Erstes Blatt. Donnerstag IÄ. Februar 1903 1 enkra' ten. 153. Jahrgang ■1^ in Oherheßischer Gdstbauvereiu, Vereiasteprk Girßek. Die Hauptversammlung des BereiusbezirkS Gießen des Oberhessischeu Obstbauvereins findet am Sonntag, den 15. d. Mts., nachmittags L Uhr in dem Saale deS Cafö Ebel zu Gießen mit folgender Tagesordnung statt: 1. Vortrag von Herrn Profesior Reichell über ,Obstsortenkenntnis und Obsthandel". 2. Vortrag von Herrn Profesior Reichelt über ,Obstbau in den Gärten". 3. Mitteilungen und Wünsche aus der Versammlung. Die Mitglieder des Oberhesssichen Obstbauoereins sowie sostige Jnteresienten werden hiermit zu dieser Versammlung eingeladen. Die Herren Bürgermeister der Gemeinden des Kreises Gießen werden um gefällige Bekanntgabe in ihren Gemeinden gebeten. Gießen, 11. Februar 1903. Der Bezirksoorsitzende. Dr. Heinrichs, Regierungsrat. darum weniger anstrengenden yuiitierung. '4i>o man hinsieht: bedeutsame Unterschiede, die sozialpolitisch unterschiedlich genommen sein wollen. Tie „moderne" Sozialpolitik aber steuert aus einen ordinären BureaurratiSinuS hin, der der Tod alles Lebens ist. Tas richtigste wäre, man wende diese paragraphierte Sozialpolitik ieoiglich auf den Fabrikbctrieb an, aber Handwerker und Laufman n l a s s e m a n m ö g l i a) st u n g e s ch o r e n, wie man auch ganz selbstverständlich die bürgerliche Berufsarbeit nicht in Paragraphen schablonisierender und egarisierender „Sozialpolitik" einzwängen kann. als höchst lohnend empfohlen werden kann. Auf der Weiterreise nach Klagenfurt machen wir dann auch die Bekanntschaft des vielgeruhmten Wörther Sees. Treser, mit einer Länge von 16 Kilometer der größte See Kärntens, ist in die anmutigste Landschaft eingebettet und wird umkränzt von altersgrauen Burgen uno Schlössern, aber auch von zahlreichen Strandvlllen und Badehäusern, die sowohl den Ansprüchen des Touristen als auch des verwöhnten Kurgastes gerecht werden. Ter Hauptort Pörtschach am nördlichen Ufer, zeigt in seinem Leben und Treiben völlig das Gepräge des vornehmen Seebades. Gin halbes Stündchen vom Ostrande des Sees liegt Klagen surt, der Sitz der Landesregierung. Die ausgedehnte Stadt ist überfüllt mit einquartierten Truppen, unter denen die Bosniaken unsere besondere Aufmerksamkeit erregen. Nach einigen interessanten Angaben über das Kärntnerland und die Kärntner, schildert der Vortragende in launiger Weise die von Klagenfurt aus unternommene Besteigung der Hoch-Obir (2141 Meter), des östlichsten Berges in der schmalen Mette der Karawanken. Gin Zwischenfall mit Kreuzottern, die hier zahlreich vorkommen, nimmt noch einen glücklichen Verlaus der Aufenthalt auf dem Gipfel ist durch die heftigen Stöße der Bora recht ungemütlich und nur in iiegenbec Haltung möglich, doch entschädigt reichlich die weite Fernsicht. An der Ostseite erfolgt der Abstieg nach dem stattlichen Eisenkappel. Tie gerade vom Kirchgang heimkehrenden Bauern bieten ein trauriges Bild geistiger und körperlicher Verkommenheit einer dem Branntweinteufel verfallenen Bevölkerung, ein widerlicher Gegensah zu den höflichen und mäßigen Teutschen im übrigen Kärnten; denn hier nahe der Grenze von Krain, überwiegt bereits das slowenische Element, und verschiedentlich sind wir Zeugen des Kampfes zwischen Deutschtum und Slaven. Im Veliachtale folgten wir nun der Poststraße bis zu dem deulschfreundlicyen Gasthaus zum Kanonier, um von da die Besteigung des 2öö9 Meter hohen Grintouz in der Sanntaier Gruppe mit gutem Ei.folge auszuführen. Die nächste Hochtour ist auf die höchste Erhebung der Juli scheu Alpen, den Triglav, geplant, dvcy empfiehlt es sich, bei dem neblig trüben Wetter nach Pörtschach znrüctzn- kehren und hier das Eintreten eines erlösenden und kllllen- fahren; dort treibt man nach Herzenslust „Sozialpolitik". Aber siehe da: der Steuersäckel zeigte sich der Humanität gegenüber von einer merkwürdigen Empfindlichkeit — die Steuern mußten nämlich erhöht werden; da freuten die Industriearbeiter Offenbachs ,chie ganze Leich"" nicht"". Allm hatte sich die Sache so oorgestellt, daß der andere die Sache bezahlt! Die Anschauungsweise der „Offenbarer" ist typisch. sJJlan traut der Sozialreform eine geheimnisvolle, mystische Macht zu; man braucht sie nur zu wollen, und alles geht gut Daß diese Sozialpolitik logischer Weise nicht anders wirken kann, als daß sie zu gleicher Zeit gibt und nimmt, kommt dem wenigsten zum Bewußtsein. Soll die Gesamtlage des Arbeiters verbessert werden, so kann dies sicherlich nicht durch die Sozialpolitik allein geschehen; dies kann grundsätzlich nur erreicht werden, wenn das Gesamteinkommen der Nation vermehrt wird. Weil dieses beispielsweise in Frankreich, England und in den Vereinigten Staaten größer ist als in Deutschland, steht sich don der Arbeller im ganzen ohne Sozialpolitik doch besser als bei uns. Wir wollen bamit gegen Sozialpolitik an sich gewiß nichts sagen, namentlich soweit sie Organisation ist und den Arbeiter gesundheitlich und im Berufe schützt, sowell sie ihn gegen Krankheit, Unfall und die Unbill des Alters sichert, beim an biefer Sozialreform arbeitet er, zum Teil wenigstens, mit seinen eigenen Mitteln. Es soll nur immer und immer wieder daraus hingewiesen werden, daß Arbeitsgelegenheit, guter Verdienst, Steigerung des dlationaleinkornmens viel wichtiger für den Arbeiter sind, als eine schablonenhafte Sozialpolitik, die eigentlich immer von dem geheimen Gedanken geleitet ist, wie man deiy Kapitalisten- und Unternehmertum die Taschen leeren kann, aber gleichzeitig nicht bedenkt, daß damit wirtschaftlich iuü> sozialpolitisch eigentlich gar nichts erreicht ist. Wenn es unseren Gelehrten, Technikern und Ingenieuren gelingt, die Güterproduktion leichter zu erstellen und zu vermehren und |oenn dann tüchtige Staatsmänner und großzügige Kaufleute vorhanden sind, die durch kluge Maßregeln und kühnen Unternehmungsgeist die Distribution des Mehr-Grzeugten erreichen —, dann geht es dem Arbeiter besser, bann haben sozialpolitische Maßnahmen einen wirklichen Wert. So muß man auch bem Anträge auf einen zehnstünbigen Maximalarbeitstag, der gleich mit einem achtstündigen übertrumpft wurde — nur mit gemischten Gefühlen gegenüber stehen Warum überhaupt schablvuisiereu? Warum keinen Unterschied machen zivischen Fabrik, Handwerk und Kaufmann? Der Fabrikarbeiter, der Tag für Tag 10 Stunden die gleiche mechanische und doch geistig anstrengende Arbeit absolviert, hat mehr als seine Pflichr getan; weshalb aber der Maurer, der Zimmermann, der Bauhandwerter überhaupt, namentlich im Sommer nicht 11 oder 12 Stunden arbeiten soll, ist nicht einzusehen. Sintemalen seine Arbeit teilweise im Freien geschieht und ihrer ganzen Natur nach nicht in einem zu scharfen Tempo vor sich gehen kann. Derselbe Unterschied ist im kaufmännischen Betrieb zivischen Bureau und Laden Der Bureaumensch mit seinen gleichmäßigen, der Bewegung entbehrenden Arbeit, kann nicht so lange im Dienst sein, wie der Laden-Äommis, mit seiner abwechslungsreichen, durch Pausen unterbrochenen und Manderungeu aus Kärnten und Krain. Gießen, 11. Februar. Wanderbilder aus Kärnten und Krain schilderte in anregendem, fesselndem Vortrage Herr Prof. Hebderich am jüngsten Sitzungsabend der Alpenvereinssektion Gießen. — Von Salzburg, der stolzen Feste am Gingangstore der Alpenwelt, führt im Tale der schäumenden Salzach aufwärts die Giselabahn den Touristen bis Lend, wo die Gasteiner Ache sich dem Flusse in 60 Meter hohem Sturze vereint. Hier wird zum Wandersiab gegriffen. Das tief eingeschnittene Tal der Ache geleitet in sechsstündigem Marsche zu bem von malerischen Wasserfällen burchtosten Wildbad Gastein, bem frembenüberfüllten, weltberühmten Kurort. Beim nahen Torfe Böckstein öffnet sich nach Osten bas Anlauftal, die kürzeste Anftiealinie zu bem mit schneeschimmernber Kuppe den Talabschluß mächtig überragenben Ankogel (3260 Bieter). Doch ist dieser Zugang heute für den Wanderer gesperrt, da der Schloßherr von Böckstein seine hohen Jagbgäste hier auf Gemsen an- gestellt hat, und so wird über die weite, baumlose Fläche des Naßfelbes und über den Niederen Tauern der Weg fortgesetzt, und als erster Ort im Kärntnerland das hochgelegene M a 11 n i tz erreicht, von Sommerfrischlern wie Hochtouristen gleichermaßen bevorzugt. Ein bequemer Aufstieg zum Ankogel führt von Mallnitz über die Hannoverhütte (2445 Meter). Bei den unfidjeren Zuständen, hervorgerufen durch die eben beim Bau der neuen Tauern- bahn beschäftigten Italiener, sah sich die Sektion Hannover burd) schlimme Erfahrungen veranlaßt, bie Hüttenbewirtschaftung im vorigen Fahre aufzuheben unb bie Vorräte zu Tal zu schassen, auch wird deshalb bie Begleitung eines Führers mit bem Hüttenschlüssel gi,ordert. Aber bie unglaubliche Verfassung, in ber wir bas innere des Hauses antreffen, redet zugleich eine beschämende Sprache von ber Rucisichtslosigiell der letzten Besucher. Ta eintretender Nebel den weiteren Aufstieg zwecklos erscheinen läßt, wird ber Besuch des Gipfels schließlich aufgegeben. Unter eigentümlich erschwerten Um stäuben vollzieh: fick) die Rückkehr nach MaUnch. Durch das Mölltal geht die Wanderung zur Dran, und bald bringt uns bie Süb- Lahn nach Spittal, von wo ein Achrecher zum nahen Millstätter See, vielleicht bem schönsten bes Landes, tssaal. Kurpfuscherprozeh Meulotteii eingtgangci jade. Der Gerichtshof beschieß mltv, einen unumschrmb- > 'MeÄet? Papiere, M usiichtlichen Höhe der Shti ilagnahmen, im fer Mitangeklagten Dr. fron- Völkische Tages ich au. Ein neues sozialdemokratisches Agrarprogramm hat, wie wir bereu» erwähnten, ber uns Gie^mrn wohlbekannte hessische Landtagsabgeordnete Dr. Eb. David- Mainz vor kurzem in einer Versammlung zu Stuttgart entwickelt und gleichzeitig in einem ftarien Bande begründet. Dr. David sucht seiner Partei au» der Verlegenheit zu Helsen, die ihr ganz auf industrielle Verhältnisse zugeschnillene» Programm den Agrarfragen und der bäuerlichen Bevölkerung gegenüber bereitet. Aber auch er vermag, wie mancher Vorgänger, nicht anders Hilfe zu bringen, als mit völliger Verleugnung de» lediglich der industriellen Entwickelung entnommenen marxistischen Prinzips für die £anbiöirt)d)aft. Während der Marxismus den Großbetrieb als die einzige Zutünftssorrn ansieht, muß der sozialistische Agrarpoinllei bie Berechtigung, ja das Vorrecht des Kleinbetriebes in bet Landwirtschaft anerkennen und die Bedeutung eines leistungsfähigen Bauernstandes für die Arbeiterbeoölkerung der Stabte zugeben; mit der Verelendung ist es hier nichts. Die J nb uftrie- arbeiter sind daran interessiert, daß nicht ein landwirtschaftliches Proletariat den Städten zuströme; so verlangt David den „Bauern s d) u tz"", die Hingestaltung ber länolichen Großbetriebe in Kleinbetriebe; er wünscht bas „altgeliebte Ideal ber Landarbeiter nach Selbständigkeit"" zu stärken, um „die kleinbäuerliche Gefolgschaft von den Fahnen der Großlandwirte zu trennen und die Landarbeiter politisch mobil zu machen"". „Tie Forderung auf Etablierung von kleinen Selbft- loirtfdjaften auf dem Gelände der Großbetriebe an die Spitze unseres Landarbellerprogramins gestellt, wird am ehesten den landwirisck)aftiick)en Lohnproletarier begeistern"". Eine Form zu finden, die das Obereigentumsrecht der Gesamtheit sichert und den Nutznießer doch genügend an die Wirtschaft fesselt, behält David )id) vor. „Eigentumsfanatiker"" brauche man nichr zu schassen. Zn Wayryeit zeigt der Versuch Dr. Davids den völligen Zusammen- bruch des Marxismus gegenüber anderen als industriellen Verhältnissen; er tut dar, daß die Soziab- demokratie, bie als solche mit dem Marxismus steht und fällt, niemals das Reckst für fick) beanspruchen kann, eine Vertretung der Gesamtheit zu sein, uno daß ihr Steg über die anderen Berufsstände eine Vergewaltigung derselben in sich schließen mußte. Gäbe die Sozialdemokratie sich lebiglid) als das, was sie ist, die Klassenvertretung der Industriearbeiter, und besckiede sie sich, eine solche zu den Gewitters abzuwarten. Tann aber eilt unser Warn derer in schneller Fahrt nach Moistrana an der Save. Turd) da» Kottal fuhrt der Anstieg zunächst zur Desch- mannshütte des T. u. Oe. A.-V. Ein präckstiger Abend wird hier vor der Hütte angesichts der großartigen Umgebung in fröhlicher Touri,iengesellfchaft verlebt. Am frühen Morgen wird ber Gipfel angegriffen: erst ein einstündiger Marsch über das schnee, eio, uann ebensolange Kletterarbeit an Stiften unb Tritten zum kleinen, enblich die Gratwanberung auf den hohen Triglav (2664 Meter). Tie Aussicht gehört zu ben weitreichendsten in den Alpen; von Ungarn bi» Tirol, von ber Tauernkette bis zur Adria fdjroeift das Auge. Von Moiftrana geht dann die Reise nach Laibach, und bald braust der Eilzug nad) Süden dem Karst entgegen. Aus der Bahn gejelfen, maaji die unermeßliche Hochebene einen trostlosen uänbrud mit ihren dürftigen Weiden, übersät von lichten Kalksteintrümmern, hier und da einzelne Gipfel. Anders, wenn man aus diesem Gebiete wandert! Ta zeigen sich in reicher Abwechselung Terrassen unb Kuppen, Mulden unb trichterförmige Kessel, schachtariige Abgrunde und horizontal verlaufende Hohlen. Tie berühinteste dieser Höhlen, die größte Europas, ist die Abelsberger Grotte. Was die Phantasie in- dijcher Älärchendichier geträumt von verzauberten Bergen und unterirdischen Sck)ätzen, wirb hier zur Wirklichteit. Jeder Abschnitt der vier Kilometer langen Höhle erschließt dem Besucher eine neue Zauberwelt von Tropfsteingebilden aller Großen, ivunberoai|ier Formen und prächtigster Far- benabfiufuiigen. Liese Wunder wollen gesd;aut, nickst beschrieben werden. Auch in die Höhlen von St. Kan zian, die zweite Merkwürdigkeit des Karstes, führt uns der Redner. Neben bemerkenswerten T^opspeinbildungen machen hier die wunderbaren Wasserfälle und Seen ber die Höhle durchfließenden Reka den Glanzpunkt ber unter- irbischen Wanderung aus. Von St. Kanzian noch ein dreistündiger bequemer Marsch bi» zum steilen Weftranoe des Karstplateaus, und zu den Füßen de» Wanderers tief unten liegt malerisch an der Bergesiehne hinge streckt bei geschäftige Handels- platz Trieft, bari.bet hinaus breitet fich goldglänzend m der Abendsonne der weite Spiegel der Adria. — „rt it)lC «krankbe" Nr. 36 «rfftetni täglich außer SonnlagL. Vern Gießener Anzeiger »erden tm Wechsel mit Dem Kefstscheu Landwirt die Gießener Kamillen« blätter viermal in der Woche beigelegt. Rotattonßbrucf u. Verlag der Brüh loschen üniverl.-Buch- u.®teln* Druckerei lPietsch Erben) Reöafhon, Expedition und Druckerei: Schul st ratze 7. illdresie für Depeschen, «nzetger Gtetzeu. gerrisprechanschlußNr 51. Sozialpolitik. Der Reichs t a g hat in diesen Lagen wieder ein kleines sozialpolitisches Wettrennen abgehallen, bei dem die bürger» 'ichen Parteien natürlich von den Sozialdemokraten um einige „Nasenlängen"" geschlagen wurden. Das Zentrum betont seine Arbeiterfreundlichkeit gewohnheitsmäßig seit Jahren, es hat im Rheinland und in Schlesien einige Tausend Arbeiterstimmeu zu verlieren. Die zentrumsfreundlichen Kaufleute, Industriellen, Handwerker und Bauern sind von dieser Sozialpolitik nickst sonderlich entzückt; sie haben die Anschauung, daß sie selbst stets die Hauptleidtragenden sind. Freilich — Sozialpolitik muß fein und sie wird nur durchgeführt werden können, wenn die verschiedenen Stände Opser bringen. Will man wissen, wie diese Opfer aus- sehen, so braucht man nur einen Blick in bie Bücher irgenb eines Geschäftes zu tun und man wird staunen, wie diese Sozialpolitik dem Unternehmer zu „Buche schlägt"". Es ist ja nun klar, daß die Unternehmer chre sozialpolitischen Leistungen auf ihrend eine Weise „einzubringen"" bemüht sind, denn sie sind nicht so sehr auf Rosen gebettet, daß sie viele Hunderte ober Tausende im Jahre entbehren können, ohne selbst unliebsam wirtschaftlich berührt zu werden. Man „schlägts"" also auf bie Waren. Und so kommt es, daß plötzlich alles „teurer"" wird, denn im wirtschaftlichen Leben zieht eine Maßregel die andere nach sich. Da stehen nun die Philister aus den Volksversammlungen vor der unangenehmen Tatsache der „Teurung""; die Dümmsten von ihnen hallen bann Reben gegen bie Regierungen, unb bie weniger Dummen schreiben Ar- tiEel gegen ben Kapitalismus; einige suchen bie merkwürbige Tatsache zu erklären und in ihr System einzuzwängen. Nur ganz wenige kommen auf ben eigentlichen Zusammenhang: daß bie ganze Sozialpolllik bis zu einem gewissen Grade lediglich eine Hosentaschen-Politik ist, d. h. was man auf der einen Seite als Gewinn hineingesteckt bekommt, muß man aus ber auberen in Form erhöhter Konsumpreise herausgeben. Das hat man unlängst in Osse n bach er- r. MmM ben M unb " aen des IiW ? über GeMchasten gejek- !ö gemeinsamen Unt. zum Gegenstand haben, •■IÄ8Ä “ gegangen. n t Erster Leutnant (febio- üeiter?'^’ ^ulein Dr lter Leutnant: „Nee, svnsi -Ker genommen!" -$eitti Parademarsch wird angesehen! mir feinet ™ Hauptmann ober naö Jeden. Student (ber & nbk „Wofür toirb beim all i?" - Äapitän: „Nun, toir er an Bord!"" ■tan dm« M Mn« raer Fabriken unb bie > hrem Charlottenburgers- -Ms- nimmt. P« SetBW °i-r» ’’ =)\ ’b, 13,53/'- Kinde' '-äV*” ,, s-Ls-" /■MW ä _ ve»ag»peet», JbäKBt Hs Issa O monaiuch7bPl^ olenel» GretzenerAnzelgerW y General-Anzeiger ” ** w Kit ben poltL a. allgem. Amts- unb Anzeigeblatt für ben Kreis Gießen M-KZ _________________________________ 4etqcntetl (>anl Beck f schon, ffi.n Ä aS3Ußeicn- i nnb *■ ’s*' jlUegJ; 1(1) 9 !-» 1 1 7 2) r 3. 4. 5. - ( Wetter Höchste Temperatur am 10.—11. Februar Niedrigste „ „ 10.—11. „ 1323 feinen Arzt. + 11,8° 6. + 6,2° 0. Sonnenschein . Bcd. Himmel I Bed. Himmel merkungen £ kennbar ma Gleichzeitig st getrennten Wahlv beiter aus. 2ede Äorschlc mindestens 2u L nnterzeichnet und teimiu, also Fre BürMeislerei e K rechtzeiti nach'chlgter Pr in Eblicher W Eieren, der beschäftigungslose feit einiger Zett dieser heute früh einen Schuß auf Vermischtes. * Magdeburg, 11. Febr. Der 26 jährige Arbeiter A n g e r st e i n, der von seiner Frau getrennt lebt, lauerte Kirchliche Nachrichten. HvttcsOienft in der Synagoge, Südanlage. Israelitische Religionsgemeinde. Samstag, den 14. Februar 1903. Vorabend 5.30 Uhr. Morgens 9 Uhr. Predigt. Nachmittags 3.30 Uhr. Sabbathausgang 6.30 Uhr. Gottesdienst der israelitischen Keligionsgesellschast. Sabbathfeier am 14 Februar 1 903. Freitagabend 5.10 Uhr. Samstag Vormittag 8.30 Uhr. Nachmittags 3.30 Uhr. Sabbathausgang 6.25 Uhr. Wochengottesdienst: Morgens 7.00 Uhr, abends 5.00 Uhr. Meteorologische Beovachtungen der Station Gießen. enthalten; insoweit da zweifelhaft auf welchem Namen vo find; welche eine im Haufe ihrer Eltern auf, und feuerte ie ab. Die Kugel drang der Frau tief in den Hals, odaß sie in hoffnungslosem Zustande ins Krankenhaus gebracht wurde. Angerstein ergriff die Flucht. * Aus Ostpreußen, 11. Febr. Die letzten Stürme haben zwar vielfach erheblichen Schaden angerichtet, ander- eits aber aud), Vorteile für manche Küstenbewohner zur Folge gehabt. Äp der samländischen Küste wird jetzt ungewöhnlich viel Bernstein geschöpft, der durch die Stürme an die Mste gespielt worden ist. Einzelne Leute, für i Auf Grund oom 29.Seplemk geber und Arbe> verordneten-Aerj Januar U Mluhteriums di fr?‘4 m Ium 1893, öen Eemeindebeü flehende Ortsst^ Aus Stadt und Land. Gießen, den 12. Februar 1903. *• Unterricht in der Fortbildungsschule. Dieser Tage versammelten sich hier im Hotel Schütz die Obmänner der Bezirks-Lehrervereine des Kreises Gießen, um zu beraten, aus welche Weise zu erreichen sei, daß innerhalb des Großherzogtums für den Unterricht in den Fortbildungsschulen überall die gleiche Bezahlung geleistet werde. In nicht eingeweihten Kreisen dürste die merkwürdige Tatsache wenig bekannt sein, daß der Unterricht in den Fortbildungsschulen im Großherzogtum, ja in den einzelnen Kreisen, oft sogar in Nachbarorten, ganz ungleich bezahlt wird. Nicht selten erhält ein Lehrer für dieselbe Arbeit doppelt so viel, wie ein anderer. Die Versammlung wandte sich deshalb an die Kreisschulkommission Gießen und an den Vorstand des Landeslehrervereins mit dem Wunsche, Mittel und Wege zu finden, wie diese Ungleichheit beseitigt werden könne. ** Armenische Handarbeiten. Wir machen noch besonders daraus aufmerksam, daß die armenischen Handarbeiten — siehe Anzeigenteil dieses Blattes — morgen, am Freitag, den 13. d. M., auch nachmittags von V2& bis 1/2? Uhr ausgelegt werden. ** Zu den Reichstagswahlen Aus dem Wahlkreise Wetzlar-Altenkirchen wird uns geschrieben: Zwischen dem Bunde der Land-wirte und der deutsch-sozialen Resorm- partei ist eine Einigung dahin getrosten worden, daß der Bund von der Aufstellung eines besonderen Kandidaten absehen will und der Reform Partei seine Unterstützung gewährt. In dem Kreise Altenkirchen hat bereits die deutsch-soziale Resormpartei eine eifrige Tätigkeit begonnen. Angesichts der Tatsache, daß der bisherige natio- nalliberale Abg. Krämer wieder ausgestellt wird, kann diese Einigung den Erfolg Haden, daß unser Wahlkreis et)ent dem Zentrum ausgeliefert würde, das bisher stets mit den Nationalliberalen in die Stichwahl gekommen ist. ** Karnevalsfest. Für die am Samstag, den 21. dieses Monats in der Turnhalle stattfindende „Theater- Red oute" ist, so schreibt man uns, ein abwechslungs-« reiches, hochinteressantes Programm ausgestellt worden. Durch die Mitglieder unseres Stadttheaters gelangen u. a. einige humorvolle karnevalistische Bühnenwerke zur Aufführung; auch im übrigen wird für die Unterhaltung der Festteilnehmer in reichstem Maße gesorgt werden. — Es zirkuliert in den nächsten Tagen eine Subskriptions-^ liste; dieselbe befindet sich in den Händen des Hausverwalters vom Kaufmännischen Hause, Herrn I. Rinn. ** Karnevals- Konzert der Regiments- öapelle. Vielseitigen Wünschen entsprechend, hat Musikdirektor Krauße für kommenden Sonntag ein humoristisches Konzert arrangiert, wie es sich vor einigen Jahren schon großer Beliebtheit erfreute. Freunden eines gesunden Humors und fioher Faschingslaune können wir bereits mit» teilen, daß das hochinteressante Programm u. a. auch eine Kvnzerb-Probe zu Klein-Grimmelshausen bringt Bon einem Pariser Künstler wird ein neu konstruierter und ganz eigenartiger Musikautomat vorgeführt werden, auch kann man einem „Musikanten-Kongreß" mit beiwohnen. ** Kriegskameradschaft Hassia. Die Ber- leihung einer Ehrentafel ist, wie wir berichtigend vermerken, von einer 25jährigen, nicht 15jährigen Amtsdauer abhängig. Dagegen findet sich im ,Hess. Kamerad", dem offiziellen Blatte der Hassia, eine besondere Rubrik, die die Bezeichnung ,,Ehrentäfel" führt, wo die Namen aller der Kameraden Aufnahme finden, die dem Vorstande eines Vereins mindestens 15 Jahre lang an gehört haben. §Großen-Buseck, 11. Febr. Ein Unfall ereignete sich heute morgen in der Fußmühle. Der Mühlenbesitzer Volb, welcher erst vor kurzem die Mühle erworben hatte, kam dem Treibriemen zu nahe, sodaß er von ihm gepackt wurde und schwere Verletzungen, einen doppelten Armbruch und mehrere Rippenbrüche, davontrug. 8 Rockenberg, 11. Febr. Gestern abend zwischen 7 und 6 Uhr brach in dem mit brennbaren Stoffen gefüllten Schuppen des Gastwirts Johannes Bellinger ein Schadenfeuer aus, das in kurzer Zeit Schuppen, sowie die angebaute Scheune und Stallung des Genannten einäscherte. Zwar ist die hiesige Wehr bald nach Entdeckung des Feuers durch einen Gefangenaufseher zur Stelle gewesen, allein die Flammen hatten so rapide um sich gegriffen, daß man nur eine weitere Ausbreitung des Brandes auf die benachbarten Anwesen verhüten konnte. Von auswärts sind die Feuerwehren in Butzbach, Griedel, Gambach, Münzenberg, Oppershofen und Steinfurth zu Hilfe geeilt, da Großfeuer signalisiert wurde; in Butzbach — wo man an zwei Stellen den Brand beobachten konnte — stürmte es schon kurz nach 8 Uhr. Das Vieh des Bellinger wurde mit knapper Not gerettet, während die Vorräte m den zerstörten Gebäuden verbrannten; der Schaden ist groß, wird aber meist durch Versicherung gedeckt. )( Ober-Mo os, 10. Febr. Am 8. Febr. sand in Freien-Steinau die Jahresversammlung des dortigen Konsumvereins statt. Der Umsatz an Waren erreichte den Betrag von 3200 Mark für das ahgetaufene Jahr. An Ueberschuß wurden etwa 500 Mk. Reinertrag erzielt. Der Generalversammlung folgte, wie alljährlich, so auch Heuer der fogenauutc Bauern ball. — Der nach Langenhain versetzte Pfarrer Jakobowsli gedenkt erst die aus der Volksschule entlassene Jugend in Freien-Steinau zu konfirmieren und wird daher erst kurz nach Ostern nach seinem neuen Wirkungskreis übersiedeln. 1' H 0 m b e r g a. d. O h m. Letzten Sonntag hielt Oberbergrat E h e l i u s aus Darmstadt im hiesigen Ortsgewerbeverein einen sehr interessanten Vorrrag über „den Bergbau in Hessen". Der Redner behandelte in etwa anderthalbstündiger Rede das Thema in sehr llarer und leichwer- ständlicher Weise und erntete damit den vollen Beifall der sehr zahlreichen Zuhörerschaft. Das größte Interesse dürsten u. a. wohl die Ausführungen über die Entstehung des in allernächster Nähe Hombergs im Abbau befindlichen Kieselgurlagers gefunden haben, indem Redner die Ansicht aussprach, oaß es sich hier wahrscheinlich um die Ablagerungen eines Kratersee handele. [j Aus dem nordwestlichen Vogelsberg, 11. Februar. Die so auffällig hohen Schweinepreise, über die seither vielfach lebhaft geklagt wurde, sind abermals sehr bemerkenswert h er abgeg angen, sodaß sie jetzt au einer Preisstufe angclonimcn sind, die als normal bezeichnet werden kann. Zur Zeit kaufen die Händler aus dem Lande das Pfund Lebendgewicht für 43 Pfg., zweiter Güte sogar Das Gewerl Gemeinbebezirk b( Bezeichnung „G w ®E|ferbi 1 Slnfi Arbeite, ,, ?uchcs, 3itbe t, b,e Rück, c n' "üulioi <) iibcrA unter k r.» iis ,tz"°rQu “b't l) c ftl« zu 40 Pfg. herunter. Bon einer Verbilligung des Fleisches ist gleichzeitig zu berichten. Das Pfund Schweinefleisch, das either 70 Pfg. gekostet, ist wieder für 65 Pfg. erhältlich. Nur die Wurstwaren kosten noch denselben Preis wie beim Hochstand der Ankaufspreise. Hoffentlich werden auch sie dem Preisrückgang entsprechend'billiger. ft Biedenkopf, 11. Febr. Am Samstag entfernte ich heimlich in dem nahen Laasphe der Rektor der dortigen Bürgerschule. Abends sah man den Mann unweit unserer Stadt auf der Straße nach Marburg zu. Von da ab fehlt jede Spur von ihm. Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Der Großh. Handelskammer Friedberg liegt u. a. fiir chre Sitzung am 17. Februar ein Antrag betr. Offenhaltung der Schaufenster an Sonn- und Feiertagen vor. — In Offenbach arbeiten einige Dutzend Leder-Arbeiter zurzeit verkürzt, während nur eine einzige Gerberei Ueberstunden macht. Der Zudrang zu offenen Stellen ist überaus stark Eingesandt. (Für Form und Jnhu^ ui. c. uieier Rubrik stehende», Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Gießen, 11. Februar 1903. Seit einiger Zeit wird zur Beschüttung der W e g e i t\ den Anlagen und auch der Trottoirs ein Material verwendet, welches in hohem Grade das Mißfallen des Publikums erregt. Es ist das die feinste Sorte von Basaltschotter, welcher sich nie festtritt, spitz- und scharfkantig ist und bleibt, wodurch das Schuh werk total ruiniert und zerrisse»» wird, ganz besonders aber Gummischuhe systematisch zerstört und zerschnitten werden — ein Tritt mit einem solchen in diese Masse genügt, um ihn zu zerfetzen und unbrauchbar zu machen. Leichte Lederschuhe verfallen dann demselben Schicksal! Möchte daher doch wieder wie ehedem Lahnkies zur Verwendung kommen. Mehrere Augenzeugen beobachteten aml0.b§. nachmittags ein recht unangenehmes Straßenbild in der Nahe des Torhauses am Wall- tor, wo ein Fuhrmann, mit einem mit Dünger hochbeladenen Wagen, vor dem keuchend zwei Pferde standen, hielt. Ein alter Herr, dem man ansah, daß er krank war, lehnte, um sich auszu- ruhen, mit der einen Hand an eine Laterne und beobachtete nebenbei das Fuhrwerk, was dem Fuhrmann offenbar nicht paßte. Er belästigte mit Redensarten den alten Herrn, was ihm eine Zurechtweisung einbrachte. Darauf erging der Fuhrmann sich in Beleidigungen' gegen den Herrn. Ein anderer Passant, welcher den Vorgang beobachtete, nahm den alten Herrn in Schutz und wurde ebenfalls wie sein Vorgänger mit rohen Redensarten beleidigt. Doch nicht genug damit, der Fuhrmann verfolgte den Passanten noch bis an die Nordanlage, drohte und beleidigte denselben ohne jeden Grund auf die roheste und unverschämteste Weise. Leider war fern Schutzmann in der Nähe, an den sich die Beleidigten wenden konnten. Forman (Schnupfcnäthcr) klinisch erprobt und ärztlicherseits mehrfach als geradezu ideales Schttupftnmittel bezeichnet! Bet leichtem Schnupfen Forman- Wattc (Dose 30 Pf.) Bei starkem Schnupfen Forman - Pastillen (50 Pf.i zum Inhalieren mittels Riechgläschens. Wirkung frappant: Bei beginnendem Schnupfen fast unfehlbar. Zn allen Apotheken. Man frage der Betriebsgesellschaft für den Rh ein au Hafen m. b. H. nahmen mit einigen unwesentlichen Aenderungen die von der Gläubigerkommisfion ausgearbeiteten Liguidationsverträge an. Tie Zustimmungserklärungen der heute nicht vertretenen Gläubiger ind größtenteils in Aussicht gestellt. Für beide Gesellschaften dürfte die Liquidation gesichert sein. — Sicmenö-Lchuckcrt-Werk, G. m. b. H. Mit 9 P r 0 z e n t Erhöhung für Schuckert-Aktien und 3 Prozent für Siemens u. Halske hat die Börse die neue Vereinigung beurteilt, zu der sich die beiben Gesellschaften trotz der entgegengesetzt lautenden Gerüchte noch in der letzten Zeit jetzt vereinigt haben. In ihrem letzten Jahresbericht hatte >lch die Siemensgesellschaft gegen die Trustbewegung ausgesprochen, aber sie wie die Direktion der Schuckertwerke (Wacker- hat sich nun in die Lage gefügt, welche die Verschmelzung der Allgemeinen Elektrizitäts-Gesellschaft mit der Union geschaffen hat. Die Firma Schuckert bringt ihre gesamten Nürnberger Fabriken imb die Firma Siemens u. Halske außer ihrem (Charlottenburger Tynanwwerk auch das Kabelwerk in Westend in die Gemeinschaft ein. Tie Form der Gesellschaft soll die einer Gesellschaft mit beschränkter Hastung mit einem Kapital von 90 Millionen Mk. sein. Beiderseits wird das entsprechende Betriebskapital an Material, Fabrikaten und Außenständen zu ungefähr gleichen Einlagen aufgebracht imb oon__ ber neuen Gesell- chast übernommen unter Garantie seitens ber Stammgesellschaften imb unter Ausschluß aller Effekten, Beteiligungen, Unterneniungen imb bestehenden Garantieverpflichtungen. Bei ber neuen Gesell- chaft finb die beiben Gesellschaften mit je Mk. 45 9)lillionen beteiligt. Tie Siemens - Gesellschaft hat ein Aktienkapital von Mk. 54.5 Millionen und Anleihen von Mk. 30 'Millionen im Umlauf. Schuckert hat ein 'Aktienkapital von Mk. 42 Millionen und Anleihen von Mk. 35 Millionen im Umlauf. Schuckert gab in den zwei letzten Jahren keine Dividende, während von Siemens letztmals 4 Prozent verteilt wurden. Ein völliges Aufgehen der beiden Gesellschaften in einer 9leugrünbung ist bei den weitverzweigten finanziellen Engagements ber Schuckertgesellschaft vermieden worben. Die Neugrünbung in Form ber „G. m. b. H." verschließt sich bem Einblick ber öffentlichen Kontrolle. Welche Be- beutung bas bei einem so großen Unternehmen für die Interessenten hat, ist ersichtlich. Dagegen hat bie Neugrünbung auch den allerdings wohl nicht ausschlaggebend geroefenen Vorteil, daß auch hierbei Ersparnisse erzielt »uerben können. Denn die G. m. b. H. unterliegt nicht ber Einkommensteuer (nur ber Gewerbesteuer), kann sich auch mit einer einfacheren Verwaltung begnügen. In der Bilanzierung ber beiden Stammgesellschaften treten materielle Veränderungen nicht ein. Beide Gesellschaften sührenZn Zukunft in ber Bilanz unter den Aktiven Anteile ber neuen Siemens-Schuckert G. m. b. H. auf. Aus ben Erträgnissen, bie bie letztere abwirft, hat jebe Stammgesellschaft ihre Perpflichtungen für Obligationen, Garantien 20. zu bestreiten. Die Einzelheiten ber Organisation sind zukünftiger Vereinbarung vorbehalten. Tie neue Gesellschaft wirb natürlich chre Verwaltung aus Mitgliebern ber Verwaltungen ber beiden Stammgesellschaften erhallen. Dabei »uirb eine Vereinfachung des ganzen Apparates durchgeführt iverben; insbesondere werden auswärtige Vertretungen da, wo sie bisher nebeneinander bestanden, zusammengelegt werden. Wer an die Spike der kombinierten Gesellschaft treten wird, steht noch nicht fest. -esse ich , bal Stimderr von -Bh -^Mewerbetreibem : fSßfi rege W äeiten des ö^res £ als Arbeiter t kn Grundsätzen der Die Abstjmmnd «-rion ab. Das 'Mo Verbände stunuirechi. durch r LswirdduMi \ tzescheiMMg der f| Zeugnisse ihrer Ab zuständigen manü tzre Mhlberechüg ba Wahl zuriickge Ungiftig W 1. welche nicht äußeren Ke 2. welche keine sein, eine Ans^rn andersetznng mit ihr wäre viel leichter als bei Ihren bis jetzt noch bewährten Ansprüchen auf universale Geltung.______________________________ die als Schöpfer mit jo genannten Käschern tätig sind, verdienen jetzt täglich 40 bis 50 Mark. Um so spärlicher fließt der Verdienst zu anderen Zetten. Im Frischen Hass haben die Fischer äußerst ergiebige Fänge erzielt, weil die Stürme große Fischzüge nach dem ruhigen Hafswasser verschlagen haben. * Antwerpen, 11. Febr. Ein hiesiger Gerber will ein Verfahren entdeckt haben, welches gebattet, Häute nach dreitägiger Präparierung als Schuhleder zu Deiarbeiten. * Paris, 11. Febr. Bei dem Begräbnis eines Arbeiters fanden gestern Kundgebungen statt. Die Polizei wollte einschreiten und die Demonstranten verhaften, wobei es zu einem Zusammenstoß kam. Mehrere Arbeiter gaben Revolver s chüsse ab. Ein Polizei-Inspektor wurde an der Hand verletzt. Der Tumult wurde so groß, daß die Ladenvesitzer in der Nähe ihre Geschäftslokale schlossen. Die Polizei patrouillierte noch mehrere Stunden die benachbarten Straszen ab. Mehrere der Demonstranten wurden verhaftet. * Die d eutsche Kaiserin und die Reformtracht. Unter dieser Ueberschrift erzählt die „Kälifornia- Staatsztg." folgende amüsante Geschichte, die beweisen soll, daß die Kaijerin keineAnhängerin der Kleiderreform ist. Eine Abordnung der Liga, ivelche eine „vernünftige Kleidung für Frauen" anstrebt, habe im Schlosse eine Audienz gehabt, um die Kaiserin für ihre Reformbestimmungen zu gewinnen. Die Kaiserin habe den Vortrag an- gehört und die Damen ersucht, an einem späteren Tage in ihrer Reform tracht zu erscheinen. Dies sei geschehen; die Aiodefeindinnen stellten sich in ihren mit beängstigender Einfachheit gearbeiteten, fußfreien Kleidern vor. Sie fanden sich aber „plötzlich" von den „schönsten Damen des Hofes umringt", die sämtlich nach gewöhnlicher Mode, aber mtt ausgesuchtem Geschmort, gelleidet waren. Der Kontrast soll „wahrhaft überwältigend" gewesen sein. „Meine Damen", soll nun die Kaiserin gesagt haben, „sott ich wirklich den jungen Damen am Hofe zumuten, in Kleidern zu erscheinen, wie Sie sie tragen? Die „junge Welt würde ja allen Lebensmut verlieren!" Und damit sei die „Kleiderreform" abgetan gewesen. — Wenn es nicht wahr ist, so ist es nicht übel erfunden. * An der neuenSpurinderKonitzerNrord- af fär e hält der Danziger Arzt Dr. A. Wittig, wie wir bereits gestern meldeten, fest. Es handele sich überhaupt um keine Konitzer Familie und ebenso wenig um drei erwachsene Töchter. Inwieweit und ob überhaupt die Verdächtigten als Beteiligte, Hehler oder Mitschuldige in Frage kommen und Anlaß zur Verfolgung vorliegt, wird naturgemäß ganz von den amtlichen Erhebungen ab- häugen. Einzelhetten, die etwas Licht in bie so traurige Affäre bringen würden, giebt der Arzt nicht an, vermutlich, um die Untersuchung nicht zu gefährden, meint aber, daß das Material, die Wahrheit vorausgesetzt, „das höchste Interesse der gesamten Welt herausfordert". * Schäfer Ast in Radbruch, der Wunderdoktor, hat seine Tätigkeit ab brech en müssen und wird sie voraussichtlich nicht wieder aufneymeu. Äst wurde am 23. Juli 1902 vom Landgericht Lüneburg wegen fahrlässiger Körperverletzung zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt, das Reichsgericht verwarf die hiergegen eingelegte Berufung, und ein Gnadengesuch blieb ebenfalls erfolglos. Ast hat sich zur Verbüßung der gegen ihn erkannten Strafe nach Harburg begeben. Am selben Tage verkehrten die letzten „Ast-Wagen" zwischen Radbruch und Winsen, und in Winsen zeigten sich zum letzten Male die Radbruch-Reisenden, die seit acht Jahren das Straßen- leben so lebhaft gestalteten. Hunderitausende Menschen haben Winsen und Radbruch, besucht, nicht minder umfangreich waren der schriftliche Verkehr mit Ast und der Me- dizttiversand, bis nun nach acht Jahren die Sache ihr Ende erreicht hat. Bei Eisenbahn und Post, Gastwirten, Fuhrhaltera und vielen anderen wird der Ausfall im Verkehr sich fühlbar machen. Heinrich Ast ist inzwischen ein reicher Mann geworden. In wie vielen Fällen mußte die diesmal mit zwei Monaten Gefängnis bestrafte „fahrlässige Körperverletzung" straflos bleiben, und wie viele Witwen und Waisen mögen durch den abergläubischen Wahn von der Wunderkraft des Ast und ähnlicher Kurpfuscher ihrer Ernährer beraubt worden sein! Zattdel uuö Vorkelir. VoUiüwirischafl. Bochum, 11. Febr. In der gestrigen Aussichtsralssitzung bei M ärkijchen Bank wurde beschlossell, der GeneraloerjammlunZ die Verteilung einer 4^/rprozentigen Tividende und die Erhöhung des Aktienkapitals um eine Atillion zum Zwecke der Ausdehnung des Geschäftsbetriebes vorzuschlagen. Bremen, 11. Febr. In der heutigen Sitzung.des Aussichls- rats der Bremer Wollkämmerei wurde beschlossen, der demnächst stallfindcndcn Generalversammlung die Verteilung einer Twidcnde von 15 Prozent pro 1902 bei reichlichen Abschreibungen und großen Rücklagen vorzuschlagen. Mannheim, 11. Febr. Tie heute pallgehabten Gläiibiger. Versanimlungen der R h ein au-G e s el l s ch a st m. b. H. und Februar 1903 Barometer aui 0° reduziert Temperatur der Luit 1 Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung Windstärke n. 2“ 757,7 + 11,8 7,4 72 SSW. 2 11. 9-b 757,3 + 8,3 7,0 87 SSW. 1 12. 75i 753,4 + 6,0 6,1 88 SSW 2 SfÖfei'"« ^'^LZ'L ?^op» SÄ ? auch das M außer ■lc.üorm tat ß?Ätl)etf in \ Hailung m>t^e*e l|d)Qit lop W roiti> bos e? $QcltQl unb ÜliStA fprec^enbe "Nb "lens bet sfn?eue" Gesell- 81llili9nn9e ®**«fien »n. -St, t , ”™*igen * ie St. «B"Ndl. hat ein Mi?. de. von M '30 m Qn ttQl 00,1 *1 wn’fflA?“* 1 * * 4 5 6 LLAr »Äfi? Äontrolt iffielthe L s-sL ~KV:? (nur der Gewerbesteuer), kann 2u"9 begnügen. In her Mnuen trete» materiellerer' ^Uett suhren^n Zukunst in ber -ec neuen ciemens-Lchucten lien, bte die letztere abwirst, Ptt'ch ungen tiir Obligationen, zelhetten der Organisation sind .-tte neue Geselljchast wird uedern ber Lerwaltniigen bet -labet ivirdeinerereinsachiing roerben; insbesondere werden fie bisher nebeneinander be- Wer an die Lpitrs ber fombi- i noch nicht fest. itnbl . uitiet Rubrik stehende, )n dem Publikum gegenüber atlvortung.) i eß en, 11. Februar 1903, eschiittung der Liegen srottoirs ein Materie! o--.-. das Mßsallen des Pub!» t von Basaltschotter, wM iim g ist und bleibt, roohra bas id zerrissen wird, ganz deM'- ;er|tort und zerschnitten rottbm diese Masse genügt, um ihn- . ileidjte LeöeischnHe oersaüer aher doch wieder wie ehedem ^Lm^.ds.MchmttagseilL Me des Torhauses am s- ,m mit W> M* Werde standen, hielt. Ein w ank war, lehnte, um sich Sterne unb beobachtete»^ mann ossenbar nicht paS"- • hwass beleibigte > SfS*1*" ”* k^ch'unS«" 72 87 ' . 88 s 1 li UÄa Febru-r^ 1 !*H UckriM Sptz-S-, äSL -ssuh-. A &#***’ n TT. IM" ? • r 1903. .... l U Lawslag sy 62o Uhr. LlS'^^utiPst^stgD o*h «m* irgvl^iojl »“'& , (fc». 1 iH> 1. 2. 3. 4. 5. von 1311 1) von Ar- 2) 3) Der Oberbürgermeister: M e c n m. kennbar machen sollen. Gleichzeitig fordere ich hiermit znr Einreichung getrennten Wahlvorschlagsiisten für Arbeitgeber und enthalten; insoweit darin die Person deS 0. wählten nicht unzweifelhaft zu erkennen ist; auf welchem mehr als 12 Humen oder insoweit darin Namen von nicht wählbaren Personen verzeichnet sind; welche eine Verwahrung, einen Vorbehalt oder Bemerkungen enthalten, die nicht lediglich den Gewählten beiter auf. Jede Vorschlagsliste muß 12 Namen enthalten, mindestens 20 Wahlberechtigten des betreffenden Teiles unterzeichnet und spätestens zwei Wochen vor dem Wahl- termin, also Freitag, den 27. Februar, abends bei der Bürgermeisterei eingereicht sein. Die rechtzeitig eingereichten Vorschlagslisten werden nach-erfolgter Prüfung spätestens 8 Tuge vor der Wahl in ortsüblicher Werse veröffentlicht. Gießen, den 11. Februar 1903. Es wird dringend empfohlen, daß die Arbeitgeber durch Bescheinigung der Polizeioerwallung, die Arbeiter durch Zeugnisse ihrer Arbeitgeber, der Polizeiverwaltung oder der zuständigen Krankenkassen sich vor dem Wahlausschuß über ihre Wahlberechtigung ausweisen, da sie andernfalls von der Wahl zurückgewiesen werden können. Ungiltig sind Stimmzettel: ' welche nicht von weißem Papier oder welche mit einem äußeren Kennzeichen versehen sind; welche keinen oder insoweit fie keinen lesbaren Namen § 2. Das Gewerbegericht ist ohne Rücksicht auf den Wert ves Streitgegenstandes zuständig für (Streitigkeiten: ■' über den Antritt, die Fortsetzung oder die Auflösung des Arbeitsverhältnisses, sowie über die Aushändigung oder den Inhalt des Arbeitsbuches, Zeugnisses, Lohnbuches, Arbeitszettels oder Lohnzahlungsbuches; über die Leistungen aus dem Arbeitsverhällnisse; über die Rückgabe von Zeugnissen, Büchern, Legitimationspapieren, Urkunden, Gerätschaften, Kleidungsstücken, Kautionen und dergleichen, welche aus Anlaß des Arbeitsverhältnisses übergeben worden stnd; 4) über Ansprüche auf Schadensersatz oder auf Zahlung einer Vertragsstrafe wegen Nichterfüllung oder nicht gehöriger Erfüllung der Verpflichtungen, welche die unter Nr. 1 bis 3 bezeichneten Gegenstände betreffen, sowie wegen gesetzwidriger oder unrichtiger Eintragungen' in Arbeitsbücher, Zeugnisse, Lohnbücher, Arbeitszettel, Lohnzahlungsbücher, Krankenkassenbücher oder Quittungskarten der Jnvalidenversicher- (Drtsftatut für das Sewerbegericht Gießen. Auf Grund des Gewerbegerichtsgefetzes in der Fassung vom 29. September 1901, nach Anhörung beteiligter Arbeitgeber und Arbeiter, in Gemäßheit Beschlusses der Stadt- verordneten-Versammlung vom 31. Juli 1902 und vom 29. Januar 1903, sowie mit Genehmigung Großh. Miiiisteriums des Innern vom 5. Februar 1903 zu Nr. M. d. I. III 912 wird an Stelle des Ortsstatuts vom 12. Juni 1893, die Errichtung eines Gewerbegerichts für den Gemeindebezirk der Stadt Gießen betreffend, das nachstehende Ortsstatut erlassen: § 1. Das Gewerbegericht umfaßt »als Gerichtsbezirk den Gemeindebezirk der Stadt Gießen lind führt die amtliche Bezeichnung „Gewerbegericht Gießen". 5) über die Berechnung und Anrechnung der von den Arbeitern zu leisteiiden Krankenversicherungsbeitrage und Eintrittsgelder (§§ 53 a, 65, 72, 73 des Krankenversicherungsgesetzes) ; 6) über die Ansprüche, welche auf Grund der Ueber- nahme einer gemeinsamen Arbeit von Arbeiterii desselben Arbeitgebers gegen einander erhoben werden. Streitigkeiten über eine Konventionalstrafe, welche für Len Fall bedungen ist, daß der Arbeiter nach Beendigung Les Arbeitsvcrhältnisses ein solches bei andern Arbeitgebern eingeht oder ein eigenes Geschäft errichtet, gehören riicht zur Zuständigkeit des Gewerbegerichts. Zur Zuständigkeit des Gewerbegerichts gehören ferner Streitigkeiten der im § 2 Abs. 1 Nr. 1—5 bezeichneten Art zwischen Personen, welche für bestimmte Gewerbetreibende außerhalb der Arbeitsstätte der letzteren mit Anfertigung gewerblicher Erzeugnisse beschäftigt sind Heimarbeiter, Hausgewerbetreibende) und ihren Arbeitgebern, einerlei ob die Beschäftigung auf die Verarbeitung ober Bearbeitung der den ersteren von den Arbeitgebern gelieferten Rohstoffe oder Halbfabrikate beschränkt ist oder ob diese Personen die Rohstoffe oder Halbfabrikate, welche ie bearbeiten ober verarbeiten, selbst beschaffen. Das Gleiche giU von Streitigkeiten der im § 2 Abs. 1 Nr. 6 bezeichneten Art zwischen solchen Hausgewerbetreibenden untereinander. § 4. Das Gewerbegericht Gießen ist zuständig, sofern in dem Gemeindebezirk der Stadt Gießen die ftreitige Verrichtung zu erfüllen ist, oder die geiverbliche Nieder- affung des Arbeitgebers sich befinbet, ober beide Varteien ihren Wohnsitz haben. Unter mehreren zuständigen Gewerbegerichten hat der Kläger die Wahl. Durch die Zuständigkeit des Gewerbegerichts wird die Zuständigkeit der ordentlichen Gerichte ausgeschlossen. §.5. Das Gewerbegericht besteht aus einem Vorsitzenden, 2 Stellvertretern desselben und 24 Beisitzern. Der Vorsitzende und dessen Stellvertreter werden durch die Stadwerordneten-Versammlung auf 3 Jahre gewählt. Von den Beisitzern ist die eine Hälfte von den Arbeitgebern aus ber Zahl ber wählbaren Arbeitgeber, bie andere Hälfte von den Arbeitern aus ber Zahl ber wählbaren Arbeiter nach näherer Vorschrift bieses Ortsstatuts auf 3 Jahre zu wählen. Die ausscheibenben Mitglieber bes Gewerbegerichts haben solange im Amte zu verbleiben, bis eine gültige Neuwahl ftattgefunben hat. Ihre Wiederwahl ist zulässig. Die der Zuständigkeit des Gewerbegerichts unterstellten Hausgewerbetreibenden sind, sofern sie selbst mindestens 2 Arbeiter regelmäßig das Jahr hindurch oder zu gewissen Zeiten des Jahres beschäftigen, als Arbeitgeber, andernfalls als Arbeiter wahlberechtigt und wählbar. § 6. Die Wahl der Beisitzer stndet unter Leitung des Bürgermeisters oder dessen Stellvertreters als Wahl-Vor- stcher unb eines von ber Stabtverorbnetenversammlung gewählten Wahlausschusses, bestehenb aus 4 wahlberechtigten Arbeitgebern und 4 wahlberechtigten Arbeitern statt. Die Wahlberechtigten werben burch ben Bürgermeister 4 Wochen vor ber Wahl mittelst ortsüblicher Bekanntmachung bazu berufen. Die Bekanntmachung muß Ort, Tag unb Stunden, in welchen abgestimmt werden kann, enthaÜen. Die Wahl stndet in den Stunden von Mittags 12 bis Abends 8 Uhr statt. § 7- Die an der Wahl sich Beteiligenden haben sich auf Erfordern vor dem Wahlausschuß über ihre Wahlberechtigung auszuweisen, und zwar die Arbeitgeber durch Bescheinigung ber Polizeiverwaltung, die Arbeiter durch Zeugnisse ihrer Arbeitgeber, der Polizeiverwaltung oder der zuständigen Krankenkassen, durch welche bestätigt wird, daß die Voraussetzungen für die Wahlberechtigung vorvorliegen. Vordruck für diese Bescheinigungen wird von der Polzeiverwaltung und den Krankenkassen unentgeltlid) abgegeben. Die Berücksichtigung anderer Ausweise ist zulässig. Ob ber erbrachte Ausweis genüge, entscheibet der Wahlausschuß. Die Abstimmenden geben ihren Stimmzettel in eigener Person ab. Das Reich, ber Staat, die Gemeinde und sonstige öffenlliche Verbände und juristische Personen üben ihr Stimmrecht durch ihre gesetzlichen Vertreter aus. Neber die Abstimmung sind zwei Verzeichnisse zu führen, das eine für die Arbeitgeber, das andere für die Arbeiter. In denselben sind die Namen aller Abstimmenden in der Reihenfolge, in welcher sie abgestimmt haben, einzutragen. Jeder Stimmberechtigte übergiebt seinen handschriftlich ober im Wege ber Vervielfältigung ausgefüllten Stimmzettel ohne Stamensunterschnft und so zufammengefclltet, daß bie auf ihm verzeichneten Namen verdeckt sind, einem Mitglied des Wahlausschusses, welches denselben uneröffnet in die betreffende Wahlurne legt. Nach Ablauf der zur Abstimmung festgesetzten Zeit werden die Stimmzettel aus den Wahlurnen zur Zahlung und Feststellung des Wahlergebnisses herausgenommen. § 9. Ungiltig sind Stimmzettel: 1) welche nicht von weißem Papier oder welche mit einem äußeren Kennzeichen vergehen sind; 2) welche keinen oder insoweit sie fernen lesbaren Namen enthalten; 3) insoweit darin die Perfon emes Gewählten nicht unzweifelhaft zu erkennen ist; 4) auf welchen mehr als 12 Namen ober insoweit darin Namen von nicht wählbaren Personen verzeichnet sinb; 5) welche eine Verwahrung, einen Vorbehalt ober Bemerkungen enthalten, bie mcht lediglich ben Gewählten kenntlich machen sollen. § IU- Heber die Wahlhandlung ist em Protokoll aufzu- nehmen und von dem Wahlausschuß zu unterschreiben. In dem Protokoll ist, falls Personen, bie nicht wahlberechtigt zurückgewiesen oder falls Stimmzettel nach den Bestimmungen des § 9 nicht zugelassen oder ganz ober tellwcise unberücksichtigt geblieben sinb, eines leben solchen Umstandes besondere Erwähnung zu thun. § 11. Die Wahl stndet nach den Grundsätzen der Verhältnis- wahl statt. In der in § 6 genannten Bekanntmachung fordert die Bürgermeisterei zur Einreichung von getrennten Wahl- vorschlagslisten für Arbeitgeber und Arbeiter auf. Jede Vorschlagsliste muß 12 Namen enthalten, von mindestens 20 Wahlberechtigten des betreffenden Telles unterzeichnet unb spätestens zwei Wochen vor dem Wahl- termm bei der Bürgermeisterei eingereicht sein. Dieselbe hat die rechtzeitig eingereichten Vorschlagslisten iiach erfolgter Prüfung spätestens 8 Tage vor der Wahl in ortsüblicher Weise zu veröffentlichen. § 12. Jeder Stimmzettel, der mit einer Vorschlagsliste übereiiistirnrnt oder auf dem höchstens cm Drittel der in der Vorschlagsliste enthaltenen Manien gestrichen oder durch andere ersetzt sind, wird für diese Liste gezählt. Alle übrigen gültigen Stimmzettel werden gemeinsam als eine besondere Liste (Ergänzungsliste) betrachtet und besonders gezählt. _ , Tann wird ermittelt, wieviel gültige Stimmzettel im ganzen abgegeben und wieviel aus jede der Vor)chlags- listeii und die Ergänzungsliste gefuUen sind. Von den auf jeder Liste enthaltenen Personen gilt ine Zahl als gewählt, welche sich zu der Gesannzahl der zu wählenden Beisitzer ebenso verhält, mie die Zahl der auf bie Liste entfallenden Stimmzettel zu der Gesamtzahl der abgegebenen gültigen Stimmzettel. Ergeben sich bei J>er Verleitung Bruchteile, so werden die noch übrigen Sitze ben Listen zugetellt, deren Verhältniszahl die grotzicn Reste ausweist; bei gleich großen Resten entscheidet nötigenfalls das Los. § 13. Personen, welche auf mehreren Vorschlagslisten vor- geschlagen sind, werden von ber Bürgermeisterei schriftlich befragt, welcher Liste sie zugetellt werden wollen. Erfolgt bis zum Ablauf der Abiummungszcit keine Antwort, so sind sie der Liste zuzurechnen, aus ber sie an frühester Stelle stehen, ober salls fie auf mehreren Listen in gleicher Stelle stehen, derjenigen, welche zuerst eingereicht ist. Innerhalb der einzelnen Vorschlagslisten werden die Gewählten wie folgt bestimmt: Den Personen, welche auf mehreren Listen enthalten sind, werden Die Stimmen zugezählt, welche auf den für Die anderen^Listen einschließlich der Ergänzungsliste abgegebenen Stimmzetteln für sie abgegeben sind. Umgekehrt werden den aus einer Liste Vorgeschlagenen, falls sie auf einzelnen für diese Liste abgegebenen Stimmzetteln gestrichen sind, entsprechend viele Stimmen abgezogen. Gewählt sind die Personen, welche unter Berücksichtigung dieser Zu- und Abrechnungen die höchsten Stimmzahlen erhalten haben, bei Stimmengleichheit entscheidet bie Reihenfolge aus ber cin- gereichten Vorschlagsliste. In der Ergänzungsliste entscheidet über die Reihenfolge der Gewählten bie Zahl ber Stimmen, welche nach Maßgabe des Abs. 2 zu berechnen ist, und bei Stimmengleichheit bas Los. Jeder Gewählte ist durch die Bürgermeisterei von seiner Berufung zum Mttgliede des Gewerbegerichts unter Hinweis auf die gesetzlichen Ablehnungsgründe nut ber Aufforderung schriftlich m Kenntnis zu setzen, etivaige Ablchnungsgrünbc bei der Bürgermeisterei binnen ber Ausjchlußsnst von einer Woche schriftlich geltend zu machen. Erfolgt binnen dieser Frist feine unbedingt ablehnende schriftliche Erklärung, so gilt die Wahl für angenommen. § 16.. Lehnt ein Gewählter die Wahl mit Erfolg ab oder wird seine Wahl für ungültig erklärt, so gilt an seiner Stelle der auf gleicher Liste stehende als gewählt, ivelcher nach den aus dieser Liste Gewählten die meisten Stimmen erhalten hat. § 16. Das Ergebnis ber Wahl ist von ber Bürgermeisterei alsbald in ortsüblicher Weise unter Hinweis auf das in § 17 des Reichsgesetzes gewährte Beschwerderecht bekannt zu machen. Sind Beschwerden gegen die Giltigkeit der Wahlen innerhalb ber gesetzlichen Frist nicht erhoben ober die erhobenen Beschwerden endgültig erledigt, so werden 9tarnen unb Wohnort der Mitglieder des Gewerbegerichts auf ortsübliche Weise bekannt gemacht. § 17. So oft die Zahl der Beisitzer weniger als insgesamt 12 beträgt, kann bie Bürgermeisterei eine Ergänznngs- wahl für ben Rest der Wahlzeit anortmen. Dieselbe findet unter entsprechender Anwendung ber §§ 6—16 statt. § 18. . Das Gewerbegericht verhanbelt und entscheidet, sowen nicht in dem Reichsgesttz ein Anderes bestimmt ist, in ber Besetzung von 3 Mitgliedern mit Einschluß des Vorsitzenden. Die Bestimmung der Beisitzer und des Monats, während dessen sie zuzuziehen sind, erfolgt für jedes Jahr im voraus durch das Los, welches vom Vorfttzenden ui öffentlicher Sitzung gezogen wird. Ist ein Beisitzer verhindert, so ist an feiner Stelle der für den DorauSgegangenen Vionat bestimmte Beisitzer zuzuzicyen. § 19. Die Beisitzer werden zu ben einzelnen Sitzungen, : möglichst unter Bezeichnung Der zur Verhandlung gelan= : genöeu Streitfälle und unter Dem Hinweis auf bie gefetz- lichen Folgen des Ausbleibens (§ 23 des Gesetzes) geladen. : Die Zustellung der Ladung soll spätestens am Tage vor ■ dem Termm erfolgen. Die Beisitzer sind verpflichtet, im Falle der Verhinderung ihre Enffchuldigungsgründe rechtzeitig dem : Vorsitzenden anzuzeigen. § 20. Bei dem Gewerbegericht ist eine Gerichtsschreiberei 1 eingerichtet. i Der Gerichtsschreiber unb sein Stellvertreter werben 1 durch die Stadtverordnetenversammlung aus der Zahl der Gemeindeveamteii bestimmt und durch ben Vorsitzenden des Gewerbegerichts beeibigt. Die erforderlichen Schreibkräfte unb Geschäftsräume überwerft Die Bürgermeisterei dem Gewerbegericht. Bekanntmachung, betreffend die Wahlen für das Gewerbegericht Gießen. Für das Gewerbegericht Gießen sind von den Arbeit- aeberu ans der Zahl der wählbaren Arbeitgeber unb von ben Arbeitern aus der Zahl ber wählbaren Arbeiter je 12 Beisitzer auf 3 Jahre zu mählem Die Wahlberechtigten berufe ich zur Vornahme dieser Wahl auf Samstag den 14. März 1903 in den Stunden von mittags 12 bis avenos 8 Uhr in den Stadtverordneten - Sitzungsiaal, Bürgermeisterei-Gebäude, Gartenstraße 2, Zimmer 11. Wahlberechtigi sino die Arbeitgeber und Arbeiter, welche zur Zett der Wahl das 25. Lebensjahr vollendet unb im Gemeindebezirk der Stadt Gießen Woi)uung oder Beschäs- tigung haben; Personen, welche zum Amte eines Schöffen mrfähig sind, sinb nicht wahlberechtigt. Als Arbeiter gelten diejenigen Gesellen, Gehilfen, Fabrikarbeiter und Lehrlinge, auf welche der siebente Titel der Gewerbeordnung Anwendung findet, desgleichen Betriebsbeamte, Werkmeister und mit höheren technischen Leistungen betraute Angestellte, deren Jahresarbeitsverdiensi an Lohn ober Gehalt zweitausend Mark nicht übersteigt. Die der Zuständigkeit deS Gewerbegerichts unterstillten Hausgewerbetreibenden sinb, sosem |ie selbst mindcj^ens 2 Arbeiter regelmäßig das Jahr hindurch ober zu gewissen Zetten des Jahres beschäftigen, als Arbeitgeber, andernfalls als Arbeiter wahlberechttgt. Die Wahl ist unmittelbar uno geheim; sie finbet nach den Grundsätzen ber Verhältniswahl statt. Die Abstjmmenden geben ihren Stimmzettel in eigener Person ab. Das Reich, der Staat, die Gemeinde unb sonstige öffenlliche Verbänbe und juristische Personen üben ihr Stimmrecht durch ihre gesetzlichen tBerireter aus. t Zu recht zahlreichem Besuche ladet ergebenst ein Der Vorstand. Die hmi Es Vrigival-D M Reiser, Emil Fischbach. V f) Strick 27 Stück 46 Stück 42 V,io für ‘Deutschen OLN'M- Klutz- und Seefische a Mtzkohlek A 1212 St. 2 ist jetzte die beste Zeit. 1324 EooaeH llnih 5 3 2 155 65 45 48 120 115 120 75 55 15 Bohnen Eibsen Linsen gut kochend 200 16 53 80 2 29 1 1 1 3 1 2 gebrauchtes Fahrrad (sehr schön) gebrauchtes Fahrrad Waschmaschine (das beste System) n Eichen, Nadel, Buchen, Eichen, Nadel, empfiehlt Prügel, n n Stock, bester Hausbrand, [0539 billigst frei ans Haus, ebenso trockenes Holz. J. Kaiser, Hderstr. 2 Gießen, den 7. Februar 1903. Die Pfarrer: rm, D II V n v ii n n w Dre Sitzungen des Einigungsamtes sind nur dann öffentlich, wenn die Vertreter beider Streitteile dies nicht beanstanden. neue Ringschiff-Nähmaschine (zum Sticken und Stopfen) hocharm. Familien-Nähmaschinen hocharm. Familien-Nähmaschinen gebrauchte Nähmaschinen . Stück, Stangen, Lärchen, mit 0,45 tm, Stangen, Eichen, mit 1,92 fm, Stangen, Buchen, mit 0,94 fm, § 27. Dieses Ortsstatut tritt am 1. Januar 1903 in Kraft. Gleichzeitig tritt das Ortsstatut vom 12. Juni 1893 außer Wirkung. Die Gültigkeit der aus Grund des letzteren vollzogenen Wahlen bleibt unberührt. Gießen, den 11. Februar 1903. Der Oberbürgermeister: Mecum. Brennholz. Scheit, Buchen, 198 ä n ä „ z „ 10°, o J. M. Schulhof Telephon 119. Vrouwter Deriandl nach auSw. Holz-Versteigerung in der Kürftlichen Köeriörsterei ^Lich. sollen versteigert werden Montag den 23. Februar, vormittags 9l/g Uhr: Schellfische Kabeljau in la. feinster, blutsrischer Ware soeben eingetroffen bei 536 A. 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Die Abgabe von Gutachten und Stellung von Anträgen in Gemäßheit des 4. Abschnittes des Reichsgesetzes erfolgt durch die Gesamtheit des Gewerbegerichts. Die Gesamtheit des Gewerbegerichts kann zur Abgabe von Gutachten sowie zur Vorbereitung von Anträgen, desgleichen der Vorsitzende zur Vorbereitung von Gutachten Ausschüsse aus der Mitte des Gewerbegerichts bilden, deren Beisitzer, soweit möglich, aus den Gewerben zu entnehmen sind, auf welche das Gutachten oder der Antrag sich bezieht. § 24. Die Beisitzer erhalten für jede Sitzung, der sie beigewohnt haben, eine Entschädigung von 2 Mark für Zeitversäumnis. Wenn eine Sitzung über 4 Stunden dauert, beträgt die Entschädigung 4 Mark. Zeugen und Sachverständige, geladene Auskunftspersonen und Gutachter erhallen eine Vergütung nach Maßgabe der Reichsgebührenordnung für Zeugen und Sachverständige. Bildschön: ist ein zartes, reines Gesich rosiges, jugendfrisches Aussehen, weiße, sammetweiche Haut uni) blendend schöner Teint. 1101 Alles dies erzeugt: Radebeuler Steckenpferd - Lilienmttch - Seife v. Bergmann & 60, KadklreiibArroüe. allein echte Schutzmarke: vteiücnpferd. ä St. 50 Pf. bei: P. I. Möbs, Ad. Bieler, Drog. Pr. deutsches Schweineschmalz, p. Psd 68 Pfg., Palmin, Mainzer Haudkäse, p, Stck. 4 Pfg., amcr. Petroleum, p. Lt. 17 Pfg., [0552 empfiehllW.Ullrich, Schloßgasse7 Die Kosten der Einrichtung und Erhaltung des Gewerbegerichts sind, soweit sie nicht in dessen Einnahmen chre Deckung finden, von der Stadt Gießen zu tragen. Die Zustellungen erfolgen in dem Verfahren vor dem Gewerbegericht durch einen verpflichteten Diener der Bürgermeisterei oder durch die Post. § 21. Für die Thätigkeit des Gewerbegerichts als Einig- gungsamt gelten die Vorschriften im 3. Abschnitt des Reichsaesetzes mit der Maßgabe, daß hier die Beisitzer vom Vorsitzenden unter tunlichster Berücksichtigung der von beiden Tellen oder von einem derselben geäußerten Wünsche besttmmt werden. Bekanntmachung. Beehre mich hierdurch bekannt zu geben, daß ich die geometrische Praxis meines an das Großh. Kreisoer- messungsamt Gießen versetzten Vetters, des Großherzogi. Geometers I. Klasse Herrn Ferdinand Biechofl, übernommen habe und in unveränderter Weise weiterführen werde. Indem ich mich gleichzeitig zur Ausführung aller technischen, mit meinem Berufe zusammenhängenden Arbeiten empfehle und prompte Bedienung zusichere, zeichne Hochachtungsvoll Friedrich Bischoff Großh. Geometer 1 Klaffe, Sich. Sich, im Februar 1903. 1090 a) in Distrikt Kolnhäuserkopf (tax.): Buchen: 2 Rm. Scheiter, 6 Rm. Knüppel, 2 Rm. Stocke, b) im Distrikt Fuchsstrauch (tax.): Blichen: 3 Rm. Scheiter, 1 Rm. Knüppel; Eichen: 7 Rm. Scheiter, 4 Rm. Scheitbrocken, 4 Rm Stöcke, 50 Wellen, 0) im Distrikt Schmerhütte, nahe dem Bahnwärterhaus (tax.): Kiefern: 4 Rm. Knüppel, 2 Rm. Stöcke, 50 Wellen; ca. 1400 Eichenwellen (junge Eichen), ä) im Distrikt Kelleröberg (beim Wengershäuserteich): Buchen: 13 Rim Scheiter, 17 Rm. Knüppel, 8 Rm. Stöcke, 280 Wellen; Elchen: 13 Rm. Knüppel, 200 Wellen; 380 Nadelholz-Wellen; 19 Fichten-Bauholz — 4,26 Fst., 401 Fichteu-Stangeu — 24,15 Fftm., im Drstrikt Höler: Buchen: 29 Rm. Schieler, 51 Rm. Knüppel, 11 Rm. Stöcke, 4900 Wellen (mehr als die Hälfte aus erster Durchforstung); Eichen: 9 Rm. Knüppel, 200 Wellen; Nadelholz: 5 Rm Knüppel, 1200 Wellen; 1100 Wellen Hartlaubholz, 50 Wellen Weichlaubholz; 23 Fichten ° Bauholz =! 6,05 Fstm., 279 Fichteu-Stangeu — 15,33 Fstm., tm Distrikt Schwarzwald: 2 Rm. Buchen-Knüppel: Eichen: 8 Rm. Knüppel, 4 Rm Stöcke, 20 Wellen; 1 Eicheu-Schnitt- holz — 1,10 Fstm. (53 Ctru. mitten, 5 Mir. lang). Die Zusammenkunft ist 912 Uhr am Kolnhäuserkopf, auf dem chauffierten Weg von Kolnhausen her. Die Versteigerung kann um 10 Uhr an das Bahnwärterhaus, um lO1^ Uhr, auf dem chauffierten Weg weiter gehend, gegen den Höler hin kommen, um 11 Uhr am Wengershäuserteich fein usw. Dienstag den 24. Februar, vormittags 9'/, Uhr, im Distrikt Graudorn, aus zweiter bis vierter Durchforstung: Buchen: 240 Rm. Knüppel, 26 Rm. Stöcke, 6500 Wellen; Eichen: 77 Rm Knüppel, 600 Wellen; 200 Nadelholz-Wellen; 30 Fichteu-Bauholz = 7,10 Fstm., 248 Fichteu-Stangeu = 14,21 Fstm. Bis 9l/a Uhr werden je ein Forslwart oder sonst Beauftragter auf der Chaussee Lich-Gießen, hinter dem Konzebühl (von Lich aus gerechnet), und am Albacherhof sich aushalten, um darnach die Leute nach dem Anfang der Versteigerung hiuzusühren. 1328 Verdingung. Der für die Zeit vom 1. April 1903 bis 31. März 1904 erforderliche Bedarf an Besen für die Kehrmaschine (etwa 36 Sätze) sowie an Piassava- besen (ungefähr 300 Stück) soll Donnerstag, d. 10. d. Mts. vormittags 11 Uhr öffentlich verdungen werden. Angebote auf den Satz bezw. das Stück, sowie Muster, sind bis zum obengenannten Zeitpunkt mit entsprechende.- Aufschrift versehen an uns einzureichen. — Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, 10. Februar 1903. Städtisches Tiefbauamt. Brau bach. 1310 M Gesangverein Gemütlichkeit Samstag den 14. Iieöruar 1903: Großer Maskenball im Cafe Leib mit großartigen Gruppen - Ausführungen. neue Schuhmacher-Nähmaschine Mk. neue Ringschiff-Schneider-Näh- maschinen . . . ä „ Warnung! Um Irrtümer zu vermeiden, hierdurch die Mitteilung, daß sich das Honig-Depot des Ober- hessisch. Bieuenzuchicroereins einzig und allein in Gießen bei C« nieiDhenii, Bahnhofstraße 59 Telephon 66 befindet. (1097 Daselbst ist la garantiert reiner Bienenhonig stets vorrätig. 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W. Kilbinger, Drogenhandlung, Seltersweg 52. 426 Mit dem Kammer en umfangreichen des Landtags daß die Etats beginnen und den würde, hc erfüllt, denn sonst die Zestf zu nehmen. ; ttetern bieäm den, daß sich das sonst zm Erläuterungen beratung oorb Etats ein an»; gemeine Finanz die verschieden volle dritthalb des Haushallss die Weraldebi geaentommeii i eifennen, daß ohne allzuviel^ zu behandeln, zelnen Horden zujetzen haben in Hessen im die Etatsdebai fen oder für sollte man fü mühen, als i, neuen Dan^'a betriebene ant I Tche, tuie z. , tfyeatets, erb Ein recht u auch recht garsti ratungsgegenstän Wahlprüsun I 'amtlich die Ai I Mfen. Tas Ge »crhejr ift; ba Zahl bei für bie Uten und beant Hs? öas morgen W. Tagegen j aud ber Wcherfch Senaue llnterfuchu Schaft uni t [Die dies jek ;.r Kammer zur fe^ng über Giß S entschieden .?UCN in der Mehrheiten, mein r >°S°r nur mj allen soll J, &iiungCn fefi eine Ii * ^ ?gefü! fe(o«ie«en L* «eit naml"*ro; »he Ä»« zu Pr-Ks schen geh in . staute ° * '?l»°gebku -^>dern l'fa “n biet '«blii >n ?1E Du 6,65» Tkutscher-Verein Gießen Sonntag den 15. Februar, abends 8 Uhr 1 Minute: Großer Maskenball im Cafe Leib mit großartigen Kruppen Ausführungen. Eintrittskarte« im Vorverkauf für Herren 1 Mk., für Damen 40 Pfg., Geheimkarten giftig bis zur Demaskierung, 50 Pfg. — An der Abendkasse: Herrenkarten 1,20 ML Tamenkarten 50 Pfg., Gallerte 20 Pfg. Borverkaufsstelle« für Herrenkarten bei den Friseuren Tichy, Seltersweq, Aff, Neuenbäue, Kuhl, Wallthorstraße, Wahl, Neustadt; Wirstg, Seltersweg. — 2>amen° karten bei Herrn Alex. Salomon, Schulstraße. — Geheimkarten in der Gigarren- handlung E. Schneider, Marktplatz 5. 1224 Holz-Versteigerung in der Ilürstlicheu Hversörfterei