Dienstag S.JnnilV03 153. Jahrgang Zweites Blatt. Ai« heutige Summer umfaßt 10 Seite». er bei Beniunif zurück, wo Aus Ztlaöl uuii Land Ibrtfie für Teoeichen: Anzeiger Gieße». ^mtlptrd)anld)luß Nr 5L liche Richtung des LmkSlrberaliSmuS hat die Macht der Li- beraten un Reichstage gebrochen. Die Wähler m der Land- wirtschaft und im Handwerk fielen ab, während sich daS Zentrum durch die Befolgung einer gesunden Mittelstands-, Arbeiter- nnd Bauernpolitik seinen Bestand erhielt und in- olge dessen alS Dtachtfaktor ersten RangeS im Reichstage regiert Die Balkan-Unruhen. Wie auS Sofia telegraphiert wird, fand am Sonntag eine von vielen Tausenden besuchte Versammlung statt, aus der Professor MichailowSky scharfe Ausfälle gegen Rußland machte und die Mission Natschewitsch sowie die Politik der Regierung in der makedonischen Frage gut hieß. Er forderte die Makedonier auf, allesamt gegen bcn1 nationalen Erbfeind loSzugehen. Bei dem Dorfe Ghirdarbor wurde die unter dem Befehl deS AttanaS Khunga stehende bulgarische Bande, welche seit Langem die Gegend brandschatzte, vollständig vernichtet. — 280 Familien qu§ jpotti und Gruda, darunter 78 Bewaffnete, überschritten die montenegrmische Grenze und wurden auf monicnegrini- chem Gebiete entwaffnet und in t " 2 niontenegrinische Gesandte in Konstantinopel Bakitsch, unternahm bei der Pforte wegen der Hennschaffung dieser 280 nroiiali,w7bP^vier1«- jährlich Mt. 1J0; but* Abhole. u. Zweigstelle,, monatlich 6o Pf.; durch diePoslMk.2.-vl«riet- idbrl auSfchl. veitellg. Annahme von »nzelgen tüt öit LageSnummer bi» vormittags 10 Uhr. Zeilenprrts : lokal WB!« exiiroda» 80 Pig. rSahlbeweguug. — Für den Wahlkreis Friedberg-Büdingen ist alS freisinniger Kandidat der Abg. Eugen Richter ausgestellt worden. __ Die Nachricht, im Wahlkreise Bingen-lllzey wollten die Sozialdemokraten im ersten Wahlgang für den Freisinnigen Schmidt-Elberfeld eiutreten, wenn die freisinnigen m Darmstadt-Großgerau für den Sozialdemokraten stimmten, wurde von der sozialdemokratischen Mainzer Volks- ata/ in Abrede gestellt. Demgegenüber hält das Journal die Nachricht aufrecht. .Leitende* Kreise hätten unterhandelt, d»e Unterhandlungen aber keinen Erfolg gehabt. In Offenbach-Dieburg ist daS Zentrum für Verwalter Uebel recht re9C* — In einem Artikel gegen die .Vereinigten Liberalen^ stellt die .Wormser Ztg/ dem Zentrum rin Lob auS. Sie schreibt: .Diese eminent unwiffenfchast- Nr. 132 • täglich außer Sonmags. Dem Gießener Anzeiger werden tm Wechsel mit dem vtsslfchen lanbwltl die •lettener Familien* blätter viermal in der Woche beifltUflL Retationftörud a. Verlag der Brüh ljjd?en Un wett.-Buch- u.6teirv- brudem (Pietsch Grderh RedattUm, tepeötttoa tbarineni^ule, habe sich «IS zu fiem entliefen und sie mußten ein anderes Lokal suchen. Sie fanden den großen Saal des Frankfurter Hofes, der aber erst ausgeräumt wer- den mußte. So blieb nur eine Viertelstun d e Zeit »ur Probe; trotzdem sei der Stundenchor konzcrtfertig geworden. Zur Rückkehr fanden sie keine Droschken und mußten zu Fuß gehen; dabei stießen sie kanutester Roman fuhrt denselben Tttel. so sagte er, seien in Frankfurt nicht behandelt worden, wie ie es erwarteten, aber sie hätten die feste Ueberzeugung, daß sie von ihrer Höhe nicht herabgestiegen seren; das hätten ihm auch mehrere Preisrichter versichert. Die Knet sollten sich alfo durch da- erlittene Wrßge,chick nicht entmutigen lassen; |ie sollten den Kopf hvchhcllten und weiter streben auf der Bahn, die ihnen ,chon so viele Ehren und Erfolge eingebracht habe. Der alte würdige Herr, dem Schmerz und Tränen zuweilen die ^tunme erstickten — auch manche Sänger meinten — Woß mit dem Dank des Vereins an die Firma. Emer der Linser, Rektor Schumacher, sprach in aller Mimen d^ Gelöbnis aus, daß ie sich nicht irremachen lasten und daß sie nach wie vor At und treu zu ihrem Dirigenten stehen würden. Sein 5)och galt diesem Dirigenten, Prosestor Schwartz. Brausender "rubel folgte bie)en Worten; man hob den Stotat alri tinei i swhl unb trug ihn unter Abstngung toG b^T^ei3d)or»'„auf den ZchiL hebet ihn" em- W-il- herum. Herr d. fcamet, der Vorsitzende des Frmtk- sirrter LiederkranHes, sprach d-mn herzliche Worte zu den toinern. Sie sollten sich chr Mttzgeschick nicht zu nahe neben lassen- es dürfe ihnen nicht bange fern, denn wer eine solche Vergangenheit habe, und auf solche Eistolge zu- ru-Mi-I-si könne, wie der Kölner Verein^ der tonne,tch mit Zuversicht sogen: Getrost, auch untere »runde wird wieder schien? Ärum sollten dte Kötner heimwärts ziehen, ohne Groll im Herzen, namenlliq ohne ©roll gegen tftant- furt Dieses habe die Kölner Sänger tn sem Herz ge- Nsien und rn bitte sie, mich Fr^kfurr nicht zu der. gessen. Sein Hoch galt dem Kölner Verein. Sr, -mderer Sänaer, Professor Wetchelt, toastierte bann auf die Tomen ber Firma Fell' ui ' ans die Frauen der songer, die ganz aSmi chre n , tvus des erMjenen Mitzgeschicks, nicht Kacr 'icit n w. u-.L. r» Tont der Domen sprach Tr. M E, der jetir ^och dem Präsidenten v. Othegraven ausbrachte. Herr v. ^thegraven dantte und erklärte,er werde dem Verein Treue halten, wie der Vereui ihm. Heber die Grunde ihres.Mißgeschicks erzählten die Kölner folgendes: Ihr Probeiaal, die Turnhalle der Ladenten statt. — Der Schatzmmister brachte tn der Kammer einen Gesetzentwurf ein betreffend Konversion der inneren 4», .prozentigen Schuld in eine Z^prozentige konsolidierte Schuld und verlangte hierfür die Dringlichkeit. Der Mmister hofft, es werde fich hierdurch für das Budget ein Nutzen von 7 Mill. Lire ergeben. Er erbittet die Ermächtigung, eventuell Vorsorge treffen zu können, für eine Konversion der konsolidierten bproz. und 4prvz. Schuld in eine drei- WUI°°N aut I ^uhalbprozentioe, ohne sich von neuem an doö Parlament das Innere gebracht. Der I < mü’ccn ri~*;----' Wie^n, 9. Juni. Feldzeugmeister Baron Franz, Phi- ... ... r, w , lippovich ist, 83 Jahre alt, gestorben. Familien Schritte. Am 6. d. M. wurde an ber in einer Petersburg, 8. Juni. Anläßlich der jüngsten Juden- Entfeinung von 14 Kilometern von der Verbindungsbahn gesetze brachte die „Nowoje Wrcmja" längere Arttkel, kne NiiL-Uesküb aeleaenen Stadt daS Erscheinen einer Bande bezwecken, Stimmung gegen die llldische vevöl- die die Bande umzingelten und nach sechsstündigem Campst! wird dargelegt, wie die Huden aufrieben. Die Bande hatte eine Anzahl Bomben und war des Gesetzes vom 3. Mai 1882 sich auf dem Platten mit GraSgewehren bewaffnet. Man ist erstaunt, daß sie io uail^e festzusetzen wüßten und ,chas bäuerliche Leben vernähe an die Stadt herankommen konnte. giften". Darin liegt unausgesprochen die Andeutung, daß >. -1 —---------— -g—g? I CiJ noch schlimmer werden wird. ‘Älldlnnh Algier, 8. Juni. Tie Beschießung der Oase Figig währte nach dem Bericht der „Temps" mehrere Brussel, 8. Juni. Zuckerkommission. Ter Vor- Stunden. Tie Artillerie verwandte Melmitgeschosse, womit sitzende Capelle berichtet über den Fortschritt der Arbeiten. dresche in die Lehmmauer der Oasenstadt gelegt Tie Gesetzesbestimmungen Rumäniens uno Japans wurden vereinzelte Häuser zerstört wurden. Alsdann schossen geprüft, diejenigen von Teutschland, Luxemburg und Oester-1 Franzosen noch die Moschee zusammen und richteten reich-llngarn übersetzt unter die Mitglieder verteilt. Zur vereinzelte Bomben auf entferntere Aeile der Oase, um Erörterung standen heute die Bestimmungen Deutschlands Eingeborenen die Sicherheit und Wirkung des FeuerS und Luxeniburgs, die die Vormittagssitzung aussullten. Tas hegreislich zu machen. Schließlich kehrten die Truppen ohne Studium der anderen Gesetzesbestimmungen ist noch Nicht I Berlust nach dem Feldlager bei Beniunif zurück, wo beendet, da einige tatsächliche Aufklärungen noch eingeholt ^neral L'Eonnor erwartet, daß die Bewohner FiaigS selbst werden müssen. Diese Aufgabe übernahm das Bureau. Die um Schonung bitten. Aus der Oase wurde auf bie Fran- KDmmission vertagte sich bis zum 12. Juni in der Hoss- geschossen, doch erreichten die Kugeln ihr Ziel nicht, nung, alsdann die Prüfung der Zuckergesetze von C^ter- Verluste der Eingeborenen sind unbekannt sie sollen reich-llngarn, Rußland, Italien, England, Holland, Schwe- ^ bn'und Minder schon feit Tagen in Sicherheit gebracht den und Dänemark wieder in ersprießlicher Weste aufnehmen I v^b?n. zu können. Heute abend fand ein Enipfang in der eng- Pretoria, 8. Juni. Infolge der Opposition gegen tischen Botschaft statt. w .. . . _ die Erteilung des Ge meind e w ah Ire ch ts an Far- Paris, 8. Juni. Tie amtliche Ankündigung des Be- vige bringt die Regierung einen 90)änberungSantrag ein, suches König Viktor Emanuels, der vom itahe- nQd bem Wahlrecht auf weiße brittsche Untertanen Nischen Minister des Aeußeru begleitet sein wird, erregt ^bschränkt werden soll, also außer den Farbigen auch alle allgemein lebhafte Befriedigung. Tie Blätter begrüßen den Hemden Staatsangehörigen davon ausgeschlossen werden. Enst'chluß des Königs mit Wärme und bezeichnen den Besuch I ---- - — als das letzte Glied einer Kette von Aufmerksamkeiten, welche die neue Annäherung beider Länder herbeigeführt habe. . n. _ I Gießen, 9. Juni 1903. — Ter Kolonialminister hielt gestern m Limoges cm- . Personalien. S. K. H. der Großherzog haben den U5?"0eTienT-1A-chU-ll-v Sari Rohl -u- Rvthsilbrrg (Rh°.nvsalz) zam zeit, daS demnächst cnbgUtig erledigt wird, die Armee starken werde. «Senator Hani Veck. GietzenerAnzeiger w Seneral-Aiyeiger v Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Deutsches Reich« Berlin, 8. Junt Das Kaiserpaa-r heute vor, mittag auf Station Wildpark ein getroffen und hat sich sofort nach dem Reuen Palais begeben- — Der Kaiser nahm heitte mittag im Reuen Palais den Vortrag des Chefs be» Zivil,Kabinetts von LueanuS entgegen. , , — Ein große» Kavalleriemanöver wird am Donnerstag und Freitag in Döberitz stattfinden. D^r Kaiser wohnt der Uebimg "bei und bleibt auch in der Nacht zum (Vreitag im Barackenlager, wo sein aus Anlaß ber Döberitzer Festlichkeiten errichtetes Wohnzelt noch tot- Händen ist. Da sämttiche an dem Manöver teilnehmenden Truppen in den Baracken nicht untergÄrracht werden können, so erhalten die umliegenden Ortschaften Einquartierung. „ — Aus England ist eine Abordnung der 1. Rv- aal Dragoons in Berlin ein getroffen, um vom Kaiser Abschied zu nehmen. Das Regiment wird nämlich in Kürze England auf zehn Jahre verlassen, um in ^nbien Dienste zu tun. Die Abordnung besteht aus dem Jtegv- mentskommondeur und fünf weiteren Offizieren. Sie werden als Gäste des Kaisers an den Kavalleriebesichtigungen tellnehmen, die morgen hier beginnen. Auch der hier eui- aetroffene Kommandeur des östretchisch - ungarischen Hu- iaren-Regiments ,Fronvrinz Wilhelm" ist ebenfalls zur Teilnahme an diesen Besichtigungen eingelaben worden. - Der preußische Hof legt für den Prinzen Julius zu Schleswig-Holstein, Sonderburg-Glucksburg trauer bis eänschließlich den 14. b. 9JL an. — Der Geburtstag ber Kaiserin Alexandra von Rußland, die gestern ihr 31. Lebensjahr vollendete, wurde vormittags in der Kapelle der hiesigen russischen Botschaft durch einen Gottesdienst begangen. Alands fand bei dem Ossizierkor^ des 2-Garde^ragoner- SlegimentS ein größeres Diner statt, an dem die Botschafts-' mitalieber teilnahmen. — Einem Berner Telegramm der „Frkf. Ztg. äyfolge aXaubt man dort, die deutsche Reichsregierung wolle die Zieichstagswahlen abwarten, ehe sie der Schweiz bett. die Revision des Handelsvertrags Vorschläge macht. _______ Aachklällge zum KrauLfurter Sängerwettstreit. Ans Anlaß des Sieges des Berliner Lehrer- Gesangvereins richtete der Kaiser an den Ober- h ü r a c r in c i ft e r Kirschner- Berlin ein Telegramm, tn dem 3er die Stadt Berlin beglückivünscht, «dem Berliner ^ebrer-Gefangverein seinen Dank für die treue Arbeit aus- iöriiüt und die Hoffnung ausdrückt, daß der isteg dazu «,2-n^ nLe. dem deutschen Volk sein LiÄ> zu erhalten .. Jf lind\ 'n feiner Veredelung und zur Vtar^ng der Vaterlandsliebe oeizuiragen. Oberbürgermeister Lkrfchner hanfip tc eara^biid) Ter Verein werde ficherlich aufs Wen" ^pfl^e/uL A bS de^chm bur£ m.ääXsä •£ m>s -t°stSetnrunb würben von ber Bevölkerung fHinrntobe- ftabt ein, und wuroe , Stadtschulrat Gerstenberg Stützt. ^rgertMis empfingen bu heimkehrenden, Berliner Lehrerverein und dem Zeuttal-Sänger- “‘Jf"'-. beide» Vereine Di- B-. dee Dorichenbcn d unter ben Mängenter r 1 in welche die vor dem Bahnhof stehende Vollsyymm, m Sänger fteudig emscimmte. ^^un6» ieta JU -rsahr-n^wi- bi- Köl- Mika-schick tragen würben, sie führten am ner ihr Je t B J l1?. B'such der Sck-aumweinkellereien . Sonntag „^rmittag den £ Sachsenhausen aus und von Gebrüder ^st mid ^e^ z^hstück an. nahmen das 191^1 geplant und Ware nun saft eir.c -^ouerf - versammelten sich die Gast», zum Ä- iJSi der Firma begrüßte GeichastSsuhrer rz-ruhstua. Dann ergriff der Präsident der ®e Seiner heim: hier: Dispens von Z gesucy des Jakob Etzbach fi ür die Dttrrburgersttaße; hier: Blumen per Bahn Prinzessin per Bahn Be von Mk. mannshausen und Schloß Rheinstein, worauf sie die Weiterfahrt nach Bonn antraten. Prinz und Adolf von Schaumburg-Lippe sind um 8.50 Uhr nach Bonn abgereist. Frankfurt, 8. Juni. Das Werfen von Dispens. 5. (Genehmigung von Rechnungen. G. Reparatur des städt. Pflasters; hier: Zustand der Einfahrten beim Gaswerk und dem Postamt 2. 7. Reparatur von asphaltierten und zementierten Bürgersteigen. 8. Anbringung von eisernen Untergestellen und Miller'schen Patent-Sprengvorrichtungen an den beiden älteren Gießfässern. 9. Neubau der veterinärmedizinischen Institute; hier: Herstellung der Seitenstraße nordöstlich des Bauplatzes. 10. Ter Reitweg in der Licher- und Grünbergerstraße. 11. Geländeaustausch am Niegelpfad. 12. Verkauf von städtischem Gelände in der "Neustadt an Philipp Wagner. 13. Desgl. an Heinrich Arnold IL 14. Gesuch des Gastwirts Ferdinand Harnickel dahier, um Erlaubnis zur Benutzung des Bürgersteigs vor dem „Kaiserhof" in der Schulstraße. 15 Uebernahme und Unterhaltung des Erbbegräbnisses der Karl Faber Witwe. 16. Inkrafttreten derFriedhoss- und Begräbnisordnung. 17. Verlegung des Stadtringgrabens von der Steinstraße bis zum Wa.lltor in die Nordanlage, desgl. vom Walltor bis zum Ausgerinne in bie Ostanlage, Süd- und Weftanlage. 18. Kanalisier - ungderLayn. 19. Gesuch des G. Skalitzky um Erlaubnis zur Vergrößerung seines Wirtschaftsbetriebs, Plockstraße 11. 20. Gesuch des Jakob Best dal)ier um Erlaubnis zum Gast- wirtschastsbetrieb im Hause Bahnhofstraße 34. •* Uebersicht der Stu dierenden der Laudes- Universität. Im gegenwärtigen Halbjahr sind 1092 Studierende immatrikuliert, davon sind 685 Hessen, 407 Nichthessen. Dazu kommen 4 Hospitantinnen und außerdem 40 Hörer und 13 Hörerinnen, die die Vorlesungen besuchen, so daß die Gesamtzahl 1194 beträgt. Es studieren Theologie 74 (darunter 69 Hessen), Rechtswissenschaft 198 (172), Medizin 158 (63), Tierheilkunde 169 (24), Zahnhellkunde 8 (4), Philosophie 36 (8), Mathematik 93 (85), Naturwissenschaften 64 (47), Chemie 73 (36), Pharmazie 18 (5), Kameral- wissenschaft 1, Forstwissenschaft 58 (51), Geschichte 7 (6), Klass. Philol. 42 (37), Neuere Philol. 93 (78). Danach ist die Gesamtzahl der auf die angegebenen Wissenschaften sich Verteilenden 1092, wovon 685 Hessen sind. — Auf Preußen fallen im ganzen 246 Studierende, auf Bayern 51, Sachsen 6, Württemberg 3, Baden 20. — Oesterreich-Ungarn stellte 8 Studierende, Rußland 23, Frankreich 4, Großbritannien 3, Niederlande 1, Schweiz 2, Türkei 1, Spanien 1, Serbien 1, Rumänien 2. Von Nordamerika sind 2, Südamerika 1, Afrika 1, Indien 1 und Japan 2 Studierende. ** Hessisch-Thüringische Staatslotterie, der heutigen Ziehung der 3. Klasse fiel ein Gewinn 20 000 Mk. auf 9lr. 60859, ein Gewinn von 10 000 gepachtet. Es werden 30 Schießstände, 2 Stände für Wild und 2 Pistolenstände errichtet. — Auf der Grube .Eifer- Hardter 2iefe* bei Eisern unweit Laasphe ist durch einen zu früh losgegangenen Sprengschuß ein schweres Unglück entstanden. Zwei Bergleute aus Ostbelden, die in der Nähe der Sprengstelle sich befanden und sich nicht mehr rechtzeitig in Sicherheit bringen konnten, wurden durch die umherfliegenden Sprengstücke auf der Stelle getötet, zwei andere Personen erlitten leichte Verlegungen. — Baronin v. Rothschild in Frankfurt a. M. stiftete 300 000 Mk. für das dortige Siechenhaus. au ihre M verjagten; t Schluß des sammlung. einem Serid An bat Pr gramin abg nächsten Ko blieb das 3 abstimmung für London deuten Witt den Sttmgrefc Berlin falte mittag iotschung rialbiiettor 5 heitsanüs A reiche Vertre Leyden hieß Dr. Mthofi SDlann: hier der V Mannheimer Heute morgl Namen der Verband, b< hält. Auch Vorsitzende Charlottenbu mcmn II. von Heuchelheim für die Straße Gießen-Heuchel- heim: hier: Dispens von § 18 des Lrtsbaustatuts. 4. Bau- in den kaiserlichen Wagen, wovor wiederholt eindringlichst gewarnt worden ist, hat hier zu einer peinlichen Szene Veranlassung gegeben. Als der Kaiser und die Kaiserin sich nach der Festhalle begaben, versuchte eine gutgekleidete Dame einen Blumenstrattß m das kaiserliche Gefährt zu werfen. Der Wurf verfehlte sein Ziel und traf den Helm des Kaisers mit solcherWtlcht, daß sich die Kaiserin sichtlich erschreckt von ihrem Sitze erhob. Die unbesonnene Urheberin des Zwischenfalls wurde zur Feststellung ihrer Persönlichkeit sofort zur Polizei gebracht, wo man ihr ernste Vorstellungen machte, um so mehr, als die Behörden schon vor der Ankunft des Kaiserpaares in der Stadt durch öffentliche Kund- gebtlngen den Bürgern das Werfen mit Blumen streng untersagt hatten. Frankfurt, 9. Juni. Auf der WilhclmSbrücke ereignete sich gestern nachmittag ein bedauerlicher Unfall. Gymnasiallehrer Heinrich Küntzle fuhr mit der Straßenbahn in die Stadt, als ihm der Sturm den Hut vom Kopfe jagte. Bei der Hast, ihn zu fasten, bekam K. das Uebergcwicht und stürzte aus dem Wagen. Bewußtlos wurde er vom Platze getragen und in daS städtische Krankenhaus gebracht. Er hat schwere äußere und innere Verletzungen davongetragen. (Kl. Pr.) w. Marburg, 8. Juni. Am Sonntag beging im Saale )er Museums-Gesellschaft der hiesige Postunterbeam- ten-Verein das Fest seiner Fahnenweihe. Nicht nur von Kassel, Frankfurt, Fulda, Wetzlar, Weilburg, sondern besonders zahlreich waren die Kollegen aus Gießen hierhergekommen, um Zeugen des feierlichen Aktes zu sein. Der Gießener Bruder verein stiftete für die neue Fahne eine prachtvolle Schleife. Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Bankier Max Priester, Mitinhaber der Berliner Firma Mar Priester u. Co., ist am Sonntag in Nauheim gestorben. Wie verlautet, dürfte die Stadt Berlin von Priester, der kmderloS ivar, ein größeres Kapital erben. — Die dritte ärztliche Studienreise beginnt am Morgen des 9. September in Mainz (Rheinfahrt per Dampfer) und endet in Kassel am Nachmittag des 20. Ssptembcr, am Tage vor Begmn der Naturforscherversammlung. Der Besuch wird sich auf folgende Kurorte erstrecken: Kreuznach, Münster a. St., Aßmannshausen, Neuenahr, Ems, Nauheim, Oeynhausen, Salzufflen, Trtburg, Wildungen, Pyrmont. — Die sozialpolitische Deputation in Mainz hat das Ersuchen einer "Anzahl Zigarren- und Tabakhändler um Abänderung der Bestimmungen über die Sonntagsruhe, dahingehend, daß die offenen Ladengeschäfte ihrer Branche bereits um 3 Uhr nachmillags, wie in anderen hessischen Städten, und nicht wie bisher um 7 Uhr abends geschloffen iverden sollen, abgelehnt. - Ter Schützenoerein in Bingen hat zur Abhaltung des nächstjährigen Mittelrheinischen Schützenfestes ein Tcrram von 45 000 Quadratmeter auf dem RochuSberg Technffchen Betriebsleiter des Landeshospitals Hofheim mit dem Amtstitel „Betriebsinspektor" erannt. ♦* Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten-Ver sammlung Donnerstag, den 11. Juni 1903 nachmittags 4 Uhr. 1. Diensteinführung und Verpflichtung des Beigeordneten Cur sch - mann. 2. Auslosung von Schuldverschreibungen vom 1890 er und 1892 er Anlehen. 3. Baugesuch des Jakob Hart- rrr AusMc Elfter, der uach.Londo Saettor bec Grassauer der im 63. Lei lubiläutn. Berlin f=ii»r W Mg des Su m einer Rei Körpern fest! die Einrichtn zipien. Privi Trennung ui "Kontvrurin M Weiten Bei bv-Msg An Hwung der provisorische Ausschuß endgültig als Komitee für das Großherzogtum Hessen ernannt. Seine Exeellenz Staars- minister Rothe wurde als Vorsitzender, Oberstleutnant a. T. Cramolini als Schriftführer unb W Pfarrius als Schatzmeister bestätigt. — Ter Kasse derLudwig-undAlice- stiftung flössen von der Buchhandlung des Herrn Emil Roth i n G i e ß e n als Bonifikation aus dem Reinertrag der im letzten Jahre abgesetzten Schulbücher 300 Mk. zu. Der Gesamtbetrag der Zuwendungen genannter Firma beziffert sich nunmehr aus 4800 Mk. (T. Z.) Bensheim, 8. Juni. Dieser Tage starb hier im hohen Alter von 93 Jahren der Großh. Hest. Ministerialrat a. D. Maximilian Frhr. v. Ueberbruck zu Rodenstein. Der Verstorbene entstammt einer hier begüterten und hochangesehenen Jamllie. Er hat eine glänzende juristische Laufbahn hinter sich, die er als Hofgerichtsrat in Gießen begann. Insbesondere erinnern sich feine älteren Fachgenossen gern, wie er in dem in den Annalen der Kriminalistik berühmten Giftmordprozeß der Gräfin Görz zu Darmstadt als Schwurgerichtspräsident unnachahmlichen Takt und Unparteilichkeit an den Tag legte. Als Rat in das Ministerium Dalwigk berufen, verblieb er in demselben bis zu besten Sturz im Jahre 1871. Vermählt war er mit Freiin v. Münch-Bellersheim, die ihm längst im Tode vorausgegangen ist. Aus dieser Ehe ging ein Sohn hervor, Frhr Heinrich v. Rodenstein, der Kandidat der Zentrumspartei im hiesigen Reichstagswahlkreise bei der bevorstehenden Wahl. Mainz, 8. Juni. Gestern abend um 6 Uhr 7 Min. traf Generalfeldmarschall Graf Waldersee in Mainz ein und nahm im „Rheinischen Hof" Wohnung, wo bereits vorher ein Doppelposten aufgezogen war. Die Anwesenheit des Grafen Waldersee gilt einer Besichtigung der Truppen, die bekanntlich seiner Armeeinspektion unterstehen. Heute vormittag um 8 Uhr 15 Min. erfolgte zunächst eine Besichtigung des 3. Bataillons Infanterieregiments Nr. 87 und des 2. Bataillons vom 166. Infanterieregiment, woran sich eine Gefechtsübung schloß. Hierauf nahm Graf Waldersee die Parade ab über die Jnfanterieregimenter Nr. 87 und 166, über das 3. Brandenburgische Fußartillerieregiment und das Feldartillerieregiment Nr. 27. Heute abend findet eine Fackelserenade vor dem Offizierskasino statt, welche von sämtlichen Militärkapellen und Tambourkorps der Garnison ausgeführt wird. Während dieser Veranstaltung ist der Verkehr auf der Schillerstraße gesperrt. Von Mainz begibt sich Graf Waldersee mit seiner Begleitung am 10. d. Mts. zunächst nach Worms zur Besichtigung des 4. Großherzoglich hessischen Infanterieregiments Nr. 118, woran sich noch weitere Inspektionsreisen anschließen werden. — Unter dem Vorsitz des Herrn Brück- Gießen fand hier gestern in dem Schützenhaussaale der diesjährige Schützentag de§ Mittelrheinischen Schützenbundes statt. Vertreten durch Delegierte waren die Städte Bockenheim, Biebrich, Babenhausen, Bingen, Darmstadt, Frankfurt a. M., Gießen, Hanau, Homburg v. d. H., Kreuznach, Langen, Mainz, Offenbach, Sprendlingen, Stromberg, Vilbel, Wiesbaden und Worms. Wiesbaden, 8. Juni. Die Prinzen Eitel Friedrich und Adalbert und der Herzog von Sachsen-Ko- burg-Gotha begaben sich heute früh nach Biebrich, von wo sie mittels Extradampfer nach Rüdesheim fuhren. Dort besuchten sie das Niederwalddenkmal, das Jagdschloß Aß- A AB. D Z"ichtspe Zewi tanbget ^rd)1 m Lau £ k^treichho feiens befj fe wie sie" gffis mann ^tQnb HÄ untef ' SS s". S tils 5 den, w.See ickloß dte Be M-Z der seine Fro iab und vor springen, B>1 anstatt übers M die nm die Zellwand ms Meer stui njban" . 1 Mach Vs AS 5»*’ S» w Ä?» •!Ä uillnreichende auf Nr. 9978 (nach Nlainz), ein Gewinn von 5000 Mk. auf 8495 (nach Darmstadt), ein Gewinn von 2000 Mk. auf Nr. 6161 (nach Alsfeld), zwei Gewinne von je 1000 Mk. auf Nr. 82944 (nach Destau), Nr. 61393 (nach Gonsenheim), sechs Gewinne von je 400 Mk. auf Nr. 11432 23472 51899 88582 98237 98316. (Ohne Gewähr.) •* Silberne Hochzeit feierten gestern Dachdecker- meister Emil Noll und Frau. Der Gesangverein ^Heiterkeit brachte dem Jubelpaar gestern abend em Ständchen. •• Vermächtnis. Der kürzlich in Wien verstorbene österreichische Gesandte Ritter v. Scherz er, welcher s. Zt. an unserer Ludoviciana promovierte, hat der UnterslützungS- lasse der Studierenden der philosophischen Fakultät unserer Universität testamentarisch 1000 Mk. vermacht. " Kinematographische Vorstellungen. Am nächsten Donnerstag wird Wiedaus Riesenkinematograph hier eintreffen, um auf Oswaldsgarten eine Reihe von Vorstellungen zu geben. Das Unternehmen hat an anderen Orten sehr großen Erfolg gehat. U. a. wird der Leichenzug von Friedrich Krupp zu sehen sein. Ziegenzucht. Der laudw. Provinzialverein entsandte vor mehreren Tagen eine Kommission Sachverständiger ins Berner Oberland, um im Saanental Zuchtziegen anzu- . taufen, welche von Ziegenzüchtern und -paltern bestell waren. Tie Herren trafen gestern mit zwei Waggon Ziegen nach anstrengender Reise hier ein, und die Ziegen kamen heute morgen zur Versteigerung an die Besteller. Tn erfreulicherweise jeder Besteller das schönste unter den schönen Tieren erwerben wollte, so wurden die Ankaufspreise scunt den entstandenen mosten fast immer Überboten, jodaß nachträglich der Ueberschuß den Steigerern roieber zu gute kommt. — W kamen 20 Zettziegen, 22 Milchziegcn, 18 jährige Böcke, 14 Bocklämmer, 24 Ziegenlämmer zur Versteigerung, also zusammen 98 Tiere, die mit Transporten, Zoll, Ankaufskosten zirka 5000 Mk. gekostet haben. Ter höchste Preis für einen jährigen Bock war bei der Versteigerung 109 Mk., für weniger schöne 30—60 Mk. Milchziegen 60—70 Mk., Zeitziegen 40—70 Mk., Lämmer 20—35 Mark. Tiefe Preise reduzieren sich, wie gesagt, ziemlich erheblich, da weit mehr hier gelöst wurde, als man inkl. aller Unkosten befahlt halte. Tie Ziegenzucht nimmt erfreulicherweise in der Provinz immer md)r zu. TaS beweist wieder, daß so zahlreiche Bestellungen auf Zuchtmaterial beim landw. Provinzialverein eingetzen. Eine Ziege in der ' kinderreichen Familie des geringen Biannes toirtt oft gesundheitsfördernder als eine gute Apotheke. War doch Die Ziege auch der erste Apotheker. f. Lauterbach, 7. Juni. Zu dem sett einigen Jahren geplanten Kriegerdenkmal hat Regierungsrat Otto- tiafjel testamentarisch 100 Mark geschenkt. — Tie Sommer- konfereuzen der Lehrer unseres skreises finden statt: am 8. Juni in Herbstein, am 15. Juni in Schlitz, am 22. Juni auf dem Hoherodskvpf. Darmstadt, 7. Juni. Auf Einladung Se. Excellenz des Staatsministers Rothe versammelte sich am 29. Mai im Ministerium des Innern der provisorisch gebildete ge- schäftsfüyrende Ausschuß für die Errichtung eines Ro o nden k m a l S. Es mären erschienen Se. Excellenz Rothe, Oberbürgermeister Momeweg, Cberfrleutnant a. T. Cramolini, Tr. Willy Merck, W. Pfarrius, Ministerialrat Weber. Ihr Nichterscheinen hatten entschuldigt General v. Wachter, Provinzialdirektor Tr. Breidert, Otto Wolfskehl. Als Vertreter des Provinzialdirektors Tr. Breidert war Ministerialrat Best erschienen. Bon der Bildung eines er- wetterten GeiamtauSschusfeS wurde Abstand genommen und Vermischtes. * Wiesbaden, 8. Juni. Gestern war in Schierstein eine sozialdemokratische Versammlung unter freiem Himmel anberaumt, weil die Partei keinen Saal erhalten kann. Tie Versammlung wurde jedoch verboten und zwar, wie behauptet wttd, unter Berufung auf eine Verfügung, wonach während der Anwesenheit des Kaisers in Wiesbaden im Umkreis von zwei Metten keine Versammlung unter freiem Himmel abgehalten werden dürfe. * Berlin, 9. Juni. In dem Keller einer Kolonialwarenhandlung im benachbarten Britz entstand gestern nachmittag eine Spiritusexplosion, bei der der Geschäftsinhaber schwer verletzt wurde. Bei den Lüschversuchen berührte ein Mitglied der freiwilligen Feuerwehr die Drähte der elektrischen Lichtanlage; der Tod deffelben trat sofort ein. • Berlin, 8. Juni. Zu dem Tode der Lina Hoffmann wird berichtet, daß man in unterrichteten Kreisen immer mehr zu der Ansicht kommt, daß überhaupt kein Lustmord, sondern ein Selbstmord des Mädchens vorliegt, dessen Leiche später, angespült oder ans Ufer gezogen, von rohen Menschen verstümmelt wurde. 'Hamburg, 8. Juni. Ter Kapitän von Bergen- Drochtersen, Führer des Kauffahrteischiffes w93incta', stürzte im Nordostseekanal über Bord und ertrank. ' Weimar, 8. Juni. In Schüptitz wurde ein IKjühr. Dienstmädchen unter dem Verdachte verhaftet, die Tochter der Dienstherrschaft vergiftet zu haben. * Kleve, 8. Juni. Durch Unvorsichtigkett einiger beim Teeren eines Daches beschäftigten Arbeiter entstand heute ein verhältnismäßig unbedeutender Br an d auf der Bedachung des Kühlhauses des Vaiidenberg'schen Margarinewerkes, welcher durch die Bemitt)ungen der Fabrikfeuerwehr und der städtischen freiwilligen Feuerwehr binnen kurzem gelöscht wurde. Der Schaden ist belanglos; eine Betriebsstörung nicht zu beklagen. * Dresden, 8. Juni. Der Kongreß der Vorstände der statistischen Aemter deutscher Städte, der hier vom 12. vis 15. Juni stattfinden sollte, ist aus Rücksicht auf die am 16. ds. stattfindcntzen Reichstagswahlen auf die Tage vom 10. bis 13. Juli verschoben worden. * Regensburg, 8. Juni. Gestern nachmittag brach in Pfatter in einem Schuppen Feuer aus, das mit oroßer Schnelligkeit sich über 27 Häuser ausbreitete. 13 Wohnhäuser find niedergebrannt und viel Vieh ist umgekommen. *Straßburg,8. Juni. Nach der „Straßburger Ztg." verübte der Zigarrenhändler Samuel Schweizer, der Inhaber des,Mülhäuser Apollotheaters, in Rheinfelden bei Basel Selbstmord. Er sprang in den Rhein, wurde aber von zwei Fischern l)er ans gezogen. Kaum im üahn, zog er einen Revolver und schoß sich eine Kugel links und eine rechts in die Stirn. Ter Tod trat alsbald ein. Sch. hat seine Frau durch einen Brief von feinem Vorhaben in Kenntnis gesetzt. * Innsbruck, 8. Juni. Heute Nacht fiel bis 1300 Meter herab auf den Bergen Neuschnee. — Ter hiesige vierzigjährige Statthaltereidiurnist Alois Strobl stürzte gestern beim Aurikelsuchen am Hafelekor über eine 15 Meter hoheFelswand ab, dann 20 Meter über eine Schutthalde uni), rutschte 100 Meter über eine Schneefläche ab. (Sr erlitt schwere Kopf- uni) Armwunden und wurde ins hiesige Spttal gebracht. * Bern, 8. Juni. Auf dem Montblanc stürzte bei Tourist Schmidt aus Genf von einer 300 Meter hohen Felswand ab; er war sofort tot. Prag, 8. Juni. Gestern wurde gegen daS Nonnenkloster Garlitz bei Aussig eine Bombe gern orfen. Die Detonation war so groß, daß sie bis Aussig vernommen wurde. Sämtliche Fenster des Klosters wurden zertrümmett, verletzt wurde niemand. Man glaubt, daß es sich um einen Akt anarchistischen Ursprungs handelt. St. Louis, 8. Juni. Eine Anzahl Städte an bet Ostseite des Mississippi, Venice, Madison, Westmadison, New- York, Brooklyn und Granite-Ctty, stehen 8 bis 10 Fuß unter Wasser. Die Einwohner werden mit Booten au5 den Häusern befördert. 700 Personen verbrachten die Nacht aus den Dachböden der Häuser. Der Eisenbahnverkehr ist überall eingestellt. Columbia (>L>üdcarolina), 8.Juni. Dcr Conggree» sluß iianb um Mitternacht 12% Fuß über der Gefahrlinie und steigt stündlich um 2Va Zoll. Berichte aus der Um- gegenb melben immer mehr Verluste an Menschen- leben und Eigentum. Die Bürgermeister der benachbarten Städte erließen einen Aufruf zur Hilfeleistung. *Zu der Dampferkatastrophe an der süd- französischen Küste liegt eine Reihe von Privat- Meldungen vor, wonach die Zahl der Toten auf 117 angegeben wird. Man hofft jedoch, daß es einigen der Vermißten gelungen ist, auf Fischerbooten das Kap Croizettc zu , erreichen. Eine 50 jährige Frau beging am Marseiller .\?o|Jntal einen Selbstmordversuch als sie erfuhr, daß b drei Kinder tot seien. Zwei gerettete Reisende txs Liban", beides Seeleute von Beruf, erheben schwere Anklagen gegen die Kapitäne der beiden Schifte. Aer Kapitän des „Liban" wird beschuldigt, daß er, als er ben „Jnsulaire" auf ihn zuhalten sah, wie ein Verrückter hin und herlief, eine Menge fr auf er Befehle in die --L'It hinaus schrie, jedoch nicht daran dachte, eine leichte er nur ganz unerheblich beschädigt wurde, machte nicht >en icqejten Versuch, dem „Liban" beizustehen, sondern rühr unmltte'.bar nach bau Zusammenstoß mit Volldampf veiter. -tiefem Verhalten ist wahrscheinlich die ."oauirt-- dnn furchtbaren Menschenverlust zuzuschreiben. Die ^raiHiner-Gefsllfchaft hat die Liste der auf dem Tampfer Jugend in Krakau gewesen seien. Marktes war uneinheitlich, doch vorwiegend n. Harpener Bergbau gewinn. Hiervon bleibt im Vortrag. 149 pEt. gro tragen laut BUanz Mürtte. Trauben 00—00 Pfg. 1 endens: schwach. Echlußkursc. 2U8.— 208.25 135.75 172 62 178.75 37s% 8°/o 3V,% 8°/0 87,«/o 100.40 . 101.80 . 103.75 . 50.35 . 32.15 . 33 75 . 132.40 45.00 Anfangs- . 208.— . 208 — . 186.75 . 172.50 . 17830 . 26.16 . 92.70 . 93.10 . 99 00 . 208.00' - 184.40 . 135.60 . 146.00 . 153.10 . 145.40 . 17.20 . 18930 . 215.60 . 172.60 . 178.20 8*7o Mexikaner . . 47,7a Chinesen . . Electric, bet ackert . Nordd. Lloyd . . Kreditaktien . . . Diakon to-Kummandit. Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Ber.iner Handelsgee. Oeaterr. Staatebahn . Lombarden . . . Gotthar ibahn , . . Laura uQtte .. . . Bochum . . . . . Harpener . . . . Deft Kredit. . Deutsche Bank Darmstädter Bank Bochumer Guß . Krieskasten der Redaktion. (Anonyme Anfrage« bleiben unberücksichtigt.) B. in B. Berliner Lehrergesangverein, Emil Heilmann, Berlin 0. 17, Koppenstr. 95. lippopcl sind angeblich mit Revolvern und Dynamit- bemben bewaffnete koitcttschi nach den Grenzprovinzen ob- gegangen. Pretoria, 8. Juni. Die gesetzgebende Versammlung beschloß, Farbige und fremde Staatsangehörige vom Gemeindewahlrecht auszusckließen. Montreal, 8. Juni. Tre Gefahr, welche die Waldbrände verursachten, ist heute durch Regenschauer vermindert worden, die auch der Ernte seyr zu Gute kommen. „Star" veröffentlicht einen Erntebericht von Spezialkorrespondenten in allen Teilen Kanadas. Danach werden auf der Hälfte der Anbaufläche gute Ernten erzielt werden, Durchschnittsernten in ungefähr einem Drittel, und in einem Zehntel schlechte Ernten. Ter Bezirk Montreal soll am meisten unter der Trockenheit leiden. Der Regen, welcher jetzt zu Beginn des Sommers in vielen Bezirken fällt, bessert das Aussehen der Ernte in den Gegenden, wo sie noch zurück war. Günstiges Wetter würde jetzt einen großen Teil des Schadens, selbst in den am schlechtesten stehenden Bezirken, wieder gut machen. New York, 8. Juni. Der Regen, welcher in den östlichen Staaten fiel, löschte die Waldbrände und machte der Trockenheit ein Ende. sagen gezwungen wurden, und verweigerten jetzt ihre AuS- . ManiewSky, der beim Untersuchungsrichter ein volles Geständnis abgelegt hatte, erklärt dasselbe für richtig. Äub- 4‘/6% Oeaterr. Bilberrento 4-6 Ungar. Goldrente . , 4°/. Italien. Rente . . 4h,-6 Portugiesen . . . B°/l Portugiesen. . . . 1-6 C. Türken . . . Türkenlose 4°/o Griech. Monopol.-Anl. 4l , % äussere Argentiner Telephonischer Kursbericht. tranklurt es. JA., 9. Joni 19U8. ungen zu verzeichnen. Privat-DiSkont 37* Prozent. den Kongreß. Berlin, 8. Juni. Auf dem Chartteegelande wurde heute mittag das neue Laboratorium für Krebsforschung feierlich eröffnet. Anwesend waren Ministerialdirektor Dr. Althosf, der Präsident des Reichsgesund- heitsamts Llöhler, Generalstabsarzt Dr. Leuthold und zahlreiche Vertreter der medizinischen Wissenschaft. Geheimrat Leyden hielt eine Ansprache, auf die Ministerialdirektor Dr. Althoff erwiderte. t _,----, T„------ Mannheim, 8. Juni. Vom 8. bis 10. ds. tagt 2,00—2,40 Mk^ Gmise pr. Pfd. 54—60 Pfg., Ochsenfleisch vr. Pfund hier der Verband deutscher Elektrotechniker. k UnwerMs Nachrichten. Aus Dlarburg wird geschrieben: Der a. o. Professor Dr. Elster, der einen vor einigen Monaten an ihn ergangenen Rus nach London ablehnte, wurde zum o. Professor ernannt — Der Direktor der Wiener Universitäts-Bibliothek, Dr. phil. F. Grassauer ist in den Ruhestand versetzt worden. Grassauer, der im 63. Lebensjahre steht, feierte kürzlich jein 40jähriges «ttenft- jubilanm. Gerichtssaal. B B. Darmstadt, 8. Juni. Tic zweite Schwur- oerichtsperiode begann Henle vormittag unter Vorsitz des Herrn ttandgerichtsrats T i e s j e n b a ch mit einer Anklage wegen Brandstiftung. Die Ehefrau des Fabrikarbeiters Martin Qpr* i in Lampertheim hat am 11. Februar iruh »d Uhr mittelst eines Streichholzes eine auf dem Speicher ihres eigenen kleinen Anwesens beftndliche Wagenladung Llroh m Brand gesteckt, und zwar, wie sie selbst eingestand, aus Verzweiflung; sie habe wieder Nißhandlungeil von seilen ihres Mannes befurchtet, da sie das Geld für eine Wochenfahrkarte, die derselbe für die Fahrt nach der Fabrik Waldhof lösen mußte, nicht auszutreiben vermochte. Tas Anwesen ist aus 3600 M. taxiert und mit 2o00 Mk. belastet, Lerch hatte im Mai vorigen Jahres eine Mobiliaroersicherung bon 2844 aüä?n84)mninfucten? bann'wäre er aller Sorge^ebig.' T el^h? 1 gL 'i-in'Bcfinbcn' zu eriisteren"Besorgnissen noch keinen mann der anfänglich ebenfalls m Unterjuchuugshast wav wmde l Absatz. Marggraf wird von dem Unterarzt Pf lu g- wegen mangelnder Beweise von etwaiger Aiistiflung oder-nt-^ täterjchaft ivieder entlafjAr. Jnwlge der Vraiidstmung war der Dachstuhl abgebrannt und em schaden von 737 Mk. Entstand, ao die Angeklagte die Im eingestand, vollzog sich die Berhandluirg ohne Schwierigkeit. Aul Antrag des Staatsanwalts v P ter je r iwirde sie Xu 1 Jahr Zuchthaus verurteilt, ihr fedoch 3 Dlonar au, die Untersuchungshaft angerechnet. Em Antrag^bes Verteidigers Reis, die Verurteilte zunächst aus freiem yuB zu lagen, da sie 'ein in der Untersuchungshaft geborenes Kmd zu nähren habe, Wl*3aa9Tb?ü*de.n , 8. Juni. Von der hiesigen Strafkammer 'wurde Herne der Kaufmann Hochapfel wegen bleuer-Hinte r- ” ebung nn Betrage von 8450 Mk zu dem achnachen Betrage de/Steuer-Hinterziehung gleich 67 600 Mk. Geldstrafe verwirk) konstatiert, daß fie sich imt Mut und Hingeduna an bem Rettungswerk beteiligt haben. — In der Pariser Kammer machte Etienne, der den Vorsitz führte, das Gefühl der Teilnahme für bie Angehöirgen der mit dem „Liban" Verunglückten zum Ausdruck. Die Kammer zollte ihm Beifall. Auf eine Anfrage des Deputierten Arßne erwiderte Eombes, die Ursachen des Unglücks seien noch nicht aufgeklärt. Die Regierung werde den Familien der Verunglückten ihre Unterstützung zutell werden lallen. — Der Nationalverband der Seeleute richtet an die Bevölkerung Kunst und Wissenschaft. Berlin, 8. Juni. (Chemiker-Kongreß.) Professor Hempel-Dresden führte neue Apparate zur Bestimmung des Schmelzpunktes vor, durch die der Schmelzpunkt in einer Reihe von in hohen Temperaturen schmelzbaren Körpern festgestellt wird. Tr. Sackur-Berlin sprach über die Einrichtung galvanischer Anstalten nach neueren Prin- zipien. Privatdozent Tr. Taneel sprach über quantitative Trennung und Füllung der Metalle durch Elektrolyse, Tr. Monti-Turin über Erscheinungen bei der Konzentration von Flüssigkeiten durch Gefrierenlassen. Ingenieur George Beilby-Glasgow gab einen historischen "Rückblick über den Aufschwung der ky an -Industrie und einen Ausblick auf ihre Zukunft über das gegenwärtig angewandte Kyanis- versahren; darauf sprach Tr. Rößler-Frank für t a. M. Der Schluß des Kongresses erfolgte in der dritten Plenarversammlung. Geheimrat Witt erllärte, daß die Vorttäge in einem Bericht über den Kongreß vereinigt erscheinen werden. An ben Präsidenten des Reichstags wurde ein Tanktelegramm abgesandt. Bei der Abstimmung über den Ort des nächsten Kongresess im Jahre 1906 ob Rom oder London blieb das Resultat zweifelhaft, sodaß eine Pramenaden- absttmmung vorgenommen wurde. Für Rom stimmten 294, für London 274. Nach Worten des Tankes an den Präsidenten Witt schloß dieser mit einem Hoch auf den Kaiser * Gncsen, 8. Juni. Der Prozeß gegen 24 polnische Gymnasiasten wegen Geheimbündelet begann heute unter großem Andrange des Publikums vov der hiesigen Strafkammer. 16 Angeklagte wurden wegen weiter Entfernung vom Wohnorte vorn persönlichen ^scheinen ^em- bunden. Die Angeklagten, auc, . . sich teils als nichtschuldig, teils venveigenen Pforte wurde am Freitag drei Stunden nördlich von Saloniki, bei Gradobor oder Grazobon, eine Bande auf gerieben, welche 15 Tote und 20 Gewehre zurückließ; einer wurde gefangen genommen. In den Kreisen Jstib, Kratowa und Kumanowo verteilen die Komitees Waffen. Von Phi- untetbreiten. London, 9. Juni. Eure Nachricht an die heutigen Morgenblätter stellt eine Expedition Englands gegen den Stamm der Slandi in englisch Ostafrika in Aus- Gießerr, 9. Juni. Marktbericht. Aus heutigem Wochenmarkt kosteten: Butter pr. Pfd. 0,85—1,00 -DIL, Hühnereier 1 St. 0—0 Pfg., 2 Stck. 11—12 Pfg., Gänseeier 11—12 Psg., Enteneier 6—7 Pfg., Käse pr.Stck.5—8Ps.,Käsematte2Stck.5—6Psg^ Erbsen pr. Liter 21 Psg., Linsen pr. Liter 32 Psg., Tauben pr.Paar 1,00—1,20 Mk., Hühner pr. St. 1,20—2,40 Alk» Hahne pr. Stück 1,00—1,80 Alk., Enten pr. Stück Reichsanleihe . . 101.55 do. ... 91.35 Konsole .... 101.50 do. 9L40 Hessen .... 101.25 87,96 Oberhesaen . . . 100.50 4-6 Oeaterr. Goldreute . . 102.80 Neueste Melöungen. Originaldrahtmeldungeu des Gießener Anzeigers. sd. Tarrn stad t, 9. Juni. Nächsten Freitag wird Grafj Wald er fee hier ein treten, um die Garnison einer Be- I sichttgung zu unterziehen. Arn Samstag wird zu seinen, Ehren Hoftafel im Residenzschloß stattfinden. Homburg v. d. H., 9. Juni. Nach einem hier ein- getroffen^ Telegramm des Kaisers hat der GutsbesiKer v. H e n n i n g aus Mecklenburg für den Wiederausbau der Porta praetoriea auf der 2 aal bürg 20000 Mk. gestiftet. Berlin, 9. Juni. Die Direktion der Charitee teilt ‘ mit: Tas Befinden des an Fiebererscheinungen in der ' Charitee erkrankten Wärters des an Pest verstorbenen : Arztes Tr. Sachs hat sich so verschlimmert, daß der Ber- ’ dacht bei den Aerzten verstärkt werde, es handle sich auch hier um eine Pesterkrankung. Ter Wärter heißt .Otto Marggraf, stammt aus Waltersdorf (Kreis Nieder- l barntm) und ist 22 Jahve alt. Ta er kräftiger Konstitution ist seine Genesung nicht ausgeschlossen. Gestern abend Breslau, 9. Juni. Ter Eisenbahnbettiebsingenicur Nelle ist beim Umspringen auf einen abfahrenden Zug abgestürzt und getötet worden. Hamburg, 9. Juni. An einem Neubau am Hopsenmarkt wurde durch Gerüsteinsturz ein Maurer gctöteit Unter der Bevölkerung berrscht große Erregung, da die- seit kurzer Zeit der dritte Gerüsteinsturz in Hamburg ift. Kopenhagen. 9. Juni. Tie Fischer FtninarlenS, die den Schutz der Walfische verlangen, da aitgeblich die Wal- fischfäirger das Fischergewerbe ruinieren, griiseii, mit Gewehren bewaffnet, die Stationen der Walfischsänger an. _______________________________________.Sie zerstörten die Gebäude und Maschinen und richteten — x. M I Uv-ww-tr* einen Schaden in Höhe von 100000 Kronen an. Tie nor- flinWfl und ywegische Regierung entsandte das Kriegsfchrff „Heimdal, Berliner vörsc vom 7. Juni 1903. um die Rul)e wiederherzuslellen. (Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.) L. London, 9. Juni. Im II n t e r^a u f e beginnt Die heute erfolgte Erhöhung des Bankdiskonts machte out I die Budgetdebatte, in deren Verlauf bei Erörterung den hiesigen Markt wenig Eindruck. Ter Verkehr bewegte sich inKcc ßontaiirragc eine entscheidende Klärung der Frage den kleinsten Grenzen, so daß die geringsten Umsätze genügten, um rroavtct wird Aaci) Ansickit der Liberalen ist die bestehende Schwankungen heroorzurwen. - tchr Montanwerre üimulicrte das überraschend. • Ereignis unlösbar und dies Gerücht, daß in der Ouartalssitzung der Laurahulte günstige Ziffern, ^ie oy u rrn uo^ra.uni^i, ii» hamberlainS sowie bessere Berichte betreffs der Zukimft verlauten dürften. In werde, wie ie erklären der Rucktri tt.Eh amveriains der dritten Börfensiunde trat auf allen Gebieten ein ziemlich scharfer fein. a.ic liberalen ,,-L.ulo News versichern, daß selbst Rückgang em, der aus die matteren Londoner und Pariser Notizen I einige bedeutende Mitglieder dec eigenen Partei Ehamber- für Goldminen zurückzusühren ist. Die Haltung des Kaffaindustne. sains annehmen, er werde dem Mänig nach dem heuw waren Kursaufbeffcr- nachmittag stattfindenden Kabinettsrat seine Etttlajsung macher behandelt, der sich freiwillig dazuge-! meldet hat. Derselbe ist ebenfalls streng isoliert und, kann mit der Außenwell nur telephonisch verkehren. Es fanden noch mehrere Konferenzen im Kultusministerium und in der Charitee statt, um eine strenge Durchführung der getroffenen Maßnahmen zur Verhütung einer wetteren Ausbreitung der Pestgefahr zu sichern. Die Pestbaracke wurde nunmehr von einem Zaun umgeben, der noch von Schutzleuten bewacht wttd. Die in der Nähe liegenden Baracken sind sämtlich von den Kranken geräumt. Berlin, 9. Juni, lieber die Reise Kaiser Wilhelms nach Wien und Bellye verlautet folgendes: Man erwartet den Besuch des deutschen Kaisers in Wieu-zwischen dem 17. und 19. September. Bvn dort wird er sich nach Mohaes begeben und dürfte, tfie im JMe 1897, mit seinem Gefolge im Forsthause Kntapmi^a Station nehmen, ebenso auch Erzherzog. Friedrich. Pvn d-vrk aus werden Früh- und Abendpiis^en iviterndiinnen. Für den AufenD .... , . . iM bezw. für die JFgdey, sind einschließlich des Ankunfts- ch die nichterfchienoiSi, ertläricn! Abfahrrstages Hier Tnge in Hinsicht genommen. Wäh-- \ uu» ui» iuui|uj D, ...ls verweigerten sV^leLlussage.! rend dieser Zett wird auch hier lä^zherzogin Isabella dort Angeklagten "klärten, daß sie zu ihren srühMn AnS-lweilen. einen Protest gegen den Mangel an Sicherheit aus Handelsschiffen. Darin wird der Unglücksfall auj unzureichende Desakung und schadhaften Zustand der Boote . und Rettungseiiirichtungen zurückgeführt und verlangt, daß Schiffe solcher Beschaffenheit zwangsweise verhindert »erben, in See zu gehen. Ter Stadtrat von Marseille beschloß die Beerdigung der Erttunkenen, deren Leichen nicht von den Angehörigen beansprucht, auf Kosten der Stadt vorzunehmen und bewilligte 5000 Francs zur ersten HUfe- leistung. In den Marseiller Spitälern spielten sich ergreifende Szenen ab. Ein Marseiller Industrieller Santoni, der seine Frau und seine vier Kinder in die Wellen stürzen sah und von einem Soldaten verhindert wurde, nachzu- springen, wurde tiefsinnig und mußte einer Heilanstalt übergeben werden. Einer der Geretteten erzähll, daß die meisten Frauen sich auf der Steuerbordseite an bie Zeltwänbe klammerten und mit diesen gruppenweise ms 3)i«r stürzten. Daraus erklärt sich die enorme Opfer- zahl.____ __ Die traurigen Folgen, Fuße solaen, sind: unieiner Teim, rauhe, rissige Haut, vorzeitig gealtertes Aussehen und eine Menge entstellender Hautunfchönheiten. All dies tann verhüiet iverden, wenn man Toering's stets bewährte Eulcu-Leife zu seiner uändigen Toileneieife wählt. Unübertroffen in Qualität, verblüffend m Wirlung leistet sie bei der Schönheitspflege Groß und Klein unermeßliche Dienste, trotzdem sie überall nur 40 Pfg. kostet. 2301 Pflicht jeder Mutter ist es, ihre Kinder an eme rationelle HaiUpilege zu gewöhnen, damit die Poren geöffnet bleiben und die für die Gesundheit so wichtige Hauiatmung stattsinden tann. Hierdurch weroen viele Hautslörungen vermieden, besonders das so häusig auftretende, überaus schmerzhafte Wundsein der Kinder im zartesten Alter. Hervorragende Professoren und Aerzte em- piehlen die als beste Kindersene tausendfach erprobte „Patent-Myrr- Holin-Seise7. Tieielbe ist wegen ihrer unvergleichllcheii Aiilde und Reizlosigkeit sowie auch anllseptlfchen und neubilbenben Eigen- jchanen allen anderen Sesi'en oorzuzlehen und bestehe inan darauf, stets nur dic „Patent iyrrholin-Seife" zu erhalten. Ueberall, auch in den Apothtten erhältlich, ivofelbst auch Prospekte über die hoch- uuerefjantai Myrrholin-Büder zu haben sind. sicht. Tie Einwohner dieses Landes leben in sehr unroirt» kicher Gegend, die Achnttchkeil mit dem Somalilanbe hat. _r Es haben in letzter Zeit des öfteren Zusammenstöße zwi- öchluß-Tendenz: Schwach. Ischen englischen Soldaten unb Eingeboreilcn ftattgefunbai, Berlin, 8. Juni. In der heutigen Sitzung des Zentralaus-1 ^,obei es Tote uub Verwundete gab. Tie E-iilgeboretnen schusses der Reichsdank hob Präsident Dr Koch die u,n diese cincn Eiseiibahnzug zum Entgleisen gebracht. Jahreszeit ungewöhnliche -schwache der Aeichsbant her-i • einneriDht'nc Errbilckwi Dr vor. Bei einer Zunahme des Wechselpotteseuilles um Mk.81 Mill.L X p ? b Sl ÄS in der letzten Maiwoche, fei bie Gesamtanlage der Bank jetzt trotz I K o h " wurde heute vorn P a p,l ^mpsangein Zur der Abnahme der Schatzanweisungen des Reichs um 60 Asill. uni i ung Der Angelegenheit ~i. Kohns luurbt eine aus Drei 202 Mill, höher als im Vorjahre, überhaupt so hoch wie noch nie starbinälen bestehende Komnnstlon ernannt. um diese Zeit. Auch der Noteniimlauf, insbesondere die ungedeckten Lemberg, 9. Juni. Hiesige Blatter erhielten Mell^ Noten, weise die höchsten Ziffern aus. Der auf 909 Mill, ge- ungen über eine neue Juden Hetze in Rußland, sunkene Metallvorrat sei um 163 Mill, kleiner als tnt I foeren Schauplatz das Städtchen Beressieczio, vier Meilen Jahre 1902 und die P r i v a t g u t h a b e n seien fogar u n ter ÜQn cutfcnit war. Arn Sonntag waren anläßlich das vorjährige Minimum vom 31. Oktober ge,allen. ^ie Jahrmarktes etwa 20000 Bauern in dem Städtchen DeckungsverhaUmsie am 31. Atai seien noch niemals so schlecht zul ^ 1 „ Ticfpihcn hrnhten uc mürben dielluden diesem Terinin gewesen. Am offenen "Markte sei Geld knapp. Ter zujarnmenge t onit. ±iejeIben broOten, muröen Bürsendiskont sei auf 3 7. pEl. gestiegen. Tie fremden Wechsel- so wie in Kischinew mas^attitren. Unter den Hilden ent- kurje gestatteten zwar nicht eine Goldaussuhr, indessen sei die Gold-1 slaiid eine Panik. Alle Laden wurden geschloßen unb an bilanz Deutschlands wen ungünstiger als in den Vorjahren. Ob- pen Gouverneur um Hilfe telegraphiert. Hunderte von wohl sich seit Ultimo wie gewöhnlich em gewisses Rückströmen der Juden verließen die Stadt unb tarnen in bem östteichifchen I Akittel aus dem inneren Verkehr zeige, sei die Bank doch gegenüber I (sjrciuorte Uzyn an. den gegen das Quartalsende und weiter zum Herbst zu erivartenden G r a z, 9. Juni. Bei der Ausführung des „Kean" im großen Ansprüchen nicht hinlänglich gerüstet, zumal auch die Ver- ^bttbeater bcr H u s a r e n r i 11 rn e i st e r v. Miklos häümsse im Auslande, besonders in Amerika, kemeswegs beruhigend . .7 . geworden seien. Die Relchsbankoerwaltung beantrage daher d,e Diskont- l- obsuchtig geworben. f. avn-imw er Höhung um ein halbes Prozent. Bei der Diskussion P e te r s b u r g, 9. Juni. Nach den neuesten Bestimm zeigte sich allgemeine Zustimmung zu der Erhöhung. I ungen wird der Zar Ansatig August ferne Rornr eise — Ter amcritauische Tabaktrust in Tcutschlaud. Die an treten uub auf bem Wege borthm Kaiser Franz Georg A. Jasmayi Akt.-Ges. tn Dresden, die bekanntlich dem!Joses einen Besuch abftatten. amerikanischen Taoaktrust gehört, verzeichnete in 1902 einen 57 pEt. Konstantinopel, 8. Juni. Nach Angaben der größeren Zigarrettenabsatz in Teutschland als im Vorsahr, sowie' ~ ‘ ~ ~ 715 pEt. Alehrexport. STacfa Abbuchung der Reklamekoslen, Propaganda, Rückstellungen und Abschreibungen in Höhe von 81 212 Mark (51 678 Mk.) verbleiben nur 27 813 Mk. (20 627 Alk.) Reingewinn. Hiervon gehen 1391 Mk. in den Reservesonds, der Rest bleibt im Vortrag. Tas lanienbe Jahr brachte in ben ersten vier Monaten einen um 55 pEt. größeren Jnlandsabsatz und einen um 149 pEt. größeren Export als in 1902. Tie Jnventurbestände betragen laut Bilanz 1 418 430 Mk. einschließlich der Reklamelager. ,Liban" beftndlich gewesenen Passagiere veröffentlicht.Is v Danach hat die Zahl derselben 148 betragen. Man glaubt l sagen, indessen, daß mehrere Personen, die sich im letzten Augen-1 o—o- , .... blick eingcschifft haben, nicht in der Liste vet^eichnet sind. lmgtt bekennt, kurze Zeit Mckglied deS Geheimbundes gewesen Die gesamte Mannschaft^. aus 43 Mann bestehend, ist Untersuchungsrichter Zaedler fühtt aus, er habe rettet. . 0>en|o 14 M.IÜnrperfoneTt bie sich untw >en baB einige än9dlagten, bie am 4. unb 10. 'Jloobr. ^htonftatien ^B' fie^i* ■’nit nb yin^bunVan 1901 >n der Schule sehllen am 4. Naoember einer polnischen bem Rettüna^verk beteiligt haben. - In der Pariser Kam-1 DolkSoersammlimg m Posen beigewohnt hatten unb am 10. November beim Kommers der polnischen alademtschen Bier der Verband deutscher Elektrotechniker. Jrn 68—78 Psa^ Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 60—66 Psg^ iLchweme- Zirner Rosenaarten fand gestern die Begrüßung statt, fleisch pr. Pfund 66-76 Pfg., Schweinefleisch, ge alzen, pr. P und hält Auch die staatlichen Behörden waren vertreten. Ter'- - Vorsitzende des Verbandes dankte. An Professor Slab^ Charlottenburg wurde eine Tepesche abgesandt. Bekanntmachung, betreffend: Die Ebel-Ltiftung. Anmeldungen zum Bezüge der aus der ©bei-Stiftung Mr 1903 an arme Kinder zu verabfolgende Kleidungsstücke sind bis zum 30. d. Mts. bei dem Armenamt, Neuenbäue 48, Zimmer Nr. 2, vorzubringen. Gießen, den 4. Juni 1908. 4609 Die Armen-Deputation der Stadt Gießen. Mecum. Verdingung. Die Arbeiten und Lieferungen zur Melioration der Wiesen in der Feldbereinigungsgemarkung Daubrmgen, Kreis Gießen, sollen im Wege schriftlichen Angebots öffentlich vergeben werden. L Erd- und Grabenarbeiten, veranschlagt zu rd. 6130 Mk. 2. Bauwerke: a) Schleusen au8 Cernentbetou, b) Durchläße aus Cementröhren bezw. aus Stampf- oder Monierbeton, veranschlagt zu 4228 Mk. Voranschlag, Pläne und Bedingungen liegen bei der unterzeichneten Behörde zur Einsicht offen. Angebote haben in Prozenten des Voranschlages zu erfolgen. Die Offerten sind verschlossen, postfrei und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum 22. Juni, vormittags ll* 1 * * * * * 7/, Uhr, bei der unterzeichneten Behörde einzureichen, woselbst deren Eröffnung um die genannte Zeit in Gegenwart der etwa erschienenen Bieter stattsindet. Gießen, am 6. Ium 1903. 4601 Großh. Kulturinspektion. Wißmann. Versteigerung. Mittwoch den 10. Juni, nachmittags 21/> Uhr, werden in dem Hause Wallthorstratze 71 nachoerzeichnete Gegenstände gegen Barzahlung versteigert: 1 fast neue Schuhmacher - Nähmaschine, 1 englischer Reitsattel mit Schabracke und Kopfgestell, verschiedene Haus- und Zimmerthüren mit Rahmen, Fensterläden, Kellerfenster, Warenstandfäffer, 2 eiserne Wasser- Reservoirs (je 100 Liter haltend), 1 Bierschalter, 1 GlaSoerschlag für Korridor, 1 eiserne Anschraubpumpe mit Röhren, 2 große, gut erhaltene Jung'sche. Füll- öfen, 5 verschließbare Koffer, 2 kleine Treppen, 1 eiserne Bettstelle, 1 Kinderwagen usw. 4576______________________________I. A.: Schneider. Die in Blatt Nr. 90 vom 18. April 1903 veröffentlichte Bilanz wird dahin berichtigt, daß der Mitgliederbestand Ende 1901 — 230, der Zugang in 1902 = 21 und der Abgang ---- 14 betrug, sodaß sich als Mitgliederbestand Ende 1902 --- 237 ergiebt. Staufenberg, den 8. Juni 1903. Irr Vorstand des Lpar- nnd Vorschnßoereins Staufenberg E. G. m. u. H. 4598 jCypotheKenbanK in Mamburg. Die Einlönung der am 1. Juli 1903 fälligen Zlneecheine unserer Hypotheken - Pfandbriefe erfolgt vom 15. Juni 1903 ab äusser 4602 an unserer Kasse, Hamburg, Hohe Bleichen 18, bei den sonstigen bekannten Zahlstellen und allen Pfandbrief- Verkaufsstellen.________________________Die Direktion. HMWmM i. DM« Bringe mein neu hergerichtetes Bierlokal nebst Billard in empfehlende Erinnerung. — Vorzügliche Biere und Weine. Guten, billigen Mittagstisch. — Logis von Mk. L50 an. Daselbst mehrere möblierte Zimmer zu vermieten. 4599 Hochachtend Rob. Meuser. Verdingung. Die für die Neuchaussierung der Hammstraße von der Unterführung an der Westanlage bis zur Wieseckbrücke erforderliche Pflasterarbeit, sowie die Lieferung von Packlage-, Deck- und Pflastersteinen soll Montag den 15. Juni d. I., vormittags ll*/2 Uhr, öffentlich verdungen werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Dienststunden bei uns zur Ein- sicht offen. Angebote auf Vor- druck, der daselbst erhältlich, sind spätestens bis zum obengenannten Zeitpunkt an uns einzureichen. — Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 5. Juni 1903. Städtisches Tiefbauamt. Braubach. 4541 Mittwoch den 10. Juni d. I., nachmittags 2 Uhr, werden im Bieker'jchen Saale versteigert: 480 Pfund Sohlleder, 1 Ehaisengejchlrr, 1 Bücherschrank, 1 »Schreibtisch, 1 große Partie Schuhwaren, darunter perren- unb Damen-Schnur- und Zug- stieicl,lSchuhmachenial)inasciiine, 1 Vertikow, 2 Soias, 1 Sviegel, 1 Nähmajchme, 8 Kastenwagen, 7 gold. Aiedaillons, 2 Garnituren l^estehend aus Sofa, Seffeln, Stühlen (1 rothbraune, 1 braune Seide), 1 Siegnjch, 1 runder 2iid) von Ebenholz, 1 Spiegelschrank, 1 amerik. Standuhr u. o. a. .15831 Geißler, Gerichtsvollzieher. Stöbt. Schlachthaus. Freibank. Heute und morgen: 4590 SchlkMsH 40 Pfg. üinbfltifd) 45 Pfg. Garten-Scblänche bewährte Qualitäten edjloiKliiMflni, Ltrahtrahre re. Reparaturen billigst. Carl Aug. 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