haltene Vertrauensmanner-Versammlung entgegengenommen. Max Sänger, der namentlich als Gynäkologe Darauf folgte die Erstattung des Jahresoerrchts. Der Ver- I^xannt ist, in einer Heilanstalt einem Gehimlell>eri erlegen, etnigung sind in dem Berichtsjahre beigetreten die Kreisoereme Stettin, 12. Jan. In der vergangenen Nacht xkx* Kreuznach und Aschaffenburg, sodaß jetzt insgesamt ru£^te eine Rotte von 30—40 Leuten gewaltsam in ein Kreisvereine dem Gau angehören, und zwar Gießen, Hanau, Sck)anllokal einzudringen. Ms die Schutzleute den Versuch Aschaffenbura, Offenbach, Wetzlar, Kreuznach, Worms, Mainz, machten, die Leute zum Auseinanber geh en zu bewegen, Wiesbaden, Frankfurt a. M. Die Mitgliederzahl des Gaues widersetzten sich diese und drangen m, einer beträgt z. Ft. 1697. Nach Entgegennahme des Jahresberichts Schutzleute em^ die sich als La n Mr leben 3i b> r ud) qu wurde der Bericht über den Stand der Kasse vorgetragen, ^erke. durch^nien Sck)uß Es folgte Revisionsbericht und Entlastung des Vorstandes. I eine andere durch einen Säbelhieb schwer verwundet Der weitere Punkt der Tagesordnung betraf bie Angelegen- heit der Errichtung eines Genesungsheims (richtiger: * London, 12. Jan. Nach einer Meldung aus New- Erholung«- oder Ferienheims) im Taunus. Dieses ins Auge L. f ^inde in Alton ein Koh len zu g mit über 1000 To. gefaßte Genesungsheim würde nach seiner Verwirklichung das $oß(en angehalten und beraubt. Seit mehreren Wochen zweite des Gesamtverbandes sein. In Bezug auf diese An- ^hlen die Kohlen in Alton fast gänzlich. Dabet ist die Kälte gelegenheit waren die Mitteilungen des Verbandsvorstandes L rtQvf# daß ihr bereits mehrere Personen zum Opfer ge* von besonderer Wichtigkeit, nach deren Verlesung sich auch L Qen Anb< . eine ausgedehnte Debatte entwickelte. Das Resultat der Ver- ♦ Paris, 12. Jan. In Veauchassis bet Troyes tvurbi Handlungen über diesen Gegenstand gipfelte in der zur An- 7üjährige Witwe erschlagen. Die Leiche wurde nähme gekommenen Resolution, wonach bis zur nächsten Ver- auf einen Stvohhaufen gelegt unb ^n den sammlung noch weiteres Material zu beschaffen ist, die Für- Mördern angeSünbet um den Schein des Mordes w öerj b-r^g b-r Angelegenheit aber nach wie °°r -in- ber wich, wischen Tie Wertsachen waren geraubt, von den Tätern tigsten Aufgaben des Gaues bleibt. Von weiterem Interesse fehlt ;ede Spur. .....r!i waren auch die Ausführungen, die über die Lage, Preis rc. ' nnh der ins Auge gefaßten Taunusplätze gegeben wurden. Der “UV M I I «ovenbaaen Kreisverein Hanau hatte einen Antrag auf Aenderung der I ift^aS ^eftam^nt geftem geöffnet tuoiben. Geschäftsordnung emgebracht, nach dem die Zahl der Vor- aemel 18i 1895 und setzt seinen Bruder, den standsmitglieder sich von drei auf fünf erhöht. Der Antrag ^^^kapilän Wilhelm AndrS als Universalerben em. fand einstimmige Annahme. Als Ort für die Abhaltung der'--" ' nächsten Wanderversammlung wurde Frankfurt a. be- Kr^uznäch^-ing-lab-n^" Di^ N-uw^""^b-s ^orstanbä -r! I Dberbür^erme't“« Ycum, ^n6‘ir‘ea brachte nachstehenbes Resultat: A. Schwarz-Frankfurt unb Sch^r P-mr,ch^ tarnen d>e Par. 1. Vorsitzender, Joseph-Hanau 2. Vorsitzender, Berdux-Offen- L Lw" solche! auf Lu-en beruhen «W bach Kassierer, Graulich-Frankfurt a. M. Schriftführer, Nehr- ^ D.enstmädchens V..zu Giegen gegen den Backerm^ter A. hier Offenbach Beisitzer. Um 7 Uhr Qbenb§_ fonute bie SBerd lve(dje auf Sablung x-iidft I ch - r P r o- gar nicht zu zweifeln, benn nicht allem bag bie non bet Mit U, S ei »0^t'e 1 1200 9Ht. P kleinen Niersberger angegebenen Einzelheiten genau bei 600 Mk. und m« i Markte. Nieaemann zutreffen, hat auch die von der Volizei m dessen $ ei bem am g. Januar zu Gießen stattgehabten Marktt In Unterliederbach atmet man förmlich auf, datz der Un- 13. Jan. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt mensch ergriffen ift, denn es waren seit langer Zeitschon ästeten: Buttervr.Psd. 0,75-0,90 Mk Hühnereis ......»Ais Ä ’ÄtrÄiSäW-WWÄk 2 00-2,50 All., Gänse pr. Pfd. 58-70 Pfg-, Ochsenfteisch £r* 16—76 Pfg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 60—64 pftg., «chwene- fleisch pr. Pfimd 70—80 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pft"^ 84 ®^ Salb kiid) pr. ’lifb 68-72 PI„., Ha,nmet,leuch pr. Vfuab L-ÄPig, Ra» pr. 100Kgr. 6,00-0 00 Mk^ Wetpkram p« Stück 00-00 Pfg., Zwiebeln pr. Zentner 4,50-5,^ Mk Mftch ptt ^fter 18 Pfg. Aepsel per Pfd. 0—00 Pfg«, m Horben 00 00 Pfg. Trauben 00—00 Psg. ermöglicht, 68 heißt, btt Blockade werde nicht eher aufge- hoben werden, als bis die Mächte die Ueberzeugung gewonnen haben, daß eine derartige Maßnahme ihre Interessen nicht schädigt. Madrid, IS. Jan. Die Karl ist en haben darauf verzichtet, ein Manifest zu veröffentlichen. — Die Ex- kais ertn Lugenie wird heute hier euttreffen und einige Tage hier verwetten. Madrid, 13. Jan. Der Attentäter Feito hat seine früheren Aussagen bestätlgt und hinzugefügt, er habe den Hofmarschall nicht töten, sondern nur die Aufmerksam, kett auf sich lenken wollen. Er bedauere, daß man ihn für geistesschwach halte, denn die Strafe für das Attentat sei germger als lebenslängliche Unterbringung im Jrrenhause. Lissabon, 18. Jan. Eine Marquise, welche hier sehr bekannt ist, hat sich von ihrem Groom entführen lasien. Sle ist 28 Jahre alt, von großer Schönhett und sehr reich. Ihr Gatte wollte Selbstmord begehen, als er die Nachricht erhielt und konnte nur durch Dazwischenkunft seiner Freunde davon abgehallen werden. Zürich, 13. Jan. Im Bahntunnel der Linie Martigny-Chatelard im Kanton Wallis wurden durch eine Explosion fünf Arbeiter schwer verwundet. Wien, 18. Januar. AuS dem Kap San Martin an hiesige Blätter eingegangene Nachrichten bezeichnen die Gerüchte über Zerwürfnisse zwischen dem Grafen und der Gräfin Lonyay alö erfunden. * Wien, 13. Jan. Der ,N. Fr. Pr.* wird bestätigt, daß in Angelegenheiten der sächsischen Kronprinzessin eine prinzipielle Verständigung erzielt werden dürfte. Die Kronprinzessin wird tatsächlich in der Nähe der sächsischen Grenze auf einem Schlöffe Aufenthalt nehmen und dort Gelegenheit haben, ihre Kinder zu sehen. Ohne Zustimmung des sächsischen HofeS darf sie sich aber auS diesem Orte nicht entfernen. Nach Meldungen aus Meran soll in einer dortigen Villa für die Kinder des sächsischen Kronprinzenpaares Wohnung genommen worden sein. Nisch, 12. Jan. Der 2b. Jahrestag der Einnahme von Nisch wurde in Anwesenheit deS HofeS und Regierungsvertreter festlich begangen. Die Feier begann mit einem Gottesdienst und Requiem zum Gedächtnisse des Königs Milan und der im serbisch-türkischen Kriege Gefallenen. Daran schloß sich feierlicher Empfang bei Hofe. Bei dem von der Gemeinde Nisch gegebenen Festmahle hielt der König eine Ansprache und sagte, eS seien von ihm und der Königin 8000 Fr. für Errichtung eines Krankenhauses zum Andenken an König Milan gestiftet worden. Belgrad, 12. Jan. AuS Anlaß deS 25. Jahrestages der Einnahme von Nisch durch Serbische Truppen erhielt der König ein Telegramm deS Zaren, in welchem dieser fernen aufrichtigen Wunsch für daS wettere Aufblühen des serbischen HeereS ausdrückt. In feinem Danktelegramm versichert der König den Zaren seiner heißen Wünsche für daS Wohlergehen des Zaren sowie für den Ruhm und die Grüße des rusiischen Heeres und Volks. Tanger, 13. Jan. Nach den neuesten Nachrichten aus Fe» vom 8. ds. war der Sultan eoen im Begriff, mit 15 000 bis 20 000 Mann, denen sich verschiedene Verstärkungen anschlossen, die erst vor kurzem auS dem Süden hier eingetroffen sind, gegen den Prätendenten zu Feld zu ziehen. Die Mitteilungen, btreffend Abreise der fremden Konsuln, sind unrichtig- wenigstens soweit der englische Konsul in Betracht kommt. Wie eS heißt, befindet sich der Prätendent 30 bis 40 Meilen von her Hauptstadt im Vormarsch mit einem nur kleinen Gefolge, waS ein Beweis dafür ist, daß er entweder nicht in der Lage ist, seine Anhänger über den jetzt von ihnen besetzten Bezirk hinauszubringen, oder daß er den Sultan zum Angriff locken will. Die französische militärische Mission befindet sich auf dem Wege nach Fez. Caracas, 13. Jan. Der amerikanische Gesandte Bowen hat, als er sich in La Guayra an Bord be8 Delphin einschiffte, ein Sympathie-Telegramm an Castro und das venezolanische Volt gerichtet. — Nachrichten auS dem Innern besagen, daß am 3. Januar 6 Uhr morgens die Stadt Gumana von Rebellen angegriffen wurde, die unter dem Befehl des Generals Morales standen. Die Angriffe dauerten 7 Stunden. Die Regierungstruppen blieben Sieger. — Der französische Dampfer St. Fermain ist in La Guayra eingetroffen. Er landete die Post und neutrale Passagiere. Hongkong, 12. Jan. Folgende Häfen am West- flusie sind dem Verkehr geöffnet worden: Dosing, Zuetschang, Hulik, Manning, Lukto, Lukpu, Kaukong und Jungko. Chicago, 13. Jan. Aus dem Westen wird erheb» licher Frost gemeldet. Viele Personen sind erfroren. AuS anderen Gegenden wird über Not infolge Kohlenmangel berichtet. Telephonischer Kursbericht. Frankfurt a. 11.. 18. Januar 19u3. 87e°/o Reiohsanleihe . . 103.— 3% do. ... 91.60 3V,% Konsols .... 102.60 3»/0 do.....91.60 3*/t% Hessen .... 101.60 3% Oberhessen . . . —.— 4% Oesterr. Goldrente . . 103.40 4',,-L Oesterr. Biiberrente 101.20 4% Ungar. Goldrente . . 101.90 40/. Italien. Rente . . . 103.60 4x!tH Portugiesen , . . 49.90 d°/ Portugiesen. .... 81.25 1% 0. Türken . ... 29 60 Türkenlose...... 124.— 4% Grieoh. Monopol.-Anl. 44.80 4äussere Argentiner —.— 3% Mexikaner ...» 25.20 4,/s lu Chinesen .... 91.90 Electric. Bobuckert . . . 79.30 Nordd. Lloyd . . , , 95.— Kreditaktien . . . , 217.— Diskonto-Kommandit. . . 193.10 Darmstädter Bank . , . 186.20 Dresdener Bank .... 146.90 Ber iner Handelsges. . . 159 60 Oesterr. Staatsbahn , . . 148.90 Lombarden ..... 16.70 Gottbar .1 bahn.....180.— LaurabQtte ...... 216.75 Bochum ...... 182.60 Harpener......174.— Tendenz: ruhig. ■n Artig N> >' tÄ' ÜU| bir i.1* h»t Io tun9'«niÄafl^'" i. Cm > d-mat I, "nb «Ä1*’* «rnnuitb ti'* S. ^UntSelbieutti " abhanden. Tuxt" 3® Ml VeranIajsM« del "/amtlich- „"tun9®8en°|i'n. den Sotji^ W Ml bit großes Schadts im Keller des Mes ^geklärte Weise, ia "lec Stempelsabrik unb Geschäft beträchllichm berichtet iuirb, bat bei 1 Arbeiterversicherung, eflohen unb in Schev^ tifleu Polizeiaeioahrsam Ende gemacht. - Tie -n ävhlei meßen beS im Hafen von Pyräus linekriegsgericht bei 8. i slcitt. - Tas Lessing ter bei Tiieklion Brahm -ag isi der llniversität^ rnentlich als Ähnäkologe lern Gehirnleidvi erlegen. . vergangenen Nacht W Leuten gewaltlarn in ein ie Schutzleute den Versuch randcrgehen zu bewegen, ien in einer Weise aus die >friebenSbruch quali- gegen die Lngreiser mit ^rfon durch einen Schuß btthied schwer verwundet em« Meldung aul Jb» arng mit über 1000 io. tzeit wchittm Wochen ^,ich. r^lfidieMe i PafM pm Lpsu gr* ” tot W .Mer atoaim oon ben * bei «--di» Manch- trugen il«1' ,n ben ®a^en? L ivurde >hn-S «"icht-t A„,-nl ;en erledigt händigen «et ebenfall ^das Ses lUtteiL welche au in- - nvikh j' ft 0 A *$&&££** Krtrskastrn der Redaktion. (Anonyme Anfragen bleiben nuberüSflchttgt.) Steinbach. Anonyme Mitteilungen tännen wir nicht ver- Otnbeu. Ä, Ihre Anfrage tft unS nicht ganz verständlich, vielleicht giebt Ihnen ein Lokalarttkel in heutiger Nummer Ausschluß. Ucueste Alrlvungeiu vrigiualdrahtmeldungen deS Gießener Anzeiger. Berlin, 13. 3an. Im Künstler-Prozeß Gey- ger-Klinger wurde die llrteilSverkündigung auf Mittwoch mittag 1 Uhr festgesetzt. Berlin, 13. Jan. Ueber die Lage in Marokko meldet btt „Lok.-Wnz." aus Tanger: Einzelne der Europäer, die in Fez zu bleiben entschlossen sind, gedenken sich in die Wassenfabrik zu flüchten, sobald der kritische Moment eingetreten ist. Drei der einflußreichsten Stämme auS der Gegend von Fez gingen zu den Rebellen über, mit andern unterhandelt der Prätendent noch, anscheinend erfolgreich. 80 Kilometer südlich von Tanger sand ein Gefecht statt, dessen Aufgang noch unbekannt ist. Der Sultan setzt seine letzte Hoffnung auf die Person seines in Tanger erwarteten Oheims Mulay Arafra, unter den Riskabhlen, welche sich bisher neutral verhielten. Mulay Arafra ist ermächtigt, diesen gefährlichen Starnmesgenossen die größten Zugeständnisse zu machen. Die begüterten Europäer sind hierüber stark beunruhigt. Bon amtlicher Madrider Sette wird bestätigt, daß Buhamara die Offensive ergriffen l)at. In Madrid glaubt man, daß die marokkanische Frage in ein akutes Stadium eingetreten ist. — Nach den letzten Meldungen, die ein Retter auf vollkommen erschöpftem Pferde am 11. ds. nach Tanger orachte, ist die Bevölkerung von Fez gegen den Sultan aufgetreten. Der Sultan sei verloren. Eme amtliche Bestätigung dieser Nachricht fehlt allerdings noch. Berlin, 13. Jan. Die gestern in Wien verbreiteten Gerüchte von einer bevorstebenden Trennung des Grafen Lonpay von seiner Gemahlin sollen unbegründet jein. Nach Wiener Meldungen telegraphierte der Hotelier Ulrich von Kap Martin bei Mentone an die „Neue Freie Presse", daß alle Gerüchte über das Crafenpaac Lonyay unzutrreffcnd eien. Er habe mit dem Grafen und der Gräfin, die neben einem Hotel in der Billa Kahn wohnten, persönlich ge- prochen. London, 13. Jan. König Eduard ist gestern auß Sandringham hier eingetroffen. Im Februar wird der König daß Schloß ChatShorth besuchen, welches dem Herzog von Devonshire gehört. London, 12. Jan. DaS „Reuiersche Bureau" erführt, die englische Regierung habe eine Note Castros erhalten, welche die der Mächte beantworte. Die Antwort Castros laute derart, daß sie die Abhaltung einer Besprechung zwischen den diplomatischen Vertretern der beteiligten Mächte vor Ueberweisung der Streitfrage an das Haager Schiedsgericht Hohverstrigrrung Mittwoch, d. 2L Januar L I»., morgens 7,11 Uhr anfangend, wird im Beller S- heimer Gemeindewald, Distr. Pfingstham, folgendes Kiefern- Bau- und Nutzholz versteigert: 140,24 tiu Kiefernstämme, 78 rm Kiefern-Nutzknüppel in Schichten von 8 m Länge. Zusammenkunft der Steigerer bei Holznummer 1. Bellersheim, d. 11. Jan. 1903. Gr. Bürgermeisterei Bellersheim Bopp. 484 Stefwitai Strupbach. Freitag, d. 6.Februar er. vormittags 11 Uhr werden in der Dörr'scheu Wirtschaft zu Erda aus dem Distrikt Thal- berg, Schutzbezirt Wttsbach, versteigert: 469 Eichen: 29 Stämme mit 39 tm, 96 rm Scheit und Knüppel, 66 rm Reiser und 52 rm Stockholz. Buchen: 43 rm Scheit und Knüppel und 395 rm Reiser. Nadelholz: 16 Stämme mit 8 tm, 13 rm Scheit und Knüppel und 21 rm Reiser. Tas Brennholz wird zuerst oerfteigert. Der Verkauf des Nutzholzes beginnt um 12 Uhr. Staöi. bu(;uu/ii/uu$. Freibank. Heute uud morgen: 464 Küftk . (j jjfg. NcäSSÄ Üiiltrr lO-Psd.-Kolli 6,50. gitntn- Ifoujg^4.H.Lpihcr,Srodll,Lav^resliill Bll-, ui krselschMchHe in weiß, Goldkäfer und Lack für Herren uud Damen mt großer AliSivabl zu den billigsten Preisen empfiehlt Franz Nsaseier Lchuhlagcr 488 Sonneuftraße 20—22. GTTDDTTOOOSTDTTDDDGG KlHismäiliiischk ftchschulk. Wir geben hierdurch bekannt, daß bei genügender Be- tettigung Freitag, den 16. Fanuar, abends 8 Uhr, ein dritter UnlerrlchtSkursuS für Rlaschinenschreiben in unserer Schule beginnen soll. Aumelduttgen zur Teilnahme können bei unserer Schulleitung — Schillerstraße 6 — erfolgen. Gießen, den 10. Januar 1908. 474 Die Schulkommisslon der kaufm. Fachschule. OGGODOSEGGOOGOOSOGOO Sarpagaziti Karl Tränkaer 12 Waigusse 12. 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Lieder: a) Wilst du dein Hera mir schenken . b) Pastorelle: Bind auf dein Haar . . c) Adelaide, op. ........* 2. Soloetttcke für Klavier: aj Zwei Klavierstücke ...... b) Bomanse, op. 28, Nr. 2 In Fie-dur c) Rhapsodie, op. 79, Nr. 1 in H-moll 3. Lieder: a) Du bist die Buh, op. 59, Nr. 8 . . b) Auf dem Wasser tu singen, op. 72 Zimm. Anfang 8 Uhr. «noe gcgr- — - Offert | fr ************** 478] Gine schöne b-Zimmer- wohnuna mit Badezimmer, Zu- beh. sowie Borgarten zum 1. Aprll eventl. auch früher au vermieten. Näheres Liebigstratze 61. 487] 4-Zunmer-Woynung per L März an ruh. Familie zu vermieten Alieestratze 27. SdjDne 5-ZiADtt'WöhNiig mit all. Zubeh. per 1. April, auch rüh. zu verm. f491] Schulstr. 10. 278] Per 1. April zu verm.: Ludwigstr. *2 II. Stock, sieben Zimmer mit Mansarde, Garten re. Westanlage 27 IL Stock, Fünf- zimmerwohnung mtt Garten rc. ________Reitz, Westanlage 27. 4-Zimmer-Parterre-Wohng. per 1. Aprll zu vermieten. [8 Näheres FrankfurterstS 69, L 465] 2 Zimmer incl. 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