Nr. SIS Erscheint tSglich auher Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Siebener Kamillen, blätter viermal in der Woche beigelegt. NotationSdruck tu Ver- ,10« der Brühl'schen Un wers^Buch» u. Stein» Imidrxst (Pietsch Erben) (ÖtebaTtton, Erpedttioa «rrb Druckerei: Schalftraße V. Adresse für Depeschem Anzeiger Gießen. FerulPccchanschlußNr.bl. M Erstes M-rtt. 153. Jahrgang Donnerstag 10. September 1903 Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen Vezugsprez-r monallich75PU, viertel» jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.—viertel» lährl. ausschl. Bestellg. Nnnaßme von Anzeigen für die TageSnummer bis vormittag- 10 Uhr. ZetlenpretS: lokal 12 aaSwLrt» 20 Pfg. Beraatevortiich Mr den pottt an- allgem« Teilt P. Wittko: für .Stadt und Lan-E und .(SerichtSsaal*: Angust VStz; für den *ln» jeiqentetl: $>an<8 Beck. WiMommm in Kielen! Herzlichen WMonangruh rufen wtr allen Teilnehmern an der Landwirtschaftlichen Ausstellung zu, der unsere Stadt Gießen einen prächtigen Watz emHuränmen vermocht hat, was ihren Bewohnern zu besonderer Freude gereicht. In einer Stadt der Miss en s cha ft und der Industrie, von denen beträchtliche Teile mit der Landwirtschaft und deren Interessen innig verknüpft sind, finden die weit ausschaueuden Kielbewnßten Bestrebungen der Veranstalter unserer landwirtschaftlichen Ausstellung volles Verständnis und, so weit es in ihren Kräften liegt, eifrige Förderung. Wir wissen, daß, wie Theorie und Praxis, auch Industrie und Landwirtschaft auf einander angewiesen sind und daß nur, wenn alle Zweige des Kultur- und Erwerbslebens in Blüte stehen, cs in Stadt und Land gut stehen form. Wir wissen, daß, wie die Landwirtschaft bezüglich des Absatzes ihresc Produkte auf die gesamte städtische und besonders auf die industrielle Bevölkerung angewiesen ist, so auch die städtische Industrie bei der zunehmenden Einschränkung chres Absatzgebietes außerhalb der Landesgrenzen dringend einer prosperierenden kauskräftigen Landwirtschaft bedarf. Und wir wissen endlich fauch, daß die Landwirtschaft, wenn sie sich zurzeit hier und da auch in einer einigermaßen erträglichen Lage befindet, Hilfe und Förderung nötig hat. Diese Hilfe und Förderung ihr zu bringen, sind nicht nur die gesetzgebenden Faktoren berufen, sondern ganz besonders und vor allen anderen die einsichtsvollen, kenntnisreichen und erfahrenen Landwirte selbst, die in diesen Tagen hier in Gießen durch das praktische Mittel einer vortrefflichen Art von Au sch auungsunterricht ihre weniger vorgeschrittenen Berufsgenossen belehren und erziehen wollen zur ver- vollkomnrnetsten Dreh» und Pferde-, Obst- und Bienenzucht, zur Benutzung und Handhabung der besten und praktischsten Maschinen und Geräte, Futter- und Düngemittel, durch die ihnen ein rationeller, zeitgemäßer und lohnender, den veränderten Zeitverhältnissen angepaßter Betrieb ermöglicht wird und die ihnen für verloren gegangene Quellen des Wohlstandes neue Hilfsquellen aufdecken. „Ein tiefllegendes liebel irgend eines gesellschaftlichen Zustandes läßt sich niemals auf einmal heben, der ersehnte Zustand des Wohlbefindens ist nie auf einmal zu erreichen." Dieses Wort gilt auch für unsere Landwirtschaft. Aber viel ist schon geschehen zu ihrer Hebung in kultureller wie legislatorischer Beziehung. Und hier mit Beispiel und Anregung neue Wege zu zeigen und zu neuen schönen Erfolgen zu führen, ist der verdienstvolle Zweck der heute mittag in Gießen eröffneten Ausstellung. Möge diese Ausstellung den erhofften guten Verlauf nehmen, möge sie segensreiche Resultate zeitigen, segensreich für die Landwirtschaft, der fte speziell gilt, segensreich auch: sür die ganze Provinz, in der die Landwirtschaft eine so gewichtige Bedeutung hat. In dieser frohen Hoffnung begrüßen wir alle die vielen werten Gäste und wünschen, daß es ihnen in der Provinzialhauptstadt gefallen und sie aus der gesamten Ausstellung in allen ihren Einzelheiten, die der Förderung der Sache der Landwirtschaft und nebenher auch der angenehmen Unterhaltung der Gäste dienen soll, ihren Nutzen ziehen und ihr rechte Freude haben mögen. Mit besonderer Freude und Genugtuung begrüßen wir aber vor Allen Seine königliche Hoheit unfern Groß Herzog Ern st Ludwig. Wir wissen alle, welchen regen Anteil unser hochverehrter Landesherr an den G-e- Jur Eröffnung der landrv. Ausstellung. Gießen, 10. September 1903. Der heutige Tag bedeutet einen Markstein in der Geschichte der oberhessischen Landwirtschaft. In diesen Tagen wird da oben auf dem Trieb ein friedlicher Kampf au§- gefochten werden, und Friedenslorbeern werden den Siegern winken. Als heute mittag Großherzog Ernst Ludwig von Hessen voranschritt, um das soeben vollendete Werk als Erster zu besichtigen, da sah er auf weithin sich dehnendem Schauplatze einen Wettkampf des ländlichen Fleißes und der ländlichen Tüchtigkeit sich bereiten, em willkommenes Schauspiel für das urteilsgeübte Auge. Es ist ein Fest der ländlichen Arbeit, das wir da draußen auf dem Aus- stellungsplatze feiern, wo langgestreckte Stallungen die besten Zuchttiere der Provinz und der benachbarten preußischen Kreise — wohl über 600 an Zahl — beherbergen. Jedes emzelne der Ausstellungsgebäude ist gewissermaßen ein Meilenzeiger des landwirtschaftlichen Fortschrittes und verkündet, daß das oberhessische Bauerntum an Ausdauer und Leistungskrast auf allen Gebieten der landwirtschaftlichen gewerblichen Betätigung seinen Mann im vollsten Sinne stellt. Em Fest der ländlichen Arbeit. Arbeit, pflichttreue Arbeit, vereint mit Biedersinn, Geradheit, Rechtschaffenheit rmd Intelligenz, ist stets das Merkwort geblieben, das die einzelnen Phasen in der Geschichte Oberhessens bezeichnet. Denn die Natur hat wahrlich nicht überall mit verschwenderischer Hand ihre Gaben über die Gesilde Oberhessens gestreut. Kein silberglänzender Strom durchzieht in breitem Gürtel unser Land, wie unsere bevorzugteren Schwesterprovinzen Starkenburg und Rheinhessen, kein stattlicher Hafen, wie im goldenen Mainz, birgt Schiffe, die vom Vater Rhein hinzugetragen werden und selber aus weiten Fernen das herbeifahren, was in freniden Gauen geschaffen ward. Und die rauhen Berge im Herzen Oberhessens erzählen keine anmutigen Märchen, wie die des gesegneteren Odenwaldes, sondern berichten von ihrer Kargheit und der Wachsamkeit ihrer Bestellung. Aber der Fleiß wohnt hier und der Verstand, der jedem Fortschritt mit Aufmerksamkeit folgt und, sobald es die Mittel erlauben, tätig in den eigenen Dienst stellt. Das Werk, das sich draußen auf dem Ausstellungsplatze dem Auge bietet, ist des ein Zeuge. Wir dürfen hoffen, daß bei gleichcui energischem Fortschritt das Wort Buckles: „Sonst waren die reichsten Länder, wo die Natur am günstigsten war; jetzt sind es die, wo der Mensch ani tätigsten ist", seine Bestätigung auch bei uns finden wird. „The energy of man“, dieses Wort schwebt, wenn auch unsichtbar, über den Toren unserer landwirtschaftlichen Ausstellung. Man hat schon oft gestritten über den Wert von Ausstellungen. Sie nähren ivohl hier und da einen falschen Ehrgeiz nach Prämien und bisweilen ist hinter einem ernsthaften Mäntelchen der Pläsiermarkt das eigentliche Ziel. Sie erfordern zweifellos einen erheblichen Aufwand an Zeil, Mühe und Kosten — waren doch z. B. für diese'Ausstellung ivodjc’.u lang, ja monatelang vier vielgliederige Ausschüsse mit den umfaßenden Vorbereitungen beschäftigt und hat doch allein die Errichtung der Gebäude auf dem Ausstellungsplatze etwa 25 000 Alk. gekostet. Auch die rein wirtschaftlichen Opfer sind nicht gering, die Tiere werden durch den Transport, die ver» änderte Ernährungsweise rc. angegriffen, und die Maschinen leiden auf der Bahn und im Freien. Aber die Verluste werden reichlich wieder eingebracht, wenn es gelingt, den ernsthaften Besuchern zu beweisen, daß hier in unserer Heimatprovinz unsere Landwirte Vorzügliches leisten, daß namentlich unsere hessische Viehzucht voügiltigen Anspruch auf allgemeine Achtung und Beachtung hat, daß die oberhessischen Bauern als Vieh- und Pferde-, als Schweine- und Geflügel-, als Bienen- und Obstzüchter das Recht haben, in dem Kampfe auf dein Markte des Lebens nach den ersten Preisen zu streben. Unsere Ausstellung ist keine heffische Landesausstellung, sie umfaßt auch nur nominell das ganze geographische Oberhessen. Umsomehr steigert sich der Eindruck der Leistungsfähigkeit jenes landwirtschaftlichen Gebietes, das hier vertreten ist. Es tritt hier z. B. auch die Individualität des Vogelsberger Rindvieh- Schlages in ganz außerordentlicher Weise hervor. Wir sind überzeugt, diese Ausstellung wird dazu beitragen, daß manches Vorurteil schwindet, manche günstige Meinung sich fester begründet. Gewiß, auch dem Vergnügen ist eine Stätte bereitet, aber es soll und darf nicht im Vordergründe stehen; das Beiwerk mich hier nie und nimmer Hauptwerk, wie auch im täglichen Leben die Arbeit nicht verschlungen werden darf durch die Zerstreuung. Vor allem hegen wir das Vertrauen, daß das Werk, das heute in ganzer Vollendung dem Auge sich bietet, das heute in feierlicher Weise enthüllt wurde, materiell und ideell reichen Gewinn erzielen wird. Der Eifer soll angespornt werden, das Selbstbewußtsein des Züchters soll sich heben, aus dem Vergleich und dem Beispiel soll man seine Lehren ziehen, daß nach dem Besten und Wertvollsten das streben gehe, die Kenntnis und Klarheit über die heutigen Zucht- und Fütterungsmethoden soll sich verstärken, der Austausch auf allen Gebieten der landwirtschaftlichen Produktion wird sich heben. Auch dem Laien erschließt sich ein lehrreicher Einblick in die reichen Zweige des landwirtschaftlichen Schaffens, und gar manches, woran er bisher in Dorf und Feld gedankenlos vorübergegangen ist, gewinnt nun an Wert und Bedeutung für ihn. Vielfaches Hoffen knüpft sich an das Werk, das heute zum ersten Riale dem Auge und der Kritik sich bietet. Manche Enttäuschung wird nicht ausbleiben und vielleicht auch manches harte Urteil die Leiter verwundern. Aber das soll niemanden stören, wenn anders die guten Zwecke, die man im Auge hat, sich erfüllen, wenn nicht das aussichtsreiche Unternehmen durch einen bösen Wettergott noch zu Wasser wird. Es soll ein Fest der Arbeit fein, das draußen gefeiert wird, ein Fest, das von der schwieligen Faust des Bauern erzählt, die da schafft um kärglichen Profit, ein Fest, das die Erkenntnis fordern soll, daß zu der rauhen Arbeit auf dem Felde und im Stalle f(d) der weite Blick des Geschäftsmannes, rüstige Tatkraft und '..eiche Jdekn, fachmännisches Verstehen und selbst forschende schicken seines Volkes nimmt, wie er alten Fragen, die die Volkswohlfahrt betreffen, Fürsorge widmet. Daß an ihrer Lösung seine Räte nach besten Kräften Mitarbeiten, daß sie ihnen eiftigstes Studium widmen, ist sein lebhafter Wunsch, gelten diese Bemühungen nun der Förderung des Allgemeinwohls, der Hebung der Industrie odep des Verkehrs, oder dem Wohle der Landwirtschaft. Einseitige Interessen eines Standes auf Kosten eines andern zu fördern, hat un* serm Landesherrn stets durchaus fern gelegen. Auch er hat längst erkannt, daß, wie sich der bayrische Thronfolger einst ausdrückte, nur scheinbar ein Widerstreit zwischen den Interessen der Industrie und Landwirtschaft besteht und daß, wenn ein solcher tatsächlich vorhanden wäre, er jedem Stande schaden würde. Industrie, Groß- und Kleinbesitz sollen nicht gegeneinander streiten; das würde zum Nachteil aller ausfallen. Darum trachten Fürst und Regierung das friedliche, einander fördersame Zusammenhalten aller Stände und das stetige Ansteigen des allgemeinen Wohlstandes zu erreichen unb zu erhalten. Wir sind von unserem Landesherrn gewiß, daß er ohne jegliches Vorurteil alle Kreise des Volkes mit gleicher Fürsorge umfaßt, daß er stets mit seinem Volke für sein Volk zu schaffen und zu wirken sucht. Ihm, Sr. Kgl. Hoheit dem Gvoßherzog, dem erhabenen und vielgeliebten Monarchen unseres Landes, gilt unser bester und vornehmster Gruß und Dank für seinen hohen Besuch. Möge es ihm auch wieder ein paar Stunden wohl gefallen in seiner getreuen Residenzstadt Gießen, deren Bewohnerschaft chm entgegenjubelt mit dem Ruse: Hoch lebe Seine Königliche Hoheit Gro ßherzog Ernst Ludwig von Hessen und bei Rhein! Wiffenschaft gesellen muß, um em Vollkommenes als Landwirt zu schaffen. Wenn die Räder der Maschinen sausen und in hastender Sprache ba§* eine Wort ,Arbeit, Arbeit" stets wiederholen, wenn die blanken und sauberen Tiere strotzen von musterhafter Kraft und Gesundheit und Schönheit, wenn die Produkte des Feldes und Gartens zur Bewunderung locken, dann kommt auch der Laie zu der Ueberzeugung, daß der Landmann nicht nur mit der Hand, sondern auch mit dem Geiste fleißig geschafft hat, daß sich zu dem mechanischen Tun aufreibende Denkarbeit gesellte. Ehe aber Wohlstand seinen Einzug hält, muß sich auf dem Lande mutiger Unternehmungsgeist den Weg erschließen. Und wiederum wird dann em Werk nur gedeihen, wenn em gütiger Herrscher das Gute und Nützliche fördert, wenn er den Fleiß unterstützt und die Arbeit ehrt. Als Großherzog Ernst Ludwig heute das erste Wort des Grußes sprach, tat er es nicht in Betätigung eines formalen Rechtes, sondern mit dem Rechte dessen, der selbst em Arbeiter ist, und zwar der erste und edelste des Landes. Und zweifellos teilt er mit Gießens Bürgern den Wunsch: Möge die Ausstellung weiten Kreisen unseres Landes zum Vorteil gereichen, möge sich rechte Zuftiedenheit an ihre Spuren heften, möge sie ein leuchtendes Zeichen für bewiesene Tatkraft, aber zugleich unseren Bauern einen Ansporn zu neuen Leistungen bieten! Politische Tagesschau. „Ohne neue Steuern!" Man schreibt uns aus Berlin, 9. September: Ter neue Reichsschatzsekretär Frhr. v. Stengel wird nicht klug werden aus den Orakelsprüchen des Zentrums. Tas bayrische Zentrum bedenkt zwar den Landsmann sehr freigebig mit Lob- und Vertrauensworten, aber immer unter der Voraussetzung, daß Frhr. v. Stengel neuen Forderungen „Halt gebiete". Er soll, wie der bayrische Kammerpräsident Abg. Dr. O r t e r e r sich ausdrückte, den ins Rollen gekommenen Wagen aufhalten. Sehr schön gedacht. Nur heißt ein solches Verlangen den Einfluß eines Reichsschatzserretärs gewaltig überschätzen. Wa§ vollends die „Reich s sin a n zr e f o r m" betrifft, so enthält die vom Zentrum gestellte Bedingung „£l)ne neue Steuern!" die Zumutung des Unmögllchen. Wenn das Reich nicht mehr „mit gieriger Hand" nach den Einnahmen der Bundesstaaten greifen soll, dann bleibt doch eben nichts übrig, als dem Reich einen Ersatz in neuen eigenen Einnahmen zu verschaffen, ob sie nun indirekter oder direkter Art sind. Frhr. v. Stengel würde gewiß sehr dankbar sein, wenn ihm das Zentrum das Wunder-Rezept verraten würde: ohne Wasser zu kochen. Die „Nordd. AÜg.Ztg." über die deutsch.frauzösischen Beziehungen. Man schreib: uns aus Berlin, 9. September: Tie „Nordd- Allg. Ztg." bringt neuerdings ziemlich häufig inrze Bemerrnngen zur äagesgeschichre, die bei dem bekannten Charakter des Blattes nicht des Interesses entbehren. Allerdings sind diese Randglossen, insbesondere soweit sie in das Gebiet der auswärtigen Politik fallen, Verlag der Eichener Anzeiger; Brnhl'sche Universitäts-Druckerei übrigen Fürstlichkeiten wohnten heute den Manövern bei. Um 2 Uhr nachmittags kehrte der Kaiser nach Merseburg zurück. Das Wetter ist kühl und stürmisch. Die rote Partei drängte gestern die blaue zurück und stand gestern abend bei und südlich von Roßbach mit dem 11. Korps, bei Branderoda und Freyburg mit dem 4. Korps. Auf die Nachrichten jedoch^ daß die rote Hairptarmee zurückgehe, wesen sein. * Beulenpest in Frankreich! Einer Londoner Depesche zufolge wird der „Daily Mail" aus Marseille berichtet, daß dort die Beulenpest ausgebrochen sei. Bon 11 Fällen haben 7 tödlich geendet. Die Pest soll, wie man glaubt, durch eine am Samstag in Marseille aus Konstantinopel eingetroffene Lumpensenduug eingeschleppt worden sein, die an einen Pappe-Fabrikanten gerichtet war, unter diesen Arbeitern auch die sämtlichen Erkrankungen stattsanden. Die beiden lebten Todesfälle ereigneten sich am 8. d. M. Der Bürgermeister von Marseille und mehrere andere Personen wurden mit Pestserum geimpft, um bei eventuellen Besuchen gegen die Seuche immunisiert zu sein. — Das kaiserliche Gesundheitsamt in Berlin erklärte, daß es die englische Mitteilung über das Auj- uux> nu jlvu|l. ।treten der Benlenpest in Äiarseille für nicht zutref- D a r m st a d t, 9. Sept. Bei der Abgangs prüfungfend halte. Wahrscheinlich handle es sich um eine Epidemie an der Landesbaugewerk schule haben sich jüngst, f ähnlicher oder anderer Art. Deutsches Keich. Berlin, 9. Sept. Der Kaiser hat befohlen, daß bei der Ankunft des Großherzogs von Hessen in Kiel großer Empfang stattfindet. Der Stapellauf des Linienschiffes L. findet am 18. d. M. mittags 12y2 Uhr mit großem militärischem Gepränge statt. — Ter Kaiser, der König von Sachsen und die verweigere. Dann erhielt er am Mittwoch voriger Woche den Bescheid, daß das hiesige Amtsgericht seine Verhaftung im Zwangsverfahren innerhalb eines Zeitraums von acht Tagen beschlossen habe, und er in derselben Zeit eine Strafe von 10 Mark an jdie Gerichtskasse zahlen solle. Diese Zahlung leistete Rehbein am Freitag. Am Samstag früh verhaftete ihn die politische Polizei, die um seine schleunige Verhaftung ersucht worden war. Kirche und Schule. Ein Geistlicher in Breslau stellt der „Schief. Volksztg." einen eingeschriebenen Brief'aus Berlin zur Verfügung, in I dem es u. a. heißt: Von verschiedenen, anscheinend gut unterrichteten Persönlichkeiten wurde mir wiederholt erzählt, daß die | katholische Kirch e Damen, die zum Katholizismus übertreten, in generösester Weise durch oft bedeutendeGeldmittel weiter hilft. Ew. Hochwürden bitte ich, mir Auskunft zu geben, inwieweit dies auf Wahrheit beruht. Mein Mann ist Katholik, ich mit meinen beiden Knaben, welche 4i/2 und U/2 Jahre alt sind, evangelisch. Falls sich die Kirche bereit erklärt, mir ein Kapital von 10 000 bis 12000 Mk. (!), das mein Mann dringend braucht, ßur Verfügung zu stellen, würde ich mit meinen beiden Kindern zur katholischen Kirche übertreten. Ew. Hochwürden sollten in solchen Fällen bereits öfters hilfreich vermittelt (!) haben, und bitte auch ich um Ihre Unterstützung. Berlin, 9. Sept. Die Meldung, daß die Zensurbehörde in einem von den Breslauer Rektoren und Lehrern zu- sammengestellten Lesebuch denjenigen Passus gestrichen haben, welcher einige Sätze aus dem Inhalt der preußischen Verfassung wiedergab, wird nach einer Meldung ans Breslau dementiert. Vermischtes. * Berlin, 9. Sept. In der Spandauerstraße erkrankten sechs Angehörige mehrerer verschwägerter Arbeiterfamilien nach dem Genüsse einer gemeinsam verzehrten Fleischspeise schwer. Ein Kind ist bereits g e st o r b e n. * Magdeburg, 9. Sept. Hier wurde der frühere Kellner Emil Wulfert, der in der Uniform eines H a u p t m a nn s der Garde-Landwehr beim Einkauf in verschiedenen Goldwarengeschäften Betrügereien verübt hatte, festgenommen. Da bei ihm auch Rechnungen auswärtiger Geschäfte und Hotels vorgesunden wurden, welche auf den Namen eines Hauptmanns Wnlfert lauteten, ist anzunehmen, daß er auch anderwärts ähnliche Schwindeleien verübt hat. Wulsert ist bereits im Jahre 1887 wegen gleicher Vergehen vorbestraft. * Hannover, 9. Sept. Die Vorgänge im hiesigen Gerichtsgefängnis haben verwickelte Untersuchungsverfahren zur Folge. Die Vergünstigungen in der Behandlung des Prinzen Ar en berg sind, wie in dem Disziplinarverfahren sestgestellt worden ist, nicht bloß auf Handlungen der Unterbeamten zurückzuführen, sie sind teilweise durch das Verhalten der Aussichtsbeamten veranlaßt worden. Die zur Verantwortung gezogenen Unt erbe amt en haben zu ihrer Verteidigung ! und Entlastung teils belastende Aussagen gegen ihre Vorgesetzten gemacht. Die Holzaneignungsafsäre wird noch verwickelter. In dieser Sache hat sich der Regierungspräsident sofort nach dem Bekanntwerden der Angelegenheit die Bauakten kommen lassen und unter Hinzuziehung von Sachverständigen dieselben einer genauen Prüfung unterzogen. Das Resultat ist gewesen, daß nach den Buchungen und Verrechnungen an dem zum Ausbau des Gerichtsgefängnisses verwendeten Holz nicht ein Zentimeter gefehlt hat. Diese Feststellung entspricht den Behauptungen der in Untersuchung gezogenen Beamten, daß sie kein fiskalisches Holz verwendet, sondern solches anderweitig gekauft hätten. Demgegenüber steht die Behauptung von den Gefangenen, die das Holz von dem Lagerplatz entwendet und im Interesse der Beamteri bearbeitet haben wollen. D r e i Ge fa n g e n e haben sich deshalb wegen Diebstahls zu verantworten. Tie Angaben der Gefangenen und namentlich die des Einbrechers Block sind als glaubwürdig erachtet, und c3 ist daraufhin die Untersuchung eingeleitet. Tie in Untersuchung gezogenen Beamten wollen nur insofern schuldig fein, als sie es unterlassen haben, über die verwendete Arbeitskraft der Gefangenen Meldung zu erstatten. * Paris, 9. Sept. In Abbeville hat sich ein aus Paris stammender Buchhalter m i t) c i n c r Frauund drei Töchtern in einem Teiche ertränkt. Wie es heißt, soll Geldnot die Ursache des fünffachen Selbstmordes ge- m der Regel nicht durch die Art des Druckes oder ter Plazierung hervorgehoben. Man muß fte suchen, um fte zu finden. So enthält auch heute dre „Nordlx AUg.Zig., an versteckter Stelle zu einem Artikel be3 ^arifer „Figaro über das Verhältnis Frankreichs zu den Machten eunae bemerkenswerte Sätze. Der Verfasser des „Figarte-Auff atzes,. der Deputierte Etienne, hatte geschrieben, die erste Wirkung des Bündnisses mit 'Rußland sei eine Wendung der Halt- ung Deutschlands zum Besseren gewesen. Demgegenüber konstatiert das Organ unserer Regierung: „Was das Verhältnis Deutschlands zu der Republik iensetts der Vogesen anlangt, so hat auf deutscher Seite nicht erst seit dem Abschluß des russische-französischen Bündnisses volleGeneigtheit bestanden, die gegenseitigen Beziehungen freundschaftlich zu gestalten und zu erhalten. In Wahrheit war die deutsche Politik nach dem großen Wasfengange ebenso wie vorher jederzeit bestrebt, mit dem westlichen Nachbarn Deutschlands auf gutem Fuße zu leben." Sin lmtifozialdemokratischer deutscher Arbeiter-Kougreß wird am 25. und 26. Oktober d. I. in Frankfurt a. M. ftattfinden. Beteiligt sind an demselben von evangelischer Seite der Gesanrtverband der Evangelischen Arbeitervereine Deutschlands (70—75 000), der Bochumer Evangelische Arbeiterbund (8000) und wahrscheinlich auch die Württemberger (3600), Berliner, Chemnitzer unb Zwickauer, zusammen über 90 000; die christlichen Gewerkschaften (90 000); der Bayerische Eisenbahnerverband (16000); der Bayerische Postbedientenverband (7000); der Badische Eiseubahnerver- bcurd (5000); der Deutsch-nationale Handlungsgehilfenver- § band (47 000); der Guttenbergverband (2500); der christliche: Kellnerbund; der katholische Gesellenverein (69 000) und die evangelischen Gesellenvereine; endlich die katholischen Ar- beitervereine: der Süddeutsche Verband (62000), der Westdeutsche (63 000), der Diainzer (10 000), ter Berliner (44 000). Tas macht zusammen über 510 000 Arbeiter und Angestellte der Industrie. Erster Vorsitzender wird mutmaßlich F. Behrens (Berlin), zweiter Adam Stegerwaw (Köln) fein. Referate werden gehalten werden von Schiffer (Krefeld) über Koalitionsrecht , von I. Bärm (Frankfurt a.M.) über Vereinsgesetzgebung, von W. Schack (Hamburg) über Rechtsfähigkeit der Berufs verein e und von Giesberts (M-Gladbach) über Arbeiterkammern. Tie Verhandlungen werden am 25. Oktober nachmittags 3y2 Uhr beginnen. Abends wird ein gemülliches Zusammensein stattfinden. Ter Gesamtverband der Evangelischen Arbeitervereine wird 10 Delegierte zu dem Kongresse schicken. Im Aufruf wird das christliche, nationale, monarchische und von der Sozialdemokratie nicht bloß unabhängige, sondern zu chr gegensätzliche Wesen des Kongresses klar hervorgehoben werden, andererseits aber den gerechten Wünschen der Arbeiter auf den durch die Referate bezeichneten Gebieten bestimmter Ausdruck gegeben werden. Aus StaLl und Kund. Gießen, 10. Sept. 1903. ** Personalen. S. K. H. der Großherzog haben den Stationsassistenten in der Hess.-Preuß. Eisend ahngemein- schast Karl Pfannemüller zu Darmstadt auf sein Nachsuchen mll 'Wirkung vom 1. September d. I. unter Anerkennung seiner treu geleisteten Dienste und Verleihung des Silberiien Kreuzes des Verdienstordens Philipps des Großmütigen in den Ruhestand versetzt. ** Besitzwechsel. Die Wirtschaft von Rühl in Großen-Buseck ging gestern durch Kauf für 27 700 Mk. in den Besitz des Metzgers Aug. Gerl ach aus Schlüchtern über. Der Käufer beabsichtigt, mit dem Wirtsbetrieb eine — Tie „Post" hört, daß die Behauptung der sozialdemokratischen Frankfurter „Volksstimme", daß das preußische Justizministerium einen neuen Erlaß tetr, ein schärferes Vorgehen gegen die M aj e st ä t s b el e i d i g u n g e n ergehen ließ, frei ersundensei. Die „Post" erfährt werter, Graf Posadowsky wandte sich an die Regierungen der Ernzel- staaten zum Zwecke der Herbeiführung einer reichsge- etzlichen Regelung des Automobilverkehrs. Alle Regierungen stimmten zu. Der Gesetzentwurf wird dem Reichstag wahrscheinlich schon in der nächsten Session vorliegen. — Zur Spionageaffäre in Ars wird gemeldet, daß der geständige Aeugsergeant von der Spandauer Munitionsfabrik erst seit zwei Monaten auf der Feste „Kronprinz" beschäftigt war. Für zwei an Frankreich aus- gelieferte Granaten erhiell er angeblich 4000 Fr. — Die Freisinnige Vereinigung wird am 19. und 11. Oktober in Berlin tagen, um ihre Stellungnahme zu dem Anschluß der Nationalsozialen bezw. eines Teils derselben an die Vereinigung zu beraten. Außerdem soll auf diesem Parteitage die grundsätzliche Haltung ter Vereinigung zu ter Frage eines Zusammenwirkens mit ter Sozialdemokratie zur Erörterung gelangen. — Zu der Angelegenheit des Ausfalles des Unterrichtes in bien Berliner Schulen an Paraidetagen rc. erfährt das „23-eri. Tagebl.", daß man in Magistratskreisen den Polizeipräsidenten für berechtigt hält, den Rektoren und Direktoren auf allerhöchsten Befehl die Schließung der Schulen aufzugeben, da er auf ministerielle Anweisung gehandelt habe. Doch wind zugegeben, daß sich der verantworlliche Minister eigentlich an das Provinzialschulkollegium hätte wenden müssen. Das sei unterblieben, weil die Anweisung auf diesem Umtvege zu sM an die Schulen gelangt wäre. — Ter in Zeugniszwangshaft befindliche Berichterstatter des „Vorw." Franz R e h v e i n hat einem Mitarbeiter der „Volksztg." über seine Verhaftung folgendes mitgeteilt: Nachdem Rehbein den Brief, den ein Soldat an den „Vorw." gerichtet hatte, wörtlich abgeschrieben und ihn dem Kommanteur des Regiments übermittelt hatte, wurde er bald daraus vor drin Ziriegsgericht vernommen, wo er die Erklärung abgab, daß er sein Zeugnis in dieser Frage der „Jrks. Ztg,^ zufolge, Unregclmaßiaretteu ereignet. soweit bis jetzt seststeht, sind zwar Schuler der An, stakt nachts in das Prüfun g s lo k al in der Neckarstraße ein gebrochen und haben die von ihnen am ^age zuvor angefertigten Probearbeiten und biejcnigen solcher Mitschüler, die als besonders begabt galten, g e st o h len. Tie guten Arbetten haben sie dann schnell zu Hause ioprert und in der Morgenfrühe durch erneuten Embruch nut den Kopien an Ort und Stelle geschafft. Mainz, 8. Sept. Zu dem fozialdemokratischen Par- teitage in Dresden wird voraussichttuy der ^lerchstags- abgeordnete für Mainz-Oppenheim, Dr. Davrd, nrchjt erscheinen. Dr. David ist nämlich sett einiger Zeit erkrankt und hält sich augenblicklich ui einem Sanatorium auf. Wenn er nicht anwesend fein kann, soll seine Frau zum Parteitage in Dresden em Mamzer Mandat übernehmen. Aus der Wahlkreiskonserenz te~> Wahlkreises Mainz-Oppenheim erklärten sich die Genoffen damit einverstanden. . Frankfurt, 9. Sept. Der hiesige Arzt Dr. Neubürger bekam von der Bürgerschaft und semen Patienten vor einigen Tagen, als er sein 50jähriges Doktorjubilaum feierte, eine Ehrengabe von 75 000 Mark, Die er rinn, auf 100 00 0 M a r k erhöht, in eine medizinische Stiftung verwandelt hat, über die er noch genauere Bestimmungen treffen wird. Außerdem überwies er wohltätigen Anstalten bedeutende Geldbeträge. Die Neubürger- stistung wird an die medizinische Akademie angegliedert loerden, die durch große Stiftungen gerchassen wurde. Homburg, 8. Sept. Heute wurde hier der 8. Ber»- bandstag des Mitteldeutschen Bäcker-Verbandes ab geh alten; hierzu waren etwa 350 Bäckermeister cingetroffen. Die Versammlung fand in den oberen. Sälen des Kurhauses statt; zum ersten Vorsitzenden wurde anstelle des eine Wiederwahl ablehnenden Herrn I. M Eckert Bäckermeister Binser-Frantsurt a. M. gewählt. Nachmittags vereinigten sich die Gäste zu einem gemeinschaftlichen Essen im Kürhause, an dem 330 Personen teilnahmen. Hanau, 8. Sept. Am Sedantage unternahmen die oberen Klassen der städtischen höheren Mädchenschule einen Ausflug nach de mMelibokus, dem bemerkenswertesten Gipfel der hessischen Bergstraße. Beim Abstieg wurde eine Schülerin, die 13jährige Tochter eines hiesigen Kaufmanns, von Unwohlsein befallen, stürzte zu Boden und schlug mtt dem Kopse auf einen spitzen Stein. Das Mädchen trug einen Schädelbruch davon, an dem es gestern abend v e r s ch i e d e n ist. Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Dem Oberbürgermeister Adickes in Frankfurt a. M ist der Wilhelmorten verliehen toor* den. — Am 20. Sept, hält der Vorstand tes Duellgegner- Bundes im Hauptbahnhof zu Frankfurt eine Sitzung ab. Fürst v. Löwenstein wird den Vorsitz übernehmen. — In Kassel wurde ein arbeitswilliger Schreiner, als er von der Ar bett heimkehrte, in ter Fuldagasse von mehreren streikenden Bauhandwerkern überfallen uub durch Messerstiche in Hals und Brust übel zugerichtet. Er wurde ins Krankenhaus gebracht; ztvei der Täter sind verhaftet. Mail lese den Eichener Anzeiger größte und reichhaltigste Tageszeitung Oberhessens. Zur Anzeigen von außerordentlichem Erfolge Schweinemetzgerei zu verbinden. ** Besitzwechsel. Das Haus Landgrafenstraße Nr.2, der Firma Birken stock und Schneider gehörig, ging . , ..... . . . _ ... für Mk. 26 000 in den Besitz des Kohlenhändlers und Agen- wollten die roten Korps heute südwestlich abrücken in ter ten Louis Hahn über. — Rechtsanwall Dr. Jung ver- Richtung auf Camburg und Sulza. Von der blauen Partei lauste fein Haus Bahnhofstraße an Kaufmann C. Röhr, stand heute morgen das 19. Korps bei Weißenfels, das zum Preise von 80 000 Mark und wird auf dem daneben 12. Korps bei Stößen. Beide Korps wollten die Wethau liegenden, ihm gehörenden Bauplätze eine größere Villa überschreiten, was gelungen zu sein scheint. Nach hef- errichten. Herr Röhr wird sein Ladengeschäft in die neu- tigen Kämpfen südlich von Naumburg schob'M die gebauten Räume verlegen. blaue Partei vor das Marschziel der roten Pariei. — Wie § Butzb ach, 9. Sept. Der setther am hiesigen Amts- der „Berl. Ztg." aus Merseburg gemeldet wird, sind beim gerügt tätige Gerichtsassessor Kißner von Büdingen ist Kaiferrnanöver infolge eines Unglücksfalles auf der zur Rechtsanwaltschaft hier zugelassen worden. — Nächsten Chaussee nach Groß-Gayna zwei Militärautomobil- Samstag findet im benachbarten Pohl-Göns die Kirchfahrer (Unteroffiziere) vom 36. Infanterieregiment ge- weihe in herkömmlicher Weise statt. töte tworden. (l) Fried b er g, 10. Sept. Das Fest ter g oldenen — Nach einer telegraphischen Meldung aus Greiz hat Hochzeit begehen morgen der Schreinermeister Schneidt^ sich Prinz es sin Marie Reu ß (ä. L.) mit dem Freiherrn und Frau geb. Reichhold. Beite sind noch sehr rüftig, Ferdinand Guagnoni, Leutnant im östreichischen Dra- Herr Sch. arbeitet noch irn Geschäfte seines Sohnes. Leider goner-Regt. Ncr. 6, verlobt. Die Braut ist die zweite ist dem Jubelpaar bie Festesfreude durch den plötzlichen Tochter tes verstorbenen Fürsten 5)einrich XXIV., ältere Tod ihres Schwiegersohnes, Lokomottvführer Hi-ilgenberg, Schwester der Großherzogin Karoline von Sachsen-Weimar, gettübt worden, der vor einigen Wochen auf ter Strecke Sie steht im 21. Lebensjahre. Hanau-Friedberg überfahren und getötet wurde. — Ein — Ter „Reichsanz." veröffentlicht eine Bekanntmachung Badegast von Nauheim verlor dieser Tage hier eine oetreffend die Ernennung des Staatssekretärs v. Stengel goldene Uhr im Werte von 800 bis 1000 Mark. Der ehrliche zum Bevollmächtigetn des Bundesrats. Finder erhielt eine namhafte Belohnung. — Mtt dem — Tas D ezernat für neuere Kunstim preuß.I Umbau des Dachstockes im Rathause wurde begonnen. Kultusministerium, das bisher Geh. Oberregierungs-I Es werden darin die Räume für das Stadtbauantt und rat M ü l l e r verwaltete, ist, wie ein hiesiger Berichterstatter Polizeikommissariat eingerichtet. wissen will, vom vorttagenden Rat Geh. Oberregierungsrat § Weick ar d s h ain, 10. Sept. Mtt dem heutigen ^chmidt übernommen worden. Tieser Wechsel soll «Tage tritt für unsere Gemarkung das neu e Gr u ndbuch damit zusammenhünaeli, daß Geh. Oter-Reg-Rat Müller! und hiermit das Reichs-Jmmobiliarsachenrecht in Kraft, der neuer en Richtung in der Kunst ziemlich freund- Darmstadt, 9. Sept. Bei der Abgangsprüfung lich gegenübersteht. © © © Oß E 2 2 IIC19W Oß «ß 2 o o o CO o <53 a N cd aß E L « CD u C «ß — CD Q E ° C O 5 c A E «g _c 2 r- E e c E <£° « ‘B Z — 2 E 2 @3 E E aß 1 E o . A> CO CD O E -53 E E CD-*- E o "E ‘o> b ^.EiE- M 2 tt b P- <2 E O a>»E « 2 c 5 §" S ® >3 O Q O O E E CDVD 5 ° _ ja 00 "o 5 x _ 3 03 3 C N 0ß ET <» E X> CD E E CD. 3 C *8^ .5 <5 b •»E a o P O _ O « E- ,§ w54 X c — p aß S g K <»> c er r-> "Er w >ST c-* ED r; 5 ’e ■Si » ^c- P- CD —' xr-ÖP q ’ »g- CD E C "w « ö g a tS) aß c E C <*D E e E -C Oß «ß ■ E td Ü) c s jg «2 ci >p "2 ° aß -*- CQ>8\^ c E E «5t , E E -s- <=> S <ö - © •—* a$r - W •; «'S» _2 £ ‘e’ « ? S* Am 9. Oktober d. I., lV/2 Uhr, wird das im Grundbuch von Wermertshausen Band I Artikel 10 auf den Namen der Witwe des Ackermanns Heinrich Dietz, Elisabetha geb. Mank und deren Kinder Anna, Margaretha und Johannes Dietz eingetragene Grundvermögen, bestehend aus Hofraite, Gemeindenutzenauteil und ca. 7i/2 Hektar Ländereien zwangsweise in der Wohnung des Bürgermeisters zu Wermertshausen versteigert werden. [6788 Marburg, den 5. Sept. 1903. Königl. Amtsgericht, Abt. 2. Verdingung von Fuhrleistungen. Das Fahren der städtischen Gießfässer soll für die Zeit vom 1. Oktober 1903 bis 30. September 1904 im Wege der öffentlichen Verdingung vergeben werden, wozu Termin auf Montag d. 21. Septbr. l. I., vorm. 11 y2 Uhr, anberaumt wird. Die Bedingungen liegen während der Dienststunden bei uns auf Zimmer Nr. 6 zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Zeitpunkt au uns einzureichen. — Zuschlags- frist 14 Tage. Gießen, den 9. Sept. 1903. Städtisches Tiefbauamt. Braubach. 6782 Heute prima frisch geräucherte Mhiml in bekannter Güte per Paar 25, 30 und 35 Psg. empfiehlt 6183 Friedrich Schreiner Melkermeister, Seltersweg 65. Kues Sauerkraut Ilm GMeu empfiehlt 5995 L Hankel, 6, (Ohne Gewähr.) o 10 « E G & r- 65 76 93 519 20095 =# § <9 82 85 looi^lioooi 197 202 47 79 [2000] 90 303 73 77 84 88 430 55 [1000] 62 526 63 649 52 65 [400] 784 880 906 31032 [400] 36 43 [400] 104 29 88 253 345 74 504 51 64 733 75 [4001 76 [400] 801 11 15 58 69 32129 77 97 352 65 461 514 18 645 52 [400] 91 702 836 [1000] 917 61 33035 132 45 91 201 331 46 [400] 77 89 437 42 43 [2000] 561 604 803 18 908 28 79 [400] 34054 124 46 51 95 200 82 354 [1000] 417 543 77 643 715 86 [4°350?65628[i000] 148 67 79 [4001 217 416 63 [1000] 88 535 39 601 5 (4Q01 903 82 98 30014 126 55 72 237 41 338 [400] 437 [1000] 42 68 514 78 618 59 753 839 56 89 930 37060 [4001 118 [400] 21 28 204 44 355 85 441 521 671 [1000] 707 8 22 62 959 38098 [400] 118 242 52 313 16 24 30 414 541 92 [4001 666 [400] 763 912 [1000] 41 18000] 39017 54 152 [1000] 71 [400] 98 201 38 54 80 336 465 [400] 572 647 70 712 801 [400] 40066 99 143 47 78 79 259 79 319 [1000] 22 50 81 419 28 42 79 91 557 (30001 95 676 78 705 [400] 15 30 [3000] 879 927 44 64 41066 307 88 [4001 90 413 74 94 535 62 626 [400] 808 [10001 79 933 62 [2000' 68 70 42071 [400.; 86 150 66 236 40 80 88 [400] 90 384 410 98 [400 j 519 94 641 43 67 | 400] 83 806 80 43019 79 167 212 [400] 412 19 22 -6 56 550 74 682 758 935 44119 32 ! 1000] 76 245 68 504 20 22 37 91 603 14001 28 76 [2000] 756 93 838 [4001 56 92 [400] 94 [1000] 915 75 [400J £ 81 91 137 [400] 66 228 34 53 310 52 404 59 95 505 28 40 673 701 8 45 52 876 910 75 95 460J ’ 76 [400] 77 110 23 4146 80 [2003] II. Krsstsch-Würingische Staatslstterie (Mitteldeutsche Ltaatslotterie) Ziehung VL Klaffe. (1. Tag) 1903. Alle Nummern, neben welchen nichts bemerkt ist, find mit 200 Mark gezogen. ' 62 99 800 25 95 959 [1000] 77 15019 41 55 [400] 118 211 55 80 313 [400] 50 417 41 44 97 569 73 [400] 618 28 33 78 745 [400] 85(1000] 86 827 81 916 54 16014 [400] 89 107 22 27 72 213 60 403 50 [400] 66 504 7 66 [400] 81 752 69 96 868 (4301 17002 14 68 [400] 92 101 [1000] 14 43 201 88 309 10 81 83 [400] 400 [3000] 23 ] 400] 88 [400] 519 59 91 615 85 90 708 [400] 13 39 [1000] 85 865 904 11 26 18015 34 [20001 181 318 432 81 [4001 608 [400] 65 702 30000] 954 64 19094 210 30 62 305 14 [3000] 21 57 [400] 433(400] 65 76 93 519 53 66 95 650 744 46 840 [1000] 47 925 20095 122 26 43 78 218 21 [400] 78 304 413 29 34 [400] 98 506 78 7-18 70 76 831 [400] 68 [400] 77 90 955 59 78 2 1006 23 25 186 239 67 ,b1 353 77 82 430 59 518 634 65 700 92 95 825 47 71 908 [400] 76 2201 20 23 128 50 92 24 1 317 71 470 589 627 96 708 [2000] 91 817 70 |400 71 1’3001 76 99 23019 68 150 217 21 [400] 359 [3000] 441 55 62 94 99 508 77 400] 641 57 58 732 37 51 854 59 906 [400] 14 62 24025 119 77 278 [16. 9] 314 30 68 434 63 64 70 509 20 [400] 57 761 99 [2000] 839 48 97 940 l4l>0] 43 51 57 25006 14001 78 119 39 [400] 239 95 384 408 32 526 73 97 [4001 661 712 91 931 83 3000] 87 26074 133 41 90 269 76 83 [2000] 339 [400] 80 99 473 [400 i 92 668 768 [400] 80 90 821 [400] 27 34 81 911 [5000] 81 27033 54 71 185 263 [400] 391 494 507 69 661 63 78 760 [400] 94 [>000] 912 28 28005 30 95 99 140 81 218 497 [1000] 514 60 [400] 80 [400] 604 34 92 705 901 29009 58 159 75 251 358 511 26 [400] 36 67 684 782 840 30 135 [1000] 44 220 57 61 [400] 66 85 339 42 43 415 [400] 37 508 69 77 608 739 82 99 848 65 68 911 1113 [400] 21 29 50 54 [400] 76 276 311 [1000] 506 607 [400] 33 90 [400] 718 [400] 916 48 2226 48 98 302 [4001 22 61 [400] 405 [400] 51 62 72 84 [400] 543 51 65 89 99 625 36 57 747 53 860 [400] 911 3100 [2000] 21 38 [400] 79 256 70 80 305 31 59 436 95 96 [1000] 535 [400] 691 1400] 97 738 52 59 98 801 940 4008 167 74 83 93 218 89 96 304 8 14 18 [400] 19 59 441 42 45 562 66 H [400] 71 624 [400] 25 77 83 92 765 86 [400] 824 [400] 44 99 951 88 [1000] e- 5023 42 45 [400] 47 95 141 60 92 272 95 366 [1000] 524 49 51 80 o 605 6 10 [400] 37 50 701 [400] 27 47 70 76 804 71 900 6033 80 107 72 Z 277 313 89 410 [400] 97 98 522 38 [400] 63 68 737 995 7061 79 226 79 85 346 49 462 92 579 602 84 750 55 67 76 85 96 813 54 960 8081 103 25 31 S7> 90 293 325 [400] 45 86 497 600 5 73 704 31 826 70 72 81 82 [400] 9039 ' 45 86 99 [400] 111 86 88 94 233 64 89 306 49 73 426 47 59 69 [1000] 96 [400] 524 [1000] 650 68 836 89 940 r 10081 147 |400] 52 [5000] 93 209 [2000] 21 61 303 52 [1000] 479 631 40 66 76 82 88 616 [400] 712 877 946 53 68 [400] 11020 1400] 246 369 416 67 [400] 550 [400] 89 93 [400] 604 729 [490] 51 69 829 37 [400] 79 12015 31 49 96 121 28 52(1000] 56 215 86 [400 j 93 559 64 73 84 720 [400] 77 [10001 99 819 [400] 63 991 13058 64 85 98 136 89 244 76 313 (4001 37 45 48 11000] 79 91 477 513 99 [400] 656 95 862 957 [1000] 91 14083 104 b7 206 343 430 49 50 [1000] 5n3 82 629 50 [400] 85 712 24 69 97 95 508 17 633 84 375 96 400 7 217 24 [400] 26 87 202 56 110 803 49 460 484 303 874 89 96 923 56 90 96 _ „ 7 5078 [1000] 104 11 13 48 61 98 299 451 [2000] 78 509 57 638 70 714 59 94 1400] 823 [10001 98 906 91 76008 30 57 [400] 92 95 115 28 60 78 92 248 67 81 303 [30000] 24 67 92 437 64 78 695 720 97 832 966 [400] 77154 60 88 215 33 320 536 [400] 69 [400] 70 81 701 866 82 [400] 907 7 8086 101 35 351 79 406 [1000] 10 56 89 560 [400] 638 713 [400] 809 903 [1000] 6 [400] 36 60 79022 39 [400] 57 146 [5000] 87 210 83 95 382 [1000] 407 10 50 88 619 [400] 98 702 [1000] 26 850 [400] 725 920 [2G00] 51 47035 555 610 933 75 48104 56 56 110 [400] 26 87 202 36 [1000] 71 357 407 .... - 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Programm für Freitag sZM V° September Borr 8 Uhr vormittags an: Arbeiten der Preisrichter. I 1000 Arbeiter'uiid Beamte. | 6784 :: Fabrik Normrck-Stahl-Pslüge Stop/elpflügeu Oelschnnerung. Verstopfen vollständig 6789 Telephon Ilr. 373. Lieferung franko jeder Bahnftafion. landwirtschaftliche Ausstellung meiner Ausstellung in Zur Besichtigung Welllstiibeil. Bahilhchrilhe. ®tin|ßnMnng Großes Lager in- und ausl. Not- und Weißweine 6359 Keltern 6748 M. Roseirtliz&l., Oiessexi WlmWWMlE'E snrnbmnnnpf npf^ nan 6eilte ab bi§ rum 15. Seotember auf alle Sorten I Bäcker B-Sahtsr Freitag. Wegen Platzmangel gebe ich von heute ab bis zum 15. September aus alle Sorten Bahnhofstraße 50. Gigarren Spezial Heschäft. merksam. [6357 Emil Fischbach. versendet billigst 104803 iäefers Lutz, WalÄinrntavriL und KtMjchmieve, Darmstadt. Nübenschueidern Ldstmühlen Garbenbindern Getreide-Mähmaschinen Gras-Mähmaschinen Rasenmähern Pserde-Rechen Heuwendern Futterdärrrpsern KartosfelqueLschen Futterschneidmaschincn Ausgestellt in Gtctzcn bei der landwirtschaftlichen 'Ausstellung vom 10. bis 13. September. ausgeschlossen. Einige Referenzen Wilh. Schultets, Gutleuthof. Lours Schulteis, Hof Rebstock. Carl Petri, Hof Goldstein. Champagner und Mousseux, Kognak Cigarren und Cigaretten K. Haas Nachflg , Walltorstraße 31. >63551 Gießen. Morgens 8 Uhr: Eröffnung der Ausstellung. Vormittags 1072 Uhr: r ‘ s _ züchtervcreins in der Restauration „Zur Liebigshöhc . Molkereigeräten u. s. w. lade Interessenten crgcbcnst ein. Vorzüglich bekömmlicher Ausschankwein per i/< ^lter 25 Pfg. unter Garantie für Reinheit. Warme und kalte Speisen zu jeder Tageszeit. 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Maschinen Hanaiter Landstr. 169-171, am Oslbahnhos. Kontor: Vaumweg 7. Telephon 119. Promoter Versandt nach auLw. Th. Brück Sieben . Ecke Sckiohgalis Kanzieiberg Brandplafj *1 03 Wanderversammlung dcs Oberhessischen Bienen- Bott nachmittags 4 Uhr a«: Konzert. Abends: Volksbelustigung, Konzert und geselliges Zusammensein auf dem Fcstplatzc. Giessener AlWW- uni) Wrdemrkt-Merik. Lotterre-Ziehung 15. September 1905. Hauptgewinn: Ein vierspänniger Erntewagen mit kompletten Geschirren, Wert ca. 5000 Att., ferner Hauptgewinne im Wert von 2000 Mk., 2 ä 1000 Mk. usw. Zusammen 2000 Gewinne im Werte von ca. Mk. 40000.—. f A(ia A 1 WIV in allen durch Plakate kenntlichen Geschäften mUdv u 1 U1H. und bei der Haupt-Agentur 6546 Richard Buchacker, Achn, Ncuenbliue 11. Daselbst 11 Lose für 10 Mk. Für Liste und Porto 25 Pig. mehr. DEUTSCHE * * » * * STADTE-AUSSTELLUNG -^7 DRESDEN 1903 « * * * September AUSSTELLUNG DER DEUTSCHEN STÄDTE o o o UND INDUSTRIE - AUSSTELLUNG. ° ° ° Täglich Veranstaltungen des Festausschusses. 1 Meine gebrannten Kaffees erfreuen sich großer Beliebt- heit; auf meine neuen Mischungen mache ich besonders auf- Zur Guten Stunde ’Bf-Tiir Hile Well Illustrierte ZeitFchriften Der neue Jahrgang bringt außer Romanen und Novellen er [ter Hutoren eine von Fachmännern geleitete. Ubtetlung JSfeuc erfindungen und Cntdcchungen re. sowte 4 Preisrätsel In jedem -Quartal wird ein Prciö-Rasicl veröffentlicht. Zur Verteilung gelangen unter die Einsender richtiger Losungen: 280 Preise in Wertpapieren mit Gewinnehancen: 4 te,5r,?.#Äms:.3oo 000 4IS;LS..™-lte"S:276000™,. 4 ä'Ä» 180000» 20 KflMmtmK 30000«.. 244* ßÄ" 8500=5 40000« im Werte von ca. 17 Mk. bis 32Mk. per Stück. )ahrl. 2 Ziehungen.