leuv 4691 kommen." , Bücherfchmuck und Plakate von Cissarz-Darm- Ubrtfle für Depeschen: Anzeiger «heften. Dernlprrchanlchluß Nr. 5L daß der Gegenstand den Charakter der Predigt bedinge, und wenn er nun eine Geschichte des Predigtgegenstandes gebe, so schließe dieS auch die der Predigt selbst ein. Er schilderte nun in erschöpfender und klarer Weise, wie verschieden im Laufe des Jahrhunderts zur Zeit des Pietismus, der Aufklärung rc. die Wahl des Gegenstandes gewesen sei. Besonders berücksichtigte er hierbei noch Schleiermacher. Nach diesem geschichtlichen Ueberblick verließ er die Rolle deS Referenten und ging zu der des Kritikers über, indem er die Fehler und Vorzüge der verschiedenen üblichen Predigtweise» beleuchtete. Der Vorsitzende sprach dem Redner für den anregenden, mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag den Dank auS. Auf allgemeinen Wunsch wird Prof/Dr. Drew« •• Kandidatur Heyligenstaedt. Unserer heutigenI ebenfalls dieser Ausstellung cmgcreitst werben louen. xson ftnnbauflaac Iieal ein die Wahl des Kommerzienrats den tunstgewerblichcn Lachen gelangen eine Bronze von:Pros. Heyligenstaedt zum Reichstagsabgeordneten m schlichten und,Habich, Bücherschmuck und Plakate von Oil,arz-Darm- nnb Druckerei: Aus Ztudt und Laaö. Gießen, den 12. Juni 1903. WL Ms rf ». ®|t’" ««« itatasl e für sch jedes offene u es Hotels, Nenau- ial an Ausslugsorlen, Kolonialwaren', Tro- auMcmblunflen.Hon« nolheten, rnnlhallen >er selbst SeUer-- u,ld sä» lorfenntniljetomman tbert« Liier SÖlmerai . 500 Prozent W* versendetes naluv- LngeUnabhE Mineralwasje^ e-Lieseranlen, d>- d-L Apparates und 2 ZSäS Mrs Frankfurt Stad«» GoBbe^) reicht Part. ES Sine Tabaksteuer Sozialdemokrat en Dr. Michels hob sich an. scheint trotz aller offiziösen Beschwichtigungsversuche doch ju öcne^m von der des Antisemiten Bindewald droben Für den Tabak ist jetzt tue Zeit besonder« kritisch. I a h. Wohlgemerkt, die äußere Fo rm der Agitation. Tenn erwehren, und cS wäre eine schöne ertaatskunst, ihm m emer ämp ft. llnd das kann man von der Wahl- solchen Zeck noch mit einer Steuervorlage m den Rucken zu /es Herrn Bindewald nicht behaupten, fallen. . „ „xv Taß Herr Bindewald seine Handlungsweise verteidigen und Für die Finanzlage des Reiches ist die Hauptsache, die bajg Programm des Gegners kritisieren würde, war zu a> vorhandenen wirtschaftlichen Kräfte zu entwickeln, den Verkehr warten. Es war sein gutes Recht. Aber daß die Kritik sich Dorganucnt i •? llnfm.u n 6 r nf OTnnriffen auf .±e n 5>e rr n Studts findet Rückhalt in der w . , tichleit des Wstederauftauchens eines ben lonservatw-rleri- kalen Wünschen sich nähernden preußischen Volksschul- Ztg." zufolge die Rede. Scl)ünstedt befindet sich i l-mdUmfisxr HutafR rechtI auf den wohlverdienten - Ruhestand grebt: er M tä6tiflciT&i M das 70. L e b e nSjahru b c r s ch r i t t e n. Lies gehende ? A ;Je „ Si6t9m, Spuren wird seine Mmistertatigkeit nicht hinterlassen, er ) ist nicht ein schöpferisch veranlagter Berwaltungschef. In\° politischer Hinsicht erscheint als einziges bemerkenswertes Moment, daß Schönstedt, obwohl katholisch, sich mit dem Zentrum nicht stellen wollte. i üom q c^un| behauptet, daß die Fünsmartstuae Dem preußischen Kultusminister Dr. Studt wird nicht feien und ieder Versuch diese Münze -um ersten Male Amtsmüdigkeit nachgesagt. Behaglich hat > all unbeliebt seien und ^eoer ^ucy, oie,e ^unze sich der frühere Oberpräsident von Westfalen an leitender Stelle in der Zentralverwaltung wohl nie gefühlt, und es ist auch sicherlich keine leichte Sache, die Erbschaft eines so hervorragenden Mannes, wie des Kultusministers Dr. Bosse, anzutreten. Unter Dr. Studt geht alles gewissermaßen ressortmäßiger her; ihm sind Initiative und die Gabe hinreißender Rede versagt; doch Recht und Billigkeit hat er in seinem Verwaltungsbereich stets zur Geltung kommen lassen. Das Gerücht von der Amtsmüdigkeit Dr. ......... der Beamtenschaft untergräbt, finden. . . , „ . . bann braucht er sich nicht zu wundern, wenn aus seiner ** Sorma-Gaftsprol in öießen. -rer Vorstand oann orau^i Saubande" in den Saal hallen, des Theaterverems Hai mit Agnes L-orma loeben einen " - ■ " " 1 LJ", Vertrag abgeschlossen, der die Künstlerin M einem Gast- - einmal spiel am Montag, den 12. Oktober^ verpflichtet. Unterlassung solcher Zwischenrufe zui Tasselbe schließt an oie Gampielabende ut tfrantfurt rni. I Die Künstlerin hat den Wunsch ausgesprochen, als Rauten- —'Ter Antisemit Liebermann von Sonnenberg delein anftreten zn dürfen. Tas Sormn^astspiel wird die erlliirt^inanem offenen Brief, daß er im Wahlkreis Fritzlar- erste der sechs Theai-roeremsvoißellungen brldem BUIW mwuHuvn , 1 k...x I - In der Gemäldeausstellung am Brano, IN welcher diesmal außer Gemälden auch kunstgewerbliche Gegenstände nach den Entwürfen Darmstädter Künstler zur Ausstellung gelangen, kann nicht, wie vorgesehen, am Sonntag eröffnet werden, da die angemeldeten Sachen nicht präzis eingetroffen sind. Außerdem treffen heute noch einige hervorragende Gemälde bekannter Meister em, welche ebenfalls dieser Ausstellung emgereiht werden sollen. Von Nr. 135 Erscheint täglich außer 6 miag*. Dem Gießener Anzeiger werden tm Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Gießener KamiUen- blätter viermal tat der Woche beigelegt Rotationsdruck x. Verlag bei Brüh l'schu» Unwert-Buch- u. 6tetrt- btudem (Piehch (txben) gesetzes. Da-ß schließlich dem preußischen Minister des Innern Frhm. v. Hamm er st ein die Berliner Lust ebensowenig zusagt, wie seinerzeit dem Minister Frhrn. v. d. Recke, ist ein offenes Geheimnis. Tie Imponderabilien, mit dqnen ein „Polizeiminister" in Preußen rechnen muß, unterscheiden sich eben wesentlich von den bei der Verwaltung der Reichslande zu berücksichtigenden. Bon dort her holte sich bekanntlich der Kaiser vor ztvei Jahren persönlich den kÄSÄ^leÄIbematatai- fc. Michels. SjhreiUx biefeS b-rlftchkeit n.cht bestm.mten Angettgenqeuen anre n Herrn lachst geeignete staatliche HckfSmaßregeln in die Wege zu sinokrhpit irhläat aber die entgegengesetzte Richtung ein, sieLreisrat und die Kreisratspartei', wie Herr B. leiten und im Anschluß daran der Frage der Entschädigung, Esaaben üder AuSgaben. hemmt den Verkehr und den verdienten Berwalttmgsbeamten und seme Anhänger ber ^Währung finanzieller Unterstützung an die be- bTrQ wiXaS ©Xicfelnng. Ihr ist denn zu nennen belebte, gesPiUt war^das hatttm unr von."nem Industrie zur Durchführung der erforderlichen Betriebs- t Ä »u bunten unb febe neue »elaft- e ’ÄÄSta^ änberungen, wie nicht minder der Entschädigung der m un? ber beeilen Masten. Hostenll.ch bringen bie Wähler °m »u ^utorb'^h u>ü> Alsselb» Mitleibenfchast gezogenen Arbeiterschaft näher zu treten unb 1RJ ^uni nim Ausdruck, wie sie darüber benfen. häufig in recht b«>enklichem Zusammenhang an unser dem Landtag darüber Vorlage zu machen. ö 3 _ ku cülu auf die Beamtenschaft hatte es Herr " Die Grundsteinlegung der neuen kathv- TloiitfrilPC TZpirh Bindewald abgesehen; als ob der Beamte von Natur aus lisch en Kirche fand gestern ohne große Feierlichkeit y£Ul)Ujn) $UlUb ^r^eind des Bauem sei! Taß durch solche Auslassungen statt. r , ttorTin 11 Juni. Der Kaiser hörte heute vor- emeLerhetzun g des Baue instand es gegenüber der ** Das gestrige erste Abonnementskonzert die Vorträge des Stellvertreters des yeamtenfthaft PlaH greifen muß, läßt sich nicht wegleugnen, unserer Militärkapelle war, tote es ber der günstigen Witter^ m Ver? ^ ^neralleutnants v. Einem, des Stellvertte- L?n rommt da däs Vertrauen, das zu einem ersprieß- ung nicht anders zu erwarten war sehr gut besucht. Dw ’YS bbeis be^ Militärkabinetts Obersten von Oertzen . Wir^n unserer Beamten erforderlich wird? Wie Lei Mn gen waren vorzüglich, was der große Mdt des Äiarinekabinetts Vizeadmirals von . , bann Kreisrat da vor den Gemeinden seine- jeder Nummer des Programms bezeugte. Vom Programm iim iii/j Uhr wohnten der Kai, er unb Wohl er nach Kräften zu wirken be- ist zu sagen, daß es recht anipreo-end war, und man kann der Einweihung der neuen Kirche in Bornim . ' gewillt ist? Tie Früchte werden schon nur erfreut darüber sein, day die PottpourriS, die im all- Kaiser traf im Laufe des Nachmittags in Berlin j^> ^i Teil schon da Wenn der Agitator gemeinen besonders auch in Milib. rkonzer^i „lerdec Mel- U zum Reichskanzler. . U^7 ahr ^fäi, wird« Sttrrm enK Wenn er wie gestern die,,ach zu liebevoll gehegt werden, wenig Berücksichtigung nahm der Kaiser an einem Diner denn Of^rerkorps des Autorität de f° großes -um 9^ Bereinigten Staaten als ErgänzungI^^berg mit einem Automobil den Wahlkreis durch- Diwung unbedingt erforderlich ist, beh«rscht den ? in den Törfem auf einige Minuten halten “X»Wer gerade zu Hause ift. den bitte i«, zu mu zu Ausdruck, daß « der Zeit als svroÄen und seither bei den versckie- Regiments öueistöw Prioatgespräch variiert hat, „I ch htTn* u u r0" m « "i I a .fet 8 e CTu e u!- lautet -S in der uu°'bE Grenadier-Regiment Lönig . (1. P-mmersches ®r. 2) als Gescheut SS tat?»®« gemaltes Wld zuaebacht, das er Zweites Blatt. 153. Jahrgang Freitag lÄ.Smti l9O3 Zk vrf’ mono llicd 7bviertel» ÄHHV V fw _ sädttlch Mk. Lrv; durch iSicftencr2liijciget w General-Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen in Hm Oktober, bä Gelegenheit eines Stapellaufs vvm „Vul-1packenden Worten empfehlendes Flugblatt bei, oon dnn wv JU yeunge Nummer um saht 10 Seiteu. | Ian„, ^önl^h tu Stettin dem Regiment SU überreichen | t) offen wollen, daß es seine Wirkung bei ber ländlichen Wähler- - - — gebenIt schäft nicht verfehlen wird. — Der Präsident des russischen Minister kvmitees -Personalien. Se. Kgl. Hoheck der Groß Herzog yuull|u)r O^UgeSsUsUll. Durnwo ist in der vergangenen eracht aus einer Babe-k Qbcn Allergnädigst geruht, am 10. Juni den Forstassistenten UmtSmüde. reise im Eisenl«hn-uae während der^hrt auf preutz^Krug zu ForsthauS WoogSdarnm zum Oberförster «tat schreibt uns aus Berlin, 11 Jmti: Dbecförffem Ettb-nham zu ernennen unb dem forst. In den juristischen Sreiseii gilt ber Rücktritt b« tai'ataT tat itüb taf auf Mintioj «iniWen Bmten des Farstvermcssung,- nnb iaptttonÄ- ^u6‘,c^n. LusUMmisterS Dr Schönstebt ’m Cie wttd in emigcnLagen bureauS, Forstassessor Karl Delp zu Darmstadt den Dttel hevcrstehenb. Auch Don einem Wechsel ut den preußifchen »^^Ättung nach Rrchland geschafft Oberfärster zu verleihen. Ministerien beS Kult ns,und besZnn-rnist ber „«oft °iuM Telegramm aus Paris wurde dem B. Hessische Pfarrkonferenz. Gestern fand, trnt ui einem | des 5. Armeekorps in Orleans, General Farny, I jxde» Jahr üblich ist, in SteinS Garten bie diesjährige — --- er, die Erlaubn is verwei- Pfarrkonferenz unter ber Leitung be« Geh. Kirchen- ,----- - tter in Straßburg zu be-I P^f. Dr. Kattenbusch statt. Die theologische Fakultät u chen. Wie^es heiß^^sei bies wegen^/^^^de geschehen, LanbeSuniversität war zahlreich vertreten, auch bie ber >ie General S«ny in Orleans bei ber Jeanne d ^Qd)barunlDCvrüäl Marburg. ES waren im ganzen über d. Wlg. Ztg." schreibt: In einem Artikel 100 Teilnehmer. Die Versammlung wurde eröffnet mck dem Das Ende ber Taler" des Dr. Arendt im „Tag" Gesang ,Lobe den Herren , einer kleinen Andacht und Gebet. vom 6. Juni wird behauptet, daß die Fünfmarkstücke über- Alsdann hielt Prof. Dr. DrewS em Referat über «Die all unbeliebt seien und jeder Versuch, diese Münze dem Geschichte der Predigt im 19. Jahrhundert*. Er führte auS, Verkehr aufzuzwingen, scheitern werde. Demgegenüber ist' - . . — - - W1 c! 1 die „Nordd. Allg. Ztg." in der Lage, fest-ustellen, daß die Nachfrage nach Fünfmarkstücken ständig zunimmt. Von den bis Ende Mai ausgeprägten 157 Millionen in Fünfmarkslücken lagerten am 30. Mai in den küssen der Reichs- bank etwa 13 Millionen Mark, sodaß zu dieser Zeit nun- bestens 140 Millionen im freien Verkehr sich befanben. Die Anforderungen nach diesen Münzen bei den Reichsbankanstalten sind ungemein lebhafte und andauernde. Die ReichSbank mußte daher nicht nur ihre beträchtlichen verfügbaren Bestände an Fünf Markstücken dem Verkehr zu- fuhren, sondern sogar Anträge der Reichsbank lassen auf ! llederweisung dieser Münzsorte, die in den letzten Atonalen bis zu der Höhe von 7 Millionen stiegen, unberücksichtigt Bahl.ee»tfluu6 übet .Unfet Volk unb bie Bibel-, «n biefen Vortag fchloß 7* **’ la* eine reae Debatte an. Hierauf vereinigte em gememmme« TOarft-^ br^t”9una«Öbiel)|eitem'3Sl'e0tnI)l,' d-°-> K-ich^ Mittogefstn bst Teilnehmer. Slobloerorb. 1 - z-.tb emo traten Dr. Michels. Schreiber dieses, der lichkeit nicht bestimmten Angelegenheüen ber Beigeordnete i Versammlungen als stiller Zuhdrer beiwohnte, hält Turschmann zum Stellvertreter befl Dvrsitzenden Vermischtes. Juni. Die Direktion der Charite Berlin, 12. Wärter doch an einer leichten Pestinfektion zurückkehren. Tas Drama von Belgrad. Detmold dort der österreichische Gesandte und Militär attachee ein. — Es bestätigt sich, daß weder die Schwester, noch Karageorgiewitsch kommt Telephonischer Kursbericht» Tendenz: fest burg-Budingen lieg sich der Kaiser durch den Ober- Präsidenten der Provinz Hessen-Nassau vertreten. Dieser legte 205.60 208.— 135.— 173.75 . 101.75 . 108.06 . 50.20 . 32.00 . 33.95 . 133.45 44L0 ad. Darmstadt, 12. Juni. Gras Waldersee wird nicht von WormS direkt nach Berlin heißt, wegen der serbischen 4% Oesterr. Uoldrente . . 102.90 4* Oesterr. Silberrente 100.25 206.10 208.— 135.— 174.50 17825 8Vie/o 8°/o 3V.*/o 3°/o sWo 31 Zu/g Mexikaner . . 4Vf% Chinesen . . Electric. Sch ackert . Nordd. Lloyd . . Kreditaktien . . . Diekonto-Kommandit Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsgee. Oesterr. Staatabahn . Lombarden . . . Gotthardbahn . . . Laurat>ütte . . . . Bochum . . . . . Harpener Reiohsanleihe do. Konaola . do. . . Hessen Oberhessen nommen, und die für Samstag im Residenzschloß vorgesehene Hoftofel wird ebenfalls stattsindcn. (Also werden auch wohl wir Gießener auf den Besuch des Feldmarschalls verzichten müssen. D. Red. d. Gieß. Anz.) Wächtersbach, 11. Juni. Bei der Beisetzung des der hiesigen Garnison wird durch den kommandierenden General des 18. Armeekorps, Exz. von Lindequist vorge- stadt; Kunststickereien, Prunkdecken, Glaswaaren, Porzellan, Töpfereien, Lederwaren, künstlerische Intarsien, Schmucksachen usw. nach den Entwürfen von Prof. Christiansen, Bros. Behrens, Prof. Olbrich, Patriz Hubcr und Paul Bürk zur Ausstellung. Ebenso werden von Uhrmacher Otto Schmidt hier einige Uhren aus Darmstadt nach den Entwürfen von Prof. Olbrich und Patriz Huber zur Ausstellung gebracht. Auch einige kunstgewerbliche Gegenstände hiesiger Künstler werden ausgestellt. So wird die diesjährige Ausstellung gewiß eine ganz besondere Anziehungskraft ausüben. Der Tag der Eröffnung wird noch bekannt gegeben werden. "Unwetternachrichten liegen uns aus mehreren Orten der Umgegend vor. In Butzbach, so meldet man uns, haben gestern abend imd verwichene Nacht wolkenbruch- 4% Ungar. Goldrente, . 4Ü j Italien. Rente . . 41Portugiesen . . o0/ Portugiesen. . . . 1% C. Türken . . . Türkenlose..... 4e/o Griech. Mono pol.-AnL dx/»X äussere Argentiner munion. „ um 8 Uhr: Die zweite hell. Messe. , um 9»/, Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um J?1/, Uhr: Christenlehre; daraus Andacht mit Segen. Israelitische Religiousgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge, Südanlage. San,Stag, den 13. Juni 1903. Vorabend 7.45 U h r. Morgens 8.30 Uhr. Nachmittags 4 Uhr. ,. Schrift er klärt» rrg. «abbatliou-i-gang 9,35 Ubr. Fürsten Fcrdinand Maximilian 111. von Psen- ikiifiir Mewumzeil. Lriginaldrabtmeldungen des Gießener Anzeigers. H ö 1 n, 12. Juni. Die Brauerei Bardcnhaus in Kalk steht in Flammen. Ta.-? Feuer breitet sich schnell ans. Von Köln sind vier Löschzüge zur Hilfeleistung üb* gegangen. 1903 . 26.20 . 92.70 . 93.00 . 100 40 . 207.50 . 185.00 . 136.10 . 147.10 . 152.80 . 145.10 . 17.30 . 189.00 . 216.50 . 176.00 . 179.60 die zwei Neffen der Königin umkamen, nur die beiden Brüder wurden getötet. Tie Beisetzung der Leichname erfolgte nachts in aller Stllle. Es besteht die Befürchtung vor Ausschreitungen gegen die bisherigen Präfekten und Gemeindevorsteher. Die Regierung traf die Fraektnrt a. 12. Juni . 101.85 . 91.50 . 101.60 . 91.50 . 101.25 . 100.00 strengsten Vorsichtsmaßregeln. erst nach Berufung durch die Skupschtina und Den Senat sind. Versailles, 12. Juni. Als die Königin Natalie den Tod ihres Sohnes erfuhr, wurde sie von einer schrecklichen Nervenkrisis befallen, sodaß sie die Erzählung der Ereignisse in Belgrad nicht bis zu Ende anhören konnte, obgleich die Erzählung mit aller Schonung geschah. Rom, 12. Juni. In den politischen Kreisen Roms wird die Revolution in Belgrad als eine rein interne serbische Angelegenheit betrachtet. Man hält eS deshalb für ausgeschlossen, daß angesichts der östreichisch-russischen Balkan-Verständigung Die Ereignisse irgendwelche bedenkliche Rückwirkung auf die Orient-Lage haben könnten stücke aus Gärten, in denen dieselben zum trocknen hingen, gestohlen zu haben. Er bestreitet aber die ihm zur Last gelegte Brandstiftung am Ab, nd des 26. April d. I. zu Eberstadt, wodurch eine Doppelscheuer bis auf die massiven Umfassungsmauern nieb erb rannte, verübt zu l-aben. Er gesteht zu, kurz vor Ausbruch des Feuers an der Scheune vorübcrgetoinmen zu sein. Rarst sehr cingehender Beweisaufnahme, wobei es fiu allerdings nur um einen Inst izien Verve stand..re, bejahten Die Geschworenen die Schuldfrag.'n wegen des Diebstahls in drei Fallen, sowie wegen der Brandilistung, worauf Der Angeklagte zu einer gesamten Zuchthausstrafe von l Jastren, junfjästrigem Ehr- r rrlujt und Zulässigkeit von Polizeiaufsicht oerurteill wurde. . ... Katholische Gemeinde. tzllymurgerlüit. Samstag, den 13. Juni 1903. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenhell zur t. Gießen, 12. Juni. 0 hl. Beichte. Elstern verhandelte das Schwurgericht gegen den Sonntag, den 14. Juni, mehrfach vorbestraften, am 14. Januar lb7‘J in Worms ge- 2- " n 1 a 9 " a 'n 9 ü en. borenen Georg Der st, zuletzt in Eberstadt als Dienstknecht vormittags von 6 /, Uhr an: Gelegenhell zur heil. Beicht. ' Um S'ÄÄÄ bet H-U. SUm. Genchtsstor bildeten der Landgerichtsrat Pratortus als' 1 Borsitzender, die Landgerichtsräte Müller und Schmidt als Beisitzer. Staatsamvalt Reu.ß vertrat die Anllage, Rechts- anwalt Dr. Stahl führte die Verteidigung. Der Angeklagte ist geständig, im Dezember 1902 durch drei selbständige Handlungen in Griedel mehreren Personen gehörige Wäsche- Harpener Bergbau . . 178.40 Schluh-Tendenz: Ziemlich sest. Mahnen des GardelovpL/das ^^wemmei^^Pfer^eErHusare^leuinant^Karl Ujhelyi^^ein^Pistolenduell Lavallerte-Lchwadron, kstraBenbilber aus Peking. Hiiter- feit erregten der Spuk im Bildhauer-Atelier, ein Hcchnen- kampf, ein ballspielender Hund, Die Schwiegermutter, das gestörte Gespräch, ein Athleten-Ringkampf, die beiden Politiker, die kirschenessenden Buben Max und Moritz usw. k. Bad R a u h e i m, 11. Juni. Vergangene Nacht ist bei Der hiesigen Bahnpost ein Geldbeutel mit 48 000 Mark Inhalt in Verlust geraten. Ob Diebstahl vorliegt, konnte noch nicht ermittelt werden. Ein Zufall wollte es, daß Die Geldsendung an einen Bruder des hiesigen Postdirektors gerichtet war. z. Reichelsheim i. Wett., 11. Juni. Heute morgen gegen 9 Uhr explodierte in Der hiesigen Tampfmolkerei Der Entrahrnungs-Seperator; Die fortgeftogenen Eisenteile trafen Den 20jährigen Arbeiter Pie aus Weckesheim unb mutu, verletzten ihm so gefährlich, Daß er nach 3/4 Stunden starb. I heute die Klage des Grafen Eri -0- Willofs bei Schlitz, 11. Juni. Gestern fand gegen den Regen^- ct in unserem kleinen Walddörfchen das diesjährige Schlitzen- hin Lippe-Biesterfeld, t an Der Missionsfest statt. Da Die Kirche Die zahlreich Familie Graf Erich bestreuet. Erschienenen Missimisfreunbe aus Nah uuD Fern mrht| a M e ro t e 1 e n. fassen konnte, zog man unter Dem Klang Der Glocken auf Den im nahen Walde schattig gelegenen Festplatz, wo kngi^rigra,1 bei jun/und alt in gutem Andenken Wen-4 Siebene" bäi ^Si?gM-r, wohin sich auch die Tiplomaten begaben. Ms'erste trafen den Pjarrcrs St. teilet, die eindrucksvolle Festpredtgt ------ atu — Im NachmittagsgoUesdienst, der an gleicher Stelle ab- . 1 — ÄÄ Sandel und Verkehr. U-lkswMschast. Leilnelnuern besucht war, mit Dem Gesang von „Nun Berliner Börse vom 10. Juni 1V03. bautet alle Sott ' geschlossen. Die Fcstlvllcktc erreichte den Industrie, G-etzen.» ansehnlichen Betrag von 160 Mark. Prwat-D.skont 3/. Prozent. u, Scf)lu6fln1e. (Otig.-Tel. des Gieß. Anz.) Deft. Kredit . hierher kommen, da er ^^ltsche Bank . ' ’ .... Darmstadter Bank zurückgeretft ist, wie e§| Bochumer Gilß . Wirren. Die Inspektion nach Serbien. Die am Leben gebliebenem Mitglieder der früheren Regierung befinden sich in Freiheit. Tie in Abbazia weilenden radikalen Führer Pasitsch und Nilosavljewitsch wurden telegraphisch nach Belgrad berufen. ^trrlilirhi* ^TrtrfrrTfhtpn I Wien, 12. Juni. Die „N. Fr. Pr." berichtet aus Bel- ^lUUJUUJlUU I grab, die Donaurnonitore „Szarnos", ,Leitha", ,Maros" Evangelische Gemeinde. I und „Koeroes" hätten gestern abend vor Belgrab Anker 1. Sonntag nach Trinitatis, den 15. Juni. !geworfen. Es verlaute,Die Garnison von Nisch ver- Gottesdienst. Iweigerte de r n ene n Re g i e r n n g den Ge h o r s a rn. m o o . I Semlin, 12. Juni. König Alexander ist toat)r> Vormittags,8.Uhr: Psarrassistent . Ischeinlich erstickt. Als Leiter der Verschwörung wird Gen- Matt^ll?sgemeinde. P schach. Der jetzige Hande^ninister, angesehen. Kara- Vormittags 9'/, Uhr: Pfarrer Scheunemann. georgiewrtsch wird den serbtfchen Thron nur mit Zufllmm- Borinittags 11 Uhr: Militärgottesdienst. Jung Oesterreichs und Rußlands besteigen. Pfarrer E n l e r.. I Zürich, 12. Juni. Peter Karageorgiewitsch Nachmitt. 2»/, Uhr: Kinderkirche für die M arkus-I hat sich in letzter Zeit wiederholt nach Wien begeben. Man im Auftrage des Monarchen eine foitbare Kranzspende an gemeinbe. Pfarrafsistent Vogt. I glaubt aß er, er habe auch Zusammenkünfte an der serbi- Der Gruft Dc5 Entschlafenen nieder. Auch die Großhcrzöge 3« der JohauueSkirche. I \(faen Grenze gehabt. £>in und wieder begab er sich auch oon Hessen und Sachsen-Weium- hatten Vertreter entsandt. Kg7-ich °Christ-ni-h?-E' N-ür7nfirmi°-ten au? der nach d-tersburg angeblich um seine dort lebenden Kleine Mitteilungen aus Reffen und den Johannes gemeinde. Sohne zu besuä)en. Er weigert such, über Das Vorgefallene Nachbarstaaten. In Marburg ertranken neben der! Vormittags 9Ve Uhr: Pfarrer Euler. sprechen, bevor ihm amUrche Mitteilungen zugegangen Militär-Badeanstalt Der Kellner Rüdiger und Der Jäger Nachmittags 2 Uhr: Kindergottesdienst für die Lukas- Schmidt, Der den R. retten wollte. gemeinde. Pfarrer Euler. Sauban i. Schles., 12. Juni. ?tttf dem Wiegen ^ayn- bofe ereignete sich ein Eisenbahn-Unglück. 8 ve- e “oa? hatten sich m tafflöö «n einem — - . , 3uae losgelöst, und liefen bei dem starken Gefalle iw hie aiebt bekannt: Die Untersuchung ergab, daß der erkrankte j. Bahnhofe auf leere Güter- rnid Per,onenwagsi. Wärter Doch an einer leichten Pestinfektion erkrankt Personen wurden nicht verletzt, jedoch ist Der Jünenap ist, da in seinem Rachenschleim lebende Pestbakterien gesunden schaden ^071^ orhed^ich.^ morgen wurden wurden. Sein Zustand ist unter dem Einslufie der '^rum*L)ie drei Raubmörd er Aiegler, Weißer und Herman» behandlung o-rhaltmsm-ßig günstig; es -st lem Fieber oor- hiugericht-^ Sie ftatlxm Figia Hauben. Neue Maßnahmen werben für nicht «focbe^L^inee" ber AuMihrung der Sapitulatrons- lich erachtet, Da eine Gefahr der Weiterverschleppung au§* L cbin gun gen. Sie leisteten eine Abschlagszahlung von geschlossen ist 30 000 Francs, unD stellten 14 Geiseln, lieferten alle Ge- gefchlopen ist. . mprI;n(>r Stuben- mefire au5, und Überbrachten Geschenke. O'Eonnor hielt * Das £erf$iDin&cn eines S a(te eine Parade über Die Truppen ab, Die demnächst, ui Dte —, ----M-, .. .len wird aus München gemeldet. Der 22 Jahre auei^^ rurückkehren. artige Regengüsse der Wetter und ihren ZulausenHochwaper der Philosophie Hans Wallach aus Bcrlm, der mIö * gebracht, das Gärten, Wiesen und Ackerland überschwemmte. Die getan, auch in B ernt uths Hain, Crainfeld undGreben-l mb mQt offenbar gemütskrank. Es wird vermutet, daß von Milan geschaffene Organisallon zerftel. Als der Honig Hain, am stärksten wohl wurde Crainfeld mitgenommen. München verlassen und sich an einen See ober ms Traga heiratete, wurde sein Verhältnis zur ^mee noch Tort sinb in ben Hausgärten viele Pflanzen unb ©cmuic L bi 7 b b”n bat um bort fcem)iffig aus bem Leben zu mehr QetrubL xte «abinbims Auch auf bem Felbe bort .st enormer ^ate'r bes jungen Mannes hat I ^9™eL Schaden entstanden. München begeben zur persönlichen Einleitung der nötigen ^o^müllgen Behandlung Der Armee; der itonig nahm die Recherchen nach dem Verbleib seines Sohnes. oleiche H^iung an. Tas Offiziertorps boykottierte den aus Oswalds Garten ?me Vorstellungen er°nn 1 • Koblenz, 11. Juni. Gestern nachmittag zerstörte m ^^er %cr Königin, Lunjewnjch. Die Lage wurde noch ^^n^^te^^ll t cb:.m Jaflie Blununttorlo ^ber" Auszug"^Er"KonUpagMe 'mit" bei! dortige Gerichtspräsibent Eärbögh mit einem er naäj Wien, um sich nach Serbien zu begeben unb ■ um 1 z- -----l§ufarcn!euina nt Karl llihelni em Pistolenduell au§ge«=kort an Spitze einet Armee eine Erhebung gegen fochten. Die Ursache des Duells war ein Wortwechsel, welcher e x a n d e r einzuletten. In Wien besann er sich jivoch in Tätlichkeiten ausallete. eines anderen und wollte nicht persönlich gegen seinen । ---— - . ISohn vorgehen. Alexander gab damals den Be- finnlt und Missenlltiast. sehl, Milan niederzuschießen, sobald er serbischen Cr u i J i Boden bettete! — Peter Karageorgiewitsch ist eher — A l s O r t des nächsten G es an g - W e t t st re t t es I reuni> öenn Z-estst» Oesterreichs zu betrachten. Wenn dürste, wie dem »Berl. Tagebl." aus Köln^ telegraphiert wird, Oesterreich die vollzogenen Tatsachen annimmt und die Düsseldorf oder em anderer Ort m den Rheinlanden gewählt Anerkennung beS Prinzen Karageorgiewitsch nicht unnötig we-de- Heidelberg, 11. Juni. Ein gelegentlicher Bellcht- verzögert, will) es in Karageotgiewitsch einen vertäßlicheren erstatter meldet uns: Prof. Erich Marcks wurde vom Fürsten Freund gewinnen, als es itonig Alexander war. — ^as- Herdert Bismarck mit der Abfassung einer erschöpfenden liebens- selbe Blatt gibt von den Ereignissen folgende Darstellung: aeichichlc des verstorbenen Fürsten Bismarck beauitragt. Im zweiten Vorzimmer befand sich ber st ö n i g. Dieser eilte -- ... f । hum Fenster, riß es auf und rief um Hilfe. Niemand hörte Merlmisiaal. chn. Tarauf begab sich Der König zur Königin unD um- 11. Juni. Tas hiesige Landgellcht verhandelte!schlang sie, um sie zu schützen. In dieser Haltung 3 . „; .. 7 ich zu Lippe-Weißenfeldierwartete der König die Verschwörer, die mit dem Revolver ent en des Fürstentums Lippe, Grafen Ernst Ist, ber Hand eindrangen und ihre Waffen auf das Königs- dessen Zugehörigkeit zur Gräflich Lippe'schen abschossen. Beide fielen, sich umschlungen haltend, bestreitet. Die Klage wurde vom Landaerichl l Boden. Tie Kunde wurde durch Offiziere in die Kasernen —— । I unb Lager gebracht; nur em Kommandant, Niko - äölTlL Ilitsch, ber einen Leutnant niedetschoß, widet- . e setzte sich. Et wurde erschossen. Tie neue Regierung A' ?«, .< vi I ttttt im Ministerium des Innern zur Beratung zusammen. ssr %% Warnung an die Mähler te 1. Hess, RtiilisNsMljItaifrs! oirb Dis Bel. ftönig Ale. SLNr ttL Meinen 11 2115 btt stoniq Jitt Ärmer LvL bie Sttbinbunc » ^mach. Tie fixiere mit einer nahm bie doykottierie den «ge wurde nocb ^hlung der -e schuf der bnta 'erde. Schon jest nedergelegt Ham, unter &rum eine rrgiewitjch. Leibst Übungen für Lahre IM die Nach, mit Traga erhielt, u zu begeben und Hebung gegen ann er sich jcdoch ilich gegen feinen mals den Se. »bald er serbischen iewitich ifl eher . betrachten. Wenn inmmmt und die »itfch nicht unnötig imen verläßlicheren nder war. - Tas« lgende Tarstellung. l ö n i g. Liefer eilte lfe. Niemand hotte Königin und um« In dieser Haltung ,e lick dem Revolver ien aus das Königs« nschlungen haltend, iere in die Kasernen anbant, Kilo* erschoß, widerte neue Regieming erackng Rammen, nt. W erste Lasen Mitärattachee ein. Schwester, noü; flamen, mr die isetzung der Leich« Es besieht die die bisherigen Pra« Regierung tras oie aeorgiewttsch W Schund den «enai «°n Kitzikd-l d°- NKSK lgde"di? bi«8 S 1 100 40 207-50 185.00 36-10 ' 14730 ' 152.80 17#* ■ 216.30 ' 176-00 ' 179.6° ^-.raiewitsch ira9 Heben. Mn 1SteltbTber 1* er begab f^aMefanene aber da- Langen Ölungen sK.« lö e®e.„ 4 d-E Ks-s ,rfl8b‘>^ £»■*:• S »ofd • ' B»»* ■ *■>*:. Jd«D ■ . . • irdb^0 ; , - ■ @ine sonderbare Erklärung eines Mitgliedes des Bundes der Landwirte sucht m letzter Stunde Stimmen für den Bürgermeister Köhler in Langsdorf zu werben. Es ist merkwürdig, daß gerade aus diesen Rechen der wankende Reichstagssitz des Herrn Köhler gestützt wird, der doch noch vor kurzem in seiner Zeitung den Bund der Landwirte als den Bund der Bauernfänger bezeichnet Hal. Und dock ist es begreistich. Herr Kohler wird empfohlen wegen der Einseitigkeit, mit der er m übertriebener Weise die vermeintlichen Interessen des Bauernstandes vertritt. Es gibt leider manche Bauern, die glauben, der Kandidat sei für sie der beste, der am kräftigsten auf den Tisch schlägt und landwirtschaftliche Zölle von unsinniger Höhe empstehlt. Schlecht dient dem Landwirt, wer unausgesetzt durch übertriebene Hilferufe das Ansehen und den Kredit der Landwirtschaft herabsetzt. Zwecklos, ja unsinnig ist das Bemühen, Zölle zu fordern, die jedes vernünftige Maß überschreiten. Fordert die Industrie solche maßlose Zölle, so bereitet sie siä; selbst den Untergang; denn die Erzeugnisse der Industrie lassen sich ins Ungemessene vermehren, und was dem Ge- dankenlosen als Schutz erscheint, wird eine Quelle des Verderbs durch aus der Zollsteigerung hervorgehende schrankenlose Konkurrenz. Allzuhohe Landwirtschaftszöllc aber haben ebenfalls nur einen scheinbaren Nutzen; sie vereiteln überdies den Abschluß günstiger Handelsverträge und zerstören die Industrie, die auf Ausfuhr ^angewiesen ist, und damit den Wohlstand vieler Millionen, die seicher dem Staate die Steuerkrast, der Landwirtschaft die Abnahme ihrer Produkte geboten haben. Also Mast halten, wie in allem, so auch in Bezug auf die Zölle und den Schutz der Landwirtschaft! Dieses maßvolle unb verständige Verhalten findet der Wähler bei dem liberalen Karrdidaten jlem jkylijwtadt in Giesten. Oder spricht es von Achtung vor den Wählern, wenn ein Mann im Jahre 1893, dann 1896, dann 1898 sich den Wählern eindringlich zur "Wahl enrpfohlen und fett zehn Jahren kaum je den Reichstag, zu dem er gewählt ist, besucht hat. Wie hat die Bevölkerung unseres Wahlkreises aufgejubelt, als ihr zum ersten Male vor 36 Jahren eine Gesamtvertretung des Deutschen Volkes im "Norddeutschen und später Deutschen Reichstage geboten wurde mrd als endlich irach jahrzehntelangen Kämpfen der Traum unseres Volkes üoh einer direkten und allgemeinen Wahl seiner Vertreter in Erfüllung ging! Welche Summe politischer Freude und Begeisterung lag in den früheren Wahlen auch unseres Wahlkreises! Und was hat dieser uiighicffeligc Abgeordnete Köhler aus dem politischen Leben unseres Kreises gemacht! Es soll hier abgesehen werde,i davon, daß dieser Mann zu der ohnmächtigen und in kleine Abteilungen von wenigen Mann zerrissenen Partei der Antisemiten gehört. Von dieser Partei vertreten zu fein, ist kein Ruhmestitel für unseren Kreis der da ur die kopfschüttelnde Verwunderung ganz Teutschla'ids genießt. Aber man konnte sich das noch, wenn auch mit Bedauern, gefallen lassen, wenn nur der Gewählte pflicht- mäßig seines Amtes waltete. Doch der Platz des Gießener Abgeordneten mi Reichstags. Hause ist seit zehn Jahren unbesetzt, und es ist dahin gekommen, daß ein Deutscher Wahlkreis von lebhafter patriotischer politischer Empfindimg seit zehn Jahren seiner Vertretung, ja seines Wahlrechtes verlustig ist! Auch feines Wahlrechtes. Denn zum Wahlrecht gehört als abschließende Ergänzung, sott es nicht leer und Zwecklos sein, daß der Gewählte auch feinen Platz unter den Volksvertretern einnimmt und des Amtes waltet, zu dem ibn die Wähler gerufen haben. Er könne die Preußen nicht leiden, et habe kein Geld, um in Berlin zu sein, das sind die Gründe, die dieser Schallen emes Mgeordneten zur Rechtfertigung des Zustandes angiebt, unter dem der Wahlkreis lernet höchsten politischen Ehre schon seit zehn Jahren verlustig geht und fern politisches Leben immer mehr verödet sieht. Der Herr denkt offenbar, die Städter wählen ihn doch nicht unb die Bauern machen sich nichts daraus, ob sie in Berlin vertreten find. An alle Wähler, die das Wahlrecht zum Reichstage achten und ehren und die da verlangen, daß mit der Wahl die Tätigkeit des Abgeordneten nicht abgeschlossen sei, sondern nun erst beginne, an alle, die nicht wollen, daß auch in nächsten 5 Jahren unser Wahlkreis immer mehr politisch versumpfe und zum Gespotte Deutschlands werde, ergeht die dringende Aufforderung: llicneliMletvttelli snr Gießen n. fllng. Versammlung Sonntag »ct. w. Jun. 1903, nach-.. 3 Nhr pracw bei Bauer. 4690 ^-^Ordnunq ist durch Nr. 6 der .Biene* bekannt. Zahlreicher Besuch wird dringend empfohlen. ° Der Vorstand. Es ist nicht wahr, daß dieser nur für hohe Jndustriczölle stimmen werde. Er hat von kleinen Anfängen fein Unternehmen mit Fleiß, Umsicht und Gewissenhastig- keü emporgcbracht; er ist sich bewußt, daß nicht der Starke, sondern der Schwache des Schutzes bedarf, und daß das Wohl aller Berufsstände innig zusammenhangt. Er weiß daß das alleinige Gedechen der Industrie neben einer darniederliegenden Landwirtschaft nicht haltbar und daß das Gedechen der Landwirtschaft ohne kaufkräftige Industrie unmöglich ist. Es ist ein großes Unglück für die Entwicklung unserer Nation, daß unverständige um nicht zu sagen gewissenlose Agitatoren den Glauben zu verbreiten suchen als lasse das Wohl von Stadt und Land sich trennen. Das ist so undenkbar, als ob tzer; und "unqc des Menschen ein getrenntes Dasein führen und das eine verkümmern, das andere gedeihen könnte. Jeder Tropfen Blut, der dem Teile des Volkskörpcrs, den die Landwirtschaft blldet, verloren gehl, jchwächt auch den anderen Tell, aber ebenso umgekehrt. Zwischen beiden besteht kein Gegensatz außer dem, den btc Demagogen stch zurechtlegen. Diesen Gegensatz behauptet und sucht durch sein ganzes Verhalten unausgesetzt künstlich zu nähren -ev Bürgermeister Ao hl er in Langsdorf. ählt den energischen und freien Mann, der dem Rufe der Wähler auch Folge leisten wird, und die dringende Warnung: Behandelt -re Stimmzettel des Bürgermeisters Köhler als wären sie glühendes Elfen 1 4692 Giesten, 12. Juni 1903. Ein Wähl», 6er 6ns Wahlrecht iinsms Kreises M6n ;n Ehrt« bringen möchte. 4491 4683 Hierzu labet ergebens! ein AahnenweiheM 4592 Die Festwirtschaft ist Herrn Gastwirt Heinrich Wagner II. übertragen. Der Borstand. Emil Schäfer, Wirt. Gegen 7 Uhr Sonntags: Aufsteigcn eines Luftballons mit Fallschirm-Absturz. Kliegn-Verein Mgen. Sonntag den 14. nnd Montag den 15. Juni: Lieferuugs - Verdingung. Dic Lieferung von ca. 2470 Zentnern Anthrazitkohlen II, 181S Zentnern I und II gern. Nußkohlen, 500 Zentnern Sohlen 150 Zentnern eierformbntettS (Zeche Alle 480Zentnern Ilvüttenkols und 800 Zentnern Hütten, krob oks lko Zenwern 'Braunkohlenbriketts aus der Grube Wöllersheim, 22 '.Raummetern Bucheu-scheitholz und 81 Raum, jjöltersqem , dem Wege öffentlicher Verdingung vergeben werden. Angebote sind bis zum 27. ljd. Mts., 11 Uhr zu welchem Zeitpunkt die Oessnung der. i°elbm auf unsere?Amtsnube stattftndet, verschloßen unter der Auffchmst' .Angebot für Brennmaterialien- bei der unter- jei^neten ^mngsbeding^ngen sowie das Verzeichnis der beziehenden Jnstüute -e. können aus unserer Schreibstube (Bismarckstraße 22) eingesehen werden. Gießen, den 10. Junr 1903. Großberzogliche akademische AdmmvrratwnSkomnnssion. In Vertretung des Kanzlers: Krüger. [4684 61 MONTIGNY (Metz.) EPERNAY (Champagne.) R “ KönigI. Bayer, u. Wurttem berg. Hoflieferanten. K Alleinverkauf für Giessen: Hch. 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Im Namen der tieftrauernden Hinterblieb enon: Königsberg i. Pr., Giessen, München, den 9. Juni 1903. 4668 Die Beisetzung findet Sonntag den 14. Juni, nachmittags 4 Uhr, von der Kapelle des alten Friedhofes in Giessen aus statt. Geh. Justizrat Langermann Gr. Oberamtsrichter L P. Dr. med. W. Frutz Privatdozent. ,-y».* "■ .i ..•*•»<■/., i >L' : >4. • A a . • I • » • u ItM' t Ai < . 1 . Fran Jean Brunner 4681 ist, dass Markt 7. 02812j Wörbe unb Stühle werben billig geflochten. Ferd. Parthler Ww., Seltersweg 81. alle Fabrikanten heute dieses System nachzuahmen bestrebt sind. Fritz Eccarius M"kt Nm Ratjks-Htmge per Stück 10 Psg., und neue Lomcr-MlL-Mtchln p« Pfund lö Pfg., feinste Ware, empfiehlt 4634 L. Steinhäuser, Neuenbaue 17. Telephon 346. Beweis für die Vorzüglichkeit und Sparsamkeit des Gasherdsystems Prometheus Biirger- Gesellfchast. Die Partie nach dem 2ud- wigSbrunnen findet dochSonn- tag den 15. Juni statt und nicht acht Tage später. 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