Erstes Blatt. ' 153. Jahrgang Mittwoch 8. September 1903 Schrrlftratze 7. Adresse für Depefchem Anzetger Gießen. Fernsprechanschluß Nr. 6L Gietzener Anzeiger ** General-Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Meis Gießen Nr. LH vrscheint tSglt^ außer Sonntag«. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem KeMscheu Landwirt die Gießener Familien- blätter viermal in der Woche dergelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brüh l'schen Un wert,-Buch-u. Stein- druttertt (Pietsch Lrbea) Bezugspreis! monatlich7öPU, viertel' jährlich Mk. 2.20; durcb Aohole- u. Zweigstellen nionatltd) 65 Ps.- durch die Post Mk.2.— mertel- lährl. ausschl. Destellg. Annahme von Anzeigen für dle Tagesnuminer bi« vormMag« 10 Uhr. ZeUenprrtS: total 12 Pi. auSttxlrtl 20 Pfg. Teil: U ©tttto: für , Stadt und 8anb* und -GertchtßsacU^: A ugust Gätz; tüi den Anzeigenteil: pane Veck. w e- a s s $a,l pj a G/ t,3 <9 -«? ö t 9 ö Q Q M,. G?C/lWv cJl'A- Kirche und Schule. Der DeutscheVereinfürKnabenhandarbeik hält am 3. und 4. Oktober in Bremen seine 22. Hauptversammlung ab. Em Ortsausschuß hat sich unter Vorsitz des Senators Dr. Ehmck gebildet und die Vorbereitungen für die Versammlung getroffen. Der Vorstand des Vereins sandte uns soeben Programm und Einladung der Ver- Keer und Alotte. lieber die Manöver des 18. Armeekorps sei heute zusammenfassend folgendes mitgeteilt: Nach den vorhergegangenen Brigadebesichtigungen ist in der Zeit vom 11. bis 14. September Manöver der gemischten öO. Brigade, der das Tragonerregiment 23 und oas Feldartillerieregi-- ment 25 zugeteilt ist, in der Gegend von BraunfetS. In der gleichen Zeit werden abgehatten: die Manöver der 49. Jnfanteriebrigade, des Tragonerregiments 24 und des Feldartillerieregimeuts 61 in der Gegend von Bieden- Sammlung, worin es u. a. heißt: „Die Bestrebungen für den Unterricht in der erziehlichen Knabenhandarbeit haben t'.AOOS. in den letzten Jahren nach der Richtung ihres inneren Aus- 'baues erhebliche Fortschritte gemocht. Von dem Gedanken ausgehend, daß sich das Bedürfnis nach erweiterter technischer Bildung, welcher die Volkserziehung Rechnung zu tragen hat, aus erziehlichen wie volkswirtschaftlichen Gründen, immer schärfer geltend macht, ist eine Reihe unserer besonders tätigen Freunde mit großem Erfolge bemüht gewesen, den wissenschaftlichen Nachweis für die Notwendigkeit der erziehlichen Knabenhandarbeit im Rahmen der Gesamterziehung zu liefern. Bei dem Nachweis hierfür tritt überzeugend hervor, wie die erwellerte technische Bildung auch von wesentlicher, ja grundlegender Bedeutung für die Geistes- und Willensbildung ist. Was die gegenwärtige Ausbreitung der erziehlichen Knabenhandarbeit betrifft, so ist das Ausland, besonders in den Staaten, mit denen Deutschland auf dem Weltmarkt hervorragend im Konkurrenzkämpfe steht, wie in Franlleich, England und "Nordamerika, in den letzten Jahren ganz außerordentlich vorangeschritten, während die Entwicklung in Deutschland, die schon feit den letzten fünf Jahren etwa tausend Jugendwerk st ätten nachwies, infolge der bei uns noch immer herrschenden einseitigen Bevorzugung der abstrakt geistigen Bildung im ganzen nur einen geringen Zuwachs gesunden haben dürfte. Diesen gegenwärtigen Stand der "Bestrebungen im In- und Auslande darzulegen, wird den Hauptgegenstand der Versammlung am 4. Oktober bilden, wo der Seminardirektor Dr. Pabst-Leipzig das Thema behandeln wlld: „Die Stellung des Knabenhandarbeitsunterrichts im Erziehungswesen Deutschlands und anderer Ländell. Ein Vortrag aus der Praxis der Knabenhandarbeit von dem Leiter der Handfertigkeitsschule Ed. Grimm-Bremen wird, in Verbindung mit einer Probelektion am Nachmittag des 3. Oktober vorausgehen, auch soll eine Ausstellung von Schülerarbeiten ein Bild von der praktischen Ausführung dieses Unterrichtszweiges geben. Außer den Mitgliedern des Deutschen Vereins und seiner Landes- und Provinzialverbände sind auch alle nicht dem Verein angehörende Freunde der Besllebungen bestens eingeladen. Dabei sei bemerkt, daß zeitlich der 7. Deutsche Fvrtbildungsschultag am 2. und 3. Oktober in Hamburg unmittelbar dieser Versammlung vorausgeht, sodaß es den Teilnehmern am Fort- blldungsschultag leicht ermögUdjt ist, am 4. Oktober auch der Versammlung in Bremen beiwohnen zu können. Weitere Programme wird auf Wunsch der Vorsitzende und Geschäftsführer des Deutschen Vereins, Herr v. Schenckeudorsf in Görlitz, versenden, wahrend Auskunft über Wobnungsver- hältnijse in Bremen Herr H. O. Reddersen daselbst, Bessel- jtraße 23, gern erteilen wird. spruch aufzuweisen. Aber heute hat diese Herrlichkeit ein Ende und die rührigen Verkäufer müssen noch einmal für einen Tag ihre Geschäfte einstellen, denn der Matz ist heute für den öffentlichen Besuch geschlossen. Heute muß alles fertig werden; in den Abendstunden soll die elektrische Beleuchtungsanlage probeweise in Funktion treten. Die Festhalle wlld, da sie ca. 500 Sitze auf mit Tuch überspannten Bänken enthüllen wird, allen Ansprüchen gerecht werden. Der kommende Tag wird die Pforten des Platzes für den offiziellen Anfang des Festes wieder öffnen, und die allgemeine Begrüßungsformel, ehe man sich guten Tag sagt, wlld bei uns in Gießen in den nächsten Sfigen sein: „Waren Sie schon in der Landwirtschaftlichen Ausstellung?" lind es wlld sich niemand der angenehmen Verpflichtung entziehen, zum Trieb zu wallfahrten und die dort ausgestellten Wundertiere und Wunderdinge auzu- schauen. A propos Wundertiere! Da sagte gestern ein Neullum, das Gigerl: „Sprechen von Wunderlleren! Mir holde Wundermädchen und Weinstube lieber als Vieh!" Wer die Liebe geht bekanntlich durch den Magen-- Und schließlich Wein- und Bierstuben gibt« da oben auch, und der vom Schauen Ermüdete wird genug Erfrischungen finden. Erzähll doch der stattliche Katalog, der soeben sertiggestellt worden ist und nicht weniger als 186 Seiten zählt, auch von Aepfel- und allerhand Beerenweinen. Ganz süße Leute können sich Honig in Sttömen fließen lassen. So wird für jeden Geschmack bestens gesorgt sein, und Tausende werden dieser Tage beste Stunden auf das angenehmste dort oben verbringen. Von Freitag ab wlld der Ausstellungstag um 8 Uhr bereits beginnen, 1*5 (C* Vffqdrt/A UPH • • r-7T • - "SQL -Statt • SxfowjtLiA* köpf, die der 42. Jnsanteriebrigade, des Ulanenregiments Nr. 6 und des Feldartillerieregiments 63, in der Gegend von Hadamar, und die Manöver der 41. Brigade, Jusanterie- regimenter 87 und 88, das Husaren-Regt. 13 und Feldart.- Regt. 27 in der Gegend von Westerburg. Der romman- dierende General v. Lindequist wohnt vom 11. bis 14. Sept, abwechfelnd dem Exerzieren der Brigaden bei. An die Brigademanöver schließen sich, die Div i s ion s m an ö v er au. Die 21. Division, bestehend aus der 41. Jnfanterie- brigade, der 21. Kavolleriebrigade (Husarenregiment 13 und Ulanenregiment 6) und der 21. Feldartilleriebrigade (Feldartillerieregimenter 27 und 63) hält ihre Manöver vom 15. bis 19. September in der Gegend von Limburg und Marienberg ab, während die 2 5. Großh. hessische Division, bestehend aus der 49. und 50. Jnsanteriebrigade, der 25. Kavalleriebrigade (Dragonerregimenter 23 und 24) und der 25. Feldartilleriebrigade (25. Großh. Hess. Artilleriekorps mit reitender Batterie und Feldartillerieregiment 161) vom 15. bis 19. September in der Gegend zwischen Wetter bei Marburg und Wetzlar manövriert. Der kommandierende General wohnt am 15. und 16. September den Manövern der 21. Division und am 18. und 19. Sept, den Manövern der 25. Division bei. Am 17. und 20. Sept, sind Ruhetage. Sodann beginnen bic drei Tage dauernden Korps rnanöver. Arn 21. und 22. September werden unter Leitung des kommandierenden Generals Manöver der gemischten 21. Division gegen die gemischte 25. Divislln ausgesührt. Am ersten Tage sind Führer der 21. Division Generalmajor v. Festenberg-Pcukisch, der 25. Division Generalmajor v. Bredow, am zweiten Tage leitet die 21. Division Generalleutnant v. Hagen, Die 25. Division Generalleutnant Frhr. v. Gall. Am 23. Sept, ist ebenfalls unter der Lellung des kommandierenden Generals ein Manöver des gesamten Armeekorps gegen einen markierten Feind in dem Gelände nördlich der Lahn in der Gegend von Limburg. Hiermit sind die Manöver beendet. Am 23. 3>ie laudivirlschaMche ^roviuzittt - Ausstellung tu Aießeu. L Wir geben heute zur Orientierung unserer Leser einen üb ersichtlich en Lageplan der Ausstellung wieder, ap Hand dessen des Genaueren zu erkennen ist, was da draußen auf dem Trieb alles zu erwarten ift Tie letzte landwllt- schaflliche Provinzialausstellung in Gießen 1895 hat auf Oswalds Garten stclltgefunden. Man dachte auch diesmal zunächst daran, dort die Ausstellung zu veranstalten, aber bei näherem Zusehen hat er sich als zu klein erwiesen. Ein größerer Tell von Oswalds Garten, cm der Stelle, wo heute die Turnhalle sich befindet, steht nicht mehr zur Verfügung. So kam man denn allgemein zu der Ansicht, daß der Trieb, wo Raum im Ueberfluß vorhanden ist, der geeignetste Platz für eine solche größere Veranstaltung sei. Betritt man von der Gründergersttaße aus den eingefriedigten Platz, so hat man auf der Sllaße über den Trieb hinweg linker Hand den Juxplatz, während auf den übrigen größeren Tell des Platzes die Zelte für die landwirtschaftlichen Ausstellungsgegenstände und für die Ws- steller sich verteilen. Ter Platz hat schon in diesen Tagen, vor der Ausstellung, einen recht ansehnlichen Besuch aufzuweisen gehabt. Neugierige aller Gattungen gingen dort spazieren und sahen den noch, rüstig mit der Ferttgstellung der Bretterbauten und Zelte Beschäftigten bei der Arbeit zu. Und den besonderen Wünschen dieser Vorgäste wurde schon sorgsam Rechnung getragen: Waffelbäckereien hatten gestern bereits chren dampfenden und wohlduftenden betrieb eröffnet und Zuckerwaren und Süßigkeiten lagen zum Verkauf offen. Das Restaurant Liebighöhe hatte {juteit Zm- Mz. zahlreiche Hitzschläge vor. Es sollen zwei Mann t ot jein und mehrere krank ins Hospital gebracht wor- Ans Stadt und Land. Gießen, 9. Sept. 1903. ** Personal Veränderungen bei der Ober-Post- Mrcftion Darmstadt. Überträgen ist: eine Bureaubeamtenstelle L Klasse bei der Ober-Postdirektivn demOber- Postpraltikcurten Ihm aus Höchst (Main). Angenommen sind: zu TelegraKt-engehilfen der Gymnasiast Rcnch und der Realschüler Rixius in Mainz; zum Postagenten der Lehrer Atoll in Selzen. Freiwillig ausgeschicden sind: die Postgehilfin Diery in Darmstadt und die Telegraphen- aehilsin Güngerich in Gießen. ** Postan st a lt auf dem A u s st e l l u n g s p l a fy e. Aus dem Platze der landwirtschaftlichen Ausstellung wird in der Zeit vom 10. bis 13. September auch eine Postanstalt mit Fernsprechbetrieb eingerichtet sein, die sich mit der Annahme und Aufgabe von gewöhnlichen und eingeschriebenen Briefsendungen und von Postanweisungen befaßt. ** Für Gewerbetreibende dürften, wie uns geschrieben wird, in Ginkommensteuerangelegenheiten einige nun schon in verschiedenen neueren Entscheidungen des Großh. Verwaltrlngsgerichtshvfes wiederkehrende Grundsätze von Interesse sein. Auf verlangte neue Deklarationen hin wurde von der Veranlagungskommission und auf Berufung der Firmeu, welche zu niedrig deklariert haben sollten, auch von der Landeskommission weiteres Beweismaterial verlangt binnen einer Frist, vor deren Ablauf noch eine weitere Alternative gestellt war, andernfalls der Reklamationen wahrscheinlich nicht stattgegeben werden tonne. Eine Firma verweigerte das Verlangen aus triftigen Gründen, bot aber zugleich eidliche Vernehmung ihres Geschäftspersouals, Sachverständige zur Prüfung der Geschäftsbücher oder eigene Versicherung an Eidesstatt an. Hierauf wurde die Reklamation ohne näheres Eingehen auf die genannten Beweismittel abschlägig beschieden, was die Oberbehörde als Mangel des Verfahrens bezeichnete und die Sache zur erneuten Prüfung mrd weiteren Verhandlung zmrnckverwi.es; der Rechtsnachteil, daß gegebenenfalls die Berufung abgewiesen werde, hatte als bestimmt und sicher angedroht werden müssen; auch kann die Landeskommission die Ein sendung von Geschäftsbüchern nicht verlangen, sondern gesetzlich nur Vorlage der Bücher im Geschäfts- lokal der Steuerpflichtigen, wie dies in Artikel 31, 32, 33 des Eiukommensteuergesetzes vorgesehen ist. )( Lollar, 7. Sept. Seit Jahren ist wiederholl aus den äußerst schlechten Zustand der durch den hiesigen Ort ziehenden Kreisstraße hingewiesen worden. Vor etwa 14 Tagen hat mau nun endlich die Instandsetzung in Angriff genommen zur größten Befriedigung der Ortsein- wohner, denn man setzte als selbstverständlich voraus, daß die O r ts str a ß e in chrer ganzen Länge der dringend bedürftigen Aufbesserung unterzogen werde. Leider hat man sich hierin getäuscht. — Nachdem etwa zwei Drittel der Straße mit neuem Steinbelag versehen und gewalzt war, hat man die Arbeiten wieder eingestellt, die nun, wie man hort, sobald auch nicht wieder ausgenommen werden sollen. — Seitens der Anlieger wird beabsichtigt, nochmals beim Großh. Kreisamte vorstellig zu werden, damll die Straße vor Eintritt des Winters in Stand gesetzt werde. (k) Butzbach, 8. Sept. Heute früh zwischen 7 und 8 Uhr bot sich auf dem Murktplatze ein ftüher nicht seltenes Schauspiel dar. Die ehemals hier garnisonierende 3. Schwadron der 24 er Dragoner hatte Aufstellung genommen, um auf dem Durchmarsch ins Manövergelände die alle Garnison zu begrüßen. Rittmeister Freiherr von Schauroth hielt eine Ansprache an die Mannschaften, wies auf das schöne Verhältnis zwischen Stadt und Schwadron hin und schloß mit einem Hoch auf die Stadt Butzbach Unter den Butzbachern herrschte großer Jubel über diesen Besuch. Die 24 er Dragoner befanden sich auf dem Wege nach den Kreisen Marburg und Biedenkopf. ' (i) Bad-Nauheim, 7. Sept. Schwer verunglückte hier auf dem Weg ins Manöver der Majorsbursch^e W., ein Dragoner aus der 5. Eskadron des Regiments Nr. 24. Das Pferd überschlug sich zweimal, der Bursche stürzte unter das Pferd und liegt nun schwerverletzt darnieder. An feinem Auskommen wird gezweifelt. Der Verunglückte ist ein Pole. )( Friedberg, 8. Sept. Eine kriegsgerichtliche Voruntersuchung fand gestern im hiesigen Rathause gegen den Dragoner Sch., gebürtig aus Maibach, Kreis Friedberg, statt Er dient im Dragoner-Regiment Nr. 24, 3. Eskadron, und ist beschuldigt, auf dem Marsch ins Manövergelände vorige Woche in Langen einen Einbruch verübt zu haben. — Ein hier einquartierter Dragoner verursachte am Sonntag in angetrunkenem Zustand einen Äienjchenauflauf, er richtete zuerst den Karabiner gegen sich, dann gegen einen Vo rg e s e tzten. Er wurde verhaftet (k) Er b e n h a u s e n, 7. Sept. Ter aus Berlin stammende Tienstknecht Wilh. Lutter, welcher seit einem Jahre bei dem Oekonomen Lutz in Kirtorf beschäftigt war, lieh bei dem Fahrradhändler Merkel ein Rad, nm angeblich nach Ober-Gleen zu fahren. Er änderte aber bald seinen Plan und fuhr in der Richtung nach Neustadt auf Nimmerwiedersehen davon. (k) Maulbach, 7. Sept. Einige Burschen von hier dehnten die Sedanseier etwas stark aus und gerieten bei dieser Gelegenhell lli Streit, wobei das Messer eine Hauptrolle spielte. Einer der Messerhelden wurde so übel zugerichtet, daß an seinem Auflommen stark gezweifelt wird. Darmstadt, 7. Sept Die hiesige Ortskrankenkasse wird künftig von der Großh. Hoftneierei täglich ein großes Quantum Milch in Flaschen beziehen und in vier Verkaufsstellen der Stadt für Kassenmitglieder zur Abgabe gegen ärztliche Verordnung bereit halten. Zugleich hat der Vorstand die Kassenärzte angewiesen, von dem Verschreiben dieser frischen Milch, deren gute Qualität durch pie Bezugsquelle verbürgt ist, ausgiebigsten Gebrauch zu machen. Worms, 7. Sept. Gestern nachmlltag stürzte das neun Jahre alte Söhnchen des Schlossers Adolf Gübler aus Mainz in den Rhein und ertrank. — Zwischen 6 und 7 Uhr gestern abend wurde in der Wohnung des Bauunternehmers A. in der Mainzerstraße ein Einbruchsdieb stahl verübt. Der oder die Täter öffneten mittels Nachschlüssels ober Dietrichs die verschlossene Wohnung, erbrachen en dem Wohnzimmer ein Vertllow und einen Schreibllsch und stahlen verschiedene Schmucksachen usw lln Gesamtwerte von etwa 400 Mark. Bis jetzt konnte bo Aglich oer Täterschaft nichts Bestimmtes ermittelt werden (Worms. Ztg.) Frantsurt a. M., 8. Sept. Auf dem Frankfurter Frwvhofe fand heute abend G Uhr die Enthüllung des von der Stadt chrem verstorbenen Ehrenbürger, Staatsminister Dr. v. Miquel errichteten Denkmals statt Anwesend waren die Tochter, drei Söhne und der Schwiegen sohn des Verewigten, die Vertreter der Stadt, Stadtkommandant v. Stülpnagel, sowie eine große Zahl geladener Gäste. Oberbürgermeister Adickes hielt die Gedächtnisrede, in der er die Verdienste Miquels um die Stadt Frankfurt, um die Finanzen des preußischen Staates und als einstiger Führer der nationalliberalen, damals größten Partei hervorhob. Nachdem die Hülle gefallen war, legte Oberbürgermeister Adickes im Namen der Stadt einen Kranz am Denkmal nieder, der älteste Sohn des Entschlafenen namen§ der Familie. Weitere Kränze wurden niedergelegt im Wanten der oberen Beamten der Stadt, die schon unter Oberbürgermeister Dr. v. Miquel im Dienst waren, namens der Direktoren mtd Rektoren der städtischen Schulen, namens der nationalliberalen Partei, der Geschäftsinhaber und Geschäftsführer der Diskontogesellschaft, namens der Deut- jdjen Kolonialgesellschaft uno im Auftrage ihres Präsidenten Herzogs Johann Albrecht von Mecklenburg, sowie der Aktien- Baugesellschaft für kleine Wohnungen. Ehorgesang des Lehrergesangvereins unter Leitung des Prof. Fleisch eröffnete und schloß die einfache, würdige Feier. Das Denkmal besteht aus einer halbkreisförmigen, zwei Stufen hohen Plattform, in deren Mosaikboden dtrell über dem Grabe, eine sarkophagahnlichc Bronzeplatte eingelassen ist, die das Miquelsche Wappen, Geburts- und Todestag enthält. Flankiert wird die Plattform von Kallsteinpsosten und im Hintergründe wllksam abgeschlossen von einem viereckigen architektonisch amsgestalleten Obelisken, der ein von der Mauerkrone überragtes Reliesbild des Verstorbenen und darunter die Widmung „Ihrem Ehrenbürger in dankbarer Verehrung die Stadt Frankfurt a. M." trägt. Das ganze Medaillon ist von Lorbeerranken umrahmt. Ar: den vier oberen Ecken trägt der Obelisk hermenartige verschleierte Bronzemasken mit Jmmortellenkränzen. Vermischtes. * Hannover, 8. Sept In der Nacht vom Sonntag auf Montag ist der gesamte Silberschatz des Königs- Ulanen-Regiments Nr. 13 von Einbrechern, welche offenbar mit den örtlichen Verhältnissen vertraut waren, entwendet worden. Die gestohlenen 400 Stücke bestehen zum Teil aus sehr wertvollen Geschenken des Kaisers und anderer Fürstlichkeiten. Von den Dieben fehlt bisher jede Spur. Es wird vermutet, daß dieselben unter den jetzigen oder früheren Angehörigen de s Regiments zu suchen sind. * Berlin, 7. Sept. Weil man ihn den „kleinen Cohn" nannte, hat ein junger Handlungsgehilfe einen Selb st Mordversuch unternommen. Der stets Gehänselte ist nicht groß von Statur; die ewigen Hänseleien hatten schließlich den Erfolg, daß ihm auch die Geliebte seines Herzens den Laufpaß gab. Tas glaubte der Jüngling nicht überleben zu können. Er stieß sich sein Taschenmesser zweimal in die Brust, glücklicherweise nicht allzu tief. Denn das junge Mädchen, das ihn in einer Droschke zur Unfallstation brachte, konnte die tröstliche Zusicherung empfangen, oaß der Heißblüllge dem Leben erhalten bleiben werde. * Oldenburg, 8. Sept. Der Gymnasiallehrer Risch in Jever wurde heute verhaftet, weil er verdächtig ist, den Aki nist er Ruhstrat des Hazardspiels bezichtigt zu haben. * Leipzig, 8. Sept. Im Revierort Burgaue erschoß sich der 35 Jahre alte Rechtsanwalt Jahn aus Rudolstadt. Auf einer Visitenkarte bat er um den Transport der Leiche nach Rudolstadt. * Newyork, 8. Sept. Nach Meldungen, die ein in New Orleans eingetroffener Dampfer überbrachte, wurde die Stadt San-Miguel in 9)ucatan durch einen Orkan z e r st ö r t. * Die 4. Generalversammlung des Deut- chen Evangelischen Frauenbundes ist für die Tage des 23.-26. September in Bonn angesetzt. Vorträge über: Beeinflussung der Mütter unseres Volkes, die Pflichten und Rechte der Frau in der kirchlichen und bürgerlichen Gemeinde, die Entwicklung der Arbeiterinnen-Schutzgesetz- gebung in Deutschland, die Wohnungsftage usw. sind dafür in Aussicht genommen. * Eine Nivellierung der Liebe ist — vom preußischen Landwirtschaftsmini st er angeordnet worden, und zwar hat der Minister diese Arbeit dem Meliorationsbauamt zu Marienwerder übertragen. Es handelt sich hierbei natürlich nicht nm das Wiö eitern ent des Gefühls, das zwei Menschenkinder zu einander hinzieht, sondern um die Vermessung des kleinen Flüßchens Liebe, das rechts- feitig in die Weichsel mündet und oftmals zu Rätseln „Was ist die £iebe?" herhalten muß. * Der Mörder seines Vaters auf der Flucht. Steckbrieflich verfolgt wird der Taglöhner Franz Gustav Späth, geb. 1884 zu Neckarau, welcher seinen Vater, den Schlosser Johann Georg Späth in Kaiserslautern durch mehrere Revolverschüsse ermorderte und sofort nach der Tat flüchtete. Der Mörder ist 1,63 Meter groß, kräftig gebaut, bartlos, blond; er trug dunkelbraune Juppe und solche Weste, schwarze Hose, schwarzen, steifen Filzhut, weißes Trikothemd, an dessen Kragen zwei Quästchen. * Starker Frost herrscht seit einigen Tagen im nördlichen Teil von Schweden; das Thermometer zeigte in der Nacht zum Donnerstag 5 Grad Kälte. Die Getreidesaaten haben, soweit sie noch nicht geborgen werden konnten, stark gelitten, und das Gleiche ist mit Kartoffeln der Fall. Für ausgedehnte Teile Lapplands gilt bie diesjährige Ernte als sehlgeschlagen. Im südlichen Schweden hat nach einigen Tagen prächtigen Wetters abermals heftiger Regen begonnen. * ,N och neul" Ein Leser schreibt der „Frks. Ztg.": Auf meiner Ferienreise kam ich auch nach Tuttlingen. Bei der Post spielten drei allerliebste kleine Kinder, die ein winziges, nicht minder nettes Baby in einem kleinen Leiterwagen zogen. Ich sprach die Kleinen an, erhielt aber auf meine Fragen, ob der niedliche Fqhrgast das Brüderle ober Schwesterle sei, keine Antwort. „Aber da wißt Ihr doch sicher, wie es heißt," meinte ich. Als auch hierauf ein energisches Kopfschütteln erfolgte, fragte ich weiter: „Hals denn gar keinen Namen?" „'s isch halt no nail" lautete jetzt die prompte und bestimmte Antwort. Kunst und Wissenschaft. Brüssel, 7. September. Auf bem internationalen Hygienekongreß verlangte der O b e r b a h n a r z t Becker (Offenbach- eine wesentlich andere Gestaltung ueo bahnärzt- lichen Dienstes; die Befugnisse oer Bahnarzie müßten erweitert und verstärkt werden. In den Bereich der Eisenbahnhygiene gehören auch die Erörterungen über die Desinfektion der Eisenbahnwagen, sowohl derjenigen für den Transport von Personen, wie auch für den Gütertransport. Was die Reisenden angeht, so wird insbesondere von französischer Seite lebhaft über den Mangel au Verständnis für die Hygiene beim Publikum geklagt. — Das Bureau des Kongresses weigerte sich, die Resolution über die Schaffung eines H y g i e u e m'i n i st e r i u m s dem Exekutivkomitee zu übermitteln. Die hygienische Maßregelung der Kleinindustrie und die Frage der Landentvölkerung werden dem nächsten 5kon- greß überwiesen. Der nächste Hygiene-Kongreß tagt auf Einladung des Kaisers in Berlin. Universttüts-Nachrichtru. _ Der Privatdozent an der Berliner Universität, Dr. L. I u st i, wurde zum a. o. Professor in der philosophischen Fakultät der Universität Halle ernannt. — Wie mugeteilt wird, hat der Senat der Universität Erlangen auf eine Anfrage des bayrischen AtiuisterinmS hin beschloßen, in Zukunft ftubierenbe Frauen ebenso zu behandeln tvie Männer, das hetgt: deutsche Frauen, die das A b i t u r i e u t e n e x a m e u bestanden haben, sowie Ausländerinnen, die eine dem deutschen Abiturieutenexameu entsprechende Bildung nachweisen können, zu immatrikulieren. Das Abiturieutenexameu eines russischen Mädchengymnasiums wird jedoch nicht als genügend zci einer Immatrikulation angesehen. — Aus Neuenburg wird gemeldet: Hier starb im Alter von 82 Jahrert der Theologe FeUx B o v e t. Seine Hauptarbeit bildet ein zweibändiges Werk über den Grafen Zinzendorf, i)eu Begründer der Herrnhuter-Gemeinden. Kuninoirtschast. — Anbauverfuche mitverschiedenenGetreide^ s o r t e n. In diesem Sommer hat der Hessische Landwirtschaftsral eine Anzahl von Anbauversuchen mit verschiedenen Gerste- und Hafersorten im Großherzogtum nach einheitlichem Plane veranstaltet. Die Ergebnisse derselben werden auf der vom 10. bis 13. September in Gießen ftattfinbenben landwirtschaftlichen Provinzialausstellung zur Darstellung kommen. Im Ganzen kommen acht Anbaustellen je für Gerste und Hafer in Betracht, und zwar vier in der Provinz Starkenburg (Crumstadt. Goddelau, Rimbach und Habitzheim), zwei in der Provinz Oberhessen (Alsfeld und Friedberg) und zwei m Rheinhessen (Laurenziberg bei Gau» Algesheim und Flomborn). — Nach der im „Reichsanz." veröffentlichten Zusammenstellung der Berichte von deutschen Fruchtmärkten sind im August d. I. Weizen und Gerste teurer, Roggen und Hafer billiger geworden. Ter Weizenpreis betrug bei einer Verkaufs- menge von nur 30 095 Dz., die sich auf 55 Marktorte verteilte, 16,oö Mk. für den Doppelzentner gegen 15,80 Mk. im Juli d. Js. und 16,31 Alk. im August dss. Js. Der Roggen, von dem an 72 Marktorten 69 961 Dz. verkauft wurden, hat seinen Durchschnittspreis von 13,22 Mk. auf 12,79 Mk. ermäßigt, während er im August v. I. 13,86 Mk. gekostet hatte. Die Gerste hatte bei einer Verkaufsmenge von 19 684 Tz., an der 46 Markt orte beteiligt waren, einen Durchschnittspreis von 12,75 Alk. gegen 12,58 Alk. im Juli 1903 und 13,89 Alk. im August 1902. Ter Hafer kostete bei einer an 84 Alarktorten zum Verkauf gelangten Menge von 54 979 Dz. im Durchschnitt 13,09 Mk. gegen 13,73 im Juli d. I. und 16,72 Alk. im August v. I. Hiernach sind im Vergleich zum voraufgegangenen Alonat der Roggen um 43 Pf. und der Hafer um 64 Pf. für den Doppelzentner billiger, der Weizen dagegen um 20 und die Gerste um 17 Pf. teurer geworden. Im Vergleich mit dem August des Jahres 1902 sind alle Getreidearten billiger geworden, und zwar der Weizeri um 1,9 v. H., der Roggen um 7,7, die Gerste um 8,2 mid der Hafer sogar um 21,7 v. H. Handel und Verkehr. Uolkswirtschast. Berliner Börse vom 8. September 1903. (Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.) Zu Beginn der heutigen Börse herrschte auf allen Märkten ziemlich rege Kauflust, sodaß die Kurse durchgehends auf dem gestrigen Schlußkurs-Niveau einsetzten. Beunruhigende Gerüchte über die Lage in Mazedonien bewirkten einen scharfen Rückgang der Türkenwerte, und anschließend daran, da sonstige Nachrichten nicht Vorlagen, eine allgemeine Abschwächung des Alarktes; auf österreichische Werte drückte die ungewisse Lage in Ungarn. Als recht fest sind Argentinier zu erwähnen, welche, abweichend von der Gesamttendenz, im Laufe der Börse um ca. einen halben Prozent anzogen; London trat anhallend als Käufer auf. Auf dem Kaffa- inbuftriemarft war trotz Realisierungen eine feste Grundtendenz vorherrschend. Privat-Diskont 3% Prozent. Anfangs- u. Schlußkurse. Deft Kredit. 202.90 202.00 Deutsche Bank . . . 211.25 210.87 Darmstädter Bank . . 136.50 136.40 Bochumer Guß . . . 187.00 187.10 Harpener Bergbau . . 180.00 180.10 Schluß-Tendenz: besser. Gewerkschaft Gießener Braunstein-Bergwerke vorm. Fernie, Gießen. Der Grubenvorstand beschloß für das dritte Vierteljahr eine Ausbeute von 75 Mk. gegenüber 50 Mk. für das zweite Vierteljahr zu verteilen. Die geschäftliche Lage wird als äußerst günstig bezeichnet. Nicht nur die ganze diesjährige, sondern auch ein großer Teil der nächstjährigen Förderung soll zu guten Preisen bereits verschlossen sein. Köln, 8. Sept. Wie die „Köln. Ztg." erfährt, wird bei bei Aktiengesellschaft Phönix in Lahr bei Ruhrort eine Kapitalserhöhung im Betrage von */& Mill, geplant. T i e Dividende ür das ab gelaufene Geschäftsjahr beträgt 7 bis 8 Proz. Zumilien Nachrichten. Geboren: Herrn Eugen Wallerstein in Offenbach a. M. eine Tochter. — Herrn Moritz Atay in Darmstadt ein Sohn. Gestorben: Frau Großh. Hofgerichtsdirektor Atinna Decker, geb, Collischonn, Peter Wasenmüller, Albert Supp, Rentier, Friedrich Wolf, Schriftsetzer, sämtlich in Darmstadt. — Postdirettor a. D. Ernst Hallwachs in Bensheim. Achiffsiiachrichten. Hamburg-Amerika Linie. Vertreter m Gießen S. Elsoffer, Marktstraße. Hamburg, 4. Septbr. Der Haniburger Schnell-Post- Dampser „Fürst Bisniarck", Kapitän Leithäuser, ist am 4. September , 7 Uhr morgens, wohlbehalten von Hamburg via Southampton und Cherbourg in Newyork angekommen. Hamburg, 4. Sept. Der Hamburger Postdampfer „Pre-. toria", Kapitän Schrötter, ist am 3. September, 10 Uhr vorm., wohlbehalten von Hamburg via Bonlogne s/M. und Plymouth in Newyork angekommen. Keine Jahreszeit disponiert die Säuglinge so zu Darin krankheiten wie der omnmer, wo die Nahrungsmittel so leicht den Einflüssen der Temperatur unterworfen sind. Bei allen diesen Krankheiten bewährt sich Kufeke's Kmderniehl, indem es die Darm- gährungeii günstig beeinflußt und die Atilchnahrmig leichter verdaulich macht. Der Gehalt an Mineral- und Eiweißstoffen bildet eine sehr schätzenswerte Vergrößerung der Siahrnng. Das Erbrechen steht sehr bald nach der Darreichung von Knfekc's Kindermehl und auch der Stuhlgang bessert fich oft ohne weitere Aiedikation. 5528 Wäsche mit schlechtem ifietucä hat schon manche Hausfrau verdrossen, wenn sie ihren Wäscheschrank öffnete. Dies kommt nicht vor, wenn sie zum Kochen der Wäsche die renommierte gemahlene Kernseife mit Salmiak und Terpentin der Firma J. Gioth, Hanau, venvendet, welche garantiert keinen Geruch der Wasche hinterläßt und keine den einpfint)- lichfleii Stoffen schädlichen Bestandteile enthält. Preis per Packet 15 Pfg. Z7S" Zest-Programm für die Landwirtschaftliche yreu?rthttl ui Urrbands Ausstellung auf dem Trieb zu Gießeu vorn !0. bis 15. September 1905. Mp* Aw 14 September: Herbst-Pferde- und Zuchtviehwarkt. "WG Donnerstag den 10. September. Mittags 12 Uhr: Feierliche Eröffnung der Ausßelluüg auf dem Ausstellungsplatze in Anwesenheit Sr. Kgl. Hoheit des Grotzherzogs. Von 12 Uhr mittags an: Arbeiten der Preisrichter. Nachmittags 2 Uhr: Festessen in der Festhalle. Abends: Konzert auf dem Festplatze und Volksbelustigung und Tanz aus dem Vergnügungsplatze. Areitag den 11. September. Morgens 8 Uhr: Eröffnung der Ausstellung. Vormittags 10‘/2 Uhr: Wanderversammlung des Ober- hessischen Bienenzüchtervereins in der Restauration „Zur Liebigshöhe". Von 8 Uhr vormittags au: Arbeiten der Preisrichter. Bon nachmittags 4 Uhr an: Konzert. Abends: Volksbelustigung, Konzert und geselliges Zusammensein auf dem Festplatze. Samstag den 12. September. Vorurittags 8 Uhr: Eröffnung der Ausstellung. Vormittags 11 Uhr: PreisverteiBung mit Vorführung der prämiierten Rinder, Pferde und Ziegen im großen Ring vor der Festhalle. Nachmittags 1 Uhr: Festessen zu Ehren der Preisrichter in der Festhalle. Nachmittags 4 Uhr: Generalversammlung des Verbands der Herdbuchgesellschasten für das Vogelsberger Rind. Von nachmittags 4 Uhr an: Konzert. Abends: Gesangsvorträge des Bauer'schen Gesangvereins. Sonntag den 13. September. Vorurittags 8 Uhr: Eröffnung der Ausstellung. Vormittags 10 Uhr: Vorführung der prämiierten Rinder, Pferde und Ziegen. Vormittags 11 Uhr: Gemeinsamer Frühschoppen in der Festhalle. Bon nachmittags 4 Uhr ab: Konzert, Volksbelustigung und Tanz. Nach Eintritt der Dunkelheit: Bengalische Beleuchtung des Ausstellungsplatzes und Feuerwerk. Wontag den 14. September. HklU-Nftllk- iii Zichtmchmrkt Vormittags 8y2 Uhr: Prämiierung der Pferde: a) für Händler, b) für Züchter. (Auf der landw. Ausstellung prämiierte Pferde sind ausgeschlossen.) Mittags 1 Uhr: Gemeinsames Mittagessen. Nachmittags 3 Uhr: Vorführung der prämiierten Pferde. Konzert (bei freiem Eintritt). Dienstag den 15. September. Verlosung auf dem festplatze Zur Verlosung gelangen Gewinne im Werte von 35 000 bis 40000 Mark. Lose ä 1 Mark sind in allen größeren Geschäften Ober* Hessens und der benachbarten preußischen Kreise zu haben. Eintrittspreise: Dauerkarten für alle 4 Tage 2.50 Mk. Tageskarten am ersten und zweiten Tage ä, 1— Mk. Tageskarten am dritten und vierten Tage ä, 50 Psg. Schulpflichtige Kinder haben in Begleitung von Eltern oder ihren Vormündern freien Zutritt. 674b Bekanntmachung. Ich bringe hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß in Abänderung meiner Bekanntmachung vom 24. v. Mts. der nächste Biehmarkt nicht am 14. und 15. September, sondern am 29. «nd 30. September und zwar ans dem Viehmarktplatz au der Rodheimerstratze stattstndet. Gießen, den 5. September 1903. 6722 Der Oberbürgermeister: ___ Mecum._______________ Kerbst-Merdemarkt zu Gießen. Am Montag dem 14. September d. I. findet im Anschluß an die landwirtschaftliche Ausstellung aus dem Trieb Pferdemarit statt. Außer der Prämiierung von Pferden von Händlern und Züchtern findet auch eine Prämiierung von im Privatbesitz befindlichen Pferden und Wage» statt, wofür Auszeichnungen vezw. Ehrenpreise vorgesehen sind. Es können vorgeführt werden: L Reitpferde unter dem Reiter, 2. Wagenpferde, einzeln oder paarweise (auch im Geschirr), 3. Arbeitspferde, einzeln, paarweise und vierspännig (auch im Geschirr). . Die Vorführung findet vormittags 11 Uhr statt; die Preisverteilung und Vorführung der sämtlichen prämiierten Pferde und Geschirre nachmittags 3 Uhr bei Konzert. Indem ivir Pferdebesitzer zur Beteiligung hiermit einladen, bitten wir, Anmeldungen bis zum 12. September d. I. bei Herrn Weinhändler August Schwan dahier einzurelchen. Gießen, den 30. August 1903. 6522 Die städtische Pferdemarkt-Kommffsion. ____________________Jean Kirch. ______ Donnerstag den 10. September, nachmittags ll/2 Uhr, werden Wallthorstraße 48, II , folgende Mobilien gegen Barzahlung versteigert: 1 Mahagoni-Ausziehtisch für etwa 30 Personen, 1 Mahagoni-Spieltisch, 1 desgl. komplettes Bett, Nachttisch, 1 desgl. Waschtisch mit Marurorplatte, 2. Waschtische, lackiert, Schränke, Stühle, 1 Gestnde- bett mit Zubehör, 1 Chaiselongue, Vorhänge, Teppiche und Läufer, 1 Rollschutzwanü, 2 Standuhren, verschiedene Oefen und Gastustres, sowie Haus- und Küchengeräte, dabei eine große Anrichte aus Eschenholz, für Gastwirte geeignet, 1 Badeofen und Wanne, 1 Kinüerbillard, Porzellan, Gartentisch und Stühle, Kellerutensilien. I. A.: Schneider. Die Gegenstände können Mittwoch und Donnerstag von 10—12*/.) Uhr eingesehen werden. 6710 Lager in zweiteiligen hölzernen Riemenscheiben Alle normalen Größen sofort lieferbar. Billigste Preise. Weitgehendste Garantie. Ingenieur Richard Fertsch, (liessen, Gas-, Wasser-, Elektro-Anlage«. Telephon 378. 6187 Seltersweg 77. 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SBldon.uurrLnäuswdiai MM 6^786 Magdeburg. oJor^ Spezial-Ansstellnng der 6771 Lalitit- ei Mnor-Iitalrie äug. Gabriel jr„ (liessen im eigene« Zelt-Pavillon neben dem Brauerei-Ausschank von Friedel & Asprion. Werkes igenen P. Betriebe Eine Anzahl Excelsiormühle Stellung: in Giess aufgestellt und können Während der Landwirtschaftlichen Ausstellung vom W. bis 13. September circa IOOO Me le 6786 Mark 1.50 per Meter August Montanus Nachfolger Ci- Inhaber: Robert & Max Imheuser. Marktplatz 9—10. Wir bitten unsere Fenster zu beachten. Fernsprecher 356. gestattet. 6712 Der Vorstand. ■ SunliGhl I Spazierstöcke | Letzte Neuheiten l'iixsdii'Xi-liiiiiiiiibriL' W Seife Imkrnnrfsm Gießen.I AI'HI'Ivl'lllHi-Hl Ziehung 15. September 1903. • 2000 (Gewinne zusammen Mark 40 000. 6) 6 Mk. 6683 rr 3n den dedeuitiidüen Llädlcn des Hou- tments den grüßten Keisall geerntet. 66611 Fallobst, pr. Acpfel, Zwctfcheu, Birnen (Grauhäns- ü)cn), Bohnen rc. 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