u. belebend IIUnrLo* * '^bisS'J’^funby^ fesa^sr Lr-. e.?^ff‘n185! ^JDWallenleis ÄÄi^ 011 262 ra„: .. 61 Lenhard, Frankfortentr. 61 t Noll II,, Bahnhofetrasee 51. BEN'S -I ’/ZÖFEN JOld.tfedflille Mämlls rner eöfen im Gebravdi INCflRLAA(HEN\ r m fast allen Plätzen J n 444 691OT783 33,11 ^Kü 68 86 469 |2(. ^6 10 97 917 60 52^; 614 66 [400] 743 [400] 8M 74 582 [4(10] 657 890 K < St«!«»“"! 67 8i »«zA 157 237 «I flWJoOj *• 35 607 681*J .titi 6 ® 6 K27g M lE-,^ M 48 73 K,2A SM M'-s «'Sr-B «gtflS KM 83 3o3 of ?f ..«äfli/, ««wÄ’äj! Är,5f-'<” LZH-Z AM-- UM >S»äSö' 62 67 “ <<, 74™ zcg b (doon a)6 Montag, S März 1903 153, Iahrg. Er'4>,4n» »SyNch mit AuSnabme beS VonntaqS. .Glehc ^omlllenblätttr“ werden dem octü -’rtna wöchentlich bergelegt. Der . Landt»k " erscheint monaUtch einmal. Gießener Anzeiger ffcrmttwerffht ’flr den sDowtttiiee Mb D. öutfe; für den ÄnKtgtntetl: b BeC RotaftontorutT und Verlag der f*t<)b,,M>ai Untoetfttärtotudeiet (tyttft txbtnK k iHeri General-Anzeiger, Aintr- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Parlamentarische PerhaiiSlnnqcn. Nachdruck ohne Vereinbarung nicht gestaltet. Deutscher Reichstag. 276. Sitzung vom 7. März. 1 Uhr. DaS Haus ist äußerst schwach beseht. Am Bundeörathstisch^ v. G o ß l c r, Frhr. v. Thiel- trieg--mii!isterc- war daher überflüssig, ich habe auch nur gesagt, daß das Oie setz bon 1901 nicht genügte. Ich hoffe, daß uns so bald wie möglirt» ein Pcnsionsgcsetz vorgelegi wird. 1- ' lardorff (Rp.); Im .'kamen meines abwesenden nieundes l)r. Ircnbt und, wie ich glaube, meiner ganzen Frak- twN spreche ich meine vollste Sympathie für die Reden der Herren Graf Roon und Oriola aus. Man kann sehr wohl die Pensionen erhöhen, wenn auch die Mittel nicht gleich da sind. So haben wir cs in Preußen auch bei den Bcamtenbesoldungen gemacht. Wir muffen deshalb im Reiche für neue Mittel sorgen. (Abg. Schrader ruft: Reichseinlommensteuerl) Die ist hier nicht durchzu- setzen. Auch Sie, Herr Schrader, werden dies nicht fertig bringen. Graf Roon hat aber schon einen gangbaren Weg, die Biersteuer, angcdeutet. Hiermll schließt die Debatte, der Etat des Allgemeinen Pcn- sionsfotrds wird bewilligt. ES folgt die an die Kommission verwiesene Position des Post- Etats, die die Besoldungen der Ober-Po st- Assistenten enthüll. Abg. Dr. Müller-Sagan lftcis. Vp.) beantragt die Einsetzung von 1000 neuen festen Assistentcnstellcn. Die Budgetkommission empfiehlt Ablehnung des Antrags. Abg. von Waldow (kons.) beantragt eine Resolution, den Neick)sk. .izler zu ersuchen, mit der Vermehrung der Assistenten vor- zugehe.i, sobald die zunehmende Steigerung des Verkehrs die Verwendung einer höheren Zahl fest angestellter Beamten erfordert. Abg. Dr. Müller beantragt für den Fall der Ablehnung seines Antrags eine Resolution, in der eine Erhöhung der nicht fest ange- ftellten Assistenten insoweit verlangt wird, daß das Gebalt nach fünfjähriger Dienstzeit dem Dicnsteinkornmen der fest angestellten gleich kommt. Abg. Dr. Paasche (nat.-lto.l referirt als Berichterstatter über die Verhandlungen der Kommission. Abg. Dr. Dlüllcr Sagan (freis. Vp.): Meine Resolution ist in der Kommission nur mit 13 gegen 12 Stimmen abgelehnt worden. Ich halte daher an derselben im Prinzip fest. Jedcnsalls aber, glaube ich, sollte man meinem Eventualantrag züstimincn, der doch das Minimum dessen darstellt, was man billigerweise verlangen kann. Redner verbreitet sich über die Lage der Postasststentcn, sowie über die verschiedenen Versuche, die der Reichstag nach dieser Richtung gemacht hat. Staatssekretär Kraelke: Ich verstehe es vollständig, daß der Vorredner nach Maßgabe seiner Energie für das, was er einmal in die Hand genommen hat, immer wieder trotz aller Verhandlungen im Plenum und in der Kommission von Neuem eintritt. Weshalb aber zweisell er an meinem guten Willen? Ich suche so viel Stellen wie möglich für meine Beamten zu erwirken, ohne andere Kategorien gu_ schädigen. Für die Assistenten ist in den letzten Jahren viel geschehen. Es geht ihnen jedenfalls nicht schlechter, als entsprechenden Beamten in anderen Verwaltungszweigen. Wir brauchen, wie schon ausgeführt, das fliegende Korps der nichr angestellten Beamten; wir können fest angestellte verheirathete Beamte nickt so beliebig in alle möglichen kleinen Orte hin- und herdirigiren. Nun wird gesagt: das sei nicht so fd)[imm; bloß auf die Jungvcrhcira- theten braudjtc man Rücksicht zu nehmen, und sollte sie nicht so plötzlich aus ihren Flitterwochen herausreißcn. Ja, ich bin zwar Junggeselle und in Ehedingen nicht so genau orientirt. (Heiterkeit.) Aber ich habe dock) gehört, daß bei manchen Eheleuten die Flitter- iüod)en sich viele Jahre hinzichen. (Heiterkeit.) Soll die Postvec toaltung so lange die kleinen Orte ohne Postbeamten lassen? Kurz, ich kann beim besten Willen nur so handeln, wie ich cs neulich hier dargelegt habe. Neue Erklärungen über meine Absichten für die Zukunft will ich nicht abgeben, ehe diese sich zu gesetzgeberischen Vorsck)lägen verdichtet haben. Sonst kommt man nachher wieder und wirft mir vor, ich hätte meine Zusage nicht eingelöst. Abg. v. Waldow und Neitzenstein (deutschkons.) erklärt, cs habe auf der rechten Seite des Hauses eine Entiäusdning Platz gegriffen über die erfolgte Einstellung von nur 200«> Assistenten. Tie Finanzlage des Reiches sehen sic nicht als Hinderniß an. Trotzdem bringen sic den Erklärungen des Staatssekretärs volles Vertrauen entgegen, und müssen anerkennen, daß die Annahme des Antrags llüllcr den Etat in eine sehr üble Lage bringen würde. Abg. Dr. Müller Sagan befürwortet nochmals seinen Antrag. Heute sei das Haus ganz ungewöhnlich schwad) besetzt, und wenn der Präsident heute schon die Abstimmung vornehmen werde, so werd» er energisch dagegen Widerspruch erbeben. Die Resolution de Konservativen biete den Assistenten nur platonische- Wohlwollen davon tonnten die Assistenten nicht leben. Hiermit schließt die Diskussion. Abg. Ledebour (Soz.) bezweifelt die Beschluß s ä h i g k e i t des Hauses. Vtcepräsident Büsing: Das Bureau schließt sich dem Zweife an. Tie Sitzung muß abgebrochen werden. Ick seh. daher die nächste Sitzung auf heute Nachmittag 4 Uhr 30 Minuten an; Tagesordnung: Fortsetzung der heutigen Berathung. I Schluß 4 Uhr. 277. Sitzung vom 7. März, V& Uhr. Das Haus ist sehr schwach besetzt. Am Bundesrathstisch: v. 01 o h l e r u. A. Auf Vorschlag des Präsidenten (Grafen Ballcstrem wird die Abstimmung über die Assistenten Anträge von der Tagesordnung a b g e s e tz t. Es folgt darauf die zweite Berathung des Militär» Etats. Die Berathung beginnt beim Titel „Gehalt des Kriegsministers". Abg. Knnert (Soz. i spricht über die militärische Kriminal- statistit.' Er bemängelt, daß diese nur für ein Jahr, 1901, ausgestellt sei. Das Kriegsministerium hätte eine über einen längeren Zeitraum sich erstreckende Statistik in Aussicht gestellt. Immerhin ergebe selbst das jetzt vorhandene dürfige Material bereits, daß die Klagen feiner Partei über Soldatenmißhandluligen vollauf begründet seien, Ivaö Redner burd) Angabe mehrerer Zahlen zu belegen versucht. Ten Mannschaften müsse weiiigsteits dnS Recht dcS passiven Widerstandes gegeben werden. (Gelachter recht-.) Ein Fall, wie der Fall Pröwc in Rendsburg, so niedrig, so feige, so menschenunwürdig, dürfe sich nidst wiederholen. Ter Soldat durfte sich da nicht widersetzen: hatte er es geihau, er hätte auf Grund dc- Militärstrafgesetzbuchs zu 6 Monaten vcrurtheilt Iverden müssen. ES sei keine llcbcrrrcibung, wenn man sage, daß die Henker der alten Zeit in den Soldatcnmißhandlnngcn der neuesten Zeit an Unerhörter Grausamkeit, Bestialität und Barbarei übertroffen werden. Mit allen Mitteln müßten solche Scheußlichkeiten verhindert werden. Seltsamer Weise fehlten in der Statistik die Angaben über die Selbstmorde. Auch bei den Manövern und Marschen passirten zahlreiche Ungered)tigkeiten, in der Statistik sei aber nichts davon zu finden. Sehr oft ivisse man nicht, ob es bei den MmiLvern Ernst oder Scherz sei. So habe der Kaiser bei dem UmgehuttgsMmiövcr von 1898 zwei Brücken schlagen laffen, daraus hat dann der Kaiser--- Präsident Gras Ballcstrem: Sic dürfet: die Person bc5 Kaiser? nicht in solcher Weise in die Debatte ziehen. Abg. Kuncrt l fortfahrend): Id) werde mich bemühen, das zu unterlassen, so weit es angängig ist. Präsident Graf Ballcstrem: Wenn ich rs anordne, ist es angängig. (Heiterkeit.) Abg. Kunert fahrt fort, die Einzelheiten des Manövers zu schildern. (Von der rechten Seite fällt unter großer Heiterkeit des Hauses der Ruf: Gcneralstabschefl) Bei den letzien Kaiser- manövern mußte die Kavallerie eine ganze Meile Attacke reiten; es sei doch klar, daß im Ernstfälle Niemand von ihnen am Leben geblieben wäre. Alle diese Kavallcrieattackcn hätten doch nur den Zweck, Stimmung für eine Vermehrung der Kavallerie zu machen. Hierauf wird die W c i t e r b e r a t h u n g auf Montag 1 Uhr vertagt. Schluß 5% Uhr. Die „Wirtschaftliche Bereinigung" in der zweiten Kamm r. R. B. Darmstadt, 8. März Die unter den Mitgliedern der zweiten Kammer schon seit längerer Zeit geplante Konstituierung einer „Wirtschaftlichen Vereinigung" steht nun nahe bevor. Ms wahrscheinliche Mitglieder dieser Vereinigung werden uns 21 Namen genannt und zwar die folgenden: Bähr, Brauer, Braun, Breimer,- Erb, Euler, Hauck, Häusel, Hir- schel, Köhler, Korell, Lang, Leun, Nipper, Schönberger, Seclinger, Sensfelder, Weidner, Wcith. Wolf und Schmalbach. Unter diesen 21 Abgeordneten befinden sich acht Na- tionaNiberale, die ländliche Wahlkreise vertreten, sämtliche neun Mitglieder der hessischen Volkspartei und vier fraktionslose Abgeordnete. Tas für die neue Vereinigung auf- gestellte Programm lautet: § 1. Die auf den wirtschaftlich politischen Forderungen des Bundes der Landwirte zum Schutze von Bauern- und Mittelstand stehenden Landtagsabgeordneten treten zu einer „Wirtschaftlichen Vereinigung" in der zweiten Kammer des Großherzogtums Hessen zusammen. § 2. Der Zweck ist: Unter Wahrung der Verfassung alle Interessen des Bauern- und Mittelstandes gemeinsam wahrzunehmen uni) zu fördern. $ 3. Dieser Zweck soll erreicht werden: a) durch Besprechungen und Beschlüsse der Vereinigung, v) durch Innehaltung der in den Sitzungen getroffenen Vereinbare;gen innerhalb der Verhandlungen der zmeiten Kammer. § 4. Die Mitgliedschaft mit allen Rechten und Pflichten erlischt durch freiwilliges oder vom Vorstand veranlaßte- Ausscheiden. § 5. Der zu wählende Vorstand besteht aus einem Vor sitzenden, einem Stellvertreter und einem Schriftführer. Ersatzwahlen können durch vorhergegangcne Einladung statt- finden. c .. § 6. Tic Sitznnaen b rim der Voriwende und setzt bk Tagesordnung fest. ! rüge hierzu sind schriftlich an den Vorsitzenden einzureichen. § 7. Für die öt ' igcn gilt als Geschäftsordnung diejenige der zweiten Kammer. — Im Hinblick aus die neue Irakrio bildnng dürfte es oon Interesse sein, daß dc. celtijei der Beratung des Etats für bie Universa t ä £ G : ec n : Verbindung mit der Anftaae . Professur der agrarischen Richtung ...: Jj Abge: .....: unterzeichnete Antrag — der Präsident hatte bei Verlesung desselben nur von 31 gesprochen —, daß die Kammer die Großh. Regierung um Errichtung einer weiteren Professur mit agrar wissenschaftlicher Richtung an der Universität Gießen ersuchen möge, von sämtlichen vorgenannten Abgeordneten und von folgenden 14 Weiteren Mitgliedern des Hauses unterzeichnet ist: Den sämtlich en sieben Zentrumsmitgliedern von Brentano, Dr. Frenay, Horn, Molthan, Pennrich, Schlenger und Dr .Schmitt, sowie von den nationalliberalen Mgg. Diehl, Haas-Darmstadt, Dr. Heidenreich, Graf Oriola, Pitthan, Schill und Stöpler. Parlamentarisches. Berlin, 7. März. Die Interpellation des Grafen Kanitz im preuß. Abgeordnetenhause wegen der Verzögerung der Einbringung des S chu l-D o t a t i o n s - Gesetzes soll nächste Woche in Verbindung mit dem be- tressenden Teil des Kultus-Etats behandelt werden. Auch die freilonseroative Fraktion hat einen Antrag eiugebracht, welcher bezweckt, die Verwirklichung der alten Forderungen der Partet auf Erlaß eines Schul-^Dotations-Gesetzes zu fördern. — Im Abgeordnetenhause wurde heute der'Gesetzentwurf betreffend bie Erweiterung des Stadtkreises Gelsenkirchen und der Gesetzentwurf betreffend Aenderung der Amtsgerichtsbezirke in dritter Lesung debattclos ange nommen. Es folgt die zweite Lesung deö Kulii- -Etats. Wahlbewegung. Dingen, 7. März. Hauptmann a. T. Aven arius hat es ab gelehnt, eine Reichsrag^taudlraiur für die iiatl. Partei des Wahlkreises Dingen-.ckzey anzunehmen. Kassel, 7. März. Tie hiefigen Anhänger der u ati-> = n al-sozialen Pa. c i werden al*? Kaudidaren für die Reichstagswahl int v. '.reife Kassel-Melsungen Fr. Naumann, Psari . a. T. in Berlin, aufstellen, LUrche und Schule. Trier, 8. März. Jon den Kanzeln wurde heute mittag verkündet, daß das bekannte Publitandum des Bischoss Korum als nicht geschehen zu betrachten ist. Prag, 8. März. Wie man hier zu Lande geqc- evangelische Versammlungen vorgeht, zeigte (ich z. Z. am 1. d Al. in Schentenbahn. Ton sand eine außerordentlich stark besuchte Versammlung statt, in welcher der als evaugelischer Vorläinpfer bekannte Schlossermeister A. Zörkler über den evang. Glauben sprach. Bei dieser Gelegenheit wurde nicht weniger aufgeboten als folgender Apparat: zwei Gendarmen mit aufgepflanztem Seitengewehr am Eingang, ein Gendarm im Gastzimmer, ein Wachtmeister in der Küche, ein Regierungsvertreter im Saale. Letzterer kontrollierte die Erfüllung der gesetzlichen Bestimmungen bezüglich der Einladungen aufs peinlichste und nahm ein Protokoll auf, so daß die auf 2 Uhr anberaumte Versammlung erst um ^4 Uhr beginnen konnte! Dennoch fand er nichts, was eine Handhabe bot, diese aufzulösen. Als der Redner um halb sechs Uhr dem Schluß seiner Ausführungen nahe gefommen war, tat sich die Tür nochmals auf und der Regierungsoertreter erschien in Begleitung eines Gendarms zum zweiten Male und fing wieder an zu „prüfen”, bis er einen Anlaß gesunden zu haben meinte und nun die Versammlung wirtlich aus löste. Die Entrüstung der Versammlung war groß. Auf die Mahnung zur Besonnenheit und Ruhe, welche die evangelischen Leiter an sie richteten, räumte sie den Saal ohne lauten Protest. 2 3 Personen meldeten sofort den Uebertritt. ’-U-L1 ■■■» -------— 111----- । | Von deutschen Höfen. Dresden, 7. ..m^ ~^r Ho sm ar schall des ton» Prinzen, v. T ü i i n g, und die Lberhosmeisterin der an v. Ir 1 tjch, reichten ihre Entlassung eit e such es, den der König von Sa: ; c n dem Kaiser von Oesterreich in Wien ab statt, -uirb, werden große Hoffestlichkeiten vorbereitet. Ter Emp eng des Königs wird besonders festlich und herzlich gestaltet, um zu beweisen, daß die Beziehungen zwischen 0 bi l n Häsen durch die jüngsten Ereignisse in feiner ise getrübt werden konnten. Di tecklenb. Rachr." Der* öffent.i-en an £.. _ ?e des Blat.es io.genbe am tfi e Mi. eil. ng: Auswärl a. und inländische Blätter brachten . .i uttd Ber- d ä t.ungen im leüerrden Mitgliedes Ministerium ist n des Großh. Hauses in des . ,h. Hauses. : deshach in Wahrung der Int. Ermittelungen eingetretcn, welche die völlige Unbegründetheit der Gerüchte ergaben. Der Zweikampf wird im Anschluß an den traurigen Aufgang des neuesten studentischen Duells in Karlsruhe in badischen Müttern wieder scharf kritisiert. Um einer Lappalie willen hat der Warschauer Student Goldberg sein Leben eingebüßt, während sein Gegner, der schlesische Student Schwarz, sich steckbrieflich verfolgen läßt. Die Zeitungsmeldung von der Ueberführung der Leiche des Erschossenen auf den Bahnhof lautete: „Neben den beiden Brüdern des Verstorbenen schritten die Sekundanten, Testanten und der Unparteiische, die bei dem Duell mitgewirkt haben." Auch die Mitglieder des Ehrengerichts, das sich für die Schußwaffe entschied, weil einer der beiden Gegner herzlcidend war, gaben dem Opfer das Geleite. Das Urteil in dem gleichliegenden Fall Ruff-Reiß ist noch nicht rechtskräftig geworden, weil der Staatsanwalt gegen die Freisprechung der angeklagten Mitglieder des Ehrengerichts Revision eingelegt hat. Einer der Ehrengerichtsbeisitzer im Fall Ruff-Reiß hatte am Tage ftor der Schwurgerichtsverhandlung ein schweres Säbelduell ^usgesochten und war mit seinen Brustwunden eben noch imstande, auf der Anklagebank der Verhandlung zu folgen. Die Mensurtage im Stefanicnbad zu Beiertleim sind jedem Badenser bekannt, der es erfahren will, werden doch Einladungen dazu erlassen. In dem üblichen Rapport des Karlsruher Polizeikoanmissars über den Fall Goldberg-Schwarz hieß es: „Zwischen den zwei Studiren- den sei „eine kleine Differenz entstanden, was g a n z n a t ü r- lich eine Forderung zur Folge hatte." Es wurde der Beschluß des Ehrenrats erwähnt und dann gesagt, „der Mörder ist flüchtig". Mnnen 24 Stunden beeilte sich die Polizei- direktion des Bezirksamts Karlsruhe, die Morte „ganz natürlich" und „Vtörder" als „ungeeignete Ausdrucksweise für einen Polizeibericht des vorliegenden Falles" zu korrigieren. Aus Stadt und Land. ** Eine starke Gasexplosion erfolgte gestern abend etwa 10 Minuten vor halb 8 Uhr im Hauptsaalc unseres StadttHeaters. Eine Person ist schwer, mehrere sind leicht verletzt. Eine große Menge von Scheiben wurden 3ertrümmert Die Vorstellung mußte ausfallen. (Näheres in der Abendausgabe.) ** Rechtsanwalt Barths. Dieser Tage starb der Rechtsanwalt Friedrich Barth, der eine Zeit lang Besitzer des „Franks. Journals" war. B. war hier in Gießen s. Zt. einer der gesuchtesten Rechtsanwälte und verlor dann den größten Teil seines Vermögens an dem Lad Salschlirf. In den letzten Jahren hatte er in Offenbach den Beruf als Rechtsanwalt wieder ausgenommen. ** lieber die Bluttat in Allertshausen, von der wir in unserer Sonntagsnummer bereits Mitteilung machten, wird uns heute noch folgendes geschrieben: Der Täter ist der in den 60er Jahren stehende Johs. Müller , das Opfer ist fein etwas jüngerer Bruder. Dieser kam am Donnerstag Abend nach Hause und geriet mit seiner Schwester in Wortwechsel, die den anderen Bruder herbeiries. Der ättere M. griff sofort zum Messer und gab seinem Bruder mehrere Stiche in Rücken, Arm und Unterleib, sodaß alsbald die Gedärme hervordrangen. Der Messerheld flüchtete mit den Worten: ,Lch nehme mir das Leben durch Ersäufen oder Erhängen". Ein am anderen Nachmittag erst gerufener Arzt überwies den Schwerverletzten der hiesigen Klinik, in der er alsbald, wie gemeldet, seinen Schmerzen erlag. Frankfurt, 8. Marz. Der deutsch-amerikanischen Petroleumgesellschast, die alle hiesigen Grossisten des Pettoleumhandels mit einer einzigen Ausnahme sich verpflichtet und seit einigen Tagen Tankwagen eingeführt hat, ist rascher als man gedacht eine Konkurrenz erwachsen. Die deutsch-russische Naphta-Jmportgesell- schaft zeigt an, daß sie hier ebenfalls mit der Jlbgabe von Petroleum „lose aus Tankwagen" beginnen wird. Außerdem kann man sich für das „ring fr eie" Petroleum jenes einen Grossisten entscheiden, der nicht mit den Amerikanern paktiert hat. Für das Publikum ist, so lesen wir in der „Frkf. Ztg.", dieser Wettkampf — möglicherweise kommt auch noch galizisches Erdöl nach Frankfurt — sicherlich nicht unerwünscht. Er sorgt hoffentlich dafür, daß die Monopol- und Syndikatsbäume nicht in den Himmel wachsen, d. h. daß die Preise nicht ganz nach dem Belieben eines einzigen Großlieferanten normiert werden. Es lebe die Konkurrenz! Frankfurt a. M., 6. März. Das Programm für das Wett sing en um den Ka i serpr eis ist wie folgt festgesetzt. ES werden fingen am 4. Juni vormittags: Männergesangverein Hannover, 215 Sänger, Hegars Rudolf v. Werdenberg; Männergesangverein Leipzig, 227 Sänger, G. Webers Waldweben; Männerchor Magdeburg, 123 Sänger, V. Lach- ners Hymne an die Musik; Sängerbund Mülheim a. d. R., 153 Sänger, C. AltenhoferS Am Römerstein; Sanssouci Dortmund, 175 Sänger, I. Brambachs Gesang der Geister über den Wassern; Sanssouci Essen, 166 Sänger, M. Neumanns Sturmeserwachen; Hilaria Offenbach, 153 Sänger, Hegars Weihe des Liedes. 5. Juni vormittags: Liedettafel M.-Gladbach, 236 Sänger, Brambachs Gesang der Geister; Mannergesangverein Köln, 236 Sänger, Brambachs Meeresstille und glückliche Fahrt; Ltedettafel Berlin, 192 Sänger, Hegars Rudolf v. Werdenberg; Männergesangverein Erfutt, 171 Sänger, L. Kempters Meeresstirnrnen; Mannergesangverein Bonn, 222 Sänger, R. Beckers Friedrich Rotbart; Frohsinn Mülheim a. d. R., 181 Sänger, E. Heusers Hünengräber; Lehrergesangoerem Bremen, 141 Sänger, P. Cornelius Der alte Soldat. 5. Juni nachmittags: Sängerchor Barmen, 195 Sänger, I. Rheinbergers Rolands Horn; Liedettafel Solingen, 132 Sänger, G. Raucheneckers Gruß der Heimat; Liedertafel Würzburg, 127 Sänger, Meyer- Olberslebens Volkers Schwanenlied; Liederoerein Kassel, 142 länger, I. B. Zerletts Seesturm; Männergesangverein Wiesbaden, 151 Sänger, Schuberts Ruhe, schönstes Glück der Erde; Sängerhain Oberhausen, 223 Sanger, Hegars Kaiser Karl in der Johannisnacht; Lehrergesangverein Berlm, 226 Sänger, Hegars Kaiser Karl. 6. Ium vormittags: Männergesangverein Essen, 163 Sänger, Hegars Walpurga; Sängerchor des Turnvereins Offenbach, 185 Sänger, Hergars Hymne an den Gesang; Eoncordia Wiesbaden, 147 Sänger, tDL Bruchs Vom Rhein; Concordia Essen, 192 Säuger, Brambachs Meeresstille und glückliche Fahrt; Männergc angvercm Straßburg, 192 Sänger, H. Hutters Auferstehung; Deutscher Sängerkreis Elberfeld, 195 Sänger, I. Schwartz' Frühling. Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In Kassel erlitt der langjähttge Seelsorger der Unterneuftädter Gemeinde, Pfarrer Gönner- mann, mitten in der Ausübung des Berufes, während des Gottesdienstes auf der Kanzel stehend, einen Schlaganfall. In die Wohnung gebracht, ist er wenige Stunden später ge- IIüLCrt,... Vermischtes. • Breslau, 7. März. Gestern wurde hier ein Oberpackmeister des hiesigen Hauptpostamts wegen jahrelang verübter Unterschlagungen des Inhaltes von Packeten verhaftet. Bei einer Haussuchung wurden große Posten Zigarren, Kleiderstoffe und Lebensmittel vorgefunden. Der Beamte hatte eine 32jährige einwandfreie Dienstzeit hinter sich. * Reschitza, 6. März. In der Domaner Kohlengrube der Staats-Eisenbahn-Gesellschaft fand eine Explosion schlagender Wetter statt, wobei mehrere Bergleu te getötet wurden. * Stuttgart, 7. März. Gestern früh fand in der Nähe von Stuttgart zwischen zwei Studierenden der hiesigen technischen Hochschule ein Pistolenduell statt, wobei der eine der Duellanten einen Schuß in den linken Oberarm erhielt. * München, 7. März. Bei der heuttgen Aufführung des „Lohengrin" stürzten durch Bruch eines Aufzuges vier Pferde und deren Wätter 11 Meter herab. Die Pferde sind tot und die Wärter schwer verwundet. * Paris, 6. Marz. Ernst Schmidt und Christian Vogt, welche am letzten Samstag einen Einbruch in der bayrischen Gesandtschaft verübten, wurden in London verhaftet. * Paris, 7. März. In Roubar gab ein von seiner Frau getrennt lebender Mann auf offener Straße auf die Frau mehrere Revoloerschüsse ab, ebenso auf die der Mutter zu Hilfe eilende Tochter und tötete sich alsdann selbst. * Linz, 6. März. In der hiesigen Zündhölzer- Fabrik der Aktiengesellschaft Union fand heute früh eine Explosion von Zündmasse statt, wobei ein Arbeiter gräßlich verstümmelt wurde. Ein Werkmeister sowie zwei Arbetter wurden schwer verletzt. * Bozen, 7. März. In den Pfunderser Bergen südlich von Hochfeiler stürzte ein Mann namens Johann Harasser ab. Seine Leiche wurde bereits geborgen. * Lemberg, 7. März. Die Augenklinik der hiesigen Universität mußte auf einige Zeit geschlossen werden, weil unter den Patienten ein Fall von Flecktyphus vorgekommen ist. * Schneestürme. Nach einer Meldung aus Petersburg haben in den letzten Wachen im Gouvernement Samara furchtbare Schneestürme gewütet, denen zahlreiche Menschen zum Opfer gefallen sind. * Der Kavalleriemanöver des Grafen Pückler in Klein-Tschirne haben in diesem Jahre dadurch eine interessante Erweiterung erfahren, daß sic nicht mehr gegen einen markierten Feind geführt werden, sondern gegen „wirkliche" Infanterie, die durch die Mägde und Hofehefrauen des Grafen dargestellt wird. Auch die Bewaffung dieses Kl.-Tschirner Amazonenheeres ist sehr originell — sie besteht in neuen Mistgabeln. Mit festem Schritt rückt das Amazonenheer nach dem Stoppelfelde, ido es sich die freie Zeit bis zum Beginn des Kampfes durch das Auseinanderwerfen der dort aufgefahrenen Düngerhaufen vettreiben muß. Graf Pückler veranstaltet inzwischen auf einem davon in einiger Entfernung liegende Felde mit seiner Reiterschaar Schulexerzitien. Nach verschiedenen equestrischen Evolutionen und nach Abnahme mehrerer Parademärsche setzt sich der Oberkommandierende, in der rechten den Feldmarfchallstab in Form eines schweren Reitstockes mit silbernen Knopf, an die Spitze seiner Kavallette, und fort geht es im sausenden Galopp, zum großen Gaudium der uneingeladenen Zuschauer, zur Attacke auf den dünger- ausbreitenden weiblichen Feind. Die Angreifenden bringen mit lautem Hurrah vor, und als die Kavallerie sich dem Amazonenheer bis auf etwa 100 Schritte genähert hat, nimmt dieses plötzlich Verteidigungsstellung ein, streckt den Reitern die Spitzen der Mistgabeln entgegen und ruft laut, gemäß der Instruktion, die ihm vorher seitens des Grafen zu teil geworden war: „Hurrah! Herr Graf!" Der Angriff wird natürlich abgeschlagen, und die Reiter ziehen sich zurück, um den Angriff zu wiederholen, haben aber bei der zweiten Attacke noch weniger Erfolg, da die Amazonen mit ihren spitzen Waffen den Streitrofsen kräftig auf dem Leib rücken. Kurz entschlossen, zieht sich nun der Graf mit seiner „Kavallerie" zurück und versucht eine Umgehung des Feindes, um diesem im Rücken den Todesstoß beizubringen. Aber auch dieser Versuch gelingt nicht; denn sobald die „Infanterie" den Herrn mit feiner „Kavallerie" von der anderen Seite kommen sieht, wird bei ihr der Befehl gegeben: „Kavallette in Sicht! Fällt das Geweyr!" und fo muß der Graf noch mehrere Male mit feiner Kavallette „Kehrt machen", ohne bte Düngerhaufen und ihre Verteidigerinnen überreiten zu können. Die „Infanterie" setzt nun ungehindert das Düngerausbreiten fort, und nachdem diese Arbeit beendet ist, rückt sie in strammem Zuge mit „Gewehr über" in den GutShof von Klein-Tschirne ein, wo der Graf noch die Parade über sie abnimmt und ihr feine Zufriedenheit über ihre tapfere Haltung vor dem Feinde ausspricht. Die neuste Neuigkeit aus Klem-Tschirne ist folgende „Bekanntmachung", die Graf Pückler veröffentlicht: „Ich mache den Gastwitten der Umgebung bekannt, daß ich den Stabstrompeter Rädisch sowie die Trompeter Deutschmann und Griesbach aus meinen Diensten entlassen habe; dieselben sind daher nicht mehr berechtigt, Konzerte abzuhalten in dem Kostüm meines Tromveterkorps. Gras Pückler, Kl.-Tschirne." Rädisch, ein früherer Militärmusiker, war vom Grasen Pückler zum „Stabstrompeter" ernannt worden. Er gibt mit den bezeichneten Trompetern und einigen anderen Nlusikern nach seiner Entlassung aus den gräflichen Diensten aus den benachbarten Dörfern Konzettc im Pückler-Kostüm. * Juristische Anschauung. Student Süffel: „Weißt Du, daß ich meinen Examinator, der mich diirchfal!^ ließ, belangen werde?- Student Loch: „Weshalb denn?" Student Süffel: „Weil c.-. Strafparagraph dahin laute.', daß, wer die Unwiffenhc .. 'lud ? .' .v \ um ihm zu schaden, mit Gefängnis vis zu einem Fayr bestraft wird.* Gerichtssaal. München, 7. März. (Prozeß Häusler.) Ein früherer Dienstherr der Wagner, der durch die Angaöen seiner Frau zur Zeugenschaft gebracht wurde, gibt zu, daß er die Wagner verführen wollte, aber fein Ziel nicht erreicht habe. Die Wagner bestätigt das und erklärt, sie habe noch mit keinem Manne zu tun gebäht. Es folgen Auseinandersetzungen nut der sehr eifersüchtigen und leidenschafllichen Frau des vorerwähnten Mannes. Die Wagner wird unwohl, muß sich erbrechen und herausgebracht werden. Tie Sachverständigen sinden nichts Anormales an der Wagner. Wegen ihres an sich schwachen Magens habe die Salzsäure so stark bei ihr gewirkt. Bei der Häusler sei eine starke Reizbarkeit und Mangel au einem ihrem Stande entsprechen den Gebühren zu konstatieren. Es wird tonftatiert, daß die Wagner tm ganzen gegen acht Rionate im Kranken Hause in Behandlung stand. Die Möglichkeit einer vollständigen Genesung sei vorhanden, die Wahrscheinlich kett dagegen fraglich. Weiter erklärt Rechtsanwalt Dr. v. Pannwitz, daß die Frage, ob Elise v. Häusler oder die Minna Wagner geistesgestört seien, für ihn vollständig ausscheide. Nach einigen wetteren unwesentlichen Gutachten wird an die Gc schworeuen die einzige Frage gestellt, ob vorsätzliche Bei bringung von Gift vorliege. Die Geschworenen bejahten diese Frage, worauf der Staatsanwalt eine Zuclühausstrafe von sieben Jahren sowie die Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte aus die Dauer von 10 Jahren gegen die Häusler beantragt. Das Urteil lautete auf sechs Jahre Zucht hauS und 10 Jahre Ehrverlust gegen die Stifts- vo r st eher in Elise v. Häusler. Als die Häusler den Genchtssaal verließ, wurde sie von der zahlreichen Menschen- menge mit lautem Gejohle empfangen und die beiden Fenster der Droschke, welche sie nach dem Gefängnis zurückbrachte, wurden eingeschlagen. Sport. Berlin, 7. Riärz. Die deutsche Automobil-Aus' stellung wurde heute nachmittag in der Flora in Char lottenburg in Gegenwart des Prinzen Heinrich feierlichst eröffnet, .heute vormittag legte der.Vorstand des deutschen Automobil-Verbandes einen Kranz am Kaiser-Wilhelm Denkmal nieder. Heute abend erfolgte eine Huldigungsfahrt des deutschen Automob ilverbandes, die der K ai s c r, der abends 7 Uhr auf dem Lehrter Bahnhof eintraf, vom Balkon des Schlosses entgegeiuiahm. Während eine vor dem Schlosse aufgestellte Musikkapelle spiette, sausten von den Linden her die Automobile heran, voran MotorMei räder, dann die Wagen des Ausschusses, des Präsidiums des «Verbandes und der Präsidien des Klubs, und darauf eine lange Reihe von ungefähr 400 Automobilen der Vereine. Die meisten Wagen waren mit Blumen geschmückt, viele zeigten glänzende Arrangements elektrischer Glüh körper, Adler, Kronen usw. Alle Wagen sührtenMagnesiuni fackeln mit sich Der Zug umfuhr bann das Schloß über die Kaiser Wilhelm-Brücke, Burgstraße; Schloßplatz, an dem Kaiser Wilhelm-Denkmal vorbei und fuhr hierauf wieder die Linden hinauf. Handel und Serkehr. Volkswirtschaft. Worms, 18. März. Gemäß Beschluß der Stadtvcr ordneten-Versammlung vom 3. März und Genehmigung des Kreisamtes vom 6. März schreibt die Stadt eine engere Verdingung für eine 3 p r o & e n t i g c Anleihe in der Höhe von 3 Mill. Mark aus, ferner für die Ihn Wandlung der 4 proz^ Anleihe von 1892 im Restbettage von 1 175500 Mk. und der 4 proz. Anleche von 1894 im Rest betrage von 400000 Mk. in eine 31/2 proz. Anleihe. Ange^ bote sind bis zum 17. März einzureichen. Ne ßlers Defraudation bei der Darm-- städter Bank. Die Defraudationen des Depotverwalters Neßlcr von der Darmstädter Bank haben dieser Bank Vcr anlassung gegeben, gegen diejenigen Personen vorzugehen, welche bei der Vertreibung der von Nestler gestohlenen Papiere mitgewirkt haben und nach Lage des Falles von der Direktton auf den Schaden in Anspruch genommen werden können. Aus diesem Anlaß hat die Darmstädter Bank gegen die Bankfirma Siegfried Brann auf Rückerstattung von 750000 Mk. Klage erhoben. Deutsche Bcreiusbauk tu Frankfurt a. M. Wie die Verwaltung miticult, genehmigte die Generalversammlung die Antrags der Verwaltung. Die Dividende beträgt demnach 6 pEt. Die tur nusgcmaß ausscheidenden Auffichtsratsmitglieder Heinrich Hauck Geh. Kommerzienrat Dr. K. v. Sterner und Eonrad Gysin wurden wieder und an Stelle des oerftorbenen Kommerzienrats Marcus M. Goldschmidt Dr. Rudolf Goldschmidt von der Firma Moritz B Goldschmidt Frankfurt a. M. neugewählt. Pose«, 6. März. Der Aufsichtsrat der Ost bank füi Handel und Gewerbe, an der der Präsident der Scchand lung teilnahm, beschloß, der am 26. Marz einzuberufenden Generalversammlung die Verteilung einer Dividende von 6 p E i. vorzuschlagen. Die Abschreibungen und Reservestellungen betragen 157 075,17 All. Es werden 22 651,82 Mk. auf neue Rechnung vor getragen. Eisenbahn Zeitung. Stuttgart, 7. März. Der den Ständen .^gegangene Eisenbahngesetzentwurf enthält neben anderen Forderungen die Einführung der Bahnsteigsperre, vorerst für die Haupttinie Bretten—Friedrichshafen. Kirchliche Nachrichten. evangelische Gemeinde. Montag d e n 9. M ä r 3: Abends 8 Uhr: Bibelstunde im Konfirmandensaal der Johannestirche. Pfarrer Euler. Kiüifiuiinmsllirl llrrnn. Ter durch Explosion hei beigeführte Schaden im (Safe Leib wird jo rechtzeitig behoben sein, daß die angeküudigten Vorträge heute nachmittag 5 Uhr und abends S1,^ Uhr ftattfiuden können. 2070 Jle he 9?r. $8 -u8t> w . Sw viermal " js-Sä ea-lstral! 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