Montag 11. Mail 803 153. Jahrgang Erstes Blatt. forderlichen Gerätschaften, veranschlagt yi 600 2RL, fammen 2350 Mk. AuffichtSbezirk 1901 | 1902 1901 1902 wie schon an gedeutet, allen diesen Parlamentarische- au- Hesse«. Ein Antrag der Abgg. Dr. Frenay und Genossen be- atoqtie den weiteren Ausbau der Gewerbeinspek- tiow, besonders die Anstellung von Hilfsbeamten aus den Kreisen der Arbeiter. Line Zusammenstellung ergibt nun, daß die Zahl der Revisionen der Fabriken und der diesen gleichgestellten Anlagen auch im Jahre 1902 auf der erwünschten höhe geblieben ist. Zahl dervorgcnom- menen Revisionen Zahl der revisions- pfllchtigen Anlagen Kanone geschoßen, war feinen Schuß Pulver wert und die Oasen in der witzlosen Wüste erschienen erst im 3. und namentlich im 4. Bilde, wo eine Wärmflasche die ein wenig Anspruchsvolleren ein wenig erwärmte, Herr Sommer als Manegen-Schwerenöter em Loblied auf die Berlinerinnen fang und wir der.Fledermaus" stark nachempfundene Wacht- stubenabenteuer allertollsler Art erleben sahen. Doch die ganze Karneoalskomödie, die der Autor ja selber eine AuS- siattungsposie nannte, erfordert unbedingt eine große Bühne, im ersten Akt ein Bild des Trubels an der Kranzler-Lafv Bauer-Ecke, dann ein glänzendes Cuckusbild rc. ic. Die Tia- logspäße, die paar musilalischen Schlager und die drastischen Situationen machen noch keine ,tolle Nacht", dazu gehören Meisterstücke der InszemerungSkunst, wie man sie nur in Berlin und Wien zu bieten pflegt, um ein weltstädtisches Wandelpanorama zusammenzuftellen. Hier bei uns bot man gewissermaßen nur den Canevas, die reiche Stickerei darauf fehlte, besonders für den Faschingsball im Wintergarten. Für unsere Verhältnisse hatte man ja alles Mögliche getan, der Wrntergartenballsaal sah sogar ganz hübsch aus, aber schließlich streifts doch nahe an Unfug, uns notorische Ausstattungsstücke vorzuführen. Wir sind hier doch glücklicherweise nicht in dem Jnsektenpulvernest Nakel an der polnischen Grenze. Der ganzen Aufführung merkte man wohl an, daß zum großen Teile nicht Schauspieler, sondern Sänger oder Choristen, bez. Statisten auf der Bühne standen, die sich mit möglichstem Geschick aus der Affäre zu ziehen bemühten. Das GietzeimAnzeiger ** General-Anzeiger v Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen QriRgOrcil: monaluch7bPl^ viertel- fährltd) Mk. 2.20; durch Abhole- il Zweigstellen monatlich 6o Pf.; durch diePosr Mk.L.— Dicrtcl- lährt. auslchl. Bestellg. Annahme von Anzeigen ür die Tage»nummcr .>16 vormittag« 10 Uhr. , eitenprer». lokal 12Pf^ auswärts 20 Mg. VeraalworNich tüt den poltL und allgem. Teil: P. HBtltto: für »Stadt und Umxlr und .GenchtSfaal': August Dötz; für den iln* jetaentcU: HanS Beck. Girßener Htadttyealcr. Line tolle Nacht. Posse von Zull Freund. Bor mir liegt ein vergilbter Theaterzettel des Wiener Karlcheaters vorn tDiai 189v. Er erinnert mich an eine der tollsten ZLächte aus dem fidelen Wien. Die bekannten Librettisten L. Krenn und C. Lindau hatten die Berliner Gesangs- und Tanzposse der Herren Freund und Marinstaot für die Anwohner der Praterstraße und das ganze xou>- ostoiertel der Käiserstzadt an der schonen blauen ^onau bearbeitet und Direktor Jauner hatte sogar fünf entzückende „Kreolinnen aus Madagaskar", wie der alte Zettel mir wieder erzählt, zur Dekoration gewonnen, die ein reizendes Tanzdivertifsement im letzten Bilde cmsfichrten. Jm paar c>ab?e vorher konnte im Berliner Zenrraliheater diese Po,,e das Jubilauni ihrer 260. Aufführung feiern. Damals er- -ühlle man sich in Berlin, daß ein hoher Aristokrat eine Privaworsteliung veranstaltet habe mit den Hauptbildern aus der tollen Nackt, arrangiert von Emil Thomas, dem Baler der neueren Berliner Lokalposse, der den Jnsekten- pulverfabrikanten aus Nakel zu einer populären Berliner Figur gemacht halte und dafür vom Direktor des Zentral- theaterd eine Äiige von 25 000 ML bezog. In seiner zwer- bäiidigen Autobiographie, die im Jal,re 1897 erschien, er- .tl^Lt er, daß, wahrend er am JublläumSabend nur mit einem Prachlalbum" bedacht tourbt, die vier Damen „Pinscher" eine niedliche Hundehütte mit weißen Pudeln vom dankbaren Publikum erhielten. Als er noch Direktor des feinen Namen führenden Theaters in Berlin war, — dieses nebenbei ihm nacherzcchll — rief die Berliner Presse einst ihm zu, er solle die Ausstattungsstücke fahren las,en und es wieder mit der guten allen Posse versuchen. Thomas folgte dem Rate und ein hundeleeres Hans war die yolge; 40000 sUiarf Defizit in einem Atonal. Gerade damals aber sagte mit Recht der nun auch den Gießenern von Angesichl zu Angesichl bekannt gewordene ehemalige Rechtsanwalt Dr. Frrtz Friedmann von Th, er besitze jenen Humor, der mit der Lhräne im Auge lächelt. — Spater hat das Berliner Mellopol-Lheater die „Tolle Nachl" ui ihr Repertoire ausgenommen, und am Sonntag haben wir sie hier in Gießen erlebt; und mich bei uns war s, als ob der Abwechslung halber einmal im Mai die Geister des Karnevals den scheidenden Elbinger Künstlern zu Liebe zu wildem Spuk erwacht wären. Der Herr Jnsektenpulverfabrikant Pieper (in Wien hieß er Grundl) trifft in der Reichshauptstadt mit ein paar Turn- brüdem zusammen und einer Kunstreiterin. Ta er fein wertes Ehcgespons zu Hause vermutet, macht er frisch, frei, froh, fromm mit der Ctrkusdame eine urfidele Nachtbummelei durch Berlin, teils ftei- teils unfteiwillig. Gleichzeitig hat aber ,ein holdes Weib die Abwesenheit des Herm Gemahls auch zu einer Spritztour nach Berlin benützt und ihr 23ruber gondelt mit ihr m derselben Weise durch die Fährlichkeiten der Reichshaiiptstadt. Auf einem Maskenballe kommt es zum Krach, aber schließlich klärt sich alles — wie der gestrige Maiensonntag. Tie ganze Geschichte ist ja fürchterlich blödstmug. Der Knalleffekt: Herr Bruck wird aus einer die Röntgen-Strahlen, die den Tatbestand des eisenhaltigen ministeriellen Innern an den Tag gebracht haben, oder stellte sich die Erleuchtung nur im rechten Moment ein, um das Rückllllisgesuch dieses Beraters Wilhelms des Zweiten durch die Gesundheitsrücksichten praktisch zu begründen? Jedenfalls scheint ein ebenso merkwürdiger wie wissenschaftlich erstaunlicher Zusammenhang zwischen der Amtsmüdigkeit des Trägers jener Eisenteilchen und gewissen parlamentarischen Borgangen zu bestehen. 33 Jahre hindurch schmerzten die Metallsplitter chren Inhaber nicht übersehen läßt. Aber zunät , _ Erzählungen jede positive Grundlage und man hat deshalb keine Beranlassuna, näher auf sie einzugehen. Die Luft ist gegenwärtig ohnehin geschwängert durch Gerüchte der verschiedensten Art, von denen sich zwar nicht sagen läßt, ob sie den Tatsachen entsprechen, die aber jedenfalls Symptome irgend welcher gegenwärtig in militärischen Kreisen vorherrschenden Strömungen sind. Man sieht es manchem im öffentlichen Leben stehenden Menschen nicht auf den ersten Blick an, was alles in ihm steckt. So erging es auch dem preußischen Kriegsmiuister v. Goßler. Seit einigen Tagen erst weiß man es. In diesem gewiß tüchtigen Offizier stecken die Splitter eines Geschosses. Sell 33 Jahren trägt er sie mit sich herum, nachdem er im französischen Krllge verwundet worden, unb er ahnte nichts davon. Sind es Die Vermehrung der Zahl der revisionspflichtigen Anlagen in den vier genannten Städten erklärt sich haupt- säckstich auS dem Hinzukommen der Gast- und Schankwirtschaften, welche Lehrlinge und Gehilfen beschäftigen (z. B im Bezllk Darmstadt 114, Dlainz 194). Auffallend ist dabei der Rückgang in Gießen. Der 1. Ausschuß ist dafür, daß der Antrag Dr. Frenay zurzeit für erledigt erklärt werde, ebenso wie der Antrag Ulrich und Gen. Ministerium wie Ausschuß sind der Ansicht, daß zurzeit ein weiterer Ausbau der Gewerbeinspektion noch nicht angängig erscheine. DaS (inzwischen bereits am 30. März d. I. in Kraft getretene; Reichsgcsetz über die gewerbliche Linderarbeit wlld eine weitere Anspannung der Kräfte der Gewerbeinspektionen erforderlich niachen, welcher möglicherweise durch Vermehrung der Beamtenzahl Rechnung getragen werden muß. Der Ausschuß beantragt nun, die Großh. Regierung zu ersuchen, zu geeigneter Zell der Kammer Vorlage zur Aenderung der Organisation der Gewerbeaufsicht zu machen, sobald das Diaß des Bedürfnisses feststeht. ' Eine neue Regierungsvorlage betrifft die Annahme eines Hilfslehrers bei der Blinden-Anstaltzu Friedberg. Das Schuljahr wurde dort mit 27 Zöglingen eröffnet, während deren Zahl seither nur 17 bis 19 betrug. Wenn man die Unterrichtszeit für die Woche annähernd so festsetzt, wie es etwa den Bestimmungen für die drei- klassige Volksschule entspricht, so waren wöchentlich etwa 75 Stunden zu erteilen, wobei eine Kombinierung der Abteilungen, soweit angängig, vorausgesetzt wlld. Für diese Arbeitsleistung steht außer dem Dllektor nur noch ein definitiv angcstellter Lehrer zur Verfügung. Eine Dienstwohnung für einen Hllfslehrer steht im Nebengebäude der An stall zur Verfügung, und die Mittel zur freien Verpfleg- utig, veranschlagt zu 438 Mk. jährlich, können auS dem Ärti)ite füc die Verpflegung der Zöglinge mit 11000 Mark mitdestritten werden. Gs wäre sornll nur der Betrag der Remuneratlln für den Hilfslehrer mit 600 Mk. jährlich zunächst für das laufende Etatsjahr, zu beschaffen. Eine weitere Regierungsvorlage wünscht die Errichtung einer Parallel-Klasse an der Präparand en-Aust a l t zu Lich. Bei der Anstalt waren am 17. April bereits 60 neue Schüler angemeldet, während nur etwa 32 ausgenommen werden können. Eine Ueberweisung von Schulern an die beiden anberen Präparanden-Anstallen in Lindenfels und Wöllstein ist nicht möglich da auch diese besetzt sind. Bei dem vorhandenen Mangel an Lehrern darf aber eine Zurückiveisung von Schülern nicht slallftnden. Es muß daher zur Errichtung einer Parallel-Klasse geschritten werden. Die Kosten einer solchen setzen sich zusammen: 1. aus dem Gehalt für einen seminaristisch gebildeten Lehrer (Gehall l<50—3500 Mk.): 1750 Mk., 2. aus der Ausstattung eines vorhandenen Zimmers mit den er* Nr. 109 «rfftelnt ts-ttch außer Sonntags. Dem Gießener Anzeig« werden tm Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Siebener jainUlca* HILtter viermal In der Woche btigelegt Rotationsdruck a. Verlast der v rü h l'schea Unwers.-Buch- u. El eindrucke rei (Pietsch Erbe») Redaktion. Qrpfbittoe und Druckerei: Echnlstraße T. Adresse für Depesche«: Anzeiger vießen. FernlprechonschlubNr 5L im mindesten. Ta aber trat der Moment ein, daß einer der ihm parlamentarisch beigesellten Offiziere, der Genevcll- leutnant v. Einem, dem Sozialdemokraten Zubeil eine gründliche Abfuhr zuteil werden ließ in einer außerordentlich wirksamen Rede und sich dadurch als ein bemerkenswerter Magnet für die Aufmerksamkeit der Hörer erwies. Magneten aber besitzen bekanntlich die Eigenschaft, selbst die verstecktesten Eisensplitter in Bewegung zu setzen, und so begann denn auch im Innern des Kriegs Ministers plötzlich etwas zu zucken und zu schmerzen. Da sieht man, wie auf rein naturwissenschaftlichem Weg sich die merkwürdigsten politischen Vorgänge erklären lassen, und wie es manchmal nur von der rechtzeitigen Aiiwendung physikalischer Ex- rerimente abhängen mag, um zu erkennen, baß ein Minister ange genug auf seinem Sessel geruht hat und einem Nach- olger Platz machen muß, da es, wie es heißt, gilt, 30000 Mann neuer Fußtruppen, etliche Tausend Mann Kavallerie und Train, sowie neue Geschütze vom nächsten Reichstage zu verlangen. In militärischen und parlamentarischen Kreisen nennt man der „Tägl. Rundschau" zufolge als mutinaßllchen Nachfolger des Kriegsministers außer dem Tepartements-Dllekwr im Kriegsministerium, dem General v. Einem, den früheren Kommandeur der zweiten Division, Generalleutnant z. D. v. Alten, der durch die Krosigk-Affäre seinerzell weiteren Kreisen bekannt geworden ist. Herrn v. TirPitz, dem Staatssekretär des Reichs- mariueamtes, soll gleichzeitig der wiederholt mißglückte Versuch, das magere Jieick^säckel durch ein halbes Dutzend Millionen zum Neubau eines Reichsurarineamts zu erleichtern, zur Ursache des Falles werden, und man wird wohl damit rechnen müssen, in Bälde auch den Staatssekretär des Reichsmarineamts sich der großen Zahl derer zugesellen zu sehen, die dazu beitragen müssen, den Pensionsetat von Jahr zu Jahr aiischwellen zu machen. Auch der Schwager des Kaisers, ErbprinzBernhardvonMe iningen, hat sich zurückgezogen von seinem lange Jahre mit Erfolg unb Verdienst geführten Kommando, und Frau Fama er- zählt mancherlei über die Gründe, die ihn zu diesem Entschlüsse getrieben Haden. Auf der einen Selle wird von einem Zerwürfnis mit dem Kaiser gesprochen, auf der anderen Selle bringt man das Abschiedsgesuch mit dem jüngsten Korpsbefehl über Soldaten-Mißhandlungen in Verbindung, der an verschiedenen Stellen schon deshalb nicht gefallen hat, weil er der Oeffentlichkeit übergeben worden ist. Drille suchen die wahre Ursache des Rücktritts in dem hohen Alter des Herzogs von Meiningen — wer recht hat, das aufzuklären muß jedenfalls der Zukunft überlassen bleiben. Möglicherweise fühlt ,ich> der Erbprlliz auch verletzt, well ihm anscheinend nicht die Stelle des bislang vom jetzigen König von Sachsen innegehabten Generalinspekteurs der zweiten Armee-Inspektion übertragen werden soll. Wie verlautet, ist vorläuftg der Flügeladjutant des Kaisers, Generalmajor Graf Moltke, der soeben Kommandeur der 11. Kavallerie- Brigade in Breslau geworden ist, bis zur Ernennung des neuen kommandierenden Generals für das 6. Armeekorps mit der Stellvertretung beauftragt. Da neben dem meiningenschen Thronfolger auch der kommandierende General des 16. Armeekorps, Graf Haeseler, um seinen Abschied eingekommen ist, verliert das deutsche Heer mit einem Schlage eine ganze Reche bedeutender Generale. Die Vermutung, daß es sich hierbei um llgendwelche Reibungen handelt, ist nicht ganz von der Hand zu weisen und man will) sich auch nicht sonderlich zu wundern haben, wenn diese Vorgänge in den obersten Stellen des Heeres demnächst noch Veranlassung zu ausgedehnterer Erörterung geben. Die Ausschreitungen in Makedonien sind in bet vergangenen Woche bis zu einem ganz bedenklichen Grade gediehen und haben viel Verwirrung angerichtet. Wenn die auftührerischen Elemente noch im Unklaren waren, ob eine Abtrennung Macedoniens von der Türkei und eine Vereinigung mit Bulgarien Aussicht auf Erfolg habe, so sind sie jetzt belehrt, daß daran vorläufig nicht zu denken ist. Nicht nur Die Türkei, sondern auch alle Intel- ^Mische Wochenschau. Wenn Monarchen reisen, haben die Zeitungen zu schreiben. Das galt seit jeher schon und galt auch in der vergangenen Woche gelegenllich des Aufenthalts des Kaisers in Rom. Nach dem Besuch des englischen Königs in der italienischen Hauptstadt verfolgte man den des deutschen Kaisers mit ganz besonderem Interesse, und es kann wohl konstatiert werden, daß er sich doch wesentlich, in hösischer wie in politischer Beziehung, von dem Eduards VH. abhob. Die Herzlichkeit des Enipfanges, den Viktor Emanuel und sein Volk den deutschen Gästen angedeihen ließen, bekundete, daß die gegenseitigen Sympathien nach wie vor in unvermindertem Maße vorhanden sind, und vielleicht ist es dieser äußerlich so stark in die Erscheinung tretenbett Tatsache zuzuschreiben, daß der Reicpskanzler Graf Bülow in seinen wiederholten Konferenzen mit den leitenden Staatsmännern Italiens angeblich die Ueberzeuguna empfing, es würden sich beider- eitig befriedigende Grundlagen für die demnächst beginnen- >en Handelsvertrags-Verhandlungen finden assen. Inwieweit der Meinungsaustausch der Minister untereinander zu einer solchen Ueberzeugung berechtigt, ent- zieht sich natürlich der Oefsenllichkeit, immerhin wäre es verkehrt, wollte man daraus allzru große Hoffnungen her- lellen. Auch Monarchenbesuche vermögen Schwierigkeiten und Verstimmungen, die sich aus wirtschasllichen Differenzen ergeben, nicht ohne weiteres hinweg zu räumen und deshalb wird man gut tun, in der Genugtuung über die äußeren Ehrungen, die dem Kaiser zu teil wurden, nicht zu vergessen, daß die Polillk ein realer Faktor ist, der diesem seinem Charakter entsprechend behandelt werden teilt Daraus ergiebt sich, daß besser auch auf die vielerlei Versionen, die über die Unterredung des Kaisers mit dem Papste durch die Presse laufen, keinerlei Bellachtungen aufgebaut werden. Der Kaiser soll dem Inhaber des Stuhles Pelli den Vorschlag gemacht haben, die deutschen römisch- katholischen Missionen in Ostasien, die bisher der Obhut Franlleichs an vertraut waren, unter deutschen Schutz zu stellen, und ebenso soll geplant (ein, dem Missionswesen in China sowie in Afrika eine weitere Ausdehnung zu geben. Unter dem Schutze Deutschlands natürlich. Aber gerade diese Voraussetzung wäre geeignet, solchen Plänen viele Gegner erstehen zu lassen, well sie, wie die Ereignisse in China gelehrt haben, sehr leicht die Quelle von Engagements wellren können, deren Sragroeite sich im voraus gar nicht Darmstadt..... Offenbach . • • • • Gießen..... Mainz...... Worms...... 997 1140 1156 748 780 1198 1248 1105 1077 808 805 1005 845 449 529 Ö80 1089 951 558 6UU Insgesamt 4816 5421 8638 8873 ’dienunq 6. ; ~ —.ci e V"A hji» (rt> \ 3 H. rO-iSä" fr 3 5 0 ö ä 9^»^ rt £• llni 0-5 « a3 rt' 1 er' L ff)-» -W crftS&Z- 3 Z toi - 5,® er o uajj; 2 SS OWE 3® * v Ss. r5 p-S-ptQ-g CTS 2. n essierten Mäckte haben ein Interesse daran, den status quo im europäischen Wetterttänkel zurzeit nicht verändert zu sehen, zumal festgestellt werden tonnte, baß die zahlreichen Explosionen in Saloniki sowohl wie die Ausschreitungen an anderen Stellen zumeist von bulgarischen Offizieren geleitet wurden. Und trotz der vielen Opfer, trotz der Massenverhaftungen, die bereits zu verzeichnen sind, — in Saloniki sollen nicht weniger als 500 Bulgaren verhaftet worden sein — bringt jeder Tag fast neue Kämpfe. Da indes die Massenverhaftungen von christlichen Be- wobnern Alfferbiens und Macedoniens geeignet sind, die Aufregung zu steigern, forderten mehrere Botschafter die Pforte auf, unnötige Harten zu vermeiden und im eigenen Interesse nur gegen die Attentäter und deren Komplizen streng vorzugehen. Außerdem wird erklärt, daß, sobald die Gewähr vorlregt, daß die Nutze in Saloniki dauernd wieder hergestellt ist und die fremden Kolonien sich in Sicherheit befinden, das östreichische Geschwader unter Zurücklassung eines Schiffes abdampfen wird. Das Gleiche wird das italienische Geschwader tun. Ebenso wird das deutsche Stations- schiff,Loreley" Saloniki verlassen. Inzwischen wurde nad) der Wiener „Zeit" am letzten Samstag in Kiupriul die Moschee mit mehr als 200 Mohammedanern, die darin versammelt waren, mit Dynamit-Bomben gesprengt und die Mohammedaner unter den Trümmern verschüttet. Der Attentäter Namens Popow erschoß sich dann. Er hinterließ einen Zettel, in dem er sagte, er sei ein macedonischier Lodcsritter. Er habe gelobt, sich nach dem Attentate zu täten. Die „Zeit" veröffentlicht ferner eine Depesche des Präsidenten des maeeoonischen Komitees, Professor Micharlowski, worin behauptet wird, daß die Türken in Saloniki sich an Frauen und Kindern der Urheber der Attentate durch ein Gemetzel rächen werden. Nach dem „Berl. Tagebl." scheinen sich sogar die Schreckensszenen wiederholt zu haben. Offiziellen Nachrichten zufolge ist indes das Verhalten der türkischen Truppen tadellos und man wird annehmen können, daß diese Meldungen, entgegen allen Sensationsnachrichten, richtig sind, sodaß mau doch noch hoffen darf, daß der Ausbruch eines großen allgemeinen Balkanbrandes, der ganz Europa in Mitleidenschaft ziehen könnte und dessen Folgen unabsehbar wären, verhütet wird. Komische Tagesschau. Prinz Prosper von Arenberg. Ter ,Loimann, Tierhk., Nürnberg, Mittelweg 14. H. Illeberg, 'Med., Voßnacken, Grünbergerstr. 17. H. Klein, Med., Hos-Albach, Grünbergerstr. 48. F. Koch, Tierhk., Gollnow, Seltersweg 61. E. Lehmann, Tierhk., Hof, Blsmardstt. 16. O. List, Med., Lauterbach, Grünbergerstr. 7. F. Diesem, Tierhk., Dülmen, Bleichstr. 10. Ehr. Müller, Med., Widdersdori, Landmannstr. 6. O. Piskator, Med., Perborn, Grünbergerstr. 40. G. Richter, Tierhk., Rosenberg, Ebelstr. 12. Dr. 91. Rückert, Med, Kassel, Ktimkslr. 22. 2L Scholtyssek, Tierhk., Königshütte, Ebelstr. 16. G. Schwinning, Tierhk., Berlin Ebelstr. 23. K. Siedamgroyky, 'Med., Kassel, Grünbergerstt. 56. d. Philosophische Fakultät. A. Büsch, Chem., Essen, Wolsstr. 21. W. Tiemer, 'Math, und Naliirw., «ließen, Kirchstr. 13. I. Engel, Phllos., Nagy Rakocz (Ung.). Asterweg 57. R. Herz, Phllos., Franlsurt a. M., in Frankfurt a. M. I. Kissel, Naturw., Biblis, Ludwigstr. 10. W. Klink, Math., Groß-Gerau, Stemstr. 15. H. Krogmann, Naturw., Zerhusen, Bismarckstr. 10. I. Lorsch, Philos., Alsield, Schillerstr. 20. H. May, Naturw., 9hebec-2)lörlen, Bruchstr. 9. C. Mehter, Philos., Frankfurt a. 'M., West-Aul. 39. K. Molly, Naturw., Dresden, Grabenslr. 6. F. Naumaiin, Philos., Gießen, Süd-Anl. 8. W. Pfeifer, Math., Darmstadt, Goethestr. 48a. L. Poepperlmg, Kl. Phil., Ober-Ingelheim, Asierweg 59. A. Rosenberg, Philos., Brzesko (Galizien), in Frauksurt a. M. I. Rosenfeld, Philof., Wttebst (Rußt.), Wohnung noch nicht begannt H. Rühl, Forstw., Schotten, Grünbergerstr. 24. A. Schemm, Chem., Altena i. W., Wolsstr. 13. P. Schiller, Pharm., Münster L W., Kircheupl. 6. Dr. F. Sommeriad, Naturw., Gießen, Marburgerstr. 20. Th. Spira, N. Phil., Worms, Liebigstr. 33. W. Tiefensee, Naturw., Gießen, Walltorstr. 48. H. Wagner,'Math und Rechte, Matstatt-Burbach,Bahnhoistr.31. W. Wemmaun, Math., Hackenheim, Grüubergerstr. 35. Aus Stadt und Land. Gießen, am 11. Mai 1903. • * fiiebigfeier. Wie wir bereits früher mitgetcilt haben, wird dem Festakt in der großen Aula der Universität eine Feier am Denkmal folgen. Um l/3l Uhr werden dort die Spitzen der Universität und der übrigen hiesigen Behörden mit den auswärtigen Gästen, den Lehrkörpern der Universität und die Chargierten der studentischen Korporationen eintreffen. Am Denkmal werden Kränze niedergelegt. Die Wagen der Studierenden fahren Ludwigstraße, Bleichstraße, Südanlage, Ostanlage, die übrigen Wagen Ludwigstraße, Gartenstraße, Ostanlage. • • Das hessische Finanzministerium bat, auswärtigen Blättern zufolge, eine umfangreiche Denkschrift über die Warenhäuser im Grobherzogtum und ihre Besteuerung ausgearbeitet. Aus der Denkschrift ist zu schließen, daß die hessische Negierung eine besondere Warenhaus st euer nicht einzuführen, wohl aber die Gewerbesteuergesetzgebung einer durchgreifenden Revision in der Richtung zu unterziehen gedenkt, daß die Großbetriebe, insbesondere die sogenannten Warenhäuser, stärker herangezogen werden. * * D. u. Oe. Alpenverein. In der Sektion Gießen sprach am jüngsten Sitzungsabend Herr Emil Pi stör aus Marburg über eine Frühlingsfahrt an den Rivieren. In lebendiger, anschaulicher Rede behandelte der Vortragende eine im März^des »origen Jahres unternommene Radtour, deren erster Teil von Turin aus über den Col di Tenda nad) Ventimiglia, Monaco und Nizza führte, deren zweiter Teil der Riviera di Ponente galt und von Livorno ausgehend die Orte Pisa, Spezia, den Passo di Barka, Sestri, Rapalla, Nervi und Genua berührte. 2He viel gepriesenen Reize der herrlichen Mittelmeergestade, sowie der benachbarten Gebirgslandschaften der Alpen und Apenninen, der Reichtum des )übiid)cn Pflanzenwuchses, die Eigentümlichkeiten von Stadt und Land erfuhren an treffenden Beispielen eine beifällig aufgenommene Schilderung. • • Deutscher Flotte nv erein. Auf die nächsten Mittwoch abend in der kleinen Aula der Universität statt- finbenbe Hauptversammlung bes Kreisaußschusses beß Deutschen Flottenvereins für bie Provinz Oberhefsen weisen wir auch an bieser Stelle hin. Die Tagesorbnung ist im Inseratenteil bekannt gegeben. Lollar, 9. Mai. Bei bet heutigen Bürger» meisterwahl würbe ber seitherige Beigeorbnete Kaufmann Karl Zimmermann mit 115 Stimmen gewählt. — Die beiben ©egenfanbibaten erhielten 84 bezw. 24 Stimmen. Vermischtes. * Trier, 9. Mai. Der Förster Jung ist in bet vergangenen Nacht im Kampf mit Wilbbieben bei Justerath im Hochwalb von biesen erschossen worben. Die heute vormittag aufgefunbenc Leiche des Försters zeigt sieben Schußwunben. gilt ebenso von ben Herren wie von ben Damen. Bon bem schönen Geschlechte würbe eigentlich nur Frl. Stöger ihrer Aufgabe barstellerisch gerecht. Sie war pikant unb fesch in ihren mannigfachen excentrischen Kostümen. Recht nieblich sah als frühreifer Pensionsbackfisch in ihrem Stiefmütterchen« kleibchen Frl. Kalbern aus, bie aber mimisch noch in ben Kleinkinderschuhen steckt. Sehr komisch war Herr Ganzert als im Menschendasein höchst bebeutungsoolle Mabame Meyer. Aber ber Pallisadenkarl, sonst eine alkoholbuftige Charge ersten Ranges, versagte ganz. Den Erfolg des AbenbS sicherte nur Herr Bruck in ber vielfarbig schillernben Partie beS Jnscttenpulverfabrikantcn unb ehrsamen Spießers. AIS PrciSringer im ZirkuS, als Don Juan im Chambre separee, als Delinquent auf bem Armensünberbankchen im Polizeibureau unb als luicbergeroonnener Ehemann ftanb er seinen Mann, unb trieb einen Ulk, baß bie sehr stark besetzte Galerie von stürmischem Gelächter erbrohnte unb ber Streckenrapport schließlich boch auch bei unL ,riesiger Lacherfolg^ lautet. Nun haben die Künstler ihre Gießener Zeit hinter sich. Sie wenben sich nach kurzer Ruhepause nach ber großen Seestadt Leipzig, um bou em Somnierensemble zu hüben. Sie haben sich hier vier Wochen lang als fleißig unb rührig allesamt erwiesen. Aber ber emsigste von allen war boch Herr Bruck, bet Komiker unb Regisseur. Ihm fiel nicht nur fast immer eine ber größten Rollen zu, er hatte unausgesetzt zum eigenen Spiel auch bie Leitung bes Ganzen in ber Hanb. Unb biefe Arbeit, biete Pflichtenmasse hat Herr Bruck unermüblicf) mit stets freubig bereitem Humor burch- geführt unmittelbar nach ber gewiß recht angestrengten Eibinger Wintersaison. Freilich hatte er auch ben herzerfrischenben Lohn bafür, stets fröhliche Gesichter vor sich zu sehen unb durch Lachen die Herzen zu gewinnen. Der gestrige Abenb bebeutetc auch bie definitive 23er» abfdjit'bung bes Herrn Direktors Kruse. ES ist unzweifelhaft, baß stch bas Gießener Stabttheater unter ber Herrschaft des Herrn Kruse gegenüber ber vorhergehenben Aera burch- aus gehoben hat. Er hat namentlich im Winter 1901/02 ben Modernen bas Wort gegönnt unb auch ben großen Skanblnaoiern. Er führte den ersten Teil von Björnsons ,lieber untere Kraft* auf, waS ihm unvergessen bleiben wirb. In manchem anderen noch zeigte er sich als Mann von litcrarischem Geschmack. Leider erfuhr er in diesem Winter nur zu halb, baß bas Enbe seiner Gießener Tätigkeit bevor» stehc, unb fortan schien es mit seinem ltterarischen Ehrgeiz aus. Man braucht indessen barüber nicht die Achseln zu zucken; andere Theaterleiter hätten eS wohl gerade so gemacht. Nicht vergessen mag Herrn Kruse werben, baß er in unserem Theater auf ein gutes Zusammenspiel Wert legte. Man wirb ihm in Gießen ein bauembeS ehrenbes Älnbenken bewahren. P. W. Frankfurt, 10. Mai. Nach mehrjähriger Pause ging Supp es „Falinitza" in einer bemerkenswerten, künstlerischen Neu-Einstubierung unter Kapellmeister Pittrich unb Regisseur Kerschen in Szene. Wir besitzen in Fräulein Milton eine fesche Diva und in den Herren Steffens, Schwarz, Schramm, Hauck und einigen anderen Mitgliedern verwendbare Operettenkräfte, denen nur noch em tüchtiger Komiker fehlt, um das Ensemble zu vervollständigen. Die hübsche „Fatinitza"»Vorstellung eröffnet eine hoffnungsvolle Perspektive, welche ben allgemeinen Aufschwung unserer Opernverhältniffe begünstigt. Ein Damenkomitv will ber Schriftstellerin unb Vor» kämpserin ber Fricbensbewegung, Frau Baronin Bertha v. Suttner zu ihrem bevorslehenden sechzigsten Geburtstage eine Ehrengabe überreichen unb roenbet sich an bie Freunde dieser mutigen Frau mit einem Aufruf. o 8868 mann daselbst. b) Der Vorsitzende. Deutscher Zlotten-Verein der gebeten. 69164 312 35 461 552 645 97 808 930 3283 Mihi 5«. Ernst Bloedner. 750-12 11 13 36 66 69 294 323 29 32 448 71 19 3870 518 30 86 84 419 78 83 805 57 ^ardinen z 942 809 899 564 628 63 737 73 811 68 741 873 83 931 35 619 35 43 62 413 50 416 24 46 Gießen, am 30. April 1903. Großherzogliches Amtsgericht. 14 96 43 83 84 61 45 28 53 29 F Der Kreis»Ans schuß: Dr. W. Oiicken, Professor. Geschäftsbericht 1902/03. 8886 53 67 74 71 60 47 45 82 29 54 52 N Ci o K C9 44 718 76 533 78 327 Meiningen D. R. Gebrauchsmusterschutz angemeldet. 81.453 503 60 69 682 70 111 343 83 403 73 95057 75 124 96 364 429 46 57 65 68 531 625 52 925 47 53 96031 41 121 36 208 54 74 94 333 vekanntmachung. In daS VereinSregisler wurde heute der Verkehrs - Verein Gießen mit Sitz zu Gießen eingetragen. Die Satzung ist unterm 8. 3. 1903 aufgestellt. Der Vorstand besteht aus folgenden Personen: Wilhelm Hornberger, Kaufmann zu Gießen; Fritz Helm, Kaufmann daselbst und Carl Röhr, Kauf- Moderne neue Muster der letzt erschienenen Neuheiten sind in jeder Preislage ein re troff eii. Musterkarten Mif Wunsch. Solide Preise! 3590 Ernst Bloedner, Telephon 367. Kreis-MW fit sie Provinz Dberhesscn. Einladung. Am Mittwoch dem 13. Mai^ abends 8 Uhr, findet in kleinen Aula der hiesigen Universität die diesjährige Verdingung. Die für laufende bauliche Herstellungsarbeiten an den Gebäuden deS städtischen Hospi- talS erforderlichen Wcißbindcrarbeite« sollen Samstag den 16. Mai d. I., vormittags 11 Uhr, öffentlich vergeben werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Dienststunden bet uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vor- druck, der bei uns erhältlich, sind bis zum obengenannten Zeitpunkt bei uns einzureichen. — Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 8. Mai 1903. Städtisches Hochbauamt. I. V.: Gerbel. [3825 Wsttti-VtrPihtW. Donnerstag den 14. Mai l. I., vormittags IO1/, Uhr, soll die Grasnutzung an der Lahn in den Gemarkungen Gießen und Heuchelheim für das laufende Jahr an Ort und Stelle öffentlich versteigert werden. Zlisammenkunft am rechten Lahnufer unterhalb der Wieseck- münbung. Mainz, den 8. Mai 1903. Großh. Wafferbauamt Mainz. I. V.: Becker. [3866 490 515 23 86 67 641 93 864 976 „„ 60001 63 118 88 311 39 77 400 16 29 38 47 76 84 86 509 81 94 688 706 37 875 96 900 9 21 37 6 1023 109 24 227 327 76 584 606 18 94 742 906 46 62028 99 104 [150] 38 51 78 229 39 61 97 364 75 422 47 66 91 544 75 681 68 83 92 95 704 17 18 48 68 92 826 906 13 63052 179 92 220 21 50 78 358 65 88 90 441 91 541 755 800 4 64 942 48 86 89 64000 62 128 33 59 73 80 230 311 61 77 81 435 66 503 10 43 67 701 63 86 ' 7 0035 248 331 38 87 74 [100] 83 408 504 8 96 601 42 706 9 15 834 --------------J-- — — —4 32 62 82 421 60 503 10 61 98 713 46 819 93 923 74 97018 56 249 54 57 560 691 22 42 45 823 36 56 58 940 9 8050 144 81 252 317 79 94 97 523 57 696 709 16 9 99 ,8 90 105 37 75 304 7 412 35 569 78 Bekanntmachung. In das Handels - Register Abt. A. wurde heute eingetragen : Die Firma Richard Bindewald zu Gießen, Inhaber derselben Kaufmann Richard Bindewald daselbst. [8867 Gießen, am 6. Mai 1903. Großherzogliches Amtsgericht. garantiert rein, empfiehlt Adolf Bieler, Viktoria-Drogerie. Marktstrasse 5. 205o USSBODEN-OELLACKFÄRBL FRflUENlOß garantirt blei- u. giftfrei. Bester Fu Rsbodenanstrich haltbar, hochglänzend, elegant, über Nacht trocknend. Zu haben bei Augnat Noll. Bahnhofstr. 51 und in I anderen besseren Drogen- I geschulten. 3702 AltenhnsecH. Am Montag den 18. Mat wird die Hofratte der Witwe Nathariue Rabenau ll. m Mienbuseck öffentlich meistbietend versteigert. Im Anwesen flotter Wirischaftsbetrieb. Tas lebende und tote Inventar kann mit übernommen werden. 66 befinden sich darunter aus eanijitin, 3Ramor, Lgcnit nni) schmnrzm schwedischem ßranit Ganz besonders mache ich auf ein sehr Wertvolles Denkmal Trauer-Genius aufmerksam. 3757 3ntereffenten dielet sich hierdurch die seltene Gelegenheit, ein wirllich gutes und gediegenes Denkmal zu erwerben. — Die Denkmäler können schon vor dem BersteigerungStermm bet mir angesehen und auch aus freier Hand verkauft werden. NB. Tie erstandenen Denkmäler können auch von mir mit Schrift versehen und ausgestellt werdet. 69_____ 669 o3 725 44 [1501 83 820 (1001 917 27 54 85 Haupt-Versammlung des Kreis-Ausschusses des Deutschen Flotten-Bereins für die Provinz Lberheffen statt, wozu alle Mitglieder beS Deutschen Flotten- VereinS ergebenst eingeladeti werden. rageS'Lrduuug. 1. Rechenschaftsbericht. 2. ILntlaslung des Rechners für die JahreS- rechnung 1902. 8. Neuwahl deS Vorstandes. Im Jntereffe deS Vereins wird um recht zahlreiche Beteiligung Reichstagswahl beir Den tit. Wahl-Vorständen zur sofortig erbetene« Bestellung empfohlen: PorschristWliWe Wahlzettel - LchMen mit geschlitztem Teckel zum Zetteleinwurf, verschließbar (Reichstagesiyuug vom 2L April "«3), m solidester Ausführung, Größe oO—29—24 Ctrn., A -Ltuck 4 _la.. franko. Verpackung frei. S. &. 1 Bernstein, SolMenM, ^YooS^ 88 118 92 97 205 328 41 80 86 424 518 93 646 782 902 4 46 80033 60 183 [1501 294 97 309 494 98 511 42 76 600 28 43 723 25 98 923 36 U00] 81097 152 63 73 84 266 72 501 IC111i 670 81 709 934 82022 42 74 92 178 87 206 .34 55 71 343 64 9d 536 37 8 , 638 711 [200] 77 848 [100] 67 951 55 83140 61 86 88 229 30 38 39 35 343 52 72 511 53 80 628 791 831 63 909 46 49 67 87 84010 89 93 94 204 22 48 62 87 334 54 57 414 45 72 80 527 781 88 842 67 85026 72 98 120 204 8 28 56 58 72 308 41 58 84 413 16 33 48 71 73 540 70 78 617 46 723 29 53 64 949 69 86051 109 13 62 214 71 351 404 8 60 522 r300] 40 67 667 89 92 722 38 42 48 86 934 46 51 87069 100 150] 8 75 90 366 95 418 66 100 ] 82 510 11 31 65 66 663 724 917 21 95 8 8036 84 108 69 87 [4001 202 27 49 87 416 65 68 516 29 62 (1501 97 604 14 67 87 702 58 808 12 47 67 150 , 73 914 82 89078 [150] 132 86 262 306 53 66 486 95 606 [150! 75 794 871 927 9005’ 60 69 130 74 221 313 36 54 72 88 450 62 529 48 51 70 644 760 83 91 828 78 944 47 58 91119 68 537 40 93 655 96 707 42 44 812 26 85 88 950 76 [159] 92028 60 83 142 500 67 616 733 41 833 917 26 93004 43 60 106 31 262 445 82 501 48 60 68 72 76 735 47 816 59 89 -100] 999 94977 85 138 80 262 366 ......... 7Q 603 44 "716 82 858 904 68 72 11. Keftifch-gyurmgUche ^»taalswtterie [Mitteldeutsche -tautslotterie) Mutig L »taffe (1. Tag) S. Mai 1903. Alle Nummern, neben welchen nicht- bemerkt ist, sind mit 67 Mark gejoget» (Ohne Gewahr.) 2 48 63 136 61 223 48 84 849 83 450 62 87 96 628 69 746 78 892 977 1006 8 32 84 08 149 , 200 ] 67 75 82 383 429 90 583J2J0j 616 40 763 810 12 913 46 91 2009 73 103 221 [100] ^4 94 308 483 95 619 27 741 76 878 87 [100] 3013 58 143 46 r>3 . 8 276 302 86 425 27 32 45 504 6 8 26 616 45 814 962 97 4007 29 36 [100] 90 102 21 28 69 89 201 [100] 36 333 35 39 475 88 606 35 914 77 5004 5 67 97 127 237 44 47 60 408 68 [200)95 502 83 654 72 708 11 806 54 908 48 55 6034 72 81 98 .l^O b3 ? 807 1221 28 85 543 62 630 810 990 7011 105 58 65 Al So 99 821 A<6 400 68 5W 8vä2ä -ar an? h SmtBH äm 69 76 SÄWl» 516 32 83 87 648 78 91 758 810 16 59 62 928 47 56 11031 48 80 185 817 34 ^6 401 20 69 618 53 76 95 742 955 75 fU 12041 138 99 217 28 94 309 42 o89 605 81 710 74 844 64 72 982 1 8053 131 42 76 200 853 417 18 ^0 63 68. 533 73 80 664 855 60 86 907 74 1 4208 51 64 65 328 404 34 41 520 22 38 744 72 801 23 15030 45 97 185 98 235 89 88 430 69 516 27 58 78 646 65 86 93 766 74 848 77 [150] 78 929 [200] 65 [200] ^4 *SW3 39 W A 90 95 125 88 271 80 803 56 460 512 60 720 30 817 69 MB 80 17 HO 84 86 [1001 209 11 56 333 38 463 543 629 74 76 728 40 49 62 88 921 32 47 18001 99 [1501 101 218 80 [100] 394 412 43 50 519 763 89 864 901 19174 222 92 317 38 78 93 94 428 34 85 94 820 84] 1001!977 99 20039 146 75 230 307 13 18 54 503 39 63 7418>824 58 86 941 2 1015 41 51 62 68 88 91 180 88 232 810 24 94 456 89 616 4! 708 «N5 10 974 2 2016 41 106 35 36 84 340 485 96 553 64 71 90 W4 719 42 8i2 36 54 87 988 2 3027 79 93 101 14 39 205 38 387 530 M 89 603 75 94 888 81 911 99 24120 21 [400] 31 71 310 62 414 32 43 99 502 4 28 98 629 704 11 cu Versteigerung von Grab-Denkmälern Eisschränke werde,i in allen Größen und vorzüglicher Ausführung angesertigt. 3301 e. KBingeimeyer, kost-n°n,chläg° graus. «chrc.ncrc., Ludwlgftravc -7 Einmaliger Vortrag die Sitligion nie öns Lrgcbnis Ser Vissrnschnst? des Derfaffers der Religionsschrift „AuS dem Nichts zum Glauben", Schriftsteller Kricdrich Robert aus Hamburg. gtrbner findet überall enlhusiafiftche Ausuayme für seiue «en« Hottesauschauuugeu, die mit nverraich«deu Hrnud« den asewrU für eine Aussöhnung zwischen Glauben und Wißen bartun. Tie Unsterblichkeit der Seele aus den ttefsten Gründen der Wiffenschaft zu beweisen, fühll sich der Redner berufen; der chm sowohl in seiner Schrift aiS auch in seiner Rede gespendete Beifall bekundet, daß der Redner berufen ist, über sein Thema eine bisher noch nicht bekannte Offenbarung zu geben. Ter Vortrag findet Mittwoch dcu 12. Mat, 8',. Uhr, im Saale deS ttafö Leib [Theatersaal) statt. Harten im Vorverkauf in der KrecS'schen Hofbuchhandluug, Seltersweg, und in der Rickerischen Universitäts-Buchhandlung, Südanlage, 4 50 Pfg., reservierter Platz A 1 Alk. (für die Herren Studierenden A 50 Pfg.), sowie abends an der Raffe, für Mitglieder deS Goang. Arbeiter-Vereins 25 Pfg. 02313 GeMgkeitsverein Gleiberg Generalversammlung am Montag den 25. Mai, nachm. 4x/2 Uhr, auf der Burg Gleiberg. Tagesordnung: Neuwahl deS Vorstandes. Feststellung deS TtatS 1903/04. Rechnungsablage 1902/03. 807 924 42 84 65028 150] 105 45 62 99 215 38 333 452 60 88 518 625 757 828 95 97 [100] 933 66132 57 95 364 436 63 550 621 705 51 [200] 67049 84 225 304 57 82 [150] 430 45 [1000] 526 38 83 653 715 803 72 965 75 68010 84 300 6 40 88 421 67 506 14 660 725 35 39 806 28 [150] 908 Bestes Nährmittel für Kinder und Kranke! Ml|lng$| Torten, Mehlspeisen, ",S' Seppen uni Saucen. ■w\erT ■ W rjf B 71 WT < W Leicht verdaulich o. nahrhaft IWU M B YM. B<. M M Zu haben in all. n br.sen-n IfÄ. .TW JH. ■-! M-l 1. Delikatess- und Colonial waaren- Feinstea lalamehl. - Gesetzlich eeschüut Geachttien. General-Debot bei Türk X Pabst, Frankfurt u. M. X £ 58 444 70 96 704 12 27 822 73 912 24 70 55005 7 62 185 328 36 529 628 38 72 752 97 868 923 36060 101 K) 24 [100] 47 226 [200] 310 428 33 57 62 544 61 643 707 28 79 893 918 56 *5 [100] 71 57019 193 95 212 [100] 25 85 341 86 460 83 501 645 78 707 80 91 [150] 919 34 42 5 8043 84 143 46 76 211 82 380 90 .^_b67 689 802 15 38 [100] 46 64 78 935 93 5 9054 72 76 105 14 64 78 [200] 278 309 98 98 [150] 805 21 83 902 25 35 66 4 1000 95 174 293 3 0 01 363 478 528 29 78 623 30 52 59 60 720 32 65 813 15 39 977 42115 613 87 467 74 528 61 96 639 768 846 57 69 87 4 3000 3 117 28 32 200 303 10 68 85 94 623 48 88 863 82 920 44086 107 29 52 280 42 51 861 99 426 54 79 [100] 690 628 53 57 733 90 898 910 _____. 45028 183 95 212 46 307 425 46 618 26 84 80 709 924 25 82 46029 80 321 87 452 60 62 76 525 80 699 791 892 910 85 4 7053 109 62 [1001 55 216 843 52 54 86 93 448 579 656 88 99 764 79 871 72 *8003 95 100 23 28 57 238 51 58 324 65 411 23 77 92 511 12001 66 74 89 690 851 929 80 72 86 49176 305 32 66 430 619 [100] 79 84 803 39 71 922 25 48 49 5 0031 94 165 210 69 487 535 99 708 15 90 99 841 44 978 [1001 5 1017 33 128 71 262 ( 200 ) 81 83 361 421 64 88 517 64 604 66 7b 99 740 88 809 12 [150] 32 42 902*74 5 2054 67 97 122 42 267 71 9» 310 48 82 S 612 19 74 700 26 76 878 86 926 58 5 3103 8 12 38 61 349 69 86 [1001 471 601 55 68 604 41 62 70 739 41 849 5 4048 61 92 118 267 96 808 61 62 69 97 908 18 45 92 71069 115 247 66 804 ---- 65 601 14 47 68 718 33 45 [100] 72 [100] 812 24 67 9d 917 43 [200] 65 80 94 7 2118 &09 50 [200] 567 614 18 22 705 25 47 97 869 909 „ [100] 32 87 92 7 3019 28 129 205 60 95 374 o< fln 00 MQ 770 84 815 [200 24 [100] 26 936 41 7 4030 44 506 54 74 81 618 22 62 706 26 32 853 99 einfachsten Freitag den 15. Mi, nachmittags 2 Uhr in meinem Haufe Marbtn gerftratze 27 zur öffentlichen Dersteigerutig. 25050 189 210 310 18 23 418 515 16 79 94 618 937 91 2SOS4 42 177 80 [150] 89 209 25 70 86 303 10 446 60 72 626 644 68 762 814 82 906 95 2 7014 49 73 122 292 300 456 [1001 59 91 525 610 16 84 42 708 39 50 907 73 2 8045 62 141 852 452 67 80 86 94 532 99 621 59 802 90935 75 29076 407 40 92 538 93 600 26 33 41 724 33 60 837 78 902 39 40 46 30030 37 140 406 78 83 96 700 18 24 848 61 W 907 41 81014 64 95 105 276 77 357 88 410 515 48 50 83 661 89 790 820 96 981 49 69 70 [100 | 32008 109 229 94 310 90 437 85 623 29 1150) 95 68897 722 67 (1001 89 908 24 35 64 82 3 3024 28 37 47 55 69 « MO 8*7 *88 6J 886 769 88 90 824 25 38 84127 218 38 89 97 812 JO 77 546 683 749 77 8!6 932 89 85010 12 107 20 237 87 807 403 89 544 71 669 88 758 69 66 76 943 58 36024 70 72 89 110 208 24 51 80 848 85 529 882 (4001 57 914 42 37126 47 64 88 285 315 425 63 608 88 65 80 82 87 782 38 88 815 38007 21 171 248 50 364 477 500 81 046 67 72 709 70 78 82 85 28 924 84 39018 28 95 275 312 60 87 412 64 505 46 654 80 700 28 19 994 76014 83 151 205 323 415 87 626 39 54 60 87 77058 89 96 108 73 89 200 [I00J 7 30 ^6I>00] 413 89 521 37 612 24 714 47 67 824 36 62 67 78 91 78009 15 18 38 172 216 336 42 85 97 557 96 622 76 780 852 947 7 9001 7 37 72 119 45 67 97 211 43 50 71 306 16 23 41 45 77 400 39 73 79 504 30 82 600 75 755 820 44 7d 90 93 SBegen fwewchnft#»-Aufgabe bringe meinen Re*tbe*tand von den eteeub«, erstklassigsten Denkmälern hocheleganter Mass-Anzug für Mark Die Stoffe treffen Mitte dieser Woche ein. -Hvg Carl Frensdorf Bahnhofstrasse, Ecke Neustadt Giessen Bahnhofstrasse, Ecke Neustadt unsere 8688 DvsseldorM902 - Gold.Medaille v.sllbeme Staatsmedaille , Aachener |k I Badeöfen M vber 75,000 In? Gebravch zu richten sind. 3887 Rodheim a. Bieber. 02346 SU empsiehlt 2404 1463 <*eü>rüder <*eor Zm Klavierßimmeil Telephou 249. Bismarllstraße 6. v***