Donnerstag 11. Juni 1903 153. Jahrgang Erstes Matt lottertt An mit folgenden Worten .Protest* eingelegt: .In allen Kreisen des staatserhaltenden Bürgertums, der zur Führung des Kreises und der Gemeinden berufenen Männer herrscht ein Gefühl der Entrüstung darüber, daß der von einigen Perso- nen aufgestellte Kandidat Profesior Staudinger, welcher al« Großherzoglicher Beamter berufen ist, die Verfassung deS Reiches und deS Großherzogtums hochzuhalten, erklärt hat, für die revolutionäre und republikanische Umsturzpartei einzutreten (davon erfährt man zum ersten Male durch djeseS Flugblatt. Bisher hieß es, daß Prof. Staudinger sich bei einer eventl. Wahl keiner Partei an schließen wolle. Die Red. des .Gieß. Anz.*) deren Pro- gramm das Reich und den Staat vernichten, die Verfassungen ! umstürzen und den ZuchthauSstaat einführen würde, .halbes Eintreten für die Beschimpfer unserer Armee und Flotte, die Feinde der Landwirtschaft, Handwerker und Arbeiter ist Mangel an Mut und eine doppelte Gefahr, weil dadurch daS Beamtentum und die Jugend demoralisiert werden müssen. Wir bestreiten dem Profesior Staudinger nicht dar Recht seiner Meinung, wir beneiden ihn aber nicht um die । üon ihm betriebene Aufhetzung der Minderbemittelten gegen gegen die Revolutionäre, ihre ganzen und halben Genoflen ist unsere Parole, deshalb alle Mann an Bord gegen Prof. Staudinger, den Anhänger der reaktionären Sozialdemokratie, den Mann, der der Regierung, aller Autorität und beni Bürgertum den Krieg erklärt und als Verherrlicher LaffalleS Ter letzte der für diesen nicht den Mut sinden kann, der Sozialdemokratie offen bei- von 60 Mk., den er in Schotten für Kohlen abliefern sollte, unterschlagen, die Rechnung selber quittiert und den Be- trag für sich durchgebracht. Vorgestern entlieh er bei einem Wirte ein Zwanzigmarkstück mit der falschen Angabe, diese« zu einer Rolle, an der gerade noch ein Stück fehle, verwenden zu wollen. Mit dem entliehenen Gelde brannte er durch. DaS Amtsgericht, dem man sofort Nachricht gegeben, setzte die Gendarmerie in Ruppertenrod in Kenntnis. Letzterer lief er in Ruppertenrod geradezu in die Arme. Der Ausreißer wurde verhaftet und m das Gefängnis abgeliefert. X. Zell, 10. Juni. Ein dreijähriges Kind befand sich auf der Straße, als ein mit Langholz beladener Wagen heranacfahren kam. Der Fuhrmann sah das Kind nicht, es geriet unter den Wagen und ein Rad ging ihm über daS eine Bem, das zermalmt wurde. Das schwer verletzte Kind wurde in die Klinik nach Gießen verbracht. o. Aus dem Vogelsberg, 10. Juni. Obgleich daS Frühlingswetter den Bienen nichts weniger als günstig gewesen ist, hat der sprunghafte Umschwung deS Wetters sie dennoch ariffallend gefördert. Die Bienen haben seither reiche Tracht gehabt. Die Imker gehen demzufolge in diesem Jahr« nicht wieder, wie in den vorauSgegangenen, leer aus. Leider fehlen auf den Ständen zn viele Völker. Die Lücken haben die ungünstigen Jahrgänge geschlagen. Schwärme hat es allerdings in diesem Vorsommer gegeben, immer aber doch in bescheidenem Maße. Wo man, wie in Ehringshausen, die Bienenweide verbesiert, da — fließt Honig. Darmstadt, 10. Juni. Der Großherzog begiebt sich heute nachmittag nach Jagdschloß WolfSgarten, wohin nunmehr die Hofhaltung verlegt ist. WormS, 10. Juni. In einem Flugblatt wird gegen die Kandidatur deS Darmstädter Prof. Dr. Staudinger Schnlstraße 7. Nd reffe für Depeschen: Anzeiger Gießen. Arrnlprrchanlibiuß Ne. 5L gegnung marck. indessen 21* eher 269. Völkische Tagesschau. Die Kieler Woche. Nr. 134 Erscheint täglich außer SonmagS. Dem Gießener Anzeiger werben tm Wechsel mit bem hessischen Landwirt die Siebener Familien* blätter otermal in ber Woche beigelegt. -toWNonSbruck u. Verlag bet vrühl Ich« Uatvers^vuch- u.6tein- dtuckerei (Pteilch Erden» ’Sosexx jefrt nichts bekannt geworden Vor zwei Jahren hatte die Festlichkeit in Lübeck einen politischen Anstrich durch die Be- des Kaisers mit dem Fürsten Herbert BiS- Versicherung und beriet darüber mit Ziegler, der auch em Stdtut siir diese, den L----- - v . . benbe Arbeiterversicherung entroarj. Ziegler sch-neb über die vvin Arbeiter zu zahlenden Beitrage, über dre Hohe bä anzusainnielnden Kapitals und die ZSl der etwa zu versichernden Arbeiter folgendes an Lassalle: ssd) habe zum Beispiel nur S Pf. Pramren-Bettrag vom'Berdieitsttarer pro Woche angesetzt, das rst bei b aaler Wochenverdienst ein Lilbergroschen, gleich em achthundert- r?.7id6ef des «erdienürr, gleich zirka Arbeitstage pro ich an, daß rn ganz Tents'chümd mrr 2to000 Slrteitcr Msammenträten, daß src nur 15 «Merzro>Heu ecanniprttii mor.atltcbTb’PI., otertel» iShrlich 'M 8.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich Go Ps.; durch diePostMk. 2.—viertel- tSbrL auSschl. Bestellg. Annahme »on 2»,eigen üt öle Zagdnummw i'tl vonntttags 10 Uhr. ^etlenpretl: lokal IS'CI, mtirodrtl 20 Pig. öetantwertltcb tüt den poltt und augem. Teil: U Stttto: für .Stadt und Land" und .(Lertchlgsaaf r Aoausl Götz; füt den Anzeigenteil: Han» veck. täglich^ also drei Taler die Woche verdienen, so würde die Einnahme von zwei Arbeitstagen jährlich 200 000 Taler betragen, womit sich schon etwas an fangen läßt. Wenn der französische Finantzministcr auf die Steuer nur einige Zusatzcentimes ausschreibt, so läuft das gleich in dre Millionen. Ein einziger Arbeitstag, als Zusatzpfennig ausgeschrieben, deckt gleich 100000 Taler bei 200000 Arbeitern. Wüchse die Zahl der versicherten Arbeiter auf eine Million, was, wenn erst das Landvolk die Sache kapiert, wohl nwg- lich ist, so ist daS Institut so gesichert, wie kerne andere Gesellschaft der Welt, denn es gibt kein Kapital, so sicher, so groß und gewaltig als das, welck)es in den zehn Fingern der Arbeiter steckt." Der Plan zerschlug sich: aber diese Zahlen klangen Aus Berlin, 10. Juni, wivd uns geschrieben: Tas amerikanische Mittelmeergeschwader ttnrt> am 25. t>. Mts. in Stiel ein treffen, also zurzeit des Beginns der Kieler Woche. Unmittelbar nach deren Abschluß tritt der Kaiser bekanntlich die Nordlandretse an. Er wirdrranach während der Anwesenheit der amerikanischen Schiffe wohl in Stiel verweilen und wiederum an der Wettfahrt des kaiserlichen Nachtklubs persönlich teilnehmen. Es ist möglich, daß an den amerikanischen Admiral eine Einladung ergeht, die Wettfahrt an Bord der Kaiseryacht „Me- _______ teor" mitzusegeln, Mmral das Fahrzeug einer araeriEmti-1 jn den Ohren Lassalies^wre berauschende Musik, sie hallten scheu Werft entstammt. Auch an anderen Auszeichnungen jn feinem Schreiben wieder, ui dem er zur Gründung eines der Gäste durch den Kaiser und seinen Bruder Prinz Aaitationsvereins auffotberte, und als dieser Verein ins Heinrich von Preußen, wird es nicht fehlen. Ten Schluß Leben trat, blieben dre Zieglerschen Statuten im wesent- ber Kieler Woche bildet die Wettfahrt der Yachten von Kiel uchen für ihn maßgebend. Und wie hat sich die Arbciter- nach Travemünde. Ob an diese wieder eine Festlichkeit im' ** - ~ - -,u---*— Lübecker Rat-skeller sich anschließen wird, darüber ist bis 1903. f 1(0 ^flennt 622 7% 2 g 87 688 734 74 824 H501 <2 87 88 ra! 750 53 57 94 809 10 Ä20 844 74 81 49 51 57 511 721 69 432 [400] 78 82 654 19 3.52 78 508 79 625 8 94 18057 141 66 763 72 76 883 84 98 <87 95 812 46 958 91 88 576 622 81 91 788 114 37 849 78 1 7017 1 621 63 72 91 92 99 25 56 96 625 631 64 65 70 857 91 942 17 98 726 93 889 996 522 24 86 96 642 53 53 215 47 78 425 629 43 64 55 472 14001 ? 92141 62 369 421 87 77 0 9 19 611 28 78 92 10 7 22 «6 755 805 55 604 [3001 37 720 150] 82 83 517 78 94 215 [200] 59 60 82 . 37 736 827 76 936 29 68 84 712 62 79 47 [200] 48 659 76 89 189 215 30 308 12 50 U090 28 33 N) 618 67 709 11 36 > 77 584 622 97 720 II 412 522 48 75 99 0 24 88 275 8M 54 49 78 752 67 75 60 809 W W 26 52 & 948 96 420o7167 3 81 53 84 97 852 64 192 781 858 »4 «W 24 38 807 47 9o4 56 i 24 42 559 74 708 26 150] 43 68 615 84 728 43 562 71 689 718 46 512 42 44 768 849 77 222 41 341 402 615 *7 RK 98 805 89 74 91 j 467 68 518 28 81 ® >1 19 23 51 64 75 86 .n.M öj 337 418 29 ’Sgs- «ÄH 806 3861 04 9-4 ® Sn 18 88 94 9 54 417 6p° A 558 82 J 320^^^565 isjfi46 64 68 '74 84 ^itf 68 [I80 LKkO KK **««» *65 Die daran geknüpften Vermutungen erwiesen sich als gegenstandslos. 8« Urne! Eichener Anzeiger ** General-Anzeiger w Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Versicherung gegen den Willen der Sozialdemokratie in I Deutschland nun tatsächlich gestaltet ? Im Jahre 1902 hatten an Unterstützungen empfangen auf dem Gebiete der Unfallversicherung 834 566 Personen mit 107 205 573 Mk., auf dem Gebiete der Invalidenversicherung etwa 1100000 Personen mit etwa 121000000 Mk., auf dem Gebiete der Krankenversicherung etwa 4600000 Erkrankte mit ungefähr 206 Millionen Mark! Insgesamt rund 6 735 000 Personen mit 434 Millionen Mark! Von dieser Summe sind etwa „ xJjJSäi iÄÄi, ÄESÄMMä e an haften, ^ne Großen Ü^gbch^^sc^e^rchenUn- ߣ,rocigc in Kraft getreten waren, betrug die Summe willens sehen wrr heute, wie das herrliche ^baude unte^ 9 S 9 Unterstützungen erst 40 600 000 Mk. wühlt wird: die Mtramontaneu zerklutten unser Volk durch p>er geza^rlen unieq _____l konfessionellen Hader, sie knechten die Freiheit des Denkens und Gewissens, sie stürmen an gegen die Segnungen des »om amerikanischen Xabaktrust. Kulturfortschritts, und sie unterstützen nationale Forder- einer Berichtigung, welche ber Vorstand des Ver- ungen nicht um ihrer selbst willen, sondern wenn sie $<”> 5anbe§ sächsischer Industrieller an die Berliner Handels- teite in Aussicht sehen für ihre, im letzten Ziele fratUS- fammer gerichtet hat, wird einer Aeußerung der letzteren gefährlichen Wünsche. Die Sozialdemokraten schüren den entneQengctreten, als sei in dem Auftreten des Trust'S in Massenhaß, erschweren m bllndem Parterftmatrsmus cinf aktuelle Gefahr nicht zu erblicken. Diese Urke der ^rscörilnq Da wird uns der entschlossene Dille, dem deutschen Tabakverem eine Antr-Trustkommission ban entqeqenLitreten. Dem Vaterlands wollen wir das gebildet habe, welche unter dem Vorsitze des Kommerzienrats Erworbene erhÄten und erringen, was wir so heiß ersehnen: Collenbusch-Dresden geeignete Abwehrmaßregeln vorbereitete. „Deutschen Geist, deutsche Tatkraft, deut]chen Fleiß im $eg Weiteren wird angeführt: Siegeszuge über die weite Welt unter dem Schutze einer rtnfc bereits auf Anregung des Verbandes deutscher verstärtten Kriegsflotte; den äußeren Frieden Tür Die Heimat Zigarettenfabriken fettens vellchiedener Regiments-, be z w. durch ein bewährtes, niächtiges Heer geschirmt: den inneren Ifgataillons-Komm andos Befehle ergangen, X r u 11 - Trieben oewäbrleistet durch unermüdliche Arbeit und ver- Laien tn den Kantinen und Kasinos nicht zu führen, em Be- iöbnende Gesetze die den Schwachen stützen, jeden ehrlichen weis, welche Bedeutung man auch m Regiemngskreqen dem Vor- temert, tiMcra unb die Ledenzhultung der BoMgeuosien gch^, des laballruft« beurngt. Auß^dem habe d,- R-.chS-°s.-r. Erwerb fordern uno o m,der , oz,°LeEkrat>,chcntzr^, , g W Nonnenroth findet am 28. Juni baS L>on Urach in ogenem Wagen, welchem m zwei weiteren Hütt- aber wohl b«J b°S Bezirks Lich statt. Wagen das Gesolge und Herr Landrat oon B-ck°r-th folgte, -Zt°nd°^ebr°cht?^L°r einigen Sachen f-i-r-en die Sozial.* § Lber-chmen, 10. Juni. Entführungen ,g°- durch d'° Et°dt ,ur Ulan-nk-s-rn-, in deren Hofe das R°g> Demokraten ellren chrer Herren, Ferdinand Lassalte, in &>|Mrcn\ui ben Ortschaften zu den s-ll°nst-n Bork°mmn„,en. ment zu Fuß Auft.ellung genommen hatte. Der König be- Fiim'runa an die vor 40 Jahren ftattgefunbene Gründung fte ausnahmsweise doch einmal vorkommen, so erregen grüßte und betzchtigte das Regiment, woraus er [ich zum deL allaemeinen deutschen Arbeitervereins. Damals, in den £ ' ■ * Aufsehen. Das ist der Fall mit einer Frau Kasino begab, woselbst em FrÜhftÜck eingenommen wurde, an 60er Jayren, trug sich Lassalle mit dem Plan einer Arbeiter- 9 ^meinde. Dieselbe lebte mit ihrem Manne in welchem das Offizierkorps und Herr Landrat von Beckerath ------- ,.„h hnriCt darüber mit Ziegler, der auchem ' 3 Verhältnis. Ihre drei Kinder, das jüngste leilnahmen. Kurz vor l/2± Uhr bestieg der Kömg seinen beiden ^ozialreforma^renvoritzwe-1^4 ne durch den Tod verloren. Mit emem Wagen und fuhr auf den Exerzierplatz, wo eme Tribüne er- ' mpnen Sittlickkeitsverqehens bestraften jungen Menschen MÜ richtet war, auf der der König Mit mehreren Offizieren und Rtimen Thomas hat diese Frau das weite gesucht. Ihr deren Damen Platz nahm. Das Regiment hatte inzwischen iÄ-näck das nach Paris adressiert war, wurde beschlagnahmt Parade-Aufstellung genommen und alsbald wurden mehrere mih lurüdaebracL Der Entführer hat die Papiere des be- Attacken ausgeführt. 10 Minuten vor 4 Uhr verließ der * (ä-mannes mitgenommen, da er nicht un Besitze Komg unter den Klängen der dänischen Ratwnalhymne zu trogen n) Ißagen den Platz, eskortiert von einer Eskadron des Ulanen* eigener gerne n |.^ Der bei der hiesigen Spar- Regiments. Ter Weg führte um^bie Stadt nach bem Ost- kaffe beschäftigte RechnungSgehilfe Fals hatte einen Betrag! bahnhoje zurück. Das mftitärische Tchausprel wurde von zahl. (Mitgeteilt von der Bant für Handel und der Station Gießen. 208.25 208.50 135.37 174.— 178.12 Industrie, Gießen.) u. Schlußturse. Vermischtes. a. d. Ruhr, 10. Juni. Auf dec Zeche sind beim Einfahren zur Frühschicht drei Tiefe gestürzt. Alle drei sind tot. bekundet, daß die Ehefrau Beinecke ihm gegenüber geäußert habe, in Bezug auf die Verhältnisse in Bud Salzhausen: „Ein Bries ist da, und "ein anderer kommt noch nach." Berne cke, als Zeuge vernommen, bestreitet, jemals einen anonymen Bries geschrieben zu haben. Tie Ehefrau Bernecke sagt von sich dasselbe. Tie Zeugin stellt entschieden in Abrede, zur g-rau Schäfer sich in der Weise geäußert zu haben wie diese angiebt. Frau Schäfer - Einzelheiten von dem Untergang des ßib an*. Ueber die Katastrophe, die sich vor dem Hafen waren viele der Passagiere wie gelähmt und einige wurden irrsinnig. Eine Frau mußte gefesselt werden, iwl sie versuchte, sich die Augen auszureißen, um das ent» setzliche Bild nicht sehen zu muffen. Unter denen, die von dem Dampfer /Halfan* gerettet wurden, befand sich auch ein kleiner Junge von 8 Monaten. Man glaubte zuerst, er wäre tot, brachte ihn aber durch Einreiben mit Alkohol und durch künstliche Atmung wieder zum Leben. Eine Dame nahm den Kleinen an sich, und man war im Begriff, ihn m das Hospiz zu bringen, als man entdeckte, daß sich die Mutter unter den Geretteten befand. Die Dampfschiffahrls-Gesellschaß schweigt sich über die Verantwortung für den Unfall vollständig aus. — Bei der Beerdigung der Verunglückten sprach einer der Anwesenden heftig gegen die Reeder. Als der Reeder Fra iss in et einige Worte svrach, rief jemand: jst das erste mal, daß man den Mörder auf die Särge der Opfer Tränen vergießen sieht. Der Bürgermeister erhob Einspruch gegen die Aeußcrung und zog sich mit den Vertretern der Behörden zurück. Im Hafen veranstalteten mehrere hundert Personen vor einem Dampfer der Reederei Fraissinet, der nach der Insel Rousie abgehen sollte, feind- liche Kundgebungen. Die Menge verhinderte die Passagiere, an Bord zu gehen. Die Polizei mußte einschreiten, um dic Demonstranten zu zerstreuen. — Die Kapitäne des „Li- ।b an* und „Jnsulaire* werden vor Gericht gestellt werden. Ebenso glaubt man, daß die Schiffahrts-Gesellschaft Fraissinet für die Hinterbliebenen der Opfer zur Leistung von Entschädigung verantwortlich gemacht werden wird. Prwat'Diskont 8*/. Prozent. Anfangs- Oest. Kredit.... 208.20 Deutsche Bank . . . 208.25 Darmstädter Bank . . 135.— Bochumer Guß . . • 173.90 Harpener Bergbau . . 178.— Schluß-Tendenz: Ziemlich fest. zu stände gekommen ist, wie die Singe Nagten cmgeberr. Er Dampfer „Jnsulaire* antwortete auf das Signal nicht, und« sei damals gerxrbc mit Arbeiten sehr überlastet gewesen ich sah, daß er direkt auf uns zukam. Ein Zusammenstoß und so habe er dem Hilfsgerichtsschreiber Baer dic Ser-1 roar unvermeidlich. Ich lief hinunter, riß meinen Knaben an nehmung der Zeugen im vorbereitenden Verfahren wegen unö roar kaum mit dem Kinde in den Armen an Deck ■ Beleidigung des Ovr-rförsters Cellarius überlassen. aefommen, als der fürchterliche Zusammenstoß erfolgte. Es Ter Hilssgercchtsschreiber Baer schildert das entstand eine furchtbare Panik, aber ich kämpfte mich - A d.s ,ch die Re-ling errenht hatte M.d es ge^g mit, fragen, er ne^ne an, e3 fm ben ixnnaligcn Sengen bei tn em SBoot 3u tomme^ baS man h-runt-rg-lagen hatte. Brief seinem Inhalt uad) von ihm mitgeteilt worden. Auf I Wir wurden später von dem Schiffe „Balkan ausgenommen Vorhalt des Vorständen, daß ein bezüglicher Vermerk hier-1und nach Marseille gebracht.* — Der Korrespondent der über im Protokoll fehle, obschon für diesen Vermerk sogar „Daly Mail* schreibt weiter: „Ich komme soeben von dem! am Kopfe des Formulars ein besonderer Vordruck sich «Bureau der Gesellschaft „Fraissinet*, wo ich sieben ihrer befände, erklärt der Zeuge Baer, er glaube wenigstens, daß ^nzen Habe beraubte Italiener sah, die sich, als der Zu- er den Angeklag^r den Inhalt des Briefes bekanntgegeben ^mmcnstoß erfolgte, Waffer stürzten und an Land leuae, es fei gar nicht anders benlbar, als daß der! waren barfuß und sozusagen nackt. Mn Kranen in den Augen Zriej^ in irgend einer Bxnse dem Jin gefragten zur Kenntnis I baten sie, daß man ihnen etwas zu essen gäbe und sie gebracht worden fei, wenn dies auch im Protokoll., wie f nach Storno zurückschaffen möge. — Nach der Kolllsion bleibt bei dem, was sie gesagt hat. Hierauf wird $ur Vernehmung der Schreibsachverständigen geschritten. Landgerichtssekretär Pähler erörtert die Gründe, welche dafür sprechen, daß nicht die Eheleute Bernecke, nicht der Angetlagte 'Möser, sondern nur dessen Ehefrau die Schreiberin des anonymen Brieses sein könne. Schulrat Dr. Grabow tritt in allem den Ausführungen seines Kollegen bei. Er könne mit voller Ueberzeugung jein Gutachten ab geb en, welches dahin gehe, nur die Frau Möser habe die Anzeige, um die cs sich hier handle, geschrieben. Der Verteidiger richtet verschiedene Fragen an die Schreib sachverständigen. Damit ist die Beweisauf- Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft Berliner Börse vom 9. Juni 1903. Universitäts Nachrichten. — In den Tagen vom 2. bis 5. Juni fand, wie man un? schreibt, zu Eisenach in althergebrachter Weise das 26. Warr burgsest des Wingolf-Bundes statt. Alle dem Bunde angehörigen aktiven Verbindungen, sowie zahlreiche alte Herren nahmen an dem Feste teil; die Zahl der wingolfftischen Festteil- nehmer betrug mehr als 500. Tie Organisation der Phlüsterschafl des Wingolf ist nahezu vollendet: die große Mehrzahl der Bezirks- verbände hat sich dem »Verband alter Wmgolsitcn*, der vor zwei Jahren begründet wurde, angeschlossen. Neu in den Bund ausgenommen wurde der Wingolf zu Münster, damit ist die Zahl der dem Wingolfbunde angehörigen Verbmdungen auf 22 gestiegen, bereit 700 Aktive und Inaktive sich auf die verschiedenen Fakultäten verteilen wie folgt: 315 Theologen, 140 Philosophen, 70 Juristen, 50 Mediziner, 100 Architekten, 25 Chemiker, Forstleute rc. — Söhne von alten Herren sind 160 Aktive und Inaktive. reichen Photographen im Bilde festgehalten. Bei der Schluß-I-S e^enMch M grs-^ h^°, mcht bes°nd«s gewährt ~ M Ä Unterof^und -in Man nom Werbe | S ihn, ob er unter Eid bestimmt behaupten wolle, daß ' 1 en, den jetzigen Angeklagten, bet nhalt des in Rede stehenden ano- — Georg U. JaSmatzi, A.-G., DreSden-A. 21. Der Geschäftsbericht für 1902 liegt uns vor. Tas Jahr 1902 war für den Betriebs-Absatz weit günstiger als das vorangegangene. Während sich der Z ig ar e 11 e n-V erfa nd in Deutschland in 1901 gegenüber 1900 um weniger als 25 Prozent vergrößert hatte, zeigt der Zigaretten-Deckaus in Deutschland tm letzten Jahre eine Vermehrung von über 57 Prozent gegenüber 1901. Tas Export- Zigaretten Geschäft im vergangenen Jahre zeigt eine Vergrößerung gegenüber 1901 von über 715 Prozent, während der Mehrumsatz für 1901 gegenüber 1900 weniger als 35 Prozent betragen hatte. Die Tabak-Verkäufe haben sich ebenfalls ganz erheblich gesteigert. Der Umsatz im Jahre 1902 wäre noch bedeutend größer gewesen, wenn sich Die Erwartungen auf ein belangreiches Ausiuhrgeschäst hätten im vollen Maße verwirklichen lassen können. Jedoch sind durcb Verzögerungen in den Verhandlungen mit den Exportagenten, der British American Tobacco Eampany Ltd., und auch durch die langsame Lieferung neuer Maschinen Hindernisse emgetreten, die sich nicht haben beseitigen lassen. Das Resultat des Geschäftsjahres ist sehr befriedigend. Es verbleibt nach Abbuchen sämtlicher Reklame- und Propaganda-Kosten und nach Rückstellungen und Abschreibungen auf Gebäude, Maschinen u. s. w. im Betrage von ! Alk. 81 211.93 ein Reingewinn von Mk. 27 812.61, sowie nach Ueber- weisung von 5 Prozent an den gesetzlichen Reservefonds von Mk. 1390.63 ein Gewinn-Saldo von Mk. 26421.98. Sämtliche zweifelhafte Debitoren sind mit 100 Prozent abgeschrieben worden. Unter Passiven sindMk. 52 295.63 eingesetzt, die den Wert sämtlicher noch uneingelöfter Gutscheine und Kiipons, die am 31. Dzbr. noch ausstanden, enthält, lieber den Geschäftsgang in 1903 ist vorläufig nur Gutes zu berichten. Der Umsatz hat sich weiter erheblich gesteigert und zwar zeigt der Zigaretten-Verfandt in Deutschland für die ersten vier Monate dieses Jahres einen Zuwachs von über 55 Prozent gegenüber Den korrespondierenden vier Monaten 1902, und der Export-Zigaretten-Versandt in denselben Zeitperioden eine Zunahme von über 149 Prozent. Mitte Juni werden bauliche Ver- änberimgen in der Fabrik fertig fein und die Produktion auf über 3 Millionen Zigaretten täglich gesteigert werden können. Es wird vorgeschlagen, den Gewinn-Saldo im Betrage uon Mk. 26 421.98 I wie im vergangenen Jahre den Reingewinn für 1901 von Mack 19 595.67 auf neue Rechnung vorzutragen, welches einen Rein- gewinn-Vortrag auf 1903 von Mk. 46 017.65 ergibt. Straßburg i. Els., 10. Juni. Die elsasische Tabak- Im anufaktur erklärt die Nachricht verschiedener Blätter, daß der amerikanische T a b a k t r u st ihr Geschäft, sowie mit ihr I in Verbindung stehende Firmen gekauft habe, für vollständig unrichtig Märkte. Höchste Temperatur am 9.—10. Juni 23,9" C. Niedrig'te , , 9.-10. „ 12,8° C. Couverts mit Firma billigt vrühl'sche Unioersitätr-Druckerei. Sieben. geworfen, glücklicherweise ohne Schaden zu nehmen. Frankfurt a. M., 10. Juni. Zuwl GesangSwett-, -bamaIigen streit wird gemeldet: Der Kaiser äußecke am Sonnabend gjemehmunfl ben _v.._, ... jum Oberbürgermeister, er sympathisiere mit dem Gedanken, n^men Briefes mitgeteilt habe. Der Vorsitzende konstruiert, den Gesc-.ngswettstrest immer in Frankfurt a. M. abzu- daß er diese Frage an den Zeugen bereits gerichtet hat und kalten. Vielleicht würde sich der Plan verwirklichen lasten, daß dieser eine solche Behauptung nicht habe ausstellen — Nach anderer Meldung soll Dresden den nächsten Fest- wollen und auch nicht wufgestelll hat. ^r^von der Ver- . teidigung geladene Zeuge Oberftnanzrat Fuchs-^arm- on aogeoen. ftnht bekundet, daß er gelegentlich seiner Anwesenheit in ~~ ~ Bad Salzhausen die neuen Anlagen und Wege besichttgt StfhnnirflPridlL habe, wobei der Gärtner Möser chn begleitet habe. Er ö J B J misse nicht mehr, ob er oder Möser des letzteren Gehalts- t Gießen, 11. Juni. Verhältnisse angeschnitten habe, soviel wisse er aber noch, daß Gellern verbandelte das Schwurgericht von vormittags er dem Manne den Rat gegeben habe, sich an das Mrmste- 9 Uhr mit Unterbrechung einer zweistündigen Mittagspause rium^t weriden und ^vorstellig 3^ we^M, man ihn bis ^abends 91/2 Uhr. Der Gerichtshof wurde gebildet durch un Gehalt mit den tfo^ttwirten 9lerchstellen möge. Landgerichtsrat Prätorius als Vorsitzenden und den beiden habe e-tatsächlich für nicht^A^ig gehalten, ^ß d ® beisi^nden Richtern, den Landgerichtsräten Sandmann und ner in Salzhausen in feinem Einkommen unter den Fors - Hellwig. Die Anklagebehörde vertrat Oberstaatsanwalt Tr. warten rangiere. a»rfn J Thevbäd. Als Verteidiger fungierte Rechtsanwalt Metz- , Heraus wird der Oberförster Badekommiffar ^lla- mZktT- «ssip 9/nFfnne richtete jich aeaen den bisber un-i tius als Zeuge vernommen. Diefer bekuiidet, daß etr I bestraftes am^210 Juni 1867 zu ^Darmstadt geborenen seit 1900 in Salzhausen tätig sei und wegen des Angeklagten Friedrich unb be^n am 8. September 1860 Möser, was ^ssen Tätigkeit als Gärtner- . Beamtcu: an- u! Nieder-Mörlen geborene, ebersialls noch unbestrafte Ehe lange, nicht die geringfte Klage führen köune. Rur sei es kau Anna Möser, beide wohnhaft zu Bad Salzhausen. Tic chm fo vorgekommen, als wenn ^er vor seiner Perfon Angeklagten wurden beschuldigt, vor dem Amtsgericht Nidda als Vorgefetzter nicht den richti^n Respekt h^^ TattachQi im vo^ere-iteten Verfahrest wegen Beleidigung des ann aber der Zeuge hwrfur nicht Migeben Gegen die Ehe- Oberförsters und Badekommissars Cellarius einen Meineid frau Maser bringt der Zeuge vor, daß sie eine öon ifym an^ geleiftet zu haben. Es waren eine ganze Reihe Zeugen in geordnete Maßncchme dri^i Per,onen gegenüber unb der Sache, außerdem aber auch die Schreibsachverftändigen tn unzulafsig^ Weise krttisiert habe. Er h^.b^en Ehe- Landgerichtssetretär Pähler-Frankfurt a. M. und der Schul- mann dienstlich dar^er Vorhalt gemacht^und dieser sei an- rat i.P Dr. Grabow-Wilmersdorf bei Berlin zu vernehmen, scheinend mit der Handlungsweife, bet^cauun^rxebeT.11 Die Angeklagten bestreiten ihre Schuld und geben wegen gewesen. OberforsterEellarius Möglichkeit, wer ihrer persönlichen Verhältnisse das Folgende an: Ter Ehe- von seinen wenigen Beamten wohl der schreib«^des Briefes irt wt ptmn 19 ^hrpn in Bad Salibaufen I geweien sein könne, und verweist darauf, daß dies nur dic als Gärtner, dessen Ehefrau als Badefrau tätig, und zwar Samüie Bernecke oder die Angerlagten sein tönuten. Ber- ist der Angeklagte sest angestellter Beamter. Seit dem n°ck° habe durch em°e Neuanstellung leinen P° er> rn Salz- ->ahre 1900 ist der Oberförster Cellarius als Nachfolger Hausen verloren, urü> Maser lei ern rhm bisher Untergebener des Oberforstmeisters Schnittspahn Badetommissar und Vor- iw Gehalt gleichgeftellt worden. gesetzter der Angeklagten. Beide Angeklagten geben an, ,^au aIet»91tbia t|t ebet^älB tm daß chnen bekannt gewesen sei, daß beim Finanzministeriun, Bersahrm wegen des anonymen Brtc,es vor d«m Amts, in Darmstadt mehrfach anonyme Briefe eingelausen seien geruht Niddal vernommen worden und zwar ebenfalls unter wegen gewisser, die Bcamtenverhältnisse in Bad Salzhausen Cid. Ttese Zeugen schildert in lleberernsttmmung mti i>en ^Zcfsendcr Angelegenheiten. Frau Möser sowohl als der beiden AngetlagLn, wte es dabei zugegangen sei. 2lltch Ehemann bleiben dabei, daß sie allen diesen Denunzia- dieser Zeugm tst der Brief ntcht vorgeleg^ noch des en tidnen fern gestanden hätten. Me Ehefrau Möser gibt zu, Inhalt mrtgetellt worden. Trese Zeugm bekundet Wecker, daß sie chrL, Manne gegenüber geäußert habe, in der vatz die Ehesrau Bernecw chr gegenubei: nachWeihnachten, Ernennung eines Badewirtes sei man nicht richtig verfahren, etwa rm Februar, ob 1901 ober 1902 kann sie Nicht mehr Richtig sei auch, so erklärt die Angeklagte, daß sie einmal anaeben, gesagt habe, chr Mann, Bernecke, habe nach Tarm- eine Anordnung des Oberförsters Cellarius, welche darin stabt berichtet, mid, ein werterer Bericht werde noch folgen, bestand, daß dieser einer Witwe eine Hecke auf StaatskostenI Ter Zeuge Hilfsgeruhtsschrmber Baer erkllirt aus Behöbe anlegen lassen, anderen Personen gegenüber kritisiert ragen, diese Zeugm lei jn als Schrerberm des Brref^ nicht hat. Ihr Ehemann habe diese chre HaiLlungsweise später m Frage gekommen, daher habe er chr denselben auch nicht energisch gerügt. Die Angellagte Möser erzähll dann weiter, vorgelegt wie eines Tages der Gendarmeriewachtmeister zu ihr ge. Oberforstmetster Schutttspahn, der Vorgänger des kommen sei und erllärt habe, sie sei verdächtig, einen Oberforstiws Cellarius, gwbt den Ehelnllen Moser em m anonymen Brief an das Finanzministerium gerichtet zu feder Beziehung sehr gMes Zeugnis, besonders auch wegen haben. Er habe sie aufgesordert, nach Diktat zur Hand- lhrer Wahrheitsliebe. Weitere Zeugen bestätigen den guten jchristenvergleichung eine Schriftprobe abzulegen, wozu sie Leumund der Famllre Mofer Bon einem Zeugen wird noch auch fofort bereit gewesen fei. Später sei sie und ihr Mann sowie andere Personen nach Nidda vor das Amtsgericht geladen worden. Der Gerichtsschreiber Bär habe sie dort rernommen. Die Angeklagte schlldert dann, wie sie von dem Gerichtsschreiber, ohne daß der Richter dabei war,! vernommen worden sei. Dieser habe ihr damals weder enten Bries vorgelegt, nach sie mit dem Inhalt eines solchen bekannt gemacht. Es sei nur bie Rede gewesen von einem Petroleumbrief/ Der Gerichtsschreiber habe dann ein Protokoll zurecht gemacht und man sei in ein Nebenzimmer gegangen, wo das Protokoll verlesen worden sei. Der Amtsrichter habe ihr dann gesagt, daß sie das Zeugnis verweigern könne, wenn sie sich durch dasselbe einer ftrasbaren Handlung zeihen würde. Sie habe bann ben Eid geleistet und das Protokoll unterschrieben, ohne auch vom Richter den fraglichen Brief vorgelegt bekommen zu haben oder mit dessen Inhalt bekannt gemacht worden zu sein. Die Angeklagte bemerkt, daß sie den in Rede stehenden Brief das erstemal nach ihrer wegen Meineids erfolgten Ver- s» <• >- assk «■ sä? gwrtesws ssr» s sjets ^ Der^2ellaate Ebemanu bestrettet daß er irgend etwas Wahrheit sür die Angeklagten eine Verfolgung wegen einer oav o?wisse^we^ ^n Ä ie f"an das inister iuut^ ge^s ch rieb en st r af b a rcn Handlung hätte nach fich ziehen können. 9!ach » 0 öon »om Reden des Oberftaatsanwatts und des Verteibigers Oberförster Eel?arius des öfteren gehört haben. Tas bezwu^de das Urteil gesprochen: Dre Auge Nagten werden beide bei vorliegenden Strassacl-e in Frage kommende Schriftstück, jo bekundet Dköser, habe er das erste Mal zu Gesicht bo ------- kommen, als der Oberforstmeister Walther im Auftrage des Ministeriums von Tarmstadt nach Salzhausen go * Linden ckommen war, um nach dessen Belvandtttis zu forschen. Ter ™nntPY m?urbet Angeklagte roül aber von dem Inhalt des Brieses damals * , . • h- keine üeniitniö genommen, sondern nur dein Oberforstmeister -oergieuie m uir gesagt haben, er kenne bie Handschrift des Brieses nicht 1 und wisse nicht, wer der Schreiber desselben sei. Ter Darrn- ,Liban*. U— —-----’’7r/*"• y“1;" stadter Beamte habe isim zwar gesagt, seine, des Angeklagten in Marseille abspielte, wird der „Daily Mall* die Aus- Frau sei verdächttg, von dem Bries etwas zu wissen. Er sage eines Paffagters mügeterlt. Dieser Passagier qt em l)abe dann ferner Frau auch Vorhatt deswegen gemacht. Briefträger nu§ Mascara in Algier. Er rettete sich von dem Doch habe sie ihm die Beschuldigung alS nicht zutreffend schkenden Dampfer mit seinem Kinde und schildert die Kata- bezeichnet. Von dem Jnhatt des Briefes hat, wie _ec,öei> ftrophe mit folgenden Wocken: „Mein Junge war im Bette I Limburg a. d. L.» 10. Juni. Fruchtmarkt. Durch- sichert. auck>dec Ehemann Möser erst durch dir Unterfuchung bcfanb niich, eine Zigarette rauchend, an Deck, als S'Ä»'1'In1-™?“™ 0^rich!schftssor Plagge ° stellvertretender Amts-WM zchamnienfchrak, weil dieDampfpfeift dcs .Liban* I o.oo Mk., Kartoffeln o.oo Mk. richte-r in Nidda, als Zeuge vernommen, gesteht zu, daß "neu lauten -schrei ausstleß. In d-esem ^ugenbUck waren ft---- - ---~ das Protokoll, um welches es sich heute harrdett, wohl fo mir etwa 50 Meter von der Insel Mmre entfernt. Der Meteorologische Beobachtungen . n . . i . vi- ai 1 Q'nUilnir«' ■ ntifinnrTPTf* «1117 nfl« Atnnnl mmt imS I ' Juni 1903. Barometer nuf 0° reduziert Tempera t»«r der Luft Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit c T jC Z r > Windstärke Wetter 10. 2“ 733,6 23,6 11,8 55 E.N.E. 2 Bew vinimel 10. 9» 740,1 15,9 11,4 85 tiSW. 4 Regen 11. 7" 742,4 15,6 11,2 85 WSW. 4 Bed. Humncl Dekorationen LukaSgemeinde an der Liebigsttaße sollen vergeben werden Erd- und Dtaurerarbeiten, 1. 4527 Gießen, den 5. Juni 1903. Der Vorstand: 57 80 407 [1501 504 47 [1501 81 793 8! [1501 228 [300| 86 382 95 406 40 [150] 47028 76 77 115 65 66 283 B Zfoimer-Thiirtn 3001 486 69 64061 300 [1000 2162 auS deutschem Fluß- und Seefische 3704 empfiehlt Farben Lacke u. Pinsel 91 95 825 84 [3000 54139 80 237 68 302 512 85 41 816 911 56210 31 63 812 57045 91 99 175 90 213 364 10 Pfg 10 , 20 , 4653 liegen unter* 293 381 927 937 ER» zureichen. Die Bedingungen pp. zur Einsicht bei dem zu entrichten sind. 4647 87 76 74 IS Betten A Möbel 419 88 59 84 657 816 77 5 2027 92 211 75 80 967 58073 175 274 330 624 811 90 43 49 64 84 655 721 40 839 910 30 5 5383 456 86 503 61 610 85 93 710 Adolf Bieler, Victoria-Drog., Marktetrasse 5. 2. Sandsteinarbcüen auS grau-grünem Psälzerstein, 3. Lungsteinarbeiten (Staketcnsockel), 4. Zimmerarbeüen, 5. Spenglerarbeiten, 6. Dachdeckerarbeiten, 7. Glaserarbeiten. 8. Schreinerarbeiten, 9. Weißbinderarbeiten, 10. Schlosserarbeiten, 11. Schmiedearbeiten, 12. T-Träaerlieferuna, 13. 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E. G. m. b. H. Wir bringen hierdurch zur Kenntnis, daß vom 15. d. MtS. ab Kartoffeln, ganz prima magnum bonum. em- psiehlt billig 4323 IUTnicsnl Tonnen [trabe 6. • n vIdvJj Telephon 235. H & ist zur Abnahme der Schlußrechnung des Verwalters, zur Erhebung von Einwendungen gegen das Schlußverzeichnis der bei der Vetteilung zu be° rücksichttgendcn Forderungen und zur Beschlußfassung der Gläubiger über die nicht verwettbaren Vermögensstücke der Schlußtermin sowie Termin zur Prüfung der nachttäglich angemeldeten Forderungen auf Dienstag den 30. Juni 1903, vormittags 10 Uhr, vor dem Großherzoglichen Amtsgerichte Hierselbst bestimmt. 4646 Gießen, den 6. Juni 1903. Der Gettchtsschreiber des Großherzogl. Amtsgettchts. 2500 Geldgewinne und 2 Prämien. Nur 17 500 Lose. Beüttoiiiiiiiiissitiilei Zu dieser äußerst günstigen Lotterie empfehle ich Lose so lange Vorrat: Mk. 3.—,l -, Mk. 6.-, */, Mk. 15.—, J ! 'Mk. 30.— (für Porto und Liste 30 Pfg. mehr). Richard Bachacker, Gießen, Neuenbäue 5. 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K«sM-Tvürmaische Staalslotteric (Mitteldeutsche Ltaaislottetie) Mkhantz II. Wt (2. Tag) 10. Sani 1903. — — Nummern, neben welchen nicht« bemerkt ist, sind mit 100 Mar? gezogen» (Ohne Gewähr.) 16 105 213 322 538 89 050 873 96 952 1 095 101 59 219 818 U501 60 94 409 76 511 20 30 73 77 [150 ] 687 7;>0 865 60 <8 910 50 97 2010 31 97 [150] 170 92 206 49 84 331 419 658 54 65 789 809 69 904 83 9o 8023 47 94 197 224 376 443 98 537 89 642 901 2 18 55 81 4097 122 288 484 ^5035* 49 8ö896 232 54 80 384 53 96 440 60 78 82 5421 76'624 4882 [150] 92 737 65 77 881 90 95 918 43 0061 137 76 241 349 493 509 758 912 93 [200] 7004 7 27 3« 260 98 402 584 83 ^ 761 98 819 85 38 58 92 95 9^3 8015 231 47 313 70 [200] 76 ^3 61 80 660 788 11501 95 97 956 62 72 86 0093 108 34 366 476 548 621 74 87 709 46 198 813 1988 10065 148 92 411 44 66 92 565 618 14 75 706 74 93 812 28 38 913 90 11070 106 44 9 ) 92 99 323 86 [3001 411 718 49 95 11501 864 [200] 966 1 2002 37 48 94 304 b:30 671 85 86 722 808 966 70 13038 IU 60 140 315 54 57 407 41 61 73 527 71 94 97 736 60 826 28 973 79 99 14070 74 84 101 55 227 801 66 81 494 [2000] 15036 282 860 475 508 94 [150] 644 731 49 59 899 319 21 81 M 95 16016 31 103 62 202 11 41 340 45 72 409 508 68 603 880 1^,035 154 66 74 83 98 212 28 355 66 420 505 797 809 930 99 1800052 68 108 80 83 242 57 73 865 408 27 602 53 89 97 919 38 [150] 99 19001 24 48 75 116 41 M2 524 69 632 99 863 99 909 [150] 18 68 98 20023 48 71 140 47 328 66 77 458 84 d34 60 84 628 61 [1501 74 735 39 [150] 880 70 78 939 21061 111 231 55 84 890 464 66 549 56 89 827 28 2 2002 129 77 300 44 402 15 677 706 7 810 99 903 73 28010 18 70 78 116 72 204 847 60 442 543 609 27 56 707 10 802 24049 129 888 IunKelneucs Tourenrad mit allem Zubehör von Mk. 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