z»i« heutige Mmmer umfaßt 8 Seiler». oder auS und zum Ausbruch eines Krieges, würde zu spät sein, wie sich 1870/71 vielfach gezeigt hat. Tie Ausbildung erfolgt durch einen Arzt und erstreckt sich die Unterweisung aus die Lehre vom Körperbau des Menschen und auf die erste Hilfeleistung bei Unglücksfällen. Hierin einen sachentsprechenden Unterricht empfangen zu können, muß für jeden (erwachsenen von großem Nüßen sein, kann er doch jederzeit in seiner Famure und seinem Beruf in die Lage tommen, die ge- offen: 1? das GeldauSgleichungS-VerzeichniS über zuvrel zuwenig erhaltenes Gelände, 2., desgleichen über die infolge Grenzregulieruug den Gemarkungen Hausen, Watzenborn—Steinberg Grüningerr zugezogenen Grundstücke, 8„ das AbschätzungSoerzeichniS der Obstbäume, 4., das GeldauSgleichungS-VerzeichniS über zuviel Bekanntmachung. Betreffend: Feldbereinigung in der Gemarkung Garbenteich. In der Zeit vom 14. Mai l. I. bis einschließlich 20. Mai L I. liegen auf dem Amtszimmer der Großh. Bürgermeisterei Garbenteich folgende Akten zur Einsicht der Beteiligten otMrb W) tiuoe. M 106? «e ni 446 686 618 936 40 64 M 83 178 243 Mi M 26 80 6006 11 18» 3 41 62 08 7»MI 8 21 29 M 489 2 00 272 KD M 11 21 » 67 807 18 M 11006 0 880 98 961 1202! 48 m3? 147 M » m 87 39 43 173 4» 0712 14 84 10 TB (Ml 06 1 7074 100 1971 '150 269 347 82 86 92 636 36 60 602 618 1100] 718 941 >04 21 20 638 766 61 866 867 72 978 79 96 [300] 829 [150] 981 18012 46 J 77 24017 147 [100] 68 158 77 970 88 H 778 861 70 7> 978 80 > 762 07 919 53 27051 6 627 [100] 46 81 1100] 1 66 [WO] 66 68 426 13ß 4Ä to bl» V) «A 1884 MÄ 71 «M ® 112 16 U025 1OM 039 60 149 211 40 ® 811 N6 74 640 41 81 181 « »14 40 « «6 0 J 2 5*8iaW"-iÄ °.SS 62000 • WJfiJftf V>I 745 871 V V2 3-;.*s. - Lv-Kr i 85 68 76 s 652 693 744 $ B MS- -Ä-ZWi GtzZ GS- „ 194 8ir»? (ä [ISO)42 war, abgehalten werden. ^nclrtnh I "Personalnachrichten. In den Ruhestand wurde (5VIUHUUV. DI versetzt am 6. Mai der Gerichtsvollzieher Adam Lu mb 11. Allri. Ter Staatsausschuß bed|in Ober-Ingelheim auf sein ^achsuck-en mit Wirkung vom 1 Juli an unter Anerkennung seiner langjährigen treugeleisteten Dienste. Er erhielt das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen. — S. K. H. der Großherzog haben ANergnadigst geruht, am 9. Mai den vortragenden Rat bei dem Ministerium der Finanzen, Abteilung für Steuerwesen, Geh. Oberfinanzrat i. P. Gustav Weigel von dem Amte eines Mitgliedes der Zentralstelle für die Landesstatistik aus sein Nachsuchen zu entheben. " Der ordentliche Professor für Landwirtschaft Dr. Friedrich Albert hat einen Ruf um ------------------------v-,- - _ .r._ .nach Königsberg erhalten. Albert (geb. 1860) wirtte vor erklärte Rußland, daß es an den übernommenen Verpflicht- c^ner am 1. Oktober 1901 erfolgten Berufung nach Gießen -----i jeten.________________ Schweinfurt, 11. Mai. Bei dem Festmahl zu * ir \ Ehren der hier stall find enden 39. Wander v er am ml ung baiy A]l$ ÄÜWt UHU tüNÜ. .rrjcher Landwirte hiell gestern abend Prinz Ludwig ® . von Bayern eine längere Ansprache, in der er über Gießen, am 12. Mm 1903. die Bedeutung der Landwirtschaft sprach. Er betonte dabei - S e. Kgl. Hoheit der Großherzog hat m zuwenig erhaltene Obstbäume, hohen Wert des Großgrundbesitzes, welcher jedoch Aussicht gestellt, zu dem Regimentsjubiläum unserer Garnison 6., das Verzeichnis über die von der Gemeinde Garben- ninnQte das ganze Land umfassen dürfe. Stets müsse un|ece Provinzialhauptstadt, wenn irgend tunlich, mit seinem teich zu zahlenden Entschädigungen für Holzwert, Grund und neben dem Großgrundbesitz ein kräftiger mittlerer und . Besuch zu beehren. Allerdings muß die Regiments- Boden für die von den Privatwaldbesttzern in Flur 111 ab- kleinerer Besitz, sowie eine hinreichende Zahl von Lag- batum einige Tage früher als ursprünglich beabsichtigt getretenen Grundstücke, . löhnern vorhanden sein, 1 6., der Kostenausschlag über ausgeführte Dramagen in der Flur III Gewann 45, 55 und Flur IV Gewann 65. Emwendunaen hierqeqen sind bei Meldung deS Aus- Stockholm, ----‘"T’T'JZ’L’L «" i schluff-s innerhalb bet oben angegebenen OffenlcgungSfrisl Reichstages s-iAMk dem^Ä-Ae Lbzrr^ b=. ®ro6t). «ärgerme.st-re. ^arb-nl.ch lchnstl.ch emzure.chen. ™ L Friedberg, den 7. Mm 1903. [eannfl 'bei Pfandsumme wieder loszukaufeu. Der Großherzogl. FeldberemigungSkommifsür: London, 11. 9)Lat (Unterhaus.) Auf eine An- Spam er, KreiSamtmann. frage, ob die Regierung ein gemeinschaftliches Vorgehen mit ________ " Amerika und Japan jüt)em werde, um zu einem endgiltigen Die Balkan-Uuruheru Uebereinkommen mit Rußland zur Erfüllung der Ben-j AuS Konst an tinopÄ meldet das Wimer Tom men, ^rlainenlsuniersekretär Cranborne, auch einige Griechen in Manastir S^totet sein - der Mitteilungen Englands und Amerikas sollen, lenkte der griechische ke Ans- rim™ Lerpflicht- merksamkeit der Pforte aus diesen iwisvand. Der ^li von eru p englischen Konsul in Riutschwang sei Monastir ist erfiig bemul)t, für Aufteckfierhalwnü dei ^d-^ngen^ei^ bingegangen' ^aß die Berichte über die nunQ und für Lruhigung zu sorgim, ^Christen fdl^.^^orbesetzung unbegründet seien. Beckett I ^-E-aftlichen Äteiluna am dortigen landwirtschaftlichen jedoch noch ^Euniuhigt mik-der^au^miebrnen^Bul- (kons.) fragt, ob die Regierung angesichts der freund- llniversitätsmstitut. In Gießen ist er bekanntlich Stachfolger lassen und den ^^l^rkhr vnede^^ ch a f t l i ch e n Beziehungen, die gegenwärtig zwischen L Oktober 1901 in den Ruhestand getretenen Geh. garien versuckü direkt und durch die erachte oie plorre । febritannjcn und Frankreich bestanden, nicht k>ofrats Drof Dr Albrecht Thaer. vet°nla,ftn, dubulgat>,^n Erwägen wolle, ob es llmlwh ja. mit Frankteich B°rv«>fi 2 'Wohnung Jr,st7s oon Liebig« bffanb bomen eu>zu>deilen, um dw allgemetne Äenuruhegung der wegen Schaffung eines allgememen Schieds-U. i , ermitielt haben, über dem alten Labor«. SL^rkischen Oraane in Monastir [»ttaa«M m der Z°°r hatte sich Liebig in der nach den letzten Widjten iveniger magooll iS^Stmüe ©ttei^tie« mdglichst durch Frankfurterstraße «jetzt Nr.12) -m Hau« erbauen lasiert, doch Saloniti und anderen »ufstEdllchen,<^bEn °rlletz der gefchlichtet wurden Wenn hat er e« nicht bewohnt. ®m -us dem Hof de« lSrundstucke« Großvezier in der letzten Rackst telegraphische $Miuig .. «?aieruna in dieser ihrer allgemeinen Politik Fremd errichtetes Gebäude benutzte er wohl als Pnvat-Laboratorium. an den Wali von Monastir, Ausschreitungen gegen d aeaenüber etwas mehr als bisher tun könne, so werde DaS Liebig'sche Eigentum wurde, als dieser bereits in Christen mit allen Mitteln zu v^hmdern. -^scke sie dieses gern tun. München wohnte, an den Vater des LandgerichtSratS Holz- In einen:längeren^. ,^ulMand ur^ Paris, 11. Dtai. Marineminifter Pelletan soll beab- verkauft deffen Nachkommen heute noch m dem Hause W ^^Een Arftklbetont^ sichtigen, in' diesem Jahre mtsLrsparn is grün den h n en. Die Erbauung emeS eigenen HeimS ganz in der wellt, I ^iegroßen S e e m au o v e^s f a l^n I be§ damaligen chemischen Laboratoriums läßt den sondern sich Die zehn deutschen Lfiltere mr ^krschen Heere sch uß Pelletan die Manöver nur alle Schluß zu, daß Liebig nicht daran dachte, Gießen als Heimat und in Konstantinopel befinden. Tas lasset Tie Admirale Fournier und aufzugeben. auf ähnlick-e Gerüchte wahrend des ^kisch-griechisl^n zw »UU>un öen mil ifyien @€^00«™ ab - - Schwurgericht. Für die am 8. Ium vormMgS Krieges hin, wo ein türkischer Offizier, der m D^t Acmd Power werven um ö 91/ Uhr beginnende Sitzungsperiode des Schwurgerichts pro )edient hatte, von türkischen Soldaten M einen Teuifcyen ^ Ajaccio, 11. Mai. Die Ausführung des Gesetzes H. Quartal wurden nachstehende Hauptgeschworenen gehalten wurde. Die Eeichrtwrgungen, D tsch y tz * die Kongregationen stößt in Corsica auf auSgelost: 1. Hr. Geißler VI, Kaufmann in Lollar, 2. Karl Siirlet zum ^«9« leien d^wll^tg W 8 e^toiellgIe(teIL Ter Bijchos von Lorsio« h dadurch nrcht von unb sogar Selbstmord, um die Versiegelung nicht vornehmen JulmS Kaufmann, Kaufmann m Schotten, 12. Lorenz ung abbrrngen lasten, dre es bewahrt müssen, und zwei andere verzichteten aus demselben Niclas II., Landwirt in Ober-Ofleiden, 13. Heinrich Erb 111., zur Herbeiführung der notrocnbtöen oce# be^Tsin f a u f bcc Fabrikmarke der ü a?t- Gießen, 19. Karl Zulauf, Landwirt in Elpenrod, 20. Ludwig donicn eine ernste zll)mpri.kalwn mchr zu befurchlli f i- ermöalichen würde. Lenchelme und der Direktor EnderS, Beigeordneter m Reiskirchen, 21. Ludwig Leybold l., Die bulgarische Regierung wird chl poü die l der Likörfabrik der Larrhuuser, Abb-- Rey, hätten auch ange- Landwirt m Rieder-Eschbach, 22. Heinrich Günther V., Eden, damit diese bei der Pforte ©«Jen, Rebe^ eui£ politische Persönlichkell, die sich als Be- Landwirt in Köddingen, 23. Tobias Hatth II., Landwirt m Verhaftungen von Bulga^n und s ^rs der auftragter^einer Gruppe von 90 Deputierten bezeichnete, Kloppenheim, 24. Ferdinand August Wehn, Kaufmann m SmtSibouiU, qcaiUnÜIbic christliche Bevölkerung ein,Ende ihnen geg.n eine 3 n n n p n t #• n I Hermann Bausch I-, lic 1 -..r__cn* Ä”1 £ Ä .B^tanb^ b« Stimmen oon 90 Teputterten nrch bte ein in Grünberg, 30. Hetnnch Muth V., Landwirt in Gettenau, einer Erläittmg crlrantt, fuhrt aber dte Gefchafle Wellers stoßet. rin, « Ter htestge ZwetgOeretn Dom Roten ---' IL.rhpn Kreu?. bat, wie wir Horen, die Gründung einer Sanr- Deutsches Reich. ^miTra^a^U Tas britische Schlachtschiff „Re- tä t s ko lann e beschlossen. Wir begrüßen diese Absicht bente -itt-a nowA' -ft <^3 T e tn ° n mit t^rn boAig7n britischen mit Frenbe, steht doch umeee »atoitabt in inefer Beziehung Berlin, 11. Mar r.«r üaifer Ist heule mtllag nown Ist HE Flüchllinge hier eingetrosfen. hinter anbeten weil kleineren Stabten noch zurück, «t in Karlsruhe emgettonen unb am ^n^ Lizellmful nub ^°^iß man in Tetucui einen Angriss Berein °om Roten Kreuz will in erster Lime bte Mittel zur vorn Großherzog non Baben, bem^Erbgratzherzog unb e ^luchtlmge ,ag CueIIe ^er ei„g^t| ®ftege verwundeter Soldaten in Kurze beschaffen. Hierzu Prinz Mar von Baden empfangen, -«-rauf^^sand tm groghp auf bte k> f^rG^ p sagefch l a gen gehört vor allem bie Ausbildung geeigneter Personen int feiC^'bÄ3SäSe W Ä Dörfer Ulenträget. und Pslegeb.enst.^iermi^zu wa«en M den Tee einnahm, ©egen b Uhr ersolgte die Reise des! byle^niedergebraum. Korrespondent der „Tri- ^i'^s nach -tr°bburg.^in^^.hung be5 neuen buna" will wissen daß sich ein Bündnis zwischen bisch^FNcher von Köln auchder Minister des Innern zwecke, f^ach Blödsinn^swärtigeu,Morin, UengüsLn W°L^ ' erwidert auf eene Anfrage ChiesiS, betreffend das englische ibenschieler). voa 15 pft. lt .28 153. Jahrgang Zweites Blatt. Amts- und Anzeigeblati für den Kreis Gießen Ubrtflt für Depesche«: Anzeiger «teßen. 8fmlprfd)anld3tu69lr.5L diePosl 'DU. 2.— vtert d» fährt. auSfchl. Beslellg. Annahme vom Hnjcigen für tue Itigelnummet bis vormMag» 10 Uhr. ßetlenpritl; total 12 Pf. auiivdrtS BO Psg. Nr. HO Erschein« «»glich außer 6onntag<. D *m ®i ebener Anzeiger werden tm Wechsel mit dem kesstscheu CaxbtDlrt die Gieheiiee SamlUew blätter viermal in der Woche beige legt Äotanonibnxf e. Verlag der Vrü h l'schen Univeich-Buch-u-Sleu»- chrucker« (Ptelfch Erden) Dienstag 1«.MaiiVO3 vezngSpreiS: mona l n ch 7b oie rteS jährlich Mk. 130; durch Abhole- u. groetgfteQen monatlich 65 Pf.; durch Tell: v. tBtltfe: für ,Gtadt und Land' und , G enchres aal'. A u a u st Götz: lüi den iln- jetgentetl: Han« Beck. GietzemrAnzeiger 17 General-Anzeiger w womrenen Lerrntnisse praktisch cm zuwend en. Neben der Verwendung im Kriege würde die Sanitätskolonne auch im Frieden, z. B. bei größeren Eisenbahnunfällen. in Tätigkeit treten. — Mr hoffen, daß der demnächst erscheinende Aufruf in allen Kreisen unserer Stadt Anklang findet und Männer, welche Lust und Liebe zur Sache haben, der Sani- tätskolonne bei treten. Gleichzeitig machen wir darauf aufmerksam, daß im Berlage von Ruh. Schütz in Berlin NW. der Geh. Obermedizinalrat und Vortragende Rat im preuß. Ministerium Dr. Pistor vortrefflich aus gearbeitete Tabellen über „bie Behandlung Verunglückter bis zur Ankunft des Arztes" hat erscheinen lassen, die wir allen Samaritern zur Anschaffung empfehlen. **ft rontmusterung. Brigadekommandeur Generalmajor Graf Kanitz ift aus Darmstadt mit seinem Adjutanten Oberleut. Frhr. v. Habeln gestern zur Frontmusterung des Reaiments hier eingetroffen und im Hotel Großherzog von Hessen abgeftiegen. Heute früh gab unsere Regimentskapelle zu Ehren des Generals em Ständchen. Generalmajor Grxis kanitz wird bis Freitag hier verweilen. ♦* Der Verein „Contentia" veranstaltete am Sonntag sein erstes ,,S o m m e r f e ft", das wegen des ungünstigen Wetters nicht sehr stark besucht war, jedoch einen schönen Verlaut nahm. Die Kinderspiele mit Preisverteilung fanden allgemeinen Anklang, auch wurde flott getanzt und lustig um Preise geschossen. Der Verein kann auf ein schönes Fest zurückblicken. Gestern, Montag, wurde das Preisschießen bis 9 Uhr fortgesetzt, dann fand bei heiterster Stimmung die Preisverteilung statt. Als Sieger gingen von 119 Schutzen folgende Herrn hervor: 1. Stud. Hch. Hemsold, 2. Geometer Hch. Damm, 3. Hch. Wenderoth, 4. Stud. Dauber, 5. Wenderoth, 6. H. Stremei, 7. H. Sehrt, 8. A. Kuhnd, 9. Je. Wenderoth, 10. Einj.-freiw. Gümblein, 11., 12. und 13. Geometer Daubert, 14. Kuder, 15. M. Sehrt. ** Vortrag im Cafs Leib. Der Schriftsteller Friedrich Robert aus Hamburg wird seinen Vortrag „War die Religion nie da§ Ergebnis der Wissenschaft?" heute, Dienstag abend 8x/i Uhr im Eafv Xieib halten. In der gestern verüffenllichten Anzeige war als Termin der Mittwoch angegeben. (?) Leichenbegängnis. Am 9. d. M. wurde in Bermuthshain der in weiteren Kreisen bekannte Agent, Stellenvermittler und Landwirt Ernst O echter zu Grabe getragen. Er starb in der hiesigen Klinik. Oechler hat ein Alter von nur 40 Jahren erreicht. Dem „Gieß. Anz." ist er eine lange Reihe von Jahren ein fleißiger Mitarbeiter gewesen. ** Nach tigalle n. In vergangener Woche wurde beobachtet, daß em dtachtigallenpaar im Restaurationsgarten der „Heuchelheimer Allihle" sich eingenistet hat. Hoffentlich haben die munteren Sänger nach den drei Eisheiligen, die von gestern ab etwas Abkühlung, sogar mit Gewitter und Regengüssen, gebracht haben bald wieder Sonnenschein. Wir wünschen uns das natürlich auch. Die drei gefürchteten Herren schellten glücklicherweise oorüberzuziehen, ohne tu das Frühlingsleben besondere empfindliche Schäden zu verursachen. •* Liebig-Dekoration. Eine der Bedeutung des Tages angepaßte SchausensterdckoraNon hat das Delikatessengeschäft von Eberh. Metzger ausgeführt. Aus Aitlaß des 100. Geburtstags Liebigs sind im Metzgerscheu großen Erker zwischen Palmen und Blattgewächsen bic künstlerisch ausgeiührten Reklamen der Liebig- rwmpagnie ausgestellt, zwischen deiien in geschickter und wirkungsvoller Weise viele Büchsen mit Fleischextrakt zerstreut sind. 0 Ettingshausen, 9. Mat. Bei der Ecgänzungs- wahl zum Kirchen Vorstand wurden gewählt: Heinrich Serth mit 25, Johannes Keil I. mit 17 und Heinrich Waller mit 12 Stimmen. Als weltliches Mitglied zur Kirchensynode wurde Johannes Keil I. wiedergewählt. )( Allendors a. d. Lda., 11. Atai. Heute stürzte hier die im Umbau befindliche Scheuer des Balthasar Wießner vollständig zusammen. Das alte Gebäude war von der Stelle gerückt und sell einigen Tagen auf von Zimmerleuten angelegten Suützen gehalten worden. Allmrer waren an der Grundmauer beschäftigt, und der Bauherr befand sich im oberen Teil der Scheuer, wo noch viel Stroh lagerte, als ein verdächtiges Krachen vernehmbar wurde, das alle zur schleunigsten Flucht trieb. ES war gerade Zell, und die in höchster Lebensgefahr Schwebenden wurden vor zähem Tod bewahrt. Burg-Gemünden, 12. Mai. Das neue Grund- buch nach deut B. G. B ist nun auch für unsere Gemarkung angelegt, so daß in letzterer von jetzt ab das Reichs- Jmmobiliarsachenrecht zur Anwendung kommt. § Burgbrach t, 10. Mai. Gestern feierte Lehrer Eckert hier lln Kreise seiner Kollegen sein 25jähriges Dienftjubiläum. )-( K'ülzen ha in, 10. Mai. Tas Bezirkskriegerfest des Berbattdes Ulrichstein flltdet am 21. und 22. Juni hier statt. § Butzbach, 12. Mai. Ter früher hier wohnhafte Kaufmann Heinrich Roth, zurzeit in Wetter bei Marburg, hat sein hiesiges an die Weilarer Straße grenzendes Ho i- raite-Au wesen (etwa 1600 Quadratmeter) zum Preise von 24 000 Marl au Weißbindermeister Hasselbach hier verkauft. Die Uebcrgabe soll am 1. Oktober er. erfolgen. Mainz, 10. Mai. Generalfeldmarschall Graf Wal- dersee hält in seiner Eigenschaft als Generalinspekteur der 3. Armeeinspektion am 17. 2Jlat auf dem Großen Sande eine Parade über die gesamte hiesige Garntson. An den Tagen vorher ftnden Inspizterungen der einzelnen Truppenteile stall. Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Infolge des andauernden Regen- wetterü hat sich, wie aus Bad Ems gemeldet wird, hinter dem Hotel „Nassauer Hof" eine Felswand von 2000 Kbm. Inhalt gelöst und stürzte zusammen. Menschen sind tticht verunglückt,. auch slltd die Mineralquellen nicht geschädigt. — In B i e b e r i ch wird das füttfiahrige Töchter- chett des Verwalters Schmidt vermißt. Da das Kind zum letzten Male m Begleitung eines Mannes gesehen wurde, der es in den Schloßpart lockte, nimmt man an, daß an dein Mädchen ein Sittlichkeitsverb rechen begangen worden ist. Jedoch toaren bisher alle Nachforschungen vergeblich. Die cütBiflfder der ^audesuniverfität. Gießen, 12. Mai. In der Aula unserer Umucrfität hat sich heute ein schöner und erhebender Festakt abgespielt, würdig des großen Mannes, der den Namen Gießens in alle Welt und zu allen Völkern getragen hat, würdig auch c»es Jal)rHunderts, das seit des Gelehrten Geburt verflossen ist uni> ein so sichtbares Gepräge seines Schaffens und der djjcimjdjcn Wissenschaft trägt. Liebig ist hier sd)vn einmal l-crvo fragend gefeiert worden, als man ihm in der Ostanlage das sckwne Rlarmoroenkmal septe. Heute, an feinem 100.. Geburtstage, wurden wiederum bantbar gedenkende Worte gesprochen, die in ihrer einfachen Be- »eutsamkell well über die Grenzen unserer engeren Heimat bringen werden. Um 11 Uhr versammelte sich in der Universitätsaula eine ansehnliche Zahl von Festteilnehmern. Die Spitzen der staatlichen und städtischen Behörden und des Mllitärs waren erschienen, und unter den geladenen Gästen, die zum Tell mll ihren Damen erschienen, waren, heben wir hervor, daß von der Famllie des großen Gelehrten an der Feier teilnahmen: Fräulein Marie^von Liebig aus Fritzlar, Liebigs jüngste Tochter, und Fräulein Meta Buff aus Gießen, eine Großnichte Liebigs. Die Regierung war vertreten durch die Ministerialräte Weber und Braun, die Technische Hochschule Darmstadt durch Prof. Dr. Schering, die Akademie für Sozial- und Handelswissenschaften in Frankfurt durch den Professor Dr. Voigt. Unter den Klängen des Krönungsmarsches aus der Oper ,S)ie Folkunger" von Kretschmar betraten in feierlichem Zuge Rektor und Senat, sowie die Angehörigen des Lehrkörpers unserer Universität den Saal und nahmen um die mit Lorbeer und gärtnerischen Dekorationen umrahmte Büste des großen Chemikers zu beiden Seiten Platz. Die Aula hatte durch die Gättnerei Karl Becker ein des Tages würdiges Aussehen bekommen. Die Fahnen der Universität und der studentischen Korporationen waren wirkungsvoll in der Aula aufgestellt. Nachdem der Frauenchor „Laudate pueriu von Mendelssohn-Bartholdy sehr ansprechend vorgetragen vom Akademischen Gesangverein unter Leitung seines Dirigenten, Herrn Trautmann, verklungen war, erhob sich Geheimer Hofrat Prof. Dr. Naumann zu der Festrede. Wir können sie ;eute nicht mehr ausführlich in unser Blatt bringen, müssen uns vielmehr begnügen, heute nur einiges Wesentliche mitzuteilen, das in unseren seitherigen Liebigaufsätzen noch nicht enthalten war, um in den nächsten Nummern unseres Blattes einen ausführlicheren Auszug zu geben. Geheimrat Naumann teilte mit, daß er als derzeitiger Inhaber des Lehrstuhls Liebigs zu sprechen die Ehre habe und einen umfangreichen Vortrag ausgearbeitet habe, den er aber an dieser Stelle vollständig mitzuteilen sich versagen müsse. Später werde der Vottrag im Druck erscheinen. Interessant war zu hören, daß vieles, was bei Gelegenheit der Einweihung des Denkmals geschrieben worden sei, so z. B. die Anekdoten von Explosionen in Liebigs Jugend, ins Reich der Fabel gehörten. Einige von Liebig selbst in seinen brieflichen Mitteilungen überlieferte Äußerungen charakteri- ieren den großen Mann und fein Leben am besten. Er elbft sprach es aus, daß er in Bonn und Erlangen nur das Bewußtsein seiner Unwisienheit in vielen Dingen erlangt habe, nicht eine sonderliche Förderung seiner chemischen Wissen- chaft. Die biographischen Mitteilungen, so, daß Liebig chon mit 21 Jahren außerordentlicher und im Jahre 1825 bereits ordentlicher Professor in Gießen wurde, sind den Lesern bekannt. Wie Liebig ein weitschauender, praktischer und darum allen kleinlichen Erwägungen abholder und manchmal gegen unberufene Einwendungen heftiger Mann war, daß er in feiner Abwehr oft etwas vom Spott des Dichters Heine entwickeln konnte, das wurde vom Redner mit schönen Worten ausgefühtt. Liebig hat aber auch kämpfen müssen um feine Fortschritte. Das Nähere über die Erweiterungsbauten seines Laboratoriums sowie die inanziellen Unterstützungen, die er bei der Regierung durchsetzte, teilen wir später mit. Amüsant war eine heitere Anekdorte, die Beweis ablegt für Liebigs Witz und satyrische Veranlagung. Seine Praktikanten kamen einst zu spät, einer nach dem anderen, zur Arbeitsstelle. Da agte Liebig etwa: Ah, so kommen die Herren, gerade wie reim Filtrieren, Tropf auf Tropf. Gegen seine Fach- genosien war Liebig ein stets liebenswürdiger und bereitwilliger Berater. Wille und Arbett, betonte er, seien für wissenschaftlichen Fortschritt besonders am Platze. Der Vortragende schloß, indem er darlegte, wie ; er ade Gießen, in dessen Mauern Liebig die chern. Wissen- chaft in den Sattel gehoben habe, mit freudigem Stolz >ie Feier seines 100. Geburtstages begehen dürfe. Nach Geheimrat Naumann und einem Vortrag des Akad. Gesangvereins wurde eine Ehrenpromotton vom Tekan der philos. Fakultät vollzogen. Dabei nahm Prof. Dr. Bar- tholomae das Wort zu ungefähr folgender Ansprache: Hochansehnlicke Festversammlung! Um dem Tage, an dem es sich zum 100. Male fährt, daß der große Sohn unserer Alma mater, Justus v. Liebig, geboren wurde, eine besondere Weihe zu verleihen, hat die philosophische Fakultät der Landesuniversität beschlossen, einem Manne, der ganz im Sinne Liebigs allezeit mit Eiier und Erfolg bestrebt war, die Ergebniste der chemischen Wissenschaften dem gemeinen Wohle dienstbar zu machen, und der mit Gießen und feinem chemischen Institut eng verwachsen ist, ehrenhalber die höchste akademisck)e Würde zu verleihen. Kraft meines Amtes ernenne ich als Promotor rite constitutuB den Direktor der elektrochem. Gesellschaft in Fl ix in Spanien, Provinz Tarragona, Herrn Earl Pistor aus Gießen, zum Dr. philos. hon. causa. Schließlich teilte dar Rettor der Universität, Prof. D. Krüger, der Veifsammulng im Auftrage S. K. H. des Großherzogs mit, daß dieser, als Rektor Magiu- ficentissirnus der Universität ein in O e l gemaltes Bildnis Liebigs nach dem besten im Besitz der Familie des großen Gelehrten befindlichen Bild der Universität Gießen verliehen habe. Ter Rektor knüpfte daran Worte des Tankes und der Freude über die landesoäter- liche Huld und teilte weiter mit, daß das Bild, bei feierlicher Gelegenhell in kurzem überreicht werden solle. Ein Marsch aus dem Oratorium „Herakles" von Händel schloß die Feier in der Aula. Mittlerweile hatte die Sonne ihre freundlichen Strahlen durch das seither ein wenig mit Regen drohende Gewölk hervollrlicken lassen, und so war die folgende feierliche Auffahrt tun Liebigdenkmal in der Cftonlage^ vom günstigsten Wetter begleitet Hier um das herrliche Standbild versammelte sich wieder eine ansehnliche Bersamm- lung. Die studentischen Korporationen waren wiederum durch ihre Chargierten vertreten und hatten zu beiden Seiten deS Tenkmals Aufstellung genommen. So. Magn. der Rektor der Landesuniversität, Professor D. Dr. Krüger, sprach folgende Wolle: Ter Kranz, mit dem die Geschichte Liebigs Stein geschmückt bat, ist unverwelklich. Tie ^orbeern, die wir heute an seinem Tenkmal nicdertegen, werden vergehen.^ Bleiben wird die dankbare Erinnerung an fein Wirken imb Schaffen, bleiben die stolze Freude, daß die Ludovuiana den Tlann den Ihren nennen durike, des Name die Welt erfüllt, bleiben das leuchtende Vorbild, das er uns allen gegeben hat. Dessen eingedenk lege id> diesen Kranz im Namen meinet Kollegen am Denkmal l'icbigs nieder. Auch die Unio. Marburg ließ einen Kranz- niederlegen durch den Dekan der hiesigen philosophischen ftantiiäT Dr. Bartholomae. Ferner wurden noch mit kurzen Ansprachen folgende Kränze niedergelegt: Von der Studentenschaft durch den Vertreter der Nicht-Korporations-Studenten etud. theol. Unverzagt und ein anderer Kranz von einem Vertreter des Gießener 8. 0. Von der Technischen Hochschule in Darmstadt durch Prof. Dr. Schering, von der deutschen Chemischen Gesellschaft durch Prosesior Dr. Elbs und ein Kranz auch von der Frankfurter Akademie. • • • R. B. Darmstadt, 12. Mai. (Del.) Zur heuttgen Liebigfeier in der Geburrsstadt des berühmten^ ChemllerS ist die Residenz festlich geschmückt. In allen Schulen der Stadt fanoen schon früh morgens Festakte statt, in den beiden Gymnasien und der Lberrealschule, der Viktoria- chule, dem Lehrerinnenseminar usw. wurden Festveran- laltungen abgehalten, bei welchen in Festreden das Leben uno Wirken des großen Toten in würdiger Weise den Scyülem vor Augen geführt wurde. Tas kleine bescheidene Gevurtshaus Liebigs in der großen Kaplaneigasse 30 ist mit frischen Laubgewinden geziert, und in den Xiaben und Auslagen der Geschäfte erblickt man vielfad) das mit Lorbeertranzen umwundene Bild des Gefeierten. Der Haupteftakt des Tages begann um 10Hz Uhr im städtischen Saalbau, der in allen Teilen dicht besetzt war. Unter den Anwesenden befanden sich Se. lönigl. Hoheit der Großherzog, das Staatsministerium, zahlreiche Vertreter großer wissenschaftlicher und industtieller Korporationen, wie die Teutsche chemische Gesellschaft, die Deutsche Bun- !engesellsck)ast, der Verein Deutsd)er Chemiker, die Vertreter des Vereins hessischer Aerzte, des Landwirtschaftsrats usw. und von den näheren Verwandten des Gefeierten bemerkten wir seine Tochter, Frau Geheimrat Thiersdaus Leipzig, Prof. Dr. Knapp und Gemahlin aus Straßburg, mehrere Enkel und Entelinnen aus Darmstadt, Münden, Leipzig, Magdeburg, Berlin und viele andere. Die Feier begann mit dem großen Orchesterwerk von Joh. Seb. Bach: „Tönt ihr Pauken, erschallet Trompeten". Zuerst sprad) Geh. Hofrat Professor Dr. Stödel, indem er im Namen des Rektors und Senats den Großherzog, die zahlreichen Ehrengäste und die Verwandten des Gefeierten begrüßte. Die Festrede hielt Geh. Rat Professor Volhardt, ein früherer Schüler Liebigs. Nach dem U/s stündigen Vortrag begrüßte Beigeordneter Dr. Glässing die Festversammlung namens der Stadt und schmückte die Büste Liebigs mit einem großen Kranz. Geh. Rat Professor Dr. Wagner sprach- dann über Liebigs Verdienste um die Landwirtsd-ast, und Dr. Heil über Liebigs Beziehungen zur Medizin. Mit einer Festhymne vom Hofkapellmeister de Haan schloß die Feier um l1/» Uhr. Um 2 Uhr nachmittags fand ein Festessen unter Beteiligung der Behörden im Saaldau statt. Am Nachmittag folgen Ausfahrt und Huldigung vor dem Liebigsdenkmal der vereinigten Korporationen der Techn. Hochsd)ule und abends allgemeiner Kvmmers im Saalbau. Vermischtes. • Heber die Entdeckung einer Höllenmaschine an Bord des Dampfers ,Umbria" von der Eunard- Linie aus New-Pork wird von doll noch berichtet: Die „Umbria" sollte am Samstag nachmittag abfahren und mittags erhielt der Polizeikommissar Greene emcn Brief, in welchem ihm mitgeteilt wird, daß im Eunard-Dock sich eine Kiste mit 100 Pfund Dynamit befinde. Darin fei eine Maschine, die jeden Augenblick eine Explosion Hervorrufen könne. Die Gesellschaft habe England den Krieg erkläll und die Zerstörung jeden Dampfers, der unter britischer Flagge aus New-Pork abgeht, beschlosien. Der Briesichreiber Namens Pietro Demallmi erhielt den Befehl, das Werk mit der Zerstörung der ,£)ceaniS- zu beginnen, doch fuhren so viele Frauen und Kinder auf dem Schiffe, daß die Gesellschaft ihren Plan noch in letzter Minute änderte. Die Gesellschaft habe beschlossen, den 9tew-Porker Hasen von den englischen Schiffen zu säubern. Die Polizei ließ sofoll die Ladung der „Umbria4 durchsuchen und entdeckte eine Kiste, die am Freitag von zwei Italienern aufgegeben war und in der man ein ominöses Ticken Hölle. Die Kiste wurde unverzüglich m den Fluß geworfen und später auf dem Polizeiamt geöffnet Sie enthielt zwei Abteilungen, und in jeder 100 halbpfündige Stäbe Dynamit, sowie ein kompliziertes Uhrwerk und einen elektrischen Zünder, der zwei mtt dem Dynamit verbundene Pulverlunten in Brand setzen konnte. Das Dynamit genügte, um 45 Tonnen Felsen zu sprengen und würde den Boden auch des größten Dampfers einfach weggeblasen haben. Die britische Botschaft in Washington faßt die Bedrohung des britischen Schiffsverkehrs als sehr ernst auf. Die Polizei ermittelte, daß die Kiste in einem grünen Wagen von zwei Italienern auf die Landungsbrücke gebracht wurde. Das Dynamit ist in Pennsylvamen fabriziert, die Batterien stammen aus Ohio, das Uhrwerk ist in Connecticut angefertigt. Tie graphologischen Sachverständigen gaben ihr Gutachten dahin ab, daß der Alles von einem gebildeten Amerikaner, der. feine Handschllft zu verstellen suchte, geschlleben sei. * Görlitz, 12. Mai. In der Nacht stteß ein auf dem Bahnhofe eintreffender Berliner Zug mit einer Lokomotive zusammen. Ein Beamter und ein Train- soldat wurden verletzt. ttirche und Schule. Die „Berl. Pol. 'Jtadjr." melden: Bischof Korum genehmigte die Erteilung des katholischen Religionsunterrichtes an der neuerrichteten kommunalen höheren Töchterschule in Kreuznach. Kunst und Wlffcnschnü Rom, 11. Mai. Nach einer Meldung der „Tllbuna* entdeckte der Proiessor an der Universität Padua, Catellna, den Erreger der vuhnercholera. Es ist der Schimmelpilz aus der Fmnilie der Mucideen. Kandel und Verstestr. Volstüwirtschast. Berliner Börse vom 11. Mai 1903. (Mugeteilt von der Bank Tür Handel und Jnduune, Gießen.) Die neue Woche eröffnete in freundlicherer Stimmung; sowohl die 9lacbrid)tcn über die Lage in Marokko wie auch m Aiacedomen und China lauteten beifer und beeinflußten die Haltung der Börse dementsprechend. Durkemverte bildeten heute das Hauptinteresse der Spekulation, da sowohl hier wie auch in Palls neuerdings günstige Nachrichten betreffs der Unificmmg vorlagen. Bon sonstigen Renten zogen Spanier im Enttlang mit Paris neuerdings an. Bessere i/tM 1 Meere Argentiner Mittwoch den 13. Mat d. IS., nachmittags 2 Uhr, werden int Bicker'schen Saale 1 Paar edle Pferde dunkelbraun, flottes, elegantes Gespann, 7 jährig, 1,72 m hoch, fehlerfrei, perfekt eingefahren, zu verkaufen. Anfragen unter X 3829 an die Exped. d. Bl. erbeten.___________ — Umständehalber neues, ungebrauchtes, tadelloses Fahrrad billig zu verkaufen. 2935 Marbnrgerstratze 11. Anerkannt und unübertroffen ist die Wirkung auf die Haut der wissenschaftlich und technisch vollkommensten Schönheit»-, Toilette- und mildesten Kinderaeife Myrrholin - Seife Beweis: tiKniende Begutachtung von drka 1000 Professoren und Aerzten. 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Budapeft, 12. fDlau Aus verschiedenen Orten Eroa- tiens kommen neuerdings wieder diachrichten über Tumulte und es scheint eine Bewegung über das ganze Land verbreitet zu sein. Von Laidach, Fünfkirchen und Kaposvar ist militärische Verstärkung adgegangen, da m den meisten Orten die Gendarmerie zur Aufrechterhaltung der Ordnung nicht genügt Die Bewegung, rodd^ anfänglich bet der Landbevölkerung um sich griff, hat sich nunmehr auch auf die größeren Städte verbreitet, und es kamen größere Ausschreitungen vor. Von zahlreichen Bahnhofsaebatchen wurden die ungarischen Aufschriftstafeln herab gerissen. Die Sicherheit vieler Personen ist gefährdet. In «usar erfolgten große Demonstrationen für die finanzielle -selbschndigveit Kroatiens. Zahlreiche Personen wurden verhaftet. In Sziszek warf die Menge die Fenster des Hauses des Bürgermeisters und des Zollamtes ein, in Brod die Scheiben des Bahnhofsgebäudes. _ .. Sofia, 12. Mai. In Kreisen, die über txie Vorgänge in Macedonien aufs geitauesle unterrichtet sind, wird bestritten, daß der Bandenführer Deltsch e w g e t o te t toor- den sei. Tiefer habe zur krttisck-en Zeit langst das Gebiet verlassen, wo er seinen Lod gefunden haben soll. Tie „Wetschcrna Posta" fordert das bulgari sche Volk auf, dasselbe solle die Regierung drrett zur Kriegs- Erklärung gegen die Türkei zwingen. Watson ville (Kalifornien), 1L Mar Präsident Roosevelt ist hier eingetroffen. 3m Lmffe ern« Rede, die er hier hielt, besprach er tXe vorherrschende Stellung, welche die Bereinigten Staaten rm Stillen Ozemr besagen. In der ^ikunft würden sie eine unendlich viel b^euteiidere Stellung einnehmen. Im Laufe des icfrigen Jahrhunderts müsse &r Stille Ozean unter amerikanischen Einfluß kommen. Dadurch werde zweifellos der Ration tD elf äff er! zu Psuhlsäfiern und Bütten. [3864 P. I. Möbö, Seifenfabrik. 02338] 3 Oleander billig zu verkaufen Neustadt 4. 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