Nv. 108 • rlftetvt täglich au fett SonnlagT. Otm Gießener Anzeiger werden tm Wechlel mit dem hrsstschen taiörolrt die »ithener Familien bläuet Dtermal in der Woche deigetegt. Rotimontonxf u. Verlag bet Brühl 'ichea U'ilvec1.-tjuch-u.E«eln- b rudern (ti teil d? ü rben) SUDaftum, »rveöUtoa unb Druckerei» echolßrabe T. Ubrtfle für Devefchau «»zeiger •leben, DnnlprechanlLlub Nr 5L Zweckes Blatt. 153. Jahrgang Samstag » Mai 1803 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger v '**' Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Bezugspreis: monatlich 7b PI., oiettet» jährlich Mk. MO; durch Abhole- u. Zweigstelle« monatlich 6b Pl.; durch diePosl Mk.L— vtenel- |äbrL auSichl. vestellg. Annahme von Anzeigen für bie Tagesnummer du» oormuiags 10 Uhr. ßetlenprttt; total 11 au»rodrtl 10 Ufg. Üetaniroerlhd) Hh den poltL unb attgem. Teil: U Wittko. für ,€tabt unb tiantr unb .Venchivfaal* *: Auauft Götz; füt ben Anzeigenteil: Pan« Beck. ’>te heutige Mumm er umfaßt 20 Se»leu. KcUanntlnachung. In der Zeit vom 2. Mai bis 9. Mai 1903 wurden in hiesiger Stadt gefunden: ein Spazierstock; verloren; 1 silberne Damenuhr, 1 rotes Umhäng- täschchen und ein gelbe« ledernes Täschchen, beide mit etwa 82 Mk. Inhalt und eine mattgrüne Wagendecke. Der Empfangsberechtigte des gefundenen SpazierstockeS beliebe feinen Anspruch alsbald bei unS geltend zu machen. Gießen, den 9. Mai 1908. GroßherzoglicheS Poiizeimut Gießen. Hechler. Liebig-Museum. Herr Abg. Köhler-Langsdorf hat die Güte, uns die Abschrift einer von ihm soeben dem Präsidium der zweiten hessischen Kammer der Stände unterbreiteten, uw zweifelhaft zeitgemäßen Interpellation zu übermitteln, die also lautet: Unterm 2 2. Dezember 1898 habe ich auf dem SO. Landtage — 1897—1900 — (Vellage Bd. V. Nr. 614) die folgcnbe Anfrage der 2. Kammer zur weiteren Verhandlung eingereicht: Anfrage deS Abg. Köhler-Langsdorf, das Liebig- Laboratorium zu Gießen betreffende Tie „Ehcmiler-Zeitung" enthält folgende Zuschrift: „Bereits seit dem Herbste 1888 befindet sich daS Gießener chemische Universttaislaboratoriiim in ' einem Neubau in der Nähe des UnioersitätSgebäudes. Mittlerweile hat das ehemalige Laboratorium Liebt g S verschiedenen Zwecken gedient. Nach der Ueber- siedelung des Universitäts-Institutes in das neuerbaute Laboratorium erhielt Professor Gasfky den größten Teil des Laboratoriums Justus v. Liebig als Lehrsrätte für Bakteriologie und Hygiene, während daS ehemalige Auditorium für Küchenzwccke der benachbarten Universitätsklinik eingerichtet wurde. Aus den Händen von Professor Gaffky ging die der chemischen Untersuchung geweihte Statte in den Besitz des Untersuchungsamtes der Provinz Oberhessen über. Gegenwärtig steht das Laboratorium unter dem Tirektorat von Professor Elbs, der dort sein physikalisch-chemisches Pvakttkum nebst Vorlesungen abhalt. Mtt dem Frühjahr 1899 wird aber auch dieses Institut aus dem alten Liebig scheu Laboratorium scheiden und in einen Hieubau übersiedeln, den es alsdann mit dem physikalischen Institut teilen wird. Was aber wird aus dem alten, auch in feinem schmucklosen Gewände ehrwürdigen Laboratorium von Justus v. Liebig, der hier als Erster in Deutschland einen für bie ba- m alige ZeitalSMusterstätte geltenden Bau für benpraktischen Unterricht in ber Ehemie schuf? Verkehr begannen wieder. Nachrichten, daß fremde Truppenabteilungen gelandet seien, sind falsch Dagegen sind drei französische Kreuzer nach Saloniki unterwegs. Tamit die in Saloniki zurückbehaltenen Bataillone der Redifdivision Konia, welche für die Aktion von Omer Ruschdi Pascha bestimmt sind, frei werden, wurde die Mobilmach- ung der restlichen sech? Bataillone der kteinasiatischen Rebifbrigade angeordnet. Tem „2terl Tagebl" wird aus Konstantinopel telegraphiert: In Saloniki wurden 13 Dynamit-Verschwörer erschossen, docy scheint man bie Häupter der Attentate nicht bekommen zu haben. Es zirkulieren Gerüchte von dem Rücttrttt des Groß-Vezirs. Tie Mttteilung französischer Blätter, nach denen der deutsche Geschäftsträger bei der Pforte eine Entschädigung für die deutsche Schu 1 e in Saloniki verlangte, ist schon deshalb falsch weil die sogenannte deutsche Schule daselbst nicht dem deutschen Scyutze untersteht. Die in Prizren verhafteten 20 albanesischen Hodscha sind nach Mosul verbannt. Türkische Truppen sind in Tjakowa eingezogen und von ber Bevölkerung mit Ehrenbezeugungen empfangen. Ebenso ist Jpet ohne Wiberstanb besetzt. 'Aach offiziellen Erhebungen beträgt bie Zahl ber in Saloniki getöteten Bulgaren 35, von denen sich einige selbst vergifteten. Nach verttaulichen Nachrichten scheinen bie Albanesen den Widerstand aufzugeben, weil von türkischer Seite versichert Pird, bie Truppen-Konzentrierungen in ihren Gebieten erfolgen hauptsächlich gegen eventuelle kriegerische Absichten ber Nachbaritcutten. Bei bem Zusammenstoß bei Krapeschta wurden zwei Offiziere unb mehrere Soldaten verwundet. Die Bande, welche nur 10 Mann stark gewesen sein soll, wurde ganz aufgerieben. In den Dörfern der Umgebung wurden 30 Personen verhaftet. 'Nach "Angaben der Pforte qt nicht General Zont- schew, sondern der Bandenführer Deltschew bei bem Bandenkarnpf im Sandschak Serres gefallen. Tie Ncachricht, die letzte Beschwerdenote der Pforte fei von der bulgarischen Regierung nicht angenommen oder zurückgeschickt worden, ist unzutreffend. Ministerpräsident Danew ersuchte den türkischen Kommissar, die Note zurückzunehmen, weil sie einige ungerechtfertigte Beschuldigungen gegen Bulgarien enthalte. Tiefem Ersuchen tarn dcc türkische Kommijsar nach, nachdem er entsprechende Instruktionen aus Kon>unttttiopel erhalten hatte. Deutsches Reich. Berlin, 8. Mai. Der Kaiser hat gestern wahrend der Eisenbahn fcchrt die Vorträge des Chefs des MMtärkabinetts tmb des stellvertretenden Chefs des ZivillaLinettS entgegen- geuovnnen. — Die Kaiserin traf mit dem Kronprinzen nnd oem Prinzen Eitel Friedrich beute nachmittag in Potsdam ein und begab sich nach oem Kabinettshause. — Auf einen Wunsch des Kaisers hat der Pavst /kardinal Kopp beauftragt, ihn bei der Ein weih un g oer neuen Fassade der Metzer Kathedrale offiziell zu vertreten. — Reichskanzler Graf Bülow traf heute abend wieder in Berlin ein. — Die „Nordd. Mlg. Ztg." meldet: In den nächsten Lagen wird auf Veranlassung des Reichsjustizamts der Entwurf eines Gesetzes über den Bersicherungsvert rag nebst Begründung veröffentlicht. Der Gesetzentwurf ist bereits den Bundesregierungen zur Prüfung zugegangen. Bevor derselbe in seiner jetzigen Gestalt festgestellt wurde, fand eine gutachtliche Beratung mit Sachverständigen statt, an der außer Vertretern von öffentlichen und privaten Versicherungsanstalten auch Sachkundige aus der Mitte der Versicherten, namentlich Vertreter von Handel, Industrie, Landwirtschaft und Hausbesitzer teilgenommen haben. Die bevorstehende Bekanntmachung bezweckt, allen beteiligten Kreisen Gelegenheit zur Prüfung der in Aussicht genommenen Vorschriften zu geben und die öffentliche Kritik für die wichtige gesetzgeberische Arbeit zu verwerten. — Nach den ,^9. N. N." hat das Reichspostamt infolge günstiger Versuche beschlossen, das Pollaksche Schnell- Telegraphen-System im brieflichen Postbetrieb auf der Strecke Berlin-Frankfurt a M. demnächst einzuführen. Hamburg, 8. Mai. 27 Delegierte des Zentralausschusses hamburgischer Bürgervereine beschlossen die Gründung eines Komitees zur Errichtung eines Kaiser Friedrich-Denkmals in Hamburg. Schwerin i. 50L, 8. Mai. Die Jubelfeier der 100 iährigen Wie de rzu g e h orig ke i t Wismars zu Mecklenburg findet am 19. August, dem Tage der lieber gäbe, unter großen Festlichkeiten statt. Unter anderem wird ein Festzug in alten historischen Kostümen veranstaltet. Wahl-Bewegung. Fc. KreiSrat Dr. Wallau-Lauterbach lehnte die ihm angetragene Reichstagskandidatur für den dritten oberhessischen Wahlkreis Alsfeld-Lauterbach-Schotten end- giltig ab. -Ausland. London, 8. Mai. Das Kanalgeschwader erhielt Befehl, an der großen Flottenparad e vor dem König in Spithead im Monat Juli teilzunehmen. Ein italienisches, ein j apanisches und vielleicht auch ein fran - zöf isches Geschwader werden erwartet. Das Datum der Flottenparade fällt mit dem Besuch des Königs von Italien zusammen, der zwischen dem L und 16. Juli erwartet wird. König Viktor Emanuel wird von einem großen Geschwader auf seiner Reise nach England begleitet werden. Paris, 8. Mai. Es heißt, daß Präsident Lonbet seine Reise nach London für die zweite Hälfte des Monats Juni und die nach Rom für Anfang Juli beschlossen habe. Angeblich steht bereits fest, daß Loubet den Papst nicht besuchen werde. — Angesichts der kcttischen Lage in Marokko hat Delcassö im letzten Ministerrate die Frage der Entsendung eines französischen Geschwaders nach den marokkanischen Gewässern aufgeworfen. Dieselbe wurde beschlossen und dürfte bei erster Gelegenheit verfügt werden. Rom, 8. Mai. Das demokratische Blatt „Cafaro" bringt eine überaus sympathische Studie über den Kaiser, der mit Ausnahme Napoleons L unter den modernen Monarchen seine Aufgabe am eifrigsten aufsasse. Wilhelm bertrete die Nation, der Italien Dank schulde, denn es vergesse nicht, daß ohne Königgrätz Venedig und die Städte zwischen dem Mincio und Jsonzv noch nicht frei wären. Der Arttkel schließt mit einem Hymnus auf das junge Deutschland als Pionier des Fortschritts in der Wissenschaft, Kunst und Philosophie. — Heute empfing der Papst etwa 600 deutsche Pilger. Vorher hatte er in Privataudienz die Deputation der Zentrumsfrakttonen empfangen. Dem Abg. Dr. Porsch erklärte der Papst unter großen Lob sprächen auf das Zentrum, dasselbe sei eine starke Stütze der ganzen katholischen Welt. Er gab der Hoffnung Ausdruck, daß das Zentrum aus den Reichstagswahlen, einig, gestärkt und vermehrt hervorgehen werde. Wien, 8. Mai. Der Zollausschuß nahm die Getreidezölle unter Zurückstellung der Positionen Ger ste und Mais unverändert nach der Regierungsvorlage an, sowie einen Antrag aus zollfreien Bezug besttmmter Mengen Mais für Bukowiner. — Der Ausgleichsausschuß nahm unverändert den Artikel 7 des Zoll- und Handelsbündnisses an, während er die Art. 8 und 9 bett, das Eisenbahnwesen zurück stellte. Budapest, 8. Mai. Gestern abend durchzogen in Agram zahlreiche Demonstranten die Sttaßeu unter dem Rus: „T o d d e n M a g i a r e u!" Polizei und Gendarmerie säuberten die Straßen; 22 Personen wurden verhaftet, mehrere zum Tell schtvcr verletzt. — Als in der kroatischen Ortschaft Oxlovac das Standrecht verkündet wurde, wandten sich die von fremden Agitatoren aufgewiegelten Einwohner gegen das Militär, das von der Waffe Gebrauch machte. Sieben Personen wurden schwer verwundet, eine getötet. Aus der Menge feuerten mehrere auf das Militär, wobei ein Offizier verwundet wurde. Washington, 8. Mai. Beim Staatsdepartement sind heute amtlidje Nachrichten eingegangen, welche die Meldung oon einer Verstärkung der russischen Garnison in der Chinesensiadt Niu l schwan g bestätigen. Dem Vernehmen nach ersuchte Staatssettetär Hai) Roosevelt um die Genehmigung zu einer gemeinschaftlichen Aktion der Unionstaaten mit England undJapan gegen das russische Vorgehen in Niutschwang. — Die Vertreter Deutschlands, Englands und Italiens unterzeichneten heute mit Bowen als Vertreter Venezuelas Eiuzeiabkommen über die zur Feststellung der beutfdjcii. englischen und iralünischen Rekla- mationen berufenen gemischten Kommißionen. einseitig wurden oon den Vertretern Einzelabkommen geschlossen, nach denen die Frage der berechtigten ober gesonderten Se S'ebiguiig der Reklamationen aus den von Venezuela zur rfügung gestellten Zollernkünften durch das Haager Schiedsgericht entschieden werden soll. Newyork, 8. Mai. Es hat sich ein amerikanischer Flottenverein nach dem Muster der englischen und deutschen gebildet zum Zweck einer Flottenvermehrung und der Schaffung von Seereserven. Aus Stadt und Land. Gießen, am 9. Mai 1903. LU. LandeSuniversilät. Bis Freitag, den 8. Mai, haben sich neu eingeschrieben 264 Studierende, darunter 21 Theologen, 39 Juristen, 86 Mediziner, 23 Veterinärmediziner, 146 Angehörige der philosophischen Fakultät. Die zwecke Immatrikulation hat heute mittag stattgefunden, die dritte (letzte) ist auf den 16. Mai angesetzt. * * Handelskammersyndikus Schloßmacher hat soeben, wie mir hören, die ihm angettagene Reichstagskandidatur für den Wahlkreis Gießen-Grünberg-Nidda ablehnen muffen, da die Offenbacher Handelskammer ihm die Annahme eines Reichstagsmandats versagt hat. Es schweben jetzt anderweitige Verhandlungen, die in den nächsten Tagen zum Abschluß kommen werden. * • Die Kommissäre für die ReichStagSwahl. Zur Leitung der am 16. Juni stattsindenden Wahlen der Abgeordneten zum Deutschen Reichstage sind folgende Wahl- fommiffäre bestellt worden: für den ersten Wahlkreis (Gießen-Grünberg-Nidda): Provinzialdirektor Dr. Breideyt; für den zweiten Wahlkreis (Friedberg-Vilbel- Büdingen) : KreiSrat Fey in Friedberg; für den dritten Wahlkreis (Alsfeld-Lauterbach-Schotten): Kreisrat, Geh. Regier- ungSrat Schönfeld in Schotten; für den eierten Wahlkreis (Darmstadt-Groß-Gerau) :^Prooinzialdirektor Frhr. v. Senar- clens-Grancy in Darmstadt; für den fünften Wahlkreis (Offenbach-Dieburg): Kreisrat von Hombergk zu Vach in Offenbach; für den sechsten Wahlkreis (Bensheim-Erbach): Kreisrat Geh. Regierungsrat Gros in Bensheim; für den siebenten Wahlkreis (Heppenheim-Worms-Wimpfen): Kreisrat Dr. Kayser in Worms; für den achten Wahlkreis (Bingen-Alzey): Kreisrat, Geh. Regierungsrat Spamer in Bingen; für den neunten Wahlkreis (Mainz-Oppenheim): Provinzialdirektor, Geheimrat Freih. v. (Sagem zu Mainz. • * Von der Meister-Prüfungskommission. An die Stelle des ausgeschiedenen Beisitzers auS dem Schloffer- gewerbe, Schloffermeisters Christian Noll zu Gießen, trat Schloffermeister Karl Krailing zu Gießen. # * Eisenba hnv erkehr in Gießen. Welchen Umfang der Eisenbahnverkehr in Gießen in den letzten Jahren angenommen hat, geht daraus hervor, daß hier mit Einschluß der Biebertalbahn täglich 84 Personenzüge ein-, 86 auS- laufen. Die meisten Züge, 44 bezw. 42, werden auf der Main-Weserbahn abgefertigt. Auf der Sttecke Gießen—Köln laufen 9 Züge ein, 10 fahren auS, auf der Linie Gießen— Coblenz die gleiche Anzahl, auf der Strecke Gießen—Gelnhausen fahren 6 Züge ein und 7 aus, auf der Strecke Gießen—Fulda kommen an 6 Züge und fahren ab 7 Züge. Die übrigen Züge verkehren auf der Biebertalbahn. '* Einführung deS Grabgeläutes. Mck der neuen Friedhofsordnung, resp. mit der bevorstehenden Eröffnung des Friedhofes am Rodberg, werden wir in Gießen wieder ein Grabgeläute bekommen, wie man dies anderswo auch kennt, und das auch die Feierlichkeck einer Beerdigung wirkungsvoll erhöht. Welche Umstände die Veranlaffung waren, daß man seit ca. 40 Jahren das Trauergeläute bei Beerdigung nicht mehr hätte, konnten wir nicht erfahren. Es lag wohl daran, daß der Turm hinter der Stadtkirche im Besitz der politischen Gemeinde ist. Nach dem Erstehen der Johanneskirche, also vor ca. 10 Jahren, war es die Absicht des evangelischen Kirchenvorstandes, durch die wunderbar tönenden Glocken der Johanneskirche das Trauergelaute wieder einzuführen, jedoch sprechen gewichtige Gründe dagegen und so unterblieb die Wiederbelebung der sehr schönen Sitte, welche nunmehr die polckische Gemeinde unserer Stadt vom Turm der Friedhofskapelle aus wieder einfühtt. Uebttgens kennt man in Gießen auch nicht die Sitte, bei der Vollstreckung der Todesutteile die Armesünderglocke zu läuten, wie wir Gelegenheck hatten, bei den beiden Hinrichtungen der letzten Jahre zu beobachten. Früher soll die Glocke der Fried- hofSkapelle am Nahrungsberg diesem Zweck gedient haben. ud. Hessisch-Thüringische Staatslotterie. Bei der heutigen Ziehung -der 1. Klaffe fielen 1000 Mk. auf Nr. 67446, 400 Mk. auf Nr. 24121 36832 88187, 300 Mk. auf Nr. 9964 41293 86622. Ohne Gewähr. ** Besitzwechsel. Bauunternehmer Winn hat das Grundstück, auf dem das Reibersche Möbelgeschäft betrieben wird, zum Preise von 98 000 Mk. käuflich erworben. Das Geschäft wckd vorerst in der alten Weise weitergefühtt. — Wegen Veruntreuungen soll, wie wir hären, der Verwalter I. hier verhaftet worden sein. Er befindet fich zur Zeit, wie es heißt, in ärztlicher Behandlung. ** Anlagemusik. Morgen Sonntag um 12 Uhr ist Promenanekonzett in der Südanlage mit folgendem Programm: 1. Ouvertüre zur Oper „Norma* von Bellini. 2. Alice Roosevelt! Gavotte von Schneider. 3. Valeo bleue oon Margis. 4. Fantasie über Koschats »Verlassen * von Reindel. •• Konzert. Sonntag Nachmittag spielt unsere Regi- mentSmusik zur Eröffnung der Sommer-Saison im neuen Saalban (fr. Steins Gatten). Vor unbeständigem Wetter ist das Publikum durch den geräumigen Saal geschützt. ” (Babelsberger Stenographenverein. Am Donnerstag abend hielt der (Babelsberger Stenographenverein in dem Vereinslokale, Cafo Ebel, seine diesjährige Hauptversammlung ab. Der Kassebericht deS Rechners und ber Jahresbericht für das abgelaufene Vereinsjahr zeigten ein erfreuliches Bild reger Tätigkeit, insbesondere auch auf dem ©ebiete deS Unterrichts, der trotz der Schwierigkeiten, die infolge der durch den Berliner Stenographentag im vorigen 3nbre beschlossenen Aendcrungen der alten Schreibweisen sich anfangs in den Weg zu stellen schienen, recht fleißig besucht wurde, -ter Vorstand konnte, mit Ausnahme des auf sein Nachsuchen ausscheidenden zweiten SchttftführerS, wieder gewählt werben^ Von den übrigen zur Verhandlung gekommenen Punkten der Tagesordnung wollen wir nach dem überaus anregenden Vortrag des zweiten Vorsitzenden über die ver- id)ic den en A i" trage, betreffend die Einführung von Prüfungen tur praltyche und Gelchaftsstenographen erwähnen, die m be« stimmten Zwischenräumen von besonders für diesen Zweck zu ernennenden Prüfungskommissionen abzuhalten sind. Die Versammlung konnte von dem Vorsitzenden mck fester Zuversicht für die Zukunft geschloffen werden. ** AuS dem Theaterbureau geht unS noch folgende aufmerffame und aufmerksam machende Mitteilung zu: Aus die heutige volkstümliche Vorstellung »Der Vogelhändler* zu ganz billigen Preisen wollen wir nochmals Hinweisen. In der morgigen Abschiedsvorstellung »Die tolle Nacht* hat neben Herrn Siegfried Bruck auch Herr Oskar Ganzert eine großartige Rolle, und zwar die der Madame Meyer; in dem Polizeiwachtstubenbckd hat er Gelegenheit, ordentlich auf die Zwerchfelle zu mitten. Um dem Publikum die Heber» raschung nicht zu nehmen, können wir von dem Stück nichts mehr derraten, besonders nichts von dem 3. Bild, baS in Berliner Chambres aeparees spielt unb komische Effekte sonber- gleichen aufzuweisen hat. Im letzten Akte hat Herr Bruck noch bie oerschiebensten Tänze arrangiert, wobei Fräulein Stöger unb Frl. Bartl mck prachtvollen Kostümen glänzen werben. ** Zu ber Stadtverorbnetensitzung vom 7. Mai ist nachzutragen, baß ein Erbbegräbnisplatz in bevorzugter Lage an ber Mauer 200 Mk. kostet. Für alle übngen Erbbegräbnisse ist ber Preis eines Platzes 100 Mk. Der Antrag Haubach, bie Steuergrenze, biS zu welcher Reihengräber umsonst abgegeben werben sollen, von 1600 Mk. auf 900 Mk. herabzufetzen, würbe von bem Antragsteller mck dem Beispiel begrünbet, baß Mitglieder einer Sterbekasse bei ihrem Tode den erheblichen Betrag von der Kaffe mecker vererben würden, ohne daß von diesem Bettag bas Grab bezahtt werben müsse. Herr Haubach schlug beshalb bte Grünbung einer stäbttschrn Sterbekaffe vor, bamit bie Versicherten burch Zahlung nur kleiner Beiträge in ber Lage fein könnten, bei emtretenbem Tobesfall bie nicht unerheblichen Kosten zu becken. Offenbach, 8. Mai. Zum Direktor des Gym« nasiums ist, nachbem bie Trennung zwischen Gymnasium unb Oberrealschule ftattgefunben hat, ber bisherige Direktor deS Gymnasiums unb der Oberrealschule Dr. Wilhelm H en- s e l l ernannt worben. Dieburg, 7. Mai. Wie bie »Statt. Nachr.* mittecken, ist Herrn Bürgermeister Krausmann auf Anfrage vom General- kommando des XVIII. Armeekorps mitgeteiü worden, daß an dieser Stelle von der Erttchtung eines Jägerbataillons nichts bekannt ist. Fc. Mainz, 8. Mai. Der ehemalige Kassierer bet Mainzer Volksbank Herrmann geftanb ein, wo er bie noch fehlenben 20000 Mk. versteckt hat. sd. Mainz, 8. Mai. Der Maurerstreik hätt jetzt schon vierzehn Tage an, und noch ist keine Hoffnung vorhanden, daß die Streikenden zur Arbeit zurückkehren werden. Von den auswärtigen Zentralarbeitsoerbänden fließen den Streikenden viele Unterstützungen zu, so daß vorläufig an ein Nachgeben von dieser Secke nicht zu denken ist. Sämtliche Baugewerbe werden durch diesen Maurerstteik in unangenehme Mitleidenschaft gezogen unb liegen zum größten Teil fast ganz lahm. BesonberS bie Zimmerleute unb bie Tüncher müssen notgedrungen feiern. Von den hier auSgespertten Maurern haben zitta 300 Mann in Wiesbaden unb Frankfurt Arbeit gesucht, bie meisten sind aber unverrichteter Sache wieder hierher zurückgekehrt. — In einer der belebtesten Straßen von hier, auf der „großen Bleiche", wurde gestern zur Hellen Mittagszeit in einem Hause, in welchem sich ein frequentes Bierrestaurant unb mehrere belebte Geschäfte befinden, von der Straße aus ein Einbruch verübt und em Kaffenschrank auSgeplündett. Während sich die Geschäftsinhaber zu bem Mittagessen begeben hatten, schloffen bie Einbrecher vor den Augen eines Mllckärposten von ber Straße auS mittelst Nachschlüssels die Komptoittür auf, räumten den Kassenschrank aus und entfernten sich unbemerkt auf dem- selben Wege, nachdem sie vorher die Komptoittür wieder forgfältig verschlossen hatten. Die Polizei hat alSbalb ermittelt, wer den Einbruch verübt, dagegen ist eS ihr noch nicht gelungen, die Einbrecher, die sich nach dem begangenen Diebstahl zunächst vollständig mck neuen Kleidern equipiert hatten, festzunehmen. Mainz, 8, Mai. Ein Besuch deS Kaisers ist für den 10. Juni in Aussicht genommen. An diesem Tage findet auf dem großen Sande daselbst in Gegenwart des Großh erzogS eine T ruppenschau statt, welcher auch der Kaiser, von Wiesbaden kommend, beizuwohnen gedenkt. Frankfurt, 8. Mai. Die Stadt Frankfutt hat der hiesigen Firma Eckstein, welche seither baS Plakatwesen gepa chtet hatte, ben Vertrag gefünbigt unb mit einer anderen Firma Abschluß gemacht. Eckstein glaubte, er brauche sich das nicht gefallen zu kaffen und prozeffiette. DaS Gericht gab der Stadt Recht und ettlätte das Urteil für vollstreckbar gegen die übliche Kaution. Die Stadt hinterlegte diese Kaution in Frankfutter Obligationen unb bie Firma Eckstein hat nunmehr bieseS Depot als unzuläffig bezeichnet Ihr finb offenbar bie Frankfurter Obligationen nicht sicher genug. — Tie kaiserlichen Prinzen mit Gefolge, ber Reichskanzler unb anbere hohen Herrschaften trafen heute auf der Rückreise von Rom mck verschiedenen Zügen hier am Hauptbahnhof ein. Es erfolgte hier ein längerer Aufenthalt, weil die Herrschaften wünschten, daß em Speisewagen in den — von hier auS nach Berlin gemeinschaftlichen — Sonderzug eingeschoben würde. Auffehen erregten die Hünengestalten deS Gefolges, fast lauter„Zwei-Meter-Männer", bie auf bem Perron promenierten. Von ben Herrschaften selbst äh man nichts, sie verließen ben Zug nicht. Frankfurt a. M., 8. Mai. Die alte Reichs- unb KrönungSslabt rüstet sich zum fesülchen Empfang beS Kaisers. Mit Riesenkräften wird besonbers an ber äußeren Fettig- tellung des RathauS-KomplexeS gearbedet. Die Bauten sind vollständig von Gerüsten befreit; recht interessant präsentiert Uch der figürliche Schmuck der Faffaden. Gegenwärtig wirb bie Bethmannstraße höhergelegt, mit Schienensträngen versehen unb in Slanb gesetzt; gänzlich fertrggeslellt ist ber bie norb- weslliche Seite beS Bauwerks flankierende »lange Franzi, eine getteuliche Nachahmung be5 ehemaligen Sachsenhäuser Brücken- turmey. — Auch an bem Festbau für den Gesang-Wettstreck und seinen Anlagen wird ftramm gearbeitet, desgleichen wird bie Kaiserstraße asphaltiert. Eine mtenfioe Tätigkeit herrscht auch in ben Frankfurter Gesangvereinen, bie in verschiebenen großen Lokalitäten, wie Stabthalle, Turnsälen re., fleißig Kassierer bet \, wo er die noch lltn fuib. '°ll- su. Ost« lk“«e jws ±bei Fräulein ’flumen giönjen ‘J8 vom 7. Mai , fugtet ßage ^ubngen Erb. Der An. w-Aer Rechen. Dn rloW X Qu-; Heller mit den! belaße bei ch^ e weiter vererben 2 ®CQb bezahl: J« die Gründung berlinerten durch sein könnten, bei wichen Kosten zu tor des Gym» ischen Gymnasium bisherige Direktor !>r. Wilhelm hen« Nachr/ mitteilen, age vom General, eilt worden, dog ! Jägerbataiüonä rstreik hält jetzt ine Hoffnung vor« irückkehren werden, inden fließen den ß vorläuflg an ein en ist. Sämtliche eik m unangenehme größten Teil fast und die Tüncher »er aubgefperrien iben unb Frank- verrichteter Sache x der beWten ie", wurde gestern ,n welchem sich ein lebte Geschäfte be« ij) verübt und em )ie Geschäftsinhaber jjen die Einbrecher [ bei Straße aus iuf, räumten den ,bemerkt aus dem« tomptoidüi wieder ei hat alsbald er« gen ist «8 >hr °«h >ch dem begangenen , Kleidern equiprert es Kaisers ist für In diesem Tage^ in Gegenwart M statt, welcher auch i-uwohnen gedewt. Frankfurt hat * das Plakatwesen mit einer an- Jft sü- * - ** W° ’3en mit ®«W' en I oetii'eiient” ktietci”15"91? 5 & -in 6P1"1' SJS*** i- “lf W Änten et. r oräsentwli inl-^zrtig i»1"6 o-ri-h1" ---7 di- n«ib; m "Vwi'-10 .lange 8rücfen' «6l,n^ n ®tion,8*n * et, die m * W fkipig n-nIÄ-" * merster etnem Gerichtssaal. 3Vte/o Konsole do. 8°/o ete 108.06 92.02 und für den T Rodenstein 108.07 61.15 82.01 3109 129.00 44.95 8V1% 8°/o Su/o Mexikaner . . 4*/i7o Chineeon . . Electric, Bohuckert . Nordd. Lloyd . . Kreditaktien . . . Diekonto-Kommandit. Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsgee. Oesterr. Staatebahn . Lombarden . . . Ootthardbahn . . . Laurah Qtte . . . . Bochum . . , » . ?nscheint den Frhrn. von ReichSdag s kand idaten auf- floate gegen die ,vthem. U5e|n. yig.*, wen uiqc ujm vui0<.ivumch hatte, er habe in der Audienzafsare der Burengenerale eme bedauerliche raktlosigkeit begangen und dadurch die Audienz verhindert. Tas Ur teil lautete auf 75 Mk. WelÖUraic. der Wend- rrnd Fruhpirsche hat der (Srvßherzog 16 Rrh- böcke erlegt.— DaSZentrum Hal für den Wahlkreis Darm - labt-Orougermi den Rechtsanwalt Dr. Schmitt-Mainz f en, 8. Mai. Ter B u r e n a g i t a t o r Schowalter die .Rhein. Wests. Ztg/, weil diese chm vorgeworfen 4°/. Italien. Rente . . 47,% Portugiesen . . . d0/ Portugiesen. . . . 1 % C. Türken . . . Türkenlose..... 4% (irisch. Monopol.-Anl. 41/,% äussere Argentiner «den. In der Bürgerschaft giebt sich das größte Interesse für den Gesang-Wettstreit kund. Hunderte von Sängern sind bereits m freiwillig zur Verfügung gestellten Cuarlieren untergebracht und begegnet daS Komitee, daS sich immer noch um Logi» bemüht, großem Entgegenkommen. -leine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. JnSchinSheim (Rhemhessen) erschoß der Landwirt Hermann Zimmermann ferne Frau und alsdann sich selbst infolge von Ehezwistigkeiten. 102.06 92.25 101 25 101.02 103.05 87i% Hessen . . 37,% Oberhessen . 4% Oesterr. Goldrente Briefkasten der Redaktion. (Anonyme Anfrage« bleiben ««berücksichtigt.) ». Jene phrasendreschenden .Elends-Tiere scheinen in ihrer Ignoranz nicht zu wissen, daß es auch physisches Elend giebt. . 27.00 . 92.09 . 99.00 . 103 02 . 210.06 . 188.09 . 140.00 . 149.26 . 167.02 . 146.09 . 14.07 . 190.00 . 219.05 . 181.07 Harpener......183.00 I endent: Behauptet. Roichsanlelbe do. Neueste Meldungen. Criginaldrahtmeldungen deS Gießener Anzeigers. ed. Darmstadt, V. Mai. Auf dem Main-Neckar- Bahnhof wurde heute ein auS Frankfurt kommender Reifender von einem ausfahrenden Güterzuge erfaßt, und eS wurden chm beide Beine, sowie eine Hand abgefahren. Er wurde bewußtlos ins Krankenhaus gebracht und ist bisher noch nicht zur Besinnung gekommen. _ Stach den bei ihm vorgefundenen Papieren hält man ihn für den Zigarrenreifenden Alfred Weniger auS Saalfeld in Thüringen. R.B. Darmstadt, 9. Mai. S. L H. der Grvß- h er zog weilt feit vorgestern im Jagdrevier Jägerädor und nimmt im Fürsten lag er bei Auerbach Quartier. Ber Vermischtes. • Güttingen, L Mai. Im Flecken Waccke ist eine DiphtheritiSepidemie ausgebvochen. Bis jettt fielen derselben 20 Kinder zum Opfer. Die Sanitätsbehörde traf umfassende Maßregeln. . » Er az, 8. Akai. Der Gastwirt Franz Ranner m Drem- lach (Dberfteurrmarf) erschoß im Walde seine vier Kinder und dann sich Seine Gattin entfloh rechtzeitig. Die Ursache sind angeblich mißliche BermögensverhalMisse. duelliert habe und datz Dr. Neff in dem Duell verwundet, seine Fran aber mit dem Rittmeister entflohen fei. Diese Nachricht wurde von ber „Fränk. Ztg." und dem „OerL Tgbl." und durch diese Blatter fast in der ganzen Presse aufgenommen. Sie stellte eine schwere Ehrenkränkung des Bürgermeisters dar, da sich die Sache als eine Verleumdung erwies. Der „Pfälz .Kur." wurde verklagt unb der verantwortliche Redakteur gab vor Gericht zu, baß er von seinem St. Johanner Kvrresponbenten schmählich betrogen worden sei und sich die ganze Affäre als erlogen herausgestellt habe. Da es Dr. Neff vor allem bar auf an kam, den Urheber der Verleumdung zu entlarven, so nahm er von einer Verurteilung des „Pfalz. Kur." Abstand, wogegen sich der verantwortliche Redakteur bereit erklärte, 1000 Mk. Buße zu zahlen und sämtliche bisher entstandenen Kosten zu tragen, seinen Gewährsmann — ein Beamter — zu nennen und eine den Tatsachen entsprech nde Erklärung in einer Anzahl Blätter zu veröffent- ^^Berliu, 9. Mai. Eine Brief-Explosion ereignete sich auf dem Briefpostamt beim Stempeln von Ärief- senbungen . Ein umfangreicher Brief explobierte beim Stempeln und es entstieg bernselben eine dichte Rauchwolke. Personen sind nicht verletzt, iedoch ist eine Anzahl Brief- fenbungen angefengt Die explodierte Sendung enthielt eine Schachwl mit etwa 200 Wachs-Streichhölzern und eine Telephonischer Kursbericht« Frankfurt *. 11., 9. Mai 19ü8. 4'lt% Oesterr. bilberrento 101.00 4% Ungar. Goldrente . . 102.25 siwerne Streichholzdose. Der Absender ist ermittelt. Breslau, 9. Dlai. Als Nachfolger des Erbprinzen von Sachsen-Meiningen wird in erster Linie der Kommandeur der 26. Division Generalleutnant Herzog Albrecht von Württemberg genannt Belgrad, 9. Mai. lieber die Unruhen In Wo- nastir wird noch berichtet: Am Mittwoch früh 4 Uhr er- olgte in der Nähe des PulverturmS eine heftige Explosion, der ein gewaltiger Erdstoß und langanl-altew des Getöse folgten. Sämtliche Fenster der Stadt wurden zertrümmert Unmittelbar darauf gab es mehrere Omncre Explosionen Der Bevölkerung bemächtigte sich eine Panik. Tie Stadt war in eine dichte Rauchwolke gehüllt Eine große Mensck-enmcnge durchzog lärmend die 3tobt Frauen und Kinder jammerten. Dabei kant es zu einem Straße n - kämpf, während dessen vier Christen von Bascdibozuw getötet wurden. Zn der Umgebung von Monastir ist die Zahl der Getöteten bcbcutenbcr. (Sinern siierucht zufolge soll die Bevölkerung eines ganzer^ christlichen TorseS von den Türken niedergemetzelt feilt Seit Donners.ag l-errschss wieder Ruhe. Der Pulverturm wurde nicht in die Lust gesprengt. Tie serbischen Kirchen und Sä'ulcn werben he» road>t Tie Mul-amedaner öffneten wieder ihre Laden. Saloniki, 8. Mat Havas.) In einem Brunnen in der Mhe der österrctänschcn Post hier wurden gestern einige Kilogramm Dhnamit gefunden. Durch die am Mittwoch abend in Monasttr von Bulgaren in eine Moschee geworfenen Bomben wurden nach amtlicher Feststellung 11 Personen getötet und 19 verwundet — In Uesküv sollen Revolutionäre aus Sofia ein getroffen fein. Tie Konsulate in UeSküb werden von Truppen bewacht. gestellt __ ___ __ Wiesbaden, 9. Mai. Der „30)i kann ans Er- tunbiaung bei zuständiger Stelle die Meldung der Berliner Blätter, «xil Telmar fei als Nachfolger deS Major Laufs zum Dramaturgen des Wiesbadener Hoftheater S ausersehen, dement re nm. Die Stelle soll überhaupt nicht wieder besetzt werden. Saarbrücken, 9. Mat Bor dem hiesigen Sck)öffen- gericht smnd eine Angelegenheit zur Verhandlung, welche ein großes Aufsehen fast in der gesamten deutschen Presse erregte. Am 13. Januar d. I. brachte der „Pfalz. Kur." in Neustadt a. H. die Nachricht, daß der Bürgermeister von Eingesandt. Meine unter .Eingesandt' ausgestellte Behauptung inNr.106 des Gießener Anzeiger nehme ich hiermit als unwahr zuruck. 02336 Der Eiuscuder. 1 Flickerin. Lehrlinge: 3783 1 Schlosser, 1 Schreiber. im Bereinslokal (Feidel). 3859 JBL, Monats- JL Versammlung Dienstag öen 12. Mai l. Z., abeaSs 9 Uhr Neabaaftrecke Ltolkheim-SöG a. d. Nidder. Die Ausführung der Rodungs-, Erd- und Wegebefestigungs- arbeiien, der Kunstbauten, der Oderbaupacklage und der Oberbau- arbeiien, sowie die Lieferung des erforderlichen Kleinschlaaes und der Eement- und Eisenröhren sollen vergeben werden. Die Arbeiten und Lieferungen umfassen: m _ 120000 Kbm. Erdarbeiten, 2500 Kbm. Mauerwerk, 19000 Qu.-M. Wegebefestigung und 11 Km. Oberbau, 650 lfd. A!tr. Gement- und 230 lsd. Mtr. Eisen-Rohren. Angebote sind unter Benutzung des vorgeschriebenen Formulars poft- und bestellgeldfrei und mit der Ausschrift „Verdingung der Arbeiten und Lieferungen zur Herstellung der Renbanstrccke Stockheim-Höchst a. d. Ridder" versehen dis zum 6. Juni 1903, vormittags 11 Uhr, an das technische Bureau der Königlichen Etsenbahndrrettion Frarckfu« O.M., vedderichstraße 67 69, einzujenden. ^ujchlagssrist 6 Wochen. Hlngedotforrnulare sind gegen post- unt> bestellgeldfreie Einsendung von 4 Atk. — nicht m Briefmarken — von unserer Kanzlet zu beziehen. a Zeichnungen, Berechmmgen usw. können wahrend der Zxenft- stunden in unserem technischen Bureau eingesehen werden. Frankfurt a. M., den 9. Mai 1903. 3835 Königliche Eisenbahn-Direktion. Städtischer WohavaMachaitis Gießen. Garteustraße 2, Zimmer Rr. 14. (GeschästSsturtden von 8—1 und von 8—6 Uhr.) Angebot: 20 Wohnung« von 1—7 Zimmern, 2 möblierte Zimmer. Nachfrage: 9 Wohnungen von 1—5 Zimmern. Die Vermieter hab« eine Einschreibgebühr zu entricht« und zwar für eine Wohnung mit einem jährlichen Mietwert bis 800 Mk. einschließlich 0,20 9JIL, von mehr alS 800 Mk. bis 600 AU. einschließlich 0,60 Mk., und von mehr als 500 Alk. 1,00 Mk - außerdem ist für jede WohnungSanmeldung 1,00 Mk. zu hinterlegen. Für bie Wohnungssuchenden «folgt bie HkrmiUelung unentgeltlich.2846 Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Garteustratze 1 (Bürgermeiftereigebäude) Zimmer Nr. 14. Der Arbeitsnachweis hat bie Aufgabe, zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern (Arbeiter« jealicher Art. Dteustboteu nub Lehrlinge«) unentgeltlich Arbeit zu vermitteln. An dm Werktag« von 8 bis 1 Uhr und von » bis 6 Uhr geöffnet. Es köuucu eingestellt werde«: 14 Dienstmädchen für sofort und später gegen hohe« Lohu, 2 Hausmädchen, 2 Kindermädchm, 1 Köchin, 2 Kuchenmädchen, 2 Laussrauen, 2 Steinhauer (auswärts), 2 Sattler (1 hier, 1 auswärts), 1 Küfer, 2 Glaser (darunter 1 Bilderrahmenmacher), 2 Metallsormer (auswärts), 1 Mctallschmelzer (auswärts), 1 Dachdecker, 1 Maler und Anstreicher, 1 Schneider (auswärts), 1 Hilfsbadewärter, 2 landwirtschaftliche Pferdeknechte, 1 landwirtschaftlich« Arbeiter (auswärts), 1 zweiter Hausdiener, 2 Hausdurschen. Lehrlinge: 1 Landwirt, 5 Schlosser, 1 Maler und Lackierer, 3 Schnnede (1 hier, 2 auswärts), 1 Spengler, 2 Schreiner (1 hier, 1 auswärts), 1 Schneider, 2 Bäcker, 1 Schreiber. ES suchen Arbeit: 2 Banschlosser, 1 Maschinenschlosser, 1 Spengler, 1 Tapezier, 7 Schreiner, 1 Bilderrahmenmacher, 1 Zimmermann, 1 Bäcker, 1 Dachdecker, 1 Anstreicher, 1 Kellner, 1 Bureaudiener, 1 Diener, 1 Ausläufer, 1 Krankenwärter, 1 Erdarbeiter, 9 Hausburschen, 5 landwirtschaftliche Knechte, 3 Fuhrtnechte, 2 Kusscher, 2 Taglöhner, 3 Dienstmädchen, 1 Zimmermädchen, 1 Kindermädchen, 9 Laus- bezw. Putzftauen, 1 Waschfrau, 2 Weißzeugnähermnen, Bekanntmachung, bett.: Die Besetzung zweier Schutzmannerstellen in der Stadt Friedberg. Mit dem 1. Juni l. IS. sind in hiesiger Stadt 2 Schutz- männerstellen neu zu besetzen. Der AnsangSgehall beträgt 1200 Mk. Außerdem wird freie Dienstkleidung gewährt. Qualisicierte Bewerber, die den Erfordernissen deS § 7 be§ OrtssiatutS für die Stadt Friedberg vom 1. April 1903 entsprechen, wollen ihre Bewerbungen bis zum 15. Mai l. Js. bei der unterfertigten Behörde emreichen. 3820 Friedberg, den 25. April 1903. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Stahl. Slhifsenßerg LPvßn and beliebtcht Ausflugsort du Crgeufl. Restauration zu jeder Tageszeü. la. Biere Vorzüglichen Aepfelwein Maibowle Gut gepflegte Weine Schiffenberger Likör Kaffee, Tee, Kakao usw. Saite und (bei vorheriger Anmeldung) warme Speisen. Verehr!. Vereinen kann bei rechtzeitiger Bestellung stets ein Saal refermert werden. — Zur Rückfahrt nach Gießen hält jetzt auch der 10 Uhr-Zug abends. 3666 Um zahlreichen Besuch bittet Fctniprcchtt 338. Friedrich Lyncker. Lahnkanalifation. Allgemeine ffmtlichk Serfammlnng aller Interessenten und Freunde der Lahnkanaltsatto« am Sonntag den 17. Mai 1903, nachmittags 21/, Uhr zu -Limburg im Kasthaus zur alten TageS-Ordnung: L Bericht über die bisherige Tätigkeit der Kommission zur Förderung der Lahnkanalisalion. 2. Vortrag über die technische Sette der Lahnlanaltsmwn. Berr Regierungsbaumeister a. D. Holzapfel in Berlm. ortrag über die wirtschaftliche Bedeutung der Lahm kanalisation. Herr Generaldirektor Kaiser in Wetzlar. 4. Gründung eines Lahnkanaloereins. Annahme seiner Satzungen, Wahl des Vorstandes. Alle Freunde und Interessent« an dem erstrebten groß« Werk einer Kanalisierung der Lahn sind herzlich eingeladen. Die Kommission zur Förderung der Lahnkanalisation: Kaiser, Generaldirektor, Wetzlar, Vorsitzender. Braud, Bergwerksdirektor, Limburg. EaheuSly, Reichs- und Langtagsabgeordneter, Ltmburg. Dr. jur. Dahlem, Rechtsanwalt, Reichs- und Landtagsabgeordneter, Oberstem a. d. Nahe. Frohwci«, Knappschasts- renbant, Diez. Hilf, Geheimer Justizrat, Ltmburg. Ltnkcubach, Generaldirektor, Ems. Ncumau«, Fabrckant, Wetzlar. Jos. Raab, Gewerke, Wetzlar. Reusch, Bürgermeister, Oberlahnstem. Lchaum, Bürgermeister, Weilburg. Schmidt, Fabrikant, Rlederlabnstem. Schröder, Nievernerhülle, Nievern. Ltadelmaun, tfabrifani, Oberlahnstein. Belve, Juslizrat, Diez.3812 Elegante Neuheiten Blusen Kostümröcke I Interröcke Schürzen Grosse Auswahl ia Kleiderstoffen. Kuder & Sonneborn 25. Marktstrasse 25. 3862 | Dr. Kipper verreist. | Ergänzungswahl non Cemeindcoetttetern in den 4 Kitchengemeinden. Die gesetzlich vorgeschriebenen Ergänzungswahlen für die Gemeindevertretungen der Matthäus», Markus», LutaS» und Fohanuesgemcinde sollen demnächst vorgenommen werden. Deshalb werden die Listen der stimmberechtigten Mitglieder in den 4 genannten Kirchengemeinden drei Tage lang zur Einsicht offen gelegt, nämlich am Montag den 11., Dienstag den 12. und Mittwoch den 13. Mat d. I., an federn Tage von 9 llhr vormittags bis 4 11 hr nachmittags, in den Wohnungen der 4 Pfarrer. Während der Dffenlegung können Einwendungen gegen die Listen bei den unterzeichneten Kirchenvorständen vorgebracht werden. Gegen deren Entscheidung kann binnen drei weiteren Tagen Berufung an den Tckanatsausschuß erhoben werden. Gießen, den 9. Mai 1903. Die Airchenvorstände der Matthäus-, Markus-, Lukas- u. Johannesgemeinde. Schlosser. Scheunemann. Euler. Tr. Naumann. Vertreter: Dr. Geyer, Ludwigstraße 38. 3843 Hack- und 3861 __ empfiehlt M. Rosenthal, LiebWÄ 13. Geschäfts-Uebernahme Jacob Heilbronner 3828 Jacob Heilbronne» ■ I Indem ich höflichst bitte, mein Unternehmen einer geneigten Beachtung zu unterziehen, zeichne mit Hochachtung Mit Gegenwärtigem gestatte ich mir die ergebene Mitteilung zu machen, dass ich die bisher von mir geleitete Filiale der Firma J. Cohn & Co., Cassel, käuflich erworben habe. Das Geschäft werde ich in unveränderter Weise unter der Firma weiterführen und bitte ich, das meinem Herrn Vorgänger geschenkte Vertrauen auch auf mich übertragen zu wollen. loh werde es mir zur besonderen Aufgabe machen, meine werte Kundschaft in jeder Weise zuvorkommend und coulant zu bedienen und werde stets dafür Sorge tragen, dass nur Waren erstklassigen Fabrikates zum Verkauf gelangen. Marktstrasse 17 Parterre, L, EL und III. Stock. fHein-ßtnben, Gießen und Marburg, den S. Mai 1903. 3847 feto Die Beerdigung findet Sonntag den 10. Mai, nachmittag- 8 Uhr, in Gießen von Frankfurterstraße 82 (Chausseehaus) auS statt. Todcs-An;eige. Gestern nachmittag 5 Uhr entschlief sanft nach langem Leiden unser lieber Vater, Schwiegervater und Großvater Hm Ludwig Schmitt, Briefträger i. P. was wir Verwandten, Freunden und Bekannten mit der Bitte um stille Teilnahme mtUeilen. Die trauernde« Hiutcrblicbeueu: Familie Wilh. Träukner. Familie Georg Schebb. Verdingung. Die für laufende bauliche Herstellungsarbeiten an den Gebäuden des städtischen Hospitals erforderlichen Weitzbinderarbeiten sollen SamStag de« 16. Mai d. I., vormittags 11 Uhr, öffentlich vergeben werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Dienststunden bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der bei uns erhältlich, sind bis zum obengenannten Zeitpunkt bei uns einzureichen. — Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 8. Mai 1903. Städtisches Hochbauamt. I. V.: Gerbet. [382b Montag den 11. Mai d. IS., nachmittags 2 Uhr, werden im Bleker'jchen eaalc — Neustadt 55 — folgende Weine versteigert: 1 Faß Ruppertsberger von 190 Liter, 1 Faß Rauenthaler von 117 Liter, 1 Faß Tifchwem von 158 Liter, 2 Fäßchen Moselwein von 67 Liter. 162 Flaschen Niersteiner, 80 Fl. Bingener, 33 Fl. Ruppertsberger, 80 Fl. Rüde-Heimer, 76 Fl. Medoc, 50 Fl. AßmannShäuser, 20 Fl. Rüdesheimer Berg, 25 Flaschen Graacher, 8 Fl. Rauenthaler, 13 Fl. Sekt, 3 Fl. Ruin, 5 Fl. Kognak und 8. Fl. Arrak. 3807] Geißler, Gerichtsvollzieher. Stöbt. Schlachthaus. Freibank. Heute und Montag: 3711 Schleaftkilly 4 > zifg. Gkschkllts ©djfrnfl. 35 Philosophenwald. Täglich frische Milch und Dickmilch. Contentia ( W ohltätigkeitsverein). Sonntag den 10. Mai, nachm. 3 Uhr beginnend: Erstes großes Sommcrfcst auf der Schönen Aussicht. Alles Nähere durch die Plakate. Samstag, Sonntag und Montag: Großes Preisschietzen Montagabend 9 Uhr: Preisverteilung. 3706 (Die Preise sind im Vereinslokal .Schöne Aussicht' ausgestellt.) _______________________________Der Vorstand. Frchtmlmd Gichn-Fchr. Soinnrerfest. Am Sonntag dem 10. Mai findet auf der Schönen Aussicht Grosses Sommerfest diS Jenins ßonteutia 3828 statt, woran laut Beschluß der Vereinigung der Wohlthätigkeits- vercine eine allgemeine Beteiligung stattfinden soll. Bei Vorzeigung der Mitgliedskarte Preisermäßigung (Familie 20 Pfg.). Um recht zahlreiche Beteiligung seitens unterer Mitglieder wi'd flebete... __________________________Dcr B-rst.xd. Wo gehen wir am Sonntag hin? Auf die Lieöigshöhe. Aa ist alles da!!! 0281b Älcin^inötn. Älein^inhen. Bernhardtshänserhof. Gut besetzte 3852 Prima Sauerkraut „ Salzgurken Essiggurken Eingemachte Bohnen smpfieytl billigst 3557 Theodor Hinkel. Kreuzvlcm 6. TattzmusiK. H. Bernhardt. □ OOOOOQOOöq Gmnml-Wliren s jeder Art. Preisliste iranko. Ad. ArraS, Mannheim 2. □OOOOOOOOOD Zum neuen Saalbau früher Steins Garten. Zur Eröffnung der Sommer-Saison Sonntag den 10« Mai I903i Grosses Konzert Militär-Musik ausgeführt von der Kapelle des Infanterie-Regts. „Kaiser Wilhelm“ (2. Grossh. Hess.) Nr. 116 unter persönlicher Leitung des Grrash. Musikdirektors Herrn C. Krausse. Anfang präzis 7,5 Uhr. < Eintritt 35 Pfg. Giessener Aktien-Bier, per Glas 12 Pfg. Münchener Bier, per Glas 15 Pfg. Zum neuen Saalbau 3853 (früher Steins Garten) empfiehlt von abends 6 Uhr ab: Soupers zu Mk. 1.50 bis 2.50 und höher. Trescher & Schrödel. tjotti Wci«ß«be grifft Mault. g Kaffee wöchentlich frisch gebrannt, in vorzüglichen Qualitäten, per Pfd. 100, 120, 140, 160, 180 4, empfiehlt 2452 Robert Stuhl ________Neustadt 23.________ Wagenverkauf! Empfehle mein reichhaltiges Lager in Geschäfts', LuxuS- und «merikaner-Wageu, neue und gebrauchte, in groß. Auswahl. Fr. Grauer, Wagenbauer, Vutzbach. 458 Mine Motten mepr! beim Gebrauch v. Falkonin. 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Ueber 700 Mal mit tosendem Beiiall am Berliner Central-Theater aufgesührt. hrfp* Der auswärtigen Auftage unserer heutigen «nnrmcr liegt ein Brofpetr vo« Berlage von Die Zeit hn Bild" bei. 3863