Nr. Ä82 J-i)S € l L v d d I ft ff♦ 153. Jahrgang Samstag 12. Dezember 1903 Erschein töglfd. mv Ausnahme des Sonntags. Dn „Giehenc. Kamilsenblälte^' werden dem ,Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der ^hessische Landwirt^' erscheint monatlich einmal. 1 Verantwortlich für den allgemeinen Teil: P. Wittko: für den Anzeigenteil: H. Beck. Rotationsdruck und Verlag der Brü h l 'scheu Unwersitätsdruckerei (Pietsch Erben), Gießen. Eenewl-Anzeiger, Amts- und Anzeigeb'atL für den Kreis Gießen. Die heutige Yummer umfuhr 26 Seiten. verlieren. Landwirtebund und Zentrum. Bei den Kraf ZZütow als Zleduer, Lotterielitteratur. erklärte, daß das geschehe wiederkomme, Charakter die kleine Stimmbandwunde des Kaisers etwcS langsamer heile, als man gehofft habe, tonne verschiedene Ursachen haben, beweise aber nichts für die Gefährlichkeit des Falles. Märe der leiseste Krebsverdacht aufgetaucht, dann hätten die behandelnden Aerzte nicht ein Stückchen exstirpiert. „Entweder radikal schneiden oder in Ruhe lassen heißt heute die Losung." Eine Reise n ach Jtal ien könne keinen vernünftigen Menschen erschrecken, ebensowenig die Tatsache, daß der Kaiser noch nicht spricht. „Solches Stimm lippch en ist wie eine winzige Saite, die kann schon durch ein Stäubchen tonlos werden. Wenn Sie sich aus diesem kleinen und feinen Ding eure Narbe vorsteilen, können Sie ahnen, wie lästig und langwierig die Sache werden kann. Durum bleibt sie doch alltäglich und ungesährlich bleibt's, auch wenn neue Polypen nach- wachsen"; das könne sich unter Umständen sehr Oft wieder- Kckmmlmtichung. In der Zeit vom 5. bis 12 Dezember l. Js. wurden in hiesiger Stadt gefunden: 2 Portemonnaies mit Inhalt, 1 Brille, 1 Fächer, 1 Scheere, 1 Regenschirm, 1 Halstuch und 1 Handwagen; verloren: 1 braunes Portemonnaie mit etwa 18 Mk. Inhalt; 1 Mosaikarmband, 1 Stück einer goldenen Uhrkette und 1 Zehnmarkstück. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 12. Dezember 1903. Großyerzogttcve- evuzeiamr Gießen. Hechler. stellt sein muß, und infolgedessen ist noch ein Teil der seither, ausgestellten Gemälde von Frau Prof. Bethe-Loewe in dec 'Ausstellung verblieben. Unter den 64 neu ausgestellten Gemälden befinden sich Werke von Dettmann - Königsberg, ' Touzette-Barth a. d. Ostsee, Mali, A. Hutschenreuther, A. Bock, 1 T. Ccderstroem-München, W. Kuhnert, C. Agthe, A. Hel- berger-Berlin, M. Lieber, M. Frey-Karlsruhe u. s. w. Von einheimischen Künstlern haben noch Emmy Dingeldein und; Ottilie Kowarzik ausgestellt. * * Promenadenkonzert findet morgen in der Süd- ankage um 12 Uhr mit folgendem Spielplan statt: 1. Ouvertüre zur Operette „Frau Luna" von Lincke, 2. Melodie celebre von Rubinstein, 3. Maritana-Walzer von Dellinger, 4.'Finale aus der Oper „Der Nordstern" von Meyerbeer. * * A u s dem Bureau des Stadttheaters. Nochmals sei auch an dieser Stelle auf die beiden Sonntagvorstellungen hingeioiesen. Nachinittags 3l/2 Uhr ist Fremden- vorslellung, in der zum letzten Male „'Maria von Magdala" gegeben ivird, abends 8 Uhr, „Pension Schüller und Flitterwochen." — Während die Nachmittagsvorstellung mit dem Heyse'jchen Stück stimmungsvollen Gehalt und sehenswerte Ausstattung bietet, ist in der Abendvorstellung allen Freunden übermütigen Humors Gelegenheit gegeben, herzlich zu lachen. * * Kammersänger Hans Buff-Gießen. Der Mozart-Verein in Darmstadt gab am 4. Dezember ein Volks-Konzert, bei welchem Hans Buss-Gießen teilnahm, Ta wir annehmen, daß die Leser mit Interesse erfahren werden, mit welchem großen Erfolge Herr B. mitwirkte, ■ geben wir hiermit eine Kritik des „Tägl. Anz." in Darm- jidbt wieder: „Wohl nicht sehr oft gelingt es einem Künstler, sich in so kurzer Zeit die Sympathie der Zuhörer zu erringen, wie dies vorgestern und gestern abend bei Herrn Buss-Gießen der Fall war. Aber der Beifall' war auch ein vollberechtigter. Nickt nur der Glanz und die Ausgiebigkeit des Stimmmaterials, sondern vor allem auch die Auffassung und die Vortragsweise sind es, die einen solchen Erfolg zeitigten. Hier empfindet man deutlich neben dem gejaMlten Sänger den hochgebildeten, denkenden Künstler. 'Dem Publikum in beiden Konzertveranftalt- ungen des Mozartvereins wird die Mitwirkung des Herrn Kammer,ängers Buss Gießen noch lauge in angenehmer Erinnerung bleiben, und auch letzterer wird gewiß sich gern der warmen, herzlichen Ausnahme erinnern, die ihm hier geboten worden, und er wird, wenn in hoffentlich nicht ferner Zeit wieder der Ruf an ihn ergeht, dann ebenso bereitwillig, wie bisher, Folge leisten, um mit seiner hohen Kunft uns Freude Kclmmttmachung. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß der Großh. Finanzaspirant Karl Eckhardt infolge Ablebens des Großh. Bezirkskassiers Dieter nut der vorübergehenden Verwaltung der Großh. Bezirkskasse Gießen II. beauftragt worden ist. Gießen, den 9. Dezember 1903. Der Großh. Kontrollbeamte ber Lokalkassestellen des Bezirks Gießen. S ch u d t. holen. Der Berliner Laryngologe Bernhard Fränkel Hal sich mit einem Vertreter des „Petit Parisien" angeblich aus Empfehlung aus dem Auswärtigen Amt über die Krankheit des Kaisers unterhalten. Wir erwähnen daraus, daß nach Fränkels Versicherung der von der Stimmlippe des Kaisers entfernte Polyp die Größe einer Linse hatte. Auch Fränkel ' " ein solcher Polyp wiederkommen könne, aber äußerst selten, und wenn er hundertmal würde er doch nie seinen gutartigen Merkwürdigerweise nimmt die P esse von einem Plane keine Notiz, mit dem der Universal-Verleger Scherl das sparende deutsche Volk beglücken will, obgleich dieser Plan bereits von der Regierung genehmigt sein soll. Die „Franks. Ztg." berichtete kürzlich darüber: Folgender Plan liegt dem Seherischen System zu Grunde: Zwischen die Sparer und die öffentlichen Sparkassen wird eine von Schiert organsi.erte „Vermittclungs- anftalt" eingeschoben, welche die Spareinlagen monatlich bei den Sparern abholt und ihnen dachr Sparmart'en der betresfenden Sparkasse einhändigt. Die Sparer, die sich der Vermittelungsanstalt bedienen, erhalten für das erste Einlagejahr keinenZ ins aus ihrem Guthaben, sondern an Stelle dessetoen einen Losanteil für eine Lotterie, die Herr Scherl aus den den Einlegern gutkommenden Zinsen veranstaltet. Die Teilnehmer derScherl- schen Anwalt Haven sodann monatlich 25 Psg., also jährlich 3 Mk. an Herrn Scherl zu zahlen. Aus diesen Gebühren will Herr Scherl die Kosten der Vermittlung und Abholung der Spareinlagen, außerdem aber auch die Herstellung eines v o n i h m h e r a n s z u g e b e n d e n Wochenblattes bestreiten. Ti.sts Wech.i.vwtt, für des auck schon ein verführerischer Titel .gefunden ist, hnro den Teilnehmern der ScherlschenVermittlungsanstalt unentgeltlich zugestellt. Die Einnahmen für Inserate in diesem Wochenblatt fallen natürlich Herrn Scherl — „zur Verzinsung und Tilgung des Anlagekapitals". Es leuchtet jedem Unbefangenen ein, daß Scherl bei - -r-.....-3 äft machen . , -1 [jenen Dos MeußijctX Staatsmrm^errum soll den ri!»ers«miBlktjchuu On Llsür *K>.ra. Aufgebote. Am 3. Dez. Peter Auguu Latz, Geschäftsführer in Frankfurt a. M., mit Georgine Eharloite Ehrifiiane Johanna Bill dahier. Am 4. Dez. Kaspar Baitz, Lagerarbeiter dahier, mit Karoline Drommershailsen hierjelbst. Am b. Dez. Heinrich Haas, Schreiber Dahier, nut Katharine Diehl in Frankfurt n. 'M. Am 7. Tez. Ehristian Heinrifa Jakob Frey, Schneider dahier, mit Eniilie Laye Viebegoit in Osienbafa. — Johannes Sauer, Schutzmann in Bicle- 'elö, mit Aimna Schramm dahier. — Adam Becker, Sergeant daPraktische Setiheii! usen Praktische fcuheit! 9-541 Ebclstratze 23 |d)öne 5-3inunerivol)nuni] nebft Zubehör u. b)auieiianieil auf sosort oder 1. April zu vermieten.__________ 9^671 SLvei=3iuuneuvol)iiuiiflz Wasserleitung und Zubehör, sofort zu vevmieien. __Sounensiraße 3. L. Feidel. 061 Ulf "Schöne 2°Zlmmerwoh- nnng mit (Demenerni. u. Bleichpl. zu vernu Frantlurlerstraße 127. 9257] 4-Ztmmerw., 2. Stock, nächst d. Nordanl., in. Gas u.Znb. zii vernu 9iäh. Wescriir. 7, 111. zum 1. Februar zu verm. 19247 Pudivigjtr. 30, zti ersr. Hinterh. "9251s Schöne 3-Zimmerivoh- mmg mit allein Zubehör zu ver- micten. LonisLotz, Bah»ihosslr.22 ~0sianlage~i8~i Ecke Umugiuienjir., 2. u. 3. St., ZZtminer il. 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Tie Verbindlichteu zur Entrichtung der Hundeabgaben dauert sonst auch in: folgende,: Jahre und zwar solange fort, als diese Anzeige in geschmackvollster Ausführung zu äußerst billigen Preisen. vorbringen können. Gießen, den 11. Dezember 1903. Der Wahlkommlsjär: Nathan Rosenthal. 92621 Bazar (Damengarderobe) ein Gummischuh innen Name, vertauscht worden. Abzugeben Liebigstraße 47, part. 2400 „ Weichholz. Tie Zusammenkunft ist auf dem Oppenröder Weg an der Hauptschneise :m Dachsbau. Tie Brennholz-Versteigerungen finden für die Folge immer an Ort und Stelle statt. Gießen, 12. Dezember 1903. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Ate cum. 9277 DiXlem&uz’g. Donnerstag den 17.Dezember Dich- Süö KküAwaM Unserer heutigen Ausgabe liegt eine Prospekt der hiesigen Möbelfabrik LH. Brück, Ecke Schloßgasfe—Brandplatz—Kanzleiberg, bei, enthaltend dw naturgetreue Wiedergabe einzelner Telle bes entivickelten Geschäftsbetriebes und e:i:e Serie praktischer moderner Weihnachtsartllel, auf die hiermit aufmerksam gemach: wird. 927# Danksagung. L Für alle Beweise herzlicher Teilnahme an unserem & schweren Schicksalsschlage, Herrn Pfarrer D. Schlosser g für die trostreiche Grabrede, den ev. Schwestern für ihre Hilfe, sowie für die vielen Blumenjpenden und D allen, welche unsere liebe Entschlafene zur letzten | Ruhestätte geleiteten, sprechen wir hiermit unseren g tief empfundenen Dank aus. 9276 g Die trauernden Hinterbliebenen: Aamilie Keinrich Waum. Montag abend bei Kamerad Dreher. I8868 Der Borstand. versäumt wird. Gießen, den 10. Dezember 1903. t ro; . isterei Gießen C ursch mann.____________ Abends 8 Uhr: 9. Sonntag - Abonm - Vorstellung. Pension Schüller. Posse in 3 Akten, von Earl Laufs. Vorher: Flitterwochen. 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