W MlfltttitrflBe 3- schweren Leiden. Hinterbliebenen: uch ich. fiidlt per« off, unt den 12. hnuntz, Mch« »stuiädchcn 6 gewandles gejucht, ui Soul» «aujjmauu, Aliceiiraße 2ö. gti60LJIö*fl2_. rue tücht'ge , ren’Sorturtrin -rudk Arbeit gcju^- rkäuserlit «L7S? ige. gstgeliebte, un« zerm und Tante Such hWt, ’$18«ln 3l>41 ei»*?* WL-- d-- KtzZÄ . Rauber> Samstag LI.April 1903 153. Jahrgang Zweites Blatt. Nr. 85 Erscheint täglich außer SonmagL. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt d«e Gießener Zamilien» -lütter viermal m der Woche deigelegt. StoiattontDrud u. Verlag der t) i ü I) l'schen Un,oert.-Buch-u.bte>n» brudevet (tt«dd) lieben) gUAafnon, LxpeviNoa unb Drudere»: Echulftratze 7. Ldretie tüt Depeschenr «a-elger «»eßen. Y^rnipreLantchlu- Ar 51. veAugspretAr monatlich 75W-. viertel« jährlich Alk. 2.20, durch Adyole- u. yiociflficllcn monatlich to Bl.. durch dieAoN iUt.2.— viertel- löbvL auvichl. Vettellg. »nnahme von Hnjftgee hu d>e Lageenmnnier bi« vonnmag« lu Uoc. Zeilenprei« total autwart« 2u A'g. lieiantreoultd) *üt den polit und aUgem. Teil. U Witiko tüt „Cladi und Xiantr und -Gcrichlsiaal' August Güy. *üi den Anzeigenteil: van« 'bett, GietzenerAnzeiger u General-Anzeiger 57 Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Allarm aus Mazedonien. Also t Mitschuldige desselben namhaft, die ebenfalls strengstens bestraft werden sollen. Der von ^brahim tödlich verletzte russische Konsul in Mitrowitza, Schtscher- b i n a, ist am 9. d. M. g e st o r b e n. Tas Wiener „Fremdenblall" bespricht den Tod des Kon- suis Schtscherbina und erklärt, die ganze gebildete Well werde den traurigen Abschluß eines hoffnungsvoll begonnenen Daseins bedauern, das auf so empörende Weise plötzlich beendet ist. Das Blatt findet, daß die mit überraschen- der Schnelligkeit über den Attentäter verhängte Strafe zur Tat in keinem Verhältnis stehe. Es wäre begreiflich, wenn, wie aus Konstantinopel gerüchtweise gemeldet wurde, der russische Dotfchafter dagegen Einspruch erhoben hätte. Ter Ausgangspunll des beklagenswerten Ereignisses war eine Demonstration, welche nicht gegen den russischen Konsul, sondern gegen die Reformen gerichtet war, durch welche die in Altserbien lebenden Albanesen sich in ihren Vorrechten verletzt fühlen. DaS Blatt meint, die Macedonier wirkten auf die Albanesen nicht nur indirekt ein, indem sie in ihnen Mißtrauen gegen alles erweckten, was die Sage der slavischen Christen erleichtern könnte, sondern die Führer der Bewegung haben auch direkt dafür gesorgt, die Ansprüche der Albanesen zu steigern. Tatsache ist, daß sich im vorigen Jahre der Ches der macedon.sckcn Komitees, Saratow, in albanesischen Gegenden aufgehalten hat und die Vorteile hecoorgehoben habe, welche den Albanesen eine völlige Autonomie bieten würde. Der Sultan besitzt jedoch die Macht, feine Autorität gellend zu machen. Er hat auch bereits durch Heranziehung von Truppen aus Kleinasien den richtigen Weg dazu eingeiplagen. Die rasche Herstellung der Ordnung ist umso wünschensiverter, als ein offener Widerstaiid der Albcmejen auch der macedonischen Bewegung zu gute kommt. Die macedonischen Agitationen fdeinen überdies darauf gerechnet au hoben, durch Erregung von iwnslitten in Albanien Mißhllllgkellen zwischen Oeslerrcid). Ungarn und Rußland hcrvvizurufan. Diese Berechnung erwies sich freilich alS falsch. Ter Versuch, die albanesisd-e Angelegenheit als trennenden Keil zwisd)en beide befreundeten Mächte zu schieben, wirb erfolglos bleiben. Ihr Einvernehmen und Loyale» Zusammenwirken besteht fort und mit ihm ist eine wejenttidje Bedingung für den endlichen Erfolg der Reformattion gegeben, die von ihnen eingeleitet worden ist und früher oder später Früchte tragen wird. Am 10. April verursachten zwei albanesisd-e Soldaten eine Aufregung in Pera, indem sie mehrere Revolverschüsse auf offener Straße abgaben. Tie Täter, welcl)« aiifdpineiib berauscht waren, wurden feftgenomnien. Dem Vorfall kommt eine weitere Bedeutung nicht zu. Politische Tagesschau. Eia untnlberfter Fall. Man schreibt uns ferner auS Berlin, 10. April. Bei dem ebenso lebhaften wie eigenartigen Interesse, welches die amerikanische g c l b e P r e s s e der Per,on Kaiser Wilhelms entgegenbringt, muß es Verwunderung erregen, daß diese Presse die Fahrt des Herrschers nach Dänemark nicht glossierte. Wenigsiens haben die De- pesd)enbureauö feine diesbezügliche Meldung übermittelt. 2,s hätte doch für diese in den gröbsten Sensationen arbeitenden „Politiker" nahe gelegen, der Kaisersahrt eine Absicht Deutschlands aus die daniscl-en Antillen zu unterstellen. Tie Kaufverhandlungen zwischen der Union und Dänemark haben sich delannllich zerschlagen; anderer- seits ist die dänische Kommission, welclje eine Informationsreise nach den Antillen unternahm, um zu ermitteln, wie die Inseln wirtfchristlich gehoben werben könnten, von bem ErgebiiiS der Reise wenig befriedigt. Denn sie erkannte, Daß das Sanierungswerk die Kräfte Tänemarks übersteigen würde. Der Gedanke, dieses Werk einer Großmacht zu über- lassen und ihr den in Betracht kommenden -volonialbcsitz läuslich abzutreten, könnte also in Dänemark sehr wohl wieder rege geworden sein. Und der prädjtige, zukunftsreiche Hasen von St. Thomas wäre in der Tat für Deutsch- land keine üble Acquisition. Daß die „Gendarmen der Monroedoklrin" diesen Zusammenhang beim Besuch Kaiser Wilhelms nad) Kopenhagen unkonstruiert ließen, ist, wie gejagt, verwunderlich. Viclleidst wird aber der „Fall" noch entdeckt im Anscl)luß an den anscheinend bevorstehenden KabinettLwcchsel in Dänemark. „Tal Duell ist mindesten- seit 14 Jahren in unserer Armee unbekannt", so hat jüngst der belgische Kiiegsminisler Eousebant d'AUcmade auf bie Frage, ob das Duell not- »oendig sei, geantwortet und zur Ermittelung hiiizugesügt: „Am 25. April 1869 wurden durch eine königliche Verfug- ung Lhrenräte eingesetzt, deren Entscheidungen die Armee sich ausnahmslos gefugt hat. Früher waren Duelle unter Den jungen Leuten der Kriegsschule sehr häufig; man schlug sich in allen Winkeln. Es gab selbst einige Aussehen erregende Fälle. Aber heute ist dieser Gebrauch aus- gestorben". Tie Ehcenräte werden „entweder vom ganzen Offizierskorps eines Regiments oder aus Mitgliedern, njcldje dieses wühlt, gebildet und besteht bei jeoem Re» giment Ihre Ausgabe besteht nach dem Wortlaute der Verfügung darin, daß sie Tatsachen, roeldje Angehörigen des Ofsizierkorps vorgeworsen werben unb die derartig sind, daß jie die Ehre gefährden, genau untersuchen unb feststellen. Der Ehrenrot eines Regiments wirb für bie Tauer eines Jahres aus bem Oberslleuinant, einem Major, einem Kapitän, einem Leutnant unb einem Unterleutnani gebilbet unb erfährt je nach dem Range des Beschuldigten noch eine verschiedene Zusainmen,etzung. Das Protokoll der Untersuchung wird m.t den Berichten und Dvrsä-lägen des Kommanbaiiten und der Generore an das Ministerium geleitet, worauf der Kriegsminißer elitscheibet unb bem König bie Anwenbung einer ber Maßregem ooqdjlagt, bie nach ben Bestimmungen über bas Ofiizierkorps tuulidj erscheinen, ober aber ben Zusammentritt einer Untersud)- ung nach tnm Gesetze „über ben Beriust der Lfsiziers- charge" aiioebnet Aus dem Allen ersehen Sie zur Genüge, daß wir in der Armee die ent|a>ieben|ten Gegner des Duells sind." Dculschcs ikidj. Berlin, 10. Aprit Ter Kaiser sah dieser Tage, wie wir bereits kurz meldeten, im Schlosse die vom Maler Oettken ausgcführten Kartons für die Mosaiken, welche der Kaiser für bie Kemenate ber heiligen Cl'.sabeth in der Wartburg stiftet Es sind neun Szenen aus dem Leben der edlen Fürsttn. Ter Kaiser aber begnüg«! sich nicht mit der Stiftung der Mosaiken, sondern will dem gesamten Raume eine harmon.sche Abstimmung im romanischen Charakter geben. Ter liunsthistoriler Prof Dotz, von dem daS Programm für die Auswahl der neun Szenen nach den schänden mit.e.alle.lichten La.stellungcn getroffen war, hat auch für die weitere Au-stauung der Kemenate Motive angegeben. Es werden Vorhänge unter Zugrundelegung der Brautschleppe her Helligen Elisabeth angefertigt, die Prof. Vog auf S ch l o ß Braunfels an der Lahn nachgewiqLN hat eic werden von Fn. Brina- mann-Hamburg und von Frl. Seliger-Berlin gewebt — Nach einer Mitteilung des dänischen Blattes „Politiken" f oll Kaiser Wilhelm beim Empfange der Kopenhagener Professoren gelegentlich der Abendgescllsd-aft beinr dänisd-en Kionprinzen zu einem der Herren geäugert haben: „Wir haben allzuviel Juristen; c8 sollten mehr Abiturienten Werkte io erben." ^Ticse aiigedliche Aeußerung kann iHimoglidj in dieser Form gefallen sein, da es dem Kaiser kid-etlich genügend bekannt ist, daß wir in Deutschland ebensosehr an einer Ucberproduktion von Aerllen ivie an einer Uebcrfulle von Juristen leiden. D. Red.) — ,La, wenn wir den hätten!" so soll der Kaiser vor einigen Tagen an den Rand eines Zeitungs- ausscl>nittes geschrieben haben, der Mitteilungen über den früheren sranzofiscl/cn Handelsminister Millerand ent* tjiclt (Auch diese „Aeußerung" halten wir für eine freie Erfindung. Miller and ist bekanntlich Sozialdemokrat Red. des „Gieß. Anz.") — -»ach einer Londoner Dcpesd)e wird dem „Daily Telegraph" aus Kopeithagen als Erzählung aus diplomatischen Streifen berichtet, daß es Kaiser Wilhelm gelungen sei, die bisher Deutschland nidjt freundlich gesinnte Kaiserin-Witwe von Rußland gänzlich umzustimmen. Sie soll gesagt haben: Wenn alle Deutschen wie rhr Herrscher seien, bann sei sie sortan bereu Freunbin. — Der „Frkf. Ztg." wird aus Newyork telegraphiert: Der beuqdje Bvtscha,ter Speck von Sternburg teilte dem Staatssetretär Hay mit, bag Botschafter von Holleben lebigllch wegen anbauernbec Kränklichkeit zurück- ge treten sei, unb ber Kaiser ihm in Anerkennung seiner Dienste den jKotcn Adlerorden verliehen habe. — Reicl)stags- und Landtagsabgeotdneter Justizral M u n ck e l ist heute mittag 1 Uhr gestorben. (Karl Aug. M., Mitglied der sreis. Vollspartei, einer der gesuchtesten Rechtsanwälte Berlins und einer der treuesten und tüch- tigsten Freunde Eugen Richters, ein scl-arser Kops von seiner Ironie, war geb. am 23. Ian. 183? zu Pyrttz. Mitglied ocy Reid-stages Ivar er sell 1882 für den Wahlkreis Berlin UL, Borpeher der Stadtverordiielen in Eharlottenburg von 1882—1895. D. Red.) Heer uub Flotte. In einer Wählerversammlung in Strasburg in Westpr. teilte der nationallib. Abg. Sieg mit, daß nach feinen Informationen dem tün|Ugen Reichstage eine Rkilitär- Vorlage zugehen werde, roeldje Die Bildung eines neuen Armee-Korps mit dem Sitz in Allen stein iMpr.) fordert (??) Kirche und Schule. Wie aus Breslau gemeldet wird, wurde dem frei- religürsen Prediger Tschirn verboten, einen Vortrag zu halten, den er jur Eharsrciiag unter dem Titel: a t Christus gelebt? angelünbigt hatte. Tschtm iuollte, wie die seltsame Meldung lautet, „gegenüber den Zweifeln mehrerer Theologen" die Existenz Christi nach- ivcijen. Gegen Tschirn wurde ein Ermittelungs- oer fahren eingeleitet Wahl-Bewegung. Wir teilten bereits mit, bug oer Redakteur Erd- mannsdör f f er für die Freisinnige Vereinigung im Wahitceise Aurich kandidieren soll. In einer Zusajrijt an die „Freis. Ztg." behauptet er, es sei unrichtig, oaß er Nation alsoztaler Schriftsteller und Agitator jet — Tann also hat Herr E einen Wandlungs- prozeß rnll sicy vorgenommen. Noch bis vor turzem har er bekanntlich Jahre lang die im Besitze ücS nationalsozialen Herrn o. Genach befindliche national- soziale Marburger „Hess. Landcsztg." redigiert. — Herr Erdmannsdörfjer schreibt, daß er die Aufilellung 9iau- mannS gerade in Oldenburg bedauerlich fände. Der Direktor der Bant für Hanoel und Industrie, Vor- sitzenber bes Zentralvervanbes des deutschen Bank- und Banttergewerbes, Geheimer Iustizrat Dr. in i e ß e r, weldjer Der nationalliberalen Partei angeyört, hat esagbele h nt, eine Reichstagskandidatur anzunehmen. Tas gleiuje geschah sehens des Geh. Regieru'.gsrats Witting, Dircttors der Nationalbant für Deutschiand^^^ Ausland. London, 10. Apr.t Anper der Beförderung des Generals White zum General«elomaischall hat der König nunmehr dem General Wood dieselve Würde verliehen. Wood ist Befehlshaber des 2. Armeekorps unb hat seinerzeit am Krimkriege teügenommen. Paris, 10. Aprll. „Petit ^ournal" benchtei, daß auf der hefigen russi,ü-en Botschaft von der angcblidjen Er« franfung der Zarin nichts bekannt ist — „Frgarv" versichert, cs sei nunmehr sicher, daß Präsident Loubet den Besuch des^lömgs Eduard erwidern werde. Tas Datum des Gegenbesuchs sei noch nicht festgesetzt. Der Ministerrat setzte das Programm der llesilichk.iten fest, bie vom 1. bis 4. Mai aus Anlaß des Besuches des Königs Eduard gegeben werden sollen. — Brisson verösfenllicht im „S^cle" einen Artikel über die Treysuö-An gelegenheit Brisson sagt, der Krieg-minister Caoaigiiac, ber bereits am 14. Juli Kenntnis oon Den Fälschung,n Henrys Halle, habe ihm hiervon erst am 3o. Juli Mitteilung gemacht. Diese Verspätung sei wahcscheinlich bic Ursache Des Tobes Henrys gewesen, Denn lltzlcrer wäce rocch.scheinlich nach bem Militür-Ge- sangnis Cherche Midi gebracht worben, anstatt nach dem ocsiungSgei'ängnis '..tont Valerien, wo er sicherlich keinen Selbstmord hätte begehen können. Weiter erklärt Brisson, daß er am 3ll Juli gegen 7 Uhr abends durch Zufall er- fahren habe, daß sich in SDlont Valerien ein wichtiges Ereignis zugetragen Hape. Ter Gouverneur, welcher ifpi sofort hätte benachrichtigen müssen, habe ihm hiervon feine Mitteilung gemacht, und nur zufällig Hove er um 9 Uhr abends erfahren, daß Das Ereignis in dem Selbstmord des Henry bestand. Wien, 10. April. Der Kaiser hat die Wahl Luegers zum Bürgermeister von Wien bestätigt. Sarajewo, 10. April. Eine Anzahl türkischer Notablen Bosniens und der Herzegowina überreichten der russischen Regierung einen Protest gegen die Konversierungs- lätigkeit der, russisch-katholischen Erzbischofs Stadler. Die türkische Frau Salla Severic, die von Stadler zum Katholozismus bekehrt und verschwunden war, wurde auf einer Besitzung des Erzbischofs aufgefunden und nach Koulica gebracht. Konstantinopel, 9. April. Der Sultan verlieh dem deutschen Kronprinzen den Orden Chauedani ali osman und dem Prinzen Eitel Friedrich den Fiutiazorden. Nachdem der Kvonvrinz und Prinz Eitel Friedrich um 11 Uhr in feierlicher Weise vom Sultan Abschied genommen hatten, unternahmen sie auf der Jacht „Saphire" eine Fahrt aus dem Bosporus und machten bann im Park der deutschen Botschaft in Therapia einen längeren Spaziergang in Begleitung des türkischen Tbrendienstes und der Mitglieder der Botschaft. Hieran schloß sich um 5 Uhr die Abfahrt nach Piräus.______________________________________________ Die htssifchen SiaarSsteuern. An direkten Staatssteuern ist für das Etatsjahr 1903/04 insgesamt der Betrag von 11 665 613.25 Mk. veranlagt worden, der sich auf die beiden Steuerarten und die einzelnen Steuerkommissariatsbezirke, wie in der nachstehenden Zusammen- stellung angegeben, verteilte Steuer- Vermögens- Einkommen- Kommissariate steuer steuer Alsfeld 50 482.50 91 574.50 Alzey 80 532.— 147 885.50 Beerfelden 31 604.25 70 591.— Bingen 126 204.75 252 226.— Büdingen 59 956.50 93 978.50 Butzbach 54 201.— 88 218.— Darmstadt I 376 527.— 1 282 289.50 Darmstadt 11 57 202.50 124 810.50 Dieburg 53 676.— 98 158.50 Friedberg 169 218.25 378 766.— Fürth 41 001.75 67 294.— Gießen 138 930.75 433 398.— Groß-Gerau 78 291.75 197 524.50 Grünberg 44 013.— 64 651.— Heppenheim 53 974.50 154 422.50 Höchst 38 134.50 52 483.— Homberg 29 451.75 30 952.50 Hungen 76 188.— 84 100.— Langen 38 387.25 111 802.50 Lauterbach 60 906.— 94 514.— Mainz I 360 587.25 1 707 711.25 Mainz 11 63 809.25 131 348.50 Michelstadt 53 389.50 75 844.50 Nidda 66 720.25 98 183.— Ober-Ingelheim 80 071.50 181 628.50 Offenbach 206 031.75 1 016 442.50 Oppenheim 90 871.50 145 915.— Osthofen 80 435.25 135 188.— Schotten 23 687.15 25 499.50 Seligenstadt 44 789.25 127 865.50 Wörrstadt 72 358.50 101 597.— W 0 r m s 208 881.— 690 941.— Zwingenberg 91 555.50 205 077.— Die einzelnen Steuerpflichtigen werden durch die Steuerzettel von der Größe ihrer Schuldigkeit für je ein Ziel in Kenntnis gesetzt. Die Bezirkskassen und Untererhebestellen sind außerdem verbunden, jedem Steuerpflichtigen die Einsicht des ihn betreffenden Heberegisterpostens auf fein Nachsuchen unentgeltlich zu gestatten und die nötigen Erläuterungen zu geben. Aus KlM und Land. Gießen, 11. April 1903. ** Ernennungen. Tie Lehramtsassessoren Ernst Franz und Dr. Josef Köhn in Gießen wurden, wie uns aus Darmstadt drahtlich gemeldet wird, zu Oberlehrern ernannt, und zwar der erstere an der Realschule zu Michelstadt, der zweite an dem Progymirasium in Mainz, mit Wirkung vom 16. d. M. Der provisorische Landeswohnungsinspektor Gretzschel in Darmstadt ist mit Wirkung vom 1. d. M. ab zum Landeswohnungsinspektor definitiv ernannt worden. ** Das Großh. Regierungsblatt Nr. 24, aus- gegeben am 8. April d. I., enthält: Gesetz zur Aenderung des Gesetzes vom 30. August 1879, die Ausführung des Deutschen Gerichtstostengesetzes und der Deutschen Gc- bührenordliungen für Gerichtsvollzieher und für Zeugen und SaäMrftändige betreffend. ** Kunstverei n. Tie Gemälde-AuSstellung jm Brand ist an den Feiertagen von 11 bis 3 Uhr ununterbrochen geöffnet. *♦ Stadttheater. DaS Walter Steinert'schc Operettenensemble ist auS Elbing vollzählig mit Herrn Kapellmeister -LclM und Herrn Oberregisseur Bruck an der Spitze eingefroren und wird sich, wie bereits mitgcteilt wurde, am zweiten Osterfeiertag Dem hiesigen Publikum vorslellen. Um zahlreicl)en Wünschen entgegenzukommen, hat sich die Direktion veranlaßt gesehen, statt mit Boccaccio mit Millöcker'S berühmter Operette „Der Bettelstudent" zu beginnen. CS ist auf diese Weise Gelegenheit geboten, gleich am ersten Abend die ersten Kräfte in2 Dordertresfen zu führen, in erster Linie die Opcrettcn- primadonna Frl. Slmelie Stöger, die in der Braoour- partie der „Laura" austreten wird. Tie beiden Tenäre, bie Herren Botte und Sommer ersch»einen als Bettel- ftubenten, Herr Oberregisseur Br u ck aiS „Ollendorf" und Frl. Bartl in der Soubrettenpartie der „Bronislawa". Am Dritten Oster feier tage bleibt bann die Sensal ionS- noDität „Wiener B t u t", das letzte Werk deS verstor- benen genialen Walzerkomponisten Johann Strauß aus >em Repertoire. Mit „Wiener Blut" hat das Steinen» che Enjemb.e im vergangenen Winter in großen Städten, o in Königsberg und 2anzig gastiert, und durch das a.än- jcnbc Ensemble sowie die außgcarbeitetc Einzeldarstellung bei Publikum und Presse geradezu Sensation hcrvorgerusen. »»MutigeRetter. Der Schwimmlehrer Andreas Rödel hier hat im Laufe des letzten Winters zwei Knaben, welche sich auf das Eis der Lahn gewagt hatten und inmitten des Flusses an einer offenen Stelle ins Wasser gefallen waren, mit Mut und Entschlossenheit und mit eigener Lebensgefahr vom Tode des Ertrinkens gerettet Ter Schlosser Wilhelm Schütz und der Hilfs- schasfner Emil Michel haben hierbei sehr wirksam Hilfe geleistet S. K. H. der Großherzog haben für diese wactere Tat dem Schwimmlehrer Rodel die Rettungsmedaille verliehen, welche demselben gestern in seiner Wohnung vom Negierungsrat Tr. Wagner überreicht worden ist. Den mutigen Helfern sind vom Großherzog unter Anerkennung ihres Verhaltens Geldprämien verliehen worden. ** Die Fleischbeschau im städtischen Schlachthause ist seit dem 1. April d. I. aus Grund des Reichsgesetzes eine andere geworden. Eine ganze Anzahl Fünfmarkstückc großer blauer Farbstempel weroen dem untersuchten Fleisch ausgedrüctt. (Wir zählten an einem ausgeschlachteten Kalb ein ganzes Dutzend Stempel.) Die Hausfrauen, welche die Stücte, an denen die Farbe hastete, vom Metzger ausgehändigt werden, sind von der Neuerung nicht sehr begeistert, werben aber sich mit der Zeit Daran gewöhnen müssen. ** Militärkonzerte. Am zweiten Osterfeiertag nachmittags 4 Uhr wird im Neuen Saalbau, früher Steins Garten, unsere Militärkapelle, und am Dienstag nach Ostern ebenda nachmittags 4 Uhr und abends 8 Uhr das Trompeterkorps des Husarenregiments 9!r. 13 konzertieren. Am Dienstag sindet auch im Philosophenwald Militärkonzert statt. -i- Langsdorf, 11. April. (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anz "). Zu den demnächst erfolgenden Wahlen eines Beigeordneten der Gemeinde wurde der seitherige Beigeordnete Heinrich Schiel IV wieder aufgestellt. Die Ausstellung eines Gegenkandidaten ist sehr unwahrscheinlich, da derselbe kaum einen nennenswerten Erfolg haben kann. Bad-Nauheim, 9. April. Dieser Tage ist die neue Militär kur anstatt eröffnet worden. Von Jahr zu Jahr nahm die Zahl der Militärkurgäste zu, so daß sich die Medizinalabteilung des KriegsmiNlsterS bereits vorigen Sommer dafür erklärte. 1894 betrug die Zahl der 9)lilitär« kurgäste nur 14, 1901 bereits 93 Mann. 0 Aus Rheinhes sen, 10. April. Der dieser Tage in Den Ruhestand getretene Kommandeur der Tistrikts- gendarmerie, Oberstleutnant a. D. Kullmann, hatte, wie bie Mainzer Blätter schreiben, ursprünglich das Schuhmacherhandwert erlernt. Mitte der 50 er Jahre trat er als Gemeiner beim 2. hessischen, jetzigen 116. Infanterieregiment ein, wurde alsbalb Unteroffizier und zeichnete sich im Gefecht bei Laufach im Jahre 1860 derart aus, daß er noch während des Krieges zum Offizier ernannt würbe. Im Lu nie der Jahre würbe er zum Hauptmann befördert, machte den Feldzug 1870/71 mit, war längere Zeit Chef der 8. Komp, des genannten Regiments und trat Dann zur Gendarmerie über. Er war zuerst Distriktsossizier in Oberhessen unD bann in Rheinhessen. An jedem Platze stellte er seinen Mann und machte das Sprichwort: „Schuster bleio bei deinen Leisten!" vollständig zu Sdjanben. Bingen, 10. April. Die jüngst in Spon sheim von ihrem Neffen Detroit ermorbete 72jährige Greisin Steiner, war in früheren Jahrzehnten in Würzburg unter bem Namen Schwester Honorine als Orbenssrau tätig unb zwar zuerst als Lokaloberin ber h.esigen Zweigniederlassung der „Niederbronner Schwestern". Später bekam sie Differenzen mit dem Mutterhause in Niebetwronn, sie trat mit einigen Schwestern aus unb grünbete bie Kongregation ber „Töchter vom hl. Erlöser", bereu Hauptaufgabe bie Krankenpflege bildet. Im Feldzuge 18,0/71 ent» wictelte sie eine hervorragende, ebenso umsichtige wie aufopferungsvolle Tätigkeit. Die Bestätigung der neuen Kongregation durch bie kirchlichen Behörben scheint Schwierigkeiten bereitet zu hoben, bis schließlich boch Bischof v. Stein, bamals in Würzburg, heute Erzbischof von München-Freising, bie Genehmigung erteilte. Die Generaloberin trat inbes aus Der Kongregation aus; sie erhielt eine jährliche Pension von 800 Mark unD wandte Würzburg Den Rücken. Seit geraumer Zeit wohnte sie in Sponsheim, wo sie ein so tragisches Ende finben sollte. )( Braunfels, 9. April. Tas vor einigen Wochen als vermißt gemelbete junge Mäbchen von hier, tvclci)es in Ems in Stellung war, ist gestern im Rhein unterhalb Koblenz als Le i ch e g e f u n b e n worben. WaS das sonst muntere unb stets brave Mäbchen in ben Tod getrieben, wirb wohl unaufgeklärt bleiben. — Zur Zeit werden hier und im ganzen Solmsbachtale alle Hebei in Bewegung gesetzt, um durch das vom Verkehr sehr abgelegene Tal eine 23 a I) n zu erlangen, welche die Städte Wetzlar und Butzbach verbinden soll. Für die im Sommer öfters nach hier kommenden Gießener dürfte es von Interesse sein zu erfahren, baß Braunfels bann wahrscheinlich einen Bahnhof, ber Stabt näher wie seither, erhalten wird. Kleine Mitteilungen aus Hessen unb ben Nachbarstaaten. Aus Reiskircyen wird un5 zu unserer kürzlichen Notiz naiigelragen, daß bei bem Fackelzug es sich nur um eine Veranstaltung ber ^Harmonie" hanbelte unb daß der Gemeinde Vorstand als solcher nicht beteiligt war. Handel und Verkehr. iiolkbUiirtfdjiift. Berliner Börse vom 0. April 1903. (Mugeietll von der Bank für pandel und Industrie, Gieven.) Infolge eines guten Eijenberichies in der „Kötiujchen Zeumstz" zeigte sich heme zu Beginn der Börse reges Interesse für (rifciiroeiie, welche ca. 1 pEt. über gestrigen Schlußuonzen einfetzlcu. Im weiteren Verlaufe trat jedoch eine unbedeutende iUbfd)iväa)ung cm, während für Kohlen- afncn wiederum gute Käufer auitraten und bei steigenden Kursen Waare awS dem Markt nahmen. In Bankaktien vollzogen sich bei gut behaupteten Kursen nur geringe Umsätze; erwähnenswert i|t nur die Festigkeit der Aktien des A. Lchaafihansenschen Bankvereins, welche nach bereits hohem AnfangskurS im Lame der Börse noch ca. 2 püt. avancierten. Gute Meldungen aus Montreal sowie damit im Znsammeiihang stehende hoae Londoner iMotieruiigcn veranlaßten eine größere Steigerung in Eanada-Shares. Für Türken- werte hielt Die gute Tendenz an, währe,id Spanier heute wenig Beachtung fanden. Ans dem Kasjamattr, der im aUgememen recht fest lag. zeigte sich besonderes Jntercsie für Terrainwerre, m erster Reihe für Westliche Boden-ipes.-Aktten. von iidenz Ceft Kredit. . Tentfche Bank Tarmuadter Bank Bochumer &uh . Harpener Bergbau cdUufe- Konversion ber 4prozcvtigcu Larmstadtcr Stabiantcüjc 1891. -..! Besitzern ecr sprozentigen Tarmnadrec 6taot- Cbligattouen Lie. 11. von 1801 wird iegi bie ZniLherabsetzung auf Privat-Tistont 2',, Prozent. AiifangS- u. Schlußkurfe. 212,25 212,lu 211,75 211,60 141, UO 1^,90 lbl,8U 191,62 183,10 126,87 : ziemlich feit. 3'/, pEt. durch Abstempelung angeboten, zu welchem Behufe bie Titres nach der im Jnferatentell enthaltenen Veröffentlichung bis 30. April 1903 einznreichen sind. Tie Besitzer der zur Abstempelung gelangenden Obligationen bleiben im Besitz der sprozentigen Zinsen dis 1. August 1903. Diejenigen Stücke, die nicht bis 30. April zur Abstempelung eingereicht sind, werden per L August d. IS. zur baren Rückzahlung zum Nennwert gekündigt. Ikurlie Aleüniiigkii. Originaldrahlmeldungcu des Gießener Anzeigers. F r a n k s u r k a. M., 11. April. In einer halbvergessenen Truhe ber hiesigen Stiftung Frankfurter Almosenkasten wurde, wie der Magistrat heute bekannt gibt, dieser Tage von städtischen Beamten ein sehr wertvolle r Silberschatz aus der Zeit vor etwa 150 Jahren gefunden. Derselbe ist offenbar einmal zum Pfand gegeben unb nicht wieder eingelöst worben. Mannheim, 11. April. In ber Dabischen Brauerei erfolgte heute früh V24 Uhr infolge Brucl>S eines Gasrohres eine GaS-Ex p lo s i 0 n, die in ber Brauerei selbst unb an ben benachbarten Häusern eich.blichen Scl)aben an- richtete. Ein Maschinist unb der 'Nachtwächter wurden schwer verletzt. München, 11. April. Seit Donnerstag Nacht herrscht ununterbrochener Schneefall. Da im Hochgebirge massenhafter Neuschnee gefallen ist, besteht bei plötzlich eüurctcnbenr Tauwetter Hochwassergefahr. Paris, 11. April. Meldungen aus Primas zufolge richtete der Sturm enormen Schaben an. Seit gestern herrscht starker Schneefall mit empfindlicher Kälte. — Ter Sohn des Kabinettchefs Combes würbe zum Delegierten bes nationalen Grubenarbetterrates g.wühlt. Tie Delegierten ersuchten bie Regierung, bie Durchführung des Achtstunbentag-Gesetzes zu beschleunigen, wozu fie sich gelegentlich bes GeneralausstandeS verpflichtet hätte. Rom, 11. April. Infolge der Beendigung des Generalstreiks sind heute die Zeitungen wieder erschienen. Auch der gestrige Abend ist ohne Zwischenfall verlaufen. Heute beginnt Der Rücktransport Der Truppen, von Denen jeDoch ein Teil zur Parade vor Kaiser Wilhelm in Rom bleiben wirb. Rom, 11. April. Es bestätigt sich, Daß KonigEduard gelegentlich seines hiesigen Besuches ben Papst vom englischen Kolonialamt aus besuchen wird. Genua, 11. April. Hiesige Blätter berichten, König Viktor Emanuel werde demnächst auf dem Seewege nach Frankreich reifen. Ter König werde vom Mittel- meer-Geschwader beglettet sein und zuerst in Lissabon Aufenthalt nehmen, dann Die Reise über Cherbourg nach Bristol fortfetzen und in Havre landen. Kant01t, 11. April. Die Pulverfabrik des Arsenal» ist in die Luft geflogen, lieber 1000 Menschen sollen umgekommen jein. Telephonischer Kursbericht» Frankfurt m. Jl.. 10. April m3 871% Reichnanleihe . . 103.90 3% do. ... 92.45 37,% Konsole .... 102.90 3% do.....92.55 371% Heesen .... 101 30 37,96 Oberbeeeen . . . 101.20 496 Oeeterr. Goldrente - . 104.00 4' ,96 Oeeterr. Silberrente 101.20 496 Ungar. Goldrento . . 102.70 4°/ Italien. Rente , . . 103.20 47,96 Portugiesen ... — >0/ Portugiesen. .... 31.60 196 C. Türken .... —•— Türkenloee......132.30 4°/o Uriech. Monopol.-Anl. 44.90 4* ,96 äussere Argentiner —.— 3j/q Mexikaner .... 25.90 47, /q Chinesen .... 93.10 Electric, bot ackert . . , 97.50 Mordd Lloyd . . . . 97 70 Kreditaktien .... 212.40 Diskonto-Kommandit, . . 190.70 Darmstädter Bank . . . 141.20 Dresdener Bank . . . . 149.00 Beniner Handelsgee. . . 158.70 Oeeterr. StaaUbahn . . . 147.90 Lombarden . , . . 14.30 Gotthard bahn ..... 190.70 LaurahOtte...... 223.00 Bochum ....... 191.30 Harpener ...... 186.40 Tendeni: fest. Ist die Bolksverficheruug Lcbcuevcrficheruug y „Selbstverständlich" sagt jeber Unbefangene, .nein" jagen ntanche Lebens- oersicheruugS-Gcfellfchafken, welche die Volksversicherung nicht betreiben. Sie sprechen in regelmäßig wiederkehrenden Zahlenzu- fammenstellungen und Ausführungen der Victoria die Berechtigung ab, die Volksversicherung als Lebensversicherung zu rechnen. Uno warum? Weit die Viktoria — ganz abgesehen von ihren sonstigen Versichernngszweigen — mit der Volksversicherung sie in der Lebensversicherung schon lange weit überflügelt hat I Wenn es der Victoria gelungen ist, für eine unter den verschiedensten Namen schon länger bestehende Lebensversicherungsiorm ein packendes Schlagwort zu schaffen, io beweist das ihr gejchästlicheS Geschick, aber deshalb bleibt doch die Volksversicherung Lebensversicherung, denn genau wie in der großen Lebensversicherung wird die Versicherungssumme beim Tode des Versicherten oder nach Ablauf der Versicherungsdauer gezahlt. Ter ganze Unterschied besteht darin, daß in der Volksversicherung die Ausnahme auch ohne Untersuchung erfolgt und Wochenbeiträge zulässig sind. Hat der kein „Leben", der sich nur gegen Wochcnbeurägc versichern kann oder will? Ist er kein Mensch, wie jeder andere? Es ist doch wohl sehr unmodern, den Menschen erst bei einem bestimmten Zahlungsmodus beginnen zu lassen. Tie Volksversicherung ist die umsaffendste Lebensversicherung, sie ist die Lebeiisversicherung für Jedermann, für Mann, für Frau, für Kind, für arm und reich! Seit Einführung der Volksversickerung (1R92) hat die Victoria in der großen Lebensversicherung und in der Volksversicherung je 400 Millionen Mark Versicherungsbestand geschaffen, zusammen also rund 800 Millionen Mark Lebensoersicherungsbeskand, während die nächstgroßte Deutsche Gesellschaft, dre Gothaer (gegründet 1827) über einen Bestand von 830 Millionen Mark verfügt. 3119 1k Ausnahme Der schchWigen Kinder. Montag, Den 20. April D. Fs., vormittag- von 10 bis 12 Uhr, sindet in der hiesigen Volksschule, und zwar in der Stadlknabenschule im Zimmer Nr. 3, 1. Stockwerke, in der Stadtmädchenschule Zimmer Nr. 6, 1. Stockwerke, die Aufnahme der Kinder statt, welche bis 1. Mai d. IS. das sechste Lebensjahr zurückgelegt haben. Auch können am genannten Tage auf Wunsch der Eltern oder deren Stellvettretern solche leiblich und geistig nicht unreife Kinder aufgenommen werden, welche bis zum 30. September d. IS. das sechste Lebensjahr vollenden. Diejenigen dieser zur Anmeldung gebrachten Kinder aber, welche für den Schulbesuch nicht genug herangereift betrachtet werden können, kommen zur Zilrückstellung für das nächste Schuljahr. Bel der Anmeldung der Kinder ist der Impfschein oorzulegen und bet auswärts Geborenen der Geburtsschein uiltzubringen. Außerdem haben diejenigen Eltern, welche von der ©c* Währung freier Lernmittel für ihre zur Ausnahme gekommenen Kinder Gebrauch machen wollen, unter Vorzeigung deS dieS- lährigen StaalSsteuerzettelS bei dem betreffenden Hauptlehrer Antrag zu stellen. Gießen, den 9. April 1903. 3122, Für den Schulvorstand: I. V.: Se0rgi. Lahn, Rektor. Prachtvolle Neuheiten ausgestellt. stilgerechter Gas- und elektrischer Lampen sind in meinen «097 Fritz Eccarius, Willi. Orbig Nachfolger. LssWuschkii imüFMiitttil der Strohhiite besorgt prompt und billigst Mfitarenlians Ä. Fanvniann, _______Bahnhofsttobe 29. |2691 01638) 3iubent|ud)thir'6ccmefter 4‘S.. ÄittMitiW. Anerbieten Tarinstadi, etiUftr. 12. Zlveisp.LsjMrell werden stets angenommen [01670 tzammstraße 6, II. Wirtschastr-Uebernahme. Meinen Freunden und Bekannten von hier und Umgegend, sowie meiner werten Nachbarschaft die ergebene Mitteilung, daß ich vom 15. April ab die Wirtschaft in meinem Hause, -rcueubäue, 3 n mkaustn♦ machernähmasch. ist umständehalber billig zu verk. )afob Laun, Schuhmacher, Leihgefternerweg 3, l. oirr-, 40-5Ü Ktr. Heu la. Qualität, zu verkaufen. |2933 Näheres Grünbergerstraße 23. 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Näheren Ausschluß erteilt der Generalbevollmächtigte: Fr. Heinzenberg, Wetzlar. Kolonialwaren u. Delikatessen. In einem seinen Badeplatz in nächster Nähe Frankfurts ist ein größeres IScschllsl mit ansehnlichem Umsätze, anderweitigen Unternehmens tvegen, per Herbst zu verkaufen. Alte anhängliche Kundschaft auS den besten Kreisen der Bevölkerung. Eckhaus in tadellosem Zustande in der Mitte der Stadt. Auch für zwei junge tatkräftige Leute geeignet, da Gelegenheit und Platz zu weiterer Ausdehn- ung genügend vorhanden. Off. unter W. C. 235 an Haaseustciu u. Bögler, A.-G. Frankfurt dl'ittl. Gut, möglichst m. eig. VVV Jagd zu kaufen ges. durch 30281 Jac. Schäffer, Eoerstadt, Tarmstädterstr. 2. toflt^nöe Wirlschast ggr zu lausen gesucht. -WI Offerten unter Nr. 01702 an die d^pcbition dieses Blattes. (Sine guigehende Ernestine Hopfner Grünbergerßrabe 17 7T-vvx7x^ryv<; Bekanntmachung In unser Handels-Register wurde heute bezüglich der Firma Ferdinand Kahn in LangSdorf eingetragen: Offene Handelsgesellschaft. Isaak Nelkenstock ist in daS Geschäft als persönlich haftender Gesellschafter ringe» treten. Die Gesellschaft hat am 3. Februar 1903 begonnen. Lich, am 7. April 1903. Grobherzogliches Amtsgericht. Bekanntmachung. 64 ist die Bahnhofswirtschaft in Salzschlirf Strecke Fulda-Gießen vom 1. Juli 1903 ob zu verpachten. Die Bedingungen können in unserer Kanzle» — AmtSgebLnde Frankfurt a. M.-Eachsenhausen, Hedderich- straße 67 — sowie btun Station«- Lerivalter in Salzschlirf eingesehen, auch gegen portofreie Einsendung von L0 Psg. in dar bezogen werden. Bewerber wollen ihre Angebote unter Angabe deS PachtpreiseS, Beifügung ihrer BefähigungSnachwetse und einer kurzen Lebensbeschreibung in Briefumschlag verschlossen mit der Aufschrift: „Angebot auf Pachtung der Bahnhofswirtschaft zu Salzschlirf- portofrei diS zum 24. April 1903, vornuttagS 11 Uhr, an un» ein. senden. Die Oeffnnug der Angebote erfolgt zur angegebenen Zeit in Gegenwart dererschtenenen Bewerber. Zuschlags- frist 4 Wochen. 3088 Frankfurt a./M., d. 8. April 1903. Aönigl. Liscnbahudircltion. Darmslädier Pädagogium Darmsiidt, Sieder*RamsiAdiersir. Vorbereitung zum ttlu- jährige«-, Primaner- und Abiturientenexamen, sowie zum Eintritt in mittlere und obere Klassen höherer Lehranstalten. Mathematische ; Ausbildung für (Geometer und Finanz-Aspiranten. Beginn des Sommer-Semesters: 20. April. 12652 31. Ella*. ltci*rd)i ebenes Zu vevhiuifen luif-dSeriidjc Geschäfts-Empfehlung* Mit dem 1. März habe ich das von mir seit langen Jahren geführte 4 8121 Gidssen, 9. April 1903, Frankfurter Hof ZUM neuen Saatöau Am 3. Osterfeiertag: 8112 ^riihkonzert Konzert Krau Häuser 8123 auSgeführt vom 8107 burgersirage 11. 01607 nach der 8116 3115 Woiiioirt, Beuern. 8U7V 8113 auR^eflhrt von der 8058 Eintritt 35 Pfg. Anfang 4 Uhr. Der Borstaud.' einslokal. 01718 wozu ergebenst einladet Philipp Weller Wwe bei Klein-Linden. Klein-Linden 8 Mann Musik. 01691 Bernhardshäuscr Df Eintritt frei. '/„ Liter Bier im Gla» 10 Pfg. Am 2. Osterfeiertag: 3055 - Zum Gambrinus Bin Ludwig Flamme. Am 2. Osterfeiertag: 01694 wozu freundlichst einladet 8104 Vereine Der Vorstand des Bürger - Casino. Im Vorverkauf bei Herrn Ernst Ehallier: Philosophenwald. Dienstag den 14. April 1903 (3. Feiertag): Grosses Konzert 6m kleines gelbes Hündchen, weiblich, auf den Warnen Zankel hörend, am 5. April d. I. ent- lauien. Wegen Belohnung ab- zugeden bei Karl Lomcrlav, im Fagdschlösicheu Dutenhofen. Das Komitee. Trompeter-Korps des Husaren-Regiments König Humbert von Italien, L Hess. Rr. 13 (Mainz) -unter Leitung ihres Stabstrompeters Herrn Otto Heinrich. Eintrittspreis nachmittags 40 Pfg^ abends 50 Pfg. Wilh. Schneider, Gastwirt. Kapelle des Inf.-Regts. Kaiser Wilhelm (2. Gr. Hess.) Nr. 116 unter persönlicher Leitung des Gros sh. Musikdirektors Herrn C. Krausse. Gesangverein Gemütlichkeit. Am zweiten Feiertag nachinNlagS 8 Uhr: 6 Ausflug Q Philipp Arnold, „Znm Löwen“. Leihgestern. Mit ergebenster Hochachtung Wilhelm Comes Traiteur. Mk. 8.— w 2^* „ 2.- , 125 „ IJbM Vier Jahreszeiten S rütiS.rgerstta«)« 47. Am zweiten TAN7 Ostcrfeiertage: ■ Eintritt freit 01708 Staufenberg. Montag, den 13. April 1903 (2. Osterfeiertag) Grosse Tanzbdustigung Hastwirt Ludwig Zecher V. 3.50 3.— 2.25 L5< -.60 (früher SteinS'S Garten). Am 2. Osterfeiertag nachmittags 4 Uhr: Au der Kaste: Loge Ml. Sperrsitz 1. Parkett.....„ 2. Parken Gallerte..... Unter höfl. Bezugnahme an Obiges wird es mein eifrigstes Bestreben sein, den guten Ruf des altrenommierten, in meinen Besitz Obergegangenen Restaurants „Zum Andres“ nach jeder Richtung hin zu wahren und durch Verabreichung von vorzüglichen und reichhaltigen Speisen und Getränken und durch aufmerksame Bedienung allen meinen verehrl, Gästen und Freunden gerecht zu werden. Zagdslhlößchcn Dutenhofen. Am 1. Juni: Großer israelitischer Pfingstball Öet der Witwe eures höheren Beamten in Tarinsladl frühen junge Mädchen, die sich im Haushalt rc. vervollkommnen rooUen, liebevolle Pflege tu gute Pension. Näheres Darmstadt, Marienplatz 4, I, und Giesen, Bahnhoiftrage 51, 1>.|2332 Tanzmusik ES ladet ein B. Waele er. Am 2. Osterfeiertag i Tanzmusik Loge Sperrsitz 1. Parkett 2. Parkett Estrade (nur f.Studier.) Orpheum, «p Alles da! 01701 H. Prottengeier. Während der Feiertages la. Oranien-Bock Haflhaus Aeuischcr Kos Am 3. Feiertag: Frühkonzert. Gießener Stadttheater. Tirektioa: Richard Kruse. Eiöftmg bcr (Opcnllcn-Saifon. Kaflspiel des Hpereilen-ßnfembtes des Elbinger StadttHeaters. Direktion: Walter Stelaert. Montag den 18. April 1903 (Ostermontag): Der Bettelstudent, Operette in 3 Akten von Zelt und ©ende. Musik von (S. n r I Diillöcker. Dirigent: Walter Schatz. Regie: Sregiried Bruck. Orchester: Kapelle deS Jnf.-Reg. Rr. 116 (Kaiser Wilhelm). Dienstag den 14. April 1903: -rovttät! Zum 1. Male! Novität! Mu glänzendem Erfolge über 8u0 Mal am .Theater des bü5e|iciu6* zu Berlin aufgejührt: Wiener Blut. Operette in 3 Akten von Johann Strauß. Preise der Plätze: zu Mitglied Schmid. Der Vorstand. Zu der Samdlag den 25. April, von abend» 8*/t Uhr an slattfindenden Haupt- 8100 Versammlttttg werden alle Mitglieder hierdurch freundlichst cingeladen. Tagesordnung siche tz 10 der Ladungen, sowie Anschlaq tat Bcr- Wissmar. Am 2. Oster-Feiertag, vo« nachmittag- 4 Uhr ab: OefMchc Tanzbdustigung Von 8 Uhr abend» bi» 3 Uhr nacht»: 01689 Bürger-Casino. Tanz. Gesangverein Heiterkeit. Am zweiten Osterfeiertag. ^usst'ug mU nach dem Windhof. Der Vorstand. Tutzendbilltts: M Tutzeudbillet» sind jederzeit bei Herrn Erust ühallier zu haben; daselbst werden auch Bestellungen auf bestimmte Platz» entgeaengenommen. Billet« für die erste Vorstellung sind bereit» am Sa«»tag w Herrn Ernst Lhallier» Musikatrenhandlung zu haben. Am 2. Osterfeiertag Tanzmusik in der Restauration „Zur Deutschen Siche" in Klein-Linden ES ladet ergebenst ein Restaurant „Zum Andres“ Giessen — Sonnenstrasse an Herrn ComeN übertragen. Für das mir jederzeit entgegen gebrachte Vertrauen und Wohlwollen, welches ich bitte auch auf meinen Nachfolger übertragen zu wollen, danke ich auf diesem Wege nochmals allen meinen geschätzten Freunden und Gönnern. Hochachtungsvoll Karl Weldig*. der Kapelle des Infanterie-Regiments Rr. 116 Musikdirektor Krausse. Am 3. Osterfeiertag nachmittags 4 Uhr und abends 8 Uhr: >ti grch Ma-KsMltc im Anstich. Frankfurter Hot Wellersburg. 3. Osterfeiertag Cold 9,cbt Selbstgeber reellen uviU Leuten. Nleusch, ßtdie, lUilhrlmelinotnrrör. 83 n. Ruckp. |M" fvirrtt lucht häuSl. erzog. Tarne, ylUlU Vermög. 40 000 Mk. perren (auch ohne ‘denn.) abergut. Eharakt. erh. 9läher. a. Bild öurd) „bluokstern-, Berlin S. 42 [2079 Kleiner schwarzer Spitz entlaufen. Auskunft erbeten: Mar- 1 L 1 Am dritten Feiertag: Ztad friiwonzert. IS £1 Frühstück: 01718 Ltberklös mit Sauerkraut. SUiebigshöhe. Am 2. und 3. Osterfeiertag: Tanzvergnügen. hin Schuler, welcher Realschule oder Realgymnasium besuchen soll, erhält gute Pension Bahnhosstraste 2. Pckalstnickii 'erteilt. Offenen unter Rr. 2 an die trxped. d. Bl.