X öle Sah . 9 de- S bSe" d-! b' ^en 1’ mei Hoi bc;’ UN- «.J^lgen, en vor eh. Udcmchtc JWüni« S hQ9en tn wird. Di- c5eiöen Mtnis 3 • \ ^eit bc» Ntalie «älflien 9)1 b« Union 9j 1 211 bei ' u°ch einjfe^ng '•wüiniieö ^ns s, r-> &»•»» W, 7 Wt« ,cM tttnn de. tkbQt^ute=hS *Ne§ ii?' ««tt. > •< wp,.w der 1011 1* in Heu etc. Kirchstrasse 2. Geschäft SL. ilätter. imen» , 893; roM igunS 1S3. Jahrgang Erstes Blatt. , Zweigstellen 65 4>L; durch :a£33ESSBaOCBSgS^^ sEffissmais®sssa An alle Kessen! politische Tagesschau. Krer und Ilotte. ■ Dr. Breidert Provinzial-Direttor Stellvertreter des Vorsitzenden. H e i ch e l h e i m Kommerzienrat Schatzmeister. Dr. Brauns Rektor der Ludwigs-Universität Vorsitzender. Gießen. Emm elius Kommerzienrat Schriftführer. Herz zu heilen. 2 5. November 1903. Das Krelskomitee des Kreises In den Tagen jähen Unglücks, das unseren geliebten < Großheczog nach einer Zeit frohen Zusammenseins mit (einen < Angehörigen so plötzlich und so schmerzlich betroffen hat, ist , aufrichtigste Teilnahme und Mitgefühl in allen Teilen un- j (erer Bevölkerung zum herzlichsten Ausdruck gekommen. Wohl in Jedem lebt der innige Wunsch, dem Landesherrn das tiefe Leid mittragen zu helfen, ihm aber auch durch die Tat zu beweisen, daß der schmerzliche Verlust die Bande zwischen Fürst und Volk nur noch inniger geknüpft hat. Aus diesem Empfinden heraus ist der Gedanke entstanden, der wohl überall im Hesienlande freudigen Anklang sinden wird, dem Großherzog am 1. Januar, an dem nach seinem Wunsch sein Geburtstag gefeiert werden soll, aus dem gesamten Botte heraus eine Freude zu bereiten. Wir Alle wissen, daß sein hoher Sinn gerichtet ist auf die Hebung und Veredelung der Kunst und des damit verbundenen Handwerks in unserem Lande, wir Alle wissen, wie er unablässig bemüht ist, auf diesem Wege auch Gewerbe und Industrie zu fördern und neuzubeleben, wie es sein Wille ist, daß auch durch Herstellung mustergilliger Wohnungen für Minder- bemittelte vorwärts geschritten werde. Wir Alle sehen, welche schonen Erfolge auch bereits gezeitigt sind zur Wohlfahrt und zum Ruhm unseres Hessenlandes und seiner Bewohner. Diesen hohen Bestrebungen und Interessen wird unser trauernder Landesherr nach dem schweren Schicksalsschlag sich mit erneuter Kraft zuwenden, in ihnen wird er Befriedigung suchen, und sie werden ihn wieder aufrichten und zum Leben zurückführen, nachdem ihm der Tod das Liebste geraubt. Hierin einer Förderung durch sein Volk teilhaftig zu werden, müßte ihm die reinste Freude sein. Es soll daher durch Spenden aus allen Teilen unseres Landes und aus allen Berusstreiseu ein Fonds geschaffen werden, der dem Grobherzog am 1. Januar zur Förderung der gedachten Zwecke zur Verfügung gestellt wird. Auch die kleinsten Gaben sind willkommen. Mit der Sammlung werden dem Großherzog die Listen mit den Namen sämtlicher Spender durch die vereinigten KreiskomitceS zur Kenntnisnahme überreicht werden. In die Listen sind nur die Namen der Geber, nicht aber die Gaben einzuzeichnen. . Wir sind überzeugt, daß ein solches Zeichen verständnisvoller und mitfühlender Liebe und Treue unseren tiefgebeugten Landesherrn erfreuen und mithelfen würde, sein gebrochenes w General-Anzeiger w , Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Sichen Lda., Bücking, fnnn, und beantragt schließlich Gesetzentwürfe, welche die Gründung von Rentengütern zu diesen Zwecken ins Auge fassen und die Besiedlungsvorgänge durch die Erleichterung der staatlichen und anderer Gebühren unterstützen sollen. Die Geschäfte, die in Preußen die Rentenbanken üben, soll in Bayern die Landwirischaft§bank übernehmen. Eme besondere Ansiedlungskommission soll im Ministerium des Innern geschaffen werdet!. Daß die Nentechutsform auch in Bayern eine Zukunft hat, wenn auch nicht in dem Sinne, wie sie in Preußen zur Anwendung kommt, kann man schon heute behaupten, denn immer bricht sich die von Rodbertus verfochtene Wahrheit Bahn, daß der landwirtschaftliche Grundbesitz nicht Kapital, sondern nur Rente bringen kann. Koblenz, 7. Dez. Exfähnrich Hüsse ner ist am Samstag von Magdeburg zur Strafverbüßung in Oberehrenbreitstein eingetrosjen. - . — Leutnant Bitse vom Forbacher 16. Train- bataillon sieht rwch immer im Garnisonlazarett als Ge- fanaener seiner Genesung entgegen. Lr w^o ,.vann einen zweiwöchigen Urlaub zur Ordnung seiner Privatangelegen- yeiten antreten, bevor er seine Strafe — auf welche der fetzige Lazaretlurlanb auch schon in Anrechnung kommt im Straßburger Festungsgesunguis völlig absolviert. Der Adjutant des TrainbataMons Nr. 16, Leutnant Schmidt, hat den schlichten Abschied erhalten. — Andere Ausbildung der Re f er v e o f sr- liers-Aspiranken. Wie in verschiedenen Blatternmit- aeteilt wird, hat das preußische Kriegsministerium zur besseren systematischen Ausbildung der Referveosfiziers- Aspiranten der Infanterie den Boijastag gemalt,cherfuchs- weise für die drei Jahre 1904, 190ö und 1906 d^e Of.iziers- ci(Giranten der Infanterie, Jäger und Schutzen, abgesehen von besonders begründeten Ausnahmen,^arlneekorpSweise während der achtwöchigen Hebung zu er ft fünf Wochen „aus einem Truppenübungsplatz in HebungswmpagNien zu- sammenzustellen und dorr durch sorg Wichtig ausgewahlte Offiziere unter Gewährung der ersorderliiyen Munition bis $ur Höhe von 60 scharfen und 60 Platzpatronen für den Kopf — befoiwers im Gefechtsschießen auszubilden. Armeekorps, die keinen Hebungsplatz haben, sollen ans dw Hebunnspialie der NachbarLorps verwiesen, werden. Die letzten drei Wochen der Hebung sollen die Aspiranten dann bei i hrem Truppenteil ableisten, wo sie auch die Reserve- offizierprüfung abzulegen haben." mann, Oekonomierat, Hof-Gill, Jhring, Brauereibesitzer, Lich, Freiherr von Jungenfeld, Bankvorstand, Gießen, Kindt, Buchdruckereibesitzer, Gießen, K i r ch, Stadtverordneter, Gießen, Dr. Kranzbühler, Kreisamtmann, Gießen, Kreiling, Bürgermeister, Heuchelheim, K u l l m a n n, Landgerichtspräsident, Gießen, Leun, Bürgermeister, Großen-Linden, Mecum, Oberbürgermeister, Gießen, Mueller, Fabrikant, Gießen, Dr. Metzler, Regierungsrat, Gießen, Dr. Naumann, Pfarrer, Gießen, Dr. Riegel, Geheimerat, Gießen, Dr. Schädel, Geheime Schulrat, Gießen, Dr. Schäfer, Landgerichtsrat, Gießen, S ch a f j st a e d t, Fabrikant, Gießen, Schirmer, Fabrikant, Gießen, S om me r la d, Bürgermeister, Wieseck, Spanier, Direktor, Gießen, Dr. Theo bald, Ober- Staatsanwalt, Gießen, Dr. Wagner, Regierungsrat, Gießen, Welcker, Beigeordneter, Allendorf a. d. Lda„ Zimmer, Bürgermeister, Grünberg, Zimmermann, Bürgermeister, Lollar. Die Errichtung von Nentengütern in Bayern. Das Bürgerliche Gesetzbuch hat in den §§ 1105 und 1199 die Auflegung von Reallasten und Renteuschulden, die ( durch die Ablösungsgesetzgebung überall untersagt worden < war, im allgemeinen für das Deutsche Reich wieder gestattet und hat ferner erlaubt, eine Hypothek in eine, unkündbare Grundschuld und eine Grundschuld in eine Rentenschuld umzuwandeln. Damit ist in ganz Deutschland eine Grundlage zur Errichtung von Nentengütern gegeben. Diese Grundlage für die Entschuldung der Landwirtschaft in Bayern zu be- nutzen, schlägt eine Denkschrift vor, die der Zentrums -Abg. Dr. Jäger der bayrischen Kammer der Abgeordneten vorgelegt hat. Die Denkschrift ist eine sehr gründliche Arbeit und verweist im allgemeinen auf die Erfolge der Reulenguis- gesetzgebung in Preußen und besonders die Kolomsatwnser- folge in Brandenburg und Pommern. Nachdem die ^zäger- sche Denkschrift' den Begriff des Nentenguts festgestellt hat, behandelt sie das Rentengut in der Geschichte und verweist darauf, daß diese Rechtsform schon im Nllttelalter eine große Rolle gespielt hat, indem jie auf dem Lande eine der wich- tigfien Eigentumsformen und in den Städten die Wiege des Bürgertums war. Jäger schildert alsdann die Wiedereinführung des Nentenguts in Preußen, das preußische Verfahren bei der Errichtung von Rentengütern, behandelt die Frage des Anerbenrechts beim Rentengut, weiter die Bildung von Landgemeinden durch das Rentengut, die Mischung der Betriebsgrößen und die ländlichen Arbeiterrentengüter, die Ausbreitung der Rentengüter in Preußen und die Erfahrungen, die man nut dem Rentengut in Preußen und in Mecklenburg gemacht hat, all dies meist im Anschluß an die, Metzsche Schrift. Ein sehr interessanter Artikel schildert das Rentengut im Ausländ, besonders in Irland. Die Bedeutung des Rentenguts für Süd- und Westdeutschland, dessen Grundbesitz- und Bewirlschastungsver- hällnisse von denen des preußischen Ostens stark verschieden sind, da die Besiedlung des Landes vollzogen ist und der landwirtschaftliche Boden sich fast ausschließlich in bäuerlichen Händen befindet, sieht Jäger in seiner Nutzbarmachung für die Besiedlung der Moore, der Zerschlagung allzu- großer Bauernhöfe, die Ansiedlung landwirtschaftlicher Arbeitskräfte, der Rettung bäuerlicher Familien vor dem Zusammenbruch durch Zwangsversteigerung und die Entschuldung der Land- , wirtschaft. In Einzelartikeln werft die Denkschrift nach, : wie das Nentengut zu diesen Zwecken nutzbar gemacht werden geometrischem Baujchmuck sich versprechen kann, h.er wirken die in planlasievoller Abwechslung angebrachten Maßwerkformen der Fenster- und Giebelbildungen anregend und lasstn nicht das, bis aus die Kreuzblumen, gänzliche Fehlen bildhauerischer Kunst vermissen. Es mag dem Meister des Entwurfes, Architekt Ludwig Becker in Mainz, schwer gefallen sein, sein Merk in spätgotisches Gelvand zu kleiden und, aus Ersparnisgründen, aus den sonst üblichen bildnerischen Schmuck zu verzichten, doch das glückliche Ternpe- tament des Rheinländers, die Fröhlichkeit, hat diese Klippe zu nehmen -gewußt und uns ein Merk von angenehmer irische und Kühnheit gegeben. . Von dem Fußwege zwischen Wilhelm- und Liebigttraße aelana<- man durch die südöstliche Vorhalle in das Kreuzschiss und findet, nach Besichtigung der äußeren Kirche, sich nicht aetäuschi. Bor allem ist es das Hauptck-vr, mit seinen funs aroßen Fenstern, das die Blicke anziehi. und uns durch die aroßen seitlichen Btogenöjfnungen eine perspettivische Einsicht in das rechte und linke Nebenchor gewinnen laßt. Denkt man sich hier die öommenden gemalten Fenster hinzu und in den Chören die leichtbeschwingte Bauart spätgvbischer Altäre, dann finden wir ein Architekturstück nach wirklicher 2lltmeisterart geschajlen. r . Sn ähnlicher Weise lvird der Mick zu dem nordwestlichen Krcuzsch-isfgiebel gelenkt, an den durch zwei bis säst aus den Boden reichense große Fensterbildungen in bezaubernden Meifiper ui der gefirrgen Berhaiidrung fungierieii die Lun^g^richtsrut». Sandmann um) «chuieuenoecher. Die Anträge vertrur Obersiaarsauwatt Theodard. Berhundert murue gegen den 2chahrrgen Glasmacher narl Kuhr uno ben 2ijuh^igtii i^.as- uiacher Lv-ilhelm Zuugruig, beide voii Orieshaufeu bei km- dingen, beschuldigt des sittlich teil svervreche ns an einer gei,restranten Per,on (§ liu U d. Slr.-G.ttuhi wurde voui viechtsanioart Liuk-chiwr-a, J^ngiuig vorn Rechtt- anwalt Katz verteidigt. ES waren in oer Verhandlung, d.e unter Aus Mu g der OejfentliMeit frattfauo, 17 Zeugen zu höreti. ^ie Geschworenen ertrarten durch ihren «pruch, den der Bürgermei,rer Altes von tievei-u Inraot als Obmann verkairoete, die Angeklagten >ur nMch-uttig, mvrau, der Gerichtshof die,e freifprach uno den g^gen sie in Kraft befindlichen Haftbefehl aushob. yrnnifdjtfs. ♦ Oberlahn st ein, <. Bürgermeister Reusch hier wird schon seit tangerer Zeit durch anonyme Tro Hungen belqiigt, die jelb,i vor der Aitkün- digung von Dy n a m i t a 11 e n t a t e n nicht zuruck- schrecten. Der Magi,trat hat nun eine Belohnung von luO Mart auf die ^nweckung des Anonymus ausgesetzt. * Munchen-Gladbach, 7. Tez. ^n Vier,en erst a ch gesierii abenb aus der Haupt,.raße der 1 «jährige Fabritaroetter Manier oyue jede Veraum.,jung den Kutschier Berten. * Göttingen,7. Tez. In Obergandern brachen fünf Kinder aus dem Eije ern. Zwei ertranken. * Dessau, 7. Dez. Als gestern nachmittag gegen Schluß der Vorstellung die Veji^erm einer suh hier aufhaltenden Menagerie, Th. Fifchec-T-nedluibuig zur Vorführung von Löwen sich in den Vmoeuws.g ,. urz11 sich ein Löwe aus die Bändigerin und schlug dieselbe mit einem Prankenyieo zu ^owen, sooap das Gehuli freigettgr wurde. Sie war sofort tot. Die andern drei Löwen tonnten nur durch die Ve,onnenhett enug<-r Männee durch Diseuflangen voii dem Opser getrennt werden. * Görlitz, 7. Dez. Hiesigen Blattern zu.oige ist der Zugführer Gufiav Finke wegen Diebstahls von Eis en d a h u g ü t er n verhaftet worden. Bei der Haussuchung wurden zahlreiche gestohlene Gegenstände gefunden. * Stettin, 7. Tez. In dem Vororte Bredow wurden die Eheleute diatziu üi ihrer Wohnung, als Le ichen ausgesunden. Ter ^od des Ehepaares wurde durch aus- stromende Kohlengase herbeigeführt. * Wyk au> Föhr, 7. Dez. Der bei Amrum gestrandete Hamburger K o h l e n d a m p f e r „Elbe" ist heute mitten durch gebrochen, das Schiss gilt als voll,madig verloren. «.eben BergungSdump,er befanden sich in der Strandmigspelle. Die Ursache oer Straiidung i,t aus eine Verwechselung der Am immer Leuchtfeuer mit denen der „Elbe" zurauzusuhren. Die Besatzung reifte heute nach Hamburg ab. * München, 7. Tez. Der Eisenbahnverkehr über den Brenner ist w-gen der L a w i n e n v e r s ch ü 11 - ung zwischen Steinach und der Station Brenner auch WlRßEiW Kupferberg WMRWM .Grosses il''j strirres heute noch gestört. Man hofft jedorb, daß vielleicht um Mitternacht die Strecke wieder frei wird. * Madrid, 7. Dez. In ganz Spanien herrscht ein entsetzlicher S tu r in. Alle Veibttdungen sind unterbrochen. Ter angerichtete Sckfaden ist bedeutend. * Madrid, 7. Tez. Aus Oviedo wird telegraphiert: Fn der Grube Marianne wurden durch schlagende Wetter 7 Bergleute ge tötet und 3 schwer verletzt. * Rom, 7. Dez. Aus Belluno wird gemeldet, daß in der ganzen Gegend seit 48 Stunden cl). nee und Regen jallen und die Flüsse steigen. Die telegraphischen Verbindungen erleiden Unterbrechung und die Ensenbahnzuge treffen mit Verspätungen ein. 3» Sardinien über- s ch w e m m t e der Fluß Tirfo das Land, jooaß die Landarbeiten eingestellt werden mußten. 311 Terralba stürzte ein Haus ein, wodurch zrvei ftuioer unuainen. In chtrago und Gradiska sind gleichfalls Ueberjchweminnngen eilige» treten. Ein Teil der über die Cosa führenden Brücke wurde zerstört. Nach Meldungen aus Prato wurde die Umgegend auf eine Streue von etwa 3u Stilb nie ter in einen See verwandelt. Die Lebensmitiel musjen den Bewohnern durch Barken herbeigebracht werden. rtsarc gag.;' CaT H Wcryuachloptamie für unfere Ävvuneule». Atalhilde Ehrhardt Großes illustriertes Kochbuch für den einfnchett, bürgerlichen und fnneten H.jch Neue verbesserte und vermehrte Auflage (70. bis 90. Tausend) durchgesehen von A. Ntathis, Präsident des Znternauonalen Verbandes der Fläche m Frantsurt a. Mam. <84 Seiten, (Lexilon-Format) in elegantem und solidem Ganzleinen-Prachlband nut vielen farbigen Zlunslbellagen und Testbildern, zusammen über 1000 ZUufiralionen. In noch nicht zwei Iahien etwa 70 000 Exemplare abgejegt. ^luf den bedeutendsten Jach- auSüeUungen -in Berlin, Paris, Wien, Brüssel, Frankfurt a. SJJL, Hamburg, Straßburg 2C. wurde dieses Werk nut goldenen Medaillen rc. prämiiert. Hunderte von Giilachien aus ersten Fachkreisen, welche seine Vorzüglich- lichkeit und praktische Verwendbarkeit begeistert rühmen, beweisen, daß dieses Werk unstreitig das befle und praktischste Koch brich der Neuzeit ist. Es umfaßt das ganze Wesen der modernen Küche und des Hautzhalies, sowohl für den kleinsten wie auch für den auf viele Gaste berechneten größeren Haussiand. Es enthält über 2000 erprobte und bewährte Ltezepte nebst vielen Originalrezepten der süddeiilschen, norddeutschen, rheinischen, Ihürmger, ham- biirger, wiener, französischen und englischen Küche, der Faften- und Krankenkost. Ferner enthält es wertvolle Winke für praktische Hausfrauen, welche für jeden geordneten Hausstand unentbehrlich sind, insbesondere betrefjend des vorteilhaften Einkochens, Einmachens der Früchte und Gemüse, der Behandlung und Aiijbewahrung der Vorräte in Speisekammer, Küche und Kelter, der Steinigung der Koch- und Tischgeräte, der Küchen- und Tischwäsche. — Durch günstigen Abschluß sind wir in der Lage, dieses Prachtiverk an unsere Abonnenten ztim Vorzugspreise von 3 Ntk. ab geben zu können. Frei ins Haus gebracht durch unsere Zeitungsträger und Zweigstellen Nck. 3,10, frei durch die Post Ntk. 3.40 gegen Vorausbezahlung. Ein Exemplar des Werkes liegt zur Einsicht in unserer Gefchäftsstelle auf. Verlag des Gietzeners Anzeigers. * Wien, 7. Tez. Tie o-on der „Frkf. Ztg." über ben Fürsten Wind tschgrätz und dessen Gemahlin, Erzherzogin Elisabeth, bcrbrciieren Gerüchite werden von zuständiger Seite als völlig erfunden bezeichnet. Zwijchen dem Fürstenpaare herrsast eilt ungetrübtes Einvernehmen. Tie Fürstin fiild in nächster Zeit einem freudigen Ereignis entgegen. * Belgrad, 7. Tez. Bei der hiesigen Genossenschaftsbank sind bedeutende U nt e r s ch l a g u n g e n entdeckt worden. Ter Chef der Versicherungsabteilung, Babie, soll viele Tausende defraudiert h-aben. *Abbazia,7. Tez. Ter gestrige außerordentlich starke Siro t ko trat mit solcher Gewalt auf, daß die Mole viele Senkungen und Sprunge aufweist. Der Regen hält noch immer an. * Humor im Ehestande. In letzter Woche konnte mein im „Landauer Anz." folgendes Inserat lesen: „D.yegatten gunz geporig den Srandpuntt klar geinacht^zu haben, denn heule lesen wir in deinfeloen Blutte: „Die Beleidigung gugcii meine Frau nehme ich reumütig zurück, Freckenfeld, den 2. Dezember 1903. M. Z." bkuriiMmu. R.-B. Darmstadt, 7.Tez. Tie letzte Schwurgerichtsperiode dieses Fahres ivurbe heule durch Landgerichtsrat Ho mann mit zwei Anllagen wegen S 11 t l i ch k e i t s v e r b r e ch e n s eröffnet Die eine richiete sich gegen den 'Maurer Zatob Egli in Warien- aejäß, die anoeie gegen den Taglöhirer Fakob Ta um m Reu- Fjenburg. Tie Vertzandlung iand natürlich unter Ausschliiß der Oesfemlichkeil statt. Beide Angeklagte ivurden von den Geschworenen sür fchnldig erachtet uitö zu zivei Fahren, bezw. anderthalb Fahren Gefängnis verurteilt. , ff 'Marburg, 7. Tez. Tas Lchwurgericht, welches heute seinen Aniang nahm, vertzandelie zunächft gegen den schon vreliach vorbesiranen 32 Fatzre aiten Tieiistknecht Auguft Fritz aus Schwedt a. d. Oder, der m der Stacht vom 24. zum 2ö. Leptember ds. Fs. die GebanUch.eilen seines Herrn, des Landwirts Sialb in Borken, aiizündete nnd dadurch ein Großieuer veriiriachte, bet dem oas ga.ize Eetzoit und noch drei ^tachbargebäude etiigeafchert ivurden. Wie ans der Beryandlung hervorgmg, bandelte es sich um einen Racheatt, denn Fritz baue stch -wet Tage vorher mit ,einem perin gezankt. Tas Uvielt lautet aui ö Fabre Zuchthaus. — Ter wegen Notzucht angellagte Tienftlnecht F. Schneider aus Lüuclmig erzielte Freiiprechnng. — Herausforderung seines Vorgesetzten zum Duell. Aus Dresden wird berichtet: Gegen das Urteil der Tisziplmartammer zu Tresden, die als erste Fnstanz aut Antrag des Köntgl. Fmauzmimsteriums gegen den O b e rt or fie r 'Müller aui Dienfienilasfung wegen Verletzung der Beanuendisziplm er- lamue, west er feinen Vorgesetzten, den £ b er i o v U mei |ie u iU e 11 e diirch den Forslasfeffor Zurner zum Zweikampie Halle heraussordern laßen, bai der verurteilte Lberwrster V e r ut n ng aiigemeldel. Tie Lache lammt mmmcbr im nachfien Fabre vor der zwenen Fnslanz, dem Tlszipluiargof, oem als Voifitzeuder pr. Oberlandesgenchts- prafident Lognitzer vorfieben wird, ziir nochmaligen Verbaiidliing. ^Iliivnlilüts-Uachrichten. Münster i. W., 7. Tez. Ttu ö\ompoiu|i und Pianist Professor Tr. Fiüius Otto Grimm ift un Aller von 76 Fahren g e- Horben. iGrinun, ein außerordentlich liebenswürdiger Herr, der m fbtünster höchste Achtung genoß, ein geborener Baste, ivar Twigent des 'Mufilvereins und des Akademischen Gesangvereins in Ntünfier. Er bat eine größere Anzahl Smiom'en, <^uiteu in Kaiioniorm iür Streichorchester, soivie Klavierftüüe und Lieder komponiert und das muslkalijche Leben der weslfälljchen Hauptstadt wejenltich gefördert. T. Red.) e , Stiel, 7. Tez. Der fielet Ztg/ zufolge ist der ordentliche Proiesior der Archäologie an dec biefigen Universität, 'Mitchhöier, gefior beu. , 2üetterbericht vom 7. Dezember. Ein neues kralliges Tief ist nördlich Frlaiid erschienen und dürfte lvobl oftivarts Vordringen. Ein flaches Hoch bedeckt den Osten Europas. Tas Weiter ift trüb, ohne nennenswerte Niederschlage. Heule, Atonlag, herrschte früh morgens ganz leichter Frost. Für Dienstag und Atituvoch: Ateifl trüb, mildes (Tauwetterj, windig bis starlivindig, Regeniälle. Wetierdtenft zu Gießen: A. Peppler. « Kupferberg Gold zeichnet sich durch erstklassige Qualität, vorzüglichen Selchrnack, durch seine leichte Hrt und grosse Bekömmlichkeit auct und gilt deshalb unter Kennern ohne weiteres cis der beste deutsche Sekt Der Ulli) meisten aufsuttt. Da fre mit bez^lio^rs juMner Gesii.is-Prv- filicrung in Das Mauerwerl eintrut uud einem Schleier gleich em NtaßwerL-Voegelege erhalten hat. Das in zierlichstem Wuch,e so recht Die Hrch-e uud Schönheit jpäigvti- mu,,en Daher vom Altäre leicht erreichbar (tun. Niit Wvhlgvfallen unD Staunen nunmt das Auge den ^esamt-Jnnerruum wahr, bei, in (einer einfachen Guße die edle Linienführung aui Das vdrreii.haft.este archeoi uno in dem sich eine entfchreDen tiare AzUlensmeiltultg mit wirklicher Schönheit paart. Da Die Gewutbe noch fehlen, schweift der Duck ungehindert bis zu Dem 2/ Meter über Dem FußbvDen UcgciLDcn Dach.grat uno gewahrt, da Die Dachluten verschlafjen jiuo, un Tümmerlichte ein 5)eer von Dachsparrrii, welche von Den gropm, in gleichmäßigen Ab^atiden wirienoon TachbinDeiir m Ordnung und Zucht gehalten werden. Nur ui Der Mitte des Kreuzscyasses erhebt fich im Dachfruyle em Gewtrc uno Greben Der Hon* struttioushölzer nach oben, uuD diese haben es fertig gebracht, sich hoch über dem Dache in die Form eines Dau.>- reiters zu einigen. Hier liegt Die gcogte Lofung dec Hon* ftruUibnen unu ,ichec hatte oec Staickec, der für ule starken Fundamente der Vicrungspfeiler fotgre, ebenjo Recht, wie Der Aep he liker, der für die pajfenoe K'rwiiung feines Wertes bedacht war. Zum 'Schlüsse sei es gestaltet, die Perspektive der noch kommeyderi KirchLubauteu zu (tret,en. Es gibt kaum eine Gelrnudeart, bei Der jo leicht streng fthliptsche Behandlung erreichbar ist, wie bei Kitchenbauten. Es kann somit nicht nur für die duktile Gemeilioe, fonoeru auch für Die lebenden und kommenden Generationen etwas Gutes gestiftet schor zmufl erkennen lapü Tiefe stredonzeti Dienen bei Messe zur Abstellung Der Weill- uno Wa;,ergefatze werden, wenn man in solchen Fallen, wie ec in Giepen liegt, aus größerer Eindringung mittclalterlicher Kunsl> richlungeu Dedacht nimmt Insbesondere wäre es wünschenswert, Ku.nft,timmungen wie „Romanisch" und „Fruh- gvtijch" bei neuen größeren Bauten zu schaffen, um ;v dem allgemeinen Geschmaa einen erzieherischen Halt zu bieten. Anse-e Dichter an der Krötit. Tas „T-ert. Tagebi." hat an eilte vreihe bekannter Autoren die Bitte achü.ytct, einiges von ihr en liter arif ch e n Dianen zu erzählen. Wilhelm Raabe, der verehrte Zweiund, lavziger, der liebe Meister deutscher Erzahlungv- lnnst, schreibt: Allershausen, im Jahre 18W begonnen, ist auch heute noch Fragment. Es i,£ besser, daß die Leute sagen: „Sckjode, daß er aujgehöft hat, zu sch rettens als: , via, endlich konnte er doch aushöien!" — Akit einem Roman (aus dem Hamburger Leben) ift Otto Ernfi befchafligt, er hofft, das Bach zu Ostern herauSzubringeu. Außerdem haben wir vvn dem E-chövfer des: Flachsmann als Erzieher ein zeit-.atirifches Lustspiel zu euiuaricn, wenn nicht in dieser, so doch m dec nachfien Spielzeit. Zu diesen dichterischen Arbeiten wird sich vielleicht noch eine dritte ge,eilen, ein Büchlein Uber tue Gtuubzuge der modernen Kritik. Richard Tehmel jchceibt: „Ich will im nächsten Jahr zwei Kinder- bücher hecausgeben, ein Sammelbuch: Ter^ Buntfcheck und eine größere Dichtung von nur allein: Der kleine Held. Im Übrigen bin ich auf längere Zeit hinaus mit einer Gesamtausgabe meiner bishertgen Schriften (in 10 Bänden^ be.üMi|-igi, icrnn also vorläufig nichts anderes vornehmen." Orro ^ulius Bier bäum jchretbt au der Tichtimg zu einer heueren Opec, ote 5.'ans bttchard WUnhöpper tompo- | niert und die den Titel: Der Mujenrrieg fuhren wird. Außerdem Plaut er eine weitere Dichtung für wtUjtt mit dem Titel: Pan und Baldur. Auch von zwei rein dramatischen Plänen spricht dec glückliche Dichter von e-tclia unö Antonie. Er beult an ein Schau;piek Paracelsus und arbeitet an einer Einakterreihe Studenten, in der auch die Gestalt des Stilpe von neuem aus raucht. Ein Roman: Ter geblümte Schlafrock, wird im uächsien Jahre zu Ende geführt. — Kun st wart. 5)alb monatsschau über Dichtung, Theater, Atufik, bildende uno angewauote Künste. Herausgeber: Ferdinand Avenarius. — Dcc Kun, uvc.it i,c wohl nicht nur das verbceiietfle Deutsche Blatt |einer Art, fou- oern überhaupt die oerbreitet|ie aller dcuifchen Revueen, Tas ist das fchbue Dabei: ec ist es gewac^en, obgleich er kein „leichtes" Blatt ift Es mutz dock) noch viel freudiger Ernst bei uns deutschen sein, vt^l <^^t)/tu»c imkSich' 191. Vortrag Donnerstag den 10. Dezember 1903, abends 8'/t Uhr in oct großen Aula bet Unwersiliit (KoUegiengebäube). Prof. Ur, Wilhelm Sievers: Die Künsche Acchrung und U)re Annen (mit Lichtbildern). 9141 Dieser für eine Fachsitzunq angetundigte Vortrag findet nunmehr .. tn.- »Up InUucper, ölieiululjev m bet gtunen Au.a Itau. Aug.Schwat Wiockstraße 4. OieMZchM ist doch und, , 8675 In Gebrauch über Zubthörlcilt IM. Millionen. «rtn Teilzahlungen gestattet. Gegen Kasse höchster Rabatt. o^2OLtt.Reparatureu in eigener Werkstatt. M iiü Rmimmerke, TWsjikZtlei Aus* Gabriel jr., Gle,;err. 676 Massen Fabritation. Bahnanschlüsse. 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