Nr. 210 gehen wird. Sämlliche Ausstellungsplätze sind vergeben. Der Platz wird ca. 60 000 Quadratmeter umfassen. An der großen Festhalle wurde gestern noch mit verstärkten Kräften gearbeitet, so daß der baufeitenbe Architekt dem schon besorgten Ausschuß die Versicherung geben konnte, daß morgen, Mittwoch, alles fix und fertig sein werde. Am gärttierischen Schmuck der Ausstellung, den der Gärtner Karl Becker übernommen hat, und der übrigen Llllsschmückung der Ausstellung, die die Firma Th. Brück übernommen hat, wird es in keiner Beziehung fehlen. Die Obstausstellung wird bie größte berartige Veranstaltung werden, bi e bas Gr o ß h e r zogtum bisher gehabt hat. Ganz hervorragend wird die Ausstellung in Simmentaler Rindvieh und in Vogelsberger Rind beschickt werden. Aber auch die Zahl der ausgestellten landwirtschaftlichen Maschinen und Geräte, deren Tränst Porte man bereits seit ein paar Tagen durch die Straßen der Stadt nach dem Trieb sich in mehr oder minder kolossalen Fuhren sich bewegen ftelft, wird sehpxespektabel werden. — Allen Bedürfnissen der Ausstellungsbesucher ist auf das weitgehendste Rechnung getragen worden. Vier Wirtschaften werden auf dem Platz zur Niederlassung einlaben. Für bie Aktienbrauerei ist tätig Franz Wig andt, für die Brauerei Bichler Feid el, für Friedel und Asprion Lomes und für die Brauerei Denninghoff der Mrt Spuck. Das Etablissement Liebighöhe, deren Zäpfer für die Brauerei Jhring tätig ist, ist in den Ausstellungsbezirk einbezogen worden. — Auf dem Festplatz werden nur offizielle Festpostkarten ausgegeben. — Ter landwirtschaftlichen Bevölkerung verspricht die Ausstellung ungezählte neue Belehrungen und Anregungen. Aber auch andere Besucher werden den Matz nicht nur einmal, sondern mehrere Male mit Interesse durchwandern, umsomehr, da allgemeine Vergnügungen mancherlei Art in großem Maßstabe vorbereitet sind. Die allgemein interessanten Ausstellungsräumlichkeiten, der umfangreiche und mannigfaltig ausgestattete Juxplatz — auch ein Tanzplatz fehlt nicht — werden ihre Anziehungstraft vereinigen, um der Völkerwanderung, bie nach dem Trreb wogen wird, nach allen Richtungen außergewöhnlich reiche Anregungen und Genüsse darzubieten. Pm. Gustav A d o l f e st in Lang-Göns. Es war ein recht schönes Fest, das der Gießener Z w eigne r e i n der Gustav Adolf-Sllstung am Sonntag in Lang- Göns feierte. Wie schön eignet sich dazu der schattige Platz vor der Kirche mit den alten Bäumen, auf dem sch^-- mandje^ erhebende kirchliche Fest begangen wurde. Die M- meiude, die Frauen in ihrer in al er isck>e nTr acht, auf Stühlen, Bänken und sinnreich improvisierten ritzen um dre Imib» itiiiAel gruppiert, |ang mit grast er Frische die Lieder uh Härchen- und Volkston nach der glockenreinen Begleitung derZ Klein-Lindener Posaunenchors, der nicht fehlen darf, mti) Alt und Jung lauschte mit gespannter Aufmerksam leit den Worum der Redner auch nach zwei Stunden noch ohne em Zeichen der Ermüdung, cm wahrhaft herzerquickendes Bild. Die Nachbargemeinden, auch Gießen, waren freilich rrur spärlich vertreten. Aber die Long-Gönser Gemeinde war, wie gewohnt, auf ihrem Posten. Die Fevpredigt hielt Pfarrer Eußmann aus Kirchberg über Apostelgeschichte 4. 29 und 30. Alsdann erstattete Pfarrer Guter aus Gießen den Jahresbericht. Gr sprach zunächst seinem Vorgänger im Schriftführer amt, Herrn Prof. D. Stamm, der nach 26jähriger Führung dieses Amtes im vorigen Jahre zuructgetreten war, den Taut des Vereins aus und ehrte das Audenren der drei feit vorchem Jahr verstorbenen Vorstandsmitglieder: Tetan Wahl-y ansen, Pfarrer Schonh alv-Grogeu-LlNden uni) Pfat.rer T e i che r t- Großen-Vusect. An Beiträgen jur den Gupav Adol,verein gingen im Tel curat em: aus Alendorf (Lahn) 2chüO^Mt., rrltendorf (Lumda) 2ö/2ö 5Jit., Alten-Bus eck 32,/u Ml., Trohe 5,30 Mt., Beuern 24,15 Ml., Grogen-Busect 30,50 Mt., Oppenrod 8,20 Rtk., Großen-Linden 2-1,10 Mt., Klein-Linden 10,10 M. (Kirchenrasfe 3 Mt.), Hau,en 13,13 Mi., Heuchelheim 41 Ltarl) Taubringen 17,10 Mark, Lollar 41 Mart, Aeauislar 11,25 Marc, Ruttershausen 11,35 Mark, Staufenberg 11,30 Äearl, Lang-Gons 05 Mart, Leih- gesteru 52^)0 Riark, Reiskirchen 14,55 Mart, Burkhardsfelden 12 Ml., Rödgen 17,60 Ml., Annerod 22,51 Ml., Steinbach 40,30 Mt., Albach 8,96 Ml., Treis (Luncha) 5j,üU Ml., Watzenborn-Steinberg 33,95 Ml., Garbenteich 15,80 Ml., Wiefeck 28 Ml., Gresten 455,40 Ml. (Frauenverein 1357 Ml., Gvang. Bewegung 737 Mt.). Ter Heffcsche Hauptverein zeigte leider eine Verminderung der Ginnahmen um 1000 Ml., er verausgabte jedoch immer noch 31100 Ml.^ Tie Gln- nahme des Gesanrtvereins belief sich aus 2 479 106 Ml. (gegen 2170 358 Ml. im Vorjahr). Tie große Liebesgabe im Betrage von 22 020 Ml. erhceit Villach in Kärnthen. Aus den werteren Anjpracheu seien noch hervorgehoben die Mitteilungen, die ^landidat Schlosser von seinen Erlebnissen bei einer Reise rn Steiermark und den Gindrüeken, die er da von der evangelischen Bewegung erhalten hatte, machte, und das kurze, kräftige Schluhwort des Pjarrers Koch aus Lützellinden. Tie Festtoltette rm Betrage von 90 Ml. wurde für dre evangelische Gemeinde in Herbstein bestimmt. Bei der sich anschließenden Generaloer,ammlung wurden an Stelle der verstorbenen Vor,candsurctglieder die Herren Tetan Str a ct-Lech gestern als Vorsitzender, Pfarrer Hep- d i e n g -Großen-Linden und Go mV e l-Reiskirchen als Beisitzer gewahlt. ** Dre Bauunter n ehmer Büttner u. Tamm hrer verlanfren ihr Haus Sreinsrrajze 65 zum Preise von 26 000 Ml. an Herrn Wilhelm N a ch t i g a l l. ** U.nabirchtliche Verfälschung von Nahrungsmittelm 'Man schreibt uns von juristischer Secte: Lei der wieder eingetreteueii heißen ^empercumr sei daraus Hingewiefeu, wie leicht unwissentlich eine naheliegende Verfälschung von WurMvaren neuerdings vorromnit. Es ist nicht' allgemein bekannt, daß durch Vorentscheidungen des Reichsgerichts vom 23. September 1886 und 7". Januar 1887 unter allen Umständen die Beimischung von Kartoffeln^ Stärkemehl und Wasser zu Würtzeu als Verfälschung wegen Verschlechterung nach § 10 oder 11 des Nahrungsmittelgesetzes es für strafbar erklärt worden ist. Wenngleich bei der letzt üblichen Schnellmast sich das Schweinefleisch selbst nicht durch Zusatz von Kalb- oder anderem Fleisch zu ge- nügeiid fester Wurst verarbeiten lassen mag. Verfälschung setzt nur voraus, daß, wenn auch der Gegenwand der Hauptsache nach dasjencge ist, als was er im Verkehr angesehen wird, er jedoch durch eine Aenderung, eine geringere Beschaffenheit, einen geringeren Verkaufs- oder Georauchs- wert hat, als denjenigen, roeiajen er zu haben scheint, und welchen das Publikum erwarcet. Verfälschung ist daher auch Zusatz ieiues nicht noruralen Bestandteils, welcher dem Ganzen den Arischem höheren Wertes gibt, z. B. bei Bereitung von Würsten mct ,chlechteren Be^anoteilen, als dies ortsüblich ist (Entsch. d. R.-G. v. 15. Mai 1882). Wenn nun der Wassergehalt von Schweinefleisch zur Wurstbereitung durch Stärkemehl gebunden werden muß, jo kommt üi Betracht, daß nach R.-G. v. 9. Jan. und 14. biov. 1887 die normale Beschaffenheit der Ware stets nach den berechtigten Erwartungen der Llonjumenten zu beurteilen ist. Tie 'Metzgereien haben daher in obigem Notfälle durch eine Aufschrift im Laden ober sonstwie, daß die hier verkaufte Wurst soundsoviel Prozent Stärkemehl enthalte, die Mög- lichteit, sich vor Strafe zu schützen. Man sieht dies auch vereinzelt in Metzgerläden der Stadt Gießen bekannt gemacht. Uebrigens kann der Notstand, daß die Wurst infolge zu großen natürlichen Wassergehaltes des Fleisches aus- läujt, nur bei F lei schwur st Vorkommen. ** Vom Flotten verein. Tie namhafte Spende eines Mitglieds der Kreisgruppe Darmstadt oes Deutschen Flottenvereins ermöglichte dem Landesausschuß für das Großherzogtum Hessen die Beschaffung eines Lichtbilder- ÄpparareS, welcher der Ortsgruppe kostenlos zur Verfügung gestellt werden kann. Kmematographijche Vorführungen wird die Präfidialgeichäftsstelte m Bersin .innerhalb unseres Landesverbandes wieder in der Zeit von Mitte Februar bis Mitte März n. I. veranstalten. Wie bei den Vorführungen im letzten Winter wird das Präsidium unter gewissen Bedingungen das finanzielle Risiko übernehmen, einen etwaigen lleberschuß aber mit der betreffenden Ortsgruppe teilen. Anträge der Gruppen auf Berücksichtigung bei Festsetzung der Rundreisetour des Kinematographen sind bei dem Landesausschuß einzureichen. 0 Friedberg, 6. Sept. Tas alljährliche I u g endfest, verbunden mit Sedanfeier, wurde heute auf der städtischen Seewiese in herkömmlicher Weise abgehalten. Um 6 Uhr war Weckruf durch das Knaben-Trommlerchorps, um i/210 Uhr Festgottesdienst in der Stadtkirche. Der Festzug wurde um 2 Uhr am Mainzertor ausgestellt. Aus dem Festplatz wurde eine kurze patriotische Feier gehalten, wonach die Volksspiele auf den einzelnen Spielplätzen begannen. Tie schönen Reigen der obersten Vtädchenklassen bildeten den Hauptanziehungspunkt für das Publikum. Nach der Verteilung der Bretzeln an die Kinder stellte sich der Zug abends wieder auf und bewegte sich nach der Stadt, um sich auf der Kaiserstraße auszulösen. Der Untergang des Dampfers Iaskupu. Der „Lloyd" berichtet aus Sofia, es werde immer wahrscheinlicher, daß die Explosion aus dem Dampfer ,^«>«xrpu- oas Werk bulgarischer Verschwörer sei, die damit eine Antwort aus die Verfügung geben wollten, daß der Bahnoerkehr zwischen Adrianopel und Konstantinopel eingestellt und der Verkehr zu Schiff von Varna aus bewerkstelligt werde. Der „Vaskapu" hatte in Galatz 80 Waggons Bauholz verladen und war nach Eonstantza abgegangen, um dort verschiedene Kolonialwaren aufzuladen. In Eonstantza schifften sich noch 8 Passagiere, darunter der Oberbeamte der ungarischen Schiffahrtsgesellschaft Lendwey mit der Bestimmung nach Konstantinopel ein. Von Eonstantza fuhr das Schiff nach Warna, wo es Waren ablud und noch 16 Passagiere an Bord nahm. Die Bemannung war 24 Personen stark. Gegenüber der bulgarischen Küste in der Nähe- von Burgas brach bei Dunkelheit aus dem Schiffe plötzlich Feuer aus, das auf dem Vorderteile des Schiffes entstanden war. Es wurde sofort die ganze Bemannung alarmiert, alle Beniüh- ungen aber, des Feuers Herr zu werden, blieben umsonst, und die Flamnien schlugen in mächtigen Säulen zum 9tacht- himmel empor. Der Kapitän des Schiffes, Leffis, drei Offiziere, 6 Leute der Mannschaft und 18 Passagiere gingen zu Grunde. Von den Passagieren kam u. a. auch Lendwey um, der sich bemüht hatte, der Kllann- schast beim Löschen zu Helsen. Die übrigen Passagiere und der Rest der Ätannjchaft, die sich in den vom Brande verschont gebliebenen Teil des Schiffes geflüchtet hatten, wurden gerettet, ebenso diejenigen, welche die Boote bestiegen oder sich auf die Schiffe flüchteten, die dem brennenden Schiffe zu Hilfe kamen. lieber die Ursachen des Brandes ist allerdings noch nichts Positives bekannt. Anfangs schenkte man der Version Glauben, daß ein Quantum von Dynamit, das sich an Bord des Schiffes befand, durch Selbstentzündung explodierte und das Schiff in Brand steckte. Eine zweite Version besagt, daß der Brand durch eine Anzahl von Fässern mit Teer entstanden sei, die sich aus irgend einem Grunde entzündeten, und eine dritte Version behauptet, daß ein Lllatroje einen brennenden Zigarrenstummel ivegge wo rfen habe, durch welchen ölgetränkte Leinwand entzündet wurde. Ätach mehrstündiger furchtbarer Arbeit gelang es endlich des Feuers Herr zu werden, während gleichzeitig aus die telegraphische Nteldung hin der Rettungsdanipfer „Berthilde" aus Eonstantza und rnehrere Schiffe aus Konstantinopel zu Hilfe herbeiellten. Das Schiff hatte 800 000 Fr. gekoste.!. Der Schaden dürfte sich auf 500000—600 000 Fr. belaustn, da allein die verladenen Waren einen Wert von mehr als 120 000 Fr. repräsentieren. Vermischtes. • Köln, 7. Sept. Eine Sitzung der Ortsgruppe Köln der Antiduellliga wurde am Samstag mit der Mitteilung eröffnet, daß infolge des letzten Ausrufs etwa 800 Beitrittserklärungen zu der Ortsgruppe von Persönlichtesten aller Stände erfolgt seien. Es wurden gewählt: Zum ersten Vorsitzenden Geh. Justizrat Roeren, zmn zwesten Vorsitzenden Gymnasialdirektor Geheimrat Leuchtenberger, zum Schriftführer Rechtsanwalt Paul von Cöllen. Ebenso wurden aus den größeren und mittleren rheinischen Städten eine Anzahl von Vertrauensmännern in den Vorstand gewählt, deren Ausgabe es insbesondere ist, durch Werbung neuer Mitglieder und in anderer Weise für die Bewegung Propaganda zu machen. Es befinden sich darunter hochadlige Rstterguts- besitzer, Zlerzte, Oberlehrer, Rechtsanwälte, Richter, Landräte, Fabrikanten rc. 2c. Sodann wurde mitgeteilt, daß am 19. September zu Frankfurt a. Rt. eine Sitzung des Zentralkomitees dor deutschen Antiduclliga stattsinden wird. * K 0 üurg, 7. Sept. Gestern vormittag entgleiste vom Zuge 754 zwischen Steinach und Lauscha ein Wagen dritter Klasse. Die Reisenden wurden in Packwagen und anderen Personemvagen untergebracht. Der vordere Teil des Zuges traf mit 10 Minuten Verspätung in Lauscha ein, während der Rest nachfolgte. Die Störung war um 12 Uhr mittags beseitigt. Persvicen wurden nicht verletzt, der Materialschaden ist gering. Die Ursache des Unfalls ist nicht aufgeklärt. * Oppeln, 7. Sept. Infolge Trennung des Güter- znges Nr. 6300 während der Fahrt zwischen Gogolin und Groschwitz lief der Hintere Teil des Zuges aus den vorderen auf. Elf Wagen des Zuges wuroen zur Entgleisung gebracht. Der größere Teil der letzteren wurde z er- trümmert. Ein Mann vom Zugpersonal wurde verletzt. Beide Gleise waren gesperrt. Der Personenverkehr wurde durch Umsteigen aufrecht erhalten. Der eingleisige Betrieb wurde nach vier Stunden, der zweigleisige nach 11 Stunden wieder aufgenommen. Der Materialschaden ist nicht unerheblich. Eine Fahrlässigkeit des Personals ist bis jetzt nicht nach gewiesen. * Heidelberg, 7. Sept. Der Rechts st udent H. aus Königsberg, der in Freiburg exmatrikuliert ist, wurde hier wegen Juwelenschwindeleien verhaftet. * Grafrath (Bayern), 7. Sept. Gestern nachmittag vergnüigten sich Mitglieder eines Münchener Schwimm- vereinS bei einem Ansflnge mit Schwimmen im Ammersee, wobei ein Mitglied plötzlich von Krämpfen befallen wurde und ertrank. P a r i s, 7. Sept. Gestern erschoß auf derJagd ein Herr Nicoliro aus Versehen seinen 14jährigen Soh n. * Bern, 7. Sept. Ob erst Heb b el, der Waffenchef der Artillerie, wurde in dem Augenblick, als er einen Straßenbahnwagen besteigen wollte, durch einen Radfahrer umgeworfen. Er erlitt einen Bruch des Nasenbeins, schwere Quetschungen und eine Gehirnerschütterung. Sein Zustand ist sehr ernst. * Wien, 7. Sept. Der Wiener Kommis Christel stürzte auf dem Schneeberg ab und blieb tot * NewY 0rk, 7. Sept. Fritz Adolphy, der einst Adoptivvater von mehr als neunzig Mädchen ge- wese/n ist, starb dieser Tage in Cliston (Arizona) im Alter von 88 Jahren. Er war früher Besitzer eines weit und breit bekannten großen Gartenlokals mit weiblicher Bedienung in St. Louis. Als eines Tages eine städtische Verordnung die Verwendung von Kellnerinnen im Wirtsgeschäste verbot, eilte er nach dem Waisengerichr und adoptierte einige neunzig Bierheben, die in seinem Dienste stunden. Ihrem „Vater" dursten die Kellnerinnen auu) unter der neuen Ordnung im .Geschäfte helfen. * A u s d e n B e r g e n. Am Berg A l t m a n,n im Kanton Appenzell ist heute beim Edelweißsuchen ein älterer Mann, namens Thaeler, ab gestürzt; er wurde tot auf gefunden. — Ein unbekannter Tourist ist vom hohen Goll (Niederösterreich) abgestürzt und war sofort tot. * Ein Familiendrama aus dem romantr- scheu Walchensee. Der „Äugsb AbenLztg." zufolge scheint gestern vormittag auf dem Walchensee in Oberbayern eine bisher unbekannte Familie den L,od gesucht und gefunden zu haben. Am Samstag abend wuroen am Ufer ein anscheinend in den fuicjziger ^zahren. stehendes Ehepaar mit einem älteren Schwesternpaar und einer jüngeren Tochter, welche später einen Kahn nahmen und zum Walchensee hinausfuhren, bemerkt. Am Sonntag morgen wurde der 'Kahn leer aus dem L>ee treibend ausgefunoen. wcehrere Tamenhüte uno ^hi^ule lagen in dem Kahn. Man vermutet, daß die Verschwundenen Ausländer sind, da ihre Warnen völlig unbekannt sind. Ale oLandeskouserenj der yefstjchen Soziattsien hat am Sonntag in Steinbach i. T. stattgefunden. Den Geschästsberrcht des Lanoestomilees erscattete Ulrich. Weber den Ausfall oer Reichslagswaycen in Hessen äußerte sich der dem liberalen Tr. Beuer gmnzend unterlegene hessische Parteichef soigendermaßen: Wenn man aucy im allgemeinen mehr erhosft hätte, so habe mail doch auch keinen Grund, unzufrieden zu jein. „Schwierigkeiten, so heißt es in dem Berichte des „Offenb. Äbendbl/' wörtlich, gab es bei der Reichslagswahl in Bezug auf die Aufstellung eines Kandidaten im Kreise Alsfeld, die sich noci) steigerten, als die dortigen Genos,en bei der Stichwahl nicht die nötige Einigkeit zeigten. Tadei hätte sich Genosse Krumm in Gießen nicht einmischen, sondern die Alsfelder Genossen hatten sich an das Landestomitee zur Vermittelung luenbeu sollen." Die Einführung eines einheitlichen Mitgliedsbuches für Hessen sei nur allmählich vor sich gegangen, auch hat nur ein Kreis (Gießen) Zahlung für die Bücher geleistet. Nach dem Kassenbericht des Herrn Orb stiegen die Einnahmen von 5076,06 Mk. auf 14504,20 Mk., bedingt in der Hauptsache durch einen größeren Zuschuß des Parteivorstandes zur Reichstagswahl. Die Ausgaben stiegen von 4241 auf 14 786,80 Mk. Die vorhandene Mindereinnahme von 282,60 Mk. sei jedoch nicht als ein ungünstiges Zeichen zu betrachten. Zu rügen sei, daß der Kreis Alsfeld- Lauterbach außer den Zuschüssen durch das Landeskomitee auch noch einen Zujchup von Frankfurt bezog. Für die schriftliche Agitation seien allein 2185,85 Mk. Kosten entstanden. An Der Deckung der Kalenderkosten hätten sich die Kreise Mainz, Darmstadt, Gießen und Offenbach beteiligt. Angenommen wurde der Antrag Orbs: Die Landeskonferenz wolle beschließen: Die hessische Landesorganisation verzichtet für die Folge auf eine regelmäßige Unterstützung aus der Parte i k a s s e. Weirer findet Annahme folgender, scharf gegen Krumm sich richtender Antrag Dr. Michels: „Die Landeskonferenz ist der Ansicht, daß das un» bejugteEingreifenvon Genoss enindie Wahlangelegenheiten eines Wahlkreises in Zukunft zu unterbleiben hat." Dazu fand auch folgender Zusatzantrag Annahme: „Bei Differenzen zwischen den Genossen der einzelnen Kreise über die Taktik bei Stichwahlen entscheidet das Landeskomitee." In der Diskussion kam Buso ld-Friedberg auf die „Ho | g ä n g e r e i" zu sprechen und vertrat die Meinung, daß es besser sei, wenn „Genossen" sich an dem bekannten Darmstädter parlamentarischen Abend nicht beteiligt hätten. Cramer hatte sich vorher ganz im Gegensatz dazu geäußert. Ulrich meint zur Vizepräsidentenfrage, die bürgerlichen Parteien würden der Sozialdemokratie „doch keinen Sitz im Präsidium einräumen". Dtan könne über die Teilnahme am parlamentarischen Abend zweierlei Meinung sein. Er stehe aus dem Standpunkt, daß man d'.nrch die Teilnahme an seiner Ueberzengung keinerlei Schaden leide. Habe er etwa fortgehen sollen, als der Großherzog auf den parlamentarischen Abend gekommen? Den parlamentarischen Abend habe sich die zweite Kammer selbst gegeben. Alle ans demselben anwesenden Nichtabgeordneten seien Gäste der zweiten Kammer, also auch der Großherzog. Darum bestand auch keine Verankasfuilg, fortzugeyen. Er (Ulrich) habe persönlich auch nicht mit seiner Meinung dem Großherzog gegenüber zuruckgehalten. Gegen ganz^ wenige Stimmen findet dann folgende Resolution Scheidemann und Gen. Annahme^ „Tie LandeSkönferenz der hessischen Sozialdemokratie erwartet, daß dieReichstagsfraktioneinenSitz im Re'ichStagspräsidium verlangt, aber keinerlei Verpflichtungen eingeht, die außerhalb der Bestimmungen der Versasiung und der Geschäftsordnung liegen." Ohne Debatte wurde folgende Resolutwn einstimpiig angenommen: Die Landeskonferenz der Sozialdemokraten Hessens fordert anläßlich der unter so grausigen Umstanden erfolgten Hinrichtung des Mörders Detrois in Mainz energisch die Abschaffung der Todesstrafe. Tie Konferenz erwartet, daß die sozialdemokratische Reichs- tagssraktion beim Zusammentritt des Reichstages einen Initiativantrag aus „Abschafsung der ToDesstrase" einbringt. Tas bisherige Landeskomitee wird en bloe einstimmig wiedergewäylt. Als Tagungsort der nächsten Landeskonferenz wird P f u n g st a d t gewählt. Kandwiitjchast. — Die große „l n n d w i rt s ch a f t l i ch e W 0 ch e", d. h. die Tagung der D e u t s ck e n landwirtschaftlichen Gesellschaft und anderer Körperschaften ist auf die Tage vorn 15 bis 20. Februar 1904 festgesetzt. — Schon wieder wird der Ueb er- gang eines deutschen Rittergutes in polnische Hände gemeldet. Das 3700 Morgen große Rittergut Ratowitz im Kreise Löbau (Westpr.) faulte der Pole Gregor für 800 000 Mk. Das Gut wird parzelliert. Es werden darauf mehrere Dutzend polnische Bauern angesiedelt luei'ben. Meralm. Vor uns liegt der Woert'iche Führer Bergstraße-Odern watd-Neckariat Wö 1 der sich, mit Plan- und Sntlenbeilage sowie Illustrationen reich ausgestattet ledent Be- nutzer als unentbehrltcher Begleiter erweisen dürste. Pollstattdtge Perzerchmsse der tldoerllchen Führer sendet der Verlag Woerll- ^ei>ebucher°Verlag tu Leipzig an ledermann gratis Uiid sranto. Dunörl unö Verkehr. UolksunrÜchüsl. Berlin, 7. Sept. Hier slarb der bervorraaende M?» ^UftrnUßcnb&[/' 9 auf bie '.■ Die sich ^uchwahl Genosse ndern b!e lltt^ ein- ^Umahtich n) Zahlung b Ilie gen -0 Mk., be- iuschuß des wen stiegen ereinnahme !rg auf die ?mung, baft belannien ib nicht ganz im epräsiben- i§ialbenu> n". Dian en Abend andpunkt, erzeugung en sollen, )en Abend e sich die elben an- : zweiten stmtd auch persönlich gegenüber , folgende inahme: demokratre inenSitz aber keierhalb der ^lsordnung einstimmig »emokraten Umständen trois in isstrase. che Keichs- res einen wafe" ein- einstimmig Landeston- SÄ* lidjen ®=6 7aae vow t d« U- -- Mko'vitz Ss i-e-oden' tai\Ln* 1,110 1,11 töeni $e* c. >^oen- ■'Ä L 2 «ft ost 2 2 «ft «ft «ft «» r-r rs «5» CD a p o p CD p p p P c ©• « 5- oft « eq oa LÖ 8* Q p o 1O >e o p Ö c >b c p e P CXiCS o- e± N p o I» s e 5 o Ä- P- Z -PD c N- P i£Q S P iä 8 S. o 5 e P Q — P C Jo -2i c Q X> p 2 N Ä 's, «'S' C T7 <2> .5 C XD t» 5 p — o — p rr -4-» -o §2 CQ p T> -Tn o u2_ -27 S L^P-'b c «ft PT Ä«* 2 « p p cd-21 p ä N- o - CO TS> c § R © s « Q er ä o ■— C Z-? ZS , , x> 2. c .5 O 'S 'S -2 ~ CD .. O . W ® 4- - - vD \r > s 2 © s . Lo c p 'S or -o © © *±7 N- P - o P S -ö c z -p. 2 C **— *c -< Ci« P C ti CD - _ . 52 C CO cj =■ O H S c Z2 CP ^csf cd'S p cU®: P <7D CX> .S^cP. «ft Jo <5 P P CD^ P5 sP 1-1 -t\ e p >* *• © fcKYx X co -tj o p cn q rH «ft L =O 2. 's ^p xP «ft o c >O <ä p: C ;P P P «ft P CD^ SS co 5 p® CDsTT- Q ö H b >Q . O ‘ P -P P CD P^ — C "2 e> o -XD — «ft c « «—» CP> - (M Tf iS | | H M P © P o 'S* (£) *3 «ft n<3» « . N OI Q* s"-8 ü j'fo" SS p p Ä.« •4 s3--? e s Ö "p § pp 3 _ -§ E-- £ Oft 5 80 5$ © _ © p _ S$ >b^ 2«| - P o Lp. «ft O J— co S 5 S* ° p 6i P 2 s P J5 P - « ? c L-P S C 3 s 0D ®5 © u OJ «ft c <3 <5 -w P P P s A . CD P — -P A >b 5 «ft rr ö XS p p -PL A C-J> E „ «» p 03 g> " T> LP- §«»(0 vP -Sc ZV -t! Öo PT- c o a* jx — o _.E O O--O £« “ S. g.8 • o « 2 , c^ c ^P 'S *P ’S 7:'ü ■PD o 2^p .2 £ P $_» ,2--2 47P^W p nf, J7 CD «ft CO o CD CD G O H p « ä jrt rr G) P ' P VD P >D _P P «ft jQ P «ft «ö Q «ft CD O S- c 5? L.5Z «» G rs SS p P 2 p Z o s G) .5 .5 = i tt= c Q 5 CD "2 2 Q p i jO C CD'N § «2 ö «LrfF- c_> CD *ö in P p ' . . _ *2 ö ro — H e r- C «R S TD-- r? C g 'n 3 « n p .S2 CD üb-2» P w ft- “ E'2^7/o^D c VD (1V 2 2 «» «ft «ft «s» C5 vO P Q P «ft CD, «ft 2 CO o © CD <3 o ■ CD' <3 jQ P <3 «ft CD P P CD ti- g- p 'c p P p « =C3 p p p «ft -O _P P «ft CD O P* P 1 CD jO P $P: kP' o p >8', ■ S- p cs o , c o & CD P «ft i £C CD' >8* c K Q S 'S p JO .5 p 8 p « ä rr « r- Z Q cu Sg J? c L. 5 S O NN O CO p. öd'p O «£ P CD — - ZA Q C 2 p ♦ «ft © CD' M P 7 XD «ft — jg» p — Q> XD CD P o *8* cd-jt N Z «J 03 S ° »2 © . ä p p -p p Z-R C?*p p _ S^ ANXD O , , p -■S - o P — hd — o P — 2 "-P 'S" p «ft p p *s SS £5 w § 2 p P -p «ft und Schi'itzenstraße die ergebene Anzeige, daß ich das vorher von Herrn A. Rörig betriebene Hcjkkii- n. KaiaiiaisueazcsPst Krosöorferstra^e 5Ä heute wieder neu eröffnet habe. Mit dec Zusicherung, iiur Waren la. 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