Amts- uni) Anzelgeblatt für den Kreis Metzen Wohl Eurer Majestät des rmgSverhLltniffe der unbemittelten Klaffen geschehen ist. Als der bestgeeignete Weg, sowohl für das Reich wie für den Staat und die Kommune, den minder bemittelten Bevöller- ungsklaffen billige und allen billigen sanitären Ansprüchen genügende Wohnungen zu schaffen, wird der der Anwendung deS Erbbaurechts anzusehen sein. Nur wenn Reich, Staa und Kommune in dieser Weise dauernde Eigentümer des Grund und BodenS bleiben, und wenn auf dem Wege der Genossenschastsbildung billige Wohnstätten für die unbemittelten Klaffen errichtet werden, wird es möglich sein, der Grundstücksspekulation in der Umgebung der Städte, namentlich der Großstädte, wirksam und dauernd entgegen- zutreteu. Valitische Tagesschau. Wohnungsgesetzgebung im Reiche. Die ersten Grundzüge des vor einigen Tagen bekannt gewordenen Entwurfes eines Wohnungsgesetzes für Preußen sind im preußischen Staatsministerium bereits vor Jahr und Tag sestgestellt worden. Für den Reichstag wird jetzt eine Denkschrift ausgearbeitet, in der zur Darstellung gelangt alles, was m den Einzelstaaten zur Verbesserung der Wohn- Tetl: P. ©Utto: sür »Stadt und tiontr und -Gerichts! aal": August Götz; für den An- zeiqerrteil: HanS Beck. ' Unter dem Mißverstehen, dem Unterschätzen oder dem gleichgültigen Uebersehen der dramatischen und der Schmr- jpiel-Kunst leidet das deutsche Theaterwesen überhaupt — die neue, hoffentlich wirklich echt künstlerische Leitung des Gießener Theaters wird noch obendrein unter besonders ungünstigen Umständen zu arbeiten haben. Schwer ist es, keine Satire über das Aeußere und die Einrichtungen unseres Musentempels zu schreiben, der ja für allerhand andere Zwecke zweifellos und anerkanntermaßen sehr brauchbar ist und bleiben wird. Die architektonische Anordnung des Ganzen trägt rein ästhetischen Gesichtspunkten gewiß nicht Rechnung und das Ganze entspricht wahrlich sehr wenig feiner künstlerischen Bestimmung, Man mochte das Haus eher für eine Mennonitenkirche, eine bedachte Reitbahn, als für ein Theater halten. Wenn „in diesen heiligen Hallen" einmal ein Sarastvo sein Zauberflötenlied vorzutragen hätte, dann würden wir uns nicht wundern, wenn er nicht bis zum tiefsten E, sondern bis zu einem musikalisch noch nicht erfundenen O sänge. Die Dimensionen sind ja nicht ganz unbedeutend, faßt doch das Theater-Auditorium unter Umständen 750 Menschen (bei den gewöhnlichen Vorstellungen im vorigen Muter freilich kaum einige ^Dutzend), zeigen sich aber doch oft bei Theatervereinsvorstellungen als zu klein. Und das ist ein gutes Zeichen für das Interesse, das viele in Gießen an der Kunst im allgemeinen nehmen. Am schwerwiegendsten sind ja wohl die Verhältnisse „hinter den Kulissen". Diese müssen nach dem Gebrauche ausgerollt werden, ftatt daß sie, wie in anderen Theatern, glatt in die Höhe gezogen werden können. Durch das Rollen und das dabei unvermeidliche Zerknittern werden die Kulissen recht bald unansehnliche und unbrauchbar. Daß so ettvas Geld kostet, leuchtet ein. Die Summen, die dadurch aufgebroucht werden, könnten unter anderen Umstünden wesenllich bessere Verwendung finden. Dazu kommt die Kleinheit der Bühne. Franz Moor, König Lear und andere wilde Theatermänner können hier wahrlich nicht nach voller Luft rasen, und auch nicht der allergeringste Tell von so was wie einer Kavallerie könnte über diese Bretter galoppieren. Die ganze Maschinerie ist höchst altertümlich und schwerfällig, und eine Reparation des Dekorationsbestandes wie der Maschineneinrichtungen im allen Hause wäre llägliches Stückwerk. Man sagte einst von dem allen Wiener Bürgt Heater, daß es „der schauerlichste und feuergefährlichste Kasten sei, mit dem inan jemals das zahlende Publikum bedrohte". Mas sollen wir Gießener dann von unserem Theater sagen! Sollen die jahrelangen, mehr oder minder, oder eigentlich nur mehr, berechtigten Klagen über unser Theater nicht endlich einmal zum Verstummen gebracht werden können — durch ein neues Theater?! Die Platzsrage unterliegt ja keinen Schwierigkeiten. Mr haben bekanntlich den sog. Schüler'schen Garten dazu zur Verfügung. Eine andere Frage ist die pekuniäre. Der Bau dieses Schauspiel- und Konzerthauses mit allem, ivas dazu gehört, soll er unserer aufblühenden llniversitäts- und Industriestadt würdig sein, wird selbstverständlich viel Geld kosten. Mit einer halben Million Mark frinn ettvas Hervorragendes nicht erreicht werden. Bei bem Neubau muß auch auf das stetig zunehmende Wachstum Gießens Rücksicht genomuten werden. Rehmen wir einmal an, 700—800 000 Mark wäre die Summe, mit der als ettvas Feststehendem zu rechnen wäre. Wer soll diese Summe aufdringcn? Die Stadt als solche wird ohne eine starke Belastung der Steuerzahler eure folche Summe nicht auf ihren Etat DaS Zentrum in Hessen. Die „Köln. Volksztg." besaßt sich in einem längeren Artikel mit den hessischen Reich s tagsw ah len und kommt zu einem von ihrem Standpunkt aus recht pessimistischen Ende, nachdem das Zentrum auch das letzte hessische Mandat, das zu Mainz, verloren hat. Von der Zukunft erwartet das führende rheinische Zeutrumsblatt nichts, wenn nicht die Katholiken srch in Mainz-Oppenheim aufraffen und au eigene Füße stellen. Jetzt steht es dort so, daß bei 50 000 Katholiken und ungefähr 30000 Protestanten nur mehr 2700 sichere Zentrumswähler vorhanden sind — „ein erschreckend schlechter Stand in der Bischossstadt eines von Kelleler", meint die „£ Vztg.", sie fährt dann wörtlich fort: Nr. 158 Erscheint täglich außer Sonntag». Dem Gießener Anzeiger werden tm Wechsel mit dem »elfischen Landwirt die Gießener Kamillen» blätter viermal In der Woche betgelegt. RotalionS druck tu Verlag der Brüh l'scheu Unioerj.-Buch- u. Stein- bvuiletti (Pietsch Erdens Redaktion. trpebttio* und Druckerei: Gchnlpratze 7, Adresse für Depeschen: Anzeiger Gieße«. Fernsprechanschluß Rr. 6L schlingen können, und wir haben die Gewißheit, so für oas Wohl Eurer Majestät und für dasjenige beider Länoer zu wirken. Ich trinke auf das Wohl Eurer ; ~“ Königs, Ihrer Majestät der Königin, Ihrer KönigLuben Hohellen des Prinzen und der Prinzessin von Wales, oer Präsident fandet in Koglaud. London, 3. Juli. Der Wortlaut des von König Eduard bei dem Festmahl im Buckingharnpalast auf Loubet ausgebrachten Trinkspruchs wird nunmehr veröffentlicht. Der König sagte: „Seien Sie, Herr Präsident, willkommen. Die Königin und ich sind sehr glücklich, daß Sie uns Ihren Besuch haben abstatten können, da wir wohl die größten Schwierigkeiten kennen, die sich infolge Ihrer zahlreichen und bedeutenden Pflichten Ihrer Abreise aus Frankreich entgegenstellten. Ich hoffe, daß der Empfang, den Sie heute gefunden haben, Sie von der wahren Freundschaft, ich kann sagen von der Zuneigung überzeugt hat, die mein Land für das schöne Frankreich empfindet Ich für meinen Teil vergesse niemals den Empfang, der mir erst kürzlich dort berellet worden ist. Die Gefühle, welchen ich Ausdruck gebe, habe ich immer für Frankreich empfunden. Ich hege die Hoffnung, daß nnjere beiden Länder stets zu einander die innigsten Beziehungen und tiefste Freundschaft bewahrt werdeu Ich trüike auf das Wohl des Präsioenten der Republik, ich trinke auf seine Gesundheit aus dem Glase, das mir bei meinem Besuche im Hotel de Ville überreicht worden ist, und das ich sorgfältig ausbewahre als Erinnerung an jenen glücklichen Anlaß." Präsident Loubet er w id erte: „Der mir von Eurer Majestät bereitete Empfang ist für mich von umso höherem Werte, als ich weiß, daß er an die französische Ration gerichtet ist. Der Besuch, den Eure Majestät in Paris gemacht haben, wird die glücklichsten Ergebnisse haben; er hat dazu beigetragen, die Bande der Freundschaft zwischen beiden Nationen enger zu knüpfen. Der Besuch des Präsidenten in England und der Empfang, den er dort gefunden hat, werden diese Bande nur noch enger werden genügen können. Man hat daran gedacht, daß zu diesem Zwecke anno 1907 eine Fe st halle von Staatswegen werde errichtet werden müssen, deren Kosten sich vielleicht auf 20—30 000 Mark belaufen würden. Dieses vom Staate aufzubringende Geld aber würde besser einem ständigen Gießener Schauspiel-und Konzerthause zufließen, das ja dem Universitätsfeste in ganz anderer Weise dienen könnte als eine Festhalle, und aus dem nicht nur die ganze akademische Welt Hessens, sondern ganz Oberhessen infolge der günstigen Gießener Bahnverbindungen dauernden geistigen Profit ziehen würde. Die Notwendigkeit eines Theater- wie Saalbaues ist ja seit Jahren anerkannt, und es hieße Bäume in den Wald tragen, wollte man sie im einzelnen nachweisen. Erst die gestrige an sich freilich sehr würdevolle Aufführung der Haydnschen Jahreszellen in der Turnhalle und die dortigen aller Beschreibung spottenden Garderobenoerhältnisse haben ja das dringende Bedürfnis eines Saalbaues wieder außerordentlich nahe gelegt. Don unserem Theaterwesen aber erhoffen wir besonderes Aufblühen nach dem Abschluß des Vertrages mit dem neuen, in Künftterkreisen in gutem Rufe stehenden Direktor Steingötter und der von uns seit Jahren immer wieder und wieder angeregten, nun endlich zum Abschluß gekommenen Vereinigung mit Marburg und Bad Nauheim (auch in Dillenburg werden vielleicht alljährlich gegen Exttahonorar Vorstellungen stattfiuden). Freilich, den erzieherischen Wert des Theaters — und wir sprechen hier nicht nur von unserer Stadt — verkennt der größere Tell des Publikums, dem das Theater ein Ort ist, an dem man sich ausschließlich vergnügt Der Geschmack des Publikums und sein Einfluß, der sich zum Tell in der Besuchsfteudigkell äußert, muß für die meisten Theaterleitungen maßgebend sein, ohne besondere Rücksicht darauß daß das Theater erzieherisch zu wllken die Aufgabe und die Macht hat, und darauf, daß es sich bei der dramatischen Kunst nicht um einen Zeitvertreib für müßige Leute, nicht um Befriedigung der reinen Genußsucht handell, sondern daß das Theater ein Institut von eminenter Bedeutung für unser modernes gesellschaftliches Leben ist. Nicht mit Unrecht wird das Theater der Spiegel der Zell genannt Sin gekündigt« Kandelsvertrag. Man schreibt uns aus Berlin, 7. Juli: Es ist bekanntermaßen der Zweck von Hande iS Vertrag en, durch zollpolllische Abmachungen den Warenaustausch zu erleichtern und danllt zu erweitern. Doch nicht immer erfüllen sich die an ein solches Abkommen geknüpften Erwartungen. Ein Beispiel hierfür bieten Frankreich und Brasilien. In dem vor kurzem bekannt gegebenen Budgetentwurs für 1904 teilt der ftan- zösische Finanzminister Rouvier mit, daß das vor drei Jahren mit Brasilien geschlossene Handelsabkommen fran- Mischerseits zum Januar 1904 gekündigt worden sei, well die auf brasilianischen Kaffee gewährte Zollvergünstigung und die als Gegenleistung bewilligte Zollermäßigung auf ftanzösische Produkte den Export Frankreichs nach Brasllieu nicht nur nicht gehoben habe, sondern einen Rückgang dieses Exports um fast 50 Prozent nicht einmal habe hindern können. Die alleinige positive Wirkung des Zollnachlasses sei ein Einuahmeausfall für die französische Staatskasse von jährllch 17 Millionen Franks gewesen^ den andauern Lu lassen kein Grund vorliege, weshalb sich die Kündigung des Handelsabkommens empfehle. Der Rückgang her fran- zösllcheu Einfuhr nach Brasllieu ist selbstverständlich nicht heiweigeführt durch die Zollvergünstigung. Es haben zu dieser Entwicklung offenbar verschiedene Umstände beige* tragen, wie die allgemeine wlltschafttiche Depression der letzten Jahre, die verminderte Aufnahmefähigkeit Brasiliens, wohl auch geringere Güte der ftanzösischen Fabrikate gegenüber denen der anderen Einfuhrländer. Die letztere Ntög- lichkell ist sogar wesenllich und beachtenswert, denn sie ließe wiederum erkennen, daß Handelsverträge die wirtschaftliche Bewegung eines Landes nur dann günstig beeinflussen^ wenn dessen industrielles, gewerbliches und kaufmännisches Können auf der Höhe steht, was bei Frankreich nicht durchweg der Fall sein mag. Das erkennt wohl auch Herr Rouvier, ein erfahrener Volkswirt, der als Minister der Finanzen das begreifliche Bestteben hat, bei solcher Sachlage wenigstens die Staatskasse vor Schaden zu bewahren. ganzen königlichen Familie und der englischen Nation." Der König sagte hierauf zum Präsidenten: „Ich danke Ihnen aufs wärmste für Ihre gütigen Worte." Präsident Loubet ist vormittags von London nach Windsor abgefahren. Nach dem Frühstück im Schlosse Windsor begab sich Loubet nach dem Lönigl. Mausoleum in Fragmore, um am Grabe der Königin Vittovi-a einen Kranz niederzulegen. Loubet wohnte in Gegenwart des Königspaares, des Prinzen von Wales, des Herzogs von Connaught, des Feldmarschalls Roberts und eines glänKendes Stabes von Offizieren der Besichtigung von 16 000 Mann Truppen aller Waffen bei. Die Infanterie zog im Schritt vorbei, die Artillerie und Kavallerie im Galopp. Die Musikkapellen spielten die englische Nationalhymne und die Marseillaise. Tie Truppenschau hatte eine große Me^ischenmenge an- gezogen, die den hohen Herrschaften einen glänzenden Emp- fang bereitete. Das Wetter war ausgezeichnet. Gießen, 9. Juli 1903. „Gießen muß ein eigenes Theater haben." Diese Tatsache wurde bereits vor zwei Jahren in einer Bersamnrlung des Theatervereins einsttmmig anerkannt. Heute haben wir be- rells die Mitte des Jahres 1903 überschritten, und nichts ist inzwischen geschehen, was diese Einsicht der Realisierung näher gebracht hat Den gestergerten Anforderungen an ein zeitgemäßes Theater entspricht der sog. Leibsche Festsaal wahrhaftig nicht Die Vergrößermrg der Stadt, die Zunahme der Frequenz unserer llniversität, der wachsende Fremdenverkehr, den ja ein Sonderverein Gießens nach besten Kräften zu fördern als Zweck seiner Existenz bezeichnet, das lebhafte Interesse, das immer weitere Kreise für die Bühne bewegt, sodann das 1907 zu feiernde Uui- versitätsjubelfest, das großer Räumlichketten unbedingt bedarf, das alles sind Gesichtspunkte, die den Beschluß der am Dienstag abgehaltenen Generalversammlung des Theatervereius, der Frage der Errichtung eines Theater- und Saalgebäudes näherzutreten, vollauf rechtfertigen. Man vertrat in jener Berjarmnlung die Ansicht, daß es sich empfiehlt, einen Bau zu errieten, der einen Theater- und einen Konzertsaal in sich vereinigt bei möglichst gemeinsamen Nebenräumlichketten, als da sind Garderoben, Foyer re. re. Die zahlreichen Künstler- und großen Vereins- kouzerte, die Kommerse, Stiftungsfeste re. verlangen an.- erkanntermaßen Lokalitäten, die wir hier in Gießen schlechterdings nicht besitzen. Das Iub iläums fe st her Uni* versität vollends beansprucht RÄumlichketteu, von denen die vorhandenen nicht im entferntesten den Ansprüchen Matt. ISS. Jahrgang Donnerstag 9. Juli 1903 ÄW W A wT' A BeyngSpretSr aTüÄoflar ▼ piy monatlich7b vterteV Gießener Anzeiger ° General-Anzeiger SÄ „Früher ging von Mainz die katholische Bewegung aus, und heute ist es dahin gekommen, daß wohl in keinem Wahlkreis von der Bedeutung des Mainzer Kreises ein Rückgang des Zentrums zu verzeichnen ist wie hier. Wenn auch die großen Mainzer v. Ketteler und Moufang nicht mehr sind, so müssen doch besondere Umstände obwalten, die einen solchen einzig dastehenden Rückgang verschuldet haben. Welches sind dieselben? Zunächst ist die Organisation des Vereinslebens nicht genügend; sodann fehtt das Beispiel: die einflußreichen Katholiken betelligeu sich zu wenig am polttischen Leben. Wenn nichts geschieht, so werden schließlich nur noch der kleine Wrgerstand, die katholischen Männervereiue und christlichen Arb etter vereine das Zentrum Hochhalten. Selbst die Sohne hervorragender Katholiken, die jur Kultur- kampfszett offen zur Fahne gestanden haben, fehlen in der kacholischen Bewegung der Gegenwart Selbst die katholischen Stadträte kümmern sich außer bei den Wahlen wenig um die Sache und halten keine Fühlung mit bem Volke: wie soll man da erwarten, daß sich das Volk mit der nötigen Begeisterung für ihre Stadtratssitze interessierte! Bei der letzten Reichstagswahl mußte gar einer ans Wahlen erinnert werden! So ist die Zahl der katholi- Ben Stadträte (Zentrum) gewiß nicht ohne eigenes Ver- ulden auf fünf gesunken, während die Partei noch vor zwei Dezennien die Mehrhett im Stadttat besaß. Heber* all ein Rückgang der Zentrumspartei, an Vertretern und natürlich auch an Einfluß. Nach der Wahl ist jetzt hier wieder über allen Wipfeln Ruhe! Man fügt sich ins Unabänderliche, freut sich, wenn man im ganzen einige hundert Stimmen mehr bekommen hat und schiebt alle Schuld den Liberalen zu, die nicht geholfen haben. Man sollte doch wissen, daß auf fremde Hilfe kein Verlaß ist und man um so weniger auf sie rechnen kann, .je weniger Stimmen man selbst in die Wagschale wirft Wie anderwärts, jo dürfte besonders hier die polttische Arbett nie stille stehen. Man a nicht erst vierzehn Tage vorher mit der Wahlagitation _ nnen, sich nicht mit einigen Hauptversammlungen und wenigen kleineren in dem Männerverein begnügen, sondern in allen Stadtbezirken muß ständig und ruhig im kleinen gearbeitet werden." Der Artikel schließt mit einem sehr lebhaften Appell an die Katholiken Hessens zu einem „energischen Aufrasfen aller Kreise". Gießens zukünftige Theaterverhältuiffe. baß eS 5741 Gemeinden außerhalb Unterhaltung. 1L Schlußkurse. 208.20 210.10 136.25 172.80 177.80 Wohnungen zu verhelfen. + Mücke, 7. Juli. Die ihrer Vollendung und ihrer Eröffnung entgegen gehende Bahnlinie von hier nach Laubach wurde am letzten Samstag zum ersten male bis zur hiesigen Station mit einer Lokomotive befahren. Die Eröffnung der Bahn dürfte demnach am 1. August erfolgen. Der neu erbaute eiserne Hochsteg, der dem Verehr der Mer- lauer Straße mit dem hiesigen Bahnhofe dienen soll, ist bereits dem Publikum übergeben worden. oben e.—--------- - ... Platzes werde wesentliche Ersparnisse erg. Iahresfest des Kauptverems der Hustav-Adolf- Stiftung im Krotzherjogtum Kessen. (Originalb eracht des „Gieß. An-.") B. Herbstei», 8. Juli. Aus Stadt und Kand.' Gietzen, 9. Juli 1903. - Hessischer Zentralverein für Errichtung billiger Wohnungen zu Darmstadt, liebet das weitere Fortschreiten der Tätigkeit des Vereins ist folgendes zu berichten: Die am 28. Mai unter dem Vorsitze des Frhn. d. Heyl stattgehabte Hauptversammlung des Vereins war sehr stark besucht und die dabei gehaltenen Vorträge dürften in wetteren Kreisen das Interesse für die Hebung der WohnungS» verhältnisie der minderbemittelten Klassen geweckt und neu angeregt haben. Die Bestrebungen des Vereins auf Ausbreitung der gemeinnützigen Bautättgkeit gewinnen immer mehr Ausdehnung. In letzter Zeit sind neue Baugenossenschaften entstanden in Astheim, Egelsheim und Butzbach, in einigen anderen Orten steht die Gründung von Saugenoffen, schäften in Aussicht. Die Anregungen zu diesen Gründungen amg zum Teil von Arbettern aus, zum Teil von Angehörigen anderer Stände (Arbeitgebern, Pfarrern, Lehrern. Kauf, heuten rc.). Als besonders bemerkenswert verdient hervorge« hoben zu werden, daß auch in ländlichen Gemeinden die Bedeutung der gemeinnützigen Beschaffung von Kleinwohnungen erkannt wird, was bisher u. A. dadurch zum Ausdruck gekommen ist, daß die Gemeinderäte einiger Ge- memden in den Streifen Alsfeld und Groß-Gerau beschlosien haben, zur Erbauung derarttger Wohnungen bei der Landes- kreditkasse Gelder aufzunehmen. Für die Erbauung ländlicher Kleinwohnungen kommt es ganz besonders daraus an, daß die Herstellungskosten möglichst medrig gehallen werden, da- mü die für Verzinsung und Tilgung aufzubringenden Be- träge mtt dem Einkommen der Leute im Einklang stehen. Es ist dem Zentralverein gelungen, Material an Bauplänen zu beschaffen, welches diese Umstände berücksichtigt und dabei hinsichtlich der Raumeinteilung nicht nur den Wohnbedürs- niffen genügend Rechnung trägt, sondern durch Anlage von Stall und Tenne auch die Möglichkeit zum Betriebe kleiner Landwirtschaft und Viehzucht bietet. An Hand dieses Ma- terials, sür dessen Erweiterung der Zentraloerem fortgesetzt bemüht bleibt, erscheint es möglich, auch den minderbemütel- ten Bewohnern des flachen Landes zu guten und gesunden Acr Aahresöertcht der Krotzh. KuudelsLummer Hießen. v. Werkzeugmaschmeusabrikatiou. Das abgelaufene Gesck)äftsjayr tonn inan als eines der traurig st en bezeichnen, und von chm kann man mit Pecht jagen, daß es nicht gehalten hat, was es ver> sprochen Cuartat waren alle Anzeichen bor- banden, daß der Tiefpunkt der Lonjunktur als überwunden anzusehen sei. T-ie 'Xnfragen gingen lMmfter -m und führten auch vielfach zu Abschlüflen, doch bald (teilte eä ich heraus, daß dies nur eine vorübergehende Er- cheinung war, welche die im zweiten Quartal eingetrctenc Rückwärtsbewegung der Konfunktur um so fühll-ar« machte, die bann konsequent bis zum Jcchresschluß sich neioaen. Gegen den Platz füdöstlich des in Aussicht genommenen Alandes wurde eingewandt, daß die außerordenttiche An- fteigung des Platzes die technischen und bantii die finanziellen Schwierigkeiten des Profetis unverhältnismäßig ver- n'e^2em Platze südöstlich der medizinischen Klinik wurde entaeqengehalten, daß er weitet entfernt von dem Bahnhof und den übrigen Kliniken, als der projektierte Platz, nur durch die (teile Klinikstraße zu erreichen, mithin weniger zuaänqlich fein würde, daß er höher liegend dem Winde uitb der Kälte mehr ausgesett wäre, als die profitierten Sauten und daß, wolle man bie bereits erwähnte allgemeine Anordnung der Gebäude beibehalten, die große Aront des Hauptgebäudes der chirurgischen Mimt, von öer Hauptstraße abgekehrt, in eine Seitenstraße -u liegen Der Provin-ial-Ausschuß konnte den Einwendungen, I welche sich aus Vie größere Entfernung vom ^chnhof und me steile ^ufuhrstraße stützten, kein entscheidendes Gewicht beilegen, ebensowenig den behaupteten Nachsteilen der höheren Lage, nachdem die Verhandlungen ergeben hatten, b^ß auch die tiefer liegenden Älimken unter ^m Winde unb der Kälte zu leiden haben dies aber durch die sorg- idlrint Bauausführung vermieden werden kann. Der Bau eines etwa 100 Meter langen Hauptgebäudes, Front monumental sein muß, an ^"er abgelegenen.^^ustratze würde indessen ein Fehler sein, der nur vermieden rver^n könnte durch Aendcrung des ycmz^n ProiektS. Eine A^r- deruua oeS ganzen Projekts ließe sich aber, da technisch^ Grunde sie nicht fordern, nur rechtpertigen, wenu- sich aus finanziellen Gründen als notwendig oder doch als irocdmdmg ergeben würde. uer Tat ist denn auch gegen das vorliegende Profit Tc Großh Baubehörde der Einwand erhoben worden. Um das für zwei so umjangreiche Institute, wie die . beiden anderen Kliniken keineswegs zu reichlich bemessene . Gelände auszunutzen, beabsichtigte die Großh. Banbeyörde iur die Unioersitats-Neubauten, nicht den Pavilloustll zu wählen, sondern jede der beiden Kliniken in einem großem Hauptgebäude zu vereinigen, um das sich, diejenigen Neben- aebäude, welche zur Erfüllung besonderer Zwecke für lief} errichtet werden, wie Schuppen, Jsolierrcllune und auch die Wohngebäude der beiden Direktoren der mimten, I gruppieren. Nach den Ausführungen derselben Behörde in I Anlage N. zum SitzungSprolotoll der Lokatkommifsion vom 9. Juli 1902 war außerdem der große Lperationssaal der chirurgischen Klinik, wenn irgend möglich, nach der sonnen- freien Seite zu legen und ebenso möglichst» in die Mittel des Baues, um von allen Tellen gleich günstig erreichbar zu sein und weil er einer besonderen Höhenentwicklung unb Oberlichtbeleuchtung bedürfe, der Operanonsbau, d. l der Operationssaal mit seinen vielen Nebenräumen als besonderen Anbau dem in der Gebäudemitte liegenden Haupteingang gegenüber zu legen. Bei der Augenklinik seien die Unters uchungs- und Lehrräume aus sonnenjreier Seite und möglichst nahe dem Eingang anzuordnen. Betrachtet man diese Aufgaben als gestellt, und ihre Richtigkeit wurde in den Verhandlungen auf die Dauer nicht bestritten, so mutz zugegeben werden, daß das von der Großh. Baubehörde vorgelegte Projekt eine technisch vorzügliche Lösung der gestellten Aufgaben enthalt. Beide Kliniken, die chirurgische wie die Augenklinik,^ sollen nicht allein Heil-, sondern auch Lehrzwecken bienen. Daraus folgt, daß sie nicht zu weit von den anderen Unioersitätsdauten, insbesondere von den anderen Kliniken entfernt liegen dürfen. Dies würde aber der Fall jein, wenn der Platz an der Frankfurter-Straße gewählt werden würde, zumal wenn man zwischen dem neuen Bchiplatz und d er psychiatrischen Klinik noch einen Schutzstreifen lassen müßte. Der Vorschlag, diesen Platz zu wählen, wurde dann auch während der Verhandlungen wieder zuruck- Rechnung Geschäftsjahr läßt sowohl eine sichtliche Besserung der Eisenindustrie im allgemeinen, als auch ber Werkzeugmajchinen-Jabrikation im Besonderen, er* an steile des vorliegenden, technisch bestell Projekts ein. anderes technisch weniger vorteilhaftes zu wählen. Sollte I die Großh. Regierung durch den Preisunterschied bestimmt werden, einem anderen Projekt den Vorzug zu geben, so würde allerdings das vorliegende Projekt den Zweck, dem es bienen soll, nickst oder doch nicht am besten ersüllen, und es würde dann an einer wesentlichen Voraussetzung I der Enteignung fehlen. Es könnte dann der Fall eintreten, I der jetzt nicht vorliegt, daß nicht das von der Großh. Baubehörde aufgestellte Projekt, sondern em anderes Projekt an einem anderen Platze - ellva dem von den Grundeigen- tümem vorgesckstagenen, südöstlich der bestehenden Limiten I — den Vorzug verdiente oder daß eine Trennung der > beiden neuen Kliniken eintrete, inbem auf dem letzterwähnten Platze die chirurgische Klinik allein, die Augenklinik j aber auf dem dermalen zu enteignenden Gelände errichtüt würde, von welchem bann nur ein Teil, vielleicht der wenigst kostspielige gcwähll würde. Anaesicksts ber imnierhin vorhandenen Mögllchkell, daß | unter geluiffen Voraussetzungen daS vorliegende Projelt nicht als das ziveckmäßigste sich ergeben konnte, «ttsteht die Frage, ob der Proviiizial-Ausschuß stacht verpflichtet ist bei seiner Entscheidung auch mit dieser wenn auch nur entfernten Möglichkeit zu rechnen und bcmj.enigen Proickr den Vorzug zu geben, welches unter allen Um- ftänben und unter Berücksichtigung alter Aioglrchketten nack) jeber Richtung unb durchaus den Vorzug verdrenen würde. fe”n$ie Ein- und Ausfuhr von Werkzeugmaschinen^ gestaltete sich in den drei letzten Jahren folgendermaßen: I 1 J 1AAA 1OA1 IQlin Ter JnlandvmLrauck) war nur sehr mäßig, und auch das Ausland war infolge der allgemein imgüitfhgen Gesäiasts- laae ein sehr sttftechtec Wuehmer. Eure» ganz be>onders ungünstigen Einfluß übten die vollgepfropften Lager der Maschinengroßhandlungen aus, die um leden Preis ihre Lager zu räumen suchte». Anderseits wurden leitend der Großhändler wie auch von Konsumenten sür Aichllager- maschinen solche niedere Preise lumtiert, daß diese als direkt verlustbringend häufig nicht zu arceptieren waren. Unter diesen Umstand en konnte der Betrieb nur mtt großen Lvfem und weitgehendem Entgegenkommen ui Bezug auf Preis und Kreditgewährung ausiecht erhalten werden. Recht niederdrückend für die Industrie wirkte auch ine Ungewißheit bezügl. des SckMsals der Zolltarifvorlage, und cs darf an dieser Stelle der Besiiedigung darüber Ausbruck gegeben werben, baß noch vor Jahresschluß ber Zolltarif, welcher ben abzuschließenben Hanbelsvertragen als Grundlage zu dienen hat, zur Annahme gelangte. Durch eine entsprechende Klassifizierung der Maschinen, IC nach ihrem Vereblungsgrabe, ist IN biesem Zolltarif oen berechtigten Wünschen der Maschinenmdu,trie diesmal L Tag. . Einer auf dem vorjährigen Jahresfest zu dcierstem seitens bes Vorstanbes der evangelischen Diaspora^rneinoe Herbstein ergangenen Etnlabuna folge lerstenv, tagt fett gestern der Hauptverein der Gv-stav Adolf-Stistmrg des Großherzogtums Hessen in Herbstein, das fern Festgewanb angelegt hat. Triumphbogen, Ehrenpforten, mit Fal)nen! und Tannengrün geschmückte Häuser zeugen von ber freundlichen Gesinnung ber Bewohner, evanaelijchen, wie katholischen. Um 5 Uhr begann bie nichtöffentliche Versanun- I iuna des Verwaltungsrates und der Abgeordneten der 3roeigDeretne im „Deutschen Haus", zwecks Beratung des llnterftützungsplanes. Es waren fast alle Zweigvererne durch Abgeordnete vertreten Nachdem Pfarrer Schrunps- Hirzenhain und Kunlel-Mrth durch Zuruf zu Schriftführern Einfuhr in dz — 100 kg: Darunter aus: Belgien Großbritannien Oesterreich-Ungarn Der. Staat, v. Amerika Ausfuhr") in dz = 100 kg: Darunter nach: Belgien Frankreich Großbritannien Oesterreich-Ungaru Rußland Ler. Staat, v. Amerika •) Die außerordentlich starte Erhöhung der Ausfuhr beruht nach den Ermittelungen des Verems deutscher Werkzeugmaschmen- sabrcken zum TeU aus irrtümlichen Anschrerbungen. beiaebracht werden kann. Seäst wenn diese 20359 Mark an bedürftige hessische Eemeinben uud ^741 / -ii treff en füllte so würde es doch Mark an unterstützungsbeburfttge Gemetnben außerhalb “= •&*» srSSJ Fürth (Tilgung unb Verzinsung ber Kirchb au schuld) und Bürgel bestimmt. Nachbem noch ein Antrag Guyot, ben vom Gustav Abols-Verein unterstützten Gemeinben die Erhebung von Parochtalsteuern zur Pflicht ztt mad)en, einstimmig angenommen unb auf Vorschlag bes Vorsitzenden Superintendent Petersen-Darmstadt zutn Leiter der Abendvcrsammlung bestimmt worden war, wurden die Verhandlungen gegxn 71/2 Uhr geschlossen. t Am Wend begann bie gesellige Vereinigung ber Jest- tellnehmer im „Deutschen Haus", bas bis auf ben letzten I Matz besetzt war. Den Reigen ber Rebner eröffnete desr Ortsgeistlick)e Pfarrer Zinn mit einer Begrüßung der Gäste. Ihm folgte Superintendent Petersen, der ein gesegnetes Fest wünschte. Nachher sprachen noch Dekan Hainer-Hungen, Professor Trumpen t und Superintendent Ruhl-Fulda, welch letztere SchllderuAgen der sjfot der Diaspora gaben. Durch musikalische unb gescmg- Hdie Vorträge zeichneten sich ber Gesangverein „Bruber- liebe" sowie Frau Doktor Wi l l m a n n unb Herr unb Frau. Amtsrichter Weiffenbach aus. Gegen 11 ^r schloß Superintendent Petersen den offiziellen Tell der Abend- Sandel und Verkehr. Volkswirtschast. Berliner Börse vom 8. Juli 1S0S. (Mitaeteilt von der Bant für Handel und Industrie, Gießen.) Auch heute herrschte aus saft allen ©ebteten große Geschafts- stille. In Montanwerten uni) Bankaktien sanden nur geringe Um- sätze statt. Der Stengel an spekulatwnssahigen Eisenbahnaktlen, der schon feü einiger Zeit in der Kursentwickelung der Lubeck- Büchener Eisenbahnaktien zum Ausdrirck kam, ubertrug sich heute auch aus Henry- und Gotthardbahn-Mtien, welche bet einigermaßen lebhasterem Geschäfte neuerdinas eine kleine Steigerung erzielten. Aus dem Rentenmarkt lagen Türken werte aus Pariser und Londoner Abgaben, welche mit der politischen Lage im Zusammenhang stehen, matt Kanada Shares im Einklang nut New-Yorker Meld- । ungen besestiat. Privat-Diskont 2’/» Prozent. Ansangs- Deft Kredit.... 208.50 Deutsche Bank . . . 210L0 Darmstädter Bank . . 136.50 Bochumer Guß . . • 173.A Harpener Bergbau . . I77*90 ------ Schluß-Tendenz: still. . H-ch»se«gaömotore«. In neuerer Zeil werden in Hocholen- Werkon die Gase, welche bisher nus den Pochoien unbeuuyl ent- I wichen sind, aefammelt und gereinigt unb zum Betrieb von groben I Gasmotoren verwendet. Man erbat!.dadurch eine lehr billige I äetriebstraft Motore bis zu 1000 HP. haben aui bic(e JBctie Schon viel,ach Verwendung gesunden, nnd neuerdings wurde fogar än Motor von 2000 BP. für »c» gienhen Zweck m Au trag ge- oeben Es wird dies der größte Motor, der bisher gebaut winde, ein glänzmdes^Zeugnis von deü Fortschritten deutscher Gasm°w«n- JÜduÄ Die ausjührende Fir-ma ist d.e Gasmotoreu-Fabr.c Deut; in Köln-Deutz. Zur Verwendung kommt die Maschine tm Hörärr Bergwerks- und Hüttenverein m Horde l W. vTTj.pnnmiL unvjiu^yu.vi, t v---,---- Limbura a. d. L., 24. Juni. Fruchtmarkt. Durch- aewäblt waren erstattete der Vorsitzerrde Professor Trurw- ichnitrspreise pr. Atelier. Roter Weizen 14.00 M^ Weißer Weizen ÄaSSbt ben beruht über bie vorMrrge M.,' Korn ^Mk., Gerste 9.00 Mk. Pcher 6.97 Ät., fammtung zu Nierstein und die Ausführung der Nierst einer, Erbsen 0.00 Mk., Kartoffeln 0.00 Mk. aebmen Hie hat, bas ist ein schwenvLegender Punkt, । noch so viele bringende soziale unb Wohls ah rts-Einri ch t- ; ungen auf ihrem Programm bie bedeutende pjer er- ' heischen, daß schon aus diesem Grunde der OK'^antc ber Gruiibung eines Theaters nur aus stäbtischen s..kitteln bon der Hand zu weisen ist. , . „ , o I Dann ließe sich bie Jbee eines Aktien- Unternehmens I ventilieren. Das hat indes auch seine Schattenseiten. Abgesehen von anberm wollen wir nur ben ^-edankeu in '<^1- wägung ziehen, was geschehen soll, wenn bas Aktien- llntemcbmeu nicht rentiert unb bie Gesellschaft schließlich! dazu käme, zu liguibicrcn dezw. sich aufzulösen. Wii kennen diesen Fall aus Erfurt, wo nach johrelaichen, kostspieligen Beililcheu die Aktionäre bie Lust verloren, noch weitere Geldmittel für bas Theater aufzuwenden. Die unter Umständen für ein Theater-Aktien Unternehmen ganz gefährliche Vettern- und Basen-Wirtschaft soll nur nebenbei erwähnt werben. . _ Bliebe fckstießlich nur ber eine Ausweg, ein Theater zu bauen, beffen Kosten au5 freiwillige u Beiträgen bestritten würden. „ In Gießen hat sich, und-das festzustellen haben wir erfreulicherweise schon mehr als einmal Gelegeiiheit ßc^ I habt, immer und zu jeder Zeit und wofür es immer gewesen sein mag, — es sei nur au den Buren krieg und in I neuester Zell an bie Kijchinewer Greueln erinnert — eine große Freigebigkeit gezeigt. Warum sollte das nicht aucki der Fall sein, wenn es sich für ein kunstsinniges Unternehmen handett, das der großen Allgemeinhett zugute kommt? c c.. • er » Hoffen wir, daß jener Herr, ber für bie innere Ausstattung bes alten Schlosses 30000 Mark übrig hatte, für I einen jo ungewöhnlich gemeinnützigen Zweck wie für einen Theater- unb Konzertsaalbau mindestens das Doppette spenden wird. Eine solche Gabe würde zweifellos viele andere Freunde des Theaters und der Musik zur Nachahmung aneifern, auf daß eine unserer Stadt zur Zierde unb ihren Bewohnern zur Freude gereichende Heimstätte für bie beiden Schwestertünste in absehbarer Zeit entstehen möge. Es würde dadurch ein allgemein gehegter Wunsch > erfüllt, einem wirklichen Bedürfnis abgeholjen werden. Exempla bocent! Es ist noch nicht gar jo Lange her, ba wurden in einer bayrischen Stadt für ein dort dem Prinzregenten zu errichtendes Denkmal bllinen wenigen Tagen 194 000 Mark durch freiwillige Skiträge von 20 dortigen Einwohnern gezeichnet! Könnte nicht ein annähernd ähnliches Resultat auch hier erzielt werben, namentlich, ba eS sich hier um eine Schöpfung ljanbeu, von ber b ie Spender doch weit mehr Genuß unb Freude haben werden, als es bei einem Denkmal der Fall ist! ^Ein dritter Artikel folgt) Huteiguung von Kelänve für den Neubau einer chirargifchcn und einer Augenklinik. HL 1902 1901 1900 18 924 17 019 64 287 1225 850 1841 4 461 1562 5 878 2 225 610 2 589 6 984 11 656 47 573 210 546 82 859 92 670 24 078 4 659 3 444 31 415 11664 11995 16 041 3 362 2 503 24 259 12 699 12 360 32 457 17 461 23 699 2 324 513 344 c CD c o R CD «ft 'S GDg 3 to" CD «ft e-g: E o ro . E3 s E 5 c .2? E «LG ?7ai o ° vo E) 30 3 jQ >b «D 'S E 2 2 w o, -5 5 -k t:.E c «V • CD •ft e ZD 3 .2 5 S'-S >b § ZN c CD G* c Z> un. o s c s %> s d± 5^*« S LL CG$-» C C 6> un g o cd. h- g äj G 6> XD p. « g ** c ♦2i 8 « JO 2 «ft «ft (tft 2 o o o CD CO ft- e Jd JO g C CSV «ft Jo G o 3 © G JQ G ■ 3 . G un. jO C 3 Ö s o 3 6> *xa o S SÄ' x> tftft o *- 3 5^ un. ■E3 £ «vE3 %>.9 ^”2 9 -u-o Cz >Gr-< 3 6> i C .2? «ft ° ‘S 2"! jo O JO « S C 3 2 E a o «*Ö‘Sö 9 O cu ■« S .9- rL — r— 8^ G «k-» s £ «ft ~ . — yO «2a w Oft i4 ~ S> SSL b* SHL« o -O cx w 8LZ»«- tö? S CSC 6z 6z 6z ‘? C S 3 ^.G 'S'«» 2 3 3=^ «b. q © CD CD SE5 oW 3 er? £g£ E cd" E a 3 e<& G^S' Ä?' § 3 G ■rH» 3 s E 3^" 3 ® Wuß 3 Ä 8 G CD 1 CÖO "i3-L 2 O Cl> QJ 3 N 3 §23 •J3 3 63 G ca" L«Z Z ß J wtts ST-G c s & ® 3 3 iS p P E-WJD - n 2 er?« 43 ZKZ 2 «ft p %>er?. o IO 04 O 05 «ft c JO »O r- io 63 CD C 30 o 5 Gl 33 3 CD O *o 43. 3 63 3 m^e X) »32. o -nZ § 3O ß o — «ft »G2.uQ 3 30 SS 63 r-» 63 5S Oft c 6?^ ^2-«ft c 3 LG" 3 3D 3 30 CD cj 3 g2T 3 c~» . ^.63 63 9 J-> £ p 3 5 *r- c 02 o 5 n o ZyG3 e KÄSS’ O 30 63 g$_jO -*-> 2 « W rH O «a vQ' Ä'iG.DJ E ** 3 -rf 63 ZßA^Z 3> E " — /—. ®ft G* "3 3 Oft 63 O C3 XD O — .X. öo x> 3(5) C C --fV JG .E '—p oj io : — .. g l-j p» co ^-i o <*3“ 63 CO 63 T—< t-3 G ■_, 63 .3 CD,r-^y< V—. -2 O Ö" Piqpp 63 63 63 -L^^L § g'.ES' io « 9 w E «ft 30 CD CD 30 «ft 3? G • -O 3^ Sv « tocy « rr cs «-* eö S Sd c S' c s> N- *30 Q .e" ‘5 o «ft **- 3 3 XD C .CQ «ft CD-C 9 2r .3 :C 2 _ G 63 p* C «ft :« L 9 §r ■G- -3 vO 3 C 3 63 »32. tE JO G «L 3 3 rr B EL 30 «ft s>.. E.^K CS <$> E s *—* ZD 5 « SS G « E «» 30 30 G 63 «ft E *8 W 63 63 Ö.CD O «ft *2 V* 63 S P «ft 63 . 63 GT-W o ■ÄgcQ ^3x0 S' ®g <« .5 p$ ’S Ä P r-> cd 'c G § 2' G 60 3 <— 9 t^r ♦ ,g p> 3 63 63 30 xG* «ft C 30 3' 63 CD . 3 vO c 3_ 3 O G 63 CD >3- G ■ X r- G 63 5 G ? 5 w-sG S 6* . ^*ST yO cO 63 -E G 63 G 63 sO o sG 'S1 !gs» 3 b er?b 63 O 3 GO 'S «ft «j 30 2 04 M *>§ p © «7^ «ft -2 -o 3 . *3 5 C ZD E E E 30 s >b « s •g ss cs -SS Z^LZ >R . ä DJ XO CQw jo «TgSJ ZN- - - WEc.5ag.Sr gD vG o .«J5 3 § e o cDwO.Q 3 .G«G-C7? vG C3 As.ssL " c-5-S. -w CG? o f.E 3- 63 Z L ” 6z Q_ 7" 9 *■ § G 6-9 s Ps c «ft 6z -v- 6» 30 3 JO £ Per Mn 29 76 12 405 1 950 2 500 900 15 85 12 857 70 1477 825 53 Hcwinn- und Jertusi-Konlo I e* £ Mn 452 109*11 12 857 85 16 49 231 49 231 16 5390 Dieses Haar* der Haart. Lelephoa US. 6392 19 29 1011 15 111 15 30 816 3 069 4 050 6 500 1017 56 111 15 2 681 4 800 80 JL 60 000 312 452 78 895 47 053 274 12 497 23 260 v4L 452 40 584 8 194 09 30 77 97 18 79 11 trasser, nach langjähriger Er- fahrung her gestellt,, wt aU das denkbar beste Kopf wasser erprobt und anerkannt. nung, gedeckt durch: a. börsenmäßige Wertpapiere. b. Kautionshypotheken . c. Bürgschasten d. andere Sicherheiten . r cedierte Forderungen . . r Darlehen gegen Schuldscheine mit Bürgschaft , ausstehende Zinsen y Kassebestand . . , Wechselbestand , Mobilien . Mbschreibung • ♦ H6tos Aopf- 6. Laarwafftr l das beste der Welt. J Reinigt die Kopfhaut und erhöht ihre Tätigkeit, wirkt stärkend auf den Haarwuchs und verhütet das Ausfallen Msstva. Mktien-Kapital Spareinlagen Schulden in lausender Rechnung unerhobene und überhobene Zinsen ♦ Reservesond . . . . besondere Rücklage Reingewinn in 1902/03 Vortrag vom Jahre 1901/02 Soll gezahlten Zinsen . Handlungskosten . ♦ Steuern . Veröffentlichungen, Drucksachen 477 825 |53 Flasche Mk. L50 nur in der Adler-Drogerie, Seitenweg 39. | Gießen, den 9. Jttli 1903. Dr. Naumann, Pfarrer. (Saßen Per Vortrag vom Jahre 1901/02 , Zinsen , Provisionen . Verwendung desselben: Dem Reservesond Zuschreibung zur besonderen Rücklage . Vertragliche Tantieme dem Vorstände . - . . 8°/0 Dividende den Aktionären Spende der Kleinkinderschule . Spende dem Ortsgewerbeverem für die Handwerker-Zeichnenschule Vortrag aus neue Rechnung Versteigerung. Freitag den 10. und Lamstag een 11. JrUi, nach«. 4 Uhr, Versteigerung von 03281 Wert- und Brennholz, tüte*, Fenster« n. Deren. «. Wagner, Steinstraße 76. Aktiva. Guthaben in laufender Rech- Ehristen find. Da nun aber unter diesen Christen gegen «/, Evangelische sich befinden und nur Gtto Schaaf, Sicher fabrth cbcnritdxr *. coetnetOdxr praeparatt k™__um _ —i 78 66 Bilm der Gmertetiiik Sott«, Mei-Ges, fit te uferte GeschGjük vom 1. April 1902 bis 31. März 1903. Ballt für Hlllldel vlld Zudvßrie Depositeukaffe Gießen. (Dar«stad ter Bank.) jfC $ JL £ 37 449 83 7253 89 540 88 33 318 90 147 623 30 126 376 341 13 007 65 319 321 i 74 518 j 3 6ev. bar ä INI = I. & ooo 7 4 Gew. bar ä, 500 — M. 2000 | 20 „ „ * 100 ? 200 „ „ ä 10 2000 2000 6000 5000 2000 8000 \ L.OS 1 M,, Al J-U3O AM M. I Bienen-Lose nm 50 Pf BckanntmaÄiunst. D« Lieferung von 4600 Lcutucr «uvkohlcu /'ueit« G^ße für die ftäbttfeben Anstalten für daS Rechnungs^abr 1903 foll unter den aus dem Sinuner Str. 15 der Bürge nneistcrei zur Einsicht offen liegenden Bedingungen vergeben werden. Angebote, in ivelchen der PrerS für den Doppelwaggon frei Bahn ho' Gießen anzugeden ist, find brs zum -s. Juli d. vormittag» 12 Uhr, mit der "Aufschrift ,Kol)lcnliefeumg versehen im Zimmer Nr. 15 abzugeben. (Btefeen, am 3. 3uli 1903. 0331 Der Oberbürgermeister. Mecu m. S Sofortige Barauszahlung aller • Gewinne mit 80 °/0. " 1413 Gew. LW. von M. 10 000 h Ziehung 80. Juli 1908. X Porto u. Liste Je 25 Pf. empfiehlt ; LStünaer,8“"' H General -Debit, Ungestrasse 107. r (53^5) Der neue frkMjof nnd feine Mkiljk. Besondere Verhältnisse, die das Pfarramt und der strrchenvorstand nicht änd rn konnten, haben es unmöglich gemacht, bei der ersten Beerdigung emeö erwachsenen Eorn- gclijchen auf dem neuen Friedhof eine Weih« desselben seitens der evangelischen Kirchen, gemcmde vorzunehmen. . Der Gesamtkirchenvorstand war dahin überei,-gekommen, eme solche Weihe zu hallen, es sollte dabei erst unser- Mädchenchorfchule in der Frstdhofskapell- wo du- L-uh-»red- ge- halten wird, und dann unsere Knabenchorschule am Grab, wo die Emsegmmg der tetdje statt- findet, -,n Lied singen, und hier sollte m den üblichen einfachen-vang-llsch-n Formen du.ch Weihewort und Weihegebet. die neue Begräbnisstätte, soweit für die Evangelischen bestimmt, feierlicher Weise sprechen. DaS Verlangen hierzu ist in der Gemeinde vorhanden und vielfach kundgeworden, und wird täglich dringender ausgesprochen; es würde in unserer Gemeinde sehr schmerzlich empfunden werden, wenn ohne alle Weihe des FrtedhosS fort und fort unsere lieben 'toten dorthin gebracht würden. Bei dem oder den zuerst begrabenen Evangelischen hat sich diese Weihe mcht er- । möglichen lassen, waren doch schon vor dem ersten Erwachsenen zwei Kinder, die als getaufte Kinder ebensoviel gelten, wie die Alten, auf dem neuen Friedhof beerdigt worden. ^3cnn nun auch schon mehrere Tage dahingegangen und mehrere Beerdigungen gehalten find, fr soll Weihe und Segen doch nicht völlig unterbleiben; beides kommt m solchem r.'sall immer noch zur rechten Zeit. So teilen wir denn unserer Evangelischen Gemeinde mit, daß bei der am Freitag -en 10. Juli d. Js., nachmittags 5 Uhr, stattfindenden Beerdigung des Herrn Oekonomen und Ortsgerichtsmanns Ehristian Haubach I. zugleich die einfache kirchliche FriedhofSweiho seitens der Evangelischen Kirchengemeinde am Grabe gehalten werden soll. In der ^ried- twfskapelle wird, bei Gesang der Mädchenchorschule, für den Verstorbenen die Leichenrede gehalten werden; und darauf wird am Grab, mit Gesang der Knabcnchorschule, verbunden mit der Einsegnung, Weihewort und Weihegebet ftottfinber Je zahlreicher sich hierbei die Mitglieder der Gemeinoc or* Grabe einfinden wollen denn ohne Gemeinde hat evangelische Friedhofsweihe keine Bedeutung 5e|to erbaulicher und feierlicher wird die Weihe und Beerdigung sein. Für die Reisezeit empfehlen wir unsere Schrankfächer (Safes) jnr Aufbewahrung von Wertgegenständen aller Art unter eigenem Verschluß des Mieters Preis für ein Jahr Mt. 15.— w , einen Monat , 3.— sowie 4460 anslörrdilches Seid nni> Kkistkreditbriksr. * 1600 „ r, 27U6. = w e I Gewinn i. W. = „ 2 Gew i.W.zus. = „ 2 497 » i.W. „ = „ 'S Los 1 M., 11 Lose 10 I teuren'‘Angehörigen unb wuc selbst werden in .geweihter Erde' zur Ruhe gebracht, als 9 111 W Saatkorn zur einstigen Auferstehung. ^ampane 6,dU iMU Niemand wird es den Katholiken wehren wollen, daß sie nach ihrer Lehre auf emem tnnqef(finittene§ WW solchen Friedhof kinz ______<•?*-.. .—.r....... innorknih hw 'Ztrirhhnfäorbnunci. 3 Ws Wagen frei ans Haus. Eben o wenig kann man uns Evangelischen Mehren, daß wir, mnechalb der L^edho sordnung ÜÄ J. We°hös», Marbgrstr. s über daS gleichsam uns bestimmte Gebiet des Totenackers em Segens- und Wechewort m Ctomrtet versand« »o» ««*»■ | Da nun aber unter diesen Christen gegen «/» Evangelische sich destnden „no nut ty ' Ü. L.ls etwa V. Katholiken und andere Christen, so ist es wiederum sehr begreiflich und ü'recht- »ttlllllt Höll. Lllkötlltll ferrigt, daß wir Evangelische jene Stätte, an der wir weitaus die meisten Toten bestatten, O pftehlt billigst Ssvb die meisten Schmerzenstränen meinen werden, als eine in unserer Weise auch 9eroel^e unb Georg Wallenfels geheiligte Begräbnisstätte vor uns haben, daß w,r dos Bewußtsein erlan^n möchten. Misere Malltvlatz 21. Telephons ~ Erde' mr Ruhe gebracht, als 452 ]09 12 857 8ö Belanutmachung. Flur 41 Mr. 91 — 1812 r?.u. Mtr. «cker vor der Warte, auf die Mardurgcrstraße, früher dem Balthaser Ciuil 1 kilfoincftuä qebörig, enemlict) mciftbietenb an Ort und eteUc üerfteigert werden, ^chanünenkunit auf der Marburgerstratz« an der ,L>tadl Marburg . Gießen, den 6. Juli 1908. Der Oberbürgermeister. SDt e c u m. I geweiht werden. k Wohl wiffen wir, daß der von der bürgerlichen Gemeinde eingerichtete neue r^nedhof zmn Ruheplatz bestimmt ist für Verstorbene aller Bekenntniffe (Klmfessionen), auch rller Religionen, auch für alle Solche, die ,m Leben ferner Reltgwn angehören wollten. Deshalb ist er aber doch nicht em konfessionsloser Friedhof, sondern melmehr em allgemein on- fessioneller (mterkonfessioneller) Gemeinde-Friedhos, auf dem jede Konfession mit ihrer Eigen- art, Sitte und Ordnung zur vollen Geltung kommen kann, und Alle mt Fne^n tnüeuwnbe ihre lieben Toten friedlich nebenemander bestatten. Ja, da Misere ^raelstisch«r Mitbürger, gemäß ihren Grundsätzen, chre Toten nicht mitten unter die christlichen m dieselben Reihen __ __________ begraben wollen, sondern einen besonderen Platz wünschen und erhalten, und da dem ent- ntlb Seefische sprechend das Kreuz, das christliche Kreuz, über der Friedhosskapelle leuchtet, so ist tm, ' >rT neue Friedhof, soweit das Kreuz sein Gebiet beherrscht, em chrisütcher; und rotr bem Stadlrat herzlich dankbar dafür sein, daß er, ohne deshalb irgend lemandcn Jeu .eit auszuschließen, dem Friedhof in weiter Ausdehnung durch das Kreuz sein christliches Gi präge gewahrt hat. Das ist auch durchaus gerechtfertigt; denn m Gießen leben unter den mehr J. M. Schulhof iu 26 500 Einwohnern nur etiva 900 Nichtchristen, also nur rund Vn» wahrend /„ und sonstige Unkosten . Abschreibung auf Liobilien ' . Reingewinn im Jahre 1902/03 12 405 76 Vortrag vom Jahre 1901/02 nQ H. Nie». Carl Zimmermann. H. Moos. Kzt: ™ Uhs Schulstraße, Ecke Sounenstraße stelle ich mein Lager in französ. Kognak, deutschem Kognak, Likören Cigaretten sowie einen Posten Cigarren zu bedeutend ermätzigteu Preisen "VT zum Ausverkauf. Carl Retter Giesten, Schulstraße, Ecke Sounenstraße. Besonders wache ich auf einige hundert Flaschen franz. Kogua« outmÄ, welche ich »** Lelbstk-stenpre.» abgebe. 5266 BKolonial-Lotterie Ziehung IL August 1903 | ^"140000 \ Haapijei. bar 1.10 000 fi- 1 Gewinn bar M. 10 OOO K. 22/03. Donnerstag, 20. Angnst 1908 nachmittags 2 Uhr, wird auf htesigenl Ortsgertcht die. vor dem diamen des August H o f-1 mann stehende Parzelle alt 27/162»'/»., neu 3/116,6 = 485 qm po fr alle am Brennofen, stoßt auf die Wiese, öffentllch meistbietend versteigert werden? ^001 Gießen, den 8. ^fuli 1903. Großh. Ortsgerrcht Gießen. (B**s Donnerstag, 13. August 1903 nachmittags 3/, Uhr, wird auf hiesigem Ortsgerrcht die vor dem Namen der Simon, Emilie, und Kons, stehende Par^ I zelle der Gemattung Gießen, all 1/45, neu l/96o — 310 qm 1 Hofraite in der Dtühlgasie zwecks Auseinandersetzung der Gemeinschaft öffentlich metft- bietend versteigert. Gießen, den 8. Juli 1903. Großb. Ortögertcht Gießen. Gros. 53991 Kreitag den 10. d. vor- mMags 12 Uhr, soll ein herrenlos eingefangener, anscheinend wertvoller brauner Jagdhund auf der Polizeiwache meistbietend versteigert werden. 5407 Der Polizeiwachtmeister: Kasper. Bekanntmachung. ttfa die Ebel-Sttfrung ist zu vergeben die Lieferung von etwa 35 fertigen dlnzügen für Zknaden (Joppe und ScmHetb | obne Weste), ,c e„ 50 Meter Stoff zu Wnllerklefrem für Mädchen, ' 35 . Flanell zu Unterröckeil, 80 . Baumwollflanell bezw. palblemen zu pemden. ' ferner soll die Anfertigung von etwa 20 Madchenkleldern und von etwa 45 Knabell- und Mdchenhemden vergeben werden. Angebote auf Lieferrmg der Anzüge und Stosse, sowie An- frrtiauna der Madchenkleider, llnterrocke und pemden sind spätestens bi» jum 15. d. Alts, auf dein Armenamt, Neuenbäue 43, einzureichen. Für die Knaben-Anzüge find Dtuster m Loden- und Lörracher Tuch vorzulegen. Gießen, den 3. Juli 1903. Die Armen-Deputation der otabt Gietzen. Eurfchmann. Donucrötag, d. 23. Inti 1903, »achmttagS 3 Uhr, werden die den Karl Wilh. Alops bom Eheleuten in Gleßen zu- stehendeii Parzellen der Gemarkung Gießen 1/666 = 75 qm Hofraite auf dem Kreuz, 1/568=160qm Hofraum daselbst auf hiesigem OrtSgericht meistbietend versleigett werden. Gießen, den 9. Juni 1903. Großh. OttSgerrcht Gießen. GroS. 4671 Donnerstag, 13. August 1903 unchmittagS 3 Uhr, werden auf hiesigem Ottsgericht die dem Joh. Heinrich Montag iinb Ehefrau zustehenden Liegen- fchasten der Gemarkung Gießen, das sog. Lotet Einhorn, öffenllich meistbietend versteigert werden. Großh. Qrtsgericht Gießen. Gros. 5401