Zweites Blatt. 153. Jahrgang Dienstag 11. August 1803 SäfltfAfeAttAt» 5itt ♦ At A AVSsS 'SäSS w ®X* itaXr MV’!SV‘ 3? .ddattton. Erpedtttoa VJvIlUUvUIlHmU V.rantworttlch Mr und Druckerei: « i den poltL und augem. ■=;= Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Sietzen MZZ prc ___________________ ___ U -etgenteU: HanS Beck. Volitische Tagesschau. Petersburg und Washington. Ein jäher, unvermittelter Umschwung in den politischen Beziehungen zweier Staaten zählt zu den Seltenheiten und verdient besondere Beachtung. Er läßt sich zurzeit Lonsta- tieren beiRuhl and und den Vereinigten Staaten. Vor knapp vier Wochen, gelegentlich des von Präsident Roosevelt beabsichtigten Einspruchs zu Gunsten der Kischinewer Juden, hatte es den Anschein, als drohe der Abbruch, der diplomatischen Verbindung zwischen Washingf- ton und Petersburg —j. e ist die Rede davon, daß an das amerikanische Mittelmeergesch wader eine Einladung zum Besuche Petersburgs ergehen soll. Vor vier Wochen urteilten die politischen Kreise der Union, daß eine allgemeine Frontstellung der amerikanischen Politik gegen Rußland bevorstehe, die zum Anschluß der Vereinigten Staaten an den englisch^ apanischen Zweibund führen werde. Jetzt wird von russischer Seite ein Flottenbesuch angeregt, in dem man den Ausdruck des besten Einvernehmens -zu sehen gewohnt iP r— als ob es Differenzen wegen der Achinewer Juden oder in der Mandschureifrage niemals gegeben hätte! Ist ein schärferer Kontrast denkbar? Man könnte sich fast versucht fühlen, anzunehmen, daß die russische Diplomatie einen Spott beabsichtige, eine sattrische Belohnung des Präsidenten Roosevelt dafür, daß er durch schließliche Unterlassung des Einspruchs in Sachen Kischinew die amerikanische Diplomatie vor einer Niederlage bewahrt habe. Mrd die an oie amerikanische Mittelmeerflotte ergangene Einladung nun angenommen werden oder nicht, sie bleibt auf jeden Fall ein Akt des Entgegenkommens, den die Washingtoner Negierung entsprechend bewerten muh. Präsident Roosevelt soll zwar persönlich für Rußland wenig Sympathie übrig haben, doch er weiß, daß nicht Neigung oder Abneigung für eine Regierungspolittt bestimmend sein können, daß sich infolgedessen ein Anschluß der Union an England-Japan verbietet, weil am Ende nicht die Union, sondern lediglich England Vorteil davon hätte. Darum dürften die Geschästspolitiker in Washington es vorziehen, mit den diplomatischen Meistern an der Newa in Eintracht zu leben. Und wenn Rußland keinen Anstand nimmt, die Periode der Verstimmung durch Einladung amerikanischer Schiffe zum Abschluß zu bringen, so wird man sich „im Lande der unbegrenzten Möglichkeiten" wohl ohne weiteres über die Plötzlichkeit dieses Umschwunges Hinwegsetzen. Die drahtlose Telegraphie tu der Marine. Ueber die drahtlose Telegraphie als Signalmtttel im Aufklärungsdienst veröffentlicht Kapitänleutnant W. Michaelis im neuesten Hefte der „Marine-Rundschau" eine interessante Abhandlung. Der sachverständige' Verfasser kommt zu folgendem, ausführlich begründetem Ergebnis. Bei den großartigen Vorteilen, welche die drahtlose Telegraphie für den Ausklärungsdienst auf See zu bieten vermag, konnte es sich vom ersten Tage ihrer Erfindung 34. Deutscher Authropologeukongretz. (Original-Bericht des „Gieß. Auz.^ (Nachdruck verboten.) I. C. Worms, 10. August. Mit der diesmaligen Tagung in der alten Kaiserstadl Worms, einer Stätte, an die sich die ruhmvollsten Erinnerungen der deutschen Geschichte knüpfen, ist die Deutschs anthropologische Gesellschaft in einen neuen bedeutsamen Lebensabschnitt eingetreten. Er wird bedingt durch das Hinscheiden ihres großen Begründers Rudolf Virchow. Auf die Entwickelung der anthropologischen Gesellschaft wird der Tod dieses Mannes sicherlich den entschiedensten Einfluß üben. Ter Kongreß wurde heute vormittag in Gegenwart des Großherzogs Ernst Ludwig von Hessen im festgeschmückten Saale des Kasino in feierlicher Weise eröffnet. Der Großherzog, der in Begleitung des Staatsminrsters Rothe und des Kommandeurs der 25. Division Generalleutnant von Gall erschien und von dem Vorsitzenden, Geheimrat Prof. Wäldeyer empfangen wurde, bringt der prähistorischen Forschung ein ganz besonderes Verständnis entgegen. Es ist rühmend hervorzuheben, daß die Großherzoglich hessische Regierung zuerst in ganz Deutschland den Denkmälern der Miiirft und Geschichte gesetzlichen Schutz gewahrt. Ter Landesherr folgte den Vorträgen mit lebhaftem Ingresse und wohnte der ganzen Sitzung bei. Tie Beteiligung an dem Kongreß ist sehr groß. Es und z. Z. gegen 300 Mitglieder angemeldet. Wir nennen von bekannten Persönlichkeiten neben Geheimrat Wäldeyer (Berlin) den Kartographen Prof. Andree (München), Hosrat Dr. v. Forster (Nürnberg), Direktoriaalasiistent Dr. Götze vom Museum für Völkerkunde in Berlin, Prof. Herrn. Klaatsch Heidelberg), Pros. Lissaner (Berlin), Pros von Luschan vom Museum für Völkerkunde in ^rttryoen Indologen Pros. Oppert (Berlin), Pros. Ranke (München), Prof Seler (Berlin), den Tirektor desrömisch-germanischen Museums in Mainz, Tr. Schumacher, den Anatomen Pros. Dr. Schwalbe (Straßburg i. E.), Geheimrat Prof. Dr. Stieda (Königsberg i. Pr.), Pros. Tr. Thilenius.(Breslau), den Direktor des Museums sür Völkerkunde in Berlm, Geh Sieg.-Rat Tr. Voß, Hosrat Hagen (Frankfurt a. M.) und den Vorsitzenden der Wiener Anthropologischen Gesellschaft, Jrhr. v. Andrian (Werburg-Wien> Geheimer Medizinalrar Prof. Tr. Wäldeyer er- : Ssfnete den,Uougrey mit einer Ansprache, in der er zunächst der Verdienste Virchows in ehrender Weise gedachte. < Wichtige Aufgaben für die Zukunft liegen in der Verbesser- i cm nicht um die Frage handeln, ob man sie für den Seekrieg ausnutzen solle oder nicht, sondern nur, wie man aus ihren natürlichen Fähigkeiten den vollkommensten Nutzen sür denselben ziehen könnte. Wenn sie in der praktischen Anwendung in den Flotten der verschiedensten Mächte bis heute noch nirgends voll beftiedigt hat, so ist dies nur ein Zeichen, daß Organisation und Technik der Schwierigkeiten, welche mit dem neuen Signalmittel verbunden sind, noch nicht ganz Herr geworden sind. Die Forderungen des Ausklärungsdienstes für die Weiterentwicklung nach dieser Richtung sind: Möglichste Vergrößerung der Signalweite, Sicherung gegen Störung durch Dazwischensignalisieren, Heranbildung eines technisch, wie militärisch sicher arbeitenden Bedienungspersonals, Aufstellung eines praktischen, den Bedürfnissen des Aufklürungs- dienstes angepaßten Chiffres-Codes. Werden diese Aufgaben in beftiedigender Weise gelöst — und daß das gelingen wird, dafür sind die besten Aussichten vorhanden —, so muß das neue Signalmittel den Aufklärungsdienst der Flotten auf eine nie geahnte Stufe der Vollkommenheit bringen. Auch im jetzigen Zustande wird keine Flotte dies hervorragend leistungsfähige Verbindungsmittel entbehren dürfen. Nicht richtig freilich wäre es, seinetwegen die übrigen Signalsysteme zu vernachlässigen. Denn einerseits brauchen wir neben dem elektrischen Signalmittel für die Zeiten elektrischer Störungen der Atmosphäre einen Ersatz, ebenso wie wir neben den optischen Signalen die an sich weit minderwertigeren akustischen für den Nebel nicht entbehren können, andererseits aber ist es im Kriege allgemein von Mchtigkeit, stets über mehrere Möglichkeiten zu verfügen.' Burenoberst Schiel, der, wie wtt gestern meldeten, gestorben ist, ist ein geborener Deutscher (Frankfurt a. M.), diente zuerst in der preußischen Armee, wanderte dann vor Jahren nach Südafrika, wo er unter Krüger die Feldartillerie reoganisierte, wie überhaupt emsig mithalf, die Burenarmee zu verbessern. Der südafrikanische Krieg gegen England machte ihn populär, er war es aber auch, der dem tapferen Haudegen körperlich arg zusetzte und ihn zwang, im vergangenen Jahre sein Vaterland wieder aufzusuchen, um sich von den Sttapazen zu erholen. Im Anfang seines Aufeüthaltes machte er noch eine längere Tour, besuchte größere Städte, um über den Burenkrieg Vorttag zu halten, mußte aber dann nach Reichenhall, wo er, ebenso wie der greise Präsident Steijn, Erholung hoffte; jetzt hat der Tod seinem wechfelreichen Leben ein Ziel gesetzt. Schmiedestreik in Mannheim. Ein Schmiedestreik in der bekannten Mannheimer Firma Heinrich Lanz nimmt die Aufmerksamkeit weiter Kreise in Anspruch; eine Einigung konnte bisher nicht erzielt werden, und der Stteik droht größeren Umfang anzunehmen. Gegenüber den unrichtigen Darlegungen der Lohnverhältnisse hat der Inhaber der Firma an das lung der Vergleichsmethoden und Meßverfahren, auf deren internationale Grundlage unermüdlich hinzuarbeiten ist. Weiter wäre zu erstreben ein einheitliches Zusammenwirken der anthropologischen Vereine, namentlich der na- ttonalen, wie ferner für die einschlägigen Bestrebungen immer mehr die breiteren Volksschichten gervonnen werden müssen. Als das Allerwichtigste erscheint Wäldeyer aber die Errichtung eines anthropologischen Zentral-Jnstituts zu Forschungs- und Lehrzwecken. In dieser Beziehung sind uns andere Nationen weit voraus. Schließlich verlangt Wäldeyer für jede Universität ein Ordinariat sür die anthropologische Disziplin, die bisher noch lediglich an der Münchener Universität vertteten ist. Es folgten die begrüßenden Ansprachen. Staatsminister Rothe verttat den Großherzog und die großherzoglich hessische Staatsregierung; Oberbürgermeister Köhler die Stadt Worms. Für den Altertums verein von Worms sprach Oberst Frhr. v. Heyl, während Sanitätsrat Köhl die Teilnehmer namens des Ortsausschusses willkommen hieß. Es begannen hierauf die wissenschaftlichen Arbeiten. Professor Dr. G. Schwalbe (Straßburg) sprach über Vorschläge zu einer umfassenden Untersuchung der physisch.- anthropologisch, en Beschaffenheit der jetzigen Bevölkerung des Deutschen Reiches. Der Vortragende richtet an die deutsche anthropologische Gesellschaft die Aufforderung, eine umfassende Untersuchung der physisch^anthropologischen Beschaffenheit der jetzigen Bevölkerung des Deutschen Reiches zu veranlassen und nach Kräften zu unterstützen. Er weist darauf hin, Mß, während eine solche statistische Erhebung über die Verteilung der wichittgsten körperlichen Merkmale (Kopfform, Körpergröße, Haar- und Augenfarbe) in Frankreich, Italien und Schweden bereits mit Erfolg durchge- sührt und von Deniker und Ripeley ein Kartenbild zu übersichtlicher Darstellung gebracht ist, wir einer solchen umfassenden Statistik der anthropologischen Charaktere sür das Deutfchje Reich noch entbehren. Zwar verdanken wir Ammon eine derarttge Untersuchung sür Baden, zwar sind wir durch Ranke mit der physischen Anthropologie der bayerischen Bevölkerung, ld!urch andere mit der Eljaß-Lothringeus gut bekannt; aber Nord- und Mitteldeutschland smd in physijch- anthropologischer Hinsicht, nur in einzelnen kleineren Gebieten und auch da nur in Bezug auf die Körpergröße der Wehrpflichtigen untersucht worden. Museumsdirektor Prof. Dr. K. Schumacher (Mainz) referierte über „Die bronzezeitlichen Depots funde Süd w estdeuts chlands". Bis jetzt sind aus Südwestdeusichland gegen 60 sichere und ea. 30 zweifelhafte Funde dieser Art aus der sogen. Bronzezeit, im wesent-! Mannheimer Gewerbegericht und den Mrgermeister ein Schreiben gerichtet, welcher feststellt, daß der Durchschnittslohn aller Arbeiter samt Taglöhnern und Lehrlingen im Jahre 1893 4.12 Mark pro Kopf in 91/2 stündiger Arbeitszeit betrug. Derselbe wuchs bis Ende 1902 auf 4.30 Mk. an und beträgt jetzt 4.47 Mark, so daß der Jahresverdienst für die zurzeit beschäftigten 2500 Arbeiter unter gleicher Grundlage heute um 127 500 Mark höher ist, als im vorigen Jahre und um 262 500 Mark mehr beträgt als im Jahre 1893. Dabei sind die übrigen Produktionskosten, sowie die Schwierigkeit des Verkaufes gewachsen, die Verkaufspreise dagegen gefallen. — In einer am 4. August abgehaltenen öffentlichen Schmiedeversammlung erklärte nun der Vorsitzende des Schmiede-Verbandes die Lohnangaben der F-ttma für unrichtig, und verstieg sich zu der ungeheuerlichen, die Arbeiter aufhetzenden und die Firma schwer beleidigenden Beschuldigung und Aufhetzung: die Lohnlisten seien Trug oder aber die Arbeiter erhielten gefälschte Zahlzettel. — Die Firma hat gegen den Vorsitzenden des Schmiedeverbaydes, der in öffentlicher Versammlung diese Behauptung aufstellte, die Beleidigungsllage erheben lassen. Heer und Flotte. Stromfahrten deutscher Kriegsschiffe. Zwei der gewaltigsten Ströme des amerikanischen Kontinents haben neuerdings Bekanntschaft mit der deutschen Kriegsflagge gemacht: der Amazones und der St. Lorenzstrom. Die Bereisung des ersteren unternahm der kleine Kreuzer „Falke", als er anläßlich des Venezuela-Zwischenfalles an der südamerikanischen Küste stationiert war. ' C drang bis tief ins Innere, über Menvos, hinaus, sodaß die brasilianische Regierung eine politische Mission witterte und unruhig zu werden begann. Man darf deshalb gespannt sein, auf die Haltung der kanadischen Regierung gegenüber der Fahrt des Keinen Kreuzers ^„Gazelle" den St. Lorenzstrvm aufwärts, die unlängst ihren Anfang genommen hat, und zwar besonders im Hinblick auf den noch immer schwebenden deutsch-kanadischen Zollkonflikt. Herrn Chamberlain ist es zuzuttauen, oaß er bei seinem Freunde, dem kanadischen Premierminister Sir Saurier, zu Ungunsteu Deutschlands Ohrenbläserei tteibt. Von einer politischen Mission kann selbstverständlich auch bei der Stromfahrt der „Gazelle" keine Rede sein. Cs handett sich einfach um ein nautisch-wissenschaftliches Unternehmen. Ein Mangelan Offizie reü macht sich nicht nur bei der Infanterie bemerkbar. Der „Königsb. Hartz Ztg." wird von militärischer Seite geschrieben: Nicht nur bei der Infanterie, wie unlängst bekannt wurde, sondern auch bei der Kavallerie ist ein Rückgang in der Anzahl des Offizierersatzes in den letzten Jahren zu konstatieren; denn es betrug der Zugang an Offizieren für diese Waffe im Jahre 1900 190 Offiziere, in 1901 146 und im Jahre 1902 nur 119. Ebenso minderte sich der Offiziersz, gang beim Train in diesen drei Jahren von 18 auf 16 und bezw. 13 Zugänge. I lichen also aus dem zweiten und dem Beginn des ersten Jahrtausends v. Ehr., bekannt. Sie finden sich am häufigsten in großen Tongefäßen verborgen, biswellen waren sie auch in Felle eingewickelt oder in eine Holzttste verpackt, gewöhnlich unter oder neben einem großen'Steine. Die so niedergelegten Gegenstände bestehejn aus Waffen, Werkzeugen und Geräten sowie Schsmuck, alles aus Bronze, vereinzelte Stücke auch aus Gold. Sie geben uns hochintep- essante Aufichlüsse über die Handelsströmungen uno Kulturbeziehungen jener Zeiten. Der Vortrag ist verbunden mü der Ausstellung von mehreren Hundert von FeuersteinchM, welche aus tertiären und dlluvialen Schichten ausgegraben, die Spuren einer Bearbeitung von Menschenhand zeigen. Die Sammlung dieser ältesten Artefakte hat der Vortragende aus seinen Studienreisen der letzten Jahre in Frankreich,, Belgien, England und Deutschland angelegt; er führt dieselbe hier zimi ersten Male vollständig vor. Sanitätsrat Dr. Köhl (Worms) machte einige Mitteilungen über das römische Worms, in dessen Geschichte der erste Lichtstrahl dringt in der Mitte des ersten vorchristlichen Jahrhunderts, nach der Eroberung Galliens durch Cäsar. Die hier ansässigen Bewohner werden, wie die Bewohner von Speyer und Sttaßburg ausdrücklich als Germanen bezeichnet. Ursprünglich Feinde der Römer, übernahmen sie später die Grenzwacht nach Osten hin für diese. Nachmittags fand in Gegenwart des Großherzogs unter Leitung von Dr. Köhl die A u f d e ck u n g e i n e s franko- römischen Gräberfeldes am Bollwerk bei Worms statt. — Franz v. Schönt hau hat ein neues historisches Lustspiel „Die Kaiserin" beendet, das im Leipziger Stadttheater als eine der ersten Novitäten der kommenden Saison in Szene gehen wird. — „Ge schü f t ist Ge s ch ä f t" lautet in der Übersetzung von Max Scho en au der deutsche Titel von Oetave M i r b e a u s neuestem dreiaktigen Schauspiel „Lais affaires sont les affaires", das seinerzeit im Thsätre Franyais in Paris einen starken Erfolg erzielt yat. Tas Werk wird die deutsche Uraufführung zu gleicher Zeit am Deutschen Theater in Berlin und am Hofburgtheater in Wien" im Oktober erfahren; es wurde außerdem noch durch die Verlagsfirma Felix Bloch Erben, Berlin, von einer großen Zahl hervorragender Bühnen erworben, so von den Hof- theatern in Dresden und Stuttgart, vom Hamburger Thaliatheater, von den Stadttheatern in Leipzig, Bremen, Posen, dem Deutschen Theater in Hannover, dem Nutionock. theater in Budapest. Kolonialpost. Deutsche Besiedelung Kleinasiens und SynenS. Von delltscher Besiedelung Kleinasiens und Syriens ist wiederholt gesprochen worden, aber diese Andeutung allein versetzte die französischen Chauvinisten in gelinde Aaserei. In Deutschland selbst legte man solchen Anregungen, den Auswandererstrom nach jenen türkischen Provinzen hinzuwenden, wenig Bedeutung bei. Der Vorschlag taucht aber nachdrücklich und sehr ernsthaft auf, und zwar--von französischer Seite in dem bedeutenden und lehrreichen Werke von Charles Morawitz: „Les finances de la Turquie“, welches kürzlich, übersetzt von Georg Schweitzer (im Verlage von Carl Heyrnann, Berlin) erschienen ist und gerechtfertigte Beachtung gesunden hat. In einer Schlußbetrachtung über die Hilfsquellen der Türkei schreibt der französische Verfasser u. a.: .Die Mineraljchätze des Landes sind wenig erforscht, doch weiß man, daß sie bedeutend sind; sie zu erschließen, werden sich schon Kapital und Arbeitskraft finden, wenn nur die türkische Regierung auf die widersinnigen und chikanösen Reglements verzichtet, deren Abschaffung bis heute vergebens verlangt wurde. Gewisse Teile von Kleinasien und Syrien, das Euphrat- und Tigristal, zählten einst zu den fruchtbarsten und blühendsten Gegenden der Welt; sie würden ihren früheren Wohlstand bald wieder finden, wenn man den Strom deutscher und italienischer Auswanderer, auf den Amerika eine so große Anziehungskraft ausübt, dorthin lenken könnte. Hierzu brauchte man weder Geldsubsidien, noch kostenfreie Landanweisungen 511 erteilen. Man müßte blos den Kolonisten, die sich m der Türkei ansässig machen wollen, die wesentlichsten Bedingungen jeder Kolonisation verbürgen: gesetzliche Möglichkeit, unanfechtbare Besitztitel zu erwerben; unparteiische Justiz und Sicherheit der Person und des Eigentums, gestützt auf eine wohlorganisierte Polizei. Für die landwirtschaftlichen und industriellen Unternehmungen, deren Durchführung dem Einzelnen unmöglich ist, würden sich bald Aktiengesellschaften finden, wenn man den Gründern außer den oben erivähnten Garantien noch das Recht geben würde, ihre Rationalität zu behalten." — Gegen letztere Vergünstigung sträubt sich indessen die Türkei noch immer hartnäckig, aus Furcht gegen fremdländische diplomatische Interventionen. Aus Stadt unii Mnd. Gießen, den 11. August 1903. • Personalien. S. K. H. der Großherzog haben den Ober-Rechnungsrevisor Rechnungsrat Georg Fe ick zu Darmstadt auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner treu geleisteten Dienste bis zur Wiederherstellung seiner Gesundheit in den Ruhestand versetzt. — Der Revisionsgehülse bei der Ober-Rechnungskammer Ferdinand Hoock aus Bensheim wurde zuni Ober-Rechnungsrevisor bei der 2. Justifikatur- Abteilung der Ober-Rechnungskammer ernannt. * • Das Groß herzogliche Regierungsblatt, Beilage Nr. 22, enthält: 1. Uebersicht der für das Jahr 1903/04 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Kommu- nalbedürfnisse in der Stadt Friedberg, 2. Vorlesungsverzeichnis der Großh. Hess. Ludwigs-Universität zu Gießen, Winterhalbjahr 1903/04, 3. Konkurrenzeröffnungen. * * Neuester Plan der Stadt Gießen. Das städtische Vermeffungsamt hat einen neuen Plan der Stadt Gießen im Maßstab von 1: 3000 angefertigt, der sich von allen bisher bestehenden Kartierungen unseres Gemeindewesens dadurch vorteilhaft auszeichnet, daß jedes einzelne Haus, sowie die öffentlichen Anlagen rc. darauf eingezeichnet sind. Vorerst sind für Zwecke der städtischen Verwaltung in Schwarzdruck eine Anzahl Exemplare dieser überaus übersichtlichen Karte von Gießen beschafft worden, doch hören wir, daß eine hiesige Verlagsanstalt (Roth-Marburgerslraße) mit Genehmigung der Bürgermeisterei dieselbe in Farbendruck Herstellen lassen wird, um sie für den allgemeinen Gebrauch in den Handel zu bringen. * * Di e Arbe iten unserer Kanalisation werden in der Folge, soweit sie in der Altstadt herzustellen sind, in folgender Weise sich gestalten. Nachdem der Rohrkanal Marktplatz—Marktstraße mit seiner Mündung in das Hauptsiel an der Ecke der Bahnhofstraße und der Neustadt, an dessen Herstellung man eben tüchtig arbeitet, fertig gestellt ist, wird ein weiterer Rohrkanal in Angriff genommen, welcher von der Wetzsteingasje über den Linden-, Kirch- und Marktplatz durch die Mäusburg verlegt und mit seiner Mündung in ein gemauertes Siel auf dem Kreuzplatz endet, das von der Schulstraße durch die Sonnenstraße ziehend, den Kreuzplatz quert, um die Kaplansgasse entlang zu ziehen, an deren Treffpunkt mit der Bahnhofstraße in das dort angelegte Hauptsiel zu enden. Dieses Nebensiel wird später von der Schulstraße aus weiter ausgebaut. Weitere gemauerte Kanäle sind, in das Siel in der Bahnhofstraße mündend, vorgesehen: vom Seltersweg die Wolkengasse entlang, wo man übrigens jetzt schon arbeitet, sowie Teuselslustgärtchen-Löwen- gaffe. Am Seltersweg ist nur auf der Strecke Mcugasse bis Kreuzplatz ein gemauertes Siel vorgesehen, während bis zuni Selterstor Rohrkanäle hergestellt werden. Der Leiter unseres Tiefbauamtes, Baumeister Braubach, versicherte uns, daß die vorstehenden Arbeiten so schnell als nur möglich ausgeführt würden, daß dabei tunlichst die weitestgehende Rücksicht genommen iverde, daniit der Verkehr so wenig als möglich gehemmt wird, und daß, was wohl für die Ladeninhaber die Hauptsache fein wird, die Straßenzüge, die wir oben auführ- ten, sänitlich spätestens am 15. November vollständig für den ungehinderten Verkehr wieder frei werden, damit das Weihnachtsgeschäft durch die Kanalbauten nicht gestört wird. * * Einbruch. In vergangener Nacht wurde in dem Laden eines hiesigen Geschäftsmannes durch ein Fenster von dem Hose aus eingestiegen und ein kleiner Geldbetrag gestohlen, sowie die Geschäftsbücher beschmutzt. * * Frequenz des Freibades. Im städtischen Freibad an der Lahn haben im Monat Juli d. Js. 10 480 Personen gebadet. Im Ganzen sind in dieser Saison, seit dem 23. Mai, in der Anstalt 20 000 Bäder genommen worden. • * Für Zwecke von Ausgrabungen in der Nähe unserer Stadt hat ein Freund der Altertumsforschung dem Vorstand einen größeren Betrag zur Verfügung gestellt. Fußwettlaus gegen Radfahrer. Ortßgue, ein französischer Fußwettläufer, will nächsten Sonntag auf dem Sportplatz a. d. Hardt sich produzieren. Er fordert sämtliche Reiter, Rennfahrer und Fußgänger aus, sich mit ihm zu messen. n. Vilbel, 10. Aug. Auf dem Besitztum von Herrn Fritz Hinkel, Besitzer des Hassia-Mineralbrunnens, wurde ein mächtiger kohlensäurereicher Mineralwasser-Sprudel e r b 0 h r t. y. Groß-Eichen, 10. August. Gestern fand in der hiesigen Merz'schen Gastwirtschaft der Sängertag des „Ohm-Lumdatal-Sängerbundes" statt. Die Anzahl der erschienenen Abgeordneten und Vereinsmitglieder mochte ca. 50 betragen. Ta sämtliche Bundesvereine Fahnenweihfeste gefeiert haben, so beschloß die Versammlung, von nun ab Sängerfeste zu feiern, die zugleich 25-jährige Stiftungsfeste der betreffenden Vereine sind, von anderen Festen aber abzusehen. Zum schönen Verlauf der Bundesversammlung trug namentlich ein Sängerquartett aus Deckenbach bei. Laub ach, 10. Aug. Ein hiesiger Kunstjünger, der in München dem Studium obliegt, hat die in der Luftlinie ca. 350 Kilometer betragende Strecke in einem Zeitraum von fünf Tagen zu Fuß zurückgelegt; natürlich mußte er auch die Nächte dazu benutzen, da er täglich etwa 15 Stunden Wegs zurückzulegen hatte. Dies ist gewiß für einen Fußgänger eine recht anerkennenswerte Leistung. x. Homberg a. O., 10. August. Infolge eines Schlaganfalles verschied plötzlich der hiesige Lehrer der Ober- klasse, Herr Müller. Der Verstorbene erfreute sich einer robusten Gesundheit und befand sich noch im rüstigsten Mannesalter. § Nidda, 10. Aug. Ein hiesiger Landwirt machte bei dem Betreten seiner Scheune eine sonderbare Entdeckung. Ein mit Brennstoffen gefüllter Sack lag in der Tenne und war schon bis zur Hälfte verkohlt. Auf dem Sack stand ein Ge- bund Stroh, dessen Ende nach dem Heustock reichte. Offenbar hat man es hier mit einer mißglückten Brandstiftung zu tun; ein von dem Manne kurz vorher entlaßener Knecht steht im Verdachte. ? Gedern, 10. Aug. Lehrer Hermann gründete vor einigen Tagen einen gemischten Chor, dessen Mitglieder meist dem Bürgerstande angehören. -h-, Herchenhain, 10. Aug. Das neu erbaute Haus an der Kreisstraße nach Sichenhausen giebt Wohnung für einen Forstwart. Schotten, 10. Aug. Die Sommerfrische „Post- Häuschen", dem Posthalter und Beigeordneten Th. Cellarius gehörig, ist lt. Schott. Kreisbl. mit sämtlichem Inventar von dem seitherigen Pächter Jean Merz für 25 000 Mk. erworben worden. Herr Merz wird im Herbst das Etablissement aus eigene Rechnung übernehmen. Darmstadt, 10. Aug. Wie die „D. Z." erfährt, wird am Sonntag, 16. August, die feierliche Grundsteinlegung zu der evangelischen Kirche in Zeltweg in Steiermark stattsinden, zu deren Baufonds die evangelischen Glaubensgenossen im Großherzogtum Hessen in besonderem Maße beigesteuert haben. Die Feier beginnt vormittags 11 Uhr mit einem Festgottesdienst, in dem Senior Kotschy aus Wald die Festpredigt halten wird. — Freundliche Gaben für den Kirchenbau, deren derselbe noch dringend bedarf, bittet man an Herrn Pfarrer Lic. Waitz in Darmstadt ober Herrn Kapitänlentnant a. D. Grill in Bensheim gelangen lassen zu wollen. Offenbach, 10. Aug. Auf einem Obstrest, den jemand leichtsinnig fortgeworfen hatte, glitt am Sonntag ein junger Mann aus und brach sich beim Fallen den rechten Arm. In einer Droschke wurde er, nachdem ein Arzt einen Notverband angelegt hatte, nach Hause gebracht. (O. Ztg.) Mainz, 10. Aug. Auf der üblichen Rennstrecke zwischen der Eisenbahnbrücke und Weisenau hielt gestern nachmittag der Freie Deutsche Ruderverband em Wettfahren ab, das mit einem Anfänger-Vierer eröffnet wurde. Hierzu erschienen am Start die Frankfurter „Borussia", die Mainzer „Fortuna" und Frankfurter „Hellas". Das letztgenannte Boot war besetzt von den Herren K. Kurzrock, W. Eckert, W. Frank, M. Straub und wurde gesteuert von Herrn A. Freund. In der Mitte der Strecke etwa fing das Boot bei dem starken Wellenschlag Wasser und begann zu sinken. Von der Badeanstalt rief man ihnen zu, heranzufahren, doch die Bootsinsassen glaubten, die ganze Strecke noch bewältigen zu können. Allein schon nach einigen weiteren Metern ging das Boot unter. Zwei von den Leuten trieben auf die in der Nähe verankerte Baggermaschine zu, wo sie die Frau des Baggermeisters Kerz so lange über Wasser hielt, bis man sie herausholen konnte. Der Baggermeister selbst hatte sofort emen Nachen losgemacht und fischte darin die übrigen drei Leute noch auf. Alle fünf erholten sich nach kurzer Zeit wieder vollständig. Die übrigen Rennen gingen nach dem „Mainz. Tgbl." ohne Unfall und flott von statten. Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In Friedberg veranstaltete am Sonntag der Athletenverein ein großes Sommerfest. — In R 0 d - heim v. d. H. wird z. Z. der Turm der großen Kirche, welcher gelegentlich des großen Brandes im September 1901 stark beschädigt wurde, wieder hergestellt. Die. damals vom Feuer zerstörte kleine Kirche ist wieder aufgebaut. Ihre Einweihung findet im Oktober statt. Vermischtes. • Die blaue Farbe des Himmels ist eine allbe» kannte Erscheinung, aber über die Ursachen derselben gehen die Ansichten der Forscher auch heute noch sehr auseinander. Der berühmte englische Physiker Lord Rayleigh ist zu dem Ergebnis gekommen, daß das schöne Blau des wolkenfreien Ein eigenartiges Werk, das sich viel Freunde erobern I wird, bringt der neueste Band der Illustrierten Monogra- phien (Verlag von Velhagen & Klasing; herausgegeben von H. v. Zobeltitz): „Die Landschaft" nennt es sich, und der Verfasser ist der rühmlichst bekannte Münchener Gelehrte Prof. Max Haushofer. Ein rechtes Heimatsbuch ist es in seinen Schilderungen der Beziehungen zwischen Landschaft und Menschheit, in feinem liebevollen Eingehen auf all b’ie Schönheiten, die den Reiz der Landschaft bedingen und sie uns lieb und teuer machen. Das Werden der Landschaft aus Feuersgluten und Wasserfluten schildert das reizvolle Buch- all die Umgestaltungen, die sie erfuhr im Laufe der Jahrtausende, bis der Mensch in ihr Heimatsrecht erwarb und sie nun zum Werkplatz seines Tuns wurde. Lehrreich ist das treffliche, meisterlich geschriebene Buch in mannigfachster Weise; darüber hinaus aber bietet es, auch Dani der ausgezeichneten Illustration, einen ästhetischen Genuß ganz eigener, feinster Art. Wer Auge und Herz für die Landschaft hat, — gleichviel ob Künstler, ob Laie, — wird herzliche Freude an dem Werk haben. Hermann Bahr: Rezensionen. (Wiener Theater 1901—1903.) S. Fischer, Verlag, Berlin. Geh. 5 Mk. Ein neues Kritiken-Buch von Hermann Bahr ist wohl geeignet, die Aufmerksamkeit aller literarisch Kundigen und Literatur freunde zu erregen. In diesen gesammelten Rezensionen ist soviel theoretische und praktische Aesthettk, daß sie mit großem und unmittelbarem Nutzen gelesen werden dürften. Bahr ist ein glänzender Stilist, ein feiner und begeisterter Kenner aller Regungen der Kunst, und dazu besitzt er eine Klärung, eine Gerechtigkeit, die ihn niemals im Negativen, im Nörgeln und Schmälen @enüge finden läßt, sondern zur positiven Mitarbeit mit Rat und Tat gelangen lassen. Eine Broschüre von dem Straßburger Prof. Dr. Albert Lang, betitelt Nietzsche und die deutsche Kultur (Köln, I. P. Bachem, 1903, 59 S., 1.20 Mk.) ist soeben in zweiter Auflage erschienen. Der Verfasser greift im ersten Essay iTas Kulturproblem, S. 3—30) aus der ersten Pericve Nietzsches (1868—1878) sein Urteil über die moderne unc speziell über die deutsche Kultur heraus. Diese wird von Viic che schon in seiner ersten philosophischen Schxist auf5 schärfste verurteilt. Prof. £ang untersucht die Gründe der Herden Kritik Nietzschies über die deutsche Kultur und findet sie in deren Grundlagen, dem Intellektualismus, Optimismus und Kommunismus. In den entgegengesetzten Extremen sieht daher Nietzsche die Voraussetzungen einer wahren und praktischen Kultur, sodaß er als Bausteine des neuen Kulturgebäudes betrachtet wissen will den Voluntarismus oder die dionysische Kunst und Weisheit, den Pessimismus und aristokratischen Individualismus. Im zweiten Essay (Darwin und Nietzsche, S. 30—59) geht der Verfasser, der seit Tilles gutem Buche „Von Darwin bis Nietzsche" her allgemeiner betannten Verwandtschaft zwischen Darwin und Nietzsche nach und kommt zu dem Schlüsse, daß des letzteren Lehre vom Uebermenschen, und was damit zusammenhängt, sich sehr leicht als logische Schlußfolgerung aus den darwinischen Prinzipien (und einfache umreijrung des Jordanschen Optimismus) ableiten läßt, auf das ethisch^soziale Gebiet übertragen. Im Nachweis hierfür wird zugleich die Lehre vom Uebermensch- tum einer kritischen Beleuchtung unterzogen. Ueber William Shakespeare schpiillt die Literatur immer mehr an, aber die Aufsätze und Beiträge, die Tr. Max I. Wolff über den großen Engländer veröffentlicht (Leipzig, Hermann Seemann Nachfolger, Preis 3.50 Mark) heben sich wegen des umfasseiiden lieb er Miete 3, den sie geben, daraus empor. Tr. Wolff weiß die Persönlichf- teit Shakespeares klar und plastisch hinzustellen, und auch die bedeutungsvollen Etappen, in denen seine Dramen und Sonette entstanden, insbesondere auch durch reiche Vergleiche mit anderen kongenialen Geistern, klar herauszuarbeiten. Ter Shakespeare-Gemeinde hat der Verfasser mit seinem Buch ein neues vorzügliches Werk über ihren Helden geschenkt. „Al olochEhre — ein freies Wort gegen das Duellunwesen". Von Curt Müller. Verlag von Paul Waetzel, Freiburg i. Br. Die Duellgegner werden an dem Wertchen ihre Freude haben. Es giebt für das Duell keinen .Grund — das ist das Ergebnis der Untersuchungen des Verfassers. Das Heftchen ist zum Preise von 1 Mk. durch jede Buchhandlung zu beziehen. Zu den hervorragenden Erscheinungen auf dem Gebiete sozialpolitischer Fachliteratur gesellt sich das von den Kaiserlichen Expedierenden Sekretären im Reichsversicherungsamt Ernst Funke und Walter Hering verfaßte Werk- ch.en: „D i e reichsgesetzliche Ar b e i t er v e r s i ch er - ung (Kranken-, Unfall- und Invalidenversicherung)", dessen, zweite, das 6. bis 15. Tausend umfassende Auflage (138 Seiten Oktav, Preis 60 Pfg.) im Verlage von Franz Vahlen in Berlin W. 8, Mohrenstraße 13/14, erschienen ist. Diejes Schristchen will den weitesten Schichten des Volkes ein klares und anschauliches Bild von den Arbeiterversicherungsgesetzen geben, insbesondere die Versicherten darüber belehren, welche Rechte ihnen die Kranken-, Unfall- und Invalidenversicherung bieten, und wie sie gegebenenfalls ihre Rechte zu verfolgen haben. Es behandelt auf allen drei Gebieten der Arbeiterversicherung den Kreis der Versicherten, ihre Ansprüche, die Verfolgung der Ansprüche und die Kosten des Verfahrens nach dem neuesten Stande der Ge-- setzgebung und Rechtsprechung (die vorliegende Auflage berücksichtigt auch die neueste Novelle zum Krankenversicherungsgesetze vom 25. Mai 1903). Das Werk wird si chgewih nicht nur in den Kreisen der Versicherten, sondern auch bei Behörden, Ausführungsorganen, Auskunftsstellen, unter den Beamten, Aerzten, Rechtsanwälten, Geistlichen, Lehrern, Arbeitervertretern, immer weitere Freunde erwerben. Alle Arbeitgeber, welchen daran gelegen ist, daß das Friedenswerk sozialpolitischer Gesetzgebung zur vollen Würdigung und Betätigung gelangt, und daß die Ansprüche ihrer Arbeiter nicht an deren Gesetzesuntenntnis scheitern, sollten dafür Sorge tragen, daß das Werkchen ihrem Betriebspersonale zugänglich gemacht wird. Max Klingers mächtige Künstlerpersönlichkeit kann heute der größte Stolz des künstlerischen Deutschland genannt werden. Klingers Schaffen hat mit der Vollendung des Beethoven einen Höhepunkt und eine Abgeschlossenheit erreicht, die es rechtfertigen, daß seine Künstlerbiographie: geschrieben wurde. Lothar Br i e g e r-Wa s s e r v 0 gel unterzieht sich in seinem Klingerbuche dieser Aufgabe auf die selbständigste Weise. (Band 12 der Sammlung „Männer der Zeit", Verlag Hermann Seemann Nachfolger, Leipzig, Preis 3 Mk.) Sein Werk überrafcht durch Mt Vielseitigkeit der Ausblicke in alle Gebiete geistig.n cü;affend um) läßt eine bedeutende ästhetische Schulung v.ao ein tiefes Eiiidringen in die philosophische und künstler.'che Gedankenwelt des Meisters von Plagwitz erkennen. Die dem Andenken Hermann Gramms gewidmete Biographie ist go eignet, die allgemeine Bmounoeeung, die dem großen Zeitgenossen gezollt wird, auch iu<., mir dem intimen Verstand nis für [eine Schöpfungen zu erfüllen und damit einer echten Kennerschaft für Klinger den Weg zu bahnen. Ist der und der noch da?" Ew. Majestät Inzwischen ist ihm der sität, wodurch ihm die Tore zu den höchsten Stellungen im terstützung unbemittelter Schüler und Schülerinnen. Glauben vereinigt, einen Menschen vom Leben zum Tode f ro9r- *roi- QL». meldet interessante Details aus dem Leben der Kaiserin von Japan. Die Gemahlin des Mikado genießt in ihrem Lande eine große Verehrung als Dichterin. Japanische Schriftsteller, besonders Chassegawa, der Uebersetzer der Werke Tolstois, Turgenicws, Maxim Gorkis und Autor interessanter Novellen und Dichtungen, stellt das Talent der japanischen Kaiserin Rheinisches Technikum Bingen für Maschinenbau und Elektrotechnik.5245 Pimmels erzeugt werde durch die Luftmoleküle, die dies blaue Licht am intensivsten zerstreuen und zurückwerfen, je Studenten beißen also in den sauren Apfel und heiraten, trotzdem die Sache allmählich ruchbar geworden ist und die Zeitungen dagegen zu eifern beginnen. Sie ist aber zu einem Riesenskandal aufgebauscht worden, seitdem einer der Studenten sich ostentativ in der Aula das Leben genommen hat, weil er den Andeutungen, der Tochter eines gewissen Professors Moreira den Hof zu machen, widerstanden hatte, und nun trotz eines guten Examens als glatt durchgefallen erklärt wurde. ' - - , - - .v ------ Die Probe nimmt Monlag den 17. August, mittags 12 Uhr, ihren Anfang. - v . - wie letzthin in Sempach — von den Studenten dazu benützt werden, einen ganz ehrenwerten Stand in Wort und Bild verächtlich zu machen und herunterzusetzen, so sind das nicht mehr Tage allgemeiner Freude, sondern boshafter Beleidigung. Der dort angegriffene Stand hat mit den Studenten weiter nichts zu tun, als was sie ihr Sgerr tun heißt. Aber gerade der Umstand, daß diese verächtlich gemachten Personen den Studenten ohne höheren Befehl nichts verabreichen, scheint diese beleidigt zu haben — daher ihr unhöfliches Gespötte über sie. Wir halten dafür, Theologie- Studierende sollten eine Ehre darein setzen, an ihren künftigen Haushälterinnen gehorsame Dienerinnen und nicht „Mädchen für alles" zu haben. Zudem, wollten wir in Wort und Bild anderen vor Augen führen, was diese Studenten und — ihre nächsten Verwandten schon verüvt nicht an. Es wird erzählt, daß in Birma, das ebenfalls buddhistisch ist, Angeklagte zwar für schuldig befunden, aber Am nächsten Morgen indessen fragt daß die Hinrichtung durch die Guillotine weniger Leiden als irgend eine andere Methode verursacht. Der siamesische Ge. uuv lluclt||UHU lanbtc ließ im Auftrage seines Gebieters eine Guillotine ml Spieler vom Handwerk und alle die heute von der Bild- Paris anfertigen, und sie ist bereits nach Bangkok unterwegs. ' ‘ Verbrecher wurden bislang in Siam mit dem Schwerte hingerichtet. Der Delinquent kniet mit gebeugtem Kopfe nieder, And der Scharfrichter haut diesen mit einem einzigen Hiebe ab, d. h. man erwartet, daß er dies tue. Man fann kaum verstehen, wie ein buddhistischer Monarch es mit seinem Whwrhnfh (Hessen) zw. Darmstadt u.Heidelbg. Holet z. Krone. Pens. XUlUVUuJ v. Alk. 3.50 ab. Prospekt u. Führer gratis. G. Diefenbach. Sport. 8. G a r b e n t e i ch, 10. August. Bei dem gestern ausge- fahreneii 25 Kilometer-Rennen, offen für alle Herreniahrer und veranstaltet vom Radfahrer-Verein Alemania in Garbenleich, gelang es wiederum dem bekannten und m dieser Saison erfolgreichen Herrenfahrer Ph. Bauer in Gießen, Mitglied des Rad-(5lubs Germania Gießen, trotz scharfer Konkurrenz den ersten Preis an sich zu ziehen, besleherrd in einer prachtvollen Standuhr. Die gefahrenen Zeiten sind bei den aufgeweichten Straßen als hervorragend zu bezeichnen. ; r C st - VC|WUT a ©etreiöe steht allerdings Nicht so dicht, woran die anhaltende sandte, m der Meinung, daß dadurch eine weitere Ansteckung Trockenheit mit Schuld ist. Ueberall sind die G etreid e-Mäh- verhütet werden könnte. In London findet man selbst in ch as ch inen — z. T. Selbstbinder — in Tätigkeit, wodurch die großen Stallungen oft eine Ziege, die im Fall eines Brandes Ar'Mearbetten sehr beschleunigt werden, sodaß in den nächsten ... WM W. W »ch M. f* ™. SSÄrjÄKft ihren vermeintlichen anderen guten Eigenschaften. Die moderne iv u r z, stehen in der nördlichen Wetterau besser als in der süd- Zeft hat dem Aberglauben einen mehr ivissenschaftlichen An- Uchen, da letztere zur Zeit der Pflanzung fernen Regen hatte, strich zu geben versucht, indem die Theorie ausgestellt wurde, -assewe trifft aitd) bet der Kartosfelzu. bakter.entötend fei. Per- SUin “ftat’t- mutlich ist dec ganze Aberglaube, mie schon angedeutet, Herd- findende Weinprobe werden uns Einzelheiten geschrieben, die Dichters erreichte in Gesundheit das höchste Lebensalter, der Vater starb im Alter von 64 Jahren an einem Nerven- . - O ' . z , schlage (Erkrankung des Zentralnervensystems). Schon der , . . ~ Das Luzerner Tagblatt bemerkt Knabe zeigte bei einer ungezügelten Einbildungskraft eine dazu sarkastisch: „ine Herren Studiosen sind mit ihrer hochgradige Reizbarkeit der Nerven, die sich schon in den ,Schnitzelt) ank' auf schwieriges Terrain geraten. Ein Aus- Jünglingsjahren zu dem ausgesprochenen Bilde der Ner- wcg wäre vielleicht die Veranstaltung eines solennen venschwäche steigern sollte. Dan hat sich gewöhnt, des Dich- Balles im katholischen Vereinsyaus zu Luzern anläßlich ters Krankheit und Siechtum als Folge eines ausschweifenden der Kirchweih, zu welchem sämtliche yerreuköchinuen des Lebens hmzustellen. Wie irrig! Jetzt ergibt sich ander Kanivils, ait und jung, als „Tanzvesen" einzuladen wären.! Hand von Tatsachen, daß für Heines Leiden vom ärztlichen ^as mußte die erregten Gemüter beruhigen." I Standpunkte Geschlechtsirankheiten und Ausschweifungen Die Ziege im Volksaberglauben. Man kann als Ursachen überhaupt nicht in Betracht kommen. Für Es werden ~nnn der ni£^ fa9en' ba6 die Ziege im allgemeinen eine sehr geachtete eine derartige Annahme bieten weder der Verlauf des ■ ' 9 n9 eneL9l!Ct)e ©teüung unter unseren Haustieren einnehme, aber sie hat im Leidens noch seine Behandlung den geringsten Anhaltspunkt. 1 n im J” ‘,nprM Volksaberglauben einen ganz besonderen Vorzug, der an sich Hud was Heines Lebensführung angeht, so wird mit Rechet schwer erklärlich und vielleicht nur als Folge uralter Heid- auf. Leine Zuf dem Krankenlager getane Aeußerung hin- nischer Ueberlieferungen zu verstehen ist. Die Ziege gilt näm- E CC ,einem ^edichtchen wiederholt hat. Mitteleuropas, als ein schütz gegen Krankheit, vornehmlich Immoralität zeihen. Nie habe ich eine Unschuld ver- gegen Pocken. Im Ganzen wird sie als glückbringend geschätzt führt oder eine Ehefrau zur Untreue verleitet. Wird es und soll dem Rindviehs und anderen Haustieren die Gesund-s mir jemand glauben? Und doch ist es so." Auch nach fläche verschwundenen romantischen Gestalten gab, die Bret Harte in seinen Geschichten unsterblich gemacht hat. Eala- mity Jane war mit 15 Jahren eine Waise, führte unter Soldaten, Indianern, Jägern und Goldgräbern eilt wildes abenteuerliches Dasein, und lebte sich in die seltsame Welt vollständig ein. Ihr Ehrgeiz war, ein hervorragender Kundschafter zu werden, und als um 1870 herum die Jn- , - - , . , m .r , . i dianertriege wieder begannen, in denen General Costers befördern zu lassen, und die britische Regierung erkannte den! sj^uie auci) außerhalb rlmerikas berühmt wurde, schlüpfte König von Siam als das Haupt jenes Glaubens ^offiziell an, in Mannertletder und trat als freiwilliger Kund- >als sie ihm vor einigen Jahren die Gebeine Buddhas be- schafter unter seine Führung. Sie wurde als Calamith händigen ließ. Vielleicht befiehlt er Hinrichtungen überhaupt Jane bekannt, als sie 1872 in heißem Kampfe mit den und Wissenschaft, hauptsächlich aber für die gründliche Bild- ung der weiblichen Jugend m Japan. Unlängst wohnte sie mci$ kann die Post auch nicht eher Feierabend machen. dem Unterricht oer Mädchenschule in Kioto bei und be uchte * T ' ' ' > i neomen an oev Pcove rönnen nur ^nijabev b°r-uf die Universität. Di-Studenten empfingen sie mit bianet.^gnen 6 f Ä VVn" । 6 ^-■)ren temen außerordentlichem Jubel. Am folgenden Tage sandte die Jahren war eigentlich eine Kundschafterin und unter dem Kaiserin an beide Lehranstalten größere Geldbeträge zur Un- Kriegsnamen Ealamity 'Jane bekannt. Sie ist in diesen terstützung unbemittelter Schüler und Schülerinnen. Tagen, nach Rewyorker Telegrammen der Londoner Blätter, * Die Guillotine in Siam. Der König von in die ewige Ruhe eingegangen und es wird bei dieser Siam ist im Begriffe, die Guillotine in seinem Lande ein- Gelegenheit ihre wild abenteuerliche Laufbahn ^aufs neue zuführen, nachdem er sich die Ueberzeugung verschafft hatte, ln (Erinnerung gebracht. Sie war im fernen Westen ^uieri- o 1 1 ; 1 ’ • - J ■ kas in den Tagen geboren worden, als es dort noch mächtige und wilde Jndianerstämme, große Büffelherden, ^verwegene Goldgräber, nichtsnutzige und interessante Maßnahmen gefordert, um diesem Unfug zu steuern, und diesbezügliche sensationelle Enthüllungen werden namentlich vom Abendblatt „A Folha" in Aussicht gestellt. * Heimgeschickt. Der Dichter Grabbe bekam einst von einem Hamburger Kollekteur ein Lottert e l o s zugesandt, das, wie letzterer in seinem Schreiben behauptete, „unbedingt" mit einem Gewinn gezogen werden würde, und dann hieß 2226^^^anbe^im^^rfn“hi» I heit sichern. In manchen Bezirken ist es üblich, unter einer I seinem Tode ist nichts bekannt geworden, roa§ diese binnen 1Z 'anen ihren Slnfnna nimmt P8ie^ert>e eine 3ie9e äu hatten, damit sie diesen ihren Zweck Aeußerung Lügen strafen könnte. W-mi auch so des Dichters B-traa !d-r' Ä sÄ’ZlW * Vielfach erklärt man diesen Einfluß d-r Ziege d»^ Leben Verirrungen genug ausweist, so sollte man ihn q e W ® T £er^anb rocJ,c"' t>ie Annahme, daß sie alle schädlichen Kräuter ausiresse ct, wemgsiens mcht mit anderm Maße messen, wie seine ^bst.das Los zuruchch-cken zu wollen " Grabbe erwiderte Südengland glaubt man sogar, daß die nnte. ' Z aus dem hohen Parnaß. LandwirMasll Summe, di- das Los kostet, von dem „sicheren Gewinne« Aberglaubens zu s-m, und -r drmgt dort m die gebildetsten Aus der Aj-tt-r a u, 16. August. Di-Getreide. abfttlttPben und den Npbprfluü nPtnninft m t Kxpy nnmeifp« Gegenden. In unmittelbarer Nahe der Unwerlitätsstadt Ip m vollem Gange und kann bezüglich Qualität und wollen Sollte k. anweisen zu Cambridge ereignete es sich kürzlich, daß jemand seine Ziege Quantität als gut bezeichnet werden, ganz besonders gilt dies auch wollen. Sollte das Los ;edoch durchfallen, so betrachten Sie m Mobnbäi.spn fpinnr P , 3 von der am meisten angebanlen Getreideart, dem Weizen. Tas den Verlust als Strafe für Ihren Aberglauben." o?±n|®et?e .sieht allerdings nicht so^dicht, woran die anhaltende * Speckse iten als Prämien fürEheleute. Das Verteilen von Speckseiten als Prämien für besonders glückliche und friedliche Eheleute fand am Diontag in Dumnow (England) in Aufrechterhaltung einer seit Jahren und Jahrzehnten heilig gehaltenen Tradition statt. Zu dieser Feierlichkeit wird alljährlich ein „Schwurgericht" veranstaltet, bei dem oÄÄ um fo das Himmelsblau, nicht verurteilt werben. Am na W hohen Bergen erscheint der Himmel dunkler blau- der König oder der Gouverneur: Ali oer uni und^der 'duntte^" uber geringer ist Wenige Minuten später antwortet der Beamte: aBetc.a^7 aI§ §tnt«gtunb mehr zur g-ruh-n, er ist nicht mehr dal» Geltung konimt I umgekehrt d-e Lust mit Wassertröpschen Kops abgeschlagen worden. In dieser' Weise werden di- und größeren Staubtellchen mehr angefllllt, so tritt das Blau Grundsätze d s buddhistischen Glaubens nicht v-rl-tzsi zurück und mit sinkender Sonne * Di- beleidigten P f - r r e r" kö ch i n n e n. Im wird das burchgelasstne ^icht zunehmend reicher an gelben ,,Berner Bund" ist zu lesen: Einen lustigen Krieg führen und roten Strahlen. Diese Erklärung ist von W. Spring ultramontanen Luzerner Volksblatt die Pfarrers- auf Grund von Experimenten mit gewichtigen Gründen be- Schinnen gegen einige Luzerner T h e o l o g i e st u d e n- stritten worden. Nach seiner Ansicht ist das Himmelsblau ^k.n, anläßlich einer Primizfeier in Sempach ihren lediglich eine Folge der blauen Färbung des Sanerstoffs und an ehrsamen Gilde der Psarrersköchinnen in einer Ozons der Atmosphäre, es ist also die Eiaenfarbe der ^uit ^Schuitzelöank" ausgelassen hatten. Die Köchinnen ließen Wäre, sagt er, die Luft an und für sich farblos, so würde ^•9e^)en in 9Cs uns bte ®cntgfeit des Himmels nicht vermindert erscheinen, jeher für das'°katho?Me Volk' Tage^lch^^Freude unü'christ- wohl aber das zerstreute Tageslicht weißer, besonders in den licher Erbauung. Wenn dieselben aber — " ' ' höheren Teilen, gegen den Horizont hin aber etwas orange-ft ' ' färben infolge der Trübung der unteren Regionen. * Entweder — oder . . . Aus Lissabon schreibt man der „Zeit": Ja, die Studenten, besonders wenn sie aus reichen und vornehmen Familien stammen, haben wirklich kein leichtes Leben in der altehrwürdigen und angesehensten Univer- süät in Portugal, in Coimbra. Es hilft ihnen gar nichts, sie müssen entweder heiraten, oder . . . durchfallen. Mehrere Professoren, die mit einem außergewöhnlich großen Töchtersegen bedacht sind, haben eine Art von geheimer Liga gebildet, um die bisher etwas widerspenstigen Studenten zu zwingen, ihre Töchter wegzuheiraten; als Lohn erhält der Schwiegersohn einen Freibrief durch alle Examina (mag er auch noch so wenig wissen) und schließlich den Softorarai) ^rU?entei P - und mit ihm die Aufnahme in den Lehrkörper der Univer- Daya„ 9'abemem. anderes Bild! Drum sL cL™ eA, tri tt halten wir dafür, man könne PriMizen feiern, ohne einen yj? b tt2 3 ax Stellungen IM ganzen Stand in den Kot zu ziehen. Wer es nicht kann Parlament und im Regierungsdienst geöffnet sind. Viele — der bleibe daheim."- ' ~ " dazu jarkastisch: Indianern dem amerikanischen Rittmeister Egan das Leben rettete. Ein Indianer hatte den Rittmeister vom Pferde geschossen. Die Kundschafterin schoß den Indianer nieder, Iprengte heran, hob den verwundeten Offizier vor sich auf den Sattel, jagte, von der ganzen Judianerbande ver- j solgt, in heftigstem Feuer davon und brachte nach langer verzweifelter Jagd Egan im nächsten Fort in Sicherheit. Sie hatte in Dutzenden von Jndianerkämpfen und in mancher wilden Jagd auf vogelfreie Mörder und Räuber fthren Mann gestanden, wie der besten einer, zog sich aber um 1878 in den Ruhestand zurilck, verlegte sich auf ,die große Viehzucht und heiratete einen gewissen Burke, von dem fie eine einzige Tochter hinterläßt. Bret Harte, der in den Tagen ihrer Jugend in dem abenteuerlichen Gebiete gelebt hatte,, auf dem sie eine Rolle gespielt, kannte sie gut. Kunst und Wissenschaft. Heines Krankheit ist unter kritischer^Würdigung des von dem Dichter hinterlassenen Materials, namentlich seiner Briefe, von Tr. med. S. Ra hm er eingehender behandelt worden. Rahmer kam zu dem Ergebnis, daß die Krankheit ihren Anfang im Rückenmarke selbst nahm, nämlich in den vordern Wurzel- und peripherischen Nervenfasern, daß es sich um eine den Aerzten wohbekannte Erkrankung handelt, die als die spinale Form der progressiven Muskelatrophie bezeichnet wird. Der Krankheits- Prozeß umfaßte einen Zeitraum von 20 Jahren. Mit ihm hängen mehr oder iveniger auch die Kopfschmerzen und nervösen Krisen zusammen, die den Dichter von Jugend ait quälten und zur äußersten Mäßigkeit im Genüsse alkoholischer Getränke verurteilten. Das Hauptleiden war entweder direkt angeboren oder doch auf der Grundlage einer ererbten Disposition entwickelt. Die Mutter des das Geschworenenkollegium aus sechs Jungfrauen und sechs Junggesellen besteht, und ein besonders geachteter Bürger getrübten° e^eü^n ^riF^enS‘in ^AnchruLne^bmen^"^erickünt I n^en Ursprungs. Die Hexen der Walpurgisnacht reiten auf |ie*?em greunbe eines guten Tropfens Vergnügen machen werden, g^eiruoien eyeuchen ^neoens in Anspruch nehmen, Hemt Zj vie nichts anderes fein sollten als Teufel in Ver- $ie ^robe e.rftreckt sich am 170 verschiedene Wemsorten, sämtlich ein Anwalt, desgleichen em anderer Burger als Anwalt für Ffct>)Unci lirik rnrWichprmrnr nnirhr q;oao s.J=f.Arf. ., aus Rheinhessen und der Bergstraße stammend; eine Kollektion, den Spender der Speckseiten. Zwei Paare erschienen gestern A,.- < 3 L, ■< < __-3iege deshalb unter wie sie m dieser Vollständigkeit und Reichhaltigkeit noch bei keiner vor dem „Gericht" und leisteten einen beiliaen Eid daß fie ? § andere Vieh gemischt, weil man hoffte, die Leusel wurden früheren Gelegenheit geboten wurde. Absolute Reinheit hat der feit ihrer V-rh-ir°tunq S X e^iaeS hartes Wort u b,e U.?‘et bem Schutz- ihrer Freunde stehend- Herde nicht Pr°b°ausfch.ch iür die Wc.ne selbstverständlich zur Bedingung ge- 2 n < 5 9 ! 1 ö angreifen. Die Ziege war eine Kreatur der Sckwarckunst amcht, wie er auch die einzelnen Proben einer eingehenden Voreinander gesprochen hatten. Ems der beiden Paare war 33 gerade wie der Kuckuck den man nfa prmung unterzogen hat. Es befinden sich unter den angenommenen Jahre verheiratet und hat daher die Speckseite ehrlich < 2 m. '

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