Nr. 28N Drittes Blatt. 153. Jahrgang Mittwoch 8.Dezember 1903 Erschein, tägHtfi mit Ausnahme des Sonntags. D „Gieße Kamilienblätter" werden dem „Anzeige^ viermal wöchentlich beigelegt. Der ».hessische Landwirt" erscheint monatlich einmal. Eichener Anzeiger Verantwortlich für den allgemeinen TeU: P. Witiko; für den Anzeigenteil: H. Beck. Rotationsdruck und Verlag der Brü hl'schen Universitätsdruckerei (Pietsch Erben), Gießen. General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblati für den Kreis Gießen. Aus dem Zuchthause. -0. Gießen, 9. Dezember. Unter diesem Titel veröffentlichte der frühere ReichstagZ- Abg. Hans Leuß im Verlage von Johs. Näde in Berlin W. 15 eine umfangreiche Schrift, die innerhalb dreier Wochen : l. zwei starken Auflagen erschienen ist. Das Buch gewährt neu unheimlichen Einblick in ein unbekanntes Land, in das -eben und Treiben jener jämmerlichen Existenzen, die man in die Zuchthäuser vergräbt. Leuß hat als Strafgefangener 3 Jahre und 4 Monate in einem Zuchthause zugebracht und ist so, wie er selber sagt, „ber Entdecker jenes Landes der Ausgestoßenen" geworden. Aber er bemüht sich auch, „den Zusammenhang herzustellen zwischen der Menschheit und ihren Ausgestoßenen und in allen Redlichen das Bewußtsein zu wecken, daß die Hunderttausende m den Gefängnissen der zivilisierten Menschheit das Bürgerrecht in dieser selbst nicht verloren haben." Leuß erhebt eine schwere Anklage gegen die heute in Deutschland zumeist bestehende Art des Strafvollzuges in den Zuchthäusern. Ohne je in die üble Tonart eines Pamphletisten zu verfallen, ohne Unbewiesenes vorzutragen oder deplazierte Schmähungen auszustoßen, trägt er seine Klagen und Anklagen in ruhiger, sachlicher, maßvoller Form vor, und man gewinnt den Eindruck, daß das, was er sagt, aus einem Herzen voll echter Menschlichkeit, voll tiefen Gefühles kommt. Hoch schlägt er die fromme, helfende und heilende Tätigkeit des Zuchthausgeistlichen an, dessen Einfluß auf die Gemüter der Gefangenen weitreichender ist, als man wohl vielfach meint. Was er sonst vorträgt, das ist ein ungemein wertvoller Beitrag zu der Psychologie einer entehrten und entrechteten Menschenklasse, die in den Zuchthäusern statt nach Möglichkeit gehoben und gebessert zu werden fürs Leben, statt erzogen zu werden zu brauchbaren Mitgliedern der Gesellschaft, körperlich und seelisch systematisch ruiniert wird. Aus der qualvollen Düsternis des Zuchthauses tritt der entlassene Strafgefangene in die „Freiheit" hinaus als in düsterste Wildnis und Wirrnis, in der er, der von allen Verlassene und Gemiedene, nur zu leicht aufs neue sich straffällig macht. Leuß vertritt die schwer zu widerlegende Ansicht, daß in den Zuchthäusern noch mehr unschuldig Verurteilte schmachten, als man glauben möchte, und er zieht schwerwiegende Belege dafür herbei. Er klagt über die Erziehung zur Bestialität in den Strafanstalten, und was er gegen die in ihnen übliche Prügel strafe vorbringt, ist durchaus schlagend und treffend. Nicht allein vom humanen Standpunkt aus, der freilich vor allem Uebrigen allenthalben rangieren sollte — oder sollte der alte Herder umsonst seine schönen „Briefe zur Beförderung der Humanität" geschrieben haben? —, sondern auch aus rein praktischen Gründen ist die Prügelstrafe Erwachsener, und zwar nicht nur in Zuchthäusern verwerflich. Sie treibt die Erbitterung gegen alles, was Macht heißt, aufs Aeußerste und vernichtet den letzten Rest von Menschlichkeitsbewußtsein und Ehrgefühl in dem Gezüchtigten, sie macht aber auch die Züchtiger und Zwangszuschauer brutal und roh oder zu fanatischen Hassern eines niedrigen, völlig unzeitgemäßen Knechtungssystems, von dem unser die Gegensätze immer mehr und mehr nivellierendes Zeitalter innerlich sich selber längst befreit hat. Bessernd wirkt die Prügelstrafe nach dem Anerkenntnis der hervorragendsten Kriminalisten sicherlich nicht. Und für die menschliche Gesellschaft verloren sollte nach dem Urteil einer weisen Strafrechtspflege niemand fein, denn sicherlich sprießt — das wissen auch die rechten Anstaltsgeistlichen gar wohl — in jedem Menschen eine zarte Knospe, die nur gezogen und gepflegt zu werden braucht, um zu erfreullcher Blüte sich zu entfalten, und stünde sie noch so vereinzelt neben schlechten und bösen Trieben. Hoffentlich trägt das so freimütige wie verdienstvolle Buch das seine bei zu einer gründlichen Reform unserer heutigen Strafrechtspflege. Das Buch wandert inzwischen von Hand. Die Kritik vergleicht hier und da die Schrift mit den Großwerten Tolstois, Dostojewskis und Gorkis, und auch wir meinen, daß es für den Strafvollzug in Deutschland so wichtig werden dürfte, wie Dostojewskis „Raskolnikow" für das russische Strafrecht. Uolitische Tagesschau. Die württembergische Regierung und die Agrarier. Auf Angriffe, welche in der württembergischen Landesversammlung des Bundes der Landwirte gegen den Minister des Innern, v. Pischeck, gerichtet worden sind, bringt der „Württemb. Staatsanz." eine Erwiderung, in der es u. a. heißt: „ Die Herren vom Bunde der Landwirte verzchweigen voll- stä'ndia, in wie vielseitiger und ausgiebiger Wehe die Regierung für die Förderung der ländivirlschaftlicheii Jntereßen erntrUt, und sie übersehen, daß die Regierung doch verpflichtet ist, auch das Interesse d e r ü b r i g e n B e v ö l k e r u ii g und'Erwerbs- kreise die keineswegs bloß mit dem Stand der Industriearbeiter zusammensällt, i m A u g e zu behalten un d zu w a h re n. Es wird daran erinnert, daß schon bei den zetzt besteheiiden Zollsätzen die Zollemnahmeli aus Weizen, Roggen, Haser, GerUe und Mais durchschnittlich nicht weniger als 138 Millionen Mark lahr-- lich betragen haben, wozu noch die Zölle von Riehl kommen, daß diese Erträge, die jedensalls im wesentlichen das deutsche Volk zu Gunsten der Larldwirtschast zu tragen hat, durch die nn Zolltarif vorgesehene Steigerung der bisherigen Sätze eine ganz bedeutende Erhöhung erfahren werden, und daß angepchts einer solchen steuerlichen H e r a n z i e h u ii g der I n d u st r i e t l e n und der übrigen konsuniierenden Volks teile sur die teressen der landwirtschaftlichen Bevölkerung doch nur eine bewußt oder unbeivußt durch den eigenen Vorteil getrübter Blick in öen neuen Müümalzollsätzen eine Preisgebung der Landwirtschaft hüben kann. Der erste Geschäftsbericht des kaiserlichen Anfsichtsamts für ■ Privatvcrsicherung liegt jetzt dem Reichstage gedruckt vor. Ter Reichsaufsicht unterliegen 198 Lebens- und Krankenversicherungen, 17 Unfall- und 5^aftpflichtversicherungen, 91 Vieh-, Hagel- und sonstige landwirtschaftliche Versicherungen, 71 Feuerver- versicherungen, Versicherungen gegen Sturmschäden, Wasserschäden und Tiebstahl und 41 sonstige Versicherungen, ferner 494 ausländische Gesellschaften der gleichen Versicherungen und endlich nach § 3 noch 558 kleinere Unternehmungen mit dem Sitze in H e s s e n, Schaumburg-Lippe und Bremen, darunter 400 Hagel-, Vieh- 2C. Versicherungen. Im Jahre 1901 erzielten von den inländischen Gefellsaasten 916 eine Bruttoprämie von 559,12 Millionen Mark, darunter die Lebensversicherungen 335,5 Millionen Aiark, die Feuer-Ge- sellschuften 146,4 Millionen Mark. Tie ausländischen Ge- jellschasten zogen im selben Zeitraum aus Teutschland 56.2 Millionen Marr. Ter Bericht verbreitet fick dann über die Schwierigkeiten, die Verhältnisse der Gesellschaften und Kassen dem neuen Rechtsstande anzupassen, ziemlich eingehend. Weit schwieriger als auf dem Gebiete der Sachversicherung war dies auf dem Gebiete der Lebensversicherung. Hier galt es, für eine große Zahl mittlerer und kleinerer Unternehmungen, namentlich Sterbe-, Pensions-, Krankenkassen und dergleichen, nicht bloß die Zuständigkeit zur Beaufsichtigung festzustellen, sondern gleichzeitig die Kassen für die Zukunft auf technisch gesunde Grundlagen zu stellen. Eine besondere Stellung beanspruchten die Kassen, welche den Mitgliedern einen Rechtsanspruch auf die statutarisch zugesagten Leistungen angeblich nicht zugestehen. In einer Reihe von Fällen ist durch versicherungMechnische Untersuchung die Unzulänglichkeit der Mittel der Kassen nachgewiesen und festgestellt worden, daß letztere zur dauernden Erfüllung der den Mitgliedern verheißenen Leistungen nicht imstande seien. Turch Erhöhung der Beiträge uiu) durch eine Herabsetzung der Versicherungsansprüche oder durch die Kombination beider Wege war meistens hier zu helfen. Bedenken wurden .gegen das System der (schwankenden) Turchschnittsrenten erhoben, und nach Möglichkeit ijti die damit verbundene Unbilligkeit gegen die Rentenempfänger durch Einwirkung auf die Kassen in der Form von Zuschuß- renten behoben worden. Tas Umlageverfahren wurde für alle Kassen, die, wie Sterbekasfen, mit einem steigenden Risiko zu rechnen haben, für durchaus ungeeignet erklärt. Antragsformulare, Prospekte und ähnliche Papiere wurden daraufhin geprüft und event. beanstandet, ob unerfüllbare Voraussetzungen und Gewinnverheißungen darin gemacht wurden. Von den ausländischen GZellscyaften verzichteten infolge der Prüfung einige auf die Zulassung in Teutschland; einigen war das nahegelegt, weil }te die erforderlichen Garantien für einen den ge;etlichen Anforderungen entsprechenden Geschäftsbetrieb vermissen ließen. Tie Frage, ob eine private oder öffentliche Kasse vor- liegt, mutzte mehrfache entschieden werden, besonders wo Gemeinden die Garantie übernommen hatten. Freudig begrüßen werden es endticu alle Versicherungsnehmer, daß das Amt trotz des Sträubens der Privaiver sicherungs-Ge- jellfchasten grundsätzlich den Standpunkt vertritt, daß ein automatischer Verfall der Versicherung, ohne voraufgegangene Mahnung, nicht stattfinden darf. Tie Festsetzung der Mahnpflicht wird allgemein erstrebt. Sonstige Fragen, die eine Stellungnahme erheischten, war die Ausdehnung des Geschäftsbetriebes über mehrere Bundesstaaten, die Aushändigung der allgemeinen Vertragsbedingungen bei Erneuerung der Versieyerung, der Zinsfuß für die Berechnung der Prämien und Prämienreserven (gegenwärtig in Teutschland 3y2 Prozent, die amerikanischen Gesellschaften, die 4 Prozent anwenden, werden veranlaßt, sich dem Vorgehen der deutjchen anzuschließen), die Kürzung der Prämienreserve rc. AarluMeutarijHes. Berlin, 8. Dez. Die Reichspartei hat im Reichstage einen Antrag auf Einführung einer Wehr st euer em- gebracht. ' '1 — Wie die Tägl. Rundschau berichtet, beabsichtigen im Reichstage die AntisemHen, die Abgeordneten des Bundes der Landwirte, die bayrischen Bauernbündl er und die Christlich-Sozialen sich als wirtschaftliche Vereinigung unter der Führung des Abg. Liebermann von Sonnenberg zusammen zu schließen. — Graf Oriola und Dr. Paasche brachten mit Unterstützung der nationalliberalen Partei im Reichstag den A ntrag ein, das Gesetz betr. Gründung und Verwaltung des Reichsinvalidensonds einer Revision zu unterziehen und dem Reichstage baldigst einen bezüglichen Gesetzentwurf oorzulegen.________ Keer und Alotre. Berlin, 8. Dez. Die Marinebehörden haben beschloßen, von jetzt ab auch die zur Disposition gestellten Kontre- Admirale und Kapitäne zur See zu den Reserve- Hebungen einzuziehen. Aus Stad! uud Kaiiü. Gießeii, den 9. Dezember 1903. ** Koschatlieder-Konzert. Nächster Tage findet hier ein Konzert der Dam Hofer-Gesellschaft statt, einer Kärntner Truppe, der Thomas Koschat seine Lieder ganz besonders anoertraut hat. Wir lesen im Stuttg. „Neuen Tgbl.": Alle Kompositionen Koschats, die vorgetragen wurden, brachten die Eigenart des Komponisten trefflich zur Geltung. Die Quartette „Eine Bauernhochzeit ui Kärnten" und „Am Wörther See" sanden schon reichen Beifall, noch mehr war dies aber der Fall bei einem'prächtgen Altsolo der Frau Damhoser. Ten Höhepunkt des Konzerts bildete das a capella-Dnintett „Verlassen", das hübsch töstümiert fünf Damen sehr stimmungsvoll vortrugen. Bei beu übrigen Programmnummern hatte man Gelegenheit, die Kunst des Jodelus zu bewundern, uud ein iüngeres Mitglied der Gesellschaft verstand es, schweizerische ^ Schnadahüpfel überaus schelmisch zu fingen. Die beiden Zungen Söhne Damhofers erwiesen sich als recht gute Zitherspieler, die auch die Begleitung der Quartette mit der nötigen Zurückhaltung aussührten. Ter Beifall der Zuhörer veranlaßte die Sängerinnen zu maricher freundlich aufgenouiiiienen Dreingabe. ** Kaufmännische Schiedsgerichte. Für die Noll wendigkeit der Errichtung Kaufmännischer Schiedsgerichte zur raschen und billigen Entscheidung der aus dem kaufmännischen Anstellungsverhältnisse herrührenden Streitigkeiten zwischen Prinzipal und Gehilfe hat sich zuerst der Deutsche Verband Kaufmännischer Vereine ausgesprochen und zwar auf seiner Hauptversammlung in Görlitz im Jahre 1893. Seitdem ist diese Forderung von allen kaufmännischen Verbänden und größeren Vereinen vertreten und in Petitionen an Regierung und Reichstag zum Ausdruck gebracht worden. Der Reichstag faßte wiederholt den Beschluß, die Neichsregicrung um Vorlage eines entsprechenden Gesetzentwurfs zu ersuchen. Ein solcher Entwurf liegt nun feit Anfang des Jahres 1903 dem Bundesrat vor, dessen Entscheidung bis jetzt nicht erfolgt ist, zum Teil wohl infolge des Widerspruchs, den der Entwurf in Kaufmännischen Kreisen gefunden hat. Man bemängelt in erster Linie, daß die Regierung darin den jahrelang von ihr, in Uebcrcinftimmung mit der großen Mehrzahl der Prinzipale und Gehilfen vertretenen Standpunkt, die in Rede stehenden Schiedsgerichte an die Amtsgerichte anzugliedern, verlassen und die Angliederung an die Gewerbegerichte ausgesprochen hat. Da jetzt zu erwarten steht, daß in Bälde von der Negierung ein neuer Gesetzentwurf eingebracht wird, haben die nachgenannten drei Vereinigungen mit zusammen 220 000 Mitgliedern: Der Deutsche Verband Kaufmännischer Vereine, Frankfurt a. M., Der Verein für Handlungskommts von 18 58, Hamburg, Der Verband Deutscher Handlungsgehilfen, Leipzig, die schon bald nach Erscheinen des ersten Entwurfs eine gemeinsame Petition an den Bundesrat gerichtet hatten, sich neuerdings auf eine gemeinsame Eingabe geeinigt und darin, neben den sonst für wichtig erachteten Punkten, die Notwendigkeit des Anschlusses der zu schaffenden Kaufmännischen Schiedsgerichte an die Amtsgerichte auf das Entschiedenste betont. Vorzugsweise bestimmend dafür ist die Tatsache gewesen, daß die Zahl der Gewerbegerichte gegenüber der der Amtsgerichte gering ist und daß hiernach die Wohltat der beschleunigten und verbilligten Rechtsprechung nut einem kleinen Teile der Kaufmannschaft zu Gute kommen würde. Auch der sehr wichtigen Forderung des zum Richteramte befähigten Vorsitzenden würde bei einem Anschluß an die Gewerbegerichte oft nicht entsprochen werden können. Ferner fürchtet man bei Gemeinsamkeit der Vorsitzenden, daß die infolge des längeren Bestehens der Gewerbegerichte speziell an die Ar- beiterverhältnisse gewöhnten Vorsitzenden die gewonnenen Anschauungen auch auf das Verhältnis des kaufmännischen Angestellten zu seinem Prinzipal, das von dem des Arbeiters zu seinem Arbeitgeber völlig verschieden ist, übertragen könnten. Es steht zu hoffen, daß die Regierung diesen Erwägungen Folge geben wird. Schiedsgericht für Arbeiterversicherung. Den von dem Schreiner Konr. Merschrod von Ober-Sorg er- hoebnen Anspruch auf Jnvulid enr en te hatte die Invalid enversicherungsanstalt Gr. Hessen deshalb abgelehnt, weil bis zum Eintritt der Invalidität (l./l. 1903) die gesetzliche Wartezeit von 200 Wochen nicht zurückgelegt fei. Rach dem Ergebnis der angestellten Ermittelungen kam das Gericht zu der Ueberzeuguug, daß die dauernde Erwerbsunfähigkeit im Sinne des § 5 Invalidenverficherungs- gefetzes bei Ai. erst Mitte Februar 1903 eingetreten sei Tie Beklagte wurde daher, da bis zu diesem Zeitpunkte die Wartezeit erfüllt, zur Zahlung der Invalidenrente in gesetzlicher 5pöhe verurteilt. Ebenso erging es der Jnvalidelr- versicherungsanstalt in der Sache der Tienstma.gd Marie Schnarr zu Altenschlirf, deren Anspruch deshulb zurückgewiesen worden war, weil für die vier Kalenderjahre 1896 bis 1899 statt 47 nur 42 Beitrags Wochen, für die Jahre 1897—1900 nur 19 und endlich für die zweijährige Frist vom 30. Sept. 1897 bis 30. Sept. 1899 keine einzige Beitragswoche nachgewiesen, mithin die Anwurtschiaft aus Rente sowohl nach §32 des Jnvaliditäts- und Altersoersicherungs-- gesetzes, als auch nuch § 46 Jnvo.1 idenversicyerungsgesetzes erloschen sei. Ta jedoch die Schnarr wegen der Folgen eines am 22.Okt.1895 erlittenen Unfalls seit dem 22.Jan.1896 eine ZZ^/sproz. Unfall reute bezieht, konnte in den genannten Jahren nach § 46 Abs. 2 d. J.-V.-G. ein Erlöschen der Anwartschaft nicht eintreten. Ter Anspruch war sonachda die übrigen Voraussetzungen für die Bewilligung einer Invalidenrente erfüllt sind, begründet. Tagegen mußte die Berufung der Marie Rühl geb. Held zu Otterbach als unbegründet verworfen werden, da die Anwartschaft auf Rente sowohl nach dem Jnvaliditäts- und Altersversicherungsgesetz vom Juni 1889 als auch nach dem Jnvalidenversicherungsgesetz vom 13. Juli 1899 erloschen ist. Während der Kalenderjahre 1895—1898 sind nur 3 und in der Zeit vom 5. Mai 1896 bis 5. Mai 1898 überhaupt keine Beitragswoche nachgewiesen. Die Schuld hieran trugt in erster Linie der seinerzeitige Arbeitgeber der Klägerin, der verstorbene Pächter I. zu O. Dieser hat es unterlaß«m, für die Tätigkeit der Klägerin in den Jahren 1895—1897 die erforderlichen Marken zu verwenden. Eine nachträgliche Markenverwcndung ist nach § 146 Jnv.-Vers.-Ges. jetzt nicht mehr zulässig. Der Klägerin kann von den Erben des Pächters I. Ersatz in Höhe der durch die Nichtverweitdung lwn Beitragsmarken verlustig gegangenen Invalidenrente beanspruchen. — Tie lsnd- und sorstw. BerufsgenoffensckMst zu Tarmstadt hatte gemäß §94 des Unfall-Vers.-Ges. beim Schiedsgericht Antrag auf Einstellung der der Anna Kath. Loch zu Ruppertenrod wegen der Folgen eines am 28. Oktober 1895 erlittenen! Unfalles gewährten Rente von 20 Prvz. gestellt. Tiefen Antrag eractjicte das Gericht für begründet, da nach dem von den ärztlichen Sachverständigen fc|rgeftellteit objektiven Befunde eine durch den Unfall bedingte, int Wirtschaft- Tas gründet sich 1. auf eine mehr als 50jährige Erfahrung in der Her» stellung dieses Erzeugnisses. 2. auf die Zusammenstellung nur erstklassiger Weine, welche die Güte der Marke „Rupferberg Gold" ausmachen. 3. auf die Beschaffenheit der Kupferberg'schen Kellereien, welche durch ihre gesunde und luftige Anlage auf den Geschmack und die sonstigen Eigenschaften des Sektes außerordentlich günstig wirken. Diese Kellereien bilden eine der Hauptsehenswürdigkeiten von Mainz und stehen in der Sekt- bezw. Ehampagnerbranche überhaupt einzig da. sich Langsam, entwilleln sich- bann aber so stark, daß die blühenden Kleepftanzen der Wiese das Aussehen eiu.s Klee- ackers geben. Tie Erträge weroen sehr Hoey- sinken Dann allmähftcp trotz der fortgesetzten T.uigung, da auch die Wiese, wie der Acker kleem.che wird, bis jie sich naci) einigen Jahren erholt haben. Während dieser Periode eniwiaeln sich die Gräser kräftiger, fLe zehren gleich, am an den Erichen oer kleeartigen Pftanzen uno nehmen iijrcii P.ap ein. In dieser Zeit find die Erträge der Wiesen gegen früher trotz fortgesetzter Düngung weniger groß, die Fräser vermögen nicht die gleiche Masse zu Liefern, als die Legurninoftn. urfl wenn für diese wieder die Zeck gekommen rst, sich aufs neue zu entwi^eln, stellen fiu) Die star.eren Ertrage wiederein. l'Jcan soll deswegen die Graser aus den Wie,en nicht vernachlässigen, sondern ihnen rnaßche Stillstoffgaben zu- tommen lassen, damit sie die lleernade Wiese durch üppigen Wuchs in ihren Ertragen einigermaßen erhalren. Ter Stillstosf in unseren Pftanzen, im Dünger rc., stammt alle aus der Luft. Daher scheint der SLickstoss förmliches Heimweh nach der Luft zu haben. Er nimmt jede Gelegenheit wahr, wieder in die Luft zu entweichen und nur schwer vermag man ihn au, der Erde festzuhalten. Unsere kostspieligste Stillstoftguetle i,i oer Birystall. Nur der Stalldünger i,r reich an Stickswst, der von unseren landwirtschaftlichen Nutztieren gewonnen wird, die reich, d. h. mit großen Kosten ernährt werden. Und nun kommt dazu, daß der Stickstoff in dem Stalldünger so schwer sest- zuhalten ist. 100 Kilogramm Stall ml st soll la Prozent Ammoniastftckstoff und 4o Prozent organischen Stickstoff enthalten. Tatsächlich enthalt er oft sehr wmig Stickstoff. Ter Ammoniaksliastoss fieat hauptsächlich in der Jauche, in 1000 Litern derselben sind 7 Kilogramm, oft 16 und auch nicht selten nur 1 Kilogramm enthalten. Tas hängt von der mehr oder weniger reichen Ernährung der Tiere ab. Tas Ammoniak ist leicht slucht.g, der Dünger wird bei unrichtiger Lagerung oft ganz arm an Stickstoff. Man hat lange Zeit das Ammoniat im Stallmist festh^llen wollen billiger gewordenen Phosphorsaure erspart man nur 75 Pfg. — Unseren Boden fehlt in erster Linie Stickstoff, in zweiter Linie Phosphvrsäure, in dritter Linie Kali. Der Landwirt muß daher darauf bedacht fein, den Stickstoff sich tunlichst billig zu verschaffen in der eigenen Wirtschaft. Tas geschieht bei vernunstmäßiger Viehhaltung im Stalle durch die Gewinnung des Stallmistes und durch entsprechende Aufbewahrung desselben bis zur Verwendung auf dem Acker. Weiter durch den Anbau stillstoffsammelnder Pflanzen und durch Zukauf der bekannten stickstoffreichen Salze: Salpeter und schwefelsaurem Ammoniak. — Die billigste Anreicherung des Bodens ist die durch stickstoffsammelnde Pflanzen, wie Klee, Erbsen, Wicken, Bohnen und andere. Diese Pflanzen verarbeiten den Stickstoff der Lust. Tiefe Stickstoffquelle ist unerschöpflich, die stickstofftam- melnde Pflanze ist die Fabrik, die uns den L-tickstofs der Luft herstellt ohne große Opfer. Wir müssen nur dem Boden so viel Phospyorsäure und Kali geben, daß die in solchem Boden kultivierte Pflanze den Anreiz erhält, den Stickstoff der Lust zu verarbeiten. Reiche Gaben von Phosphorsäure in erster Linie macht die Pftanze stillstosf hungrig. Sie nimmt den Stickstoff auf, wo sie ihn findet, auch ans der Luft, und setzt ihn um Pflanzensubstanz. Daher ist es so wertvoll, daß uie Phosphor,äure so billig geworden ist. Ter Landwirt erhält dadurch den Anreiz, diese billige Phosphor säure aus Meckern und Wiesen zu verwenden und gewinnt dadurch den sonst teuer zu bezahlenden Stickstoff nahezu umsonst. Der Rotklee, die Lupine, Erbsen, Wicken, Bohnen, die Klee- und Wickenpflanzen in den W.esen stark mit Phosphorsäure gedüngt, fangen den Stickstos, aus der Luft ein, bereichern die WirtsckM aus die ver,chftdenste Weise an Stickstoff, der nichts kostet. Deshalb sollte ^Söben arm an Phosphorsäure nicht geben, es sollte polizeilich verboten sein, solche Böden zu bearbeiten, denn die Arbeit würde nicht lohnen. Sammeln die Wie.en Stickstoff? Die Kleepflanzen in der Wiese, die verschiedenen Wickenarten in dec Wiese gewiß, wenn es der Wiese nicht an Phosphorsäure gebrillst, wenn sie reichlich nur Phorphorsäure gedüngt wird. Die Gräser sind leine Stickst off sammler, im Gegenteil, sie verkünden ^tü.stosft Die ..b,a l er K.e P,l..rft.n, veftmstnoc Kleepftanzen :c. liefern wohl den Gräsern einen Teil des Stickstofts, aber wohl nicht genug. Um ein richtiges Mischungsverhältnis von Gräsern und Sticksdosfsammlern auf der Wiese zu haben, sollte man den Wiesen regelmäßig etwas Sticksross zufuhren in Form von Jauche und anderen tierischen Lchg.äugen, oder in Form Oun Salpeter oder schweselsaurem Ammoniak. — Aus hungrigen Wissen wirkt Die Gabe an Phosphorjäure uno Kali hälftig nicht sofort. Tie verkümmerten kiee- und wiaenarugen Pftanzen erholen icnaniidicn Leben meßbare Erwerbsbeeinträchtigung nicht mehr vor liege. Tie von der Frau Loch vorgebrachten werteren Leideli, ein Schwindelgefühl und Augenasfektron, ständen mit dem Unfall in keinem ursächlichen Zusammenn- hana. - Ter Landwirt Ang. Reitz zu Wölfersheim batte sich am 28. Mürz 1903 infolge eines Betriebs-Unfälle-' einen Brmch des Oberschenkelknochens zugezogen. Bom 13. Juli bis 8. August 1903 wurde er in dem niet), utcdx Institut von Tr. L. zu Darmstadt behandelt. Für die Zeit vom Beginn der 14. Woche nach dem Unfall bis zum Eintritt in das Institut bewilligte die land- und sorstw. B.-G. eine Rente von 90 Proz., und für die Zeit nach der Entlassung aus dem Institut eine solche von 30 Proz. Auf die hiergegen verfolgte Berufung erhöhte das Gericht die erste Rente auf 100 Proz. nnb die letzte auf 50 Proz. — Wegen der Folgen einer am 6. Ian. 1902 erlittenen Ver- letznng des linken Zeigefingers erhielt der Karl Naumann zu Tudenrod zuletzt eine Rente von 10 Proz., deren Zahlung die B.-G vom 1. Oktober 1903 ab ein stellte. Tie hiergegen eingelegte Berufung erachtete das bricht für unbegründet, da Kläger infolge des Unfalls in seiner Erwerbsfähigkeit ans dem allg. Arbeitsmarkte in einem nennenswerten Grade nicht mehr behindert sei. Aus dem gleichen Grunde wurde die von dem Konrad L ngsdors zu Pohl-Göns gegen den die Gewöhnungsrente von 10 Proz. ein stellenden Bescheid der Berussgenoftenschaft verfolgte Berufung verworfen. — Tie dem Heinrich Fuchs zu Breunges- heim gewährte Unfall reute von 50 Proz. hatte die Lerufsgeuossensck)aft auf 40 Proz. herabgesetzt. Tas Gericht bestätigte den angefochrenen Bescheid der Genossen,-chaft, da der Nachweis über den Eintritt einer wesenrllchen Befterung in dem Zustand und der daraus beruhenden Erwerbsfähigkeit des Klägers erbracht fet — Dem Landwirt Iohs. Kornmann zu Atzenhain war am 11. Februar 1902 ein -L>trohhalm in das linke Auge gekommen. Ten diejerhalb gclteno gemachten Entschädigungsanspruch hafte die Berufsgenossenschaft abgelehnt, da von dem Unfall keine die Erwerbsfähigkeit beschrankende Folgen zurückgeblieben seien Geriaft kam auf Grurrd eines Gutamtens der D^arburger Universitäts-Augentlinik zu gleicher Ansicht und wies die eingelegte Berufung als unbegeunäet zurück. — In der Sache der Angelika Atüller zu Altwiedermus wurde die Enrsck-eidung ausgesetzt, um weitere Beweiserhebungen an- Zusatz von Superp'hosphat, alles das rentiert nicht, Aufwand ist größer als der Gewinn. Das Festtreten dcA Düngers auf der Dungstätte durch Tiere ist das einzige Mittel, wodurch das Ammoniak vor Berslüchtung bewahrt wird, es wird mechanisch in dem festgetretenen Dünger zurückgehalten, da die Luft nicht in die Düngermassen eindringen kann, dlber beim Ausfahren dieses Düngers, beim Streuen desselben auf dem Acker treten die Verluste an Ammoniak nun rapide ein und die Mühe des Festtretens und des erschwerten Ausladens ist umsonst aufgewendet. Tie Wiriüng des Stallmistes im Ackerboden ist noch recht unbekannt. Durch langsährige Versuche, genau durchgeführt in ganzen Versuchsreihen, läßt sie sich zahlenmäßig ermitteln. Diese Versuche sind endlich int Gang und kommen in einigen Jahren zum Abschluß. Die bis jetzt ermittelten Zahleri Weben noch keinen bestimmten Anhalt. Wie wiederholt gesagt, das Ammoniak verflüchtigt sich leicht. Auch das schweselsaure Ammoniak ist, in den Boden gebracht, davor nicht sicher. Die Schwefelsäure findet in dem Kalk des Ackerbodens eine kräftigere Base, verbindet sich mit dem Kalk, das Ammoniak wird frei und geht in die Luft. Die Anwendung des Salpeters ist stets der des schwefelsauren Amlnoniaks vorzuzieyen. Aber auch der Sal- >eter geht langsam zu Ende. Ehe dies eintritt, wird wohl Die fabrikmäßige Herstellung einer Stickstoffverbindung aus der Lust rentabel genug geworden fein, um sie in großem Maßstabe einzuführen. Die Herstellungsweise ist gesunden, man leitet atmosphärische Luft über gluhmde Kupftrspäne, die begierig den Sauerstoff festhalten, in einen Cylinder, Der mit gehendem Kalcium-Earbid gefüllt ist. Es entsteht eine chemische Verbindung von Kaltstickstosf. Auch diese Verbindung ist eine sehr lose. Im Boden geht der Kalr- stickstofs in Ammoniak über. Einstweilen, so belebrt Herr Vrof. Waaner. tuen die. Landwirte aut. daß, wenn sie Stickstoff kaufen müssen. Sal- veterstiastoft au kaufen. Bei der ricktiaen Anwenduna desselben entstehen die acrinaften Verluste und der -ErfolL ist am sichersten. Vrof. Waaner vertröstet uns auf die Zukunft. Noch ein vaar Jabre Geduld, dann werden wir klarer sehen und mit größerer Sicherheit als beute kann man dann sagen, so muß es Gemacht werden. Die Anwesenden aaben ihren Beifall dem Redner kund. Mit Svannuna verfolat man die Forschunaen Wagners, die uns über die Tünaeriraaen immer neue Auf ich! ässe bringen, wenn auch nicht die vielfach erwarteten Ueber- raschungen auf diesem Gebiete. Die Natur lüftet da und Dort wohl dem Forscher den Schleier, aber auf volle Erkenntnis der Dinge werden auch Generationen vergeblich warten.. wirte zu schaffen. Tas Thomasmehl, sagt Prof. Wagner, ist neuerdings viel billiger geworden. Tie deutschen Landwirte btauaien im Jahre 4 bis 5 Millionen weniger für die Pi)ospyor- säure im Thomasmehl auöjugebeu, als bisher. Das ist eine große Summe, aber wie viel kommt dabei auf den Einzelnen? Um 10 Zentner Getreide zu erzeugen, brauet man für 60 Mk. Stillstosf und nur für 5 Mk. P./osphoi> säure. Sinkt der ©tia|toff ebenso im Preise wie die Phosphorsäure, d. h. um 15 Prozent, so würde man bei ber . ...... Erzeugung von 10 Zentner Getreide bei der Stcckstof.d^na- durch Einstreuen von Supei.phosphatgyps in Die Bsthstalle, ung 9 Alk. ersparen, bei der um 15 Prozent im Thomasmehl I durch Zusatz vön Schw^sft,äure aus oer Tungstätte, durch Vcrmijcbki, * Der Chargenhund. In der „Hohenz. Volksztg.^ fand sich kürzlich folgendes Inserat: „Sigmaringen. Klemer schwarzer Dachshund, auf den Warnen Feldmann hörend (Halsband mit Unteroffizierstreffe und Sergeanten» knöpfen verloren. Abzugeben gegen Belohnung bei v. B., Hauptmann." * Bon einer hübschen Stilblüte gibt die „Bresl. Morgenztg." Kenntnis. Ein Amtsgericht korrespondiert mit einer anderen Behörde wegen der Beschäftigung von Strafgefangenen nut Holzspalten. Die letztere Behörde antwortet: „Auf die anher gelangte hohe jenseitige Verfügung wird diesseits beschlossen, daß die jenjeiligen Gefangenen auf dem diesseitigen Hofe zum Holzspalten ver- iDcnbet werden dürfen. Dieser „amtliche" Stil scheint Kunft- rcgeln zu gehorchen, wie sie jenseits der Grenzen des bürgerlichen Spiachgebrauchs herrschen mögen. Dieseits dieser Grenzen wirkt jener Stil auf alle Fälle erheiternd.________ uo lvudiente Zlus dcs „Kupseröerg chold" zuskellen. v. Hausen, 6. Dez. Der hiesige Gesangverein Eintracht hat beschlossen, sein 20jähriges Bestehen in Gestalt eines Sängersestes verbunden mit Fahnenweihe am 26. und 27. Juni nächsten Jahres zu b.gehen. 8. Eberstadt, 7. Dez. Ätächsten Sommer, den 3. und 4. Juli 1904 gedenkt der hiesige Gesangverein Lieder- kranz fein 50 jähriges Jubiläum zu feiern. § Vom oberen Vogelsberge, 7. Dez. Seit Ende voriger Woche hat eine Schneedecke das Gebirge überzogen und die Schlittenfahrt ist in vollem Gange. Auch das Schneeschuhlausen tritt in seine Rechte und wie alljährlich kommen Skiläufer auf Taufstein und Hoherodskopf. Das Wild zieht sich schon in die 9lähe der Dörfer, täglich finden Treibjagden in Feld und Wald statt.___________ tzmige wichtige Z>üuguugs)tagen. OOrigtuatamtet oes „Giest. Anz.") Ter Klub sür Landwrrte tagte am Montag in Frankfurt a. 9JL Tas Interesse der aus dem Groß- Herzogtum Hessen, aus UnlcrfranEcn, aus der Provinz Hessen-Nassau stark besuchten Versammlung konzenrrierll sich auf die Ausführungen des Geh. Hosrat.s Prof. Tr. Wagner-Tarmstadt über: „Einige wichtige Dung.tngs- fragen". So oft die Landwirte auch „unseren" $Lvfef|or Wagner über das gleiche Thema reden hören, nie l^ßt das Interesse an seinen Ausfuhruttgen na^ Dian erkennt, wie der berühmte Forscher sich über die Ernährung der Pflanzen immer klarer wird, wie er osten ferne früher gefaßte Meinung in einzelnen Fragen als irrig verwirft und sich bemüht, dem nunmehr als unumstößlich richtig Erkannten Eingang in der Wirtschaft der pr^krO'chen Land- Ausstellung Weihnne Rauch- und dürfte in keinem oder Wohiiaimmier fehlen Ziertischchen Etageren Paneelbretter Postamente Nähtische Schaukelsessel Schreibsessel Klappsessel Rohrsessel Kaminbänke Teppiche Tischdecken Vorlagen Läuferstoffe Linoleum-Teppiche Lese-Sessel mit BOffelhaut - Kissen, rieseg bequem, Carl Stückrath ♦ Möbelfabrik G 47 Asterweg 47. Geschäftsgründung 1868. 8 Uferstrasse 8. LV" Bis Ende Dezember habe auf sämtliche Waren eine toi»* ImmmßWU eintreten lassen. 9049 IW. 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Giessen i CO •e-—• V Pi © >Q> CI oo GO €33 -•o Q ** -** s § 69 I1J. Kesstlch-Tsüringische Staatstotterie (Tdittelbeutfdje Ltaatslotterie) Stellung IL Klasse. (1. Tag) 8. Jlr;ember 1903. Alle Nummern, neben welchen nichts bemerkt ist, sind mit 100 Mark gezogen« (Ohne Gewähr.) 71 112 36 87 221 30 69 85 303 82 504 627 86 719 73 77 904 68 1065 153 223 72 403 52 567 80 641 48 749 61 62 944 2004 64 74 76 103 49 73 11501 296 321 68 91 411 19 76 529 601 725 74 815 958 85 86 3098 182 323 443 56 526 619 42 742 58 902 73 83 4015 29 44 54 127 49 67 306 71 426 564 614 69 82 98 723 810 53 81 986 5115 19 20 33 44 202 58 357 414 558 641 48 58 87 804 944 63 73 6021 29 55 95 124 26 37 45 222 39 79 381 90 403 41 515 31 70 78 84 665 91 755 62 989 7014 21 64 119 35 273 328 492 544 58 80 615 41 62 770 803 25 36 90 992 8054 62 109 243 79 322 459 61 68 505 24 49 88 624 51 704 15 809 30 40 76 80 923 9140 42 238 313 58 84 446 93 736 79 823 38 86 96 911 67 10026 102 201 312 71 74 80 470 77 80 97 587 656 921 62 78 11068 84 96 165 96 230 56 61 78 350 67 506 51 57 82 621 57 62 700 831 49 69 92 12023 70 74 82 111 45 77 207 32 37 43 72 [10 000] 301 12 545 59, 660 89 853 73 94 943 86 94 13050 108 54 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