Freitag, 11. Dezember 1903 153. Jahrg. Erscheint täglich mit Ausnahme deS Sonntags. Di .Gietzei. Lamllienblätter- werden dem Anzeiger v erma wöchentlich betgelegt. Der „hesstjche Landwirt- erscheint monatlich einmal. Giehener Anzeiger verantwortlich für der afigemetars MU P. Wtttka: tüi den Anzeigenteil: (k 6«C Rotationsdruck und Verlag der Veühl'^-e» UntDerfudtÄhTudeiet o postieren Mißhanblunaen, und ich konstatiere, daß diefe Er- fhetntmaeti in der Armee von Jahr zu Fahr abnehmen Wo stch solche Erscheinungen zeigen werden ste mit der größten Strenge befttgft, imd ngch meiner Ansicht können derartige Fnfarnien oar nicht ffreng genug bestraft werden. (Zuiptf bei den Soz - Mit Stitbenarrest!) Es ist mtch gestern vom Aba. Schädler Be-ug genommen worden mtf die Vorgänge in einer unserer Gr-nz- gornisonen. in F o r b g ch. Ich stimme dem Aba. Shädler darin zu, daß ich alrntbe. daß die rückhaltlose Aufh-ckung solcher Vorgänge nützlich ist, nicht nur weil in der OeffenfTichfeit ein Teil der .Ktitik liegt, sondern weil e? auch mit für eine Fuftittttion ist. daß nichts verkleisteti unb vertttschf wird. Das ist in diesem Falle nicht geschehen. Ich bin ferner brr Meinung, daß entsprechend einer von sachlichen Motiven geketteten .Kritik die bestemde Hand der Heeresverwaltung einzugreifen hat. .Kein Heer der das deutsche ebensowenig imb noch toentger al? andere, foIT auf seinen Lorb^ii ausruhen. Auch Herr Schädler hat aber bat.or gewaria, solche Fälle zu verallgemeinern, und ich lege nicht nur vor dem Jnlande, sondern auch vor dem Auslande Vetwah- runa dagegen ein, daß die Sache wieder in der sozialdemokratischen Presse so dargestellt ist, als ob solche häßlichen (Meinungen überall hervortreten, als ob sie typisch wären für das deutsche Offizier korps und daß sie als typische Erscheinungen unserem Offtzierkorps angehängt werden. Das ist Heuchele^ und Pharisäer-tum. Es wird mich anderswo gesündigt, ohne Lunde und Schuld scheint mir selbst nicht die Sozialdemokratie zu sein. (Heiterkeit.) Das deutsche Offizierkorps ist noch heute davon durchdrungen, daß kein Stand mehr einer ehrenhaften Gesinnung — ich meine hier ehrenhast im bürgerlichen Sinne — bedarf, als der, dem die Verteidigung des Vaterlandes anvertraut rst. Unser Of- stzierkorps wird sich immer gegenwärtig halten, daß die großen Erfolge, die wir vor dreißig Jahren errungen haben, in erster Linie zurückzuführen waren auf die altpreußische Anspruchslosigkeit, auf den idealen Sinn, auf die Tugenden, für die unser großer Molrke vorbildlich war. Dann wird auch in Zukunft unser Offizierkorps das Lob Bismarcks verdienen, daß kern Land der Welt uns unser Ostizierkorps nachmachen kann. Ich komme nun zu den Auslassungen Bebels in Bezug auf unsere a u s w ä n i g c Politir. Hinsichtlich unserer o st - asiatischen Politik hat der Abg Bebel mir zwei Vorwürfe gemacht, die in seltsamem Widerspruch zu einander stehen. Auf der einen Seite wird mir vorgeworfen, daß unsere ostasiatische Politik im allgemeiner eine viel zu aktive, eine zu phantastische ist. Auf der anderen Seite findet er, daß ustizrat Lo r b a ch e r widerlegt mehrere Behauptungen des Abg. Weidner; es sei z. B. nicht zutreffend, daß die Gerichtsschreiber für ihre Tätigkeit bei der Anlegung des Grundbuches erhöhte Bezüge erhielten. Abg. Tr. Gut fleisch ist ebenfalls für Zuruckverweisung, damit man in den Ausfchußberatungen nach Erhalt des Regierungsmateriais sich ein klares. Bild über die Verhältnisse schassen könne. Eine Spezi ftkation der Diäten von den Beamten zu verlangen, halte er aber derselben unwürdig. S5ierau| wüD der Antrag auf Zurückverweisung ange- aommen. , , L Dem Antrag Korell und Genossen, betr. Einrichtung genossenschaftlicher Lrenostüaitunoen au geeigneten Orten der Provinzen, beantragt der Ausschuß näher zu treten. Abg. Korell begründet denselben eingehend und geht aus die Ursachen näher ein, welche ihn zur Stellung des Antrages veranlaßt haben. Er weist nach, daß die Genossenschastshengste fruchtbarer seien, als die Hengste des Staatsgestüts. Es seien wenigstens Versuche nach dieser Richtung zu machen. Es wird Genossenschaften genug geben, die diesen Weg betreten wollen. Es könnten dann große Ersparnisse erzielt werden. Ministerialrat Braun hält den Antrag des Ausschusses für so allgemein, daß man denselben ja ruhig an- nehmen könne. Bei den von dem Abg. Korell vorgeführten Vergleichen seien aber die Montierungskosten übersehen worden. Mau molle ja dem Versuch gegenüber sich nicht ablehnend verhalten, doch seien die Resultate in den einzelnen Staaten sehr verschieden. Man übersehe hierbei oft das Bestehen des Staatsgestüts, welches den Pserde- haltern absolut kein Risiko bringe, daher werde die Bildung der Hengsthaltungsgenossenschaften erschwert. Abg. Re in har t ist gegen den Antrag, da er nach den gemachten Erfahrungen sich, nicht viel Erfolg davon verspricht. Ter Antrag wird sodann mit allen gegen eine Stimme angenommen. Ter Antrag Ripp er, welcher bezweckt, auf Märkten und Ausstellungen nur Pferde von Züchtern und nicht von Händlern zu prämiieren, wird für erledigt erklärt, nachdem die Regierung bemerkt hat, daß nach dem Wunsch des Antrags bereits verfahren werde. Ter Antrag Leun wünscht, daß die Regierung ersucht werde, die Verordnung, betr. die Gebühren für die Fortführung der bisherigen Grundbücher und der Ortsgrundbücher vom 2. August 1902 wieder aufzuheben. Die Kammer beschließt, den Antrag an den Ausschuß zurückzuverweisen mit der Maßgabe, daß in Verbindung damit auch der Antrag Möllinger über das Institut der Kreis- geometer verhandelt werde. Eine längere Debatte ruft die Vorstellung einer Anzahl Einwohner von Wörrstadt, betr. den Reblaus- herd in der Gemarkung Sulzheim hervor. Die Petenten sind durch die Vernichtung eines Reblausherdes daselbst insoweit geschädigt worden, als das Reblaub Mit vernichtet wurde. Sie wünschen daher, die Kammer wolle dahin wirken, daß den Forensen der Gemarkung Sulzheim für das laufende Jahr aus der Staatskasse eine Entschädigung von 5 Mk. pro Morgen gewährt werde. Der erste Ausschuß stellt dagegen, nachdem ihm eine ausführliche Begründung der ablehnenden Haltung der Regierung zugegangen ist, den Antrag, dieser Vorstellung keine Folge zu geben. Abg. Wolfs wünscht, die Regierung möge hier helfend eingreisen und einen lleinen Betrag aus der Staatskasse den Petenten bewilligen. Ministerialrat Braun führt dagegen aus, dies sei nicht angängig, ein solches Verfahren würde zzr den be- denklichsten Konsequenzen führen. Nach dem Reichsgesetz sei für Rebteile, insbesondere für Laub, eine Entschädigung nicht vorgesehen. Auf eine Anfrage des Abg. Molthan, welche Resultate bisher bei den neuen Maßnahmen gegen die Reblausherde in den weinbauenden Gegenden Rheinhessens zu befürchten seien, betont Ministerialrat Braun: Welch hohe Wichtigkeit das Reich dieser Frage beilege, gehe schon aus der Thronrede hervor, in der neue, verschärfte Maßregeln zur Bekämpfung der Reblausgefahr für das ganze Reich angekündigt werden. Redner gibt dann an der Hand einer neuen kartographischen Darstellung eingehende Auskunft über die Verbreitung der Reblausherde und die Maßnahmen zu deren Ausrottung. Tie Vernichtung der Reblausherde habe in den beiden letzten Jahren je 30- bis 35 000 Mk. erfordert und er hoffe, däß es mit Hilfe der neuen, wirksamen Maßnahmen gelingen werde, den grimmigsten Feind in Zukunft noch erfolgreicher zu bekämpfen und aus unfern Weinbergen zu vertreiben. Abg. Dr. Buff bittet, den Antrag Wolff abzulehnen, da er den reichsgesetzlichen Bestimmungen zuwider laufe. Abg. Wolfs gehr darauf naher ein und wendet sich gegen die beiden Vorredner. Nach einigen weiteren Bemerkungen des Abg. Braun wird der Ausschußantrag mit großer Mehrheit ange- nomnren. Das Haus vertagt sich darauf um IV2 Uhr aus morgen rüh 9 Uhr. Am Schluß der heutigen Sitzung ging der Kammer ein Antrag Molthan und 39 Genossen zu, die Regierung zu ersuchen, die Einjührung des Verbots dcs Selbstdispensionierungsrechts der homöopathischen Aerzte so lange zu verschieben, bis die diesbezüglich« Eingabe der Aerzte von der Regierung beanuvor.et worden sei. Da der Antrag als dringlich bezeichnet ist, toiri er bereits morgen in der Kammer zur Verhandlung kommen. Aariurmntarljches. Darmstadt, 10. Dez Die erste Kammer tritt qk 18. Dezember zu einer Sitzung zusammen zur Beratung des Kürnbach-Vertrages re. Berlin, 10. Tez. Dem Reichstage ging ein Antrag Tirksen und Genossen zu, der die Regierung ersucht, das Gesetz über den unlauteren Wettoewerb dahin abzuändern, daß die Ausverkäufe aller Art geregelt werden, der Nachschub bei Ausverkäufen ausnahms os verboten werde, eine festzusetzende Höchstdauer von Ausveriäufen begrenzt und die strafrechtliche Verfolgung unwahrer Ausverkäufe seitens der Staatsanwaltschaft aus Antrag vorgesehen werde, und darauf hinzuwirken, daß die steuerlichen und anderen Begangigungeu aller Warenhäuser, Kasinos, Konsumvereine und Produktionsgenossenschaften beseitigt werden, endlich das Submissionswesen gesetzlich zu regeln. Ferner ging ein Antrag Dirk- sen und Genossen ein, die Regierungen um Vorlegung eines Gesetzentwurfes über den wirksamen Schutz der Arbeitswilligen bei Lohnkämpfen usw. zu ersuchen, ferner ein Antrag Gämse und Genossen, die Regierungen zu ersuchen, in eine Prüfung der sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse des Handwerkerstandes auf dem platten Lande einzutreten und dem Reichstage Vorschläge zur Hebung dieses Erwerbszweiges zu machen. Aus Klaöt uni) Land. Gießen, 11. Dezember 1903. Von der Landesuniversität. Unsere gestrige Mitteilung über die Zahl der immatrikulierten Studierenden unserer Universität, die 1071 beträgt, wollen wir noch in Einigem ergänzen. Es studieren in diesem Wintersemester 662 Hessen und 409 Nichtheffen, wovon 69 Theologie studieren, 178 Rechtswissenschaft, 173 Medizin, 156 Tierheilkunde, 8 Zahnheilkunde, 36 Philosovhie, 3 Pädagogik, 101 Mathematik, 62 Naturwissenschaft, 70 Chemie, 18 Pharmazie, 54 Forstwissenschaft, 6 Geschichte, 48 Klass. Philogie, 89 Neuere Philologie. Aus Preußen studieren hier 261 Studenten; Preußen hat also unter den nichthessischen die größte Zahl Studierenden, dann folgen Bayern mit 47, Rußland mit 26, und Baden mit 17 Studenten. ** „Zapfenstreich", das neue Drama von Beyerlein, das am Dienstag, den 15. Dez. im Theaterverein zur Aufführung gelangt, ist nun auch vom Hoftheater in Darmstadt angenommen worden und wird dort am 28. Dez. gegeben werden. ** Ter Umbau des Großh. Hoftheaters zu Darmstadt. Erneute Verhandlungen des Finanzministeriums mit der Stadt Darmstadt sind bekanntlich zu einem beftiedigenden Abschluß gelangt. Hiernach hat die Stadt- verordnetenveriammlung ihre prinzipielle Bereitwilligkeit erllärt, zunächst auf 10 Jahre einen städtischen Zuschuß in Höhe von 20000 Mark jährlich zu den Betriebskosten des Hoftheaters zu leisten. Taneben bleiben die städtischen Leistungen zu den Umbaukosten des Hostheaters in dem Umfange, wie dies in dep Regierungsvorlage mitgeteilt ist, unverändert fort- beftehen. Tie sämtlichen Leistungen der Stadt Darmstadt sind von dem Zustandekommen des Theaterumbaues abhängig gemacht. Die Stadt verfolgt mit ihrer neuerlichen Beschlußfassung die Mficht, das Hoftheater finanziell leistungsfähiger zu machen und ihm jpeziell eine bessere Honorierung des geringer be,oldeten Personals zu ermöglichen oder zu erleichtern. In der Stadtverordnetenversammlung wurde ausgesprochen, daß die Stadt mit ihrer Bewilligung für den Umbau, und mit ihrer jetzigen Bereitwilligkeitserklärung an die Grenze des ihrer;eits Möglichen und damit über alles das hinausgegangen sei, war andere Residenzstädte für die Hoftheater leisten. Es ist die Aufbringung derfürdenTheaterumbauersorderlichenKosten dem Staat ferner dadurcu wesentlich erleichtert worden, daß rm Juli d. I. in weiterem Entgegenkommen die Großh. K a b i n e 11 s k a s s e ermächtigt worden ist, chrer- eits von den Umbaukosten noch einen festen Betrag von 17 5 000 Mark zu übernehmen, sodaß dem Staate nur eine Summe von 2 2 9 910 sJJl a r t zur Last fallen würde. Letztere Summe wäre nach überschläglicher Berechnung er» orderlich, um diejenigen baulichen Herstellungen zu be- streiten, die zur Sicherung der Theaterbesucher und des Theaterpersonals und aus sanitären Rücksichten auch dann unbedingt notwendig, unaufschiebbar und von dem Staat zu bewerkstelligen wären, wenn der geplante, allem twll- kommen zweckdienliche, gäu'liche Umbau nickt zustande käme. 3it diesen Herstellungen gehören die Verbesserung der Ausgänge, die Verbesserung der Treppenhäuser und Gänge im BühnenbauS, die Einrichtung einer eisernen, hydraulisch betriebenen Bühnenmaschinerie nebst eisernen: Dachstuhl, Umbau der elektrischen Beleuchtungsanlage re. Obgleich zur Ucbernahme der Kosten für die vorbezeichneten .Herstellungen der Staut recht!iw verpflichtet wäre, so soll doch auch die Summe vor: 229 910 Mk. ebenso wie die früher geforderte Summe von 404 910 Mk., nicht aus der Staats- wsse, sondern aus dem Domänenacquisitionsfonds, entnommen werden. — Nack dem Gesagten sind die finanziellen Opfer, deren Tragung von der Großh. Kabinettskasse :md von der Stadt Darmstadt für den Fall des Umbaues des Hoftheaters aus fteien Stücken übernommen wird, für jede dieser beiden «erheblich höher, als die Leistungen, welche 'dem zur Aufbringung der Umkaukosten rechtlich verpflichteten Staat noch verbleiben werden. Das Ministerium teilt mitt mit, daß der Schlußantrag der Negierungsvorlage vom 8. Dezember 1902 insofern eine Aenderung erleidet, als nunmehr die Entnahme eines Betrages von nur 229 910 Mark (anstatt 404 910 Mark! aus dem Domäncnacquisitions- fonds zu Zwecken des Theaterumbaues nachgesuchi wird, während im übrigen die in der Vorlage gemachten Bor- fchlage unverändert auftecht erhalten werden. L Lich, 10. Dez. Am 9. Dezember fand zu Lich die Verlobung Ihrer Durchlaucht der Prinzessin Caroline zu Solms-Hohensolms-Lich mit Seiner Hoheit dem Prinzen Clodwig von Hessen-PH ilippsthal- Barchfeld statt. ? Lich, 10. Dez. Kommenden Samstag findet im hiesigen Schlöffe die Taäfc der kleinen Prinzessin statt. Bei der Feier, an der verschiedene Fürstlichkeiten teilnehmen werden, wird der hiesige Kirchengesangvercin mitwirken. Marburg, 10. Dez. Vor einiger Zeit war beschloffen worden, für die auszuführenden Neubauten, Schule im Biegenviertel und Garnisonverwaltungsgebäude, einen besonderen Architekten gegen ein bestimmtes Honorar anzustellen. Zu dem Zwecke stellte sich gestern der Lehrer an der Kunstgewerbeschule zu Charlottenburq, Schlump, der sich gerade auf der Durchreise nach der Rheinvrovinz befand, wo er Kirchenbauten ausführt, der Baukommission, dem Oberbürgermeister und dem Stadtverordneten-Vorstehcr vor, die mit ihm wegen Ausführung der oben bemerkten Bauten verhandelten. Das Ergebnis der Verhandlungen wird heute dem Magistrat vorgelegt werden. (£)eff. Landesztg.) Rüdesheim, 9. Dez. Ein oberhalb des Bahnhofes Kaub sich erhebender Felsen hatte sich abgelüst und stürzte auf das Hauptqeleise. Einige Augenblicke vorher hatte diese Stelle der Personenzug nach Mainz passiert und es hätte ein folgenschweres Unglück geben können, wenn der Sturz einige Minuten früher gekommen wäre. Mannheim, 9. Dez. In der heutigen Bürgerausschußsitzung wurden die Mittel zu einer Anzahl neuer Straßen genehmigt. Längere Debatten entspannen sich über den Bau der Straßenbahnstrecke vom Rheintor nach der Rheinbrücke, welchen der Stadtrat vorerst abtehnte. Die Sozialdemokraten brachten Klagen vor wegen nicht genügender Fürsorge für die Beschäftigung der Arbeitslosen. Seitens des Stadtrats wurde diesen Klagen entgegengetreten mit dem Hinweis auf die demnächst in Angriff zu nehmenden Ar- beiLcn. Weilznachts-^itteratur. Arbeit, ein Roman von JlseFrapan-Akunian, ist im Verlage von Gebr. Paetel in Berlin erschienen und ist als ein Werk von großer Bedeutung zu bezeichnen. In der Schilderung des erschütternden Schicksals einer Frau streift er die moderne Frauenbewegung und gibt eine Fülle von Anregung. Die Gestalten sind klar und mit Liebe herausgearbeitet, und die Stimmung, in die man bei der Lektüre des Buches versetzt wird, ist edel und nachhaltig. Eine volle, ernste Lebensauffassung klingt in dem Roman aus. Das Judentum in der deutschen Berga ngenh eit, von Georg Liebe. Mit 106, Nachs- bildungcn alter Holzschnitte uno Kupfer. Vorzugspreis broschiert 4 Mk., gebunden 5.50 Mk. Der Verfasser dieses Bandes der von Dr. G. Steinhaufen im Verlag von E. Diederichs in Leipzig herausgegebenen Monographien zur deutschen Kulttrrgeschichte ist Archivar an einem preußischen Staatsarchiv und behandelt die meist vom Parteistandpunkt geschaute Frage der Stelle des Judentums in der Vergangenheit in interessanter, gemeinverständlicher Weise. Er weist nach, daß die Judenfrage mehr eine soziale als eine religiöse war und daß bis zum frühen Mittelalter ein Aufgehen der Juden im Volke möglich war und teilweise auch gesckab. Bei Beginn der Geldwirtschaft im 2. Jahrhundert füllten sie im Handel- und Steuersystem eine Lücke des wirtschaftlichen Lebens aus, ja sie waren in ihren Geldgeschäften rechtlich so bevorzugt, daß sich hieraus hauptsächlich die Erbitterung bei den Judenverfolgungen im 12. und 14. Jahrhundert erklärt. Obgleich die soziale Ver- fehmung bereits im 12. Jahrhundert begann, ist die Ausbildung des Ghettos viel später anzusehen. Zur Blütezeit der Städte war die soziale Mission der Juden erschöpft und sic wurden fast aus ganz Westdeutschland ausgcwiesen. Auch die Zeiten des 30jährigen Krieges, des Wsolutismus und der Aufklärung werden beleuchtet, und die Arbeit schließt mit der Stein-Hardensteinschen Gesetzgebung und dem Fall der letzten Schranken 1848. Das authentische Bildmaterial besteht zu einem großen Teil aus Kar situren, denn in der Kunst unserer alten Meister ist der Jude fast nur in dieser Aufsiffsung geschildert. * Berlin, 10. Dez. Heute vormittag stürzte die 24jährige Frau des Postboten Leuendorf ihr drei Wochen altes Kind aus dem Flurfenster des vierten Stockes des Quergebäudes der Christburgerftraße 27 m den Hof und sprang dann selbst nach. Der Tod trat bei Beiden sofort ein. Die Tat soll aus Verzweiflung über die Krankheit des Kindes geschehen sein. * Berlin, 10. Dez. Gegen eine Dame der Halbwelt ist ein Strafverfahren eingeleitet worden, weil sie sich an den Obersten eines hiesigen Regiments mit einem Schreiben gewendet hat, in dem sie pekuniäre Ansprüche an verschiedene Offiziere des Regiments stellt. * Emden, 10. Dez. Die hiesige Neptunfischereigesellschaft giebt in einer Todesanzeige bekannt, daß kein Zweifel mehr darüber herrsche, daß der Logger „Clara" mit der ganzen Besatzung, bestehend aus 14 Personen, während des Orkans am 11. November in der Nordsee untergegangen sei. Sechs Mann, darunter der Kapitän, waren aus Nienbrügge in Schaumburg-Lippe. • London, 10. Dezember. Die geschiedene Gräfin Russell wurde heute zum zweiten Male geschieden und zwar von dem ehemaligen Bedienten William Brown, den sie vor einem Jahre in dem Glauben geheiratet hatte, er sei ein Prinz von Morena und Sohn des Kaisers von Oesterreich. Gewalttätiges Temperament und eheliche Untreue des Brown gaben den Scheidungsgrund. * Paris, 10. Dez. Ein Goldarbeiter namens Briffet verwundete heute seine Arbeitgeberin, Frau Soudan, schwer mit einem Revolverschuß und verübte sodann einen Selbstmordversuch. Brisset erklärte dem Polizeikommissar, er habe das Verbrechen begangen, weil er Anarchist sei. * Paris, 10. Dez. Hiesigen Blättern wird gemeldet, daß der jüngst wegen eines Sittlichkeitsvergehens verurteilte Baron Adelsward in der Nähe von Mülhausen in selbstmörderischer Absicht sich schwer verwundet habe. * Zürich, 10. Dez. In dem von Basel kommenden Schnellzuge erschoß gestern nacht der Kausinann Kunz aus Zürich vor der Ankunst im Bahnhof sein dreijähriges Söhnchen und sich selb st. * Eisenbahnunfälle. Am Donnerstag entgleiste zwischen Grimmenthal und Themar (Thüringen) der Schnellzug 493 infolge Schienenbruchs. Personen wurden nicht verletzt. Der Materialschaden ist gering. Die Strecke war nach 3 Stunden wieder geräumt. — Ain 9. d. Mts. entgleiste infolge eines Schienenbruches die Maschine und zwei Personenwagen des Personenzuges 617 in der Nähe der Haltestelle Büchenbeuren bei Simmern. Ein Postschaffner erlitt einen Armbruch, zwei Passagiere wurden leicht verletzt. Der Verkehr ist einstweilen gestört. * Zum Humbertprozeß. Der in Perpignan wohnhafte Vidal, der von seinem Neffen beschuldigt wird, aus die Humbertsache bezügliche Papiere in Verwahrung zu haben, erklärt die Anschuldigung mit dem Bemerken für falsch, daß er weder irgend eine jene Angelegenheit betreffendes Schriftstück besitze, noch jemals irgend welche Beziehungen zu den Humberts oder deren Dienerschaft gehabt habe. Vidal behauptet, daß es sich um einen Racheakt seines Neffen handle. In französ. Kammerkreisen ist man überzeugt, daß die Humbert-Kommission von Croß in der gröblichsten Wiese mystifiziert wurde. Das Vorgehen des nationalistischen Deputierten Berry, auf dessen Veranlassung Croß als Zeuge vorgeladen wurde, wird sehr abfällig beurteilt. Genchtssaal. Halle a. d. S., 10. Dez. Vom Kriegsgericht der 8. Division wurde der Unteroffizier Kirchner vom 8. Thüring. Jni.- Regunent Nr. 53 zu Altenburg wegen Soldaten mißhand- l u 'n g zu 1 I a h r 2 Monaten Gefängnis und Degradation verurteilt. Kirchner harte in zahlreichen Fällen feine Leute derart mißhandelt, daß sie o h n rn ä ck t i g wurden, ferner den Mannschaften g e w o h n h e i t s g e m ä ß ins Gesicht g e s p i e e n. Die nichtöffentliche Verhandlung dauerte zwei Tage. Kopenhagen, 10. Dez. Ter am 7. Oktober wegen Fälschung von Zeh'nkronen-Scheinen in Klampenborg verhaftete Litograph Brasch wurde heute zu 5 Jahren Zuchthaus verurteilt. Die Haupt,nithelfer erhielten Strafen von 4 und 5 Jahre» Zuchthaus. Arbeiterbewegung. Lyon, 10. Dez. Die Färber sind in den A u s st and getreten. Die Zahl der Streikenden beläuft sich bisher auf über io 000. Die Streikenden durchziehen unter Absingung revolutionärer Lieder die Straßen. Die Unternehmer haben bereits über zwanzig Fabriken geschlossen. Madrid, 10. Dez. In Cusoureta versuchten Landarbeiter das Versammlungslokal der Grundbesitzer -51: umzingeln. Zahlreiche S ch ü s s e wurden abgegeben, jedoch wurde niemand verletzt. Die im Lokale anwesenden Grundbesitzer mußten die ganze Nacht im Lokale verbleiben und wurden später durch die Polizei befreit. Auszug aus frrr. KirÄrvlnichan irr Stuhl Gießen. Evangelische Gemeinde. Getraute. Matthä usgemeinde. Den 26. November Alexander Hermann Herr, Kellner zu Gießen, und Elise Margarete Winnecker Tochter des verstorbenen Taglöhners Heinrich Jakob Winnecker zu Gießen. Ten 28. Nov. Heinrich Arnold, Eisenbahn- Bureaugehilfe und Helene Elisabethe Katharine Giar, Tochter des Weichenstellers Peter Giar zu Gießen. Markusgemeinde. Den 3. Dez. Wilhelm Leichtweis, Bürstenmacher zu Gießen, und Anna Elisabethe Bender, Tochter des verstorbenen Landwirts Karl Georg Bender zu Gröningen. Den 5. Dez. August Ernst Valentin, Steinbrecher zu Gießen, und Margarete Karoline Pfann- müller, Tochter des verstorbenen Landwirts Konrad Pfannmüüer zu Allendorf a. d. Lumda. Getaufte. M a t t h ä u s g e m e i n d e. Den 28. November. Ein unehelicher Sohn, Hemrick Wilhelm, geb. den 18. Oktober. Den 29. Nov. Dem Lackierer Ludwig Größer eine Tochter Anna Emilie, geb. den 24. August. — Dem Kutscher Philipp Geißler eine Tochter Katharine Elisabethe Erna, geb. den 22. Oktober. — Dem Schriftsetzer Hugo Weber ein Sohn Karl August Hans, geb. den 26. Oktober. Den 6. Dez. Dem Schlosser Philipp Heinrich Becker eine Tochter Lina, geboren den 5. Avril. — Dem Geschäftsführer Hermann Will eine Tochter Minna Marie Frieda, geboren den 19. Oktober. Markusgemeinde. Den 22. Nov. Dem Schreiner Wilhelm Hedderich eine Tochter Marie, geb. den 12. März. Den 28. Nov. Dem Schuhmachermeistcr Theodor Eißfeller ein Sohn Ernst Willy, geboren den 24. Nov. Den 6. Dez. Dem Taglöhner Heinrich Philippi ein Sohn Karl Heinrich, geb. den 15. Nov. Beerdigte. Matthäusgemeinde. Den 28.November. Karl Ludwig Müller, Schreinermeister, Witwer, 69 Jahre alt, starb den 26. Nov. Den 29. Nov. Karl Klingspor, Zigarrenfabrikant, verheiratet, 64 Jahre alt, starb den 26. Nov. Den 1. Dezember. Elisabethe Nachtigall, geb. Döring, Ehefrau des Fabrikarbeiters Heinrich Nachtigall, 35 Jahre alt, starb den 29. November. Den 2. Dez. Auguste Frank, geb. Müller, Witwe des zu Guntersblum verstorbenen Dr. August Frank, 72 Jahre alt, starb den 27. Nov. zu Hosheim. Den 6. Dez. Heinrich Schreiber, RenMer, ledig, 60 Jahre alt, starb den 4. Dezember. Markusgemeinde. Den 24. Nov. Balthasar Malkomesius, Rentner, verheiratet, 70 Jahre alt, starb den 21. Nov. Den 28. Nov. Marie Hofmann, geb. Niebch, Witwe des Müllers Johannes Hofmann. 58 Jahre alt, starb den 26. November. Are Nobelpreise. Die feierliche Verteilung der vier Nobelpreise erfolgte am Donnerstag abend in Stockholm in Gegenwart des Königs und mehrerer Mitglieder der Königlichen Familie. Tie drei anwesenden Empfänger der Preise, Becquerel, Arrhenius und Björn son, nahmen, nachdem mehrere Ansprachen gehalten worden waren, unter lebhaftem Beifall aus der Hand des K'öni s die Preise, die Diplome und die goldene Nobclmedaille entgegen. Fin- s e n - Kopenhagen, durch Krankheit am Erscheinen verhindert, wurde durch den dänischen Gesandten, das Ehepaar Curie-Paris, das ebenfalls nicht anwesend war, durch den französischen Gesandten vertreten. — In Christia- nia hielt im Storthings der Präsident eine Ansprache, in der er zunächst des Stifters der Nobelpreise gedachte. Dann führte er aus, die Friedensidee und die Verbrüderung unter den Völkern, die man früher als einen schönen,_ schwer zu verwirklichenden Traum bezeichnete, sei im Laufe der Jahre der Verwirklichung näher gekommen. Man könne jetzt sagen, daß die Arbeit für diese Idee einen Teil der praktischen Politik der zivilisierten Welt werde. Allerdings seien die Hoffnungen, die man der Haager Friedenskonferenz entgegengebracht habe, nicht verwirklicht worden. Um so erfreulicher ist es, daß das Haager Schiedsgericht in Wirk- samkeit trat und Hoffnung vorhanden ist, daß diesem ersten Schritte andere folgen werden. Ter Präsident wies auf die Bewegung in Frankreich und England zu gunsten der praktischen Durchführung des Schiedsgerichtsverfahrens und aus die Arbeiten hin, welche in den drei nordischen Ländern zur Sicherung der Neutralität dieser Länder ausgeführt würden. Das Storthing wies schon vor mehreren Jahren auf den Abschluß von Schftds-gerichts- verträgen und auf die Schlichtung von internationalen Zwistigkeiten durch ein festes Schiedsgericht hin. Ties Ziel werde heute von einem Staate nach dem andern anerkannt. Ter Redner schloß mit einem Hinweis auf das große Ziel des Friedens und der Brüderlichkeit zwischen den Völkern. — Professor Finsen, der den Nobelpreis für Medizin erhielt, schenkte dem Finsenschen Heilinstitute 50 000 Kr. Die zwei Tireltoren stifteten ebenfalls je 50 000 Kr. Thomas Manns Buddenbrooks sind im Verlage von S. Fischer in Berlin in einer gediegenen, billigen neuen Ausgabe erschienen. Ter Roman hat, da man seinen künstlerischen Wert von vornherein erkannte, bei seinem ersten Erscheinen einen großen Erfolg gehabt. Das Werk schildert den Verfall einer Familie, das Sterben der letzten Buddenbrooks, eines alten Lübecker Patri'ier-Ge- schlechts. Der Verfasser führt seine Menschen in seltener Wahrheit mit all ihren Schwächen vor, aber von der Kirnst eines echten Dichters verklärt. Hattptsächlich in intimer Situationsfchilderung erweist sich Thomas Mann als ein Meister. Das Buch ist ziemlich umfangreich, wirkt aber niemals ermüdend, denn es ist aus einem Gusse, in einem ausgezeichneten Stil geschr'eben und v^n einem packenden Aufbau. Der Roman "ist vielfach mit Recht mit Frenssens „Jörn Uhl" verglichen worden, dieser erzählt die Geschichte eines einzelnen Bauern, jener das Schicksal einer Familie. — Dem Familien- und Mode-Blatt „Dies-Blatt gehört der Hausfrau!" (Verlag Friedrich Schirmer, Berlin SW., 13, Neuenburgerstraße 14 a, wöchentlich ein Heft für 15 Pfennigs entnehmen wir den nachstehenden interessanten Auffatz über „Den Dienst der englischen Hofdamen": In früheren Zeiten waren recht sonderbare Hofdamen-Verhältnisse in England zu finden. Zurzeit der Königin Elisabeth wurden die Hofdamen noch bei dem geringsten Versehen barbarisck geohrfeigt, und Schriffftcller aus vergangenen Tagen bektaacn das Schicksal der armen Hofdamen, die „miserabel behandelt, übermäßig angestrengt unb allen Launen ihrer Herrirmen ausgesetzt sind". Auch heute ist das Leben einer englischen Hofdame, wie wir seyen wcrveu, keineswegs ohne Anstrengungen, und die Leistungen, die man von den Damen erwartet, sind außerordentlich vielseitige. Es liegt dies daran, daß die Königin Alexandra selbst eine sehr vielseitige, lebhafte, ununterbrochen tätige Dame ist. Der tägliche Dienst der Hofdame richtet sich natürlich nach bcm Aufenlhaltsorte und ist verschieden in London, in Windsor und in Sandringham. Ter letztere Ort dient der Königin als Landaufenthalt, und hier ist die Etikette wenigsten^ zum Teil ausgeschaltet. Unter allen Umstände!, beginnt der Dienst der Hofdamen bei der Königin sofort nach dem ersten Fa:iihstück. Es ist dies morgens spätestens ocneit acht Uhr. Die Hosdanien ^vom Dienst — gewöhnlich sind es zwei. — haben dann der Königin bei der Erledigung der Korrespondenz zu helfen. Tie Hofdamen müssen gute Briefschreiberinnen sein und eine sehr gewandte Feder führen, außerdem aber in Wort und Schrist mehrere Sprachen beherrschen. Zum mindesten verlangt man, daß sie Französisch ebensogut wie Englisch schreiben. Ist die Königin in London, hairdelt es sich an einem Vormittag um Staatsaktionen, oder begleitet die Königin ihren Gemahl zu irgend einer öffentlichen Feier, wie zum Beisp'el zu einer Dekorierung von Veteranen oder zu einer Heerschau, so- haben natiirlich auch die Hofdamen die Königin zu begleiten. Sie sind in der Gesellschaft der Königin, wenn diese die Wohltätigkeitsanstalten auffucht, itrn hier Krankenpflegerinnen mit Verdienstmedaillen zu dekorieren, oder §0)^016?, Waisenhäuser, Kteinkinder-Be- wahranstalten zu inspizieren. Kommt hoher Besuch von fremden Höfen an den englischen Hof, so sind die Hofdamen im Gefolge der Königin, wenn diese den Besuch je nach seinem Range am Fuß oder oben an der Treppe des Palastes oder am Eingang zu den Gemächern begrüßt. Tie Hofdamen werden bei dieser Gelegenheit auch jedesmal vorgestellt. Hält man sich in Windsor oder Sandringham auf,' so muß eine der Hofdamen täglich mit der Köni«gin vierhändig Klavier spielen: auch sollen sie noch zwei hervorragende Eigenschaften aufweisen: sie müssen sehr gut ein- imt) zweispännig kutschieren und tadellose Reiterinnen sein. Zu den Abendunterhaltungen im Familienkreise haben die Hofdamen nach Möglichkeit beizutragen.E Wenn der intime Zirkel der Familie und des Hofstaates sich des abeirds auslöst, hört der Dienst der Hofdamen nicht auf. Gewöhnlich wird noch in später Abendstunde Korrespondenz erledigt, oder die Königin bespricht mit den 5zofdamen das Programm ftir die nächsten Tage. Erst wenn die Königin zu Bette gebt, was gewöhnlich zwischen 11 und V2I2 Uhr nachts erfolgt, ist die .Hofdame vom Dienst ftei. Man sieht also, das', was von Kenntrnssen und Leistungen von einer englischen Hofdame verlangt wird, ist sehr viel, und rechnet inan dazu iwch den fast ununterbrochenen täglichen Dienst, so wird maiH sich sagen müssen, daß das Leben einer solchen Hofdame keineswegs beneidenswert ist." Unseren Leserinnen, die das in seinenr^ Mode- wie unterhaltenden Teil vorzüglich geleitete „Dies Blatt gehört der Hausftau!" noch uicht kennen sollten, schickt der Verlag auf Wunsch gern eine Nummer kostenlos zur Einsicht.