Ifllt n s K- r; 118 '-'äX&W1'. .. MS 'M- 1= M S ojf) 8,00^p $cNcr-,« häSä L^x.LL ^ffßffeden unter Nr. 2-1 1*552 8“äCe Äeit in einem f)’d. w (d< Qnl 889) ZSZZL uni) Drehet «>« t .Mm teimgEeieeiKuZ., . ^K»nÄ L°g£mi di! fepebUim'b'* 23§gr Kr»«r WUV«^ ^üätftäü oder ^Mädch^ chchl.M2!Hcimmstr, 14, II, r, W Laussrau ob. -Mädchen ^iucht. Bleichsäaße 18, a, X> Franlsurterstr. 12, n, totrb für dir Bormittagdstnn- den bott S'/.-U UHr crne un. abhällgigefanbere Laufs rau gesucht. Dieselbe ntrd auch zum Waschen u. Puheu genommen. enornnners, 2"7nrwa h"9 'N $=*h%*icb» fM&W ‘"»»»ne« St-krenm üfrStejÄÄ? ... ys«*, :lit L'-sKA j ...i. X PaiEj.leil. w zlnianö° kilt tlt!* ?* b MW Wtz für Küche u. HM gesucht. M ?-rau ltvbrrüi««. Dchan>enftr. tz. Mf Btbeutl. Lauffrau ge- iucht Neustadt ft, 11 082] I jg. Mädchen f. Köche u. SauSarbeil ges. Aagmgasse S. Solides Mädchen, welches quk bürgerlich kochen kann unb öMarbeil übernimmt, M sofortigen LinE gesucht. Zu x s ragen in der (ftp. d. Bl. GvsteS Matt. 198. Jahrgang £ unterbreiten: 2. 3. Freitag S. Januar 1908 zu i. Kdreff« für Depefcherrr Au-eiger Gießen. tzernsprkchanschlußNr.dl. ßZ™SSEBS8EÄfflB8 Volittsche Tagesschau. Die ersten Handelsverträge. Ile Kronprinzcjstn von Sachseu. Zur Trennung der Kronprinzessin von Sachsen von Givon wird dem „Berl. Tagebl." aus Dresden gemeldet, daß Girons Abreise zweifellos auf Anraten des Vertreters der Kronprinzessin beim Ehegerichts'hof, des Rechtsanwalts Tr. Zehnte, erfolgt sei. Es wird scheinbar beabsichtigt, durch die zeitweilige Trennung der Kronprinzessin von Giron ihr bei den Gerichtsverhartdlungen l^cl oie Ehescheidung eine vorteilhaftere Stellung bau Volke gegenüber zu Ochern, Vorteile, die ihr entgehen würden^ wenn sie mit Die < formation Bekanutmachung. In vier Gehöften zu Wermertshausen ist der Schweinerotlauf festgestellt Der gemeinschaftliche Weidegang der WermertShäuser Schweinebestände ist verboten und die Gehöfte, in welchen die Seuche ausgetreten ist, sind gesperrt. Marburg, den 8. Januar 1908. Der Königliche Landrat. Bekanntmachung. Di« Rotlaufseuche unter den Schweinen in Nie derlei mar ist erloschen; die angeordneten Sperrmaßregeln sind aufgehoben. Marburg, den 6. Januar 1908. Der Königliche Landrat. mit den: Offizi schützmannscyasl Diese wurden । Steuern Lbe.alU Die Portugiesen sind enttäuscht. Sie hatten erwartet, daß die Regierung bei Eröffnung der Cortes Mitteilung machen werde über die besonderen Wirkungen der zwei* monatlichen Reise des Königs nach Paris und London. Äe vom König selbst verlesene Thronrede aber schweigt sich darüber gründlich aus. Zwischen den Zeilen liegt das Eingeständnis, daß die Aussicht auf Unterbringung einer neuen Auslandsanleche eine bessere nicht geworden ist. Es werden nänklich dem Volk weitere „gerechte" Steuern angekündigt, eine Eröffnung, die begreiflichen Unmut erregt. Ueber den Begriff „gerecht"' in der Besteuerung gehen die Auffassungen von Regierung und Volk ganz besonders in Portugal auseinander. Dort werden erwiesenermaßen die Erwerbskreise immer wieder zu den Abgaben herangezogen, auf denen der Steuerdruck ohnehin zumeist lastet. Es wird voraussichtlich zu Straßen kund geb ungen kommen, die schon mehr als einmal chren Zweck erreichten. Darüber, wie der Leere in den Staatskassen ab- zuhelfen sei, dürften sich dann andere Minister den Kopf zu zerbrechen haben. Die gegenwärtigen sitzen schon seit einiger Zeit nicht mehr fest im Sattel. Parlamentarisches aus Hesse«. Der Zweiten Hessischen Kammer ist eine Vorstellung der Steuerausseher des Großherzogtums, betr. Gehaltsausbesftrung und Versetzung in die achte Klasse der Zcvilstaatsdiener zugegangen. Der Schluß der sehr ausführlich begründeten Vorstellung lautet: Gestützt aus das Wohlwollen, welches hohe Regierung den Volksschullehrern und ebenso den Gendarmen zu teil hat werden lassen, wagen wir uns vertrauensvoll auf das Wohlwollen hoher Regierung die ganz untertänigste Bitte Ein pensionSsühiges Gehalt, anfangend mit 1600 Mark und steigend bis zu einem Höchstbelrag von 2400 Mark, Tagegelder für außerhalb unsere Stationsorte vorzunehmende Tienstoerrichtungen in der Höhe von 2.50 Mark für den Tag (die Hälfte der Diätensätze der Großherzoglichen Steuer-Kontrolleure) uns gnädigst zubilligen uiH die SteuerMfseher in die achte Klaffe der Zivilstaats- diener gütigst einreihen zu wollen. Indem wir zu hohem Ministerium vertrauensvoll unsere Blicke richten, sind wir der festen Ueberzeuguna, daß Hochdasselbe als unsere direkte vorgesetzte Behörde üi dieser Hinsicht auch bei hoher Großherzoglicher Staats Fer Konflikt mit Aenezuela. Aus Washington wird telegraphiert: Die deutschen und italienischem Noten, welche in Washington eingetroffen sind, drücken die Bereitwilligkeit aus, mit der venezolanischen Negierung über den Schiedsgerichtsvorschlag zu diskutieren. Die englische Antwort enthält den Wunsch, daß der englische Botschafter als Vertreter bei den Verhandlungen fungiere, die notwendig dem Schiedsgerichte voran gehen müssen. Dies läßt darauf schließen, daß zunächst eine Konferenz der beteiligten Mächte, die durch ihre Botschafter vertreten werden, in Washington stattfindet. — Diese Antworten haben, wie Reuters Bureau aus Car.cas vom 7. Januar aus bester Quelle meldet, in Regierungskreisen große Niedergeschlagenheit hervorgerufen. Die Pariser Ausgabe des „Newyork Heralb" veröffentlicht eine Depesche des venezolanischen Jnsurgentenführers Matos, in der eS heißt: „Das Unglück Venezuelas muß Eastro zugeschrieben werden, der ein Mann ohne Morql unb Verwaltungsfähigkeit ist, mit einem Worte, ein wahrer Wilder. Er verfolgte alle, die er für seine Gegner hielt, warf Soldaten, Kaufleute, Bauern in ungesunde Gefängnisse und ließ sie in Ketten legen. Zwei Jahre lang wurden den Arbeitern Häuser, den Schissern Boote verbrannt. Städte, deren ganzes Verbrechen darin bestand, daß sie von revolutionären Truppen besetzt waren, wurden gebrand- schatzt und bombardiert. Die willkürlichen Maßnahmen, die Castro gegen die Fremden traf, veranlaßten die ge- meinsame Aktion der europäischen Mächte. Sobald Castro gestürzt ist, findet Venezuela wieder Ruhe und Kredit." Die erste Einschränkung der venezolanischen Blockade fällt am 9. Januar. Ankünfte aus westindischen und ostamerikanischen Häfen genießen von Freitag an keine Vergünstigung mehr. Somit wird die Blockierung jetzt umfassender. — Die deutschen Schiffe haben seit dem Beginn der Blockade eine sehr lebhafte Tätigkeit entwickelt. Nach )er Wegnahme der venezolanischen Flotte und der Verteilung der Kreuzer auf die Blockadehäfen unternahm Kommodore Scheder an Bord seines Flaggschiffs Vineta eine Kreuzfahrt von Curaoao aus an der venezolanischen Mste vorüber nach Trinidad, wo boy englische Flaggschiff ankerte. Vor Port of Spain hatten beide Divisionschefs eine Be- prechung. Scheder kehrte nach Westvenezuela zurück und beabsichtigte, ohne Aufenthalt nach Puerto Cabello zu dampfen und die Leitung der Blockade zu übernehmen. Unterwegs gab er diesen Plan auf und fuhr nach Wmem- 'tad, um von der Kabelstation aus die Verbindung mit Berlin herzustellen und mit den maßgebenden Kreisen die weitern Maßnahmen festzustellen. Der Kreuzer „Gazelle" ührte inzwischen unter dem Kommando des Korvetten- äpitäns Grafen Oriola die Blockierung von Puerto Cabello, die am 22. Dezember begonnen hatte, bis zum 28. Dezember durch. Da traf die „Vineta" zur Unterstützung ein. Bald merkte man das kraftvolle Eingreifen des Kommodore Scheder, der sämtliche im Hafen liegende venezola- Bhe Schiffe fortschaffen und das Zollamt vorübergehend tzen ließ. Am 4. Januar übertrug er wieder der „Ga- e" die Blockade, um von Willemstad aus an den Ad- mirakstab und das Auswärtige Amt zu kabeln. Der kleine „Panther hält allein die Wacht vor Maracaibo seit dem 29. Dezember. Jetzt ist zur Ablösung und Unterstützung während des anstrengenden Dienstes der Kreuzer „Falke" vor der Lagune eingetroffen. Die Schulschiffe „Charlotte" und „Stosch" finden als Passagier- und Transportschiffe Verwendung. Jetzt liegt nur die „Charlotte" in den venezolanischen Gewässern; sie hat mehrfach die Fuhrt zwischen Willemstad und der Küste ausgefübrt. Die „Stosch" beteiligte sich als Schlepper an der Sicherung der Prisen und dampfte dann nach St. Thomas. Da dieser Hafen nicht Girvu während der Verhandlungen zusammen lebte. — Nach einer weiteren Meldung au- Dresden wird sich auf Wunsch der Kronprinzessin ihr Bruder, Erzherzog Josef Ferdinand von ToSkana, von Salzburg von neuem nach Genf begeben, um während der Tauer der Verhandlungen in dem von Tresden aus angestrengten Ehetrennungsverfahren der Schwester nahe zu sein Ter „Teuffchen Tageszeitung" wird mitgeteilt, daß Giron auf alle, die mit ihm zusammenkamen, einen höchst ungünstigen, ja unangenehmen Eindruck gemacht. ES sei nicht unmöglich, daß dieser Eindruck auch bei der Kronprinzessin früher erweckt werde, als sie selbst und andere erwarten. DaS, was das Blatt über die Persönlichkeit Girons in Erfahrung gebracht habe, bestärke es in der Auffassung, daß eine gewisse seelische Störung bei der Kronprinzessin vorgelegen haben müsse, als sie ihre Neigung einem Burschen von diesen Qualitäten zugewandt habe. Zwischen dem Anwalt der Kronprinzessin und dem Bevollmächtigten des Kronprinzen finden fortlaufende Verhandlungen statt, die in kürzester Zeit vielleicht, wie der Korrespondent der,„Frkf. Ztg." meint, einen viele überraschenden Abschluß ftnden weroen. Bon Dresden wurde die Abwesenheit Girons während der Berhandlungszeit als Vorbedingung verlangt. Tie Kronprinzessin widersetzte sich diesem Verlangen, fügte sich aber auf den Rat ihres Anwalts und Girons. Letzterer verbleibt bis zum völligen Abschluß der Verhandlungen in Lausanne. Aus Dresden wird der „Chemnitzer Allg. Ztg." gemeldet: Ter Vertreter des Kronprinzen und des sächsischen HofeS, Justizrat Tr. Körner teilte dem sächsischen Hofe in einem Telegramm mit, daß er der Kronprinzessin Luise eine jährliche Rente von 30000 Mk. und bei Ablehnung derselben eine solche von 50 000 Mk. anbieten werde. Es sei jedoch eine Beschleunigung der Angelegenheit geboten und zwar noch vor Eintreffen des Rechtsanwalts Tr. Zehme, dessen Ansprüche wahrscheinlich weit höher sein würden. cm fier SonniagS. flbtvA Gießen «r Anzeiger werden fm Wechsel mit dem Vefpschea Landwirt die Lteyener Hamillen- dlütter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Bru h l'scheu :Untvers.-Vuch- u.6tein- bruderet (Pietsch Erben- Redaktion, Erpedittoa unb Drucreretr Dach den Acichstagsserieu. Unser parlamentarischer Mitarbeiter schreibt uns: Tie erste Beratung des Reichshaushaltsetats, die in Kürze bevorstebt, pflegt nicht nur ein Bckd von der Stimmung „im Lande", spndern auch ein Bild von der Stimmung der Regierung ziu geben. Tie Herren von der Regierung können freilich nicht wie die Abgeordneten ihr Herz ausschütten, sie sind nicht auf den Angriff, vielmehr auf die Verteidigung angewiesen, aber auch hier macht der Ton die Mustk, und eS läßt sich unschwer erkennen, ob sie in Dur oder Mpll ist, ob Zufriedenheit und Tatenluft die Regierung erfüll en, oder ob Verstimmung und Resignation platzgegrifsen haben. Diesmal wird eine gemischte Stimmung sich offenbaren. Ter berühmte Phyfiognomiker Schulz verstand es, sein Gesicht zur Hälfte als ein lachendes, zur anderen Hülste als ein weinendes erscheinen zu lassen. So ungefähr präsentiert sich zurzeit das Antlitz der Regierung. Mit ihren politischen Erfolgen ist sie, zumal nach der Erlangung des Zolltarifs, aufs beste zufrieden; auch die auswärtige Politik macht ihren Leitern zwar Arbeit, aber keine allzu empftndlichen Sorgen. Aber die Finanzen! Seren trüber und für absehbare Zukunft keine Besserung versprechender Stand bedrückt jede einzelne Bundesstaat-Regierung, von der größten bis zur kleinsten. Hat das Reich Geld, hat es alle Welt: wenigstens die deutschen Regierungen haben es. So aber wird ihnen noch genommen, was sie selbst nicht besitzen, denn In jedem Staat sind die eigenen Einnahmen infolge von Steuer-Ausfällen, Minderertrag der staatlichen Unternehmungen usw. erheblich zurückgegangen Jeder, der eine Last zu tragen hat, sieht sich danach um, ob er nicht einen andern finde, dem er die Bürde ganz oder zum Teil auf* Packen kann. Tas ist menschlich. Und ebenso menschlich und begreiflich ist, daß die Einzelstaaten, die für die Bedürfnisse des Reichs in Anspruch genommen werden, statt vom Reich Zuschüsse zu empfangen, wie eö in den schweren Jahren deS Ueberfluffes der Fall war, — daß die Einzelstaaten nach den zweiten Schultern Ausschau halten. Schließlich kann dvch nicht immer mit Anleihen fortgewirtslpastet werden. Tas bequemste Mittel, die Verpflichtungen abzuschieben, (st die Eröffnung neuer Steuerquellen des Reiches. Tie Neigung, solche Einnahmen zu schaffen, ist tatsächlich eine sehr lebhafte unter den bundesstaatlichen Regierungen. Aber die verantwortlichen Leiter der Reichspolitik sträuben sich einstweilen, zu diesem Mittel zu greifen. Eö hat keinen Zweck, dem Reichstag mit einer Steuervorlage, beispielsweise aus Bier oder Tabak — und ein großes Objekt muß eh schon sein — zu kommen, weil ein Steuerpvojett absolut aussichtslos ist. Nahe den Wahlen will sich kein Abgeordneter, und sei er noch so regierungsfreundlich, bei den Männern, die ihm wieder ihre Stimme geben sollen, unpopulär ytachen durch Verteuerung eines Verbrauchs-Artikels. Ddan hat bereits früher angesehene Parteiführer sondiert, aber prompt die Antwort erhalten, der Reichstag möge ja mit Derartig en Projekten verschont werden. ,^Jch bin nicht in der Gebelaune heute", ruft RichardIII. /em Günstling zu, der ihn an Versprechungen erinnert Der Reichstag, dessen Mehrheit der geheime Verdruß beherrscht, daß sie beim Zolltarif weiter gegangen ist, als sie gehen wollte, daß sie ein klein wenig düpiert worden ist durch diplomatische Kunst, hat 8)1 le Gebelaune ganz abgeschworen. Tte Regierung wird, das dürfte sich bald Herausstellen, diesmal einen außerordentlich schweren Stand beim Etat haben. Es wird unbarmherzig gestrichen werden, auch an den allerdringlichsten, an den für unaufschiebbar erklärten Forderungen. Tas Reich soll sich nach der Decke strecken Wie immer, wo man sich um Geld streitet, wird es recht ungemütlich hergehen. Und die Stimmung wird dadurch nicht verbessert werden, daß die Parteien unter sich scharfe Abrechnung halten, zur Vorbereitung des Wahlkampfes, zur möelichsten Erhöhung des eigenen Ansehens und zur „Zer- chmetterung" des Gegners. Der Rest an guter Laune, )en die Regierung ins neue Jahr herübergebracht hat, )ürf>e nur zu ba>o verfliegen, unter der überaus kritischen Behandlung. die dnn Reichshaushaltsetat von allen Seiten bevorsteht. Neue parlamentarische Kämpfe sind in Sicht Im Neiseplan enthalten ist, bleibt dos Schiff vorläufig noch dem Kommodore Scheder unterstellt Die Schulschiffe haben an der Blockade nicht tet(genommen. Ueber die Wegnahme des venezolanischen Kriegsschiffes „R e st a u r a d o r" durch oen deutschen Kreuzer „Gazelle" geht dem „Hannov. Anz." von einer bei der Aktion beteiligten Seite die nachstehende Schilderung zu: Am 10. Dezember, mittags ein Uhr, lief „Gazelle" in den Hafen Quanta ein, wo der „Restaurador"' lag. 400 Meter vor ihm wurde Anker geworfen. Um 5 Uhr machte der Venezolaner Anstalten, den Hasen zu verlassen, was ihm durch den ersten Offizier verboten wurde. MS das Boot mit den: Offizier absetzte, erscholl daS Kommando: „Gelen der Steuerbordgeschütze an die Geschütze!" auf „Restaurador" gerichtet und der Kommandant gab das Kommando „Geladen", Nach der Rückkehr des Offiziers wurde der „Restaurador" alle Stunden mit dem Scheinwerfer beleuchtet. Als am 11. Dezember auf „Gazelle" „Rein Schiff" gemacht war, kam von „Vineta" das Signal „Ultimatum abgelehm". Tambour und Hornisten gaben das Signal „Klar Schiff zum Gefecht", Topp- slaggen wurden gehißt und ein Offizier an Bord des „Restaurador" gesandt, mit der Aufforderung, innerhalb zehn Minuten die Flaggen zu streichen. ,Fresiaurador" bat noch um weitere zehn Minuten Frist, die ihm aber abgelehnt wurde. Um 10 Uhr 51 Minuten wurde auf dein Restaurador" langsam die Flagge heruntergeholt; das Signal ertönte „Klar zum Landen"; die Boote sammellen sich am Heck der „Gazelle"' und fuhren auf das Kommando „Mar zum entern" nach dem „Nestaurador"', legten jenseits bei und gingen an Bord, am Mast wurde die deutsche KriegSflaage gehißt, die Besatzung entwaffnet und ans Land gebracht Auf dem Achterdeck stand ein Faß Pulver, vielleicht wollte der Kommandant das Schiff in die Luft sprengen, wurde jedoch durch das überaus schnelle Asubordkommen daran gehindert. Ta die Maschine entzwei war, wurde der staurador" neben „Gazelle" verankert und erhielt deutsche Besatzung. Gießener Anzeiger s W Eeneral-Anzeiger ** SS Amts- und Anzeigeblatt str den Kreis Gießen WM ,,__zeigenteil: Han» Beck. ersten Handelsverträge sollen, nach einer In» i des nationallibercüen Mg. Bassermann bereits int Juni dem Reichstag zugehen. Das wäre also bann der neue Reichstag- der über die Handelsverträge zu entscheiden hätte, nicht der gegenwärtige Reichstag, wie Abg. Bassermann annimmt. Aut 15. Juni ist die Macht und Herrlichkeit dieses Reichstags zu Ende. Daß er kurz vor Toresschluß noch mit Gesetzentwürfen vmt solcher Tta^ weite besaßt wird, ist nicht wahrscheinlich. Zu so vorgeschrittener Jahreszeit ist auch an dauerrtde Beschlußfähigkeit nicht zu dellten. Die Wahlen werden unter dem Einfluß der neuen Handelsverträge stehen. Ein entsprechend zusammengejetzter neuer Reichstag wird besser unb zutreffender hierüber die Meinung der Bevölkerung zur Geltung bringen, als eS der gegenwärtige stark verbrauchte Reichstag vermag. Iortragskmsus für praktische Landwirte. 8. Mainz, 8. Jan. 1903. Ans Stadt und Land. Gießen, 9. Januar 1903. Auszeichnungen. Der Bahnmeister in der Hessische diesjährigen Reichstagsneumahl wieder siegen. -h- Vom Vogelsberge, 8. Jan. Auch hier hat sich die Influenza eingestellt. In der Herbsteiner Gegend liegen ganze Familien an dieser Krankheit darnieder. Butzbach, 8. Jan. Wie die „B. Z." erfährt, ist man zur Zeit eifrigst mit den Vorarbeiten zur Renovierung unserer Stadtkirche beschäftigt, und gelangen die ArbettS- Vergebungen in den nächsten Tagen zur Bekanntgabe. Mainz, 8. Jan. Vorgestern ist ein in einem größeren hiesigen Restaurant beschäftigtes Fräulein durch einen Hund Ausland. Madrid, 8. Jan. ~ ie 6 ei bat Orsinibomben, welche die Polizei in Barcelona infolge vertraulicher Mitteilungen auf einem Felde bei der Vorstadt Sarria fand, waren mit je 22 Schießröhren geladen. Es wird behauptet, daß die Bomben während der Festvorstellung im Liceo- Theater, welcher der Vicepräsident von Argentinien, Qui- rtrro Costa beiwohnen sollte, geworfen werden sollten. Costa verließ eilig die Stadt. — Zur Lage in Marokko. Wie der „Liberal" aus Tanger meldet, traf General Hachalisasi verwundet wieder in Fez ein und wurde auf Befehl des Sultans als der Hauptschuldige an der Niederlage der kaiserlichen Truppen verhaftet; Hachalisasi soll durch Grausamkeiten die Kabylen von Hyaina zu Gegnern des Ärltans gemacht haben. Ter Tribus der Khanikas unterwarf sich und lieferte 250 Gewehre aus. Ter Sultan verlangt Rückgabe der gemachten Kriegsbeute. Tie Khanikas lehnen dies ab und dürften sich nun wieder den Rebellen anschließen. — Tas Gerücht über Ermordung emglischer Postkuriere ist^mbegründet. Pretoria, 7. Jan. Am Schluß seiner gestrigen Rede sagte Chamberlain, alle Ersatzansprüche sollten gewissenhaft geprüft werden, sie könnten aber infolge der großen Zahl nicht im Nu erledigt werden. Tas Reich habe zwei Million^, gezahlt und sei bereit mehr zu geben. svbald die Prüfung der Ansprüche benchet sei. Diejenigen,I Futterrüben oder Kartoffeln. In der Zusammensetzung welche dem Reiche gMeut hätten, würden nicht vergessen der Fntterrattonen bei intensiver Fütterung ist wohl ui werden. Er würde die Angelegenheit der Heranziehung beachten, die notwendige Menge von verdaulichem Eiweiß Transvaals zur Zahlung der Kriegskosten mit Vertretern neben den stickstofffreien Exttaktstoffen. Das Fehlen des aller Stände erörtern, einschließlich der Kapitalisten, die einen schließt die rationelle Ausnutzung des anderen Ma- zweifellos beisteuern würden. Tie Negierung beabsichtige terials aus. — Bei der Zusammensetzung einer Futter- nicht, irgend etwas zu tun, was die Steuerlast unzweck- ration, die als Produktionsfutter dienen soll, die also mäßig erhöhe und einer schnellen, vernünftigen Entwick- Milch, Fleisch oder Kraft erzeugen soll, ist die Prüfung üng hinderlich sei. Es würde von Transvaal nichts ver-- der in der Wirtschaft vorhandenen Futtermittel.dringend langt, was es nicht willig geben würde, wenn es eine Kolonie geboten. Je nach der Düngung, der Anbauweise der in mit Selbstverwaltung Ware. Er würde am Imperialismus cer Wirtschaft erzeugten Futtermittel, können dieselben Südafrikas verzweifeln, wenn er denken sollte, daß es die im Nährwerte ungemein schwanken. So enthalten Kolonie zulassen würde, daß jedermann in dem Vereinigten die als Viehfutter besonders benutzten Futterrüben je nach ; Änigreiche eutiei besondere Steuerlast trage, während die! der Anbauweise 4—9 Prozent Zucker. Die weit gepflanzten, Kolonie daraus Nutzen ziehe. und dann in der Regel dicken Futterrüben, sind am ärmsten — Tie Humbert-Affäre. In der Untersuchung an den wichtigsten Mhrstoffen, dabei überreich an Wasser, gegen die Familie Humbert fand gestern die Vernehmung das auf Kosten der wertvollsten zugekauften Kraftfutter- von Frederic Humbert und Emil Taurignac statt. Frederic mittel wieder aus dem Körper des Tieres herausgeschafst Humbert behauptete im Widerspruch mit Romain Tau- werden muß. Das Tier wird durch reichliche Fütterung rignac, daß die Rente Diagöre dem Gesetz entsprechend be- solch wasserhaltiger und an Mhrstoffen armer Futtergründet worden sei. Dagegen behauptet er im Einklänge mittel zu einer Wasseraufnahme gezwungen, die nach- mit Romain Taurignac, daß die Crawsords und die hundert I teilig wirkt. Die Dickwurzeln sollen in der Art wie Zucker- Millionen wirklich existiert hätten. Er wurde am Schluffe rüben angebaut werden, dann sind sie ein vortreffliches! >er Vernehmung ohnmächtig und nach dem Gefängnis^ Futtermittel irn Gegensatz zu den große Masse liefernden, Hospital gebracht Mnil Taurignac verteidigte sich damit, in der gebräuchlichen Weise gepflanzten Rüben. — Der daß er von den Prozessen Therese Humberts itttr wenig I Vortragende schloß programmmäßig gegen 12 Uhr. Zur sprechen gehört habe und in die Angelegenheit Crawford I Diskussionsstunde am Nachmittag lagen 20 schriftlich ein* nicht ein geweiht gewesen fet — Frau Humbert, die gebrachte Fragen Herrn Professor Albert vor. Die Be- gestern das erste Mal vor dem Untersuchungsrichter erschien, antwortung erforderte eine weitere ausgedehnte Ausein- antwortete in einem dreistündigen Verhör sehr prompt andersetzung, deren sich der Vorttagende wohl unter großer auf alle ihre Bergangenheit betreffende Fragen, lehnte Anstrengung seiner Stimmmittel, aber mit ausgezeichnetem jedoch entschieden jede Auskunft über die angeblichen Craw- Humor erledigte. Seine zahlreichen Hörer erwiesen sich ords ab. ©ie erklärte, ihre übrigen Verwandten wüßten dafür besonders dankbar. nichts darüber, und sie allein übernehme alle Verantwor* Morgen spricht zunächst Herr Professor Pohle von tung, sie werde die Wahrheit aber erst in der öffentlichen, der Handelshochschule Franffurt a. M. Gerichtssitzung enthüllen. stotenmg unS entsprechend vertreten und für unsere bescheidenen Wünsche gnädigst eintreten werd«. Die ehemaligen hessischen Unteroffiziere haben gleichfalls eine Vorstellung an die Zweite Kammer der Stände gerichtet, welche lautet: In nbetracht des vorhandenen hohen Fonds und her noch lebenden wenigen Mitglieder, bitten wir hohe Kammer um gütigen Erlaß der Beiträge zur Kaffe — dir bei Staats- und Gemeindebeamten schon langst nicht mehr erhoben werden — und Erhöhung der Witwenpension. Unsere Pensionen sind nicht so hoch, daß wir den Ausfall unter den heutigen Verhältnissen nickt fühlen sollten. In der Hoffnung, daß hohe Kammer unserem Wunsche gütigst entsprechen wolle, verharrt usw. ■ 11 ■ - -- Deutsches Mich. Berlin, 8. Jan. Der Kaiser hatte heute morgen im Reichskanzlerpalais eine Besprechung mit dem Grafen Bülow und hörte später im königlichen Schlösse die Vorträge des Kriegsministers v. Goßler und des Chefs des Drilitärkadtnetts, Grasen Hülsen-Häseler. Mtttags begab sich der Kaiser mittelst Extrazuges nach Hannover. — Nach angeblich guten Informationen der „Bert N. N" ist das .Dementi bezüglich der Nachricht, das Mili- tärpensionsgefetz sei zurückgezogen worden, zwar richtig, denn das Gesetz sei allerdings noch nicht zurückgezogen worden, das Schicksal des Gesetzes sei aber durchaus unsicher. Aus finanziellen Gründen dränge bei den ungünstigen, Reichsfinanzen das Reichsschatzamt auf Ber- schiebunG — Ju der gestrigen Sitzung des Bundesrates wurde zugestimmt: den Ausschußberichten über die Vorlage Vetreffenb Entbindung ausländischer Dampffchifse von den für Auswandererschiffe vorgesehenen Kesselrevisionen, über den Entwurf eines Etats für die Expedttion nach Ostasien zum Reichshaushaltsetat für 1903 und über den Entwurf eines Gesetzes, betreffend Feststellung des Haushaltsetats für die Schutzgebiete auf daö Rechnimgsjahr 1903. Ferner wurde den MSschutzberichten über die Entwürfe von Etats zum Reichshaushattsetat für 1903 und zwar des Aus- wärtigen Amts und der Reichsschuld sowie eines Gesetzes betreffend Feststellung des Reichshaushaltsetats für 1903 die Zustimmung erteilt. — Das preußische Staatsmini st erium trat am Mittwoch unter dem Vorsitz des Reichskanzlers Grafen v. Bülow zu einer Sitzung zusammen. — Der Antisemiten Häuptling Gr a f Pückler wurde wegen Beleidigung des Gastwirts zum „Goldenen Löwen" in Hottwll (Kanton Aargau in der Schweiz), Jeanette und seines Mgesteltten Häusli, von denen er behauptet hatte, sie hätten ihn durch vergiftete Suppe töten wollen, vom Schöffengericht des Amtsgericht I zu 450 Mark Geldstrafe, ev. 30 Tagen Gefängnis verurteilt. —Zu den Denkmalsbeschädigungen teilt eine vertrauenswürdige Persönlichkett mit: Am Sonntag ftüh zwischen vier und fünf Uhr ging ein etwa 85 Jahre alter, dunkelhaariger Mann mit schwarzem, sttupptgem, herab- häng«idem Schnurrbart, schmächtig, blaß, mit dunklem Schlapphut und einem anscheinend zu großen Ueberzieher Über Die Kaiser Wilhelmdrücke, schlug fortwährend mit dem Stock nach dem Brückengeländer und entfernte sich dann durch die Burgstraße nach der Kurfürstenbrücke. Die Polizei erbittet wettere Mitteilungen. — Die Uniformfrage der Eisenbahn-Beamten. Verschiedene Zeitungen bringen Nachrichten darüber, daß in bet Beschaffung der Uniformen für die preußischen Eisend abnbeamten wesentliche Aenderungen bevor- ständen. Es soll bebabsichtigt sein, in Zukunft die Lieferung fertiger Uniformen an eine ober wenige Konfektionsfirmen für den ganzen Bereich der Staatseisenbahnverwaltung zu vergeben, während zurzeit die Mfertigung der Uniformen in den einzelnen Bezttken durch kleine Handwerker unter trolle der Direktionen erfolgt. Wie die ministerielle „Berl. Korresp." hört, ist die Nachricht, daß die Vergebung der Arbeit an einzelne Handwerksmeister abgeschafft werden soll, tatsächlich durchaus unrichtig. — In oer gesttigen Sitzung der Stadtverordnetenversammlung wurde Dr. Langerhans zum Vor-1 sicher und Michelet zum Stellvertreter ohne Widerspruch gewählt. Bei der Wahl der Beisitzer fiel der sozialdemo- kratische Kandidat wie in ftüheren Jahren aus, er erhielt mir die Stimmen seiner Parteigenossen. München, 8. Jan. Bie die „M. N. N." melden, verließ Staatssekretär Nieberding die hiesige Universitäts-Mgenklinik, wo er sich anfangs Dezember V.J. einer Augenoperation unterzogen hatte, in bestem Befinden und wird in den nächsten Tagen nach Berlin zurückkehren, um seine amtliche Tätigkeit wieder auszunehmen. Dresden. 8. Jan. Der heutige Hof bericht über 6a» Befinden des Königs Georg von Sachsen faßt sich kurz und stellt nur ein langsames Fortsckreiten der Besserung fest; der Katarrh ist weniger täftig, der Husten nimmt allmählich ab. Mittags erledigte der Wnig, an seinem Schreibtisch sitzend, Regierungsgeschäfte. Braunschweig, 8. Jan. Ter Kongreß für I n n e r e Mission wird hier am 21.—24. September (eine Tagung abhalten. — Die Enthüllung des von Pros. Manzel-Berlin modellierten Reiterstandbildes des Herzogs Wilhelm ist auf den 18. Oktober festgesetzt. Man erwartet, daß der Kaiser der Feier beiwohnen werde. Heute sprach Geheimer Rat Werg er über die Ber- Preußischen Eisenbahn-Gemeinschaft Wilhelm Brückmann billigung der landwirtschaftlichen Produktton. Er empfahl Grünberg wurde auf sein Nachsuchen, mit Wirkung vom Ausscheidung alles Ackertzeländes. das unter den heutigen L Januar 1908 an, in den Ruhestand versetzt und ihm auS Verhältnissen durchaus nicht bnm Kornerbau rentiert und- ^^01 Anlaß die Krone zum Silbernen Kreuz des Verdienst- Niederlegung desselben in Wiesen und Weidegelande. Der ' ro.vAt.mmmon nerfipK«»« Konsum an Fleisch nimmt fortgesetzt zu bei der Wohl> "rdenS PhillppS des Großmütigen verliehen. habenheit der Bevölkerung Deutschlands. Während in den ^m Herrn Georg v. Liebig, kömgl. 60er Jahren beispielsweise auf den Kopf der Bevölkerung bayerischem Hosrat und Badearzt m Reichenhall, einem Sohne in Karlsruhe 69.7 Kgr. Fleisch kamen, stteg der Konsum Justus' v. Liebig, wurde das ihm am 8. Januar 1853 von bis zum Jahre 1885 auf 88 Kgr. — Ter Bewirtschafter der medizinischen Fakultät der Landesuniversität verliehene eines landwirtschaftlichen Besitzes hat sich zu entscheiden, ob Doktordiplom erneuert. er intensiv oder extensiv zu wirtschaften hat. Intensive •• Eisverein. Wie wir hören, werdendes in diesem Wirtschaft ist auf Böden, die eine tiefgründige Bearbeitung ^onat zwanzig Jahre, daß der hiesige EiSverein gegründet ohne allzugroße Mühe zulassen, abzuraten, selbst unter den I rourkc; bei eintretendem Frostwetter soll der JubiläumStag heutigen Berhültnysen. Trese Wrrychastsweise erfordert festlich begangen werden. Ein Wssest mit Kunst, und Wett- neben der Auslage für den Grund und Boden selbst ein V a iri fcwrtar erhebliches Betriebskapital, das nicht selten pro Morgen lauf, Konzert und Illumination ist hierfür in Aussicht ge- 250 Mu beträgt, bst einem Bodenpreis von 600 Mk. pro nommen. . . . Morgen. Setten wird das werbende Kapital sich unter - Für Militärpflichtige. DleMigen pingen Leute, liefen Umständen dem Ackerbau zuwenden. Ta wo der welche in diesem Jahre daS 20. Lebensjahr erreichen und Boden eine intensive Bewirtschaftung nicht zuläßt, Böden, nicht den Berechtigungsschein zum einjährigen Dienst besitzen, Deren Absorbtionsfähigkeit gering ist, der die zugeführten haben sich in der Zeit vom 15. Januar bis 1. Februar d. I. Tüngstofse jeder Art nicht'festzuhatten vermag, sei es wegen ^ecks Anmeldung zur Stammrolle bei den Bürger- [einer physikMschen Eigenschaften ober seiner Lage an steilen nlcifteieien anzumelden. Ebenso diejenigen Militärpflichtigen. Gängen, wird man ertensw bewtr schäften müssen Da die bcren MilitäroerhältniS noch nicht definitiv entschieden ttX^ncn. ÄtbÄ bteSÄM jft »w nicht an. Orte Geborenen ^nbei der Anmeldung ca. 8 Zentner pro Morgen, der Zentner Weizen heute ca. ihren Geburts^chem und diejenigen früherer Jahrgange ihren 8 Mk. kostet, so ergiebt - iese Rechnung schon, daß der Losungsschein vorzulegen. Diejenigen, welche den Berech- Körnerbau aus unseren Turchschnittsböden unlohnend ist. tigungsschein zum Einjährig-Freiwilligen-Dlensi besitzen, haben — Diese Erwägungen führen dahin, allen Boden, der nicht solchen bis längstens 1. Februar l. I. bei den Kreisämtern ausreichende Körnerernten giebt, niederzulegen in Wald, vorzulegen und die Zurückstelliing vor der Aushebung zu od^7 in Wiese oder in Weideland. Tie Sornmerstallfütte- beantragen. runa, die in den 60er Jahren immer mehr eingeführt „ DaS Halten von Pensionären seitens der wurde, um Dünger zu gewinnen ^ur Produktion von damals 0 , nüä) einer Entscheidung des Oberverwaltungswertvollem Getreide, ist unter den heutigen Verhältnissen h r e r i l nacy einer uqc? 9 anzusehen. Der einzuschränken, der Weidegang des Rindviehes besonders 0^2 ni^i: al8: jrer^üeoeir eo an^ wieder einzuführen, auch zur Ersparung von Arbeit unb Setter emer Schule war wegen H V> I / zur Anwucherung des Bodens auf billigste Weise. Ten die seine Schule besuchten, zur Gewerbesteuer veranlagt worden. Stalldünger könne man heute leichter entbehren, da uns die Das Oberverwaltungsgericht stellte aber den Beschwerdeführer Hilfsdünger im unbeschränkten Maße zur Verfügung stehen, von der Gemeindesteuer frei und machte zur Begründung Die Viehzucht ohne Weidegang ist ein Unding, folgendes geltend: Wenn die an öffentlichen Lehranstalten Gesundes Vieh, das zur N a ch z u ch t tauglich ist, und gute wirkenden Lehrer Schüler ihrer Anstalt unter Gewährung von Molkereiprodukte liefert, das nicht ansteckenden Seuchen Wohnung und Beköstigung bei sich aufnehmen, so Überwiegt allzu leicht zum Ovfer sällt^ bedarf absolut der freien Be- ^aelmäßiq die von ihnen ausgeübte erziehende Tättgkeit den lvegung in Luft und Licht. Ta wo die klimatischen^Verhalt- ^lleickt hiermit zugleich verfolgten Erwerbszweck. Die Eltern nisse dem Graswuchs förderlich find, ist ^öedehnte Kinder den Lehrern an in der Voraussetzung, Weidewirtschaft neben extensivem Ackerbau geboten. Nur vertrauen ihre ninot ; Q,ejanct feien ^ie Kinder von Natur reiche, leicht auch in bedeutender Tiefe zu bear- daß diese vor anderen Personen geeignet seien, die Kinder beitende humose Ackerböden eigen sich heute noch zur inten- außerhalb der Schule zu beaufsichtigen, ihren EntwicklungS- siven Bewirtschaftung für den Halmfruchtbau. Vielleicht gang gemäß den Anstaltszwecken zu leiten und Überhaupt erst in hundert Jahren oder spater ändern sich diese Der- j^e sittliche und wissenschaftliche rote sonstige Ausbildung zu hältnisse voraussichtlich wieder. fördern. Richt mit Rücksicht auf eine etwaige bessere Unter-1 Professer Alb er t-Gießen sprach danach über Zu- h^agung und Beköstigung, sondern gerade wegen der von sammensetzung rationeller Futterrationen. Ter Wirtschafter L o^rern ausgeübten erziehlichen Tätigkeit pflegen die hat sich den Verhältnissen anzupassen. Tie Wirtschaft sonst üblichen Pensionssätze übersteigende Ent- KÄS* v mWhSSäS Sä »« baulichen, Eiweifi und Fctt enthaltenden Kraftfuttermitteln lassen. Erzielt er hieraus cmen G-wmn, so ist (eine erziehende erforderlich. Ticselben sollen stets unter Garantie des Ge- Tätigkeit die Quelle, und nach dem Gewerbesteuergesetz Unterhaltes gekauft werden, i'eiartige kostspielige Futterrationen (iegt die Ausübung der erziehenden Tätigkeit nicht der Steuerrentieren nur bet Tieren und Tierrassen, die gute Futter- Wenn das Gesetz die Rechtsanwälte und Aerzte, Verwerter sind, die SBerfütterung solcher Rationen an nicht ^.cxx berufsmäßige Tätigkeit doch zweifellos in einem weit leistungsfähige Tiere ist Verschwendung. Neben der guten Maße ÜOn der Absicht der Gewinnerzielung beherrscht Fütterung ist ausreichende roirb bec gewerblichen Besteuerung nicht unterwirft, so würde sorbernw. Sarrb-re Haltunx, gu l,^Lu°?Turch Selbst^ es Manqel a» Folgerichtigkeit darstellen, die Lehrer wegen Ät 7ik bem G!e^Lkgenpt g°L nach «In! der Ausnahme von Schülern als Gewerbetreibende ,n be- Wasser aufzunehmen, wird Übermäßige Wasserauftiahme, dre handeln. . , beim ziveimaligen Tränken tagsüber gefördert roirb, ge- g. Alsfeld, 8. Jan. Der Relchstagsabgeordnete hindert unb so eine bessere Verwertung ber Futterratton Pindewald für den Wahlkreis Lauterbach-Alsfeld gleichfalls herbeigeführt. — Ter Futterratton fehlt es auf ,urrt Weihnachten in mehreren Orten des Wahlkreises kalkarmen Böden nicht selten an ben wichtigsten mineratt- Neihe von Versammlungen ab, die zahlreich besucht scheu Stossen. Tadurcks> erschlaffen die- OrE des Lrer« Aller Wahrscheinlichkeit nach wird Bindewald bei der und führen oft unerllärliche unb verlustreiche Erscheinungen,'^^ v - zu tage. Regelmäßige Düngung des ^^rgelanbe^ das Futter zu tragen besttmmt ist, mit Kalk, suhrt auch den Futterpflanzen Kalk zu. Außerdem ist der fehlende Kalk im vorhandenen Futter durch Futterkalk zu ergänzen, : wenn nicht etwa durch gettocknete Zuckerrüben schnitzel die bei der Verarbeitung der Zuckerrüben auf Zucker mit Kalk behandelt werden, reichlich Kalk in dem betttsfenden Futter- , mittel steckt. Bei der Verfütterung von Melasse dagegen würde eine Zugabe von Kalk immer erforderlich jein, wahrend Zugabe von Salz hier mindestenL ubcrslunig, aber dann notwendig erscheint bei starftr Verfuttcrung von Im Gesicht gtblff e» worben. Obwohl alsbald geeignete Schutzmaßregeln ongeroenbet wurden, verschlimmerte sich der Zustand der Dame derart, daß man sie noch gestern abend in das Spital verbringen mußte. — Im Hause Frauenlobstraße Nr. 8ü ist in der letzten Nacht ein Einbruch verübt und dabei find wieder nur Eßwaren gestohlen worden. — In der St. Stephanskirche ist gestern der Opfer stock von unbekannter Seite abgerissen und mitsamt dem Inhalte gestohlen worden. — In Kastel sprang gestern morgen gleich nach 6 Uhr am alten Schiffbrückenkopfe ein Soldat au8 der Reduitkaserne mit voller Ausrüstung, da er zum Dienst antreten sollte, in den Rhein. Er lief direkt aus dem Kasernenhof hinaus in einen Nachen und von diesem aus stürzte er sich in den Rhein. Er wurde von den Wogen fortgetrieben und sank dann, als ein den Vorgang beobachtender Flößer ihn nicht retten konnte, unter. Eine mttttär- gerichtliche Untersuchung ist eingeleitet. w. AuS dem Kreise Wetzlar, 6. Jan. Neben den HauShaltungSkursen hat man seit dem vorigen Jahre im hiesigen Kreise mit Erfolg Milchverwertungskurse ein- geführt. Als im Jahre 1900 m dem zum Kreise Biedenkopf gehörigen, aber in unmittelbarer Nähe von Wetzlar liegenden Dorfe Naunheim von der Nassauischen LandwirtschaftS- kammer ein MilchverwertungSkursuS veranstaltet wurde, gelang es, eine unentgeltliche Teilnahme von weiblichen Personen deS Kreises Wetzlar zu erwirken. Da damals die Beteiligung aus hiesigem Kreise sehr groß war, so beschloß die Lokalabteilung Wetzlar, einen ähnlichen Unterricht einzurichten. DaS Bedürfnis, die landwirtschaftliche Bevölkerung mit den neueren Arten der Milchoerwertung bekannt zu machen, war ««le«: T" tiefet toeit 5,ie nach °bei übetSömQWen vM' -rch reichl»M Woffen Xl >8 ■ ^unge, hi,*6' " « der «v? til lie ein botttJrfe gegen 12 k >°g-n 20 fitiX,iet : W-rt L ° °uzgedehnk^L', gendewoh,«.^ zeichn ®Met °l»ie[en (tj Mu M ) Jani. en3. Januar 1908. ^nmei[iec in der HMck. Wilhelm Brückmann * nut Wirkung vom °nd verseht und ihm aus mn Kreuz des Verdienst- verliehen. org v. Liebig, königl. Reichenhall, einem Sohne am 8. Januar 1863 von mdeSuniversität verliehene dren, werden' er in diesem hiesige LiSverein gegründet iier soll der JMaumStag M M Kuch- und M- ist hirrsür in MM gr« g e. Diejenigen jungen Leute, 0. Lebensjahr erreichen und m einjährigen Dienst besitzen, Januar bis 1. Februar d.J. nmrolle bei den Mger- , diejenigen MilitLqMgm, och nicht definitiv entschieden irn haben bei der Anmeldung aen früherer JahM ihren ejenigen, weiche den Berech- iwilliaen-rienst besitzen, haben 1E l % bti den KreiSämtem uy vorder Achtung zu m-nsionären seitens bet betrieb anzusehem Du -z Hallens von Pensionären, " rt feien, d>° N« Z"9 ht n Sntroicflung«- ,t,9'n'|fi en und 1 iu, ‘Le giuSbil»"”« i“ wie sonstig unter* eine etwaige W n 9««bc Ä di- nfinnS»?» * >ird der sein ^^lem on * M «i*,. nTS'i^Fmd -i""" "5 ;"S***', ***5*S‘, 8. 3^einct ®*b Ä-L-S«"' UM so größer, als hier bisher noch überall auf dem Lande zur Butterbereitung das überlebte unsaubere und den Rcchm- gehall der Milch nicht genügend ausnutzende Topfverfahren angewendet wurde, und die Bereitung der Labkäse fast ganz unbekannt war. Um möglichst viele Frauen und Mädchen mit dem neueren Verfahren bekannt zu machen, sollen nach und nach in allen Bürgermeistereien solche Wanderkurse eingerichtet werden. Die betteffenden Gemeinden übernahmen bisher gern den geforderten unentgeltlichen Transport der zum Unterricht notwendigen Geräte und die Stellung von Räumlichkeiten, Licht und Heizung. Amöneburg, 7. Jan. In der vergangenen Nacht wurde auf der Wiesbadener Chauffee bei Amöneburg, unweit der Station Curve, ein Handlungsgehilfe von zwei unbekannten Wegelagerern überfallen und ihm die Uhr geraubt. Der Ueberfallene hat die beiden Kerle nach der Tat eine Strecke weit verfolgt, doch gelang eg ihm nicht, sie ein- zuholen. Der aus Frankfurt a. M. stammende Handlungsgehilfe hatte in Wiesbaden den Zug verpaßt, weshalb er den Weg nach Kastel zu Fuß machen wollte. In der Nähe der Kurve erkundigte er sich bei einigen ihm begegnenden Leuten nach seinem Weg und gab diesen bamit bequeme Gelegenheit zu chrer Tat. Vermischtes. • Königsberg, 8. Jan. Zwei Mitglieder einer Variötöbühne vor dem Königstore, ein Herr und eine Dame, wurden heute Vormittag auf der Bühne mit Schußwunden im Kopf aufgefunden, und nach dem Krankenhause gebracht. ES liegt anscheinend ein Selbstmordversuch vor. • München, 8. Jan. Blättermeldungen zufolge steht ein neuer Wucherprozeß in Aussicht. In der Hauptsache handell eS sich um einen kürzlich bestraften Kommissionär, welcher kleinen Geschäftsleuten Geld vermittelte, wobei nebst außerordentlich hohen Zinsen auch wiederum die Abgabe von Waren eine große Rolle spielte. • Graz, 8. Jan. Der 41jähr. ledige Privatter Friede. Kraft erschoß die Gattin eines Kaffeehausbesitzers, weil sie seinen LiebeSanträgen kein Gehör schenkte, sodann tötete er seine 80jähr. Mutter und erschoß sich schließlich selbst, nachdem er vorher sein ganzes Vermögen, bestehend in Wertpapieren, verbrannt hatte. * Wie man Millionärin wird. In den Kreisen der Damenmäntelkonfektion wird eine Ehe viel besprochen, die am vorigen Montag geschloffen wurde. Sett mehreren Jahren war, wie die ,Nordd. Allg. Ztg." erzählt, in einem Mäntel-Exportgeschäft in Berlin ein Frl. Fanny W. angestellt, welche die überseeische Korrespondenz zu führen hatte. Die Firma hatte vor etwa Jahresfrist einen großen Posten an einen Importeur A. in Montevideo eingeliefert, der letztere aber die Annahme der Ware verweigert. Es entspann sich nun zwischen beiden Firmen eine lebhafte Korrespondenz, die von der jungen Buchhalterin mit »großem Schneid* geführt wurde, und schließlich bamit endete, baß sich ber Importeur in Montevibeo zur Annahme ber Ware bereit erklärte. Anfang November v. I. kam er, ein »interessanter Kreole*, auf einer Geschäftsreise in Berlin an unb besuchte auch bie erwähnte Firma; da kam bie Unterhaltung auch auf ben erledigten Streit, und A. war nicht wenig erstaunt, als er erfuhr, daß seine Gegnerin eine 22jährige Dame war. Er ließ sich Fräulein W. vorstellen unb — seine Geschäftsreise ist zur Hochzeitsreise geworben. * Sein eigenes Kinb erschossen hat infolge unvorsichtigen Umgehens mit einer Schußwaffe ber Arbeiter Friedrich Nattensperger in Prenzlau. Am Sonntag erhielt er den Besuch eines Bekannten aus einem Nachbardorf, bet einen alten Revolver mitgebracht hatte. Beibe gingen ins ^rcie, um zu schießen. Als ein Schuß nicht loSging, nahm Rattensperger den Revolver, um ihn zu untersuchen. Beim Niederlaffen des Hahnes krachte ber Schuß und die Kugel ttaf seine fünfjährige Tochter Anna, die soeben auf den Vater zugelaufen war. Mit ben Worten: „Vater, Vater", brach bas Kinb leblos zusammen. Der unglückliche Mann stellte sich selbst ber Polizei, von seiner Verhaftung wurde indes Abstand genommen. Ein ungetreuer Postbeamter. Vor einigen Tagen entfernte sich in Würzburg unter Mitnahme von mehreren eingeschriebenen Briefen, von denen einer eine Einlage von 120 000 Mk. in zwei Wechseln und 20 000 Mk. in Banknoten hatte, der Postadjunkt Georg Kapfenberger. In Antwerpen, wo er sich in einem Hotel unter falschem Namen einmietete, erregte er Verdacht und machte, als er das merkte, einen Selbstmordversuch. Er wurde infolgedessen identifiziert und die Würzburger Behörden in Kenntnis gesetzt. Karpfenberg er befindet sich in Antwerpen in Hast. Das Geld wurde noch vollständig bei ihm vorgefunden. • Was e in Knabe über seinen Vater denkt. Mtt 10 Jahren denkt der Junge, daß fein Vater doch recht viel wnßr mtt 1&, daß er selbst ebensoviel wisse, wie sein Vater; mit 80 meint ber junge Mann, baß er noch einmal soviel wisse; mit 80, baß er feinen Vater vielleicht mal um Rat fragen könne; mit 40, baß sein Vater vielleicht boch etwas mehr wisse; mit 60 beginnt er dessen Rat zu suchen, und mtt 60, wenn der Vater nämlich gestorben ist, meint er, daß der Verstorbene doch der klügste Mensch gewesen, der jemals gelebt habe» "Ein sehr gelungener Scherz erregte m der Berliner Erstaufführung der JahreS-Revue „Neuestes l Allerneuestes!" große Heiterkeit. Vor ber parobistischen Aufführung von „Monna Vanna" würbe eine komische Nachahmung deS Klingerschen Beethoven, ben Henry Benber in vorzüglicher Maske barstellte, auf bie Szene gerollt. Sofort sing ein Or- chesterrnitglieb an, in fürchterlichen Dissonanzen auf feiner Geige herumzukratzen. Da sagte Emil Thomasr »So wie etwas von Klinger vorkommt, wird der — Geyger un- ruhig . , Gcrichlssaal. Pari», 7. Jan. Bor dem Untersuchungsrichter Machet in Marseille erschienen gestern zwei geschiedene Eheleute Antonini. Tie Scheidung war vor vierzehn Jahren zu gunsten deS Mannes ausgesprochen worden, weil bie Frau sich zum Gerichtstage nicht einfand; ste war damals mit ihrem drei Monate alten Kinde nach Toulon geflohen und hat es dort erzogen. Im Juni 1002 setzte der Vater eS bei dem Gerichte durch, daß die Hut seiner Tochter chm übertragen wurde. Er ließ die Mutter wegen Kindesraub - verfolgen, und ste wurde mtt dem Mädchen von Toulon nach Marseille gebracht. AiS dieses aus dem 'Dlunbe des Untersuchungsrichters hörte, daß eS seinem Baler folgen müsse, rief eSi Lieber werf ich mich inS Feuer. Gesagt, getan. Tie kleine Antonini warf sich mtt dem Kops ins Kaminseuer und leistete Widerstand, als der Richter und Aktuar ste herauS- zogen, mit Brandwunden am Gesicht und an den Länden. Wäh- rend man sich um bad Mädchen bemühte, ergriff Antonini einen Stuhl und schlug damit auf seine Exfrau unb auch auf die Gendarmen loS, die ste Herbetgebracht hatten und nun verteidigen wollten. Er wurde sestgenommen und seine Tochter nach einem Hospital gebracht, auS dem sie wahrscheinlich zu der Mutter wird zurücttehren dürsen. Handel und Verkehr. UolkLwirtschast. Die Inhaber von allen Stammaktien der Gesellschaft deS Märkisch-Westfälischen BergwerkS-Beretns werden ausgefordert, ihr Bezug-recht auf die neu auSzugebenden Stamm-Aktien oiS 8. Februar d. I. auSzuÜben. Die nächste Ziehung der Russischen 6 pdt Prämlen- Anleihe von 1864 findet am 14 Januar 1003 statt. Arbeiterbewegung. Lattowttz, 8. Jan. Auf der der Kattowitzer Aktiengesellschaft gehörigen LarnalSfreudengrube brach heute früh ein Streik auS. Bon 600 Bergleuten streiken 850. Auch auf der RedenSblickgrube ist ein Tell der Arbeiter nicht eingefahren. Die Arbetter verlangen eine Lohnerhölmng. Lamliien-Nachrichten. Geftvrbe« 1 Frau Dorothea Götz, geborene Landvogt in Rockenberg. Kirchliche Nachrichten. Evangelisch« Gemeinde. L Sonntag nach Sptp haniaS, den 1L Januar LandeSmisfionSfest. Gottesdienst. Kollekte für die H eidenmifsion. In der Stabtttrche. Vormittags 91/, Uhr: Pfarrer Schlosser, Vormittag- 11 Uhri MilttärgotteSdienst. Pfarrer Gnler. Nachmittags 8XW Uhrr Kurderttrche für die MatthäuSgemeinde. Pfarrer Schlosser. Nachmittag- 5 Uhrr Pfarrer Scheuneman»:. Donnerstag, ben 15. Januar: Abend» 8 Uhr im oberen Konfirmandensaal, Kirchstraße Bibelstunde (Psalm 78). Pfarrer Schlosser. In der Jo-aUneSkirche. Vormittags 97« Uho Pfarrer Dr. Naumann. DormittagS 11 Uhr: KindergotteSdienst L d. JohanneSgemeindL. Pfarrer Dr. Naumann. Nachmittag» ö Uhr: Pfarrer Euler. Montag den 12. Januar. Abend» 8 Uhr: Bibel stunde im Konfirmandenfaale der JohanneSktrche. L JohanneSbrief Kap. 8. 11—24: Die Merkmale der Liebe und unser Kinde-verhällniS zu Gott. Pfarrer Dr. Naumann. DienStag, den 18. Januar Nachmittag» 51/, Uhr Bereinigung der konfirmierten Mädchen der LukaSgemeinde im Konfirmandensaal der Johanneskirche. Pfarrer Euler. Katholische Gemeinde. SamStag, den 10. Januar: Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht. Sonntag, den 1L Januar. 1. Sonntag nach Epiphanie. Vormittags von 61/, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht. , um 7 Uhr: Die erste heil. Meße, vor und in derselben Austeilung der heil. Kommunion. Vormittag» um 8 Uhr: Die -wette heil. Messe. , 9*/i Uhr: Hochamt mtt Predigt. Nachmittags um 21/, Uhr: Christenlehre, darauf Andacht mit Segen. Neueste Meldungen. Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeiger. Berlin, 9. Jan. Prinz Oskar, ein Sohn des Kaiserpaares, hat den leichten Anfall von Influenza bereits überstanden, sodaß er gestern schon wieder ins Freie gehen konnte. — Ten ersten Vortragsabend, den der Verein Berliner Presse Mm Besten seiner Unterstützungslasse veranstaltete, füllte der neue Berliner Bürgermeister Dr. Georg Re icke durch die Verlesung zweier voettschen Erzeugnisse aus. Beide Dichtungen fanden bei dem zahlreich erschienenen Publikum ungeteilten Beifall. Berlin, 9. Jan. Die Ankunft des deutschen Kronprinzen in Petersburg ist, wie der „LoL-Mz." meldet, für den 19. ds. angemeldet. Hannover, 9. Jan. Der Kaiser wohnte gestern abend im kgl. Theater der Opernausführung von „Aida" bei. Er wurde mit Fanfaren empfangen. Das vollbesetzte Haus beantwortete die Verneigung .des Kaisers mit einem drrttnaliaeu Hurrcchl Die Kapelle spielte die Nationalhymne, in welche die Anwesenden einstimmten. Der Kaiser, in der Uniform der Königsulanen, nahm in der großen Hofloge Platz. Die Vorstellung fanf> starken Beifall. Auch )er Kaiser beteiligte sich an demselben, besonders nach btxxt ehr glanzvollen Auszug und Finale des 2. Akte-. Nach )em Theater besuchte der Kaiser den Kommandeur der Königsulanen, Oberst von Heyden-Linden. Er wurde unter» Wegs von der zahlreichen Menge in den Straßen mit lebhaften Hochrufen begrüßt. London, 9. Jan. Nach Meldungen aus Tobbia Bel bie Landun g ber englis cken Truppen bei stür» mttchem Wetter begonnen. Tie Matrosen warfen Schan-eu> aus, da die Haltung der Eingeborenen sehr verdächtig ist. Ter Scheik versichert, der Mullah habe ihm seine letzten Kamele acftoblen. Man glaubt aber im Gegenteil, daß der Mullah den Scheik aufgefordert hat, neutral yi bleiben, wo sirr /o Italien. Rente . . . 103.50 41/, 96 Portugiesen . . . 50.60 4«/ Portugiesen. .... 81.25 196 0. Türken .... 2950 Türkenloee......184.60 4% Griech. Monopol.-AnL 44.75 4V.96 »uaeore Argentiner —.— 3u/q Mexikaner , . . 4Vi9/o Chinesen . . . Electric. Sohuckert . . Nordd. Lloyd . . . Kredltaktieu . . . . Diakonto-Kommandit. . Darmstädter Bank . . Dresdener Bank . . . Beniner Handelsges. . Oesterr. ßtaatebahn . . Lombarden . , . . Gotthard bahn . , . . Laurahütte . . , < . Bochum ...... Harpen«..... Ten 85.— 91.50 79.50 . 95.60 . 218.20 . 192.60 . 186.- . 146.7s . 159.2t . 149.16 . 16L0 - 181.— . L18L0 . 1S4L- . 17L5O Handies. Dr. med. v. R. argen erfrorene Finger ObermeperS Herba-Seife an u. war der Heilerfolg lt. Mitteilung d». Herrn ett» überraschend prompter. Auch bei erfrorenen Händen und Füßen bat sich ll Herrn Dr. med. O. In S. Obermeyer» Herda-Seife vorzüglich hellenö bewährt. Z. h. p. Stck 76 W u. M. 1.25 L all. Apotheken u. Drogerien. Fabr. I. Gioth, Hanau. 856 Bekanntmachung. Mit Bezugnahme auf die Bestimmungen In $ 26 der Wehr» ordnung werden alle im Jahre 1888 geborenen Militärpflichtigen, sowie btejentgen, welche dieses Aller bereits überschritten, aber sich zur Musterung noch nicht gestM haben, oder bei der Musterung In 1902 zurücrgestellt worden sind, und entweder in Gießen chren gesetzlichen Wohnort haben, oder als Studenten, Gymnasiasten oder Zöglinge anderer Lehranstalten, oder als £>aud- und WttttschastS- beamte, Harrdlungsgehilsen, Lehrlinae, Handwerksgesellen, Dienstboten, Fabrikarbeiter oder in ähnlicher Eigenschaft sich dahier auf- halten, hiermit aufgefordert, sich bebufS Eintragung ihrer Namen tn die Rekrutierungsstammrolle in der Zeit vom 15. dannar Wl L Februar d. I. bei der Bürgermeisterei dahier im Zimmer Nr. 18 zu melden, und dabei, weuu sie daüier nicht geboren sind, ihren Geburtsschein, welcher von dem betreffenben Standesamt zu erwirken ist, unb, wenn sie bereits bei einer früheren Musterung konkurriert haben, ihren Lofungsschetn Donute^en. Zugleich wird daraus aufmerksam gemacht, daß biejentaen, welche bte Anmelbung unterlassen, |id) zu gewärtigen haben, oatz sie mit einer Gelbstrafe bis zu 80 Mark ober mit Hast bis zu drei Tagen belegt, von ber Tettnahme an der Losung ausgeschlossen, unb chrer etwaigen Ansprüche aus Zurückstellung u. s. w. für verlustig erklärt werben. Bezüglich der zur Zett der Meldefrist abwesenden Milttärpflichtigen und deren Ellern, Vorniünder, Lehr-, Brot- ober Fabrikherren m diesen Amneldungeii verpflichtet. Ferner wirb bemertt, baß Gesuche um Zurückstellung von Atttttärpflichtigen aus Grunb bes § 82. pos. 2. Lit. a, b, o, d, e, f und g der Wehrordnung rechtzeitig bei der Bürgermeisterei vorzubringen sind; verspätete Gesuche können keine Berücksichtigmig finden. Gießen, am 8. Januar 1903. 827 lüwoßherzvgruye Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Sonntagsverein für Mädchen. Die Vereinigung der Mädchen findet statt an jedem Sonntag zwischen 2 und 7 Uhr nachmittags mt Saale der Kleinkiuderschule; die Mädchen können zu jeder Zett kommen und gehen; von 4 Uhr bis 5 Uhr findet gemeinsame Unterhaltung statt mit Gesang, Ansprache, Vorträgen. Gute unterhaltende Bücher und Spiele sind in großer Zahl vorhanden. Für den Vorstand: 89 Dr. Naumann, Pfarrer. Sargmagazfa W 7M«ek 12 Waigaffe 12. Lszer in fertigen Sargen in Wen- nnb Tnnnenheh in jeder Preislage. 276 Lieferung von fiffetaBlsärgen« 342 ausgeführt vom Giessen, den S. Januar 1908. M 865 Giessen, den 9. Januar 1903. 3ü-40 tiOU Mark SAMIS 8 357] Ter 2. 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