Zweites Blatt. Mittwoch S. September 1903 Gießener Anzeiger w General-Anzeiger ** 82 153. Jahrgang Tetlr P. totttto: für Stadl und Land" und „GettchtSsaal^: August ’ Götz; für den An- zetgentetl: Hans Beck. VeAng»pre,Si monatnchvbP^ viertel' jährlich Mk. 2L0- durch Aohole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.' durch die Post Mk.2.— vrertel- jährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen ür die Tagesnummer .»iS vormittags 10 Uhr. etlenpretS: total 12Pj^ auSwäctS 20 Pfg. Barautwortllch tüt den poltt und allgem. Nr. 311 Erscheint täglich attfcer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem »elfischen Landwirt die Siebener Zamilieu» blätter viermal in der Woche betgelegt RotattonSdruck u. Verlag der BrühNck^n Untvers.-Buch-«.Stein- druckeret (PieAch Erben) Ss? Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen FernfprechanschlußNr.51. Fie heutige Kummer umsaßt 8 Sette«. — !_■..... ...- ■ ■ Bekanntmachung. Betr.: Die Anwesenheit Seiner Kgl. Hoheit in der hiesigen Stadt. Seine Königliche Hoheit der Großherzog werden gelegent- üch Seiner am 10. d. Mts. statthabenden Anwesenheit voraussichtlich folgende Straßen zu den angegebenen Zeiten passieren: Mittags gegen 12 Uhr: Bahnhofstraße, Alicestraße, Ludwig - straße, Grünbergerstrahe bis zur Ausstellung. Demnächst: Grünbergerstraße, Moltkestraße, Ostanlage, Marburgerstraße bis zur Steinstraße. Nachmittags gegen 41/, Uhr: Die Marburgerstraße, Ostanlage, Südanlage, Frankfurterstraße, Liebrgstraße und Bahnhofstraße. Von einer Sperre der vorgenannten Straßen wird Abstand genommen. Das Publikum wird jedoch ersucht, das Aussichtspersonal zu unterstützen, daß die jeweilige Fahrt Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs ungestört von statten gehen kann. Gießen, den 9. Sept. 1903. Großherzogliches Potizeiamt Gießen. Hechler. Bekanntmachung. Wegen Vornahme der Kanalisationsarbeiten wird der Selters weg zwischen Kreuzplatz und Plockstraße und zwischen Wolkengasse und Südanlage von Donnerstag, den 10. l. Mts. ab bis auf weiteres für den Fuhrwerksverkehr gesperrt. Gießen, den 9. September 1903. Großherzogliches Polizeiamr Gießen. Hechler. Bekanntmachung. B etr.: Den unmittelbaren Einkauf des Bedarfs der Heeresverwaltung von Landwirten. Nach einer Mitteilung der Militär-Intendantur des 18. Armeekorps ist von dem Königl. Kriegsministerium die Fortsetzung und weitere Ausdehnung des Versuchs der Entsendung von Proviantamts-Beamten in die Bezugsgebiete zur Abnahme der Erzeugniffe von Landwirten angeordnet worden. Künftig soll, wenn es sich um Mengen von mindestens 10 Tonnen (— 10 000 Kilogramm oder 200 Zentner) handelt, die bereits an einer mit geeigneten Abnahmeräumen versehenen Eisenbahnstation lagern, ein Proviantamts- Beamter entsendet werden, welcher die Abnahme der Erzeugnisse am Orte bewirkt. Vorher muß jedoch der Kaufpreis „frei Bahnhof Waggon" mit dem Proviantamt vereinbart und eine Warenprobe von letzterem geprüft sein. Nach der Abnahme am Stationsorte erfolgt alsdann der Transport der Erzeugniffe für Rechnung der Militär-Verwaltung, ohne daß dem liefernden Landwirt hieraus noch Arbeiten oder Unkosten erwachsen. Die Vortelle dieser Neuerung für den Landwirt liegen auf der Hand. Zunächst ist für den Verkäufer nunmehr, da die Abnahme sofort erfolgt, jedes Risiko ausgeschloffen. Ferner fällt mit der Anlieferung der Erzeugniffe „frei Bahnhof Waggon" gegen die frühere Lieferung „frei Magazin" eine Leistung fort, welche die meist anderweit stark in Anspruch genommenen Landwirte oft davon abhielt, chre Erzeugniffe dem Proviantamte zuzuführen. Nachdem die veränderte Ankaufsweise den Aemtern ausgegeben ist, steht zu erwarten, daß der Ankauf aus erster Hand zum Vorteil der Landwirtschaft und der Militärverwaltung sich wesentlich heben wird, zumal selbst die Besitzer kleinerer Bestände an den Lieferungen sich beteiligen können, wenn sich mehrere von ihnen unter Wahl eines mll Vollmacht zu versehenden Vertrauensmannes vereinigen, um die Mindestmenge von 10 Tonnen in brauchbarer Beschaffenheit zusammenzubringen. Wir bringen dies im Anschluß an unsere Bekanntmachung oom 15. Juni l. I. zu Nr. M. d. I. III. 5462 und mit dem Anfügen zur allgemeinen Kenntnis, daß weitere Auskünfte durch dle Proviantämter Darmstadt, Frankfurt a. M., Hanau und Mainz erteilt werden. Darmstadt, den 1. September 1903. Großherzogliches Ministerium des Innern, Abteilung für Landwirtschaft, Handel und Gewerbe. I. V.: Hölzinger. Petri. Amtliche Nachrichten über Viehseuchen. Der Schweinerotlauf in Windhausen und Reimenrod (Kreis Alsfeld) ist erloschen. Weöel und die sozialistischen Revisionisten. Tie neueste Ausgabe der „Neuen Zeit" bringt den angekündigten Artikel Bebels, der sich gegen die sozialistischen Revisionisten weichet. Irr ausführlicher Weise begründet dieser seinen Standpunkt dahin, daß die Sozialdemokratie die lieber nähme eines Vizepräsidentenpostens ab lehn en müsse. Bernstein hat zu Gunsten seiner Vizepräsidentenforder- ung geltend gemacht, daß die Reichsverfassmra ihrer Entstehung und Satzungen nach den republikanischen Grundsätzen am nächsten komme. Hierauf erwidert Bebel jetzt: Hörte Bismarck, wie ein Sozialdemokrat über die von ihm auf seinen eigenen Leib geschnittene Verfassung urteilt, er würde sich den Bauch vor Lachen halten. Umgekehrt würden die alten dahingeschiedenen Häupter der Fortschrittspartei, die Waldeck, Kirchmann, Ziegler, Schulze-Delitzsch, Hoverbeck, Duncker usw. vor Entsetzen die Hände über den Kopf zusammenschlagen, erführen sie davon. Die Szene möchte ich sehen, wenn die Genannten mit Bismarck im Hades znsammenttäfen und sich über des Genossen Bernstein Urteil unterhielten. Und was würde gar der alte Demokrat Aaron Bernstein, der Onkel des Genossen Bernstein, der Gründer und langjährige Redakteur der Berliner „Volkszeitung", hierüber sagen. Gegen Vollmar kehrt sich die ganze Schärfe der Blebelschen Feder: Ich habe schon mehr als einmal gefunden, daß niemand sich besser aus die Schulmeisterei versteht als Vollmar, der sich bald als parlamentarischer, bald als journalistischer Z e r e m o n i e n m e i st e r fühlt und mit unnachahmlicher Würde vom hohen Kothurn herab doziert: Seht ihr, s o legt man aus, und s o führt man seine Klinge! Bebel schließt die ersten Abschnitte seiner Polemik wider die Revisionisten wie folgt: Mich wundert überhaupt die Naivität unserer Revisionisten, einem Hvhenzollern, und nun gar Wilhelm II., dessen a usgeprägte Antipathie und Feindschaft gegen uns wir in Dutzenden von Reden kennen gelernt haben, dergleichen zuzumuten. Man sieht vor lauter Realpolitik nicht den realen Stand der Dinge, wie man den Wald nicht vor Bäumen sieht. Ich finde es auch begreiflich, daß die monarchisch gesinnte Mehrheit des Reichstags einen sozialdemokratischen Vizepräsidenten nicht eher acceptiert, bis die Fraktion in Bezug auf ihr politisches Glaubens- bekennttris pater peccavi gesagt hat. Auf die Knie! Anders nicht. Ein Skandal, so meint Bebel weiter, würde es sein, wenn der sozialdemokratische Vizepräsident in kurzen K n i e e h o s e n, W a d e n st rü m p f e n und Schnallenschuhen einer Einladung zu Hose folge. „Welch ein köstlicher Stoff für Witzblätter", spottet er, „falls z. B. Vollmar oder Herbert den Hofbesuch machten!" Und sehr wohl könne es ihnen geschehen, daß sie späterhin in blauem Frack mit goldenen Knöpfen, mit einer Alton gen- perrücke und mit einem Dreispitz zu erscheinen hätten, also ganz so, wie es am Hose Ludwigs XIV. der Brauch war. Zum Schlüsse sührt Bebel noch einen Hauptstoß gegen den „Byzantinismus", wobei er nicht vergißt, dein revisionistischen P e u s eine schallende Ohrfeige zu versetzen. Ich sehe keinen Funken von Würde in einer solchen Zumutung^ wohl aber die vollendete Würdelosigkeit. Einen originellen Einfall hat der Genosse Peus, dem keine revisionistische Torheit zu groß ist. & meint, den Besuch bei Wilhelm II. dürfe man nicht deshalb ablehnen, weil der Kaiser uns so häufig heftig angegriffen habe. Auch für den Kaiser gelte das Recht der Meinungs- fteiheit. Gewiß, außerdem könnte ihm dieses Recht niemand nehmen. Aber der Kaiser hat die mit konstitutionellem Brauche unvereinbare Gewohnheit, seinem Temperament entsprechend, seine Gegner heftig anzugreifen, und diese sind dann zur größten Reserve genötigt, weil ihnen der § 95 des Strafgesetzes im Wege steht. Daran hat Peus nicht gedacht. Das ist auch natürlich: d enndas erste bei einem Revisionisten ist, daß er das logische Denken verlernt. Herr v. Vollmar und Göhr e haben sich dahin ausgesprochen, daß es für die Sozialdemokratie nicht aus die Staatsform, sondern auf den sozialen Inhalt der Gesellschaft ankomme. Bebel fertigt Göhre damit ab, daß diesem der Nation a lso zi a l e noch sehr im Nacken sitze, und gegen Vollmar wendet er sich, indem er ausführt: Es fällt mir nicht ein, die Staatssorm zu überschätzen. Aber sie ist sehr leicht wesentlich. Es gibt allerdings Monarchien, wie z. B. die englische, die ich mancher Republik vorziehe, z. B. den südamerikanischen. Aber »auMfy zwischen den Monarchien ist ein gewaltiger Unterschied. Eine starke Monarchie bedeutet ein schwaches Parlament. Und wenn das Königtum durch Heer und Flotte und Beamtenhierarchie re. schon stark ist und durch die herrschenden Klassen noch besonders gestützt wird, dann ist es für jede Demottatte eine ganz besondere Gefahr! Daher ist die Monarchie in Preußen die Monarchie par excellence, die es in der ganzen Welt nicht zum zweiten Male gibt. Und der jeweilige preußische Monarch, der zugleich deutscher Kaiser ist, ist auch der systematische Stärker des Junkertums, in dem er seine vornehmste Stütze sieht. Er ist es auch vn dem das Dreiklassenwahlsystem mit all seinen Ungleichheiten in Staat und Kommune für die Ar b etter klasse seinen Grunde und Eckstein findet, der alles billigt, was bisher die Sozialdemo- kratie in Preußen rechtlos gemacht und geschädigt hat. Und zum Danke dafür sollen wir zum preußischen Monarchen als deutschen Kaiser zu Hofe gehen und den Kotau machen! Das Resultat des letzten Wahlkampfes sei kein solches, das zum Bremsen auffordere. Der Artikel, der die Ueber- schrift „Ein Nachwort zur Vizepräsidentenftage und Verwandtem" trägt, schließ: mit einer scharfen Absage an die Revisionisten mit den Worten: „Farbe bekannt, kein Vertuschen, kein Ausweichen mehr!" Mit aller Offenheit konstatiert Bebel, daß angesichts der Bestrebungen der Revisionisten von Einigkeit und Einheit keine Rede mehr sei. Diese außerordentlich scharfe und gereizte Sprache, die wuchtiger als je ist, zeigt allerdings, daß eine Schlichtung kaum noch möglich ist Herr Bebel hat wohl noch! ein paar Abfuhreimer für den bevorstehenden Dresdener Parteitag parat, aus dem er jedenfalls noch außerordentliche Quantitäten seiner ätzenden Sattte ausgießen wird. Dieser Parteitag wird also aller Wahrscheinlichkeit nach so viel Sturm bringen, wie keiner zuvor. Jeutsches Reich. Berlin, 8. Sept. Nach authentischen Nachrichten vom Kaisermanöver ging gestern das 4. Korps, obwohl bei Weißenfels der Feind zurückgeworfen war, vor der Uebermacht zurück. Heute gedachte die rote Partei mit dem Kavalleriekorps, letzteres unter Befehl des Kaisers, gegen die blaue Partei vorzugehen. Die blaue Partei wollte vorgehen und Hann bei Lunstädt und Janushügel, wo das Schlachtfeld von Roßbach sich befindet, Stellung nehmen. Hier kam es auch zu lebhaften Gefechten. Das Kavalleriekorps unter Sr. Majestät machte zwei Attacken gegen die Artillerie und die Infanterie der blauen Partei. Die Kaiserin wohnte auf der Sette der roten, der König von Sachsen auf der der blauen Partei den Gefechten bei. Ter Kaiser gedenkt wiederum im Gelände zu bleiben. Die Kaiserin ist mit Gefolge in Berlin wieder eingettofsen. — Wie eine hiesige Korrespondenz meldet, soll der Reichsgerichtspräsident v. Oehlschläger beabsichtigen, demnächst in den Ruhestand zu treten. — Die „Köln. Ztg." erfährt, dcyß in den letzten Tagen durch die belgische Gesellschaft 80 000 Doppel-Ztr. Zucker an den deutschen Markt gebracht wurden. — Ter preuß. Minister des Innern ersuchte die Landräte bezw. die Oberbürgermeister, ohne Verzug Vorbereitungen zu Neuwahlen der Abgeordneten anzuordnen und dafür zu sorgen, daß die Abgrenzung der Urwahlbezirke und die Auslegung der Listen, überall so zeitig erfolgt, daß die Wahlmännerwahlen in der zweiten Woche des November ftattftnden können. Me Wahltermine werben erst später festgesetzt. — Ter „Reichsanz." veröffentlicht eine vorläufige Ueber- sicht über den A n b a u d e r h a u p t s ä ch l i ch st e u F : u ch t - arten im Deutschen Reiche im Monat Jüni 1905. Keer und Alotte. Von der englischen Armee. Me dem „B T/" aus London telegraphiert'wird, macht ein Armeebefehl von Lord Roberts den Kommandeuren zur Pflicht, dafür zu sorgen, daß eine billigere Lebensführung der Offiziere ermöglicht wird. Die Kommandeure haben insbesondere vor übermäßigem Aufwand zu warnen und ihm vorzubeugen. Sie sollen die Oftiziersmessen periodisch inspizieren, deren Führung konttollieren und dabei Prüfen, ob auch minderbemittelte Offiziere in den Regimentern leben können. Roberts droht mit scharfer Ahndung einer Verletzung des Geistes dieser Verfügung seitens der Kommandeure, unter Umständen mit deren Ättlassung. Dieser Befehl von Roberts ist veranlaßt durch die Erkenntnis, daß viele Kommandeure, welche selbst reich sind, eine ausschweifende Lebensführung der Subalternossiziere fördern. Ein Kommandeur bedrohte z. B. Subalternoffiziere, welche ihren Aufwand beschränkten, mit sozialer Aechtung, wenn sie nicht je zwei'Poloponies kauften! Roberts Verfügung ist sicherlijch gut gemeint, doch scheint es aussichtslos, den pluto- kratischen Geist jener englischen Gesellschaft, der die Offiziere entstammen, zu bekämpfen.' Potsdam, 8. Sept. Der Oberleutnant Freiherr von Walthern vom hiesigen Garde-Jäger-Blataillon stürzte im Manöver gelände so unglücklich mit seinem Pferde, daß er außer einem Schädelbruch noch Oberschenkel- und Armbrüche erlitt. Sein Zustand ist besorgniserregend. AuslanS. L. London, 7. Sept. Der Präsident des Kabinettsrats Herzog von Devonshire hat einen Ausschuß zur Untersuchung der von Sachverständigen erhobenen Behauptung eingesetzt, daß in gewissen Klassen der Bevölkerung Englands ein physischer Rückgang festzustellen sei. Lei ee st er, 8. Sept. Zur Eröfsiiung des Gewerkschaftskongresses hielt der Vorsitzende Hornigde eine Rede, in der er ausführte, Chamberlains neue Politik sei nach seinem Dafürhalten den wahren Interessen des Landes höchst schädlich. Es sei unsinnig, zu sagen, eine Erhöhung der Steuer sei nötig, damit für die Altersversicherung gesorgt werden tönnte. Ein Land, das 250 Millionen Pfund Sterl. für den Krieg aufbrauchte, sei sicherlich auch in der Lage, den im großen Kampfe der Jndusttie aufgeriebenen Arbeitern eine Pensioil zu gewähren. Dem Gewerkschaftskongreß wurde eine Resolution vorgelegt, in welcher alle Arbeitervereinigungen dringend aufgefordert werden, gegen Chamberlacns Finanzpolitik, die als gefährlich bezeichnet lvird, Stellung zu nehmen. Die Resolution wurde schließlich unter lautem Beifall gegen zwei Stimmen angenommen. Wien, 8. Sept. Kaiser Wilhelm trifft am 18. September um 91/-? Uhr vormittags aus Mohacz hier ein. Er wird vom Kaiser, den Erzherzögen und den Spitzen der Behörden empiaugeu werden. Auf dem Perron wird eure Ehrenkompagnie aufgestellt [ein. Petersburg, 8. Sept. Ein Attentat a u f e i n e n Polizeichef ist nunmehr auch im Nordwestgebiete Ruß- lmrdS verübt worden, und zwar in der Nacht vom 2. d. M. m BelostoL Während der Polizeimeister Mettenko vom Brande eines großen Hauses heimkehrte, feuerte ein Individuum auf ihn zwei Revolverschüsse ab, ohne ihn jedoch ernstlich zu verletzen; der Kutscher, welcher den Wagen des Polizeimelfters lenkte, wurde dagegen schwer verwundet. Dem Attentäter gelang es, zu flüchten und sich in Sicherheit zu bringen. Im Auftrage des Generalgouverneurs von Wilna, Fürsten Sujolopolk-Mirskij, wurden die ener- chschsten Maßnahmen zur Ergreifung des Täters ergriffen. Newyork, 8. Sept. Schon wieder ein Attentats- Versuch soll gegen Roosevelt geplant gewesen sein. Aus Syracufe (Newyork) meldet das Reutersche Bureau: Tie Polizei verhaftete am Atontag nachmittag in seiner Wohnung einen vor 12 Jahren aus Deutschland eingewan- verten Mann, Namens John Miller, welcher von einer Frau beschuldigt wurde, die Drohung ausgestoßen zu haben, daß er den Präsidenten Roosevelt bei dem ihm zu Ehren veranstalleten Umzuge der Arbeiter erschießen wolle. Miller wurde eine Stunde, bevor der Präsident auf dem Platze ankam, von wo er die Parade der Briefträger abnehmen wollte, verhaftet. Bei dieser Parade sollte angeblich der Schuß fallen. Volitische Tagesschau. Schlimme Tumulte m der syrischen Hafenstadt Beirut hat das Erscheinen des amerikanischen Ge - schwaders verursacht. Die Unrul)en haben sich am Sonntag ereignet. Die erste authentische Nachricht bringt die französische offiziöse Depeschenagentnr „Agence Havas", der aus Beirut gemeldet wird: Am vergangenen Sonntag kam es hier zu einer Schlägerei zwischen Christen und Mohammedanern, bei der es zahlreiche Tote und Verwundete gab. Nach einem Privattelegramm waren in Konstantinopel Gerüchte im Umlauf, daß in Beirut beim Eintreffen des amerikanischen Geschwaders Unruhen aus- gebrochen seien, die zu einem Massatre der christlichen Be- völlerung durch die Türken geführt hätten. Konsulatsdepeschen geben die Zahl der Getöteten bis Dienstag früh aus dreißigan, darunter mehrere Europäer. Zahlreiche Personen wurden verwundet, größtenteils durch das Gewehrfeuer. Walt Reschidh Bey, welcher zum Sommer- aufeuthall in Libanon weilte, ist nach Beirut zurückgekehrt. Er leitete eine Untersuchung ein. Emige Chefs der diplomatischen Missionen in Konstantinopel erhoben bereits Vorstellungen bei der Pforte. Wie verlautet, wollen einige Großmächte Kriegsschiffe nach Beirut entsenden. Die Nachricht von dem Zusammenstoß überraschte in diplomatischen Kreisen Konstantinopels keineswegs, da in der jüngsten Zeit die Konsuln bereits wiederholt über die Verübung von politischen Morden, sowie die gereizte Stimmung und Drohungen der Mohammedaner gegen die Christen berichteten. Die Lage in Beirut und der neueste Vorfall sollen durch die Haltung der Walls herbeigeführt sein. Hauptversammlung ves Wervandes der deutschen Kewerbevereine. Mainz, 7. September. Unter außerordentlich zahlreicher Beteiligung von Vertretern der deutschen GewerBevereine aus allen Dellendes Reiches und der Landesverbände von Bayern, Baden, Elsaß-Lothringen, Mecklenburg-Schwerin, Thüringeniessen, Ostpreußen, Schlesien, Hannover, Württemberg und der Pfalz trat heute vormittag im „Kasino zum Gutenberg" der Verband deutscher Gewerbevereine zu seiner zwölften Hauptversammlung zusammen. Als Vertreter der Großh. hessischen Staatsregierung waren Ober-Reg.-Rat Dr. Höl- zinger und Reg.-Rat Dr. Müller-Darmstadt, als Vertreter des preußischen Handelsministers Ober-Regierungs-Rat von Gyzicki-Wiesbaden, als Vertreter des badischen Ministe- rlluns des Innern Regierungs-Rat Viattenllot-Karlsruhe erschienen. Vom Ministerialpräsidenten v. Stößer war ein Schreiben eingelaufen. Der Vorsitzende, Reg.-Rat Noack, erstattete den Geschäftsbericht. Einleitend betonte der Redner, daß auch unter der neuen Geschäftsführung die alten bewährten Grundsätze im Gesamtoerbande aufrecht erhalten bleiben sollten. Ter Verband sei ebenso sehr Gegner einer zügellosen Gewerbefrechell, wie er auf der anderen Seite Gegner reaktionärer Machenschaften sei, die darauf hinzielten, das Handwerk und Gewerbe in seiner Entwicklung zu hemmen und zu schädigen. Deshalb sei auch seine Existenz dringend notwendig, obgleich zünfllerische Kreise dies oft bestritten. Tie Mllgliederzahl des Verbandes stieg von 100 096 auf 109 606, die Zahl der angeschlossenen Vereine von 889 auf 964. Von den Mitglledern sind 73 739 (67 v. H.) Handwerker. Neu hinzugetreten sind die Laridesverbände von Schlesien und Ostpreußen, der Beitritt der sächsischen und westpreußischen Vereine steht in Aussicht. Dem vom Kassierer Götz-Darmstadt erstatteten Kassenbericht des Verbandes ist zu entnehmen, daß die Gesamteinnahmen 10 822 Mart, die Ausgaben 10 627 Mark betrugen. , Zum ersten Punkt der Tagesordnung: „P e n s i o n s - lasse für selbständige Gewerbetreibende" berichtete der Vorsitzende der Jnvalidenversicherungsansta.lt für das Großherzogtum Hessen, Reg.-Rat Dr. Dietz- Darmstadt: Er trat dafür ein, daß die Reichsinvaliden- versicheruug auf alle Handwerker ausgedehnt werde. Die Meinung über eine Handwerkerpensionskaffe sei ge- tellt; verschiedene Städte seien dagegen, Mainz dafür und Darmstadt im wesentlich,en auch. Aus den spärlichen Aeußer- ungen über die Frage sei kein bestimmter Schluß über die Ansicht der Handwerter zu ziehen, aber das sehe man wohl doch ein: der Wunsch, seine Zukunft sicher zu stellen, sei auch beim Handwerker vorhanden. Zunächst müsse man sehen, welche Mittel jetzt für die Zukunft des Handwerkers sorgen. Tie Kranken- und Unfallversicherung töune er als unwesentlich yrervet übergehen. Die Versicherung könne einmal erfolgen durch die Privatgesellschaften oder durch Anschluß an die Reichsinvalldenoersicherung. Tie Privat- oder freiwillige Versicherung stehe aber in Handwerkerkreisen auf sehr schwachen Füßen; das erkenne man am besten aus der sreiwllligen Tellnahme an der Reichsinvalidenversicherung. In gan- Deuffchland wurden letzthin 2785 Karten gezählt; in Hessen im Jahre 1902: 107 Karten, die aber auch nur Gemeindehebammen betreffen, sodaß also nur knapp ein Dutzend selbständige Handwerker in Hessen freiwillig versichert sind. Taraus ergebe sich, daß trotz aller Mühe und Aufklärungsarbeit jy gut wie gar nichts erreicht sei. Aehulich stehe es auch bei der Arbeiterversicherung. Viele Leute scheuten sich nur vor dem Wort „Zwang", aber zu was fei der Mensch im Leben nicht alles gezwungen. Es handle sich hier um die Sicherstellung der wirtfchastlichSchwächeren. Tie Frage sei nun, ob etwas Neues geschaffen werden solle, oder ob es sich empfehle, sich arr Vorhandenes anzu- scWeLeu. Nach seiner Ansicht ser das beste der Anschluß andieReichsinval-idenversicherung. Ueber die geringe Altersrente sei ja mit Recht gespöttelt worden, und man hätte sie 1899 bei der letzten Beratung des Gesetzes am besten ganz beseillgt rnrd dafür die Invalidenrente erhöht. Jedenfalls sei der Anschluß an die Reichsinva- liden Versicherung nur zu empfehlem Und wenn es sich um die Frage handle, in welchem Umfang das Handwerk der Versicherung unterworfen werden solle, so könne es nur heißen: das gesamte Handwerk müsse der Versicherung unterworfen sein, auch um das Gefühl der Zusammengehörig kell zu erhallen. Zum Schluß seiner Ausführungen empfahl Redner folgenden, von Geißler-Kempten gestellten Antrag zu genehmigen: „Die Hauptversammlung des Verbandes deutscher Gewerbevereine zu Mainz beschließt: A) Die Vereinsvorstände zu ersuchen, mit allen zu Gebote stehenden Mllteln dahin zu wirken, daß die selb stündigen Handwerker von dem Rechte der Selbstversicherung beziehungsweise Weiterversicherung gemäß § 14 des Jnvalidenversicherungs- gejetzes Gebrauch machen; B) An den Herrn Reichskanzler (Reichsanll des Innern) die Bitte äu richten: 1) Die Frage der Erstreckung der Invalide nversicherungs- pslicht auf alle selbständigen Handwerker einer eingehenden Prüfung zu unterzlehen und die zu ihrer Herbeiführung erforderlichen Maßnahmen in die Wege zu leiten, indem durch Gesetz das Jnvalidenversicherungsgesetz vom 13. Juli 1899 auf alle selbständigen Handwerker ausgedehnt wird; 2) für den Fall der Ausdehnung der Ber- sicherungspflicht auf selbständige Handwerker ferner in Erwägung zu ziehen, ob nicht durch Schaffungweiterer L o h n k l a s s e n (§ 32 des Jnvalidenverftcherungsgesetzes) auch Renten von höherem Betrage gewährt werden können." r. Mainz, 8. September. Die heutige zweite Sitzung wurde mit einem Bericht des Genossenschaftsdirectors Paesch-Darmstadt über die praktische Anleitung zur Gründung von Handwerksgenossenschaften eröffnet. In Deutschland bestehen 500 Handwerksgenossenschaften, denen noch nicht 1 Prozent der Handwerker angehören. Um etwas Ersprießliches im Genossenschaftswesen zu erreichen, müsse eine energische, planvolle Agitallon betrieben werden, an der es bis jetzt ganz gefehlt habe. Direktor Paesch besprach eingehend die einzuleitende Agitation zur Gründung leistungsfähiger und lebensfähiger Genossenschaften und empfahl die Gründung einer einzigen Handwerker-Zentralgenossenschaftsbank für die süddeutschen Staaten, der vom Staate ein Äedit bis zu einer gewissen Höchstgrenze zur Verfügung zu stellen sei. Tie nächste Aufgabe der Handwerker sei, Rohstoffe-, Werk- und Magazingenossenschaften zu errichten. Mit Direktor Paesch einverstanden ist Dr. Alberll, Direktor des Verbandes der Erwerbs- und Wirtschastsgenossenschaften vom Mittelrhein, der auch der Ansicht ist, daß die Genossenschaften dazu bestimmt seien, für das Handwerk noch großes zu leisten. Handelskarmnersekretär Engelbach berichtete sodann über die Verbandssterbekasse, deren Entwurf noch dem Reichsamt vorliegt. Die verschiedenen Unterverbände in Süddeutschlarrd wollen sich sämtlich der Kasse anschließen. Wie Schindler-Göppingen bemerkte, habe man in Württemberg sich allsellig der hessischen Sterbekasse angeschlossen. Die austretenden Mitglieder des Vorstandsrates wurden wieder und Regierungsrat Dr. Sack-KönigDberg und Niederbühl-Rastatt neugewahlt und zum Schluß zur Abhaltung der 13. Hauptversammlung Straßburg bestimmt. Aus Sluö! und Saud. Gießen, den 9. September 1903. Nachrichten über bemerkenswerte Vorkommuiffe in Stadt und Land werden stets gern entgegengenommm und angemessen honoriert! * * Ernennung. S. K. H. der Groß Herzog hat, wie uns drahtlich gemeldet wird, am 5. Sept, den Grafen Ernst zu Solms-Laubach in Darmstadt zum AUtglied der 6. ordentlichen Landessynode ernannt. * • Personalien. Ernannt wurde der Gerichtsvollzieher- Aspirant in Seligenstadt, Richard Robert Albert Loth, zum Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze in Seligenstadt. — S. K. H. der Großherzog haben der Kammerchoristin Sophie Roßmann zu ihrem fünfzigjähngen Dienstjübiläum am 8. September 1903 die Goldene Medaille des Ludwigs-Ordens verliehen. * * Omnibusverkehr. Wegen Sperrung des Seltersweges für die Känalisationsarbeiten werden die Wagen der Omnibusgesellschast (Linie B. Grünbergerstraße-Bahnhof) bis auf weiteres wieder über die Südanlage fahren, während die Linie A, Marburgerstraße-Bahnhof nur einspännig und durch die Bahnhofstraße gefahren wird. Die Linie D. nach Wieseck wird während der Dauer der landwirtschaftlichen Ausstellung überhaupt eingestellt. Von und nach der Ausstellung fahren die Wagen vormittags und abends von und nach den Zügen, nachmittags und abends auch Marktplatz-Trieb und umgekehrt. Fahrpreis ab Markt-Ausstellung 20 Pfg., Bahnhof-Ausstellung 30 Pfg. ** Die Besichtigung der 50. Infanterie- Brigade fand heute vormittag auf dem Uebnngsgelänbe zwischen Rechtenbach, Münchholzhausen, Allendorf und Lützellinden statt. Sie geschah durch Exzellenz v. Linde- quist, den komm. General, im Beisein des Brigadekomman- deurs Freiherrn v. v. Ledeb our. Die 118er, welche seither in den hiesigen Kasernen im Quartier lagen, verließen diese heute früh halb 6 Uhr, um nicht mehr zurückzukehren. Um 8 Uhr nahm die Brigade Paradeaufstellung, woran sich ein Gefecht gegen anreitende Kavallerie und gegen Artillerie reihte. Gegen 10 Uhr erreichte die Besichtigung ihr Ende. General v. Lindequfft war von Wetzlar hierher gekommen. Zur Besichttgung hatte sich ein zahlreiches Publikum aus Gießen, Wetzlar, Rechtenbach und Umgegend eingefunden. Tie 117er lagen seit fast 14 Tagen in Hörnsheim, Dutenhofen, Lützelliirden im Quartier. Sie hatten nach der Besichtigung einen siebenstündigen Weg bis Weilmünster zurückzulegen. Tie 118er beziehen in Braunfels, Oberndorf und Burgsolms Quartier. Unser Infanterie-Regiment „Kaiser Wilhelm" verläßt morgen früh 4 Uhr per Bahn den Truppenübungsplatz bei Griesheim-Darmstadt und begiebt sich über Frankfurt, Gießen, Marburg, Sarnau, Wetter ms Manövergelände. Auf dem hiesigen Bahnhofe tteffen die Bataillone zwischen 8 und 9 Uhr ein und fahren nach kurzem Aufenthalt weiter. ** Hessisch-Thüringische Staatslotterie. Bei der heute begonnenen Ziehung der 6. Klasse fielen zwei Ge- loirtnc von je 30 000 Mk. auf Nr. 18702 (nach Friedberg), 76303 (nach Koßwig), Gewinne von 5000 Mk. auf Nr. 10152 (nach Mainz), 26911 (nach Büdingen), 74523 (nach Alzey), 79146 (nach Darmstadt), 88340 (nach Jena), 88904 (nach Darmstadt), 97878 (nach Deflau), Gewinne von 3000 Mk. auf Nr. 17400 19314 23359 25983 30279 40557 40730 56595 60558 68815 66771 72926 75524 87225 87634, Gewinne von 2000 Mk. auf Nr. 3100 10209 18034 22708 (nach Schotten), 24799 26283 33443 41962 44676 46180 46920 51294 58668 59811 59987 59335 73818 7H451 80989 88432 90502 98013 (nach Butzbach) 99229, (Ohne Gewahr.) ** Zu dem verbrecherischen Anschlag auf den Frankfurt-Berliner V-Zng, über den wir berichtet haben, wird mitgeteilt, daß die Kgl. Eisenbahndirektion auf die Ermittelung der Täter eine Belohnung von 300 Mark ausgesetzt hat. Die Untersuchung hat die Vermutung bestätigt, daß mehrere Personen die Hande im Spiel gehabt haben. Der Bahnwärter Kaiser hatte kurz vor Passieren des B- Zuges, welcher 80 Kilometer in der Stunde fährt, ein verdächtiges Geräusch auf der Strecke gehört. Sofort eilte er nach der Stelle, und dort sah er vier bis fünf Männer eiligst entspringen. )( Lützellinden, 9. Sept. Einem Metzgergesellen des Herrn Hinterlang-Klein-Linden scheute in hiesigem Orte das Pferd, es rannte mehrere Gewehr-Pyramiden um und beschädigte eine Anzahl Gewehre. B a d - N a u h e i rn, 8. Sept. Nächsten Montag, den 14. September, treffen hier die Teilnehmer der dritten ärztlichen Studienreis e, ca. 150 Aerzte des In- undi Auslandes, zum Besuche unserer Badestadt hier ein. Diese Studienreise tritt am 9. September in Mainz zusammen und besucht eine Anzahl Bäder, Luftkurorte und Heilanstalten. Von Ems kommend, erfolgt der Besuch unserer Stadt. Als Programm für diesen Tag ist vorgesehen: Rundgang und Besichtigung der Kureinr ich tun gen, der Quellen, Badehäuser, des Inhalatoriums usw. Nachmittags 5 Uhr findet eine wissenschaftliche Sitzung statt, in welcher Vorträge von Geh. Rat Prof. Dr. Riegel-Gießen über „Einleitung zur Demonstration der Nauheimer Einrichtungen, Geh. Rat Dr. Abee-Bad-Nauheim über „Heilmittel SLauheims und ihre Indikationen", Oberbergrat Prof. Dr. Ehelius-Darmstadt über „Die geolog. und tecton. Verhältnisse der Wetterau und des Vogelsberges in ihren Beziehungen zu den Mineral- und Soolquellen" gehalten werden. Anschließend findet ein von feiten des Ministeriums uni> der Kurverwaltung gegebenes Diner im Kurhause statt. Die Stadt und der^Aerzke- Verein hat die Teilnehmer zu einem Bier-Abend imSprudel- Hotel eingeladen. Am nächsten Morgen erfolgt die Abreise nach Wildungen. (W. Anz.) r. Mainz, 8. Sept. Nach einem üoraiivyegangenen, gut verlaufenen Begrüßungsabend im Restaurant des „Heilig Geist"' wurde Die internationale Ausstellung für Photographie und graphische Künste heute nachmittag durch S. K. H. den Großherzog, der um 3 Uhr von Darmstadt angekommen war, in Anwesenheij der Spitzen der Behörden, der Festausschüsse und einer Anzahl der geladenen Gäste feierlich eröffnet. Als Protektor der Ausstellung nahm Der Großherzog Die Eröffnung vor, worauf er unter Führung von Herren des Festausschusses einen Rundgang unternahm, bei welchem sich der Landesfürst wiederholt in höchst anerkennender Weise über die Ausstellung äußerte. Besichtigung der Ausstellung bestieg der Grogherzog unterhalb Der Straßenbrücke einen von Der Mainzer Reedereigesellschaft Thomä, Stenz und v. Meetem zur Verfügung gestellten, festlich geschmückten kleinen Dampfer und machte in Gesellschaft mehrerer geladener Gäste eine Rheinfayrt bis unterhalb Eltville. Nach 6 Uhr verkündeten Böllerschüsse die Rückkunft des Dampfers mit dem Großherzog, welcher alsdann einer Einladung des Oberbürgermeisters Dr. Gaßner zu einer musikalischen Soiree Folge leistete. — Tie Ausstellung, die in drei Abteilungen, Photographie, graphische Kuwst und photographische Industrie »'ungeteilt ist, hat einen ausgesprochenen intimen Charakter. Schon beim Eintritt empfängt der Besucher den Eindruck, daß ihm hinter diesen zum Teil mit Malereien versehenen Wänden etwas ganz Apartes gebeten wird. Der Leiter des Ganzen ist. Tirektor Emmerich aus München, der bereits fünf Derartige Ausstellungen in der Vorbereitung und Ausführung leitete. Zur Innendekoration stand Direktor Emmerich Herr Hans Friedmann aus München zur Seite. S. K. H. Der Großherzog wirD im Palais übernachten und Mittwoch vormittag der Schülerarbeiten-Ausstellung aus der Kunstgewerbeschule einen Besuch abstatten, wonach Die Rückkehr nach JagDschloß Wolfsgarten erfolgen wird. Kleine Mitteilungen aus Hessen und Den Nachbarstaaten. In Biedenkopf wurde am 6. d. Mts. im Beisein des Landrats v. Heimburg die neue Gewerbeschule eingeweiht. — Unserem gestrigen Bericht über das Gustav Adolf-Fest in Langgöns ist der Name eines Mannes nachzutragen, welcher bis zum vorigen Jahre 25 Jahre hindurch die Rechnung in uneigennützigster Weise geführt nnd dadurch die Hauptarbeit geschafft hat; das ist Herr Rendant Döring. Uermischtrs. • Berlin, 8. Sept. In Rixdorf brach in der letzten Nacht in einem Modewarenhaus Feuer aus, welches die Warenvorräte vollständig vernichtete. Aus dem Schaufenster schlugen die Flammen nach der ersten Etage empor und gefährdeten die Mietspattieen. Der Feuerwehr gelang es jedoch, die Bewohner zu retten. Der ziemlich beträchtliche Schaden ist durch Versicherung gedeckt. Die Ursache des Brandes konnte noch nicht festgestellt werden. Der Inhaber des Warenhauses wurde unter dem Verdachte der Brandstiftung verhaftet. * Berlin, 8. Sept. Am Schalter des Postamts 100 verhaftete man den 21jährigen Postgehilfen Seger, gen. Seibring, der am 5. d. M. nach Unterschlagung eines ihm anoettrauten Betrages von 4200 Mk. aus Duisburg flüchtig geworden war. Er wollte am Schalter einen postlagernden Brief in Empfang nehmen. * Danzig, 8. Sept. Professor Kirstein aus Marienburg, der im Dorfe Kossi mit Familienangehörigen weilte, wurde von Ausflüglern im Walde hinter Kossi als Leiche aufgefunden. Der Leiche fehlen Uhr und Kette. Obern Unglücksfall oder ein Verbrechen vorliegt, muß erst durch die sofort eingeleitete genchtliche Untersuchung festgestellt werden. * Niedermoschel (Pfalz), 8. Sept. Heute früh brannte das Anwesen einer Wütwe nieder, wobei ihre zwer Söhne im Alter von 17 und 19 Jahren den Tod fanden. Nur mit Mühe tonnte man die alte Frau daran hindern, sich in die Flammen zu stürzen. • Brüssel, 8. Sept. Em grauenerregender Mord wurde hier entdeckt. Knaben fanden in dem Flusse Senne eine geschlossene jle, worin sich die Leichen zweier Kinder befanden. Wie verlautet, soll der Mörder gestern abend Selbstmord verübt haben. * Mailand, 8. Sept. In der Seidenspinnerei Serlini in Ospitaletto bei Brescta vernichtete ein Schadenfeuer Cocons im Werte von 800 000 Lire. • B ern, 8. Sept. Aus Chamounix wird gemeldet, daß in einer Gletscherspalte eine Frauenleiche gefunden wurde, in der man die seit Monatsfrist vermißte Tochter des Bonner Professors Büchler zu erkennen glaubt. * Beim Baden in derRhone ertrank in Pougny bei Geueve die aus Petersburg stammende Studentin OlgaBragucine. . "Zu einer schweren Massenerkrankung an Trichinose ist es nach der „Rheim-Westf. Ztg." in Homberg (Bez. Kassel) gekommen. Dort liegen gegenwärtig 120 Personen an Trichinose darnieder. Die Krankheit trat schon vor mehreren Tagen bei einer Llnzahl Leuten auf, die aus ein und demselben Metzgerladen herrührendes Schweinefleisch genoffen hatten; man nahm indessen anfäng- llch au, daß es sich um eine einfache Fleischvergiftung handle. Genaue Untersuchungen haben jedoch nun ganz unzweifelhaft ergeben, daß Trichinose vorliegt. Auf dem Hüttenwerk Holzhausen bei Homberg sind allem über 50 Arbeiter schwer erkrankt, sodaß der Betrieb zum Teil eingestellt werden mußte. Die Staatsanwaltschaft hat eine umfassende Untersuchung ein- geleitet. Kunst und Wissenschaft. München-Gladbach, 8. Sept. In Rheydt brach ein Aerzte-Streik aus, weil die Ortskrankenkasse einen Statur- heilkundigen ohne die satzungsgemäße Karenzzeit anstellte. Die Aerzte werden künftig Krankenkcffsenangehorige. nur in besonderen Notfällen behandeln. Sport. — Hundesport. Auf der am 6.—7.Septbr. in Leipzig stattgehabten Ersten großen internationalen Ausstellung von Hunden aller Raffen erhielt Herr Georg Forbach auf rauhhaarige Pinscher- Hündin einen 1. und einen 2. Preis, Kaufmann Nassauer aus Leonberger Rüden einen L und einen 2. Preis, Herr Louis Rosenthal auf rauhhaarige Pinscher Rüden zwei 1. Preise. Gerichtssaal. Kiel, 8. Sept. In dem Prozeß H ü s s e n e r fft der Termin zur neuen Hauptverhandlung vor dem Oberkriegsgericht der Ostseestation auf den 21. September angesetzt. Neueste Meldungen. Origirrnl-rahtmelduugen des Gießener Anzeigers. Berlin, 9. Sept. Ein großer Fehlbetrag ist bei dem Konsum-Verein Vorwärts in Köpenik festgestellt worden. Durch einen gerichtlichen Bücher-Revisor ist ein Defizit von 30000 Mark ermittelt worden. Jedoch ist eine genaue llebersicht über die geschäftliche und Vermögenslage des Vereins bei der mangelhaften Führung der Bücher unmöglich. Es scheint, daß Unterschteife durch falsche Eintragungen verschleiert worden sind. Die Hauptschuld trifft den seit kurzem schwer erkrankten langjährigen Kassierer des Vereins, Kaufmann Larsen, der sich bereits zum Ersatz des größten Teiles der fehlenden Summe verpflichtet hat. — Die sozialistische Fraktion hat wegen des Schulaussalles bei Paraden bei der S^tverordneten-Versammlung folgenden Antrag eiuge- bracht: Die Versammlung ersucht den Magistrat um Auskunft, ob und welche rechtlichen Vorschriften bestehen, wonach der Polizeivräsidmt von Berlin in der Lage sei, den Vertretern städtischer Schulen Anweisungen über den Ausfall des Unterrichts zu erteilen. — ImFalleLeidhatdas Kammergericht nicht nur den Fluchtverd acht, dem Vorwärts zufolge, verneint, sondern es hat auch ausdrücklich betont, daß die konfiszierten Kaiser-Jnsel-Notizen nicht derart gehalten seien, daß dringender Verdacht der Majestätsbeleidigung behauptet werden könne. Berlin, 9. Sept. Im vorwärts" veröffentlichen die in Frage kommenden Redakteure abermals eine E r k l ä r u n g in der bekannten Bebel schen Angelegenheit, in der sie il a. gegen die leidenschaftlichen Angriffe sich richten, die der Abg. Stadthagen auf dem Berliner Parteitage gegen die Redaktion des „Vorwärts" erhoben hat. Im Anschluß daran werden nunmehr die beiden Erklärungen Bebels int „Vorwärts" ab gedruckt, deren Aufnahme derselbe bekanntlich ursprünglich verweigert hatte. Frankfurt a. M., 9. Sept. Tas Attentat auf denD-ZugbeiMülheima. M., wo dieser Tage abends eine 10 Zentner schwere Schiene über das Geleise gelegit wurde, hat sich; jetzt durch die Untersuchung der Staatsanwaltschaft dahin aufgeklärt, daß der Hilfsbahu- Wärter Kaiser, der die Tat entdeckte, selbst der Urheber des Attentats ist. Er hat die Tat begangen, um feste Anstellung und eine hohe Belohnung zu erhalten. Ter Mann wurde gestern abend in Haft genommen. L. L o n d o n, 9. Sept. Der Schnelldampfer „Deutschland" von der Hamburg-Amerikalinie hat den Rekord der Fahrt nach Westen wiederum um 29 Minuten gedrückt. Er hat, wie aus Newyort gemeldet wird, den Atlantischen Ozean in5 Tagen 11 Stunden 54 Minuten durchquert. Seine Durchschnittsleistung betrug 22,15 Seemeilen in der Stunde, die beste Tagesleistung 583 Seemeilen. L. London, 9. Sept. Flüchtlinge aus S m i l e w o gaben dem Daily-Mail-Korrespondenten in Monastir folgende Schilderung der Vorgänge bei der Wiedereroberung der Stadt durch die Türken. Eine aus Soldaten pnd Baschi- bozuks bestehende Streitmacht umzingelte plötzlich den Ort, die Häuser wurden angezündet, und auf diejenigen, die zu flüchten versuchten, wurde geschossen. Dann plünderten die Baschibozuks die Stadt, während die Soldaten über die Einwohner yerfielen und 330 von ihnen töteten. Kinder wurden vielfach von den Soldaten in die Flammen geworfen. Eine Anzahl Frauen wurden von den Soldaten in einem großen Haufe eingeschlossen und dieses dann mit Petroleum begossen und angezündet. Durch das Verbrennen der Frauen sollte verhindert werden, daß sie etwas über die verübten Greuel erzählten. Die Eingeschlossetren wurden jedoch noch rechtzeitig von den Baschibozuks befreit. Johns buch, 9. Sept. Der Tourist Otto Laubheimer ist infolge Abbröckelns eines Felsens vom Hochtor ab- g e stürzt. Zu seiner Rettung wurde eure Expedition ausgesandt. Wien, 9. Sept. Es verlautet in dem Dresdener Hofe nahestehenden Kreisen, König Georg wünsche, daß sich Kronprinz Friedrich. August wieder vermähle, weil es nicht angehe, daß Sachsen dereinst ohne Königin bleibe. .Der Kronprinz, der noch immer an seiner geschiedenen Gemahlin hängt, habe sich bis jetzt ablehnend verhalten. Man glaubt, daß König Georg den Kronprinzen nur deshalb zu seinen Lebzeiten wieder vermählen möchte, um eine Zurückberufuug der Prinzessin Luise, für welche auch die Volksstimmung sehr günstig wäre, end- glltig zu verhindern. Belgrad, 9. Sept. Infolge der fortgesetzten Offizier s-V erh astun g en ist ein neuer Aufruf der serbischen Ofsiziere ergangen, in welchem nunmehr von der Negierung die unnachsichtliche Ausrottuug der an dem Königsmord b e tili g t en O f fi zi er e gefordert wird. Falls diese Forderung in einer bestimmten Frist nicht erfüllt wird, ist der Austritt sämtlich erlauf Ehre haltenden Offiziere aus der ser bischen Armee angekündigt. Wie verlautet soll der General Magdalenitsch seiner Ofsiziercharge für verlustig erklärt werden. — Der Präsident des Journalisteu- Vereins erhob beim Minister des Inneren Beschwerde darüber, daß die Journalisten fortgesetzt durch die am Königsmord beteiligten Ofsiziere bedroht werden. Oran, 8. Sept. In dem G ef e ch t bei El Mungar zählten die Marokkaner 3 bis 4000 Mann. Ihre ersten Selven richteten große Verheerungen unter denMannschasten an, welche, obgleich erschöpft und vor Durst fast umZom- mend, doch ihre Toten und Verwundeten heldenmütig verteidigten. Die Verluste der Marokkaner sind sehr groß. Das Schlachtfeld war fast einen Kilometer von Toten und Verwundeten bedeckt, die die Marokkaner bei ihrem Rückzüge nicht mitnehmen konnten. Leutnant Selch- Hausen und ein Unteroffizier sind an den bei El Mungar erhaltenen Wunden gestorben. Sämtliche nicht bei der Fahne weilenden Offiziere der Fremdenlegion haben Befehl erhalten, zu dem Swrps zurückzukehren. Johannesburg, 8. Sept. (Reuter.) In einer Mitteilung an die Arbeitskommission schätzt die Minenkammer die auf die Dauer zur Verfügung stehende Anzahl der eingeborenen Arbeiter auf 235 600, während der gegenwärtige Bedarf 350700 betrage. Der jährliche Dividendenverlust der Min en in du strie wird aus 2925000 L str. geschätzt. Die Kammer kommt zu dem Schluß, daß die einzige Lösung darin bestehe, die Etuführuug brauchbarer ungelernter Arbeiter zu gestatten. Washington, 8. Sept. Admiral Cotton meldet, der blutige Zusammenstoß zwischen Mohamedanern und Christen in Beirut sei herbeigeführt durch die Feindseligkeit der ersteren gegen die Christen und die Unfähigkeit der türkischen Behörden, Verbrechen hintanzuhalten., Cotton fügt hinzu, die türkisechn Behörden hätten ihn Der seinen Nachforschungen unterstützt und versprochen, 1000 Mann nach Beirut zu schicken. Telephonischer Kursbericht* Fra»klart a. 9. September i«03. 3V2% Reichsanleihe . . 101.05 3% do. ... 89.45 3V,% Korisolß .... 101.04 3% do......89.55 31/2°/o Hessen .... 100.00 3x/a% Obc-rhessen . . . 99.02 4% Oesterr. Goldrente . . —.— 4ll6% Oesterr. Silberrente 100.06 4% Ungar. Goldrente . . 100.00 4°/o Italien. Rente . , . 102.06 4Va% Portugiesen ... 50.05 S°/c Portugiesen.....30.95 1 % C. Türken « 33 65 Türkenlose......126.06 4% Grieoh. Monopol.-Anl. 43.08 41/, % äussere Argentiner 42.01 3% Mexikaner .... 26.85 41/a°/o Chinesen .... 92.35 Electric. Schuckert . . . 97.04 Nordd. Lloyd . . . . 101.05 Kreditaktien.....201.07 Diskonto-Kommandit. . . 186.09 Darmstädter Bank . . . 136.06 Dresdener Bank .... 146.04 Berliner Handelsges. . . 152.07 Oesterr. Staatsbahn . . . 139.06 Lombarden ..... 16.06 Gotthardbahn.....189.00 Laurahütte...... 220.06 Bochum ....... 186.00 Harpener......182.00 Tendenz: ruhig. Schiffsnachrichten. Red Star Linie. Der Poftdmnpfer „Finland" der Red Star Linie m Ant^ werpen ist laut Telegramm am 6. «September wohlbehalten in Newyork angekomnren. . ß J Sammle, Velvets, vOi0811'STOll 0M^verlMge Slaster. Elten & Keussen, Krefeld. Aimkursverfahreil. Das Konkursverfahren über oas Vermögen des Gastwirts Wilhelm Weidtmanu m Gießen wird nach erfolgter Abhaltung des Schlußtermins hierdurch aufgehoben. [6754 Gießen, den 5. Sept. 1903. Grobherzogliches Amtsgericht. Bekanntmachung. In das hiesige Handelsregister Abt. A wurde heute bezüglich der Firma „Gebrüder Berdux" zu Gießen eingetragen: Die offene Handelsgesellschaft ist durch die Ausscheidung des Tellhabers Hrch. Berdux am 24. 8. 1903 erloschen. Der Ehefrau des Inhabers Julius Berdux, Elisabeths Berdux geb. Lang zu Gießen ist Prokura ertellt. 6756 Gießen, am 5. Septbr. 1903. Großherzogliches Amtsgericht. Verdingung lwrr Grabenarbelten. Für die Feldbereinigung Gießen rechts der Lahn soll die Herstellung von Flutgräbeu, veranschlagt zu 6082 Mark, im Wege schriftlichen Angebotes öffenllich vergeben werden. Voranschläge, Pläne und Bedingungen liegen bei der unterzeichneten Behörde zur Einsicht auf. Angebote haben in Pro- zeMen des Voranfchlages zu erfolgen. Die Offerten sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, postfrei bis Samstag den 12. d. Mts., vorm. 11'/, 'Uhr, bei der unterzeichneten Behörde einzureichen, woselbst auch deren Eröffnung um die angegebene Zeit in Gegenwart der etwa erschienenen Bieter statt- üidet. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 3. Sepwr. 1903. Hrotzy. KuttuUuspeütiou Hießen. Wißmann. 6658 Versteigerung. Donnerstag den 10. d. Mts., nachmittags 3 Uhr, sollen dahier Marktplatz 20 — im Adler 1. Haus- und Küchengeräte aller Art, 2. 2 Gewehre, 2 Fahrräder, zwei Medaillons u. v. A., 3. eine größere Partie Schuhwaren, 4. 25 Pack Kordel und 1 Kiste Würfelzucker, 5. 1 Ladentheke u. v. A. gegen bar versteigert werden. Gießen, den 8. September 1903. Seipel, Gerichtsvollzieher. Stadt. Schlachthaus. Freibank. Heute und morgen: 6381 Mes-eisch 5ö M Mime werden schnell und gut 2716 kkMttkt».Mlckj0W Casseler WniilM Gießen. Seitersweg 9. Kartoffeln alle Sorten prima Speisekartoffel«, prima Salatkartoffeln, gelbe Mäuschen empfiehlt billig 6625 J. Weisel, Telephon 235. Sonnenstraße 6. KsMMMg empfehlen 16663 Pni-Aw- md TyerOtzhlit. A.Kr6il Sehne, Hypothekenbank « Hamburg. Die Einlösung der am 1. Oktober 1903 fälligen Zinsscheine unserer Hypothekenpfandbriefe erfolgt vom 15. September 1903 ab äusser 6770 an unserer Kasse, Hamburg, Hohe Bleichen 18, bei den sonstigen bekannten Zahlstellen und allen Pfandbrief- Verkaufsstellen. Die Direktion. Unsere neueste hydraulische Obst- u. Weinpresse ist während der Äussteääung in Giessen vom 10.—13. September im Betrieb zu sehen. [6769 Ph. tföayfartii&Co»» Frarmfurta. M Spezialfabrik für Obstverwertungsgeräte. Unübertroffenes Waschmittel. Man Fordere ' überall Reizend!! erfcheinen alle, die eine zarte weiße Hallt, rosigen jugendfrischen Ceint u. ein Gesicht ohneZommersploflkn und Halltuurcilliistuiten haben, daher gebrauchen Sie nur; Radebeuler StelkeiipseröLilicmnüH Leise o.BergmauN'LCo.Raoeb.-Dresden ä, St. 50 Pfg. bei: P. Jos. Möbs. 04313] Beste Kochbirnen, p. Pfd. 12 Pfg., Falläpfel. Seltersweg 81. AilMkch- uni Lülat-Ackn zu haben bei 04318 Frau Ferber, Brandplatz. Obstkorbe KartoffeSssäcke versendet billigst [04303 Franz Fourier, Friedberg i. H. JSeste Passform. 6778 FraaHferttr Schublager Mäusburg 12. Mäusbarg 12. Streng feste Preise. BL Reass Giessen. in deutschen und amerikanischen Fabrikaten. Elegante Ausführung. (grösste Haltbarkeit. Jferren- und jCinder Stiefel Meinen werten Kunden und einem geehrten Publikum dic ergebene Müteüung, daß sich meine Wohnung und Geschäft jetzt Grünbeegerstratze 13 besinden. — Empfehle mich bei Bedarf von Prima Nußkohlen, Anthrazitkohleu, Briketts und Holz bestens. Bei Bezug von größeren Quantunrs zu billigsten Tagespreisen. 6092 Gg. Unverzagt. Wm, WileHoße LtanM-Kchjc Cnoften empfiehlt zum bevorstehenden landwirtschaftlichen Feste J. H. Sonnen str afte. 6720 Prima Muser SuckogM abzugeben per (Str. 9 Mk. Crigi= nalsaat 1902 bezogen direkt vom Züchter Herrn v. Lochow m Petkus. 16587 Georg Simon, ________ Grabenstrabe._______ ßemi-Wge I tiefen auf Abzahlung preiswert W. Karubach, Kanzlerverg 9. 6779 Jacob Mesleben 59 Jahren. Aal-nl-ojstraße 50. Gigarren-Speziat-chelchäft Danksagung Sari Ziußer M Sinder Mendorf a. Lda., 7. September 1903. 6763 Zur tzr 04300] Kerfe Zwetschcu u. Kalk- Merschied. Haus« und ZAichen- Äpsett Bismarckstraße 36, pari. 'Q gerate, 3 Betten, Kleider re. i v* V f U if v VI L IV Ct, 4 V-* billig zu verk. Goetheftraße 29, II. mit Garten zu ver- MDllllg mieten 6083 Affknnnck M vermieten. 04312 MMlljj Krosdorferstraße 13. BillNS 3ien|iniOit)eii Bahnhofstraße 61. gesucht. MVchcil ^amlnstraße 43, I. tzlilmetgms zll Detiaiijea. 04277 Licherstraße 19. 3520} Ehr. Jnderthal. 6743 suchen 5 Atäusburg 5. 6643] Ncrschiedenes ■ Zu uernrieteu Zu ü erkaufen Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schweren Verluste, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Eckstein am Grabe sagen wir innigsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Heinrich Simon. Wohnung zu mieten. Durch die Versetzung des Herrn Oberstabsarztes Dr. Schrade ist dessen seitherige, im dritter; Stock gelegene Wohnung (Neuenweg 39 gegenüber dem Schüler'schen Garten), bestehend aus 7 Zimmern und sämtlichem Zubehör, sowie Badeeinrichtung, per sofort oder- später zu vermieten. fraizSsbdi in 3 Monaten. Gebild. akadem. franz. Lehrer, der seit ll/g Jahren mit großart. Erfolge in Cülu unterrichtet hat, wird vom 15. September ab in hiesiger Stadt seine Kurse anfangen. 04152 Man beliebe sich bei Herrn H. de la Broussc, Gambach bei Butzbach, Kirchgasze22, zu melden. Dic Beerdigung findet Freitag den 11. d. Mts., vormittags 11 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. 6185) 2 schön möbl. Zimmer, mit oder ohne Pension, zu Vermietern Neustadt 45. mit anstoßendem Zimmer, eventl. mit Wohnung, Kirchenplatz 15 zu vermieten. Näh. Neuenweg 28. Herren Garderoben liefert ein Tuch- und Maßgeschäft (Schneidermeister) in feinster Ausführung zu den billigsten Preisen. Es ge- slangeu nur prima in* und ausländische Stoffe zur Verarbeitung. Direkte Kaffe oder monatliche Ratenzahlung Bedingung. Offerten uut. 04299 an die Exped. d. Bl. erbeten. tiiinri-lMsiilit'liif. Wegen Platzmangel gebe ich von heute ab bis zum 15. September auf alle Sorten Südaniage 23 elegante 5—6-Zimmerwohnung mit Zubehör, Bleichpl., Gas und elektr. Licht, ist per 1. Oktober anderweitig zu vermieten. (5224 ;ä>43| 4—6-Zilnmerwohnung, per 1. Ottober eventl. früher zu Bahnhofstraße 22. Herzlich« °ndaL°ud imiett Stadl vermocht tjat gemchd zn eint (ttic, wmi unb deren i aBschlmevdc Viferer land und, soweit Mr wisse auch M angelmesen -es Kultur tä in SMt wie die Lam butte aus bi industrielle Ä Industrie bei gebiekes auh perierenden wissen enblii zurzeit hier Lage befind Hilfe und gebenden JßJ allen andere sahrenen Laut durch das fn Auschauun neu DauLsagmrg. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste unseres lieben, unvergeßlichen Gatten und Vaters 04316 Herr» Wilhelm Wolf, Formermeister, sagen innigsten Dank Lollar, 9. Sept. 1903. Dte traucruden Hiuterbticbcncn. Kleeftück abzugeben. l)ti der Blende i steinfabrit. [04311 r____ Keßler, Pferdemetzger, j vermieten I— MtBinUWU, picht Stellung auf Koritor, Lager ob. als Reisender. Offert, um. 04195 an die Exped. 6578] Eine 3-Zinuner- imb 2-ZimnierwohiiUNg mit not. Zub., per Oktober beziehbar, zu vermieten Riegetpfad 30. vHmrze Rijizk zu verleihen bei o716 Willi. Karnbach, Kanzleiberg 9. Gießen, Westanlage 19, Sprendlingen, Michelbach, Eschenau (Württemberg), den 9. September 1903. 6777 Todes-Anzeige Hnrte morgen 5 Uhr verschied unsere liebe, gute Mutter, Schwieger mutter und Großmutter grti Christine Fischer Wwe nach langem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden im Alter von Backsteine Feldbrand, la. Qualität. Jedes Quantum billigst. Nahe und gute Abfahrt. [6642 Andreas Euler. M t« * Portemonnaie stattung der Jnsertionsgebühren 04305] Hammstratze 14, 1. mit Wohnung zu vermieten 4642 Neuenweg 60. Laden mit Logis 1 zii verniiet. Bahnhosstr. 26, H. S " Ä M 8 Gänscdaunen und alle anderen Sorten Bettfedern. Neuheit u. beste Reinigung ßnrflntlctt! preiswerte Bettfedern per xfb-iur 0,80; i Mark, 1,40. Prima Salbdaunrn 1,60: IM. Polarfevern: ys'lbweis! 2, weiß 2,50. Silberweiße vkttsedrrn g; 3,50; 4; 5. Echt chinesische böonzdaunru 2,50. Polardannrn 3; 4; 5 Mark. Jede beliebige Psundzahl zollfrei gegen Nachnahme! Zurück« nähme aus unsere Kosten! n e „ in Herford W recher & Co. *»•2029 „ in Westfalen. Vroben und Preislisten, auch über öeNstolls und fertige Betten, kostenfrei Angabe der Preislagen für L Federnproben erwünscht! schöne Wohnung, 3—4Zimm., zu vermieten. 5531 Marburgerstraße 29. ItTfiic Sti-lli-u 3 Zimmer'M'L" 63771 W. Ferber, Kirchenplatz 11. Kleine Wohnung, 2 Zim., Küche « v u. nöt. Zubeh. an ruh. Leute zu vermieten. Riegetpfad 30. 6412 6454] Ebelstratze 7 Mansarde, 2 Zimmer, Küche und Zubehör, per alsbald zu vermieten. I. Happel, Neustadl, 56. Der hei schichte der wird da ob; gesotten wer wüsten. Als von Hessen als Erster zu I ei; ländlichen Tüc ipiel für das ländlichen 2 ^thinqgpiQ^ ■ äuchwere der Me ewzelne der Lu * des lan M ta oitt Ntagifcoft ( «,.7 Sefl »mut * Mgen, e»fcn L ritt W ,*ki ,, 1 tteut . herbei]^ Mutigen ßeaun9. äs Mietet, i;i falten r«tb K. °uch h,, 1 «ort "6: hnbA Äh *«4 hg Schön möötiertes jinimer | zu vermieten Westanlage 7, LL bet jedem Quantum 10% Rabatt bei Abnahme von Original-Kistchen 20% Rabatt > irrigeres Mädchen für Haus- l3 arbeit sofort gesucht. 6o44 Asterwea^8, Part. tsS ,W 04304] Für mein Kolonial- u. Kurzeifenwaren-Gefchäft suche ich zum Eintritt per 1. Oktober d. I. einen angehenö.sungen Mann tüchtig u.zuverlässig. mitBrancbe- kenntnissen, der gleichzeitig oie Stelle emes Lageri tten ui meinem Baumaterialiengeschäft versehen kann; sowie ein Ladenfräulein mit Branchekenntnissen, treu und gewissenhaft, welche gewandt im Bedienen der Kundschaft ist. Freie Station im Hause. Bitte nur schriftliche Offerten. Christian Wieghardt, Braubach a. Rhein. 6765] 3-Zimmerwohnung nebst Stallung und Gartenauteil per 1. Oktober zu vermieten. Fraursurterstratze 165. Logis, 3, 4 il 5 Zimmer mit Zubehör zu vermieten. 142 L. Huh«, Bleichstraße 16. 180] Zu vermieten freundliche 5-Zimmerwohnung mit Zubehör. Klein in, Ooemling, Hofmannstr. 6. 2873] Eme 4-Zimmerwohnung nebst Zubehör im 2. Stock per sofort zu oeim. Steinstr. 67, II. streng reelle und billigste Bezugs^ quelle! In mehr als 150,000 Femilien im Gebrauche! Gänsefedern, - Zimmer - Wohnung, Lmden- O platz 3, und 2-Zimmer-Wohn- nung, Schloßgasse 15, mit allem Zubeh. an ruh. Leute zu verm. Vtäheres Lmdenplatz 3. 6408 Alex. Salomon & Co. 6709] Tüchtiges Mädchen gesucht_________Marktstraße 27. Ein tüchtiges Lienslinälicheii mit guten Zeugittffcn, bei hohem Lohn sofort gesucht. Frau Hermann Äatz, i^Läschc zum Bügeln inirb aii^e- XXj nommen 104308] Kirchstr. 11. Mehrere Aecker am Rodtberg anderweitig zu verpachten. [6766 L. Ehr. Rübfameu Wwe. Näheres in der Rübsameu- icheu Badeanstalt.___________ "Zur Üeberwachung der Schul- arbeiten eines Sextaners wird ei» Akademiker oder auch em intelligenter, gewissenhafter Schüler der Höheren Klassen des Realgyrn-- nasiurns gesucht. Demselben kann nach Uebereinkunst volle Pension im Hause gewährt werden. Offert, unt. 6773 an die Exp. d. Bl. erb. 3682] 5°Zim:uerwohuuug am 1. x^ftbr. ev. 15. Septbr. zu verm. Bleichstr. 33, II. 9läh. Bruchstr, 4. 4765] Eme fchone 7--Zimmer° Wohnung nut Bad, Balkon und allen der Vleuzeil entsprechenden Einrichtungen zu vermieten ,>cankiurterstrafte 29. 4954] Zwei gut möbl. Zimm, an ruh. Herrn od. Dame z. vrm. Aliee- Str. 19. Fr. Obereinnehmer 6reinen 5354) Gut möbl. Wohn- und Schlafzimmer in schöner Lage zu vermieten Liebigftraße 62, park. 5531) Gut möbl. Zimmer zu vermieten Marburgerstraße 29. 04268] Ein möbl. Zimmer billig zu vermieten. Licherstraße 7, II. 04273] Zimmer mit Kost zu vermieten. Westanlage 25. 6294) 4-Zimmerwohnung zu vermieten. Neuen Baue 5. 6354] Kleines Logis zu ver° mieten Bahnhofstrake 26, Hth. tterreidietieiralX^t Reform, F. Gombert, Berlin 8.14. Sofort erhalt. Sie 600 reiche Part. und Bilder zur Auswahl. [6758 Reiche Heirat! 2 Schwest., 24 u. 22, Verm. je 450000Mk., wünsch.s. m. charakterv.Herren, wenn a. ohne Verm., z.verh. Bew.erf.Näh. u. erh. Bild d. K-reaa „Kelorm", Krrlill S.14. [6759] 04266] Schöne 3-Zim.-Wohnung, mittL Stock, mit Gartenanteil sof. zu verm. Krosdorferstraße 5a. 6721] Kleine Wohnung per 1. Oktober zu vermieten. Ludwigstraße 57. 6775] 3-Zimmerwohnung zu vermieten. Bruchstraße 12. 04317] Große 3-Zimmerwohn., L Stock, mit Zubehör zu verm. Näheres Neustadt 14, part. Bleichstraße 6 elegante große Wohnung mit all. Zubehör u. Garten zu vermieten. Näheres Bleichstraße 4._______ 04307] 3-Zimrnerwohnung mit Zub. zu Perm. Riegelpiad 22. Die Vertretung einer der bedeutendsten rheinischen Dampf-Kaffee-Röstereien (Kaffee- Import und Großhandlung) ist ür Gießen und die Provinz Ober- Hessen zu vergebe». Tüchtige branchekundige Bewerber, welche mit der Kundschaft und dem Artikel vertraut sind, motten sich unter W. M. 192 an Haasenstein ÜrVoglsr,A.-G.,Gießen,ivenden^7,7 Angehender Kommis (Verkäufer) für ein Zlolonialwaren- unb Delikateffengeschäft sofort zeucht. Offerten unter 04287 an bie Expedition bieses Blattes. 6764] Ein selbständ., tüchtiger »tltl» Sm“““ Zu erfragen Westanlage 38. 6733] HauSbursche gesucht. ______________Marktplatz 17. 04309] Jung. Hausvürschcheu gesucht. Stäh. Neueiiioeg 28. 6736] Hausbursche gejucht. Krosdorferstraße 3. 6497] Ein junger HauSbursche, bem auch Gelegenheit geboten ist, das Geschäft zu erlernen, wirb gesucht in bie Häuser'sche binderet, Gießen, Ludwigstr. 8. 04319] Ein jüngeres Mädchen für kl. bürgert Haush. alsbald zu mieten ges. Bleichstraße 10, H. 6659] Zuverläss. und tüchtiges Mädchen zu Anfang Oktober gesucht. Frau Staatsanwalt Hoos, _______Ludwigstraße 1, I. ' 6767] Ich suche auf sofort für meine leidende Frau ein in der Krankenpflege iiicht ganz unerfahrenes Mädchen. Dr. Rausch, Realgymnasialdir., Löberslraße 10. Blarbnrgersir. 36 2 geraunt. 4-Zunmerwohnungen mit Alansardenzimmer, Balkon und Erker, Bleichplatz u. Trockenboden, eventuell mit Gartenanteil, per sofort oder 1. Oktober zu vermieten. Ebenso brei kleinere 4-Zimmerwohnungeli und zivei Niansardemvohnungen. [6579 Näh. Marburgerstraße 66. 6662] Kleine Wohnung 111^11116^ hause zu verm. Sonneiistraße 5. 6691] Tiesenweg 9 ist in der Mansarde ein Zimmer, mit Kabinett zu vermieten. Näheres bei der Bürgermeisterei, Zimm. Nr. 15 Elegante Wohnung, 2. Etage^ 7 Zimnier, Badezminier, Nebenräume, Gartenanteil imb Bleichplatz per 1. Oktober eventl. auch früher zu vermieten 3750________Ludwigstraße 29. 3884] Mansarden-Logis, drei Zimmer mtd Küche, Wasserleitung uitb Zubehör per sofort zu verm. L. Feidel, Soiinen]traße. 4228) 5 Zimmer mit Bad, Veranda, Gartenanteil, im Parterre ober 1. Stock, mit allem Zubehör sogleich zu verm. Stephaiistr. 11. Ww II, straße aus, 2° Zimmerwohnung an ruhige Leute zu verm. (6466 6571] Wohuuug, 2 große Zimmer mit gr. Küche, nach hinten, zu vermieten Marktplatz 17. ^rockeue Spähne und Absall- Holz zu verlaufen. 03950 Wellhöfer, Ntarburgerftraße. GllterhLltcUr Sinöerwflgen zu verkaufen Lcmdgrafenftr. 5, pt. Km- ttuö Hchtstch 1 verkauft C. Spies, Neueiilveg 29. Gruusmergras habe noch zwei Wiesen und ein 5351) Schöne Mansarben- Wohnung mit abgeschlossenem Vorplatz und Wasserleitung per oiort an ruh. Familie zu verm. Christ. Reiber, Bahnhofftr. 63. Bahuhosstrave 03 freundl. Wohnung im Hüiterhaus, erster Swck, 3 Znnmer, Küche, abgeschlossener Vorplatz, neu hergerichtet, per sofort zu verni. 5352)________Christ. Reiber. 5353) Im yteubau Stein- straße 75 schöne 3-Zimmerwohn- ung nebst schönem Bodenraum imb allem Zubehör per sofort oder spater zu vermieten. __Näheres daselbst. 5356) In meinem Hause Liebig- ttratze 68 sind der 1. u. 2, Stock, bestehend aus 5 Zimmern, Bade- und Alädchenzinimer, Koch- unt) Brenngas, Gartenanteil u. allem der Neuzeit entsprechend. Zubehör zu vermieten. Näheres 2. Stock. 6053) Versetzungsh. 3 Zimmer- Wohnung mit Zubehör zu verm. Ruhl, Bruehstraße 16. 6376] Nordanlagc 1 schöne 2-Zimmerwohmmg, Küche u. Zubehör, per sosort zu vermieten. Liebmann Bär. 3855] Im Neubau Bismarlk- ftraße 40 sind Parterre u. Beletage, je 5 Zimmer, Badez., 2 Kammern, schönem Bodenraum und allem Zubehör per sofort ob, 1. Oktober zu vermieten. Chr. Schmidt, Löberstr. 10, I. 4499] In meinem Neubau Rod- heünerstraße 42 ist das 1. Obergeschoß, 4 Zimmer, per sofort ob. später zu vermieten. 3. Happel, Neustadt 56. 4540] Freundliche, schöne 3-Ziurmerwohuung mit abgeschlossenem Korridor und allem Zubehör zu vermieten Wetzstein- straße 44, nächst der üllordanlage. Franisurterstr.43 4-Zim.-W. ev. mit Garten zu verm. [5239 Bleichstraße 16 a Parterrewohnung, 5 Zimmer mit Zubehör, per 1. Oktbr. zu verm. In meinen neuerbauten Häusern Frankfurter-, Eredner- und Hille- brandstraße, Zwei-, Drei- und Vier-Zimmer-Wohnungen per 1. Oktober zu vermieten. (5434 Näh. Frankfurterstraße 62, 11. 5439] 1 Zimmer mit Küche und Zub. zu verm. Grülibergerstr. 32. Ltzöllc, gmiie Wohüllüg 9 Zimmer mit Zubehör und Garteiianteil per sofort zu vermieten Franksurterstr. 31. Näheres bei 5440 Wilh. Plank, Bahnhofftr. 18. 5986] Logis von 3—4 Z. mit all. Zub. im Hinterhaus zu verm. Näheres Goechestr. 46, II. 5999] Brandplatz 15 ist im Erdgeschoß eine Wohnung mit zwei großen und zwei tlemen Zimmern zu vermieten. Auch tann ein Laden daselbst mtt- vermietet werden. BirlenstoL & Schneider. 6000] Ecke Brandplatz u. Larid- grafenstraße (9leubau) sind schöne 3- und 4-Zimmerwohnungen mit und ohne Balkon, abgeschlossenem Korridor, Heiz- und Leuchtgas- emrichtungen, sowie Spülllojett, per Oktober zu vermieten. Daselbst sind auch zwei abgeschlossene Aialisardenwohlmngen mit brei Zimmern unb mit 4 Zimmern zu verm. Birkenstock & Schneider. 6057] Im Gartenhause, Moltke- straße 2, eine schön gelegene, 4-Zimmer-Wohnung mit Balkon per 1. Oktober ober später an ruhige Leute zu oermieten. Näh. dafelvst im Vorderh., 1 Tr. Wmewchmg (2. Stock) per 1. Oktober zu vermieten [5554 ______________Licherstraße 9. 5585) Schöne 4-Zimmer-Woh- nung (Parterre ober Atansarbe) zu vermieten Asterweg 52. 04320] SchönnuZim., auf Wunsch m.Schlafz.,z.v. Lnblvigstr.12,1. 04298] 2 Arbeiter können Kost u. Logis erhalten.Mäusburg 3. _______An ben Bahnhöfen 20. 6685] Mans.-W., 4Z.uLub.p.l.Okt. an ruh. Leute z. v. Goelhestraße27. 6145) Neu herger. Maus.- Wohuuug, 3Zimmer, Korrid., Küche, Speiset, u. s. w. sosort zu verm. Steinstratze 15. Klein-Linden. 6268 2 schöne 4--Zlmmer-Wohnungen mit abgeschl. Koiribor u. Zubeh. per sofort oder später zu vermieten. Näh. bei Aritz Krüger, Zur Deutschen Eiche, Kl.-Linden. 6285) In der früher Schüler- scheu Besitzung ist der 2. Stock' nebst Zubehör auf 1. Oktober zu verm. Näheres bei der Bürger- meisterei, Ziminer Nr. 15. D'e auf morgen, Donnerstag den 10. angesetzte Uebnng fällt aus und wird Donnerstag den 17. Septbr. eine 6768 Haupt - Ueburrg stattftnden. Das Kommando. 'Gesangverein Heiterkeit. Donnerstag den 10. Septbr.» abends 9 Uhr, 6776 BegM der Liilgstunden. la. weißleuchteude fc-Glütempfe Gas-Lyren tu Kronen ♦ * » IGas-Lüsters u. Ampeln * * Gas-Glockeu u. Cylruder » » Gas-Koch» «. Bade-Apparate ^Sas-Leituugen «.Reparaturen Bade-Klosetts u. Heizanlagen Wasi erleitungeu u. Armaturen '4Kuh Reparaturen billigst. Carl Graf, «739 Kircheuplatz 11, Schloßgasse. Gelegenheitskauf. Habe noch eine Anzahl neue ‘Herren - Räder sowie ein l£naben-Rad auf Lager, gebe solche, so lange Vorrat reicht, zu Spottpreisen ab. 6665 Jtt. Fitzler, Fahrrad - Reparaturwerkstätte Neuenweg 2. sucht junge Witwe, Ber- ytltöl mögen 40000 Mk. Nur gutsituierte Herren erh. Näheres auch Bild durch 6762 „Glückstern", Berlin 8. 42. Berloren ein Portemonnaie mit Inhalt. Abzugeben gegen Belohnung Franksurterstr. 13. 04242] Ein Dienstmädchen sofort gesucht. __________ Wageugasse 9. LMsm a^ieumTl 04295) Mädchen für tagsüber gesucht. Marktstraße 34, Ecklaben. 6751] Tüchtiges Mädchen gesucht. Plockstraße 6, I. 04285] Braves Dienstmädchen gesucht. Franksurterstr. 33, H. Lehrmädchen