Grfted Matt. Samstag IL.JrtlilSvb I Gchrrlstratze V. Adresse für Depeschenr «nzetger Gieße«. Fernfprechanschluß Nr. Kl. 153. Jahrgang Nr. 160 Grfcheini täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem «elfischen Landwirt die Gießener Kamilien. Hättet viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag bet Brüh lachen Unwers.-Buch- u. Stein- drucke«, (MÄchLrbeni ÄW M Ä Bezng-pret-r v 4b UgBj W monatlich7bPft viertel» Gießener Anzeiger w General-AMiger a SSE a . _ den poltt anb ^uneMch Amts- ilnd Anzeigeblatt fflr den Kreis Gießen MW w^jarnujiiTMijLnij! wimii.i।iijwi ui■ ■■»■ LLI_ __-etgewetl: Hans Beck. SeKamümachmlg. Ja der Zeit oom 4. bis 11. Jvli ITOS wurden in hiesiger Stadt gefundene 1 goldeneDamenrrhr, 1 Trauring und 1 aus- gestopfter Habicht; verloren: 1 goldene Damenuhr mit Kette, 1 Geldstück und 1 DamenknopfstiefeL. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei unS geltend zu machen. Gießen, den 11. Juü 1903. GroßherzogUches Polizeiamt Gießen. Hechler. KeKanntmachung. Die Markt st raße wird wegen Vornahme von Kanali- sationSarbeüeu von Montag den 13. l. Mts. ab bis auf weiteres für den Fuhrwerks- und Fahrrad verkehr gesperrt. Gießen, den 1L Juli 1903. Großherzogtrcpes Polizeiamt Gießen. Hechler. Z»er Kaiser aa Mord der „Kearsarge". lieber den Besuch, Kaiser Wilhelms an Bord des ameri* tanische Kriegsschiffes „Kearsarge" tm Kieler Hafen, Wer den die gelbe Presse Amerikas so entrüstet tat, dürfte nachstehender Bericht der „Assoziierten Presse" ans Kiel interessieren: „Ich werde an den Präsidenten Rvosevekt telegraphieren, meine Herren, und ihm jagen,; in welch vortrefflichem Zustmrde ich Ihr Schiff gefunden habe." So erklärte Kaiser Wilhelm, als er sich, begleitet vom Real-Admiral Cotton und Kapitän Hemphill, nach anderthalb stündigem Aufenthalt auf derKearsarge" an der Treppe von deren Offneren verabschiedete. Während dieser anderthalb Stunden inspizierte der Kaiser so genau, wie ei n Marineinspekteur nur tun konnte, das Schiff in allen seinen Teilen; er ließ die Türme spielen, untersuchte die Mannschaftsquartiere, schaute in die Proviantkamm er und plauderte inzwischen gemütlich mit den ihm begegnenden Mannschaften. Der Kaiser kam an Boro der „Kearsar^", indem er /eine Barte selbst steuerte; er war begleitet von dem diensttuenden Flügeladjutanten Korvettenkapitän v. Grmnme, währerrd die anderen Herren seines Gefolges auf einew anderen Dar lasse kamen. Es waren dies Staatssekretär Viceadmiral v. Tirpitz, Generaladjutant Vizeadmiral von Senden-Bibran, Generaladjutant General v. Plessen und Graf Eulenburg. Admiral Cotton und sein Stab/ Kapitän Hemp- HM und alle anderen Kapitäne und die Offiziere der „Kearsarge" empfingen den Kaiser auf dem Quarterdeck. ,Lch schätze mich glücklich, Gw. Majestät auf einem amerikanischen Schiffe wMkommen zu heißen", sagte Admiral Cotton, „und ich wünschte, daß ich Sie auf amerikanischem Boden empfinge." „Ich bin glücklich, hier zu sein", antwortete der Kaiser. Er schüttelte daun allen Kapitänen, die er gestern kennen gelernt Hatte, die Hand und nannte jeden bei Namen; dann begrüßte er die jüngeren Offiziere, die ihm vorgestellt wurden. Nachdem dies geschehen, sagte der Kaiser zu Mpitän Hemphill: ,Letzh Kapitän, möchte ich Ihr Schiss sehen." Kapitän Hemphill schritt mit dem Kaiser voran; es folgten Admiral Cotton und Admiral v. Lirpitz, daun die anderen amerikanischen Kapitäne und Offiziere mit den Begleitern des Deutschen Kaisers. Kaiser Wilhelm betrat einen der Doppeltürme und prüfte den Mechanismus. Leutnat Austin von der „Kearsarge" zeigte ihm, wie leicht und glatt sich der Türm drehen lasse. „Welches ist der wahre Wert dieser Türmet fragte der Kaiser, sich an Kapitän Hemphill wendend. „Das kann einzig der Krieg entscheiden, Sir", antwortete der Kapitän unb entwickelte dem Kaiser die theoretische Wirkung des Geschützfeuers. Der Kaiser sprach dann von einigen der französischen Versuche mit Doppeltürmen, bei denen Schafe in dem einen Durm durch die Erschütterung durch Kanouenfeuer tm anderen Türm getötet winden. ^DaS", sagte der Kapitän, ,chatte feinen Grund in den kurzen Kanonen, welche die Franzosen an wandten. Die laugen Geschähe der ,Marsarge" Mützen den Boden vor zu großer Erschütterung." Indem der Kaiser ein Mitglied seiner Suite auf Kapitän HempHills Dienst auf einem Monitor, als diese zuerst zur Verwendung gelangten, und während anderer scharfer Seegefechte während des Bürgerkrieges aufmerksam machte, sagte er: „Diese Leute sind für uns Götter." Der Kaiser sagte ferner, der Kommandotnrm sei der geräumigste, den er bisher gesehen habe. Mit den telephonischen und den Srgnalappaoaten in jedem Teil des Schiffes zeigte ber Kaiser sich sehr vertrant, und er wies auf eine ober zwei gute Neuerungen hin. Die deutschen Konstrukteure sollen mit elektrischen Verbindungen viel Schwierigkeiten gehabt haben, und ber Kaiser dafür großes Interesse zeigen. Zur Zeit ist das allgemeine elektrische System auf ber ,Lear- targe" nicht sichtbar, ba es von zur Hälfte feststehenden Konstruktionen eingefaßt ist. Während der Kaiser die Mannschaftsquartiere besichtigte, sprach er mit mehreren Blaujacken und fragte scherzerrd einen alten Matrosen, wie lange er biene. „24 Jahre." „Das ist lange genug", sagte der Kaiser, „um Admiral zu werden." Als die Besichtigung ber „S*earfarge" durch den Kaiser beendet war, ging die Gesellschaft nach der Admiralskajüte, wo der Kaiser, als er dort einen großen Schaukelstuhl erblickte, fragte: „Wozu ist der ba?" „Für Kaiser", antwortete Admiral Cotton. „Dann wlll ich chn gebrauchen", sagte der Kaiser. Nach einer Viertelstunde allgemeiner Unterhaltung, während welcher Champagner gereicht wurde, verließ der Kaiser das Schiff unter dem Donner von 23 Schüssen jedes amerikanischen Kriegsschiffes. Unmittelbar darauf versammelte Admiral Cotton die Offiziere und Mannschaften um sich und hielt folgende Ansprache an sie: „Der Kaiser hat das Schiff schnell, aber gründlich inspiziert. Der Kaiser ist ein gründlicher Kenner der Schiffs- technik, und er hat sich sevr entzückt ausgesprochen von dem, was er hier gesehen yai. Ich danke den Offizieren und der Mannjchaft für den Zustand des Schiffes. Ich hoffe, ein jeder wird daran denken, daß er ein Vertreter der Vereinigten Staaten ist, und fiep so führen, daß er fein Land und feine Flagge zu Ehren bringt. Mr sind hier auf Befehl des Präsidenten Roosevelt. Es ist unsere Pflicht, alles Kr tun, was in unseren Kräften steht, um das Gefühl der Freundschaft und Herzlichkeit zwisch en den Vereinigten Staaten und Deutschland zu erhalten. Drei Hurras für Se. Majestät den Kaiser!" Die 700 Offiziere und Mannschaften der „Äearfarge" brachten bann drei brausende Hurras auf Kaiser Wilhelm ans. Der Kaiser empfing Botschafter Tower auf der kaiserlichen Jacht „Hoheuzollern" unmittelbar nach seiner Rückkehr von ber Besichtigung des amerikanischen Flaggschiffes und brückte dem Botschafter seine Befriedigung über das Gesehene aus. Kapitän Hemphill versteht sein Handwerk, und er ist ein Kaprtäu, ber sein Schiff kennt", sagte ber Kaiser. „Er braucht nicht anhere Leute zu fragen, wenn er Rede und Auskunft geben soll." Völkische Tagesschau. Die Vertretung für Die „Nvrdd. Allg. Ztg." schreibt: Gin Berliner Börsenblatt berichtete ant 7. Juli, der Kaiser habe am letzten Sonntag beim SchiffsgotteK- bieust au Bord der ^Hohenzollern" ein Gebet für den erkrankten Papst gesprochen. Andere Blätter wußten zu melden, daß ber Antritt der Vorblarrdsreise sich deshalb verzögert habe, weil sich der Kaiser im Falle des DodeS des Papstes zu den Beisetzungs feierlichkeiten nach Italien begeben wolle. Wir sind ermächtigt,' alle diese Meldungen als erfunden zu bezeichnen. Die Nvrdlauds- reise wird der Kaiser vermutlich morgen an treten. Wie Kaiser Wilhelm, so dürften sich auch die anderen Souveräne und Staatsoberhäupter bei den Beisetzungsfeierlichkeiten vertreten lassen, so Kaiser FrauzJosef, König Alfons, der Regent Portugals, Präsident Loubet. Zweifelhaft ist wohl noch, ob König Viktor! Emanuel an der Beisetzung sich beteiligt. Die Fahrt nach Paris hat er einstweilen verschoben, wie es heißt, auf Bitten ber Königin-Mutter Margherita. Als König Humbert vor drei Jahren zu Grabe getragen wurde, entsandte Kaiser Wilhelm seinen Bruder, den Prinzen Heinrich von Preußen, nach Rom. Die, wie gemeldet, in Zentrumskreisen verbreitete Auffassung, diesmal werde ber Kronprinzdie Vertretung ausüben, hat bisher noch keine Bestätigung erfahren und bürste schwerlich treffen. BörfeN'Sangninismus. Unser Berlin er Mitarbeiter schreibt unterm 10.Juü: In ber Beurteilung politischer' Angelegenheiten weiß die Börse erfahrungsgemäß nicht Maß zu halten. Sie sieht entweder zu rofig ober zu schwarz. Auf eine Notiz ber halboffiziösen „Bcrl. Pol. Nachr." hin, daß hauptsächlich infolge des Bör s e n g e s e tz e s der Berliner Markt seine einstige Bedeutung eingebüßt habe, entstand dieser Tage an ber Börse das Gerücht, die Regierung werde die bereits seit geraumer Zeit fertig gestellte Novelle zum Börsengesetz einer Umarbeitung unterziehen im Sanne einer weiteren Milderung der einschneidenden Bestimmungen. Die Regierung wolle dadurch dem durch die NeichstagÄvahlen her bei geführten „Ruck nach links"'Rechnung tragen. Nach unseren Informationen kommt eine Umarbeitung der Börsennovelle, die dem Reichstage gleich nach seinem Zusammentritt zugehen soll, tatsächlich nicht in Frage. Die Novelle wird vielmehr dem Parlament in ber Form vorgelegt werden, die die Regierung chr gegeben hat auf Grund der vertraulichen Besprechungen mit Fachmännern und sachkundigen Parlamentariern im Reichsamt des Innern und beim preußischen Handelsminister. Weiter- gehende Anträge zu Gunsten der Börse zn stellen, dürste daher Sache des Reichstags sein, and hier ist wieder cmä* sch tagg eö end die Haltung des Zentrums. Eine gewisse Wandlung in den Anschauungen mag ja auch bei dieser Partei ein getreten sein, die in das Börsengesetz von 1896 ftn Verein mit den Konservativen scharfe Bestimmungen hineingebracht hat. Doch allzu große Erwartungen wird man in dieser Beziehung nicht hegen dürfen. Was die Regierung betrifft, so würde sie einer Milderung der in der Börsennooelle enthaltenen Bestimmungen seitens des Reichstages kaum ein „Unannehmbar!" entgegenstellen. Aus dem Wahllreise Marburg. In charmanter Weise erzählt Herr v. Gerkach in Naumanns ,Hiilfe", wie er seinerzeit in seinen jetzigen Wahlkreis Marburg geraten ist: Wenn uh . . . den Wahlkreis bearbeitet habe, so ist das beinahe auf einen Zufall zurückzuführen. Noch zu meiner christlich-sozialen Zeit, es wird 1895 gewesen fein, machte mich ein eifriger Parteigenosse in Marburg darauf aufmerksam, daß Atarburg wahrscheinlich bei den kommenden Wahlen herrenlos sein werde. Denn Dr. Böckel, ber bisherige Mandatsinhaber, habe sich burch sein politisches und außerpoütisches Verhalten gleichermaßen unmöglich gemacht. Er könne nicht wieder kandidieren. Arbeite ich rechtzeitige st> werde mir ber Wahlkreis als reife Frucht in den Schoß fallen. Der Gedankengang leuchtete mir ein. Ich begann die Agitation mit ein paar Versammlungeu Mir schienen die Aussichten nicht schlecht, da ich bei der Lan d'bev ölkerung als Folge der antisemitischen Agitation viel politisches Interesse und einen ausgeprägten anti kous ervativen Grundzug vorstrnd. Darum konzentrierte ich nrich auf den Wahlkreis, als inzwischen die national-soziale Bewegung entstanden war. FeMeton. Die deutsche Süd p o l a r-Expedi tion. Eine Sonderbeilage des „Reichsanz." verösfentlicht den amtlichen Bericht des Professors v. Drygalski über die deutsche Südpolar-Expeditivn. v. Drygalskis Bericht beginnt mit der Abreise von den Kerguelen am 31. Januar 1902, wo das Inventar der „Gauß" ergänzt wurde und 40 Polarhunde an Bord genommen wurden. Die „Gauß" fuhr in südöstlicher Richtung auf das von Wilkes Expedition au- gebeutete und von der Challenger-Expedition aber in Frage gestellte Tenninationsland zu. sJcad) einer unWyigen Fahrt wurde am 13. Februar unter 61 Grad 58 Min. süblicher Breite und 95 Grad 8 Min. östlicher Länge das erste Scholleneis erreicht, das ein südliches Vordringen zunächst unmöglich machte; daher erfolgte die Weitersahrt in westlicher vllchlunA. Das Termlnationsland wurde nicht gesehen, obgleich die von Wilkes auf gegebene Position dicht nördlich passiert wurde. Vom 18. bis! 22. Februar 1902 wurde ein wirksamer Vorstoß nach Süden unternommen, der mit den, ^estkommen ber „Gauß" im Eise endete, das zur Ucbc -.ointermrg zivang. Das Schffs wurde von allen Seiten öüii starkem Scholleneis umschlossen. Es lag in einer großen Bucht, d5 Kilometer oom Inlandeise ent fernt. Die von der Expedition neu entdeckte Küste des antarktischen Larcdes taufte Drygalski Kaiser Wilhelm K Küste, die Bucht, in ber bie „Gauß" lag, Posadowsky-Bucht und die eisfreie vulkanische Kuppe in einer HÄhe von 366 Bieter am Südrande der Bucht Gaußberg. Auf dem Gise wurden Observatorien für magnetische, meteorologische und astronomische Untersuchungen errichtet. Von April bis August herrschten heftige Schneestsürme, die einen Ausenthall im Freien häufig unmöglich machten. Gin Matrose verlor im Schneesturm, 10 Ädeter vom Schiff entfernt, den Rückweg und konnte nur mühevoll gerettet werden. Am 29. März 1902 stieg ein Fesselballon auf, welcher eine wertvolle Umschau in 500 Meter Höhe gab. Währerrd ber Expedition ereignete sich nur ein schwerer Krankheitsfall, welcher glücklich verlies. Vom 18. ALärz bis 4. Dezember wurden sieben Schliltenreisen unternommen, auf denen das Inland erreicht wurde. Am ,8. Februar 1903 tarn die „Gauß" frei durch starken Ostwind. Die „Gauß^' ftthr den Nordrand des Westeises entlang, das am 19. Februar 1903 unter 65 Grad 32 Min. südlicher Breite und 87 Grad 40 Min. östlicher Lange sick) aus der Sicht verlor, näherte sich dann dem Cise ivieber, und kam vom 6. bis 14. März zum zweitenmale fest. gelang ihr dann, offenes Meer zu erreichen, worin sie dis zu 64 Grad 51 Min. südlicher Breite bei 80 Oh*ab 14 Min. östlicher Länge vordrang. Die Fahrt loar wegen der zunehmenden Länge der Nächte schwierig. Am 8. April 1903 wurde die Umkehrbeschlossen. Unter 64 Grad 58 Min. südlicher Breite bei 79 Grad 33 Min. östlicher Länge wurde die Fahrt nach dem Norden angetreten. Am 19. April wurden die Kerguelen passiert. Am 1L Mai wurden bie beiden ersten Schiffe gesehen, bereit einem eine 'Nachricht an den deutschen Konsul auf der Delagoabac mitgegeben wurde. Am 31. Mac wurde Port Natal erreicht, wo an den deutschen Konsul in Durban ein Telegramm zur Weiterbeförderung an das ReichAamt des Innern gesandt wurde. Am 9. Junt wurde glücklich ber Hafen von Simonstown erreicht. München, 10. Juli. In der heutigen Sitzung der Dele- giertenversammlnng des Verbandes d e u t i ch e r Journalisten- und S ch r i s t st e l l c r v. e r e i n e wurde Breslau zmn Vororte getvahU. Die nächste Tagimg soll in Graz ftattfinben. Der Penjionsanstatt überwies der Verband 1000 Mk. Hieraus referierte Bernstein-Nttiilchen über die Zenfurfrag e. Die Per- jaminlung nahm einstimmig eine im Sinne seiner Ausführungen gehaltene Resolution an, nach welcher der Verband alle auf völlige Beseitigung der Zensur gerichteten Bestrebungen billigt Rechtsanwalt Armer-Breslau referierte über den Normalvertrag für Re dakteuve. C i n e interessante Erfind u n g. Wie die „91 Hamb. Borsenh." mitteilt, konstruierte der päpstliche Kämmerer Professor Cerobotani-München einen Apparat, der ermöglicht, beliebige Entfernungen zwischen einem beweglichen Standpunkt »md einem beweglichen Gegenstände ohne weiteres ai ermitteln. Dem genannten Blatte zufolge bringt der Kaiser der Erfindung Interesse entgegen und veranlaßte den Staatssekretär des Reichsmarineamts, eine Prüfung des Apparats vorzunehmen. Kemeinsaßliche Uelehrung Gerichtssnal. Vermischtes. Donr Monte G a r d o n e im immeru Er Cimberntal stürzte Anton Corradini aus Molina ab. Hof-Möbelfabrik und Kunstsohreinerei von Ludwig Alter in Darmstadt Ranges. Sro6lh Hessischer und Kaiserlich Russischer Hoflieferant Permanente Ausstellung von 120 Zimmer-Einrichtungw Auf Wonsoh kostenlose Ünterbreitung meiner Haupt-Kollektion schLft Heinrich Lemster zu Raeber-Ingelheim wurde aus Anlaß feiner Versetzung in den Ruhestand dus Allgemeine Ehreuzerchen mit der Inschrift „Für treue Dienste" der- Lehen. — S. K. H. der Großherzog haben öcm ^txir tionsaisistenten Julius Brohrn in Kalk, den Bahnmeistern Hermann Herb sieb in Rüsselsheim, Wilhelm Kabey in Ober-Ramstadt, Heinrich K i l b m Bensheim, Gottfried Schatto in Groß^Sermi, Christian Stein in Eberbach, JLtob Tamm in Groß-Umstadt, Bernhard Trabner in Smendlinaeu, Aloysius Tuch in Seligenstadt und Georg Wiener in Armsheim, den Werkmeistern Wilhelm Dreht in Mainz und Heinrich Stephan in Darmstadt, dem Gütererpedienteu Johann Weidmann in Waldhos, den Eisenbahnsekretären Anton Grün in Darmstadt, Johann Scharnback m Mainz und Martin Hilshermer rn Mainz — die unkündbare Anstellung in der Hess. Preuß. Elsendahngemeinschast oerliehen. Dem Lokomotivführer Barral Wenderolh in Bebra wurde die unkündbare An- steUung rn der Hess. Preuß. Eisenbahngemeinschaft ver- Lehen. — Ernannt wurde der Dammwärter-Aspirant sDa» litäranwärter Karl Horst aus .Stockstadt a.,RH. zum. Dammwärter mit dem Wohnsitz zu Guntersblumer Fahrt. •* Studenten mit Kinder - Fahrkarten. Bei SeseüschaftSfahrten, die von Studrerenden akademischer An- jmlten, Fachschulen u. s. w. zu wissenschaftlichem und be- lehrendem Zweck unter Leitung von Lehrern unternommen werden und bei denen je zwei Teilnehmer immer auf ein Fahrkarte befördert werden, hat sich der Uebelsland gezeigt daß eine genaue Kontrolle weder an der Sperrschranke, noch am Zuge ausführbar ist, well teils die Teilnehmer nicht zu- jammen untergebrachl werden können, teils diese sich nicht geschloffen emfinden, sich auch sonst auf den Bahnhöfen u. s. w. voneinander trennen. Zur Vermeidung dieser Unzutraglich- kerten soll in Zukunft an jeden Teilnehmer solcher Gesell- schaftsfcchrten erne halbe (Kinder-) Fahrkarte verausgabt «L w.-b gegen - Berlin, 10. Juli. Aus der Irrenanstalt Herz- berge entsprang der gemeingefährliche Gerstes- krauke, Hochstapler und Hoteldieb Georg ManuleSco, geboren 1&71. Derselbe trat vor seiner Festnahme unter dem • DaS lenkbare Luftschiff rein ^urunftv- trau ml Man schreibt uns: Gras Ferdinand v. Zeppelin, der unermüdliche Konstrukteur des lenkbaren Luftschiffes, ist ivieder auf dem Plan! Er wollte zuerst von weiteren Versuchen absehen, da er die für den Neubau des Fahrzeugs nötigen Mittel allein nicht aufbringen tonnte. Slber ^aljl* reiche Freunde der Flugschisssidee haben den Grafen gebeten, er solle das Fehlende von den breiteren Schichten der Gesell- ! schäft fordern. Graf Zeppelin will nun noch einen letzten Versuch machen. Mit einem Aufruf an das deutsche Volk wendet er sich nunmehr-an die, welche geneigt lind, für die "Aussicht, die brauchbare Lustschlssahrt verwirklicht zu sehen, einen Betrag auszugeben. ♦ Ein ungetreuer Bankier, lieber das Manu* fakturwaren- und Bankgeschäft von Seiler in Rathenow wurde der Konkurs eröffnet. Dabei stellte sich heraus, daß der Inhaber Otto Seiler seit Jahren Depots seiner Kunden, die meist aus kleinen Leuten bestehen, unterschlagen hat. Ein Dienstmädchen verlor seine ganze Barschast m Höhe von 750 Mk. Seiler befindet sich zurzeit in einer Heilanstalt, wo Da viele Kmder dem Verbot nicht oolge leifteten, erhielten ste Hausarrest von dem Pfarrer, und als sie diesein nicht nachkamen, ivurdeii sie nut dem Rohrstock und durch Ohrfeigen bestraft. Cm 13 fahriger Junge, der sich aufs Leugnen verlegte, wurde von dem Pfarrer aui einen Stuhl gelegt und bestraft. Als er mu den Füßen austrat wid zu Boden fiel, packte ihn der Pfarrer tm Genick und warf ihn auf die Schulbank. Der Junge lag drei Wochen krank zu Hause und soll eine Rippenquetschung davongetrage»i haben. Dr. Rcunann aus Flonheim erklärte, daß er bei dem Knaben Hautabschürfung auf dem Rücken, eine Anschwellung an der Magengegend und Rienien auf dem Gesäß vorgefunden habe, ferner eine > Rlppenquetschnng, es fei möglich, daß die letztere durch heftige Geivalt, durch das Himverfeli auf die Bank entflanden fei. -per I Staatsanivalt beaiitragte drei Atonale Gefängnis, das Gencht er- laniite auf 160 Atk. Geldstrafe. In den Urlellsgründeu wurde aus- geführl, daß das Gericht den Pfarrer in öen elf Fällen schuldig befuiiden habe, der gröbste Fall sei der des Haas. Mildernd tarnen für den Angeklagten in Betracht die Lügenhaftigkeit und der Ungehorsam der Jungen, iiidem |ie noch von de»r Eltern unterftutzt ivordeii. Ter Pfarrer wurde in sämtliche Kosten, auch in die der er auf (einen Geisteszustand untersucht wird. * Der gescheite Piccolo. „Piccolo, habt ihr em Konversationslexikon?" — „Steinl Was möchten's denn gern wissen, Herr Professor?" .. Mainz, 8. Juli. Der katholische Pfarrer Kümmerer von Gail-Bickelheini ist beschuldigt, m elf Fällen bei Schulkindern — Kltabeii und Aiädchcn — während der Religionsstunde das Z ü et) 11 g il n gsrechl ioeit ü ber ( chri 11 e n zu Haven. Die Aus Stadl und Land. Dießen. 11. Juli 1903. - Trrfonati-en. S. K. H. der Großherzog haben bem Architekten Fredril-sen in Mainz das Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen; dem Geh. Kommerzienrat Julins Rvm- be lö Mfeibft das Ehren kreuz desselben Ordens; dem Vorstand der Stadtkasje C^emeinde-Einnehmer Friedrich Ferna es daselbst das Ritterkreuz 2. Klasse desselben Ordens und dem Bildhauer Hubert Zöllner daselbst das Silberne Kreuz desselben Ordens verliehen. — Der Kreis- bauinspcktor des Kreises Lauterbach C^corg Thertz wurde zum Kreisbanirrspekror des Kreises Dieburg ernannt. —- Dem Lehrer an der ^^emeindeschnle zu Egelsbach im Streife Offenbach Georg B ö ch e r wurde das Süberne Kieuz des Verdienstordens Pbilippö des Großmütigen verliehen. — S Kl H. der Gr o ßb e r z o g haben dem Güterexpebienten in der Hess. Preuß. Eisenbahngemeinschaft Gustcw Kehr er iU Main> aus Drlaß seiner Bersetzu.ng in den Ruhestand die Krone zum Silbernen Kreuz des Verdienstordens "Philipps des Großmütigen; an demselben Tage, dem Zugführer in der Hess. Preuß?Eisenbahnaemeinschaft Joh. Schwalb zu Groß-Umstadt aus Anlaß feiner Versetzung in den Ruhestand das Mgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für treue Dienste" verliehen. — Dem Stationsas sistenten in ber Hess. Preuß. Eisenbahngemeinschaft Wilhelm Klamm ru Worms wurde aus Anlaß seiner Versetzung in den Ruhestand das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps -des Großmütigen verliehen. — In den Ruhestand wurde ven'etzr der Weichensteller in der Hess. Preuß. Eisenbahn- ' -TLr-x.-L,. Q » w fr o r 2.1t Hpfbei. --- Rebenklage verurteilt. _ . (:) u i (±, 8. Juli. Wie man aus einer Fordern n tz d 0 ppelte Zahlungen erzie 1 en kann, 0 h n e b e ft r a ft lüeröcn zu tonnen: Dieses Kunstguck brachte der Angeklagte, tocri>ehäiibler©d). von Birklar, der sich heute vor dem Schoflen- gencht zu verantworten hatte, fertig. Der Angeklagte, welcher von Rechtsanwalt Engisch vertcldigt wird, stand in laufender Rechnung mit der Spar- und Darlehenskasse m Langsdorf; für ein etwaiges Defizn hat Frau Sch. «ürgschast geleistet, iltach der Anklage hat Sch. zwei PserLekausschlUinge an die Kaue verhandelt, dar «Lntgeld abzüglich einer genügen Provilion bezahlt erhalten, alsdann^die Kauipreise der Käufer angefordert und nochmals erhalten. xa& I Gericht konnte ii i ch t verurteilen, öenn der Kaßerechner als Zeuge bestätigt, daß ihm der Angeklagte eine gewitze -oer- tretungSbefugniS abzugewinnen gewußt hat unter dem Vorbringen, es jet dem Geschäft nachteilig, ivenii jeder Pferdekauier gleich erführe, er fei an die Kaffe verhandelt; die Leute sürchteten dann, i'ie würden mit der Zahlung gedrängt; auch sei der Eingang des Kaufpreises erst sicher, wenn die Gewährsnst glücklich abgelauseu sei. Lo betani der Aiigeklaqte die Beiiachrichligung der Käufer von der Abtretung der Kaufpreise an die Kasse in die Hand, und zwar, ohne daß sich ein Endziel für die Bewirkung der Benachrichtigung richtig fomrolieren ließ. Für die Zwischenzeit hatte er freie Hand. Da nach B. G. B. § 407 der Katze Die Forderung erst mit der Benachrichtigung an den Schuldner gesichert ist und der Angeklagte sich bei der Abrechnung die Zahlungen der Käufer amrechnen liep, o hat er weder die Kasse noch die Käufer benachteittgt oder be- wogen, behält aber die doppelten Zahlungen, jedesnial wenn der Fehlbetrag nicht aus feiner Katze gedeckt wird. Allerdings wird dadiirch un vorliegenden Falle eine Beiiachteiligung der Lhelrau wahrscheinlich. Aber auch hierfür kann Bestrafung nicht- ersolgen, da die Ehefrau zu den Angehörigen im L-mne des tz 26d 2lb|. 4 Si.-G.-B. gehört und Strafantrag nicht gestellt hat, ja auch durch weitere Handelsmanipulationen dieses offenbar geschaftsgewandten I Angeklagten gedeckt sein kann.— ujcrbd. X Rodheim a. d. Bieber, 10. Juli. Am nächsten Sonntag wird hier zum erstenmal das Kreiskrieger- Verbandssest stattfiuden. Daher befleißtgen sich viele Hände, um an diesem Festtage die Kriegeroeceme des Kreises Li« KÄS W wy-.; - «f-| Uhr findet der Deleyiettentag natt. zu welchem der Landrat unj) bed H^zbeutels bestehen. Ferner finden sich und der Bezrrkskommandeur ihr Erscheinen M Aussicht gestellt zz^ute der an tz^slügelcholera erkrankten Tiere die dieser haben. Inzwischen dürften auch schon auswärtige Vereine strantbeit eigenen Bakterien, welche mikroskopisch und durch zu erwanen sem, für welche dre Festwirte Stork und Bender Züchtung unschwer nachweisbar sind. Endlich läßt sich i»e I auf dem Festplatz Mittageffen bereit halten. Die Jeslmusik I ipefiugelcholera leicht auf Tauben überimpfen, welche wird vom ganzen Trompeterkorps des Fetdarüllerle-Reglments binnen 12 bis 48 Stunden mit ch°rakterispfchem Befund °»---M"«« “• S «Ä -“t.,8. 3«lt «wnrng«-* b" preußvchen Mnristerimns für Handel und Gewerbe, bestehend den Feststellungen, die an verschiedenen Orten aus dem Geh. Regierungsrat Dr. v. Seefeld, Regierungsrat die Hühnerpest gemacht worden sind, geht hervor^ und Schulrat Lachner, sowie Direktor Dr. Duncker bereist kJ- bie Seuche einen wechselnden Krankheitsverlauf und während des Juli die süddeutschen Staaten sowie die Schweiz, km verschiedenes Sektionsbild barbieteu kann. Ständig vor- um die Einrichtungen des gewerblichen Unterrichts handene Merkmale der Hühnerpest sind ^ur di^hohe s2uv» und Fachschulwesens eingehend kennen zu lernen. Die steckungsfähigkeU, das 3^hleu emes durch Ltudienrei e begann NI übertragl>ark?st CaufQ ältere^Taiiben. ^Aus den Mitteilungen Zentralstelle für .^e Gewerbe bekanntlich die obere Der- Eeniuher Forscher ist zu entnehmen, daß die Seuche waltungsbeHörde für dre gewerblichen Unterrichtsanstasten und! cy+alicu schon feit Jahren in starker Verbreitung herrscht, die Gewerbevereme blldet. --Die melverzweigten Einrichtungen die Hühnerpest hinsichtlich der Art ihrer Ber- dieser Behörde, welche die Regierung vor nahezu 70 Jahren sH^ppung und der Widerstandsfähigkeit ihres Ansteckungs- ms Leben gerufen hat, drei Fachschulen des Landes, bie mit der Geflügelcholera im wesentlichen überem- Fachjchule für Elfenbeinschnitzerei, Drechslerei und Stunft^ rtimmt, so ist sie in veterinärpolizeilicher Beziehung wie lis'chlerei zu E r b a ch i. O., die Kunstgewerbefchule in Mainz! hie -letztgedachte Seuche zu behandeln. und die Baugewerk- und Gewerbeschule zu Bingen wurden = Die Seuche äußert sich durch Nachlassen der Munterkeit her Tiere, Sträuben des Gesieders, Schlassucht und Lährn- ungserscheinungen. — Außerdem sind vielfach Rötung und Schwellung der Augenbindehaut zu beobachten. — Der Tod tritt gewöhnlich in zwei bis vier ^agen nach erfolgter! Ansteckung, selten später cül Bei der Sektion findet man schleim m den Nasenhöhlen und in der Rachenhöhle, Trübung der Leber, Blut- unaen in den SchleimhäuttNi der Berdauungsorgane, der Luftwege und des Eileiters, unter der Herzüberkleidung und in der die Leibeshöhle auskleidenden Haut. Außerdem können Rötung und Schwellung der Augenbindehaut, ober* flächliche Rötungen der Dünndarmschleinihaut, Trübung des Herzbeutels, Flüssigkeitsansammlungen im Herzbeutel und in der Bauchhöhle, tvässerige Ergietzungcn unter die Hauk hes Kopfes, Halses und der Bimst, ausnahmsweise auch eine Entzündung der Lungen, fowie der die Leibeshöhle, auskleidenden Haut bestehen. Die Hühnerpest hat mit der Geflügelcholera das seuchenartige Anstreten, den rasch tödlichen Verlauf und die Erscheinung von Fieber, Sck)wäche und Schlafsucht genuin. Jedoch führt die Hühnerpest gewöhnlich nicht so rasch zum Tode, wie die Gcflugelck>olera, an welcher die Tiere nach ein- bis dreitägigem Krankfein, nicht selten aber auch ganz plötzlich sterben. Die Hühnerpest ergreift vom Hausgeflügel vorwiegend die Hühner, wahrend von der Geflügelcholera auch anderes Geflügel, namentlich Gänse, Enten und Tauben befallen werden. Die Geflügelcholera ist ferner durch das Austreten eines Durchfalls während des Verlaufes der Krankheit und Uueil Revision anmelden. Nacharftaatem In Schlitz' oeftchi^ Sktch- Mitbüraer, Iwurde in einer tiefen Schlucht t ot aufgesundcn. Schneidermeister JohS. Vock. Der Verewigte feierte am 24. tzlpril seinen 90. Geburtstag. — Die hessische Vereinigung für Volkskunde veranstaltete am Freitag im Kasino zu Wetz- lar eine öffentliche Versammlung, in der Prof. Dr. Wünsch auS Gießen über antiken und modernen Geisterglauben redete und Pros. Dr. Strack eine Ansprache über die Ziele der Volkskunde hielt. — Im Altertumsverein zu Herborn wurde kürzlich über Ausgrabungen berichtet, die^ vorerst nur in bescheidenem Umfang in der „großen e>tcin* ’cimmer4, einer ehemaligen „Tropfsteinhöhle", vorgenommen vorden sind. Es hat sich ergeben, daß die Höhle früher zu den größten in Deutschland gehört haben dürste. Die Scherbenfunde weisen auf eine Zeit von mehr als 3000 ■jiafyrt'n zurück. Hochfeine, stilvolle Einrichtungen Etablissement allerersten Über die Kennzeichen, den Verlauf und die Ursachen der Hühnerpest. Zahlreiche Beobachtungen über eine Geflügelseuche, die namentlich im Frühjahr und Sommer 1901 aus einer GeflüaelauSstellung in Braunschweig verschleppt und auch oiift durch Einschleppung aus Italien in Deutschland weit verbreitet worden war, machten es wahrscheinlich, daß mein es nicht mit der unter dem Namen „Geflügelch vier «'bekannten und bereits seit mehreren Jahren Der Anzeigepslrchl unterstellten übertragbaren Krankhest des Hausgeflügels, onbern mit einer neuen, mit ihren Merkmalen der Geslügel- cholera zwar verwandten und mindestens ebenso gefährlichen, aber nicht durch denselben Erreger hervorgerusenen Geflügelseuche zu tun habe. „ i o u (< h u n m * v - - -1 —> « Qf, < Für die neue Seuche ist die Bezeichnung ,,Hnhner-k„^^. sollten während der Kirchweihe daS Karussell am Abend Heft" cinaehihrt worden; sie ist nach den angestellten \wü)t besuchen, ebenso nicht das Ständchen eines Gesangvereins. Untersuchungen eine Krankheit, deren Ansteckungsstoff im h»n» sjiPrhrtf mriit ^olae leisteten, erhielten sie Blute, sowie im Köte und Nasenschleim enthalten, aber seinem Wesen nach bisher noch nicht festgeftellt ist. Die Seuche führt in wenigen Tagen zuni Tode und kann in kurzer Zeit ganze Hühnerdeftände wegrafsen. xie Verbreitung der Krankheit erfolgt durch bie Abgänge (Kot, Nasenschleim), durch das Blut und die Eingeweide iwtge- jchlachteter, sowie durch die Kadaver verendeter oder not- aeschlachteter Tiere. M Der Anstecknngsstvfl ist erst durch mindestens 20 Minuten langes Erhitzen bei 70 Grad Celsms oder bei 10 Minuten dauernder Einwirkung einer Hitze von 80 Gr. C. eingehend gewürdigt. Darmstadt, 10. Juki. Zu der im eeptember hier! stattfmbenben Hochzeit des Prinzen Nikolaus von Griechenland werden erwartet: der deutsche Kaiser und die Kaiserin, der Zar und bie Zarin, der König Siebene beutle Fürstlichkeiten chr Erschemen m AvspchlI&tel^^urfUn^Lahosart; telleii=0Velndie Wietgefuche 4 Jahreszeiten Sonntag den 12. Juli: 03278) Rein!. Laufmädcheu abends vorn Spritzenhaus. [3446 gesucht Bismarckstraße 6, UI. Das Kommando. L Okwber dS. Js. zu vergeben. Gefl. Offerten unter Nr. 08274 an die Expedition d. Bl. erbeten. Ein größeres Logis per sofort zu vermieten. SeltcrSwcg 50. &iit vermög., durchaus auvcrL Kfm. (in ungek. Stetig.) mit Kennt- 5451) In unserem Neubau tedc Brand platz und Landgrafen- frraße find elegante 2-, 3-, 4* oder 5-Zimmerwohnungen per Df tobet zu perm. Virkeustock & Schneider. 4934] Stube mit Kabinett zu vermieten. Qteuenweg 32. Anwesen mit großem Garten resp. Hof alsbald zu vermieten. [4893 Hermann Jaoob, Westanlage 60. 03257) Mansarde, 1 gr. Zimm^ 2 Kab., abgeschl. 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